1914 / 125 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 29 May 1914 18:00:01 GMT) scan diff

Gesundheitswesen, Tierkraukheiten uud Absperrung®- maßregeln.

Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt is das Erlösf@Gen der Maul« und Klauenseu@e vom Viehhof in Frankfurt a. M. am 26. Mai und der Ausbru@ der Maul- und Klauenseuche vom D in Friedri chsfelde b. Berlin am 27. Mai gemeldet

orden.

Verkehrêwefen.

S(&iffoliste für bUlige Briefe nah den Vereinigten Staaten von Amerika (10 H für je 20 8). DtePortoermäßigung erstrecklt sihnur auf die Briefe, nit au& auf Postkarten, Drucksachen usw., und gilt nur für Briefe na den Vereinigten Staaten von Amerika, nit au nas anderen Gebieten Amerikas, z. B. Kanada. „George Washington“ ab Bremen 20. Mai, „Kronprinzessin Cecilte“ ab Bremen 2. Junk, „Vaterlard®* ab Hamburg 6. Juni, „Katser Wilhelm der Große“ ab Bremen 10. Juni, „President Lincoln“ ab Hamburg 11. Juni, „Prinz Friedri Wilhelm" ab Bremea 13. Juni, „Kaiser Wilhelm 11.* ab Bremen 16. Juni Smperator“ ab Hamburg 17. Juni, „Ctacinnati* ab Hamburg 19. Junk, Kronprinz Wilbelm“ ab Bremen 23. Juni, Vaterland" ab Hamburg 27. Zuni, „Kronprinzessin Cecilie“ ab Bremen 30. „Berlin“ ab Bremen 4. Zul. Poflshluß na Ankunft der Frühzüge. diese Schiffe, außer „President Äncoln® und Cincinnati"

_ R N t j F p U V 3 Shncildami oder solche, die für cine bestimmte

Quai

1 ZUHgy

Zeit vor dern elfte Besörderunadaeclegcnheit deten. ¡&, die Bricfe mit einem Leltvermerke wie „direkter remen oder Hamburg" zu verschen.

Theater und Musik.

D » #y n 4 J, A Kletnes 2 Deater.

nennt

di tot 8 A av Stetes e hau S L E R Ms Lys

] Ui DECT XZUVI

A ctn 1G) etn

ut d P 4 6A, L444

tete Goagr tb l

Fm Könt

T N ckè 14 emel +1 Fraulein Deinpei C ah L L, * Ls 4

ViAtA auf. Nel il

hof (Alfred) und

metilter von Strauß

A h 444i

M Pr ECABTZEO I

ep F Sonnt | S heater, E im Mai.

Manta 14119 J CONIOA Ï

Königliche Bchauspiele. Sonn

abend: Opernhaus. 11h. Abonnementêvor- | ¿6 i E

stellung. Dienst- und Freipläße find aufe | ciust im Mai.

gehoben. WViosetta. (La Traviata.)

Oper in vier Akten von Giuseppe Berdi. | y

Text von Piave. Musikalische Leitung: | Theater

Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: | G Fo

Herx Oberreaisseux Droescher. Ansang | raße.

E |Mr. Wu. i A y au Un brei Wten Schauspielhaus. 144. Abonnementsvor- | & ld Owen

stellung, Wilhelm Tell. Schauspiel in Daroib Len.

5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Yegic

Herr Eggeling. Anfang 7# Uhr. Sonntag: Opernhaus. 162. Karten-

reservesatz. Das Abonnement, die ständigen

Neservate sowie die Dienst- und Freivläge | 84

nd aufgehoben, Festvorstellung

Parsifal Blüihnenwethfestiyiel in

drei Aufzügen von Richard Wagner

Anfang 7 Uhr Schausptielhaus. 14%, Abonnement9vor-

stellung. Dienft- und Freipläße Ant

gehoben. Peer Gyut von Hentik

(In zehn Blldern.) In ftéter |

tragung für die deutsche Bühne | zletüt).

staltet von Dietrich Eckart. Musik

Edward Grieg.

g ; 5 Wonnabvend,

von

Uhr: FKammermufik.

(Yrtte

{Fin

zouber.

mufik,

ätte |

T s D En,

HiHLes Hans Múüller-Slösser.

Sonntag, Nachmittag MWiherbpelz. Abends: TBibbe!,

Deutsches Theater. (Direktion: Max | Meinhardt.) Srnnabend, Abents 73 Uhr Shakespeare - Zyklus: Köuig Lear.

Sonntag: Éin Sommeruachtétraum.

Montag: Der Kaufmaun von Venedig.

Kammerspiele. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Sumurun onntag: Franziätfa. Montag: Marquis von Keith.

e Kríiche. T Ter müde Theodor. Sonntag und Montag, 3 Uhr und Abenhs 8} Uhr Theodor, Dienstag und folgende müde Theodor.

Berliner Theater. Sonnab., Abends § Uhr: Wie ciuft im Mai. Posse mit Gesang und Tanz in vier Bildern von Bernauer und Schanzer.

in der Königgrüßer Abends 8

Enall\@ - chinesishes Spi H. M. Vernon 1

Sonntag und folgende Tage: Mr. Wu. |

Komödienhaus. Sonnabend, Abends Lustspiel in drei Akten von Heinri Ilgenfstetn. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Film- Abends: Kammermusik. Montag und folgende Tage: Kammer-

Üeber, | Ventshes Künstlertheater (o- (Nürnbergerstr. 70/71, gegenüber dem ZoologisWen Garten.) Anfang 7 Uhx. bens 8Uhr: Zum 25. Male: Schneider Komöhie in fünf Bildern von

Montag: Schneider Wibbel.

Theater an der Weidendammer Sonnabend, Abends 84 Uhr: Schwank in drei Akten von Max Neal und Max Ferner Nachmittags Der miide

Tage:

Jm Königlichen SWausplelhaufe geht ‘morgen „Wilhelm Tell“, mit Herrin Müôhlhofer in der Titelrolle, in Szene; ferner sind die Damen S@hönfeld, von Morburg, Willtg, Ressel und Helisler, sowie die Herren Zimmerer, Cageling, Böttcher, Kraußneck, Mannstädt, Geisendörfer , Werrack Und von Ledebur beschäftigt. Die Regie führt Herr Eagelinag, =— Die Generalintendantur der Königlichen S@hausptele hat die romantische Komödie „Cyrano von Bergerac“ von Rostand, in der Bearbeitung von Ludwig Fulda zur Aufführung angenommen. Das Werk wird im S@hauspielhause zu Beginn nähster Sptelzeit gegeben werden.

Die „Berliner Liedertafel* (Chormelster Königlicher Musikdirektor Max Wiedemann) veranstaltet ibr erstes Sommers» konzert am Sonnabend, den 6. Juni, im Garten der Berliner Bockbrauerei, Zur Mitwirkung wird die Kapelle des Gardefüßilter- regiments unter der Litung des Obermusikmeisters Dippel heran- gezogen,

Mannigfaltiges.

Die für bcute angesett gewesene Parade der Garnison Berlin und Vororte it, .W. T. B.* zufolge, auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs abgesagt worden.

Das Gardekürassierregiment in Berlin wird nah Aller- b3bstem Befebl scincn hundertjährtagen Stiftungötag am 21. Februar 1915 feiern. Dem Regiment ift die Teilnahme möglichst vieler chemaliger Gartekürassiere schr erwünscht. Es biitet diese, {on jegt lhre Adressen dem Jubiläumsbureau des Regiments, Berlin QW. 29, einzusenden, damit genaue MUteilungen über eventuelle Sonderzüge, über die Unterbringung . der Teilnehmer und den Gang der Feier übersandt werden können.

Cöln, W. Mai. (W. T. B) Die Deutsche Gesells(@aft zur Rettung Schhiffbrüchiger bielt beute bier ihre 48. Haupt - versammlung ab, der die Spigen der Mülitär« und Zivilbehörden Côlns beiwohnten. Die 64 Bezirkegruppen der Gesel\caft waren vabezu voVständig verteten. Den Vorsiy führte der flellvertretende Vor- sigende Nebeltau- Bremen. Der Regierungspräsident Dr. Stein!- meister begrüßte die GeseUschaft namens der Königlichen Regierung. Ron den dreè Medaillen der Prinze Heinrih-Stiftung

die Goldene Mcdaille dem Vormann Rahrs-Norderney, die Medaille dem Vormann Horst-Prerow verliehen. Die edaille wurde dieses Jahr nicht verliehen, da kein geeigneter

Die in Rußland offiziere werden b

(val. Nr. 125 d. 2

, roeil die Wüte!sbather Bayern ten baben die Wittelsbather Herrscher und e sodann an das Wort {Sr eins mit hunderte war, es viele Jahre Gott.“ Seine Majestät der König eine Reibe von Auszeihnungen ver-

Cnc dur S L, A4 L T mm

Á p D dn r E P T KOUig Inne

E D ma 1 §5 +8 Le a5 A4 U CUnITNtS acbradt,

IOCTAAA Mi Heanadta DCANAUi i

talt Aach

Im Hoh) h! Das Gebiet G ¿rzogenhorn und vou

d As y% Þ nei

) E p Vogesen

Lessingtheater. 72 Ubr: Zum eriten Märchen vom Wolf.

Somtaa und Montag, 2 Ubr: Vrofessor Vernbardi,

Das Mêörchen vom Wolf,

Sonnabend, Abends | Mal

ab L

Das | i é Montag NacGmittagsg Montag Abends:

ive: Schillertheater. O. (Wallner- ith end, Abends 8 Uhr: LUufispiel in drei Akten von

Mi Zoolo ischer

l E A L da nntag, Na&mittags 3 Uhr: Se- ift Geschäft. Abends 8 Uhr: wcißen Nößl._ Montag: Klein Eva.

Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Ubr: Krieg im Frieden. Lustspiel in fnf Akten von G. von Moser und Fr. von S{öntban.

Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Rosen- moutag. Abends: Die Maschiuen-

bauer. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm

Montag, j R Tell. Abends: Krieg im Friedeu.

Deutsches Operuhaus. (Char- lottenburg, Bismarck - Straße 34—37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonnabend, Abends §8 Uhr: Der Zigeunerbaron. Operette in drei Akten von Johann Strauß.

Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: Figaros Hochzeit. Abends: Parsifal.

Montaa, Nachmittags 3 Uhr: Der Xreishüg. Abends: Der Zigeuner- baron.

Sonntag, Spielzeit.

PVawlowa.

liege.

Sonntag

Sonnabend K Uhr:

Ubr: Dex Scchucider

Montis Operettentheater.(Früher: Neues Theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Ensemblegastspiel des „Hamburg- Altonaer Stadttheaters* : Als ich nuoch im Flüge!kleide. Ein fröhlides Spiel Der |in vier Akten von A. Kehm und M. Frehsee.

Sonntaa, Nachmittags 3 | Fledermaus. Abends: im Flügelkleide.

und folgende noch im Flügelkleide.

Ca _—

Theater des Westens. (Station

Garten. e 12.)

| Giein E Sonnabend, Abend3 8 Ubr: Volenblukt. | Inzbaron.

nb is i Operette in drei Akten von Oskar Nedbal. | I Sonntag: Volcnublut.

den 31.

Ab 3. Juni:

Custspielhaus. (Friédrihstraße 236.) | Sonnabend, Abends 8 Uhr S@wank in ranz Arnold und Ernft Bac. Und

spanische Flicge.

¡ Adol

Residentheater. Sonnabend, Abends | Geboren

Ensembl-gastiviel |

Male; Die verflixte Licbe. Sonntog und folgende Tage:

flixte Liebe.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und | S@(önfeld.) Sonnabend, Abenzs 8 Uhr: | Wenn der Frühling kommt! Pose X iva mit Gesang und Tanz in brei Wten von | gd „tif Jean Kren und Georg Okonkomsfy. Ge- | Verlag der Sxpedito \sangötexte von Alfred Schönsseld. / von Jean Gilbert.

Sonntag und 34 Uhr: Charlcys Tante. | Wenn der Frühling Comnrt! |

Diendtag und Folgende Lage: Wen | der Frühling kommt!

Friedrihshaf en, 28. Mai. (W.T. B.) Btie Teilnehmy dex ommer E der Schiffsba utechni\chen 6 sel l\@ aft trafen heute vormittag von Stuttgart hier ein, un ; Merkso nlagen des Luftschiffbaues Zeppelin zu besi, Der Graf von Zeppelin übernahm selbst die Führung. Das Zey vel lutt\chiff „Victoria Luise* unternahm verschiedene Aufilig an denen troy des s{lechten Wetters Damen und Hérren der G \{haft teilnahmen. Na der Besichtigung der gesamten Werküanl, hielt der Graf von Zeppelin einen Vortrag über die Entwitsy und den Bau der Zeppelinlufts{ife, dem si ein Vortrag dez 5 genieurs Dornier ans{hloß.

(4

Hamburg, 28. Mai. (W, T. B.) Im Beisein des Sth \ekretärs des Meichskolontalamts Dr. Solf ist heute dag A Institut für Schiffs, und Tropenkrankhetiten eingew worden. Die Festrede hielt der Senator Dr. Mummbssen, “e Einrichtung, Ziel und Zweck des Infslituts \prach und sodam Institut dem Direktor Obermedizinalräk Professor Dr. N olt Fab, der es mit einigen Worten übernahm, Ein Rundgang dds Näume beendete die offizielle Feter. \

Mülhausen, 29. Mai, (W. T. B.) Die Flugerpedity na Südwestatrika, welhe die Automöbil- und Aviatit. til Gesells(aft in Mülhausen mit Unterstützung des Reichökolonlkay unternommen bat, traf am 5». Mai in Swäkopmund ch i Flugzeug selbst mit dem Reserveflugzeug und den Zubehörteile y 18. Mai, Wie beute ein Telegramm meldet, hal der Flieger Wi Prück nah einigen Probeflügen zur HOrientierung über die i verbältnisse bereits in den leßten Tägen mehrere Klüge von t Stunde und länger außdgeführt. Ex lat blerbei auc K aribih vers{hiedenea Höhen überflogen, wobei ex {on zu 1400 m Höh y acitiegen f,

MWellinborough, 28. Mai. (W. T. B,) In einem W cines von London hier angekommenen Güterzuges wurde d Bombe, bestehend aus Pulver und Sprénggelatine mil Eisenbei aufgefunden. Man nimmt àn, daß Anbängerinnen des Find timmreckhts se dort niedergelegt haben.

St. Petersburg, 28. Mat, (W. T. B.) Sieben iw Leute der böberen Geellschaft fuhren gestern abend auf einer d des Akademien Jachtklubs in den Finnis cen P busen binaus. Die Jacht wurte dur starken Wind auf dir & gelegt und füllte sh mil Waser. Die Insaßen klamm d an die Masten und hielten @ in dieser Lage die gane } bindurch über Wasser. Am Morgen wurden ses durd Fluten wegge]pült, dei Kebente wurde von Fischern gerettt,

I T. B.) An der Südkalifornien sind Schiffstrümmer gefun zu der Annahme berehtigen, daß der Dampfer

1 ciner Ladung Ph auf der Fahrt von

more mit seiner Besapgung von 28 Mann gesun

New Nork, 2W. Mai

(W

Küste y „a L da ntdnis L DAlui Cn Gu

98. Mai. (W. T. B.) Gestern wurde andaueinder Erdstoß versp irt, der stärker seit Oktober vorgekommener Erdstoß. Vom Pa e Beschädigung % elde

Be Madigungen geme det.

1, 28. Mai, (W.T. B.) Das aus aht Flug ara-Geswwader, das am 6. Mai von Tuni geaangen war, ist gestern in Taza angekommen. Heute früh weitergeflogen und Nachmittags in Uds{da anackcmmen. i demnächst na den Oajen in der Sahara aufbrechen. c, 29. Mai. (W. T. B.) Der Dampfer „Cn mnd ist im St. Lorenzstrom auf der P oint nad einem Zusammenstoß mit dem Koll gesunken; zuerst war der {ntl worden, es sei der Dampfer | „Hannover“. Gegen Ubr Mao:gen# nt auf der Ünglüdckestelle ! * umgeben von Rettungsbooten

wa InCcHT

« Ç í b, ü T oriiatr

Tan 4 Theater am Lolleudo | Sonnabend, Abends #7 Uh: Der | barou. Posse von Pordes-- M Hermann Haller. Gejangsterte 0 Wolf. Muff von Walter Kou

Sonntag, Nachmittags : Uhr D |in der Unterwelt. Abvendé ®

Der Juxbaron.

Montag und folgende 2a!

I 4h Kantitrane

Zirkus Busch. Sonnaben®

T Uhr: pes „A

Theaters“: Dos Mirakel. Sonntag und {olgend

| Mirakel.

N 3 Gaftfpiel

a h wai s

pm. r E (Ar » Sa ly n A P DET

viel Auna

D « Ls eat Gui Kurzes (Ba

R e-m

Familicnnahricht | Verehelicht: Hr. Leutnal 00 von |” von Sefow mit Frl. Wilh Kalckreuth (Berlin—Kuräiß) Oberleutnant Georg Vor Maria Krahmer (Berlin von Muimitz u: von Bethusy-Huc (Bantau) Ein Sohn: WW

4k] var PSTA { L Bas

Dic panifc

hrpt LTE

Mkten

folgende Tage: Däe |

1 9%. Otto Regel / |Sestorþben: Pr. (Gehetmer So | Mr. áng. Paul von Dauer | a. Nedar), Dr Geheimer | Dr. aued. Eugen Fliecgel (D r. Auna von WBoéltzig, ge

(Mostock).

Zum ersten

Die vex-

Bercmntavortliche! He

V: Weber in B

PMujik Î un Wee T T3 4

| rud der Mordbeullmen Bud / Nachmitiags | Beclagöanlali SILEDEN B Zehn Beilage!

Ï s s L is ; 10

|(einshließlid Bôrsenbeilage "j j geidenbeilage Nr 4940

Montag, WBerlu

Eim Namen des

| Fenn wir sind der Ueberzeugung, daß die

| anlangt, jo kann man sie 1m allgemeinen als eine

| nister bitten,

4 Erste Beilage O zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Freitag, den 29. Mai

1914,

Roggen Hafer

Gerste mittel gu

t

Könlaibera i, Pr. Danÿig «+ - - Gerlin - -+ - Stettin - - Posen. + -

redlau - Magdeburg Dortmund Hamburg - - - -

Berlin; den 29. Mai 1914.

T QA D D

211 203 197—200 203—205 205—207 204 —209 210—213

165 167 169—171 163 159—161 158—160 175—178

174 172 179 170 162—165 165—167 171—173 172 —176 | 165— 173,50 175 —178 I 172—179

Kaiserliches Statistisches Amt. Delbrü.

154—156 144 144—146

e

E ELSEL A

Ti

_——

Preußischer Laudtag- Herrenhaus. 19, Sigung vom 28. Mai 1914, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphishem Bureau.)

Der Präsident von Wede l eröffnet die Sitzung mit der Mitteilung, daß von Seiner Majestät dem Kaiser und König und von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Osfar Danktelegramme für die Glücdwünsche zur Verlobung, die er Herrenhauses überbracht habe, eingegangen eien,

Die vom Abgeordnetenhaus zu erwartende Vorlage über die Abänderung der Besoldungsordnung wird auf Vorschlag des Präsidenten der Finanzkommission überwiesen werden.

Das Haus seßt die Beratung des Entwu rfs des Staatshaushaitsetats für das Rechnungs- jahr 1914 bei dem Etat der landwirtschast- lichen Verwaltung fort.

Nerichterstatter Graf von Zibßemwiß referiert über die Kom- missionóverhandlungen und gibt eine Darstellung der gegenwärtigen Lage der Landwirtschaft.

Freiherr von Tettau: Nahdem im Jahre 1911/12 die Maul- und Klauenseuche mit (Erfolg befämpft worden war, brach sie im Herbst 1913 in den östlihen Provinzen wieder aus. Obwohl die Regierung in danfenêwerter Weise alle. Maßregeln getroffen hatte, die das Seuctengeseß vorschreibt, ist es ihr do nicht gelungen, die Seuche auf die ursprünglichen Gebiete zu beshränken, Ich bitte den Minister, zu erwägen, ob nicht nos andere Maßregeln als die bisher getroffenen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche zweckmäßig sind. Es ist wiederholt in früheren Zeiten von den Behörden dle Anordnung getroffen worden, daß an Orfen, wo die Maul- und Klauenseuche aué- gebrochen war, auch der Pferdemarkt gesperrt werden soll. In leßter Zeit ist man aber davon abgewichen. Ich kann ‘dies nur bedauern, j Sperrung des Pferdemarktes ein ausaezeicnetes Mittel war, um die Uebertragung der Maul- und Klauenseuche zu verhindern. Ih danke dem Minister dafür, daß er aus eigener Jniliative den Nemontenmarkt der Stadt Altenburg, -wo die Maul- und Klauenseuche auégebrochen war, aufgehoben hat, Wir haben immer gebeten, daß, wenn an einem Ort, an dem die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen _ist, eine Schule besteht, die auch von den Kindern der benachbarten Orte besuht wird, die Schule dann ge- {lossen wird. In den früheren Jahren ist dies häufig geschehen, aber jet scheint man davon abzukommen._ Jch bitte den Vinister, daß er dahin wirkt, daß in Zukunft in dieser Beziehung wie früher verfahren wird, ; : A

Graf von Mirbach -Sorquitten: Jch möchte die Hoffnung auésprecen, daß der Minister für Landwirtschaft und Forsten die Interessen unserer ‘Holzproduktion bei den bevorstehenden Handels- verträaen mit Rußland wirksamer wahren wird, als es beim leßten Handelsvertrage geschehen ist. Ein zu weitgehendes Entgegenkommen istt Rußland gegenüber nit am Plate. Man jollie fich das Vorbild dès Fürsten Bismarck bei dem Verbot der Beleihung der russischen Staatépapiere vor Augen halten. Was die Ernte des, vorigen Zagte Strichweise ließ sie allerdings zu wünschen übrig. Inbezug auf den Schuß seltener Tiere in unseren Forsten möchte ih den Mi- daß er dem Verlangen mancher Naturschwärmer nicht wirtschaftlichen Interessen nicht

zu weit entgegenfommt und die volfénvi! l aus den Augen läßt. Namentlich Ut die angeordnete Schonung des Baummarders zu bedauern, da er Fasanen und Hasen gefährlich 1st. Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Dr. Freiherr von Schorlemer: A E Meine Herren! Bei der nicht ganz einwandfreien Akustik dieses hohen Hauses is es mir leider nicht möglich gewesen, den Herrn Berichterstatter überall zu verstchen. Aber ih glaube aus seinen Ausführungen entnehmen zu können, daß er mit besonderer Wärme für den Schuß der Fischereiinteressen und auch für den Ausbau von Fischereihäfen eingetreten ist. Der Ausbau der Fischereihäfen ist Sache des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten. Seil längerer Zeit schweben Verhandlungen, die Zahl der Fischereihäfen an der Ostsee zu vermehren. Insbesondere fommt dabei der Jamunder Sce iu Frage, für den bereits ein Projekt in Bearbeitung ist. Ich Ge die Hoffnung aussprechen zu können, daß sich der Ausbau dieses Sees in den nächsten Jahren ermöglichen läßt. Jedenfalls wird die Dans wirtschaftliche Verwaltung alles tun, um die Wünsche der Fischer, soweit sie erfüllbar sind, zu fördern. | N “Ain ah B von Tettau hat auf die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche hingewiesen und verschiedene Maßnahmen iu Vorschlag gebracht, um die weitere Ausbreitung zu ata r J muß zu meinem Bedauern zunächst eingestehen, daß entgegen L Crwartungen, die wir noch im Herbst vorigen Jahres hegen N T die Maul- und Klauenseuche in den lebten Wochen Nie. heblichen Umfang angenommen hat. Zurückzuführen M das zie E aufleben der Maul+ und Klauenseuche, deren erstes Auftreten E n Ginschleppung von“Rußland nah Oft- und Westpreußen beruh! Maat hört!), darauf, daß Viehtransporte von Ostpreußen, die a wgiter nah dem Westen gegangen sind, n yerschiedene Regierung

zeichnen.

bezirke des Westens und sogar în das Großherzogtum Luxemburg die Seuche übertragen haben. Das ist gegenwärtig um so bedenklicher, wo in den Weidegebieten das Vieh ausgetrieben werden muß, und wo vielfach auch die Viehbesißer nicht mehr so viel Vorrat an Futter haben, um eine nochmalige Aufstallung des Viehes ermöglichen zu fönnen. Ich führe das an, weil es befürchten läßt, daß wir voraus- sihtlih im Laufe des Sommers der Maul- und Klauenseuche nicht ganz Herr werden, und uns darauf beschränken müssen, nah Moöglich- feit die weitere Ausbreitung zu verhindern.

In verschiedenen Fällen haben wir zum Mittel der Abschlachtung gegriffen. Aber ich konnte {on im Haus der Abgeordneten aus- führen, daß die Abschlachtung ein Mittel ist, welhes nur dann Erfolg verspricht, wenn es sich um vereinzelte Infektionen handelt, wenn von den von der Seuche befallenen Gehöften eine weitere Verbreitung des Seuchenstoffes auf andere Gehöfte noch nicht stattgefunden hat. Das ist leider nur selten mit Sicherheit festzustellen, und darauf ist es zurückzuführen, daß troß einer möglichst beschleunigten Abschlachtung doch in den betreffenden Bezirken sih noh weitere Fälle von Maul- und Klauenseuche ereignet haben.

Der Verkehr der Menschen untereinander in den verseuchten Ge- bieten spielt bei der Uebertragung des Seuchenstoffes eine teilweise noch größere Rolle als die Ansteckung von Vieh zu Vieh. (Sehr richtig!) Leider lassen sih beim Ausbruch der Maul- und Klauenseuche nicht sämtliche Menschen an Ort und Stelle festhalten! Die vielen Beschwerden, die hon dann an die landwirtschaftliche Verwaltung ge- rihtet werden, wenn irgendwo ein Markt untersagt wird, deuten darauf hin, wie schwer die Bevölkerung es empfindet, wenn dem freien Verkehr Beschränkungen auferlegt werden. Trobdem haben wir nah dieser Richtung das Möglichste getan und werden auch fernerhin unser Bestreben darauf richten, aus den verseuhten Gehöften auch die Verbreitung der Anstekung durh Menschen tunlichst zu hindern! Wenn insbesondere die Desinfektion der Stallbediensteten, der Ab- melker und der Schweizer, als geeignetes Mittel empfohlen wird, so bin ih gern bereit, in eine Prüfung der Frage einzutreten, ob und inwieweit eine Desinfektion der Abmelker, die bisher nicht allgemein vorgeschrieben ist, polizeilich angeordnet werden kann. Ob eine solche Anordnung den gewünschten Erfolg haben wird, is deswegen zweifel- haft, weil in vielen Fällen die Abmelker, die den Dienst wechseln, in der Stille ausrücken und sih der angeordneten Desinfektion entziehen. Unzulässig erscheint meines Grachtens eine Vorschrift des Inhalts, daß die Stallschweizer und Oberschweizer sich strafbar machen, wenn sie die Abmelker annehmen, ohne daß der Nachweis der vorangegangenen Desinfektion geführt werden kann!

Anders liegen die Verhältnisse bezüglich der Schulen. Wenn auf dem Schulgehöft selbst oder in der Nähe desselben Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist und wenn si in leßterem Falle Klauen- vieh im Sculgehöfte befindet, kann die Schule aus diesem Grunde ge- {lossen werden Ebenso kann der Besuch der Schulkinder, welche aus verseuhten oder gefährdeten Gehöften kommen, untersagt werden. Aber sonst die Schule ganz zu s{ließen, ist nicht angängig und auch wohl nicht erforderli, wenn mit aller Strenge der Schul- besuch derjenigen Kinder verhindert wird, welche aus verseuchten oder gefährdeten Gehöften stammen! Es i} leiht gesagt, aber s{hwer getan, in den Fällen des Ausbruchs von Maul- und Klauenseuche, die berechtigten Interessen der Bevölkévung mit den Interessen der veterinärpolizeilihen Verwaltung zu vereinigen. Wir haben auf diesem Gebiete leider in den leßten Jahren infolge der zahlreichen Ausbrüche von Maul- und Klauenseuhe große Erfahrungen ge- sammelt! Wenn man das Fazit zieht, so wird man meiner Ver- waltung die Anerkennung nicht versagen können, daß sie nah Mög- lichkeit bestrebt gewesen is, den vershiedenen Interessen Rechnung zu tragen. (Sehr rihtig!) Die Maßnahmen, welche Herr von Tettau insbesondere für Sammelmolkereien vorgeschlagen hat, stehen mit dem, was ih soeben ausführte, in nahem Zusammenhang! Aus zahlreihen Gegenden, besonders im Westen, sind Klagen über die Beeinträchtigung der Sammelmolkereien laut geworden. Bei den Maßnahmen, welche seitens der Veterinärverwaltung angeordnet worden sind, spielt die Erhißungder Milch eine große Rolle, die ganz besonders von den kleinen Molkereién sehr unangenehm und wegen der Kosten auch \chmerzlich empfunden wird. Die landwirt- schaftliche Verwaltung hat stets darauf bestanden, ‘daß von einer Er- hißung der Milch in den Sammelmolkereien nicht Abstand genommen werden fann, so lange in der betreffenden Gegend Maul- und Klauen- seuhe herrscht! Daran wird auch in Zukunft féstgehalten werden. Im Übrigen sind leider manche Moslkereigenossenshaften finanziell so shwach, daß es kaum mögli sein wird, ihnen ohne zwingende Gründe so shwere Belastungen aufzuerlegen, wie es seitens des Herrn von Tettau in Vorschlag gebracht worden M, h

Meine Herren, Herr Graf von Mirbach hat auf die lebten ge- seßgeberishen Maßnahmen des russischen Nachbarreiches hingewiesen und die Hoffnung ausgesprochen, daß au das preußische Lanbwirt- \chaftsministeriuum rechtzeitig dafür eintreten werde, daß die dieS- seitigen Interessen genügend gewahrt werden. Ich kann diése Zu- sicherung geben (Bravo!), und möchte andererseits glauben, daß ferm Anlaß vorliegt, allzuängstliß in die Zukunft zu schauen! Wenn wir uns mit Ruhe die gegenwärtigen Verhältnisse betraten, so steht zweifellos fest, daß das russische Neich mit Rückficht auf seinen Export nah Deutschland an den Handelsbeziehungen mit dam Deut- schen Reiche mindestens das ‘gleiche Interesse hat wie das umgekehrt bei uns der Fall ist! Deshalb wird auch Rußland geneigt sein, uns bei den kommenden Verhandlungen über die Erneuerung der Handels-

verträge entsprechend entgegenzukfommen. (Bravo!)

Und nun noch ein Wort zugunsten des von Herrn Grafen Mirbäh in bedenklicher Weise angegriffenen Baummarders! {Heiterteit.) Meine Herren, ich glaube, im allgemeinen ift es eigentli alé ein erfreulihes Zeichen zu begrüßen, daß das Jnteresse für den Tierschuß und für die Pflege der dem Aussterben nahen Tierarten ganz entfieden zugenom-

men hat. Die Freude am Wilde, die Freude au der nit Jagenben Bevölkerung, einmal im Freien einem Rothirsch oder einem NRebbockX zu begegnen, ist gewachsen! Derartige Stimmungsëèn dürfen wir nit untershäßen und müssen ihnen au Rechnung tragen. Von diejem Gesichtspunkt aus habe ih es auch dankbar aufgenommen, daß an-mi von Nichtiägern die Anregung herangetreten üt, die Tierarten in Schuß zu nehmen, die in den leßten Jahren immer seltener geworden sind! Zu diesen gehört auch der Baummarder, dessen Fell im lebten Winter für za. 40 M verwertet werden konnte! Da außerdem es verhältnismäßig leiht ist, den Baummarder zu erlegen, so F das Aussterben dieses Tieres auch in den Jagdbezirken nabeliegend, welche mit Wild nicht so reich beseßt sind wie die Jagdgründe des Herrn Grafen von Mirbah! Bei der guten * i 5 Mild bei dem Grafen Mirbach anexkanntermaßen fiudet, balte ih es au für weni- ger bedenklih, wenn ab und zu einem Baummarder die Möglichkeit bleibt, sih eines Fasans oder Haselhuhns zu bemächtigen, und u Tann an den Grafen Mirbach nur die Bitte richten, den wenigen Bauni- mardern, die si in seiner Gegend noch vorfinden, in etwas T{onender Weise entgegenzukommen! (Heiterkeit.) Im übrigen ist nur in den fisfalishen Waldungen die Anordnung getroffen, daß nah Bedürfnis eine zeitweilige Shonung der Baummarder stattfinden soll! Bei dem starken Abs{uß, den gerade in den leßten Jahren der Baummarder gefunden hat, ist die Befürchtung unbegründet, daß er sich in den nächsten Jahren so vermehren könnte, daß dadur bei den übrigen Wildarten eine empfindliche Ginbnße eintreten könnte. (Bravo!) Graf von Korff genannt Schmising: Land- wirtschafts\cule in Herford besteht son seit einer Reihe von Jahren, und zwar in Verbindung mit einer Nealschule, die Unterbaltungskosten hat bisher die Stadt Herford übernommen. Die Stadt Herford bat \ich in den leßten Jahren außerordentlich entwidelt. Sue it eine JIndustriestadt geworden, sodaß es eigentlih nit mehr richtig wäre, wenn die Landwirtschafts\chule der Stadt Herford verbliebe. Nun find Zweifel daran laut geworden, ob die Landwirtschafts\{ule überbaupt noh erbalten bleiben soll oder nicht. J bitte den Minister, uns darüber Aufschluß zu geben. Die Lage der Gestütswärter bedarf dringend der Besserung. Es wäre zu erwägen, ob sie nicht in das Beamtanverhält- nis übergeführt werden können. Jh bitte den Minister, diese Frage wohlwollend zn prüfen. Minister für Landwirtschaft, Dr. Freiherr von Schorlemer: Die Landwirtschaftés{ule in Herford besteht schon, wie der Herr Vorredner richtig hervorgehoben hat, seit ciner Reihe von Jahren, und zwar in Verbindung mit einer Realschule. Jhre Unterhaltung hat bis jeßt die Stadt Herford übernommen. Es handelt sich gegen- wärtig, wie ih betonen möchte, keineswegs um dié Frage, ob diefe Schule erhalten bleiben oder beseitigt werden soll, sondern ledigli darum, ob auch fernerhin, bei Trennung der Realschule von der Lande wirtschafts\chule, die Stadt Herford die weitere Unterhaltung über- nimmt, oder ob die Unterhaltung der Schule auf die Landwirtschafts- kammer übergeht. Ih habe entsprechend den Verhältnissen, wie ste bei anderéèn landwirtshaftlihen Schulen mit Cinjährigenbere{tigung liegen, zunächst den Standpunkt eingenommen, daß Bedenken nicht dagegen obwalten, und es vielleicht sogar aus manchen Gründen er» wünscht sein würde, wenn die Stadt Herford aud fernerhin die Trägerin der Schulunterhaltungslast bliebe. Die Landwirtsthafts- fammern haben sich im großen und ganzen mit landwirts{@aftlichen Schulen gleicher Art nicht befaßt, sie haben sich in der Hauptsache bei der Unterhaltung béschränkt auf die landwirts{aftlichen Winter- \{ulen. Jch persönlich hatte schon einmal Gelegenheit, im Ab- geordnetenhause darauf aufmerksam zu machen, daß die landwirtschaft»

flege,

Die

Domänen und Forsten

lichen Schulen mit Einjährigenberehtigung zuweilen nicht allein der