“unter Begleitung des Dr. Heinri Reimann, ausgeführt werden. es A 50 7 find. bei Bote u. Bock und in der Küsterei der Kirche zu haben. . M
Mannigfaltiges.
Im Hauptgebäude der Gewerbe-Ausstellung, links von der reen Kuppelhalle und als Pendant zu der Ausstellung der Königlichen Porzellan-Manufaktur, is gestern die Ausstellung der von einer Majestät dem Kaiser hergeliehenen Fe stände eröffnet wörden. Die große ofene Halle, welche, wie das ganze Hauptgebäude, in weißem Stuck mit reicher Vergoldung ausgefühct ist , zeigt sich in überaus reiher Orna-
mentik mit breiten Wandflähen und wird an der hinteren Wand *
durch einen hohstrebénden Barock-Baldächin unterbrochen, der, von der Kaiserkrone überragt, auf seiner Vorderseite das gro e goldene „W* im Mittelfelde zeigt. or dem Baldachin erstreckt ih in die offene Halle hinaus das etwas höher gerryene von einer Säulen- Balustrade eingefaßte und mit Teppichen bedeckte Podium, auf welhem die von Seiner Majestät dem Kaiser ausgestellten Gegen- stände fih den Besuchern präsentieren. Sämmtliche Gegenstände find erst seit 1888, also. seit dem Regierungsantritt Seiner Majestät, und zwar in Berlin, zum theil in O ees e zum theil aber au nach Zelchnungen und dur Angehörige des Kunstgewerbe- Museums angefertigt worden. Auch die prachtvollen Gobelins, welhe die Wände bedeckden und namentlich einen wundervollen Abschluß des Baldachins bilden, gehören hierher, obwohl sie, französishen Ursprungs sind und Scenen aus dem Hofleben Ludwig XIV. darstellen: Schlittenfahrten, Gartenfeste, Ballfeste u. st. w. Sie haben insofern den Anspruch, als Zeugen des Berliner Kunstfleißes zu gelten, als sie fast sämmtlih in wesentlichen Theilen hier ergänzt worden find und sogar bedeutende Stücke so kunstvoll angewebt wurden, daß der neue Theil von dem alten nicht zu unter- scheiden ist. Es wird Sache einer besonderen Besprehung fein, auf die einzelnen Stücke einzugehen. Heute sei nur noh erwähnt, daß sich unter ihnen Möbel, Uhren, Bronzen, Vasen, Geschmeide und andere Kunst- gegenstände der verschiedensten Art befinden. Die Ausstellung war schon Dien während des ganzen Tages stark besucht. / Am Montag Abend fand im „Kaisershiff“ auf der Gewerbe-Ausfstellung eine Versammlung der Obermeister der Berliner Innungen, der Vorsteher von Gewerken und der Vertreter grober industrieller Firmen statt, um über das für den 4. Juni in ussiht genommene Gewerkschaftsfest in der Ausftellung zu be- rathen. Es wurde ein Ausschuß gewählt, welcher in Verbindung mit der Festkommission der Ausstellung die endgültigen Beschlüsse feststellen foll. Nach den bisherigen Anmeldungen, (ote bis zum 28. d. M. definitiv erfolgt sein müssen, werden ungefähr 12 000 Theilnehmer an dem Festzuge mitwirken. Derselbe soll fih, mit den Insignien der einzelnen Gewerke versehen, unter den Klängen von Musikhören von dem Exerzierplaß bei Treptow durch „Alt - Berlin“ und den ganzen Ausstellungspark nah dem „Nassen Viereck" bewegen. In jeder Ge- werkschaft wird ein Theil der Mitwirkenden im Kostüm des 16. Jahr- hunderts erscheinen. Die Herleihung der Kostüme hat das Theater Alt-Berlin freundlich#| zugesagt. Von ihren Innungs- und Fabrik- Iokalen aus werden si die einzelnen Abtheilungen, ebenfalls im Zuge, nach dem Versammlungsort begeben. Die Wirthe des „Nassen Vier- ecks“ haben fd bereit erklärt, für diesen Tag ihre Preise herabzusetzen.
Die erste große Fest-IJllumination des Ausftellungsparks det, falls die Witterung es gestattet, am nächsten Freitag statt.
n diesem Tage wird von 5 Uhr Nachmittags ab ein Eintrittsgeld von einer Mark erhoben.
Die Fontaine im Karpfenteich is gestern (Dienstag) als erste größere Wasserkunst der Ausstellung in Betrieb geseßt worden. Die Speisung der aus einem 2,5 m hohen Felskegel inmitten des Karpfenteihs emporsteigenden Fontaine geschieht dur eine elektris angetriebene Dreikolbenpumpe der Maschinenbauanstalt C. Hoppe. Die Leistung dieser Maschine, die im Pumphause am Karpfenteich, neben dem Münchener Bürgerbräu, aufgestellt ist, beträgt 2 cbm in der Minute bei 50 m Druckhöhe. Die Fontaine gewährt einen prächtigen Anblick.
In der Heiligengeist-Kirhe zu „Alt-Berlin“ wurden gestern die {önen gemalten Glasfenster aus dem Dom zu Havelberg ein- gelebt; dieselben sind fast vierhundert Jahre alt und im König- ihen Glasmalerei-Jnstitut renoviert und ergänzt.
Der Fesselballon im Vergnügungspark is nunmehr mit Gas gefüllt und soll heute (Mittwoch) in die Mitte des A E Übergeführt und die Gondel an ihm befestigt werden. Morgen, zwischen 12 und 2 Uhr, wird derselbe einem geladenen Publikum gezeigt werden. Der Fesselballon wird voraussichtlich auch zu meteorologischen und ähnlichen Beobachtungen benußt werden,
Im Hörsaal des Königlichen Museums für Völkerkunde fanden sich gestern die Mitglieder der „Freien photographischen Gesell \chaft“ zum leßten Mal in diesem Wintersemester zu einem „Projektions-Abend“ zusammen. Herr Dr. P. Ehrenreich hielt
einen interessanten Vortrag „Ein Ausflug nah Birma (1893)*“, der dur Projektionsbilder erläutert und veranschauliht wurde. Der Vortragende theilte viel Unterhaltendes und Belehrendes über die Bevölkerung mit, indem er zuglei die politishe Stellung, die Ne- ierungsformen und die Zukunft des Landes der Bétrachtung U V inaktaaber beschäftigte er sih mit der Religion der Birmanen, die dem Buddhaismus anhängen; aber neben Buddha werden auhch noch alte, zumeist stark gefürhtete Gößenbilder verehrt. Fast jedes Dorf besitt seinen eigenen Schuzgott. Der häufige Wechsel der En der eingeborenen Herrsher Birmas hat die Zahl der el und Klöster dauernd vermehrt, fodaß die überall an be- lebten und einsamen Orten ‘àufragendèn funkelnden Pagodenthürme der birmanischen Landschaft einen arakteristischen ug verleihen. Der Vortragende rühmte den lebensfrohen, zufriedenen Charakter des Volks und wies auf die eigenartige, ungemein günstige Stellung hin, die den Frauen in Birma eingeräumt sei. Im Bilde wurden die interessantesten Bauten des Landes vorgeführt: Klöster und Pagoden in reicher Zahl, wie die große Wolkenpagode in Rangoon mit der ungeheuren Zahl ihrer Nebentempel, die Paßode zu den 450 Geseßes- tempeln in Mandalay 2. Die Wohnhäuser, nicht nur der Armen, sondern auch der Vornehmen erscheinen diesen zumeist reih in Teakholz geshnißten und glänzend vergoldeten rahtbauten gegenüber sehr einfah. Die Vorführung von bbildungen seltsamer Pflanzenformen, typisher Männer- und Frauen- gestalten und uralter, aus Ziegel steinen erbauter Tempel mit riesigen Buddhagestalten und wunderbaren Freskogemälden in den inneren Räumen machte den Beschluß des Vortragsabends.
Dem von dem L für weiblihe Angestellte zu Berlin (Seydelstraße 25) soeben versandten sechsten Jahres- beriht entnehmen wir folgende Angaben: Der Verein hatte am Schlusse des Jahres 1895 über 8200 Mitglieder. Er stellt fomit die rößte deutshe Frauenvereinigung und den drittgrößten kaufmännischen Gebilfenverein innerhalb des „Verbandes“ dar. Seine Einnahmen beliefen ih auf 75 000 4, sein Vermögen beträgt jeßt 54 000 M Die völlig getrennt verwaltete Krankenkasse (E. H.) balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 82307 4 An Unterstüßungen wurden, abgesehen von den s\tatutarischen Verpflichtungen der Krankenkasse, gewährt: 4256 X an 172 erholungsbedürftige oder franfke Mitglieder zur Unterbringung auf dem Lande, im Gebirge, an der See. Baarunterstüßungen erhielten 41 Mitglieder im Betrage von 1027 „4 Der organisierte Nachweis von Bädern und Sommerfrishen erwies ih als fruhtbringend, und der Aufforderung des Vereins an die Geschäftsinhaber, den An- lags einen Sommerurlaub mit Gehalt zu gewähren, kamen eine
eihe von Firmen bereitwillig nah. Ein besonders erfreulihes Bild giebt die See ias, des Vereins. Es wurden im Ganzen einschließlih der Lehrlingsstellen 1450 gegen 1083 im Vorjahre ver- mittelt, also 367 mehr; im Juli des ahres 1895 wurde dur den Verein die dreitausendste Stelle beseßt. Die Vereins-Bibliothek wurde dergestalt in Anspruch genommen, daß ihr Bestand fortgeseßt ver- mehrt werden mußte; sie umfaßt jeßt 2000 Bände. Auch die Be- mühungen des Vereins um eine gute Vor- und Fortbildung der im Geschäftsleben thätigen Frauen erwiesen sich als erfolgreich: die Handelss{hule und kaufmännishe Fortbildungsanstalt hatte im Sommer 1895 484, im folgenden Halbjahr 567 Schülerinnen. Einen etwas „langsameren, aber doch fortshreitenden Entwickelungsgang nehmen die gewerblichen Fortbildungékurse: Modezeihnen und Schnitt- musterzeihnen. Alle Bildungsanstalten des Vereins stehen unter Lei- tung des Herrn Professors Dr. Schwalbe und werden vom Magistrat der Stadt Berlin sowie von den Aeltesten der Kaufmannschaft subventioniert. Von der Rechtshilfe machte eine große Anzahl von Mitgliedern Gebrau; in den meisten Fällen konnte durch Ver- mittelung der Rechtsbeistände ein Vergleih erzielt werden; s\o- weit es zu Prozessen kam, fielen sie überwiegend zu Gunsten der Angestellten aus. Zwölf Vorträge aus den verschiedensten Wissens- gebieten forgten für geistige Anregung, drei Unterhaltungsabende, an denen ter Frauenchor des Vereins musikalishe Vorträge darbot, für die Gefelligkeit. An Sonntag-Nahmittagen wurden in guten Theatern Sonder-Vorstellungen zu billigen Preisen für die Mitglieder ver- anstaltet, die sih eines regen Besuchs erfreuten. Seit Oftober 1895 hat sich auch ein eigener Turnzirkel gebildet, der seine Uebungen im Haufe Niederwallstraße 6 abhält. Auf der Berliner Gewerbe, Aus- tellung ist der Verein mit Zeihnungen aus seinen gewerblichen D geritten sowie mit Arbeiten aus der Schreibmaschinenschule vertreten.
_ Ueber die Witterung im Monat April 1896 berichtet das Königliche Meteorologische Institut auf Grund der angestellten Beob- achtungen Folgendes: “Das sprichwörtlihe Aprilwetter machte sich in diesem Jahre um so mehr unangerehm bemerkbar, als die Temperatur fast den ganzen Monat hindur zu niedrig war. Die wenigen etwas wärmeren Tage um den 9. und 27. konnten das Monatsmittel nicht so weit a U daß es seinem Normalwerthe gleihkam ; vielmehr blieb es meist um 1 bis 14 Grad hinter demselben zurück, in den
Landestheilen temperatur des April war daher fast genau nur so hoh, wie die des voraufgegangenen milden März, stellenweise sogar niedriger, — Niederschläge traten im .Westen recht häufig auf, im Dft viel seltener. ‘Dementsprehend weist auch der Westen in Be die Regenmenge meist einen Ueberschuß auf, ja im mitteld Berglande wurde sogar das Doppelte des normalen Wert Im Osten dagegen is vorwiegend zu wenig Niederschla Schnee fiel nur an einzelnen Tagen und rief ni nennenswerthe Schneedecke hervor; nur die höheren Ge blieben den ganzen Monat hindur bedeckt. — Die eine recht große und daher die Sonne rittel der überhaupt möglichen D Da März herrschte, hielt auch
uftdruck im Osten und hohem im Vom 5. an aber wurde
Bewölklung war nscheindauer fehr gering höchstens ein j kühle Wetter, welches zu Ausg April noch an, da bei niedrigem Westen kühle nördliche Winde wehten. Deutschland in das Gebiet der Anticyklone aufgenommen, während gleihzeitig cin Minimum im Nordwesten bestimmenden Einfluß bei milderen westlichen Winden die Temperatur zum Schluß der ersten Dekade zunahm. Dann aber trat cin Rück, shlag ein, als am 11. von Nordwesten her die Depression näher Schneefälle und Ab, Während der ganzen zweiten Dekade blieh das kühle Wetter unter dem Einfluß mehrerer De die theils über Deutschland, theils nördlih vorbeizogen und h Regenfall im Gefolge hatten. Um den 22. April bewirkte hoher Luftdruck über Zentral-Guropa mit gleichzeitiger Aufheiterung vor- übergehend eine kurze Erwärmung, die aber bald ihr Ende erreichte, da am 24. ein im Osten südwärts vorüber eilendes Minimum nörd. lihe Winde, Schneefälle und Frost herbeiführte. breitete sich über Süd-Europa eine Anticyklone von Südwesten her aus, der im Norden niedriger Luftdruck gegenüberlag ; trat bei meist westlihen Winden für den Monats\{luß etwas
wärmeres Wetter ein.
rüdte und s\tarke nordwestliche
pressionen bestehen,
Am 25. endlich infolgedessen
Aus Anlaß des Pf ing stfestes werden bei günstigem Wetter an den Tagen von Freitag vor bis Dienstag nah Pfingsten vor den vers kehrsftärkeren Zügen auf den Strecken Berlin — Röderau, Berlin—Leipzig, Nordhausen—Halle,Sanger- hausen—Güsten, Leipzig—Halle (— Magdeburg), Halle bezw. Leipzig—Kotthbus, Elsterwerda,
Halle, Berlin—
Werlin= Frankfurt Außerdem kommen am
Cöôthen—Kohlfurt, i Berlin—Kottbus—Görlißt,
. O. — Kottbus Vorzüge gefahren. i 1., 2. und 3. Feiertage noch folgende Sonderzüge zur Beförderung: Sonderzug Leipzig—Falkenberg, Leipzig ab 8,35 V., Falkenberg an alkenberg— Leipzig, Falkenberg ab 10,40 V., Leipzig an 12,30 N. Die Sonntagszüge 144 und 145 zwischen Frankfurt a. O. und Grunow verkehren auch am 2. Feiertag: Zug 144 Frankfurt a. O. ab 1,30 N., Grunow an 2,07 N. Frankfurt an 9,42 N.
10,25V., Sonderzu
ug 145 Grunow ab 9,28 N, Ueber die sonst zur Beförderung gelan Sonderzüze geben die dafür zum Aushang gebrachten An
Das reisende Publikum wird erfuht, sich thunlichst frühzeitig auf den Stationen einzufinden und im Interesse einer gesicherten Be- förderung (Erreichung der Anschlußzüge) die Vor- bezw. Sonders-
Rückfahrkarten, welche am Freitag, den 22. Mai d. J., und an den folgenden Tagen gelöst werden, gelten bis einschließli Don- nerstag, den 28. Mai d. I.
London, 19. Mat. „W. T: B,“ Nach dem Dorfe Newlyn (Cornwall) ist ein Kanonenboot. und eine Abtheilung Dortige Fischer hatten die Fische, welche
angen hatten, ang am Sonntag
Truppen beordert worden. von der Ostküste gekommene Fischerboote am Sonnta Die Fischer von Newlyn verweigern den
aus religiösen Gründen.
Monaco, 19. Mai. Heute Mittag 14 Uhr wurden im Küsten- gebiet zwei leihte Erdst 6ße in west-östliher Richtung verspürt.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
(W.T.B.) Der Erzherzog Eugen, welcher als Vertreter des Kaisers heute Mittag mit kleinem Gefolge zu den Krönungsfeierlichkeiten nah Moskau abreist, von dem Kaiser empfangen.
Prinzen
Wien, 20. Mai.
wurde am Vormitta Orléans, Grafen von Eu.
(For!sczung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten
Wetter 8
e
et et
2 e
red. in Millim.
Stationen. Wind. Wetter.
Bar. auf 0Gr.
u. d. Meeres\p in 9 Celsius
5 0 C. =— 40 N.|
Temperatur
cht vom 20. Mai, deren Einfluß die Temperatur weiter herabgegangen ist. Morgens. In Deutschland if 4 :
fühl, trübe und zu Niederschlägen geneigt, in Oester- reih-Ungarn dagegen herrscht stille, nahezu wolken- lose Witterung. In Deutschland is Regen gefallen, 24 mm zu Cassel, in den westlihen Gebietstheilen fanden stellenweise Gewitter statt.
ist das Wetter andauernd | Heiurich.
pk
Belmullet. . | 769 heiter Aberdeen .. | 760 |N wolkig Ghristiansund | 753 Negen
Kopenhagen . | 755 bedeckt Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern- : Stockholm . | 752 Regen haus. 130. Vorstellung. Zum ersten Male: Jugo. Residenz- Theater Direktion: Sigmund
Lautenburg. Donnerstag: Villa Beaumignuard. Schwank in 3 Aufzügen von Mare Sonal und Victor Gréhon, überseßt und bearbeitet von Ludwig Anzeigen.
Tas C08 wolkenlos Große Oper o
ron 2» | £108 halb bed.
Dura «, | (00 wolkig!) Alten ag n
Swinemünde | 756 wolkig Niemann. Neufahrwasser| 754 Regen Max Grube.
Wiesbaden | 758 Vg Geburtstage
758 Negen
758 |OD wolkenlos
1) Früh Nebel, gestern Regen. *?) Nachts Regen. D diad i & els / 3) Nets Regen. 4) Abends u. Nachts Regen. gts Tr Tp ag: Lumpa Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. /%.
Uebersicht der Witterung, j Eine umfangreiche Depression überdeckt Skandi- navien sowie das Nord- und Oft d embrèn während das
in 4 Akten. Musik von Philipp Moskau . . . |_756 bededckt Rüfer. Text nah dem gleihnamigen Roman Gustav Gork,Queens- E Ballet von Emil Graeb. Jn Scene ge- eßt vom Ober-Regisseur Teßlaff. Dekorative Ein-
Cherbourg . | 764 bedeckt rihtung vom Ober-Inspektor Brandt. Dirigent: | Fischl. — Vorher: Vermischte lder... | 756 Regen Kapellmeister Sucher. Anfang 74 Uhr. chwank in 1 Akt nah dem Französischen des ylt 753 bedeckt Schauspielhaus. 137. Vorstellung. Wie die | R. Dreyfus von Maximilian Bern. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl | Freitag: Villa Beaumignard. —
E seht vom Ober-Regisseur | Vermischte Anzeigen.
n\ang E i B Memel .…. | 753 2|bedeck12) Neues Opern-Theater (Kroll). 88. Vorstellung. | Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater. S e a 702 heiter Zar und Zimmermann. Komishe Oper in Chausseestraße 25—26.
Ane. COT 3|bedeckt 3 Akten von Albert Lorßing. Dirigent : Musik- Karlsruhe . . | 759 3/bedeck13) 3 | direktor Wegener. Freitag : Ta. A e R AE von Julius Keller und L. Herrmann.
ihar agner?’s: . 5 2 Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Louis Roth. Anfang 74 Uhr
766 bedeck14 Anfang 7 Uhr.
757 ill wolkenlos o! puniely a et Vorstell Zum Besten der nnement B. 20. Vorstellung. Zu
756 bedeckt Unterstüßungskasse des Vereins „Berliner p uss
Sonnabend: L
74 Uhr. Theater, Freitag: Waldmeister. Sonnabend: Waldmeister.
r.
resse“.
. Veb : den britischen Inseln weben starke nördliche, im füd- | Berliner Theater, Donnerstag: König | Anfang 74 Uhr.
den britischen In lichen N Me Zeh
et frishe westliche Winde, unter | Heinrih. Anfang 75 Uhr. Freitag: Tata-Totso.
Freitag (35, Abonnements-Vorstellung): Theater Untex den Cinden. Donnerstag: Mit durchaus neuer Aus\tattung an Kostümen, Dekorationen und Re- Der Großherzog. von Gilbert. [rt In Scene geseßzt von Julius Fritsche. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann.
Der Grof-
Sonnabend: Cornelius Voß. Julius Frihsche.
Lessing-Theater. Donnerstag: Waldmeister. Ser in E as Quan M, e von Johann Strauß. Ferenczy-Ensemble vom Car Deutsche Seewarte, Schultze-Theater in Hamburg, mit Julie Kopaczy- Karczag und Eduard Steinberger als Gast. Anfang
Burleske Operette
in 2 Akten Musik von
Freitag und die folgenden Tage:
Adolph Ernst-Theater. Donnerstag: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs-Gesangsposse in 3 Akten von Leon Treptow und Ed. Jacobson. Kuplets und Quodlibets von Gustav Görß, Musik von Gustav Steffens. In Scene 2, Akt: Alt-Berlin. Freitag: Das flotte Berlin.
E r S 0 Tr L Familien-Nachrichten.
Verlobt: Frl. Marianne von Koenen mit Hrn. Hauptmann Sauberzweig (Berlin).
Eine Tochter: Hrn. Major Jordan
(Göttingen). — Hrn. Prem.-Lieut. von Heynih
(Leipzig-Gohlis). — Hrn. Hauptmann von Bonin
(Dessau). — Hrn. Baurath Ludwig Hoffmann
esezt von Adolph Anfang 7# Uhr.
Anfang 74 Uhr.
Geboren:
Donnerstag: Der Hungerleider. Ausstattungs- Anfang 7# Uhr, Komödie in 10 Bildern mit Gesang ras usik von
Im prachtvollen Park: Großes Doppel-Konzert. Í Auftreten von 28 Spezialitäten 138. Vorstellung. Sonder- | Anfang des Konzerts 6 Ühr. Anfang der Vorstellung
Gestorben: Hr. Geheimer Kanzlei-Rat
a R brit Direl — Hr. Fabrik-Dire b. Tichau
Negierungs- 1 an Mera s agemann
D. n. Rechnungs-Rath Julius Knothe Tohter Martha (Breslau).
ersten Nanges. ftor Dugo f. ._— Hr Freitag: Im Theater: Der Hungerleider. —
le d’Aix .. | 766 N wolkig Neu einstudiert: Die Karolinger. Trauerspiel in , ; i Tel Me 757 wolkenlos 5 Akten von Ernst von Wildenbruh. Anfang 74 Uhr. A R E S E R E I A
in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Buchdruckerei und Verlagb- Wilhelmstraße Nr. 32.
Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Donnerstag : Tata-Toto. Vaudeville in 3 Akten von reitag: Lumpacivagabundus. Victor Leon Und F. Zell, nah Bilhaud und Barrs.
umpacivagabundus, Musik von Antoine Banés. Jn Scene geseßt von Sigmund Lautenburg. Kapellmeister: Gustav
Druck der Norddeutschen Anstalt Berlin SW.,
zum Deutschen Reich
120.
Monat April 1896.
Verwaltungs-Bezirke.
(Steuer-Direktiv-Bezirke.)
Erste Beilage s-Anzeiger und Königlich Berlin, Mittwoch, den 20. Mai
Dentsches Reich.
Rüben-Verarbeitung sowie Einfuhr und Ausfuhr von im Monat April 1896.
Zudcker im deutschen Zollgebiet
Ausfuhr von inländishem Zucker der Klasse :
von ausländishem
Verarbeitet dra Zudcker in den freien
verarbeitet des Geseßes vom 31. Mai 1891.
Ostpreußen . Westpreußen Brandenburg
Pommern . e
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Schleswig-Holstein E
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en-Nafsau Kt
einland Summe Preußen
Bayern Sachsen . à RUUTTEINDCa «a Daten und Elsaß-Lothringen . Mecklenburg Thüringen . Oldenburg . Braunschweig Anhalt j Lübeck . Bremen mburg uremburg
Ueberhaupt.
Hierzu in den Monaten August 1895"
Zusammen Auguft 1895 bis April 1896 .
In demfelben Zeitraum des Vorjahres Berlin, den 20. Mai 1896.
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Kaiserliches Statistishes Amt.
bis März 1896 .
Deutscher Reichstag. 93. Sigzung vom 19. Mai 1896, 1 Uhr.
Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung des Nachtrags zum Etat der Schu s speziell für das südwestafrikanische
Der geforderte Reichszushuß von 2 vertheilt fih auf: I. Fortdauernde Ausgaben : Besoldung der Schußtruppe, die um 400 Köpfe verstärkt werden soll, 433 539 #4; für Farbige 25 000 M, für sachlihe und vermischte Aus- pen 1159400 M; II. Einmalige Ausgaben: für Neu- auten und Beschaffung der inneren Einrichtung 2c. 100000 4, und für die Ausreise des Verstärkungstransports 150 000 M; LLL. Reservefonds zu unvorhergesehenen Ausgaben 132 061
Zur Einleitung der Diskusssion nimmt das Wort der
, Direktor der Kolonial - Abtheilung Virklihe Geheime Legations - Rath Dr. Perren! Aus den öffentlihen Mittheilungen wird Ihnen kannt sein, daß im vergangenen Mönat in unserem fsüdwest- afrikanishen Schußzgebiet ein Aufstand ausgebrochen ift, bei dem es bereits zu einem scharfen Gefeht zwishen den Aufftändigen und einer Abtheilung der Schußtruppe gekommen ist. Gefecht hat bei Gobabis stattgefunden, einem Flecken, um welchen sich der Stamm der Khanus-Hottentotten angesiedelt hat. Diese Khanus- Hottentotten hatten sh {on seit längerer Zeit durch Räubereien und durch Belästigungen der An- fledler unliebsam Au egcIeiQnet, und tro
gen Haltung des
wollenden und vorsicht
weißen Kameraden und weißen
t , a e ä ) i daß Ue Duflänt e ind Sch auf Urlaub gehen wolle, weil
t u elen. Gerade diese Ueberra
d dabei auf die Verhältnisse in unserem Schußtz- so wird den Herren bekannt um zwei große
Beide sind seit Jahr- ewigen unfriedlihen
gebiet mit einigen Worten eingehen darf, fein, daß es fih in ihm hauptsählih
die Hottentotten und Hereros. noch Ne an R G 1 nur mit kurzen Unterbrechungen höchstens wieder zu einer Art von Waffenruhe führte, bei dem es aber dauernd Gefechte, blutige Kämpfe und Viehräubereien setzt. unter den Hottentotten der bekan verschafft, und es war ihm gelu Jahren den Hereros gegenüber entschied hat fast alle Jahre ihnen eine größere Sch Weiber und Kinder getödtet und Sache ist so weit gegangen, daß zu sah, hier einzuschreiten, den Frieden, die Ruhe und den Schutz für die * denn ungeachtet dieser Feindseligkeiten zwishen Witb totten und den Hereros war doch hon der Augenblick gekommen, wo daß fh die s{chwarzen Stämme vereinigen würden.
ebiete, und zwar chußgebiet.
illionen Mark Zuletzt hatte nte Hendrik Witbooi si ein Ansehen dur eine ganze Reihe von rfolge zu verzeichnen ; er : lappe beigefügt, Männer, ihre Viehheerden geraubt. Die leßt auch das Reich sih genöthigt Schußzgebiet auch wirkli M berzustellen ; im Auswärtigen Amt, 1e otar s
die deutshe Herrschaft hierher gelangten, sowohl die amtlichen des damaligen Landes- hauptmanns wie die Anderer, z. B 1 daß die höchste Gefahr
ereinigung zu verhüten. Damals wurde die S der Hauptmann von François war in de anzugreifen, und es hat einer ganzen Reihe von sehr großen und mühseligen Kriegszügen bedurft, ehe es so weit kam, daß Witbooi fih unterwarf. Es war damals dem Landeshauptmann von mancher : ; er nicht den Hendrik Witbooi ver- nichtet hat. Auf der einen Seite wäre dies eine sehr große und sehr schwierige Aufgabe gewesen, weil unsere Truppen nah den langen / Herzügen im Lande so ershöpft waren, daß es kaum noh möglih gewesen wäre, sie länger in einem gefechtsmäßigen Zustand zu erhalten. Außerdem war der Landeshauptmann, defsen Vorsicht, Klug- heit und Milde nicht genügend anerkannt werden können, der Ansicht daß es besser sei für unsere ganze Herrschaft, wenn wir dur Wohlwollen und Entgegenkommen uns die s{chwarzen Eingeborenen So hat er denn damals mit Witbooi einen Frieden geschlossen, wona si dieser dem Deutschen Reich und der deutschen Herrschaft in Südwest-Afrika unterwarf. glauben follen, daß die Hereros, nachdem sie von den Witboois befreit waren, sehr dankbar gegen die deutshe Verwaltung sein wür- sie ja von diefer langwierigen Plage endlich erlöst hatte; allein das war nit der Fall. Die Hereros sind ein Hirtenvolk ; ihr Reichthum und ihr ganzer Stolz befteht in Viehheerden, und diese Biehbecerden
Nachrichten, . der Missionare und der Händler,
chußtruppe verstärkt ; r Lage, Hendrik Witbooi
der außerordentlich wohl- „Stationschefs, des Lieutenants Lampe, sah sich doch auf dessen Bericht der Landeshauptmann ge- nöthigt, eine Abtheilung von 50 Mann der Schutztruppe unter dem Hauptmann von Estorf nah Gobabis zu s{hidcken. am Ostersonntage wurde diese kleine Abtheilung von einer drei- bis vierfah überlegenen Schaar des Feindes ang befanden sich unter den Angreifern niht nur Ange tottenstammes, sondern insbesondere auch Angehörige der Ostdamaras oder Hereros unter ihren Führern Nikodemus und Kaymeme. erfolgte ein äußerst heftiges Gefeht, das sd weit zuleßt bis zum ndgemenge gekommen ift. welches für unfere Truppen egreih gewesen ift, indem sie den Feind mit einem vier- und noch mehrfachen Verlust in die Flucht \{lugen, nd leider auch ein deutscher Offizier und vier deutsche Reiter ge- fen, Wie in Europa, so hat auch hier eser Theil unserer Schußtruppen eine außerordentlihe Tapferkeit A, den Tag gele t, und es ist ihnen auch bereits die Allerhöchste jnerkennung dafür zu theil geworden. ane Pflicht der Dankbarkeit, wenn ich auch h ammelten Vertretern des deutshen Volkes mit Dank dieser tapferen Anner gedenke, insbesondere jenes Offiziers, des Lieutenants Lampe, felt seit vielen Jahren {on in Südwest-Afrika thätig, alle Müh- j gleiten und Strapazen des Witbooi -- Krieges glüdckliß durch- gemaht hat, der in gleiher Weise
Seite verargt worden , daß
ach ihrer Ankunft
riffen, und zwar ôrige des Hotten-
gewinnen könnten.
sem Gefecht, Man hâtte nun
in Südwest - Afrika
/ ausgedehnte in Schah hielt,
verschwunden war, drangen sie immer weiter und weiter vor, und es kam dahin, daß sie auch deutsche Ansiedler, die von der Landeshauptmannschaft Farmen in der Nähe ihrer Grenzen erhalten hatten, belästigten. Seit Fahr und Tag schon wird über diese Frage sowohl in Südwest- Afrika wie der Landeshauptmannschafst und uns h ender und bewegter Schriftwechsel geführt.
Seiten, insbesondere von den Ansiedlern, wird hon längst gewünscht, daß man einmal den Hereros gegenüber Ernst zeigen möchte; j es wird auch vor einem Kriege mit ihnen nicht zurückgeschreckt. Fm Gegensaß hierzu hat der Major Leutwein sich dauernd bemüht, zu einem. friedlihen Verhältniß mit den Hereros zu komme man ihm dafür nicht genug danken kann.
ein Unglück betraten, mit den Hereros aufgenöthigt würde: ein Krieg,
es nöthig, lange Witbooi sie Vordringen
Ich betrachte
ier vor den ver-
E n bloß bei ütergebenen, gesondere auch bei den Schwarzen fo beliebt gewesen ift, daß thm der
Landeshauptmann den sehr s{hwierigen ttrauen können, und der nun bier den He ais der Angriff auf unsere Schußtruppe is dem Landeshaupt- pes gerraschend gekommen. Noch mit derselben Post, mit welcher meldet ften achrihten über den Ausbruch des Aufstandes hierher Vin e 1 gelangte auch ein Bericht von ihm an, in welchem er unter - März, also ungefähr 14 Tage vor dem Gefeht von Gobabis,
ein sehr ein- : ( Von verschiedenen often in Gobabis hat an- dentod gefunden hat.
ein s{chwerer und ernster Krie
Preußischen Staats-Anzeiger.
1896.
müßte. Aus diesem Grunde, in dieser Erwäguag hat der Major Leutwein alles aufgeboten, um den Frieden zwishen Ansiedlern und Hereros aufrecht zu erhalten. -Um \o wunderbarer ist es jeßt, as ungeachtet aller dieser Bemühungen es doch zu dem Aufstand getommen ift, bei dem sich nicht bloß Hottentottenstämme, sondern, wie ich mir {on zu bemerken erlaubte, aud Hererosftämme betheiligen. Nun ist den Herren bekannt, daß die O mit unserem Schutzgebiet und innerhalb desselben eine außerordentlih ‘ungenügende ift. ir haben es zwar glüdckliherweise dahin gebraht, daß zwi- schen der Heimath und der Kolonie sechsmal im Jahre eine regelmäßige Schiffsverbindung stattfindet. Dagegen fehlt uns jede direkte Kabelverbindung mit der Kolonie, auch sind in ihr irgend welche telegraphishe Linien nicht vorhanden. Depeschen können nur über Kapstadt oder Port Noloth gehen und müssen von dort über die Nordgrenze der Kapkolonie oder von Port Noloth durch Boten weiter befördert werden. Deshalb sind auch die Nachrichten, die wir bisher über den Aufstand erhalten haben, noch äußerst dürftig. Wir haben aber sowohl von der Truppe wie vom General. Konsulat in Kapstadt die Mittheilung erhalten, daß es dringend geboten sei, eine Verstärkung von wenigstens 400 Mann nah Südwest-Afrika so shnell als möglih zu shicken, damit der Landeshauptmann im stande sei, etwaigen Angriffen der Hereros entgegenzutreten und dur die verstärkte Truppe eine s{hleunige Herbeiführung des Friedens zu ermög- lihen. Wir haben geglaubt, dicsec Aufforderung nach allen Richtungen entsprehen zu müssen, weil wir die Verantwortung dafür nicht tragen können, daß in unserem Schußzgebiet ein Aufstand soweit um sich greift, um das Leben der Weißen in derselben Weise zu gefährden, wie dies im Matabele-Land bereits gesehen ift, wo bekanntlih eine ganze Menge Europäer von den Eingeborenen abgeschlahtet worden find. Fragt man fd was wohl der Grund zu diesem Aufstande sein kann, so sind wir isher, wie {hon erwähnt, von unserer Landeshauptmann- haft sowohl wie bon unserem General - Konsulat in Kapstadt im Stich gelassen. Es können da vicle Gründe mitgewirkt haben, aud, wie ih glaube, die unruhigen Zustände, die sonst in Süd-Afrika si ereignet haben. Ich darf daran erinnern, daf, als der Major von Wifsmann an der Küste in einem Kriege mit Buschiri begriffen war, viele hundert Meilen davon entfernt in Tabora ein Nachklang fich zeigte, indem der dortige Häuptling Sikki plößlich mitten im Frieden AUNERIE wurde und den damals dort befindlichen bekannten Pater ckhynse zur g zwang. Jch darf daran ers innern, daß noch in jüngster Zeit vei der Kunde von dem Tode des errn Stokes im Congo ein Nachspiel davon im Viktoriasee auf der nfel Uferewe sih zutrug, wo ebenfalls eine katholische Mission von plôößlich aufsässig ewordenen Eingeborenen zerstört wurde. Es ist anz zweifellos, daß in Afrika unter den Eingeborenen dergleichen inge mit großer Schnelligkeit und großer Vebertreibung verbreitet werden; es kann auch sein, daß der Einfall von Jameson in Trans- yaal, es kann vielleicht au sein, daß die Nachrichten von der Niederlage in Abessynien bis nah Südwest-Afrika gedrungen sind und den Ein- e es nahe gelegt haben, sih au ihrerseits gegen die Herr- haft der 0% gs aufzulehnen. Es ist aber wohl am allerwahr- \heinlihsten, daß bei den benachbarten Matabeles, die mit den Be- wohnern unseres Schugzgebiets, insbesondere den Hereros, eine ge- meinsame Abstammung haben, — daß deren Aufstand auch auf unsere Eingeborenen eingewirkt hat. Wie dem auch sei, wir können uns nicht anders helfen, wir müssen, wenn wir unser Schutzgebiet nicht in Gefahr bringen wollen, dem Rufe des Landeshauptmanns, der unterstüßt wird dur die Berichte des Konsulats in Kapstadt auf Grund der von diesem eingezogenen Nachrichten, Folge leisten und aufs schleunigste der Kolonie Hilfe bringen. Es soll dies geschehen durch die Hinausfendung von 400 Mann. Alle Erfahrungen, die wir bisher mit Bezug auf die Entsendung von Truppen nah Südwest- Afrika gemacht haben, sind auch im vorliegenden gee verwerthet worden. Es werden hinausgeshickt zum theil Kavallerie, zum theil Infanterie, alle sehr tüchtige Schüßen, und ein kleiner Theil von Artillerie und Pionieren. Es gehört dazu eine ganz außerordentlich vollkommene Ausrüftung. Da wir in dem Lande selber nichts haben können, so müssen wir der Truppe von hier aus alles mitgeben, und die zwei Millionen, die die verbündeten Regierungen vorliegenden Falls von Reichstag erbitten, ftellen in der That das Mindeste von dem dar, was wir für die Aussendung von 400 Mann brauchen. Ich würde in der Lage sein, den Herren auf Heller und Pfennig beweisen zu können, daß wir uns der ¡größten Sparsamkeit befleißigt haben und daß wir eben nicht weniger als 2 Millionen fordern können. Wenn diese 400 Mann, für die alles vorbereitet ist, wie wir hoffen, am 31. Mai von Hamburg abfahren können, dann wird der Landes- hauptmann doch immer eine recht ansehnliche Macht im Schuyt- gebiete haben. Er hat zur Zeit 540 Mann unter Waffen ; dazu kommen noch 80 Mann der zur Entlassung kommenden Mannschaften, die im Schußgebiet zurückgeblieben sind; dazu treten endlich die 40 Mann, die wir hinauszuschicken beabsichtigen, und endlih kann er auch noch etwa 200 waffenfähige Deutsche unter die Fahne rufen, sodaß er im Großen und Ganzen, ohne auf die Eingeborenen, die uns fceundlih gesinnt sind, rekurrieren zu müssen, über etwa 1200 Mann wird verfügen können. Wir find der Hoffnung, daß er mit dieser Truppe im ftande sein wird, den Aufstand u unterdrücken und den eien auf die Dauer wieder herzustellen. ir müfsen besonderen erth darauf legen, daß das auf die Dauer geschieht, und ih glaube, das wird ermögliht werden föônnen , weil der Landeshauptmann wohl nunmehr au in die Lage kommen kann, mehr und mehr an die Entwaffnung der Eingeborenen zu denken, Den Herren ist bekannt, daß, als das Deutsche Reich Südwest-Afrika unter seinen Schuß nahm, die ganze Macht Deutsch- lands eigentlich nur aus dem Kommissar und seinem Sekretär bestand : eine Machtentfaltung, die an das bekannte Scheffel’]he Gedicht von dem Kommissar und dem Sekretär erinnert, die im Jahre 1848 bei einer vir tidh (f Macht akkreditiert gewesen sind, aber nichts haben ausrihten föônnen. So is} es damals leider au unserem Kommissar und unserem Sekretär in Südwest- Afrika er angen: haben mit Mühe und Noth die Eingeborenen an die en ilde PEUGal zu gewöhnen versuht, wir haben aber nicht verhindern önnen, daß von Norden, Often und Süden unzählige Mengen sehr guter Waffen und Munition in das Schußzgebiet eingeführt worden sind. Auh bei dem Gefecht von Gobabis, welches am Ostersonntag stattgefunden hat, standen unseren Truppen 400 bis 500 mit Hinterladern und sehr guter Munition bewaffnete Ein- geborene gegenüber. Alfo der Landeshauptmann wird, wie wir hoffen, in der Lage fein, dur die größere Zen talrens nit nur das größere Unglüd zu verhüten, nit nur den Aufftand selbst in seinen ersten An- fängen niederschlagen zu können, sondern auch für die Zukunst die Ruhe und den Frieden in unseren Kolonien zu sihern. Meine Herren, ih will, da die Erörterungen über den ordentlihen Reichshaushalt erst vor wenigen Wochen Pegeunden haben, hier niht weiter auf den Werth unseres südwestafrikanischen Schußzgebiets eingehen; ih kann mir ja vorstellen, daß von seiten der Gegner unserer Kolonialpolitik der Einwand wieder vorgebraht werden wird, daß dieses deutsche Schutzgebiet nicht so viel werth sei, um diese chweren Ko
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