1871 / 1 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 04 May 1871 18:00:01 GMT) scan diff

Nun möchte ich noch in Beziehung auf den Punkt, den der Herr Aba. von Blanckenburg hervorgehobenhat, nämlich die Gleichstellung zwischen Stadt und Land, daran erinnern, daß bald nach dem Zeit- punkte, wo das Stadtbrief-Beftellgeld abgeschafft Wurde, auch eine ganz entsprechende Ermäßigung für das Land eingetreten ist: die

erren erinnern sich im Augenblicke vielleicht dessen nicht, daß das

ndbrief-Bestellgeld bald nachdem das Stadbrkef-Bestellgeld abgeschafft worden war, von 1 Silbergroschen auf F Silbergroschen ermäßigt wurde. _Mit der Aufhebung des Briefsechsers in den Siädten ist diesen dre Summe von etwa 600,000 Thaler Ermäßigung an den Kosten ihrer Korrespondenz zu Theil geworden; und es ergiebt fich ebenfalls ein Betrag von ungefähr 600,000 Thalern, dcr damals dem Lande durch die Exmäßigung des Land-Beftellgeldes von 1 auf ck, Sgr. zugeführt worden tst. Wenn also, wie Herr von Blanckenburg Will, eine Abwechselung stattfinden sol], so wären eigentlich die Städte an der Reihe. In den Städten hat aber auf diesem Gebiete die Gesek- gebung, Gott sei Dank, nun einmal geruht - denn wir find da nun nacbgerade quf dem Punkte angelangt, daß gar nichts mehr zum Ab- schaffen da tst -; in Beziehung auf den Landverkehr dagegen haben doch noch Weitere Erleichterungen ßattgefunden. Wir haben beispiels- tveise das gesammte Porto für Lokalbriese nach dem Lande, und deren Zahl ist nicht gering, von 1 Sgr. auf F S r. ermäßigt,“ ferner ist ermäßigt worden das Porto für den Briefve ehr der Landorte unter einander ebenfalls auf :; Sgr. Das smd keinesweges unmsentliche Ermäßigungen. Es ist dabei auch noch zu bedenken, daß der Brief- träger auf dem Lande Ihre Briefe und Packete aus dem Hause ab- holt und sie zur Post mitnimmt, das geschieht ja in der Stadt nicht.

Dies ist eine ganze Reihe von Erleichterungen, Welche die Post- verwaltung der Landbevölkerung in den leßten Jahren Jewährt hat. Es scheint aber. in der That, meineHerren, daß auch hier ei die Land- luft detz Appetit reizt, denn die Anträge auf Ermäßigung nehmen ja gar kein Ende. Wenn allen den Wünschen , die an die Regierung herantreten, von Seiten der leßtercn entsprochen werden soll, so müßten wir Sie in der That bitten , die Mittel auf irgend einem anderen Kapitel des Budgets zu chiÜigen, denn die Postver- waltung ist dazu absolut nicht im Stande. Wenn die Postverwal- tung in Oldenburg - und das erlaube ich mir dem Herrn Abgeord- neten für Oldenburg u erwidern -- in der glücklichen Lage War, in ihrem Staatsgrundgeeß die Bestimmung zu befißen, daß die Post überhaupt keine Ueberschüffe abliefern sollte, so ist das eine derart cxxept'ionelle Lage„ daß mir nach meiner Kenntniß der Ver- h_altn1sse. nur zjvet Staaten erinnerlich sind, in denen noch em glczcher Zustand obwaltet: das ist erstens die Türkei und zwntens .die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Bei der Türkeiofteht dle Peßimmung natürlich nicht im Staathrundgeseß, und her den Veretmgten Staaten von Amerika liegt das Defizit von

4 Millionen Dollars, Was deren Postverwaltung jährlich aufweist,

wesentlich mit darin , daß sie aus der Postkaffe in außerordentlichem Maße die Seeunternehmen, die Postdampferlinien mxterstüßen und damit ihre Handelsmarine kräftjgen. Das ist ein politischer GrUUD, Wurzelnd in der Schätzung der Vorzüge , die eine tüchtige Handels- und besonders Dampfmarine dem Staate gewähren kann, und die amerikanische Union nimmt das _Poftdefizit daher auch mit gutem Bewußtsein und mit dieser Ruhe lnährlich auf ihre Rechnung.

Nach_,A[1em möchte ick) Sie [) ttcn , meine Hexrcn, daß SiS fich dem von dem Herrn Abg. Dr. Gneift vorgeschlagenen Antrage an- schließen, daß Sie die Regierung ]eßt nicht geniren, ipdem Sie ihr so viele Anträ e zur Verücksichtiguna überWeisen, die ]a doch zur Zeit sich nicht er üllen lassen, indem eben die Unmöglichkeit vorliegt. .Ich meine, es giebt das keine glückliche Verschiebung der einen oder der anderen Stellung, wenn dergleichen Anträge auf Berücksichtigung in “eder Sesfion in ziemlicher Anzahl dem Bundesrathe Überwiescn wer-

en , die er doch absolut nicht erfüllen kann,“ - wmigüens nicht zur Zeit _ wenn er auch mit Ihnen vollständig in dem Wunsche Über- einstimmt, die betr. Angelegenheiten zur entsprechenden Erledigung zu bringen! Ich würde also bitten, daß Sie sich dem Antrageanschließen, »?ur Tagesordnung überzugehen in Erwägung, daß nach der augen- b icklichen finanziellen Lage die Aufhebung des Landbrief-Beftellgeldes nicht möglich ift.a

-- Nach dem Abgeordneten Günther fügte der General- Postdirektor noch hinzu:

Ich wollte mir nur zu bemerken erlauben, das; gerake das, was der Herr Abg. Güntzer eben angeführt hat, meine Ausführung von vorhin bestätigt. Hier tritt ein neuer Wunsch hervor, nämlich der nach dem kleinen halben (Hroschcn-Portv für geringe Entfernungen, und diese Wünsche Werden fich von allen Seiten äußern, sobald wir. einmal dieses Gebiet betreten. Ich habe die Abschaffung des Land- brief-Besteligeldss übxigens keineSrvegs in eine ganz unbestimmtc Ferne».

inausverwiesen, _ich habe nur das gesagt, daß das Postbudget nicht im Stand? ist, tür 1eßt den Ausfall von etwa 1;2 Millionen zu ragen..

Wenn auf England exemplificirt worden ist, so möchte ich doch _ bemerken, daß die Portoermäßigung England 100 Millionen Thaler

gekostet hat, und daß die frühere Einnahme fich erst wieder herbeige- bracht hat im Jahre 1859, also Nach Ablauf von 19 Jahren. '

-- Die bereits mehrfach erwähnTc-z Adresse-des Komites fur die Friedensfeier der Deutschen m New-Yvrk an den Deutschen Reichstag hat folgenden Wortlaut: An das deutsche Volk. Beschlüsse der zur Feier des deutschen Friedensfeftes am 10. April 1871 gehalxenen Maffenversammlung der deutsch-amerikankschen _ Burger von StadZ New-York und Umgegend. M11 tiefster, innigfter Thetlnahme find wir Bürger der Vereinigten

Staaten deutscherjAhkunft den weltbewegenden Ereignissen gefolgt, deren Schauylaß m ]üngfter Zeit Europa war.

Wtr thetlxen die_ Empäruyg und den Jngrimm, die das gesammte Deutschland uber eme betsyrellos xrivole Kriegserklärung empfand, wxlkhe, hundxrttausende friedltcher B rger aus dem Schooße ihrer Fa. m111en “m dtx Gefahren eines furchtbaren Kampfes riß.

Wtr thetxten „die „Begeisterung, mit der die deutschen Stämme aus Nord und Sud, emmuthtg zu den Waffen ? rangen, um, eine feste Wacht zxm Rhem, gemeinsam den deutschen trom zu hüten.

Wtr theilten dre chude über die kräftigen deutschen Hiebe, tvelche den 'frevelhaften Angretfey empfingen , ihn betäubten , des Krieges Weh von Deutschland abhnlteu und in Wenigen Wochen das stolzefte Heer Europas vernichteten, den glänzendften, auf Meineid und Ge- walt ebauxen Thron umftürzten.

ir btüigten den ernsten,_im vollen Bewußtsein der noch er- forderten _Anslrengqun und Opfer gefaßten Entschluß des deutschen Volkes, dte Waffen mcht_eher niederzulegen, bis materielle Garantien gehoren wurden gegxn em_e Wiederholung der Angriffskriege, welche sert Jahrhunderten dre Regterungen ranfreichs, mit der Zußimmung des französischen Volks, gcgen Deut chland geführt und Welche unsäg- liches Elend und den Verlust blühender Provinzen in ihrem Gefolge gehabt haben.

Wir folgten dem Verlaufe des Niesenkampfes mit athemloser Spangung und den Wechselnden Gefühlen -- der höchsten Benounde- ru„ng fur den eldenxnuth xmd die Ausdauer des von den genialsten Jubrexn der Zett gelettetcn deutschen Volksheeres -- der tiefsten Trauer ybcr dxe zahUosexx Opfer an Blut und Gxtt; -- und so begrüßcn wir ]eht rmt ungetbetlter Freude den Abschluß eines ehrenvollen und, wie Wtr hoffen, dauernden Friedens.

Zn großer, exnfter Volksverséxmmlung vereinigt, die Wiederkehr d'es_ riedxns feftl1ch zu begehen, sind wir, als freie Bürger der Ver- etntgten Staaten, uns seiner hohen, Weit über die Grenzen Deutsch- lqnds urxd Frankreichs hinau§reichenkmx Bxdeutung bewußt, und in dtesem Smne“ legen „wir unsere Gefüch und Erwartungen in den nachfolgenden Bescdlussen nieder:

' 1) Wir blicken mit Stolz und Bxivundcmng auf die durch den Frtedcn gewonnenen Errungenschaften des deutschen Volks: die Ent- wgffnung cines Feindes, Welcher in dcr VerhinderunZlder deutschen Emheit das „Hauptziel seiner Politik erblickte, - die ushsbung der Mainlinie und die Verbindung der nord- und süddeutschen Staaten mrt einem aus dem allgemeinen Stimmrechte hexyorgegangenen Reichstage Das zu schöner Entfaltung gelangte Nationalßefühl und dt; in allen Schichten der Bevölkerung tief gewurzelte Bildung find uns eine Bürgschaft für Deutschlands öauernde Einheit und Größe.

2) Wu: sprechen unser tiefstes Mitleid mit den Opfern des Krieges aus und hegen die Zuversicht, daß der. Reichstag und die Re- gierungen Dcytschlands es als hciligePfticht erachten Mrdsn, die In- validen und dte Wittwm und Waisen der Gefaüenen durch umfassende Gesche in würdiger Weise zu veksorgen; wir aber versprechen„ die An- strengungen Bes deutschen Volkes, die durch den Krieg geschlagenen Wunden zu heilen, nach Kräften zu unlerßühen.

3) Wir vertrauen, daß das durch eigene freie That zur klaren xrakttschen Erkenntniß seiner Wahren Bedürfnisse gereifte deutxche Volk

ey Außbau seiner politischenEinrichtungen zu einer freien Verfassung mrt Einficht und Entschiedenheit vollenden, und alle Versuche, ihm seine Rechte zu schmälern§ oder seine innere Entwickelung zu hemmen, mit derselben Kraft und (,inmüthigkeit zurückweiken Werde, mit der es seine Einheit gegen den äußern Feind wahrte.

4) Wir erwarten, daß die deutsche Nation, deren innerstem Wesen Angriffßkricge fremd find, fich auch ]eßt von Waffenerfolgen und Kriegsruhm nicht berauschen lasse, sondern durch Frankreichs Beispiel gewarnt, ihren Beruf darin erkenne, durch die errungene einftußreiche Stellung im Raths der Völker eine „neue Aera im internaiionalen Verkehr anzubahnen, in Welcher Angriffskriege erschwert, die Abschaf- fung der großen stehenden Hecke ermöglicht und den Grundsäßen der Ger§chtigkeit und Humanität die allgemeine Anerkennung gesichert wer e.

5) Wir leben in der Hoffnung, daß es dem durch Einheit üar- fen, nach außen geachtetcu und in seiner freiheitlichen Entwickelung ftctig fortschreitenden deutschen Volke schon in nächster Zukunft ge- linge, die jekt noch entfremdefen Gemüther der nach Spcache und Sitte deutsch gebliebenen Bewohner von Elsaß und Lothxingen dem alten Vaterlande in alter Liebe und Treue wieder zu gekoinnen.

6) Wir 1vür1schen und hoffen, daß, wie Einst für Deutschland die selbstverschuldete, tiefste Erniedrigung dxr Anfang der Selbsterkenntniß und nationalen Wiedergeburt geWesen M, [0 auch für das französische Volk die selbstverschuldete, ttefe Demüthtgung der Anfang ernster Selbsterkenntniß und ruhiger_Selbsthcherrschung Werde und daß dasselbe fortan seine wÜhre (Hrßße mcht, ww m der Vergangenheit, in Erobe- rungs- und Angriffskrtegen, sopdern im Ausbau seiner innern Frei- heit auf der Grundlage aügememer Volksbtldung und in der mann.- haften Vertheidigung der wahren VolkSsouverainetät gegen despot1sche Reaktisn auf der emen -- und blutige Anarchie auf .der anderen Seite suchen und dauernd begründen möge.

7) Als amerikanische, Bürgex: deutscher Abkunft berufen, die mannigfachen Wechselbeziehungen, Welche die Vereinigten Staaten stets enger und xnger mit Deutschland verbinden, klar zu erkennen und kräftig zu fördern, sind wir „berechtigt und verpflichtet, unsere feste UebZrzeugung öffentlich auszusprechen, daß die großen Resultate des jetzt tn Europa geschlossenen Friedens auch für Arnerika von tief- greifendem, sßgenbringendem Einfluffe sein Werden. „Es war die Auf- gabe Frankretchs, das alte baufälligc Esbäude der europäischen Ge- sellschaft zu zerfiören und abzutragen; es is: dieAufgabedes deuts en Volkes," das neue Gebäude zu gründen und aufzuführen. - uf dem kunftigen Friedenskongreffe der Völker Europa's Wird einst

Deutschland den Voxßß führene _, und der großen Republik, in welcher Millionen seiner Söhne eme neue _ " Förderung aUer höchsten Interessen der Menschheit, uber den Ocean die Bruderhand zum Bunde rexchen!

Pcäfidsxa. _PaulLichtenstein, zweiter, Sekrexär. Victor Precht,

in einer weiteren Sißung die kaat'hyng der VM drm thster fur die landwirthschaftlicheuAngelcgenhexten gm19chten Vorlage, “betreffend die Exxveiterung der ftatisiischen YUfUÜhTZIU m Bezxxg' auf Pte AUÖJU' verhältniffe, Ernte-Erträge, Thterzucht, dagd und Jtscberet, beendtgt. „Von den Qinirägen , . .

Lehmann die Zustimmung des KoUrgmmsZ »HVÖZÖ Kollegm'cy" w:?[lc beschließen, déx Ermittelung dec Erntc-"Ertrage, w:o bts_l)er all_xahrlrQ den landwirthschafilichen Vereinxn zu ubertragen und m Kre1,1en,„in welchen ein solcher nicht existirt, selbe „Durch den Landmkh unt Hulfc einiger fich dazu qualifizirendcn Landjvxrthc besyTgen und_ dexhohen Staatßrcgierung zu üOcrlaffen, in Welchem ZELTWYML „kme zuscxm- mcnftcliung durch da_s ßaiiftische Bureau erforderltäy sem _ rathungcn dcs Kollegimuß xvsndctm sch dann dem [exten Thetle der

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Vorlage, welcher sich auf die Viehzählung bezieht, zu. , . stellt sechs Fragen, u. A. diejenige: vob ste_xtt emer dretxahrtg washer- kehrenden Aufnahme nicht eine fünfjährxge PerZode Plax grerfen kann?« Die fünfjährige Periode wurde als vollstandig genugend be- zeichnet. - _ des Vikhstandes VOM 7. Dezember auf den Januar zu verlegen set?- erklärte seh das KO-[le-gium für die ZählUng zu End? Dezembeceodec AnfangIanuar. -- Diesen Termin gedmft, nach emer Mtxthetluyg des Minißerial-Kommiffaxius, auch die Zollvc“c:“i::s-Komu1tsfion m Vorschlag zu bringen.

Heimath finden , zur

Der Vorstand der Friedensfeier. Owald Ottendorfer, Vizc-Präfident. Eduard Salomon,

Friedrich Kühne, Schaßmeißer,

LandWirkh aft Das LandeLckZtonBuÜr-Kollcqimxx hat

erster Sekretär.

Berlin, 4. Mai.

fand schließlich der nachstehende des Herrn

Die Be-

Die Vorlage

In der Frage: „ob der Termin der Aufnahme

Kunst und Wissenschaft. London, 3. Mai, Nachmittags. Naa) Berich1en, Welche aus

Bombay vom heutigen Tagchicr eingxtroffcn sind, befindet sich Livingstone am Leben 11115 im besten Wohlsein.

GeWerbe und Handel.

Bern, 3. Mai, (W. T. B.) Der eidgenösstsche Staatsrechpungs- abschluß für 1870 ist erschienen. DkMsklen zufolg€ betrugen dte Ein- nahmen 21,906816 Fcm. 35 C.,“ die ordentlichen Ausgaben 21,350z811 Frcs. 11 C.,. mithin srgab fich ein Ueberschuß der, Exn- nahmsn von 556,005 Frcs. 24 C. Die durck; die Kriegserezgmsse des 163th Jahrss werursachtcn außerordentlichen Auszzaben fur d_1e Militärverwammg betrugen 9,554,635 Frcs. 43 C., so daß sich em Gesammt-Ausfall von 8,998,630 Frcs. 19 C. ergiebt.

“[]Z74]

ist der kaufmännische KonkurÉ im abgetürzten Vexfahren eröffnet und der Tag der Zahlungseinstellung auf den 18. Aprtl d.

zu “Thorn bestellt.

Oeffentlieher Auzeäger.

Konkurse, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungeu u. dergl. IkTOLZTUrseröffnung. Königliches K).“cisgericht zu Thorn. Erste Abtheilung. Den 1. Mai 1871, Mittags 12 Uhx. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Iulms Claaß zu Thorn

15. festgescßt. Zum einstweiligen Verjvaltcr der Masse ist der Ju izratk) Pancke Die Gläubiger des Gcmeinfcyuldners werden an e ordert in dem

fgf auf, den 15. Mai d. JK, Vormit'tags 1n1Uhr, in dem Verhandlungszimmer Nr. 6 des Gertchtsgcbaudes, vor dym erichtlicben Kommissar Herrn Kreirichtec Pleön anberaymtcn Texryme 1 re Erklärungen und Vorschläge Üöer die Bcste11ux1g Ums dsfimtwcn

erwalters, sowie darüßer abzugeben, ob ein defmxtrocr Vkrwalturxgs- rats) zu bestsllen, und welche Personen in denselben zu berufen seten.

Allen, welche vom Gemeinsthuldner etwas an Geld, ZZapieren

oder anderen Sa en in Best odcr Gewahrsam haben, od r we1che ihm etwas vers uldcn, Wir aufgegeben, mchts an denselberx zu verabfolgcn oder zu zahlen, vielmehr pon 13cm Bess dex Gegenstande bis zum 31. Mai d. Is. einschlreßltch dem Gerrchfte oder dem_ Verivalter der Masse Anzeige zu machen und Alles, _nut Vorbehal! ihrer etwaigen Rechte, ebendahin zur ankursmqffe abzuZterrn. Pfand- inhabcr oder andere mit denselben g1c1chberechttgke (Hlau : er des Ge- meinschuldners haben von den in MW Vcfise bcfindlk en Pfand- stücken uns Anzeige zu machen.

1372 [ ]u dem Konkurse über das Vermögen des Kaufmanns Carl “August Langbein (Firma: L. J. H. Hcm) zu Bromberg find nach- träglich nachstehende Forderungen angemeldet,: » 1) der andlung Lange 61) Pape m Berlm, von 13 Thlr 15 SIT. ür aaren, , _ ' 2) Les Kaufmanns Adolph Joseph [)xer von 1025Th1r. aus emem Wechsel. „_ ' ' Der Termin zurPrxxxung dxeser Jordexungk11 lft auf den 20. Mai 01", Vyrtntttaogs'11p11hr, vor dem unterzeichneten Kommiffar M1 Termmszmmler Nr. 2 an- beraumt, wovon die Gläubiger, welche ihre Foxderungen angemeldet haben, in Kenntnis; geseßt wxrden. Bromberg, den 29. Aprtl_1871'. . Königliches KrerSgertcht. 1. Abthetlung. Der Kommxssar des Konkurses. Kienitz. [1371] Bekanntmachung., Der Herr Rechtsanwalt Lindemann hterselbst tft zum defixntWen Verwalter der Handelsmann und Fabrikbestßer Otto Ludwxg'schen Konkursmasse von Stuhlseifen ernannt worden. ' Habelschwerdt, den 29. Apxil 1871. ' Königliches Kretsaerickzt. 1. Abtheilung. [137Y

Bekanntmachung. ;, er Kaufmann (0. v. Einem hisr ist auch zum defintttven Ver- Walter der andengeseUschaft Schnißer 61; Rosenbergerschen Konkurs- masse von angenbielau bestellt woxden. Reichenbach i. S., den 26. Aprtl 1871.

Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

,

[1368H er über das Vermögen des Kaufmanns R. Sauerbrey zu Wittenberg eröffnete kaufmännische Konkurs ist durch Akkord beendigt.

Wittenber den 28, April 1871. . , g“Königliches Kreisgericht. 1. Abthetlung.

[WSL Subhastations-Patent. ie dem 1)r. 131111. Louis Staar gehörigen, in Deutsch- m_1d Böhmisch-Rixdorf bclegenen, im Hypothekenbuche von Deutsch-Rxx- dorf 701. 117. Nr. 165 1701. 199 und im Hypothekenbuck) von Böh- misch-Rixdorf, Band 11. Nr. 95 Blatt 187 verzeichneten Grund- ßücke nebst Zubehör sollen ' den 17. Juli 1871, Vorintttags 11 Uhr, an hiefiger GerichtsfteUc, Zimmerstraße 25, Zimme'r 16, im Wege dex notthdigen Subhaftation öffentlich an den Mcxftbietendm verster- ger-t, und demnächst das Urtbeil über die Eribeilung des Zuschlags den 19. Juli1871,V9rmittags 11 Uhr, ebenda verkündet Werden. , , Von den zu versteigerndcn Grundßücken 1| das zu Deutsch- Rixdorf belegene bei einem Gesammx-Jlachenmaß von 1 Myxgen zur Grundfteuer nicht, dagegen zur Gebäudesteuer nach emery 1abr_lichen Nuyungswerthe Von 100 Thlr. VéraKlagt', das zu Bzöhmxsch -Rtxdorf belegeue dagegen ist zur Grundsteuer mrt einem Flachemnhalte von 0,74 Moxgcn nach einem Reixertrage von 4,44 _Th1r; veranlagt,. Aus- zug aus der Steuerrolle, und Hypthekenschein, mgletchen 'etwmge Ab- schäßungen, andere das Grundstück betreffende Nackzwezsungen und besßndere Kaufbedéngungen sind in unserm Bureau 17. ,emzusehen.v

Aüe Diejenigen, wclche Eigenthum oder anderwerte, zur thf- samkeit gegen Dritié dec Eintragung m das Hypothekenbuck) bedur- fende, aber nicht eingetxagene Realrechte gc1tend zu machen'haben, Werden aufgefordert, dieselben zur Vermmdung der Präklufion spätestens im Versteigeruygs-Tzrrmine anzumelden.

Berlin, den 26. April 1871. ' '

Königliches Kretsgcruht. Dxr Subyaftationsrichter.

Verschiedene Bekannkmachungen.

Bekanntmachung. Die Kreiswundarzk-Stelle des Kreises Dramburg ck durch das Ausstbciden does jeßigen Inhabers aus dem Staatéxdienfte xrledigt. QualifizirteMedizinalpersonen, welche sich um diese SteUe bek'verben wollen, werden aufg'efordext, bmnen 6 Wochen unier Einreichung ihrer Zeugnisse fich h_ct uns zu melden. Dem künftigen Inhaber der Stelle steht es fret, dén Six nach seiner Wah! irs'kden Städten Drambnrg, Falkenburg oder Calltes zu nehmen.

Cößlin, den 27. April 1871, ,

Königliche Regierung. Abthexlung des Innern.

[13901 xBekanntn1qchu7ng.. Der Posten eines erßen Bürgermejftexs m.Görltß, we1cher mit dem 1. Juli d. J. erledigt wird, "soll hazldxgß wude: beseßt Werden, Das Gehalt beträgt 3000 Thlx. ]ahrltch. Bewerßer, welche die Qualifikation zum höhech Staatsdtenft befißen und 11ch bererts Er- fahrungen im Verwaltungsfache erworben hgbetz, wollen ihre Mel- dungen unter Einreichung aller nöthtgen Schmftstucke bis ztzm 1. Juni 5. I. dem Stadtverordneten-Vorftcher G. Halberstadt hter zug-chm LQ? exx. (Hörli den 2. Mai 1871. Z' Der Magistrat.

___-.

1388 . xBier]senerAktien-Gesellschaftfür SpinnereiundWeberei. In der am 26. April 0. stattgehabten Generalversammlung 112 an Stelle des verstorbenen Herrn KomMerzien-Raths Paul Jacob Pre er zu Viersen der Herr Math. Joh. Lüps zu Viersen als Mitg ied des Verwaltungsratves gewählt worden. Viersen, den 2. Mai 1871.

Der Kommiffarius des Konkurses.

Der Verwaltungsrath.