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*- Nachmittags 1 Uhr.
durch Bomben getödtet. Spanien.
machen. Mehrere Insurgentenführer haben fich unterworfen. Italien.
hinterlegt.
. Türkei. Konstantinopel, 20. Mai. (W. T. B.) Der .Karserlieh Deutsche Gesandte, Graf von Keyserlingk-Rautenburg, hat heute eine Urlaubsreise nach Deutschland angetreten. Der neue französische Gesandte, Melchior de Vogue“), wird künftigen
Montag dem Sultan sein Beglaubigungsschreiben überreichen
um Varna und die Donau-Vefeftigungen zu inspiziren, JNumänien.
neuen Kammer einer starken Majorität sicher ist., Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. Mai.
Der Kais er hat die Einfeßung einer Kommission angeordnet,
welche mit Rücksicht auf die an der Universität zu elstngfors kürzlich stattgefunden Anordnungen das Univer tätsstatut revidiren soll, »und zwar in dem Sinne, daß nicht nur die Jugend ihre wirklichen Pflichten begreifen lerne, sondern auch die Lehrer unabhängig vom Unterricht, eine strenge Aufsicht uber die ttliehe Haltung der ihrer Führung anvertrauten Jugend fü ren können.-
- Der österreichische Gesandte am hiefigen Hofe, Graf Chotek, ist gestern Abend von seiner Urlaubsreise aus Wien wieder hier eingetroffen.
SchWeden nnd Normegen.
HW. T. B.) Der Reichstag wurde heute durch den König ge- chloffen. Die Thronrede giebt dem Bedauern Über den Be- schluß des Reichstages in der Frage der Heeresorganisation Ausdruck und kündigt an, daß im Laufe des Sommers der Reichstag zur nochmaligen Berathung dieser Angelegenheit zu einer außerordentlichen Session einberufen werden wird. Die beabsichtigte Lösung der Unionsfrage sei einstweilen aufgegeben und diese Frage werde erst dann wieder angeregt werden, wenn die naturgemäße Entwickelung der Brüderreiche die Einigung erleichtere. Die vom Reichstage beschlossene Erhöhung des Ein- angszolles auf BranntWein und Spiritus mit 10 Oere pro anne und des Eingangszolles auf unverarbeiceten Tabak mit Z Oere pro Pfund werden möglichst schnekl ins Leben treten,
ebenso versehiedene Erhöhungen von Zöllen auf Gewürze und Südfrüchte.
Ameeika. Washington, 18. Mai. Der Senat hat während der leßten beiden Tage den Alabamavertrag nicht de- battirt, aber einen Antrag in Erwägung gezogen, um Zeitungs- korrespondenten, welehe fich den Wortlaut des Vertrages behufs dessen Publikation erschlichen, zu bestrafen.
- 20. Mai. (W. T. V.) Die englischen Mitglieder der zur Regelung der Alabamafrage eingeseßten gemischten Kom- mission werden morgen von hier nach Hause zurückreisen.
Stockholm, 20. Mai.
Reichstags - Angelegenheiten.
Berlin, 22. Mai. In der Sißuna des Reichstags am 22. d. M. nahm der Präsident des Bundesxanzler-Amts, Staats-Minister Delbrück, in der Diskussion uber Z. 1 des Geseßenlwurfs, betreffend die Vereimgung von Eléaß und Lothringen mit dem Deutschen Reiche, nach dem Abg. 131: Windthorst (Meppen) das Wort:
Meine .Herren! Ich glaube, Sie werden es verstehen, Wenn ich der Versuchung widerstehe, die in den Reden der .Herren Vorredner liegt, hier ausführlich einzugehen auf die Organisation von Elsaß- Lothringen nach den verschiedensten Seiten hin, und ferner audführ- lich einzugeben auf Gegenßände , die bei den W. 2 und 3 eingehend Werden d1€§kutiet Werden. Wenn ich eingehen Wollte auf die Fragen, die m Beztehung nuf die Organisation von Elsaß-Lotbringen angeregt
Die Föderirien haben den Malakoff, Petit Vanve und Montrouge geräumt und wird das Einrücken der Versailler jeden Augenblick erwartet. In der Stadt herrscht große Erregung; viele Personen wurden
Aus Havana wird unterm 28. April ge- meldet: Maximo Gomez ist mit 700 Insurgenten in Gibara eingefallen, wurde jedoch bei Sama geschlagen. Man behauptet, daß die Jnsurgenten im Central-Departement die Brunnen- quellen durch Hineinwerfen von gefallenen Pferden ungenießbar
Florenz, 20. Mai. ., Wie die :Eeonomißta d'Italiaa meldet, hat d1e Regierung zur Zahlung der rückstän- digen Conpons der römischen EiFenbahn-Obligationen Gelder
Bukarest, 21. Mai. (W. T. B.) In den Bauernkollegien hat die Ordnungspartei bet den Wahlen eben- falls den Sieg davongetragcn, so daß die Regierung in der
theilen können und ich glaube mir das versagen zu müssen. von dieser Steüe aus und amtlich zu erklären, das bin ich ni ,
eben solche, Welche zur Entscheidung kommen Werden, sobald dur
fenden Fra en sich ein festes Bild zu machen, feste Entschlüsse
Regierungen vorgelegt haben, ganz anders aussehen, als ficht. Ich glaube aber auch,
geordneten für Meppen auf folgende gemacht wordm find, ]Yt nicht eingehen zu sollen, wn'l“ ich ein einen Paragraphen clegenheit finden Werde,
äu ern. Ich Will versuchen,
ich auf eine Aeußerung, die der Herr Abgeordnete für Meppen gethan Lein, Fitfzwei Worten zurückkommen, e n r
esorgniß zu erregen. Es ist das die
tretung von Elsaß-Lothrin en an Deutschland nun plößlich mit allen Institutionen 'von lsaß-Lothringen 151111171111 11153. gemacht sei. Ich Weiß mcht, woher der Herr Abgeordnete Aeußerun vernommen hat, ich kann tiren , da fassung von der Sache durchaus mit der übereinstimmt, die der Hr, Abgeordnete für Meppen ausgesprochen hat. Wenn ich nun auf das- enige eingebe, was sich unmittelbar (111 den Z. 1 der Vorlage an- Zchließt, so habe ich da eigentlich nur zwei Pankte zu berühren, ein- mal das Amendement des Herrn Abgeordneten für Cannstadt, auf
in dem Vortrage des Herrn Abgeordneten für Meppen.
en Reichstag, wenn man in Beziehung auf Elsaß und Lothringen einen von zwei Wegen eingeschlagen hätte, nämlich entweder einen selbständ1gen Staat daraus ?u machen, der dann ohne Weiteres unter den Bundesstaaten rang rt hätte, oder Elsaß-Lothringen zu an- nektiren an einen andern Staat -- dann hätte es ja eben auch ohne
rangirt. Der Herr .Abgeordnete bat hierin voklkommen Recht, es wäre dieser Weg ein ungleich einfacherer und bequemerer geWesen als derxenige, 1velchcn die verbündeten Regierun en geglaubt haben betreten zu müssen; indessen Weil der eg bequemer war, sowohl nach der einen als nach der anderen Alternative, “darum glaube ich doch nicht, daß er an fich der zwnfmäßigere war. Die formeklen Schwieriszeiten, die in der Stellung eines Landes liegen, Welches nicht Thei eines Bundesfiaates und welches auch selbst kein Bundesstaat ist , _ diese formellen Schwierigkeiten, die ich nicht verkenne, können an fich unmöglich davon abhalten, dem Lande eine solche SteUung zu geben, wenn man der Ueberzeugung ist, diese Stellung ist an sich richtig. Was die Frage der Annexion betrifft, so Wird nicht zu übersehen sein, daß zu «ner Annexion nnmer zwei ge- hören: ein Staat, der annektirt wird, und ein Staat, an Welchen annektirt Werden sol], und daß bei einer Annexion der leßtere, nämlich der Staat, an den annektirt werden sol], doch auch ein Wort mitzu- sprechen hat. Wenn nun also,meine .Herren, "und das War eine Thatsache, ein Staat nicht da war, welcher die Annexion an sich wünschte, so war damit diese Frage erledigt. Was die Frage eines selbßändigen Bundesstaats betrifft, so glaube ich zu dem, Was der Herr Abgeord- nete für Kreuznach über diese Frage bereits geäußert hat, mich eines Weiteren Eingehens enthalten zu dürfen; ich würde nicht mehr sagen können, als er gesagt hat, und ich würde es nicht so gut sagen kön- nen, als er es gesagt hat, Wenn nun hiernach in der That das materiell Richtige zu sein schien, Elsaß -Lothringen eine Stellung zu geben, durch die es Weder ein Bundesüaat wurde noch ein Theil eines Bundesstaats, so kam es darauf an, ob es möglich sei, einen solchen, der Reichsverfassung fremden Organismus in die Reichsverfassung einzufügen. Es ist ja der Reichsverfassung theils lobend, theils tadelnd die Eigenschaft beigelegt worden, daß fie eine getviffe Elastizität defiße, und in; glaube, daß gerade der vor- liegende Fal] es dokumentirt, daß ihr diese Eigenschaft beiwohnt,
Ich glaube, daß die Einfügung Elsaß-Lothriugens in das Deutsche Reich, wie fie in ihren allgemeinen Grundzügen die Vorlage, in Aus- ficht nimmt «_ und mehr als allgemeine Grundzüge will die Vor- lage 1eßt nicht 111 AuSficht nehmen - geschehen kann, ohne eine Bresche in die ReichsVexfaffung zu legen und ohne die berechtigten Forderun- gen und Ansprüche von Elsaß-Loth1111gen zu schädigen. Es ist in Be- ziehung auf eine spätere Bestimmung der Vorlage, wie fie von Ihrer Kommission amendirt ist, von einem Breschelegen in die Reichs- Verfaffung gesprochen worden und ich kann bei dieser Gelegenheit auch an dieser Stelle nur bestätigen, was ieh in der Kommisfion zu sagen hatte: daß ich in der Bestimmung, auf die hingewiesen wurde, näm- lich in der Umstellung der Alincas in Z. 3 auch heute noch und nach- dem ich Zeit gehabt habe, mir diese Umstellungen mit ihren Kon- sequenzen näher zu überlegen, feine sachliche Aenderung enthalten finde, Gehe ich hiervon, aus, so finde ich nicht, daß eine Stellung, wie se die Vorlage in AUSsicht nimmt, in irgend einem Punkte mit der Reichsverfassung, ich Will nicht sagen, undereindar sei, sondern anch
worden find , so Würde ich Ihnen nur persönliche Meinungen mit-
nur in die Reichsverfassung Elemente hineinlrage, die materiell der
das ich später zurückkommen werde , und dann einige Bemerkungen
Der Herr Abgeordnete hat mit Recht hervorgehoben, daß es ungemein viel ein-
Lachkk geWesen wäre, für die verbündeten Regierungen somohl wie für
Weiteres mit unter den Bundesstaaten, Wenn auch nicht selbständig,
Etwas im Stande , denn alle die hier angeregten Organisationdfragen find
. " Weil sie in der That geeignet te, wett uber die Grenzen dieses Hauses hinaus Unruhe und
' Aeußerung, daß er in Berliner Dtkasterien -- 1ch glaube, das war der Auödruck - vernommen __ Das türkische Panzergeschwader unter Rasstm-Paschn habe, man gehe von der Rechtsauffassung aus, daß durch die Ab. wird eine Kreuzfahrt im Mittelländischen Meere antreten. Eine
aus Ingenieur-Offizieren bestehende Kommission wurde ernannt, diese „Z,.
meinerseits nur konsta- ich sie nicht vernommen habe, und daß meine Auf-
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dns Ihnen jest vorliegende Gesey die verbündeten Regierungen dazu d1e gefehltchen Grundlagen getvonnen haben. Ständen fie En de, Auffassung der verbündeten Regierungen jeßt schon fest, Wäre "es in der That möglich geWesen, in der kurzen Zeit, die seit der Ratifika. tion des Präliminarfriedens verfldssen ist, über alle diese tief eingrej. JU fa e dann wür e vemmthlicb der Entwurf, den Ihnen die verbündsestx; ,)
er aus. auf die mehrfachen Beziehungen, die von mehreren der .Herren Vorredner und namentlich von dem „Herrn Ah. _ Paragrnphen des Entwurfs bei den _ mich darüber zu _ mich sownt als möglich an den 5 1 zu halten,“ bevor 1ch aber auf diesen Paragraphen selbft komme, möchte
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ereichein könlrxen. P;“? lass? Yerhlsekr ' e an unberuhrt, n we cm a c, o o 11 abstiéotZYexieaFaYbiJkthek Beziehung eme Vertretung von Elsaß: teerkangen demnächst einen Faktor der Geseßgebung zu bilden haben, W 11 kann'sich dies nach meiner Ansicht _denken in ausgedehnterem mad in beschränkterem Maße, so finde tcb 111 der Reichdversaffung ldmcy nichts, wodurch es unzulässtg gemacht, würde. und 1ch finde in don Grundlagen in der Reichsvexfaffung -n1chts, wodurch es etwas dxse Grundlagen Verlekendes wurde, wenn die Organe des Retchs üer Elsaß und Lothrin en ein Rechtder Geseßgebnng in „Angelegen- f“ten nUSÜben, wie e es Bundesstaaten gegennvee mcht haben. "Yer Reichstag fo wenig wie “der Bundesrath tft _1a eme Jach- versammlung, lediglich zusmnmengeseßt aus Capactdäten m Be- “chung auf die einzelnen im Arnkel 4 'der _Retchsverfaffunq Ye ejchneten Objekte, der Reichstag" iß eme Vertretyng gnaz “Dzemschlands und befähigt, auch szer “andere Gegenstande, 1hr
tscheidendes Wort zu sprechen, als uber d1c1emgen, die der ankel4 c1Txfzählt Die Stellung des Bundesrenhs „sodann, die 1a in p1e1facher Öezjehung ohnehin schon eine ad1n1nißratwe1ft,1mrd dureh djeEtnfuZmng Elsaß-Lotdringens in den Orgamsmns 111 der Art, nne dies dre Bor- [age in Ausficht hat, in keiner We1se alterirt. „Dee Stellung des Kaisers endltcb ift dahin - und zwar sowohl 111 der Vorlage der Regierungen wie, ich wiederhole es, 111 der Vorlage der Komunsfion „_ präzisirt, daß der Kaiser die 111th zur Geseßgebung gehörtgen Rechte, als Kaiser, in Elsaß-Lothringen ausudt. Auch darm kann teh zwar wohl eine ErWeiterun-g des Rahmens, der Retchsverfaffung, n1cht tm Mindeften aber einen Widerspruch m1t thren Gxundla'gen finden. Ich bin daher der Meinung, daß es vollkommen 11119115; ls, Wenn man 'eßt gleich und durch den Z. 1 die Konsequenzen aud den thedens- Yerträgen zieht, oder, Um 111111) richtigee auezudrueken, emfach das Recht wiedergiebt, Welches dec FriedensNetmg g_e_schnffen hat, indem man aus- sÖrichT: Elsaß-Lothringen gehöre de111Deut1c1ckenRe1ch als solchem, und das will der §. 1 sagen. Ick kann nnn zudem Y1nende1ncn1 des „Herrn Abgeordneten für Cannßad: Tommen,“ 111)" hm 1111515111 und unt dem Herrn Abgeordneten für Ne..1stettin nntnrl1ckerwe1se ganz dartn 1111- Derstnnden, daß die Fasstmg des Z. 1 mcdf so bietben knnn, nne ne ist* ich Möchte nber trdßdem den Herrn Qldgeordneien f1.1r"Cannstbadt diéten, hier 111 der zweiten Lesung sein Amendement zuruckzuzieyen, gerade weil ich ganz mit ihm einverstanden bm, daß der Paragraph nicht s:) bleiben kann. Ich bitte 11111. aus d1esem Grunde, seinYmende- ment zurückzuziehen, weil in) in hdbem Grade Veemcgtde, daß bei der dritten Lesung außer dem definitwe1nJrankfnxter yrteden noch em anderes Franffnrter Dokument zu erwahnen sem wwd, nämltch dns-
Reichöverfaffung zum Schaden g
' ' vel es konstatirt wied, daß, nunmedx d1e Edentualnxjt MZYUZÜTYÜZ wélche der Jranlfurter Fenden 11198 vdtsah. Jch [Mt ferner zweifelhaft, ob es demnächst noed nöthtg sem werd, üdetrlnnq)t einen Pxäliminarfrieden zu erwädnen, 1ch gLaube, daß ndenhen ethh der 11chtige Tag ist, um diese Frage zu entsche1den, dre Fehr gu er drittenLes1.-.ng Überlassen Werden kann, und u111so_n1ehe,'al_d 1ch vorhtn ausdrücklin) erklärte, eine Anundneung _des Z, 1, nne ne der Herr Abgeordnete für Cannstadt W111, sei nöthtg.
- ' » r. 20 der »Zeitung des Vereins Dentscher E1senbahn- VerwaltFnßeYa enthält: Schiedsrichtexlicde Entschetduna, veranlaßt durch einen Regreß-Ansprued fÜr eine vorgeschoffene Entsehndßgung Wegen Verspätetcr Lieferung. - Gesetz„ detreffend d1e Vcrdtndltchkett zum Sckzadenersaß für die bei dem Vetrtcbe 13011 Eisenbahnxn 2c her- beiexefnlnten Tödtungen und Körpexverleßnngen, naeh 3. Lesung. » Mittheilungen Über Eiscnbadnen: Dentst Retcf), dte Bestimnznnchn des definitiden Friedensvertrags über d1e Abtretung der franz 11T )en Ostbahniinien in Elsaß-Lothringen. Verein deutscher Eisenhadn-lek- waltnnqen, Liquidations-Kdmmisfion,' Ablehnung nner Metern ,Ge . tung der in der dresdcner Versammlung ange1101n111enen zAbandeun- gen des Veeeins-Wagen-Regulativs. - Berliner Brnfe. BcueQÉen- bahn-Aktienmarkte; Berlin-Potsdam-Mngdeburger “Eisenbahn,“t ier- aisch-Mäxkische Eisenbahn; Sulschen-Haltern-Hamm, HarbnrJ-Ztaxe- Cuxhaven; Rheinische EiscwdailyknT Y.?)Tofxe[TZhnÉOJZeanlchZikZ-znéa[Woh111);
" - = oni ' Cenra a)n V ,_ . ' ZWIFZMZWY, Bescheid des Bundeskanzlers auf eine EingeÖbe des Vorsteheramts der königßberger Kauf1nann1chc1ft; Frets FPM er Reiäzstagsmitglieder betreffend. Jnteenatwnaxrr Expreßzng. „2111120- ver-Ylltendeken. I.?iltona-Kieler Eisenbahn. Baden, Bertrqg nnV er SehWeiz, betreffend Ronmnsbdrn-Cdnßanz. - Wtenee Brxcfe. Co:? Eisenbahn - „Aktienmarkte,“ Kaiserin - Ektsnbethbahn, (Haltzncth' (txt; Ludwigbalm; der EisenbaOnVerkehr 1111 Monat ,April. „[ Öltred' Verkehre, Zoll- und Tarifwesen.'- Peesonalnachr1chte11.'- ? 11 (ZUK); Güterdienst in Belgien. Sch1vnz, Rtgtbch1hn TnInmmen- - Ekel?! 11ischesx Kaiser Ferdinands-Ndrdbahn, Beheiznng der Wagen ms e . Dainpf, * Literatur: Coursbuck) 1871 Nr. 2 Men, und („tseLZL3 inlhn Anzeiger Nr. 5 Mai. Inhalt!; - Verzetchmß der besonderen de a;.e zum Deutschen Reichs - Anzeiger „Nr. 2, -- Etsenlzakon .. Kalen Örxt- Offiziekler Anzeiger. -- Verzeiéhnw fehlender und Überzähliger 11 er.
, . . April1871. Z))ketedrolONLsÉ)er Bertcht "ber den Monat_ td ten , _ e towlo ichen Korrespondenza, Mich?- N1ch a onnen
.Aus der „P ee dM Abdruck nicht gesattew
" * '- ' * tterim
_- na e 11 5er Verandeelch-fert, nelche das 'Wep '
Aprixl§1x1uéeiéxeensxfiex1zt, war daffeide ?juttzlthWZMnZZlnn YFéalklakF ' "'ndi trübe 11e1ß oder eu ,' 1 1, * _
FOUKZOYTJHl.veMurL0111 6. “bis 12, wm: der Hmnnel hell und d1e Luft
eraus als die mittleren Werthe dteser Größen, dagegen übertrifft ie Höhe des Regen- und Schneewassers dix mtttleyrzek unx 50 Millimeter. In den vorhergehenden Monaten blieb die i mas des atmosphärischen Niederschlags hinter" der mittlexen zurück, () erxms erklären ck die abweichenden Uribeile uber den Etnfluß desd WÉt erd- auf dcn Landwirthschaftsbetrieb. Jedenfalls 1| dte Klage „ xrä ad? e wirihe in den Niederungen dgrüber,„ daß dre noch ru | 13 gt Bestellung der elder rum) die uberscbusfige Wassermenge LMT? gerd sei, nur zu wol) begründet. - In Folge des Mangels „an, 1ch (Yi- Wärme war an allen Orten die gesammte Vegetatwn m 1l)rer_ck wickelung, auch in den leßten Tagen des Monats, noch sehr zurkn „5 Besonders trübe, kalt und naß war das Wettex vom 1. to . Mit Üürmiscbcn West- unÉ NordWesiwinden Verbre1tete fich Regen- und S nee QU über (1113 uropa. „
Mer? 6.fwurde degr Himmel heüer, die Luft ruhtger, die Femxe- ratur aber noch niedriger. Dieses dauerte an bid zum 11. .in Zr Nordseeküste machte der Wind vom 11. bis 15. eme, denn Drelhun§ - geseße entsprechende, voUßändige Drehung, und zwar 111 F0 gecher nacheinander anftretenden Sturunmrdel, we1che vom atlant1s_ ben Ocean hee, von West nach Oft, aber 111 versch1edenen Pahnen, n er Nord- und Mittel-Europa hinwegzdgen. Em Maß fur d1e WHL?“ ordentbche Störung des Gleichgewichts, welche dom 11. an 1111 »..uf - meere über Europa stattfand, liegt m den Untersxmeden der.! an verschtek; denen Orten gleicsxzeitia beobachteten Barom'eterftande vdr. 541111 11. stan das Baromeler in Emden auf 767,66111111., m Valentin auf ck48,52:mm., 11111) im Osten 1944111111. höher als im Westen. 21111 13. war dee Barlo- meterstand in Portsmouth 764,51111x1, in Oxö 751,8mm., ]exzt Ysx 12,7 111111. im Osten niedtiger als 1111 Westen Am 1.4. waxWa Barmueter an der Nordseeküfte wieder raseh gestiegen, an der zeeft- küste ebenso geßallen; der Baromeeeeftand fue Emden War aufs ) eue 16,2 mm. höher als der für, V-alentm. Dns Burometer fiel dann zu Emden vom 14. Abends bis 311111 15. Matags 11111 11,5 111111. Am 15. Abends trat Sturm aus SW. nuf, d'eglettex von Regen. Der Sturm ließ .:1111 16. nach, das trübe, regnxcdte Wetter dauerte (wer fort. In Norddeutsedland und auf den drtttschen Inseln waren vdn den dann folgenden Tagen, bis zum Ende des MonZt'I, nux Wemge ohne Regen. “Aueh für Süddeutscdlnnd, Ungarn, Stebenburgen tft die Anzal der Regentage in der zMnen Hakfte des Monats sehr bez trächilick). - Vom 16. an war die Temperatur hoher geworden, an in Deutschland, den nordöstlichen Thetlausgenommen, kam fem Frost mehr vor. _ . _
'1 en 16 ten Tbetle von Rußland hatte der Jroft W 311111211?) nLü) deljassekn. ßAm 13. 11.1111 die Temperatur zu „Archangel aber noch -- (00. - Am17. war der ThermometerßandmOt. Peters- burg +4,9O (J., in Archangel --9,00. Am 19. 111 St. Petersoburg „2,40, in Archangel +2,00, in Haparanda aber noch -5,7 . --
J 1 . [' tte «1 7 0. €NOWY?I-s*;(s1eel)e'1fen,und dcr Rigaiséde Busen waren nach dem 16,
*1' ' rei daß auch dort die Schiffahrt eröffnet werden konnte, B*Ylsénkßsixche“ Busen war aber selbst in den leßten Tagen des Monats nochHITTFsel Ter einander verdrängenden Luftströme war von zahlreichen Gewittern begleitet. Schon während des U111sch111gs des Wetters am 6 fanden Gewitter-Explosionen langs dee K_uße des Adriatischen Meeres statt. Am 10. kamen Gewnter vor 111 Wten und (13.313, am 11. in Pola, am 13. wetterte es zu Breswu, und eßenso zu Komorn in Ungarn. Besonders zahlre1ch mdeß kamen Gewitter in der zweiten Hälste des'Monals vor. Am 15. Nachts zn Pola, 11111 16. in der :)?hemprdvmz, am 17., Abends, zu Ischl. Am 19. zu Scarborough, Cöln, Wresbaden, E111den, thhelmshafen, .*."eielerhaven, Flensburg, Posen. Am 20. zu Klage11f111t,„Y'gram. Am 23, zu Wilhelmshafen, Torgau, Leipz1g. Am 28. 1111 «Udozftenn Von England, zu Emden, Wilhelmshafen, Lesfina. Am 29. 311 Munster
und Wiesbaden. . Ebenso kräftig, wie am Boden des Luft-Oceans dureh dte Ge-
1' te dad tellurische Leben in de_nhöheren Regtonen des LÜFTYTYZÉ?urÄRnagnetisM Ungewixter. Sete einer langen Rnhe von Jahren find in keinem Monat so Viele Noxoltchter wahege'nommm, als in dem jüngftverftoffenen. Nordschnn wurde deodaéhtet. Am 1. 111 Breslau, Emden, Shields; am 2. zu Stetnn, am 7. und 8. zu Emden; am 9. zu Wien und Prag, ferner zu Kenum, Stettin, anT dem Wesceleuclntbnnn zu Emden; als 13011 besonder? Schönhe1 wurde die'se Erscheinung am 9. an verschiedenen Orten Qngxands ge- sehen. Auf dem Observatorinm zu Utrecht wurde dastNordxtcv't selbst 1111131, wohl aber die dureh dasselbe nerursachte znagnetxsehe Stedmung beobaehtet,“ ferner: am 10. zu Emden,“ am 13. zu (.mden, London, (?hurw,“ am 14. 311313111an und 111 Emden; (1111 15..und 11). zu Etetlin und London ; 11111 17. zn'Stettm, Emden, ;,hnrso,9a1n „18.311 Krakau, Breswn, Cöslin, Sketttn, PUMP.“ “(Flensburg, .in e1n1gen Orten wurde das Nordlicht an d1e1e111chage als "fast so 11.197111er wahrgenonnnen, wie das am 25. Ofswdee 1). J. Wahrend d1e1er Lr- schei11ung veränderte fich die magnettsche Deklxnntwn 311 Florenzzs um 25 Minnten. Außerdem wurde zu Emden 1111123, 27. und 28.19111- schein geseden. . * " , * d
"!)er den 111 manchen Jahren so sparl1ch .)orkdmmen en
NNTYYLY, verdient dieser außerordentltche Re1chxhnm besondere Beachtunq. Es kann hier die in Rede stehende Erschemungxnur fnrz, und zwar“ nur in ihrer zum größten Thetle noch, problemattsehen Be- ziehung zum Wetter erörte1t werden. Verglenht man dte Wolf. schen Relativznhlen der Sonnenflecken nut der Anzaht der Tage im Jmhre, an welchen Polarlzckyter beobachtet wurden, so stellt sich [)eraUS, daß zu derselben Zett, zn Welcher dieometßen Sonnenflecken wahrgenommen Werden, auchpdte Anzahl der „Hage,. an Welchen Polarlichter gesehen werden, am geoßten 14.1; zu den Zetten
niedriger
ckWckxsLÄr Noeddenisebkand Nellt fich dee 1111ttxere Baretneterstandodézé? Monats als 1 [3152 MMmeter, und dtexcnn'eratnr fast ;.
aber, Wenn die Sonne wenig Flecken zeigx, auch die Anzahl der Tage