Deutscher Reichs-Anzeiger
Königlich
,I: Der Sezugspreix beträgt vicmljührlia) 4 „F5 50 „Z,.
Alle Poß-Jnßalten nehmen Bestellung an;
ßir Berlin außer den Poll-Jußalteu aus] die Expedition ?
8T.- Wilhelmftraße Nr. 32.
Einzelne Nummern koßen 25 Y.
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Berlin, Mittwoch,
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:. Inserate nimmt an:
PreUßisckv Staats- Anzeiger.
Insertion-preiß für dra Raum einer Drurkxeile 30 „_ck.
die Königliche Expedition dez Bentsthen Michs-qutigerz
nud Königlich Preußischen Staats-Inzeigerß
Berlin 317.- Wilhelmftraße Nr. 32.
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1897;
Königreich Preußen.
Nachstehendcr Allerböchstcr Erlaß an das Kriegs: M'nisierium vom 1._d. M. nebst den Bestimmunacn zur rgänzung der_ Emführungsordre zu der Verord- ung über dtc Ehrengcrichte der Offiziere im reußischen Heere vom 2. Mat 1874 wird hierdurch zur ffentlichcn Kenntnis; gebracht.
Berlin, den 6. Januar 1897.
Dcr KriegE-Ministkr. von Goßlcr.
Ich lasse dcm Krikgs-Ministcrium bcifoxge-Ud dic Henke on Mir vollzogcnc'n Vkstimmnngcn zur Ergänztmg der Ein: "hrungöordre zu der Verordnung über die Ehrengericbte der ffiziere im preußischen Heere? vom 2. Mai 1874 mit dem ustragc zugoch, solche der Axmrc mit dem Hianfügcn kannt zu machen, daß auch diesc Bkstimmumgcn dcn ffizieren durch die Kommandeure öfters in Erimnerang zu ingen sind.
* Neues Palais, den 1. Jammr 1897. "Wilhelm. An das Kriegs-Mimstsrium.
Ick wil], daß Zweikämpfen Meine): Of" icrc mehr als sher vorgebeugt wird. D;.c Anlässe find o?t geringfügiger atur, Privatßrcitigkkitcn und Brleidigungen, bei denen ein tlilchck§r s5111121911218) ohne Schädigung der Standcsehre ögi it.
Dcr Offizécr MUZ (S als Unrccht erkennen, die Ehre es Anderen anzutasten. Hat cr hiergegen in Ucbereilung r Erregung gefehlt, so handelt er rittcrchh, wenn er an 'nem Unrecht nicht festhält, sondern zu gütlichcm VTUSZl-kiche
;„Jke Hand bietet. Nicht minder mus; derjenige, dem eine äxxkung odcr Beleidigung widerfahren ist, die zur Versöhnung
botene Hand annehmen, soweit StandeSchrc und gute Sitte
1 - Es ist dLShalb Mein Wills, daß der Ehrcttrats) hinort ' undsäßlick) bei dsm _Ausxrage von Ehrenhäxxdeln mitwirken 11. Er hat sick) die1er Pflicht mit dém gewissenhafte'n Be- eben zu unterziehen, einen gütlickxn AUSglcick) herbeizuführen. Um hierzu dyn Weg vorzuzeichnew, bestimme Ich, in Er- nzung dsr Einführungsorkre zu _der Verordmmg übkr dic ren erichte dcr Offizicrc im prcnßich-cn Hccrc Dom 2 Mai
4, “ olgcndss:
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Kommen zmijchcn| Offizicxcn Pkiwatstrcitigkciton und Be: ungcnpor, dre mcht alshaW an gütlichem Wege stanch: aß begltchen werden, so smd dic Bethsiligten vsrpflichtet, ter Unterlassung aller weiteren Schrittc, ihrem Ehrenrath fort Anzeige zu machen. 11.
YU“ Ehrenrath hat_ dann unter Leétung dcs Kommandeurs en Sachverhalt ungesaumt durch mündliche oder schriftliche Terhandlungrn aufzuklären Und nach dem Ergebnisse der Er- ; ittelungen sowie nach Anhörung der Bethciligten schriftlich ntwcder
]) eincn AUSZlcichsvorsch1ag aufzustellen, odcr
2) ZU erklären, das; er sich nach Lage der Suche' außer lande sche, eincn Auggleick) vorzuschlagen, daß vielmchr cin hrengerichtlicbes Verfahren nothwcndig sci, oder absr
_ Z) festzustellen, daß die Ehre der Betheiligten für nicht
oerul)rt zu erachten und deshalb weder ein Grund zur Auf- teUung eines Lluleeichsvorschlags noch aUch zU cinem ehren- gerichtlichen Verfahren vorhanden_se_i. DN" Vlusgleichsvorschlag hat 1ich auck) Über Akt urxd Frist Ausführung auszuspreche_n. Nach Lage dcs Falles ift insbesondcrc fcstzustßcjr, ob die Ausfuhrung„außcr vor dem Kommandeur und Ehrenrath, vor _ engen, ob ste schriftlich zu erfolgen haben“. _- C'in Ausgleich tt anzustreben, soweit es die Standcsfitte irgendwie zuläßt.
111. . _ _Der Beschluß des Ehrenraths (U.) bedarf dcr schriftlichen Beßqttgung durch den Kommandeur.
Bet den Ehrengenchten von Landwehrbezirkcn, dercn Kommandeur mehl YexxRang eines Re iments-Kommandeurs beßßt, xrfolgt dre Vextattgung durch den rigadc-Kommandeur, de_m ,dtc Verhandlungen und der Vcschxuß dks Ehrenraths Mit einem Gutachten des Kommandeurs des Landwehrbezirks vorzulegcn smd.
Der zur Bestätégung Berechtigte ist befugt:
1) pen Au6gleichsvorschlag abzuändern,
„ 2) M den Fäan zu 11. 2 und 3 seinerseits einkn Nus- gletchsvorschlaq 1chrxftlich aufzustellen, _ Yexn AUSgle1chSvorschlage odsr der Feststellung zu 11. Z die Bestatigung zu versagen und seTncrseits die Erklärung nach 11. L abzugeben.
der
L's.
Den Bktbeiligtcn sr-“kn gcgea den Aasglcichsvorschlag oder die F(stst€llung zu 11. Z binnxn drei Tagen die beim Kommqndcxxr anzubrinxendc B-crufme zu. ** ic Vorgcskßtcn habcn kick) hicxzu gutackZtlicF) zu äußsrnundMeine Entscheidung einzuholkn.
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Turck) Hic Ausfühxnnxx des AuBgleichö-vorschlags oder die Fcststequng zu 11. Z smdct __der Streitfall selbst zwischkn dcn Bethctligtcn 701er dem Ofnzierkorps gegenüber ssinc vol!- stänoige Er1cdigung.
_ Hisrdurck) ist indéß nicht czuögcschloffen, das chrrnzxericht: 11ch€ Vkrfabrcn folgen 1! 1as1cn, sZfsrn das Verhalten SZNLS der BstHeiligtcn hiesz Bkkxmlaffung gegeben hat.
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Wird sin Axxsglcichsworschlag nicbt aufgksteUt oder die EkkläkUNg zn 11. 3 nicht abgegkbep, so ist ungesäumt nach Z L7ff. dcr Vcrordnuwg vom 2. Mai1871zu vßrfahren.
as (H(eichc hat zu gcschekwn, w::nu dcr endZultig fcytgcstssltc Aulecichsvorschlag Nicht aytsgcfübrt wird.
1'11. Ueber eincn Offizier, der , d untcr Umgsyung dcs Ehrcnraths, () er vor cndgüliiger Entschkidung Übsr dcn BLschluß dcs Ehrenraths,
unter Nickxtachtung dcs endZÜltiq festgestelLten Ams: gleichHvorschlags odcr dcr Feststcüung zu 11. 3,
oder
oder
vor Meiner Entscheidung auf den Ehrengericht1ichen Sprach einen anderen Offizier znm Zwsikampf herausfordert oder dic Hcrausforderung Emes anderen Offizisrs zam Zweikampf an: nimmt, ist Mir sofort zu bcricht€n,
1'11].
Ist einer der Bethciligten ein General, so bleibt die Be- stimmung des Kommandcnrs und dcr Mitgliedsr des Elser:- raths Meiner Entscheidung vorbeHaltxn.
Jst Einer der Vctbeiligtcn cin Stakxsoffizicr, so ist" dcr Ehrenratk) dos Ehrkngcrichts der Stabsvfsixicrc zuständiz.
Jm ÜbriZen wird, wcm'. dis Bsxhcikigtcn vorschikdcnen Ehrengcrichten uuterstcth, der für die? AUSglcichchcrhamdlxmacm zuständige Ehrerxratk) durch der; nächsten gemeinschaftlichcn Vorqcstßten (Dienstweg nach F“ 27 dsr Verordnung vom 2. Mai 1874) und falls ein solchcr nick)? vorhanden ist, dnrch Vereinbarung der kommandierendcn Generale (“bezw. mit dem kommandierenden Admiral dcr Marixtc) bsstimmt. Wenn nöthig, ist Moine Entscheidung anzurufen.
1x.
Gékäth ein Offizier mit einem den Ehrengerichtcn nich1 m1tcrworfcnen Offizier odcr mxt cincr Zivilpetson in cinen Ehrenhandcl, so ist er _- sofcrn nicht alsbald auf gütlichcm ngc ein standesgemäßer Ausgleich stattfindet * gleichfalls ur um_ ehenden Anzeige am den Ehrenratk) verpftichtct. Lexxtcrcr at au hier, soweit es die Umstände gestatten, unter Leitung de's Kommandcurs auf eincn NULglÉck) hinzuwirken.
Neucs Palais, ch 1. Jamxar 1897. W i ! h e l m.
Zufolgc der Allerhöchst genehmigten Vorschriften, welche den hier accreditiértcn Botschastckn auswärtiger Mächte gc en: über zu beobachten sind, lxaben sämmtliche zum Allerhöchten Kofi: gehörigen odcr dasslbst vorgesteüten .Herren den Bot: chqftern und dercn (Hemahlinnep, nachdem dieselben von Ihren Katserlichcn_ und Königlichen Majestäten und von Ihren König- lzchen ZVMUM den Prinzrn und den Prinzesfinnen des König- 11ch)en _,a_uses empfangen worden sind, sowie sämmtliche zum Allcrhochstcn Hofe gsyörigcn oder daselbst vorgestelltenDamen dcm Botschafterinnen nach allgcmcinem Herkommen den ersten Besuch, und zwar in Person zu machcn. Disse Bestimmung trttt jsst in Betreff dcs Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika und dessen Gemahlin in Kraft.
Berlin, den 5. Januar 1897.
Der Qbochrkmonicnmeisjier. Graf A. Eulenburg.
Ministerium der gcist1ich€n,Untcrrichts: und Medizinal-Angelcgenhciten.
Den Privatdozenten in dcr philosophischen Fakultät der Königlichen Friedrich-WilhelmL-Univcrfttät zu Berlin O1". Martin Freund und [)uLudwig Plate ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.
M?.nistcrium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.
Dem Hauptmann a. D. Freiherrn von Lyncker, bisher beim Königlichen Hauptgcstiit zu Gradiß, ist vom 1. Januar 1897 ab die Marstall-Vorsteherßoüe be'xm Königlichen Land: gcstfit Zu CLÜO ÜÖMWJLU.
Folgendm Oberlshrcrn an La11dwirthschaf1sschulenx 131". Lopinski in Samter, Olszewski in Héiligen: bci1 ::."d ])1'. Götting in Lüdinghausen ist dsr (Tharaktor als Profcffor bcigclsgt worch,
Die vox“. 1101116 ab zur AUszzabc gelangcnde NUmmcr 1 dsr (Hescß-Sammlunq cntcht untcr , „
Nr. 9872 das Gescß, bLtkk'fsLUd die Entschädigung fUr an Milzbravd gefallene Thisrc, vom 1-1.Dczember 1896; und unter
Nr. 9873 den Staatsvertrag zwischen Preußen, Mecklen- burg-Schwerin und Mccklsnbnrg-STreltH wegen Rexgelung der gegenseitigen staatsmchtlichen Bcziehungen in Anwhung der Eisenbahn von Wittstock nach Mirow, vom 245. Zum 1898.
Bsxlin W., den 6, Jannar 1897.
.KönigkÉch-cs Gcscß-SammlungS-Amt, Weberxtedt.
BLZÜUUÜMCÖUÜJ.
Muck) ersckxrixt des Ge etzss vom 1021177211872 (Gesz-Samml. S. 357) NNO bkkannt gema t:
1) kcr am 11. Mowsmber 1896 Allerhöcbst VoUzogxne Nachfrag zum Statnt 'N die Lohc-Régulisrwngs-Gcnoffenscbast in den Krsifen Nimrtsch- Stxkbxen und BrL-Zkau vom 18. Mai 1887 durch das Amtsblmt ÖL]: Königüchcn chicrxmg zu Vrksxau Nr. 52 S. 503, aqukgsbsn am “26. Dezember 1896; , _
:?) das axn ZZ. NOVItnbkr 1896 Aklskkxöckyxt 11911195]an Stamr für ric Genvffknkkhaft zur ngulierzxxtg Und zum Sch.:yc der Ufer- bef€ftigung€n dsr mi1tlcr€n BarNck) im Krciée Mili1sch=Tmch7nfkkrg dnrch das Amtsblatt dEr Königläckpcn RL icrung zu Brexlau Nr. 52 S. 509, auégsgxbkn am 26. Dezkmbsr 18 6;
3) das am 30 NW:.ntbcr 1898 LlUcrböchst _vvflzogsne Statut für die Drainagé-Genoffcnscbaft zu Mxndsrfékd im Kreise Malmsdy durch da:? Amtsblatt der Königlichen RQÜOTUUJ 521 Aach€n Nr. 54 S. 385, axx§gegkb€n am 17. DLZFMÖET 1896.
Karte dss Lcutschn Reichs i11674 Blättekrn und im Maßstabe 1: 100l00.
Bcarbcifct Von der Kökiglicb, vxkaßisÖen L_cxndLL-Aufnabmx, dcn Tovogrzvbisckysn Bureaux dss Röntgltch havc'mj'cben und des Königlich säcbfischsn Grnkxalstabs unh dcm Königl1ch württcmbergischen
Statistixchn LandeSamt. Im Anschluß an dic diesseitige Anzsi 8 Vom 30. Skptkmber 1.896 wixd bixrdurck) bekannt gsmacbt, dak? nach tkbsnd genanntc Blättsr: Nr. 354. R? _lingba_uscn, * Mr._403. Düxskldors durcb dic Kartographiyche Abtbstlung bearbeitet und eröffcntlicht worden find. _ _ ' Der Vertrreb crwlgt dnrch d:? „_Verlagsbuäphandlung Von R. Eisenschmidt biersklbst, Nsustädttscbs Ktrchstraße Nr. 4/5. Der Preis eines jeden Blatkcs bxträgt 1 .“ Bkrlin, dyn 4. Januar 1897. Königliche Landes-Aufnabmc. Kartographischc Abtheilung. Steinmes, _ Obélst und Abthkilungs-Cbss.
Personal-Veränderuugen.
Königlich Preußische Armee.
Offizisxe, Portepee-Fähnrichcxc. Abschisdsbewilli- ungen. Jm aktiven Heere._ NULL Palais, 2. Januar. ' lbrecht, Sec. Lt. im 8. Ostprsuß. Jms. cht. Nr.45, mit Pension dkr Abschied bewilligt.
Beamte der Militär-Verwaltuug.
Durch Allcrböchsten Absxbied. 17“. Dezembér. Willer, Willnow, Geheime Kanzlei-Jnnxsktyren xm Kriegs-Ministerium, Radünz, GebeiMer Kanzlei-Sefrxtar tm Krtegs-Ministkrium, - bci ihréxnbAusscbeiden aus dem Dic'nkt der Charakter als Kanzlei-Ratb yer te en.
Durch Verfügung des K'riegs-Ministeriums. 10. De:- zember. Schüler, Pryviantamts-Kontrolkur auf Probe in AÜen- stein, zum Proviantamts-K'ontroleur ernannt. _
17. Dezember. Dis Proviaxxtamts-Asfijtentcn: Krzvzagorski in Jüterbog, nach Brandenburg, Herdt in Braxsdenburg, nacb Frank- furt a. M., Schmidt kn Frankfurt a. Pk., nacb Glogau, Woyth