„.,-«„. * - .
T-"KII-HMWH-NZ "**-1» -
“***: .»
, H. ..
““i-„1, ;.»; «*,;in-„.?» 1.137.711“
neben der Erhöhung der Alterözulagen die Vor e unanvebmbar n;:Mseixürde.s Das Herrrnbaus würde darauf nochlagweniger eingeben a u .
Abg. öttinger (ul.): Wir dürfen uns nicht damit begnügen, dqß mr das „11011 1305511111115“ der Regierung hören und hinnehmen, wir mussen unsere Meinung deutlich zum Ausdruck bringen. Wir halten ein Grundgehalt von 900 .“ für zu niedri. Auf das Herrenhaus braucht man jest noch keine Rücksicht zu ne men. Wenn das Herrenhaus den Beschluß nicbt biliigt, dann bleibt es uns immer noch überlaffkn, von unserem Beicbluffe zurückzutreten. Redner richtet an die Regierung die Anfrage, ob die Altrrßzulagrn auch den Leéyrletrn zu gute kommen, welche ein höheres Gehalt als 1000 „44 er a en.
Abg. ])1'. von Jazdzewski erklärt fich namens der olen "r den Antrag der Kommission. P fu
Ministerial-Direkwr 1)1'. Kü ;; [er: Die Frage des Herrn Böttinger kann ,ich ru'ndwe? bkjabsn. _,
Daxmt sch ießt die Diskusiwri. Der Antrag Rickert wird FIM die Stimmen der reifinmgcn mit AnSnahme des Abg.
nörcke, der_Antrag Ser) ardt gegen die Stimmen der Mehr- heit der Nationalliberalen und der Freikonservativen abgelehnt und § 2 nach den_ Anträgen der Kommission mit großer Mehr- heit gegen die Stimmen_einiger Freisinnigen angenommen.
Nach § 3 kainn Fur einstweili angestellte Lehrer das Grundgehalt um em Funftel berabgeäxßt werden. Ein Antrag Rickert, daß- ,in keinem Fall Unter 900 „ck herabgegangcn werden soll,„wird. gegen die Stimmen der Freisinnigen und einiger Natwnallrberalen abgelehnt. § 3 wird unverändert angenommen.
§ 4 trifft Bestimmungen über die mit einem Kirchenamt verbundenexi Lehrerstellen; das Grundgehalt dafür soll höher sein, als m_ den früheren Paragraphen bestimmt ist. Im übrigen scheidet drr § 4 die Einkunfte aus dem Schul: und Kir enamt.
bg. Dr. von Jazdzewski (Pole) wii] diese Außeinander- seyuna den Kreis- und Bezirksausscbüffrn überweisen.
Die Abgq. ])1“. Dittrich (Zßntr) und von Eichel (kons) sprechen fick) für den Kommissionöantrag aus.
Abg. Bartels (kons.) fiihrt aus, daß die Bestimmungkn des §4 an der r€chtlichen Natur der Kompetenz drr mit kirchlichen Aemtern verbundenen Lehrerstellen nichts ändern, und bittet die Re ierung um Bkstäiigung dieser Anschauung. Er wendet fich gegen den ntrag des Abg. von Jazdzewski, da eine grundiäßliche Regelung der ganzen Frage nur in einem umfaffenden Schulgesesr erfolgen könne.
Abs.Freiberr Von Zedlixz und Neukirch (fr.kons.) bsdauert, daß eine gründliche Außeinanderseßuna in diefkr Angelegenheit jest nicht erfolgen könne, und erklärt fich für § 4.
Abg. 131". von Jazdzewski zieht seinen Antrag zurück.
Abg.1)r. Porsch (Zentr) hält sine AuKinanderseZungwicht für möglich, man müßte denn die Entscheidung im rozeßivege Tuchen und schließlick) das Schul- und Küsteramt ganz don einander rennen.
§ 4 wird unverändert angenommen. ,
N04) § 5 soll der Bezug drr AlterSzulagen nach sieben: jährigrr Dienstzeit beginnen, und es sollen neun gleich hohe Zulagen in Zwischenräumen von je 3 Jahren gewährt werdrn.
§ 6 bestimmt über die Höhe der AlterSzulagen, daß die: selben in keinem Falle weniger als 100 010 für Lehrer und
80 „16 für die Lehrerinnen betragen folien. In der Vorlage stand: 80 bezw. 60 «11:
Abg. Groth (nl,) wiki in der Uebcrichrift statt „Höhe“ „Mindest- betra “ sagen. _
Ilha. Winkler (kons.) hält dieien Antrag für bedeutungslos.
§ 6 wird unter Ablehnung des Antrages Groth unver-
ändert angenommen. .
Nack) § 7 steht den Lehrern ein rechtlicher Anspruch aux Neugewährung einer Alterszulage n_ich_t zu; die Versagung dar aber nur bei unbefriedigender Dienstfahrung erfolgen.
Abg. Rickert beantragt, hinzuzuiügen: Wird die Gewährung der Alterszulaar Versagt, so ist dem Lehrer _übcr die Gründe ein schriftlicher Bescheid zu ertheilen. Redner wxiit darauf hin, daß dsr jeßige Kultué-Minister und auch Hcrr 5011 Stumm diesem Gsdamken zugrstimmt haben.
Ministkrial-Dirrkior ])1'. Küglsr: § 7 enthält nur die B6- stimnrungen, welcbe aÜrn andcrrn Béamien gegenüber in Geltung sind; in dirsen Bkstitnmungen ist Von einrm s riftlicbe'n BrfciJeide keine Reds, deshalb soilte drr Antrag Rickert an Hier abgeiebnt werdrn.
Abg. Winkler (kdns) spricht fir!) edknfakis gegen dsn Antrag 0115; es wird derm Lehrer wahrscheinlich lirdér sein, wenn die Gründe, dic vir r€cht delikate: Natur sein dürftsn, nicht schrixtlich nikdergeleg! werden.
_Abg. 131: Von Jazdzewski erklärt fich namens der Polen gegcn § 7; höchstens könne derselbe mit dem Antrags Rickert angxnommrn werden, weil sonst dis Lehrer der Wiiikür der Behörden übcrgeben würden.
Di? Abgg. Kirsch (Jenin) und Dr. Satilrr (nl,) erklärsn, daß die Gründe grgen drn Antrag Rickert 21118111 Theil iHrer Freunde nicht genügten, daf; sir deshalb für drn Antrag stimmen würden.
Der Antrag Rickert wird gegxn die Stimmen der Konser- vativen und Freikonservativen mit einigen AUSrmhmen ange: nommen und mit demselben § 7. „ ,
§ 8 enthält die Vorschriften ubrr die Alterszuiagekaffen. Nach der Vorlage sollten die selbständigen Stadtkreise denselben nicht angeschlossen werden, ebenso die Stadt Berlin. Die Kommission hat nur Berlin außgeschloffen.
Abg.1)r.Oswalt (nl,) beantragt, aUe Gsmeinden mit mehr als 25 Schulstellen von den Kassen auézuschlirßem wrnn sie dies inner- halb dreier Monate nach dem Jnkrafttretrrz des _Gcseßes__be0n1ragen.
Abg.]Ir. Hermes (fr. Volksp.):" Die Stadte mümsn sich mit Recht gegen die Alterszulagxkaffen straubrn, deren Bestimmung ist, den Landgemeinden einen Schuß gcgen dic fiiianzieüen Schwankungen zu gewähren. Durch die Kassen wird aber die psrsönliche Bezirbung der Gemeinde zu den Lehrern zerstört zu111__Schaden_ der Volksschule. Mit den Ruhegehaltskaffen haben dir Stadt:? iehr schlechte Er- fahrungen gemacht; sie haben mehr zu zaHl-Ziz gehabt, als wsnn die Pensionen der Lahrer gam, allein von ihnen selbst übernommen worden wären. Durch solche Maßregé-in wird die Freudigkeit der Gemeinden, an dem VolksschulWesen mitzuarbeiten, wesentlich gehemmt und vermindert. Die Re ierung selbst soÜte ein Gewicht darauf legen, den Gemeinden an dem Gebietx drs Schulwesens ein': freiere Bewegung zu gömxen, weil die Volksschule eine Gemeindeanstalt ist und bleibensoll, wahrend sie ji'ßt mehr und mehr zur Staatsschule herabaewürdi t wrrd. , „ . ,
Minister al-Dtrektor Or. Kugler: Ich bitte Sie im Interesse des preußischen Lebrerstandes, an den Beschlüffrn dar Kommission fest- zuhalten. Daß das System der Alterszulagkn die Frkudigkeit der Selbstverwaltung in den großen Orten untergraben würde, wie der Ab „Hermes behauptet halte ich für,unb-.'gründet. Die Alterszulagen bes ränken nicht die Freiheit der etnzrinen (Gemeinden in der Be- weffung der AlterSzulaÉen für ihre Lehrer; es wird fich sogar weit weniger als jest eine inwirfung der Aufsichtsbehörden auf die Ge- staltung der Besoldungsordnung in den großen Städtrn eltend mach_eu. Es soll nur der willkürlichen Behandlung der Boso dungs- verbaltniffe vorgebeugt Werden, indem einem chrrr eine Zulage vor- enthalten trnd dem anderen gewährt wird. Dem Lehrer soll in den Yroßen S_tadxen eine unabhängi 6 Position geschaffen werden. Ebenso | es unrichtig, _daß die großen &tadte durch diese Maßregel geschädigt werden. Nach einer yon uns emachtén Aufsteliung wird die ebr- xabl der großen Stadte gew nnen. Es handelt sich bei der Ge-
v ben en," on öglkbkeit
inoMQor ?rücktesm theßuzeirkem bLexsbexenuSdtixllY eiumnekoumeYWZt-é großer! tädte miYen auch den Lehrern auf Tem platten Lande m- gangltch_werden. o daukenöwertb auch der Lebrerftand die Besse- rung seiner finanziellen Situation begrüßen wird, der Schwerpunkt der ganzen Vorlage liegt doch für ihn darin, daß ihm durch die Annahme der Alterözulageu die Möglichkeit verschafft _wird, 0115 ge- ringer besoldeten Stellen sich durch seine Tüchtigkeit in beffer besoldete SteÜen bineinzuarbeiten. Ich bitte Sie dringend, an diesem Punkte festzuhalten. .
Abg. Dr. Oßwalt (nl,): Jeb b-xdauere, daß der Vertreter der Regieruna behauptet bat, daß die Städte sich einen größeren Einfluß auf die Lehrer wahren wollen zu Ungunsten der Lehrer. Ju Frank- furt a. M. beginnen die Lehrer mit 1800 514 Gehalt und rücken innerhalb 20 Jahren bis zu 3800 „ja auf. Die Notbwendigkeit einer Versicherung be'züglich der Alterszulagen besteht für die großen Städte nicht, ebenso wenig wie sie für große Betriebe, z. B. für die großen Rbedereien, zweckmäßig ist; fie smd selbst Versicherer. Natür- lich würden nur die Städte von den Kaffen aus;:ieschloffen bleibkn, welche ihre Lehrerstellen selbst beseßen. Wenn die Städte ältere Lehrer nicht anstellen, s.o [iet das nicht an finanziellen Bedenken, sondern daran, daß ältere Leßrer nicht mehr die Elastizität bcsißen, sich in die städtischen Verhältnisse hinkinzuleben. Daß durch die zwangsweise Zugehörigkeit zu den Kassen die großen Städte geschädigt werden, ist Yffrnbar, dent) marx sagt ja ganz offen: ohne die großen Stadte fixxd die Kauen nicbt leistungsfähig. Aber die finanzielle Seite der Frage ist weniger bedeutungsvoll als die Frage der Selbständigkeit und Selbstverwaltung. Da die Städte, die der Kaffe ferngeblieben sind, später eintreten, ist a erdin s bedenklich. Unser Antrag ist des- halb gegenüber der Regierungsvor age dahin geändert, daß die Städte, wenn sie eintreten wollen, sicb jest sofort darüber erklären müsicn, nicht erst später.
Finanz-Minister ])r. Mique [:
Ich möchte doch nicht, was vielleicht aus der AusdruckNveise des Herrn Vertreters des Herrn Kultus-Ministkrs geschlossen werden könnte, die Meinung aufkommen lassen, als Wenn die Staatsregierung an dem Entuwrf, sowie er vorgelegt ist, in diesem Punkt kein Inter- effe mehr hätte. Den Antrag, den der Herr Ministerial-Direktor Kügier wirklich bekämpft hat, wie er gestellt ist von Herrn 1)r. OZwalt, kann ich meinestbeils auch nur ablehnen; denn wknn alle die Städte, die 25 Stellen haben, berechtigt sein sollen, auszutreten, so giebt das in dem ganzen System der AlterSzulagekaffcn einen so weitgehenden Riß, daß es schwer sein würde, die Aljerszulage noch aufrecht zu erhalten, die Sie, auch Herr Abgeordneter OSwalt selbst, für Eine wesentliche, für die kleineren Gemeindrn unentbehrliche Ein- richtung halten. Daraus folgt aber noch garnicht, daß die ursprüng- liche Regierungsvorlage nicht auch gute Gründe für sib hat.
Der Herr Antragsteller 1)r. Oswalt hat seine Ausführungen damit begonnen, daß er der Regierung anheim gab, zu erwägen, ob eine solche Stellung, wie sie hier eingenommen sei, geeignst wäre, dem taktischen Gesichtspunkt in Bezug auf das Durchbringen der Vor- lage nüßlich zu sein. Ja, meine Herren, ich bin fest überzeugt, wenn der Antrag des Herrn 131, Oswalt angenommen würde, so würde diefen taktischen Rücksichtcn im Herrenbause der größte Abbruch geschehen. Dagegen bleiben wir allerdings dabei, daß die Regierung bier, indem fie einrn Mitteltreg gegenüber den divergierenden Auf- faffungen gewählt hat, richtig handelte, um in diesem für die ganze Vorlage und deren Grundlagen nicht kntscbsidenden Punkte drn Widerstand, der im Herrenhause sonst vieilricht zu befürchten ist, zu vermindern.
Meine Herren, wir müssen uns objektiv in die ganze Situation hineindenken. Es ist ziveifellos richtig, daß die großen Städte ihrer- seits die Alterßzulagen nicht brauchen; die Versicherung, die in der Zahl liegt, ist bei den großen Städten vorhanden, sis Haben daher eine andere nicht nöthig, sie haben das Alterézulagensystem meist durch- gsführt bei sich, und es ist daraus keinerlei Nac-btbeil entstandrn. Es ist daher an und für sich schon eine gewisse Zumuthung _ Wrnn ich den Ausdruck gebrauchen darf _ an die großen Städte, daß fie fich im Jnterrffe drr kleineren Gemeinden und der Freizügig- keit der Lehrer, obwohl sie selbst ein eigenes Bedürfniß nicht empfin- den, dissen AlterSzulagekaffen unter allen Umständen anschließen müssen. Man könnte darüber aber binwegseben und sagen: Das ist eine allgemeine staatliche Notbwrndigkeit, die Alterszulagrkaffen sind unentbehrlich, sie sind nicht bestandsfäbig, ohne daß die großen Städte auch beitreten, und folglich müssen die großen Städteauch wider ihren Wunsch und Willen angehalten wrrden, sich dieser aßgemeinen Staarsnotbwendigkeit zu fügen. Wir haben aber d0ch geglaubt in drr StaatSregierung, daß so die Frage nicht sich stellen würde. Der Zuschuß zu der- Alterszulagsn in den' großen Städten würde nach der jeßt vorhandenen Lebrerzabl nur 259 516 erfordern, während er im Durchschnitt des Staates, um die festzuseyenden AlterSzulagen zu grben, 263 ck verlangt. Zur Zeit Leben also die großen Städte noch günstiger als der Durchschnitt auf dem Lande. Nun aber noch weiter, haben wir, um in allen Fällen sicherzustellen, daß wenigstens in einer übersebbaren Zeit eine Umlage zur Deckung der jrßt festgestellten Alterszulagen innerhalb der Alterszulagekaffcn nicht erforderlich werden wird, diesen Durch- schnitt von 263 «jk staatlichen Zuschusses nicht zu Grunde gelegt, sondern wir find gleich auf 270 „ja gegangen. Also eine wesentliche Gefährdung der Cxistenzfäbigkeit der AlterSzulagc-kaffen, Wenn diese hier in der Zahl beschränken großen Städte austreten, ist wohl kaum irgendwie zu befürchten. Dadurch sind wir zu der Ansicht gekommen, es sei ratbsam, hier den Städten einigermaßen entgegen- zukommen; ihr Wünsckyr, in dieser Beziehung in ihren bisherigen Ver- hältnissen ungestört zu bleiben, haben doch auch etwas für sich. Wer weiß, wie schwer es auch in den Städten ist, wo die Agitation der Lehrer namentlich eine sehr große Bedeutung hat, eine Schulgebaltsordnung zu stande zu bringen und sie ab- zuändern, während hier doch Veränderungen nothwendig würden, wird geneigt sein, solche neuen Kämpfe nicht ohne dringende Nothwendigkeit in die Städte bineinzutragen, und ich kann mir daher _ und ich glaube, hier im Hohen Hause wird man dassrlbe Gefühl haben _ sehr wohl denken, daß dadurch eine Verstimmung gxgen das ganze Gesetz in den Städten entstehen könnte. Ich bedauere aUer- dings sehr, daß die Haltung der Vertreter der großen Städte im Herrenbause und außerhalb des Hauses nicht geeignet gewesen ist, die Neigung, ihnen bis zu einer gewissen Grenze ent- gegenzukommen, zu verstärken. (Sehr richtig! rechts.) Das, be- dauere ich sehr; aber ich möchte daraus doch nicht den Schluß ziehen, daß wir gewissermaßen nun auch ab jraw handeln sollten: im Gcgentbeil, wir können wobl hoffen, daß auf die Vertreter der großen Städte die Erfahrungen, die sie auf diesem Gebiet gemacht haben, wenn wir ihnen versöhnlich weiter gegenüberstehen, günstig
währung der Alterszulagen nicht allein darum, den Schwankungen
wirken werden; ich kann mir wenigstens nicht denken, daß die Ver-
“:
' foder großen Städte im"
nothwendig und heilsam errichtetes Gesetz nochmals abxulehnen. sich die Herren die Situation genau überlegen, so Lau ich mir njcht denken, daß sie diese Verantwvrtlicbkeit zum zweiten Mal zu tragen bereit wären. Aber ich kan_n nur sagen: ich möchte auch denHerreri nach dieser Richtung nicht mehr oder weniger einen Vorwand geben. M* ertraue auf die Einsicht und die patriotische Gkfinnung der Vertreter der großen Städte, daß, wenn wir ihnen auch auf diesem Gebiet so weit die Hand reichen, wie wir es in der Frage der Finanzen gethan haben, sie auch ihrerseits die versöhnlicbe Hand im Herrenbause ergreifen werden. Meine Herren, ich habe es taktisch auch für richtig gehalten. diese Worte zu sagen. Ich hoffe, daß ein solches Gesev, welches
übrrbaupt nur rursb gegenseitige Nachgiebigkeit und Kompromiß:
möglich ist, wenn es nicbtmit einem gewiffen. Mißklang, mit einer durch das hohe Haus berheigefübrte'n _ im Sinne der großen Städte wenigstens _ Verschlechterung der Regierungßvorlage an das Herrenhaus kommt, eher Aussicht auf Annahme hat, 018 Wenn das Gegentbeil der Fal] wäre. Ich bedaure, meine Herren, daß ein Antrag, die Reaierungkvorlage “wieder aufzunehmen, wenn auch mit Streichung des letzten Satzes, den die Herren ja vielleicht mit Recht in manchen Beziehungen für anfechtbar halten, nicht gefteat ist, und ich habe mich daher darauf beschränken müssen, diese wenigen Be- merkungen zu machen.
Abg. Freiherr von Zedliß und Neukirci) (fr. kons.): 3 freue mich, daß der Finanz-Minister mich der Notbwendigkeit 1135-33 hoben bat, die' Rrgieruygsvorlage zu vertbeidigen gegen die Kritik we'lcbe der_Mmtftertal-Dtrrktor Dr. Kügier indirekt daran geübt Hat,“ Die Bestatigung der Regierungsvorlage würde den Widerstand der eroßen Stadio erhöhen. Die Vorlage kann also nur dann zur
nnabme gelangen, ,wenn die Konservativen dahin wirken auf ihre Gesinnungßgenoffew un Hkrrenbause, daß diese den großen Städten keinen SYLLUW' leisten bei dem Widerstands gegen die Vorlage, Die Frerzugigkett _der Lehrer ist eine schöne Theorie; denn die Lehrer, welcb-e» langere Zett__auf dem Lande gelrbt haben, werden niemals in das Schulsxstxm großexer Städte aufgenommen. Nur der Uebergang der Lehrer lemxrer Starte in die großen Städte könnte etwas erschwert wérden, wenn dir grqßen Stadtkre-se von den Kassen außgefchloffeu bleiben. Ick _wtil die'Wiederberftellung der Regierungsvorlage nicbt brantragen, weil :ck keine unpraktiscben Anträge stellen möchte.
Abg.1)r._Sattler(nl_.): Das Vorgehen der Bürgermeister der großen Stadte war taktisch aUerdings nicht richtig, mein Partei- geansse Struckmann bat fich auch schon im Herrenbause dagegen erklart; Wen'n der Antrag Oßwalt abgelehnt wird, werden wir fur die RegrerungSvorlage stimmen. Die Regierungsvvtlage sei bedenklich, weil daraus folgen könne, daß eine Stadt aus den Alters- zulagekcrffen nicht ausscheiden könne, weil noch eine einzelne Sozietäts- schule in derselben. Vorhanden ist. Wir wollen im Interesse der SexbsWixrrvaltun'g die Städte aus den Kaffén berauslaffen; denn die Stadte sind leistungsfabig, und nach den Erfahrungen bei den Ruhegehaltskaffrnn scheuen sie als gebrannte Kinder das Feuer. Die Stadt'e haben fur die Volkßfcbullebrer viel gethan, und nun folien fie'w'ieder neue'Gehaltsplane aufstellen. Unser Antrag richtet fich lediglich gegen die Schabisnifierung der Schule.
Abg. Graf zu Linxburg-„Stirum (kons.): Die Art des Vor- gebrns'der großen Stadte wird mich nicht bestimmen, ai) iraw ?xgen rbre Jntereffen zu entscheiden; die großen Städje haben viel
ur die Schule 'gelsistet. 521er ich kann doch nicht zu dem Ergebniß kommen, daß die Forderungen der großen Stadte berechtigt sind. Dix reizde der Gemeinden an der Schule kann dadurch nicht beetntrackpxtgt werden, ob fir die Alterszulagen an die Lehrer selbft oder an em_e Kaffe zahlen. Wenn die Freiz" igkeit hauptsächlich den großer) Stadten zu gute kommt, dann MF die Freizügigkeit auch fur die Lehrer bestkhen, und die Städte können nicht die Gemeinsam- keit rnit drm Lande zurückwrisen. Bleiben die Städte Von den Kassen ausgeschlossen, dann sind die Städte gezwungen, die alten Lehrer vom Lande zurückzuweisen, während fie dafür keinen (Grund haben, ,wenn ZW zur Kasse gehören. * Das Hauptinteresse liegt 0er her den _ shrern; die Lehrer vom Lande wouen doch, wenn ihre Kinder größer werden, in die Stadt kommen, wo sie ihre Kinder auf dre bobe Schule schicken können. Die Verstimmung der Städte wird sedr bald verraucben. Lehnen Sie also den Antrag OSwalt und die Regierungßvvtlage ab und erschweren - Sie meinen politischen Freunden nicht die Zustimmung zur Vorlage.
Finanz-Minister ])1'. Miquel:
Meine Herrsn! Ich habe doch den Eindruck, daß es den Rednern, die die Annahme der Regierungsvorlage für bedenklich halten, etwas schwer wird, entscheidende Gründe dafür anzuführen. Man merkt es den Rednern als alter pracxvjoug 111 98118111811631'118 gewiffermaßeri an, daß es nicht so leicht ist, sachliche Gründe, die jedem gegenüber überzeugend wirken, bei dieser Gelegenheit vorzudringen.
Meine Herren, was die finanzieÜe Frage betrifft, ob die Städte ein besonderes finanzielles Interesse haben, aus den Alterözulagc'kaffen beraußzukommen und ob auf der anderen Seite die in den Alterszulagekaffen bleibenden Gemeinden ein Interesse babs» die *Sjädte in den Alterszulagekaffen zu behalten, io glaube ich, ist doch nicht genügend beachtet worden, was ich über die finanzielle Lage vorhin sagte. Der Durchschnitt des Zuschuffrs, welcher erforderlich ist, um die geseßlichen AlterSzulager zu geben für die ganze Monarchie, ist größer als der Durchschnitt, der erforderlich ist, um die Alterszulagen in den Städten zu gewähren. Das kann dabsr bei der Lage der Sache nicht verwertbet werden.- um den Städten ein besonderes finanzielles Interesse allein zu bringen. Denn Wenn der Durchschnitt der Alterözulagenbedürfniffe 263 .«x aus der Staatskasse beträgt, und wenn wir aufgenommen haben in diese Vorlage 270 „ja Zuschuß, so wird eine Gefahr, daß die Landgemeinden durch den Austritt der Städte zu böhern Umlagen gezwungen würden. in keiner Weise anerkannt Werden können. Also die Frage ist, glaube ich, falsch gestellt, wenn man sie finanziell ansieht; sie ist anderer Natur.
Ich bin aüerdings der Meinung, daß die Bedeutung der Frage nach beiden Seiten hin übertrieben wird. Beispiels- weise ist mir aus den Aeußerungen fiädtischer Bürgermeister entgegengetreten, daß das für sie eine ganz gefährliche Sache sei, stk zu zwingen, den Lehrern, die bei ihnen angestellt werden, das errrichte Dienstalter Von anzurechnen und sie nun in die AltcerSzulagekaffku mit aufzunehmen, weil und soweit diese Städte überhaupt garnicht bei der Anstelkung mitwirken. Es wurde die Befürchtung geäußert, daß man staatlicherseits ein Interesse haben könnte, ältere Lest?r vom Lande, um ihnen eine bessere Carridre für di? Zukunft zu sichern, in die Städte zu schicken, und daß dann aller- dings die Städte, die nicht mitwirken bei der Anstellung der Lebt??- erbebliche Nachtbeile erlitten. Namentlich die rheinischen Städks haben sich mir gegenüber in dieser Richtung geäußert.
Diese Art von Bedenken kann ich mm in keiner Weise W"
e, vam "M in diä;- Puukten ihren Wünslbeu entsprochen werden soll, die sehnen Vee- antwortlirbkeit auf sich zu nehmen geneigt wären, ein so wichtiges, von der Gesammtbeit des Abgeordnetmbauses als der gewählten Ver- tretung des Volkes und von der ganzen öffentlichen Meinung ah!
“:“-'H?) 3.
*ß--__ -- .-
" ;damek iaMsMdeUbtehdicaafdeui “graut skik- ÜÖ "oft schwerer in slädtiscbes Schal- und in städtische Verhältnisse bineinfinden. J| ber «tig, so wird keine Schulderwaltmig einen für städtische „. hältnisse ungeeignet gewordenen _Lebrer in die Städte seher], lediglich, um ihm ein höheres GLÖFÜ du_vkkschaffen- Ick glaube, die Bedenken werden nach beiden Seiten ubertrteben. Abrr das bleibt doch befteben, daß die Städte gezwungen sein werden, zii einem wesent- lichen Theile ibre bisherigen Besoldungßordnungen zn andern, und daß das oft mit erheblichen Schwierigkeiten, in den großen Städten namentlich, verbunden ist. Außerdem ist ja natürlich, daß die Städte sagen: wir haben _ was ja auch Graf Limburg- tirum brreitwillig anerkennt - für die Schulen große" Opfer gebracht; unsere Ver- hältnisse sind -in der besten Ordnung, * fie sind zur allgemeinen Zuftirdenbeit geregrlt; ein s-iaatlicb als zwingend, zu er- kennendes Vedürfniß, daß wir mit den AlterSzulagekaffen vereinigt werden, kann uns nicht nachgawiesen werden; da wollen wir lirbrr in unseren bisherigen Verhältnissen bleiben.
Darauf reduziert sich nach meiner Ansicht die Hauptfrage. Es komm! darauf an, ob das Abgeordnetenhaus an dieser, nach meinkr Meinung in ihrer Bedeutung überschäßten Frage eine Sckywierigkrit bereiten will für das Zustandekommen des Geseßes. Denn das; diese Bestimmung die ablehnende Haltungbedeutender Elemente im Herrsnbause erheblich verschärfen wird, darüber kann, glaube ich, wohl kein Zweifel fein, und ich sage, das ist politisch nicht klug; die Herren haben den Éiädten zugestanden, das; sie an ihren bisherigen Bezügen nur soviel vcrlieren sollen, das; sie böchitens 2 0/o der Einkommensteuer brauchen, mn daß Manko zu decken. Ick) bin überzeugt, der größte Theil dieses Hauirs hat dieses Zugeständniß nicht für ein innerlich unbedingt noth- wendiges und berechtigtes gehalten, sondern in der Ueberzeugung gehandelt, daß man ein solches Gesetz nur in der Form gegen- seitigen Entgegenkommens durchdringen kann. Gerade so liegt hier die Sach-
Desdalb hätte ich gewünscht, die Kommission, und wünsch: noob, das bokie Haus möchte die Regierungsvorlage, wenn auch mit der Streichung des chien Satzes, annehmen. Ich bin überzeugt, es wird das Zustxndekommen des ganzen Geseßes dadurch rrrienilicb erleicbicrt, und das ist für mich die Hauptsachr, nicht die einzelne Spezialirage, der ich, wie gesagt, eine maßgebende Bedeutung weder nach der einen noch nach der anderen Seite beilage. Ich möchir g1aubcn: wenn in einzelnen Sjädien jest die kommunale Ver. waltung gar keinen Einfluß auf die Ernennung des Lehrers hat, so wird das doch mal kommen; ich halte es für nützlich, daß in dieser Beziehung die kommunale Vertretung eine Mitwirkung genießt. (Schr richtig! rechts.) Das halte ich selbst für die Kultusw-rwaitung für nötdig und namentlich in dem.Sinne, in wrlchcm ich mich schon frübcr auSgesvrocben habe, daß ich iebr großrn Wsrtb für die Schule selbst darauf lese, daß die Nächstbetbriligten und die Hauprlast der Schul? Tragenden auch in der Selbstverwaltung mitwirken. (Bravo!)
Abg. Krawinkel (nl,): Ich wünschte, daß_ die Ausführungsn des Finanz-Minisiers aÜgemein' zur Geltyng „kamen; im Jniereffe der Freizügigkeit der Lehrer bin ich aber fur dieAnnahme drr Kom-
' sbs lü e. mrsfing.e1Y*.Yorsch (Zentr): Wir nehmen je t dieselbe Haltung
ein, wie 2 die Regierung im vorigen _Jabre elbst eingenquxuren hat bei ißrer vorigen Vorlage, wo sie tm Jriterkffe der Freizugig- keit der Lehrer für die Einbeziehung aller Stadte mit Au§nahme Berlins in die Alterézulagekassen war. Daß die Städte keine ge- nügend? Einwirkung auf die Besetzung der Lebrersteüen haben, dgß ihnen die Freiheit fehlt, daran sind Wir nicht schuld, sondsrn die- jenigen, welche gegen das Schulgeseß Lärm gemacht haben.
Finanz:Minifter ])r. Miquel:
Nach den Ausführungen des Herrn Vorredners würde die Re- gierung auch nicht recht gethan haben, in Bezug auf die Frage der Gewährung der Zuschüsse für die Lehrerstellen in den Städten ihre Vorschläge gegen früher zu ändern. Kommt denn das nicht bei jeder parlamentarischen Verhandlung vor, namentlich wenn ein Geseß einmal gescheitert ist, wenn man selten?- der Regierung diejenigen Punkte kennen „gelernt hat, Welche hauptsächlich das Gesetz scheitern ließen, daß man dann Mittelwegr, Vergleiche anbietet? Und ist das nicht in der anderen Finanzfrage auch geschehen? Und haben nicht die großen Parteien dieses Hauses auf drm anderen Gebiet dieselbe Politik eingeschlagen, die ['i-sr die Regierung eingeschlagen hat? Ich habe mich nur bemüht, zu zeigen, daß das Für und Wider hier in dirier Frage nach meiner Meinung erheblich überschätzt wird; ich gebe sogar so weit, wie ich die Praxis der städtischen Vcrwaltnng kenne, daß die Bedeutung dieser Frage auch für die Freizügigkeit der Lehrer überschätzt wird, wenigstens in denjenigen Gebieten, tro die Gemeinden se1bst in der Lage sind, bei der Anstellung der Lehrer mitzuwirken. Gebt man yon diesem Standpunkte aus, daß die Frage diese Bedeutung nicht hat, daß ein wesentlicher Nachtheil für diejenigen Gemrinden, die in Alterszulagekassen bleiben, durch den Austritt drr großen Städr-x nicht erwächst, jedenfalls kein finanzicUer Nachtbeil, so ist man durch- aus berechtigt, und im Interesse der Sache, um das größere Ziel zu erreicbrn, nach meiner Meinung auch richtig, eine solche Frage im Vergleichswege zu entscheiden. Das ist das einzige, was ich empfohlen babe. .
Abg. Ehlers (fr. Vgg.): Ick) stimme für di? Vorlagx, obgleich es dem Kämmerer einer der großen Städte schwerer sein wurde einzu- wirken, wenn dies dem Finanz-Minister selbst nicht geilngt. Es kommt nicht bloß darauf an, daß das Geseß mit Hangrn und Würgen zu stande gebracht wird, sondern daß es zu stande kommt,
obne Verbitterun in weiten Kreisen des Landes zu errrgrn. ' Ebnrn Sie der Vorlaaegden Weg durch die Wiederberstellung der Regierungs-
vorl ! , , „_ a'Zlebg. Bartels (kons.): Ick erkläre mich fur die Kommtifions-
des [5 e, wel : das elbe enthalten, was im vorigen Jahr der Finanz- MiériiÉfesr als chNe iersungsvorlage unterschrieben hat. Die „großen Fit?“ sind mit e? aZgaot'xnenstKddnßesfiädnesnchieorch gelilcßßediJFäywiI: e en, en e e rer (: a ur , _ „ Lie Ybrxäbwerxend dadurch be indert, in die besser dotiertrn Stellen er tädte u kommen. ' ' Der Äntrag Oswalt wird ge en dre Stimmen der Frer- sinnigen und einiger Nationalli _erale_n, , „ vorlazie gegen die Stimmen der Fretsrrrmgen, eiyiger National- liberaen und der Mehrheit der Frxtkonservatwen abgelehnt und SZ nach den Koi'rimi fionsbe chluffen an enommen. chluß 41/- Uhr. ächste itzung: Denstaß, 11 Uhr. ( ortseßun der zweiten Berathung des Lehrer esoldungs- Yseßes "un zweite Berathung des Geseßes, betreffend die chuldentilgung.)
die Regierungß-
Stasi!!! und WWW Die Wilken Me in der Konseküonkindnßrie. , Geaenüber den verschiedentlich aufgefieaten Bebauptun eu von eurer besonders großen Unfittlicbkeit in den Kreisen der Kon eküons- axbetrermnen verdient der diese Frage behandelnde Abschnitt 10 der kurzlich an dieser Stelle (Nr. 6 u. 7 d. Bl.) besprocberxen amtlichen Arbeit über die Verhältnisse in der Kleider- und Waschkkonfeknon Biéchwng' Der Abschnitt sei hier noch in seinem Wortlaut nacb- ge agen-: . . .Die Erwägung, daß die schlechten Löhne und der vielfach un- regelmäßige Verdienst der Konfektionßarbeiterinnen leich 12011121an geben können, daß sie durch'Verwertbung ihrer körperlichen Reize si Verdienst suchen, auch dahin gebende Aeußrrungen in der Prene und insbesondere die auf Grund einzelner Fäile generalisierte Behauptung, daß die Mädchen vielfach von den Arbeitgebern zur Hingabe “genötbigt wurden, legte es der Kommission nabe, auch über die sittlichen Zu- stände Nachforscbuxgen zu veranlassen. ' Zunächst könnte man versuchen, auf Grund statisttschsr An- gaben zu einem Urxbeil über die fittlicben Zustände zu kommrri. Wenn sicb ziffkrnmäßig _erweisen ließe, in welchem Maße die Prostituierten sich aus den Konfektionéarbeiterinnen rrkruticrrnx 10 würde dirs einen ungefähren Anhalt dazu bieten. Einige stairsirscbe Angaben sind in dem vorliegenden Material enthalten. So wird aus Berlin mitgetheilt, daß fich unter 1427 Prosttxuwrten, welche vom 1. Avril 1894 bis 1. April 1895 neu eingeickdriebßn wurden, 232 .Nährrinnen' befanden. In“ dem Bericht ssur München werden unter dm 133 weiblichen Pétionen, welcbe „gerichtlich abgewandelt“ wurden, weil sie, ohne angemsldet zu sein, gewerbsaiczßige Unzucht betrieben hatten, 15 .Näberinnen' gezädlt. Außerdem ist zu erwäbnkn, daß in den 1887 vom Reich§amt des Jnnerrz anZesteÜten Ernxittelungkn über die Lohnvrrbä'tniffe der Arbeiterxtinrn m der Wäichefabrikation und Konfektionsbrancbe für Frxmkiurt ' 0; .M. berichtet wird, daß von dcn Ende März 1887 unter 11Ttenpoltzerltcher
_Kontrole stehenden 226 Personen 93 „theils iu Wäsche-, rdeils in
Konfektionßgesckoäften thätig waren“.
Solche Angabrn gestattrn aber gar keine Schlüffc. Ersten,?- find die Berufsangabsn an und für sich unsicher, zweitens ist ,Nabrrmnen“ nicht mit Konfrktionkarbeitcrinnkn identisch, drittens kann man danzcb nicbt bcurtbeilen, ob sich die .Näberinnen“ in stärkerem Marre ais au§_anderen Berufsfreisen der Profiitution zuwenden; vieriens bezirbsn fie 11ch nur auf die kontrolierte Prostitution, die bekanntlich nur emen Theil der wirklichen ausmacht. _
ertbvoller als diese Anga'rkn sind einige Aeußerunßen der kompstenten Polizeibehörden über die fittiichxn Zustande drr Konféktionsarbeiterinnrn nach ihren Beobachtungen. .Es lirgrn 101che vor 1155!“ die Städte: Berlin, Breslau, Stettin, Erfurt, Köln, „HX: fort, Bielefeld, Lübbecke, Münchrn, Nürnberg, A1chaffknburg,Auei.C-. und Stuttgart. Kkine spricht fich dadin aus, _daß 1111181: d€n Kon- fektionsarbeiterinnen besonders ungünstize Zustande wahrzwnebmen seien. Insbesondere wird bezügiicky der Arbeiterinnen, welche )1ch don vornherein grwrrbßmäßig der Krnssktion widxnen und darin zu aus- rrichender Leistungsfäbi keit kommen, ausgeiprocbri), daß von be- sonderer Unsittlichkeit ei ibnrn nicht _die ere sei und fie ("ck von gleichsiebenden Genossinnen nicbt ungünstig brrvvrbeben;
Nicht unerwähnt soli blriden, daß bezüglich Erxuris ron dem dortigrn (ererberatb ein von der Aeußcrung der Polizerdebördr ab- Weichxndks Urtbril griäUt wird. ,
Nach LaZe der Verhältniiie iiegt kern Grund zu der An_nadme vor, daß die Konfrktionsarbeiierinnen _ficd durch besondere Uniittlicb- krit auszriwnrn. Ein großer Theil dkrielben arbeixßx in kl_einrn Werk- stätten unter Aufsicht einer Meisterin, die regelmg ig aus Zucht und Ordnung halten wird; ein anderer großer Tbri bestrbt 0113 der- beiratheten Heimarbeiterinnen; und für die übrigen" Widerspricht die Annahme, das; sie sich einen Tbkil des Jahres in uhermaßig langer Arbeitßzeit abquälen, in der ruhigeren Zeit zu Prostitmcrten machen würden, der Natur der Dinge. , ' ,
Was dann die Behauptung betrifft, daß es in dieser Branche vorzugsweise vorkomme, daß die Arbeitermrien der Nötbigurtß der Arbeitgeber zur geschlechtlichen Hingabe unterliegxn, so hat dafur die Untersuchung keinerlei Material ergebexi. Die, Wahrscheinlickpkeit spricht schon nicht dafür, weil die Arberterrxmen m der Konfektion viel weniger als andere_ Kategorien yon Ar- beiterinnen _ z. B. Ladenmädcben, Fabrikmadcben, qustmadckxen _ Gelegenheit babcn, mit dem Arbeitgebrr ,und sxinen dtrxkten Angesteüten in Berührung zu kommen„die Zwischenmeisterwerkstaiten aber regelmäßig von vrrhriratdetcn Mcisiérn dder deren rauen ge- halten werden, und es wird gerade diess!) kiemeren Werktattcn, im Gegensaß zur Fabrik, nachgerübmt, daß in ihnen gute Ordnizng und Zucht auch in sittlicher Beziehung brsteben. Daß einzeine Faüe Von Mißbrauch der Arbeitgebcrlteliung workomnxcn, ist srlbstver- ständlich _ der Gewerberatb für'Erfurt fuhrt dergleichen _ an und in der Preise: finden sick) bixr und da, Brrtchc yber solche Borrommniffe, deren Wahrheit aber dahingestellt bleiben muß _, für den objektivcn Brurtbeiier des z_u Gcbdte stebrndrn Materials lisgt aber auch in dirier Bezießung kein Grgnd vor, einc besonders Verbreitung dicsss Urbrlsiandes m drr Konfrkrwn zu konstatieren. _ „ „ .
Was schließlich das Ziiiammsnaricitcn Vrri Mannlicbrn Link_w-le- licben Arbritrrn iii dcmseibrn Raum und die etwa daraus 11ch e'r- gcbcnden Gefahren für die Sittlichkeit anbetrtfft,_ sr) kornmt dassrlbe im Ganzrn wcnig vor: 23 ist übrrbaudt nicht ub_ltch m' Y_tclßscid, Köln, Münchrn 11qu Nürnbsrg, fast _gar'nicht ubiich m Hsrsord; in Aus arbritet nur die Mristrrin mit maynlrcbcn Ar'brttern zuiquncn. Auch in Berlin ist es in dcr Wäschcinduifrir fast mx, in_ der Kleider- konfektion sclten zu firidkn. Dagegen 1011 es in Stettin aiigeuxcm üblich skin und in Breslau die Negri bilden. Zu Vrdcnken tn iitt- licber Beziehung bietet r-Z jedoch nirgrnds Anlaß.“
Die Durckßscbni'ttsvreisc der_wicbtigste'n 2656115- und FYtterMitrel D b 1896 f"
im Köni rci rcußen etrugrn tm ezcm er ." : xtr 1000 ];Z cizY1 1533124: (imNovember 1_63 .“), Roggcn124_( 121), Gerit: 133 (134), Hafe'r 130 (132), Kocbrrbieri 209_(208), Spctscbobncn 272 (273), Linien 388 (387), (Eßkartqffeln 41,7 (41), Richxitrob 42,1 (41,2), Heu 55,9 (55 , Rindflciich im Großbandrl 1053 (1052); fur 1 kJ Rindfleis)ch im Kleindandri vori dcr Keule 134 „1 (1.34 „_1), vom Bauch 113 (114), Schwemefirtch 124 (124), Kaibfxciicb 126 (127), Hammelfleiscb 121 (122), in'landicher grraxtcberter “Speck 146 147), E buttrr 231 (231), inländischcs Schw5mrichxgalz 147 (146), rizrnme [ 29 (29), Roggenmehl 24 (23); fur 1 Ochock Eier 446
(411).
Handel und Gewerbe.
Tä liche Wagengestellung für Koblrrx und Koks g an der Ruhr und in Oberschlesien. . An der Ruhr find am 11. d.M. gestellt 12 558, nicht rechtzeitig [lt ! ' Wa rn. *gesteIn JßcrsckJlesien sind am 11.d.M. gesteUt 5604, nicht recht- zeitig gesteUt keine Wagen.
Zwangs-Versteigerungen. _
Beim Königlichen Amtsgericht 1 Berlin standen am 11. Januar die nachbezeichncten Grundstücke zur Versteigerung: Schöningstra e 55, der Frau Emma Kg? gehörig; Flacher)- raum 4,9 11; ußnngswertb 5170 :X; Mets bietende blieb die Pommersche Hypotheken-Aktien-Bank, Taubenftraße 24, mit dem Gebot von 151750 .“ _ Rostockerstraße 38, Ecke Wittstockerstraße 22, dem Klempnermeister Carl Falkenberg ebörig; Flächenraum 11,36 &; Nutzungßwertb 16510 .“; mit dem LGebot von 260000ckéblieb die Baugesellschaft Moabit A.-G., Nathenowerstraße 104, Meistbietende. _ Beusselstraße 46, dem
Ernst ellwig ebörig; Nußungswertb 8550 „;ck; ILJKZYFUÉxbot von 1 9100 .“ Ilieb die Frau Aug. Hellwig,
4
gab. Maxis ke, Beuffelftraße 46, Meistdieiende. _ Aufgehoben“-
wurde das abren der Zwan Zverfteigerung, betreffend das Grund- stYÜTempelbofer Berg 5, 9dem Kaufmann Adolf Kleimann ge g.
Berlin, 11. Januar. Marktpreise nach Ermittelyngen des Königlichen Polizei-Prästdiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Pee 100 kJ für: Ricbtstrob _ „Fi; _ .Mi. _ Heu _ «_; _ „sé. _ Erbsen. gelbe, zum Kochen 40,00 .“; 20,00 .“. _ Sversebobnm, weiße 50,002“ 25,00 „46. _Linien 6000.44; 2500.64. _Kartoffeln 6,005“; 4,0024. _ Rindfleisch von der Keule 1kJ 1,6026; 1,10.“- _ dito Bauchfteiscb 1 kJ 1,20 „44; 0,90 „ja. _ Schweinefleisch 1 1,5024; 1,00 .x. - Kalbfleisch 1 RF 1,60 .“; 1,00 „xa. - Ha fleisch 1 kg 1,50 .“; 0,9064. _ Butter _1 ](Z 2,6 „ja; 2,
Eier 60 Stück 5,60 :“; 2,60 „41. _ Karpfen 1 kg *, ' _ Aale 1 kg 2,40 .“; 1,20 „zs. _ Zander 1 kJ * _ Hechte 1 RF 1,8044; 1,00 „xa.- Barsche 1 xx; - Schleie 1 kJ 2,40 «»; 1,20 .“. - Bleis 113; „10.41- _' Kkkbse 60 Stück 12,W ca“; 2,50 c“. '
_ Die Geschäftßräumedes Königlichen Stagtskommissars bei der Berliner Börse, Ober-Verwaltungsgerichts-Ratbs «. D. Hemptenmacber befinden sich Burgstraße 21 111. '
_ In der gestrigen Sißung des, Aeltesten-Kdüegiums 'der Berliner Kaufmannschaft wurden nach Mittheilungen hiesiger Blatxer folgende Herren zu Mitgliedern der Zulaisungsstelie fur Wertbpapiere JLWäblt: Stadtrats) Karmps, Kommerzien-Ratb Kovkßky, Kommerzien-Ratb Landau, Julius Rercbjeniirim, Carl Schwartz, Direktor Weill, sämmtlicb Aelteste drr Kaufmannschaft Von Berlin, Kommrri- und Admiralitäts-Ratb a. D. 131: _]111'. Abegg, Julius Alkrander, ermann Bascbwiß, Paul Böbmk, „SigiSwu'nd Born, Stadtrats) ail, Paul Herz, Alfred Bcnvrmstt, Heinrich Maaß, C::Zvar Levy, Alfred Löwenberg, Robert von Mendelssohn, Kommerzien-Ratb Hugo Oppenbrim, EmilSalomrn, 1)1-. Schwabach und 13123111: P. Wachler, Ober-Bergratb ; ferner zu steilvertretenden Mit- gliedern: 1)r. Kaskrl, Max Victor Bürgers, Bernhard C. Croner. Handelsrichter, Georg Fromberg, 1)r. jar. Edmund Lachmann, Direktor Lrßbaft, Mar Richtrr (i. F. Emil Ebeling) und OScar Rothschild.
_ Die Verbandlangen der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellsckyaft und der Aktienaesellscbafx Ludwig Löwe u. Co. zur Hrrbeisüdrung einer Jntsrkffengewemscbaft sind gestern abgebrocbrn worden, nachdrm rs, wie die Blatter mrlden, infolge nacbxräglicb eingetretrnkr Schwierigkciten nicht gclungxn ist, neben der Verständigung übér die technische Vereinigymg auch eme solche bezüg- lich drr Vereinigung dcr_ bcibsiiigtrn Finanz-Kdnfortirn herbeizu- fübrén, was rine Vorausießung der ganzen Bastrebung gLWesen ist. (Vgl. Nr. 293 d. Bl. von 1896.)
_ Dkk Verwaliunasratb der Bank des Berliner Kassen- Vereins das nach der Feststellung_ des Rechnung§absch1ufses für das verfloffene Jahr beschlossen, der auf dén 24. Frbrudr etnzuberufenden Generalversammlung die Vertheilung eincr Dividendc von 63 0/9 (grgen 53 0/9 im Vorjahre) Vorzuscblagsn.
Stettin, 11.Januar. (W. T. V.) Getrcidemarkf geschäfts- los. Freier Verkehr: Rüböl Januar 55,00. Spiritus loko 36,50.
Breslau, 11. Januar. (W. T. B.). (Schluß-Kurse.) Schl. 311 % L.:Pfdbr. Pitt». &. 100,30, Brrslaucr Diskonwbank 120 40, Bres- lauer chbxslerbank 104,50, Kredrtakticn _,_, Schlei. BankVLrein 128,90, Breßl. Spritibr. 134,00, Donnersmarck 157,50, Kattowiizer 167,00, Obarickpl. Eis. 93,00, Caro Hegrnscbeidt Akt. 134,40, Oberschl. P. Z. 134,90, Opp. Zement 151,50, Giesel Zern. 127,25, L. Ind. Kramita 144,50, Schlei, Zemrnt 193,50, Schl. Zinkb.-A. 208,50, Laurahütte 168,65, Bresl. Oelfbr. 107,25.
_ Getreide- und Produktenmarkt. Spiritus per 1001 100 0/0 exkl. 50 „14 Verbrauchßabgaben pr. Januar 54,70 Br., 50.59. 70 „ji- Lerbraucbsadgaben Pr. Januar 35,20 G5. 11. Br.
Magdeburg, 11. Januar. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker exkl. Von 92 0/0 _,_, Kornzucker exki 88 % Rendement 9,85_10,00. Nachprodukte exkl. 75 0/0 Rendement 7,25_7,95. Ruhig. Brotraffinade 1 23,50. Brotraffinade ][ „23,25. Gem. Raffinade mit Faß 23,37Z_24,00. Gem. Melis 1 mit Ja 22,50. Ruhig. Rohzncker [. Produkt Transito fr. a. B. Ham urg pr. Januar 9,30 Ed., 9,35 Br., pr. Februar 9,35 Gd, 9,40 Br., vr. März 9,473 brz. und Br., pr.?lpril 9,573 (Hd., 9,60 Br., pr. Juli 9,75 (Hd., 9,80 Br. Ruhig.
Frankfurt a. M., 11. Januar. (W. T. B.) (Schluß-Kurse.) Lond. Wechs. 20,383, Pariser do. 80,80, Wirner do. 170,05, 30/9 Reichs-A. 98,80, Unif.Egypter105,90, Italiener 92,00, 3% port. Anl. 25,70, 59/0 amort. Rum. 101,00, 4% russ. Kons. 103,10, 40,/0 Ruff. 1894 66,60, 49,70 Spanier 62,20, Mainzer 119,40, Mittel- meerb. 95.70, Darmstädter 161,50, Diskonto-Komm. 211,90, Mitteld. Kredit 117,00, Orst.Kreditakt. 3183, Orst.-Ung. Bank 817,00, Reichs- bank 157,80, Laurabüttx 167,50, Westeregeln 175,40, Höchster Faxb- werke 434,90, Privatdiskdßt 33.“ . .
Effekten -Sozictat. (Schluß.) Oesterr. Kreditaktten 3183, Gotthardbadn 168,30, Diskonto-Komm. 211,80, Laurabütte 167,35, Jtalirn. Mitteimrerb. 95,80, Schweize'r Nordostbabn 135,20, Italien. Mérididnaux _, Mexikaner 95,10, Jtaiteiier _. '
Frankfurt a. M., 11. Januar. (W. T. B.) Der hiesige italikniicbc Gcneral-Konsul _Ottoron Neufvillc, Senior des BänkbäUsDs D. und J. dc Neuwillc, ist brute gestorben.
Köln, 11. Januar. (W. T. 23.1) Getreidemarkt. ,Jn Weizen, Roggrn, Hafer kein Kandel. Rübö lolo 62,00,_per Mar 58,70.
Leidzig, 11. :anuar. (W. T. B.) (Schluß-„Kursey 3 0/9 “Sächsische antc 97 80, 330/11 do. Arilcihe 101,90, Zrißer Paraffin- und * Solaröl-Jabrik 103,00, Maxxsscldrr Kuxe 775,00, , Leipziger Krcditanstait-Aktirn 212,50, Krrdit- und Sparhank zu Leipzig 118,00, Leipziarr Bankakticn 179,50, Lsipziger Hypothekxnbank 138,75, Sächsische Bankaktien 124,25, Sächfische Boden-Kredttanstalt 118,50, Leivziger Baumwouspinnerci-Aktien 170,00, erpziger Kammgarn- svinnerci-Aktien _,_, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Co. 197,00, Wrrnbausener Kammgarnspinnkrei 92,00, Altenburger Aktien- brauerci 237,00, Zuckerraffinerie Halle-Aktien 110,00, Große Leipziger Straßenbahn 199,90, Leipzi er. Elektrische Straßenbahn 154,00, Thüringische (Has escllschaf_1§- ktirn 201,00, Deutsche Spißenfabrik 224,00, Leipziger [ektrizitatßkverke 136,50.
Kammzug-Tcrminbandel. La Plata. Grugdmufter 13. pr. Januar 3,02z „6, Pr. Februar 3,05 „Fi, Pr. Marz 3,05 .“ pr. April 3,05 „4, pr. Mai 3,071 „zz, pr. Juni 3,071 „.;-1, pr. Juri 3,073 .46, pr. August 3,10 „44, pr. September 3,10 «14, pr. Oktober 3,12€ „46, pr. November 3,123 „14, pr. Dezember 3,12Z „M Umsaß 15 000. Ruhig. _ .
Bremen, 11. Januar. (W. T. B.) Vorsen-Scblußbericbt. Raffiniertcs P e t r o l e u m. ( Offizielle Notierung der Bremer Petroleum- Börse.) Stil]. Loko 5,70 Br. Russisches Petrolxum. Loks _. Schmalz. Sehr fest. Wilco 221 „Q, 'Armoursbteld 224 z, Cudaby 23T „!, Choice Grocery 23 4!- Wbtte label 232 43, air- banks _. Speck. Fest. Short clear middl. loco 22 „z, Januar-Februar 224 „5. Neis stetig. Kaffee fest. Baumwolle. Rubi . Upland middl. loko 38k „5. Taback. 180 Seronen Carmen.
Kurse des Effekten -__Makler-Bereins. 5 0/0 Nord» deutsche Wollkämmerei und Kammgarnspmnerei - Aktien 174 Br., 5 0/0 Norddeutsche Llovd - Aktien 1123 Go., Bremer Wollkammerei 300 Br.
amburg, 11. Januar. (W. T. B.) (Schlu kursx.) Hamb. KomKerzb. 131,35, Bras. Bk. f. D. 167,00, Lübe -Buch. 149,75, A.-C. Gaano W. 77,00, Privatdiskont 3§,.Hamb. Packets. 133,00, Nordd.Lloyd 112,75, Trust Dywam. 191,80, 30/0 H. Staatöanl. 96,80, 310/41 do. Staatsr. 105,10, Vereinsban 153,00, mburger Wechsler- bank 131,75. Gold in Barren pr Ktlogr. 2788 r., 2784 Gd. Silber in Barren r.Kiloar. 88,00 Br., 87,50 Gd. Werbselnotierungen: London lang 3 onat 20,23 Br., 20,19 Gb., 20,21) bez., London kun 20,39 Br., 2036 Ed., 20,38 bez., London Sicht 20,40 Br.,
20,37 Gb., 20,38 h ., Amsierdam 3 Monat 167,45 Br., 167,05 Gb., 167,35 Yes., Wien Sicht 168,10 Br., 167,70 Gb.,