belegenen Parzellen Nr.. 668 und 669 im Wege der Ent- eignung zu erwerben. Neues Palais, den 16. Dezember 1896. Wil!) e_lm 11. _ Bosse. Freiherr von der Recke. An dre Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten und des Innern.
Finanz:Minifterium.
Der Kataster-Sckretär KnoSpe in Koblenz, sowie die „Kataster-Kontroleure _ Bick in Wipperfürth, Biskamp in St. Johann, Vriß m Perl, Broll in Braunfels, Buhr in Gxtmmersbach, innbol in Pleß, Feld in Dierdorf, I_ur ensmeyex 1:1 Berl ur Kerl in ngermünde, Ober- dorf er _1n Eitorf, Ohne orge in Jüterbog, Anton. Scherer m CMS und Wiemer in Neu-Ruppjn sind zu Steuer:Jnspcktoren ernannt wordem
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.
, “ Tem Stabshoboisten und Militär : Mufikdirigenten
Theodor Grawert_ b_eim Infanterie - Regiment Herman!)
o_on Bittenfelp (1. Wejtfalisches) Nr. 13 ist der Titel „König-
llch€r Muftkdtrcktor“ verliehen worden.
Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.
_ Der Kreis-Thierarzt Sporled er in Oppeln ist in die drttte KretS-Thierarztftelle des Kreises Breslau-Stadt, mit dem Amtsfise m Breslau, verscßt worden.
Ministerium des Innern. 7 Die anliegende Abschrift einer von dem Herrn Justiz-
Minifter unter dem 25. 1). M. an die Ober : LandeSgerichts-_
Präfidentcn mit Ausschluß derjenigen zu R. und 1? . erlassenen Rundverfügung, _ hetreffend die Aufbewahrung der Nebenregi'ter xolchcr Standesämter, die sich am Siße es für_ die Aufbewahrung zuständigen Amts- gcrtchts befinden, erhalten Eure - ceUenz zur Kenntnißnahme und geeigneten weiteren Veranla MY Ver1in, den 81. ezember 1896. Der Minister des Innern. In Vertretung: Braunbebrens.
An die sämmtlichen Herren Ober-Präsidenten,
_ Eurer Hochwohlgeborcn erwidere ich im Einvernehmen m_tt dem Herrn Minister des Innern auf den aus Anlaß der Zirkularverfügung vom 27. Dezember U. I. erstatteten Be- ruht _vom ._ ............ , daß es grundsäßlich geboten erschemt, dl? Aufbewahrung der Nebenregi1tersolcher Standes- ämter, welche11ch am SiYe des für die Avaewahrung zu: ständ_ig_en AmTSgerichts befinden, bei benachbarten Amthericbten ftat_t_7mden zu (affen. Eine AuSnahme darf nur da Plaß grexscxx, wo gemäß der übereinstimmcnden Ansicht Eurer Hock): nztheborcn und Des zUständigcn Herrn Regierungs-Präfidentxn dte efahr ciner glcichéeitigen Vernichtung der aupt: und Ncbenregtstcr nach _men chlicher Voraussicht au6ge chloffen ist. Gegen_ dre Vorschlage Ihres; Berichts, soweit fie die Auswahl der xml dcr ferneren Aufbewahrung der Nebenregister zu be_c_tu__ftragcnden Gerichte ba'treffen, find Erinnerungen nicht zu er 8 en,
_Eure .Hochwohlgcboren ersuche ich, gefäUigst hiernach das Wetters zu veranlassen. Berlin, den “2-3. November 1896. Der Justiz=Ministcr, Zn Vertrexung: Nebe-Pflugstaedt. An den Herrn Präsidenten des Königlichen Ober: LandesZLrichtS in ......
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Dem Königlichcn_ Nechrungs- und Gewerbe:Rath Wil: helm Oppxrmann m Pojen ist die etatSmäßi e Stelle eines nyerbetechmschen Raths bei den Königlichen egierungen in
Nen und Bromberg und dem Königltchen ngierungs- und Gewerbe:.Lath Max Beckmann in Frankfurt a. d. Oder die etathcFßtge Stelle eines ewerbetechnischcn Raths bei dcr Kön1?_ltck)en Nexxierung dasel st verliehen wordkn. Gleichzeitig find “(€ zu Llufjxchtsbeamten im Sinne des „F 1391) der Ge- werbeordnung für den Bezirk dieser Rechrungen bestellt worden.
_Dic_ bisherigen kommissarischen Gewerbe-Jnspektoren ])r. Yxedrtch Hesemann m Northeim, Eduard Kozer in Ml und Max Donath in Berlin sind unter Verleihung
der etatSmäßZgén SteUx _cixtes Eewerbe-Jnépektors in den genadnnten Stadtcn zu Ksmglrchen kaerbc-In pektoren ernannt wor en.
Pcrsoual-Veränderungen.
Königlich Preußische Armee.
„Offiziere, Portepee-Fäbnricbe 22. Ernennungen, Besoxderun en und Verse ungen. Jm aktiven Heere. Berlin, 7. anuar; *.*. Bruch aujen, Sec. Lt. und Feld'äger vozn Rettenden Fcldjager-Ko:p§, Zur Dienßleistung bei dkm us- warti en Amt kommandiert.
„ 'bschiedsbewilligun§cxcn.__ Jm aktiven Heere. Berlin, ZZ") Janxzaiut vNKö4ckrth, PS?“ Lt. ??thKZngn AUNsFaGarde-
_re_n._ eg. r. , rm enwn ne uS1 t auf n ? un im
Ztvtlsxknst der Abschied bewiüi t. g Beczxnte der ilitär-Verwaltung.
Durch Verfugung Yes K_riegs-Minifteriums. 23.No- vember. Retter, Milttaranwarter, als Kaserncn-Jnsp. in Berlin angestellt.
_ 27_._Novem.ber„ Nobenkobl, Garn. Verwalt. Ober-an. zn Netne, nach Schwetdnz , Véertins, Garn. Verwalt. Ober-In p. m Schweidntxz, nacb Net e, ___- versetzt.
_ Schasers, Kasernen-Jnsp. in Küstrin, nach Gumbmnen, Poetsch, Kafernen-Jnsp. in Berlin, ua;!) Küstrin, _
28. November. verskékk D b S dl . e em er. pin er, Kaernk.- i - i- E*- Nax t. Avold verseßt. s :* IM) n MUMM!
17. Dezember. Rodersdor "er, Garn. Veuvalt. Mannheim,; auf eigenen fs I"
in
Wray unn 1. April,;1897 mit Pensskko'n in
deu18. deeréUMt GmVemaltO ' “„ e," .; .“. a true, . , ber- . in Wesch “ „ . __ _ lt..Direktor ernqx'xgt.“ I"", '
_ _19. ezember'." Großmann, Kaseküen-Jysv. inGnesen, n Kontgsbera !. Pr., Eßer, Kasernen-Insp. in Hammerßein, na _Yteseu, YsFtriÖ' Kasernen-Jasp. m Königsberg, nacb Hammer-
n, _ .
22. Dezember. Straxmann, Proviantamts-Kontroleur auf robe in Rendsbur züm Provtantxxmts-Kontroleur ernannt. W ersig, rn. Verwalt. _nsp. m Lgdwtgslust, auf eigenen Antrag zum 1. April 1897 unt Penswn m den Ruhestand verseßt. Bader, Garn. Bemalt. Iasp._ tu _Raryitscb. nacb Ludwigslust, Lehnert, Garn. Verwalt. Insv. tn Ltegmß, nacb Rawitscb, Hamann, Garn. Verwaxt. Insv. in Tilsit, nacb ieaniß, Glaubiv, Garn. Verwalt. Infp. m Lübea, nach Tilfit, Barts cb, Ka ernen-Insp. in Osnabrück,
als Garn. Verapalt. Insp. au_f robe na Lüben, _ verseyt.
_ 23. Dezember. Wem ig, Garn. Bauinsp., technischek Hilfsarheiter bei der Interzd. ck17. Armee-Korps, in gleicher Eigen- schaft m d_ie Bau-thhetl. _des Kriegs-Ministerkums, Lieber, qun. Bczumsp._, techn1scher_HüfSarbeiter in der Bau-Abtbeil. des Knegs-Mmistxrtums, in gletcber Eigenschaft zur Intend. ck17. Armee- Korys, _ bctde zum 1. April 1897, _ verse t. Nose, Militär- anwarter, als Kasernen-Jnsp. in Koblenz ange teilt.
_ 28. Dezembsr. Fürstenberger, Garn. Verwalt.Insp. in Greifswald, nach Mannbetm, Sommer, Kasernen-Jnsv. in Jnowraz- law, als Garn. Vervoalt. Jnsp. auf Probe nacb Greifswald, Bohnenkamp, Kasernen-Insv. in Stralsund, nach Jnowrazlaw, _
verse t.
_ Z9. Dezember. orn, Militäranwärter, als Kasernen-Jnsp. m Magdebur , Schu , Militaranwärter, als Kasernen-Jnsp. in Mes, _ angeßellt.
_ 30. Dezember. Hcycke, Kasernxn-Jnsp. in Lyck, nacb Gum- bmne'n, thhter, Kafernen-Jnsp. m Gumbinnen, nach Lyck, _ versetzt.
Königlich Bayerische Armee.
Offiziere, Portepee-Fäbnriche xc. Ernennungen, Beförderungen und Verfeßungen. Jm aktiven eere. 4. Januar. Moll, Sec. Lt. des 16. Inf. Regis. Gro berzog Ferdinand von Toskana, unter Stellung T2. 13 81111-6 dieses Regts., auf die Dauer eines Jahres beurlaubt,
5. an_uar. Ritter v. Xylander, Sec. Lt. vom 3. Feld-Art. Regt. Kontgm-Mutter,_ Frhr. v. Köppelle. Sec. Lt. vom 5. Feld- Art. Re t., _ gegensetttg verseyt. _
6. anuar. _Stepf, Port. Fabnr. vom 14. Inf. Regt. Hart-
mann, zum 1. Tram-Vat. verseßt. _ JmBeurlaubjenstande. 8. Januar. Walther, PUR. m der Landw. Kav.2.Aufgeboss (Aschaffenburg), zum Rittm, Wall- burg, Sec.Lt. in der Res. des 1. Fuß-Art. Re is., vakant Bothmer, Brunck,_ Sec. Lt. in der Res. Yes 2. Fuß- rt. Regts., Mayer, Sexe. Lt. tn der Landw. Inf. 1. Auxgebots (Aschaffenburg), _ zu Pr. Lts., _ befördert.
Abschiedsbewilligungen. Jm Beurlaubtenstande. 30. Dezember. v. Munste_r Landau), Pr. Lt. von der Landw. Inf. 1. Aufgebots, unt de_r gejeßltchen Pension der Abschied bewilligt.
8. Januax. Schmtdt_, Hauptm. yon der Res. des 1. Feld- Art. Negts. Prtyz-Regent Lmtpold. mit der Erlaubniß zum Tragen der Landw. Umfoxm, Weber (Aschaffenburg), Pr. Lt. von der Landw. Ins. 1. Aufgebots, Klein (Mindelheim), Sec. Lt. von der Landw. Inf. 1. Aufgebois, Teuffel (1 München), Hauptm. yon der Landw. Inf. 2. AUfFHOts“ Hamm (Hof), Xr. LT. von der Landw. Inf. 2. Aufgebots, eber ([ München), ec. Lt. Von der Landw. Inf. 2. Aufgebyts, _ der Abschied bewilligt.
Jm SJnttats-Korps. 6. Januar. Pitterlein, Unter- ar_zt 1m 5. „Inf. Regt. Großherzog Ernst Ludwig Von Hessen, 1)r. _Lton, Unterarzt xm 8. Inf. Regt. Pranckb, Landgraf, Unterarzt tm 19. Inf. Regt., _ zu Assist. Aerzten ?. Kl. befördert.
8, Janu_ar. 1)r. Bumm (Landau), Asfist. Arzt 1. Kl. der Landw. 2. AUZZebots, der Absckoied bewiüigt.
eamte__der Militär-Verwaltung.
8. Januar. Haxg (1München),Schuster (Bamberg), Ober- Apotbeker der Landw. "2. Aufgebots, der Abschied bewilligt.
Durch Verfügung des General- Kommandos 1. Arm ee- KAW" Fe e_r, Kablmstr. Vom ?. Chek). Regt. Taxis, zum 1. Schweren erter- Sgt. Prinz Karl Von Bayxrn, Edelmann, Zablmstr. Vom 1. FYld-Art. Regt. Prinz-Regent Luitpold, zum ?. Chet). Re ?. Ta x_s, _ verseßt. Hermann. Zablmftr., beim 1. Feld-Art. „ sgt. rmz-Negent Luitpold eingetbeilt.
Jichtamtliahes.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 13. Januar.
Seine_Majestät der Kaiser und König nahmen hcyteBormUtag den Vortrag des Chefs des Zivilkabincts, Wtrxitchen Geheimen Raths [)x'. von Lucanus entgegen und empfingen hxeratxf den Vize:Admiral Köstkk zur Meldung.
_Der vaollmächtigtx zum Vundeswth, Königlich württem- bergtéche Wirkliche Gehetme KriegSratk) von Horion ist hier ange ommen.
In der Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Re1ch_ß- und Staats-An eigerß“ wird unter der Ueberschrift „Verrchtx von deuts en Fruchtmärkten“ die dritte der Tabellen_ uber _die Getretdepreise an den ?auptmärkten der Produktwnsbeztrke und über die auf den elben verkauften Gétreiocmengen veröffentlicht.
Württemberg.
_ Wie Hrr_„Staats-An_zeigcr für Württemberg“ hört, hat Selm _Maxestat de_r Köntg die Einführung der von Seiner ngestat dem Kats er unter dem 1. Januar d. J. erlassenen Bemmmungext zur_ Er änzung der Einführungsvrdre zu der Verordnung uber d_te E renger1chte der Offiziereim preußischen Heere, betxe end (_Hmschränkgng dcs Duellwesens im Offizier- korps, bet em 21111. (Kömglrch Württembergisches) Armee- Korps befohlen.
Baden.
Die Zweite Kammer hat gestern den Eee entwur, betreffend dix Konvertierung der 4pro entigens 8badischexx Staatsschuld l_n eme 81/2 prozentige, na urzer Be ründung durch den Fmanz-M1mster 131“. Buchenbexger r neu- gewahlten Budgetkommisfion überwiesen.
BraunschWeig,
Bei den gestern in Braunschweig vorgenommenen Stadtverordnetenwalxlen zur dritten Klasse ßnd, wic „W. T. B.“ meldet, fammtliche sozialdemokratischen
„EMK Ml, !
Kandidaten, auch “die bisher der Stadtverordneten-Ver. Emmlung an ehörendey, unterlegen. Die Sozialdemokraten , )"".U'm," r yu; _n-Zch e_itZeMandathedieser Versaleung _ „ n o _ r run der Umax“ dek-bürgerkicß'kk arteien'" “ 'rder ick).p g en Waldeck und Pyrmont.
Seine Durchlaucht der Prinz Albrecht u Wald und Pyrmont ist am 11. d. M. gestorben. Zöchstderselkeoxk am 11. Dezxxnber 1841 geboren, war mit der Vrinze-ssié YYY EFmse_ Jud Hoxléqanhe-lZlehrIgennd vermählt,
e zwe: er, rm ar a er u ' " Albertine, entsprossen find. z ex PWW"
Frankreich.
In dem gestern abgehaltenen Ministerrat wurde, wie „W. T_. B.“ berichtet, der Beschluß “gefaßt bei der Deputtrxenkammer zu beantragen, daß die Vorlaae, be: treffend dle. Fuckexfteuer, zur Berathung gelange. Fernrr wurde beschlo en,_e1nen Kredit für das auf Staatskosten zu veranstaltends“ Le1chenbegän niß des verstorbenen General: Gouvexneurs von Indochina, ousseau, zu beantragen.
___Dte ordentliche Session des Parlaments ift estern erossnet mo_rden. Im Senat hielt der Alters-PrLfiVeU Wallon eme Ansprache über die Aufgaben des Senats. Darauf vertagtc fick) das Haus bis Donnerstag, um dann die Wahl hes Präfidenten vorzunehmen. _ Die Sißung der Depu_ttrtet_1ka_mmer eröffnete der Alters-Präsiden't “ Le- merctex m_tt emer Rede, worin er hervorhob, daß die Sesfion untxr gunsttgen _Auspi irn beginne, und an den Besuch des russtschen Katserltchen agres erinnerte. Die Kammer ging sod_ann zur Wahl_ des Präyrdiums über und wählte Briss on mit 290_ge_gen 52 Sttmmen wieder zum Präsidenten. Zu Vize- Prastdenten wurden Sarrien, Poincaré, Deschanel und Jsambert wiedergewählt.
Dre Bupgejkommission der Deputirtenkammer hgt gestern :hr Gutachten über die Vorlage, betreffend die Zuckexst e_uer, Festgestellt. _Die Kommission hatte, nachdcm st? dre Anncht des Vorsrhenden der Zonomnnsfiou Gxaux kxzehort, dyn Deputirtxn Kratzß als General-Bericht: erstatter eauftragt, ausschließltch vom fxskalischen GefichtSpunkte
aus ein ungünstiges Gutachten über den (Heseßentwurfauözuarbei- '
ten. Demgemäß hält dj_e Kommission die Ansäße der Einnahmen u:)d Yusgaben fur x_vemg gerechtfertiqt. Sie ist der Ansicht, die Er_nfuhrzmg der Prgmien würde ur Folge haben, daß die gegen: wartig m den Spetchern lagern en gewaltigen Zuckervorräthe sofort den _Vorxhcil der Ausfuhrprämien genießen würden, ohne daß fur dteselben zuvor die in diesem (Hefe entwurf als Unterlage der Prämien vorgesehenen inneren Zu cblagssieu'ern erlegt words:) seien. Daraus würde sich also für den Staatsschaß em Fehlbetrag ergeben, dessen Höhe schwierig fest- zustellen set, der aber immerhin recht beträchtlich sein würde.
Rußland.
Der „Regierungsbote“ veröffentlicht Kaiserliche Er- xgsse, drzrck) welche der Präfident des ReichSrachs GUZZ- surst_ Mrchaxx 111 dieser Eigenschaft für das laufe 8 Halbjahr bestatigt wird. Die Vorsißenden der Abthei- lungcn de_s StaatSrat s find dieselben, wie bisher, eblieben. ?Der Ad]U_t1kt_ des inisters des Auswärtigen S ischkin ist Zum Mttglrxd des Re1chSraths, der außerordentliche Ge: satz t.? a_m dänischen Hofe Graf Murajew zum Vermeser des thxter1_ums des Asußern, der General- Ad'utant Fürst Jmerettnskt) zum General=Gouverneur von arsthgu und Oberbefehlshaber des Militärbezirks Warschau ernannt worden. Dcr_(Heneral=Gouvern2ur von Finland, Graf von Heypen ha? em Kaiserliches Handschrciben erhalten, in welchem thm m schmexchelhaften Ausdrücken die Kaiserliche Anerkennung ausgesprochen und dcx Bitte, von seinem Posten enthoben zu Zverden, entsproxhen wrrd. Der Staatssekretär Stojanowsky 1ft_unter Verlechung des LludreaS-Ordens zum Mitglied des Retch§raths ernannt worden.
Italien.
Im Senat gab gestern in Erwiderung auf die Inter- pellatton des Deputirten Parenzo, betreffend die [eßten Se: n_atoren-Ernennungen, dcr Minister:Präfidcnt di Rudini eme Erklärung ab, an deren Schlusse er, dem „W. T. B.“ zufolge, _ausführte: Es sei zweifellos, daß der Senat aUezett em PaUadium des Vaterlandes und der Freiheit sem Und der Regierung helfen werde, fich * von den 2 tremcn Parteien zu emanzipieren; denn es sei durch dle Wahlgejeße ein _Wahlrecht hergeftcüt, durch welches den numerisch stärksten Klassen eTn Uebergemicht und dadurch _den e tremen Parteien Stärke gegeben werde. Dahex sex_ ohne Zwetfel eine liberale, aber (Zugleiä) erhaltende Poltttk nothtg, welcher, wie er hoffe, der enat seine werth- volle Untsrstüßung leihen werde. Der Senat ging sodann Zn Berathung der Vorlage, betroffend die provisorische
m_vendung von Reformmaßregeln bei den Emtssionsbanken, über.
Türkei. .
_ Die Botschafter Überreichten vorgestern, wie dem Wrencr „Telegraphen-Korrespondenz-Bureau“ aus Konstanti- nopel gemeldet wird, der Pforte den Organisations: und Budgetentwurf für die Gendarmerie auf „Kreta mit eiyer Verbalnote, welche auf die Einstimmigkett dcr Kom- Zrztsfioyst und die Nothwendigkeit der Annahme des Entwurfs
mwet .
Der „Times*“_ wird berichtet, vier zum Tode verurtheilte Gefangene, unter lhnen der Bisch of von Haskiöi, seien in Frechen geseßt worden.
Amerika.
Nack) einer der New-Yorfer „World“ aus Washin ton zu- egangenen Depesche hätte der spanische Minister des Zeußern, Zerzqg von T_etuan, den Staatssekretär Olney, infolge der m Spanxen hervorgetretencn Unzufriedenheit mlt dexn Nefoxryprojekt für Cuba, benachrichjigt: Spanien muffe_ aUetmger Richter bleiben über das, was für seine Kolonien das Beste sei, und könne keiner auswärtigen Macht- so befxeundet fie Spanien auch sein "möge, gestatten, im Namen Spgmens Zugeständnisse zu machen oder eine Entscheidung daruber zu treffen, welchc Zeit die beste zur Ausführung von Reformen sei." 7“ Ngch einer _ Meldung des „Daily Chronicle“ aus Washxngtqn purfte der Schiedsgerichtsyertrag mit Großbrttanmen tm Sen at wegen der persönlichen Gefinmmgen
- ' Senatoren gegen dux Präsidenten Cleveland x_md den Staatssekretär Olney auf Merstand stoßen; die Ratifikation
W k" i dur " rdet werven. des In «M t:)erex vote!h ZYhReprä entantenhause
mAbZlehnuü desGeseßes, betreffend ie Fundierun Manion-Pacßfic-Eisenbahn, wird, dem _„W. T.__B. zufo e, von Senatoren erklärt: man werde_s1ch mcht bemuhen, das (Jess; im Senat zur Berathung zu bungen.
Afrika.
Zu Ain Dalia, drei Stunden von Tanger, wuxde, wie „W._T. B.“ erfährt, ein Spanier, welcher auf emer Reise ins Innere begriffen war, ermordet. Der Beweg- xund zu der That war Beraubuna._ Am 7. d. M. Abends
erte ein Haufe Mauren auf Soldaten der Garnison Melan und floh alSdann. _ _ _ _
Der General Baldtssera ist m_ der Nacht zum Drenstag oon Massowah nach Italien abgerex t.
Daß „Reuter'sche Bureau“ erfa rt aus Lagos vom 11, v. M.: durch eine Mittheilung aus Lokodja vom 3, d. M. sei der Grund zu „der E pedition der Niger- Kom agnie (fiche dje gestrige _ ummer d. _Bl.) bekannt gewor cn. Die E peditton richte f1ch gegen dte Fulla L_, einm fremden * olksstamm, der einen großen T 211 des Reichs Nupc heherrsche und [Jessen _Tyranner unerträglich geworden 1er. Jedenfalls durfte _em _ großer Theil der- Truppen der Kompagnie gezwungen scxn, 19 _t tm Delta zu bleiben, da Gerüchte über_ emen abexmalrgen nfal] im Niger-Schußgebiet umltefen, cinem Gebtet,_ welches der britischen Regierung, nicht der Niger-Kompagme unterstehe. Die Verwaltung des Schußgebietes sei nicht xm stande, den Braß-Stamm zu unterwerfen, wenn die brinsche Regierung nicht Kanonenboote dorthin sende.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Berichte über die gestrigen Sißungen des Reichstages und des Hauses der Abgeordneten be: finden ßch in der Ersten eilage.
_ In der heuti en (151) Sißung des Reichstqg_§s, welcher der Staatsßekretär des Innern, Staats-Mmrster Dr. von Boettich er beiwohnte, wurde die zweite_ Bc: rathung des Reichshaushalts:Etats für 1897/98 ber dem Gehalt des Staatssekretärs des Retchsamts des Innern fortgescßt. _ _ _
Dos Wort nahm zuerst der Abg. Hupeden (b. k. F.;, deffen Rede bei Schluß des Blattes noch fortdauerte.
_ Im Hause der Abgeordneten gelangte ix:_der heutigen (17) Sißung, in welcher der Finanz:thfter Or. Miquel zugegen war, der Geseßentwurf, beireffend die TilÉung von Staatsschulde_n und die Bildung eKnes nSgleichsfonds, zur zwcxten Berajhung.
J“, 1 der Regierungsvorlgge bxstimmte, daß _vom Etats- jaZre 1897/98 ab eine obltgatortjche Schuldentrlgxzng_von jä rlich mindestens_ 1/2 Proz. der Staatskapitalschuld 1tattn_nde. Nach der Kommisftonsfaffung lmxtet § 1: „Für das Etathahr 1897/98 ist eine Tilgung in „Hohe von_mindef_tcns 1_/2 Proz. und vom Etatsjahre 1898/99 ah eiz1e 1_olche m Hohe von jährlich mindestens 3/5 Proz. der mch jeweils nach dem Staats: haushalts-Etat ergebenden Staatskapixalschyxd porzunßhmen. Eine Verrechnung auf bewiUYte Anlexhen 111 LMU" Trlgung gleichzuachten.“ Den in der egicrungsvorlage_ vorgesehenen AUSJleichßfonds von 80 MiUionen Mark hat dle Kommxsfion ganz'gestrtchen.
Abg. Ri ter (fr. VP,): Der Gedanke des _AuSglxickpsfqnd-s ist fallen gela en, ich beschränke mich also auf die obligatorische Wulbentilgnng. Diese scheint mir n_ach Wkgfall dex Auégletcbsfonds c'rst mb: unrichtig. In der Verschiedenen _Bkmemung pes _Extra- ordinariums liegt an fich eine Außgxetchung. Dre m dsr Kommission geltend gemachten Gründe 11710 nicht durxbschlagend für eine obi atoriscbe Schuldentilgung. _Man wtcs__aus„England vnd FrankreiY bin; in Frankreich besteht eme obligatomch Schulden- ?ilgung nur für 1/3, in England nur fü_r 1,710 der Staaxsschulden. Dcr Finanz-Ministex stüßt (“ich immer auf ferne praktischen Ersabxungen im Kommunalbaushalt; Staats- und Kommunalbaushalt md mcbt_ zu dergleichen. In den beschränkten Kreisen der Komm_unen_txta en fich letcbt unberecbxjgte Interessen geltend, dafür bestcbt auch ?ck AtzsjtcbtdeIStaates. Die Obligationen kleinsr Kommunen find mcht__1mmchr lexcht ver- käuflich, und daher ist eine Frist für die obligatoxtyche Eleung an- gemessen. In großen Kommunen Ist beute dieob1taatorische_C-ckchulden- Til ung vielleicht auch nicht mehr angkbracht. D_er Minijter lzeruft fi auch auf die Priwat-Eifenbahnen. D_-i2_ Prryatbahnen baxten, wenn fie nicht Verstaatlicbt wären, wahrschemlrch mch); soviel aextlgt, wie die Staatsbahnen bisher freiwillig. Das Aknenxapttal dcr Prwat- bahnen wird überhaupt nicht getilgt. Eine Verstaxkung Yes Extra- ordinariums bedeutet eine Vermehrung_ des Akttvvernzogens des Staats, verbeüert also die Bilanz, tst also „ gletcbbedeutend mit der Schuldentilgung . die das pas1_1ve Vermögen verringert; die Schuldentilgung m_üßte al|o mmdestens mit dem Cxtraordinarium in Verbmdupg_ gebrachx Mrden. Bei obligatorischer SchuldentiMng müßten wtr _m Dxßzttxabren ne_ue Anleihen aufnehmen. Der inister meint, m dtejer Vorschrift liegex ein psychologisches Moment, wenn_ man fich stets der Pflicht dsr Schuldentilgung bewußt set. Ich berJLtfle das; vielleicht ist man sogar um so genejgter, Anleihen auf- zunehmen, wenn sich die Sache automaMcb von selbst re elt. Der parlamentariscben Mitwirkung legen die Freunxe des Vorscb ags ?Kbr gsrjngen Wsrtb bei. Ein Einnahmebewillxgungsreckyt haben wir ja nicht. Der Minister will dem Drangen _auf Vet- _mebrung der Staatßaußgaben einen Riegel vorschteben. _Es ifi doch ganz natürlich, daß man vorhandene Em- nabmen auch zu Außgabcn verWendetc. Aber _diese Regelun en führen nur zu veriodjécben Steuerauscblägcn; der Finanz-Mtntfter at selbst als sein Ideal ingeftellt, Defizits nicbt durcb _Anleibxn, syndern hatck Steuerzuscbläge zu decken. Die Finanzreform tm Rexche gipfelte ja auch hierin. Der Minister will daß. arlament nötbtgen, unter gewiffen Umständen Steuerauscblägen zuzu timmen.
Abg. Freiherr von Zedliß und eukirch (sr. konsz): Eine Vermmderung des Extraordinariums vermehrt mcbt_ die Emnabmeu des Staats. es ist also falsch, die Schuldentil ung nut der Vermiyde- rung des Extraordinariums tn Parallele zu ste erz. Der Man elemer obligatorischen Schuldentilgung verhindert mmdesiens ni t_eine _ungem ene Vermehrung der Staatssckoulden, wet_m auxb Herr thhter U;! Aas nd erfahren haben will, daß die obltgatortscbe Schulpen- ttlgung zur Vermehrun der Staatsschulden führt. Füx emen Staat wie Preußen die Schuldentklxöung nothwendig; fie
nicbt nur stattfinden, wenn zufä ig Ueberscbüffe_ vor- handen find, sondern regelmäßig. Mit der Wiedereinfubrung der oblk atoriscben Schuldentilgun stellen wir nur der_j Zustand wieder , den wir bei der ' , aatlicbung der_ Eisenbahnen vakandm Wir haben gesehen, daß se st derLandtag emer unsoliden
IFwairtbscbc-ft zustimmen kann, wir müssen also für die Zukunft er ' ichen Uusolidktät vorbeugen. Die Gegner wollen dieneber- schüffe xu äßi gen verwenden untethtwitkungdULandtagu; mit daEnti-beidmm FTanmäßigungm ünkt das ?)arlamentzu eme: Interesenverttetun [; Ich stimme der Bo agen: unter der Vorausfeßmg, ewa? Fe lbejräge nicht mehr durch Anleihen gedeckt werden. Ri der t nicht ein ernstes Moment ge en die obliaatotis Schuldentilgung vorgebracht. Der Außalei - san ist ni t prinzipiell abgelehnt, sondern nur weil er mcbt an der richtigen Stelle steht; er muß vielmehr mit einer Bestimmung der öcbfigrenze in _Verbtndung ge- bracht werden bis zu welcher die Etsenbabnübetscbüffe für allgemeine Étaatöauögabeu zu Wenden find. Das-Abgeordneten- baus hat schon wiederholt im Jntereffe einer Ordnung unserer St_aaxs- finanzen die Bestimmung dieser Höch|grenze_ gezvünscbt. Ledtgltzb vorübergehende Eisenbahneinnabmen dürfen wxr _ntcbt verwenden fur dauernde Außgaben ; wenn man auch Bewegungsstetbeit im Etat wünscht, so wäre dies ein Mißbraucb'der Bewegunßsfreibeit. So unsoltpe BankrokteurSJEfiÖtSpunkte, wie Herr Richter efürchtet, haben wir m Preußen nicht zu erwarten. Das Reich soll allerdmgs auch-syatsam wirtbscbaften, aber nicht auf Kosten seiner Glieder; ks muß dre x_bm verfaffunJSmäßig'zustebenden reichen Steuerquellen_auöaestalten. N:cht so sebr von unserem Verhältniß zum Reich hängt eme Ordnung unserer Finanzverbältniffe ab, als vielmehr von einer Konsolidierung unseres inneren Finanzwesens, namentlich durcb Abänderung des Etsenbabn- Garantiegeskßes, wie fie die yon der Koxymisfion vorgeschlqgene Reso- lution befürwortet. Wir müffen dafür xorgen, daß wir wrrklicb noth- wendige dauernde Außgaben auch auf unseren Etat übernehmen könner), wie z. B. die Verbefferung der Lebretbksolduu Ic. Ick empfehle dje Annahme der Vorlaae in der Kommisfiousfa ung, wie die Annahme dsr Rksolution im JntereYe einer Sicherung unseres Finanzwesens.
bera-
Abg. Dr. Bachem ( end;): De'r Einwand, daß man den Aus- gleichsfonds nicbt prinzipie , sondern nur qu dieser Stklle abZebne, ist nur dilatoriscb, nicbt peremptorisch. Aux absehbaxe Zeit_ wrrd es nicht mö lieb sein, den Fonds in Verbindung mit_ emer Hochstgrenze für die' erwendung der Eisenbabnüberschüffe xu brtugen. Kemer der Herren hat heute den Versuch gemacht, diesen Gxdarxken i_n Paxagrapben zu bringen. Gegen einen Aukgleichsfonds bm 1ch e_tgentltch nicht, aber der Vorschlag der Regierung ain mir nicht [xett genuxz. Vor zwei Jahren, als wir die obliqatoris e Schuldenttlgung wurzschfen, lagen die Verhältniffe anders. Herr von Zedlitz befurcbtxt, xylange er selbst_mitwirkt als großes Jinanxgenie, kejne unsoltde Finanz- wirtbsÖast, will aber alles fur die Zukunft feftlegkn, damxt von den kleinen GeistZrn nach ihm, den schlechtex1_ Nac?- kommen, nichts verschlechtert wird. Wir können fur (1 : sebbare _?„eit garnicht übersehen, os wir den_ Zwang z_ur Schuldent [gung auf uns nehmen können. Wenn kenx Geld da tft, um die Z 9/0 zu tilgen, müffen Sie neue Anleibetz aufyebmen, und dann bedeutet die Maßre el garnichts, oder Ste muffen Steuer- zuschläge zur Einkommen euer erheben. Solang? S_te nicht den Muth haben, diese Klausel bineinzuschreiben, daß evYntuell nicht durch Anleihe, sondern durch Steuern d_1e: Ttlgung gedeckt Werde, bleibt dieses GLseß eine ]S_T Wupsxj'Scxka. Durch neue Anforderungen des Reichs könrxen wn: sebr leicht i_n die Lage kommen, kein Geld zur Schuldentxlgung _zu baberx." Dre Jntegrttät dfs uses solT durcb Entschetdung ubcr_Tarnsragc-n in Frage ge ellt werden. Geschieht das n_tcht_ auÖ, wenn man über Holz-, Düngertarife xc. sprxcbt.“ Der Reichstag hat doch nicht aus Uebermutl) auf neue Ste_uern im Reich verzichtet, er hat das ganze Volk_ dabex _ bmter fich. Aber wenn wieder neue Marineforderungkn_ 1111 Retchstage kommen, s 011 uns Herr von Zedli lieber unterstüßen, als immer HteYzm-az- olitik des Reichs angreifen. ur in zwei Jahren babkn dra mzel- taaten an das Reich zahlen müffen, jetzt und im nächsten qure bekommen fie wieder etwas heraus. Allerdings wenn dxe Marmeforderunggn kommen, wsrken fie wieder etwas zahlsn müßen. Der ScbaYsskretar (Graf osadowsky hat selbst gesagt, das Re1ch_ hahe selbst “Schulden anf fi genommen, um Ueberwkisungen an d1e Etnzklftaajen zablxn zu können, und nun schreien bier die Herren _Zeter und Mordro, daß das Reich auf die Einzelstaaten zurü_ckgre_17€n kr'Znnte. Wenn dis Sine Mikliardk, die der KarteU-Reickpstag 111 einer Lngslaturpcrtode bewilligt hat, nicht wäre, wäre die 0181151118 Franckenstxnz noch beuxe angemeffsn. Der Kartell-Reichstag bataÜes Mögliche bew1üxgk gegen dxe Stimmen meinerFreunde. Jeden Mann und ]ed_en Gryscben haben wtr bewiüigt, aber nicht, was alles noch darüber _bmauögmg. Jetzt batdas KarteÜ erfreulicher Weise die Minoritäk im Retcbstage, Derxeytsparsam wirthscbaftet. Ja, Sie haben das Tabacksmonopol und (1118 _dte ankzeren Steuexprojekte unterstützt. Wo wézren wir, wegn die unjoltde WtrFH- schaft dcs Kartell-Neichstages sortgeseßt Patek.) Pte Yesolutwn 'der Kommisfion giebt gar keine bindknde Direktwe,_ 11? wunscbt nur 81116 .anderweitige' cheltmg des Eisenbahn-Garanteegescßes. Wenn wir abér jetzt dieser Resolutron zustimmen, hat es ::me andere Bx- deutung als vor zwai Jahren bei derselben Rssoluttyrx. Durch _dte nationallibcralen Anträ e in der Kommission hat dtexe Resolution einen ganz bestimmten barakter bekommen.
( Schluß des Blattes.)
_ Der Senator und Rittergutsbefißex Sander,_ Mit: glied des Rauses der Abgeordneten fur den 2. Htldes: heimer ahlbezirk, ift gestorben.
_ Die Kommisfion des Reichstages zur Vyrberathung des Entwurfs einss Geseßes über die Zwangsve_rfte1(§crun§; qnd die Zwangsverwaltung, sowie des_zu_gebörtgen ntwur 5 eines EinführungSgeseßes bat fich konftttmert und den Abg. 131". von Cunv zum Vorfisenden, den_Abg-1)r. von Bucbka zum Steklvertreter des Vorstßenden und dre Abgg. Stolle und de Witt zu Schriftfükzrern gewählt.
_ Tie Tageßordnung für die am Donnerstag, den 21.1). M_., stattfindende 5. Plenarsiyung des Ferrenbause? lautet, wre folgt: 1) Wahl des Prästdenten. ?) Ländliche; Bextcht der Kom- mission für den Staatshaushalts-Etat qnd fur Fmanzangelegen- beiten über die Petition des Wetcbenstellers_ 11. Klasse Fröhling und Von Genossen um Erhöhung tbrer Gebglts-
ezüge; Berichterstatter: Obkr-Bürgermexster Braeficks. 3) qud- licher Bericht der Kommission für Eiseybabn - An elegenbetten Übkk die Petition des KreiSausscbuffes des Kruses S_cbl au un) den Bau einer Sekundärbabn von Schloebau od_er Koms nach Reinfeld an der Bahnlinie Stow-Neuftettin; Berrcbtxrftatter: Grqf von Königömarck. 4) Mündlicber Bericht der Kommtsfion für Petttkonen über die Petition des Fri de Greiff i_n Krefeld, namexts des Jagd- scbußvereins der Rheinprov nz, um Eraanzun der Pofitron & des §2 des Jagdpolizeigeseßes vom 7_. Mai 1850 ehufs Y_nerkennung des Zusammenhangs von rFonsi selbstanki en, jedoch durch Schtenepwege durcb- fchnittenen Jagdbezi en; Berichterta1te_r: ObZr-Burgermetster Struck- mann. 5) MündlicherBericht derKommtfsion fur komuzunaleAnaelegen- beiten über die Petition des Bär ermeisters H. Daykers m S_tade, namens des Provinzialverbandes der nnoverscben Burgervereme, um Ab- änderung der §§ 20 bis 34, 44, 53, 81, 109 und 110_ der Han- noverschen Stadteordnung vom 24. quk _1858; Bertebterftatter: Ober-Bürgermeistet Struckmann. 6)_ Mundlacbex Bericht der Kom- misfion für Petitionen über die Petition des Burgermxisters Bendxr in Worringen um sofortige Ausba gerung der RbetnuFerbucht_ m KJNWM auf Staatskosten; Veri terftajter: Ober-Burgermufter man,
_ Dem Hause der Abgeordneten sm_d ugegangen: der Bericht über die Ergebnisse der preußts en Staats- Eisenbabnen im Betriebßjabre 1895/96 und der Nachweis über die im Kalenderjahre 1896 ftattge abte Aus- und Einrangierung in den Landgestüten des taats.
Aus Hamburg berichtet das .Wolff'scbe Bureau“ new_Aus- stande der Hafenarbeiter: Geßern früh wurde da] Frabaseu- gebiet für die Ausftändißm vollständig abgesperrt. "Polizei- patrouilleu beförderten (: e Ausftändigen, welche Fort au- etroffen wurden, über die Grenzen des Freibaf ebietes; &olizeipofien beseßten die Zugänge und wiesen alle onen urück, welcbe ihrem Aeußern nach zu den Ausstäudigea ge- örten. Leute, welche sich weiZOerten, den Anordnungen Folge zu leisten wurden verhaftet. _ er Arbeitgeberverband riäbtete ein Schräben atx den _Senat, in welchem er um die Einseyung eines stacztlieben chsen-Jawektors ersucht, welcher, ähnlich wie der Gewerbe- Jnxpektor dre Gewerbebetriebe, den Hafenbetrieb im Iatereffe der Arbeiter dauernd beobachten sol:. _ Die .Hamb. Börsenb.“ meldet: Ein Verein der Schiffngler und SchiffSagenten bat fich in Hamburg ebildet, welchem alle ein1chlägigen Firmen beigetreten find. Es hat „cb eine feste Organisation auch dieser (Hesckpaftsbranchen als notb- wendig beraußgeftellt. Eine nahere Beziehung zum Axbeitgeber- Verbande sei vorbehalten. Zum Vorfisenden des neuen Vereins wurde A. Edye, in Firma Robkrt M. Sloman „jun., gewählt. _ Die Fach- vereinigungen der Hafenarbeiter in Esbjerg (Dänemark) haben die Sperre gegen Hamburger Schiffe aufgehoben. Gestern wurde das erste Hamburger Schiff wieder gechbt. _
Aus Bern meldet „W. T. .“: Das Schweizer Konsulat m ?" mburg warnt in der schwcizcrischen Preffc diE Arbeiter vor der
uw_arxderung nach Hamburg, da Re der strengen Arbeü in denz Hasen nur ganz kurze Zeit akwachsen und auch genügknd fremde Krafte anwesend seien. Die Anficht, daß durch den Ausstand jeder stellenlose Kaufmann sebr [Sicht Arbeit erhalté. sei gänzlich unrichtig; es bleibe djefen Leuten bei der Ankunft nur übrig, Arbeit im Hafen zu nehmen oder umzukebren.
Aus Weißenfels wird der .Mgdk. Ztg.“ zum Ausstande der Schubfabrikarbeite_r geschrieben: Am Montag Abend fanden zwei Schubmacher-Verjammlungen statt, in wslchen durcb Zettelabstimmung der von der Kündigung betroffenen Arbeijer mit 1044 Stimmen (65 waren dagegen und 7 waren ungültig) be1ch1offen wurde, gestern früh in gewohnter Weise die_Arbeit zu dm alten Lohn- säßen aufzunehmen und durch_ eine Kommixfion bei den abrikanten Vorstellia zu werden, die ge!chebene Kündigung zurückzune men unter der Verficherung daß den Arbeitern bis zum 15. Oktober d. I. eine noch zu verein arende Lohnerhöhung zugefickycrt wird, andernfalls würden mit diesém Zeitvunkt die Arbeiter in eine LybnbewUuug ein- treten. Soklten fich Fabrikanten zur An11abme_ Fieses Be_schluffes nick)! bereit finden, kann sei in ihren Wsrlfftanen soxyrt die Arbeit einzustellsn. _ Wie nun „W. T. 5 .“ meldet, erkcbienen die Schuhmacher gestern auf Grund kes bier mitgetheilten BeschluE-Z in den meisten Fabriken zur Arbeit und verlangten_Zurücknabme Kündigung. Da jedoch der Ausstand in der Blafig'jchen Fabrik noch fortdauert, verweigkrten die Fabriken die Zurücknahme der Kündigung, worauf aßermals die Arbeit eingestellt Wurde.
Kunst und Wissenschaft.
Jbre Majestät die Kaiserin Friedrich crschien gestern Nachmittag in der Kaiser Friedrich-Gedächtnißkirche, um die, schon erwähnte, Gedenknische zu bkfichtigen, welche Allerböch|die- selbe dort Jbrem unvergeßlickoen Gsmabl gewidmet hat. Die Führung übernahm der Exhaust des schönen Gotteshauses, rofeffor Vollmer von rer T_ecbx-isckxn Hochschule. Den Play für dre Anlage hat Ihre Majestätjelbst angewäblt und auch die Geüaltung im Wesentlichen be- stimmt. Es ist eine flachbogenförmige Nische, welch€ fick) an Der linken Wand der Kirche nahe am Eingang bkfindet. Den Mittelpunkt bildet die von dem Bildhauer Upbues modeüicrt€_ Bronzebüste des Kaisers Friedrich, die auf einem kleinen rotbgc'adertcn wcrßen Marmor- sockel steht. Dieser ist in einerx Unterbau eingefügt, der die Formen der italienischkn Rc'nai11ance zeigt und nach dem berühmten Grabmal des Paris Medici in Florenz ber-
sstellt ist. Das Matsrial ift fsiner, gelblicher, Oberitalischkr armor. Die Ornamente? ymfaffén ein rechtkcksörmig€s Mittel- feld, das auf Eoikgrund folgende Inschrift trägt: „17er- 1'100 111. 1111138181ij (7611118111118 RSJj 130111251726. (2111 objjc .A. JTDSCSYXFZUÜ] - .]UU. ITU - 171sz 141711. _111 1101107611) Sr mxzmorjxnn 113-013“ (Friédricb 111. Dkutsckxcm Kaixkx, Kön? von Preußsn, der am 15.Juni1888. im 57.Jak)r€ ssinsö LebenH verstorbsn iST. Zz: 1einen Ehren und zum Andsnfén seins Gcmaxlin.) Dreser Unterbau ist tief in die Wand xingclaffen. Dem Profcgor VoUmer fiel die Auf- gabe zu, zwischen den itaLiCnischcn chaanncefoxmen und dem gor- difcben Backsteinbau der Kirche Line geeignete Verbindung zu schaffen. Die Lösung fand kr durcb Angliederung Links Frikses, dkr_den Unterbau auf beiden Seiten Vsrlängext und dem Ganzcn einen léarmonixcben Abschluß giebt. Der Fries ist einstweilen rersuchéwkise aus dunkel- ebciztem Holz bergesteüt und wird später in gstYiebenem Kupfer ausgeführt werdkn, sodaß die Tönung mxt der patinierten BkVUZSbüsté zusammenstimmt. Der Friss ze:_gt am unteren Rande ein Band, _Yurcb dgs fich Lorbe'cr bmdurcb- zieht, und im Hauptfklde kraftige Etckyknzwcige auf Golßarund. In der Mitte dcs Friese's liegt das farbenyrachtige Wappensänld der Kaiserin Frisdrick), zu dem sväter auf dkr anderxkn Serke das Wappen- schild ch Kaisers hinzukommen wird. Der Hmtcrgrund dcr Risch: wird noch eine geeianete Bemalum; erhalten. _ _ _
_ Der Proftffor dcr Tbeolcgie an dxr UnMrfitat zu _Köntgs- berg 1. Pr., Konfistorial-Ratb 11111901. Sqmmer fllékt heute das Jubiläum der fünfzigjabrxgen Wrercrkebr des Tages, an welchem er zum UnchxfitätS-Profenor ernanyt wurdx. Ern im Königsberger „Ewang. GéMdbl.“ Lrschiencner Artrkcl cntbalt über den Lebenslauf des Jubilats folgende Angabcn: Job_ann Gkgrg Somazer ist am 23. Oktober 1810 za Tbisrcnberg, e1n€m_ Ktrchdorf nu ostpreußischen Samlande, als Sohn _cm dortigen Pfaxrers geboren. Sehr früh verwaist, Wurde e_r in Königshxg erxcgen, xtudterte auch bier die ersten Jahre: Tbeol-Zste und Pbrlosopbze. 183991715 er als Student nach der Univarfitat Bonn und verblteb n_un tn der Rheinprovinz fast zrvei Jahrzehnte. Von der Faku_ltat Bonn wurde er am . November 1836 zum Lizentratxn, _ am 25. März 1847 zum Doktor der Theologie vromovwrt, tnzmscben aber, nachdem er ctwa 361)" Jahre dort Privatdozent gswesen am 13.Januar 1847 zum außsrcrdéntlichen Professor _de'r Tbéylogie ernannt. Ende 1850 erhielt 1). Sommer eine ordéntlrchc_Yroseffur, diejeniße für die alttxstamentlicbon Wissenschaften, an der Kontgßbcrgn Albertus-Univerxität, und _in diesem bedeutungzkvoxlen Amt _bat er ununterbrochen is 1881, (1170 mehr als secbsundvrkrzxg Jahre bmdurch,
estanden. g _ Der gestrigen Mittheiluna über die Feier des fünfzigjäbrigen Profefforen-Jubiläums kes Wirklichen Gebennen Raths, Profe NI, 1)r. Eduard Zeller in Stuttgart ist noch ngchzutxaaen, da der Gebsime Re iexungs-Ratb, Profenor 1)r. DielH dre Glgkaünfcbe _der preußischen kademie der Wtsenscvaften _und eme AkrYe der_pbtlo- sophischen Fakultät der Universität Berlin nxbst den lückwuuschen der riecbischen Gesellscbast in Berlin übkrmrttelte. _ Von _der evan- elis -tbeoloqischen Fakultät in Tübingen traf ezn Gluckwunscb- ele kamm em. Außerdem clangten an den Jubilar Telegramme von em Minister der geistli en :c. Angelegenheiten 1). Dr. Bo 8, dem Staatssekretär des Reichs-Postamts Dr. von Stephan, von_ za_ [- reicben Professoren der verschiedenen deutschen Hochschulen sowte eme große Zahl von Glückwvnfcbbriefen der Freunde und Kollegen.
Laud- und Forstwirthschaft.
Für einen Wettbewerb um die beste Heizanlage von Ge- wäcblbäusern, Treibbeeten u. s. w., welche Erwerbözwecken dienen, bat die Firma Ernst a. von SprcckeZsen dem Comité der All-
emeinen Gartenbau-Außftellupg tn ("_nburg 1897 einen Foldpokal oder 1000 „4!- als Ehrenprns zur fugung geftellt. In