1897 / 11 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 14 Jan 1897 18:00:01 GMT) scan diff

der für die Beibeilimmg an der im September 5. I. in Wien siatt- :: find Solchen Familien will der Ver ' ' findenden Secbfien internationalen K bild Komm ZT " ' ' “" "“ Raw und "' YFXd-Fgeexsijeäuvsn YKLÉLWÉrZYLnZtVTZJfRÜWxA-FW dur Yeti? ZZZ?! auch mit eurer sofordgen kleinen Geldunterftüßung e, a . ur ung der nträge * - über d e ufnabme von Ausbild alten cmkenp " ' [gende IFF,“ YYYJMJÜFZFIMst ?fturäefüreYd KFUZFIY? kanbYc-ZUYUQ Polizei-Präsident erfaßt fo Be- , , ngenaueenunde pr - ahr: dinderPreswiederltVer' den Diopofittonen treffen soll. sinS Lebrcfebt worxkn. InJMUFF E | ichen, 'Unterricbts- und edi-' ber ersuche ich daher die

bandes", sondern es ok! die Eulwlckrlnu' und die ' lle. als ;....“

Umveubun der E . als que als motorks Kr | werde!; “| dvr geeignete Jimm- . _

In der alten .Urania' uva!" idenftraße - . * “», YYdeCZKFettheenverWVSJiéI ' ** ' M 11 o ., ' Luft“ mit DemonstratwaeT " e üfig ' " , ** . füllt, unter den Zuschauern berumgereicb! kbar , ' | ll von dem der M*" d. ;!

ck E r st e B e i l a g e zum Deutschen Reichs-Anzejger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnersmg, den 14. Januar [ZW.

;119911. (Sehr (gut! links.) Ick beklage es auf das äußerste, daß man sich ohne 116119162 dazu entschloffm bat, einseitig von diesem Tarif abzugeben.

Nun, meine Hären, 113111161: €€€ fich-darüber wundkrn, daß das hohe Hauk, nachdem 1111qu ein Jahr seit jener Februardebatte ver- ganzkn 111, noch nicht mix Vorschlägxn zur Besserung auf dem Gebiet kCr Hausinduftrie befaßt wcrden ifi. Meine Herren, wir fiak anw17ch€n 11151! 111111315 gewesen, wir 5613611 vislmébr VorFchläge auZ-Zearbsitet, haben absr natürlich Anstand JSUOMMM, mit diesen Vorfchlägen bervorzutreten, so 1ange nicht die Enquéte, die die nächste Frucht jkner Februxrberatbungkn war, zum Abschluß gelangt ist, Das ist, 11118 SiS aus dem Vortrage dss Hkrrn Abg. Freiherrn von ÖZU entnommen haben, erst in den allerlesten Tagen gkscheben, und k-kk Herr Frsiherr 13011 Hépl 111 76,121 k€r Zukunft Etwa? VOküUÖgl'kilt, wenn «annimmt, daß ki? Enauéxe, die in die Hände der Kommission 1111 die Arbeiterstatiftik gelsgr war, schon zu bestimmten formulierten Vorschlägkn fick) rkrdichtet Hätte bkzw. daß diese Vorschläge bereits an kékt Herrn Reichskanzler gelangt wären. Die Beratbungkn ker KvmmisfiM smd alZerdingL abgeschloffen, aber der Bericht, den die Kommisfion dem Herrn Reichskanzler zu erstatten bat, liegt noch nicht 1511. Er wird jxkoch in kurzer Frist dem Herrn Rkichskanzler zugeben.

Sie wsrken, 11161116 Hsrren, untsr dissen Umfiänden es begreiflich 5111811, wenn ich nich: tiefsr in dirfk Materie Eindringc und 11181111 ich mich nur aaf die 0111361112111? Bemerkung beschränke, daß im allgemeinsn diE Vorschlägk, welcbe Herr Frkiberr von Heyl gemacht 5.11, auch demnächst als solche anzuskben skin werdcn, die wir dem Bunkeératl) zu machen beabfichtig€n. Insbesondere wird es sieh 50511 handeln um di? Ausdehnung der Arbeitkrscbußbestimmungkn dkr §§ 135 bis 1391) der Gewexrksordnung, Einschließlich der Gewerbe- inspektion, auf di? Werkftärtkn in der Konfektionsindustrik. Es wird

__-__.

des „Vereins zur Besse-

elt am Montan Abend im

Men en au vw g ' in dem Bericht über .den Telegraphisthe Berichte von deutschen Frachmärkteu.

?cbreibm, wie sie der einzelne Krankheitsfall voraussichtlßtb erbeischt, . is enieure' " und dabei dre Umkxbung des Krankxn a_uf die Giftigkeit des Mittels ausführlich &?ZriZueZ. JederkffxbllgsumvxrndthtMW (ng1! Nr. kanadßrxxxlneru Zee?“ 121111111?" von Unglucksfallen erforderlichen Vorstehtß- FFII scxjgfetlegendseZn läßt, wichtige Neu ngen auf den Gebiet" . * Qualität ' _, .. t en a un '- unven ' - Das niedere Heilperfona , insbesondere die Krankenpfleger und zu machen, volle AneeLkF-“uenYlgk. dem P [W ' ügluh .???“ MFT; UMM'ÉZIW“ HYMWÉÉÉÖ “731113! D , m em ra von 11 en un - erBilleiverkau ' - ständen erbe liebe Gefahren" für die Kranken insoéem verbunden sein resse,“ beginnt amf :MYMYadlerltststQderx e11111118 ' Berl: FWVMaFUIMYnliMYanYMUJMYvMSYbYkZatlösulZFrm 1" 11111 Dr. Wagner (Mohrenstraße 10, vom 1 Treppe) und . a an 11 ma - ue . ' " VergÉYusng FUZZI kömäené ck ck [?sche cks1 ) ag ach von 45166 Uhr Nachmittags statt. teep e 1 zuer ur m ai n Geschmack im Munde, Im irkus Ren w' * vermehrte Speßcbelabsonderung und Entzündzmg der Mundschleimbäute, fiattungsstéxzcks in den nätheIYaYnJYYskaiY F ' sowie durch Magenbejcbwerden und Diarrhoen Yundzuigeben. JU Mk- stattfinden, Herr Direktor Franz Renz will damit sein Ursa!“ 1121? .::-11125 YYY ZYX FxfxnslxßnthIr WINFO oxodrtatzszZseZen viell.??älziläumssaison' zu einer wahrhaft glänxenden zu ." , _ . e enu erem (1 es vo en ' ben:: [ " Gift darstellenden Pläßcéen pfiegtunter entf li Qualm Wegen Ver- bieten. s und dem Publtkum eine ganz besondere Ue aßung der Verdguungsorgane den Tod herbeizu "hren. Ich mache den ge- nannten Medizmalpersonen daher die größte Vorsicht bei Aufbewahrung und Verwendung der Pastillen zur Pflicht. Soüten durcb Vernach- lässigung !)?an Vorsicht Vergiftungen auch nur geringeren Grades anderer P onen etngetreten sein, so würden die betreffenden Medizinaxpersonen strafrechtlich desha1b verfolgt und auch zivilrechtlich fü_r etwatgetz Scbadxn haftbar gxmacht Werden können. Hkbammen durfen Sublimatpaftrllen zur Berettung von Einsprißungen und dergl. nur in solcYen Einzelfällen perMnden, in denen dies vom betreffenden Arzt außdrucklicb verordnet tft. Berlin, den 24. Dexember 1896. Der Polizei-Präsrdent. von Windbeim.

, Die Mitglietzer der bßesigen, dem Verbande deutscher Brieftauben- Ltebbabxr angebörtgenVereme .Berolk na“, ,Phönix' und .Komet' h_abern tbre Brieftauben, der Militärverwaltung zur Ver- fugung effeßt. Daß Polt ei-Präsidium macht bekannt, daß die den eretnßmrtgltedern ge örigen Tauben den Schu des Gesetzes Vom 28; Mar 1894 (Rächs-Eeseßblaü, Seite 463 .) genießen. Bebufs tbrer Erkennung sind dtese Tauben mit einem auf der Innen-

Der Berliner Lokalausscbuk tugq der Strafgefangenen“ i Praßdialsaale des_ Land richts 1 unter Leitun des Wirklichen Ge- betmen Ober-Justtz-Nat 1)r. Starke seine : Si ung im neuen Jahre ab, 111le der Ober-Staatöanwalt Drescher a neugewähltes VorstandSmttglted bekwobnte. Die bisherigen Vorstandömitglieder Wirklicher Geheimer Ober- Justtz-Ratb Delius und Landgerichts- rßßdentJFannixr find zu Ehrenmitgliedern des unter dem Protektorat mer ajeftat des Kaisers, stehenden Vereins ernannt worden. Die Hilfe des Vereins bqben tm verflossenen Jahre (1896) 3619 er- wachsene und 930 jugendltckpe Strafeutlaffene nacbgesucht. Von diesen 4549 Personen konnten 3634 2782 Erwachsene und 852 Jugendliche) durch den ArbeitSnacbweis des ereins in Arbeit untergebracht werden, und zwar 75 als Bu balter,_ Schreiber 11. s. w., 178 als Hand- werkex, 127 als Kuts er, Gartner, uSdiener, 120 als Fabrik- arbeiter, 356. als Erd- und Ziegele arbeiter, die übrigen 2780 als Landarbetter, Knechte und Hofgänaer. In Berlin er- hielten nur 416 Stellurzgen, darunter 81 Ju endliche. Das größte Kontingexnt der Pfiegltnge , des Vereins (stellten die hiesigen G'sfängnxffe, _ uyd zwar die Stadtvoigtei (1455) und Ftlial efangmß m Rummelsbura (440), in welchem nur gerin e ft- mzd efängnkßftrafen zu verbüßenFnd. Aus auswärtigen ZR äng- mffen nahmen 572 Personen dte Htlfe des Vereins in Anspruch. Dre Inanspruchnahme des. Vereins richtete sich auch bier nach der JabreSzxit: _fie war 111 der; Sommermonaten, zu den Iabnnarkts- und Ztebzetten am schwachftcn und erfuhr in den Winter- monaten_ 'vom _November an eine erhebliche Stei erung. GexZenwarttg nehmen, oft bis hundert Personen tägli dre Hil'e des Vereins_ tn Anspruch. Geheimer Rath 1)r. Starke bezetchnete es als em erfreuliches Zeichen für die Wirksamkeit Ws Yerems, daß immer mehr Personen, welche nur leichtere Vergeben zu subnetz hatten oder Wegen Vagabondage u. s. w. eingesperrt waren, die Hilfe des Veregns in Anspruch nebmen. Es zeuge dies von ernstem Willen, fich vor emem Rycksall zu hüten, und der Verein müsse es a1s seine vornehmste Pflicht erachten, gerade solchen Personen seine Halfe'angedeibeq zu laßcn, damtx sie nicht erst zu Verbrechern werden. Gehermer Justtz-Ratb 1)1'. Wtrxb, Direktor des Strafgefängniffes Ploßensex, trat dicser Anßxbt_ ber und empfahl, die Aufmerksamkeit des Verems gerade auf dtexentgen Strafentlaffenen zu lenken, Welche

Außkrdem wurden am Markttaze (Spalte 1) nach über- 1117156111543:

Scbäßuns

ve1kauf:

D 1: p 1; e l -

ze n t n e :

(Preis unbkkannt)

, gering mittel ! : * Vet“ Gezahlter Preis für 1 Dorpelzentner kaufs-

(100 k.?) 116111:

Durch- jcbnitts- Dreäs fü: [TOPOS]- 29111an

Am vorigen Markttag?

vrciö

yie- Jböch- ? nie- öch- * nie- ' böcb- drtgfter; ster ;drigfter! ster 1drigster; fter .* 1 ! Ü: .“ .- .“ .“ W e i z e 11. J 16,27; 16,47 ; 16,80 ' 16,30 * , 16,20

Z 16Z0 ;

Durchschnitts-

&

Insterburg . . Zlbitxzurt'. . Öd . Bremen 14. Januar. Seit beute Mor en Uhr br ran 11. Er wie „W. T. B.“ meldet, die drei mittlerYn J ..ck-111€?" ZWa-d' ' ' ' Aktiengejellschqft „Bremer Parkhäuser“ in der Paderborn ' straße. Ste find brs guf die Umfaffungömauern zerstört, reg), - Neuß * helden angrenzenden Hausxr zum tbeil erhalten werden konnten, " * tn den vom Feuer in Mrtleidenschaft gezogenen 5 Häusern derGes ' schaft befind11che_ bedeutende Quantum Taback, we1chck 61171111 Ruhnau? der Ftrmen H. F. E. Meyer und Ftiv Strauch 11. Job lagerte, ft durch Feuer und Wasser völlig vernichtet worden.

Paris, 14.Ianuar. Ein Theil der staatlichen Pal mühlein Servanlivryist, na eineerd d "“T" durcb Explosion zerstört woxxdenc.b e ung es “W" TV““

Genf, 14.Jax1uar. In der leßten Nacht ist, dem „M. ' zufolge, das fünfstöckige, alleinstehende R'équi iteub au?" J; Stadt-Tbeatch nut dem kanzen Inhalt vo "ständka niedex. gebrannt. Der Schaden ist 11 ck11 unerheblich.

o-* „.. 5725" Z Z

||! [il

?

16,00 17,50 g e n. 7 11,50

__

57:63 oo c:-

U

w'.»- OOO

ZFI

Insterburg . Ekbin . . Tran utt a.Dder. Otolp . . . Stargard Yaderborn

euß .

x 11,50 ! 12,40 x 11,80 Z 12,20 ; 13,00 1 12,30 r st 8.

; 12,85 * 14,00 , 13,50 * 12,80 : 12,80

"Z

Znsterburg .

[bin . . . . Fran rta.Oder

Stolp Stargard

12,60 12,61

12,85

Ä

rmx Wenige Tagx (Gefängniß anden, obne emen Pfennig

nach an erbalb hat der Verein

find Vorjahre.

zahlungxn dsn Pfieglingen jedoch auck) mehr emgegthZen als im weises, Herr *

zu besetzen babe, zu welchkn geeignete eeignete jugendliche Strafentlaffene in die

on vcrschiedene11Gefängniffen und

worden, welche drr Pflege des dies der sogenannte „Arbeitsverdienst' diese, einer) recht_lichen Anspruch nicht haben. Verem seme Tbatigkeit auch auf solche

Noth gerathen und hilflos dem Elende

WetterberthWm14.Januar, 8 U r Morgkns.

P 111.

Stationcn. Wind. Wetter.

Bar. auf 0Gr.

u. d. Meckess red. inMilli

Belmuüet . . ! 1ibedeckt Aberdeen_. . Z 3xbeiter Christianxund , 21wolkiq Kopenhagcn . , ?ZDunst StockHoUn . Z LÖLÖZOÜ mranda . ; , ' Ybedcckt t.PktWZbg. ) ' US nee Moskau_. . . ; LFS nee Cork,Quc9n§- 1 CZNZM . . . ? NO Reg er ourg . ; * 1. en [der . . . . NNO 1Zwolkig ylt . . . . ' NW 115262611 mburg . . W 1YNcbsll) wincmünde NRW 21 bedeckt Neufabrwaffcr SSW 1 ? Dunst Memel . . . S LZbedeckt ris . . . . NNO ZYHedeckt , ünster. . . 762 O febltkbalb bed. Karlsruhe . . 71:0 NO sxbedeckt Wiesbaden . 761 NO Libedeckt München . . 758 O Chemnitz . . 762 Berlin . . . 761 RM Wien . . . . 759 Breslau. . . 760 süüjNebel "le d'Aix. . 755 ONO 5,6eveckr izza . . . . 754 O 6'Regen Trtcst . . . . 757 ftiUÖedeckt 1) Nachts starker Schneefal1.

Uebersicht der Witterung.

Dex Luftdruck hat im Westen stark zugenommen und uber Irland und Umgebung 770 111111 über- stiegen, über Rußland dagegen ist das Barometer gefallen, Ueber Zentral-Europa find nördliche Winde Vorherrschend geworden, 1318 in den südlicbkn Gkbiets- tbeilen in nordöstltche übergeben. In Deutschland, xvo vielfach etwas Regen oder Schnee gefallen ist, 1st das Wetter trüber und etwas wärmer. In der Umgebuna Deutschlands, außer nach Norden hin, berrjcbt Tbauwetter, das fich auch über ganz Deutsch-

land ausbreiten dürfte. Deutsche Seenxartc.

Theater. WWIYJTKFÜJMWU. Freitag: Opern- . , o e ung. Ba i. l'aalh el. Over m 2 Akten und WYRDWZ . Musi? un von Ludwig

Dichtung von R. Leoucavan, deut! Hartmann. Ju Scene s??eßt Vom Obex-Regiffeur

NNO waolkenlos

| OOOH-r-U-“QW

!

11Nebel stiUéS nee

21S ne? stinNebel

k-“Vle-“SOUQOSSd-“S

LTaJtsvchkZenstundft desckbxalb :xitflieesren . __ re eren,oauinürtter letdun das Gefangmß verlaffen. Für den TranSport seiner Pfisglginge im verfloffenen Jahre 12 468 .“ aus- gegeben: evva 150 „ck mehr als tm Jahre zuvor. An Rück-

, , . . Der Leiter des ArbeitSnacb- tschofs konnte mtttbetlen, daß ser nocjhich150 Stellen

er onen 111: ni t gefunden babcn. Auch vier Kapellmeister bYte-n fich gemelkzetc,h wei?)? Z chtb„L?l)re FELL?" erleten. ' _ 11 au ern m em errin berctts 495830 «16 fur hierher entlaßene Strafgefangene übersandt Verems unterstellt fänd. der Gefangenen, auf We1chen F “['I" JÖRN """er

amx ten au -e nen, We 2 durch die Besirafung ihres Ernährers selbst schuldlos in die bitterste und der Verzwäflung preis-

seite beider Flügel aufgedrückten Kaiserliche Wappen zeigt.

Der Neubau der _ dessen Entwmf nunmehr uber 600 «14 werden. brücxe erbaut werden, wel 1? fast Zu [regen kommt; fie erhält eine

abrdamm und je 3 111 für die Es ist rung der Straße bilden und eine fallen.

schmiedeeiserne Geländer abgeschloff Ausschmückung anlangt, so

Teßlaff. Dirigent: KapeUmeister Sucher. _ thmtafien im Bremer Rathskeller. Phan- tasttsches Tanzbild, frei nach Wilhelm Hauff, von Emü Graeb. Musik von Adolf Steinmann. Dirigent: Mustkdtrekstor Steinmann. AnfanZ “(ck Uhr.

Schausp1elbaus. 15. Vorfte ung. Sonder- bonnement 13.“ 3. Vorstellung. Der Ver- schwendex. Ort inal-Zaubermärcben in ZAufzügcn von Ferdmand aimund. Musik von Konradin Kren er. JUScene gese tVom Ober-Regkffeur Max Gru e. DekoraTZVe, Ein cbtuna vom Ober-Jnfpektor Braydt. Mufikaltsche Direktion: Mufikdirektcr Stemmann. Anfang 71 Uhr.

Sonnabend: Opernhaus. 15. Vorstellung. Das Heimchen am Herd. Oper in 3 Abtheilungen frei nach D1ckens' gleichnamiger Erzählung) von . M. WiUner. Musk yon Carl Goldmark.

Anfang 74 Uhr. Schauspielhaus. 16. Vorstellung. Zum ersten Male: Genovcva. Tragödie in 5 Aufzügen und

einem Nachspiel Von Friedrich Hebbel. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Freitag: Die versunkene Glocke. Anfang 73,- Uhr.

Sonnabend: 1101-1111". (Teja. Frißckjen. Das Ewig:Mänuliche.)

Sonntag, Nachmittags 21 Uhr: Die Weber. _ Abends 72[ Uhr: Die versunkene Glocke.

erlmer Theatrk. Freitag (18. Abonnemenks- Vorstellung): Neu einstudisrt: Die Jungfrau von Orleans. Anfang 71 Uhr.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr : Aschenbrödel. _ Abends 7; Uhr: Renaissance.

Sonntag, Nachmittaas N Uhr: Die offizielle Fran. _ Abends 7;- Ubr: Kaiser Heinrich.

Wening - Theater. Freitag: Die goldue Eva. (Jenny Groß.) Anfang 711 Uhr.

Sonnabend: Zum ersten Male: Die Wieder- kehr. ([4'1'1171t-ÉSÉ Schauspiel in 3 Aufzügen von Francgots de urel. _ Hisrauf: Neu ein- studiert: Niobe. (Jenny Groß.)

Sonntag, Nachmitiags 3 Uhr (volkstbümlicbe Preise): Die goldne Eva. (Jenny Groß.) _ Abends 71? Uhr: Die Wiederkehr. ([Im-1166.) _ Hierauf: Niobe. (Jenny Groß.)

Uesrdenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten- bur . Freitag: Die Fraueujäger. (1.6 011111011.) wa_nk in 3 Akten von (Georges Fevdeau, überseßt und fur die deutsche Bühne bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang 711 Uhr. Sonnabend und folgende Tage: Die Frauenjäger. Sonntag, den 17. Januar, Mittags 12 Uhr: Matinée. Zum ersten Male: Junge Ehe.

Potsdamer- und der Victoriabrücke,

die Geneka halten bat, [ol] mit dem Eintritt 529 Wie die .Nat.- tg.“ erfahrt, soll zunächst die Victoria-

ellung wird der gesammte Verkehr über die Victoriabrücke geleitet, die Potödamerbrückx abgerissen und ihr Neubau in Angriff genommen; dtese Brücke wtrd genau, vom Potsdamer Maß aus, eine Verlänge-

denen 15 mzf den Fabrdamm und je 5 111 auf die Bürgersteige ent- Zwrschen beiden Brücken bleibt ein dreieckiger offener Licht- schacht, der gleich den Stirnseiten der Brücken durch kunstvoüe

wird es fich dabei nicht um Denkmäler

Stempel bezeichnch welcher das

ung des Poli ei-Prä diums er- rübjabrs 11121 fi

YUM im ZUHe der Victoriastraße r_eite bop 1 111, 11 111 für ken Burgerstetge. Nach ihrer Fertig-

Breite von 25 111 erhalten, von

en werden soll. Was die bildnerische

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 11/5.

Direktion: Sigmund Lautenbnrg. Freita : Marcelle. Kouxödie in 4 Akten von Victorieizn Sardou. Für dre de'utscbe Bühne bearbsitet von Paul Ltndau. Ju Scene gefaßt yon Sigmund Lauxenburg. Anfang 711 Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Marceüe.

Sonnxag. NaÖmittagIZUbr: Zu halben Preisen: Der Hnttenbefißer. Schauspiel in 4 Akten von Georges Ohnet. .

IMW-Theatrr. Freitag, Abends 8 Uhr: Der Millionenbauer.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Schierling._ Dre Komödie der Irrungen.

Theater des Weßenz. Kantstraße 12. (Bahn.

bof ZoologZscber Gatten.) Freitag: Ter Militär- ftaat. Anfang 76 Uhr.

Sonnabend: “Zum erstkn Male: Der Dornen- Weg. Schaufptel in 3 Akten von Felix Philippi.

DiThermi r Unter dcn Truden. Bebrenstr. 55/57. * rect on: Julius F ' sche. Freita : Die Fledermaus. Komische Fpsrefte in 3 Agkten von

. Haffner ,upd Rich. GenÉ-e. Mufik 11011 Johann Strauß. Dtrtgent: HM Kapellmeister Korolauyi.

Anfang ?ck Uhr. Neu eiustudixrt: Ginette vou

Sonnabend: Narbonne, Komische Oper m 3 Wien von Henri Cbivot und Alfred Dura. Mufik von Edmond Audran.

Sonntag, Nachmittags 3 UÖr: Dcr Bettel- student.

Thalm-Theater (vorm. Adorps Emst-Theater). Drrxsvenerstraße 72/73. Direktion: W. Hasemann. Frettag: FraujLieuteuaut. Vaudeville in 3 Akten von Paul Ferner und Antony Mars. Deutsch von Hermayn Hirschel. Mufik von Gustav Servette und chtor Roger. Anfanq 74- Ubr.

Sonnabend und folgende Tags: Frau Lieutenant.

Zentral - Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktkon: Riibard Wals. Freitag: Emil Thomas 11. G. Leßte Aufführung von; Eine wilde Sache. Gro e Auöftattunasxzoffe mit Gesang und Tanz in 6 B [dern von „W. Mannftädt und Julius Freund. Must! von Julms Einödsbofer. Anfang 74- Uhr-

Sonnabend, Sonntag und die folgenden Tage: Gme tolle Nacht.

Konzerte.

Konzenhaus. Karl Rehder-Kouzert.

Freitag: Unter freundlicher Mitwirkung des Kom- ponisten Herrn Martin Schmeling. „Traum- bilder“, Walzer von Schmeling. „La Sylpbide“ von Schmeling. Walzer „Perle de Mal a' von Scbmelin ,Scéne de BaUet' von meling,

Lustspiel in 4 Akten von P. H. Kirstein.

unter perfsnlicher Leiiung des Komponißen.

Konßaptinopel, 14. Januar. ngriff genommen des von tuxktschcr Seite aUSgehenden Frage der rnbtschen Piléer konnte der Sanitätswth ix emcr gestrrgen Sißung e Ba_Sra, gm Schatt-el-Arab, find Schiffe mit Pestkranke zuruckgeuxresen 1042 mdtsckxen Pilgern abgegangen war, von denen unt 2 an der Pest gestorben an der arabischen Künste des

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

K*] 4. -k-!

(W. T. B.) , Widerstandes in .. inen Beschluß fassen. Nur worden. Ein englisches Schiff, welches

find, rst bei der Insel Kamaran Rothen Meeres, eingetroffen. *

. (Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiter.

Beilage.)

Zuxl Serhßem' . Freitag, Anfang 71 11: 11. onzert (mit ei enen Kompo tio en 1 Albert Eibenschüß. itwirkuna: F*riau Fm *- Steenebrügge. Herren Professor Hollander Rampelmauu und Hekkiug.

131111115 Kenz. Karlstraße. Saison 1896/97.) Freitag: Große angute Vorfiellnu . Koloffaler Erfolg Lustige Blatter! Neue iulage. Lsucbt» Kamkaturén. Außerdem: Donner und Da.! Rappbengste, rorgefübrt yon Rob. Renz. Au --3 de_r Schulreitertn Mlle. Wilma mit dem ---- Werde Pretxy-Bov. Ferner: Das phänom- Recheugeme „Mr. Iuandi als Gast. Aust“- der neu engaaterten Kunftüäfte allerersten Naas Dre vorzüglicbsten Clonms.

Sonnabend: Lustige Blätter!

(Jubi "141-- Abends 7x 1151

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Lotte Trusen mit Hrn ***-' Bever (Magdeburg_Annarode b. Mansfädx Frl. Carola Frey mit Hrn. Lieut. Georg €:.“ (YreShm). _ rl. Emmi Serno mit *- Svndtkus Paul oigtel (Glogau . _ Fr. *; Löbe, geb. Kolbenacb mit Hrn. chnungs- “' Theodor von Rekowsky (Liegni ).

Vereheltcbt: r. Prem.-Lieut. raf Von Bis- " Bohlen mit ?krl. Klara von deel (Berlin). Yk. Ernst yon Eicke und Polwis mit Frl. MLM] Scheurich (Breslau).

Geboren: Ejn Sohn: Hrn. Prem-Lieutxr Cyldtß (Berlin),_ Hrn. Bürgermeister S -“ Ltebau 1. Schl.), Eine Tochter: "*

ans Hemricb Von Sebeliba (Jescbüß). _ AmtSncbter David ( Breslau).

Gestorben: Hr. Polizei-Ratb a. D, Crusius (Alt-Landsberg). _ Emmi Größ" *“ Lusi (Gandersheim). _ Hr. Major Valet M" (Wittenberg). _ Hr. Regierungs- und “3"; *.* Ernst Moritz Reinike (Wiesbaden). _ HQ " “' baumeister und Prem.-Lieut. a. . **, ' Böttger (Reichenbach i. Schl.) _ Hr. *“ utsbefiyer 131. _jur. Erich Frhr. von Nichtb-

BrecheUbof). _ Verw. r.Oberförster Math"

*ufig, geb. Grüet Sto erau). _ Hr. Kak ,')

Rath .Hkrmann Kalä ne (Berlin). _ Hr.

gerichts-Ratb a. D. Eduard em e(Berl*n1)-

Hr. Kreis-Direktor Sengenwal ( ebweiler)

Verantwortlicher Redakteur: Siemcnroth in Berlin.

BWL der Expedition (Scholz) in Berli»

Druck der Norddeutschen Bu druckerei und 'I ““ "“ Anstalt Berlin IN., Wi elutfiraße Nr- 32-

Sechs Beilagen

(ein?"cbließlich Börsm-Beilage).

(FBM

Yaderborn euß . .

Insterburg. Elbin . . . . 5Yan rt (1.an tolp . . . . Stargard . Yaderborn . Leuß

12,13

13,00 12,80 12,00 13,94

12,85 13,94 *

Deutscher Reichstag. 151. Sitzung vom 13. Januar 1897, 1' Uhr.

Dxe zwecke Berathung des Reichshaushalts:Etats für 1897/98 wird fortgefcßt, und zwar bei dem Gehalt d es Staatssekretars des Reichsamts des Innern.

Abg. Hüpeden_ (b. k. F.): Eine _Wabrbeit hört nicht auf, beherzigenswertb zu 12111, wenn _fie yon 1ozialdemokrajischen1 Munde außgesprochen witd. Ick kann alxo Manches yon dem unterychreiben, was die sozialdemokratisÖen Redner über die Fabrikinspkktorsn (:esagt haben. Ich schließe mich namentlich der Forderungker Emfübrung weiblicher Inspkktorkn an. Die méisten Ucberschrettungen_der ©'?- werbeordnungsvv1schriften bat die Ziegelei-Jndustrie aufzuwMen. _ Cm Gewerkverein der Ziegler bat fi im Livvescbcn gebildex; diedManncr sind von einem guten (Geist be eelt. Wenn die 253111111156 Hteses Ge- werkvereins der Reichsregierung vorgetraFn 102113611, 10 MPM fie ein freundliches Gehör finden. Auch 91 den Ztsglern tft das System des Accordmeisters und Zwischenmeisters vorhanden, Und 1761 Auffichtßbeamte von PoWdam cht Recht, wenn er 11181111, daß dtese Zwisckpenmeifter nicht als relbftändigc Unternehmer gelten dürfen. Auch der Arbeitsnachwäs spislr _eine große: Roüe, so namentlich auch in Hamburg, wo_ der Peuerbaas und der Schlafbaqs großen Anlaß zur Unzufriedenheit gegeben Haben. Bei der Seemannsordnung sollte man darin eme Aknretung tréffen und überhaupt an die Verstaatlichung des Arbeitßnachweises denkzxn. Der Caffeler Beamte bat eine Sprechstunde eingeführt, aber rm dortigen EvangeTischen Arbeitswerein kannte kein Mensch den Aufsichts- beamtcn und seine Sprechstunde. Die Arbeiter fürchten, wenn fie zu den Beamten in Beziehungen treten, entlassen zu werden. Dre Beamten und die schuTbedürftigen Arbeitsr müssen in engste Füblung treten. Die Arbeiter aben vielfach nicht über die Arbeitgeber selbst, sondem über die Zwischenorgane zwischen ihnen und den Arbeitgebern zu klagen. Die Arbeitér schließen fich der Sozialdemokratie an, weck fie sehen, daß fie eine Besserung ihrer Lage nicht erreichen können. Darin liegt das Unglück, daß man den Arbeitern die Vertretqng tbrer Jutereffen nicht gestattet. Wer die Sozialdemokratie als eme Aus-

eburt der Höllebetracbtet, der sollte €rade_eine Organisierung der kaerk- Lebaften fördern, über deren guten influß vielfach _bericbtet wtrd. Dre Abneigung der Arbeitgeber gegen d_ie Arbeitervereine rst höchst bedauerltcb. Die Unterdrückung der Arbexter führt zur Bevormundung und Gewat- samkeit. Das ifi Herrn von Stumm bezeugt worden Von dex Gerst- licben des SaarrLVterä, die sein System kennen und auch „denen gute Seite anerkennen. Sie erkennen aber 0116!) seéne Schattensertrn. Herr von Stumm hat am 12. April 1896 eme dee in Neunkirchen ge- halten. Seine Behauptung, daß die Geistlichxn des Saarrevters_Un- wabrbeitm aus;;esprocben hätten, ist ihm gertchilich als unbegrundet nachgewiesrn. (Präfident Freiherr von Buol bittet den Redner, von der Rede des Herrn von Stumm zu dem Geba_1t des Staats- sckretärs zurückzukommen. Zwischenruf des Staatssekretars des Innern,

StaatS-Minifters 131". von Boetticher: Ich bin für die Reden des

Herrn von Stumm nicht verantwortlich.) EY ist ganz gut, _daß von den Autoritäten der Regierung festgestellt wtrd, dgß fie unt Herrn von Stumm nicht übereinstimmen. Die KÉjer11chen_Erlaffe sind “noch nicht außgefübrt, auch wenn Herr von Stumm dtes hebauptet. Die Regierung wird fick) entscheiden müssen, ob fie tn Yezug aus Organisation der Arbeiter fiel) auf seiten des rn von Berlepscb oder auf seiten des Herrn von Stumm ellt. Herr, von Stumm bat verwirrend gewirkt dadurch, dgß er jeden, der näht ibm folgen wollte, als Sozialdemokraten bezetchnete. 'Wo es fich um die Erkämpfung einer besseren Lebenslagx, sitzer freteren Bemgung der Arbeiter handelt, da soll man mchx immer Has Cbristentbum bineinbringen; denn das Christentbum will selbstathße Charaktére, und der Kulturkampf um dj_e Verbefferung der wut - schaftlichen Lage verträgt sich sehr wo51 mtt dem Cbriftcntbym. Herr von Stumm hat erklärt, daß er kern Gegner von 5L_lrbetteror azu- sationen sei; dann möchte ich ihn aber bitten, uns Gere esvorf lage zu machen, wie er fich die Organisation denkt. Es andelt fich darum, da die Arbeiter als gleichberechtigter Faktor anerkqnnt werden. ie sch alle Landesherren haben ck_allen 1afsen, daß tbre Macht zu Gunsten der Volksvertretung bes rankt wurde, so muß

fich das ein Arbeitgeber 'xn seinem Betriebe auch gefaklen 1113811. Für die: Arbeiter muß eine Instanz L_efchaffen werden, wo fie ungestraft ihre: Wünsche Yundgeben können. So lange Herr yon Stumm dafür nicht sorgt, ist [einer Behauptung, daß er krin Feind der Arbeiterorgani- sationen sei, kein Glauben bei umeffen.

Abg. Freiherr Heyl zu errxrsbeim (ul.): Was das Ver- hältniß "des Herrn von Stumm zu jeinén Arbeitern betrifft, so kenn- zeichn€t sich daSselbe als gsradezu vorbildlich. In den roßen Fabriken des HUM von Stumm bestand längst Lin Aéltestknauss uk;, der mitzu- reden hatte, und der jetzt in einen Arbeitsrausschuß umgeMr-dslt ist. Die Ermittelungen über die Lage dc'r Arbeiter in der Kleider- und Wäschekonfektion liegkn jst vor, und sie zeigen die Leidén drr Arbeiterinnen in disser * rauche. Die Kommjsfion für Arbeiter- stalistik bat Vorschläge noch nicht ausgearbeitet; fie hat (1581 jest dem Reichskanzler Vorschläge gemacht, Welche fich in der Richtung der Anträge. bßwegen, WLlCÖL meine Freunde bei Gelegenbéit der Jutsr- pellation im vorigen Jahr Eingebracht haben. Ich möchte an den Herrn Staatssekrétair die Frage richten, wslch Maßregeln die ver- bündeten Régierungen zu Ergrsifen gedenken. Arbeitgkber und Arbeit- ncbmer rer Konfektion haben sich dkm Sprache des Géwerbegericbjs untkrworfen. Die Arbeitkr habsn es ermöglicht, das; die Kon- fektionäre ihre Saisonarbsiten erledigen konnten. Aber die Arbeit- achr haben sich später an die Vereinbarungrn nicht gehackter], weil fie meinten, disselben seien gejroffen, um den Aukstand zu beycitige'n. Die Ermittelungen ch GSWLrbkgericbts haben ergeben, daß dis Löhne menscbenunwürdig niedrig find, nicht wegen der niedrigen Preise, wxlche die Konsumkntkn zahlen, sondern Mil von anderer Skike die Löhne unterboten wurdkn. Zu den fchlechten Löhnen kommt die schlechte Ernährung und 516 schlechten Wobnungen. Sogar die Zujbaten müssen die Arbcitertnnen von ihrem kargen Lohn noch bezahlen. Die Zwischsnmeister stehen nicht_ im Dien1t-, fondkkn nur in einem Werkvertrage zu den Konfektionaren, die _les- teren babkn also nicht 518 Verfickjerungkpflicht für M Arberter. Jkst find die Zwischenmcister keine SachverständYgen m_ebr, sondxrn nur noch Arbeitsvertbciler, die 40 0/0 drr Löhne in tbre Agens. Taxche strcken. Die Heimarbeiterinnen stehen ja nur halb so gut 1111 Lohn wie die Fabrikarbeiterinnén, aber fie gknießen nicht_ rie Vorthetle der ArbeiterVerstcherung. *Wir hatten beantragt, kxe'FabrxkaUss'zcbt auf die Heimarbeit in dcr Konfektion qustebnen. _Wrr balken'xtese Anträ 8 auch heute noch aufrecht. Es 101118 der AxbcttZVertrag zwrycben Konfe tionär und Zwischenmeistern in eine bqstimmte Form ge_b_racht Werden, wodurch die Zwischenmeifter zur Einrichtung Von Wkrkztatten ezwungen würden, sobald nur ein einziger mcbt zur F;:mlte „ge- Jöriger Arbeiter bes äftigt UJird; es müßte aber auch rte Arbetts- zeit geregelt, Lobnbü er ringesübrt Werden :c. In England, 111 der Schweiz und in Amerika sind schon weitgehende Befitmmuygen nacb dieser Richtung bin getroffen worden, 1111! denen dtejArhetter sehr zufrieden sind. B?! der fchlechten Lage dieser Arbeiterinnen muß man wünschen, daß die Regierungen bald eingreifen. _Es soqte Hern Titel 1711 der Gewerbeordnung ein neuer Tttel uber_dte Hetm- arbeiter eingefügt werden, damit den Arbeitgebern auch du: Verant- wortlichkeit für die Lage ihrer Arbeiter auferlegt wird.

Staatssekretär des Innern, Staats-Minister Dr. von Boetticher:

Meine Herren! Daß die Reichsverwaltung volle Sympathie für die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Konfektionsbrancbe hegt, das haben Sie aus meiner vorjäbrigen dee über diese Ver- bältniffe entnommen. Diese Svmpatbic ist im Laufe dieses Jahres nicht geringer geworden, und wir beklagen es insbesondere, daß der

Versuch, den das hiesige Einigungsamt gemacht hat, um wenigstens_

rückficbtlicb der Löhne ein befriedigendes Verhältniß für die Arbeiter der Konfektionsbrancbe herzustellen, nicht von Erfolg begleitet gewesen ist. Man hat sich war damals über einen Tarifgeeinigt, der geeignet war, die Lage der Arbeiter wesentlich zu verbeffern, allein diefer Tarif ist demnächst von den Arbeitgean verlaffen worden, und ich unterschreibe, was die Beurtheilung dieses Vorgangs anlangt, alles das, was der Herr Freiherr von Heyl die Güte gehabt bat, hier zu

fich weiter darum bankkln, den Arbeitévertrag in eine bestimmts Form zu bringen _ ein Punkt, auf Den Dkk Herr Abg. Frkéberr von Heyl 2111 ganz bzsonderes Gewicht gelegt bat _ und zwar vorausfich1lich in der Weiss, daß ein Lobnbucb Vorgeschriebrn wird, in welchem Die: Arbkitsbedingungen, 1111181 5211611 die Arbeit übernommkn und geleistet werden soll, ganz bestimmt formuliert werden.

Wir geben auße'rdem damit um, die Kranken-, Invaliditätß- und Alterömxrsicherung auf die Hausindustriellen der Konfektionsindustrie aquudebnen, und wir smd endlich der Meinung, daß, wenn wir die (Hewsrbeaufficbt, wic fis für di? Jndustriß geregelt ist, auch auf die Hausindustrie werden ausgedehnt haben, in Bszug auch auf (1112 die- jenigen Mängel, diE wir mit dem Herrn Abg. Freiherrn Von Heyl rückstchtlich der gesundheitlichn Behandlung und Stellung der Ar- beiter brklagrn, Aßbilfe fich wird schaffen laffen. Ich bitte Die Herren, fich also noch Link kurze Zeit zu gedulden, dann werden wir hofféntlicb so weit scin, daß wir mit Pofitiven Vorschlägen Wkakn hervortrLLLn können,

Nun gestatten Sie mir noch 61116 Bemsrkung zu den Aus- führungen des Herrn Abg. Hüvkdkn. Er hat aus einkm Zwischenruf, der dem Zaun msinrr Zäbns entfabren ist (Héiterfcit), cinen SÖluß auf 1218 Politische Stellung dsr Regierang gkzogkn, der "ein durchaus unberechtigtsr sein würds. Der Herr Präsident halle 5611 Hérrn Ab- geordnsten darauf aufmsrksam JSMQÖT, daß die REDEN des Hsrm Abg. Freiherrn von Stamm doch nicht zu dxm Etat dks Reichsamts kés Innern JLÖÖÜSU, und ich babs mir im Anschln'“; an diese durchaus zutrkffanke Erinnérung des Hsrrn Präfidknten nur die Be- merknnq 111111151, Laß ich für diesc deén nicbt vsrantwortlich sei. Ich wollt? dxnit ausdrücksn, daf. man bsi dkr Etatsdebatte Aufschluß von 18111 l-étreffenken Reffortécykf erwartet odsr auch die Gengsnbkit 561111131, ibn anzugrxifon, dax“: ich aber über diese Réden des Hern Freihsrrn von Stumm käine AUFkunft zu „38821! vrrmöchte. Daraus bat dsr Hsrr Abg. Hüpedsn dkn Schluß gezoge'n, daß nun- mebr 6111 anderer Wind in Bezug auf die GLWSrbLVOÜtik wxbe. Ick habe an die Gcwcrbspolitik dabxi garnicht gedacht (Hriterkrit), sondern bloß an die formsUe Stellung Dcr Reden des Hcrrn Abg. Freibkrm Von Stumm zum Etat des Rsichsamts des Jnnera. Wenn dsr Hcrr Abg.Hüveden Von mir 511 wissen wünscht, wie der Bundeskatk) zu der Frage stebé, ob die Kaiserlichen Erlaffk Vom 4. Februar 1890 schon 1116 durchgeführt anzusehen find, oder nach Welcher Richtung hin fie noch drr Durchführung bedürfen, so habe ich darauf hinzuweisen, daß der Bundc-Iratk) fich niemals mit akademischen Vetrackptungkn absicht. Cr wartek vielmehr, und zwar auch auf sozialpolitischem Gebiet, ab, ob ihm von irgend einer Seite, sei es von seiten des Präfidiums, sei es von seiten einer Landesregierung, gesevßeberisckx Vorschläge gemacht werden, nimmt dann dazu Stellung und prüft fie naméntlich auch nach der Richtung bin, 05 116 mit 0111 Grundsätzen harmonieren, die in den Februarerlaffen vom Jahre 1890 ausgesprochen worden find.

Akg. Freiherr Von S_tumm (Rp.): Die Rede des Abg. Hüpedkn erinnert an den Erfurter Kongreß, wo so viele Meinungen als Pyr- sonen vorhanden ware_n und_niemand mit seinem Nachbarn überkm- stimmje. Ich nehme Herrn Hüpeden seine Rede nicbt übel. Aber es war nicht schön, daß er einen abwesenden Abgeordnxten anK'grtffen hat. Seine Entschuldigung war nicbt außreichend, daß Hrrr 111111 ardorff meinen Namen genannt hat. Er bat aucb darczuf btngewtesen,_ daß ich Verhandlun en des Landes-Eifenbahnrathß bétwobn'te. Daß Perm

üpeden das ort abgeschnitten worHen sei, ts? doch n1cht _maßgebend.

eim Bürgerlichen Gesetzbuch, als 1ch anweyend war, hatte er Ge- legenheit gehabt, sich mit mir außeinanderzusesen. Wenn ein Abgeord- neter seit 30 Jahren im Parlament nicbt ganz obne Erfolg gearbenet bat, dann sind solcbeAngriffe unberechtigt. Der Vorwurf der trrangel- haften Wabrbeüsliebe, den mir Herr Bebel gemacht hat, tft _von keiner Seite aufgenommen worden, auch von Herrn Hupedxn mcbt. Der leßtere bat mich aufgxfordert, berauSzurucken unt dem, was ich unter Arbeiteror anisatton verstehe. Ich habe das so oft ausgeführt, daß ich mich chene, es zu wiederholen; 1869, 1878 habe ich die Arbeiterorganisation verlant ayf Grund der Knappschaftß- kaffen, ein Zusammengehen de_r rbettcr und Arbeitgeber. _ babe ausprückücb darauf bingewwsen, daß ich beute noch a_u diesem Boden ftebe. Bei der Modelle zur Unfallverst rung 1118156 1 u_1einer Meinung wieder AuSdruck eben, ,da die Ar eiter nicht blo m die Schied§gerichte, sondern auZ in dte erroaltun hineingebracht werde): müssen. Wrederbolt babe jeh im Reichstage estgeftellt, daß ich mtt