1897 / 13 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 16 Jan 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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Der erstere Fiat chneßt iu Einnabme mit 156873 *in Naga: mit 988485.“ 11 , erfordert also eianuscbuZ MOHR: :. kaffe von 831612 .“ _ Der Etat für Unter 11qu er Kinder scbli in Einnahme mit 661004. in Aukgabemit 168 437 .“ _ ab.erfordert omit 102 337.14 kW. Eine Mehrausgabevou15000.“ soll zur Verbesserung der eidun und Anküattun der Waisen- kinder verwendet werden. _ Dem LLM!!! für Feuerbetkattnng wurde

ugeftanden, seine Ausßeaungsballe im Treptower Fark ooch jwej

_abre lang sieben u lassen. Diese Erlaubniß so aber iLderzeit M 13. . widerrufen werden önnen.“ Die Stadtverordneten-Verxammlu wir“.“ =" um Zustimmung exsucht werden. _ Im 11 ' sten Etatsjabrenßll die Soldinerftraße zwischen rinzen-Wlee und riesenetftraße regulint werden. Durch Ankau von Theilen der an der Nordseite belegeuevz Grundstücke wird die Straßenbreite verdoppelt, __ Dte' durch den_ _ Tod des Professors Or. Auge:. Q lit't stein erledigte Stelle emes ftadtischen Ober-Tur'nwarts war vom "“ " 'Ma iftrat offentltch ausgeschrieben wokden. Die eixtgegan enen 29V:- eri" itt [ Ver- Durch- wer ungen wurden dem Turn-Kuratorium und der Schu Deputation g g m e gut kaufte schnitts“

Menge * preis

zur Begutachtung übergeben. Beide Körpers ften ben üb . . einstimmend drei Bewerber zur engeren Wadl ge eilt: tF-ftädtisKn Gezablter Preis fur ] Doppelzentner - (100 k,?) . fur Doppel- 1Doppel-

Turnwart Schröer von hier, den praktischen Arzt und Turn! Luckow in Greifswald und den Real'cbullebrer NUZFJ kn SLF! . "" _ t worden. 1 - böch- i - böch- i worden. Die beigelegte Pflanze wurde als Ursra 05071163 130 1511 . "'S ne ' xte“ . Wb“ “"t"“ zentner erkannt, welche im tropischen Afrika häufig ist. erner Yndte 11131“. drtgster ster drigster ster drtgsterx ster

burg i. E. Herr Luckow ist von dem Magistrat gew teu einen wei von einem 1 Victoria wa nd _ Der Vexein für die Geschichte Berlins. begeht die eier ! LY) aß) Höhe Zeit!,g den er für nWokxia 111112251111enhielctl.u m Doi? fem“ 33“ Snftunßsfestes am Mittwoch, den 20" Januar, im SU ““ ““ ““ ““ .“ ' ““ W e i z e n.

Vermuthung von Dr. Preu hat :ck dur Vergleich mit im Im érial (frßber mim), Unter den Linden 44, durch Abendtafel und Botanischen Museum befindli en Origxtalexemp aren dieses so wertb- Bal?“ VMM!“ F" Mitgliedern und _bekreundeten. HW sowke die Allenstein , 15 33 _ _" 15 77 __ - 16 2] dollen Kautschukbaumes als r'cbtig erwiesen. Es wird ck also JUfYübrung emes chwanks unt dem Ttte „Ausstellunosfreuden von Thorn _ _ _ _“_ __ __ 16,40 __ ; _“_ 16 ' 1640 d . N . . . 1281 nur darum handeln, stößere Bestände des Baumes in amerun ' averrenz werden der Feier vorangehen bezw. das Mahl und de" Breslau . . . 15,30 15,80 _ 16,30 16,60 17,00 * 17.20 . , MrbY-FFßtdlesréeein?bFZFZYtlitt-tklchxxäoleéalJ))? HeTndxlxxßuLYr YZF; Ltegnih ' _ 15,50 16,80 17,10 17,30 . . . . . Werden. Was jeJ eschiebt, ist durchaus unzureichend und falsch; _ _ namentlich die rü?ung der Milch mit dem rohen Instrument

b u g der Kaut uk wi d v 1 11 [ Tanz angenehm unixrbrechen. Einlaßxarten zu 5.44 (für Gäste 6 «ck OHL Z(jakxja artsZleFeen. nnung aufzusuxben "" e k" Pf anzungen find bei Herrn Hofltefexanten Carl Herold, Unter den Linden 24, 11? Hildesheim, : : _ 157,0 15 20

56 ' ' Z ( dcs Milchprobers ist sehr primitiv, während gerade die Prüfung der

. . Milch eine schwere Aufgabe ist, die von der Wiffanscbaft noch nicht

entnehmen. - " _ .___-__ Emden . 15,75 1 . Maumgfaltiges. 6 40

Für die Vortragsabende des Vereins „Berliner Reuß ' ' ' ' 16,00 16“00 16'50 17“) - 17-00 17-50 250 17-25 Ueber kas Ergebni der am 15. Dezember v. I. zu Gunsten der Mess“ können unnumerierte Abonnementskarten nicht mehr der- Land“)“ ' ' ' 12-00 13-61 14-00 15-33 ' 15-66 17-00 14-89 Volks-Lungenbeil ätte am Grabowsee im Neuen Köni lichen aus?abt werden, dagegen find noä; einige numerierte Pläse zum R o g g e n. Opern -Tbeater veranstczlteten Wobltbätigkeits-Vorste lung Pxe se von 12 „14 für „alle Vorträge zu vergeben. Diese, sowie Altenstein . . . 10 70 _ 10 98 ; 1125 ?th uns von Herrn Regterungs-Rath Lewal d nachstehende Mitthei- Einzelkaxjen zu 3 o“ fur einen numerierten und zu 1,50 «44 für " Thorn , _ _ _“- _ 11,20 _ x _“_ uns zu: _ emen ntcbt numerierten Play ür den am Donnerstag den Breslau . . . 1180 1210 ) 12,20 12 40 T 12 50 Es betrugen die Emnabmen aus dxm Blaetverkauf einschließlich 21. Januar. stattfindenden zweiten ortragsabend (Dr. Ludwig Fulda: Liegnitz . . . “- “- ; 12“50 “- 4- einiger besonderen Spenden 18 180.14, dtejeni en aus den Buffets und .Neue Dichtungen“) Werden vnkauft in den BUÖÖMUUWM Von ' Hildesveim . 11 80 1240 _ _ aus dem Prograrxtmverkauf5144,20 .45, die Ge ammteinnabmen demnach Amelana (ießt Potsdamerstrqße 126, nabe der Fotsdamerbrücke), Emden . . . J 4 12 80 1310 -

fertig geworden ist, mit einer gewissen Be digung blicken. Es wird 28 324,20 „44 Die gesanzmterz Unkosten baden einschließlich der für_ die Speyer U-„Pktkks (Unter den Linden 43), Trautwein Leipzigerstraße 8) Neuß . . . . _ 11,80 » 11,80 12 30 ' 1205 aber noch weiter eine Neuordnung des Lebrerreliftenwesens erfolqen ?utige M*twirkunkzderKdniglxchen Kapelleandexen Wrttwen-und Watsen- und (soweit der Vorrath reicht) “" der Abendkasse. LUUdSbUt - - - _ - 13;93 1 ,“ 14,28 1383 müssen. Vielleicht wiederholt der Minister seine in der Kommission asse gezahlten, a so _gletchfalls LPM wobltbatigen Zwecke sussfubkxsn , ""+“-" , , abgegebenen beruhigenden Erklärungen. Eine andere Aufgabe wird 750 ““ sich auf 31892 *“ 82 “5 belaufen. Haernacb betragt Nachdem dle von dem Profeffor Linde für sein Verfahren zur G e r | e. sein, die Bezüge der (Geistlichen, sowcitsie ungenügend 1nd,zu erhöhen; die Reineinnczbme “0 141 "“ 38 “Z' Da durch d!“ '" VerfiUsfiaung der Luftkonftruierten Maschinen in den Bsfiv der Geseu- Allenfiein . . . 11,18 11,84 _ 12,50 denn manche derselben sind schlechter gesteUt als die olksscbullebrer. 9,“ Presse uber das Fest und de m_ Anlaß veroffent- schaft „Urania“ übergegangen sind, sollen die auf diesen Gegenstand Thorn * - - - “" 12-50 . "- lichten Mtttbeilun en ein anonymer Wo ltbater fich _ veranlaßt bezüglichen Vorträge des Herrn ]); Spies unter Anwendung derselben Breslau . . . 11,40 FZZ 14,70 FEZ

_ / _" 4-

Minister der geistlichen :c. An elegenbeiten 1). Dr. Bosse: Ni t . . , esehen bat, dem chr1ftfubrer des Comitgs 5000 «16 zu uberweisen, t t . Li ' . FYHYÉteseSPZMsJFb?F?Yke?§?xng,ordßdßn?ise' OfTFZang FFS? XZYTF konnten dem Volks-Heilstätten-Verein vom Rothen Kreuz für die eil- for gesetz werden egm

we ens der Volks "lle rer nicbt enü t. Die er Metnun it au stäxte_Grabowsee 25141 .“ 38 ;18 zugeführt_werden. Hiermit itdie

diesRegierung. IT) kan? also 'dieg lärung, fdaß cs dergReLieruncZ YZF???" JFF“!- dl; dHLklsZakdkx 111111?) FÖJ???) Tes FIR??? ix_n

“„ eezu enun eneurn enerae au- -- -

1310122?th UYUZMYFLZÉ, d&? RdecZFMWsthTFleLrneYexurüYxerY-Y, genommenen Krankxn eine_ angemeffene Unterstüyunß zu 15811 werden YZJYHLYLLIYFY Der Emtrtttspreis beträgt morgen, ""e an

daß wir F"" die Geistlichgn etwas 1k)un müffxm I bin auch mit der zu lassen. Allen, dte zu dtesem erfreulichen Erfolge eigetragen haben, ' ' * ___-__

Finanzverwaltunéz in Verhandlungen getreten, und 05015 der Gesc - sei hiermit der wärmste Dank ausgesprochen. Eci'a (Prov Sevilla) 15 Januar In der dies en G d ' Allenstein ' entwurf über de Beamtenbesoldung erledigt sein wird, werden wr . . __ k) t 1 . W" T B',“ b 'i t ' N 18 egen Thorn . uns diéser Frage zuwenden. . Dte Besichtigung der Rekruten der Lerb-, 4.. 5. und 13. _errscb, wre - - - - , “ckLi- große ökb- Hyngernde Breslau

g. Pleß (Zentr.) btin t nochmals die Verfassungsbedenken Kompagnie des ], Garde-Regiments 3_ F- wird am Freitag, den Männer und Frauen fallen dje Karren an, in denen Lebensmittel ge. AWMF:

zur Sprache und erklärt das rundgehalt für durchaus nicht aus, 22. d. M., von 9 Uhr Vormittags ab im „Langen Stan" zu PotSda-n fahren werden; auch Fordern |? Von Fußgänßäm Wmosen nnter ildes etm. reichend für die Lebrkr der Westlickoen Provinzen. Man hätte das stattfinden. thungen. Man béfurchtet eine Zunahme der nruben. mden , verschiedene Grundgehalt nach den Regierungsbezirken Festseßen müssen. . Neuß .

Abg. Dr. Porsch (Zentr.): Troy verfassun Lmäxiger Bedenken

die Gemeinden in erster Linie die Schullaflenju tragen haben. Nachrt. 112 soll ck bez lich der Schule bei den bestehenden Gesehen bleiben, bis ein ang nes Unterrichtögeseß erlassen wtrd. Nun find zwar inzwischen verschiedene Ges erla en worden, aber die Verfassungs-

bedenken verdienen eine gew sLeRü cbtnabme, und deshalb beantr e

iz gemäß den de affungSm ßigen Vorschriften eine nochmalige A -

stimmung über die orlage nach 21 Tagen. ' Abg. Dr. von Hevdebrand' “und der Lasa (kon_!.): Meine reunde tbeklen diese Verfaffun bedenken nicbt; fie g auben, „daß

: uzelne Materie:: sebr wobl dur besondere Gesetze ?eregelt werden

können. Von den Vorliegenden Abäudmm Santcägen st der des Abg.

Lybnöanxa wegen der Anrechnung der D enftzeit an Peivatschulen

anne m r.

MP9. Sack (k.kons.) macht ebenfalls vcrfaffungsrccbtliche Bedenken

ge .

Abg. Seyffardt (nl,): Meine Freunde werden keine Anträge * stellen, ße ballen aber ihren, Standpunkt aufrecht; wir sind der Meinung. daß das Gesetz nicht ganz aUSreicbend "ift, wenn es auch ein großer Fortschritt ist für Schule und Lehrer, und deshalb wer en meine Freunde mit Außnabme weniger für das Geseßstimmm.

Ab . Rickert (fr. Vgg.) _: Wer die Vorlage für eine enderung der Ver aüssung hält, der muß darauf ballen, daßdie Erledigung in den verfa ungömäßigen Formen ersol t. Wir können uns aber dtefer Anschauuna nicht anschließen und Falten deshalb die gewöhnlichen

omen für auSreichend. Mir wird es schwer, für das Gesc zu immen angefichts der Besoldungsverbefferung der Beamten. enn ich kann es nicht anerkennen. daß die Lehrer und Beamten gleichgesteüt werden können. Ich werde für das Gases timmen auf die Gefahr bin, da der Finanz-Minister fich für alterss wach hält, wenn die Freifinn gen mit ihm übereinstimmen. Das Gesetz befriedigt in keiner Weise dre Wünsche der Lehrer; des- halb werden dze Forderungen der Lehrer stets wiederkehren, und jeder Kultus-Mini"tet wird auf diese Frage zurückkommen en. Ick) [eke des Glaubens, daß schließlich auch ein Finanz-Minister cb über- zeu en wird, daß die Forderungen der Lehrer und die Klagen dcr gr en Städte berechtigt find.

Abg. von Tzscboppe (fr. kons.): Meine Freunde_ können nicbt anerkennen, daß die Vorla c den Wünschen der ebrer m gar keiner Weise entspricht. Au wir hätten Zern einige weitere

' Wünsche [der Lehrer befriedigt; aber da die Regierung Wider- spruch dagegen erhoben hat, daß 5. B. mit der Erhöhung der AlterSzulagen auch das Grundgehalt erhöht wird, so mußten wir uns fügen und werden nur noch an einem Punkje eine Besserung versuchen. Wk: können o_Ä das Gesetz, wie 28

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erfordert, daß eine ges liebe Ke elan der Gehalts : er- foXy Cine Rexxelun?ev derselbeng “& Regierungs fragen ist ni t möglich “w [ :! cbt der Staat, sondern die ' einden und die Gutshmsehaften die Gehälter zu zahlen baden. Die_Beam_tmgebälter kann" man durch den Wobnuu_aögeldxuschuß ua den Servtsklaffen regeln, weil die Beamten " den Städten wohnen. Aber die Lehrer wohnen “überall auf dem Lande, und da kann man höchstens das Grundgehalt für die billigsten Ort_e feststellen. Das Grundgehalt von 900 .“ reicht meiner Mkmung nach durxhaus “nicht * aus. Ulber daran kann. man nichts. andern, obne Daß em umfassendes Schulaeseß gemacht wird. Denn das jeßige Geseß kann nur einen provisorischen Zustand schaffen.

(Schluß des quttes.) _,

E r st e V e i l a g e zum Deu schen Reichs-Anzeiger und Königlick Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Sonnabend, den 16. Januar 1897.

regierung ihren Einfluß wirksam ausübt, daß endlich eine strenge Kontrole über den Ver ehr mit Nabrungßmitteln eingeführt wird. Direktor des Kaiserlichen Gesundbeitßamts 1)r. Köhler: Die ver- wurden am bündeten Regierun en theilen den Wunsch des Vorredners, aber ich Markttage kann den Vorwurx nicht als berechtigt anerkennen, das; bisher sehr (SpalZe 1) weniJ geschehen sei auf diesem Gebiete. Ju Heffen und Baden na u_ber- beste en Untersuchungsstellen in größerer Zahl, und auch in anderen s-bl gltcher Staaten geht man immer mehr und mehr damit Vor, solche Kontrol- Scbaßung stellen einzurickpten. Die Strafen wegen Uebertretung des Nahrungs- verkauft mittelgesetzss find auch fchon recht zahlreich. Doppel- _Abg. S_chulße-Königsberg (Soz) behauptet, das; es bezüglich zentner gewisser Schadlicbkeiten noch an den nötbigen Verordnungen fehle. (Preis In Königsberg seien im vorigen Sommer bei der großen kße unbekannt) 37 Arbeiter am Hiyschlage _aestorben. Man hätte bei dieser ive das ArbeiFen auf den Schiffen, Bauten u. s. w. während der Zeit von 11 hrs 3 Uhr verbieten soUen. Abg. Rösicke (k). k. F.): Ich empfehle ebenfalls eine energische

Berichte von deutschen Fruchtiuärkten.

Außerdem

Must und" Wissenschaft.

_ Von_ Dr. Preuß, dem Leiter des Botanischen Gartens in Vtctor1a(Kamerun), sind an_ das hiesigeKönjgliÖe botanische Museuxu zur Begutachtung mehrere Proben von Stricken, hergestellt aus der m Kamerun haufigen, ,Tote" genannten Pflanze eingesandt

Marktort

preis

ck Durchschnitts-

100 192: „44

gelöst wurde. Die gewöhnlichen Polizeibeamten find für solche Zwecke große_ntbeils nicht geeignet. Die Polizei warrxt das Publikum Vor allen mößltchen Geheimmitteln und ähnlichen .Qandelsartikeln, um das * - _; - - Pu likum Vor Schädigung seiner Gksundbeit und Vor Ausbeutung zu 11-20 schüßen. Dikse Warnungen sollten nur publiziert werden, wenn die

- - - - Sache klargesteüt ist durch gerichtliches Verfahren oder technische Unter-

__ ' * - * - - suchung. In zwei Fällen hat sick) das Polizei-Präfidium von Berlin

' - * ' - von der Unrichtigkeit seiner Warnungen überzeugen müssen; in einem Fan hat das (Gericht entschieden, in dem anderen hat das Gesundheits- amt die Behauptungen der Polizei als übertrieben bezeichnet. Min- destens sollte die Polizei fick) voröer an das GssundbcitSamt Mnden, ebe fie .solche Warnungen erläßt.

_ Direktor des Kaiserlichen Gesundbsitsamts Köhler: Es giebt kem_G_eseß, wxlckpes solche Warnungen Verbietet; deshalb muß es dem Ydltzet-Prafidtum überlassen bleiben, nach seinem Ermessen Vorzugeben.

te Mtlcbkontrole ist schon zum (Hegenstand eingehender Erwägungen

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12,50

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4 ' ' ' ßexnacht worden, die aber ergeben haben, daß es nicht richtig sei, ein-

ettliche Kontroldorscbriften zu erlassen; je nach der Besonderheit des ' ' ' ' Futters und der Rasse ist die Milch Verschieden, und die Kontrole muß von den lokalen Behörden festgestellt werden. Ebens 0 muß man dkn Lokalbebörden auch überlassen, ob sie Proben durcb unifor- mierte oder nicbt-uniformierte Béamtc entnehmsn lassen.

Abg. 1)1'. Lang_erbans (frs. Volk»): In Preußen besteht eine große Bewegung, dte Aerzte aus der Gewerbeordnung berauSzu- nehmen und eine besondere Aerzteordnung zu schaffen. Ich meine nun, die Reichsverwaltung sollte wohl aufpassen, wie der Gedanke der Trennung der Aerzte von der Gewerbeordnung aufgenommen wird. Wird der Aerztestand besonders gestellt, so muß es doch im Anschluß an die Gewerbeordnung geschehen, denn es liegt unzweifelhaft die Aus- übung eines Gewerbes vor. Das Reich darf sich diese Gesevgebung nicht nehmen l_affen, diese Angelegenheit muß vielmehr für das ganze inch gleichmaßig geordnet werden. Die zuerst erwähnten Geseße waZen (léncäst ßzur ?lquübZtkn? gieko_t_n_t_1;en, Yun RieromSNFche asus . _ . mer mu au «; aere aen. 01"; es- euenee

, YA“ Weiß (st' YMM- tvann ZWUÜUÜ d“ Roßbaarspmnerei scheiterte an der Schwierigkeit der einbeitliäpen Ordnunggde? eme erordmzng _zum (bu der WWU erl_affen werden werde; in E ekutiVe. Ju Preußen steht das Aerztewesen unter dem Unterrichts- der levten Zett seten 29 Er ankungen an Mtlzbrand in diesen Be- Ministerium, hier im Reiche steht es untsr dem Rejchgamt des trieben vorgekommen, von denen picht„weniger al„s 11 tödtlicb Innern. Das ist viel richtiger, denn es handelt sich nicht bloß um vxrlZUfen selen- Man fonte eirxen DesinfektwnszwaygfurThierwaaren das Studium der Mediztn, sondern um die praktische Ausübun. etnfubren. Zn Nurnber Md M BFW! bestehe dteser Zwang schon, Deshalb soÜte die Sache beim Reichsamt des Innern bleiben. Au

aber er, sei lokal "Vd da er nicht genugxnd. _ die Nabrun Emittelkontrole und die Einrichtung von Untersuchungs-

Dtrektox des Katserlicben_Gesundbettßamts Ok- Köhler. Die Ek“ [tationen läßt sich viel leichter durchführen, wenn das Reichöamt des

bebungen, dre seitens der_Ettxzelregterun?etx an estellt sind, s'znd ab- Innern die Sache in der Hand bat. ZLscblossen, und das Ergebmß laßt ficb 16,13 uberxhen. Das inlandiscbe Abg. Weiß: Nahrungsmittel-Kontrolstellen habe ich schon bei „Material von T_hierbaarxn brmgt YM.“ Geféxbrdqu der Arbeiter Veratbun des Margarinegeseßes angkregt, aber der Staatssekretär des Mit "Zb- A,".dkks [| es “"t dem 9115191177119)ka „Natertal, MMW Ge- Innern atle Bedenken wegen der Finanzlage im Reiche. Redner sund ettsschadigun en herdorgerufen hat. Die 5165le vor eschlagenen tritt dann nochmals für den DeswfektionSzwang für Tbierbaare ein.

«Hildes eim" ) s _ - Emden . . . . _ .- _ _

- 11,15 !

Das Beresina-Panorama, welches vorläufig n in Berlin bleiben wird, Wurde in der vergangenen Woche vielfacbodzdn Schulen YFM"; '

10-00 16754 . 14759

H a f e c. 12,07 x - * _ 12,65

_ , __ __ __ 12,101 12,30 _ 13,10 | 13,20

_ _ 15,80 _ 12,00 12,50 13,20 13,60 .

_ _ ' 7 13,80 14,30 983 10,22 11,83 X 1 13,98 15,59 1 765

_ . 14,05 14'.1. Ja der gesirigen Sißung des Magistrats wurden zunächst Landshut ' * '

wird die Mehrzahl meiner Freunde fur das Gees timmen, wenn die Etaxs für Waisenrfteqe und für verwahrloste Kinder nach den _ _ _ auch nicht gern, weil das Interesse der Lehrer es dringend Vorschlagen der betreffenden Verwaltungs-Drputation angenommen. (Fortjeßung des N1chtamiltchen m der Ersten Betlage.)

MMM -_-___-_--_-___________________

Wetterberi tvom 16. Januar, Klaus, Lustspielin5Aufjügen von AdolfL'Arronge. ul Lindau. Ju Scene geset von Sigmund ' 8 UYr Morgens. Anfang 7.1 Ubr. &tmburg. Anfang 7.1 Ubr. _ acbmittags ZUbr: UZYLUZLYYZU T:"YYUZUJTLF Uhr_

. Montag: Opernhaus. 17. Vorstellung. Dou Z',“ bglben Preisen: Der Hüttenbefiyer. Schau- Monta nf n 71 Uk) , Kl vi Ab „FI,; nau. Oper in 2 Akten mit Tanz von Wolfgang sprel m 4 Akten von Géorges Obnet. Gu enieg,Die :( 9 r. er- * “" AuxadeuRYanrt. Text von Lorenzo Daponte. Montag und fo!gende Tage: Marcelle. g k“ n ang 2 r. __ *.. _

Schauspielhaus. 18. Vorstellung. 1812. Schau- ZlhiUkk-Thkatkk Sonntag NachmittagsZUbr' Z-

, . , . . - trim; Ren . Karlstra e. nbitäums- 'Mekanxtan [LLLWUJM von Otto von der Pfordten. Filthelm Tell. "" Abends 8 Uhr: Ein Ehreu- Saifou 1896/27.) Sométag: (Imi Vor- _“ ' : _ ' ; or . , ftellnn eu. Nachmitta s 4 Uhr: Au vielseiti es Opernhaus Dienstag Fidelio Mittwoch Montag, Abends 8 Uhr; Der Schierling. "" VerlanYen: Auffübxunß des großen militärisckHen

Deutscher Reichstag. 153. Sißung vom 15. Januar 1897, 1 Uhr.

TageSordnung: Fortseßung der weiten Verathung des Reichshaushalts-Etats für 18 /98 bei dem Etat für das Reichsamt des Innern.

Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet.

Na dem Königlich sächsischen Geheimen RegierungS-Rath 111". Fis er nahm das Wort der

Abg. Dr. Schoenlank(Soz.): Ich könnte so viel Material bei-

11) un

11 d Meeres red. inMill' .

Celsius 5 o C. = 49 R.

Stationen. Wind. Wetter.

Temperatur

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Merdecn . . 764 NW Cbristiansund OSO Topenba cn . Q Stockbo m . O Haparanda . 778 N CoerueenZ- town . . . 763 NO CHerbourg . 758 [der. . . . 764 ONO vlt . . . . 767 NW Lamburg . . 765 O winemünde 766 NO Néufahtwasser 767 ONO Memel . . . 769 O

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ünster. . . 762 NO KarlLrubc . . 758 Wiesbaden . 760 Münchan . . 758 Cbemniß . . 763 Bcrlin . . . 764 Wien . . . . 763 Breslau. . . 764

Ile d'Aix . . 71756 1) Reif. 7) Nebel. Uebersicht der Witte'rung.

Die WeZterlage bat fich seit estern im al! emeinen wenig verandert; der höchste Lu tdruck, über 78 mm,

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.liegt über Lappland, der niedrigste, unter 748 mm,

über dem westlichen Mittelmeer. Ueber Mittel- Europa dauert die schwache östliche Luftströmung fort. In Deutschland, wo etwas Schnee gefallen ist, ist das Wetter trübe und etwas wärmer, Süd- deutschland bat rößtentheils Tbauwetter. An der südfranzösixcben *üfc find in den vorhergehenden T_agkn gro e Regenmengen nieder egangen, zu Per- pxgnan vom 13. bis 16. Januar 1 6 mm. Deutsche Seetvarte.

Theater. Königliaxe Ithauspiele. Sonntag: Opern- haus. 16. VoxsteUung. Rica 1, der Letzte der

Tribuuen. Große tragische per in 5 Aftenxon YiFZrd Wagner. Ballet von EmilGraeb. Anfang r.

Schauspielhaus. 17.Vorste[lung. Die Hermanns- schlacht_. Em Drama in 5 Aufzü en von Heinrich von Kink. (Mtt Benuvung der earbeitung von Rudolf enée.) Anfang 7111517.

Neues Königlwbes Opern-Tbeater (Kroll). Doctor

Hänfel und Gretel. Die Puppcusee. Donpers- tag: Die Hugenotten. Anfang 7 Uhr. Frettag: Das Heimchen am Herd. Sonnabend: Mignon. Sonntag: Der Pro het. Anfang 7 Uhr. _ Schauspielhaus. ienstag: Genoveva. Mttt-

- woch: Der VerschWeuder. Donnerstag: Zur Er-

innerung an den 25 jährigen Todestag Griüvarzer's: Sappho. eritag: Lesfing's Geburtstag: Nathan der Weise. Sonnabend: Die Komödie der Irrungen. Der eingebildete Kranke. Sonn- tag: Genoveva.

Neues Königliches Opern=Tbeater (Kroll). Sonn- tag: Dic Journalisten.

Deutsche5 Theater. Sonntag, Nachmittags 21 Uhr: Die Weber. _ Abends 7? Uhr: Die versunkene Glocke.

Montag: Iulius Cäsar.

Dienstag: Die versunkene Glocke.

_ Berliner Theater. Sonatas, Nachmittag8 2.1 Uhr: Die offizielle Frau. _ Abends 7? Uhr: Kaiser Heinrich.

Montag: Renaissance.

Dienstag: Die Jungfrau von Orleans.

Messing " ThLaUT. Sonntag, 9101517161095 3 Uhr (volkstbümlicbe Preise): Die goldue Eva. (Jenny Groß.) _ Abends 71- Ubr: Die Wieder- (kGehr. (Louise Dumont.) _Hierauf: Niobe. (Jenny

ro . Montag: Heimatb. (Louise Dumont.) Diensta : Die Wiederkehr. (Louise Dumont.) _ Hieran : Niobe. (Jenny S_rwß. Franzöfisches Enfemble-Gaftsptel: arceae IoYet, Antoine, Jean Coquelin, Duménv, vom 25.--30. a- nuar. Vorverkauf von Montag an.

Neudenz-Theaier. Direktion: Sigmund Lguten- .

burg. Sonntag: Die Franeujäger. (1.0 Ojuäou.) Schwank in 3 Akten von Georges eydeau, übersetzt und für die deutsche Bühne bear eitet von Benno Jacobson. Anfang 71 Uhr. _ Mittags 3 Uhr: Matinée. Zum ersten Male: Junge Ehe. Lutpiel in 4 Akten von P. A. Kirstein.

ontag und folgende Tage: Die Frauenjäger.

Neues Theater. Schiffbauerdamm „../5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonntag: Marcelle. Komödie in 4 Akten von Victorien Sardou. Für die deutsche Bühne bearbeitet von

Die Komödie der Irrungen.

Theater des Weaens. Kantstraße 12.0130)... bof Zoologischer Garten.) Sonniaa, Nachmittags

3 Uhr: Bei halbenPreisen: Der M

Akends 71 Uhr: Der Dorueuweg.

3 Akten von Felix Philippi. Montag: Der Dorueuweg.

Ausstattungssiückes: 1870/71. _ Abends 71 Ubr: Koloffaler Erfolg! Lustige Blätter! Preise der läße zur Nachmittags-Vorstellun : Logensttz 3 014, arquet- und Tribünenfiß 2.74, alkon 1445041, Zweiter Play 1 „ii, Galerie (Stebplaß) 50 41. Außerdem hat jeder Besucbkr das Recht, auf das Von ihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jabretx ei einzuführen. Jedes weitere Kind zahlt aur Balkon, zweitem urd drittem Play die Hälfte.

ilitärftaat. _ Schauspiel in

Theater Unter denkmden. Bebrenstr. 55/57. Abends S“"öbnlwbk Preis““ _ , a Direktion:*Zulius Frißscbe. Sonnjag, Nachmittags LUYZUFJMYFFZFZ 71' Uhr. Extra Vo aug.

3 Uhr: Bei balbc-n Preiscn: Der

Bettelftudent.

Operette in 3 Akten yon F. ZLÜ und R. Genée. ___-"_ck“-

Mufik von Carl Millöcker. Dirigent: H

meister Korolanyi. _ Abends 73; von Narbonne. Komis_che Over i mi Cbivot und Alfred Dura. dmond Audran. In Scene geseßt Herrn Glesinaer.

MontaL: Gillette von Narbonne. . end, den 23. Januar: Zweiter großer Hauptmann Hans Kove (Berl

Sonna Maskenball.

Thalia-Thrater (vorm. Adolph Dreödenerstraße 72/73. Direktion: Sonntag:

Hermann und chtor Roger. Anfang 7k Uhr.

Montag und folgende Tage: Frau Lieutenant.

Zentral Theater Alte I Direktion: Richard Sebnitz. Leyte führung: Emil Thomas 11. G.

wilde s e. Gr Ausstattun po e m und Tama? 6 Bildoßeem von WSS ersannstädt und [ins reund. Musik von Julius Einödsbofer.

nfang & Ubr. Moniag: Eine wilde Sache.

Konzerte. IW'AÜUILUÜQ Montag,

Klavier-Abend von Sophie Meuter. Konzerthaus. Karl Name - Konzert.

rau Lieutenant. Vaudeville in 3 Akten

von Paul errier und Antony Mats. Deutsch von Mark). , - , Hirschel. Myßk von (Gustav Serpette Geboren. Ern Sohn. Hrn.

Sonntaß: Eine

Str Kapell- Ubr: Gillette ' ' = "' n 3 Akten von Famtlten Nachrtchten. Musik von Verlobt: Frl. edwig Dryander mit Hrn. Pfarrßr vom Regiffeur Karl Röhrig (* erlin)._Frl. Gisela von Uslar mit étuLieubFrbrn. Ferry von Steinaecker (Münster W.). _ Frl. Marie don kélexe - mit Hrn. _ or au). _ Frl. Louise von Etzel mit dem Che arzt der ugusta-Kranken-Anstalt in Bochum Hrn. 1112 Adolf von Bardeleben (Berlin). _ Verehelicbt: Hr. Rittergutsbesiyer Adolf Krrck- boffer mit Frl. Anny Schüße (Heinsdorf b. Dahme,

Ernst-Tbeater). W. Husemann.

Prem. - Lieut- Eccard von Manteuffel(Pot§dam). _ rn. Rüter- utsbefi er und Rittmeister a.D. Max milkan von

_ Zacke (U berödorf b. Fraustadt). _ IFM. Gymnafial- Oberlehrer Jlgen HKöntJSberg, eum). __Hrn- Gerichts-Affessor S neiderreit (Berlin?. _ _

Gestorben: Hr. Professor Dr. Ernt Hernrttbs (Berlin). _ r. Superintendent Georg Thiel (Reideburg b. lle a. S.). _ r. Oberst 3. D- Gustav Ewald (Weimar). _ r. elene von Freae-Welßien, geb. von Wel ien (A tnaundorf)- _ Verw. Fr. Regierungs -Pr fident Auguste von Viebabn, geb. Bitter (Siegen). _ Verw. Fk- Bextba von estenberg-Pakisch, geb. von Fcßkn' kerg-Pakiscb ( üben). ,

akobstraße 30. Sonntags-Auf-

t Gesang

Anfang 8 ab" Verantwortlicher Redakteur: Siemeuroth '

in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Bexlin.

Sonntag, Anfang 6 Uhr: Gesekschastk-Abeuh. Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags-

Montag, Anfang 7 Uhr: Symphonie-Konzert- unter freundlicher Mitwirkung der PianFstin Fräulein“ Ottikie Lichterfeldt und der Konzertsangerm Mme.

Flora v. Oßaszewota-Ofwia.

Anstalt Berlin*8'97., W“ elmftraße Nr. 32 Fünf Beilagen (einschließlich Börsen-Bekkage).

bringen, daß ich stundenlang die Geduld des Hauses in Anspruch nehmen müßte. Die angeführte Statistik war eine Stichprobe, vielleicht können wir aber im nächsten Jahre umfangreiches aedrucktes Material vorlegen. Die „Leipziger Zeitung“ und das .DreSdener Journal“ find amtliche, auf dem Etat stehende Blätter und die Regierung ist dafür verantwortlich. Den Polizei - Rath MüUer babe ich nicht als Verfasser bezeichnet; ich k?nne den Verfasser, es ist der Polizei- Affessor Krüger. Daß die „Leipziger Zeitung“ die von ihr beschimpften Leute um Entschuldigung gebeten hat, ist nur die Folge des richter- ltchen Urtbeils, das in der „Leipziger eitung“ publiziert werden mußte. Die Regierung duldet que Angri e der „Leipziger Zeitung“ und erst, wenn fie dafür angesaßt wird, erklärt sie die Zeitun als offiziös. Es ist nicht schön, daß in dem Voykojtprozeß der ald- s(blößchenbrauerei ein Richter mijwirkte, der Aktien der Brauerei besaß. Ich erinnere an den Freiberger (Geheimbundsprozeß. Die Amts- bauptmannschaft in Chemnitz hat einem sozia_ldemokratischen Redakteur den Aufenthalt in den Vororten von Chemnitz vkrboten, ihn also in der Stadt interniert.

Abg. Stolle (Soz.): Es sind Vereine aus bürgerlichen Kreisen unter einander in Verbindung getreten, ohne daß eine Bestrafung erfolgte; aber gegen die Sozialdemokraten gebt man ohne weiteres vor. Wenn es in der Intention der Regierung liegt, dgß gegen die Sozialdemokraten anders verfahren werden soll als gegen dze anderen arteien, dann kann von einem gleichen Rech _für AUe Nicht mehr de Rede sein. Der Gesangverein „Frohe Sanger“ ist aufgelöst worden, weil er mit einem anderen Verem in Verbinduyg getreten sein soüte. Det Gesangveréin ist gar kein politischer Verem, man hat dies nur aus verschiedenen Dingen gefolgert. Die landwirtb- schaftlichen Vereine treten aber sehr oft mit einander in Ver_bu_1de und verhandeln über politische Dinge, ohne daß die _Poltzet st de_swegen aufregt. In dem Veri tder sächsischen Fabxtfinsvektoxen wtrd ausdrücklich hervorgehoben, da Fabrikanten gegen tbrc Arkxtter weni Mitgefühl zeigen, trovdem eini e von ihnen selbst die Sohne von rbeiternYnd. Wenn jolcbe Zutände herrschen, dann ist es Lelbflverständli , daß die Arbeiter darüber in scharfen Worten fich

eschweren. Da müßte die Regierung eingreifen. Weil aber durch die

Aenderung des Wahlrechts die Sozialdemokraten aus dem Landtage inausgedrängt find, so müssen wir hier das Wort nehmen, und wenn es fich nicht ändert, dann wird man bier noch oft solche Scenen erleben. Daß die „Leipziger Zeitung“ ein Regierungßorgau _ist, ist stets offen zugegeben worden“ wir können es daher nicht btngehcn lassen. daß fie uns direkt besaßimpft.

Könißlich sächsischer Geheimer Regierungs-Ratb Dr. Fischer: Ick _erkl re es für eine direkte Unwahrheit, daß der Fäcbfische Mkmfter-Präfident erklärt habe, die Geseße würden der Soztaldewo- kratie Fegenüber anders außgelegt als gegenüber den anderen Parteten.

A g. Stolle: Ich erkläre es fur eine Unwahrheit, daß Herr von Mevscb in der Kammer nicht erklärt haben Coll, daß die Geseße der So_zialdemokratie gegenüber anders geband abt oder auSgelegt werden ollxn, als andexeu Fgrteiey gegenuber.

Damtt schließt dte tskus tun.

Bei den AUSZaben für das Kaiserliche Gesundheits-

a m t fragt

Desinfektionsverfa ren sind von den Fabrikanten zum t eil als für die Waaren schädlich bezeichnet. „Es werden deshalb andere Verfahren geprüft werden. Es besteht die ernste Absicht die Sache zum Ab- schluß zu bringen, aber es muß nach einem s1cher erreichbaren Ziel gestrebt werden, damit nicht das Desinfcktionsverfabren Härten für die Betriebe mit fich bringt.

Abg. Grillenberger (Soz.) bedauert, daß man keine voll- ständigere Antwort geben könne. Bei den zahlreichen Erkrankungen in den Pinselfabriken hätte man schon vor Jahr und Tag Anordnungen erwarten sollen, da die Beschwerden der Arbeiter schon Jahre lang zurückliegen. Schon 1894, führt Redner aus, hat der Nürnberger Magistrat den DesinfektionSzwang für Thierbaare angeordnet. Troydem ist die Zahl der Todesfälle nicbt zurückgegangen, und erst neuerlich find wieder deren drei vorgekommen, durch _Roßbaare und durch Schweine- borsten. Durch die Zögerung der Regierungen und bei der Furcht Vor der Schädigung der Unternehmer werdsn die leßteren zu einem schnelleren Vorgehen wobl nichf veranlaßt werden. Die Unter- nehmer klagen über die Schädiguggen, welcbe ihnen die Desinfektion durch Dampf mit sich bringt, wahrend Sachverständige eine solche Schädigung durchaus bestreiten. Auf Grund des § 1200. der Gewerbe- ordnung könnte schon jexzt mit Verordnungen vorYgangen werden in Bezug auf die Kleidung und Reinlichkeit der rbeiter in den Thierbaar-BearbeitungSanstalten. Aber es müßte ein Zwan aus- geübt wkrden, denn die Arbeiter haben jkßt keine Zeit zu iFczlcben Dingen, weil fie fich zusammennebmen müssen um einen menjcben- würdigen Lohn zu erzielen. An Wasch- und Badegelegenbeit fehlt es aber in den Fabriken. Die Polizeibeamten begnügen si bei der Kontrole schon damit, daß fie nachsehen, ob die Karbolfla che gefüllt ist; ob fie mit Karbol ge üUt ist, wird nicht einmal untersucht. DYE Untetnebmer haben von der Polizei sogar vérlangt, daß ihnen dre Namen der denunzierenden Arbeiter genannt werden sollten. Als neulich wieder eine Versammlung der Pinselarbeiter !iattgefunden hakte, kam auch ein Vertreter des Kaiserlichen (Gesundhe tSamts nach Nürnberg. Aber die Sache war vier Wochen vorher bekannt geworden, und es wurde überall ges euert und gefegt, dami_t er alles rein finde. Mit den Arbeitern at er nicht verhandelt, sondern nur mit den Unternkbmern._ Um möglichste Sicherheit zu schaffen, sollte man das Robmateria! 1chon vor dem Transport desinfizieren.

__Abg. Retttch (d. kons.): Das Nahrungsmittelgefeß und [eine Erganzungen haben einen sehr geringen Erfolg gehabt. Nur die Fleisch- kontrole ist in den größeren Städten mit Schlachthöfen durchgeführt, die Trichinenschau sogar zum tbeil auf dem Lande. Aber eine Kontrole des Verkehrs mit den übrigen Nahrungßmitteln besteht nur in wenigen Staaten. In Bayern besteht das Hygienische Institut, aber die Sache muß all emein angefaßt werden. Denn jeßt finden Uebertretungen nur se ten ihre Strafe; das zeigt besonders der Verkehr mit Mar arine, die Verfälschung des Mebls mit Schwer- spatb, Gips und A aun die Verfälschung der Wurst und des Käses. Die Einrichtung der Probenebmer ist unzureichend“ _die Polizei muß die Proben selber nehmen und dadurch eine ftandi e Kontrole schaffen. Der Landwirtbschaftsratb bat fich in dieser ngelegenbeit an die verbündeten Regierungen und an die Einzelregierun en e- wendet. Ich möchte die Sache auch bier anregen, damit die ei 5-

_ Abg. Grillenbergcr_ (Soz.) bedauert, daß für die Arbeiter m den Tbierbaar-Verarbettung§anstalten seitens des Kaiserlichen Gesundheitsamts nichts_ geschehen sei. Bezüglich der Nabrun s- mtttelkontrole ssi die Hauptsache, daß jedes gegen die Verfäls er ergebende Urtbeil Veröffentlicht werde.

Direktor dxs Kaiserlichen Gesundheitsamts 1)1'. Köhler: In den ,Mittbeilungen“ dks Gesttndbeitsamts wird jedes Urtbeil Veröffentlicht; Es muß den Zeitungen überlaffen bleiben, die Urtheile abzudcucken. Bezükzluh des Schußxs der Arbeiter in den Tbierbaar-Bearbeitungs- ansta teu hat das Kaixerliche Gesundbeitßamt eifrig gearbeitet; wenn bisher ohne Ergebniß, so liegt das an der Schwierigkeit der Materie. Die Desinfektion mit Dampf beschädigt die Schweineborsten nicht, wohl aber dick Roßbaare, welche in ganzer Länge bearbeitet werden sollen. Die beste Methode der Desinfektion mit Daan ist troß kost- spieliger Versuche der Fabrikanten noch nicht gefunden worden. würde mich freuen, wenn wir mit der Verordnung in drei Monaten kommen könnten, aber in einem Jahre wird fie: spätestens erscheinen.

Abg. von Vollmar (Soz.): Wenn die Urtbeile wegen Nab- rungßmitteldcrfälschung veröffentlicht werden, so fragt es fich nur, ob der Name genannt wird. Denn es muß der Name der Sünder bekannt gemacht werden. In München werden yon der Staatsanwaltscbaft die Namen der Verurtbeilten dem Magistrat mitgetheilt und in öffentlicher Sitzung Verkündet und an der Anzeigetafel angeschlakxen. Dieselbe Rolle, die jeßt die MilzbrandverJiftungen spielen, svieten früher die Queckfilbervergiftungen. Darü er war seitens unseres Kolle en Schönlank ein Buch erschienen, aber das ReiM-Gesundbeits- amt Fat damals nicht die InitiatiVe ergriffen, ebenso wenig wie das jéßt der Fall ist.

Direktor des Kaiserlichen Gesundheitsamt.? Dr.Köbler: Damals mußtün erst große Versuche in unserem Laboratorium stattfinden, ebe wir zur Entscheidung der Frage kommen _konntsn. Bezüglich der Urtbeile in ällen der Nabrunaömitteldcrsäis_cbung haben die _Ge- richte das R? t, die Veröffentlichung auf Kosten des Verurtbexlten zu bewirken. Aber eine Veröffentlichung aller Urtbeile würde doch des Guten zu viel sein.

Damit ist die Debatte erledigt. _Dix Auggaben für das Kaiserliche GesundheitSamt werdcn bewrlltgt.

Bei den AUSgaben für das Reichs-Patentamt fragt

Abg. 1)1*. Hammacbcr (ul.), ob eine Aenderung der. Anfiabten der verbündeten Régierungcn über die Berner [in_ion zum_3chu det Crfiudungcn eingetreten sei. Es empfehle fich diescr Bcttritt, ami_1 die Fatentierung deutscher Erfindungen im Anstand: leichte_r herber- gefü rt Werden könne. Namentlich der internationale Außsübrunas- zwang, der die Vcrrvertbung der deutschen Patente binden“, könnte dadurch erleichtert werden. _ _

Geheimer Ober-Regierungs-Ratb Haus;: Eme Aenderung der Meinung der verbündeten Rxgixrungen ift nicbt eingetxtterx. _ Es werden 0112 Vorkommnisse bezuglich der Union auf das jorgxäitiaste geprüft. Die Reichßyerwaltung ist von 1? der bemüht aeweteu. 411: Kultur- und Industriestaaten zusammenzuscb teßen, um dxe waettbuug von Patenten zu fördern. Es find aber in der Union Besttmmungen

vorhanden, Zdie mit den besonderen Verhältnissen unsern Gefesgeduns