„„ckck. Das hat mit „Sorge erfüllt. ck hoffe, daß - Von den Abgg. "Knebel und Genossen ift im Hause M “" Rear isatwn' “ der olitls “ ol ol der Ab eordneteu nacb Antraa eiu acht worden: ' "ck Jed“ ZUMft umu iich akmachxbelxverden, keidaß fck Das“ Haus der Abgeordneten wolle bescbiießen: an Weibseln von 619 238000 (1896 605035 000) .“ (| M als ob keine vo e Einbeitlicbkeit des Willens die Königliche StaatSregierung zu ersuchen, um 72560000 (1896 um 85 082 000) ssi zurückgegangen, und «„-:an der Neoietux'rod
' äteu vetl .--Di Sa -' preffe * kleinen tmx- FFM“? an?“. 42:77“ '" Yousse- “FI "aW “ FF“- ? "“M"-ii"? JZ“ Yi“ "LM 11 MF O"" “Ö xekermpiizjerie Verbäklni e." etc 11 en m “
mit dem Panzer „Dövastation“ von Smyrna naeh Toulon
von 856608000 (1896 898 057 000) :“ allein hat sich um zurückzukehren. Der B Rußland
31893000 (1898 um 28912000) .“ vermehrt. eftand
Der ierungs-Aßseffor von eineccius in Schleswig 1 der König ichen Reg erung in L egniß und derRegierungs- or Korb in Ltegni der Koniglichen Regierung in
S eswig zur weiteren d enstlichen Verwendung überwiesen worden.
In St- PktUSbng fand Jester", Wik „W- T- B.“ Die Regierung ftebt priu ipiell auf herrsche, ein Ende gemacht wird. dem Landtage der Monarchie einen Gesetzqurf zur Vorlage zu der Bestand an Lombatdforderunßen von 123413000 (1896 meldet, im Beisein des Kaisers der Großfürsten und der em Standpunkte, daß die Besoldun werbefferung der rofefform - des Budgets w man gut thun, den gesammten Etat tn Mliiär-Chefs die Epjp aniaS-,Truppenparade statt Die Md die Reform des onorakwesenk nd in nd zu ge en haben. B“" uvgetkoumtisstvn zu verwäsen, weil in alley seinen Theilen die Zeremonie der Wafferwei wurde am Newa i ' "ber Bekanntlich sind in esterreicb die kamen &norare verstaatlicht - webausverbefferun en in Frage kommen. Dre Bud etkommisfion d Wi - kek" , ...- ---..- .-.I-1.1.2 ., .LBMY._..„worde-n. Das mag auch““ 'für eixtm-uich. ..gW*-xéchkiF---few“"- - * G-edßön eine“!!! vlfi enö'en“' “geleiiet, der*unpar-t-ei'ks ““und-“Pän- em m erpa .s-vsrchmnwW aber für uns in Preußen und nach - ';;xrmkiß der Etatßverb ltniffe die Verhandlungen leitet,“ unabhangig
_ _ unseren deuts * , _ fur Charlottenburg anf das Jahr 1897 (183- Jahrgang), Italien. YFUFYYIUWFÜÖFY dT? ZMYÜYWW Y„YZZFZ Yb: voerYYedYUJZWaY, ZZZ ZZZZZYWYL ['SYF'FFY, “LFZ MY sonstigen täglichfälligen Vkrbindlicbkeiten(Girogutbaben) von 424277000
redigiert im Bureau des Königlichen Ministeriums des Innern - . „. - - . M - _ „_ __ - „___ _-„-.-„._----*--«-----««---«*- ___(1896400924090)*ck"Ünd““ F7N500041896chm22800009-444--» . „______.. 4»- --» * - -- “ an-der- lt en St un des Senats ob der a - Kp)! ix, eldex..„Fur- „»WE-«Univ tat betbe alxex__ _, .- - „ es-GlekbngÖks nunmehr ais ein.xguerndrs_betmchx€k-«-- * „“,“..-.-.„___„«_------«-„« , , szgtöxars HeymameVLrlag hrerselhst--§oebeu---zur--Ausgabe Minister LUFZYJL,“ibiéTUZsT-ÜÄ“"ÜZKMYÖÜi "MZF“YnÄnssttä akkrft :?:-ß Ye ZwäiFungéJtM-WYY nid? XY ' YÜFWKY, Zet Fktgctk enthäikt Ehleitonentéß Tin», umb das (8le; ., Arbeiterbewegung. TFFWQYWFMYFWY'FF "It)aZTJMRFZLns baYZFcblijßßijxteVY “ i - ' stimmung mit dem Berichterstatter über das Budget, die ute, “' "' e e' w" ' “ ck " 9“ W'- “ ugabe * wicht selbsk “ m " 9a" " o M e e ""m“ me" a" r - 7“ - . ' ' dv “b d s R i' s d i eg d ! solide Finayzlage Italiens hervor und führte aus, daßg es, ae Aus Hamburg bertcbtkt das „Wolff !che Bureau zum Aus vfandung von Schul erfahre: ungen e sche 9 er e n eu schen
ktin en, dur wel das R t auf ein ebalt und auf Für- 113 729 000) «“ zeigt aleicbfallß emen, Rückgang um 37 946000 sorg? für ch Hinéeertbliebenenecballen dasselbe isber entbebrmden, (1896 um 26 570 000) :“; auf diesen beiden Anlagekonten zusammen einer Dienßkündiquyg UML. „yxerliegenden Gemeindebeamten in der ist also eine (Fxrtyaßigyxig_„_l!_xy 110506000 (1896 um 111652000)“ Rbei'nvrv'b'ni'z' nach den aleicökn Grands ' gewährt“ 721ka weiche“ “eingetreten. Auf pässiver Seite nsMint-dsr- BMFder-umiaufendw für die unmittelbaren Staatsbeamten ge ten. Noten mit 1094 754000 (1896 1 137 069 000) .“ um 83 928000
(1896 um 90133000) .,“ kleiner als in der Borwvcbe, und die
ck ***-4» „
-- Der «A. L! e : K_lezt d e. r f Ü„x„_d_'1k..K.ÖUi gli ck44 Hau pk- und Residenz ädte erlin und PotSdam sowie
der Honorarreform zu lösen, dann muß |ck die Regierun allerdings, erhalten zu können. Die m en einmaligen Außgaben betreffen Bau-
ft a 11 de 1: er Hafe n a rb eiter: In fünf Versammlungen wurde Staates auf 4x 0/0, gegen Verpfändung sonstiger Effekten und Waaren
wenn auch mit die von selbst wegfallen
* * “MM*WBMMWW -* * - Z.,.l',“ HJS; _".tz- ;.. “Z.“. ' .. - " * - - -. * ** . «.
Württemberg.
Der „Staats:Anzeiger für Württemberg“ veröffentlicht den Vortrag des Finanz-Minifters Dr. von Ricke an die Ständeversammlung zu dem Entwurf des Finanzgeseßes “.ind des Haupt:Finanz-Etats für 1897/99. Danach ““beträZÉJZde-r Staai'sbedarf für 1897/98 74 764 593 „(€ und für 1 /99 73 897 271 e//z,dogegen betragen die Einnahmen aus dem Kammergut in 189798 26619 425 „(H, in 1898/99 27 026 745 «14, aus den Landsssteuern in 1897/98 31329775 «16, in 189899 31418980 «46, aus den Ueberweisungen vom Reich in 1897/98 16 093440 «((-, in 1898/99 16 093 440 „16, zusammen in 1897/98 74 042 640 «(ck und in 1898/99 74539165 „16 Vergleicht man diese Ein- nahmen mit dem oben angeführten Staatsbedarf, so berechnet sich für das Jahr 1897/98 ein Febibétrag _von 721 953 „46, für das Jahr 1898/99 dagegen ein Ueberschux; von 641 894 „(ck und für beide Jahre zusammengenommen ein Fehlbetrag von 80 059 „(H Zur AUSgleichung der Einnahmen und AuSqaben in der "inanzperiode für 1897/99 ifi für das Jahr 1897/98 ein ?Jus uf; von 80059 „46 aus dcr Reswcrwaliung zur Ein: teilung in den Hauptfmanz:Etat gekommen, während im übrigen der für das Jahr 1897/98 verbleibende restliche Fehl- .betra von 641894 «!(; scinc Deckung finden würde durch den Für 1898/99 berechneten Uebrrschuß von 641.894 „16
Dieser vorläufig für das Jahr 1898/99 berechnete Ueberschuß wird indcffen zum größerén Theil zur Deckung weiterer Mebrfordcrungcn in Anspruch ge- nommen werden, sodaß also zur AMgleichung des Fehlbetrags * nach dem EtuiSentwurf für 189798 ein entiprcchknd größerer Zuschuß aus der Resiverwaltung nötbig sein wird. Die erforderlichen Restmitiel stehen zur Verfiigun . Sie belaufen sich nach dom Stande vom 31. März 1896 an? 5202 8951-3325 und sollen, soweit sie nichtnach dem eben AUEJefübrten zur Ein: stellung in den Haupt:Finan5-Etat behufs Auleeichung der Ein- nahmcnund Ausgabsn krfordcrlick) skip werden, für außerordent: liche Staathusgaben Vsrwerxdung nnden, und zwar zu cinem großen Theil fiir ZWLcke der Eisenbalznverwaltunq, zu einem weiteren größeren „Theil aber für umfan rei e,? Bauten, deren Dringlichkeit 114) um so größer durfte t, als bei Ver- abschiedung drs leßten Haupi-FiuayzEtat-s wegen Unzuläng- lichkeit der dort zur Verfiigung stehenden Rsstmittel nichts hierfür verwendet werden konnte.
Baden. Die außerordentliche Session 1326 Landtagcs ist „ estern Mitta durch den Präsidentsn des Staats-Ministeriums, GtaatL-Miniter Dr. Rolf geschlossen worden, nachdem der- jeibe den Dank Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ;ür die Annahme der K'onvcrtierungsvorlage ausgesprochen hatte.
Hessen.
Jbre .Königiichen Hoheiten der Groß cr og und die "(Hroßherzoginwerden sLch- wie die „Darm . tg.“ meidet, morgen zum Bewch des Yarzoglichen Hofes nach Gotha bc: geben und bis zum 24. . M. dort vrrtveile'n.
Anhalt.
Ihre Königliche .Hohcit_ die Prinzessin Friedrich Karl voi: Preußen ist gestern Vormittag von Bsrlin in Dessau eingetroffen, nm dasclbst der am 25. d. M. statt- findenden Vermählung Ihrer Durchlaucht dkr Prinzessin Alexandra von Anhalt mit Seiner Durchlaucht dem Prinzen Sizzo von Schwarzburg-Rudolstadt bsizuwohnen.
Oesterreich:Ungarn.
Das österreichische Abgeordnetonhaus scßtegesxern die Beraihung des Budget?- des Justiz:.Ministeriums fort. Im Verlaufe der Debattc ?rklärte der Justiz-Minister Graf GleiSpach, die Regierung habe die feste Absicht, bei der Einführung der neuen Zivilprozeßordnung neben an: deren Krengcrichten auch Ein solches in Trautenau nack) Einholung des Gutachtkns des böhmischen Landtagks zu errichten. Der Minister wies auf die übertriebqne Bedeutung “hin, welche dieser Frage beigelegtwerdc. Eine obxktive, gerechte Entscheidung solcher Detailfragen werde unmöglich gemacht, wenn dieselben zum Anlaß großer Aktionen gemacht würden. Die Regierung w-erde di? Frage objektiv entscheiden, lege aber Einspruch dagcgen eiii, daß daraus der Schluß gezogen werde, daß sie je nach Art der Lösung als Feindin oder Freundin der Böhmen oder der Deutschen hingestellt werde. Die Regie- rung werde trotzdem nicht gegeii die Déutschcn und nicht gegen die Böhmen, sondern mit den Deutschcn und mit den Böhmcn regieren Weiter bemerkte der Minister, di? neue Zivilprozeßordnung werde am 1. Januar 1898 in Kraft treten; die Vorarbeiten seien beendigt.„ Eine Anzahl1üngcrer Justizbcamten werde wegen bczuglicher Vorstudien nach Sachsen entsendet werden. ,
Dir „4880018210112 x)1'0Z1'S§§1§tx1" hat in einer in Triest abgebaitencn Versammlung beschlossen, an den Reich5rathswahlen theilzunebmcn.
Frankreich.
Die Kaiserin von Oesterreich ist gestkrn in Kap St. Martin eingetroffen. . _
Die Deputirtenkamnisr nahm gestern_ eme Gejeßßs: vorlage an, durch welche die Regierung ermächtigt wird, sqvtel Orden der Ehrenlegion zu verleihen, als Inhaber dieses Ordens sterben. ,
Der Kommandant des Levante: Geschwaders, Admxral Pottier hat, dem „W. T. B.“ zufolge, Befehl erhalten, den
ebenso_wre tm vorigen Finanzjahre, auch im Voranschlage für d9s n_achfte Jahr gelungen sei, durch die wirklichen Einnahmen die Wirklichen YuSgaben und auch die erheblich herabgemin: derten Kosten fur Eisenbahnbau zu decken, ohne zu irgend welcher Anleihe Zuflucht nehmen zu müssen.
Türkei.
Dem _Wicizer „Telegräphen-Korresppndenz-Bureau“ wird aus Konstantinopel gemeldet: Eine offizielle Mittheilung verkünde, daß am morgigen Geburtstage des Sultans nur Mittags eine Geschüßsaive werde angeben werden. Das Abbrennen von Feuerwerken bei der bends stattfindenden Jaumination sei verboten. Als * weck dieser Verfügung werde angegeben, daß dem Publi um kein Anlaß zu Be- unruhigungen geboten werden solle. EinigeVotschaften hätten die zur Bewachung der Botschaftsgebäude verwendeten Ma- trosen-Detachements verdoppelt, da gerüchtweise versaute, es seien für morgen Unruhen seitens der Türken zu erwarten.
_ Die Botschafter traten heute zu einer Konferenz zu: jammen.
Schweden und NoWegen.
Aus Christiania bcrichtet „W. T. B.“: Der Zeitung „Verdens_ Gang“ zufol e seien zwei schwedische und zwei norwegtscheMitglie er des UnionScomités beauftragt worde_n, die verschiedenen Standpunkte in der Unionsfrage dergestalt u formulieren, daß dem im September zu einer Sißung zu ammentretenden Unionscomité bestimmte Vorschläge unterbreitet werden könnten. Die norwegischen Mitgliederfeien le hStaaWMwokat (Heß und der ehemalige Staats-Minister
e 1“.
Amerika.
Nach einem in New-York eingetroffenen Tele ramm aus _arzanna ist, wie das „Reuter'sche Bureau“ mei et, in dem Fluß Canto (Provinz Santiago de Cuba) das Kanonen- boot „Reiampago“ durch einen Torpedo zerstört worden und gesunken. Ein Theil der Mannschaft wurde von dem Kanonenboot „Centineia“ gerettet. Fast alle an Bord beider Kanbnenboqte befindlichen Mannschaftsn, einschließlich der Kapitäne, smd verwundet worden.
Afrika. Aus 91, ordat in Maffowak) eingetroffenen Nachrichten
zufolge hai ich bisher nichts Bemerkenswerthes in der dortigkn Gegend ereignrt. -
Parlamentarische Nachrichten.
,Die Berichte 1":er die gestriqen SiHungen des Reichstages und _des Hauses der Abgeordneten be: finden fich m der Ersten imd Zweiten Beilagk.
- In der heutigen (156) StHUng NH Noichstages, welcher der Staatssekretär drs Znnrrn, Staats: Minister Dr. von Boetticher Und der Staatssekretär des Reichs- Schaßaxiits ])1'. Graf von Posadowsky beimohnten, wurde die zweite Berathung ch ReichshaushaltS-Etats für 1897/98 fortgefeßt, und zwar beim Etat des Neichs- Schaßamts, zu welchem folgender Antrag des Abg. [dr. Hammacher (nl,) vorliegt:
„daß für jedén nach Artiksl 36 der Rrichsverfaffunq zur Er- hebung urid Verivaltuwg ier Zölle berkcbtigtrn Bundesstaat Sine Behörde LMJLL'iÖtk't oder besiimmt wird, welche über die Höhe und Berechnung OLS Eingangszbliks für ausläiidischs Waaren dsn Inter- essenten mit der Wirkung Auskunft ertbsils, daß die auf Grund dieser AuÖkunfi eingefübriern und Verzokltén Waarcn keinkr Nach- yerzoiiung wegkn Jrrtbums dsr Auskunftssic-[ie untsriiegen, und ierner, daß unter Abänderung des § 12- ch Vereibs- Zollgéskxzes Vom 1. Juli 1869 die Entscbcéidung übkr Beschiv€rd€n wygcn Unrich1ig€r Anwcyduyg dLs Zolitarifs im Linzsinen FaÜe. durch verwaltungsgerich11iche Bcbörben, bei reren Zusammrnseßung rxaxrenkundige Sachverständige zu berückfichtigcn sind, oder durch SÖikkögkrichtc zu erfolgen bat.“
Bei dem Titel: „Gehalt des StaatssekretärS“ (24000 «(H) erhält zunächst das Wort der
Abg. Lcnzmann (fr. Volksw.): Es empfiehlt sich, die Von dem Abg. Hammacber vorgeschiogens Bebörde nicht als Landes-, sondern als_Reichsbebörde ein,:urxchten, damit nicht Verschiedenartige Aus- kiinste eribeilt und Entscheidungen getroffen werden, wodurch drk Betheiligten oft arg geschädigt werden. Redner weist auf die bekannten Fälls bin und bedauert, daß die verbündeien Regierungex fich so unbrdingiablebncnd verhielten, weil angeblich nur Wenige Fälle vorgekommen (eien. Dem Hause“, fährt Redner fort, find allerdings nur wenige Fälle bekannt geworden, aber wohl nur,“ weil man gesehen hat, da das Angeben dss Hauses nichts nüst. Das Idealste wäre, die Entf eidungden ordentlichen Gerichtsn zu übertragen, wii? das in andersn Staaten rrchtensist. Redner beantragt,im Anfrage Hammacher im ersic'n Theile eine Reichsbebörde einzufügen 2:1? im zweitkn Theile die Einrichtung eines Raichs-Zollgerichts zu or ern.
Bei Schliiß des Blattes nahm der Abg.]31'.Hammacher das Wort,
__Das Haus der Abgeordneten seßte in der heutigen F1.) Sißung, in xvelcher der Präfident des Staats-Minifteriums,
eichskanzlxr Furst _ zu H ohe_nlohe, der Finanz-Minister Dr. M i qu el, der Minister der offentlichen Arbeiten T hi e l en, der Minister der qctstlichen 2c. Angelegenheiten 1). ])1'. B () ss e, der Minister für Lapdwirthschaft 2c. Freiherr von ammer- st ein, der Justiz:Mmifter S ck 6:1 |th und der "mister des Innern Freiherr v o n d er N e cke zugegen waren, die erste Berathung des StaatshaushaltS-Etats für 1897/98 fort.
Geheimer Ober-Regierungs-Ratb Or. Althoff: Der Abg. Dr.
Dienst dem Kommandanten des „Vugeaud“ zu übergeben und
Bxdauern, fragen ob die Ver aat ichun dex Honorare als das kleinere Uebel zu betrachten ist. oweit sin wir aber noch_ nicht; wir wollen erst die Reformversucbe abwarten; uber die Besoldungsverbeffemng bat die Unterrichts. verwaltun ihre Auffaffun schon wiederholt bier dargelegt, Yin: sie en guf dem tandpunkte, daß das altbewährte Systetp de_r irzdtpiduellen Beures'ungfder ?onorare beizubehalten ift, weil em embeztltckoer Maßstab fur die Ge altsbemeffung für die Pro- fessoren sich nicht auffteUen laßt. Aber die Unterriibtsverwaltun hat schon seit Jabren das Yedürfniß allerdings anerkannt, den “rofe oren zu einer großeren Stchersteüunkz ihrer Gehaltsverbältni e zu ver- helfen. Es muß fur_ die Pro efforen in erster Reibe _ein festes Gehqlissvftem durcbgefqurt Werden. Die ordentlichen Professoren in Berlin folien em nfangSgebalt von 4800 «(ck und von Mr zu vier_ Jahren „eine _Alterszulage erhalten, die Pro; fefforcn der ubrigen Universitaten 4000 bis 6000 «(€ und eben- falls 5L_llterszulagen; die außerordentlichen Professoren in Berlin 2400 bis 4800 26, dit? an anderen Universitäten 2000 bis 4000 „“ Diese Ogße find zwar mäßig bemessen, es handelt sich aber hier nicht wie bet, qnderen Beamten um Normal- oder Höchstgebälier, sondern um thmaigebalter, und xs können nicht nur für auögezeicbnete Lebr- krczfte, sondern auch in anderen Fällen Erhöhungen eintreten. Diesks Gehaltssystem sol] nur eine Regel sein, von der AuSnabmen emachi werden können. Es werden erst die Erfahrungen einiger abre abzuwarten" sein, ehe man die Sache übersehen kann. Aus- riabmen sind nczturlicb nur MÜNZE wenn objektive Gründe vor. it;?én. Eanelheiten und statistisches ateriai werde ich in der Kom- mi, ion ge en.
Präfidsni des Staats - Ministeriums, Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe:
ch bin zu meinem Bedauern genöibigt, beute wieker einmal gegenüber meinem verehrten Freunde, dem Herrn Grafen zu Limburg- Stirum, Sinige Bemerkungen zu machen. Der Herr Abgeordnete hat gestern diS Beziehungen des AuZwärtigen Amts und des Ministeriums der auswärtigen Angslegenbeitkn „zur Presse berührt und einer abfäiligen Kritik iinterzogen, wie ich aus den beutigc'n Morgenjournalen ersebsn babe. Er erkennt zwar an, daß das Auswärtige Amt mit der Présse in Verbindung stehen müsst; er verlangt aber, daß von dem Verkehr mit dem Auswärtigen Amt diejenigen Zeitungen aus- geschioff-In werden sollen, welche „gegen andere Ressorts intrisuieren*. Jeb kann mir nun kein rechtes Bild davon machen, wie eine Zeitung gegen ein Ressort intriguieren kann. Vielleicht sollte das heißen, daß der Minister der auswärtigen Angelegenheiten einem Journal, das gegen einen Resort-Minister, z. B. den Justiz-Minister oder dra Landwirtbschafis-Minister, Opposition macht, die Verbindung auf- kündigen folie. Ich gestehe, daß ich eine solche Forderung nicbt für ganz ernst nkbmen kann, -
Der Hkrr Abgeorbnxie bxklagt dann, daß untergeordnete Leute empfangen würden. Ja, soll Denn für das AuSwärtige Amt eine Art Hoffäbigkeit drr Journalisten eingeführt Weiden? (Heiter- keii.) Ick) msine, die Erfahrungen, die mit Herrn von Lützow ge- macht wordsn find, könnten uns in dieser Beziehung als heilsame Lehr? dicnen. (Heiterkeit.)
Der Herr Abgeordnete beklagt ferner, daß der Prozeß Lecker:- Lüixow überhaupt nicht vermikdkn wordM sei, und daß man nicht kön Unfug durch Verhandlungcn mit den Ressorts beseitigt babe. Erft im Laake der gerichtlichen Untersuchung hat fick) berausxzestelit, wie ich vorweg bemerken wil], daß durch eine Reihe faischer Auskünfte eines Kriminal-Kommiffars über den Ursprung bon Zkitungsariiksln wiederboli Verdacht und Mißstimmung unter bobén Beam1cn und gegrw solche erzeugt worden war. Selbstwersiändlich konnte Wegen der Verwickelung eines Kriminal- Kommiffars ais Zeugen in den Prozeß nicht auf die Strafverfolgung der gerügten Preßtreibereisn ve'rzicbtet werden. (Sehr wabr! links.) Aus Achtung vor den Gerichten kntbalte ich mit;!) zur Zeit eines Weitkren Urtbeils üéer diesen Kriminal-Kommiffar, so lange das ein- geieiteie gerichtliche Strafverfabrkn noch schwebt.
Der Prozeß Lcckbrt-Lüßow war aber an sich r-oibwendig und iiicht zu vrrmeidsn. (Sehr iichtig! links.) Ich war verpflichtet, den Strafantrag zu stelXen. Es Handelte sich um verleumderiscbe Be- lsidigungen von Beamten des Hofs und des Auswärtigen Amts. Da wäre mit Verbandlangen zwischen den Ressorts nichts zu machsn gewesen; Es mußte an das Gericht und damit an die Oeffentlichkeit gegangen wkrden (sehr richtig! links), und ich stehe nicht an zu erklärén, daß ich die Hilfe dks Getichis auch ferner überall “da in Anspruä) nehmsn werbe, wo ich Verleumdungen und Bsieidigungen gegen Bkamtß in der Presse begegne. (Bravo? links und im Zentrum.) Diesrm Vorgehen widerspricht nicht die preußische Tradition, sondern fie Erfordert es.
Ich bemerke dann am Schlusse noch, daß Freiherr Von Marskbäa in dem ganzen Prozeß nicht vorgegangen ist, ohne fortlaufend das Staats-Ministerium in Kenntnis; zu saßen; er hat von diesem die Z"“ stimmung zu seinem Vorgehen erhalten. Wie man daraus einen Mangel an Einheitlichkeit des Ministeriums herleiten will, ist mir nicht erfindlicb. (Sehr richtig! links.) In allen politisckpen Grund- anschauungen - das erkläre ich hirrmit _ besteht vollkommen Ueber- einstimmung in dem Ministerium. (Lebhafter Beifall.)
Aba. Freiherr von edli und Neukirch (fr. kons.): Ick be rüße es mit Freude, da der inisier- rä dent die volle Einbett- liiZkeit des Staats-Ministeriums festgeste t at. Denn eine s01chk Einheitlichkeit ist dringend nothwendig im Interesse des Staats und der Krone. Ick wünsche nur, daß die Einheitlichkeit fich au_ch,bk- merkbar macht in einer stetigkn und zielbewußten krafkksk," Regierung. Wenn sich die Erklärungen des Minister - Pra- sidentsn benoabrbeiten werden, dann werden die Befürchku" “"- denen Graf Limburg Ausdruck ab, beseitigt Werken. Was den „ “U yon Lüyow-chkert betrifft, so Kad keine Bedenken daraus berzUWtM- daß zum Prozeß geschritten worden ist. Ich halte in diesem Falle den Weg in die Oeffentlichkeit bis zu einem geinn Grade für „ckck?"- Was Befremden erregt hat, war, daß ein eamter der PölklsÖW Folizei in der Lage war, ein so frivoles Spiel oiche Verbeßung in der Presse zu treiben, u -“
Sattler hat gestern eine Vejoldunngerbefferung für die Profefforen
Ls nur möglich war, auf Grund eines Prozesses diesem T?!"
und -. k
on ie Verbesserungen, YB?! ÖYn sdext gVerkehr sick) vermindert und. die Eisenbahn- ejnnahénen schwinden.. Die Einnahmen der Etsxnbabnen sind s-br vorsichtig veranschlagt, wdaß man sogar e_me, Stagngiiön 117111“!an kann, ohne daß der Eiatsansaß unter1chrttten_ wurde. Die Eisenbahnverwaltung at _in xbrkn Erneuerungs; urid ionsttgen Fonds große Reserven, sodaß wir die Mebrauögabe fur die Gehalts- aufbefferung aufbringsn können, nxenn_ mcht „vom Reich aus enge arge «töxung des Gleichgewichts berbngefubr: wnd, uni) zvenn wir fort- :311an in der kpfleglichen Bebqndlung der „Ctnnabmen und 'ngse Sparsamkeit walten l_affcn in Bezug au die ermebrung der dauernden AuWaben. Bezüglich chRetch spre e ich nicht von einem großen einmaligen Bedarf zur Starkuyg und_Verbcfferung unserer Wébrkrafi; eine solche Außgabe “zu l'etsteii wurde einx Ebrenpfiicht Nr Preußen sein. Denn je fester die Friedensgaraniien sinb, wozu („;ck eine gute Rüstung gehört, desto „bene'r werden unsere Finanzen (tébkn. Als Entgelt dafür s oute das Reich seine dauernden 'Ausxzaben aus eigenen Mitteln decken. Gegen die Anregung des Abg. Richter,_kdaß das Haus cinwirken solle auf eine Ermaßtgung per Eisenbahntartse, habe (ck ausdrücklich früher schon Verwahrung eingelegt. Jn AuSnabrne- fällen kann eine Tariffraae wohl hier verhandelt weihen, aber nicht .»; allgemein. Eine Ermäßigung drr Personentanfe ist griind- ?zßljch nich zu biliigen, nur für __die Probuktwnémtitel kann eine Ermäßigung der Tarife ,gkbrlitgt werdrn. Bei der heutigen Lage des Errverbßiebxns "find“drmgitckxer, als_bilitge Tarife für die Industrie billige Tarife? fur die lazidwiribscbasiiräyen Produkte. Durch Spezialausnabmetarise sollte dx? andrxtrtbjckxait ("„ die Lags geseßt werden, biliige't in die großxn Konfupiitxiisgebtete zit gelangcn. Die Versorgung Obericnble'fiens' mit Schwemexletscb und Speck wird ja dkmnächsi das Haus beschafitgen mfoiJe eines Anirxgcs auf Schließung der Grenzen. Die inländische Viehzucht konnte deri Brzug aus- wärtigkn Viebes ersetzen. Weise Sparsamkeit „muß gcnrr Mrdey, nichtauf Kostka der Kultuxaufgaben, dknn ans diesen "b;?rubi dre Hoffnunß auf kräftige Entw1ckelung . des Volkss. _,Es wurdx zu be- d'aiiern sein, Wenn von den altpreußzxcbén Gxundsaßen abgewichz'n und :me brausmere Verwaltung _etngexuhrt ,wurde. Dkk Auficmyung drr wiribschaftlicben Verbaltniße xvtrd von der Landwirib- schaft nicht mitgemacht. Graf Limburg bai gestern schon die int nach Ablauf dsr HandsiSVcrtrage berpwchkn. Cimas Vesiimmtcs kann man „darüber heute kaum sagen., Abexr die Neurrgelung sollte jedenxalls nicht auf Kosten der Landwirtbschast geschehen. Es wäre unverstandig, wxnu Deytjcblanb nicht „seine ganze Kraft und Macht für„ seine Landwtribsxhait m die WJgiäpaie legen ioUte. Wir haben nicht mehr zu langs-Zeitbrs zum Ablauxder Hankels- verträgk. Wären wir beffer vorbereitet in die erbandlu'ngen eingetreten, io Hättsn wir 1891 mebr erreichi. Wir hatten, wre_ andere Lander uns zunächst einen hohen Geyeral-Tarif schaffkn' mussen, jedenfails soiiien wir jkßt eine solche Einrichtung treffen. „Bis zuzn Ablauf Yer Handelswerträge werden wir uns mit den kl'einen Mitteln behelfen müffen, mit denen der Minister noch energiicher vorgeben fönr-ix. Jm andels- und Gewerbe-Ministeriym könnte noch mazicbes fur don iiitelstand geschehen. Aber Es ist, un_ter dem Vorganger des (Wigen Ministers manches geschebcn, Was in 'die Jntereffcn 169 Mittel- itandes eingegriffen bat, namentlich rscbn? tch dazu „dre Backereivkr- ordnung, Mit der Handwcrkerorganisatwn muß endlich Ernst grmcicht werden. Wir sind bis j-Ht hinter aykeren deutschen Staaten zuruck- geblieben. Die Industrie bedarf kemeJSchßes mehr, wohl aber das Handwerk. Man sollte sicb die intensive und [[LbEVOÜc Pflege drs Handwerks in Württembegg m]?) Hxffen zucgi Mustkr nehmen. Die Vermehrung der Richter 111856117qu eiiie alte Yorberung. Es darf abkr nur auf das wirkliche Bedurfmß, nicht aus die Be- schäftigung der vielen Affxfforen Rücksicht gbnommen wxrden. „ Nack)- dem dre Justiz-Nobeüe gefaüen ist, möchte ich der ngtcri-ng die B2- rufung an die Landgericbje ans Herz lege» „thagean-Zrth i_rare 55", ob nicht auf dem Vcrwaitungswege den unichuldig Vérutibeiltcn Stnr Entschädigung gewährt werdsn könnte. Auf dem Esbret der Volksschule könnte noch manches geschebsn, _nichi mmdcrwaber “iir die Geistlichen, und zwar vornehmlich fiék' die evangelixäybn. Di? kaiöoliscbcn sieben günstiger wegen'dsö Zoitbats. Brbaucrlick; ist, daß für Tie M*edizinalreform keine Mittrl tn bsn Etat cmgssikiit iind. Was das Vkreiäsgeseß bitkifft, so ist nur die Zuscige bsi: Auf- hebung des Verbots des Jnverbindungtrzxténs der Bkremc vxbm Rsickyxkanzler gemacht worden. Die Fretbett_ bes Vereinsa gnd Ber- ?ammiungsrechts wiÜ ich aucb, Außwücbse dreies Rechts mußt? i_nan abxx beseitigen, und ich bedauere, 7,5913 Herr Satticr dreskr chorm nicbt geneigt ist. Zu drsjsn_ Ainvycbsén gehört “rer Besuck) yon Versammlungen durch Mmderxabnge. An dem Drei-Klaffen-Wablsystcm Werden wir, so lange festhalxen, als um? MMZ Befferes geboten wird. Das Rerchswxblxecht isi nichts Bßffexes, Eins Reorganisation der politischen und _Krrmmalpbltzei ist drmzzend errcsrlicl). Wir müssen für die politische Pblizxt weizr M1112l aufwenden. Den Austausch der, Ober- Prasidml : Rgtk)? mit Provinziai-Rätbrn bsgrüße ich mri Freudkn„ sie muffsn bas braktiscbe Leben mehr kennen [LMM- ais rs bis xeßt der Jai] ift. Die öffentlichen Anqeirgenbeiten dürfcn mchi Vom grrxxien TtsÖ aüem Zeieikét ivrrden. Die Aussichtrn drr ngiUUUJZ-YUEffOWn Werben mesr ungünstiger, und man nimmt fast 1111!" noch wohlhabende, nicbt Floß wjffcnscbaftlick) gut gebildete Rexerendare an. “Das ist "'Ihr zu bedauern im Zntcrrffe unserer_ ganzen StgatÖVer- 92011119. Die wichtigsten Dkzernais bßxindcn fich m den Yandkn Von Afféfforen, und man Verlangt die MebranstkÜUUJ VM Äkgiekungs-Räihen. Man sbiitc die Sache an der Wurzel fassen und dZS_D-„'zer1traiisatic)ri allgemein durchführen. Ick behalte nur vor, WL Fragen beim Ministerium des Innern zu begryndkxz. Die Yuf- Zkffkkung der Beamtengebäiier ist vkrsprocben und 8111 bringendes „8e- dUZfUiß- Allks kann man aber nicht auf einmal machkn. Die Unterbeamten :nuffey fich j-Lyt bischeiden. Die Regierun s- Ratbe_ bcffer „zu steslisn ck die Landrathk, liegt keinAnlaß bor. a abkr die t€chnzsch9n Kk.- lekUlis-Rc":the nicht weiter binaufrücken könneiz, so ist LS'UÖUJ, daß .ie etwas besser gestellt werden als bisbkr. Vor "611181: mechantschkn RWT- 1Uni; sOÜt-s man fich aber hüten. VicUeicht warsdis Sache ietchxkr ge- Wesen, Wenn man die ganze Sache generell gerrgelt baité fUr sammx- liche Beamte. Ich hoffe, daß die StaaiSregierunJ nn Ganz-zn !O knkkgkscb geleitet werden möge wie die Finanzverwaltung.
(Schluß des Blattes.)
2 * Bei der heute oorgenommene'n Ersaßipabl zum Landtage im 9. Wahlkreise dcs Regierungstbeztrks Wies: aden (Stadtkreis Wiesbaden, Uittertaunusireis) wurde, dein *- «TV“ zufolge, der Stadtverordnete Wintermcycr m Wiesbaden (freistnnige Volkspartei) mit 193 von 302 ab- gegebenen Stimmen 'zum Mitglied des Haus es der Ab: Ikordneten gewählt. _
"" Dem Hause 5er Ab eordneten sind die ontokoiie der VZrbandlUngen des Landges-Eifenbabnraths im Jahre
geftkrn die Lage des Ausstandcs besprochen; Bei .Sagebiel", wo in beiden großen Sälen sechs- bis achtiau1end Perfonerx versammelt waren, erstattete Pfannkuch Bericht und bestritt, dar; die Sozial- dem okraiie zum Ausstand gebeizt babs. Nachdem der Auésiand, angebrochen sei, babe die Sozialdemokratie die Ausftänxigen n11k materiell _und durch Ratbfcbläge unierstüßt. Schließlich wurde etne,ResolatiotZ ange- nommen, durch welche den Ansständigen Sympathie ayßgedrucxt und die bestimmte Erwartung auSaesprocben wurde, daß die ?ltbettgeber alles aufbieten werden, um die schwebenden Verhandlungsn zu fördern und einen beide Theile ebrenden Friedkn herbeizuführen. Solite wixer Erwartxn die Unternehmerscbaft den Frieden wisder ablebnrn, so set dies? cxllem Veraniwortlich; den Ausständigen wird aisdann noch tbakkraftigere Hilfe zugesichert. Die Behörden werden ausgefordsrt, Voile Neutralität zu beobaehten. _ Jn sämmtlichen gestern abgebaiicnen Versammluiigen der Ausständigen wurde der am Sonnabend von der Arbetiex- kommission den Arbeitgebern unterbreitete „Antrag (betreffend bie Einscßung eines Ausschuffks von je 3 Arbeitgebern_ und 3 Arbeit- nehmern) eingebracht und eine Resoluiwn vorgexchiagxn„ welche die Zusiimmung zu dem Antrag ausspricht, als dein _c'mzrg gang- baren Weg, auf dem ein' dauernder Friede? bkrbeigefubrt werben könne; denn durch die Wiederaufnahme ber Arbeit ohn: vorherige Versinbarungen würde der Friede mchi zu stande Yommen. Sowohl der Antrag als die Resolution fanden die Zu- stimmung der Versammlungen. Der Arbeitervsrtrster Doering bemrrkie, die Hauptfrage sei auf seit?!) der_Arbeitgebcr die ,be- dingungsiose Wiederaufnahme, der Arbeit, atis seiten der Arbeiter die Entlaffung der jest an ibrkr Stelle Arbeitendkn. Vorlaufig set kein Endergebnis; erzielt und kein Beschluß geiaßi _wvrden. Die Tbeiinebmer dér Besprechung _am Sonnabxnd feier) freundschaftlich außeinandergcgavgen. Eine Mittheilung uber weitere anberaumte Verhandlungen ski ibm bisher nicht zugegangen, er glaube aber, daß solche in nächster Zeit stattfinden würdkii. '
Aus Wüstegiersdorf wird der ,Köl_n.Ztg.* ielkgraiöbiert, dczß gegen 200 Weber der M. Kauffmann'!chen _Zeinenfabrik m Tannhausen die Arbeit niedergelegt haben. Sie Verlangkn Lybn- erhöhung und Abschaffung dcs Prämiensystems, nach wxlcbem [e_dsr “ster, der monatlich über 30 „FH Vsrdisnt, 13 ;“ Pramrs erhalt. Der Fabrikinbaber ist als arbeitersreimdlrch bkkannt. _ _
Hier in Ber lin babkn, einer Mittbktlung im „„VorWarTs“ zufolge, die Former und Gixkzerei-Arbkitsr dsr Firma J. Ziemdorf wsgen Lobukürzung die Arbeit Eingestellt.
Kunst und Wissenschaft.
Die bysiologisäpe Gesellschaft und der Physikalische Verein FU Berlin veranstalten at_n_ Freitag, den 22 d. M., im Auditorium des Physiologischen Instituts eme gemxtnsamo Ge - dächtnißfeier für E. du Bois-Reymond. Dre Gedßnkrede wird Professor J. Rosenthal aus Erlatigen halten. Bei dsm KasteUan drs Physiologischen Instituts isi eme begrenzte Anzahl von
ulaßkarten zu disser Feier für solche Verehrer 1an Freunde des per- Zorbknen Geiebrtsn _niedergelegt, die nicht Mitglieder Link!: der beiden genormten Gesellscbasien find. _ .
- Für cinr würdige Feier des 25jabrtgen Vestcbexts der deutschen zoologischen Station zu Ne_apel54m 1. „April d. J. werdc'n schon jxßt in biesiwn Geiebrtenkreifen „Vorbereitungen ?];- iroffen. Der Tag soil außgsstaitet werdcn_zu Unem Ebrentage" ur 131“. Anton D ohrn, der die Station bkgrmidet und zu drm großien zoologischen Laboratorium seinkr Art ausgebildrt bat. * "
- Das Comité zur Errichinng Liliés Dénßmqls xu'r SchulzL-Delißscb bislt am Sountas, nachdemiu» Mitglieder die im Fefisaaie OLS Ratbbausrs agsgcstciitsn 49 Eniwurjb Eingebend besichtigt batten, unter dem Vorm; des Geheimen Medizinal-Rcszs, Profesws Virchow Sins Sißung ab,_ uni Ö62B811ch1 “res geschasts- iübikxiren AuIschuffcs über skins btébrrtge ngitgkeit rnigegexi zu nsbmcn. Professor Virchow Lrstatteie dcnieibxn tritt smem Rückblick auf die Entstehung der Dexikmals-dee bis zit 1bre_r nu_n- mcbrigcn VerwickliÖung. Sodann UinJ_€r aufdie Entwurfs. naber ern. Der eugsre Ausschuß bat sick) Danach sur den mti ksm HMthkn'PkklsL ausgézéichneien Entwurf von Hans AZXYFW 8ntschtcden, we'll die? nge W Dsnkmaiplaßes, der ein unre'gslmaxiges, langes, . schmalgs_ Dkkikck bildet, einrn Gruppen-Vorbau vor de_m Denkmal nicbt zulaßt, obne disch sslbst in sriner Wirkung abzuycbzvachen, Dxr mit dem ersten Preise ausgezricbnete Entwurf Cnibléls 8111611 solibc'ri Gruppßn-Vorbau; bei ka zweitbesten Entwurf bifinden sicb dagkgey die Frgursn-Gxupben zu bride'n Skiken des Sockels. Für das Dknkmal icibst, obne die Funda- menticrmigs-Arbkiten, ivaxkn in deni Wkttberbs-Ausycbrctbkri 120- bis 140 000 ;“ angenommen; dis ausreubts StZZu-Z Schulze=Delißjchs soil aus wsißem, irrix-sxbariem Marmor, Dkk Sockel ans Gram: und Die kcnkcibsn umgrbcnden Bildwerke ag? Bronzr bergesieliiwerdkix. Bildhauer Arnold hat Einen genaue'n Kosiegianfchiag noch 111ch1_ aus- stSÜM könneri, glaubt das Denkmal abcr silk 120 000 ;ck; ansfabrén imd bi“,1 zum Jahre 1899 voilenden zu können.
Handel und Geuwrbe.
Der Zentraiausschuß der Reichsbank war, auf, heute Vormittag 10 Uhr zu einer Sisung berufen. 'Der Vorsißeride, Präsident des Neichsbank-Direktortams, Wirkliche Geheime .Ratk) ])r. Koch beleuchtete die Zahlen „der vorgetragenen neuen Wochenübersicht. Dieselben ergäbeii nicht nur, daß xs troß der ungewöhnlich großen Anspannun? richtig JLWLscU, eine weitere Diskonterhöhung zu vermeiden, andern _daß auch die Zett ge- kommen sei, eine Ermäßigun des'Dtsionis vorzupehmen, wenngleich die Industrie (WZZM dic Mitxcl dcr Reichsbank stark in Anspruch nehme. Die nlage habe seit Ende. dxs Jahres um 246 Millionen, in Wechseln aliein um 171 Millionen ab: genommen; das Metall habe sich um 52 Millionen vermehrt, und statt dsr Ueberfchreitung der Notengrenzc 'bqbe sich eme steuerfreie Notenreservc vqn etwa 89 MiÜionen ange: sammelt. Da der Privatdiskont am offenen_ Markte ferner auf etwa Zl/2 Prozent herabgcgangcri und eine weitere Er- leichterung u erwarten sexi, _auch die fremden Wechselkyrse günstig stän en, so beabsichtige das Reichsbank-Dtrekwrium eine Herabseßung des Diskonts und des Lombarizzmßfußes uxn ein Prozent. Der Zentralausschuß war bierm1t einstimmig einverstanden.
Die Wochenübersicht der Reichsbank Lom 15. Januar 1897 bringt eine weitere wesentliche Stärkung des Standes zum Ausdruck. Der gesammte Kassenbestand im Betrage von 889 985000 (1896
auf 50/0 herabgeseßt worden.
(Foriseßung der Nachrichten über Handel und Gewerbe in der Zweiten Beilage.)
.
' VerkehrZ-Anftalteu.
Husum, 18. Januar. (233- T. B.) Amtlich wird gemeldet: Dampfschiff Dagebüll-Wyk-Apirum bat die Tagesfahrtkn wieder aufgenommen, Nachttouren noch mchk“
Bremen, 19. Januar. (W. T. V.) Norddeutscher Lloyd. FD. „Kronprinz FriedrichWilb€[m“, 71. Brasilien, bestimmt, at am 16. Jan. Nachts Dover passiert. PD. .Mark' hat am 16. Jan. Abds. die Reise v. Corusza n. Viila Garcia fortgex. PO. ,KarlSrube' 17. Jan. Nachw. m New.York angek. NPD. „Bayern“, v. Ost-Asien kommend, 17. Jan. Vm. in Colombo angef. NPT). ,Prcußen“ bat 16.Jan. Nachw. Reise V.Nea-pel n. Port Said foriges. NPD. „(Heraxk'at 16. Jan. 21de. Reise v. Genua n. Southampton fortges. SD. ,Werra“ 16. Jan. Mijas. v. New-York n. Genua abgeg. PD. ,Wittekind“, von La Plata kommend, 17. Jan. Abds. in Antiyerpkn angsk. YO. „München ", n.New-York und Baltimore bßiiimmt, 18. Jan. ' m. Lizard passiert. PD; ,Möwe“ bat 17; Jan. Vorm. Reise von Oporto n. Hamburg sortge1. NPD. „Prinz- einricb', n.Oft- asikn bestimmt, 18. Jan. Nachw. in Shang ai anaek. NPD. „Sachsen ', v. Ostasien kbmmend, 17. Jan. Vorm. auf d. Weser anqek. D. „Löwenburg', UBrasilisn kommend, 18.Jan. Nacbm.
auf Wescr angek. , _ ' -
Wien, 18. Januar. (W. T. B.) Die mehrtagtge Störung der Telephoniinien WienkPrag und_Wien-Verlin ist nach Usberwindun Kroßer Scbwrerigkeiterz Vorlaufig behoben. Infolge des andauerndxn ebeis war die ersiiung der_Dräbie bis zu einer Stärke Von 20 (3111 angewachsen, wodurch die iiärksirn Eiscnständsr Und Holzsäulkn zerbrachsn. _ _ '
London,18. Januar. (M.TB.) Unron-Ltntc. D..,Moor“ auf Heimreise heute in Southampton angexommen, D..,Greek“ gestern von Kapstadt abgegangen und D. „Tartar' auf dsr Aus- reise Sonnabend von Southampton anggangsn. ,
Cafile-Linie. D. „Warwick Caiile“ hat auf der Hsm:- reifs beute Madeira passiert. _ ,
Rotierdam,18.Januar. (WT B.) «x)oilanD-Amertka- LTinie. D. „ Werkendam“, von Rotierdam nacb NSW-York, geitern Nachmittag bon Rottsrdain abgegangen.
Theater und Musik.
Rasidenz-Tbeater.
In einer Mittagsvorsteüung _am Sonntag kam xine Komödie „Junge Ehe“ von Paul 21. Kirstein zur. Ausfuhrung; Der junge Dichter folgt modernen Spuren; er schildert bier mtt dem ganzen Apparat der Naturalisien, der sich_ in dEr Beborzugung der Milieuschilderung und in der absichtirchen NLckplqssigkeii in der Behandlung dEr Sprache zeigt, eme junge thrtitsteilerebe, in welcher drr Gatte das „Leben_ des Junggeyeilen meint fortführen zu dürfen. Die" wustenU Wirtbshausmanieren dss Gatten, di? Ungezwungenbeit 1911161? Freunde, die Gereiztheit und das Schmoilen, der [i:ngen Frau sind treffend wiederge eben; aber über äirßerlrchs Schilderun en kommt der Ver- faffcr ni t hinaus. Ssin Strebsn versteigt si sklten so weit, ein echi€s Gefühl oder C'cnste Gedanken zum Außdruck zu bringen, und wo er es versucht, mißlingt es, wie die Gestalt bsr fur king aus- aegebenen Ratbiieberin beträii). Unisr „dEr naturalistischen Hulle" birßt sich dann Line Handluna, die in ihrer Anlage stark an die bubnen- iecbnicben Hilfsmittsi Töpffsr? und [W Von „den Moderner) viel 9?- schmä ten von Mosrr erinnsri, nur babén diese Lusispteidtchtér mit viel größerem Geschick, mi! bebagiicherer Laune'und untskr gesellschaftlich liebenswürdigeren Formen_ dsn bedrohten Frtkden einer angen Ehe wiedérbergestelit. Aus Mißbrrstänbyiffkxx YUV falscheerorpxegelungen crgeben fich übrigxns auch in dsr Kirstetn'rchenKomodte einige lustige Scensn. Um die Auffübrung machten fich,d:€ Herren Carl beön- feld und Jarno, sowie Fräulcin Lux vrrdicni, welche die tbranen- reiche Und kindlich troxzige junge Fran init Gluck gab.
Konzerte. | _ _ Frau Laura Stolzsnberg-Bierxz, 0160155011111 dss als Groß- herzoglich badischer Kammersängér und Proscffor dcr Gcsangskunst woblbekanntsn Bruno Stolzenberg, gab am Sonnabend, Y_Saal Bechstein cin Konzert, ivrickocs zahlreich bisucbt war. Die Saiigkrin, dic einc kiangvvüe und gut geschulte Siimyie besitzt, zsxgtx, zugleich im Vortrag dramaiisckoe Lebsndigkeii, wie 17155 besonders 111 “311er Arte ans der Oper „Der Widcrkpcnsiigen Zabmung“' von _Gos zu srkennsn war. Im Ve-riauf des Abends schien die Krgft der Sängrrin stwas nachzulaffkn , _ WOÖi-LÖ sogar mit- nnter die: Neinbsit der Jntsnation ms Schwauksn gerietb. Mit arofzec Wärms dcr Emvfindnng trug fie noch mebrerc Lieder von Schubert, Beciboven, Wagnsr und Anderwxor, und rrntete reiche und wohlberdiente Beifailsbkzeugunggn. Uytcrstußt wurde das Konzert durcb diegelungenen Klaviervorträgqbcs Pianist?" Gustav Lazarus, der nur selten in Berliner Konzcriiairn erschemt. Sein weicher An- schlag und die tief empfindende Art drs Vortragks wirkten in den beiden Rhapsodien von Brahms und in S„chu- marm's .Nachtstücken“ vorirsfflich. Alien seinen Vyrtragen wurde gleichfalis eine günstige Aufnabmx zu tbetl. 7- An demssiben Absnd ließ sich im Saal der Sing-Akademie die junge begabte Pianistin Sigrid Sun'dgrbn (aus Norwegen) zum ersten Mal bierselbst hören. Unter Léttung Busyni's außgebildet, zei ie sie eine für ihr zartes Alm schon recht erfreulich vorgeschritixne te nische Fertigkeit und eine geschmackvo11€ Vbrtrangeise: Vorzuge, die in Hens-th's Konzert mit Orchesterbizgletiungf m der Sonate () . 81 a von Beejboven und in der spanischen Rbapsodtß von Liszt, der ', ufoni eine wirkungsvoile Orchesterbegieitung bmzugefugt bat, voxtrxfflxckp zur Geltung kamen, wenn der jungen Dame auch noch sbrgfalitge Fort- seßung ihrer Studien anzuratben ist. Das mttivnkeride Phil- harmonische Orchester wurde von Herrn'Busom gelettkt. Allen Vortiägen dieses Abends spendete das zahlretch erschienene Publikum rei en Bei all. chDie jifmgc Pianistin Eugänie Dies aus Brunel gabgesiern im Saal Bechstein einen Klavier-Abend, den sie mit Praliidmm und Fuge, Nr. 2 (()-111011) aus Bach's ,wvbitemeriertetzx Klavier“ eröffnete. Ihr kraftvoller Anschlag und die Gelau gkeit ibrcr Finger Waren mehr zu lobrn, als die _Auffa ung, die unter Uebertreibung der Tempobewegung zu leiden atte; ähnlich erging es der Sonate 09, 2 ([I-111010171311Beethoven.."Neuere Kompositionen von Schumann und Chbpin gelangen der Kunstlerin besser. Das ganze Konzert, das ohne eme vokgie Abwechslng staftt- fand, hinterließ einen wenig befriexdigenden Eindruck und llkß kerne Würm? bei dkn Hörern aufkommen.
930715000) .“ zeigt der Vorwoche gegenüber eine Zunabaw um
WW Ukbst den dazu gehörigen Drucksachen 111890011927"
35 997000 (1896 Zunahme 32 727 000) .“; der Matailbest'and