__ .UWMch.M.»chchMWIWOW* .* *. *.*-„*.. ».» 4,1. , , €
_ „„,..«mmW-xVorftellung zwei in Berlin noch ni t _ _ ___ Aufführung: Ukkét'“déüi'Tit'e'l*“;Söißöüöerr'ét e' ge " Mossxre's
m Köui lichen Opernhaus: wird “mUäen Fuwperdinck's M spiel , nsel und Gretel“ unter Kaye mei er Suchee's Leitung eqeben. Deu Schluß bildet das Ballet „Phantasien im Bremer atbskeller".
Im Königlichen Schauspielhaus: geht morgen Naimuud's ubermärcben .Der Verschwender' in folgender Besevung inScene: berifta-e: Fräulein Linpner; Azur: Herr Kroko ; Flottwell: err
Awdk-5«Wo16 :.er; 1112111. 239181111111. „1 .Mo. „ck..Bosa2- au Evttrad; Chevalier Dumont: Herr Gru ; ein altes Weib: rau
amm. .Das Berliner Theater bringt am reitag als 19. Abonne- egeben Stücke zur
Komödie „].-08 kourbsrjss (10 809x111“ in einer Uebersk ung und Bearbeitung von Georg Droescher in Scene, und _zwar mt Auguste Prasch- Grevenberg als Scapin. Dem Moliéxre'xcben Stück _votauf LFU das einaktige Schauspiel von M. Loebel .Die Weisbett der spaxa“ mit Maria éosviscbik in der Titelrolle. _
ür das franzö ische Enssmble-Gaftspiel jm Lessing- Tbcater ist 'das angekündigte Repertoire zwar unveränkert bei- bcbalten worden, jedoch mußte dYe_ReibenfolZ_ez d_er VorstcUunaen eiae Aenderung erfahren uud zwar in folgender eixe: Die Eröffnungs- Vorsteuung am Montag, ken 25. Januar, wird „][-'rqu-kron“ bilden. Es folgen dann: Dienstag, den 26.. „1.0. 1301151011110“ und „11'050 (10 18. 817. 1181-5111“; MittwoÖ, den 27., „1110100110“; Donnerstag. den ZZ., „U'SZS 61160110“. „U011010Z1108“; F1eiiag, den 29., „1505 D0wj-17101Z08“. Am Sonnabend, den 30. Januar, verabschixdkn fich Marcella Zoffet, Antoine, Ikan quuelin und CamiÜe Dumény in einer kombinierten Voxftcllung, über Welche die Einzelheiten noch bésonders bekannt gegeben werden.
Im Theater Unter den Linden Wechselt der Spielplan dieser Woche insofern, als morgen Und Donnkrstag „Der SÖMSUU- ling“ und Frsitag „Giklktte von Narbonne“ gegeben wird. In der nächsten Woche gebt nebkn dem 1181: sixstudiertsn Ballet „Rund um Wtsn' Suppé's einaktige Operette „Flotte Bursche" in Scens, welcbe seit dem Jahre 1886 1111171 gegebkn wurde.
Jagd- Offizieller Iagd-Rapport.
Auf den im ereiche des Königlichen Hof- Jagdamtés innerhalb der leßten vierzehn Tage diekjäbriger Iagd-Satson abgehaüenen Jagden bei Berlin und _PotSdam find erlegt worden:
0111 5. Januar am Enténsang bei Potsdam 438 Fasanen, 3Hasen, 6 Kaninchen (Seine Majestät der Kaiser und König 270 Fasankn, 1 Hafen, 4 Kaninchc'n),
am_ 9. Januar auf dkn Feldmarken Kiekebusch und Roßis (Herr- schaft Königs-Wusterbauscn) 317 Hafen, 1 Kaninchen,
. am 12. Januar auf dkn Feldmarkkn Lankwitz und Mariendorf 521 Hasen, 1 Fuchs,
am 13. Januar auf 081: Feldmark Vornim 187 asen,
am 15. Januar auf den Fejdmarken Briß- uckow-Gxoß- Ziethen 817 Hasm (Sein? Majestät der Kaiser und König 398 Ha1en).
Zusammen 438 Fasancn, 1845 Hafen, 1 Fach und 7 Kaninchen, überhaupt 2291 Stück.
Maunigsaltiges.
Das Königliche Polizei-Präsidium macht bekannt, daß ApoWekerlebrlinge, welche eine Dispensation Von einzslnen Vorschriften des PrüfUngs-Reglements für die Apotbkkkr- gebilfen vom 13. November und 5. März 1875 (Ckntral-Blatt für das _Deutsche Reich S. 761 und 167) nachsuchen Wollen, in Zu- kunft mrt dem Gesuch alle zur Beurtheilung desselben dienenden Unterlagen (Zeugnisse über 171€ Jchulwiffenschaftliche Vorbildung, Lehr- und Servierzeugniffe 2c.) in Urschrift oke: in be- glaubigfxr Absckxxift einzureichkn haben. Gesuche um Dis- pensation von dem Erforderniß Liner ununterbrochenen Lebr-
nit müßt: ferner so zeitig gestellt werden, ibu Er- ledi s vor dem Terxoiu für die nächfie ApothekerWlfm-Prüfnug erw???- kann. Dies tft aber nur möglich, wenn dieselben in den ersten vierzehn Taxi] des Vierteljabrs, an dessen Ende die “fung abgele t werden ;o , hier eingeben. Später eingehende Gesu haben keine 11th au Berückfichtigung.
""'““ "*La-„Der- - !.oouw-M-a (; i 51 r Sto-LWBsubt-Mm " Springbrunnens auf dem Märkischen laß und einer monumentalen Si bank nebst Springbrunnen auf dem Andreasplaß ift ke Allerhöchste Genehmigung ertbeilt worden.
Die Markthallen-Deputation des Magistrats hat gestern beschlossen die Markballe 17, Dyrotbeenftraße/Reicbstags- Ufer, und Marltßalle 1T, ückletstraße-'Eéjenbabnftraße, mit Gas- glühlicht-Beleuchtung zu ver eben.
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Der Verein ehemaliger 24er beging am Sonnabend Abend in den Gesammträumen des Kroll'schen Etablissements sein 25. Stiftungsfest durch eine würdigeIeier, die Zeugniß ablegte von dem patriotischen und kameradschastxi en Geiste, der diesen jest 676 Mitglieder zählenden Verein beyeelt. Seit seiner Begründung hat der Verein im engstem Zusammenhang mit dem Regiment ge- standen, aus dem er beworgegangen ist, und das Jnfanterie-Regiment Großherzog Friedrich Franz11. von Mccklenburg-Schwerin (4. Bran- denburgiscbes) Nr. 24 batte denn auch diesen Ehrentag seiner ebe- maligen Angeböri en zu seinem eigenen gemacht. Die Regiments- kaveüe war von eu- Ruppin herübergekommen, um das Fest durch ihre trefflichen Leistungenzu verschönen, und einer der Feldwcbe des Re- aiments trug die Vereinsfahne, die von den aktivsn, Resewe- und früheren Offizieren aus Anlaß des Festes erneuert und mit einem Bande geschmückt worden war. An der vor dsr Bühne augkordneten Ebrxntafel sah man _im Kreise zahlreicher anderer Ehrengäste, von dknen nur der grew? (Hener-al der Infanterie von Zychlinski und di? General-Majors Becher und yon Albedysl genannt sein mögen , fast das gesammte Offiziers - Korps, den Regiments - Kommandeur Obersten abst von Obain an dsr Spiße. Die Festtbeilnebmer batten 1ch zunächst im Tbeatcrsaale versammelt, wo der erste Theil der von Kamerad (Kaufmann) Beer mit außerordkntlichm Geschick Horbereiteteen und geleiteten Feier fich abspielte. Nachdem die Weber'xckpe Iubel-OUVertüre verklungm war, Verkündeten Fanfarenbläskr in LandskneckptstraÉ-t das Herannaben des Zuges der Ehrengäste und Deputationen. Alles erhob fich 11011 den Maßen, als hinter den Ebrenjungfrauen, die den Zug Einleixeten und schloffen, dis ehrwürdige Gästalt des ältesten Vikrundzwanzigers, des Generals dér Infanterie Von Zychlinski fichtbar wurde, der vor kurzem das seltene Fest feiner diamantencn 0 zeit begangen hat. Dann bob fich ker Vorbany, und der Ebrkn- räfident des Vereins, Kamerad (Gebcimer Hofrath) Sämlz, begrüßt? in kurzer, körniger Ansprache die Festversammlung, wähxend im Hintergrundc Vor den aus Lorbeer- gebüscben bervorra enden Büstsn der drsi Kaiser Wilhelm 1., Friedrich 111. und ilbelm 11. die Deputationen mit ihren Fahnen Aufstellung nahmen. Jm Namsn dsr aktiven, Reserve- Und ehe- maligen Offizisre des Regiments überreichte nun Oberst Pabst Von Obain mit Worten, wechlé laut? Bxgeisterugg entflammten, die erneuerte Fahne, die der Vorfißende kes_B8reir-§, Kamerad (OberCelsgrayben- Assistent) DZLPLT in Empfang nahm und der dann auch noch cm von Fräulein Brodebl mit einem Verse über- brachter filbkrner Lorbeerkranz und Vsrscbic'déne von bkfreundetén Kriegervereinen aus Berlin, Spandau, Neu-Ruppin und Hayelberg, gestiftete Ringe und Nägel gewidmet wurden. Nach der Festrede des Vorsitzenden, Kameraden Herper, wurden Zurck) Kamerad Stage und 12 Ebrenjungfrauen 12 dem Verein seitseiner Begründung angebörende Kameraden mit dem Vereinßabzeicben in Siler geschmückf, und Kleie!)- zeitig übkrteichte Oberst Pabst yon Ohain Auftrage Seiner önig- lichen Hoheit dss Großherzogs Von Mecklen urg-Schwerin, des Chefs
. 11111171" ""'ek'neS' ' '
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, ai Verdienfi-Medaille- uf dees lebe:- Bilder die vom Maler thknccbt entworfen waren, schl is de ersten Theil der eier. ie vortrefflich gesteaten Bilder und der „. ihnen vom Hofs uspieler W111 PU: und ges rocbene wirkungs- volle Text fanden lebhaften Beifall. arb kurzer use begann dann das,;zxmxinscbaxthFex _FYKFM. „bei wclchenx-übex«1§00--Pe:so den (1117. 5757 e Etablissements einnehmenden Tafeln faßen, Das Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und den Groß. herzog von Mecklenburg- Schwerin brachte General Becher aus;
Regiments bézügl
EbrenßräsidkntexixNMäöéKSäsü säüsdä's'Regiment, des Pabst von Obam auf den Verein und dss Majors von Bredow au dte_ aus_Anlaß des KKW ernannten 8 Ehrenmitglieder schlossen s'
wetterhm an. _ Jm amen der Letzteren dankte General-Major von Albedyll in zundender Rede. Dann begann als dritter Theil des _Feftprogramms ein Ball, der die jéßigen und ehemaligen 24er mit lbkén Damen noch lange zusammenbielt.
„_„seiL kraftvoUen Worte fanden be eisterken Wid_e_r_bg_u_.,„Taaste M--, ' Obersten
In der Humboldt-Akademie beginnt morgen, Mittwoch, Abxnds 7-8 Uhr. Georgeristr. 30,31, der letzte Vortragecyclus dieses Wenterquartals: Professor Dr. A Trendelenburg, „Heldensagen in den Dram_en und ledwerken der Griechen“ (mit reichem Anschauungs- material). Zu diesem Vortrag ist der Eintritt für Herren und Damen auch ohne Horerkarte frei.
Das .Tanganyika-Dampfer;Comité“, das sich unter dem Protektorat S_einer Hoheit des Herzogs Johann Albrecht ]u MecklenbUJ-Schwerm und unter dem VorfiF des früheren GoUVLrneurs v_on Deuts rOstafrika Majors 131".in Wi mann gebildet bat, erläßt exnen §Ilufruf zur Sammlung von Geldern behufs VesÖaffung eines fur den Aufschwung der ostafrikanischen Kolonikn, inßbksondeke Udjidji's, erforderlichen kleinenseetücbtigen Dampfers auf dem Tanganyika. _Das Comité? richtet an aUe nationalgefinnten Deutschen die Bitte, tbr Scherflexn _zum Bau und Transport des Dampfers beitraaen zu wollen Vertrage werden an die Deutsche Bank, Berlin W., Mauer. straße 29, erbetsn.
Y_n dem zweijkn Abend des diesjährigen VortragS-Cyclus des eretns „Berliner Presse“ wird Ludwig Fulda eine Reibe klemerer Dicktunqen Krusten und 50110an anaLts vorlesen, die er in [ester Zcit verfaßt hat. Zu diese'm, am Donnerstag im Architekten- bause stattfinder-den Vottrags-Nbend sind Eintrittskarten zu haben in 0611 Buchbandlungsn von Amelung (jest Potsdametstr. 126), Traut- wem (Lcwzigerstr. 8) und Speyer 11. Peters (Unter den Linden 43).
_ „Aus der Mavpe_ Links RicsengebirgZ-Pbantastm“ lautet der Tttel der neuen Pantomrme des Zirkus Renz, deren Erstaufführung auf Donnkrstag, den 21. d. M., angesetzt ist, 1th derer-t umfangreiche Proben sog_ar nächt1ich8r Wsile vorgenommen werden müffkn, damit 081: komplizterte und finnreicb erdachte txcbniscbc Arvarat am Tage der Vorstellung taDLllos_funktioniere. Die Handlung der Pantomime soll eine Reihe von Marchenbildern aus dem Reiche Rübezabl's ber- vorzaubern, zu de_ren Glanz blendende Lichteffekte und farbénpräkbjige K_ostüme das tbrige beitragen Werden. Als rotber Faden zrebt stch durch das ©91sz die Geschichte zweier Liebenden, xvelcbe durch den Berggeist Rübezahl nach allerlei Ungemach tbr Glück finden. Dj_e Hauptnummern dss Prozramms werden cine Hörnkrschliltenfahrt, em Schlittenkorso und ein großes Ballet bilden.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Wetterbericht vom 19. Januar, 8 Uhr Morgens.
Steinmann. 71; Uhr.
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Rathskeller. Pbantastiscbes Tanzbüd, frei nach Wilbelnx Haufx.) _0911 (_ZmilGracb. Must? von Adolf rrtgen :
Die Griüe.
Herr Bennbold. _ von Charlotte Birch-Pfeifer.
Anfang
Donnerstag und folgende Tage: Marcelle. Sonntag, Nachmittags 3Ubr: Zu halben Preisen: Landlicbks Cbarakterbild in 5 Akten
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Carnier). .Zkgeunerftändäpen' von Nebl. .Réverie“ von Vieuxtsmps. ,Das wei * nur ich allein“ für Cornet-ä-Pifton von Riegg ( err Wermr).
des Regüumxeem um die“ des - M, * ,_ dienten Kameraden ueiderbde YM __: lWZecksenl-x mhm," " e
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Stationen.
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bedeckt
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bedeckt bedeckt
Uebersicht der Witterung.
Die Wetterlage bat |ck) seit gestern wenig der- ändert. Der Luftdruck ist auf dem ganzen Gebiete [Lichmäßig vertbeilt, am höchsten ist er über Fin-
and, am niedrigsten jenseits der Alpen.
Mittel-Europa weben schwache unter deren Einfluß die Temperatur wieder herab- Jn Deutschland, w:) nennenswertbe
Fgangen if .
iederscbläge nicht gefallen sind, ttübe; fast überall b
in den nordöstlichen
Weitere Abkühlung wahrscY
«» »O-WWSSSO WÖÖk-“Od-“SW
Ueber
nördliche Winde,
ist das Wetter err cht am Morgen Frostwetter,
ebietstbeilen strenge Kälte.
inlicb. eutsche Seewarte.
460665.“
Königlithe §ch1mspirle. Mittwoch: Opern-
haus.
19. V
orfteUung.
Hänsel und Gretel.
Märchenspiel kn 3 Bildern von Engelbert Hunrper- dinck. Text von Adelheid Wette. ' vom Ober-Régiffeur vom Ober-Jnspektor * randt. meister Sucher. -
Phantasien
Jn Scene 8 etzt laff. Dekoratide Einri tung
Dirigent:
im
Kape .. Bremer
Schauspielhaus. 20. VorstsUung. Der Ver- schimnder. Ori inal-Zaubermärcben in 3 Aufzügen Von Ferdinand aimun-d, Musik von Konradin Kreußxr. Jn Scene gxsxßt vom Ober-Negiffeur Max Grube. Dekorative Emricbtuna vom Obcr-Jnspektor Brandt. Musikalische Direktion: Musikdirektor Steinmann. Anfang 71 Uhr.
Donnerstag: Opernhaus. 20. Vorsteüung. Die Zugeuotteu. _Große Oper in 5 Akten von
iacomo Meyerbeer. Text nach dem Franzöfisfchen des Eugézne Scribe, überset von Ignaz Ca 17111. Tanz von Emil Graeb. An ang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 21.Vorslel]1mg. ZurErinnerung an den 25 jährigen Todestag Grillparzer's: Sappho. Anfang 78 Uhr.
Deulscves Theater. Mittwoch: Ulbrituri.
(Teja, Fritzchen. Tas Ewig - Männliche.) Anfang 73 Uhr.
Donnerstag: Die versunkene Glocke.
Freitag: Lumpacivagabundus.
Berliner Theater. Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr: Aschenbrödel. *
Abends 73 Uhr: Renaissance.
Donnerstag: Kaiser Heinri .
Freitag (19. AbonnementS-Vor teüung): Zum ersten Male: Die Weisheit der Aspafia. - Shiv- bubeuftreickxe.
“LLM - Theater. Mitthycb: Madame Sans-Géue. (Jenny Groß.) An ang 74 Uhr. Donnerötaa:Die Wiederke r. ( ouise Dumont.) - Hixrauf: Niobe. (_Jennv roß.) Freitag: Das Glück tm Winkel. (Louise Dumont.) ranzöfisches Ensemble-Gastspiel vom 25.- 30. Ja- nuar. Tournée Marcelle IoYt, Antoine, Jean Coquelin, Camille Duménv). orverkauf täglich.
Restdenz-Theater. Dirxktion : Sigmund Lauten- burg. Mittwoch: Die Franeujäger. (1.0 Qinäon.) Schwayk in 3 Akten von Geox es eydeau, übersth und fur die deutsche Bühne ear eitel von Benno Jacobson. Anfan 7? Uhr.
Donnerstag.“)und iFolgende Tage : Die Franeujäser.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4:1,- 5. Direktion: Sigmund Laufenburg. Mittwoch: Mareene. _Kouzödie in 4 Akten von Victorien Sardou._ Fur dje deutsche Bühne bearbeitet von
ul Lmdau. Jn Scene gefeßt von Sigmund qutenburg. Anfang 73; Uhr.
Zchüler-Theajer. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Mit Vergnügen. Donnerstag, Abknds 8 Uhr: Mit Vergnügen.
Theater des 102an5. Kantstraße 127135138. hof Zoologischer Garten.) Mittwoch: Der Militär- |aat. Anfang 711 Uhr.
Donnerstag: Zur Vorfeizr von Lesfing's Gsburts- tag: Minna von Barnhelm.
Freitag: Der Militärftaat.
Theater Ulmer den Enden. Behrenst-e. 55/57. Dirérkion: Julius Frißsche. Mittwoch: Der Schmetterling. Operette in 3 Akten (mit theil- weiser Benußung einer fremden Grundidee) von Y Y. Willner und Bernhard Buchbinder. Anfang
r.
Donnerstag: Der Schmetterling.
Sonnabend, den 23. Januar: Zweiter großer Maskenball. 3 Musikkorps, 2 Ballets, 100 Tän- zerinnen. Die Büffets hat der Hof-Traitéur Seiner Majestät des Kaisers Herr A. Huster (Englisches
us) übernommen. Herrenkarten :*1 7 510, Damen- arten 9. 4 „FQ im VorVerauf.
Thalm-Theater (vorm. 956155 Ernft-Tbeater). Dreßdenerstraße 72/73. Direktion: W. Hasemann. Mittwoch: Fran Lieutenant. Vaudeville in 3 Akten von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsck) von Hermann Hirschel. Mufik von Gustav Servette und Victor Roger. Anfana 74 Uhr.
Donnerstag und folgende Tage: Frau Lieutenant.
Zentral Theater. Alte Jakobstraße 30, Direktion: Richard Schulß. Leßte Woche. Mittw-xch: Benefiz des Komponisten und Kapellmeisters Julius Einödsbofer. Emil Thomas a. E. Eine wilde Sache. Große AusftattungsPoffe mit Gefan und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und ulius Yetärkd. Musik von Julius Einödsbofer. Anfang
:
DonZerstag: Eine wilde Sache. Sonnabend, den 23. Januar: Eine tolle Nackjt.
Konzerte.
Konzerthaus. Karl Meyder-aouzm.
Mittwoch: Fest-Ouvertüre von Laffen. Ouvertüre „Dre Schweizerbütte' yon Adam. Walzer .Ge- scbicbten aus dem Wiener Wald“ von Strauß. .Romanze' für die Violine von Nachcz (Herr
Baal Merhaein. Mittwvcb, Anfang 77 Uhr: Konzert von Gertrxtd Heinrich (Gesang) und Margarete Rusch (Klavier).
Baku; Renz. Karlstraße. (Jubiläums- Saison 1896/97.) Mitjwocb, Abxnds 7? Uhr: Zum letzten Male: Lustige Blätter!
Donnerstag, 21. Januar 1897, Abends 71 Uhr: Premiére, Aus der Mappe eines Riesel- gebirgöphantasteu. Eine romantischchantqstiyche Handlung, mit komischen Semen, Gebir Sepxsodew eiuer naturgetreuen Hörnerschlittenfabrt m Riesen- gebirge und eines zauberiscben Ballets: Jm Reube dcs (Heisterfürsten! Von Direktor Fr. Renz _und dem Grkßberzeglicb besfischen Hof-Balletmsrsier August Sterns. Noch nie gesehene Kostüme. - Prack“! Höchst charakteristische Ueberraschende maschinelle Effekte! Kochelfall! Zackelfall!
W ___..- .___
Familien-Nachrichteu.
Verlobt: Frl. Wilhelmine von Schlichtin _ma Hrn. Gerichts-Affeffor Kurt von Düring ( "ck- burg). - Kl. Elisabeth Todt mir _Hrn. Donz- kandikaten icbard Pflanz (Stendal). - M13 Kate Gill mit rn. Referendar Robert 501". Benda (London- otßdam). „ _
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Wolff Fron!- von Wertbern (Esbach b. Coburg). - Fru. N:- dakteur Paul Adams (Friedenau). - rn. Rk- gierungs-Baumeister Havemann (Preuß.Sta1-gard_)-
Geftorben: Frl. Elisabeth von Obeimb ( W101;- - Hr. Rittmeister a. D. Iwan von either!!! (Eisenach). "- Ida Louise Freist. von Kochkukk- eb. Feller (Dresdens. - r. Genremalex ml) Yllastrator Euskal) He [ (Verl n). - Hr. Burgst- meifter Paul Otto (Drebkau).
Dekorationen ! Elbfaa !
Verantwortlicher Redakteur: Siemenrokh in Berlin. _
Verlag der Expedition (Scholz) in Verla“- Druck der Norddeutschen Bu druckerei und VW"
Anstalt Berlin 897, Wi elmstraße Nr. 32
Acht Beilagen (k'mx'cbließlich Börsm-Beilage),
sowie die Juhaltkau abe zu'Nr. 6 des Me“" “ck"* Auzei ers (Koßtmauditgesenschckfiex ",'
Aktien und ktien esellsthaften) fürdie vom 11, hi 16. Januar 1807.
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zum Deutschen Reichs-A -. „,-..,/M.-.,167„-„ -- *
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der Einnahme an Wcchselstempelsteuer im Deutschen Reich für die Zeit 0. 1. April 1896 v
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Erke Beilage
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NachweiYsxung
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is zum Schluß des Mo
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11016 Dezember 1896
Ober - Poßdireküons - Bezirke
Einnahme im Monat Dezember
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Hierzy Einnahme m den Vormonaten
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Einnahme in dem- selben Zeitraum
Vorjahres
(Spalte 4)
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1'. Im Reich-Poftgebier
1) Köni Eberl; 2) Gum innen 3) Danzig -
4 Berlin . . - :; otsdam . . . 63 Frank_furf a. O. 7 &ckan . . . 83 KHS_1m .
9 ok" . . 103 Bromberg- 11 Breslau . 12 Liegnitz.
2,1; Yättlnund. 22 e . . . . 233 rankfm't a. M. 24) öln . . . . 253210 . -
26 Kob enz .
27) Düffeldorf.
28 Trter . .
29) DWS",
30) Letplztg - -
31) Kar Stube .
3?) Konstanz .
33) Darmstgdt_ . 34) Schwerm :. M. 35) Oldenlxurg . 36) Braumchweig 37) Bremen . 38) mburg „_ . . 39) traßburg 1. E. 40) Meß . . . .
11. Bayern
111. Württemberg .
12 607 4 835 10 586 80 648 4 213 7 097 9 947 3 014 5 574 5 917 18 140 11 011 9 764 18 702 10 141 11 690 8 378 11 588 4 308 7 661 19 663 7 996 27 130 16 066 6 703 4 989 51 196 2 702 20 829 49 737 22 748 8 053 13 212 2 923 3 635 6 151 19 439 98 412 21 619 3 036
70 70 20 50 40 60 40 90 10 60 60 70 60
80 90 30 10 20 40 80 40 20 90 10 90 50 40
80 70 50 70 10 10 40
1
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1
1
3 1 3 1
1
1 1
92 318 10 35 770 80 81 825 80
843 995 60
34 673 10 55 630 40 68 430 10 17 178 20 42 481 50 45 747 80 35 273 20 82 530 80 78 624 40 23 846 30 70 649 70 96 921 71 623 70 95 046 10 29 982 50 57 841 90 42 677 20 63 917 10
250 857 80
37 813 30 53 594 40 39 627 "- 88 963 90 17 902 30 53 327 30 87 646 70 81 931 60 59 105 60 05 557 40 23 966 30 31 251 60 49 852 50 55 948
798 245 90
43 611 60 22 704 60
104 925 40 605 92 412
924 643 38 886 62 727 78 377 20 192 48 056 51 664
153 413 93 542 88 389
142 548 80 791
108 612 80 002
106 634 34 290 65 503 Z
162 340 * 71 913
277 988
153 879 60 297 44 616
440 160 20 605
174 156
437 384
204 679 67 158
118 769 26 890 34 887 56 004
175 387
896 658
165 230 25 741
97 515 80 35 448 90 85 526 10 937 390 60 35 029 30 61 208 80 69 234 60 17 784 70 45 653 30 45 888 50 148 317 90 88 672 _ 77 889 10 136 930 10 76 429 70 103 777 70 74 986 50 95 489 30 30 119 30 64 612 20 147 645 20 67 963 _ 287 533 70 146 701 70 55 878 60 37 916 40 401 297 20 19 354 40 162 751 20 404 536 90 191 940 60 62 419 50 115 303 20 28 879 10 33 630 40 55 633 20 161 386 50 794 561 80 161 022 - 26 310 10
662 077 64 440 20 949
80
1
5 368 893 50 507 613 40
87 609 _ 80
6 030 971 k
572 053 ' 208 558 ,
5 690 569 10 553 843 80 198 366 30
Ueberbaupt 747 466 _
Berlin, im Januar 1897.
80
"6064116 70
6811583 j 50
HaupßBuchhalterei _dcs Reichs-Schaßamts.
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Berichte von deutschen Frnchtmärktcn.
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14,05
17,85 16". 1.
19,05 16". 1.
14,04 16.1.
15 10
Deutscher Reichstag. 155. Sißung vom 18. Januar 1897, 1 Uhr.
_ Taßesordnung: RUcbs aushalts- Etat dex Reichs-Justiz-Verwaltung. Bw. dem Gehaltsposten für den S Abg- Munckel (fr. Volksp.): ordnUUi-ks-Novelle den Zeugnißzwang für die Presse er
eben mit VeranlaTsung, auf diesen
gßkerg_- und Berlin auch so zu - wird ge en linaruntersucbungßch en d e Zwangsbaft yerbangt. Wanwalt in Danzig selbst
? in neuerer Zeit Yüeiädt spißt es mit dem
rst in Z
kxklärt, täusche.
Wangen. als er
den leßten
a1fiert find, egenstand zurück 1: ommcn. _ Zäch demnächst 1" itglwder von ZeitungSredaktionen in Diszi eugnißzwan _ agen hat ein Staa es 181 unschön, wenn Von derßlben Auffa ung
oriseßung
der zweiten Verathung des
tats für 1897/98 bei dem Spezial:
In rankfurt, 11151611
vorgegangen und
'emand das in ihn gcse te
ist auch der ' Lichs en Zeugnißzwang aufzuheben beschloß.
taatssekreiär bemerkt
Wir aben bei der Strafproze - b örtert. Vorfällße,
Vertrauen
ta aus- Zn den
werden.
der
angrfübrtsn Fällen _ Dor, unbekümmert um dte Auffassung _ _ Zu Unrecht beruft man fich dabei auf die Straf-
dcs Nkicbsta es. _ _ 9 denn dieje erstreckt sch garnicht _an Dtsziplinar-
progßordnung, YMMÉUWM;
eu n zwang; 8 Aber keine S1 _ zu diesem Vorgehen bcrechtr _t, führt 01101 im Gegeptbeil da 111, Zeugnißzwang berrjcb fordert Dringend zur neuesten Ausdehnung in Diöziplinarsacben wider „Unbekannt“.
Justiz-Minister S ck ön st ed 1: Meine Herren! Soweit der Herr Abg. Munckel die Frage der
Zuläsfigkeit des Zeugnißzwanges in Diöziplinarsachen (10 1030 101011119 berührt hat, glaube ich mich in diesem Augenblick einer Erwiderung
aber geben die Behörden
und die Gerichte
eines Staatsanwalts und
das preußische Diöziplinargeseß aber weiß nichts Von eycntueu müßte es als 10x 0181111i08113 bezeichnet
fehlt es eben.
t als in anderen Strafsachen. Abhilfe von (Heseves wegen_auf, zumal nach des Zeugnißxwangs auf dte Untersuchungen
rafe obne Gefev, und an dem Gesey, 108101789 Die bcliebte Praxis daß in Diöziplinarsacben ein barterer Dieser Zustand
nzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzciger.
.-,.B_e.r.l.'1u.,....Dien6tag,..deu...-19.. Januar „„,.-- „--., „„137 „„:
enthalten zu müssen, umsomehr, als ich den Eindruck gehasst babe,
*käß 717?""HW“»SLaaTssekkstäx-*-008ijchQJ.ustjxamts-.s1ch__„MühaW,____,___„__
äußern bcabfichtigt; soweit es fich um die Anwendung des bestehenden Geseßes in dieser Frage" handelt, glaube ich aber Boch dem in den AUS" übrungen des Herrn Abg. Munckel zu findenden Vorwurf:», daß die bis- herige Praxis der zusikbendkn Behörden der geseßlicben Grundlage entbehrt, entgegentreten zu müssen.
Der Herr Abg. Munckel meint, das;, weil die Strafprozeßordnung unmittelbar nur auf die eigentlichen Strafsachen und nicht auf die Diöziplinarsacben Anwendung finde, eine analoge Anwendung der in ihr enthaltenen Vorschriften über die Zulässigkeit des Zeugnißzwanges in DiGziplinarsachen auögeschloffen ski, und daß in DiSziplinarsacben wenigstens nacb preußischem Rechte, weil die einschlagenden Diözi- plinargesetze über den Zeugnißzwang direkt nichts enthalten, es an einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage fehle. Er bezeichnet deshalb unsere DiSziplinargeseße als 10g05 0180610811105. Nun, meine Herren, es würde in der That auffallend sein, wenn man in Preußen seit 50 und mehr Jahren mit einer 101: 018116108115 gearbeitet hätte; denn so lange, mindestens seit (Erlaß des Geseßes von 1844, zweifel- 103 seit der Geltung der Diöziplinargeseße von 1851 und 1852, ist darüber bei den zuständigen Behörden kein Zweifel gewesen, daß die in vielen Beziehungen, gerade in Bezug auf das Verfahren, lücken- haften DiSziplinargeseße ihre natürliche, aber nothwendige Cr- gänzung zu finden hätten in den jeweilig geltenden Straf- geseßcn. Auf dieser Vorausseßung sind unsere DiZziplinargeseve aufgebaut, und wenn diese Voraussetzung nicht zutreffen würde, dann wäre mit unseren DiSziplinargeseße-n überhaupt nicht zu arbeiten, fie wären nicht zu handhaben. Es haben deshalb unsere höchstxn Gerichts- höfe, soweit wenigstens meine Crmittelungen reichen, mit ganz geringen Schwankungen immer an dem Grundsaß festgehalten, das; insbesondere auch bezüglich der Frage, inwieweit das den DiSzivlinarbebörden gegebene Recht, Zeugen 710116; zu Vernehmen, auch mit Zwangsmitteln auSgLrüstet sei, zurückgegriffen werden könne und müsse auf unsere erafproxcßgesetze. ES ist das nach meiner Erinnerung in eingeben- der Ausführung dargklegt worden von dem früheren Königlich preußi- schen Ober-Tribunal im Jahre 1862; der Grundsatz ist von einer Reihe Von Ober- Landeögerichten anerkannt worden, er wird in konstantkr Praxis festgehalten von unserem Kammer- gericht. Es hat, glaube ich, einmal ein Ober - LandeSgericht vor einigen Jahren den Grundfaß aufgebkn zu müssen Skßlüklbk, ist aber später wieder auf ihn zurückgekommen. Nun, meine Herren, der Mangel einer ausdrücklichen Bastimmung ist also Von den zur An- Wendung der GesetZe berufenen Behörden nicht als solcher empfunden worden. Sie haben für ihre Auffassung auch noch eine Unterstüßung in den Motivcn anderer Geseße gefunden, bes011dcrs des Reichsbeamtengeseßes und dss preußischen Er- gänzungsgeseßes zu dem DiÉziplinargesetZ von 1879. Darin liegt zugleich eine indirekte Anerkennung der geseßgebenden Faktoren. Nach meine'r Meinung kann es in der That keinem Zwsifel unter- liegen, daß, wenn den Bebördkn das Recht 56985211 ist, Zeugen eidlich zu Vernehmen, ibnxn damit auch die Mittel gegeben sein müssen, die Durchführung dieses Rechts gegenüber widerstrebenden Elementen zu erzwingen.
Der Herr Abg. Munckel meint nun weiter, es werde di-Zses in der Praxis anerkannt? Recht mißbräuchlich angewendet, weil die!- fach der Zeugnißzwang schon dann in DiSziplinarsachkn durchgeführt wurde, wenn man einen bestimmtsn Beschuldigten noch nicht habe, vielmeßr ein Verfahren „gegen Unbekannt“ geführt Werde. Ia, meine Herren, diese Rubrik „gegen Unbkkannt“ ist nicht eine Besonderheit unserer Diöziplinarsachén; wir führen aUtäglicb Hunderte und Tausende von Untersuchungen „gegen Unbkkannt', wo der objkktiw: Tbatbestand einer strafbaren Handlung vorzuliegen scbkint, man aber den Tbäter nicht kennt; und ;]e'rade zu dem Zweck, dkn Thäter zu ermitteln, ist es vislfacb geboten, aucb eidliche ngenVerncbmungen herbeizuführen. Daß damit eine Tortur für dis Presse verbunden sek, wie der Herr Abg. Munckel erklärt bat, glaube ich nicht zugeben zn können. Ich erkenne voll- ständig an, daß es gerade de'n Vertretern der Presse, den Zeitungs- redakteuren, gcgenüber vielsach eine höchst peinliche Zumutbung ift, wenn sie über Ding?, 016 ihnen -wenn ick) mich so ausdrücken darf- unter dem Siegel dcs Redaktionsxxehcjmniffes anvertraut find, ge- zwungen find, Zeugnis; abzulege'n. Sie können dabei in einen Kampf, in einem Konflikt Von Pflicbtcu kommen, deffen befrie- digende Lösung für fie durchaus schwierig wird. Eine solche Koksifion besteht aber auch auf zahlreichen anderen Gebieten. Der Kreis derjenigen Personen, die bcre'cbtigt smd, mit ihrer Wiffcn- schaft auch da zurückzuhalten, wo gerichtliches Zeugnis; von ihnen vcr- langt wird, ist ein sehr beschränkter, und nur ganz besondere Gründe haben dazu geführt, für einzelne Personen:: Geistliche, Aerzte, Rechts- anwalts u.s.'w., die' eine öffentliche Vértrauensstellung rinnebmcn, ein solches IPrivilegium zu statuieren. Dasselbe Privileginm der Presse einzuräumen, hat unsere Geseygebung nicbt unternommen. Sie wissen ja, das: es ein Gegenstand des Kampfes seit Jahrzehnten gewesen ist, da[; insbesondere auch bei Be- rathung der großen Reichs-Justizgeseße ein solcher Antrag gestellt worden ist, daß sogar ein Mehrbettsbeschluß dieses bohen Hauses in dieser Richtung gefaßt wotdc'n ist; die chierungcn haben abc'r nicht geglaubt, auf den Zeugnißchmg qygenüber der Presse Verzichtsn zu können. Gerade aus diesen Erfahrungen in dcr Legislatur ist wiederum zu folgern, daß auch der Reichstag nicht grzweifelt hat, daß das Recht des Zeugnißzwanges an sich auch gegen Angehörige dcr Presse besteht; deshalb hat er so großes Gcwicbt darauf gelegt, die g-seßlicbc Befreiung der Presse von diesem Zwangs zu streichen und durchzuführen. Errcicbt bat er das Ziel nicht, und wir müssen deshalb mit dcm rechnen, was nach Anerkenntnis; der zuständigen Bebördcn geltendes Recht ift.
Meine Herren, ich will diese Gelegcnßeit zugleich benuvm. um auf einen Vorgang zurückzukommkn, der fich bier zugktragcn Hat bei Beratbunz der Nowelle zur Strafprozeßordnung in dcr Skßung des Reichstages vom 27. November v. I. Es hat damals der Herr Abg. Stadthagen, in verschärfter Wiederhoan schon früher von ihm auf“-