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uiffes, so würde in der That *die Entscheidung des Bundeératbs aus- geschaltet sein; denn sebr häufig [ngt im einzelnen Falle gar keine Veranlaffung dazu vor, das amtliche Waarenverzeicbniß abzuändern, sondern-cs liegt einfack) nur eine gegenüber dem amtlichen Waaren- verzeichniß unrichtige Tarifieruyg vor, weil der betreffende Geriihtsbof oder die entscheidende Landesbehörde von einer irrigen Anschauung bei der Tarifierung ausgegangen ift. Ich kann mir aber in der That
__ nicht denken, daß der Herr Abg. Dr. HUMMUÉXYLÉMÜSx-ÉLÜUQ. “**“ ""'“" WWBWraW'éMTWYertJtliäpeikVéFZÖren crgangrne Entscheidung
ju concrsw für die Zukunft aufgehoben werden soll; denn damit, meine ich, würde der Zweck, den er durch die Einschaltung einer
9 e richt ! i ch e n Behörde» in “dichrganisakion-drerndeszoleerwäüükiä
beabsichtigt, eigentlich wesrntlicb hinfällig gemacht.
_ Abg. Fischbeck (fr. Volksp.) hält die Auskunftsstelle für die Yauptsackpß und deshalb fcbxteße er fick) dem Antragx Hammacber an. ' ednet weist darauf bin, das importierte Waaremdte zur Veredelung ins Ausland geschickt würden, nochmals b:"t der Wtedereinfubr verzollt werden müßten.
' Staatssekretär des Reichs-Schaßamts O1". Graf von Posadomsky-Wehner:
Gegenüber derAnfragk des Herrn Vorrednrrs gestalte ich mir zu bemerken, daß zunächst die Bestimmungen über den Veredelungs- verkehr Sache der einzelstaatlichen Zollverwaltung sind. Jndeß steht der Grundfaß doch allgemein fest, daß eine gegen Zoll in das Inland eingeführte auSländische Waare in Bezug auf den Verrdelungs- verkehr ebenso behandelt wird wie ein nationales Erzeugniß. Ob aber der Veredelungsverkebr im einzelnen FaÜe zuzulassen ist, hängt Lediglich von der Entscheidung der einzelnen Landesbehörde ab, weil der Veredelungsverkehr nur zugelasen wsrden kann, wenn er keine Konkurrenz für unsere einheimische Produktion darfteüt, sondern im Gegentbeil zu ihrer Förderung dient. Ick kann mir also den FaU denken, daß, wenn ein Exportbaus eine ausländische Waare nach Deutschland Einfübrt und Verzollt und dann zum Vérkdk- lungsvixrkebr ins Ausland schickt, obne fick; versichert zu haben, daß für diese Waare auch der Verrdelungßverkebr zugelassen ist, diese Waare, Wenn sie vom Auslande im Veredelten Zustande zurückkommt, Liner nochmaligen Verzollung unterworfen wird. Der Fail kann aber meines Erachtens nur eintrrten, wenn das entsprechende Exporjbaus ohne die nötbige Rückwersicberung einer Entscheidung der Landes?- bebörde eine Waare ins Ausland geschickt hat. - Hat es sicb indeß vorher vergewiffert, ob diese Waare zum Veredelungßverkebr zugelaffen ist, so wird das Exportbaus auch krinrn Schadrn babe'n; denn selbst- vsrständlicb wird es eine Waare nicht ins Ausland sckxickrn, die zum T'Leredelungsverkebr nicbt zugelaffsn ist Und die deSbalh nochmals einem Zoll unterworfen sein würde. Wird die Zulaffung 7:29 Vér- edelungßverkebrs yon der Landrébrkßörde abgrlebnt, so ist Es ganz “selbstvrrständlich, daß die Waare. “dir im vsrändrrten Zustande aus drm Auélwnde nochmals in :aH Inland ringebt, "wir Link frémde “noch rinmal zu verzoklrnde Waar? behandrlt wird.
Ahg. Freiherr Von StUmm rrklärt sicb Nochmals gégen die Nr. :? des Antragrs Hammacher. _ . _
Abg. Lenzmann bestreitet, daß'dér Staatsskkrrtär rkn An- ?rag Hammacber (118 unannebmbar bezetcbnst bäitr; er habe Link ?in- kseitliche rrtch§ge1€kliche Regrlung als das Beffere bezrichnet.
Staatssekretär des NLÉchZ:SchÜJÜMTÖ [)r. (Her von Vomdowa-Wehner:
Meine? Hérrrn! Grgriiüber dem Antrags Hammarber, um ksikié “Unklarhkitrn zuzulasésn, kaläk? ich auFdrücklicb, daß ich gégrn Absaß? desselben tnicb Unkrdingt aasgksrrocben. (Sébr richtig!) Ick: bab? abkr Erklärt, daß dsr Absas 1 sinkn Gedanken rntbielte, dsr fich vi€1l5icht mit ZUstimmunZ der Dxrkündeten RégierUngen Okr- wirklicbkn lirße und mancbkn Vrdrnkrn, die 98921“: dic jsyigen Zu- stände geäußert sind, abbelfen würde. Nun möchx? ick; QW" kis zwrirs Anfrag-k, bktrrffr-id den Vrrcdslungsverkrkr, etwas? Ergänzrnd bemkrken. Es scheint, daß drr Hkrr Vorrrdrrr nicbt rrn drm Vsrrdelungé- Verkehr, den der § 115 des ZOUZSicßr-Z kxbxndklt, zeirrrchxn bat, somdkrn VM drm Vrrkeßr drr thonrwaarrrx, dsr unter §113 fäUT. Ta Zilk allerdings dcr Grundias, daß als Retouriraarcn eb€nso inländische tri? rérisUrs au-F-läridisckxs EkZEUZniff-I zugelafien werdrn: derm nach den Ernndsäßrn rrr Zoll::“rwaNUrg wird jcdrs auxiändische VrrzvÜTS Erzsugniß natirwalifisrx. Urs: auch die Zulasfang drs Vcrkrßrs mil Retourwaarrn Hängt room drr Enlsckzri- dung der obersten LandsF-Tnanzreböxré ab, und r? lirgsn dir FHM in dieser Brzirbimg rbknso wis déi drm Verkdelung-Zvrrkrkr. Fükrt jemand sin: rrrontr aiislänrischr Waare wiedrr aus ::!I NSTOUT- waare, und bat sick) rorbrr nichr dir Zustimmung- drr anke-Ö-Lnanz; behörde gesichert, raß dir!"? Waars als Retourwaars Ördzndrlf wsrdén wird, so kann ;:[lkrkingé *.*-„*r FaU rintrstsn, Daß :inr 1015125 Rétour- waare noch einmal vrrzokit wsrrén rmxß, d: 31111 (“€: ZYTFMZ ron Retourwaarcn abhängig ist rrn T-In Jatrrssxkn, dix ii'r ki? Ent- wickelung der heimischen Jndustris maéxzrbxnd find.
Abg. v0n_ Staadr (d. WOL) '"rricbt fir!) iür dsii rrstxi'. TILL! drs Antrgacs Hammacher aus, aus _den man fich b€schr5nk€n srUS, sd yvmpatbiycb auch der zwrxte T_bril rx7ch€irxe._
Abg. 1)1*.Lieb€r _(Zrntr./ Erklärt fich 71":an Antrag Hammaévér, der keine Verfassungsanderung' VLleUgL wir der Anrrak; Lérizmarn, sondkrn dem Bundrsratb CMÖJlmsÜLÜH freiwiüig 911? sein erbt zr: Gunstsn Links Vkrwaltungögrrrckptss zu vsrzichtrn. Rednrr geb! darm TU_f dir Vrrbandlungcn drs “.?lbgßordnctknbau'rs rin, wr :nan ibn au.;- gélordert bgbk, von_ der Rexchömianzpqlitif zu 1rrechén. Er kaSUNS dir Bcfygmß dsr Etnzrl-Landtagk zur Kritik drr Daltanz idrer Régie- rungrn tm Bundksratb an„ ab?: fis dürstrn_ nick)! zu Gericht sisen übst da:“; Rrich, welches iiicht vvrxken einzrlitZatliÖM Vertretungsn Y:“ckxt ZleUhmxli babe. DW Adgg. “Sattlrr Und (H::zsLimkurZ-Stirum, saer rr da11_11_wrt, habrn sich„rm Abgrordnrtrybsuxe rnit den NSW?- fimanzrn bemßtz krrielben Horten warrn sofort an,? drm Plan, als wir im vortgsn Jahrs 111176an Sckpuldentilgungsbescbluß faßten. EZ wurd€_ vor'- „ emrr_ Wyndluyg der Finanzrolitik kes anirumS ZSWkOchén iind geith, ich wurdc nnch bckrdrcn. Dcr Finanz- Ministrr WSMTS, da!; _81: 11:1) nur dagrgcn grwxbrt babs, das; der RTÄÖ-ZTI»; rie Urkkr'ckoünk vergangxnrr Jahr_e 3111" Sckouidrntilgung we'r- "(L"MDM 191115, rräkr-Jn: sr xm YerrrplI-QM mz: Oxrig-In Zadie: sicb ,;“gen ist:: Bsrwrndunz dsr Uerkrwétyungsübxrxckoßmr zur STORM"- TiiZURZ Vrkrrabrx-Z. _ TQ; ÖIZSUZT em kUkZSI Grdgclytxnß. BU dsr großrn Zch_uldrnl;it ::; ZIL!) MMirrxcn Mark mur; sms Entlastung der Hxn'rnwusgabe periizkhr werkr: Ob durcb Ucbkrtrag_UnZ vom auszsr- orkentlicbrn Sas. Dcr: rrrer:17ch€:_ (Zig! unix; anmrruMabms dsr Z'thrikqlzrbxitraxs (“BST rer UMPÉUUL, müßen crix um? rßrbebaltén; aii? Tieie SÖUlksntckzurxT-rciixik - :::? mÖz:_n 1.1:b di:- Okrren aus d€m_ng€Orrnéterk3u'€ mr-rkri"._ - wird das antrum unter keinen Um'iandrn vrrztchten: ' rkrwr-rr-zrii; wird UZ Zrnirum neue irrxrsfxc Ste_izrrri ÖSMZLZM. Tir Sckx-Jlksn dss Reichs ,b?“ ru:.iri. baurt'achlich “an* n2chrcrerkrrnrrn Zluézabén, sir müßen aiko rakb MSZlichksit _vrr: _;x-r Zr,;rrxrrUtiZen Gsneralirn „S?“ trazer UNO _r;1_cht .:a? :12 5317137): ;Z„:„-T;. 27.2517. Trébalb müßen rsÉnnx-watss U?ZT'chÜ"L Mkr, :X? Z:: ::rizrr. JAM géchebxn
«biélken.
ist, m Schu1dentiigun verwendet werden. Die Jcmw-ßein' '
Klausel wird dabei voäßändig bewahrt, dam sie so te mtr-xu hM Matrtkularbeiträge verhindern, aber nicht übermäßige Uebemeisungeu den Einzelstaaten Jara, während die Reichsscbulden seit dem Be- schlyß über die Fr enftein'scbe Klausel von 140 auf2290'MilLionen Festlegen find. Wenn Herr von anckenftein das vorausxxeseben hätte, ätxe er seine Klausel nicbt fur alle Zukunft festgelegt. Von den Retchsscbulden find 1349 Millionen für anproduktive Zwecke auf- genommen, während die Bundesftaaten 500 Millionen überwiesen er-
wird, wxrden wir im eiche qblebnen. n die verbündeten Regierungen nicht wieder ein SchuldenttlguygSgesetz Vorlegen, so rverden wir das thun, wenn nicht die Frage im Etat gere elt wird. Der Staats- „sekretär-bat UnS'in der Bydgetxymußfüour ' klar;?»- smash! wegen, NachtragssE'tats, wegen der Serdtstartfe. wegen der Ge a tsverbefferun und wegen abnltcber Forderun xn dxs Au9wärtigen Amts. Ick wi nicht _drßngen, daß _der Sch ster uber die Nachtragsforderungen des Auswaritgen Amts, die auf 3 750000 :,“ bemessen sind, gelüftet wird. Aber nur müssen doch zuin Abschluß des Etats alle Forderungen der Re ierungen kennen. Die Mehrforderungen würden den Matrikular- um agen_oder der Anletb'e zur Last fallen. Keines von beiden kann uns Wunfcht sxtn. Wir _wollen wegen der Nachtragsforderung die Spagnung zwi1chen Mainkularumlagen und Ueberweisungen nicbt vergroßern; wir werden also an dkn vorhandenen Etatsforderungen entsprechende Kurzungen vvrnebmen.
Staatssekretär des Reichs-Schaßamts Or. Graf von Posadowsky-Wehner:
Meine Herren! Der Abg. Lieber hat in seinen finanziellen Aus- führungen Bezug genommen auf eine Rede, die der preußische Herr Finanz-Minifter im preußischen Abgeordnetenhause gehalten hat, und er bat aus dieser Rede geglaubt berausbören zu müffen, daß drr preußische Herr Finanz - Minister dem Zentrum daraus eine Vortrarf gemacht habe, daß es bereits im vorigen Jahre die 01311511» Franckenstein entsVrechznd drn Veränderten Finanzverbältniffen des Reichs fortgekildet babe, und daß es geneigt sei, mit diésék Maßrcgel WLntU-ZÜ in kek„.ijigLn-TLZUUZÉZTUUÜÖWU.
Ick glaube, Versichern zu könüen, daß in dirser Beziehung der Hrrr Abg. Dr. Lieber die Ausführungen des preußischen Herrn Finanz- Minifirrs mißverst'andén bat; denn es ist unmöglich, daß der preußische Herr Finanz-Minister daraus dem Zentrum einkn VOWurf gemacht haben könnte, daß es dir 0181181118 Franckenftein finanziell umgebildet babe rntsvrccbend drn gestiegsnen Anforderungen des Reichs. Der preußische Hrrr Finanz-Minister kann nicht beabsichtigt haben, einen der- artigen Vorwurf gegen eine Partei des bobkn Hanses zu richten, wsil der prrußisckke Hm Finanz-Minister in dem zwsixen Finanzreform- gesexze, welches von dem Grundsaße drr Balance ausging zwischen Ukberweisungen und Matrikularkeiträgen, tbatsächlicb auf die Urber- weiiungspolitik bereits selbst verzichtet batte. Darin liegt abrr schon, wenn jrner Gesetzentwurf Gesrseskraft Erhalten hätte, eine wessntliche finanzislle Fortbildung der (2181151118. Franckenstein, und ich glaube, ich kann Positiv verfirbern, daß der prsußische Herr Finanz-Miniftrr aucb jxtzt noch auf dcm Standpunkte sieht, das; man bsi den steigenden und zum tbcil unabweisbarrn Forderungen des R8ichs die Ausbrüche an die Uebcrweisungkn wesentlich modifizieren muß, das; man auch in! R€iche in Zukunft nur von drm Grundsatz ausgeben kann, daß sich Uebrrweisungen und Matrikular- beiträge decksn, und daß man ferner die Schuldentilgungspolitik, die im Vorigen Jahre auf Antrag des Zentrums Lingrleiirt worden ist, untkr allen Umfiändsn fortfrxzsn muß.
Abr: «Urrdings stcbt drr Oré'ußiscke Hrrr Finanz-Minister und, ich glaube, mit ihm die' Griammtbeit der Okrbündetrn Nrgisrungen auch andsrerseirs auf drm Standpunkts, daß, wrnn dis vrrbündktkn Regirrungen aus den rkchnungsmäßigen Mehrübrrwriiungen that- sächlich€ Mrhrzablungrn nicbt mrbr zu rrwarten babrn. sie andererseits auch dagsgsn geschürzi wrrdkn müffsn, daß sie rtwa in anunft Matriknlarkriträze über de'nj-snigen Betrag zu zaklrn babkn würden, drr ibnrn »“:er dxn Uébrrwsisungrn ZUflisßt. (S-sbr richxigk rrckj-ts.)
Mcinr Hrrrrn, ich farm dorläufig vsrsiÖxrn, drr“: drm Bandksratb rin GFDL rrrlir-gt, rrrkcbes ungsfäbr r*:i: ririxm Gzsichtérankir au?- grkr. Ick boxe, daf; 1_"1ch dsr BundeHraT-Z in skinrnrircb berorstsbcxxkrn Vrrbamklangsn Ü'rrr dixsrn Gsixsrntwarf rinizt, und daß dir Vorlage kerri ÖOÖSN Harris iti näästrr Zsit zugebrri wird. Ick) glaabr, drr H:"rr Abg. Dr. Lirber wird darm sindrn, daß dsn Grdanksn, die er [:?-„xtr „rnsßssrrrÖW bar, Tisis: Griexrntwur; im :Ugrmeinen ent- irrécbsn dürirz
Arg. Or. _rrn Brnrixirn „(LTU “Dir Übrirzsn Partsien wird- ??? Mm“ intxxrsürrrir, WSLLYZ Axizrxn€_ai:7 D3§_ZLNTrUm _gkmacbt find; 05 ki? *élrixrirrr b:“;rüxxrrx "md odrr nichr, max; dabingrxtEUt bleibrn. Uns inrxrr'qer im wsiyntLiÖSU lediglich die'Fmazizvoiitik, dir von dem Fükrrr rss ZSUTTUUTÖ bekrlgt_wtrd. (FZ “x_nrsrr'siert wkni-grr, ob» dirss _Pylltxk in vrilsr Urkrrrinxtxmmang Ut wit drr irüiyerrn leitrk Fr:“- Zrntrums. Ick würd? d€m_Z€ntrum richt de'!) gkringstrn Irrwxrk daraus mackosn, xrrrm 95 angkncbt? „ankrrkr V?xdaltniär und bei Y_Ußkryrkcmtlicb an3€w3ch1€ri€n Schuldén 'cxns Politik andém würds. C5 31:17: isi: TM "20 JJÖUU ZS gröxtkn Yrrapxrwrgrn in drr: wirth- 7chaktlich€r1 Und in k-Zn »z-ÖUldrmvxrkxxitninkn ???; Rrickps vor- g-ckr'mm-x-ri. Lmelé baitaxd keins VerkcktÖtunZ/ aur die Schuldr_n- xilgurxß kinzxrranxrn; _jrßt i::ndelt eZ „frei) 13581 Um dir _wichtigite VNNNÖMUL kes RSLÖSUZCZ; S,: mr? nicbt möglick) Erin, aUe IUZITSZTM s_rra߀n„_zum_ Ab'cblux ZU briann. Tir Ordmmg der Finanzvrrßältnmwbarxzt VM_ drm NZÖUIJÖ'ETÜÖ und Von dem in UU§Uch1 ;_rttrlitxx _Er'eseprwury ab._ Es wird fkbr wobl uiöx1ich 'rirx,_*1ch niit Ykrrn L_:r'rrr Ubör TTC Bebanrlunß der Xrasra 7:12:11 _bsi M'rm (T_iat zu Verstanrigen. Tab?! lege ich krinkn Wrrti? daraiz', rk“ man irükér kin Göga?! dxr Frgnckrnfiein'schrm Zizuxex ZSWL'M ixx, odrr *.*-I die Erhaltung dsr KXZUWY eine _Ebre_n= ?::52 in. Ti? Vériälwinr wars'rx dale-Z anders, Yoda); die Klauisl 81:18 5318 Wirkung b::tr. Jr-zrrriéßén Ut'abrr 115 groß“: AnbäUfung drr Scbiükéri vorsxkrrrimxn, ri?[.i€1cht_mchx rkne anirkung der Franckrnxjrim'ZÖZn_KZZU'€1._ Citi PetrUakt kann dem zrgrnübrr die Zranrkrnxtkin'Qr KlaY'xl MJ): skin; ka; antrum [7:11 Taran ZSZUÖSU ynchbciritkareit _ZU !kim, 118 noch writrr zu rntwwkeln (cker Einzu- 1chranken._ AW _disxem Bodén könnkn rrir un? Vollkommrn rerjtändigen. Wir mümem dir p_orbanern SchUidén tilZFn, neUk Schulr€n vrr- m-ÉiTLU dakyrckx UZ wir mrkr alÖ 'rixbkr 201 MZ Ordinarium Übxr- nrbmen, daß wir rdn ren Emnahmrn rx? Nsxcbes mrkr auf die Aus- gabrn. de§781krn vrrwsndrw zl;- bisrkr. E;- „rrird keine große Scbwrrrigkeix bakzwrc wmri m_ dsr Bydgrtkomrmisrch die Fraß? Osr- kandslt wird, daß ems «Uisitrsröthanri-zrxng e_rrclgt.
_ Ahg. (HrsrzuKimdura-Yttrnm 'r. kxnux Jch_l:offe auch, 135 mtt drr 3811 NÖ rm? Véwianrrgimz ,szÖkwEinz-Zwaatrn und Reick), er,;rrxxi wird. Ick Hab81chon Ynzeichxn rarür getunkén, daß [“as Z;n_i_rum_nach W nach aus DM xtandrunix 19mmt, Sin? issts Nomi fur k!? Y_uNirancer'éZung.zwr'ckorn Nétih yxzr Einzklnaatrn brrxmirUM. Entivreibrnd ren O_erandertkn VLkÖälLUMSU und Zahlrn muß ki? FiznckxniWérstÉé Klau'él geänckrt rrrrdsn. Ter sLinink- gerankr ker Klauséi V?L_Ti€n1 kak auch'bsute nvch AßékkLklnunY: ra? man nicht drr Eruzelitciäxea durch, die FrUrrunsxn TSZ Reiches übC-rbürket. Taru ;ir-zickx *md di:" rch1cherkn St_kUqu-xslén übkrrriesen, eZ wür? nach :?r MsiÖZ-Finanzrekrrrn sia Pipi? den Einzelktaatkn 531€! Urder'rrZitun-Z delribex. “,L-::? M IkZLlEkJUT.' Abrx au dieirm Pimkie m:“wrr'. rrir 'Öixrßliib zu?;rrnraenkrmmrn be: der Regelung des
Verkältnkffes zwischen dem Reich und den Einklstaatn.
preußischen 'Fiqamea- können stb noG-éwgen überrastkende Au WJ: wehren, aber-„dte anderen Einzelstaaten" önnen sicb 1icht so helfen- |; befinden skb in einer Kalamität gegenüber erhöhten Matrikularumlägen des RF. Herr Lieber will eme kffe Staffkl akbt “überschreiten und | habe: _in WMQ ckWie Nachtvagöfotdekungen ein- ebracbt werden muffen durcb Streichung an dem vorliegenden Etat. ' cb wünschte, da Sie fich dahin bescheiden, daß die Pariamente „ck tm stande find, “parsamkeit zu über;,- YCSbZlb muß eine féfje ge,?»
EWMUFWUÜWHWWÜUM'JMJLQQL-4Ds-FeritgesteU'k'töé'koén' “i'u'kJntereffe der Sparsömkeit“'v'üd*der*"“
traditionellen Politik. Abg. Dr. Enneccerus (nl,): Das Anwachsen! der SÖuldey
„des Reich ist zum großen Theil eine Fol e der raucke L ' ' Klausel, weil,...wir-di-c-Ueberschüffe 'dämäks FZR" k'énzuyen kInitiLrth-
die Schuldentilgung und für die Uebernahme von außrrordentLi-ben Aug. gaben auf das Ordinarium.
Abg. Dr. Pichler/Zentr.) erklärt, daß man in Bayern immernoch das Geld zu den nötbtgen Kulturaufgaben gehabt Habe, was in einen: guderen Emselftaate nicht der Fall geroesen sein solle. Bayern babe immer noch Ueberscbüffe gehabt.
' Abg. Dr. Lieber _(Zentr.)Jerklärt fich dankbar für die Zustimmung, dre seine Anregung gefunden habe; aber die staatsrechtliche Bedeu de_r Francxenstein'sch2n_ Kiausel dürfe durchaus nicht angetastet werden, Eine Peranderunz wurde_ durch eine automatische Régelung erfolgen, aber nicht durch xine «zlijabrlich stattfindende Auseinanderseßung.
Darauf mtrd'em VertagungzZantrag angenommen.
_ PrafidentFrethrrr von Buol machtMittheilung vondem Eingang einer Jnterpellanon des Abg. Dr. Hahn (b.k.F,) betre end das We erscht auf See.
chluß 51/4 hr. Nächste Sißung Mittwoch 1 Uhr.
(Interpellation Hahn; Fortseßung der Etatsberathung.)
Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.
"21. Sißung vom 19. Januar 1897.
' Dir erste Bcratbung des Staatshaushalts-Etats wrrd sortgeseßt. _
_ Ueber den ersten Thctl der Debatte ist bereits gestern be: richtet worden. ,
Ahg. Rich_ter (ir._Volk§p.): Der Finanz-Minister bat früher durcbhlwksn lanen, daß eine Erhöhung der Beamtengebälter nicht m?g[ich 1-61, weil der Reichstaß nrue Steuern nicht bewilligen wokle. Dre ]SZlgé qunzla 6 hat seine Meinung widerlegt. Wenn _drmgrndr Bsdurfntffe «bre lang unbkfriedigt bleibrn, so ist das ein 7chwrrer Nzchtbeil. Sechzig Mikiionen neuer Steuern wäre eiri großxZ Arrgsrniß angrsickßts der jeßigen Ueberscbüffe in Preußen. watß kann. man fich,in Schätzungen irrrn, aber es ist wunderbar, dax;_d€r Fmanz-Minrster sich in vier Jahren um 268 MiUionen zu ',Cim'n Gunsten geirrt bat. Nur im Cbolerajzbr bat er sich Zu xrinen Ungunsten geirrt. 1892/93. Damals saß er noch nicht fest genug im Sattel, um sich zu seinen Gunsten zu irren. Ick soll 1890 dyn Erlaß drr Erwerbesisuer vorgeschlagrn bab'en. Damals bei der EirZommensteuer bandklte es fick) um die Steüung zur aéiammfxn Steuerreform und ich Verlangte, daß auch die Gewrrbsstrusr den Grmeinden überwiesen werde. Es bandexte fick) damals um die gesammte Steuerrkform, und wenn der Staat dexi Gemrixidrn 18 MiUiqnen mehr überwiesen hätte, so würde der erste 112b€r1chuf3 nicht 60, kondern 4'2 MiUionen betragen haben. Ick) maße mir aber keins Hellseherei in der Absckxäyung des Etats an, doch wiU ich nicht mcbr Steusrn auferlegsn, als bezahlt Werden können, und danach dkn Etat einrichten, wäbrend der Finanz-Miniftrr “_Steurrn in Höherem Umfange nicht versckomäht, um sie zu tbesaurierrn 7ür_ungünstisrre Jahrs. Jg!) 5488 noch dor 81118111 Jahre einen größrrsn Usbrrfchuß vorauéacxagt. Wir babrn krin Einnabmrbrwilli- guyßsrecbt urid kein Recht, AUZZÜÖM, dir durch Anleihen rdeckt werden. am dem lauikndén Etat zu Übernrbmrn, und darum lribt &? bsi sine; tbeorskisckoen Ausfvracbr. Der Finanz-Minister wälzt dem Rémort-Minister die Verantwortlicbkeit zu fÜr die Mehrausgaben, Lr wii! nur O_er geduldig]? Rrgzewkrieckpt _gewesen skin, drr sicb fügen müsie. Er iki doch selbst“ R6110rt-Mimiitrr mit 600 Miüionen (Fia- nabmen. Allerdings Hat dir Eisknbabn-Ministkr 1100 Miüionen bintsr sick). _Gäbe dirssr dkn Ausschlag, so wäre Er drr eigéntiicbe Finnnz-Minitter. Ist dies aber drr Fal]? Redrt der Finanz-VZiniftkr Etwa nicht in die AUSgabsn des Eisenbabn-Etais hinein? Das Jahr 1895/90 Hat nicht mit m_äßigcn Usberscbüffxn abgesckyloffkn, wie der Finam- Minister vorausiaste, sondrrn tui! Übrrmäßigen, nämlicko 60 Millivnrn. Dor nsue Etat ist in drn Einnahmen durchaus nicbt zu hoch veranschlagt, Es sind im Grunde nur 30/0 Stsigerang drr Einnakmén angknrmmen und eigentlicko müßtr drr Eisenbabn-me ym 60 MiUiOné-n Höher veranschlagt wrrden. Auch ich halte es nich! für unm641ich,_daß_ dsr nsur (Etat rnit einem Uebsrschuß von 80 MiUionén abxcblisßt, Dkk Finanz-Minister bat Gewiffrnéskrurel, db sr nicbt chch zrwiél bkwiüigt habe und ob man ihm nicht dén- xelbrn Voerrr macbrn werde, wie drn anderkn Finanz-Ministern. Wir Haben kjsxzt 16_ MiÜionsn daurrnde Ersparnis; aus der Konvsrfirii _im nächxtrn Jakré zur Verfügung! Ick soll rvfitivr Vorich1äge machsn. Als ob ich das nicht bsi der Haudelß- Politik gexban hätte in der Unterstüßuna der Regierung, und als 98 ?ck nicht vor _drr Aera Wißmarck mit Herrn Dr. Miquel zuiammrngsarbsitef [*atts. Der Steuerzahler hält die Thätig- kéit dcs Finanz-Minisxerx“: für 8111Ssébr negativr, Er gilt als der Vatrr «Ukr Hindkrnime dri ;:st! Kalturaufgaben. Man [698 nur dir Me'rizinalreform vor, dann wiil ich mit ihm vosriiv arbeiten, drer lirgt Ss bist am Erlös? Aach in drr Erleichterung des Vérkkbrs, AufhebUng TLS hoben Geväcktarifs bsi den Eisen- bahnen _würde Herr Miquel uns zur Seite babkn. Bei der (Ein- kommrthUZr müßtrn die miUl-xren Klaffrn erlsicbtert wkrden aucb im_Jnter€11€ dsr Gemrindsn. Géwiiie Klaffsn drr Untrrbeamlcn MÜZTM böbrr bedacht wsrdsn. Warum macht man nieht bier ganze Arbeit? Daß fi? 1890 etwas brkommrn babén, damit kann man si? rrichx abfinden. Die Obkrförster haben s. Z. auch schon etwa; erhalten. und doch hat mar: i,":e in die Aufbefferungstabeae aus- Zrnommsn; Billig wäre es, wenn michi nur die? evangrlisckyen Kru- xritorirn, xondkrn auch die rntkrrechenken katholischen Geistlich LtwaI mehr ?rbikltsn. Aber rinrr aUg-Zmrinen Verbeffsrung kk? GrÖälfrr der Geistlichsn muß ich auf das bkstimmtkste widerspreckpkr. Sie find nicbt Staaxsbramtr, sonrrrn Gémeindkbeamte, und dt? (Grmrinden Haben ja auck) dax Briteuerungsrerht. Die Lehrer farm man nicht_zum Vsrglrirh hrranzirbrn, fie find Bcamté politiscbkr Körpericbastsn. Und dann würden ja zu diesen Aufbrfferunzen auch Ankersgläubige herangrzogkn! Und welche Streitigkeitsn würdkr. zwik'cbrn béiden Konfssfionen_über das Maß der Aufblfferung ?_kJT' brennen! Vrrbsffsrung der Kommnnalgedälter, Regelung der Nelke- kssixn urid Diäten für die Bramten und das Gratifikationswesrn mü'irn :,usammen drhandelt werden. Gratifikationen werken aucb auß BesoldunßéersVJrniff-m gewährt. Das ist «ein qltkk Feblsr, der be'tr-é'i'rnrr Frrids entxiebt sich vollständig unmkk Koylrolr. Vakanxxn werden möglichst langs offen gkbalten, um Pramisn zabirn zii könn-In UND das (Hrld in den Fonds zurückzubaxteü- Auck; bist möchte ich mir drm Finanz-Minister zusammenarbZtM- Jn_ dsn 70er Jabrsm war er im Reichstage auch für die Absxbaffxns dirirz Gratifikatwuzanwksens. Ein Kommabilitätßgeseö zu WM?"- wärs jest dir richtiss Gelegenheit. Das Kommunalsteuervrxmlsß drr S!:UZmetkn müßte adgsskbafft werdkn. Einen Unterschied Wilken Verbriraibeirn und Unosrbeiratbetsn zu machen, heißt nicht Letskuns “ard Gegrnleistung gegenübersteüen, sondern das individuelle??? dürsnié; zum Maßstab nehmen. Ein großer Mann hat 971251- die Unvkrbeiratbetrn wären die bestsn Beamten; marken „'S-“'I dock) nicht, Sie erbebrn doch sonst grgrn diesen Mann keinen Wzkk? Wrack), es ist dsr FürstBismarck; oder rrollrn Sie eine Kindkwkam“
-' ? Mau bat bei der Aufbesserung derGebälter die “21:23:- Beamteu zu wenig betückfichtigt. Die „Bureaubeamten «mea beser weg, als die Beamten des äußeren Dienstes, während diese doch für Kleidun u. s. w. größere Aufwendungen zu machen haben. Die Töberen und höchsten Beamtenklaffen sollte man wenigftens in diesem Jahre noch aus der Vorlgae berqus- (affen. Was die rage der Erneuerung der Handelsvertra e betnfft, so hat Graf Lim urg die Wahlparoxe aufzgeqeben: da, niemazxd rwäblt werden solle, der_„füx,.dre«„B1ndung„deSWG-ztretdezoxltqnssQ HZF'MMMÜÜ Mn von einer Spaltung_ der Parte! mfslgx dieser role gesprochen. Diese Forderung enthalt den Verzicht auf einen fvertrag mit Ackerbauftaaten überhaupt, z. B. nxtt Oéfter- reich und Rußland. Graf Limburg bax_-hezü_11l,l_cb.d€x„Berliner Börse
-»--- gt;ch*xei“nicht-1icht'rgsdrsB“-57sé§ksmmiffar so hoch zu ftkÜkÜ "Md"-
eine unktionßzulage zu gewähren. Ganz meine AyfichH Er sZlsi1 nicbt Lehr erhalten als ein Ober-Staaxsanwalt. Dre Htgatso kommiffare werden fich die Erfahrungen des fruhxren Hgndelö-thsterg vorhalten müffen: AUzu scharf m_acbt scharttg. D_te Bestimmung, daß Vertreter der Laudwtrtbzchft und Mullerei _zu den Vorktänden der Produktenbörsx geboren sdllen, tft at) :ck schon eine' Anomalie. Darum hat dre Landleegrerung nur die ,ollmacbt zu dieser Berufung. Der Handels-Mmuter hat nun_ Von dieskr Be- fugnis; den angiebigsten Gebrauch gemacht. Mehr batte e_r'Zar nicht berufen können. Einzelne Korporatwnxrx wollten dem Minz KY s_eb_r weit entgegenkommen in den _Borjenordnungen. Dre Borje sollte sicb ja verfrachte Landwrrtbe sichern._ «_ kommi drn Landwirtben nur darauf an, an. der Borse die Prsrse m die Höhe zu bringen, fie [eden in „dem Wahn. daß es der Börse nur daran liege, die Preise niedrig z_u halten „durcb Machi- naxionen bei der Preißnotierung. Daraus erklaren'ficb _dre Ananffe der Grafen Arnim, Klinkowström u. s. w. gegen die Borse; Den Br- ireis für ihre Behauptungen find aber dre Herter der Bdrse schuldig géblieben. Der Minister hat diese Herren beschwrchtrgx mit AusUchten auf die Zukunft. Die Börsenordnung wurde_sebr [pst erlasxen, urid ;[s fie erschiene!» wurden neue Dekrete_ m „Auswcbt gefellt rn Bezug auf die PreiSnotierung. Das mußte eme große Unsicherheit und weitere beweislose Angriffe ge en den Handelsstand zur Folge haben. Die Aeltesten der Berliner „ czufrnann]chaft haben ganz recht, wenn Ze diesen Herren jßdrs Urtbetl m dtesrn Fragerx absprechen. Diese ngriffe gegen den Handklsftand (Rufe recbe: Borsex) hczben nur ein Analogon in dem Vorgehen des Abg. Ablwardt_mrt sytnrn berühmten .Akten'. In der Breslauer Verjammlurxg yagie Jogar Herr von Loé: Wir onen den_Herren von der Bors? die;x)0_18n gehörig abziehen! In Handelskrkixen hat man- Udon aU€s_Mc)gl_tche ertragen, aber" solche Kränkungen und Verdachtigungerr ubkerqen d9ch alies Maß, und man hat fich gxfagtz es widerstrxrtct drr Be- mföebre, mit solchen Leuten in einem Kokleguxm zu arbeiten_. «'? rst &?" denn gekommen, wie es gekommrn pst. Die Produktenbors'e ist'm Berlin verödet und in andersn Orten auch. „EZ „3651 _auck). mrt „irrten Vereinigungen, und die Börse Verzichtrt_auf ihre prirUsgrQ 18701'8- bilia und 001058. sebr gern. Cm Dcklaratwnszwang der Geschäfte wäre gan; undurchführbar, „denn man „kann doch niÖt an jedes Telephon cinen Laufchkr sjrücn_. Dsn Schaden hat nicht die Börse, sondern die Aßlgemrmdert, Produzknten undd Konsumenten. Diese (Erkenntnis; dämmert auch schon thren (rech) Krrisen. Der Handelsstand bat, _dérr Er_n_druck_, daß das Handels-Ministerium nicht ein Mmistrrtuuz sur,_1_or_1drrch1 gegen den Hund?! ist. Die politische Polizei rst resormbrdgrstrZZ das wird ailerfeits anerkannt. Graf Limburg kehrte fick) aber in jeinsn AUT“- fübrungen wobl weniger gegen das, was aus, dem Prozéß Lrckert- Lüßow bérausgckommen ist, als gegen der_i Freiherrn „von Mawcball, der“ allerdings die Handelsverträge gemacot h_at. Die Behandlung r*:r offiziösen Preffe im AuSwärtigen Amt geiaU_t_mzr aucb grradr nicht. Wenn bochpolitisch€ Artikel_ in der .Kolmscbczr Zeitung grgen die Regierung erschrinen, io Ying der Schein eerkt werdrn, daß sie auch aus Regierungskreiien stamme'n. Unie'r Bis- marck war die Sache aber noch vi€l„sch[tmmer. Dre ganze offizröse Preffe ist vom Uebel. Die Regikrung_soüte aucb klész', Maske und Tarnkappe wegwerfen. Diese Frag? ware aker beffrr m G? enwart drs Herrn von Marschall zu Vsrbandeln. (TH 1311? 15111 jsdsnfaüs kein anderes Mittel übrig, als die Flucht 111,01? Orffrnt- lichkeit. Ibm schwebte wobl vor der Kanzie'rwccbsxl mwlgs eines okffziöscn Artikels. Bedaurrlich ist die Sache msowrrt, als fis zrxgi, daß die Hmen keine recht fesié Strüung haben_._ Den Y_orwurx _drs Mangrls an Einheixlicbkrit bak der Ykimstrr-Prairdryx zuruckgéwieken, man bäth erst den Lauf drs Prozenés Abwarten mi'inrn. Hrrr Horz Marschall bat abrr daOOn gesprochen, day, die Jntngurn der Yolim gegen ihn schon drei Jahre 3urückliegrnch _Warrq _die Minmierrrn (“mig gewrsen, dann hätten_ fie, 9811181111001, die!„rm_U€br„liiande Entgegentreten müssen. Es ssblt uns em rindktiiicbes Yolltl'sÖSZ Ministerium, wir haben nur ein Aggregat don Ministern, dix krinsrn w1itisch€n KoÜegium gleichen, sondern einém Oxsrzierkorps, zqtammen- gewürfelt aus verschiedenrn Regimentern. ercbe Lehre. ziébt man abrr aus diesém Prozeß? Die Politische Polizei iiamnxt_ia auch_aus der Aera BiSmarck. Was beute Tausch bcnzi,_ hieß srubrr Kruger. Bismarck Vrrsiand kisses Instrument 311 113181811. JWT Wirkt das Jnfirumrnt grwiffrrmaßkn auromatixckd wrirsr. DJS, beweist das Vérfahrrn in Sachen drs preußichen Kriégs-Mmrsiermxzs U. 1". w. Herr von Tausch hat auf Lager _gearbrttrt 'm dsr Spionagr, und von da bis zur _eigéjÉandtgen Em- mischung in die Politik war nur em , Schritt. Viel- leicht hat Er spekuliert auf den kommcrtden Mam), odrr JUZ Dank- karkrit gsgrn Cinrn früheren Mann, odrr mri emrm Hintérmann, das ist nicht festgestellt. Krin nicht§nußtges' Mittel wurde verschmäht. Drr Prozcü bat unierr „Angriffe grgZir deri gkbeimen Polizeifonds glänzrnd ger€chtscrtrgt. Wo Und drr Belrge für die ausgegebenen Grlder? Wrnii nur 5.4.1tttun9en vorhandrn smd: auf die Untersckpriit kommt LZAMÖT ati. WZE roll run Wehrden? Der Minister-Präfident Hat 11ch „daruber ,ntcht ge- äußkrt, auch der Minister des Innern nicht. Wil] 'er_ dikse Jn- stitution mit ihrer Spionage aufrechksrhaltenZ Um drexe Art vo)! Véamten .brnsidét' uns niemand, Hrrr Mintkirr dss Jnnrrn. Yi? Negirrung wii] kéins iörrr Macbtmittél cm? der Hand geben. Sie bat aber mit drm Sozialistsngeseß diE scdliwmstsii Erxakrungen gr- iixacbt, und der [rste große Sozialisisnprozrx; Ubrr dt? Vrrbmdu'nxz der Vereins war ein Fiasko für fie. Jah brdaurx, daß der Minister- Präfidsnt nicbt mehr Hier ist. Ich batie _grrn erfahrey, Wie er fich jest zu dem grgebenkn Wort in) Nrickprtage uber dre Avfbebung des Vsrbots verhält. Auch an 61118111 Kanzlerkvorxsoil man nicht rütteln. Fast schrint es, daß ein Widerspruchfzwrickpen dem Minister-Präfidenten und dem Minister des Innern Y dieser Frage bestrbt, sonst hätte man nicht so lanae'nzix der Sach? ge- zOZert. Die Regierung soÜte fick) hüten, ihre Autorität noch mehr zu erychüttern, als ck i_chon der Fall, war.
Finanz-Mtniner ])r. Miquel: .
Meine Herrrn! Herr Abg. Richter hat der Reibe nach dir sämmtlickßen Minister und ihre Handlungen kritifiert. Sie werden es [)“-“kitchen, daß ich es nicht als meine Aufgabe betrachté, mrinen .Herren Koliegen vorgrrifend, auf diese Angriff? zu antworicn. Die Herren Minister werden das soweit thun, als sie es für nothwendig und an- semcffen balxen. Ick wer.de mich daher wieder zu der uns hier be- schästigend€n Hauptfrage des Etats und dkn verschiedenen Fragen, die Üch an den Etat anknüpfen.
Zuvörderft möchte ich aber mkhr eine persönliche Angelkgrnheit mit dem Herrn Abg. Richter erledigen, indem er wir nochmals ""Wikft: ick) babe die Einnahmen der BétriebSVLrwaltung so un- Uchtig etatifiert in dem vvriaen Jahre, daß das garnicht zu ver- aWo:)tteu sei.
Meine Herren, der Herr Abg. Nichtkr ignoriert gern und läßt in ÖW Hintergrund die Einwkndungcu, die über eine gleiche Frage ibm bel früherer Gelegenheit bereits Jemacht find. Ich habe ?rüber aus-
geführt, daß die Differenz swischen den Unfehlägm der Einnahmen der Betriebsverwaltuugen und der wirklichen Ergebnisse vor meinem Amte genau in derselben und noch viel ftärkeren Weise sogar vor- gekommen sind, wie während meiner Amtsdauer. Ich habe. beispiels- weise binsewiesen, daß in den Jahren vor meinem Eintritt, im Jahre 1887/88 ein Dafizit von 40 Miüionea veranschlagt wurde" und ein Ueberschuß sicb ergab von 79 Millionen (hört! hört! rechts); ich
während sich tbatsächlich ein Ueberschuß ergab von 72 Milliones; ich habe darauf hingewiesen, daß im Jahre 1889/90, wo
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Defixit veranschlagt war von etwa & Million, sich aber in Wahrheit ein Ueberschuß von 102 MiUionen ergab. Dann muß das dock wohl nicht an der besonderen Art der Einschäßung dieser Ein- nahmen liegen, welche ich eingeführt Hätte in die preußische Finanz- vmvaltung. Ich könnte noch weiter rückwärts geben: da würden Sie mit der wachsenden Bedeutung der Eisrnbadneinnabmen in un- serem preußischen Etat überall dasselbe Ergebnis; sehen. Ick Habe aber sogar mein Amt damit begonnen, daß ich umgekehrt die Ein- nabmkn übsrschäßte und das Ergebnis; writ ungünstigkr war, als ge- schätzt wurde. Daraus geht wiederum hervor. daß von irgend einer Tendenz garnicht die Rede skin kann.
Meine Herren, der Hrrr Abg.Richte: hat sich darüber gewundrrt, daß ich gesagt habe: ein Finanz-Minister muß die Scbäsung von unfirhereu Einnahmen aus der BetriebsverM-xltung im wesentlichen außschließliÉ dem betreffenden Reffort-Minister überlassen. Ick) babe wenigstens stets so verfahren, und ich wüßte auch garnicht, wie ein Finanz-Miniftrr anders verfahren sollte. Wenn der Finanz-Minifter die Einnahmen höher fcbäst, als die gewiffenbafte Prüfung der Ressort- Minister es ermöglicht, dann seßt er sich der Gefahr aus, daß seine Absicht sei, einen tendenziöfen Etat zu bestimmten Zwecken aufzusteüen; dann trägt er allein die Verantwortlichkeit für das Ergrbniß, welches er garnicht kontrolieren kann, das aUein der Einwirkung und der Kontrole seinerKollegen unterliegt. Ick boffe nickt, daß jemals in Preußen anders verfahren wird; das würde zu einem volijiscben Etat, aber nicht zu einkrn wahrhaften finanzieüen Etat führen. (Sehr richtig! rechts.) Ick werde we'nigftens, so lange ich an dieser Stelle stehe, nicht anders verfahren. Ich würde nicht dreist genug sein, bei- svielsweise don dsn Vermutblichen Ueberscbüffen der Eisenbahnverwal- tung niehr zu wiffrn, wie mein verehrter Herr Kollege Tbie1en.
Wenn nun der Abg. Richt€r sagt: wrnn dEr Finanz-Minister bei der Schäßung ker Einnabmrn so bescheiden ist, warum ist rr es nicht bsi der Schäßung drr Angaben - so wird ja selbst der mir zu- lächelnde Abg. Richter nicht erwarten, daß ich auf kiésé Verglkichung antworte.
Meine Hörrkn, der Abg. Richter da! dann m€in8 Bemerkung, da:“; seibit sc) gelehrte und erfahrene Männrr wie er srlkit fick) ge- waltig irrrn konnten übrr dir «Ugrmeine fixianzieÜe Lage, ramit ab- zuweiskn Versucht, das; Er gsglaudt bat, ich hätts damals von seiner Ides gesprochen - die sr übrigens direkt ausgesprochsn bat - wir seien so reich, wir könnten die ganze Gewerbesteuer ausgehe". Nrin, bier baiic ich etwas Anderes im Auge. Ick babe gssagt: dsr Abg. Richter hat im Jahre 1890/91 bei der Bératbung des Erbschafts- steuergeseyes gssagt, unscre Finanzlage in Preußen und im Reich ist so glänzrnd, daß rs Zeit ist, mit Struerkrlaffen sowohl im Reich als in Preußrn zu beginnen, und ich habe dieser feinst ai]- ZcMLinkn Finanzauffaffung die einfache Thatsache entgrgengesisüt, daß wir im nächsten Jahr:? in Preußen 42 Millionen Mark Drfizit, nicht im Etat, „sondern in der Re-chnung hätten. - Hieraus kann man wirklich woßl annehmén, daß auch drr gslehrtrfts Finanzmann fich gewaltig irren kann sogar über die Finanzlagr; denn über die aligemsine Lags drr Finanzen sollte fich ein Mann, dsr, wie der Abg. Richter aewiffrrmaßen darin lebt Und wrist, fick) doch viél schwerér irrén können als Übkr dir VermutdliÖen Einnahmen einrr Eisenbahnverwaltung, die ausschlisßlick) ron Kon- junkturrn abbängrn, die man absolut nicht vorhersehen kann; Von sinem Mann, der so auioritativ auftritt, wie dsr Abg. Richter, kann man erwartén, da:"; solche Jrrtbümsr ihm nicht paifierrn. (Héitérkeit rechts.) Der Herr Abg. Richter sagt: meine finanzielle Auf- faffung ist eben eine ganz anders, wie di? finanziélle Auffassung drs Fiuanz - Miniftc'rs; drr will immrr nur Einnahmen, und mrbr Einnabmrn und immer mehr Einnahmen Haben, um zu tbesaurieren; ich hingegen, ick) schäße die Einnahmen der Wirklichkeit nach und würds dann die Gslegenbeit haben, zu Steukrarlaffen zu kommen, die Lasten dss Volkes zu erleichtern. Nun, meine Herren, wie ist es in Preußen seit msincm Amtsantritt grwesen? Wir haben ert das erste Jahr, wo wir Linen Ueberschuss haben, ssit wirr Jahren fteckén wir im Defizit: rs hätte eine eigknlbümlickpe Dreistigkeit und ein koloffaier Lcicbtfinn eines Finanz-Minifters dazu gekyört, während wir unsrre Rechnung mit Mankos abschloffen, Line Steuererleichterung dem Hause Vorzuschlagen. Ick glaube, ich wäre geradezu ausgelacht wordkn bier im Hause, wenn ich damit gekommen wäre. Jetzt badkn wir das erste Jahr mit Ueberschüffen abgeschlosskn. das zweite, laufende erwartén wir. Ick hab? schon in meiner früherrn allgemrinen Rede zum Etaj ausgeführt, daß, wenn beide Jahre so abschließen, wie wir Erwarten, daß wir dann erst wieder zur Balance kommen und rrst von da an mit neuen Ueberschüffkn arbeiten werdrn. Ick babe offen angesprochrn und wikderbole hier, daß ich es für richtig halte, bei drr Gesammifituation in Prsußrn, namentlich im Verhältniß zum Nrich, die Einnahmen vorfichjig zu schäßew, das tizut überhaupt ein gutkr Haushalter. Ein Erheblicher Theil dieses hohen Hauses ist darin erbrblich weiter“ gegangen wie ich; fi:- onen sämmtliche Ukbékschüffé, die die Eisenbahn liefert über eine bestimmte Grenze , obligatorisch zur Schuldentilgung ver- wendkn. Sie verlangen, daß die Ueberscbüffe drr Eisenbahnen, darübsr hinaus, nicht drn allgemeinen Staatsfinanzen zu gute kommen, sondern reserviert werden, namentlich für Verminderung der Schulden. Diese Frage ftebt vorläufig nicht auf der TageSordnung; ich habe mich darüber schon außgesprochen; ich erkenne 1a§kZiel, das die Herrrn verfolgen, durchaus an, und wir werden suchen, uns darüber zu Ver- ständigen, wie writ die Durchführung und die Erreichung dieses Ziels möglich ift. Grundsäylich stehe ich diesen Auffassungen wenigstens weit näher, als den Auffassungen des Herrn Abg. Richter.
Meine Herren, im Reich besteht dieselbe Frage. Wenn man nach Durchschni1ten etatifiert, was eigentlich doch den einzigen festen Halt giebt, nennt das der Herr Abg. Richter Automatentbum. Ich möchte sehen, Welche überzeugenden Gründr der Herr Abg. Richter
sowohl im Reich bezüglich der 35118, als hier bezüglich der Betriebs-
„.ÖÖMQBLWXMMÉHQ r,.
überscbftffe ausführen könnte, welche das Haus beroegeu sollten; von einem solchen angeblichen Automatentbum abzugeben. Auf das bloße Gefühl des Herrn Abg. Richter, wie viel Uebersebüffe 'm den nächsten Jahren die Betriebsverwaltuugen mög- licherweise bringen können, wird fich dieses bobe Haus, glaub: ich, niemals verlassen. (Sehr richtig! rechts.) So viel hierüber!
Ueber den Etat ist im Ganzen ja sonst wenig gesprochen worden
okabc dMW'MMkiMMß WWFMWZ' 9 inrat balancierte7- (“Heike *rkkit)';"'a“5§éiéb'en vöu M“"bolitiiäzerk-Frasenrb'IdW-“i- WMTW““'***J“ '
lich beschränkt auf die aÜerdings sebr wichtige Frage, welche fich auf die Verbefferung der Lage unserer mittlersn und sines Theiss der
Meine Herren, der Herr Abg. Dr. Bachem bat gewiffermaßen einen dilatorischkn Einwand gemacht. Er sagt: Wie könnt ihr Preußen euch erlauben, eure Beamtenverbältniffe ordnen zu wollen, ehe das Reich euch die Wege nicht gewiesen hat! Das war doch der Sinn feiner Bsmekkungen. Nun, meine-Herren, ich gehöre gewiß nicbt zu drr: Männern - meine ganze Vergangenheit brweist das _, welche einen Preußischen PartikulariSmus gegen das Reich, gegen den Ausbau und dieEntwickelun-g des Reichs Vertreten woüten. Abkr wir haben doch bier zuvörderft in Preußen eine sehr große An- zahl der aUerwichtigsten Beamtenkategorien, die das Reich überbauvt nicht befist. Was würde es uns grbolfen babrn, wenn wir das Reich aUein hätten vorgsben [affen und uns einfach nach den Be- schlüffrn des Reichstages gerichtet bärtrn, für di-xjsnigen Klasien, die im Reich übsrbaupt gar nicht vorko-«mrxen? und das find die aüermeiften.
Sodann das Hinübergeben, das Hin- und H(rgeben der Braunen yon Preußen zum Reich und vom Reich zu Preußen ist ja seit drr Gründung des Deutschen Reichs eine konstante Sache und eins be- kannte Tbatsacbe. Daraus ergiebt fich don selbst, daß es voll- kommen sinnlos gewesen wäre, wenn wir, der Hkrr Schaxzskkrktär und ich, beziehungswsise das preußisch€ Staats-Ministerium und die Reichsregierung, fich nicht über die Grundsäßé, über dir Ausdehnung, über die Höhe der Verbeffsrungen der Reichs: und prsußischrn Be- amten gleichmäßigderständigthättcn. DieseVsrftändigung hat während drr ganzen Vorbsratbung stattgefundkn, und ich kann zu mciner Freude sagen, daß ich mit drm HSM Sebassekretär Grafen Posadowskv stets und in aUen Phasen der Verhandlungen Vollkommen auf derselben Linie geblieben bin. Sir brauchen auch nur die Vorlage, die dem Nkichstage JLMQÖT ist, ansehen, so wkrdrn Sie Von dorn- berein findsn, daß grnau nach dsmsrlbrn Grundsatz Verfahren ist.
Wohin würde Es auch führen, wrnn "rie Rricbxxbramtsn nach ganz anderen Erundsäxzrn behandelt würdrn in Bezug auf ihre szüge, als die Preußischen Veamirn? Ich brauche das gar nicht aus- zuführen: drr Ekdanke ist 311 Okrkrbrt, als daß man iim übrrbaapt noch widerlsgen onte.
Mein? Herren, man 1331 mm gesagt, Ss ski irt drr Vorlage keine Einbeitlichkrii. Nun smd j: einigr Gédankcn [aur grworden, auch Von Herrn Dr. Saiilrr, “ois drr Hkrr Abg. Richtsr accsptiert bat, nach denrn eins größrré Cinbsitlichkeit ir: disse Vorlagc gebracht wrrden sOUtr. Ich bin mir drrselben JUufion an diese Arbéii gegangsn, ich hatte mir auch Eine Menge? Grundsäßr konstruiert, nach denen diese Veränderungrn der Bramtenbesoldung stattfinden soUtrn. Ich habe aber gessben, daß das Schwergewicht der Tbaksachen Und drr Praxis und der allgemrinrn Auffaffung und der herrschenden Ansckdauungrn so starkist, daß ich „sehr bald meine Füblbörnrr rinzisbrn mußté und nicht im stande War, radikale Prinzipien in das ganzr System hineinzubringrn. Ich bin üßerzrngf, in drr Budgetkommiffion werden Sie drnseibrn Denkprozrß durchmachen und dieselbe'n Criabrungrn. Sir werden sebsn, daß hier mit einfachkn, klarrn, fésten Grundsäßen nicbt bri ÜÜSN ganz wrrscbirdenariigen Verhältniffen, wie fie fich Historisch éntwickclt kahm Und bEUtS noch gestalten, durchkommrn wkrden. Ich werde zur Zrit darauf nicht eingehen, und mich darauf beschränksn, zu sagen, daß ich einigr von dirsrn aufgkstelltrn „Grund- sätzen“, aucb materielk iür durchaus unriÖtig halte, das; ich fie nicht accrptieren könnte, srlbft wrnn fie gszrnüber drm bestebrndcn Zustand durchführbar wären.
Nun babrn einigr Von den Herrrn sich darüber beklagt, daß dir Unterbeamten nicht sofort bist wisder mit berangezogen sind. Ich kann nur das darauf erwidrrn, was don andsrkr Skike, aus dem Hause heraus, schon darauf Erwidert worden ist: ich bin übrrzeugt, meine Herren, daß, wenn wir uns die schwirrig€ Aufgabe steUtkn, nun gleichzeitig dis Frage drr Aufbesserung dsr verfchied€nen Kategorien don Unterbkamten bier mitzulösén, dies GSsLH nicht zu stande käme und die Unterbeamten aucb nich2§ békämen. Wir würden in solche Schwikrigkriten grratbcn, daß wir damit nicht zu Ende kämen. Jeb bedaurrr mir dort Hkrren, daf? unscre ganze smanzirüe Lag? damals ks nicht gestattetc, in einem Zug bintcreinander die Aufbkffkrnng der Bramténgebxlté durchzuführen. Das würds uns die Sache außerordéntlich Erleichtert haben. Ich er- kcnne an, daß Ss in vielen Brziebungrn srbr mißlich ist, daß nun alle Unterbeamtrn vorläufig zurücksteben müssen, nachdem dix Auf- befferungen, die fie erhaltrn haben, im Jahre 1890 stattgefunden, und zum tbeil - wie? das in drr menschlichen Natur liegt, das Gute scbneüer zu vergessen (115 das Urble _ brreits wieder der- gessen find. Jeb erkrnne an, daß, wknn die: finanzieÜen Zustände 88 in Zukunft erlanben, einzelne Kategorien der Unter- beatntkn aUerdings noch werdrn brrückfichtigt werden müffen. Ich spreche das ganz offrn aus. Aber, msins Hrrren, ich warne daddr, den Versuch zu machen, bist, wie Sie sagen, einzelne Kategorien hkraus- zugreifen. Sowie ein Abgeordneter damit anfängt, eine Kategorie zu bezeichnen, so wird der ziveiie eine zwsite, der dritte eine dritte, der vierte eine vierte Kategorie bringen, und wir werden plötzlich mitten in der allsrgrößten Verwirrung sein.
Nun hat man aber gewisse Vorbedingungen zwar nicht gestellt abkr doch angedeutet. Man bat gesagt: Es ist doch absolut noth- wendig, daß die jeßt verkehrte Ordnung dss Reisekosten- und Diäten- wksens gleichzeitig mit der Veränderung in den Gehaltssäßen geregelt wird. Ick theils diese? Ansicht, und ich boffr, daß wir bald in der Lage sein werden, in dieser Beziehung dem hohen Hause Vorschläge zu maÖLn, die sich wesentlich nach der Richtung bewegen, die Wii wrrscbiedenen Redneru bier bezeichnet ist. Ich halte persönlich wcnigstens “- die Sache ist im Staats - Ministerium noch nicht zur Entscheidung gekommen » dafür, daß die Reform in der Richtung der Herabminderung der Ver- gütung für Reisekosten in gewiffer Beziehung und einer mäßigen Err höhung der Tagegelder fich bewegkn muß. Wir wcrden uns bisrüber
wobl verständigen; die Sache ist ja„„so schwierig nicbt.