„WWWFF-M ».- :
* * * "_ “_ _ __ _ * . _ „r ,
voa Carnap, Premier-Lieuienaut der Reserve; Ernst von Abercrou, Re ierungs-Neferendar; Graf von Wartwa Kammergeriebts- Re nendar' Graf von Limburg-Stirum. Regierungs-Neferendar; Graf von Mirbach-Geldern, Königlich bayerischer Kämmerer. Lieutenant der Reserve; Dr. von Schwerin, Attaché im Aukwärti en Amt; Freiherr Ottobald von Wertbern, Attaché im Außwärtigeu mt; von Schumann, Regierungs-Referendar.
„.,.-Wr-BMdeLrüikrsérsamme-lto-W-heiztc “'Wer-“B&M“- fißung. Vorher berieiben die vereinigten
usschüffe für
Handel und Verkehr und für Iustizwefen.
„...-.--_-_ O»---- "*“-“"" "' “' ______ __ __" __„_ „___ __ -..„._
Sachsen.
Seine Majestät der, König „gedenkt, wie das „Dresd. Journ.“ eth-i, zu der bevorstehenden Feier des (Geburtstags Seiner ajest-ät des Deutschen Kaisers nicht _txach Berlin zu reisen, wird vielmehr, eiiier Einladun des Kauers fol_end, an dem für den 22. März i_n_ Berm geplanten Ft zur Erinnerung an den_ hundertxahrigen Geburtstag “einer Majestät des Hochseltgen K_ais_er§ Wiihxlm ]. theilnehmen. Ferner wird Seine Maxestat p_er Konigxor- ausfichtlich vom 1. Februar_ an den allzahrlich iiblichen mehrtägigen Aufenthalt in Leipzig nehmen und bei dreier Gelegenheit verschiedene Vorlesungen besuchen sowre industrielle Etablissements und gcmeinnüßige Anstalten _benchtigen. Bezü lich des projektierten Aufenthalts Ihrer Maxesiäten des Kön s und der Königin an der Riviera hört das „Dres ener Journal“, daß als Tag der Abreise dcr 18. Februar in Aussicht genommen urid im Hoist Cap St. Martin bei Mentone Wohnung bestellt worden ist. Der Aufenthalt daselbst dürfte sich auf 5 bis 6 Wochen erstrecken.
Mecklenburg-Schtverin.
Die Wicdergenesung Seiner Königlichen Hoheit des Gro ß-
herzogs hat, wie den „Mcckl. Nachr.“ aus Cannes von gestern emeldet wird, nur langsame ““*orischriiie gemacht, da die * unden eringere Neigung zur eilung zeigen, als erwünscht ist. Das llgemcinbcfinden Seiner Königlichen Hoheit ist be: friedigend.
Lübeck.
Der Biirgerausschuß genehmigic gestern einstimmig den Antrag des Senats, in Lübeck ein Denkmal für Kaiser Wilhelm den Großen zu errichten. Die Grund: fteinlegung soll am 22. März erfolgen.
OefterreichMugarn.
Die Prinzessin Marie zu „Hohenlohe-Schillings fiirst, das einzige Kind Seiner Durchlaucht dcs Erbprinzen Philipp zu .Hobenldhc:S__chillingsfürsi und Ihrer Durchlazrcht der Erbprinzeyiin Chariclée, geborenen P?inzxssin Ypsilanti, ist am 19. d. M. zu Podiebrad in Böhmen getor en.
Das österreichische Abgeordnetenhaus hat gestern in namentlicher Abstimmung mit 156 gegen 70 Stimmen das Finanzgeseß und das JnvestitionSgesciZ in dritter Lesung angenommen. Der Finanz-Minister 131". von Bi: linski erklärte in Vertretung des erkrankten Zusiiz:Ministers Grafen GleiSpach: dic Regicrang erachte es für ihre Pflicht, die Konkurrenz, wrlche durcb die Arbeit in den Straf- yäusern den deustricilen und Gewerbeireibenden gemacht werde, zu mildern und sie beabsichtige deshalb, die Tarife für derartige Arbeiten zu erhöhen. In namentlicher Ab- stimmung wurdc sodann mit 149 gegen 47 Stimmen der Antrag des Budgrtansschuffes auf Aufhebung des Zei: tnngsstempcls angenommen. Danach soli die Stempel- pflicht fiir die höchstens dreimal wöchentlich erscheinenden Zeitungen mit dem 1. März 13.3, für alic anderen Zeitungen mit dem 1. Januar 1898 anfbdrcn. Der Finanz:Miniiier ])1'. von Bilinski erklärte, die Regierung sci grundsäßlich mit der Aufbcbung des Zeitungsstempcls einverstanden, kiirmc ]edoch aus fiskalischen (Hründcn der Aufhebung nicht berstimnien, so lange nicht ein Ersoy für den Ausfall an StaatN_1nn_abmcn_ gefunden sei. Die Reform werde, wenn nicht mri diesem Hause, 10 doch in vcrhältnißmäßig kurzer Zeit zi; stande kommen. Im weiteren Verlauf der Sißung wurde ein Antrag des Preßauöschuffes, betreffend die Freigebung der Kolportage, angenommen mit einem Anfrage des Abg. von Jaworski, drr dahin gebt, die Regierung solle in der nächsten Sewon cinen (Heseßeniwurf vor- legen, nach wrlchem die durch die Presse be: garzgcncn Ehrenbclxidigungen nicht mehr durch (Geschworenen- gerichie abgcuribcilt und mit strengeren Strafen belegt werden sollten. Im Laufe der Debatte hatte fick) der Vertreter der Regierung, Sektionschef X)]: Krall, gegen den Antrag des Ausschusses qngcsprocben. Die Abgg. Burgstaller und Gxnossen richteten unter Hinweis auf den großen Verkehr zw1s_chen Boiizbai) m_id Triest einc Interpellation an die Regierung uber d1_e gegen die Einschleppung der Bculenpesi zu treffenden_ V_orsicht§maßrcgcln.
_ Dcr niederostcrreichischc Landtag berieii) gestern einen Antrag des Abg. Vcrgani, wonach in dem Stcnographen: bureau des Landtags nnr Chriswn beschäftigt werden sollten, und brschloß nacb langerer lebhafter Debatte, denselben dem Landesausschusse zur Berichterstattung und Antragstellung zu ubrrwxisen. _Ferner Yelangie _cin Zusaßantrag des Abg. Philippormtsch, dc: nur die tiichtigsten Bewerber berück: sichtigt und personliche _Bevorzugungcn vermieden werden sollten, zur Annahme. Ein Antrag des Abg. Grafen Auers- perg, über den Antrag Vcrgani zur Tagesordnung iiber- zugehen, wurde abgelehnt.
In der gestrigen Sisung des ungarischen Unter: hauses wurde der Staatgyoranschlag für 1897 in der Generalbrraibung mit großer Majorität als Grundlage für die Spezmiberathrmg angcndmmeu. Vor der Abfiimmun erhob sich dcr Mmirier-Präsrdent Baron Banffr), um fi gegen die Y_ngriffe zu wenden, welcbe anläßli der_ Debatte uber das Budget gegen die Regierung gerrchiet worden waren. Der Ministcr-Präsident bemerkte zunächst gechuber dcn fruheren Ausführungen des Abu. Koffuth, da bei den_Au6g1e1ch6verhandlungen keine starke O position, wohi aber eme_starke Regierungöportei erforderlich ci; diesc geniige, um_ dre_Interessen Ungarns zu wahren. Daß die Regierung _1hre cige_ncn (Grundsätze ur Geltung bringen und die Opposition schwachen wolle, sei clbsiverständ1ich, aber die
Beschuldigun , Welche le tere während der Wahlen : die R erung When habe, eien unbegründet._ _Ut_1ter Mster! Bei allsäaßerungen "' der liberalen Partei fuhrte Baron Banffy ferner aus, daß die Nationalpartei, deren "hrer je t seine „Klagen in die Form von Interpellationen keide, m 1 erst eit der Zeit der Wahlen, sonderxi schon lange vorher zeréa en, weil fie in den kirchenpolitischen _Fragen nicht an richtigßxzewesen sei und weil fie ndern auch jest Mitglieder
in ihren eihen dulde, die im Dien e der VolkSpartei ständen.
'DMÜWMMBMÜUUÄ" dWMiK'islLr-Präßdcnmrwmde“'äüi'
den Bän'ken der Opposition großer Lärm hervorgerufen. Als Baron Banffy seine Bchauptimg auch durch_einen Brief eines _MYKÜZYYZ_YYTMÜÜMUWKUU bewies, ohne jedo deri _Ngryxxx des Brreffchreibers zu nennen, ersch311 aus den Nei "érider Oppo- fition der Ruf: „Verdächtigung“. Der Abg. Ivanka rief: „Koloman S_zentioanyi oder Bela Rudnyanszkr)“. Der Minister-Präftdent verwies die Opposition indessen an den Nbg. Blaskovich und legte dann zahlreiche Daten vor, um zu beweisen, welche Mißbräuche seitens der oppositionellen Wähler begangen worden seien. Der Minister-Prästdent tadclie weiter unter der Zastimmung nahezu des ganzen Hauses die VolkSpartei, deren Thätigkeit er als pansiaoistisch, ja ent- schieden siaatsfeindlich bezeichnete. Die liberale Partei brach in stürmischx Eljcnrufe und Brifallsbezeugungcn aus, als Baron Banfty zurn Schluß seiner Rede an das Vertrauen des Hauses appellierte und um die Annahme des Budgets bat.
Großbritannien und Irland.
Das Unterhaus setzte gestern die Adreßdebatte fort. Patrick_O'Brien stellte einen Unterantrag zu Gunsten der VegnadtgunF der im Gefängniffe fißenden irischxn Dynamitver recher. Im Laufe der Beratbung sprach sich der Staatssekretär des Innern Sir W. Ridley gYen die Be- gnadigung aus, worauf der Antrag mit 204 gegen 1 Stimmen abgelehnt wurde. Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain beantragte die neuerliche Ernennung eines Ausf chus 1 es zur Untersuchung und Berichterstattung über den Einfail Jamxson's in TranHvaal. Nachdem Maclean sich gegen diesen Antrag ausgesprochen hatte, wurde die weitere Veratbung desselben auf heute vertagt.
Fraukreirb.
_ Ja der Armcekommifsion der Deputirtenkammer iorach gcjtcrn der Kriegs-Minisier, General Bil lot iibcr dcn Gesrsentwurf, _nach welchem stufenweise bei den Infanteris- Regimenternwierte Bataillone eingeführt werden folien, Die Kommisiion nahm den Eniwurf günstig auf.
_ Ja der heutigen Sißung dcr Deputirtenkammer rvird, einer Meldung dcs „W. T. B.“ zufolge, von radikaler Seite eine JnterpellatioZn über Unfälle des Torpedokreuzers „ leurus“ sowie des Panzerschiffs „Fauré- guiberrr)“, wc! e sich gestern ereignet haben, ein ebracht _werden. Der „Fleurus“ wurde wegen einer Keffel avarie m den Cherbourger Hafen geschleppt. Dcr „Jaurézguiberry“, auf welchem bereits vor mehreren Monatixn infolge eines Röhren: bruchs 7 Matrosen getödict wurdcn, mußte wegen einer glsichen Havarie in den Touloner Hafen zurückkehren.
Rußland.
'Der Verweser dcs Ministrriums dcs Auswärtigen Graf Murawjew ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Abend von St. Petersburg nach Kopsnbagen abgereist, um dort sein Abberufungsschreiben zu überreichen.
_ Ein Kaiserlicher Befehl bestimmt, daß drei Comiiés qe- biidei werden, welche Sprnden an Geld und Getreide für die _Nothleidenden in Indien cntgrgennehmcn. Ein Comité: wird in Moskau unter dem Vorsiß des Großfürsten Sergius Alexandrywiisch, ein zweites in St. Peters: burg unter dem Voriiß des Gouverneurs, ein driitcs in Odeffg unter dem Präsidium des Stadtbauptmanns gebildet. Anqexichts der Möqlichkcii, daß Sp-snden Luk dikskil Zweck aué) aus anderen Städten des Reiches einge 211, wurde ferner verordnet, daß auch die Provinziai-(Houverncure solch: Gaben annehmen dürfen.
Der finländische Landtag ist gestern eröffnet mordin. Zum Landmarschall wurde Baron Troil, zum Vizr:Land- marschall dcr Wirklich? Staatßrath Lindeloef ernannt.
Italien.
De_r Priifcit von Venedig stattete gestern, wie die „A_a_enzia Stexani“ meldet, an Bord des deutxchcn Kriegs- schiiics „Sto ch“ dem Kommandanten des clben einen Besuch ab. Es wurden dabei in herzlicher Weise die Versiche- rungen der Gefühle lebhafter Hochachtung und Zuneigung aus- geiauscht, weich; den Deutschen Kaiser und das deutsche Volk m1t__ dem Konige_ und dem Volke Italiens verbänden. Der Prafcki wurde bei der Ankunft und bei dem Verlassen des Schiffes rnit Gcschüßsalven begrüßt.
Türkei.
Die gcstriiÉFeier des Geburtsfesies des Sultans i_iabm, wre „* . T. B.“ aus Konstantinopcl meldet, den ublichen Verlauf. Die Ordnung wurde nicht gestört, auch die Illumination am Abend ist ruhig verlaufen.
Amerika.
_ Dem „Dai1y_ Chronicle“ wird aus Washington br: richtet, LordSaiisbury habe das leßte Hinderniß, welches der Unterzeichnung des Schiedsyertrages, betreffend Vexiezuela, entgegenftand, beseitigt, indem er ein- geraumt habe, daß Venezuela einen der Schicdßrichter crnennc, welcher, wie verlaute, ein Richter des Höchsten Ge- richisbbfes sein werde.
Die qumission des Senats für auswärtige An: gxlcgcnkxerien beriet!) gestern über den britisch:amerifa: nischen Schiedsizertrag. Der Staatssekretär Olnei) vor- theidigtc den Vertrag. Einige Senatoren bemängelten zwar die Wahl des Kymgs von Schweden zum Schied§richier und bemerkten, fie warden einen SchiedSricbier von der westlichen Halbkugel borgezogen haben, der amerikanische Ideen besser verstehen wurde; aus der Verathung gin , dem „W. T. B,“ zufol ?, _jÖcdoch bervyr, daß die Kommis7ion den Vertrag in ernsieie - rwägunß ziehen werde.
_Im Sengi rachte gestern Cannon eine Resolution cin, worm der Prasident der Union aufgefordert wird, binnen 90 Tagen_, vom 4; März 1). I. ab gerechnet, die leitenden Handelsvolkcr zu einer internationalenMünzkonferenz einzuladen, welche vor dem 1. Oktober in Washington abge- ha_lten werden solle. Ferner solle der Präsident fünf Kom- miffaxe ernennxn, welche die Frage freierMünzprägung in einem Verhaltnis; zwrschen 15 und 16 zu 1 berathen sollen.
' '"“"“"'Y'ä's**'„'Reuter
Asien.
Deröiierreicb ati Kren „ai “"*" Manila eingetroffixr?ung sche S?! P u h" tüm -_
Afrika. Nach einer der „Agen in St ani“ zugegangenen Meldung aus Keren von gefterni der 'eneral Vigano, nachdem
für die Verpflegung gut vorgesorgt war, mit der Reserve nach. '
A g o r d a t abgegangen.
aus Bafuioland einge angenen Nachrichten zufolge hätten
gierung vsrbündet- Die Farmer erri teten befesi gie Lager.
Parlamentarische Nachrichten.
_Die Berichte über die gestrigen Siungen des Reichstages und des „Hauses der Abgeor neten be.- finden sich in der Enten und Zweiten Beilage.
- In der heutiger) (158) Sißung des Reichstages, welcher der _Staaissekretar des Innern, StaatS-Minifter Dr. von B oetticher und der Staatssekretär dss Reichs-Scbaßamts ])r. Graf von Vqsadowskt) beiwohnten, wurde die zweite- Beraibung des ercthauShaltS-Etats für 1897/98 bei dem Etat des Reichs-Schaßamts und zwar beim Gehalt des Staatssekretärs fortgeseßt.
Abg.__1)r._Hiye (_Zentr.) erklärt sicb dem Reichs-Scbassekrsiär dankbar fur__fetne Erklarung über den Quebracbozoll, aber nicht für das Ergebnis der Bundesraibs-Verbandlungm. Durch diesen Befchluß seien dte_ Hoffnungeri von Tausenden zerstört worden, und es werde im Lande vielfach Erbrtterung dadurch betvorgerufen werden. Es sei ja zx; hoffen, daß_di8 Einwirkung dköLankiageß auf die preußische Rr- girrung noch eine Aenderung berbrisührkn werde. Der Staaxssekretär babe_ sich zu sebr an die_ Einzelheiten des Reichstagsbescblufxcs gehalten, der 1a in einzelnen Theilen zu weit ginge. Er hätte me : auf den AuLaanaépunkt zurückgeberi sollen, die Einiübrun eines Zolls aui Quebrqchobolz. Die_wckterrn Erwägungen, da es noch andrre überieeiscbc Gerbsionx gebe, _ die ebenfalis dcr Eichenlobe Konkurrenz machten, is_ren ent spater in die Verhandlungen 731112111- getragcn wdrdxn. Die zollikchniscbm Schwierigkeiten könnten da- durch Verwieden werden, daß man den chemisckxcn Fabriken di: Luebracho vrrarbeiteten, den Zoll zurückvcrgüte oder die Verzollung von_ dcr Grenzc in die Fabrik verleae. Vym Zvi] allein bingen allerdings die Lobrpreise nicht ab, sondern sie wurden auch von anrerxn Faktxren, :. B. durch die Nachfrage seitens der Gerbereicn, bestimmt. Die Einwirkung des Zolls auf das mit Qixebracho bergeitc-Ute Leder habe der Staatssekretär dag? en über- schaßt. G? enübér den Inierkffcn dcr rumeift großen erbereien fiandeq die niereffen der klemen Landwirtbe, welche die Eichenlobe produzierten. Redner schließt mit der Bitte, das; die Regierung troß aiier yorgcbrachjen Bedenken cnd1ich einen mäßigen Quebrackxozoll ein- führen möge. _
Abg. Gsritenbrrg antr.) sdrich! JQ ebenfalks für einen Quebracbozcli aus rm_ ( nierkne dcr frankischen Bauernvereine. Daß die Ablxbuynwdiewß Zdiles auf der linkkn Seite Beifall gr- funden babe, et [e_rbiiVersiandiicb bei der do_rt herrschenden Abneigung
e_gen dj_e starter. Aus dem Vrrkaux dcr Lobe bezögen die tchcnscha1waldbesitzcr, die rneist kleinr Bauern seien, oft das ein i : baare (Geld, da drr Verkxui Von (Getreide nicht [ohne. Die bZLF- lebnung des 3905 badi? eine große Mißstimmang im Volke hervor- gerufen darübxr, daß immcr nur die Industrie bevorzugt würds.
_ Abg. Htlpxrt (b. k. F : Die Landwirtbe meines Wahl- krsrses_wrrden die Rede des Staatssekretärs dahin axifiaffm, daß die Rchskegicrung das Woblwoilen für die Landwirtbschaft rer- oren at.
_ Bci Schluß des Blattes nahm der Abg. Fischbeck (tr. Volksp.) das Wort.
- In der heriiigcn (T).) Sißnng des Herrenhauses, welcher der Minister drr" geistlichen 2c. Angelegenheiten 1). 1)1*. Bosse_ und der Juitiz-Minister Schönstedt bei: wohnten, ergxriff zunächst das Wort der
Vize-Präfidknt Freiherr von Mantcuffel: Ick) begrüße die Herren zum nrucn Jahr;: und frcue mich, daß das «Haus so zablreicb 561th ist, wie ja) cs ricch nie grskbcn babe. „Jeb boffé, das; dix)".- siarte' Beießung rin guics Auxricium für die Tbäiigkeit des *ÖIUsÖI im m'uen Jahre sein wird.
ScineMajestät der Kaiser und König hat am NenjahrJtaFr die vom Ersten Vize-Präsidenicn Freiherrn von Manteuffel argcbrachten Glü ckwünsche des Herrenhauses huldvoii entgegengenommen und denselben beauftragt, Alicrhöchstseinz Glückwünsche dem .Hauje zu überbrin eri. Viszräfidem (“reiherr von Mantixuffel entledigt fi dieses Auftrages. „Cas aus nimmt die]? Mittheilung stehend entgegen.
erstorbrn ist am 3. Januar das Mit lied Prinz Heinrich )(111. Reuß. Das Haus ehrt das 5 ndenken an den T*ahingeschicdcnrn durch Erheben von den Siken.
Neri berufrn smd auf Grund von Präsentationswabien: von Born-Falldis (Landschaftsbezirk Neße-Distrikt), von Dreßler (Litiaucn), Volizci=Direktor ])r. GersterdinZ (Greiföwald), von Gustedt (Halberfiadt-Wernigerode).
Bereits früher berufen warm und sind jeßt in das Haris eingeirrten Graf von Pfeil-Vnrghauß und Graf von Oppersdorff. Lesterer wird morgen auf die Vsrfaffung vereidigt werden. _ Graf von Hochberg, Vertreter des Landz schafisbezirks Fürstentdum Oels, ist mit dem erblichen Recht au? Sis und Stimme bxichni worden. _
Eingegangen sind außcr den vom Abgeordnetenbaziik beriibergrkommcnen Vorlagen ein Antrag des Herrn vonWoyr1ch. die Regrsrungß-Affessorrn im Gehalt aufzubesLern und die un- bcsoldeten mit Gehalt resp. Diäten u eden-ken; ferxixr Sine Interpellation dcs Grafen Kiinckow room, beireffenddt: Ausfuhr von sogenannlem Ncptunmchl durch die Köntßé- berger Mühlen. Tie Jnicrprllation wird am Sonnabend UT Verlesung gelangen, _ _
Auf der Tagcgordnung steht zunächst die Wahl des Präjidcnten. Es werden 214 Siimmzcttei angÉgcben, VM welchen 118 auf den Namen des Fürsten zu ied laritsn; daneben entfallen 94 Stimmen auf den Herzog von Ratibor- 2 Zettel sind weiß. Der Fürst zu Wied ist damit zum PMT fidenten gewählt.
(Schluß des Blattes.)
-Tas Haus der Ab eordncten se te inderheuti-W (23) Sißmrg,_in welcher der; inan Minister r. Miquel, k"?! Minister der offentlichen Arbeiten bielen, der Minister _er geistlichen 2c. Angelegenheiten 1). Dr". Bosse, der Zuzw- Mmi er Schönstedt, der Minister des Innern Freiherr von der ecke und der Minister für Handel und Gewerbe Br?- feld zu egen waren, die erste Berathung des Staatshaxs- halts: * iats für 1897/98 fori.
7ÜVWchU4WWMZ*K äMvaD-Ü, „
sich die drei Söhne des äupiiings „Lerothodi“ emport. Die- ___La_g„x_-.111„,Uy1z1m.k_u_l_ir (Grtqualand) sei sehr ernß, Die Stéimme der Llangwem und Baca ätten sich egen die Re-
Buudensura (Zenn): Ick will nur auf die Beamte:- “„M- . Daufitkbktaichtiuetfter_2iuieumeiue „mangel eu _ handelt, so empfiedlt es , sie nicht detBudget- Yanmissiou, ondern *éine: sei 1100 zusammen. evten Kommission zu ühuweisen. Der Beamteubesoldungovetbeffernug_ stehe ich nemlieb kühl geqenübet. Erft wollte die Regierung die Gehalte: der Minißetial- Beamten aufbessern. Der Landtag sagte Nein, und_ die Remexung " fich herbei, von unten anzufan eu. „Jevt fgngx sie wieder ___-L_ oder minder von oben an. errscbt Uebereinstimmung dar-
" Eb sache r "JUTA" äoéoé ft t d B
eine cen „ri: ei eun er uizmi er er, lk.?«xltnna. Der Minißer fakt davon, ein ?Minus der Besoldung schließe keine MindersÖäßnyxin' a-t' _ „___ ._.. ' réüßkü? Jn e_rnFeren Kultursiaaten war es ebenso, z. B._in Frankreich. _ Die_ Justiz steht Festeiner vollendeten Thatsackxe gegenuber: Der _Jufiiz-Minister ifi dem Gesammt-Minifierium unterlegen, und es bleibt nur em energischer Protest übrig, den wir Abgeordneten erheben und von dem es m_!cb wundert, das; ihn die Richter noch nicbt erbochi babes. Es wird schwer sein, den Finimz-Minister zu bekehren. Wir haben wcntgftens unsere Schuldigkeit gethan. _
Abg. von Puttkamer-Plautb (kous.): Die Angrtiieder freifinniaen Presse bezüglich unseres Vorgehens geaxn die Börse zeigen uns, daß wir auf dem rechten Wege smd. _Wrr kamvfcn mcht allein für die Landwiribscbaft, sondem auch fur den Handwerkcritand. Bauer und Handwerker füllen di_e_ Lücke zwischen den Wobldabenden und den Arbeitern voribeilbast aus; folien fie, _1o ist_ der Revolution Thür und Tbor geöffnet. Her bat_ die Regrxrung cine dankbare, 12wa nicht genügend _erfuiite Aufgabe. Die Entgegnung des Minister-Präfidenten auf die Bemerkungen _des Grafen Limburg hat uns wenig befriedigt. Graf Limburg hat nicht nur für seine Person, sondern auch im Auftraae seiner ganzen Frakiwn gesprochen der größten Fraktion im Hause, bestehend aus konservativen und boÖvatriotischn Männern. Wir batteir erivariet, _daß der Minister-Präsident über die Sache_ ntcht mit einer bei ihm nicht ngobnten Leichtigkeit brnweggegangen ware. Wir glauben nicht, daß das Ansehen der Staatsgewa1t_1m Volke durch diese Vorgänge sich befestigt_ hat, und das beklagen wir auf das sikfstk. Woliten wir bei der Auisteliung des Eidis den Vorschlä en res Abg. Richter folaen, so würden wir bald zu einer neuen Aera cr Defizits kommen. Oder ist ihm eine Regierung in Geldverlegen- beiten lieber? Herr Richter sprach neu1ich_von _dcr Zkreuioniedes Mundöffnens; wenn (5 in meiner Miicbi stande, 1o_r_vurde ick) keinen Augcnblick zözern, ihm den Mund zu 1chltrßen. Freiiicb wenn es nach ihm ginge, so hätte nur die Börse über die Preißrzotrerungen des Ge- ireides mitzusprkcben. Wir bedauern auch die_ Scharfe der Kontroverse unix: beiden Theilen. Das ist aber die Schuld der Presse, und es wird hüben und drübrn gesündigi, _von unierer Seite nicht mkbr als von der andern. Es ist sonderbar, daß Herr Richter sich so sebr über einen derben Auddruck cines wenig redeaewandien und an parlamcntarijcbe Formen gewöhntcn Landwiribs echauffiert. Es giebt sebr ebrepwertbe Herren an der Börse, in der Provinz mehr als in Berlin, wir qulen aern mit ihnen zusammenarbeiten. Die Vorgänge an der Verlmer_Pr_o- duktenbörse mußten berechtigtcs Mißtrauen erweckkt). Namen wü: ich nicht nennen. Man tbut fo, _ als _wenn die staatliche Aus- sicht etwas Ungkreckxifertigtcs set, wir sollen vor_ den gx- icbloffenkn Tborrn des Börsenbeiliatbums sicbxn bleibcn. Die staatliche Aufsicht liegt aber _ im Interene des ganzen leki-s. Die Hzndelskammer in Dursburß bat audgrsprochen, daß es srbr gut mit dcm neuen Börsengeseß ge en könne. Wir haben das Vertrauen zu dem Handels-Minister, daß er das _Gesxß im Sthie der Geseygeber auch ausführen wcrde; die Sache ist be_'i ibmm guten Hayden. Ueber die Forderung des Abg. Friedberg, da? du: landwiribscbaitltckoen Delegirtcn ihr Amt ehrenamtlich führen ollxn u. f.__w.,_ließc sich leicht eine Einigung erzielen. Herr Richter bal: es fur eine Wahri- vorsieliirng, daß die Börse ein Interesse babeßdie Preise ntrdrig zu halten. Es ist aber doch so, zum Schaden_ des 5Yw- duzenten und Konsumrnten, namentlich_ an _der Berliner Borse. Nun ficben die Preise in Diéparitat mit dyn Pretien des Weltmarktes. Hkrr Richter bat die (Hesckomacklosigkett aebabt - _tcb will nicht einrn schärferen Ausdruck gebrau-„ben -, de_kn Grafen Arnirn mit Ablwardt zu vergleichen, weil er die Beweise nicht a wwpo bci- *ebracht bat. Solche Beweise beizubringen,ist sebrscbwer. Herr don * cndxl-Sieinfels ift klüger gewesen, er ba_t sicb ferne Angaben notarteil beglaubigen lassen, und in der nachsten Zeit Werder) wir mit weiteren Beweisen aufwarten. (Abg. Richter: Es rst dir höchste Zeit!) Dem Handels-Ministkr möchte ich zu bcdenkrn geben, daß wir uns im Zustande der Notbwsbr befunden haben. Es fragt sich: Was wird nun? Wir können _ia Warten; abrr wir haben Mir ein Jntrresie daran, daß _dem Ge- skye Geltung verschafft werde. Erlaffene Geikye mussen auch ausgeführt wsrden, sonst haben wir den Anfaizg dom Endo. L_Lir sind bereit, jcdc'r Abänderuni des Geseßes, _die semc Yuri!)- iirbrung sichert, zuzustimmen. as Grieß e'nibalt_k€ine Straf- besiimmungen 11115 keinkn Deklarationszwang. _ Fur den_ Be- griff der Börse ist neuerdings eine erscböpssnde Begrundugg Skgebrn worden. Den Kaufmannsstand in seiner großen Mane erabzuseßen, fällt uns garnicht ein; wir wolieir uns gern auf dem Boden des Göseßes mit ihm vereinigen. Mit drm Jobber- Zbum aber wollen wir niemals etwas zu schaffen babcn, und zwiscbcn ibm und uns ist das Ti1chtuch zerschnitten. _ __
Abg. Rinielen (Zentra): Ich glaube, daß die Budgeikommiifion vox_al]em Veranlassung bat,_ die BeamtenbesoldungLVerbesierung zu brunn ohne Rücksicht auf das Zustandekommen des Etats bis_ zum ]. April. Die Denkschrift läßt übcrall em festes Prinzip vermissen, wie denn auch die ganze Vorlag-Z ein Kompromiß zwischen den einzeln-n Ressorts ist. Bcr der
e_meffung der Gehälter muß Rücksicht aenommcn werden auf die Wichtigkeit des Amts, die Rangbrrbältnisse und _die Art drr_Vor- bildung zum Amt. Wenn das Ansebrn der Justiz rm Volke geiunkkn 111, so liegt das daran, daß der Kreis ibrer Thätigkeit von der Vrrwaltring immer mehr zurückgedrängt ist und iberürde nicht gehörig gescbaßt wrrd. Die Ausübung drs geseßlicb unzulässigen Zeugnißzwangcs kat dcm Absehen der Gcrichte geschadet, und das hat man wobi auch böberer- 1915 schon eingesehen, denn man hat den Redakteur Greizer) in Franfurt k,?igkxaffen. Jeb würde dem Justiz-Minisier darxkbar scin, wenn er ,ter uber den Zeugnißzwang seine Meinung außertc. Die Ver- waltungsbeamtrn glauben fast allgemein, daß ['i-: 'böber sicbrn ais die richterlichen Beamten. Ein Regierungs-Affe1 or wolite neulich n1cht als bloßer Assessor, sondern lieber mit seinem bloßen » amen vorgestelit Weiden. Jeb bedauere, daß die Richter den Verwaltun ßbeamten nachstehen. Die Billigkeit erfordert, daß man die einzelnen “ eamtenkaiegqnen in der angegebenen Richtung mit einander vergleiche und Ungerechtigkeiteu vermeide. Das sei in vieler Beziehunz nicbt gescbebcxi. Es muffe “"ck einen sehr schlechten Eindruck machen, wenn dte hoben und b sien Beamten eine Aufbesscrung und die unteren_Beamten gar- nichts erhielten. Wir dürfen die Unzufriedenheit i_n diesen Beaixnen- 321er nicbt vermehren und drr Sozialdemokratie nicht neue Anbanger
u ren.
(Schluß des Blattes.)
* DemReichstage ist eine Denkschrift über die in dem 1üdwest--:frikanjschen Schuvgebietc ihätigen Gesell- chasten zugegangen.
* Jm errenbausc isi von dem Grafen von Klinckow- ittoem nacb ebende Interpellation eingebracht worden: _
]) Ist es richtig das; seit circa zwei Jahren die Königsberxäer Walzmühle Roggenmehl im Verhältniß von 871 : 100 (o- Wanntes Neptun-Mebl) auagefübrt und dadurch den Staat um erhebliche Zollbeträge und die Landwirtbschaft durcb ver- mehrte zollfreie Einfuhr gesÖädigt bat?
2) Eventuell welche Schritte sind gethan, um den dadurch ent- zoge'xen Zoll nachträglich einzuziehen?
„„.- .. ...-“pws.“ “""“-“"“ &.
*“ M WIUÜL em'iber derVenpaltme ier _ __kuxz mmey _ “PIK spreche“???- ““""" xx*És“ &!an sich““
r i_rn Volke denkt 1_nan anders. In Hannover__ ““'““wareä'sikMXfer'fru er bliser “besordet-qerP
1
- Dem Hause der Ab eorduete- iii der Entwurf eines Gesc es. betreffend die For ichuvbcamten der Gemeinden und ffentli en Auftalten im Regierungsbezirk Wies- bad_en mit Aus Nuß des vormals Lxmdgr besmzbomburmschen Gebietes und des Stadtkreises Frankfurt a. ., _so_wie der Nach- weis über die Verwendung des Dispositionsfonds im Extraordinarium des Etats der Eisenbahnverwaliung für 1895/96 zugegangen.
--*«-- .» ,..
Arbeiterbepegmeg.
_ _-,“ -..." „_ .
“'“"““'“'Äiss"“'B*r*e“s'i'Z.7 wird der “Köln. Ztgc“ * *nemskkktx““kaß*"“3ÜÉ"
Weber der Meyer-Kauffmann'icben ?abriken zu Tannhausen von neuem die Arbeit niedergelegt haben; ie fordern 334 0/9 Lohnerhöhung. (Vgl. Nr. 17 d. Bl.)
In Bremerhavewverweigerten, wie die .Wes.-Zig.' nach der .Proo-Ztg." mittbeili, die Hafenarbeiter am Montag Morgen die Entlönbung der für Hamburg bestimmtén Tbeilladung Phosphat des am Mittwoch in den neurn Hafsn gekommenen englischen Dampfers _ „Planet Venuö'. Die Cntlöfchung des Damvfcrs erlitt jedock) keine Unterbrechung, da genügend andere Leute zur Arbeit vorhanden waren.
Aus Mainz wird der .Frkf. Ztg.“ gexchrieben: In einer Tüncher-, Maler- und Lackierer-Versammlung wurde am Dienstag bkfchlossen, im kommenden Frühjahr in eine Lobnbewegung einzutreten; eine Kommission foil e=nen Lobntaris ausdrbeiten. - Wegen Verlrßung des, im leßtrn Herbst vereinbarten Lobntarifs und Entlaffuna zweier Gcbilfen wurkx von einer Küserversammlung über die Faßfabrik von «P. Schetffius die Sperre verhängt.
In Berlin haben nicht, wie im .Vorwärtö' angegeben war Zzgl. Nr. 16. d. Bl.), die Former und Gießereiarbeiter der
irma J. Ziemdorf wegen Lobnkürzun die Arbei eingestellt, sondern der Arbeit eker hat. wie er selbst mit? eilt, die Gesellen entlassen.
Aus * udapesi wurde der .Vosi. Ztg.“ unter dem 20. Januar telegrapbiert: In den Bergwerken der österreichi1ch_- ungarischen Staatsbahn kam es heute zu einem blutigen Zusammenstoß zwiikben den Arbeitern und der Gendarmerie. Die Direktion hatte in Anina (Komiiat Kraffo - Szöreny) eine ncue Regelung der Beiträge zu der Bruderlade beschlossen und Anordnungen e- troffen, durch welche die Arbeiter mar augenblicklich schwerer *.e- laftet wurden, dagegen aber für sich und ib_re Angehöriger: später Fensionsberecbtigt werden folien. Darüber benichte große Unzufrieden-
eit. Heute kam es zu Kundgebungen vor dem Direkiionsgebäude in
Anina. Es entstand zwischen Gendarmen und Arbeitern ein Hand- gemenge; die Gendarmen gaben Feuer, acbt Arbeiter und zweiFrauen wurden getödtet. EinSieinwurf verwundete einenGendarmerie-Lieutenant. - In einer Mkldung drs „W. T. B..“ vom 21. Januar wird die Nachricht Von der Meutersi der Bergarbeiter in Anina bestätigt. Die Arbeiter stürmten und verwüsteten die Geschästßräume des Berßwerks und bewarfen dic einschreitende Gendarmerie mit Sternen. Die Gkndarmerie machte von der Waffe Gebrauch; acht Personen wurden getödtet, sieben derivundrt, worauf die Arbeiter die Flucbrcrgriffen. Da writerc Ausschreitungen befürchtet werden, sind zwei Kompagnien Militär rrquirirrt worden.
Kunst und Wissenschaft.
Aus Drsöden wird geschrieben: Für die internationale Kunstausstellung sind jest in der städtischsn Ausstellungsbaiie die Einbauten begonnen worden. In der vergangenem Woche hat die AussteUungskommission die Arbeitkn besichtigt und hierbei besonders über die nötbigen Lichtquekien Beschlüffe gefaßt. In den meisten Räumen wird ein vorzügliches Oberlicht gejcbaffen werden. In einzelnen Sälen wird das Oberlicht mit hohem nördlichewSeitenlicht vereinigt werden können, so in den Eckbauten der nördlichen Seitenflügel, während in dem großen Zentralraum bobes Seitenlicht vorhanden ist, das je nach der Tageßzeit auf einer der beiden Sciten_ zu dämpfen sein wird, sodaß man für die dort anszustelienden plastischen Kunst- werke in gärtnerisch geschmückti'r [L_mgebung eine gute Beleuchtung zu ermöglichen bofft. Jm_Ganzen sind in der Ausstellungsbalie zebn coße Säle für die Ausstellung vpn Gemälden gewonnen worden. erner wird noch eine Anzahl von Kabinetten geschaffen in denen nicht nur Werke der graphischen Künste sowie Aquareile, Paktelle urid Hand- zeicbnungen, sondern auch Werke der Kleinplasitk, des höheren Kunst- grwerbes und der dkkorativen Kunst dem i_ntimercn Kunstgcnuffe dar- geboten werden. Durch die Vertrauensmänner sind schon über acht- bundert Werke der Malerri angemeldet, und eine gleich große Anzabldon Kunstwerken wird aus den anderen Kunst_gebicten zusammenkommen. Für die Bekleidung der Wändexat man Von einem regelmäßigen Fgrbenw: „sgl der aufeinanderfolgenden iäume abgeseben, andererietts aver auch die Beschränkung (!*-if nur eine Farbrvermeiden zu müffcn geglaubt. Es wird darum eine Flucht von Sälsn in Roth, eine andere in Graugrün gehalten werden. In zwei kleinen Oberlicbträumen, die für Plastik bestimmt sind, wurde graublaue Wandbekleidung, dagegen in den Seitenkabinetten, die für Aquarelie vorbehalten bleibkn, ein criime- farbiger belier Sioff als am geeignetsten befunden. Aus diesen An- gaben mag bcrborgebcn, wie sorgfaiii bon dcr Aussteüunßskdmmission alles erwogen wird, was geeignet ersFeint, die einzelnen Kunstwerke in der für fie am besten passenden Umgebung zu zeigen.
Laud- uud Forstwirthschaft.
Ernieergebniß des Jahres 1896 in der Türkei.
Die Getreideernte des vrrflossenkn Jahres ist im asigemeineu als cine: gute zu bezeichnen. Im europäischen Theile der Türkei war sie zwar infolgr des geringen Umfangs der bebauten Flachc_n__quantitativ geringer, doch wurde der Ausfall durch die bessere Qualitat mehr als aufgewogen.
Ernteergebniß Canadas im Jahre 1896
Nach den amtlichen statistischen Berechnungen _der für_ den Getreidebau hauptsächlich in Betracht kommenden betdrn Prbdtnzen Ontario und Manitoba stellt sich das definitive Ernteergebnif; in:
Ontario Manitoba zusammen auf Busbel: Haff: ..... 82 979 992 12 502 318 95 482 310
Wéizen: erbst- . . . 15078 441 - - rüblings- . . 3 519 322 14 371 806 32 969 569 Gerste . . . . 12669744 3171747 15841491 Roggen . . . . 2230 873 52 255 2283128 Buchweizen . . 2603 669 2 603 669 Mais ..... 26 020144 _ 26 020 144 oder in den Provinzen zusammen: P1_ Busbel lch T_Jchk ' und en zu “Z,: ...... 34 g 1 470 618 896 113 344 457 57918 . . . 56 614 Mais . . . . . . 56 660079 Die Saaten batten unter rosi gelitten; Sommer und Erntezeit waren ungewöhnlich naß; in anitoba that Hagel im August vii'l Schaden, in Ontario Frost im Skptember. Der H a fe r litt in der Mehrzahl der Bezirke untcr Brand und Rosi; das Korn ist meist sebr leicht und minderwertbig. Die Ernte in Ontario ist unter dem Durchschnitt, in Manitoba sehr gering. In
Ontario hatte die Anbaufiääe etwas zw, iu Manitoba etwas ab- genommen. “ -
Die Weizenertte Ontarios war, bei wieder stärkerer Anbau- flßcbe, envas größer als im Vorjahr, aber vnbältnißmäßig nicht so reichlitb. In _ Manitoba, wo Weizen das Haupterzeugaiß des Bodens bildet. “Yb fie _ bei einer wenig erheb- lichen Verminderung der nbaufsäcbe - nur etwa die ' fte des überreichen Ertrages des Jahres 1895. Das Korn ifi mei gut und schwer geratben.
Ontario eine reichliche, in Manitoba eini'sBi'eiBtéEr'r'iie. Das Kora gerietb in beiden Provin en meist zu leicht.
Roggen, dessen nbaufläcbe in beiden Provinzen kräftig ge- wachsch_x]_i_,„:1„„wenngleich.in *Ma-nitoba noch wenig davon gebaut
tvb: nur geringen Ertrag. .
Die Buchweizenernte Ontarios war, trotz verstärkten Anbaus desselben, kleiner als im Vorjahr. In Manitoba wird kein Buch- weizen gezogen.
Mais, der in Manitoba nur ganz verschwindend angebxut wird, ergab in Ontario bei vergrößerter Anbaufläche eine etwas geringere Erntemenge als das Jahr 1895, die Kolben sind vielfach Wbt ]chwec und nicht aussereist genug.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Aus dcn ,Vcröffcniiickxungen drs Kaiskrlicben Ecsundboitßamis' Nr. 3 rom 20. Januar. _ _ Cholera.
Großbritannien. Auf dem am 9. Januar in Pl mouth aus Kaikutta eingetroffgnrn Trankportscbiff „Nubia' ift wäxrend der Reise untrr den englijchen Truppen und den LaLcars die Cholera ausizebrocbén; bis zum 10. Januar smd 3 Todesfälle festgestellt wordsn.
Britifcb-Osiindicn. Kalkutta. Vom 6. bis 12.Dez€mber v. J. starben 29 Pkrsoncn an (x_boäcra und 183 an Fiebern.
' c .
Britiscb-Oiiindien. Einrr Miiibcilung Vom 12. Dezember zufolge ist seitens des Geirmdbeiisamts in Kalkutta auf Grund dsr Untersuchun en von Professor Dr. Cunningham festgestelit worden, daß es si bei den dort und in der Vorstadt Yowrab vor- gekommrnen verdächtigen Erkrankunisn nicht um Pkst gehandelt habe und Kalkutta demgemäß Frei von zÖcst sci.
Gelbficbrr.
In Rio de Janeiro wurden, den „1516110 1103611 r'Spoi'tZ“ zufolge, vom 15. bis 21. Novembrr 2 Todesfälle angrzcigi, in Park?» vom 22. bis 28. November 2, in Maracaibo vom 29. Novrmbcr bis 5. Dezcmbkr 3, auf Cuba in Havanna vom 11. bis 17. De- zember 55 Todksfälie (und 150 querkrankungrn), darunter 52 brim Militär, in Santiago und Cardenas vom 6. bis 12. Dezsmbrr 6 bezw. 5 (30), in Cienfuegos vom 7. bis 13. Dczémber 3, in Matanzas vom 3. bis 9. Dlzember 7, in Manzanillo vom 17. bis 30. November 1.
Pockem
Oesirrrrich-Ungarn. Ju Lussinbiccolo (Istrien) tritt die Krankheit nach einst: Mittheilung Vom 2. Januar evidemifrb auf. Untcrleibstypbus.
Oesterreicb-Ungarn. Die Epidemie in Poia ist, einer Mit- tbcilung Vom 2. Januar zufolge, dem Erlöschen nahe.
Verschiedene_Crkrankungen.
Pockrn: Odeffa 10, Warjcbau 5 Todesfälle; Budapest 2, Yaris 13, St. Pktersburg 10 (Erkrankungen; Flecktyphus: St. _ etersburg 4 Erkrankungen; Rückfallfiebcr: Moskau 7 Todes- fälie; St. Petersburg 13 Erkrankungen; Tollivutl): Moskau 2 Todesfälle; Influenza: Berlin 4, Leipzig und Kopenhagen je 2, London 12, New-York 4, Paris 7 Todesfälle; Frankfurt a. O. 15, Hamburg 9, Kopenhagen 202, Stockholm 55 Erkrankungen. _ Mehr als ein Zehntel aiirr Gestorbenen starb an Masern (Durchschnitt aller deutschen Berichtborte 1881/90: 1,30 0/5): in Nürnbdrg, GlaSgow Crkrankun en sind angrmeldet in Bkrlin 79, in den ch.-Bezirken Düse dorf 136, Königsbcrg 163, Osnabrück 104,
os811222, Sigmaringen 160, Stade 100, Stettin 164, in München 36, 5iürnberg 182, Budapest 49, Edinburg 94, Kopenhagen? 289, St. Petcrsburg 48, Prag 50, Wien 153 - an Diphtherie und Croup (1881/90; 449%): in Bochum, Danzig, Kaiserslautern, Königshütte - Erkrankungen kamen dor in Berlin 68, in den Reg.-Bczirk€n Düffeldorf 109, Schleswig 80, in München 32, Kopenhagen 31, London 104 (Krankenhäusi'r) Paris 98, St. Peters- burg 88, Wim 66, »- deSgl. an Scharlach in Berlin 38, Breslau 35, München 36, Budapest 24, Edinburg 43, Kopenhagen 38, London 290 (Krankenhäuser), Paris 51, St. Petrrsburg 59, Stock- holm 34, Wie'n 59-desgl. anUnterlcibsiyphus in Christiania 15, Paris 23, St. Petersburg 170.
Verbreitung der Lungenscucbe im Jabrß 1895.
Nack) dem bereits erwähnten, im Kaiserlichen GejundbeitSamie bearbriteten zehnten Jahresbericht übst dic_ Verbreitung von Thier- skuchen im Deutschen Reich ist die LUpacni-xuche im Jahre 1895 im Regierungsbezirk Magdeburg (in 52 Beständen), in danerzogtbumcrn Braunschweig (1) und Anbalx (5), in deux im Jahre 1894 iieu bl- iroffrncn niederrheinische" Gsbiete 81), ferner tn den Kreise:] 2T. Borna (7), Roda (5), Dortmund „and, Aitsna (jr 3), Qurriurj, Apolda (je 2), Niederbarnim, Duderstadt, Tirschenreuth, Mauer: und OelSniß (je 1 Bsstand) frsigksieüt worden. Erfrankt sind 940 Stück Rindviei) (FMM 822 im Vorjahre), wcddn 365 (436) auf das Mitteldeutsche und 393 (174) auf_ das rheinische Seuchrn- gebiet entfalien. Die Verluste an Rindvieb_betruge_n 2201 Stück (gegen 1517 im Vorjahre); der Bestand an dev_icb m irn ncu ver- seucbtkn 166 Gehöft-Zn bezifferte sich auf 3909 Stuck (gegen 2167 in 93 Gehöften im Vorjahre). _ _ _
In der zehnjähriger: Berichtszeit von 1886 bis 1895 batdie Zahl der Skucbenfäüe unrkgslmäßig efcbwankt. im Ganzi'n aber abgr- nommen. Dcr Höchste Stand ii)? im 4. Vicrtcljabre 1887, der nie"- drigste im 4. Vierteljabre 1890 bkobachiet worden. _
Ueber die Vornahme? von Impfungen zum Sckxdßc gcgen _drx Lungenseuche find Mittheilungen über 11 Verseuchtc und 10 seucbenirci ieblu'benc Rindvicbbesiände entbaltcn. Von den xrsierkn 11 B8- itänden waren 8 bi-reits ganz oder theilweise germpft, a1s_ die Seuche im Berichtsjahr? zum Ausbruch kam. In 7 von diesen erkrankten beim Ausbruch der Seuche Von den vorbandi'm'n 438 geimpften Tbirren 11 = 2,51 9/0 und von 50 nicht getisisn 10 : 20,0%. In den 3 erst nnch dem Ausbruch der Ecuche geimpficn Beständen erkrankten vor der Impfung 5 vdn 141 Tbierxn (3,5 0/0), nach der Impfung (Notbiwrfunqz 11 von 134 Stuck (8,20/0). Von ria Weidlich 2135 gcimpsten T iere'n sind 28 = 1.3 "_“- infblgc di'r Impf rankbi'it zu Grunde" gegangcn, darunter 14 1:1 4 fcuchefreien Geböfte'n,
Triest, 20. Januar. (W. T. B.) Die Sanitätöreviiion dcs in dem Giebict dcs Scriasarcibs iii'gcndcn lepddampscrs Imperator“ ergab sincn vorzüglicbrir (Gesundbc'iiszuftqnd der Yaffagierc und de'r Bemannuvg. (Yin Theil drr Passagierc_ ist iiach eoinfektion dcr Effektrn abgsrciit. Brzügiicb der_ ignitatöpoiizei- lieben Maßnahmen hinsichtlich der Ladung und de'!“ (.*-(biffsraumo des „Im »erator' wird noch Beschluß grfaßt werkrn. _ ondon, 20. Janiiar. (V.. T. B.) Nack) ciner Meldung *.*-:s „Reute'r'scbi'n Burmus' aus Malta von heute iii durib e_irrc nkue Sanitäisverordmmg für von Indien kommende E:»btff'c das Einlaufen in die' Häfen bon Malta vrrbvten. _ _ Konstantinopel, 20. Januar. (W. T. B.) Ter S_amtäjs- Raib, welchcr die '.icgcnwärtigrn Mak:nabm_-: 11 d:"!"icbtlrib drr Einfahrt von Schiffen. die" Von “Indira und aus dcm
Yersisckpcn Meerbusen kvmmm und :i.:.d Europa "eben, 11: de:: nkzkauai iüi den Sedus Europas „ils ungenügend irachtci bat
“'"“rbiid'- ergab in Ontario beinahe cine DdrcbsésnitLScrntc, in-Marrß "
B 1
.. „-,..Gekfte, darm Anbau in beiden Provinzen zurückgxxx.„_zxi§1t..1u„-.- .»; “**