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den Wunsch aus esprochen, e's möge mitder englischen und der egyptifchen Regierung ein invernehmen getroffen werdeg, damit die *gxnanvten
ovenienzen in Aden einer Quarantäne,“ verbunden ' unt einer
evinfektion, deren Dauer noch zu bestimmen ist, unterzogen “werden. Um eine Stauung der Schiffe in diesem chfen zu vermeiden, sollen Schiffe mit Pilgern, welche bereits einer„arztlicb„en Untersuchung_ in Aden unterliegen, von der Quaraniäne befreit werden. Der Sanitais- ratb übermittelt diefen Wupscbder Pxorte, damit 116 diefMacbte ver- ständige, und er glaubt, gleichzeitig, an die Gefahr hinweisen zu sollen,
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Per ischen V errbusiw für daxßerffscbe un iürkiscbe Gebiet Yestebe. Schließlich wird - der Wunsch aus;]ksprochen, dgß rqsch erganzende Studien für die Wahl einer Schuß- und Sanitatsstatwn daselbst ge- „111.2ch1x„ichden.._.---_- _ „. -,»
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VerkehrZ-Anftalten.
Bremen, 21. Januar. (W. T. B.) Norddeutsche_r Lloyd. SD. „Labn“ 19. Jan. Mijas. v. 'New-York n. d. Wejer abgeg. PD. ,Wittekind', von La Plata kommend„ 20. Jan. Mrgs. a. d. Wes er an ek. NPD. .Gera', v. Australien kommend, 19! Jan. Nachm- GJbraltar passiert. S1). ".Spree', von New-York kommend, hat am 20. Jan. Mrgs. dte Rette von Southampton 11. Bremen fortges., überbringt 163 Passagiere und volle Ladung. PD. ,Aachen",* ». 2351115132 komuiend, 20. Jan. Vorm. Doyer Uasßert. PD. „Kronvrinz Friedrxcb Wilhelm“, 11. Brafilren best., 20. Jan. Vorm. Ovorto angek. NPD. „Preußen' 20. Jan. Vorm. Reise 0. Port Said n. Suez fortgej.
Theater und Musik.
Schiller-Tbea'ter.
Der alte Schwank „Mit Vergnügen" von_Gus_tav v_on Mos er und Otto Girndt, dcr Jestem Abend an dieser Kuyststatte zur ersten Aufführuna gclangte, fand bei den frohsirxnigen Zuxchagxrn fast so lebhafte Tbcilnabme wie eine Novttgt und erfullte vöklig seinen Hauptzwexck, harmlosks Vergmxgen ULD, cr- beiternde Unterhaltung zu bereiten. Es folgt zwar ,in dem Swwank cine Univabrscheinlichkeit und eine _Unmöglicbkeit der andexn, aber die Unverdorbene Pßantaste der Z111chauer brachte letckpt alles ins
leicbk. Unglaubliche Verwechselungs- . und Verkennungsscxnen, die fich in emem kleinkn Badeorte absp1elen, erweckten um 111er originellen Komik willkn bald 10111613 Lachen, bald er1nynt2xndezi Bet- fall, zumal durch alle kikse merkwürdigen Geschchniffexm erxersuchtiger (Ehrmann glücklich 111-5611 wird und ein jiinges Lxebespaar eydlich durch List und 311101] den Widerstand 611195, alten cholcr1sch€n Obeims gegen ihn: Verbindung bcfiegt; Dre Darstellyng gxng frisch und lsbhaft von statten. Die junge Frau, die unter der Eifersucht des (Haften zu leiden bat, Wurde von Frau Lever- mar-n zärtlich und mit liebenswürdigem Wesen gespielt; Jr9u Heinßdorff 905 das junge liebend: Madchkn sebr gesaüig. Herr Schmafcw, jkner jange Mann der in sctner Verlixbtbeit zu allen Thorbeiten beréit ist, wirkte sker drolltg; Herr Eyben brachte die gallige Komik einks eingebilde_ten Kranken gut zur Geltmgg,'und Herr Voigt fügte sich als eifc'riüchtiger Ebkmann dcw kahilchKn Ensemble glücklich ein.
Im Königlicykn Opernbause gebt morgxn Kari Gold- mark's Oper „Das Hcimcbkn am Herd" unter Kapsametster Or. Muck's Leitung und in folgender Bkießung in Sxenc: John: Herr Bey; Dot: Frau Herzog; May: Fräulein W265; Eduard: Hcrr Philipp; Tackleton: Hsrr Krolop; HLimchkn: Fraulein Rotbaufex
Jm Königlitbkn “Schankvierbaus wird 111011180011 Lexsmg's Geburtstage, „Nathan der Weise" gkgebezn. Die Beleßung lautet: Saladin: HSrr Ludwig; Siatjab: Fräulein Poppe; Nathan: Herr Klein; Recha: Frau von Hochenburger; Daja: Frau Scbrczmm; Tempelberr: Herr Matkowskv; Derwisch: Herr Arndt; Patriarch: HIT!: Obkrländer; Klosterbruder: Herr Etchholz.
""kü'räx'ix'D'ißküsßö'ri P?W"iösen wurde: das Aktienkapital durcb
* Im Deutschen Theater eröffnet am Sonnabend Alwine Wittke vom oftbeater in Weimar ein Gastspiel, als Iulia in „Romeo und lia"; dm Romeo giebt Josef Kam . Die Erft- auffü run des neuesten Schauspiels von Henrik Ibsen, etitelt "ITZ" Gab el orkman', ist nunmehr auf Frei . den 29. d. M.,f . geseßt. Ludwig Fulda's Märchen .Der So 11 des Kalifen“, das ursxrünglicb Ende Januar in Scene geben sollte, ist auf Ende Februar vxr choben worden.
Gestern Abend fand eine außerordentliche Generalversammlung der 21 kt ien = G es ell fck) ast (HQI !.ßYLbM-t er.- fiaxxx-Éxd-wel naeh
Aktien um 100000316511 erhöhen und die Höchstzahl der Aufficbtßrat s- Miiglieder auf fünfzehn festzuseYen. Im ersten Theil des nachsten (Ml.) Y_hixhgzygnUäxen
7 "Konzerts';_“'wrlches“unter'2171611?““N'i'kisös's Leitunß am 25. Ja-
nuar stattfindet, wirken die Altistin Frau Exnxsiine Hemk-Scbumann von der Hamburger Oper und der Klaviervtrtuose'Edouark Risler aus Faris mit. Der zweite_ Theil bringt zum Andenkm Franz Schu ert's dessen Symvbonte in 011111:
In der Parochial =Kirche (Klosier-Straße) findet_am Diens- tag, den 26. Januar, ein Konzert zum Bösien eines seit mehreren Jabrkn erdlindejen Familienvaters_statt, und zwar unter Mitwirkung der hiesigen Koryxrüängerin Fraulein „Julie Mülletbartmi , des Fräuleins Henny «Hartwig, Konzertsängerm aus Weimär,_ des ioiinx virtuosen Hkrrn Edmund Holßbeuer, 1315 O1: amst'en Hérrn Addis Friedrich und eines Posaunen Quariekts, beste end aus den König- lichen Kammermufikern .Herren Weschke, Körner, Münding und Burghardt. BiUets (Altarraum 2 .=“, Schiff 1 .“) sind zu babkn in der Hof-Mufikalixnbandlung von Bote_ u. Bock, Leipzigerstraße 37, und am Konzertabend am Eingang der Klklhk. ;,.
Aus Wien meidet „W. T. B.“, das; gestern Vormittag daselbst im Künstlerbaufe Seine Maikstät “der Kaifex Franz Josepk) die Schubert -Aussiellung feierlich eröffnet hat. Der Feier wohnten 651: die Erzherzoge Otto, Ludwig Victor, Eugen und Rainer, die obersten Hyfchargen, der UnterriÖtI- Minister Freiherr von Gautsch, die Boticbafier Graf zu Euleriburg, Graf Nigra und Lozé, sowie Vertreter der Behörden. Nur eine 21115110616- dcs Bürgkxmristch erwiderte der Kaiser: Er sei der Einladung um so lieber gefolgt, als si: einer echt österreichischerx Feier gelte. „W051 gehört Schubert ais Verxreter dll" reinsten Kunst und als Schöpker kes edelsten Gesanaxs längst der ganzen zivilifierken Welt an; wir aber dürfen ihn mit S_tolz als den unseren, Wien inL-besonkkre kann ihn einen seiner größten Söhne nennen. Ich kann daher das Unternehmen, die gesammeltxn Zeichen liebeWiler Erinnerung an den größten Meister der Osffentiicbkeit vor Au en zu führen, mit voller Aanennun-a begrüßen. Ich erkläre die SKukert-Ausstellung für eröffnet.“ Die Worte des Kaiserxi wurden von lautem Beifall bkgleitet. Nach dsr Vorstellung dsr Mitglieder des Landcßausschuffks und des Gemeindkratbs Trat der Kai]?! einen Rundgang durch die Aussisllung an.
Mannigfaltiges.
Das Königlicbs Polizei-Präsidium macht bskannt, daß die Verwaltung der 117. Polizei-Bauinsvektion dem Königlichen BauinsVekwr Hein und dirjenigx der 1711. Polizei-Vauinspekxion dem Königlichen Bauinkaktor Kirstein übertragen worden itt. Die Diknsträums der 117. Bauinspekiion“ béfindkn fich Frankfurter- Ailee 116 2, die dkr 711. Bauinspektion Invalidenstraße 113.
Die Verksbrsdwutation des Magistrats beschäftigte sicb in ißrer gestrigen Sitzung mit einer von 06111 Technischen Bureau des Magistrats entworx-knen Auxsteüung dcrisnigcn neuen Straßen- babnlinien,_ wklcbe bei Mitbc'nußung der lekis? der Großen Berliner Pferdebabngesellsckoaft gemäß dem Vertragseniwurf in einer Ausdehnung von je 400 111 seitens wsiterer
orzu Z-o
Bewerber eiusniäkt und als YUM eumnmeubaff genmbt Link om nam m en Dgputation fkimmte dem Plan zu mit der WWLS-Paragrapbm des Vertu ,um: J,. stimmung aufzunehmen sei.. Nach „dieser imma söWdSe Gefen", schaft ausnahmsweise verpfltcbtet stur, die Mitbmußung ihrer AÜW auch über eine Außdeknunn von 400 111 hinaus auf drr Strecke lottweüftraße und SÖönebergt't Ufer sowie in der ..traßx; „_ von __ derß_.V.xgy_s_teixr_f_t,rZßx___ biZ__ 1: ..Haaelsberg. zi?“ eftczktén? “'In - 'der S1 ung kam erner die Redaktion der rgamun en zu dem xtra Seutwurf mit der Direktion Zet détw en erliner Pferdebahn-ÉesellsÜÜY zur Beratbuna. E; an -e Höhe der““BetriebSak-gabe und'“dc_r's' Recht dés“Yéöj:"isftäT"'jét-*erzeit von der Geseajäyait Auskunft eimordern zu dürfen. Die Verkebxs. deputation genehmigte die vorgelegteJaffung aller dieser akte. Der nunmebx fertige Verirgaéentwurf so demnächst dem agifitat Zur Genebm1gung unterbreitet werden.
MUM mkkr!
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In der alten .Uxania' (InWlidensiraße) wird morgen Abend 8 Uhr Herr Professor rech aus Breslau einen Vortrag üb_er „Norwegische Fjordlandscba en und ihre Entstehung“ ballen. Eine Wiederholung dieses Vortrags kann nicht stattfinden.
Königsberg i.Pr., 21. Januar. „W. T. B.“ meldet: Gestern Abend 101111" brach in dkm am thfen gelkaenen Garten-Etabliffement Flora F eu er aus, das bei dem ben1chénden Sturm rasch eine große Aus. dehnung annahm. Mitderbrannt ist auch die Postagentur Mittel. Hufen, aus der nur wenig gerettet werden konnte. Als der Brand. stifiung Verdächtig etfchicn sofort ein Faktor des Besißxrs, der nach "einem für ibn ungünstigen Aussang einer Klage gegen 1einen Arbeit. geber Drohunaen gcgen lkßteren ausgestoßen bailk. Dkk Verdächtige ist bereits verhaftet. _
Beuthen i. ObstsckM, 20. Januar. In der Heinißgrub: bierselbst wurde nach kiner Meldung des „W. T. B.“ dcr gegen den alten Grubenbrond aufgeführte Damm durcb Gase durchbrochen. Es ersol te dabei eine Explorion, durch wslche ein Arbeiter getödist mad rei schwxr verleyt wurden.
Swinsmünde. 20. Januar. DZ!" englische Dampfe: .Turrstcrown“ 1ißt seit 8 Tagkn bei der GrsifSwalder Die im Eise fest. Heute früh bat kerselbe, dcm „W. T. V.“ zufolge„ Proviant und Düse, verlangt. Der Ciébrecber „Langxnberg' gsbt morgen früh zur Hilxelcisiung ab.
Honfleur, 21.Januar. Dkk große Dampfer .Oriflamme', mit riner Laduna Petroleum an Bord, ist oberhalb Honfieur auf der Seine gescheitert imd wrack (;.-worde n. Die Ladung steht in Flammen.
Barcelona, „20. Januar. In einer Höhle bei7dem Ori: GZrcia wurdén, wie „W. T. B.“ meldet, skchs Dynamxtbomben ausgefundxn.
Athen, 20. Januar. Nach einem Telegramm aus Jannina hat ein heftiges Erdbeben die meisien Dörfer des Bezirkß Pelvinx zkrsiört. Die Zahl dkr Opfer iit noch unbekannt. Hilfe ist eiligit abgesandt wordkn.
(Foriseßung des Nichiamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilaga)
könnten.,„Die Zabl der von der M
Laßt?" . .
cb dabei um den Umfang des Accumulatennbenixhßxxx. .
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Wetterbcri 1110111 21. Januar, 8 ] rMorgcns.
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Wind. Wcttcr.
Stationen.
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rsd. in Miilim.“ in 0 Celfius
Var. auf 0Gr. Temperatur “ C.
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Belmullet. . 769 Aberdee'n . . Cbristiansund Kopenhagen . 759 Stockholm . 756 aparanda . 752 «1.P€tcrsbg. “750 Moskau. . . 757 Cork,.Quccxns- towit . . . 765 Cherbourg . 758 elder. . . . 763 vlt . . . . 760 amburg . . 762 wincmünde 760 Neufabrwaffcr 757 Memel . . . 754
FFW . . . . 759 ünster. . . 762 Karlsruhe? . . 759 Wiesbaden . 760 Münche'n . . 758 Chemnitz . . 762 Bkrlin . . . 762 Wien . . . . 762 Breslau . . . _762 1 bedeckt J1e dLlix . . 755 'ONO wolkig Ntzzg . . . . 758 O 1bedeckt Triest . . . . „? 759 still bedeckt
1) Neblig. 9) Nachts Schriek. 3) Nachmittags
Schnee. _ Ueber1icht dsr Witterung.
Unter dem Einfluß einer umfangreichcn Depression üher Nordofi-Curova, _welche über Finland die niedrigstexi Barometetstaxide aufweist, wehen übst Norddsuticbland leichte bis mäßige Westliche Winde, während im Süden unter der Einwirkung einer De- p'resfion über Südwest-Curopa di? östliche bis nörd- liche Luftströmung fortdauert. Am höchsten ist der L_uxtdruck westlich von Schottland. Jn Deutschland ist. das Wxttec kalt und trübe, obne nennenSwertbe Nixderschlage. Ganz Dsutscbland , der äußerste Sudwestcn angenommen, bat Frostwetier.
Deutsche Seewarte.
Theater. " *
Königluhe Zthausmele. Freitag: Overn- haus. 21. Vorstellung. Das HÜUY)“ mn herd. Oper in 3 Abtöeilungen (Ti nach ickenö' gleich- namiÉJ:r Erzählung) von M. Willner. Mufti von [ Goldmark. In Scene gesetzt vom Ober-
bedeckt bedeckt [Weckt Dunst wo1k€nlos wokkenlos Schnee Schnee
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Regiffeur Teßlaff. Dkkorative Einrichtung vom Ober- Jnfpektor Brandt. Dirigent: Kapellmeister O1“. Muck. Anfang 73 Uhr.
Schauspielhaus. 22. Vorstellung. Sonder- Abonnemcnt 13. 4. Vorstellung. Lesfing's Ge- bmtstag: Natbatx der Weise. Dramatisches Gedicht in 5 Auszügrn von Gotthold prkaim ?TssJig. Régie: Ober-Negiffeur Max Grube. Anfang 1; Vr.
Sonnabend : Opernhaus. 22. Vorstellung. Mignon. Oper in 3 Akten von Auzbroiie Thomas. Text mit Benutzung des Goeibe'stben Romans „Wilhelm Meister"?» Lehxjahre' Von Mickel Carré und 11163 Barbier, deuiick) von Ferdinand (Humbert. „allct v0n__ aul Tagliy-ni. nfan 73 Uhr.
© uspielßaus. 23. Yorßeiiung. Die Komödie dex „Irrungen. Lust: iel in 3 Aufzügen von Wiüxam Shakespeare. ür die Bühne einaerichtst von Karl von Yoltei. _ Ter eingebildete Kranke. Lustspiel in 8 „Lufzügen von Jean Baptiste Moliézre, mit BenußunY der Wolf Gras Baudisfin'ychcn Ueberscßung. * nfang 73 Uhr.
Deuischex: Theaikr. Freitag: va abundnö. Anfang 73 Uhr. onnabend: Romeo und Julia. Sonntag, Nachmittags 21 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. _ Abends 73 Uhr: Die ver- sunkene Glocke.
Lumpaci-
Berliner Theatir. Freitag (19. Abonnxments- Vorstellung): Zum ersten Male: Die Weisheit der Aspafia. _ Hierauf: Zum erstcn Male: Spißbubeustreiche. Anfang 71 Uhr.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Aschenbrödel. _ Abends 73 Uhr:, Kaiser Heinrich.
Sonntag, Nacbmxitags 23 Uhr: König Heinrich. _ Abend?; 71 Uhr: Renaissance.
Lessing - Theaier. Freitag: Das Glück im Winkel. (LouisejDumontQ Anfang 7411110
Sozmabend: Die Wiederkehr. (Louise Dumont.) _ Hierauf: Niobe. (Jenny Groß.)
Sonntag,. Nachmittags 3 Uhr (volkstbümlicbe Preise): Dre Haubenlcrche. _ Abends 71 Uhr: Die Wiederkehr. (Louise Dumont.) _ Hierauf: Niobe. (Testes Auftreten von Jenny Groß vor ihrem Urlaub.)
Französisches Ensemble - Gastspiel. Tournée Marcelle Josef, Antoine, Jean Coquelin, Camille Dumény. 25.-30. Januar. Vorverkauf täglich.
Kefidenz-Theuter. Direktion: Sigmund Lauten- burg. Frejtag: Die Franeujäger. (1-0 Oiuäou.) Scthnk in 3 Akten von _Georges Fevdeau, übersevt und fur die deutsche Bubne bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang 71 Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Die Frauenjägcr.
Urne; Theater. Sch1ffdaundmam 4a. /5. Direktion: Sigmund Laujenburß. Freitag: Marcelle. Komödi: 111 4 Aktxn von Victorim Sardou. Für die 112111154! Bßbne bearbxiiet von Paul Lindau. _Jn Scene 931681 von Sigmund Laufenburg. Anfang 711 Uhr.
Sonnabend und folgende Tags: MarceUc.
Sonnta . Nachmittags 3Ubr: Zu halbkn Preisen: Die Gti e. Ländliches Cbaraktsrbild in 5 Akten 0011 Charlotte Birch-Pfsiffer.
IckiUer-Theater. Freijag- 2156153 8 1113: Ein Wintermärchen. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Mit Vergnügen.
___
Theater dks Weßcns. Kantstraße 12. (Bahn- bof Zoologischer Garten.) Freitag: Der Militär- ftaat. Anfang 711 Uhr.!
Sonnabend : Der, Wlitärstaat.
Sonntaxx, Nachmittags 3 Uhr: VorsiéMung des Vereins fur „Volksunierbaltungen: Schiedsmanu Hempxlx Billets zu den bskannten Preisen bei den Verkaufsstellkn des Vereins. _ Abends 7311511: Wilhelm Tefl.
Theater Unter denkmden. Behrenstr. 55/57. Direktion: ' _ Julius Frißscbe. Freitag: Der Schmetterling. Operette in 3 Akten (mit 113211- weiser Benußung einer fremden Grundidke) von A. M. WiUner und Bernhard Buchbinder. Musik von Carl Wéinberger. Anxapg 721 Uhr.
Sonnabend: Zweiter großer Maskenball. 3 Musikkorps, 2 BMW, 100 Tänzerinnen. Die Biiffets hat der Hof-Ttaiieur Seiner Majestät des Kmsers Herr A. Huster (Engiiscbes Haus) über- nommen. Hkrrenkarten 8 „45, im Vorverkauf 7 „ks, Damenkarten 5 344, im Vorverkauf 4 316
Sonntag, NachmittagsZ Uhr: Bei halben Preisen: Ter Mikado. .
Thalta-Theater (vorm. 2517156 Ernfi-Tbeater). DrZSdenersirc-ße 72/73. Direktion: W. Hasemann. Freitag: Fray Lieutenant. Vaudeville in 3 Akten von Paul Ferrtkr und Antony Mars. Deutsch von Hermm'm Hirschel. Musik von Gustav Servette unYVtctvr Roger. Anfana 71 Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Frau Lieutenant.
Sonnxag; Mijtags 12 Uhr: Matinée. Trilby. Drama nz 0 Akten, nach dem Roman des George du Manner, von Georg Okonkowsw.
Zentra! - Theater. 211: Jakobstraße 30. Dircxtion: Richard Schulß. Freitag: Leßte Ausfuhrung. Emil Thomas 0. (G. Eine wilde Sache. Gro e Ausftattungsvoffe mit Geian und Tam in 6 Bi dern von W. Mannstädt und [ins HKL?“ Musik von Julius Einödsbofer. Anfang
:. Sonnabend, den 23. Januar: NSU insceniert und
neu einstudiert: Eine tolle Nacht.
Konzerte.
Üonzcrihmxs. Karl Meyder-Konzwt. Frcixag: 8. Wagner-Abend.
Philharmonic. Freita-xi, Anfang 72 Uhr: Konzert von Bahia de Sarasate mit 11111 Philharmonisäjcn Orchester.
Zan! Lerhßcin. Freitag, Anfang 7.1 1111: Konzert von Sigmund Bürger (Cello). Mi:- wirknng: Frau Olga Türk-Rohu (Gesang).
Zirkus Renz. Karistmße. (Juoirämw Saison 1896/97.) Freitag, Abends 75 Uhr: Lustige Blätter!
Sonnabend, den 23. Januar, Abxnds 7x bek Premiére „Aus der Mappe eines Meßt- gebirgs-Phautaften“. Eine romantiscb-pbantaftxxche Handlung, mit komischen Scenkn, Gebirgsspisyden. eincr naturgetreuen Hörukrichliitenfabrt im Rteien- gebirge und einem zauberiscben BaUei: Jm RUE? des Geisterfürsten! Von Direktor Fr. Renz „1357 dsm Grr/Zberzsgiicb hessischen Hof-Balleiwsyie! August Diems. NW, 1110 gesehene KMW: Pracht!_ Höchst charakteristisckxe Dkkorationm, Ueb3rraichende maschinslie Effekte! Elbfak- Kokhclfall! Zackelsal]!
Sonntag, 1761124, Januar: Zwei Vorstellung?!- Nacbmittaqs 4 Uhr (ermäßigte Preise und 1 Km? unter 10 Jabrkn auf aUen Pläßen frei): Auffahruns des großen militärischen AusstanungsstuckeS: 1870/71. _- Abends 7x Uhr: Aus der MM eines Riesengebirgö-Phaviafieu.
“ Familien-Nachrichten.
Verlobt: Frl. Marianne Steffen mit Hrn. LLM":- Albrecbt von Stosch (Berlin). _ Frl. Ellen WZ Heinrichs mit Hrn. Prem.-Lieut. Kurt Bakkkk“ (Vcriin-Nei_ffe).
Gestorben: Verw. Fr. General-Major Emmy kk; Tiedkmann. eb. Schoen (Wiesbaden). - Hk- ZberZ xl.) H?hef nton Evonl ZÉini Hi (?)Gresdén)ch
r.ari15r mi üne reieüs i. Schl.). _ HY. Gymnasiallehrer Paul GUM Cuny (Breklau). _ Giescbe (Hirsäpb'erg i, Zi). _ „Pastor 9106!- Friedrich Buchbols (Neu: uppin . Y
r. Ober-Amtmann Rol?“x
Verantwortlicher Redakteur: Siemenrokb in V e r [in.
Verlag der Expkdition (Scholz) in Berlic-
Dwck der Norddnrtsoben Bu druck_erei und W;- Anftalt Berlin ZW., Wi elmstcaße Nr. 32
Acht Beilagen (einWließlich Börsen-Beilage).
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Z'") zum Deutschen Reichs-Anz
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Berichte von deutschen Frnchtma"rkten.
Erste Beilage
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eiger uud Königlich Preußischen Staats-Anzeigcr.
Ber.1„i.n, Dynnerstag, den 21. 361111112-.-
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13,83 12,10
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13,01 16". . 12,30 18. . 12,00 16.]. 11,43 13.1. 14,05 191.
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Deutscher Reichstag. 157. Sißung vom 20. Januar 1897, 1 Uhr.
Auf der TageSordnung steht zunächst folZende Inter: pellatlon der Abgg. ])r. Hahn (6. k. F.) un Genossen: .Gedenkt der Herr Reichskanzler demnachst den Erlaß eine:; Kaiserlichen Vkrordnung zu veranlaffen, durch welche dkr Entxrurs neuer, auf dsn Vorschlaakn der internationalen Schiffgbrtskonferenz in Washington im Jahre 1889 beruhendén V0r1christen zur Ver- hütung 51:13 Zusammenstoßens der Schiffe auf See 05136 den von der Lichterführung der-Fiicberfabrzeuge bandxlnden Artikel 9,_ aber. mit dem den Fischdamvfern das Wkgerecht aberkknnenden_Art1k6126 zum 1. Juli 0. I. für das Deutsche Reich in Kraft geießi wird? Wklche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ergreifen, um die aus der Durchführung des Artixels 26 sich nqturgewaß ergexen- den Gefahren für die Dampf-Se2fi1cherei und FM? geimete,O_ee- sYiffahrt. sowie die daraus enxftedknde aUgemetne Unj1cherbeit im Seeverkehr zu beseitigen ?“ Staatssekretär des Innern, „Staats-Mimtter ])1', yon Boetticber erklärt sich zur soforngen Beantwortung bkkklk.
Abg. 131". Hab n (5. k. F.): Ich babe bereits am Freitag beim Etat des Reich30mts des Innern auf diese den, ganzen _Ftscbereibetrikb (Uzi SLS schädigende Maßregel bingewieien. Ber_ v'orgeruckterer Jahres- ikti hätten die Mitglieder sich auf einkm zweitagigen Ausflug nach Bremerhaven selbst Von den Verbältniffen überzeugen können. (Es sind 105 Fischdampfer in Betrieb, 13 weitere smd im Bau; 63 han- delt sich um eine zahlreiche Fischereibevölkerung don, durchaus natio- naler Gesinnung. Die Verhältniss dieser Fischerei find den Dele- kzirL-xn in Washington durchaus unbekannt ewesen; das babkncfie Eibsi zugegeben. Besonders kannten sie das eftebende Gewohnheits- recht nicht, wonach den ruhenden und den arbeitenden Dawpfern das WFMÖT zastebt. Die Dampfscbleppneß-Jifcher fahren mit emer Höchst- érks windigkeit von 5 km, im allgememen aber nur durchfchn_1ttltch "M 21 1:11] in der Stunde. Daher find die Segler sehr wohl in der Lüge- dieien Fischdampfern außzuweicben. Der Geheime Rath von
o"(Lu'ic'zres hatte in einem Briefe den Interessenten m1tgetbeilt, daß den Flschereifabrzkugen das Wegerecht zustehen folie; es bak sich gber erausgestellt, daß damit nur die Segler gemeint find; den Fisch- mvfkkn soll das ihnen gewohnbeitßmäßig _zustebende Wegerexbt ommen werden. Auf die einheitliche internationale Regelung w1rd
kZb gklt-gt, deshalb sollte diese Frage gesondert geregtxlt und § 26 v'kaaUfig nicht in Kraft gesevt werden. Dem Yußwartigxn Amt durfte es leicht sein, zwischen den Nordseestaaten eme Verstandigung bt“heizuiübrikn. Bis das geschehen ist, sollte man Ls bei dem be- „Lbenden Zustand belassen, denn es kann dem Deutschen Reich "Wk qumuthet werden, einen Fehler mit umachen, weil ihn ein anderc-r taat be ebkn will. Die englischen Intere enten wehren fich Mä) Skgkn ArtikcskJ 26. Es würde ein Nubmestite für Deutschland kem- wenn es in dieser Frage mutbig vorangehen woate.
B Staatssekretär des Innern, Staats-Minister 131. von oetticher:
Meine Herren! Was den Wunsch des Herrn Jnterpellanten an- langt, daß der Versuch gemacht werden möge, zu einem Abschluß der FWT des Strafrechts auf See für die Fischerdampfer zu kommen, wie
er dén Interessen unserer Dampffiscbereientsprichi, so ist erdereits durch die Aktion der deutschen Regierung nicht aäein in die Hand 9611011121611, sondern aucb sebr dringend gefördert wordsn. Allein, wie 05 bei internationalén erbandlungcn gebk, ist auch in diesem FÜÜT nicht so schnkfl und zeitig das Ziel erreicht wordxn, daß ich sazsn könnte, wir wären zur Zeit mit der englischen chéxrung schon in voiler Uedéreinstimmung. Uebereinstimmung besteht zwiscbcn uns darin, dax"; es wünschenswkrtb ist, prinzipiekl die Frage dé'Ö Wegerechts dcr Fischsrxi- dampfer dahin zu rkgein, daß 01]? fabrknken Schiffe auch dkn Fiscbkreidampfe-rn ausweichen müffen; nur ist k-Z bisbsr michi gelungen, diesen Sas schriftlich und oerlragsmäßig zur ?lnerkxnnanß zu bringen. Wie liegt denn nun di? Sachs? Der Hcrr Vor- rednar hat mit vollem Recht gksagt, daß zur JM Sin ZLsÖcikchI Wegerecht für die Sckfisckperei treibenden Fabrzcuse nicht destebt, daß aber die Uebung bcstébi, daß jedeI fahrende Schiff dcm Fischchi trsibxnden Fahrzeug, dsm mit der Fischerei b-csckzäftigten Faerzsug, aus dem Wege geht. Dieser Zustand würde Cin voÜständig bsftixdigcndsr sein, wenn er die Vsrtraglicbe und g(séßiick)? Sanktion Hätte. Es ist ein Zustand, der, und auch in 516161 Bezishung bin icli mit dem Herrn Vorredner durchaus eindersiandkn, angesirsbt wcrdsm 111111"; und im Interesse unsere'r Dampffischerei erwünscht wärs. Nux: babkn wir aber bisbc'r einkn solcbkn Satz nicht, und die RVÖÉWYSÖLMJ hat uns davon überzeugt, daß sin 2111157116!) dcr Fifcbcrei- dampfer, daß jedes Fahrzeug 15111311 01:0 16:11 Woge gebs, nicht besteht, auch nach deutsch€m Recbté 111651 Ößstkbt; das Erkenntnis; des banseaiiscbrn Obcr-LanxckgexicbW vom Mo- Vembkr 1894, das dcr Herr Vorrkdncr angezogen bat, läßt darüber gar keinen Zweifel. Nun enjstsdt 016 Frage", was bcffer ist: den gegenwärtigsn Zustand zwar für Döutschland zu kon- servieren, aber in allen übrigen Staaten die' Verabredung der Konferenz zu Washington, wic fie im Art. 26 ihren Außdruck gefundkn hat, zur Einführung zu bringsn, oder eine Uebercinstimmung des Rechts- zusiandes dadurch berzufieüen, daß auch Deutschland sich diescr Vor- schrift des Art. 26 anschließt. Ich war anfänglich der Mkinung, daß Deutschland es wohl darauf ankommcn iasjen könnte, daß kik übrigen Staaten zwar Art. 26 der Washingtoner Konfcrcnz einiüßren, Deutschland aber sich dsr Einführung dieser Vorschrift enthält. Ich habe aber doch bei weitkrer reiflicher Ueberlegung zu dsr Uederzeugung kommen müffen, daß ein solcher RechtSzufiand dsn Jutsraffrn unserer Dampffiscberei erheblich widersprechen würde. Meine Herren, einmal schaffen Sie den von dem hanseatischen Oder-Landesgericbt ausgesprochenen Rechtssas nicht aus der Welt, und in jedem Falle, in welchem eine KoUision zwischen einem Fischereidampfer und einem anderen Schiff Vorkommt, würde wahrscheinlich der deutsche
GerichtSHof, der mit der Beurtheiluag der Schuldfragké bezw. der
Fischereidamvfer k-Iin Wegerecht zur Seil? sieht; die Schiffe der übrigen Staaten absr, die nunmxbr, nachdem dsr Art. 26 bei ihnen publiziert ist, Ick für berechtigt halten, zu verlangen, das; ihnen der Fischereidampfer aus dem Wege gebt, die würden nunmébr, nach Einführung des Axt. 26 in ihre Gefssgabung, unzwsifklbaft das bis- her bestkbkndé, gewobnbeiiSrschiäoe Verfabrkn aufgkbkn und würden fich berechtigt baltan, Von dem Fischereidampfkr zu verlangen, daß er ihnen den Platz räumt. Dieser Zustand, das werden Sie mir zu- gcben, würde ein in 50311111 Grade unerwünschter sein. Das ist dsr Grund gewesen, weshalb wir, nachdem alle Bersuäza und zwar cnsxgiscbex! Vsrsuchk, die bisher gsmacbt wordsn find, zu Liner inter- “.1axionalen Ve'rständigung über das Seestraßenrccbt der F1schsrcikampkkr in unserem Sinne zu gelangen, _ daß wir uns bkreit erklärt Haben, zunächst die sämmtlichen Beschlüsse der Washingtoner Konferenz, abgkssbxn von dem Art. 9, üch dekskn Nichtsinfübrung unter mcbrercn Staaten Einverständnis; ist, zu Publizieren. Meine Herren, ick) 961)? zu, daß vorübergehend, wenn es dazu kommen sollte _ ich werde glj'ich nacbber noch Line Trosipiüe dem Herrn JntLrpeliantsn geben _, akcr, wenn es dazu kommrn 10010, das; vorüöergebend der durch dsa Art. 26 geschaffene Rscthzustand in Gsltung stch befinden 101112, dak; dadurch für unssre Fischereidamvfer nicbt axxin manche UnbkquemliÖkeiLcn, sondern auch unter Umständen nicht unsrhebliche Nachtbciic entstehen könnten. Allein, meine Herrsn, je lebhafter die Bkssrgniß ist, desto dringender ist auch die Veranlassung, schleunigst auf 131€ Bkseitigung eines solchen Zustandes hinzurvirkkn, und um so [Cbhafter dürfIn wér aucb hoffen, daß die kngliscbk Rechung, dis ja in Bezug auf die Feststellung der Rechte der Fxschkreidamyfcr ein noch viel größéres Interesse hat wie wir, 10611 ihre Fisckosreiflotte 61116 so viel stärkerk ist als die unserige, _ daß auch die englische Rc- gicrung fick) in nickot zu ferner Frist davon überzsugen wird, daß 68 „10 nicht dlsiben kann.
Nun, meine Hkrrcn, habe ich davon gesprochen, das; wir dis Kcrrsktur anstreben werden. Ich babe auch ichon gesagt, daß die 911911111): Regierung im Prinzip mit uns eindersianden ift. Auck) sie ist voraussickotlich einer Vorschrift nicht abgeneigt, wonach jlde fahrende Schiff jedem Fischereisabrxeug, das sich in der Fischereitbätigkeit bk» findet, es sei Dampfer oder Segler, auszuweichen hat. Wenn in dieser Beziehung das Einverständniß noch nicht zum Vsrtrag- lichen Auödruck gkkommen ist, sr“) liegt das an gewissen _ ich möchte mehr sagen: formellen und 1aktischen Gründen, die die englische Regierung bisher abgehalten hat, mit uns eine vertragliche Festseßung zu treffen. Wenn jeßi von neuem in Deutschland uns durch die Be- wegung, dcrcn Träger der Herr Abg. [)r. Habu soebkn geworden ist, das dringende Bedürfniß, den Versuch fortzussßen, nahe gelegt wird, so kann ich dsm Herrn Vorredner sagen, daß die Anregung unverzüglich gsgebcn wird zu einer solchsn Verständigung, wie ich sie soeben skizzisrt babs, von skikk?" der englischen ngiérung die Zu- stimmung zu erhalten, und wenn die Aktion, die der Herr Vor- redner auch von seiten der englischen Dampfschiffcr in Au6fichs ge- 30115011: London ins Leben tritt, so wird sich daran eine um so stärkere Hoffnung knüpfen, daß wir zam Zisls kommen.
Meine Herren, der 1. Juli ist ja nicht allzufern, abkr die Zeit bis dahin wird doch auIrLichen, um auf diesem Wege wenigstens zu der Gewißheit zu kommen, ob man englischerseits auf unsere Vor- schläge eingehen wird , oder ob es ausfichtslos ist zu einem Termin, daß die Publikation der Vsrordnnng noch zcitig genug erfolgkn kann, 1102) Vor dem 1. Juli, mit der 611010111211 Negicrung ins Reine 311 kOMtUM. Treten uns unüberwindlich Schwierigkeiten entgkgkn, dann wérkén wir aUcrdingS wohl kaum darauf Verzickpten können, die Vor- schrift-m des Seestraßeurechts, wie :"12 auf dsr Washingtoner Konferenz 021121171111 wordkn smd, zu publiziersn. Denn, meine HLNSU, die Ein- führung, die internationalc Einführung übereinstimmende: Vor- schriftkn des Siraßcnrecbts zur See wird binfichtlich ihrer Nüv- lickykeit 11:13 rücksixbtlich ihrer Notbwendigkeit von keiner Seite bestritten wsrdsn können. Auf die Notbwsndigkeit und Nüs- licbi'cit wsisen die zahlreichen Unfälle bin, die ihre Entstehung in dkr Nichtübereinftimmung bszw. in dsr nicht zweckmäßigsn Gestaltung UUsCkCÖ Straßenrechts zur See haben. Und wenn es sich mm 1011101 Handelt, den Art. 26 zu,;leich mit den übrigen Artikeln cinszüdren, so kommt hier der Gésickotspunkt in Betracht, den 10) anfangs mcincr AuNinanderseiZungcn bereits zu betonen mir erlaubt 6056: Die J'Ticbteinfübrung des Artikels 26, zu der wir formkll bxrkkhtigt wären, würde in dem Sinne einen Verschiedenen Rechtszustand rücksichtlicb der Behandlung der Fischere'ifabrzcuge' zwischen dem deutschcn Recht und dem ausländischen Rscbt berstcücn, dcr unicrer Fischerei nicht zum Vortheil, sondern nach unsrrer Urdor- zeugung zum Schaden gereicht. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß 68 möglich sein wird, noch zeitig genug vor dcm 1. Juli die. kabandiungcxi, welchs wir im Begriff sind, von neumn aufzunehmen, zu cinem guten Ende zu führen, und ich wcrdc mich frsuen, wenn damit den Bedürfnissen dcr Dampffischcrci Voll und ganz Genüge: geschixdt.
In der Beurtheilung des wirtbschafilicbcn Wkribcs sowohl wie des sitTlicÖen Wertbes diesrs Beiricbkziveigks fiimme ich mit dem Herrn Vorredner durchaus üdc'rein, und ich gsbe sogar noch we'itct, indem ich sagc: Wir können nicht genug Fürsorge für diesen Zweig der Fischerei entwickeln; dcrm er wird dazu bestimmt sein, unkcrsm Volke ein gutes und gesundes Nabrunzsmittcl in auskeichsnderem Um- fan,',6 zitzufiibren, als das bisher, leider Gottes, der Fall war.
, 'Auf Antrag des Abg. 1)1'. Freiherrn von Langen (0. fons.) tritt das Haus in die Bssprechung der Inter- chation cin.
_ Abg. Frese (fr. VW.): Wenn Deutschland dkn Art. 26 nich; in Kraft scßen würde, jo würde verschiedenartiges Recht geschaffen wsrden, aber die Einführung des Art. 26 würde ebenfalls die G:“fabr von Zusammenstößen fördern. Das Intercsis eines einzelnen Erwerbs- zweigI müM allerdings hinter dem der Aligemeinbeit zurückficbm,
Aber eine Notbwendigkeit dazu liegt hier nicbt vor. Dic- Fisch- dampier sind weniger manövrierfäbig als die S*gler. Dic Rdedmim
.seatiscben ObF-Landésg'c'ricbks W572. sxck dgiüx.,eyxsch3ideu,--daß_dem_«-