1897 / 20 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 23 Jan 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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Absicht bat, in ilioyalfier Weise unseren Wünstben bezügliÖ des Eisen- bahnaarantie rießes Rechnung ku tragen. Aber es klang doch der stille Wunsch dur seine heutigen Ausführungen hindurch, daß die Ueber- schüffe der Eisenbahnen zu angemeinen StaatSzwecken verwendet werden möchten. Ich meine aber, daß die Ueberschüffe der Verkehrs- verwaltung auch dem Verkehr zu gute kommen müffen, namentlich hinsichtlich der Ermäßigung der Tarife. Kommt aber das Eisen- babngarauticgesep nicbt zu stande, so bleibt garnichts weiter übrig, als die Ueberschuss? zu Steuererleicbterungen zu verwenden. Finanz-Ministex..])1x-«M444xe-l: ***-«““ «***-**»- .. ., Meine Herren! Nur zwei Wyrte! Ich möchte doch nicht den Vorrvurf auf mir fiken lassen, den der Herr Abg. von Eynern aus- gesprochen bat, daß ich nicht den Resolutionen dieses Hauses die nötbige Beachtung schenke. Er führte als Beispiel an die Resolution, betreffend Erleichterung der Kommunalbesteuerung der Getränke“. Ich bin in keiner Sache eifriger gewesen, den Wünschen des Hauses zu entsprechen, als in dieser Sache, denn wir haben sofort beim Reiche die erforderlichen Anträge gesteiit. Wir haben an- gefangen mit der Weinsteuer, weil sie einen Schlüffel bildet für die stärkere Steusr der übrigen Getränke , und der Reickostag bat gewissermaßen nur gegen die Stimme des Herrn Abg. 131“, Hammacb-Zr diese ganze Vorlage abgelehnt. Nun wüßte ich nicht, was ich noch mebr tbun könnte. Wir haben auch jkßt wieder in Er- wägung gezogen, ob man diese Vorlage wiederholen solle. Der Reichs- Schaßfekketär bat aber dabon abgeratben, weil er glaubt, daß zur Zeit eine Vorlage im Reichstage gänzlich aussichtslos ist. (Sehr richtig! links.) Mkbr kann witkiicb die preußische Regierung nicht tbun.

Meine Herren, wknn der Herr Abg. von Eyncrn am Schlusse nun fragt: wenn nun die Üeberscbüsse der Eisenbahn nicbt vkrblieben, sondern zuallgemeinen Staatßzwecken verwendet würden, aber man auch da sich hüten müsse, auf diese schwankendan Einnahmen dauernde Aquaben zu basieren, wv soliten dann di€--Usbc-xé-KZÄJS-Yßibey? _ so scheint er nicht zu b€achien, was in der Vorlage stehi. Es werdkn eben die Ueberschüffe zur Schuldentilgung Verwandt. Und wir sind alle damit einberstanden geWLsen, daß eine kräftige Schuldentilgung gegenüber einer Schulbbelastung von jetzt schon 7 Milliardkn, sslbft wenn sie mal in_ Einem einzelnen Jahre etwas sehr boch ift, doch im höchsten (Grade erwünschenßwerib sei.

Méine Herren, der Herr Abg. von Eynen hat so einkn [Eisen Wunsch für die Herabseßung der Steuern außgesprochxn. Ick) will darauf nicht näher eingehen; aber ich glaube, daß man fick) doch nicht zu einer Sieuerberabseßung entschließen kann, Welche in einem Jabra finanziell vielleicht möglich wäre, in einem anderen Jahre beim Rück- gang der BetriebsverwaUungcn aber wieder zu einkr Steusr- erhöhung führen müßte. Ein derartiges Schwanken in der steuerlichen Belastung ist an und für sich schon im höchsten Grade bedenklich. Nun aber WÜTDZ diese Steuer- entlastung, wenn sie sich nur beziehen kann auf die Ergänzungssteuer oder auf die Einkommensteuer, doch viel weniger den unteren Volks- klassen und den weniger bemitielien Klasen zu gute kommen, als denjenigen Klassen, die Es gsrade nicht unbedingt brauchen.

Ganz anders läge die Sache, wenn man klar bor fich hätts: wir werden auf lange Zeit in dcr Lage sein, solche Ueberscbüffe nicht zu brauchern, auch nicht zur Schuldentilgung, wir hätten es mit einem dauernden Zustande zu thun. Dann könnte man die Frage erwäJen, ob nicht ein Stkuercrlaß am Play wäre. (Große Unruhe im Hanse)

Abg.©rafzu Limburg-Stirum(kons.): Ick) babe dern Eindruck, daß das Zentrum augenblicklich noch nicht die Absicht bat, eine Aus- einanderseßung zwischen dem Reick) und den Einzslsiaai-Zn zu erreichen. 21er es will eine gewiffs Norm gewinnen. Ick glaubs, daß auch das Zentrum zu der Ueberzeugung kommen wird, daß nur durch eine feste Finanzinstanz im Reiche die nötbigeSparsamkeit in den sinzélncn

Resorts zu erreichen ist. In dem Maße, in welchem das Zentrum

sich als ausschlaggebende Partei füblt, wird es sich diesém Veslangen nicht verschließen können. Das Bild des Herrn Likbsr war nicht sehr fcbmeichelbait, ick) habe ihm aber im Reichstage baranf nicht ge- antwortet, weil ich glaubte, daß er es nicht so schlimm meinte, Nie- mand bat eine so gate Msinnng von fich wie Herr Lisber, und daher ist es bkgreiflicb, daß er auf uns berabsiebt. Wenn wir das nicht einsehen können, so ist das nicht die Schuld des Herrn Lieber.

Darauf wird die Diskussion geschlossen und nach kurzer prziaiberathung der (_Hescßentmurf im Ganzen un- verandert nach den Beschiussen zweiter Lesung angenommen.

. In dritter Verathung wird der Staatsvertrag ziv1fchxn Preußen und Oldenburg wegen Herstellung einer Eisenbgyn von Lohne nach Hesepe (Bramsche) oder einem anderen gxeigneten Punkte der Eijenbahn von OLnabrück nach Quakenbruck angenommen.

" CH_fOlF die „dritte erathung der Novelle zum (Heseß uber dre ortbiidungsychuicn in den Provinzen Weßpreußen und Posen. '

Abg.1)r. von Jazbze'wski (Pole) wiedsrbolt seine Anträge aus der zweitsn Lesung_ bxzuglicb des" Unterrichtswerbots an Sonn- und Feiertq en und bezuglich der Ermaßigung ber Styafen für Schulver- säummj 8. An Sonn- und Feiertagen müffe man keinen Zwang zum Schuibesuch Juwenden. 'Außerdem müsse es Vermieden werden, daß 8111 Vatex, Wie es neuerbmgs nach der „Posener Zsitung“ vorgekommen sei, zu einer néunmonattgen Gefangnißstrafe vsruribeiit werde, weil er die Geldstiafe Von 1500 .“. nicbt bezablén könne.

Abg Möller (111) weist darauf bin, da[; im ReichNage die GeiiYWxn fi-D zur Abhaltung eines besondkren Gottesdienstes für die Maler Der Forxbtldungsscbuicn bereit erklärt hätten. Das möge Herr vim JanJLWSki, auch in seinem Bezirk durchführen.

Wirklicher (H?heimer Ober-NegierungH-Ratb Lüders betont, daß bixr nur emeBesttmgiung dsr Reiciys-GeMrbeordnung zur Ausführung kclmeen folie. An die 1500261 und die ne'un Monate könne er nicht g an en.

51159. 11911 Eynexri bedauerx, daß die Polcn mit ibren Klagen, lediglich genußt auf ZsttuxngnoUzen, den Minister überfallen. Das erwecke den„Verdach1,„daß 11e den_Ejndruck beroorruicn onten, daß solche Zustande tbat7achlich in Poren bestäuben.

Abg. 111. von Jazdzewsfi bemerkt, daß auch der Minister die Notiz der „Posener Zeitung" kennen müsse; es bärte also einer Vox- berigen Ykittbeilung nicht bedurft.

Die Vorlage mird hierauf unter Ablehnung der polnischen Aniräge“im Ganzen unverändert angenommen.

In dritter Berathoun genehmigt das Haus dis Gefes- eniwurfe, betreffend die, eranzieyung der Jabrikcn u. 's. m. mit Vorausleisnxngcn für den Wegebau i" der Provinz Pom: mcxn, und betrxfxeno die Kirchengemsindcyrdnung für die evan- gelischen Gemeinden in den_hohenzoiiern1ch€n Landen.

Schluß 4 Uhr. Nächste Sißung Sonnabend, 11 Uhr. (Antrag Langerhans, betreffend die Adychaffnng der alten «Kirchenordnung von 1573, kieincre Vorlagen, P.:itionen.)

Parlamentaris-he Nuhrühnu.

Dem Reichstage ist der nachstehende Entwurf - eines Geseßes, betreffend die Kündigung und Umw andlung der vierprozentigen Reichs-Anleihe, zugegangen.

1.

Die Schuldverscbreibun en §der vierprozentigen Reithß-Anleibe

können zur Einlösung gegen Baarzablung des Kavitalbettags binnen

einer dreimonatiicben Fri-xt und die im Reich-Schuldbych_eing„ettag_eyxy_,_ ----vierprozeutiaen-Buchschuide17“zur Daten' WUüng b't'nnen einer

gleichen Frist gekündigt werden.

Die Kündigung geschieht unbeschadet der Bestimmung im § 16 des Geseßes vom 31..Mai 1891“, betreffend das Reichs-Scbuldvuch (Reichx-Geseßbi. S. 321), durch öffentliche Bekanntmachung des Reichskanzlers.

§ 2.

, Bebor die Kü11„digung(§ 1) erfolgt, ist den Inhabern der Schuld- verscbreibungen der vtervrozemigen Reichs-Anleibe die Umwandlung diefer Schuldvé-rschreibungen in solche der dreieinhalbprozeptigkn Reichs-Anleihe und den im Reichs-Scbuldbuch einaetragxnen Gläubigern der vier- prozentigen Reichs-Anieibe die Umscbxéibuxig in dreisinbalbpro- zentige Buchscbulden durch öffentliche! Bekanntmaäpung des Reichs- kanzlers anzubieten. Das Angebot ilt für angenommen, wenn nicht binnen einer auf mindestens drei 5 ocben vom Tagc jener Békannt- machung ab zu bemeffenden Fr1st von den Inhabern dxr Reichs-“Schuid- verscbrkibungeq der vierprozeutigxn Reickys-Anleibe unter Cinreichung der Sckxuld'verschreibungen und Von den im Reichs-Scbuidbuch eingétragenen Glaubigern von vierprozentigen Buchkchlden die Baarzablung dss Kapitalbetrags beantragt wird.

Von dem Inhalt der öffentlichen Békanntmacbung des Reichs- kanzletß (Absaß 1) sind die im RiiÖS-Schuldbuch ?ingetragenen Glaubigkr von vixrprozentigen Buchschu1d1n außerdkm _1ch1iftiich zu bénachrichtigem Dis Wixkung dss Angsbois zur Umjckpreibung in dxciembaibprozentige Buch1chnlden ist jedoch von dieser Benachrichtigung nicbt abhangig.

3. _Die umzumandelnden quidvérsckzreibungen iwd die 11sz- schretbenden Buchscbuiren 2) werden bis zum 30. September 1897 mit vier Prozent verzinst.

. § 4.

Qik umzuwandeinben Schuldberscbreibungen Mbst Zinsscbsin- Anweiizmgen (Talonß) und die dazu gehörigen, nach dem 1. Oktober 1897 “sailigen Zinsschein-Z WSWLU nacb erfoigter Einliskaung mit Liném dre Ztnbbembseßung auédrücksndeu Vsrm€1k abgestempelt.

Die Abstempelung erfolgt durch die der R1ichsfchuicen-Vcnyaitung unierfixlite Kontrol€ der Staatépapikre, durch die Vom Rsicbskanzler zu besitmme115€n Retcbskaffea und zu bkzeicbnend-n incbébankansialten, sowrc durch die Vom Reichkanzler im Einvsrnebmen mit der Landks- regierung zu benennenden Landeskasien,

Aizf Antrqg der Inhaber bon Schuldberschreibuxsxen dir vier- pr'ozenttgen Re1ch§-Anl€ibe soll statt der Abstkmpcivng die kostenfrsie Ctntragung Lines VLM Nennwertbe der Eingereicizieri Scbvldvxrschrei- bungen gleichen, vom 1. Oktober 1897 ab zu dreieiäbaib PLOZMT Ver- zinsiicben Bstrags in_ das Rsicbs-Sä-ulkbuch bewirkt werd-Zn.

' DU Antrag muß binnen einer vom Reichskanzler 311 bkstimMSnben Frist Eingereicht werdkn.

§ 5.

. Auf die gemäß § 4 Absaß 3 erfolgiendkn Eintraßungkn in das R81chs-Schuldbuch und auf die einge1eicht€n Schuldverfchreibungkn finden dte'Besttmmungen des Gkseßks vom 31. Mai 1891, Ök1k§ffénd das Reichs-Schuldbuch (Reickps-Gejeßbl. S. 321), mit der Maßgabe An- Wendung, daß aus den Schuldver'cbreibungsn bi'findlicbe Prioat- AußerkursseßungZVermetke für die Reichssäxulden-Vethung keine bindende Kraft haben.

§ 6.

Eine Prüfung, ob der Verlust der Schuldberscbrkibungsn der Reichsschulden-Verwaltung angezeigt ist 6 des Geseßis vom 9.5.1111- Vemberk1867 _ BgndSs-Geseßbi. S. 157 _) odcr 05 die Schuld- vaKséxteibxngen mit Beschlag belegt sind, findet bei Der Abstempeiung m a .

§ 7.

Die nach § 2 zu bswirkendeUu1schreibung der visrprozentigen Buchschulden xm Reichs-Schuldbixch erfolgt von Amixiregcn. Den ein- gktragsnen Glaubigern ftebt jedoch daI Recht zn, statt der Umicbrsibung binnen einer vom Reichskanzlsr zu bestimmenden Frist di? Ausrsickpung von Freisinbai'bpwzxntigen Schuldvsrsckyisibungen ZUU] NanertbL Fer vterprozenttgen Buchschuld gkgen Löschung der ikßtxren 511 VSt- augen.

Einer Genkbmigung dsr Umschrkibung seitens rriiisr Paisonen, zu deren Gunsten der Eingetragene Gläubigér in BMJ auf die For- dcrung oder deren Zinsrn durch einén Vkrmerk im Reich-Scbuldbuch beschränkt ist, bedarf es nicht.

Die Umschreibung in dreieinhalbvwzkntige Bnchschuldkn nnd die Auöreicbung Von dreieinbaibprozentigen Schuidverschreibungen erfolgen kostenfrei. §

8

NEUE Eintragungen bon vie1broz€ntigen Bucbfcbulkkn und Zu- [chreibungsn auf den angechten Konten solcher Buchschldén finden fortan nicht mehr statt.

§ 9. '

.Die Bestimmung des § 4 Ubiaß 2 des Gésxßes Vom 31. Mai 1891, be'trc-ffend bas Reicbs-Schuidbuci)(Reicbs-Gsseybi. S. 321), findet insoweit keine Anwxndung, als 511111) die Umschreibung O_on vierprc- zsnttgcn in dreieinhalbprozentige Buchschulcen msbtere Konten für denscibxn Gläubigsr entsteben.

Die Véreinigung diescr mebrercn Konten im inchs-SchukrbUÖe kaim auf"Antrag_des Gläubigcrs und von AMTÖWEJM erfolgen. In beiden Fallen erfolgt ste kostenfrei.

§ 10.

Die auf Grund dieses Gesetzes in dreieinbai'bproze-ntige um- gewandeiten 0er gemäß §7ausgsr€ichtcn R,:ichs-Schu155117chreibungcn und die im Retabs-Schuldbucb umgeschricbenen dre:cinbalbprozentigen Bucbsckpuidkn dürfsn den Gläubigern Vor dem 1. April 1905 zur baare11_Rüchzablung nicbt gkkündigt werden.

Dte Kündigung darf nur auf Grund gescßlicbcr Ermächtigung

stattfinden. § 11.

_Dkr im § ?Wdes Reickys-Siempälgeseßés Vom 27. April 1894 (Rercbs-Geseßbl. S. 381) angeordnets Anschaffungssiempel bleibt außer Hebung. § 12

Die mit dem Antrag auf Baarzablung des Kapitals ein- ereichten 2) Schuldverjcbreibungen werden mit einem entsprechenden tempel- vermkrke versehen und ebenso wie dis in das Reichö-Sckxuidb-„xch ein- getxagenen Forderungen derjenigen Gläubiger der visrprozentigen ReichsAnleibe, welche das Angebot dsr Umschrkibung in eine dreiein- baibyrozenttge_Buch1chuld nicht angénommen haben 2), gkmäß der erfolgenden Kundigung zurückgezahlt.

§ 13.

Der Reichskanzlex wiki) ermäciptigx, bis zu demjenigen Bstrage, wel_che1; ersordxrbch senz wird, ,um die Mittel Dkk Baarzabiung der gckundtgtc-n yierprozenxigen Rktßbs-Schulsversckprxibungen und Buch- schulden 12) zu'bejcbaffen, eine nach 5211 Bestimmungen des Ge- zescs'vom 19. Juni 1868 Bundes-Geseßbl. S. 339) zu verwaltende Aniklbx auizuyebmen und chaßanwciiungm auszugkbea.

Die _Besttmmungm in den §§ 2 bis 5 des Gessxes Vom 27.Ja- nuar_1875, betreffend die Aufnavme einer Anleihe für Zwecke der Viarme- und Teiegrapbenycrxvaitung_(Reicbs-Gksexzbk. S. 18), finden auf die nach dxxn gegenwczrttgcn GULP? aufzunehmende Anleihe und agßzqgebenden Ochgßanxvetsungkn mit der Maßgabe Anwendung, daß Zin51chems auch_fur emen langeren Zeitraum als vier Jahre aus- geskben wsrken durfen.

5 14.

. Sovyeit zu der Hauptverwaltung derStaatsscbulden bet ' „, FilÉSarbnter mit der Bearbeitung von Angelegenheiten der R (hs, chulden-Verwaltung betraut werden sollten, baden dieselben ja Pro- tokoll zu erklären, daß sie den von ihnen nacb §9 des preußischenW sches vom_24. Februar 1850 (Geseß-Samml. S. 57) geleisteten Eid auch für die dureh das gegenwärtige Gesch ihnen übertragenen O5. liegenbeiten als maßgebend anerkennen.

Das Protokoll ift dem Bundesrat!) und dem Neicbétage vor- zulegen. 15

Dieses Geseß triit mit dem Tage seiner Verkündigun Der Reichskanzlxr erläßt die zur Ausführung desselben er? Anordnungen. .

_ Die dim Geseßentmurf beigegebene Begründung lautetin 1hrem allgemeinen Theile wie folgt:

_ Gegeziüber den Anregungen auf Konvertierung der höher Verzins- ltcben RetQH-Anlciben, welche in den leßicn Sessionen des Reich§tages wiedérbolt (69. Sißung vom 26. Marz 1895, 64. Sißvng vom 19. Marz 1896, 82. Sißung Vom 2. Mai 1896) gegeben find, haj die Finanzverwaltung die Auffassung vertreten, daß eine Umwandlung nur einem Sinken des aligemeinen Zinsfußcs folgen, nicbt aber ibu; vorangeben dürfe, und daß daher der Entichluß zu i'oWertieren, fü: das _Reich in erster Linie von _der Ucberzeugung abbänge, daß der Zinsiuß _aägemein und dauernd gesunken sei.

Disker Züitpunkt scheint nunmehr füc die vierprozentige Reichs- scbuld gekommen.

Wie die Anlage 14 crgicbt, baite dsr Kurs der vikrprozentigen Reichs Anleihe, weich zuerst am 10. Juli 1877 im amtlichxn Kur.:- xettei mit 95,50 noiiert wurxe, Ende 1880 das Pari übsxscbritlén. Nach langer Bebauvtung Links zwisch€11 rund 106 und 108 schaum. kendkn Höchstkurtes ist sie in E1wart11ng der Konversion seit Herbft dss leßtvcrgaygknen Jahres bis auf etwa 104 gesunken.

Die dreikinbaibprozeniigx Rséchs-Anleibe skßte zwar bei ihrer e1st€n amtlicbe'n Notierung am 27. August 1886 über Pari ein und vermochte _ von einer kurzen Unterbrxcbung abgesehen _ anf solcher Höbs sich cinige Jahre zu bakten, sani dann jedoch für längste Zeit ume: Pari und bat erst seit Ende 1893 wicder cine sistiq steigende Tendénz angsnommxn, um Ick seit Herbst 1896 di'm Stande dn viervrozkniigén Rkicbs-Anlkibs _ u11t€r gcringem beidkrseitigen Nach. [affen _ bis aui“ wsnig-y Zehntel Prozent zu nähern. Am 15. Ja. 11uar d. J. notiertk sie 103,70 9/0, Das ist 20 H niedrigsr als die vierprozénxigsn Tltkl.

Die Dreivrozeniige Reika-Anliibe erschien im amtlichen Kurs. zeiiel zum ertisn Mal am 8. Oktobkr 1890 mit rund 87,70. Nack) maynigischkn Schwarku11gen beZann sie skit Winter 1893/94 Üändig zu migen, um im Srätsomwcr_und Herbst 1895 den Parikuxs zu erreich€11 bszisbungßwexsc zu üykrjchreiteu (böckxster Stand am 4. und 5. SEPTembér 1895 mit 100,30). Skitdem bat fie bis auf die [Wir Zsit nahe der Grsnze der Parität (SW; 99) gestandkn.

Diese Kursverhältniffe [affen unzweiislbaft eine sinkende Tendenz des Zinx-fußss sxkennsn. Die vieiprozkniiJS Reicbs-Anieibe bleibt im 118111811de Maßs 5111181: dem normalen Vcrbäijniß zu der drei- prozentigcn Anleibe zurück. Ihr Kuxs 31th seit langkrer Zeit nur eine geringeVsrscbiedenbeit voxi i_“em Stande der dreieinbaibprozentigen Schuidvcrs©rcibungew Da di€1e Erschei11unge11 offsnbar auf dsr ÜÜJLMLiXiSU Erwartung der Vefixzsr berubxn, daß über kurz oder lang eine Harabseßunß des ZinSfußsH der viekvrozentigsn Rkichs-Anieibe fjaitfindkn wxrke, so exschkinsn die Wirkungku der lsßkercn bereits eskomvxisrt.

Wird des wsiiercn bxrückficbtigi, daß auf dem g€sammt€n Europäischen Geidmarkt ein Herabgeben des Ziässayks _ insbesondere seit dem Jahre 1894 _ unverkennbar zu Tage tritt, daß zahlreiche außérdsuifch Staaten und von den deutschen Bundesstaaten kürzlich BQVLM, Würxtkmberg, Preußen und Baden mit'der Konversion be- zisbungswcise dern Exnlkitung VOTJLJQUJM sind, daß viele inländische größerc Städte“, Koworationkn, landschaftliche Kreditinftiiute und Hthbekenbanken ZinOberabschungen yviaenommm babkn, endlich das; auci) dsr Zinsfuß dcr Priyatbypojbkkkn g€s11nk€n ist, so_wird man sich aueh bsi wéitgebsnker Vorsicht in dsr Beurtheilung dss Kapitalmarktes dcr Usbérzé-usung nicbt enichbsn ibnnkn, daß der aÜgemeine: Rückgang des landkßübiiciysn Zi1:ssa§€s von Dauer skin werde».

Erfordert 5.17.1155 Linkrssits die Rücksicht auf die Gesammtbeit ker Sieusrzabier, densn 'die Ausbringung dsr Mittel für die Verzinsu-g der Reich2schuld obliegt, daß mit 81116! Herabsetzung des Zinkfußsß nicht länger 1185139111 11181522, so darf (mdérktjéits bei dkr Durchführung dcr Maßnabme der fiSfalische Vortbcil nicbt aUein dun Ausschlag «ebkn; biéimcbr wird es fick) recbife-Uigen, die Bedingungen für die Ernsusrung dss Schuldvckbältniffes so zu gssialisn, dax“; sie angcßchts der dkrzeitig-zn Lage des Geldmarktes den Jntkrkffsn der Gläubiger weit Entg;zg€nkommen. "

Daß cin solcheö Vériabrkn “dsm Reichskrebite für 17811 Fall „spaterér Jnanfprucbixabms deÖseibcn nur förderlick) sein kann, b1darf keiner Auzfübrunß. Yikbr noch fäilt ins kaicbi, daß die Reicbs-Anleibku im wssentlicben in den Händsn dkutscber Giäubigsr sicb befinksw Nicht unkrbeblichc Bcträge find im Bcfiße von kleinen Kapitalisten, wslch fie zu einer dauexnken Anlage bestimmt batten. Das Gleiche gilt von bieikn Stiftungen, Kirchen und Pfarreien, sowie von Kasskn und Instituten, w,?lcbe gemeinnützigen chcken und 111111 Woble der arbxitendsn Klassen gswidmet find. Die aus der Zinsrcduktion sick) ergebsmdc Mindsrung dsr wiribschaétlichsn Lage und stcnsbaltung T_er an dum Zinsertragc Verbsiligten trifft hauptsächlich Deutkcbe und 111 nicht geringem Maße die wsnigcr bemiiiclien Bevölkerungsschickxien.

Schon iikse Erwägungen legkn es nabe, den Gläubigern 11111)! 511111) eine zu großxx Zinsberabiksung bcgründetenßlnlaß zu einer (1115- gedsbntcn Fordsrunz dsr Bamzabiung zu Uebsn, "Wie auch 5011 2111er rech1iich 5111811511175 zulässigen, bloßsn Kündigun der Schuld zur Ruck- zablunß des Vörbrie'ften Kapitalbetrags abzuse Sn. Jm aUgememcu Jntcrk'ffe 111117; tbunlickosi Vermisdxn wsrden, ren Befisern viervrbzeu- tiger R€ichs-Anl€ib-: durch bie Konvetiiermig einktx Anikiz zu bixté't), ibr Bkfi ibum unficberen Spékuéatiousn oder zivkixelbaftckn ausland!) schLn An Sib-n zuzuwsnksn. Andernfalls cntsiändc die Gefahr, _döß b-Isvnders di:- g-"scbäftsuniundigen Gläubiger zu böber verzinsii-„W Anlagen grkifsn, welchen, wie die V1raang-nbeit gezeigt bai, nur Z'“ oft dcr Vsriast dés Kabiiais folgt. 21121 (1er ist ck politisch W volkswirtbschuftlich von bobem Werth, 561€; das inländikcbe Kapltük durcb umfan-„zrciche Betbciiigimg an dsn Reichs-Anlciben 11111 „W? Geschick des Rcicbs fest verbunden bkkibt und daß die zur Verarmung erforderlichen Mittel dem Jnlanbe zu gute kommen. .

Eine Herabssßung dés Zinsfußes auf 30/9 würdk diksen Ruck“ sichten nicbt auIreiÖend Rcchnung trcxgkn, Sie würde „aber an insofern unbsgründst sein, als der Zinsws von 3% als ein landes“ üblicher gsscnwäriig urid wobl für Line absehbar? Zcit nicbt anaesebt'a werdkn kann. Daß ki11;*-lnc [andscbnftlichs KikdiLik-siituie tbre Pfäk'k“ briefe zum tbéil auf 3% konvsriiert haben, ist nicht ausschlaggebend- Von WcsMkiiÖLrér Bedcutung ist der Umstand, daß auch bier BundÉ“ staati'n Baysrn, Würticmberg, Prxußen und Badm bei Nerz KM“ vsrtixrungeu Lin Hsrabgkbexn 1111181 310,70 nicht als gereÖt-Zrtlgk “"“ erkannt babkn. Zu dsr gi€ich€n Erkenntnis; führt eine Prufqng “7 tbatsäcbliäxen Durxloscbnittsverxinsbng der Ncicips-Anletben. Hier W die Anlage Z., daß Diksklbk unter Zugrundeleguns des NettokaPUÜ“ erlöses _ ,

3. bei der draisinZaibprozontigen Anleihe auch im gWßlZßk" Jabke (1895/96) noch 3,35 0/0 bkträgt, und d'aß sie 0

b. bai dcr drkinbzentigkn Anlxibe _sich immerhin bobs: als 3 10 (31119151 akieidings nur 3,02%) halt. __ 11

Von eine'm daULrndm Herabfiuken des ZinsYußes auf Z".“ im! somit noch nicht die Réke sein. „ck-

Endlicb War nicht aus??: Wbt zu Tassen, daß bn'kinkaLl'ech- zkiiigkn Konderriérung dcr 11» und dsr Dreieinbaibprozcnttgkn. "kids: Schuldderschreibungen in dréiprNcmize im Zasammcnbange ml? 1111? Umwandlung der bezüglichen Anleihen dkr Eitxzelstaaten so HUS? “W SUMMLU zur KonVerswn gestanden haben wurdcn, daß mit

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außerordentliche Erschütterung des Geldmarktes und damit des ck" hscbaftslebens zu erwarten gavesen wäre. Auf allen diesen Erwägungen beruht der Vorschlag: egenoärtig nur eine Umwandlung der viervroxentigen ejchsoAnleibe und zwar in eine dreieinhalbprozentige eintreten zu lassen. _ Es handelt sich dabei, wie aus der Anlaae 13 des naheren ersicht- lich, um einen Nominalbetrag von insgesammt 450000000 .“

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Kunst und Wissenschaft.

Die gestern qusgegxbene Nummer 4 des ,Jusiiz-Minifieriai- BlatteS“ veröffentlicbt nachstehende Allgem eine Verfügung 13 es Justiz-Ministxrs, vom 18. Januar 1897, betreffend die erste juriftiscbe Prufung. nxbjt einer darquf bezüglickien Zirkular- Verfügung des Ministxrs der ge1stiich8n 2c. Angelegen- heiten an die Universitatcn:

Dcr Abschluß des Bürgerliéxen Gesetzbuchs macht eine veränderts Einrichtung des Recbtksiudmms und der dadurch bedingten ersten juristischen Pzüfung nötbig: es kommt darauf an, das deujsche bürger- liche Recht 111 den „Mittelpuxikt des Unterrichts zu füllen, sodaß es im Lehrplan der Univerfitäxen die Bedeutung gewinnt, Welche gegen- wärtig den beiden Vorlesung-zn über Pandkkten und über deutsches Priyatiecht_eingeräumt ist. Im Eivberstänkniß mit dem Herrn Unterrichts-Mmisier wird daher mit Bezug auf § 5 Abs. 5 1.111. 1) des Pxüiungéreégulatios VOM 1. Mai 1883 (Vsrgl. Allg. Verf. vom 3. Novcmber 1890 _ Just.-Minift.-Bl S. 277 _) für rikjcniacxi Studierenden, welcbe fich nach bcenkéter Studimzcit dsr ersten juriftiycbcn Prüfung u;1t1rzieben wollxn, Folgendes bestimmt:

1. An STKÜL der bisherigen Vorlesungen über: Jitistiscbe Cncyklopädie Römische Rechtsseschicbie, Jnüitutionen dss Römiscken Recbts, Pandekten, DCutscbe Nech1§gesch1ch1e, Deu_tsches Privatrecht, Preußisxbes Landrecht, Rbkinixch-Franzöfist Reoht treten folgende Voriexnnßen: __

1) Einfübryng in die Rechtswix1enschan 2) Römisckye Rechts- *cschichte und Sysixm des Römiscbkii Privatrechts, 3) Deutsche Y!?«btsaxfäzickie nnd Grundzüax res Deutstbxn Privatrechts, 4) Dsujsches bürgeckiches Recht (Bürgerlichs Gsießbuck) nebst reicbs- und [andes- recbilichen Ergänzungcn) in kingxbknder dogmengcyckyichtiicher Ent- wickeluns, 5,1 Uebßrfisbx über bis Rkchtskntwickeinng in Preußen mit Rücksicht auf die einz€in€11 Lanksstbkilx.

Die Borissung zu 4 Über bükgkrlichö chbt iii in der Regel innekbalb der kistsn Hälfte dss Rechtssiukiums 511 551311. Wird fi? ais Doppklvoxlksung in einen ?rsten und Linen zweit?" Tbeii zrrlegt, so sind bis beidxn Tbéile dEr Vorl-suna nicht in dsmfsibcn Skmestxr, der zwsite Theil nichx vor Dem Lisikn Tbxiic 311 561611.

11. Von den ex-sg:t1sch€n, pxaknsckyen 1)st jonjtigkn Ukbungcn des Stubierevden (Viral. “311111. Verf. vom 3. Noxéxnbkr 1890 _ Zust.- Minisi.-Bi. S. 277 _ § 4 Nr. 3, 5, 6; Vork. 55 Min. dsr gcistl. .*c. Angeikgenbejien vom 7. Dezm1ber 1885 und 1117111 2. Juni 1890 _ Z.:Wl. f. [].-B. S. 563) 1111173 3. in dis erste Häists k?k“STUdiSne zeit mindksikns (1116 1185111111 im Omxtfäxkn 5515211111925. Nccbxc, 5. in die zweite Hälsts dkr Studienzeit mindkxtsris Sine Uébung im deutsckxxn bürgerliäien R€cht€ und eine ziVilökO-“zéffiiaiisäbk, das bücgeriicbk Rccbt mitumfafiende Usbung faUen. Als [115111113811 _ia) Sime disicr Vor- schrift gelten 1111! solche, wclche 11111 schristitch€n Akbkiisn VSL"- bundsn sind. _ _ _ _

111. Dem (Sechs) UU! 3111111111; „1111 Mien jUrisiischx PLÜsU-jß s'md Arbeiie'ki beizufüge'n, WSLÖZ in “0111 1.171th 11 a, 1) bezeichneten Uebungen oom Kand1katkn angeferti-«t und vom Lehrer odkr dsffen Assistenten schriftlich z-“nfiert find. 211185111 Zensuren muß fich er- ngM, daß die Arbeiten mit dxm Kandidatkn besproéyen sind. Auch ist Ein Gesammtzeugniß einzureichen, wsicbes dartbut, daß der Kan- didat mit Fleiß und (Frfola an. der 1115111111 ibeilgpnommen bat.

117. aniswät die Nichtbkacbtung “ost Bestimmung?" 1112181: 1 bis 111 die Anwbmc Linés :*rknungßmäßigkn R9cht§siudiuuzs aus- schließt, bat dsr Vorfißénde 'der Prükungxkoxiimisfion zu Entscheiden, Lixgt nacb dicsér (Emscbcidung cin mrnungsmäszigks Réch1sstubium nicht Vor, so wird der Kandidat auf ein 00er MLHL'CL'L SKULLftLk zurückgkwiesen. _ _ _

17. Als genügend cntjcbuldigt ist M Nickottbeilnabiné an einer Vorißsung öder UZbung natmntiick: rann anzuicbstx, WCM diéss an der Universität, auf wxlcher fich der Studisrende 136111115, 111151 odsr iiur in einer dem R1bm011 kes gesammtsn Siudienvians nicbt eiixivrcck€nd€11 Slundsnzabi gxbalixn wwrden ist Und bsc STUBZWUM bkn Umständen nach nicht in kér Lags: war, eine anbkrs 1111155111151 311 bcziLÖSn. Ju Bstreff der Fragx', ob die für'eine Vorlxsung bdc'r Line Uxbung, an- geskßte STUUÖLUzabl als Yin? unbskbäiipißmäyix anzuseixkn ist, hat die nacksi€bend auszugx-weixe abgsdruckle Lixrfü1u11g dés Herrn Unt?!- richtS-Mmifters Vom bsutigen TWS als Anhalt zu disnsn.

171. Diese V01fchrift€n findén auf diejsnigkn Studikrenbtrn, die ihr Reciptsitubium vor dem 1. Avril 1898 ÖSJNMLY haben, nur inso- wsit Anwendung, als fich nicht mit Rücksicbt auf die Zzbl 'der 13911 ihnen bereits zurückgelkgten Skinkstkk (Einschränkungen Ergcbkn und ('S auch nach alien sonst in_Bexracht kbmm€nkxn Gcsicbtspunkten der Billi keit ÜKJLMLffLn eiscbcmt.

FIRMA, den 18. Januar 1897. _

Der Justiz-Minijikr. Schönstedt.

Dkk jnrisiisckßen Fakultät laffk ich béc'rnkbcn die im (Einverständ- niffe mit mir eriaffens Aiigxrxiirxe Vcrfüaxmg dxs Herrn Justiz- Minißers, bctnsffend die erste juristische Pxüsuns, boni bcuiigé Tage mit folgenden Wknteikungen zur 116151101911 Ksnninißnabme zugsben.

1) Bezüglich dsr zu 1 1 bis 5 der Verfügung genannten Vor- lesungen ifi im aiig€1n€ink11 darwn außxkgangen, daß (111€ UEbLlsÉrki- tung der WÖÖMÜLÖSU GCsäMMTstMWcUzQÖ], Miche für die? küaftig wegfaüenden Vorlefbngen biT-bkr iiblich War, um yo weniger ratbsam Uscheine, als in dcr Verfügung au? Tie TbÜlnabme dsr Studiercnden an den Uebungén crböchr Werth 13131191 ist.

2) Im Linzeinon ist dabei an oianxe Stunbé'nzabicn gebucht:

3. Einführung in die Re ts_wimcnschaW 2.112? 3 Stunden, 5. Römische Rkchtég€schicht€ und Éyii-xm ch NÖMUÄM Privatrechts zusammkn 8 bis 10 Smmden, 0. Deutsch RLch1SgLschichLe unkZ'Grund- züge des Deutschen Privaire'cbts zusawmxn 6 512- 8 Ztundkn, "3- Deutsches bürgerliches Rxcht 16 11111320 St_iznkc'n, _S._ Uxbetficbt 11er die Rexbtxentwickclung in Prkußen mttNückjicht auf bis emzslnsn Landesibeile 1 bis 2 Stunden. _

3) Die zu 11 dsr Verfüsung bszetchnetcn Uebungen sind 9111 etwa 2 Siundcn wöcbeiiii'Ö veranscbiagt. Mit Bezug auf 11 Ab1._2' der Verfügung ist ('S erfördsrlicko, die Usbniigkn, wxlch; m111christiichcn Arbeixen vkrbnnden smd, in Ten Boris)ungßankundigungkn auIdruck- [ich als solcbe erkennbar zu machen.

4) Zur Gewinnung von Asfisiénfxn (111 der _Verfagy_ng), _soweit Mcbe sich im Interesse der Uebungen aiI nölbt 2111120611. 11 der HM Justiz-Mimster gere'igi, Bkamten des eren Jusirzdiexiftks, Mlckée zu dieser Funktion von mir erbstcn werdsn, den erforderlichen Urlaub zu gewähren.

Berlin, dem 18. Januar 1897.

D:r Minisiet , der gcistlicbcn, Unterrichts- und Medizinal-Angeiegenbétten.

osse An die jurifkiscbe Fakultät der Königlichen Fricdrich-Wiibeims- Unioersität bierselbsj. , , (Gleichlautend an sämmtliche Herren Univerfitäts-Kurawren.)

Aus den Sitzungßbericbten der _Königlich preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.

In der Gesammtfitzung vom 7. Januar (Vmsisknder Skireiar:

J" Waldeyer) las Herr Fischer „11er die Konstitution des Cafféms-

ntbins, Hypoxanthins und verwandter Basen". (Es wurde das

G“klingen der Synthese aller dieser Stoffe erwähnt und dargus die Struktur derselben abgeleitet. _ Ferner wurdensolgende Mittheilungen gemacht: Die Akademie bat ibtem Mitgliede Herrn,.Yarnack für die Vor- arbeiten zu ihrer aus Anlaß des 200jabri enJubilaums abzufaffenden Geschichte 2400 .“ bewiuigt. _ Die pby kalisch-maxbxmatische Klasse hat zur Untetfjüyung wiffenscbaftlicher Arbeiten bewilligt: dem Pro- feffor an der Universität reiburg i. Br. Herxn Dr. H. E. Ziegler zu entwicke ungsmechanisckpen Studien „an

Echinodermen- und Ktenopboreneisrn 600 „45;- die philo- ÖMjFcky-Ystorisäxzdem .Pcofeffor an der Universitat Halle Herrn

l'.

600 «4, dem Oberlehrer Herrn Heinrich Winkler in Breslau zur Foriseßung seiner altaiscben Sprachstudien 850 „46, der Verlagsbuckp- handlung Geor'g Néimer bier zur Drucklegung bon „Gerbatd, etrus- kische Spiegel“, Band 17 Heft 14, 180 =,“ _ Unterm 14. Deicmber 1896 gerubte Ssige Majestät der Kaiser und König die Wabl des otdlntiiwen Profcnors dkr Gcscbichte an der biesigxn Univexßtax_1)r. Ma Lenz zum ordentlichen Mitgliede der vbiloropbisch-bqibrixcbsn Klafse der Akademie zu gencbmigen. _ Die Akademie bat am 26. Do- zember 1896 “durch den Tod Verloren: das, ordentliche Mitglied 071" pbyfikaiiscly-matbkmatikchkn Klasse Emil du Bois-Reymond. _

Jn de_r am 14. Januar abgkbaljsnen Sitzung dsr physikalisch- matbetziatßchen Klasse (Vorfißsnder Sekretar: Hcir Waldsyer) [o_s Herr De_rtwig „übcr 956.18 111 befruchtet-Zn Froschki durcb Zc'ntrt- fugaikrast [)ClVOkakufan Me anomotvbosen“. Untsr dem Einfluß der Zentrifugalkraft läßt fick), wie der Voriragends ausfübrfe, dix polare DifferenziCrung des Froich-x-ies noch so Mit steigern, "kuf; seine (Ent- wickklung in vieler Hinsicht eine große ?lcbnlichkci! mit de; Entwickelung mkroblaiiislbkr Eier ?rbäli. Dc: bolbblastisch TVDUS iäßt fick) durch den äußkren Eingriff_ gkwiffsrmaßkn in 5811 mkroblastischen Typus umiWndkin. -- Herr Pertwig dcm0nstri€ricbicrauf cine größkre An- zahl Von KorrosionépräVataten ker Nie'rkngksäßL, welcbe Herr Lommyn aus Dakot_.1 (Vkreinigte Staaten Von Amerika) untsr Verbeffsrung des Hyrii'1chcn Verfabxens durcb Jnjsktion Von Nieren b.:rscbiedem'r Säugetbißrc im biesigcn zwyitin anatomisckzén Instiiut angefertigt bat.

In dsr Sißung dsr pbiiosopbisch-bistorifcbsn Klasse am 14. Ja- nuar (Vorfißsnber Sekretar: Hex: Vablen) ikgic Herr Erman Bruch- stücke dsr koptiycben Voiksiitcratur vor. _ Diese bkstandsn aus Liedsrn, cinsm Märchn und Tbéilen einxr postijch€n Beschreibung der Lsgsxde bis H. Archellitcs. von 081181! besonkcrs die 111318an 11113 di? 6111911 sich€rk11 Piobkn koptischér Métrik von Wichtigkeit smd.

Dic chächinißfeier für 7:211 bkrsiorbsné'n Gsbciinkn Obér- Msdizinai-Natb, Profkffor 1)r. du Bois :'Nkbmond, WELCHE ['Du der Bcriiner PbysiologisckéknunbdéervsikaiifcbenGkseiiscvaft gestxrn Abend im großen Hörsaal 526 vasivlrgisäpcn Jnstituis Veranstaltkc wurdc, geftaiteis fich äußsriick) als eine 811151119? 116111851- schaitlich€ Sißyng disser beidxn gklebrixn Versinigun-gen, dsnen der Dabingssckyiekkne als Präsidknt bszw. Ebren-Präfikent aygebört batte. Hiuter DZM Katbckkr erhob sicb auf dunkxl drawixrikm Postament seine MarnwrbüstZ :„wisobkn Biatjpffanzkn. Jm 2131115111119 dés Ministers d'r géiiklicbc'n IC. Angelegenbeitkn Lrsch1€11 (Hsbeimer Mc- dizinai-Raxb 111: '),)isisr, 1711: den gleichfalis kiknstlch vkrbindertsn Gsnkrai-Zrabéarzt der 21111118 der ObCr-Stabsarzt Scbi-xrning, als VSrtrStsr 521 Kaissr Wiihsimö-Akxksmik für das tniiitärärztlichk Bildungöwxsen dsr GenkraL-ArztGrasnick. Für 555 Sanitäts Oifizier- kmvs dsr Marin? wohnte Gkneral-Arzt Gutsckyow der Feier bxi. Die msdiziniscbc Gesekifcbaft Wurde? durcb dic Geheimen Medizinal-Ratbe 53310181701 111. Virchow, Profcffor 11125911 Bsrgmami '.mb bsxxPr-xssffor 1)r. Ssnator ykrirktkn, weicbsr Léßkéré zuglcicb dis E61_LÜ1ch011 rer CbaritÉ-Axrzte zu vertreten batte. Rxcbis Von der Büsts 1aßd€r Vor- stand der Pbyfikalischn Gesellschaft: Ékbeimer Regixrungs-Ratb, Pro- feffor 111“. Von Bezold, Profeffor1)1.Warburg, Pkwsknor Dr.Kobiraufck), Frofefior Arthur König, Professor Planck, Profsffor Bornstcin, G?-

Limer Regierungs-Raib, Profkffor _1)1*. Lampe und der FeUerner, Profeffor der Physiologie 1)r. Nojsnibal ans (811.11) er]; 11111 der linken Skits dEr Vorstand der pbyfiklogischn Geicii! ait: bi€_Pro- fCffOkén Hsrrmann und Jmm1nusi Munk, ZUW- _Tblerfslder, Fritsch und 111“. Sklarek. Das Audijorium w::r dtch1 gsfüllt. Die Familiknangebörigen dks VLWWZZÉM wobriten dsr Féikk cbxénfaiis bei: nxbsn der trankrijden Wittwe: dsr Sohn René», 5171, ww sem Vaisr, vasiologe ist" und sick) am gsstrigkn T(ré-e als Privatdozent an dsr Bsrliwzr Universität babiiitikrt batte. (H.“)Simc; Regierunßs- Räxb, Prof-ffor 131". Von Beond cröffneU dic FLiLk 11111 eincr. f_urzcn Anikxackxe Esistéin 1raurig€r Anlaß, so etwaiübrte Lr 0118, 1161111118195- Mcinfäme Siyung veranlaßt bat. Gilt CS dock), dasxAndWi'cn 611161“; 9173111195 311 fixiern, Dcr beide'n Gescüschaften sxitibrkuiBesiebsn angebort 1315581 Phyfikaiisäysn also 52, deeryR9191111ch811 GsieÜscha1t 32 Jahre, und bxibxn bis 111111 Tode das größt? Jntercffc cntgxßenbrachte, übxraii U11? in1mchr r€ich€ Anrcguug spenxsnd. Kaum jxmals bkrbracbte er, von den Féticn abgéskbxn, einsn Freitag Abxnd (111118181111), als in 111181 risskr bcidsn Gcieiisckyxften, weici)-:_ 01187111818115 Frsitags ihre Sißangkn abhalten. Hierauf gab PWMN bon Bézoid das.? Wort zur Gedächtnißrede dem zu dikskm Fwsck (1115 Eriaygen bcrbetgLUlten Profsffor 111“ J. Rosenthal. Jn laren Zügsn scbiidéxis der desnxr zunächst, Wii? du Bois, Von der Theolozie auI Lbkti'd, bei dsr Mkdrzm aniangte und auf diesem W898 d€r_große “5191351 und'Piy-yßchog wurde, und 11135 81." in di:)er W1119n7chast „111 emkr langen Reik)? DM mehr als 50 Jahren g81811iet babe; er skizzisrte darauf einieiscnb WZ Hsimgkga_11-,3€n€11 BCdéuthg für Dic Entwickelung der Elcktrizitatslebrk, _ s(“in' Jntsnsié „fur die Libre Von der Diffufion und feine Voriisbk für die mcztbt-maitscbe AukdxncksMise. Dann ginz dsr Rcbnkr auf das eigentliche Le'bsns- werk du Bois' ein, auf die Untétiucbungen rer cleiiromotorischln Erschinung im tbisrischsn GRVLÖS, und gébachix daixe-iKaucb dcr An- griffk, die dw Bois durcb seinén frübcrkn Liebi111ch§1chu1e1, din Pro- fesor (Ostmann in Königsb-zrg, eifabrkzi: Angxiffs, DLL an den tbaisäcbiicbkn Festftxiiungkn du Box;“ n1ch1§ gxandkrt haben. Im weitersn Verlauf sein?: Rcdé 113.171ka er sich dann "den Smdien 311, dic du Bois 11111 Probl-Zm bxc eixktxixcbcn Fische gkwikmei, und crinncrt-x a:: xic dem Pei'mgeßangeneln zu Dankende Ausgéstaltung dLs pbvfioiozisckosn Unterrichts, (111 die? Hexanbiidung jungcr Kräfw und an du Yois' Bisirebnns8n_z_111 Aus- b1“€'111111§1 naturiviff€11schaftlkch€r Erkemttnixz auch außerhalb 1€1n€r Zu- börerkreisc sowie an séin Wirkc'n in der Akademic. Der RS_rner kam zu dem Schluß, daß dsr Heimgsqangsne stets redlich bemubt gxweseiz, diE Anschauungen, ric Lr als 'Die Frucht seiner Studi?" erkannt, rnit [991- scbér Schärfe und 131218er Freimuth zu Vsrlbcidtgen. _ Nach Been- digimg dks Voxtxags “erbob sich auf Nuffoxdkryna Y_es (Hebermen Regicrungs-Ratbs, Professors 111. Von _Bezold 1:11: Verxammlung zu Ehren des Heimgxgangcnen Von den Platzen.

Land- und Forftwirthschaft.

Die Deutsche Landwirtbichafts - Gesell!ch_afi bkab- sichtigt, in d;esem Winter 5111 System von _Felddungungs- versuchen mit Kalk und Mxrgel zu begmnxn, das fich aiif 5 bis 7 Jahre und über ganz Dcut1chiand erstrecken 1011. _Man 113111 kadm'ch möaliébst zablrsichcn Landwixtben Vor Augen fubren, wi-k wirbtig ais Voraussesung anderer Düngsranwendung 11115 wie iobtiend Kaikdüngung ist; man bofft aber auch das Verhalten untger Wichtigen Pilanzen, wie Lupinkn, Serrabclia, Kaztoffeln, zu dexn Kalk tm Bokcn festzustcilen. Es find dazu erhebliche Mittel bkrc1t gehalten, 11115 iur Beaufsichtigung ift die MitMrkung der Wandericbrer in AUSficbt gestellt.

311: Beibeiligung an der Herfieiiung eines .Deu11chen Rinder-Merkbuches' erlassen die Herxen 111". E. Ramm, Profeffor an der Königlichkn lankwirtbsckxaftitcben Akademie Bonn- Pcppelgdmf, und 111“. Parey, ngabsr der Verlaqsbuch- handlung Paul Parcy (Berlin ZW., 10 Hedemannstraße), eine Aufforderung an Züchter-Vereinigungen und

Binno Erdmann zu vsHÖO-vafisckßen Expérimen-ialuntkrsuÖMZen=

Einzeljüchter, der Folgendes entnommen ift: Das ae- plante „Deutsche Riuder-Merkbucb' sol den Produxentm vo ucht- und Nuyvieb Gelegenheit geben, alle Thatsachen, welche den ertb der betreffenden Zuchten bedingen, einem möglichst großen Kreis von Interessenten zugänglich zu machen und auf der anderm Seite den Konsumenten von Zucbt- und Nuyvieb als Nachschlage- bucb disncn, mit Hilfe deffén fie fich am schnellsten darüber oriknjikren können, wo“ fie das sind?». was ihren Zwecken und Bedütfniffen am mrifien entspricht. In dem Merkbuch sollen alle diejkuigen Rinder - Rassen und SÉLÜFT'“"AUZWÖMLWÜUÖ'M'," Dikiür'Äe bkutiMLandwirtbschaft irgend von vraktischcm Intkresse smd, Vorwiegend also einheimische Zuchten, danebkn aber «ck diejenigen dér ausländischen, welch für die deutsche Landwirtbscksait unsntbebrlicb oksr bkachtkn§wcrck erscheinen. Die Anordnuna erfolgt zunächst nach grc߀n_(-Hrurpk11, und innerhalb des- selben Schlages wkrdén Zuckotgenoffxmchaiten und anbkre Züchter- !)ereinigungen*Vorausgsbsn; ib11€n_1chließen fick) alxdann Einzel- züchter dexselbsn Schi.1-,1('H und 1781191an Zuchtricbtung an. Wenn das Moxibuch ssinejn Zwck crfüUon wl], so muß es in möglichst vixlsn Exsmplarkn Vcrbreitung finde; und also möglilbsi. biUig bc:- gksteiit werden. Diks ist (1er nur kann möglich. 1181111 Die einzelnen Zückyxxrvkreinigungkn 11115 Züchter einen Tbsil der Kosten iragsn. Die Vcrln-„xsbnckdbanbiuxg bciccbnef Pro Dxuckscite inkl. kine'r zi11k0= grapbiscbkn Abbildung 15 „ckck Dabki ba? dsr Anmeidsnde eins braxxchbare Photograxbik (mindkstan im Maßstab 11011 13 )( 18) kosisnlos zu likfern, di? im ArÖiv rsr Ver- lagsbxickybUnriuna vsrbikibt. Es ist dém Bklieben dss An- 111-315er übetixffcn, wiwicl Seitkn cr se'insn Zirkckkn einge'räumt wiffcn 711111. Zu jedkr Sciie' gkbört aber Zinc: Abbildung. Diesé Abbildungen 1011811 naiüxlicl) das Bksie 111171 dom bringen, was die betrkffsnxk Zuckyt biLTLs. Für 5811 Fail, daß ciner Zucht mehrere SSi!-x*11, aiso 1111351611" Abbildungen e*inaeräumt wcrdcn, kmvfikblt es sich, in Wi [sizichn ki-c baixickisächlichst€n Nußungxriibtungén zum Ausdrixck zu 1511119911, also 11118 Miichkub, Cin Paar Zugocbsen, ein Stück Fkttbicb IC. abzubilbkn.) Dic bikrzu bkstimmikn Tbi-xra sslitkn M5 in einer soicbcn Kondition bkfindsn, wie fie für 1121115551111) 112111151 wcrden. Außsr den schwarz in 17811 Text einge- druckxcn Abbildunzxsn könn?" anf Wunsch der Anmslder auch farbige AbbiidUngcx1bcig€gebé11 wx-rden. Dic? 3191111 LMU 10163811 betraßen 100 .“. 211231) in kissem FU]? ist Eine guts Pbricgravbie seitenO des Anmslrkrs 1911611195 zu licfsrrW _ Di? Einticbtunx dcs MstibuchH, 171€ AUTfÜerr-Z kc'r Abbildungcn 22. gka 3113 FM “dem Prospxkik bsigcgkbénkn BöiWiSléU bélVOk. Auf Wunsch 111115611 11er 111150 noch anch zur Bkartbkilunz rex? Wé'itbks dcr betreffendén ZUCHT 256115111" Z.)“iixtbkili'Mx-n ausgénommsn. Dabin ;:Sßörcn na- mkmiiä) 5611112117618 Wä,11.-11„911 13-311 3111195115, (1115 ÖCUZU die Wücbfig- kcit 1611). Frübrsifc dEr i*;ir:ffknd€11 Tbikré bsrocrgkbt, 11:11) äbUlickyes. AU? riéjsnigcn Züciytsrxxx'WinigurigNi Und Einzelzücbtkr, Miche 111 775111 I)isrkbucb [*thkéién zu 18111 wünschen, werdkn 991111311, 1518 ?iiim1111111:.011 bis sräKstan 1. März 1897 an Herm Pxokkssor Or. R.:mm, BMU «.N, gkiangsn zu laffkn. TCM AUXWWSB irird sofort 11.111“, 6770111161“ Anmkldung 6111 Frage- bo.1„€::_ übsrsandt, in 1511612611 d:; 5111" Abfaffun-g, ch T*?xtss nöibigen Y'iiixbéiTUUzsn oinzuxragcn find. Tax „331111560? Rinkkr-Msrkbuch' soli 1311111151113 im 811118 di:“ssI Jaéxn-I crschsin€n. NEUE Auflagsn find 551116165811, w:"i] 11116191" 111 11:*11?rdi11g§ cingklkitc-tsn LxrsiunzI- MlffUiiZk-“i PrybkmÜkcn mit stxgébqixsbksiimmimg, Wägungxn von “.).iöaswicb, „:x-.*.yküfixngkn) bi-Zrzu 111 Bälkc kik? Bkkürfniß “501- 11830? wird.

Handel und Gewerbe.

"Dis stxcngen Vorschriften, welchc in Spanien über die Zochhaiwng der in Briefpostsendungen eingehenden zoiipsiichiigcn Waarcn gelten, haben durch ein? Köni liche VLrordnmi-g vom 29. 8111139111er 1896 hinsichtlich 0943 Buch- i)andcis eine Mildsruug Urfahrcn. Nach dieser Verordnung dürfen 7111111111351“ 111111) Madrid, Barcelona, Sevilla und Corusia mit 061? B118fp0s1 BÜCHLL“ 11115 Drucksachen cin- qcfiihrt Und an 0611 Empfänßsr gkgcn Zahlung des ein- fach9n Zolibstragks, also ohne dic in solch€m Failc auf (Grund dsr .11'i111iglich111 Vcror-knmna vom 9. Juni 1896 bisher cr- bob-nc Zoilsirnfs, (1116321011111 wcrdsn, voraiiggcscßt, Daß es sich um ke'iiW (indkre'n als die unter )()“11'1 Z1ff. 1 d?!" Voil- zuqsordmwg 311111 Wciipostvsrirag vom 4. *Jnli 1891 auf: gsfiii'axtcn D:“:1chsach1'n ban'oclt, und daß die Ziffern 4 und 5 der 14. B(stimmung dcs Z_)0iitcirifgese?cs und dic Übrigkn fiir 081113011021 mit Biiciz-Irn nnd T)r11chach2n in Spanien bx sisi)ch-chi " csiimxmmgcn bxbbachlkt sind.

Täglich.“ W;:.;-11,;9116111111,1 für Kohlen und Kok;- (111 dcr ?)iitbr und ii“: ÖbsrscblUien.

“1111 dsr Rubr smd 11111 22, 5.5.16. JCstSUj 14 052, nicht kLchULifiß gcx'tsili ke'ins Wa,“;én. . .

Fu ObkrjcbicTicn sind 11111221. M. 990161 4807, !;iäxi KÖT- 1citi,1 gcsti'lit ksinc: Wag?»

311111115125-Warftsigerungxn.

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Noiicrungkn der amtiicbcn Noti-xrungsJKommisiion am 22. Jxmuar 1897. 21111181: (Preise im Berliner Groß- [)und-:s zum W0chknkMchschnitf (;)-31 130111111111») 1221" 50 kg. Hof- und GcnoffensÖaftI - 251111171 111. 93 „16, 11a.„_90 .«1. _ lila. _ „lb, do. 115511181112 88 «46, db. Land, Pr-xußtkcbc 80-83 ".,-(1, do. Jicßbrücshxr 80- 83 .“, w. Pommcérfckye 80- 83 «76, B1). Polnische 80-83 918, do.Bchrisch-eSknx- 88»--90.M, do.5o.La11d- 78-80 “.“, do. Schlsßschs 80 -83 .46, do. Galizischc 70-73 .“ _ Margarine 30-53 «. -- Küss: Schwsizcr, Cmmenibachx 80-90 «FQ, ko. Bavkrisäpcr 58_63 .16, 51). Ost- und_ Wesiwrcußxkchcr la. 66 ,bis 72 .46, do. do. 113. 40-55 «FC:, d:). Holländcr'70_80 „14, do. LUU- burgcr 39_42 „FC., 111. Quadrat-Magsrkäfe 111. 211-255“. do. dv. 1111. 12-15 „16 _ Schmalz: Prima Western 17 0/9 Tara 2850-2950716, do. 1611188, in Dcuiscbiand raffinie'rt 30,50 „Fl., d_o. _Bcrltnkr Bratsn- schmolz 31,50-32,50.1é- _ Fctt, in Amerika raffiniert 29 „44, do. in Deutschland raffiniert 29 «16 Tendknz: Butter: ruht.]. Schmalz: xefi.

- Vom obkrfclxlesisckxcn Eisen- und _Zinkmarkt be- richtet die .Scbl.Zt;1„.“: In den günstigen_Vcrbaitmffen auf 51111 ober1chiesischcn Eismmiarkte bat sich auch wab"r:-nd Her. vcrfloffcnen Woch“: nichts bxränrcrt, Dak- Roi)_cis€1_1gex_chaft (111111111 ungeröstet WeisC vor sich und fäu1u1tiich€ 4901561111 fanden mr ibrc Pquuiie schlanken Absay; zeitwyise konnte die Nachrrnge so;].zr nicbt befriedigt werdkn, weil sicb auch dsr Virsand bon Gwßcreiwbcüex 1:1 dsr leyic'n Zeit erheblich gehoben hat. Unter solchen Umstanden ifi kme

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