vom Stein: Hm Grube; Graf Dohna: Herr Nesper; Graf Henckel- DonnerSmarck: Herr Ludwig; Oberst von Kleist: Yen Purschian; Hauptmann von Schack: Herr Keßler; Major von laufewiß: Herr Arndt; Rittmeister Hertling: Herr Matkowsky.
Im Berliner Theater wird, vielfachen Wünschen entsprechend, nach längerer Pause am Sonnabend Goethe's '.Fauft" mit Terefina G ner, Otto Sommerstorff und Max Pohl m den Hauptrollen zur Au führung Ylangen.
Hans L' rronge's Schaaf iel „Vor der Ehe“ kommt nxmmebr am nä sten So'üntäg im Les in"g -Theater zur ersten Ausfuhrung. Die wetbliche Hauptrolle des S_tucks wird Von Louise Dumont dar- gestellt werden. Die Jnscenejeßung des Werks wird von Ludwig Stahl geleitet. Der Vorverkauf beginnt morgen an der Tage'ékasse.
Der Spiélplan des Schiller-Tbeater8 wurde dabtn ab- geändert. daß auch am Sonnabend der Moser-G1xndt'sche Schwank „Mit Vergnügen" gegeben wird. Morgen findet eme Wiederholung von Sbakespeare's .Wintermärcben“ statt.
Im Theater des Westens gebt morgen das Moser- Schön1han'sche Lustsvicl .Unsers Frauen" in Scene. Wiederholungen dieses Lustspiels finden am Freitag, Sonnabend und Sonntag statt. Am Donnkrstag wird „Der Militärftaat' gxgeben. _ . '
Im Thalia-Tbeater wird das eng111che Schaujpxel _.Trtlbv' vorläufig jeden Sonntag Nachmittag ausgefuhrt werden, da dre Abknd- Vorstellungen deS'Vaudeoille's „Frau Lieutcnant' nicht unterbrochen werden soÜen. _ _
Das Programm dkl." nachsten (U.) Joacbtm-ngrtett- Soirée, welche am 2. Februar in der Smg-Akademre stat_t- findet, bringt die Streichquar1ette in 13411011 von Schubkrt und 111 4111011 von Brahms, sowie ein Streichquartett von Haydn.
Jm Konzerthau se Veranstaltet Herr Kapxüme1ste_r Mevder morgen unser Mi1wirkung dcs Konz-rtsängers „Herrn Severm und des Männergesangvsreins .Bcrliner Ltede':kranz“ (Dxrt cxt: Hérr HandWsrg) zur iner des Geburtstags Senner Maxßtat des Kaisexs ein großes Fest-Konzert. Das Programm dteses Abends enthalt unjer anderem * Lachner, die ,Jubel-Ouvertüre“ von Weber, das Gcbc-t des Königs aus .Lobengrin' von Richard Wagyer, das ,Zarenlted“ Von Lorykng, gesungen von Herrn Sewerin, den ,Geburtötagßmarsck)“ von Taubert und sechs altniéderländisckpe Volksliedéx aus der Sammlung dxs Andrianus Valsrius Vom Jahre 1626 (xtberskßt Von „Josef Weil) fur Solo, Männerchor und Orchester von Jrk'mWr. Die Abonnements- Billkts haben zu diescm Fest-Konzext Gnlttgkett.
Mannigfaltiges.
Morgsn, am Gsburtstage Seiner Majestät dss Kaixsxs und Königs finds! „(xroßes Wecken“ statt.. Un) 8 Uhr fruh Werdm dic Spiellsute der 2. Garde-Jnfanterte-BLgade und dte Hoboisten des Gardk-Füfilier-Regiments vom Schlyßbofe des Königlichkn Schlosses aus übexr den Schloßplaß,_ d1e Schloß- freiheit, die Straß? Unter den Linden _und eben [) zuruck das chken ausführen. Zur gleichen Zeit blast das Trompeterkorps dss 2. Gaxd-Z-Dragom'r-Regimenjs Kaiserin Alexandra pon Rußland Von der Kupp1l der Schloßkapeüe Choräle.'_ Bet Begmp dxr Gratulationkcour im WeiZe-n Saale des Königltcben Schlofses wtrd dte Lcib-Battexie ]. Eaxd€-- kld -ArtiÜerie-Regiments xm Lustgarten
Saba scki-Zßen.
Ihre Majestät die Kaéfcrin Friedr'ich hat das Protektorat 11661 den „Deutschen Thikrschußveretn“ ubernommen.
BLfördkrung 086 Genverhxleißks beging am Sonnabend sein „sechsundßebzlgstcs St1ftungsfest im En liscbcn Hause "0111111 em Festmahl, das durch dre Anwesenßeit dss Ministers für Handel und Gewerbe Brefeld,
Der Versin zur
Vom 26.Ja:1uar, Morgens.
Wütterchr' 8
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Stationen. Wind. Wetter.
Lorßing. 011161161.
Tempsratur in “ Celsius 5 I C. = 40 R.
0. 911681661 . red. in Milli
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Belmullet. . Aberdecn .. Christiansund Kvpenlwgen . Stockholén .
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Freitag: Borkmau. Ibsen.
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die OuUerjürk ,Das ist der Tag des Herrn“ von-
Scßauspielbaus. 27. Vorstellung. 1812. Schau- spisl in 5 Aufzügen von Otto von der Pfordten. In Scene geskßj vom Ober-Regiffeur Max Grube. Anfang 711 Uhr. ,
Donnerstag: Opernhaus. 25, VorsteUung. Undine. Romantische Zauer-Opcr in 4 Akten von Albert Tkxt nach Fouqué's Erzählung frei be- Tanz von Emil Graeb. Schauspielhaus. Original-Zaubermärcben in 3 Aufzügen von Fkrdinatxd Raimund. Anfang 71 Uhr. NM
Deutsthex: Theater.
sunkene Glocke. DonncrstaZ: Die versunkene Glocke. um Schauspiel in 4 Akten von Henrik
Nexliner Theater. Mittwoch, 3 Uhr: Aschenbrödel. _ Abends 75 Uhr: Kaiser
Donnerstag: Die Weisheit der Aspafia. _
des Staatssekretärs Dr. von Stephan und anderer bober Beamten und hervorragender Gelehrten ausYzeichnet war. Der Gebeime Re kerungs-Rath, Professor Dr. labv erstattete den Jahres- b t. Der Verein zählt dana gegenwärtig 1189 Mit- glieder, darunter 519 in Berlin. Das ereinsvermö en beträgt 1. Z. 54000 „sé; die mit dem Verein verbundene von eydliY-Stiftung besitzt 480 000 „16, aus deren Zinsen 22 Stk endiaten ne en freiem Unterricht an der Technischen Hochschule iäbrl ch je 600 „14 erhalten. Aus der neuen JubiläumsStiftung werden die ersten Stipendien
zum April d.J. “ungen strebsamen Technikern ?exvährt werden"'könnk11.' '
Die Königliche taatSregierung bat die Betrebungen des Vereins wie bisher durch einm namhaften Zuschuß gefördert. Der Bericht endete mit den Worten ebrenden Gedenkens an den ge1stigen Schußberrn des Vereins, König Friedrich den Großen. Der Vor- sißende des Vereins, Staats-Minister 01. yon Delbrück _brachte alsyann in erhebenden Worten ein Hoch auf Semx Majesta_tden Katsxr und König aus, AÜerböcbstwelcben er als “0711 Beschu er des Fue- dens feierte, und bemersts: 'der (Gewerbefleiß vexdan e der ruhigen inneren und äußeren Entwtckelun aUer Verhaltnisse, daß ßr nach einer Reihe minder günstiger 8Jahre? auf das leßte Jahr tmt Dank und Befriedigung zurückblickkn könne. Auf * ein von dem Direktor van den Wyngaert dem Minister für Handcx und Gewerbe dargebrachtcs Hoch erwiderte dieser etwa Folgendes: Die Ziele, welche der Verein seit 76 Jahren Verfolge, seien “diggleichen, rie ihm in seinem jeßigxn Amt am Herzen lägen. „Dre Ergenart des Verems bestehe darin, die Kräfte und Elemente, dre auf verschied'xnen Wegen das gleiche Ziel erstrebtsn, in gemeinsamer Arbeit zu einigem'd. b. Wißenschast, gewerbliche Arbeit und Verwaltung zu yexbtnden. Durch diese Vsreinigung seien jene hohen tcchnischen Letstungen erreicht worden, in welchen sich 012 Ueberlegenbeit „egen- über dem ausländischkn Wetkbewerh zeige., Neben tssen- schaft und Praxis stsbc die Verwaltung, dre auqch, tbre Verdienst? habe, indem sie das weite Feld der gewerblichen Thatrgkeit ebne, das Ge- wvnnenesammle, um alles zu einem gemeinsamen Ganzen zu gestalten. _ Es folgten dann noch Trinksptücbe, die dem Vorfixzknden, Staats- Ministep Dr. von Delbrück und dem Staatssekretär 1)1*. von Stephan galten und von diesenerwidertwmden, sowie ein Hoch, das dem Fürsten WiStnarck dargebracht wurde.
Der Verein „Berliner Presse“ veranstaltet mit Rßckficbt auf sein am Sonnabend stattfindendes Vallfest seinen nachsten Vortragsabend erst am Donnerstag, DEU 4, szruar. An dtexexn Abend werden z1vei auswärtige Autoren lesen: die Romanfckprxftftcllcrm Emil Marriot (Emilie Mataja) aus Wien unp der Lyrtker Otto Ernst 0118 Hamburg. Der Karténverkauf _für dtesen Vortragsabend ist in den Buchhandlungen von Amelagg (xeßt Potsdamerstraße 126), Trautwein (Leipzigerstraße 8) und Spey-xr u, Peters (Unter den Linden 43) bereits Eröffnet. _ Der Billetverkauf zu dem'BallfLst findet täglich im Stangen'scben Hause, Mohrenstraße 10, 1m Bureau des Herrn Dr. Wasner von 12 bis 1151151: und 0011 4 bls 6 Uhr stan.
Zucbevorstebendsn Säkulatfsikr des Geburtstgaes Kaisex Wilbelm's ]. bat die .Deutsche Militär-Musiker-Zsettung' m der Nr. „3 ibrxs Blattes ein Preisausschreiben erla en für die (dem Uxtbktl eines Preisgerichts zu unterwerfende) beste Komposition eines patriottschen Gsdichtes, bétité-lt ,Dc'r gute Soldat“. Diesem Ausschreiben liegt die Absicht zu Grunde, für den dsutscben Soldaten ein [Licht sangbarxs, frisches und Srbkbkndks Lied zu gewinnen. Die bezeichnete Nummer Mrd durch die Cxwedition des genannten Blattes (Berlin ZW., Schöne- bergerstraße 27) jedermann auf Verlangen Und gegen Einskndung von 20 „Z potwfrei zugesteUt. _ Von eßkndaber kann auch der Gesammk- Rechenschaftsbericbt über den Allerböchsterseits genehmigten Unter- stüßungsfonds für deutscheMilijärmufiksr unentgeltlich bezogen werden.
Hierauf:
Marie Jmmisch. _ Unsere Frauen.
Anfang 7Z Uhr.
Der Ver- Direktion: Julius Fritzsche.
28. Vorstellung.
Musik von Konradin einstudiért:
Mittwoch: Die ver- Franz von Suppé. Anfang 7:1 Uhr.
A. M. WiÜner.
erstcn Male: John Gabriel
um Wien. Baüct.
Nachmittags
Mittwoch: Zur Feier des
-
Kampfaeno sen von 1864, 1866, 1870/71 be ebt ibr Stiftungs- fest am 3. Fe ruar, Abend! 7 Uhr, durch ein FF mabl im „Römi- schen Hofe". Die Vereinigun trat am 3. ebruar v.J.ins Leben, an dem Jahrestage der Königl eben Verordnung von 1813, welche die Einrichtung „der Freiwilligen Jäger schuf, aus welcher die Ein- richtung der meäbrig-Freiwjlli en hervor egangen ist. Sie will alle diejenigen um affen, die an en der W edergeburt des Deutschen Reichx v_0rgngegg„ngenext Kriegen von 1864, 1866 und 1870 als Ein- ""iäbrig-"Freiwillige oder "ehemaligeCiniäbrig-Fräw'illige "tbeilaénom'men haben. Beituttßerklärungen nimmt der Vorfißende, Redakteur Schweißer, (ck., An der Stecbbabn*3/4, entgegen.
Paris, 26. Januar. Die „Agence Havaß' verbreitet folgende Meldung aus Alexandrien: Eine von "einem englischen Offizier Zefübrte Abtheilung Polizeimannscbaften habe in Ober-Egvpten au Befehl des Offiziers ein Haus in Brand gesteckt, kn welches st zuvor acht Uebelthäter geflüchtet hätten; die leßteren seien verbrannt. Dieses Vorgehen habe in allen Klassen der Bevölkerung großen Abschsu hervorgerufen.
St. Petersburg, 25. Januar. Gestern Abend bracb, wie „W. T. B.“ berichtet, in einem Hause der Apraxingaffe Feuer aus, welches den Trcppenraum so schnell verqualmte, daß 12 Bewohner der oberen Stockwerke nur mittels Rettungsscblaucbes vom Er- stickungstode gerettet werden konnten. Tro der angestrengten Rettungs- arbeiten sind dennoch“ 6 Hausbewohner in en Flammen umgekommen.
Samara, 26. Januar. Vorgestern Abend entgleiste auf der Linie Samara-Slatoust bei der Station Jllino ein aus Tschel- jabinsk nach Samara abgegangener Eisenbahnzug. Elf Wagen wurden zertrümmert, zwei Insassen getödtet und gegen 20 Verleßt.
Carril (a. d. Arosabai, Spanien), 25. Januar. Heute wurde hier eine Trauerfeier für die mit dem deutschen Dampfer .Salier' Verunglückten veranstaltet, welcher, dem .W.T.B.' zufolge, die Behörden und die ganze Bevölkerung beiwvhnten.
Har !) oöre (Jütland), 26. Januar. Cin Nett u n 115 boot, welches gestern ausgefahren war. um zwei Fischerboote aufzusuchen, k e nt e rt € „Nachts bei der Rückkehr. Die ganze, aus 12 Mann be- stehende B e s a 13 u n g e r tra n k. Zehn der Verunglückten waren Familienväter.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Bern, 26. Januar. (W. T. B.) Zu Vertretern der Schweiz bei der internationalen Pest-Konferenz in Venedig sind der schweizerische Gefaydxe in Rom ])1“. Carlin und der Direktor ch Eidgenosftschen Gesundheijsamts 131“. Schmid ernannt worden.
Karlskrona, 26. Januar. (W.T. B.) Nack) amtlicher Mittheilung zersprang, während die schwedische Korvette „Balder“ fich am 21. d. M. bei Alcrandria befand, beim Salutschießen cine Kanone. Zwei atrosen wurdcn getödtet, mehrere andere vsrwundet.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Thalia-Theater (vorm. Adolph Ernft-Theater).
Dresdenerstraße 72/73.“ Direktion: W. Hasemcznn. (Geburtstages Serner
Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm 11.
Prolog von Adalbert von Hanstein, gesprochen von
Zum crstxn Male:
Lustspiel in 5 Akten von Gustav
von Moser und Franz von Schönthan. Anfang 7 5 Uhr. Donnxrstag: Der Militärftaat.
Theater Dinter dknikmden. Behrensfr. 55/57. Mittwock): Zur Feier des Allérböchsten Geburtstzges Seiner Majkstät des Kaisers und Königs Wilhelm 11. Feft-Vorstellung. Jubel-Ouverture von Carl Maria von WWU".- Flotte Bursche. Operette in 1 Akt von Joskph Braun. ' Dirigent: Herr Kapellmetstkr orolanvi. _ Hierauf: Rund um Wien. Panto- mimiscbxs Ballet in 9 Bildern von Fr. Gaul und Mufik von J. Beyer. Herr Kapellmeister Dahms. Anfang “(& Uhr. Donnkrstag: Flotte Bursche. _Hterauf : Rund
Akt mit Tänzen, Gruppierunacn, militärischen Auf- zügen 2c. und einer Schluß-Apotheose: Die Hul- digung, ausgefährt vom gesammten Herrenversonal und den Damen Vom Corps de Ballet. Au erdem: Durchschlagender Erfolg! Aufführung der kovität: Aus der Mappe eines Riesengebirgs- Phantasien. Cine romantisch-phantastiscbe Hand- lung, mit komischen Scénxn, GebirgSeptsoden, einer naturgetreuen Hörnerschkttenfabrt im Riesen- gebirge und einem zauberisckßen Ballet: Jm Reiche des Geisterfürsten! Von Direktor Fr. Renz ,und dem Grsßbkrzsglicb hessischen Hof-Valletmet_ster August Séems. Nock) nie gesehene Kystum- Pracht! Höchst“ cbarakteristisckpe Dikorattonen! Ueberrasckpende maschinelle Effekte! Elbfall! Kochelsall! Zackelfall!
Donnerstag, Abends 711 Uhr: „Aus der Mappe eines Riesengebirgs:Phautafteu““.
"___-*.*" Familien-Nachrichten. Verlobt: Frl. Agnes von Salviati mit Hrn.
Prem.:Lieut. Dett10f von Schwerin (Trebus b. Fürftenrvalde _ Potsdam). _ Fr. Esther, verw.
Komische Mufik von
Dirigent :
von kaék. _
Die Vereinigung ehemaligerEinjährig-Frekwilliger,*
zum Deuts
»« M 22.
Berichte von deutschen Fruthtmärktm.
ck61! Reichs-
Grste Beilage
Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger. * » 1592.“ *
Berlin, Dienstag, den 26. Januar"
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12,10 12,90
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12,70
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11,70 12,05
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22. 1. 25'. 1.
22. 1. 25.1.
22. 1.
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aris . . . .
künster. . . KarlSrch . . Wiesbadcn . Münchczn , . Chemnitz . . Berlin Wien Breslau . .
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Nizza....| Triest....:
759 749 754 753 752 749 744 749 744
75:3 754
1) (Gestern Schnee.
3) Nachts Schneetreiben. "') (Gestern und Nachts SÖnee.
Schneeweben.
Ein Minimum, welches
halb bed.“ bedeck14 )
eiter halb 51-05) Wolkig 6) bedeckt bedecki7) bedeckt bedeckt
bedeckt ;D wolkenlos 'O wolkig 9) Gestern u. Nachts Schnee. 4) Nachts Schnee. 5) Nachts heftiges
[|]!
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WQQlWOHSS-ß-WSO WSMWTOOQOW p-
“k-“kß UWjsd-QWßk-“W ÖUPUSDMW D*
7) Nachm. Schnee. Uebersicht der Witterung.
ck auf der Südseite der
Rstern erwähnten kares on ü_ber der südlichen ordske au6gebildet hat, ist ostwarts nach der mitt-
1eren Ostsee fortgeschritten. liegt über SüdWest-Europx.
Der höchste Luftdruck Ueber West-Europa
wehen starke, üöer Süd-Deutschland stürmische west- liche Winde. In Deutschland ist das Wetter trübe und wärmer, indessen liegt die Temperatur allent- halbe'n unter Nuk]. Au aUe'n Stationen ist Schnke
gefallen. 30, Bambsrg
18 0111.
Schnephölze zu Wiesbaden 20, Karlsruhe
Dcutsche Seewarte.
** .
T
heater.
Königlithe §chauspiele. Mittwoch: Opern- haus. Auf Allerhöchsten Befehl: Festvorftellnng.
“Neu einstudiert: Oper in 4 Akten von Albert Lor ing. Vorstellung ist über sämmtliche “F
Undine.
Romantische Zauber- Zu dieser läße Aüerböckdst
verfügt. Ein Biuet-Vkrkauf findet Mittwoch nicbt
ßatt.
Anfang 8 Uhr.
Spiybnbcustreiche. Freitag (20. Abonn.-Vorftel]ung): Renaissance.
Cessmg Theater. Mitjwoch: Bei fextlicb erleuchtetem Hause. Drittes Gastspiel der Tournée Marcelle Josef. Ularoolls. Anfang 71 Uhr.
Donnerstag: Viertes Gastspiel der Tournse Marceae Jossel. [Faso 111111131113. - 610110- loxueo.
Freijag: Vorleßtes Gastspiel der Tournée Marceüe Ioffet. [„es vo-mi-sjorsos.
Uefidcnz-Thenter. Direktion: Sigmund Lauten- burg. Mittwoch: ZFur Feier des AUerböcbsten Ge- burtstages Seiner kajestät des Kaisers und Königs. Prolog, Verfaßt von Paul Block, gesprochen von FrlBertens. _ Die Fraueujäger. (146 Oinäon.) Schwank in 3 Akten von Georges eydeau, überseßt und für die deutsche Bühne bear eitet yon Benno Jacobson. Anfan 71 Uhr.
Donnerstag und kSolgende Tage: Die Fraueujäger.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 42/5. Direktion: Sigmund Laufenburg. ' Mittwoch: Marcelle. Komödie in 4 Akten von Victorien Sardou. Für die deutsche Bühne bearbeitet von
ul Lindau. In Scene gesetzt von Sigmund autenburg. Anfang 71 Uhr.
Donnerstag und folgende Tage: Marcelle.
ZMUer-Theater. Ein Wintermärchen. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Mit Vergnügen.
Mittwoch, Abends 8 Uhr:
Theater des Wenens. Kantstraße 12. (Bahn. bof Zoologischer Garten.) Mittwoch: Zur Feier dss Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers. Jubel- Onverture von Carl Maria von Weber. _
Fest-Ouvertnre von . . , Hierauf: Fran Lieutenant, Vaudevtlle in 3 Akten von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Mufik von Gaston Servette und Victor Roger. Anfan 711 Uhr. Donnersta und folgende age: Fran Lieutenant. Sonntag, Tacbmittags 21 Uhr: Trilbh.
Zentral Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktion: Richard Schu113. Mittwoch: Emil Thomas u- (0- Eine tolle Na t. Große Ausstattungs- poffe mit 01003?3 und anz in 5 Bildern von J. Freund und . Mannstädk Musik von Julius Einödsbofer. Anfang 71 Uhr.
NDckßnnerstag und die folgenden Tage: Eine tolle
a t.
Konzerte.
ÜOUZLUUUUS. Karl Meyder-Kouzert.
Mittwoch: Fest-Konzert zum Geburtstage Seiner Majestät Kaiser Wilhelm's li., unter aefäkliger Mitwirkung des Konzerjsängers Herrn E. Severin und des Männergesang-Vereins „Berliner Lieder- kranz“ (Chormeistkr: W. Handwerg).
Baal Mramejn. Miitwoch, Anfang 71 Uhr: Konzert der Klavier- und Violinvirtuosm Elfriede Lippold.
Ztrlms Renz. Karlstraße. (Jubiläums- Saison 1896/97.) Mittwoch, Abends 7x Uhr: Anläßlich des AUerhöcbsten Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers und Königs: Parade-Gala- Vorstellung mit einem vom Direktor Fr. Renz
der Feier dks Tages entsprechend arrangierten Fest-
von Kyaw, geb. von Carlowiß mit dem sächfifÖYn Staats - Minister Hrn. Paul von Seydewtß (Blasewiß _ Dreßden). - rl. Selma Stabi mit Hrn. Architekten Willy ischoff (Berlin - Charlottenburg). ,
Verehelicht: Hr. Carl Kraß-Schübhen mxt Frl. Margarete von Pommsr-Eseye (Betlm). _ Pk- vanafial-Oberlehrer Franz Schickhelm mit Fr!- Maria Ulbig (Ohlau).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberst yon Schulz (Leipzig). _ Hrn. Hauptmann Zriß rbrn. von Rheinbaben .' endsburg). _ . rn. udolf von Alvensleben ( ittenmoor b. szelberg). _HM- [)1'. Alfred Georg (Genf). _ Hrn. Prem-thut- d. R. Paul Miesendorff (Belfin). _ Etac YoFtTr:(HéeF ()Hesandten Hrn. Grafen von
a w m urg. „
Gestorbxn: Hr. Graf ketrich Von Rittbkks (Liegniß). _ Fr. General Blanka von Sandraxt- geb. von Hirschfeld (Hannover). _ H„r. asty- Ratb Dr. Carl Gabbler(Ratibor). _ x.Fabnk- befißer Anton Keinen (BLrlin). _ H1. tsenbabn- Betriebskaffen- endant RudolfToll (Breslau) “[ Fr. Justiz-Ratl) Justine Beyer, geb. Sto? ? (Ratibor).
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Verantwortlicher Redakteur: S 1 em enr o sb in Ber li 11.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlik» Druck der Norddeutschen Bu druckerei und VW Anstalt Berlin ZW., Wi elmstraße Nr. 37- Acht Beilagen
(einschließlich Vörsen-Veilage), M . 6 des 3 173,3 ZKFTFFTWYZLZFUYFseUWaftZ'F-Z
Aktien und ktieugesellsthasteu) fiir die vom 18. bis 28. Januar 1897
Deutscher Reichstag. 161. Sißung vom 25. Januar 1897, 1 Uhr.
TageSordnung: Fortseßung der ersten Berathung des Gesetzentwyrfs, betre fend die Abänderung der Unfallverstcherungsgeseße.
Abg. Grillenberger (Soz.): Die Sozialdemokraten 8011611 an dieser Verfichxrunaßgeseygebung eifrig mitgearbeitet, wenn sie auch zuxeßt nicht rafur sttmmen konnten. 1871 ist das Reich 11e- unndet und :1st „1885 kamen die Verficherungsgese e. 1871 atte man 1 Mtllxarde als Grundstock für die ersichkrung nebmau sollen, dann hatte man etwas anfangen können. Aber man hat das Gekd zu Dotationen für andere Leute verwendet. Zu einer Verkcbmelzun? der thsicbetungsgeseye kommen wir dixSmal nicbt.
“ Das Ri tigse wäre eine große Zentral-ReiÖI-Vexficherung§anstalt
Für alle r_ten dkr V'erfichezung der Arbeiter. Die Berufsgenoffen- Masten wurden daher freil1cb erschwiuden müssen, die ja nur eine Klaffenorganisatxon darstellen, in der die Unternkbm€r Richter in eigener Sache find. Fux dgs Handwerk wollte man ja auch territorial ab- gegrenzte _ Organtsthnetz schaffen. Zweckmäßig bat fich das Geseß hochstens fur die Unterncbmerklaffen erwiesen, für die ArbeZter ift dayyn keine Rede; denn es s'md ja nur die Axbettgeber gege'n die Folgen der Haftpflicht vcrfichert, 111cht die Yrbetter. Zu den Berufsgenoffenschaftcn tragen die Arbeiter txtcbts bei, aber zu den Krankenkasstn, welche die größte Zahl der Unfalxe zu nagen _haben. Außerdem Erhält der Arbeiter mcbt dievollstandige Entschadigung, sondern nur Z seines LQHULS als Rsntc. Troßdcm txeten wir vorurtbeilslos an die Vorlags béran. Wir bedauern, daß du: nyalwexficherung nicht ausgedehnt ist auf das Handwerk und die HauMndustUe, wie es schon vorgesoblagkn War, aber ohne d€11 Weg in den Bundesrat!) und dcn Reichstag zu finden. Im Gegens0ß zu den Meistern waren die, Handwerks- geseüen stets für dre Einbeziehung in die Unfallversicberung. Wir werden in der Kommission beantragen, das Handwsrk, die Haus- industriq und dre Dixnstbotkn in die Vecficherung einzubeziehen; nameytltch in der Japdwirthscbaft werden die Dienstbotsn vielfach im Betrtebe mitbeschafttgt. Auel) der andelsbetricb müßte vollständig versicherungspflickptig wexden, nicbt blo soweit er mit Fahrwerks- und Lagerbettieb varbunden tft. Erfreulich ist es, daß die Forderung der Arbéiter endlich erfüÜt wird, Haß eine bereits gewährte Rente bei der Varecbnung des Lohnks mrteingerecbnet wird. Das Mißtrausn der Arbeijer gegen, die Schiedßgerickpte, in denen a11ch Arbeiter 118811, richtst fich n1cht gegen, 516 Unternehmer, sondern gegkn ihre etgenen KJaffeqngenoffxn. Das ltcgt daran, daß die Arbeikewertreter oft zu den ruckstandigften Eleménten gehören, die fick; nicht Frauen, gegen die in ihren Krankenkassen neben ihnen fungierenden Arbeit- ?eber dM Mund aufzutbun. Es wüten nicht bloß dieZwangskranken- Affen zur Wahl der Vertrxter zugelassen nxerdxn, sondern alle Kranken- kassen, auch die freien Hilxskasfcn, und nicht bloß die Vorständk dcr Kassen, sondtrn alle Mitgbxder müßten wahlberechtigt sein. Daß die Arheiksr nicht mehr so ytel ProzTse zu fühxen brauchen wie zur 3211 des Haftpftichtgeseßes, ist dur aus unzutreffend; dmn fie 17011711 oft mehrere Jahre zu prozessieren, ehe sie nur Erfahren können, welche Vexufsgcnoffenschast entschädigungspflichtig ist. Das; (1116 Unfälle vsr- fiebert sind, ist kein Grund dafür, nur :“. des Lohnes als Rénte zu ZYben; warum sollen Diejenigen, Welche durch die Fabrikei:111chtunget1 21137: Unfall erleiden, darunter leiden, daß 613 Arbeiter giebt, welche !*.“,- mutbwillig Verlegungen zuziehen? Auf Grund ch Haftpflicht- Jxxkßes hat man ganz andere Renten xngebilligt und ybne daß eine WME Kontrole eingetreten wäre, 05 Der Zustand des Verleylen sick) 77.710611 hat. Das; manchmal ncbcn de'r Theilxente noch der volle xrbxxttslobn verdient wird ist eine NuMabmc. In den Staats- „étr1ebkn wird die Rente sofort vom Lohn abgezogen._ Den Unfaü- VLTfiOLrungs-Gsfeüfchastcn jvarf man früher Vor, daß fie aus dcm Unglück der Menschen Profit zögkn; aber die Beruf8gcnoffknschastcn 'UÖM auf jede Weise ihren L'lrboitern von 13611 Rant?" 1111103 8561111011101: oder sic ganz zu streichen, wobei ihnen die Verfraueys- “kik? btirreich zur Hand geben. (Redner jübkt 111sbrerc Faüe WU BIWÜS dafür an.) 'Man sollte besondere 211111907310 ansteäen Md- ärztliche Obergutacbten einführen. Wenn aber der Zu- stand des Arbeiters fich vr'rscblcchtert, dann _nimmt die Beruxs- genxffknsckpaff niemals Rücksicht darauf. Zur Bc chlcunigung des ijl- Krkabrens 11110 um die 016111111 barabzudruckcn, nd besondere hektiss' YofférlsÖaftlicbe Heilanstalten einxxcricbtet, wv dic Arbeitxr ntcht als
txenten, sondern als Objekte fur 0118 möglichen ExVLkitUNUL der Zemcomeek-anischen Heilkunst betrachtet werden. I:!) bin mit Yem .bs- Roesicke darin einverstanden, das; die Karcnzzcit b6schranxt 1111117, 8111 aber gegen die Verkümmorun; der Rechte der Arbetter, dre km lxegt, daß den Arbeitern die Koijtc'n chVcrfabrens auf eburdct TLM sollen, wenn ße unberechtigte Anträge stcllen. Yer soll ; kUber entscheiden, da die Anträge unberechtigt Und? (Eine Vcr- chlkchterung ist es an , wenn die Spruchkamwern dcs Reichs-Vcr- »yygkamts schwächer besevt Werden jollen als bisher. Die e'UULUKJ des Rekurövcrfabrcnd 1111111611111? 11!) ebenfalls. Wenn Tn das Reichs-Vetsiäxetunxönmt rutlastrn wil], dann soute man E bxlb nicht die Nkchtc der 237122171“ bccinträcbtigrn, indem man die“ DR.Mdung de': Schicd611crichtc zum 1111" ali! endgültig inxtcnt.
" kbkenamtltcben Vorsivcudm der Ventchnoscnssbaften zcbcn
sehr hohe Entsckädiqungen von 10-, 15- und 20000 „ki Da scheint man die Erwerbsmöglicbkeit und Erwerbsfähigkeit anders aufzufaffen, als bei den Arbeitern. Redner Verlangt zum Schluß die Unfalchr- s1ch_erung für die Gefangenen, die mit gewerblichen Arbeiten be- schaftigt werden.
Staatssekretär des Innern, Staats-Minister Dr. von Boetticher:
Meine Herren! Das hohe Haus wird es begreiflich finden, wenn ich bei den Ausführungen, die ick) Ihnen jest vorzutragen die Ehre babs, mich Liner größeren Beschränkung befleißige, als der Herr Vor- redner. (Ssbr richtig!) Es ist für mich au8gefchloffen, auf alle die Einzelfragen und insbesondere auf aUe die einzelnen Beispiele, die der Herr Vorredner angeführt hat, einzugeben. Das leßtere unterlasse ich schon um deswillen, weil ich über diese Beispiele in tbatsächlicber Beziehung nicht unterrichtet bin _ das erstere aus dem Grunde, weil ich an der Meinung festhalte, daß die BespreÖung der Einzel- frax1eu eines Geseßenthrfs nicht in die erste, sondern in die zweite Lesung gehört. (Sehr richtig !) Meine Herren, es kann auch wirklich nicht Vikl nußen, daß man in der ersten Lesung die einzelnkn Para- graphen des Geseßcs, soweit fie nicht auf den Geist und auf die Tendenz der Vorlage sich beziehen, unter die Lupe nimmt; denn die Begründung der einzelnen Paragrapben und der einzelnen Maßregeln, die in einem solchen Gesetzentwurf in Aussicht genommen wvrden sind, kann zweckmäßiger Weise nur durcb Rede und Gegenrede in der zweiten Lesung erledigt werden.
Wenn ich an diesem Standpunkte festhalte, dann bieten mir die sehr eingehenden Ausführungkn des Herrn Vorredners im allge- meinen nur eine geringe Ausbeute für meine Erwiderung. Einzelne Punkte jedoch, die er berührt hat, glaube ich nicht unerörtert [affen zu dürfen, weil in dieser Beziehung die Verbündeten Regierungen einen Vollständig anderen Standpuxckt "einnebmsn, als denjenigen, welchen dsr Herr Vorredner vertreten hat. An Wohlwollen für die arbeitenden Klaffen lassen wir uns von dem Hkrrn Vorredner nicbt übertreffen (sebr richtig!), und keine Partei dieses Hauses bleibt in dem Bestreben, da, wo dis Verbsfferung der Verhältnisse der arbeitenden Klassen fick) als erforderlich zsizt, auch wirklich die bessernde Hand anzulegsn, hinter den Angehörigen der sozialdemokrati- schen Partei zurück. (Sehr richtig !) (Zurufe bei den Sozial- demokraten.) _ Meine Herren, da Sie das bestreitkn, so werde ich Ihnen gleich einige Zahlen geben und daran einige Ausführungen knüpfen, die unzweifelhaft dartbun, daß ich Recht habe.
Meine .Herrén, wie steht es denn mit der Gesammtbelastung, die unsere sozialpolitische Geseßgebung der Nation auferlegt hat? und wie steht 66 bei dieser Belastung um das Verhältniß dessen, was die Arbeiter aufgebracht babcn, zu dem, was die Arbeitgeber aufge- bracht haben? Ich habe mir hier eine: Zusammenstellung machn laffeu, aUs welcher fich Folgcndxs ergiebt: Es haben in den Jahren 1885 bis 1891") auf Grund dkr “IlrbeitérVe'rfickxerunJSJLseße an Krankengeld und durch fortdauernde Rsntcn Entschädigung bekommen im Ganzen 25 061 620 Personen (Hört! hört!), und diese Entschädigungen babsn betragen in Summa 1243 763 965.161, also 1105sz U Milliarde. Beiträge sind aufgebracht yon denArbeitgsbern 969 742 016 „46, von den Arbeitern 887 865 084516 Die Arbeiter haben nun an Entschädigungen erbal'tEn, wie ich schon vorhin bemerkte, 711158311 11 Milliarde und haben gezahlt 887 865 084 1.16; fie haben also mébr erhalten als gezahlt rund 355 900000 „16 Und diss ist auf Grund einer gescylicben Verpflichtung gcleistet worden. Kein Arbeitgeber kann fich dcffen besonders rühmen, er rühmt sich dessen auch nicht besondcrs. (Zuruf links.) Er bat fich dieser geseßlicben Betpfiickytung untcr- zogen in dem Bewußtsein, daß die Lcistung für die Kranksn und Invaliden nothwendig sei. (Zurufe links. _ Glocke des Präsidenten.)
Wenn der Herr Vorredner im Verlauf seiner Betrachtungen 11511 die Berufßgenossenscbaften ein so ungünstigks Urtbe'il gefällt hat, und
Hinweis auf gewisse Einrichtungen, die die Berufsgrnoffcnschaftcn gc- troffen haben und die er mit dem Namen .Rentenquetschcn' bc- zeicbnete (Heiterkeit), so babe ich ihm darauf einmal zu crwidern, daß die Thätigkeit der Berufögenoffenschaften nach meinen Wahr- nehmungen und denen des Reicbs-Vetsicberuqumtö cine durchaus gedeib1iche und die sachgemäße Durchführung der UnfaÜVcrfiDet-ungs- gcseßgcbung förderliche gewesen ist. (Seb: richtig!) Das ist
wesentlich der Grund gewesen, weshalb die verbündeten Regierungen
wenn er geglaubt hat, dieses Uctbeil begründen zu können durch den '
dem hier und da aufgetretenen Gedanken, die berufsgenoffen- schaftlichen Organisationen aufzugeben und an ihre „Steüe eine andere Organisation zu seßen, nicht gefolgt sind. Ich habe ihm zweiten! darauf zu erwidern, daß auch mit Bezug auf die Anstalten, die er mit dem Namen „Rentenquetschen“ zu bezeichnen die Güte batte _ ich kenne einzelne solcher Anstalten _, nacb keiner Richtung bin eine begründete Bescbwerde zu erheben ist. Ich weiß sehr wobl _ und gerade die Klagen, die in dieser Beziehung bezüglich der Neu-Rabns- dorfer Anstalt erhoben worden sind, haben Veranlafsung gegeben, der Sache näher zu jreten _, daß es bier und da den verlevten und zur Kur einer solchen Anstalt zugeführten Arbeitern recht uu- bequem ist, fich dort der für fie verordneten Kur zu unterziehen. Allein, meine Herren, diese Anstalten wirken unzkveifelbaft segens- reich (sebr richtig!), und die Klagen, die über fie erhoben werden, sind _ das ist bei einer Revision der Neu-Rabnsdorfer Anstalt, die auf meine Veranlaffung Vom Neichß-Verficherungßamf vorgenommen ist, außer jedem Zweifel gestellt _ zum großen Theil auf eine frivole Auffassung einzelner darin befindlicher Patienten zurückzuführen. (Hört! hört!) „
Wenn bei Gelegenheit diescr unvermujbeten Revision, wie es der_Fall war, die ärztliche Behandlung, die Verpflegung, die Haus- ordnung, die Einrichtung in bester Ordnung vorgefunden werden, wenn bei der Nachfrage bei einzelnen Patienten, wie fie sich dort fühlen, wie fie mit dem Effen zufrieden find, nur zufriedenstellende Aeußerungen vorgebracht Werden, _ was soll man dann dazu sagen, wenn nachher einer von den Patienten, die fich befriedigt geäußert haben, zum Chefarzt geht und sagt: Nehmen Sie mich in Schuß, man will mich verbauen, weil ich eine zufriedene Aeußerung über den Aufenthalt in der hiefigen Anstalt gethan babe? (Hört, hört!) Ia, meine Herren, Engel find Ihre Leute auch nicht alle (sehr richtig! Hxiterkeit), und wenn Sie den Arbeitgebern aüe möglichen Bosheiten unterschieben, dann denken Sie daran, daß auch vor der eigenen Thür zu kehren mitunter recht gcrathen und nüßlicb ift- (Lebbafter Veifaü.)
Der Herr Vorrkdner bat sodann die Berufsgenossenschaften und die Vorschriften der UnfaUVerficbexungsgcseßgebung, durch welche die Berungenoffenscbaften errichtet find, um dcswillen bemängelt, weil durch dicseVorschriften nur Vkrsichkrungskaffen für die Unternehmer begründet seien. Es habe der Gesengeber mit der (Einrichtung der UnfallVerficherung nicht den Arbeitern eine Wohlthat Lrwiesen, sou- dern nur eine Maßregel getroffen, die im Jntereffa dsr Arbeitgeber liegt. Ja, meine Herren, wenn die Gcsesgebung nichts weiter be- zweckt hätte und wenn der Geseygeber dem Lands nichts wsiter hätte gewähren wollen, als eine Vkrsicherung gegenüber den Schäden, für welche die Unternehmer gegenüber 1611 Arbsitxrn auszukommen hatten, so hätte man das kürzxr und einfacher Haben können, als durch die Organisation, die wir eingericht€t haben (sebr richtig!), und wenn wir verglkichen, was jetzt im Lände für die unfall- VLrficherTen Arbeiter gkléistet wird, und das, 1208 Vor Erlaß unserer UnfaÜverficherungs-(Heseygebung im Wegs dcr Haftpflickytprozeffe mit Noth und Mühe, mit Sorge und Kummer der sinzslne Arbeiter von dem einzelnen Unternkbmer erkämpfen konnte, dann, glaube ich, kann man gar keinen Zweifel darüber haben, daß diese Gesetzgebung für den Arbeiter gefichertere und würdige're Zustände geschaffen hat- (Lebbafter Beifall.)
Der Herr Vorredner bat fich gegen die von mir hier im Reich- tage einmal gemachte Bemerkung gewendet, dik sozialdemokratisÖe Partei habe gegen unsere sozialpolitischsn GkscYe gestimmt, entweder um nicht dem Deutschen Reich dkn Vortritt in dieser Geseßgebung zu lassen oder Weil fie die Unzufri-Idenheit, die innerhalb der arbeitenden Klassen herrscht, zu vermindkrn keins Véranlaffung babe. Ich lasse dabingestßllt, Wklchs Motiv 1361 “der sozialkemokratischkn Partei zu Grunde gslegen hat; das Cima aber kann ick) ankn (deu Sozialdemokratkn) sagen, daß Sie auch von Ihrem Standpunkte, sofern der Standpunkt, 2611 Sie öffentxich ve'rtreten, aufrichtig und richtig ist, für die Gesetze: hätten stimmsn müssen. Denn diese Geseße haben dazu geführt, dsn déutschen Arbkitcr ßeffkr zu ftcÜen in seinen Lebensbedingungsn, als sr bisbkr 9671201 war, und da Sic ja di? Förde- rung der Arbeiterinte'réffen au?" Ißr Pamécr 5651171165711 511611, 125511?! Si? diese Bsffcrung, 132151“! w:"rm SZ.? :167615.“ ";":x 617.6 1125215551105? ansahen, doch acceptiern 1115-7711. T“ .. :'- '.-. 1:5 Foxx ge- wessu, wenn bei Ibm 151152167511 H:Jx:::; 955772331 :s: „“x“-,:- gsbkrischcn Vorschläxn 11?- B:xk;*§“:::“§- “:::: :I: 11:5:27w1Ö-77715Z- Geskßgebung, kic .6'7111175757**1Ö514:§§«F;“: J.:" K*»!kké- ::: thaliditäts-Gkskßzkkung ::Öx 7:5 *1'1::.*.'::. . *- bätten? Dann 11111151: 171: :::" .: ' ' ' spruch bsi d:"n Sszwkdxxxkr'xxx“ _ ""
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