1897 / 23 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 27 Jan 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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iudufirien losgelöfi, andere fänd enger mit der Landwirtbskbaft ver- knüpft geblieben. wie die Brennerei und die Stärkefabrikation. .

Die technisch- wifsenschaftlicke wie wkrtbscbaftlicbe Entwickelung

ZufGFb?Y«gmerN und Stärkefabrikation darzulegen, soll“ meine u ga e e 11.

Von vornherein ist feßzuftellen, daß jedes ein [ne der genauntm Gewerbe technisch auf voller Höhe ist, ja daß i re Leistungen, wie diejenigen der deutschen chemischen Industrie: als mußercYÜltig und das Ausland “überragend hingestellt werden dürfen. Dies st in gleichem Maße der Tüchti keit der praktischen Verékreter als dem energischen Eingreifen der te nischen Wissenschaft zu tanken. Beide arbeixen ge- meinsam und haben als die Form ihrer Verbindun die Grundung von Versuchsstationen gewählt, welche unter dem rotektorat der Loben Staatßregikrung auch an unserer Hochschule Unterkunft_ efunde_n * aben. Die Station für Zuckerindustrie ist besonders orgam ert, dte übrigen find in dem Institut für Gäbrungs ewerbe und Starkefabrk- kation geeint, welches von fünf die vers iedenen Zuzei e repräsen- tierenden gewerblichen, zusammen 5500 itglieder zab enden Ver: händen unterhalten wird. _

Im einzelnen möge aus der teckniscken Entwwkelung das Folgende hervorgehoben werden. _ _

Die Unterlage für den Betrieb des Haupttbetls_ der Brenneret ,wie der Stärkefabrikatiotr bildet “die- Kartoffel; _e m auSreichender

Menge und vortrefflicher Beschaffenheit regelmä ta z_ur Verfugung “zu steuen, ist die Aufßabe der Landwirtbschajt. Diese_ ist immer ge- neigt gewesen, aus andwirtbscbaftlich-tecbmschen_Grunden den Um- fang des Kartoffelbaues auszudehnen, und bet ggter Er_nte. ist daher niemals ein Mangel an Kartoffeln gewesen, xa, es tft viel- fack durch ein Ueberangebot der Prxis der Kartoffeln his zur _Un- rentabilität berabgedrückt, und zugletch die Pryduktion tn _Spirttus und Stärke derart vermehrt worden, daß auch hte Gerverbe mckt mebr vortbeilbaft zu arbeiten vermochten. Man_ tft daher vxrsuckt, die Frage zu stellen, ob es nicht angemessen sex, det) Kartoffelbau ein- uschränken; davon kann aber keine Rede sem, vielmehr ist zu kon- ?tatieren, daß in weiten Ländergebieten eine wesentlicke Vermehrung des Kartoffelbaues, mindestens des_Hackfrucktbau_es, ein_e landiyirtb- “schaftlicb-technische Rothwendigkeit rst. Noch wetter: dtx techmscben Gewerbe müssen die den Bedarf für menschliche Ernahrung und Viehfütterung überschreitende Menge aufnehmen, und find fie dazu nicht im stande, so muß Versucht werdsn, neue Absaygebiete aufzu- scbließen. Ein dkrartiges, die unmittelbare Verwertbuna dkr Kar- toffeln gestaltendes Verwendungsgebiet ist auch in der That durck HerfteÜung von getrockneten Kartoffeln als Dauerwaare _aufge_deckt worden, und mit dem bemerkenSwertben Erfolg, daß schon 1eßt djesxn Kartoffelkonserven für Schiffs- und ArmeexVetprovtqntierung wix fur den Export eine erhebliche Bedeutung bejzumeffen tft. Nicht emzy- sckränken ist also der Kartoffelbau, vielmehr mit allen Mitteln dahnx zu streben, daß die die Kartoffeln verarbeitenden Jnduftrierx,Brenn€_rer w'ie Stärkefabrikation, zu der nun die Kartoffeltrockneret binzutrx-tt, aufnahmefähiger gemacht werden. _ _

Andernfalls wären ja auch aüe Bestrebungen, dte Ernjeertraqe zu steigern, den Gehalt der geernteten Kartoffeln zu verbeffern, g'_ger_1- standslos oder geradezu als sckädlick zu bezeickmen. Aber gerad? rtsrm hat unter Mitwirkung der Kartoffklkulturstation, des Verems_ dcr Spiritusfabrikanten, die Landwirthschaft Hexvorragendes g-"lsrste't. Wertbvokle Neuzüchtungen, wclche fich an dle Namen_R1ckter, Paulsen knüpfen, ihre systematiycbe Prüfung und Verbrettung unter “der Aegide von Heine-Hadmersleben find es gewesen, welche den Anbau neuer Sorten so gefördert haben, da die Erträge von; Morgen

xwohl um 20 bis 25 0/0 gesteigert find, o ne daß der Starkegehalt efallen wäre. Für Fabrikkartoffeln kann auch eme Steigerung des -“-§cktärkegeba[ts um 1? 9/0 angenommen werd_en. _ _ _

Ein weiterer Erfol liegt darin, daß eme_ gcwrffe Glxichmaßigkert der Ernten und verme rte Haltbarkeit erreicht ist. Mtt Kartoffel- mißernten, wie fie früher Landwirt!) und Bevölkerung bedrohten, hat man nach menschlichem Ermessen heute nicht xnehr_zu_rechnen; diese Gleichmäßigkeit guter Ernten ist aber auch dre w1cktcgste Unterlage der Industrie, Wenn fie, mit Vertrauen arbeitend, AbsaßMge, besonders im Auslanke, sucken soll. Es ist festgestellt wvrden, daß gerade durch zeitweise übermäßige Preissteigerung der Kartoffelerzeugmffe infolge der Kartoffelmißernten uns der engliscke Markt verloren gegangen ist, indem die AmerikanLr, mit billigen Maiserzeugniffkn emsc'ßend, dieses wichjége Absaßgebiet für sich eroberten.

Darf mcm bezüglich des Kattoffelbaues der Thatkraft der La_nd- wirthe und ihrer Helfer nur volles Lob spenden, kann das Gleiche vom Gerstenbau nickt in demselben Maße _es_agt werHen. Deutsch- land hat seit jeher bexvorragende Gerstenqua rtaten gsltefext, es sind erbeblicke Fortschritte basonders für leichten Boden zu Verzetchpen, und einige Gegendkn, so die Provinz Sachsen, süddeutsche Bezxrke und Schlefien, genießen Wegen ihrer Gerste Weltruf; abxr xs wt_rd doch .der Gerstenbedarf der deutscbkn Mchzereikn und Brauereten n1ckt an- 'näbernd in der H9imatb gedt'ckt, diere find vielmehr darquf_a:rgewi_esen, Gerste im Werthe von über 70 Miuionen Mark, 1). [. uber 4- MW Verbrauchs, aus kern Auslande zu Holey. _

Obgleich die deutsche Brauindustcte ihren Bedarf _m dkn [eßten zwanzig Jahren um 43; Millionen De_Ppel-Zentnex geftxtgert bat m_1d die Preise für gute Braugerste diejenigen fur Wersen ubextreffen, tst die mit Gerte bebaute Fläche nicht gewachsen, vielmehr zuruckgegangen. Erst im Ja re 1895 bat fich eine Wendung zum Beffexn_geze§_t_. Hier einzugreifen, ist als eine Maßregel von hoher VolkSerths ftlicher

Bedeutung zu erachten; es gilt, der deutschen _Gerste der_1 Hentschen Markt festzuhalten oder neu zu erobern; 5188 _1st nur_ moglich durck Vermehrten Bau bkfferer Qualitäten. Durch xte Arbktterx d_er (Herst_e- kulturstation der Versuchs- und Lehranstalt _fur Braueret m Berlm ift nachgewiesen, daß weite Gebiete, Welche brsbe'r aus Unkenntnis; dem Braugerstenbau fern standen, diesen ber paffkxxder _ngl 565 _Saat-

etreides und passender Kultur mit Vortbstl emfubren konnen.

?Weitere Beweise hierfür bat die _jäbrltcke_Gerstenausftellung der genannten Anstalt erbracht; mit re1ck2m Pramtenfonds „ausgestattet, giebt fie Weitgehende Anregung, den_ Gerstenbau zu verkzsnern. _

Uebrigens würde es 7a11ch sem, nmz durchweg 111Deu11ckland Braugerste anbauen zu wollen: Gerst? dtent nicbt aussthlteßltch dexn Braugewlrbe, große Mengen nimmt dre Brennerei auf. Es rst em Erfolg der Bestrebunßen der lefzten Jahre gsxvefxn, festzustxÜW, d_aß die beste Braugerste eineswegs auck d_1e beste Brenngerste _nx; _1m Ge entbeil: dér Brauerei dient das bterextraktltefernde groxzkormgx, me [reiche, eiWcißarme, hülsenfeine Korn; der Brenneret_ _dtent die leichte, dunkle, kleinkörni e, eiweißreicke Waare; denn nur_dtUe vermag im Mälzungsvrozeß die öcbste diastatische Kraft zu enxwrckeln,_wclcke nothwendig ist, ___u_m das Stärkemehl der Kartoffeln m Vergarbarkn

ucker um uwan e n. _ _ Z Die bzeiden Industrien streiten s1ck glso mckt um dre ZHecfte, six theilen ck brüderlick, indem jede das tbr Paffknde auswaßlt; Babst fällt au die Brauerei der theurerx Stoff.

Die Brenner verwenden Grunmalz ftisck yon der „denne weg, die Brauer daran das Malz, um Dauerwaare zu haben, _wor allem aber, um durck die komplizierten chemischen Ums_eßungen wahrend des Darrens durch das Zx_:_sc_1mmenwirken von Warme und Wasser das krä i 6 Mal aroma zu iden. _ _ _

ft uf beiLen MalzbereitungSgebteten find wesentl1cke F?rtscbxttte

erzielt; im Brennmalz hat man verstanden, derartigs dtastattsche Kxäfte zu entwickeln, das; über 50 019 an Malz gespart werden, die Verbefféxungen in der Braumalzberettung find _die Grundlagen der Fortschritte im Brauwesen geworden, nzelcbe wtr täglich an der vor- züglichen Beschaffenheit der deutschen Vtere_erproben. Als wichtiger Rohstoff kommt nock m Betrackt der Hopfen;

ihn 'in ausgezeichneter Qualität zu erzengeF,t ist ein alter Ruhm

Ba ems; dieser Leistun gleich zu kommen, __ das eifrige Bestreben deryanderen südwestdeutsßpen „Gebiete _ Wurttemberg, Baden und Elsaß-Lotbringen; aber auch Posen_ und Ostpreußen lejsten Vor- züglicbes. In gewissem Umfang rst das deutsche _Braugewerbe Noch auf ausländische HoÖfen angewiesepx, auf dre beruhmten böhmischen Provenienzen. iesen ebenbürttg erachtet zu jyerden ist das stolze und nicht vergebliche Bestreben unserer nordmtdeutfcben

Eutsthiedeue Besserung muß von hen Leistungen der Almark verlangt werden, und wird zu _ sem. , _ - - In dem Hopfeubaudel ift dre rovenienj für m_Preis btsker entscheidend gmexn' den wirklichen ebrauchswertb hierfur einzuseLk-u, ist eine wicht! ufgabe; diese v ubereiten, _kft eine jährlich wie - kebteude Hop -A1ckstellung in erlin besttmmt_, welcbe mnäcbft Waarenkenntnß in allen Jutere entenkreisen verbretten soll. Eine Vermehrung des Hop enbaues anzuüreben, erscheint nicht zweckmä ; ck "genügt, “wem: “es gelkxgen svßxe, die vorbandenen Anbaugeb ete_so in ihrer Leistung zu beben, daß uberall die Qualität eine das Brau ewerbe befriedigende wird. _ _ _ In der T at ist das mit Hopfen bebaute Areal fett langer Fett ein konstantes; dies könnte wundernkbmen bei dem mächt_i_?en uf- [ckpwun , den das Brangewerbe genommen hat; abxr dieserA tcbwung | nl t nur exten tv er ist auch intensiv. Dre vervollkommneten Brau- und Gäb a ren haben es ermöglicht, d_ie auf den Zentner verbrautes Mal; zu verMndende Hopfenquantitgt erheblich herab- zusetzen. Eine Katastrophe für den Hopfenhau tft xmr dadureß ver- mieden worden, daß die Vierproduktion fick m aufstetgender _Linie be- w e; fie kann in Zukunft nur vermieden werden, wenn dtese Ent- wi elung in gleicher Nicbtuu anhält. _ _ In der ei entliehen Fabr kation, für Brauerxt wie Brenneret, muß das in den Ro stoffen steckende Material für dteGäFIrung durch AUF- lösun vorbereitet werden, es muß für die Brennerer die Maiscke, fur die rauerei die Würze ewonnen werden. _ _ Diese Arbeit voüzie t M) für die Braueret sebr etnfacb; denn der gesammte Rohstoff für diese besteht aus dem für die Lösungs- arbeit durck die Keimung bestens vorberetteteu Mah. In dem Brau- gewerbe find daher wesentliche Veränderungen 111 dem Sudprozkß nicht zu verzeichnen, man baut sckönere, _ zwkckmä igere Sudbäuser, man verwendet statt feuergeheizter Keffel dre Daznp farmen, aber in der eigentlichen Würzegewinnung zeigen Hä) erst tn den leßten Jahren Anfänge zu Wandlungen, indem man unter Vorgang unserer Anstalt gelernt hat, durch passende Temperaturfübrung und Verkürzung der Kochzeit dem Biere einen milderen Geschmack zu e_rtbetlen. _ Groß waren die Aenderun en im Brxnneretgewerbe durcb dre Einführung des Hochdruck-Dämp?verfabrens in der Form, welche der geniale (Gutsbesiser Henze erfand. __ _ _ Durch die Einführung des enze-Dampfers tm Jahre 1873 [| eine Robstoffersparniß von reichs ck 80/0 erzielt woxden. _ Zugleich entstanden wesentliche Verbesserungen m der Konstruktion von Maiscbbotticben, welcke eine vollkommene Mischung der Kartoffel- dämpfemaffe mit dem Malz bei sicher geregelter Temperatux ermoZ- lickten und damit eine Verzuckerung ergaben, wie ße für eme vo - kommens Gäbrung nothwendi ist. Durch gleichzeitige CinfüJrung der Wafferkübfung gelang es, den gesammten Maischbereitungsprozeß _so zu vxreinfachqn und zu_be- schleunigkn, daß die Zeit zur Fertig teilung elner Matsche von fruher 6 bis 8 Stunden auf 2 bis 3 Stunden reduziert wurde. Nun zu den Fortschritten in der Gäbruxg; diefe dürfen in wissen- fckafxlicker Bkziebung als die größesten bezercbnet werden. Anknüpfend cm die 7111 Jahrzehnt ungenutzt liegenden bahnbrechenden Entdeckungen PastkUr'I aus dsn sechziger Jahren, stel1_te Märcker den Begriff der Unyeénlicbkeir dkr (&äbrung auf und wxes nach, daß über 20 "Jo des wäbrknd der (Häbrung verschwindenden Zuckers nicht unter der Wirkung der «Hefe Alkohol aeliefert habe, sondern Spaltpilzgährungxn ge- b-oxchsnd, in (1:10er!) Richtung zerseßt werde. Reinheit der Gahrung, ?. b. réine Heumgäbrung Wurde das Ziel: ße ist heute nach einer glänzénden Entwickäung fast Vollkommen erreicht.

Epocbkmacb-spd wirkten die Arbeiten E. Cb. Hansen's (Kopen- hagen), Welchr Mstboden erfand, Hefe, von einer Stammzelle_aus- gebend, absolut rein in solchen Mengen herzustellen, daß die unmxttel- bare Ueberfübrun in die Praxis ermHglicbt Wurde. Die Forschungen bezogen sich zum": st; auf das Braueretgcwerbe, fie fanden schnell Ay- erkennunq und Nachfolge in Deutschland; das Hansen'scke S_ystem rst in den deutschen Brauereien das berrfckende_geworden. Dae Ueber- tragung dieser Arbeiten auf das Brennerexgewerbe gelang fcbneks. Heute ebt die Heferajse 11. des Vereins der Spiritusfabrikxxnten m Deués land aus dem für ihre Zücktung ekngcxickxteten (Großbetrieb als Saathefe in zahllose deutsche Brennereien; man kann fast sagen, daß die gesammten deutschen Kartoffelbrenner diese Raffe _zur Gäbrung VSTWCUÖLU, ksnn sortgezüchtei, wandert fis von Brknneret zu Brennerei. _ _ _ _ Aber es genügt nicht, für Brauerei Wie für Brennerei, “me rexne Saatbefe zu liefern, es mußte auch die Behandlung der Hefe ck_n taktischen Betriebe, die Hefefübrung so _eingerichtet werden, daß Dkk achzuckt durck Monate rein erhalten blreb.

Die Regeln, welcke hier zu befolgen find, wurden mit wissen-

sckaftlicker Methode aus der Praxis der Gäbrungsgerperbe abgeleitet, von dem Vortragenden als die .Geseßs dsr natürlrcken Reinzucbt" be eickn9t. z Ihre Nackacktung xrmöglickt, daß nicht nur eine rein bezogene Raffe rein bleibt, nein, daß auch eine durch _scbädliche Pilze ver- unreinigte Hefe, in geschickter Leitung des Kampfes ums Dasein, von diesen befreit wird. Die Kraft einzelner Rassen, fick; die Gegner vom Leibe zu halten, ist so groß, daß man wohl dem_Gedanken Raum geben kann, auch auf anderen Gebieten einen Bactllus gegen den anderen ins Feld ziehen zu laffen. _ _ _

Der Erfolg dieser Entwicklung ist_€tne erbebltckeStet§erung dxr Erträge an Spiritus in den Brennereien, die fick) 1owo_l auf,dte Au“nu13ung der Rohstoffe, als auch 589 Inhalts der Gabrbotttcbe, Welcher der Bestsuerun unterliegt, bezieht. Max) kann sagxn, daß die Mcßrausbeute na beiden Richtungen, dre Vortbetle des Dlämxfens unter Hockdruck hinzugezogen, fich auf mehr als 25 0/0 be an en.

Nock bedeutungsvoller sind die Erfolge _für das Braugewerbe: dem Zufal], der reinen Empirie entriffen, ift dieses Gewexbe auf fichere Erkenntnis; der Thatsachen gesteljt: es gelingt beute bet Verwerxdung tadölloscn Masses und edlen Hopfens, nicht nux Bix: von köstltckem Gssckmack und Aroma zu erzielen, vor allem 1st die dauernd_gleick- mäßige erstellung eines reinen, haltbaren und dxmgemaß be- kömml chen Getränkes gesichert. Besonders dte nyrddeutschen Bis:? smd cs, welcbe fick) durch eine ungewöhnliche Nembeit au?- zeickn€n und vielfack ihre? Konkurrenten in Süddeutschland un_d Böhmen, welche als Meister des Göschmackes zu bezeichnen find, wext überjreffsn.

Zwei Dinge noch find ('s, welche in beiden GSWLTbén den Er- f0l98n einen Abschluß gkgebkn haben, es find im Brennereigewerbe dis Konstruktion von Deftillier-Avparaten , we_lche _geftattén, den rein in der Gäbrung erzeugtem Spiritus nunmybr m remer boch- vrozentiaer Waare voükommen zu ewinnen; in dem Brauersigewsrbe ist es die Erfindung zwecYmäßig-sr is- _ _ _ unter der Führung von Linde ibren Etnzug m dxe Brauexeien_ ge- balten haben und hier gestatten, Sommer und Winter glercbmaßtge niedere Temperaturen zu schalten. Es sol1_ab_er ntckt_1)ergeffen werden, daß die neueren Forschungen auch den obergabrtgen, der warmen Tempe- raturen arbeitenden Brauereibetrieben zu gute_ gekommen find; _so hat |ck z. B. das Berliner Weißbier an deux StegeSzuge zur Gewmnung reinen Bieres mit Vollem Erfolge betbeiltgt.

In die Augen fallend find auch die Fortsckritte in der_Preßbefen- fabrikation, welcke als ein Nebenzweig der Kornbrenneret betriebe_n wird. Diese Industrie lag lange in geseßltchen Fesseln, indem dre Maiscbraumsteuer verhinderte, ein nach Pasteur's Beobachtungen auf der Hand liegendes Verfahren, die Außnußung der Luft als Treibmittel für das Wackstbum _der Hefe zu benußen. Das Brannt- Weinsteuergeseß von 1887 befreite die Preßbefenfabrifanten von der Maischraumsteuer, alsbald begann die Bewegung, welche Yamixendete, daß das neue Luftbefeverfabren eine voüständige Revvlutwn 171 dem Gewerbe bervorbrackte. Nicht zum durchgehenden Nußen der Gewerhs-

enoffen, denn die plößlicb eintretendx Ausbeutesteigerung brachte eme

aum zu erwartende Preisdepresfion m ?preßbefe x_u Wege. _ Das alte Verfahren beruht daran, daß der bestimmter Gabr-

und Kältkmascbinen, welcke“

Nach dem neuen'Vecfa ten- wird wie“ in der Brauerei eiue Würze gezogen, und ** diese vum Zuführung] eines so *statkku Luft- ftr ve hren, d die Masse Msevt ia Juke; chlagender sava-ffavY-"mnve: "“""-2?“ _ten. „». Der Eck; war ein “größer, bie'HefenaüMute w ie votet“ ang' der " _ S_äbr- arbeit auf etwa 10 Stunden, auf das oppelteHeftei ert, „_ en Zentner Korn werden 24- Pfd. Fefe ewonnen. e __ dieses als Schnellgährung zn ezei nende Verfahren süd von dem Vortragenden entwkékelt worden: ck wirken zusammen eine babe Temperatur, starke Aussaat, die Bewe nn , der Sauerstoff der Luft, um nicbt nur eine oße Ausbeute, vie me r auch eine besondere Rein- beit der fe zu fi rn. Das Verfahren ist so außgezeichnet, daß es der vom erein der Spiritusfabrikanten eingerichteten Züchtung von Reinbefe zu Grunde ge][egt werden konnte.

Die techn-iscbe Entwickelung der Stärkefabrkkation bekarf einer Darstellung für fich. Ob leich wir in Deutschland am!) Fabriken haben, welche Weizen, ais oder Reis als Rohstoff verarbeiten, ift: wirtbsebaftlich ausschlaggebend dvch die Kartoff'elstätkefabrikcitiou; ße ist den anderem nicht nur vermöge der VM keit des Rohstoffes über- [e?en, sondern auch we en der außerordentichen Einfachheit der Fa- br kation: die Kartoffe 11 müssen soweit zerkleinert werden, da jede Zelle geöffnet wird, um das Stärkemehl berauslaffen zu ck nnen, alédaun ift eine sorgfältiF Siebung erforderlick). welche die voll- kommene Trennung der Stärke von den Kartoffelschalen :c., der „Pülve' ermöglicht. Die zunächst gewonnene feuchte Stärke wird nun mechanisch entwässert und dann getrocknet.

Die Fortschritte lagen daher wesentlich in zweckmäßigerer Dis- poßtion der Gesammtanlage: Verbesserung der Kartoffelreiben, An- ordnung von Mablgängen zu einer Nackz_erkleinerung, Aufbau aus- gezeichneter Trockenvorricbtungen und endlrcb in einer durcbgcbildeten Vetriebékontrole.

Diese haben den Erfolg ebabt, daß die Ausbeuten und Berück- sichtigung der zur Verfügung lebenden befferen Kartoffeln nnz etwa 25 9/o_gesteigert sind, daß aber vor allen Dingen eine Qualttät er- zielt ist, mit der das Ausland nicht zu konkurrieren verchg.

Ebenso ist in der DeUrin- und Stärkezuckerfabrikatton, welck€r die Stärke als Rohstoff dient, eine erhebliche Qualitätöverbefferung erzielt worden, Welche unsere deutscken Erzeugnisse _als die weißeste, appetitlicbste Waare erscheinen [affen und ihnen emen erheblich ge- ßeigerten Verbrauchswertb gegeben haben. _ _ So ergiebt das Gesammtbild der technischen Entwtckelung eme Reibe glänzender Fortschritte. _

Sind nun die wirthsckaftlicken Erfolge den t_e_cknifcken ebenbürtig? Ist die schnelle Entwickelung dem Gewerbe zum “Segen auSgeschlagen?

* Für einze-lne Zweige kann man mit einem unzweideuti en „Ja“ ant-

worten, für andere muß man dieses ,Za' sebr wesemli einschränken: denn schnelle Erfolge dcr Technik zeiti en gelegentlich das Resultat, daß der Starke, Kapitalkräfxige fie 1ckne er auSzunüßen versteht und so seinen sckwäckeren Nebenbubler unterdrückt. Sol] man diese Fort- schritte dxsbalb bedauern? Dreimal nein: denn sonst hieße das, den Fortschritt der Menschheit in Banken fcklagen. Der WettbeWerb ift

* auch nicht auf die Heimatl) beschränkt, er fordert die Welt in die

Schranken. Bleiben wir zurück, so werken andere Nationen um so fickerer uns unterdrücken.

Und weiter: der große Vortheil der Fortschritte, welche "durch im öffentlichen Jntereffe arbeitende Versuchsstationen geschaffen wkrden, liegt darin, daß fie Jedem zur Verfügung stehen, das; s'xe nicht, als Fabrikgebeimmß Verwertbet, nur Einzelnen zum Vortbetl, gereichen. .Die nicht zu leugnende Thatsache, daß technische Fort- schritte unter Umständen mit rauher Hand in wirtbschaftlickpe Ver- hältnisse eingreifen, muß mit Gleickmutb ertragen werden; wem: aber in der That das Wirtbschaftsleben bedroht sein sollte, dann darf nicht dmck Unterdrückung der Fortschritte, sondern es muß d_urcb: eine fürsorglicöé Geseßgebung eine AUSJleicbung ihrer wirtbschaftltchen Folgen Eritrebt wsxden. In der That ift dixs der Geist der modernen (Hefe? ebung, :tnd gerade unsere: der Besteuerung unte_r- liegenden Tschni en Gewkrbe sind klassische Beispiele dafür, wie Nef

' eine wsixschanende Staatsverwaltung einzugreifen vernxag. _Die A5- . stufung dsr Steuersätze nach der technischen Leistungsfabtgkett ifi em

Grundsax; geworden für die Besteuerungssysteme in der Brauerei, Brennerei und Zuckerfabrikation.

Doch es ist meine Absicht nicht, mich auf das dornige Gebiet der Besteuerungsfragen im einzelnen zu begeben, vielmehr die wirtbscbaft- 1icke Entwickelung etwas näher ins Auge zu faffen und daran zu er- örtern, wo einzusetzen ist, um die segensreichen Beziehungen zur Land- wirtbsckaft zu erweitern. _ _ _

Die Entwickelung unssrer Gawerbe ist eme: recht verschiedenarttgk gewesen: zunächst die Brauerei. _ _

Die Entwickelung Yes Brauwesens ift, vote ycbon an anders: Steak. dargelegt, eine glanzende gewesen. _ _

Die Produktion bat fich skit den fiebzr er Jahren vox: 39 au? 55 MiÜionen Hektoliter gehoben. Was dies ?ür die_Landwrrtbschaft besagsn will, mag daraus srmeffen werden, daß fich dre Aufnahme an (Gerste durch die BkaUCTLi entsprechend gehoben hat, denn das deutsche Brauwessn stellt das Bier fast aussck1ießlick aus Malz und Hopfen ber. Hopfensurrogate giebt es überhaupt nicht, und Malzsurvogaße _ Zucker,Reis xc. _ sind am Brauprozeß noch nickt txtit xo/a betberligt, in einiakn Theilen des Deutscken Reichs smd fie ganzlick_verboten.

Wird diese Entwickelung für dre Zukunft die gxeiche ]ein? Wird fie fich mit Sickerbeit in der Bahn bewegen, daß dteBezrebungen zur Landwirthschaft engere werden? _ _

Man darf getrost, ohne unser Volk _der VöÜeret zu zeibxn, wxm-

schen, daß der Biervchrauch in Norddsutychland noch Wesentlrch_ ffetge. Die Brauerei lernt Mkhk und mehr, leichte und haltbaxe, zugleich doch nabrhafte Biere herzustéßcxt __ auck ist es das_Bter _kemeßwegs, welches den Alkoholgenuy; berordchx andernkalls mußten dre Nationen, für wslcbe Bier das Naanalgetränk “tft, rn dem Alkoholkonsum an der Spitze stehen. Dies ijt aber nicht der inl, denn es lxegt der stärkste Alkoholkonsum nicht in den Brgnntwem-, (1qu nicht in den Bierländeru. sondern in den W-Zingebteteg. Den hochsten Alkohol- genus; :ckcm Kopf der Bevölkerung zeigt nachst dem kleinen Belgien ' rankréi . F Die Zunahme des Verbrauckes an Bier ift ein Zeichen des auf- steigcnden Wirtbschastslebens; es ist_ höchst charakteristisch, wie in der Bieryroduktion _ und diese fckmtegt |ck unmitteYbar d_em Bedarf an _ sich die allgemeine WirtbschaftSentwickelung wrdetspregelt.

Jn Rbeinland-Westfalen bob sich die Bkerproduktionm 10 Jahren urn 2,5 Millionen Hektoliter, in Westpreußen, Ostpreußxn und Posen zusammen um nur 1/5 dieses Betrages. Und doch stetgt in den zu vergleichenden Bezicken OEL" Bécr'okrbrauch pro Kopf der Bevölkerung in fast gleicher Weise. _ _ _ _

Cs erfreut fich d.'mnack der kajxn und kte großen _Sxadte der vortbeilbaften Entwickelung nicht Wegen größerer Leistun sfabtgketx und

Beweglichkeit, sondern infolge des BevölkerungsZuwaxb es, der :bnen bekanntermaßen aus den östlichen Provinzen Yreurzens durch Ab- wanderung zufließt. So ist denn die weniger gunftige Entwrckelzmg dec Brauindustrie des Ostens eng verknüpft mit den allgememm wirtbschastlichen Verbältniffen. Nur der Festbaltung der Bevölkerung im Osten, die Besiedelung des Ostens, die Belebung dort_von Handel und Industrie gewährt die Möglichkeit befferex Entwnkelung des Braugewerbes; alles das wird aber nur mögl1ck sein, Wenn _das Fundament des Ostens, die Landwirtbschast, wieder zum GL'QUÜLU zurück eführt werden kann. _ * _ _

??ach anderer Richtung droht der deutschen Braumduftne_und mit ihr der Landwirtbschast geradezu Gefahr, und zwgr durch die _Mög lichkeit, das Gerstenmalz durcb Mais, wie es tn den Veremtgtxn Staaten von Nord-Amerika geschiebt, zu erseßerx. Der Mais tsk erheblich billiger als Gerstenmalz; s on machen dre Amerikaner An- strengun en durcb Agenten, die Emfü rzmg zu fördern. Das deutsche Bier w rde seine Eigenart verlieren, dte deutsche Landwtrtbscbaft e_kn

führung aus Kornmaiscken die Hefe in einen fich auf der Mais

Hopfcnbauer.1

e bildenden Schaum getrieben und auf diese Weise eine mechanisZe

Absatzgebiet im Jnlande von ungeheurer Bedeutung einbüßen. HM kann nur eins Sicherung geben: das Verbot der Verwendung von

Tramm: vondenTrebetnmieltwird:es ban anku- * .be-rte vo3-10 bis12-Pfd. au-100 pfd. GeWe. '- Hefe _

__ wie ck ineSüddeutstklaud benü- beßbt, wie ck die

Die ' ck12" 1 der““Jn't-ftrxed Kartffel - _'“_ -' ung !! kk o * fabrikaxe is! eiuebei weitem un ünfü 're.

Erne genaue Statistik !“er ion giebt es bier nicbt; immerhin kann man annehmen, daß die- unahme seit den 70er Jahren wohl einer Yadoppelung fich genähert batte, ngenn nicht, wie schon früher ausserbrt, der Export Einbußen aufwxese, deren Größe nur mit Kummer ausgesxrochen werden kann. Wahrend im Jahre 1887 fast 800000 Deppe - tr. an Stärke, Zncker,Syrup und Dextrin exportiert wurden:“! diese iffer in 1892 auf 200000 Doppek-Ztr. gefallen und bat üch nur mühsam auf 440000 Doppel-Ztr. für Stärke und Dextrin wieder _gebobxn, während der Ausfall für Zucker, Syrup ein dauernder zu em schemt.

Nieht M derwerthkgkeit ist es, die unseren Fabrikaten den Markt verftblkeßt sondern ledxglicb die übermächtige Organisation des Handels kz oukurrenzgebtete Rord-Amerika Dort leitet ein Syndikat dre gesammten Bewegungen und ist im stande, unter Festhaltung der Pretse_ im Inlande “jedes Angebot auf dem englischen Markte zu unterbieten. _ Hier kann nur mit gleicher Waffe entgegengewirkt werden. Das :| dle Zusammenfaffung des Gewerbes_ zu Verkauföaenoffenscbaften im größten Stil; Möge es gelmgen, dre in diescm Sinn eingeleitete BWJungdz? uckltcbetzt Endé? zu FÜNF __ F __

u_n renneretgewer e. n 2 er 0er eigerte |ck die Yroduknon _im Laufe der 70er Jahre von 275 auf über 400 Millionen

ter, bald uberftieg sie den Beparf und war zu einem Viertel auf den_ Aßfayjm Ausland angewxe-en _ zunächst ohne erheblichen Nach- tbejl fur d1e Preise; denn xin ebensolcher Bedarf trat im Weltmarkte aué. Aber nup betrat dte _Kynkurrenz Rußlands und Oesterreichs, aur ungebeuetljcbe _Exportprannen gestüßt, denselben Weg, und so bkgannen die Pretse abzubröckxln _ in den 80er Jahren ein fortgesßßtes Sinken, so daß endltck, als großer Geldbedarf im Reiche

etnftelxte, _ _von der Gesetzgebung das Ungebeure verlangt wurde, gletchze1ttg dem Reiche das Vierfache Von BranntWein- st_euer_ mxd dem Gewerbe Gesyndung zu bringen, Die radikale Lösung, die Emfubrung des Branntwemmonopois, mißlang; eine andere wurde gefxmden, das Elses von 1887. In genialer Konzeption Wurde Inland- vrets von Auslxmdpreis getrennt, indem die Kontingentierung gefckaffen wurde, welche jeder ernnexei einen fickeren Antheil am Jnlandmarkt dadurch fächerte, daß du? aber das Kontingent erzeugten Spiritus- mengen mit emem Steuerzuscblage von 20 „ckck für das Hsftoliter bedacht wurden. Der Erfolg war der vorhergessbene, aber in ssiner ganzen niederschmxttendxn _Konsequenz doch kaum ausgedacktk. __ Es gelang, dte Pretßdtfferenz yon 20 «ck zwischen Kontingent und Faverkontingent zu fixteren, aber der Preis des Kontingentspiritus 11185; nicht um 20 „46, sondern der aus dem Superkontingent zu er- lösende fiel um 20 .“

Zu dem Sebadky trat dex Spytt: die Legknd? vom 40 MiÜionen- Geschenk; das Kontmgent,_ dte Hglfte der früheren Produktion aus: machextd, wurtxe zum reise der alteren _guten Zeit verwerthet, für den emen Thetl des estes war der Abxay überHaupt verloren ge- gangkn _ der Export sckLvan_d zusehends, der Trinkkonsum im In- lc_1nd war um 31 gesunken _ fur den anderen Tbcil konnte nur gegen emen um 20 „M herabgeseytxn Preis Unterkunft gefunden werden.

D€r_ Inlandsxedarf tvxtlt sich in den Absäß für Trinkzwecke Und denxemgen fur teckn1sch€_. Dem ethischen Gedanken des Ge- sSZes vyn 1887 entspreckend, ist der Konsum Von Trinkbranntwein tro? stetgknder Bevölkerung [Jermöge des hohen Preises konstant; ibn zu le_tqetn hat das Gewerbe tmmer verschmäht; ihm zur Seite wächst m stetgkndem Maß; der Bedaxf der Technik. Hier einzufeyen ver- lobnt s1ck_ der Muhe; denn tn der kurzen Zeit seit 1887 ijt di€sem Konsum, mdem nach langem Kampf es gelungen ist, den Absaß Von IZM _bexngenden Fesseln zu befreien, von 39 M*iÜionen Liter auf

.'„_ Mtllwnen geftjegen _ und weitere frübér kaum geahnte Gebiete er!ckl_1_5_ße_n fich. A . '

_ _ i _dem ugenblick des Auftretens des Gaßglüblicktes war die Mogltckykxxt der erxvexxdung des Spiritus zu Leuchtzwecken gegeben. L_Ouxck etsxige Tbattgkett rst es erfinderischem Geiste gelungen, die S_Vtrttzxsglublichtlampe so zu gestalten, das; fie, in der Annehmlich- kkxt dte Petroleumbeleucbtung weit übsrkreffend, in der Zweckmäßig- kext de_r Vernokndung fie erretchnd, bkrufen sein kann, aus dem Haus- halt dre Pexroleumxampe zu vsrdrängen,

Dm:_b_d1e Bermgung: €;"; muß gélinaen, den Kleinprkis für YrYJsJntus Ltter gegen Lmr aus der Preisböhe des Petroleums

Wenn auck die beim Glüblicbt allein zur Geltun kommende Herzkraft des Spiritus hinter dem Petroleum Mit zurYcksteht, und wenn xs auck nicht al_s ausgeschloffen eracktst werden kann, daß es auch mr_t Petroleum _kagt, em Glüblicbt zu erzeugkn _ eins solcke Y_mye tft scbzm im arkte _ so bkfitzt der Spiritus doch in der «(cherheit emer vollkommenen Vsrbrennung _ und damit der Vermexdunxz des Vkrrußens un? Blakens einm derartigen Vorzug, daß m_an tn der That die völltge Verdrängung dss Petrokeums ins AuZe ?affxn kamt. Ia, dasselbe ist auch denkbar für Spiritus als (Fr.!atz dkS throleums zur Kraftsrzeugung: auch hier Haben neueste voxx urgs angesteÜte Véxsuche gelehrt, daß der Spirixus konkuÉerZJabig F|] "

2 ein ed der Entwickelun : man bea te '

PkalFUMZFPZUls! __ g, ck dle Zahlen des __ er e ro eumVer _raucb in Deutschland ist estie en von 400000_Doppelzentnern m den 70er Jahren auf _7 601;3 0008Doppel- Zentner zu den 90er Iabrey; _er hat sich verzehnfackf. 80 MiÜtonen Mark fuhrt Deutschland jahrlich an das Ausland ab für den Einkauf von Yetrsleumk. Z _ _ __ _ s_ arf ein wei e blsiben: der Spiritus ist nur konkurren - sach mtt dem Petroleum bei einer Abgabe im Kleinverkauf, der dean _Erzquunaskoften kaum entspricht. Wo soÜen die Mittel herkommen, wo dre Wege_ gefundxn werden, den Spiritus ohne PreiSzuscblag aus der Brenneret dem sm_zelnen Haushalt zuzuführen?

Nur_ el_n Mitxel gtebt 88: die Preise für Trinkbranntwein müffen vox: dcnxentgen fur dsnaturtertxn Spiritus voÜkommen unabhängig gsmackyt werpen, den xeßtern ist eine folcke Beweglichkc-„it zu geben daß sie den stufenden fur Petroleum _ denn ein solckes Sinken mu ::Ytbwendig eintreten_ _ zu folgen vermögen. Die Mittel hierzu ?_onnen nur gewonnen Werdenchwenn aus dem Trinkbrunntwein-Verkauf em entsprechender Gewinn erzielt wird. * '

_ Man darf nicht dqvor zurückfckeuem die Preise für Trinkbrannt- wem zu erhöhen und emen Tbe1l_ aus dem Preißzuscblag des Zwischen- baydels, der fich auf 200 ck belauft, zu nehmen. Da das Brannt- Jemonopolé ?HlYes x_choytitn de_rdSchwÜz unc? in Ruß aLnd eingeführt

; m ranre or erste wtr, die we mäi te öun ebn WurdZ_kanrt__;1icksyt b;?weifeßlt weErdexc.hl ß z ßgs s g g e

_ ter gt e m gro em nt u einzugreifen, dem Volke eine btllige Lichtquelle zu erschließen und lei eiti unendli eu Se en ür dxe deutsche Landwirthscbaft zu sckaff§n. M g ck 9 f

Gextngt es auch nur einen Theil des Terrains dem Petroleum abzugewmnen, so kann |ck das Brennereiaewerbe aufs Doppelte aus- dfTbnechp _?nd neue Verivendung für 60 MiUionxn Zentner Kartoffeln

ge a eu.

Ick eile_ zum Schlussß.

Das Btld, welches tck für die Entwicklung der Brauindustrie FU geben vermo te, ift_ ein tt_n tvefentlicken erfrnultckes,1venn auch hier

FZZEW, den a gememen wtrtbschaftlicken Verbältniffen entsprechend,

Für die Brauindustrie kann man nur Eins wünschen _ unter Fxststeuung der _Eigenart des deutschen Bieres freie Bahn der Ent-

FIIYgl undddsteVV-Zralusséßxng dazté: __Fnß 9713|de wirtbLckyafcxlickpe

e ung e a er an e , vorne m es ens und er „a - wirtbschaft _daselbsf. s nd

Für_dte Industrie der Kartoffelfabrikate ist Syndikatsbildung F?r??nmsdtl? wenn anders das verlorene Exportgebiet wieder erobert

o .

Die weitgehendste und wirtbsckaftlkck tiefgreifendstx Entwickelung

Brennspititua xu Konkureuxprekseü möber dem “ck : ' «WWW:! l___msfelleu dieskftmde-Érgdvubäia

Es find in 5er That bobe-Auf aben, welche zu lösen nd; sind e als “richtig erkannt, erweisen die Wege gan barüzu ihrer ösung, so_ i|_ein Wille erforder ich zu ihrer Dunk hrung. Ein solcher Wille tft uns und wird uns immer verkörpert sein für Deutschland wie für Preu en in dem ?auseHobenzoilern. Wir wissen, mit welch warmem zen_unser Er abmer Moggxcb _die„_,Ent. wicklung de_r wirtbscbaftlicben Krafte des Vaterlandes verfolgt, wie Seine _ t liche Sorge dem Gedanken der Hebung von Industrie und Landwtxtb chaft zuqexvendet ift. Wtr sind festlich versammelt zur Vorfeier des Geburtsta es ZMF?) MIFätÖthr vLitheZs nStiet' DaF ;_md VYauen die Fkkcke n; rer en, a mer eerun eenund o- faért de_m deutschen Volke erblübe! g g bl _Moge es unserem gexiebten Monarchen in starker Mehr zu FJ? um'-f ZußLanxedeTean ex, äußÉreKuKd inétere Feinde Kniexder- .en, cm a un 2 e ur " n a un eeuSrei er ultur- arbeit gesichert bleibe! _ s g g ck SeineMaieftat unserKaiser und König Wilhelm 11.

lebe hoch!

,Die Entwickelung und die Aufgaben der Veterinär- hygiene.“

F e | r e d e,

gebglten am 27. Januar 1897 zur Fyier des Allerböchsten Geburtsta s Semer Majestät des Kaisers un? Königs von rofeffor 1)r. Oftertgaeg in der Aula der Tbierarztlichen Hoch chase zu Berlin.

Hochgxebrte Festversammlung!

_ _Untxr den Zwergen der medizinischen Wiffenschaft nimmt keiner m abnltchem Grade das_öffentlicbe Jnterefse in Anspruch wie die Gesyrxdbettsvflege oder dle Hygiene. Als der erst? Hygieniker der emytrtschen Pertodez, J. P. Frank, vor 100 Jahren den Sap nieder- scbttebz „Dre Hygren_e,_ welche zur Erhaltung der gegenwärtrgeu Ge- sxzndhect dte_ xxveckmaßtgsten Ma regeln vorschreibt, ift gewiß der notbtgste, nuyltchste und vyrnebm te Theil der Medizin“, da glaubte er denselben etngeberxd begruyden zu müffen. Heute ist dieser Satz eine anerkan_nte _ngrbext. Dre Hygiene der Haustbiere hat nun zwar nicht dre xdeale Aufgabe der menscklicken Gesundheitspflege; ihr Schwerpunkt liegt vielmehr auf materieüem Gebiet, da fie es mit der GUunderbaltung !)an Wertbobjekten zu thun hat. Dieser Umstand thut_ aber_der a_llg€memen, öffentlichen Bedeutung der Veterinären Hygiene keznen Etntxag; denn die Hausthiere bilden einen sebr beträcht- ltchen_Tb_etl des_uatto_nalen Vermögens und fie find unter den jetzigen Verbaltntffen fur dre Mehrzahl der Landwirtbe die wichtigste Ertragkquelle. Von unbxrechenbarem Werth ist ferner die Gesundheit u_nd _ die Leistungsfähigkeit des Pferdes für die Arznee. Es set mtr daher gestattet, an dem Tage, welcher uns zur ÉeterYes Geburtßfestxs unseres StaatSoberbaupts versammelt, über die ntwtckelung und dte Aufgaben der veterinären Hygiene zu sprechen.

Die ältesten Ueberlieferungen über eine GesundbeitépfiFJE bki dkn Haustbrerep findet_ ryan bei Aristoteles. Derselbe hat in seiner Naturgekchtchte der T_btere zahlreiche Beobachtungen gesammelt, welche die Kunst betreffen, dtex Gxsundheit der Rinder, Pferde, Schweine und Hunde zu erba1ten. Xenopbon befaßte sich eingehend mit der Pflege des Hufes. Dxe Hufyftege hatte für die Armeen der Völker des kl_asfi1chen Altertbuznsvesoydere Bxdeutung, weil dieselben den Hufbescklag ntckt kannxen. Dre römrschen C9ckrif1steÜer Columekla und Vegetius sckrldern dre Vorbeuqe_gegen Tbterseucben durch Verschattung der an Seuchext gefallxnen Thiere und die Gesunderhaltung der Thiere durcb zwekaaßiZe Futtxrung und Tränkung und rationeUe Einrichtung der Stalle. m Mtttelglter suckt _man vergebens nach Spuren einer Gesundheitspfiege bet den Haustbteren. No länger als beim Menschen w_urden Vorbßugungömaßregeln LEFTM Krank eiten verabsäumt, da man dre Ursachen m_ unabwendbaren aturereigniffen erblickte. Erst die verheeretxden Tbjerseucbxn des_ 16. und 17. Jahrhunderts, vor allem das Wuthen der Rtn?erpest,_ schafften hierin Wandel. Diese Seuche, welche ganze L_ander tbtes Rindviehbeftandes beraubte, rvar (m_cb dsr Anstoß zur Grundung de_r Tbierarzneiscbulen in der zweiten Hglftx 7365 18. Jahrhunderts. Dre Hygiene ist hier sofort richtig ge- wurdtgt worden. Denn fie gkboxte schon an den ältesten Tbierarznei- sckulkn zu den erfte_n Lebrgegenstanden. Der erste Dozent der vaiéne an der_ Tbiergrznetsckule zu Berlin war Sick. Mit der (Errichtung der Thierarznetscbulen began!) auch die hygieniscke Forschung. Die- selbe erstreckte _ ßck, wre _es die hohe wjrthsrbaftliche Be- dcutung der Tbterjeucken erbetschte, zunäckst ausschließlich auf die Erforschupg de_s Wesens der sexuckenbaft auftretenden Krankheiten. Die Tl)!€r_hhgt_ene tft m dieser Htrzsicbt der menschlichen ygikne um ein Betracbtltches vorausgeei_lt, _wetl fie fick in dem Wort eil befand, mit den Seucken_ an empfangltchet) Thieren experimentieren zu können. Es wurde dte zubor angezwetfelxe Kontagiofität des Roves, der Lungenseuche, der Schafpocken expertmentell erwiesen, die Tenazität der Aysteckungsstoffe festgestellt und die Impfung als Tilgungs- mtxtel zutxt thetl mit Erfo_lg a_ngewendet. _Ge en Schasvocken ist schon _17'70G m1§st _Crfolg __ getmps__t____word§r_1_.___ YieseG _Urbeibten haben en run cm zu er gro a gen e eu en- ee ge un ele t, welche Preußen bezw. Deutschland seit zwei Dezennien ßbefißt.g g 9

Während M) die Untersuchungen an den Thierarzneifcbulen der Klarzmg der Aetiologie der Thierseuchen zuwandte, wurde von thier- arztlxcken Lehrern gn lan_dwirtk)schaftlicken Schulen cin anderer Zweig der Hygiene bßarbextet, dr? ütterungslebre. Von cundlegender Be- deutung sind in dteser ._th cbt die Arbeiten von Haubner geworden. Dte neuere systxmattsche Bearbeitung der Veterinärbygiene schließt fich sebr Eng an dtexxtxige der allgemeinen Hygiene und somit an die Namen an, welche dre letztere _begründet balyen: an Psttenkofer und Koch. PZttenkofer regte durch setne Expkrimentalfocschungsn über die Physiologte der Umgebung zu analogen Untersuchun en bei den Haus- tbteren_ an,_ und Koch schuf patch die schöpferis 8 Gestaltung der Ba_kterrologte die Basis fur dre exakte Arbeit auf dem Gebiete der Tb:€r[e11_cken._ Zu de_n neuexen Entdeckungen auf dem Gebiete der Vetermarhygtene gehoren dre Schußimpfung gegen Thierseucken, welcke dre Pastxukscbe Schulc, und die Vorbeu er gegen Sckmaro߀rkrankbetten,_welcke_ die eststellungen von KücZenmeister, Zum und Leuckatt_ mauaurtert aben. Endlich ist in den lejzterz 20 Jahren em Theil der Gesundheitspftege des Menschen, nä_ml1ck die Hygixne der animalischen Nabrungßmittel, Von der Thier- hetlkunde mechod1sck bearbeitet worden.

Zu den hygienischen Errungenschaften der Neuzeit gehört die Er- ricktyng besonderer Lehrstuhle fur HyYene und besonderer hygieniscker Institute an den Univerfitaten. Die nregung hierzu ist von etten- kofer aunggangey. L_ln den Tbierärztlicben Hochschulen ist die ygiene noch Zethetlt, wxe fruher an den UniVerfitäten. Nur der erliner Tbierarzt|icken Hochxckule ist die Möglichkeit gewährt worden, die einzelnen Lebt egenstande der Gesundheitspflege zu einem Lebrauftrage zusamuxenzufa en.

Dte Auf aben, welche die Veterinärbygiene auf Gebiete der Forschung un des Unterrtckts zu erfüllen bat, machen dieseZusammen- affurY dringerzd_erforderlick.

_ ie Vetermarhygieni che Forscßung bat fich mit wichtigen Fra en der Futterungslebre der atbologie er Futtermittel, mit der Beurt ei- lung des Trthwaßlers; der hygienischen Einrichtung der Ställe, mit biolo ischen Studien uber tbogene Schmaro er, mit der Aetiologie und ropvylaxe dex Infektionskrankbeiten der ustbiere und mit der Vertiefung der Fle1schbesckgu und der sanitätspolizeilichen Milchkunde zu befassen. Der Unterrtcbt in der Hygiene bat die Bestimmung, den angehenden Thierarzt so vorzubereiten, daß er den Behörden und den Tbxerbefisern als by“ienifcher Rathgeber zur Seite sieben kann. Hierzu _tst erforderlich, da der Studierende der Tbierbeilkunde nicht bloß mtt den Grundzü en der theoretischen Hygiene sondern auch mit

kann dem VrmnereigWerbe voraUSgesagt werden, wenn es gelingt,

Die chickte der Hygiene zeigt, daß diese Wi euscbaft vox deutschenFZ (hen: begründet worden ist, und ihr? be_ - vohsten_ ortstßritte auf die Zeit der leßteu zwanzig Jabra entfa en. Dr_e Wrederge nrx des Deutschen Reitbs hat auch hier durch die Ver- eimgung der arbectenden Kräfte einen Ewaltigen Fortschritt angebahnt. Mit Recht spricht x_nay von einem rwacben der “Gesundbettwfiege nach den großen Ereigmffeu der siebzi er Jahre, welche zur Cini ung Deutschlands ubxt haben. Das leicke hat sich. auf zablreßben anderen Geb eien wxederholt. Und die Wissenschaft arbeitet ix_n engem und rrertern Vaterlaade rüftig fort. Daß fie dieses vérmag, d_ankt fi_e dem Schuß und Schirm unseres Erbabenen _rrschers._ Seme wetse Reaterun bewahrt uns das Gut des nedens, tn deffen Hort _die Wiffenjgcbaft ibre stille Arbeit verrichtet, Dankbar und freudtg fttmmen wir Faber mit ein ,in den bellen Jubel, welck_er heute durch alle deutschen Gaue ertönt, und geb?!“- unsererYuxdtgung Ausdzuck durch den Ruf; _ethZtFchMaxeft at, unserKönig und KaiserWilbelm 11.

Deutscher Reickxstag. 162. Sißung vom 26. Januar 1897, 1 Uhr.

_ DLL erne Verathung des Geßßentwurfs, betreffend Ab: andexungen der Unfallverstcherungsgeseße, wird fortgexeßt.

Abg.1)r.Paascke (nl,): Von dem Standpunkt dsr artsien welcbe sXck auf den Boden der bestehenden (Gesellsc[)aftsordnun§xJ;ck stellen, haben fich al_1e Redrxey dafür ausgesprochkn, daß die Verficberungs- gefeygebung eme qedetbxtcbe Entwickelung genommen bat, daß es fich nur_d_arum handelt, Einzelbetten, die swb nicbt bewährt haben, zu h_efettzgxn. Ob die Novelle, wie fie Vorliegt, nicht besser durch ein sm_bettltches Gese batte erseßt werden können, lasse ich dahingestellt. Mit bewrzderer teuoe_ sehen meine Freunde den Versuck gemacht, dze verschtsdenen Zwerge der Versicherung zusammenzufaffxn, wie dtex bet _dec_ Seeberufégenoffenschaft geschehsn ist. Wir bo_nen, daß_ m der Zukunft noch manchss nack “dieser Rxchtung __ bm zu erretcben ist. Die besonderen Verhält- mffe der Skeberungenpffsnschaft laden allerdings bksonders dazu ein. Erne Verbsffxrung_ [ts_gt tn dxr Erwkiterung dsr Unfaüverfiche- tung auf dre haysltäoen Dtxnste, in der Ausdehnung der Verfickeru_ng auf dre Nebenbetrtebe u. s. w. Die Sozialdemokraten ryoüep dt€_11nfaüyxrfick_ekunF ausdehnen auf das Handwerk, die Haustndustrie _und_ dte Duxnst oten. Ick bin nicht ganz überzeugt von der Notbxvsndlgkett dsr Einbeziehung dss Handwerks; aber wenn die- selbe bewtesen_ wird, da_nn_wird man nicht eine eigentlickpe berufs- gezroffxnsckyaftltche _Oraczmsatwn d§1für bi1den können, sondern man wird, wre fur dre Lan5w1rtk81chafu tsrrttoriale Organisationen dafür sckaffen können; denn eme Gefahr für das Handwsrk [iet darin, daß die Handwerkßgesellen_von dsp Wohltbaten der Unfa versicherung aus- Yschloffxn find, wahrend die Fabrikarbeiter verficbert sind. Die meisten

orschlage der Vorlagx find Fortsckritte, die wir ohns weiteres ankrkennen könrxen; dabtn gehören dic? Gswäbrung yon Renten an die Afcsndenten, _dte Selbstverficherung der Unternehmer, die Kapital- abfindung k_letner Repten._ Dagegen find wir gegen jede Béschränkung dxr Nekurßmstgm, drk wxr n_un Einmal babkn und die in der aus- gtebtgsten We:1€_ kcnuyt wirp. Wenn dsr Arbeitsr cm dicse Rekurs- tnstanz sxcb gewohnt hat, so rst e_s dock bedsnklich, dieselbs ir endwie zx: be_sckr_an_k€n. Auck_der_Gedanke tstzurückzuweisen, daß für die Mekurse vtxlletcht _tn ]Skar Provtnz emeJnstanzgesckyaffen wird ;denn dadurch würde die EmbeitltcbkeL der Rechtsprechung leiden. Auch die sckwäckere Be- seßung dcr Syruékollegtsrx bat Bedenken; denn bei der Herabsetzung der ,Zahl_ dsr B_e11_ßer_ wurden, da die Laien nicht fortfaÜen soUen, gerade_ die Pkrsonltcketten m_ We fall kommen, welcbe die Arbeit zu_ leisten haben. Das chchs; _erfichexungsamt kommt Yließlicb ber der Vorbexatbyng solcher w1ckttgkn Vorlagen auck in 5 etracbt. Nach den Mtitbetxupgen des Herrn Von Boetticher ist das lsßte Gutackten dks RetchS-VkrfichkxungSamts im Jahre 1889 Erstattet worden. Warum hat man mckt aucb cht noch das Rcicks-Verficke- rungßamt hinzugezogen? _Eine größere Mitwirkung der Arbeitér bei de_r Unfallverfiqherxxng wunschen auch wir, aber so Mit wie Herr Htße_können w1r_n_tckt Zeyen. An der Wahl sollen fick die Arbeiter ausreichen?) betbetltgen konnexj, das wünschen auch die Arbeitgeber, wetl sik; emseben, daß gegen emen Theil der jeßigen ArbeitLr-Beisi er dczs Mxßtrauen der Arbettxr fich ebenfalls richtet. Gegen die r- b_ob1_mg d_er Re_nte von ;; auf ck des Lohnes haben wir grund- sa§[1ck_ntcht§_emzukvenden_, wenn uns das genügende statistische Material___daruher unterbxettet werdsn kann, ob Line s01ck€ Stef ?- _rung zulakfig _1st. Bet_der ärztlichen Behandlung haben Keb [a auch etrxtge_ Mtßjtande _ herausgebildet, aber die hierzu g€m_ackten Vorycblach bedurfen elner genauen Früfung. Es ist in Liner gewtssen Verallgwnemerzmg vop den Heilantalten abfällig gssvrocken worden. J_ck h_altc dlksé Hetla_nfta[ten für eine große Errungen- schaft, wetl s1e_dteFolgen der UnfaUL möglichst Vermindern. Es mögen 1a dabLiJrrthumer vorkomnzen, aber die1e sprechen nicht gegen den Grundsatz, das; jedem Arbeiter mßglickst seine gesunden Gliedmaßkn wreder egeben werden. Daß fi_ck dte Berufßgenoffknschaften gegen die S_imu anten wchren_, 1st_ em Interesse der Selbstverjbeidigung. Dre Arheiter find ja b__Lt dieser Frage oft viel hartberziger als die Arbettgehkr. err Rosicke tft als Arbeitgeber keine Aanabme, man kann tbm undexte und Tausende zur Seite stellen. Die Kraxtxenhayspflege _oÜte ubsrbaupt ausgkdehnt werden da, wo die Aerzte so letch_t nicht erretckxbar find. Jetzt werden vielfach kleine Unfälle yerschwtegen und fuhren zu langwierigen Krankbcitsn. Es war interessant, zu beobachten, wie die Sozialdkmokraten fich dkm Geseß gegknuber stel18n. Ste haben das Geseß nickt angenommen, aber fix entsxbuldtgsn fick) dsswegen, also müssen sie das Geses mckt_ fur so schleckt halten; _Aber troßoem heßt man die Arbeiterschaft dagegen _auf, wetl m einem einzelnen Fakle kinmal el_n Unrcckt geschehen tst._ Jehenfalls ist ein solches Verhalten mcht:d_azu angejban_, Zufriedanett zu Verbreiten. Das Geseß ist ein getvaltxger Fort_sckrttt gegenuber der rein zivilrechtlichen Haftpflicht. Diesen Fortjchrttt erkennen auch die Arbeiter an; mit dsn Redens- arten Von_ Handelsspesén und Geschäftöunkosten ist es nickt gethan. Die Großzndustrie kann diese Lasten auf ihre Preise übertragen, aber die Landwrrthschaft und der Kleixtbetrieb nickt. Diese Leute bringen bar_te Opfer tm Interesse des soztalen Friedens. Die Arbeiter in den gefahrltcben Betrteben [affen sich nicht mit dem Lohne abspeisen, den die_ anderen Arheiter bekommen. Das Risiko wird im Lohn mitbezablt. Dre Next? wtrd d_em Arbeiter nicht bloß während der Zeit gezahlt, wo er'ULoHn verdtenen würde, sondern auch für die Zeit, wo er Wahrscheknltck) nichts mehr oder sehr wenig verdienen würde. Das ganze Geseß_ ist em Fortsckritt im eminentesten Sinne des Wortes, da der Arbktter nicht mehr das Verschulden des Arbeitgebers nachzu- wZifen braucht. Dte_Geseßgebung, die wir gesckaffen haben unter Fubrgng m_tseres Kaisers, dessen hundertjährigen Geburtstag wir demnackst fetern, hat Deutschland allen anderen europäischen Staaten vorangestellt, und diese Freude werden wir uns dur nichts trüben laffen, wir werden auf diesem Wege noch weiter energ sch fortschreiten. 21ng Ftsckbeck fr. Volksv.)_: Yen Vorzug der Vorlage sehen wir m tbrer Beschr nkung. Wtr wunschen keine Ausdehnunß der Unfallbßrfickerung auf das andwerk im aÜgemeinen, aber wir sind dgmit einverstanden __daß de Arbeiter verfichert find, wenn fie für bauslicke vakcke beschaftigt w_erden. und daß die Baubandwerker unter a[_1en Umstanden Verfickert sem sollen. Gegen die 13 wöchige Karenz- ßext haben wir uns außgxsprocben. Eine Durchbcechung derselben

a_t sckon ftattgefunden,__msofern die Berufsgenoffenschaften schon fruher das Heilverfahren ubernehmen. Bezüglich der Erwäterun des Kreises der_ Rentenberecbtigten stimmen wir der Vorlage zu. Da die Arbeitex emen Theil der Kosten des Verfahrens tragen sollen, ist bedenklich. Es ist wahrscheinlich nicht allzuscblimm gemeint, wie die

dem wichtigsten bygieni cken Versuchßmetboden auf, das sorgfältigste vertraut gemacht wird.

Begründungen er eben. Es nd nur die schlimmsten älle emei t. Ich habe es erle t, daß Perßnen, denen 1009/e Re:??? zu?;ebillkgr

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