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die Mtglieder des Reichstages und der beiden Häuser dex Landtages im Ausbau und in dem bisherigen
Koniginnen-Gemach und für
die anderen eingeladenen Herren in der Vilder-Galerie. Um 101/, Uhr wird ein Souper an Buffets stattfinden und zwar m der Braunschweigischen Galerie: _ “ für die Allerhöchsten und Höchsten Herrjchaften, die Botschafter und dcren Gemahlinnen, sowie die am hiefizxicn Hofe accreditierten Minister und Minister: efidenten und deren Gemahlinncn, die Mitglieder souveräner Häuser, die General:FcldmarschäUe, die Chefs Fürftlichcr und ehemals reichsständischer Gräflicher Häuser und deren Gemahlinnen, die Excellenzen-Damen, _ die aktiven Generale der Infanterie, der Kavallerie und der ArtiUcrie, die Admirale und die aktiven StaatS-Minifter; im Braunschweigischcn Saale: _ für die Excellenzen-Herren, owie für die Geschäfts- trä er und dwanderen itglieder dcs diploma- tis en Korps; in der ersten Braunschweigischcn Kammer neben dem Schweizer-Saalc: für dicéofstaaten; im Schweizer- ““ aale: für die tanzenden Damen und .Herren; in den Königin ElisabctH:Kammcrn und den angrenzsnden Gemächcrn: _ „ für die außerdem Eingeladcncn, und zwar 11111311 ersten beiden Zimmern vorzugSweise fur dre Damen: in dem Saal und in den ubrigen Räumen für die .Herren.
Ende des Festes gegen 12% Uhr.
Die Abfahriix) ist nach Wahl bei der chdeittrppe, oder bei dcr Thcaicrircppe im Pottql Nr. 4, in dcr Nrcht_ung nach dem Lustgarten, oder vom Königinnen-Zimmer aus _ubxr die HöUen-Trcppe durch Portal Nr.3 nach der Schloßfrechcit.
Berlin, den 30. Januar 1897. Der Ober-Hof- und Haus-Marsthal]. Graf zu Eulenburg.
Ministerium fÜr Handel und Gewerbe.
Verse t find die Rrvierbeamten: _
ObeZ srgratl) Arlt von Waldrnburg 1. Schl. nach Frank- furt a. ., _
Bergrath Matthiaß von Magdeburg nach Walden- burg i. Schief. und _ _
Bergmeister Badewrß von Frankfurt 0. I. nach Magde- burg.
Ministerium der griffiichcn, Unterrichts: und Medizinal:Angelegenheiten. Dcr praktisch); Arzt 131“. 131525. Muehlcnback) in 25551 ist zum Kreisplzyyrkus drs Kreixes Wohlau “ernannt worden.
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Na-Ö Vrr'Z-“rkx T€.: E:"eZ-JI km:; 10. Apré11572 (GeseZ-Samml. S. 357) Fx!“ 544-3151 3, .:ÉT:
1) rrr JMFH??? Erix'“: r:r:: 19. Trzxmkér1894, durch wrlchrn
* _ . _ „L.:. 7731535: ck27: Bau rrr Ekauffccn 1) von drr „38577537: *.- L'MZTR 21111275; biz zur Elbing-Tikgrnööfkr “ 2,3 :::-1 rr: GWP? mit drm Kreise Marien- “, ;:m M:riSnau-Mein-Maukzxorfer Wege? mit _ _ . . L;:x-Marérr-ri, 3) vrn dcr Elbing-Tié Luböfrr (ZLIFX rx? T:-::-:*.“Z:; r-xr. TI.;errzxn W311 entlang nach * ungfrr
mi: QZZY-Iéxxk; :2:ch:7)T€;“Zäxxcx'n*;1x krkch10ff€n bat, Has CF_TFÄQUUUJÉ- rsÉt **,":r 2122“: :x; C.“.ZUU-I-L urxrr 3 srkrrxrrlrcYm (_Yrundimckx Vcr- 118557 1177? ;;x“-:':**.:§t rrrrr-cr: 171, 107. 116 dem Ö-ÖSUUSSJCLTTUUS vom
29. karr:k*1540 QUJSZJÄUZTM Britimmnngkn Wegen dér Clxauffrc- rrlis-Frr-xrszxn au»; 112 g-érachten drki (Zbanffekn zar Anwrndung ksmmrxi, !*.:rcb 1:5 Am:?blaxt krr Königlichen RegirrUng ZU Danzig, Fabr.:anz 1395 Nr. 7 S. 48, aus,;sgrbén am 16. Frbruar 1895;
2) drr AUrr'röcÉsic Erlaß rom 26. Oktober 1896, betrcffend ri? AKKLXTXK; drr dém SkaUffcmsldtari;e vom 29. Fckruar 1840 anxkämxxkn Brüimmvnxén wrxzrn ?sr (ZÖäUffAUklézrikékWÖE-K aiif mxrrrrr im Krri'“? “ZOLL": ("21206710 C'r-xustéén, druck.) kus Zimtxblaxr To:: KZKTUÉM ZKFZ-xrung z:: QrNSZ-ng, Z:.Örgang 1897 Nr. 1 S. 3, :u§x€:€':€n :::! *.*. 4377.32: 1897:
“,t 1:15“ :::". 26. Lkrrkkr 1596 AUsr-ZÖÖ'"! rcÜzogénk *ZTat-„xt FÜr 2571 Er» :nk BZWZÜerungxrériMT MUMÉZF im EMUs: Trich- rérkxnrr 23:52 2:5 “7771731151 :(“. KÖUTZLTÉM Nr,:ZsrUnz zu Txnziz Nr. 50 S 4.31, «:?-«7553217 am 12. “Termk-cr 1596;
** .::.". 9. N::xmkcr 1396 AUNSÖÖN rrsxrxerr n:“:zé Statut 1.1: 'ka S'xrxxy-Z LUm-rntkal-erxrzr THiÖOFrZM? Turck; Tak,- Amts- kLRT re: Kéxéxkékbém YT-Zi-“Zrunx ZU szxéé-Urg Nr. 52 Z. 541, ;;szzrerp. ::". 24. D:";crr'r-I: 1536:
5; :xr ITLHFL'ZÉTTQ (3:13? O::U 11. Nrr-Sm-Z-Tr 1896, errchnd Zis Yrrkkikurx; :ck“ EnkxÉZnuxxxéerZ 37. Di? SkartßrMiUre Cask?! z:: Extziééyrzurr z:? *axxrrrén VrsrhxänkUnz ÖST- xr'r Auéfükrrmz Tr: Zcrlmrxn Krrrsfxérr. TSZ MUMM? i::mrr'ralk TLZ Startgxkiskrs :x: Té-É :::rtxx TMT.- &: ip. 212 Mm: mänrsnrsn M::UDQÖ in - :k'rrrré.“ “;: rsZMrT-Jn Erxrksézrntkuws, T:!!Ö 1:2? Amt:“hlatx dcr KS:".ZTTTÖH? NMrUrx Zr]. CIFS! Nr. 54 S. 278, :uégegekkn :::: 23. T-eZM'r-Ir 1596:
6,- x:; XIIÉFFZTI Oririkxgkxm Vrm 23. Nrremkrr 1396 w:“,zen Asxi-ckxxurx ;;; 25:1. J-kabér laUtsnk-xr Anleibrx'cbxén-J rer Start IÉNELZYK 4.2“. BMW? rrn 500000 % "c::rck) da:“; AMSUUT der Késiziiécéx LiI-IZZZUZZ zu MaskeZurg N:. 52 S. 5:44, aaézsgében ::=: 24. TEXTIL: 1396;
?) T-kk YUMYUM Erlxéz ::m 26. Nowrmbär 1896, brtreFrnd r*“.x T*“:r-Iirxxxz T€? “1790595? r§r_rr»n kék Studt Krruzxack) auf (57.117: 3-2“: AZS-r'rZ-Ösxkn Yririlrgtrms vom 1. Mai 1888 auf- (;ck-MUMM Axxeikr ryn 4 aus 31 oker 396, Web das Amiskaatt dsr Ké-riYÜ-xn Rr;i?r::,; ZU Kcölenx, Jabrzaxig 1897 Nr. 1 S. 3, aus- ..;x?&! ::m 7. Jama: 1897;
5) O:? AIKLIÖKL Pririlezium rom 26. Nowem'orr 1896 rré-Zen AUÖZM'Z'JJZ 31:51:75. F;,“eabér Lautenrrr AnlsiissÉrine der Stadt „.Er-YYY“ :ck BETTY“.- ::.-'. 2 330(00 brziebungßwekse 2507000 :“ M 5:4 JMSZLTYL T€": KSNZYWM Rexiérung zu Koblenz Zakrgaug 159 Nr. 1 S. ::FZSZFZ-xn am 7. Jan::ar 1897.
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Zliohtmtlichez. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 1. Februar.
Seine Majestät der Kaiser und König wohnten, wie aus Kiel gemeldet wird,_ gestern Vormittag mit Seiner K_öniglichen Hoheit dem Prinzen Heinrich und dem beider- seitigen Gefolge dem Gottesdienst in der Garnissonkirche bei.
Heute Vormittag empfingen Seine Majefät der Kaiser den Chef des Zivilkabinets, Wirklichen Geheimen Rath Dr. von Lucanus und hierauf den Staatssekretär des Reichs: Marineamts, Admiral olimann zum Vorlrage. Um 12 Uhr Zotte der russische Mini rer des Auswärtigen Graf Murawjew
ie Ehre des Empfangs. -
Ihre Majestät die Kaiserin und „Königin gabezi gestern Mittag Seiner Kaiserlichen und Koniglichen Hoheit dem Kronprinzen und Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Eitel-Friedrich bei der Rückreise nach V ön das Geleit nach dem Lehrter Bahnhof. Nach dem Scr-loffe zurückgkkehrt, er- theilten Ihre Majestät dem Staats-Minisier von Hoffmann eine Audienz.
In der Zeit vom 1._ April 1896 bis zum Schluffe des MonatsDezembrr 1896 smd im DeutschenNeiche folgende Einnahmen (einschließlich der kreditierten BeträZc) an Hollen und gemeinschaftlichen _Verbrauchsxteucrn
owie_anderc Einnahmen zur An chreilmng gelangt:
ZoÜe 352 930 760 „76 (geqcn dense en Zeitraum des Vor- jahrs + 41 387 031 „46 , Tabackfteuer 8084022„,FE(_247 347,76), “ uckersteuer ,und uschlag n dcrjclben 77 766 372 „(€ + _14 295938 445), Salzsteuer 3 010 783 «F6 (+ 1080303 „FH), Marschbotttcb- und Branntweinmatcrialsteucr 5 112 575 „76 (_ 1923650 .“), Vcrbraucbsabqabe von Branntwein und Zuschlgg zu dcrxclben 94750 387 «C (+ 5228 601 «e), 5 rennkteuer 574 497 «46 (+ 317 192 „FC), Vrausteuer 21204190 „46 (+ 615958 ckck), Uebergangsabgabe von Bier 28.5 831 „775 (+ 64090 35), Summe 599 259 417 „FL ( + 60 818 116 946). Stcmpelsteuer für: &. Werthpapiere 11 076 733 «_ (_ 245 954 ckck), 1). Kauf: und sonstige Nn- schaffung6geschafte 9621417 „4x (_ 6189 098 „FH), 0. Loose 'UT vaatlotterien 3188796 „74 (+ 621507 „E), Staats- Foiierich 10685 448 0“. (+ 656 521 446), _ Spirlkarienftcmpcl 1060 9- 0 9475 (+ 63 946 „FH), Wechselxicmvelrteuer 6 811 584 «41: (+_ 368800 946) , Pm:- und Telsgraphenvcrwallunq 220004 824 .,éé (+ 10 561 872 946), Reichs:Eisenba!)rwcrwal: tung 04 540 000.76 (+ 3100000 „E).
De_zur Reighskane gelangte Ist : Einnahme abzüglich der AusWhrpergutungen und Verwaltun skosten beträgt bei ÖW nachbrzeubneten Einnahmen bis En e Dezember 1896: 80115 309092 763 FH (+ 33 980 287 „XL) , Tavacksteuer 9000496 446 (+ 593 261 „(L), Zuckcrsteuer und Zuschlag zu demolben_ 73 397 024 «45 (+ 14 382800 36), Salzsteucr 32988995 «FF. (+ 1 219 967 „FH), Maischbottich- und Brannt- wrmmaterialxtsuer 7 910 875 „ck (_ 1 919 715 946), Ver- braZchSUbgabe von Vrarmtwéin und Zuschlag zu derf-rlben “7- 735 618 (((; (+ 4799 _573 „M), Vrennsteurr 267 448 „55 (+ 112518 ZFH), _ Brauxteucr und Uchergangsabgabe von Bret 20419 260.16 (+ 577 970 39), Summe 531 317 484 („45 (+ 03 746 661 «FC). _ Sptelkartenstempel 993 392 ;43 (_+ 70 761 (,44).
_ Dcr Kornmunal:Landtag der Kurmarf beschloß in semcr am Sonnabend abxchalfcncn Plenarsißung über ein Gutachtsn dcs ]. und acht Gutachten 526 11. Ausschusses. Nach crftsrem murdr einc außrrordentliche Prämie: für Umwandlung nicht feucrstchercr Brdacbung in fcuerficherc auf das Fürwort der GencrglzTirektion dcr Land-Feuersozietät bewiÜigt undießtrrer dic Frstxeßugg dcr Höi]€_Übcrlaffcn. Nach 5871 GMacHtcn drs 1]. Yusfthymrs wuroen 19ch5 111115871 Stiftungen und Vereinen ?Um thrxl (ehr rrhrhiicheUnierstÜJungcn aus drm Dié-posixionZ- 01155 dcr Kurmärki1ch§n Hilfskassr bewilligt; zwri andere der- glerchon (86111532 rzaußtc-n abgelehnt wxrdcn, weil es sich in dem cinsn Fall erst um brvorstebendc Außgaben handelte, in dsm andorra abrr dir Brdürftigkcit nicht nachgewiesen mar. Nackxdcm der Landtag durch 8?) Beschlüsse die sämmtlichen (5111-363th des [. _uwd 11. AusWuffcs erledigt hat, onte er 01212711ng drs bkxondcren Aasschuffes heute Vormittag um 11 Uhr verhandeln und um 1 Uhr seine Schlußsißung halten.
___Der BrZollmächtigi: zum Bundcßrath, GroßHcrzogiich 1100-70): Mirirxrsrral-Dirritor, Geheime Roth ])1*. Schenkel m von Berim abgereisx.
Sachsen: Meiningen.
_ Tas Herzoglicbé Staatö-Ministerium hai angeordnet, dax; der_hundertjähriae Geburtstag Seinrr Majr-ftät deH Kaixers Wilhelm 1 am 22. März 13.3. mithöclxster Grnehmiguxg Sriner Hoheit 025 Herzogs in (111611 Schulen dr?- Landes', am Vorrmttag in brsondcrcr Schulseirr durch einen Féstaktus br-Zangen werde. Ferner soll die Feier dieses Tages dUrch cinen Fzstgoltrsdienst am Sonntag, den 21. März 5. Z, in 01123 evangelischen Kirchcn des Hcrxog: thums eingeleite! werden.
Sachseu-Alteubnrg. Der Landtag ist auf den 15, Februar rindrrufsn wordkn.
Oefierreithngarn.
Eine Deputation des preußi'chen zweiten Westfälischen Husaren-Regiments Nr. 11, bestehen auß dem Obersten Grafen von Jßenpliß, dem Rittmeister Grafen von Villers und drm Vrsmier-Lreutenant von Gillhaußen, ist gestern Nack;- mxitag m Wisn eingetroffen, um sich dem Chef des Regiments, Erz berchg Otto vorzusteüen. Hrute Vormittag 11 Uhr wurden die Mixczltedkr drr Deputation von dem Erzherzog Otto, Linari ron drm Kaixer und sodann von den Etherzogen Rainer und Friedrich empfangen. .Hsute Aden “findet bei
De_k Erzherzog QUO hat dem Regiment sein orträt iuLebeus- große zum Geschxnk gemacht,
Jm ungarischep Unterhause befürwortete vorkxeslern dcr Vlbg. Kossuth cine Petrtwn, welche die Künd gun des Zoll- und andelsbündnisses mit Oesterrei empfiehlt. Nach urzer Debatte, in welcher der Ackerbau- Minister DarKnyi die Verhandlung dieser wichtigen rage als seines Erachtens jest nicht zeitgemäß, bezeichnete un der Abg. Hegedues erklärte, die Annahme dieses Antrages würde den Abbruch aller weiteren Verhandlungen bedeuten, was doch nicht angehc, wurde die Petition dem Archiv einverleibt»
Gwsxbütmmien jmd Jrkud.
Die Kaiserit]. Friedrich ist am Sonnabend Nachmittag ziim Beßck) der Konigm rn Osborne auf der Insel Wight emgctro en.
Frankreich.
Bei dem deutschen Botschafter Grafen zu Münster faxid vorgesicrxr ein Empfangßabcnd statt, zu welchem Casimir- Pemer mit_ S_cma lin, der Minister-Präfidcnt Méline und die anderen Minister, cr Präsident des Senats Loubet, sowie vieir Senaxoren und Deputirte erschäcncn waren. Auch die An: gehörigen der Aristokratie hatth sich sehr zahlreich ein efunden.
Die Deputirtenkantmer srßte am Sonna end die Beratbung der Vorlage, betreffend die Zuckerfteuer, fort. Art. 3, welchcr den französischen, von einem französischen
0er nach einem andern französischen Hafen verschifften
uckcr betrifft, nZurde angenommen. Bci Art. 4, welcher die Steuer auj Raismage _und Fabrikation festscht, befürwortete dcr Deputrrte Siegfried einen Antrag, der bezweckt, dicse Steuxr durch_ Erhlzhung der Steuer auf denjenigen franzofischen mlävdtschen brzw. Kolonialzuckcr zu er- seßen, wxlchrr sick) als Ucberschuß über das Rendement und als Faßrtkationsabfall ergiebt (5110185 111001111108). Dieses AmendcmcUt wurdc_ von dem Minister-Präsidenten Méiine Yiid dcm Berickxeritattcr Graux bekämpft und in der Ab- ittmmunq m?.t 270 gegkn 226 Stimmen verworfen. Der Dr-
puiirte Viger bcaxtragtr, die Naffinagesteuer auf 5 Fr. zu-
erhöhen und- dic Fabrikationssteuer zu beseitigen. Der Deputirte Jaurézs verlangte, daß eine entsprechrndcErmäßigung des Zolls festgeseZthZrk-e. Dér Minis:cr-Präside11t Méline erklärte, cs sci _:xxnnogltck), dsm Y_YSÜUWL “dcn französischen Markt wieder zu_ onnen;_der franzöjijclxc Konsument werde ein kleines Opfer bringen mussen. ?Das Amendrment Jaurßs wurde sodann mit 287 gegen 216 Stimmen, das Amrndement Viger mit 430 grgcn 79 Stixnmcn abxxelch-nt. Mit 268 gegen 206 Stinrmcn wurde hicraurdie Raffinagesteuer mit 4 Fr. und mit 258 gegen 214 Stimmen dicFabrikafionssteuer mit 1Fr, an: genommen. Die weikcre Bcrathung wurde vertagt.
Das Jahrbuch der Infanterie für 1897 meist foi- gendrn Vrstand an Offizieren bei der Waffe nach: _191 Oberstrn, 287 Oberft-Lirutenants, 1117 BataiUons-C-hefs, 1m_Gan_zcn also 1595 Sinbßcfsrzirre grgcnüber 4977 Hauptleuten, 5302 Lieutrnants, 1368 Untrr-Liéutenants, im Ganzen also 11 697 S_ubalterxr-Ofsrzichn _ und sineGrsammtzahl von 13292 InFantertezOfsrzieren. Die ältesten Obersten sind im Jahre 1824, 01exungxt-en 1861, die Oberst=Lieutenants 1858 brzw. 1862, die Bataillors-Chrfs 1857 brzw. 1872 Offiziere geworden.
Rußland.
Wie der „ngisrungsbotc“ mcidci, ist der Großfürst Michail Michailowitsch am Frritag in St, Petersburg eingetroffen. _
_ Dcr „Nowoxe Wremja“ zufolge wird im Jahre 1897 dre zweite Flortcndivision in der Ostsee kreuzen; dic Schwarzmeer-Divijion wird im Frühlinß und im Herbfte kreuzen, dic Üb_rigc Zit fich in gcrüstcter Resrrve befinden.
Den „Naßkixa Wicdomosti“ zufolge strhi im Jahre 1897 die Kiellrgrmg ('in-:s Kreuzcrs von 14000d auf der baltischen Werft bevor, ferner die zweier .sirruzcr „Pallada“ und „Daiana“ auf dcr (Hälssrkninsel, cines Payzcrschiffs von 3200 t- für dir Küstrnvrrtßcidigurg in der neuen Admiralität, cincr: E6cadrc-Panzrrsckziff5 von 88001 in Nikolajew und endlich mehrerrr TranSportsäziff-s nnd Torpedos in St, P?isrs- bUrg, Nikolajew und Abo.
Italien.
Der Senator Vigiiani theilte, wie dem „W. T, V.“ ans Florenz mitgetheilt wird, dcn Vertretern Großbritannicnß und Portugals dcn vorgestern gefällten Schiedsrichter; "spruch betreffs drs Manicalandcs mit, durch welchen die (Grenze der streitigen Punktc_ zmischcn dcr Kapkolorrie und Louren-xo Marquez fcstgcjirllt wird.
Spanien.
Wie „W. T. B.“ aus Madrid erfährt, wird die Königin: Regentin in dem am nächsten Donnerstag ftatjfindendm Ministerratk) die Reformen für Cuba unterzeichnen; die- sclbrn sollen alsdann am Freiiag in dem amtlichen Blatt vcröffrntlicdi wrrdrn.
Tie Herzogin von Montpensicr 171 in Sevan an Bröstfeilentzündmig erkrauit.
Türkei.
Dlikck) ein Jradc dcs SUltans ist, wie „W. T. B.“ aus Konstantinopel mewrt, dia Verstärkun der Station§schiffe durch mehrere Torpedoboote sowie ie dcr Wachmannschaft des europäischen und asiatischen Kiiftenschußdienstes angeordnet worden.
Die Lage auf Kreta hat sich infolge neuer Mord- thatcn und eines Andranges von Mohamedanern nach den Städten verschlechtert. Es find Kriegsschiffe nach Canon und Cand'xa abgegangen. _ Die Iustizkom- mission bak ihre Vorarbeiten beendet und wird demnächst von Konstantinopel nach Kreta abgehen. Die Gendarmerie- kogimisyion wird, wrnn bis zum 10. Februar6fremde Offiziere und 170 Mann zur Bildung für drei Gendarmcrie- Kompagnien vollzählig sein werden, mit der Aufsteäun dcr- lcßieren ().-ginnen und am 20. Februar nach Kreta abrei .
Amerika.
Der Staatssekretär Olnct) und der großbritaniche Bot: schafter Sir J. Pauncefote unterzei neten, wie „, .T.B.“ meldet, vorgettrrn in Washington em bkommen, wonach die (Gren c zwischen Alaska und Canada, soweitéüe auf dem 141. eridian lirgt, durck) eine Kommission feftge teilt werden sol]. Tie Konvention wérd hrute dem Senat zugeben.
Der SenatSausschuß für_auswärtige AngeZegcn- heiten hat mit 6 gegen 4 Stimmen beschlossen, die An-
dem'Kaiier kin Diner 0-10, u we"! Oder ono“ und die Mitglieder derDeputai nEinMn WWW!-
MM.,_ „„.-_ „
det SLieds sei “jverin u zwisrhen Groß- br tannien'u den ere *xlgtkn- taaterrzuetxtpfehlm, " mit" einiaen A s. Wahrend die merken
ngen. ledigli redaktionelkr Natur find. wird durch
eine derse- [ben der“ rtikel, welcher den Körxig von Schweden uud Norwegen um SchiedSrichter bestimmt, gestrichen und an dessen telle ein Artikel esest, nach welchem
' beide Mächte einen SchiedSrichter wäh en, sobald ein solcher
für nothwendi erachtet wird. Durch_eine m_eitere Abänderung wird dem Arnßkel 1 ein Paragra h_hznzugequtx nach welchem keine die innere oder äußere 5Zolmk der _etden Vertrags- mächte berührende Frage, oder ihre vcriragömaßig oder ander- weitig geregelten Beziehungen zu irgend einem anderen Staate dem Schiedßgerichte emäß den Bestimmungen dresxo Vertrages unterworfen sein ol], außer wenn dtes durch em besonderes Abkommen stipuliert wird.
Der „NEMYOkk Herald“ erfährt aus_ Cayenye vom 30. o. M., in dem Distrikt von Ca_ch1pour seien von bewaffneten Brafilianern ein Franzose getodtet und secbs qndere gefangen" gesth worden. Cachipour bildet e_in_cn TUU[_ des zwikchen Brasilien uad *FranzöfischWuyana strittigen Gebietes.
Asien.
Ein in Madrid ein etröffenes offiziellxs Telxgramm aus Manila meldet verschie ene Zusammenstoße mtt den Auf- ßändisäzen, welcbe dabei inégesammt 224 Todie,_Verwundete und Gefangene verloren hätten. In den_Prov_mzcn_Bulgcan, Nueva Ecija, Barangas und Tarxac seien die kriegerischen Operationen beendigt und habe die Zusmpmenzwhung der Streitkräfte begonnen. _- Nach einer Pr1v_atmeldung aus Manila hätie Emilio Aquimaldo, der Fuhrer der Airf- [tändischen in der Provinz Cavitc, dcm General Blavrexq schrift- ich seine Unterwerfung angeboten unter der Bedingung, daß die Ueberläufer begnadigt würden. Der General habe indc-ß das Schreiben nicht beantwortet.
Afrika.
Dem „Reuter'schen Bureau“ wird aus Kairo vom 30. r. M. gemeldet, daß einzelne Trupps von feindlichen Kameelreiiern in der Wüste zwischen Dongola imd Omdurman erFchicneu keien; es heiße, dieselben beabsichtigten Raubzüge gegen ein :* ne Stämme, welche den Egyptern befreundet seien, _ Eine leine Abthrilurr von Derwischen habe f1ch_von Abu «Hammed bis in die Nä e des vierten Katarakts oftlich von Merawi, anscheinend in derselben Absicht, bewegt.
Aus Agordat berichtet die „Agenzia'Stefani“, daß die Derwisthe, mit denen die italienischen Truppen Füblung unter- hielten, ihren Rückzug fortgescßt und den Flu Chor:cl:(§asb überschritten hätten. Die seit dem 27, 5.871. angeordnete Zer- störung der von den Derwischen bci Amideb errichteten großen Vanisaden und anderen BefestigungSwerke sei voUendet.
Das „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Prätoria, der Financier I. B. Robiris on habe am Sonnabend den Präfi- denten Krüger über wichtige BergwerkSangelegenheiten be- stagt. Der Präfident Krüger habe gesagt, daß die Verhand-
“wi
_ lunsgm über eine Herabscxzung des Eisenbahntarifs für Kohlen
chen dem Hauptbureau der niedcrländischen Gescllschast in ßerdam und den Direktoren in Präioria noch im Gange seien. Ferner habe der Präsident erklärt, daß die Schulen in den Goldfclder : Bezirken fortan cine Staatsunter- stüßung erhalten würden und daß die en lische Sprache die Unterrichtssprache bilden werde. Bezüglich er Unterhaus- rcde Chambcrlain's vom Freitag habe der Präsident Krüger bemerkt: es würde ihm lisb sein, wenn Chamberlain bestimmt und klar bezeichnen wollte, was für Versprechungen er den Uit- landern gemacht habe, die nicht crfüUt worden seien. Der Präsideni habe mit der nachdrücklichcn Erk1ärung geschlossen, daß er den Frieden wünsche und daß auswärtige Staats- angehörige jeden möglichen Schu? genießen sollten, in lange sie nicht Ruhestörungen hcrvorrie, n._ ;
Dusselbe Bureau erfährt aus Bras; von _Fcstrrn: eine Depesche aus Eggan berichte, daß die Flotti e und das ExwditioW-Korps der Royal Nigsr Company die Hauptstadt des südlichen Landes der FuUah, Ludi, gcnommen hätten. Die Stadt fei zerstört worden. Die Macht der Fullal) südlich vom Niger fei voUständig vernichtet. Die Expedition marschiere "183: nach Biba und dem Land? nördlich vom Niger.
Parlamentarische Nachrichten.
_Der Bericht über die vorgestrigc Siyung des thchstages befindet fich in der Errten Beilage.
_ __ Das Haus der Abgeordneten seßtc in_der heutigen (:)-7.) Sißung, welcher der Minister für Landwn'thschast IC. Frmhcrr von Hammerstein beiwohnte, die am Freita? ab- gebrochene Debatte über den Antrag der Abgg. RinY( ons.) u. Gen., betreffend die Einfuhr ausländischen iehes und Vorkehrungen geßen Viehscuchen, fort.
Wte bereits mitgethei t worden ist, hat der AbgLeiocha (Zum.) eine Abänderung beantragt, nach welcher die Einfuhr rusfischer Schweine au6nahmsweise im Interesse drr Versorgung des oberschlefischen J-dustriebczirks zuzulassen ist.
Der Nbg. Graf von und__3_u Hoensbroecb (chtr) beantragt serner,_ dem Antrag in als Nr. 20 hinzu: «fügen: daß dre Einfuhr von friéchem Fleisch aus den . 'ederlar-den untersagt wird.
Abg. Letokba (Zentr.):_ Ick bin mit dem Antrag Ring insoweit einverfremden, als er die Einfuhr verpestejer Scbwrine in Oberscblefien verbindern wil]. D:; aber Oberschlesien eine sebr zahlreiche, auf den Gxnuß billigen Fleixcbes angewiesene industrieüe Bevölkerung bat, so w_are es_ hart, wenn die Sperre absolut und rückficbtélos ver- baugr würde. Ich meine vielmehr, das; die Einfuhr gestattet werden kann, wenn eine Seucbc-ngefabr ausgeschloffen ist. Der Konsum von Schweinkfleisch und Spark hat fich in Oberschlefixn vertheuert infolge der Sperre, und was das bedeutet, ist leicht zu er- kennen. Die Zufuhr aus anderen Xrovinzen ist spärlich und bei den weiten Entfernunge'n und hohen rachtsäßrn zu kostspielig. So bybe Preise kann der niedrig gelobnte oberschlefiskhe Arbeiter mch: bezahlen. Ich kann nrcht zugeben, daß die Verseuchung von Rußland_ aus gefabrdrobénd ist, wie man es auf der rechteu_Seite bmftellt. Der Abg. Ring ift in dieser Beziehung doch nicht bmreichend informiert. Das Verfahren des Tbierarztes Arnons hat der Minifter schon gekennxétcbnet. Auch die Ring'icbe Darstellung des Viebtrankports und der Verladung auf den oberschleßsckoen Balm- böfen scheint mir der Wabrbett nicht zu entsprechen. Die Ein-
tungen zur Desinfektion und überhaupt zur Verhinderung der Seutbeneinscbleppang schließen jede Gefahr aus. Ich bitte Sie,
meinen Antrag anzunehmen. Abg. Dr. Oßwalt (ul.): Graf Kaniß bat seine Partei egen den Vorwurf vertbeidi t, 5an1 sie egen die Amtsführun des and-
irértbschaftlxcbea Miuiters Mi trauensvotum beabfi tigt babe.
Bit unsnaseiu ßnd "W weit entfernt den Minister iu
“agrarische Bahnn , Wir haben ibu “bisher immer unter- ßust, it baltm «kaxe'a'Z'-' der Viedveks fir sb wichtig. Es mri? alles gethan werden, jede Gefahr TTM!“ e :
tgen, soweit dies mit den bestebenden Staats- und Handelsverträgen möglich tft. Daran halten wir unbedingt fest. Vor aller Welt muß der Glaube an unsere Vertragstreue uuetschüttert befteben bleiben. Die Hunde!!- verträge müssen loyal erfüllt werden. Die Frage, ob die Handelßverttäge schaden oder nähen. hat mit dieser Frage garnitbts zu tbun._ Man bält sein Wort, nicht weil es nüvt oder schadxt,_ sondern weil man es gegeben hat, und bier stimmen wir dem thstneLM zu; schon darum ist der Anita nicbt nuylos geroesen. Biel! cbt hätte Herr Ring einige seiner usfübrungen unterlaffen konnen. Uns lugt jedenfalls jeder Nebenjweck fern, wir verfolgen mit diesem Antrag nur den Zweck der Seuchenverbütung; andere Mytive [affen wir uns nicht unter? ieden._ Es fragte ficke für uns, wie wir uns dem formell gegenüber ellen sollten. Die Einen von uns legten _be- sonderen Werth auf dm Wortlaut des Antragxs, sie konnten mcbt 01108 billigen und wollten sich deshalb nicht urxterscbretber- ; Andere meinten, mit ihrer Unterschrift nur dem Sinne, nicht dem Wortlaut ihre Zu- stimmung zu ertbeilen, fie wollten (xder Regierung nur eine Ayregung gehen. Sämmtltche Vorschläge des nfrages werdxn von keniem erringen meiner Freunde gebilligt. Jeb babe nach meinem persönlichen lokalen Standpunkt besonders Bedenken ge en_ den Punkt 3. In meinxr Vaterstadt Frankfurt a.M.wird Schla tvteb aus O_esierreicb in der Weise eingeführt, das; das Vieh in plombierten Wagen direkt auf den Schlacht- bof gebracht und sofort abgeschlachtet wird, x_md es, findVorkebzungen etroffen, daß dasselbe mit anderem Vteb n1cht m_ Berubrqng ?ommt. Mißstände baden fich darqus nicbt ergeben. In eme)? Petition an das us wird die Sache ausxmandergesevt und ausgefuhrt, daß vom 1. pril1891 ab auch nicht em Fgll von Seuche, a_uch nichr von Maul- und Klauenseuche, vorgekommen lst. Selbst wexzn einmal bei dem in der Viebseuchen-Konvrntion vorgesehenenFaU schqrfere Maßregelp zu treffen sind, wird man doch fragen müssen, ob_ nicht da, w_o die nötbigea Schußdorkebrunaen bestehen, das btsbxrige Verfahren beizubehalten ist. Sachlik-b besteht bsi _ metncn_ Freunden keine Differenz mit den Anita ste_Uern. Urner _Yukemandergeßen betrifft, so zu sa en, nur die ge?cbast8_ordr_1ung§maßtge Behandlun? Ich und der A g. vom Rath, die wir ja Zmen _stadttschen Wix!)
kreis vertreten und daher vor dem Verdacht ubertrtrbxnen Agrartxr- tbums qeschüst sein soÜten, haben den Antrag unterjtußt, um unyer Intereffe für die Bekämpfung der Vzehseuchen kundzugeben, und um, wie auch andere Unterzeichner dex! Antrags, die Spißcn, die sonst in dem Antrag _ rem 7311111811, zu beseitigen. Die wirtbschaftlicberx Grgxnfayx bekampfen sich mit wachsender Schärfe, da ift es Pflicht eines jeden Einzelner), nach Kräften zur Vermittelung beizutragen und jede Frage objektiv obne Nebenrückficbten zu prüfen, und wir müssen auch das Emigende bexoegcn. In der Frage der Bekämpfung der Viebseucben sind rvtr alle einig, das ist keine Jnteressenfrage. Der Minister, der aÜerdings nach) d_er_t konkreten Vorschlägen seine Stellung bemißt, wird das richtige Verstandznß der Situation haben, wenn eine große Mehrheit aus allen Pgrteixn ei1_1- mütbig zusammensteht, um ihr Interesse und ihr Berstand_mß fur diese hochwichtige Frage zu bekennen, die sich um dre Bekampfung einer großen Gefahr für den Volkswoblftand dreht.
(Schluß des Blattes.)
Nr. 4 des .Centralblatts für das Deutsche Reich“, beraußgegeben im ReichSamt des Innern, vom 29. Januar bar folgenden Inhalt: 1) Justiz-Wesen: Aenderunxien in dem Verzswbniß der zur Einziehung von Gerichtskoftkn betimmtrn Steüen. _ 2) inanz-Weien: Nachweisung der Einnahmen des Reichs vom 1. * priL 1896 bis Ende Dezember 1896. _ 3) ZoU- und Steuer- Wesen: Zollfrkier Einlaß der von der in Guatemala stattfindenden ,Zentralamerifanifchen Ausstellung" zurück elangsnden deujsrben Güter; _ Ergänzung der Anlage „4 zum Schi sbau-Regulativ (Zollfreibeit der Schiffsbau-Materialien); _ Veränderungen in dem Stande oder den Befugniffen der 3011- und Steuerstellen; _ Befugnisse der Großherzoglich luxemburgischrn Zoll- und Steuerftellen in Bezug auf die Abferjigung inländischen Branntweins. _ 4) Konsulat-Wesen: Ernennungrn; _ Todesfall. _ 5) Allgemeine Vrrwaltungssachen: Erscheinen des Handbuchs für das Deutsche Reich aus das Jahr 1897. 6) Polizei-Wesrn: Ausweisung von Ausländern aus dem Reichßgebiet.
Arbeiterbeivegnug.
Aus Hamburg berichtet das „Wolff'scbe Bureau" zum Aus- stande der Hafenarbeiter: Die Zentral-Ausxtandskommission trat am Freitag Abend zu einxr Sitzung zysammcn, m we1cher beschlon€n wurde, den Ausftändigen die Wiederaufnahme der Arbeit zu empfehlen. In drn am Sonnabend abgebaltenen_ 11 Versammlungen der Ausständigen wurde über die Frage _abgestimmt, ob am Myntag die Arbeit wieder aufzunehmen sei oder nicht. Berichtxrftgtter wvrdey zu den Vkrsammlungrn nicht zugelassen. ercr Ausstandtge crbirlt ernkn auf „Ja“ und einen auf .Nein' lautkndrn StimmzettZl. Nachdem alle Ausftändigrn ihre Stimmen abgegeben batten, wurde'n fammtliche Urnen gefehloffen der Zentralkommission fzberbracbt. Dort wurden die Zettel geordnrt und die Stimmen (;.-zahlt. Y_aéymtttags wurde das Ergebnis; Verkündet. 72 0/0 aller abgrgebenxn Stimmen lauteieg: gegen und 28 9/0 für die Wiederaufnahme der Arbeit. Das Ergebmß Wurde mit lauten Hurrabrufkn aufgenommen. _ _
Aus Bochum meldet „W. TB.“: Der Kongrcg der christlichen Berßarbeiter-Vereine Deutscbxands, zu welchem zahlrenhe Vertreter aus allen Theilen Deutschlands eingetroffen maren, Wurde_gestern Nachmittag mit einem dreifachen Hoch auf Seine Majestat den Kaiser eröffnet. Brust bob _in einer Ansprache hervor: die christlichen Arbeiter wollten keinen Ausstand, fie Wollten aber die augenbiicklich günstige Konjunktur zur Erzielung höherer Löhne benußcn. Es )vrachen alsdann unter großem Beifall Geheimer Regierungs-Ratb, Yrrfeffor Dr. Adolf Wagner-Berlin, Profkffor Or. Hiye-Münster und
andgericbts - Rath Kulemann-Braunschweig. Professor Wagner äußerte fich über den Unternehmergewiyn und den Arbeitslohn und Verlangte mäßigen Gewinn 'für die Untérnebmcr und ent- sprechende Löhne für die Arbeiter. Profeffor Hiyc kennzeichnete die Aufgaben der Gewerkvereine, und Landgerichtsratb Kulemann besprach die Berechtigun und den Nußrn der Gswrrkvereine unter Hinweis auf die englis en Tradc-Unions. _ Dem Kongreß wohnten auch Pfarrkr Naumann, Pfarrer Weber-Gladbach sowie Vertreter der Königlichen Bergbebörde bei. Die eigentlicbkn Verhandlungen sollten beute beginnen. (Vgl. Nr. 26 1). Bl.)
Aus Weißenfels wird der „Köln. Ztg." zumAussiande der Arbeiter in den Schubfabriken telegrapbiert: Nach dem Scheitern der Außgleichßverhandlungen (vgl. Nr. 26 d.Bl-) beschlossen die Fabrikanten, am heutigen Montag ämmtliche Betriebe wieder zu eröffnen, und fordern Arbeirslose auf zum Eintritt in die Fabriken zur Ausbilduvg in der bei der herrschenden Arbeitstlreilung leicht zu erlernenden Thätigkeit; die Ausständigen sollen nur noch so lange berückfichtigt Werden, 013 Stellen frei find.
Kunst und Wissenschaft.
Hirtb's .Formenschaß' (München, Verlag von Georg Hirth) hat mit der kürzlich erschienenen 12. Lieferung für 1896 bereits seinen 20. Jahr ang zum Abschluß gebracht. Für diese aus den Werken der besten Meiser aller Zeiten schöpfende Publikation, rvelcbe Kynstlxrn und Gewerbtr benden, wir allen Freunden stilremer Schönheit wirk- lich als eine Quelle der Belehrung und Anregung und edlen Kunst- genuffes seit langer Zeit bekannj ist, b-.darf es kaum noch
einer neuen Emvseklun Von der RW uud Vielseitig- .keit descmfdeu B des .Fokmenschahek' Gebotmea überzeugt sebo- ei'n fiktbtiger Blick in deuIvbalt de] Bandes. - Man findet da in neun, nach den Gegenständen _?eordneta! Abschnitt": 1)“; allgemeine Ornamente und Dekorationömo ve, Intarfien, BWM- run en, Nieso- und Tauscbier-Vorlagen, Vignetten, Rahmen, Zier- sch er re., 2) Heraldik und Verwandtes, Wehr und Waffen n.,' 3 Innere Dekorationen, Wand- u_nd Glaßmalerer, Plafonds, Kamine,
eien, SÖloffer- und Schmiedearbeiten :c., 4) Architektur, äußere Deko- ' rationen, Gartenanlagen 2c„ 5) Werke der Plaftik,Monumente,Brunaen x., 6) Möbel, Gefäße und anderes Kleingeratb. Keramik, Textiles re., 7) Goldschmied und Juwelierarbeiten, Medaillen, Niesen x.," 8) alle oriscbe und dekorative Darstellungen, Kostüme Fefte x., 9 relig öse Darstellungen, Porträts, Genrebilder, DetaÜzeiÖnuugen., In dem Vcrzeichniß der Meitter sind alle europäiscbxn Kulturnationen vertreten, voran die deutsche, niederländische, italienische, fran- zöfiscbe und spanische Kunß; auch_ das *griecbische und römische Alterthum bat zahlrmcbe Vorbilder beraelieben. Die technische Ausführung der Blätter zeigt im Lichtdruck nach Gemälden, Radierungen, Kupfersticben, SkUlpturen und kunft- gewerblicben Gegenständen eine stetige Vervollkommnung, sodaß 1ie in vielen FäUen, besonders wo es sicb um schwer zugängliche, unaünsti beleuchtete oder wegen ibrsr Kostbarkeij sorgsam gebüteie Origina werke handelt, die Anschauung mit eigenen Augen vöüig erseßen. Selbst der Farblofi-gkeix der photographischen Aufnahme hat man in den letzten Zabrgangcn durch Kolorierung oder Tönung mit Glück theilweise abzuhelfen gesucht. Hirtb's .Formenschals', der sich vermöae dieser Vielseitigkeit al]- mäblich yon einem [) oßen Vorbilderwerk für Kunstgewerbtreibende zu einem reichhaltigen .Kunst1chaß" erweitert bat, Verdient nacb alledem aucb fernerhin in vollem Maße dcn Beifall aller Kunstfreunde und die weiteste Verbreitung in den kunftfreundlichrn Kreisen.
Literatur.
Das 10. Heft drs F. Jahrgangs der „“Zeitschrift für deutsche“ Sprache“, herausgegeben von ProfMor Dr. Daniel Sanders (Padt'rborn, Ferdinand Schön_ingh: Preis viertel- jährlich 3 .“), hat folgenden Inhalt: Wie gebt7s7 _ Geister und Menschen. _ Einige Brmerkungen zum 12T._Jabraang der Zeit- schrift. _ Von der modernen Lyrik. _ Frug oder xragtr? _ Friedrich List. _ Einzelne (leine Bemerkungen. _ Dufte. _ Radfahren, Rad- fahrer, Nadfabrt, Radreiter, Reitrad. _ Verrfabren. _ Vereinzelte beim Lesen niedergescbriebene Bemerkungen. _ Anzeige der eingesandten Bücher. _ Briefkasten.
_ Neben Zola und Daudet 997. fich Von drn modernen fran- zösischen Dichtern und Romanschrrsjftellern der gkniale, vom Tode früh dabingeraffte Guy de Maupassant in Deutschland am meisten Anerkennung erworben. Von seinen größrren Wcrken war jedoch cines, der Roman „UO'U'L (;o-307“. eine seiner leßten und zugleich feinsten Schöpfungen,_ dem deutschn Publikum_bisber noch nicht durch Urberseßung zugänglich gemacht._ Jetzt nt auch diese Lücke ausgefüllt, indem du; Halbmonatschrrft „Aus fremden Zun en“ (Stuttgart, Deutxche VerlagszAnstalt), deren leyter Jabr- gann ekanntlicb aucb Zola's_„R_om' enthrelt, ihren soeben beginnenden 7. Jahrgang (allmonatlicb rrjcbetnen zwei Hefte zu je 50 «Z) mit einer
eröffnet.
Theater und Musik.
Königliches Schauspielhaus.
,Die Zeisige', Lustspiel in vier Aufzügen von Heinrich Heinemann, ging gestern zum ersien_Mal in Scene. Es wäre beffer geWesen, das Stück als das zu beze1chnen, was es eigentlich ist. Es ist ein Schwank, und zwar ein solcher, der an ältére Muster seiner Gattung lebhaft erinnerr, Worin nicht eine Figur sich bewegt,derrn Bekanntschaft cin fleißigcr Tbeaterhesucher mcht _Ychon früher gemacht hätte. Der überaus freundliche Criolg, den die armlose dramatische Arbeit bei dem Publikum fand, muß daher lediglich der vortrefflichen Darsteüung zugeschrieben werden. Vor einem literarischen Forum kann fie nicht bestehen. Der Verfas]cr, welcher 1301: Jahren an derselben Stätie mit _seincm Lustwicl „Auf glajter Bahn“ einen freundlichen Erfolg _davontrug, ist Schausvirler und hat als solcher für__ srtne KoUegrn eine Reihe von dankbarer! RoÜrn gsschanexi. Anstatt zu charakterifiersn, heftet? er jedoch seinrn Grstalten ein außerlicbks Märkmal an oder entnahm ste vieimcer _ um eincn bildlichen AuEdruck zu gebraucbcn _ fkrtig etiquettiert dcr quuisitenkammcr. Man findet darin den Pantoffel- belden und sein Gegenstück, dir resolute Hausfrau, den jungen Mann, der, wrnn er lusttg ist, Fragmknte aus Opern singt,drn gutmütbigen Onkel, der 011? Zitate vcrdrrht, das Schulmädchen, Welches ihrer. Aufsaß nicht allein beginnen kann, dir reiche, abcr cdk1denkcnde Wittwr, dté dem Bcfferung verspr-Zckpendxn, leichtsinnig gurmüthigkn Lebemann Hrrz, Hand und Vermögen schenkt und Andrre mekyr. Die Darstellung, um ercbesich die «Herren Oberländer,Pur)chian,Ksßler, Blencke, Vollmer, Maschke, sowie die Damen Abies), won Mayburg, Hausner, Conrad, Stollberg und Schramm verdient machtrn, Verbalf dem Stück, wie schon erwähnt, zu einem freundlichen Heiterkeitsxrfolgc.
Lessing-Tbrater.
Das Erstlingswerk dcs junarn Dichtcrs Hans L'Auonge, ein Schauspirl in drci Akten, „Vor dsr Ehe“, wrlcbrs geftrrn zur ersten Aufführung gelangte, War nicht Von dcm Erfolrxe bkßleitet, den der Namr des Vcrfaffers erwarten lassen mochte“. Eine dramatische Begabung ist nicht zu vcrkenncn, _abrr fie äußert fich hier mehr in der Wahl des Stoffes als in (einer Behandlung; es mangelt dem Verfasser vor aÜem an der unentbehrlichen Sicherheit in der Technik drs Drawas. Eine der Braut und Frau gegenüber unver- zeihliche Handlung, die ein jungrr Mann „vor drr Ehe“ begangen hat, zerstört das Eheglück cines neuVerählrcn Paares noch am Hochzeitstage und vkrnicbtet das Leben dsr jungen Frau: das ist der Grundgedanke des _ Schausvirls. Die mangelhafte und unklare Begründung der emzelncn Gescbrbnisfc, welckze vor dem Beginn des Schauspiels liegen, jedoch die Triebfedern dcr Handlung auf der Bühne sind, und die fehlerhafte, einerseits _übertriebene und andererseits zu schwächliche Charakterzeicbnung der Perronen deuten auf den Anfänger in der drammiscben Kunst _bin. ErHrkulicb ist aber das Strebrn des Dichters, ein tiefes und machtiges Gefühl rein und natürlich zu entwickrln; darin tritt erkrnnbar eine hohe Auffassung von dem Dichterberuf zu Tage, die wobl zukünftig noch gute Früchte zeitigen kann. Der Darstellung waren keine bedeutenden Aufgaben grstellt, und sie bot auch keine besonders bemerkenswertben Leistungen. Selbst Fräulein Dumout Vermocbte als die junge Braut und Frau keine klare, _einbeitlichc Persönlichkeit aus der vom Dichter Vorgebildeten GestalT zu Waffen. '
Am Soynabend veranstaltete die französische Schauspiel- gesellscbaft des Fräulein Joffet im Saale des „Kleinen Journal“ in ier Leipziger Straße eine Mittagöauffübruna zum Besten der Genossenschajt deutscher Bübnen-Angeböriger,
War. Fräulein Joffet selbst war durch Krankheit am Er- s einen verhindert, asser die Herren Dumény, Antoine, Coquelin und ' me. Miroir versetzten die Zuhörer durch ihre Einzelvorträge und eine Scene zu Zweien in die angxnebmste Stimmung. Zum Vortrag gelangten das laumge Gedicht „ba 0110550“, welcbcs Herrn Coquelin schon im Lesfing-Tbeater vielen Beifall ein- getragen hat“ ferner „11'01'318011 funézbrs (10 Ums. Zourßsojs“, „[„0 5011543167017 aux 0110111138“ und „110 0118136311“, die Herr Dumény mit Humor und Frische deklamiertc, und eine 500110 (10 135111008». an deren Wiedergabe Madame Miroir und Herr Coquelin betbeili waren. Die Aufführung wurde eingeleitet und geschlossen m beifallswürdigen Vorträgen der unter Leitung des Herrn Vörös Miska stehenden Kapelle.
von M. zur Megrde herrührendsn Uebertragung des gsnannrer. Romans-
die sebr zahlreich besuckot und vom schönsten Erfolge begleitet “
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