1897 / 27 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 01 Feb 1897 18:00:01 GMT) scan diff

MUMM für die Wichtigkeit der Sache und fiir die rechtlichen Verpflichtungen gegenüberdem Gescs bei den Starkstrom-Gesellschaiten gefunden, sodaß in allen Fönen nur ein günstiges Einverftändniß über diese Angelegenheit, die allerdings von großer Wichtigkeit ist, zu Lande kam.

Was mm den Breslauer Fall anbetrifft, wo die Gemeinde- verwallung klagend vorgegangen ist gegen den Reichs-Telegrapben- W, und der in der ersten Instanz zu Gunsten der Gemeinde- verwaltung entschieden ift und zwar in einer Weise, daß wir, wenn dies E1kenntniß rechtskräftig geworden wäre, völlig k 19. msroi der jeweiligen Gemeindeverwaltung in Breslau gestanden hätten, die uns hätte nötbigen können, in jedem Augenblick die ganzen Telegrapbenanlagen von Breslau zu entfernen und damit Breslau von aklem telegrapbiscben und telephoniscben Verkehr mit der übrigen Welt völlig zu isolieren _ um einen telegrapbiscben Ausdruck zu gebrauchen _, so kann ich darüber keine Erklärung ab- geben, weil hier 105 W011 zutrifft, welches soeben der Abg. Förster gebraucht hat: 8611110 8111) „juäjcs 115 635, die Sache schwebt beim Reichsgericht augenblicklich, und die Enjsckeikung ist noch nicht erfolgt.", Sie wird, wie mir mitgstbeilt worden ifi, im Laufe der exsten Woche des Februar erfolgen. Fällt fie dabin aus, daß das erste Erkenntniß bestätigt wird, also daß zu Ungunsten des Reichs-Telegrapbenfiskus entschieden wird, so werden wir die weiteren Schritte thun, die bereits in Erwägung ge- nommen slnd, über die ich aber augenblicklich nichts sagen kann. Es bleibt nns außer der berühmten Klinke der Geseygebung noch ein Mittel übrig, und das werden wir wobl ergreifen.

Abg. Dr. Müller-Sagan (fr. Volksp.) behauptet, daß die Be- nußnng einer Fernsprecbanlage auch da nicht gestattet würde, wo fie offenbar dazu angelegt wäre, daß die Bewvbner eines Hauses fie beim Portier benußen könnten.

Staatssekretär des Reichs-Poftamts [)r. von Stephan:

Meine Hemm! Es betrifft das dieselbe Angelegenheit, die der Herr Abg. Müller (Sagan) schon vor mehreren Jahren aus Anlaß eines Falles, der in Göriiß vorgekommen war, zur Sprache gebracht hat. Er weiß ja aus der damaligen Erledigung des Faüs, mit welcher Koulanz die Verwaltung solchen einzelnen Anforderungen, die allerdings nicht berechiigt find, entgegenkommt. Man kann ja darüber in gewiücn Fällen hinwegsebkn; wenn 66 sich aber soweit ausdehnt, daß die ganze Nackxbarschast zum Portier kommt und diesem sagt, was da und dahin binübergesprocheu werden soll, so bildet sich eine Vollständige öffentliche Fernsprcchsiklle aus, und das ist in den Bedingungen mit den einzelnen Abonnenten verboten. Es steht darin, daß das Telspbon nur in eigenen Angelegenheiten vkrwendet Werden, (1er nicht zu einer öffent- lichen Fernsprcchstelle ausarten dürfe. Eine solche Bestimmung ist nothwendig, denn sonst würde die Ordnung nicbt aufrecht zu erhalten ' sein. Anders liegt die Frage, ob man die Sache koulant handhaben will. Daß dies geschieht. davon können Sie sich überall in Betlin überzeugen; in allen öffentlichen Lokalen, Wenn dort ein (Gast sprechen will, so wird es ihm nicht verWeigert. Zu einer öffentlichen Fern- sprecheinrichtung darf das aber nicht außarten, dazu kann die Ver- waltung nicht fcbwkigen, fie muß es inbibieren.

_ Aber viel wichtiger ist mir die andere Sache, über die der Hen Antragficiler Vr. MüUer etwas scbnkll hinwxggkgangen ist. (Zuruf.) _ Dann 51th ich Um Vérzeikzuna, das habe ich nicht Verstanden. Der Antrag wcgen der Spkzialifierung der Fernsprech-Neuaniageu über 100000.“ 1011 also an die Budgetkcmmisfion Verwiefen werden. Dann werde ich ia, und zwar sehr Nbeblichk (Einwendungen dagegen “ckck „_

Abg.1)r. Mülle'r-Uagan: Im Westen Berlins befindet fick) die Telcpbonanlags beim Portier und wird von (TUM Parteien des Hauses benukt, 0an daß die Verwaltung dagkgen eingeschritten ist.

Bei Tit. 54: Tagegeldcx und Reisekosten, regt

Abg. Dr. Förster-Reustkttin 61116 Revifion der Vorschriften über diese Ftage an, da die Cntsckädi00ngen zum großen Tbkil, namentlicb für die böbexen Beamtcn, den Bedarf bei wkitem übkrstiegen.

Der Titel wird bcwiliigt.

In Tit. 57 „Anderweitige Miethe für Geschäfts- räume u. s. w.“ sind auch 10 500 „46 enthalten, die zum Bau von Wohnhäusern für Post-Unierbeamie namentlich im Oßen bestimmt sind,. - _ 33;- - ;..

Der Titel wird bewiÜigt, de§gleichen der Rest des Extra: ordinariums der AUSgaben.

Jm Extraordinarium hat die Budgctkommisfion die Forde- rung für ein Postgrundstück in Coburg (215953 „FH) gestrichen, an der orderung von 439620 „44 zur Vergrößerung des Postqrundstü 8 am Stephansplaß in Hambur und zu einem Um- und Erweiterungsbau auf diesem rundftück 113000 „48 angeseßt, und das Diépofitiv wie folgt geändert:

um Ankauf eines Grundsjücks behufs Vergrößerung des Hostgrunistücks am Stephanswaß in Hamburg (Anzahlung von 321000 „16 und Zinsen 5600 „48 für Rcstkaufgcld).

Der Vmschlag der Budgetkommission bezüglich der Ford;- rung für Hamburg wird ohne Debatte gknchm1gt; ebenso wird ohne Diskmsion die Forderung für Coburg gestrichen.

Die Kommiffion beamragt ferner, die zum Etat der Reichs- Post- und Teiegrapbanerwaltung eingegangenen Petition en, betreffend die Erhöhung des Postgcwichts für einfache Briese, den verbündeten Regierungen zux Erwägung zu über- wet en:

1dix: Petitionen um Ermäßigung der Fernsprcch- gebühien den verbünde-tcn Regierungen als Material zu überweisen;

die Petitionen, soweit sie sich auf Postbauten beziehen, durch die B01chlüffe des Reichstages für erlrdigt zu erachten.

Abg. Dr. Hammacher beantragt, die Petitionen wegen Er. mäßigung dsr Fetnsprkchgebühren den verbündeten Regierungen zur Erwägung zu überwNscn.

Dieser Antrag wird angenommen, im ubrigen stimmt das Haus den Anträgen der Kommission zu,

- Bei den Einnahmxn aus Porto: und Telegramm- gebühren beantragt

Abg. Dr. Schneider (fr. Volksw.): ,Dkn Rsichékanzler zu 81“- sucben, dahin zu wirkxn, daß die in § 1 des" (Hkseses Vom 5. Juni 1869, betrcffend die Poriofreibeit im Reich, den regierenden Fürstsn, deren GemaHlinnen und Wittwen vkkbliebkne Befreiung von Porto- ebübren auf deren etsonen beschtänkt wird.“ Die Annahme des Antrages würde. so übrt der Antragsteller aus. die unentzütlichm Leistungen der Post vermindern und die Einnabmkn erböbxn. Das Regulativ zy: Ausführung des Gesk?es gewährt die Porto- freibeit nicht den iürfilicben Personen allein, ondern euch dem Hofstaat derselben. Formel! mag diese Außlsgung geiecbtfettigt sein, aber «(5 dm Verhandlungen im Norddeutschen Bundestage hat man

die Poriofreibeit nicht 113 dieser Anodebmmg aufaglefaßt. Z. B. per- enden Gärtnereien Fürstliche: Petsoztm ibre Kat oge unter Porto- reibeit und legen auch Kuvexts fur die Beantwortung bei. Auch andere Produkte Fütstlicher Landereien werden auf diese Weise ver- sandt und dadurch werden die kleinen Gärtner und Landw_irtbe ges digt, also der Mittelstand, Iden man ja est besonders sinke)! möchte. Es haben alle Parteien ein Intere e an der Beseiti- ung dieses Privilegiums, dte außerdem im Interesse des Fürstlichen kZlnsebens liegt..

Unter-Staatssekretär im Reichs-Pofiamt Dr. Fischer: Das Zugeständniß die «s Ebrenrecbtes war eine der Vorausseßungen, unter denen s. Z. in de Abtretung des Postrccbts an die Krone Preußens und dadurch mittelbar an das Deutsche Reich gewilLiZt wurde. Es handelt fich hier nicht einfach um ein Gese , wel es aufgehoben werden könnte, denn sonst würden wir "enen orausskßungen untreu Werden. Bei dieser Sachlage kann ich “ie nur bitten, die beantragte Resolution abzulehnen. Auf die Einzelheiten gebe ich nicht ein. Wenn von einzelnen SteUen von diesem Rechte ein sebr weitgehender Gebrauch kmacbt worden ist, so möchte ich darauf hinweisen, daß wir in sochen Fällen die betreffenden Steam immer bereit gefunden haben, Mißbräucbe einzusckräukcn. Jeb zweifle nicht, daß das auch in diesen Fälien geschehen wird.

Abg. Bebel: Wenn der Antrag die Zustimmung der Regierung finden sollte, würden ja die bestehendkn Vertragkrecbte revidiert werden können. Finanzieüe Bedenken auf Seiten der Fürstlichen Familien kömJLn jedenfalls der Beseitigung "des Privilegs nicbt entgegengefteüt wer en.

Abg. Dr. Schneider hofft, daß die Verhandlungen schon dazu beitra en würden, diese Mißstände zu beseitigen; denn es würde dem Fürst! eben Ansehen nicbt förderliä) sei?, wenn troß der Verhandlungen im nachsten Jahre der Antrag wiederholt werden müßte.

Der Antra wird abgclkhnt.

Die Einna men der Post: und Telegraphenverwaltung werden genehmigt.

Ohne Debatte erledigt das Haus ferner den Etat dcr NeichSdruckerei.

Schluß 31/2 Uhr. Nächste Sißung Mittwoch, 1 Uhr. ((Z-'srfte Jesum; der Grundbuchordnung und des Konvertierungs- (] eyes.

Nr. 5 des .Centralblatts der Bauverwaltung“, beraus- Fegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 30. Januar, at folgenden Inhalt: Axntlicbes: Diknst-Nachtickitkn. _ Nichtamtliches: Neuere schwamm- und feuerficbere Dickenkonstruktionen. (Schluß). _ Architekjur und Kunstphilosvphie. _ Die Preisbewerbun für den Neubau der Hochschule für die_ bildenden „Künste und der ochschu1e für Musik in Bkriin. 11. (Fortteßung) _ Die Umwandlung des Wiener Donaukanals in einen Handels- und Winterbafen. (Fort- ssyung.) - Vkrmischtes_: Preisbkrverbung für die Ergänzung dsr Statue der tanzenden Manade. _ Diknstanweisung für die Dircktoren und Lehrer an dyn Königlich prkußiscben Baugewerkschulen. _ Preis- bcweibung für Pläne zu einkm Kreishaus in Wanzleben. _ Preis- bewerbnng für das Arnold-Stift in Greiz. _ Preisausschreiben für Herstellung von Gaskcks-Stubenöfkn. _ Wettbewerb für Pläne zu einer refoimietten Kirche in Außerfihl-Züricb. _ Bücherschau.

Statistik und VolkSwirthschaft.

Die Ergebnisse der Berufßzäblung vom 14. Juni 1895 in Baden.

Von der vorjäbrigen Berufs- und Gewerbezäblung liegen nun- mehr auch aus dem Gwßberzogtbum Baden die Ersten Endgültigen Ergebnisse vor („Statistische Mittheilungen üb. 5. Gr. B.", Jabr- gang 1896, Nr. 3), die, wie die bisher besprockenen amtlichen Ver- öffsntlichungen der anderen größeren Vgndesftaatsn, die Berufsver- bältniffe bstreffen. Offenbart sich auch in Baden dieselbe Entwicke- lung der wirtbfchaftlicben Vevölferuansvwbältniffe, die wir in fast genau denselben Prkportionen schon n anderkn Theilen des Rsichs beobackzteten, so lassen fich doch auf Grund mancher interessanten badischen Ctmittklungen nocb lehrreichk Betrachtungsn anstellen.

Die Gksammtbcrölkerung des Großberzogtbums belief sich nach endgültiger Fsstftellung am 14. Juni 1895 auf 1719238 Personen, Von der Gesammtzabl Waren 791478 oder 46,04 % Erwcrbstbätige (im Hauptberuf), 46 654 oder 2,71 % Dienijbotkn, im Haushalt der Dienstberrscbaft lebend, 798 760 oder 46,46 0/0 Angehörige (ohne Hauptberuf) und 82 346 oder 4,79 % Berufslosx „(]F“). Die Za_bl der Erwerbstbätisen und die dsr „(nicbt bauptberuürck) erwerbßthatigen) Angehörigen ist hiernach 1895 in Baden fast 00an gleich mos; ge- wesen. Von der Gesammtbevölkcrung gebörjen 844 545 oder 49,12 0/0 dem männlichen und 874 693 oder 50,88 % d€n1wmblichenGefch12cht an. Von dyn männlicbxn Personen waren nabkzu stvci Drittel (64,3 %) Criverkstbätiae, und nur wenig mehr €le] ein Dxittcl (35,7 %) kntfiel auf die Diknstboten, Angebörigsn' und Berufsiokey :c.; bei den weib- lichen Personen wurdkn nicht Vtel mehr als ein Viertel'(28,4 %) ErwerbßWätige, dagegen mehr (116 fiaben Zehntel (71,6 %) Dienstboten, Angehöriße und Berufslose ermittkit. _D1_218_T„batfack'e _findet darin ihre Erklärung , daß die bauxwtrtb1chanlich0 Tbatigkeit der Frauen und Töchtkr in der etgenen Famckie nicht als Er- rvkrbstbätigkeit angesehen wird. Gegknübéx den Ergebniffkn dcr Berufsxäblunß von 1882 find bezüglich der vorstehend ayscbilderten Verhältnisse recht erhebliche, Aenderungen eingetreten. Von der Gesammtvermebrung, welckpe die Bevölkerung des Groß- berzogtbums von 1882 bis 1895 erfahren hat (von 1558 597 auf 1719 238, d. b. um 160 641 Petsqnen 021817103910). entfäütder alTer- größte Theil auf die Erwerbsthatigen; _die Diknstboten haben nur eine_geringe, die Bkruislosen Sine ziemltch große Zunahme aufzu- weiken, und die Zahl der Angehörigen (_obne Hauptbezuf) baz sogar e'xne nicbt unbedeutknkc Vermir-dcruxa erlitten. _ Verhaltmßmaßig ist die Zahl der Berufsloskn am sxätknen angewach1enx fie hat sich nahezu Verdoppelt; die Erwerbstbätigen haben um kin Viertel, dre Dienst- botxn um ein Achtel zugenommen, wäbrend die Abnahme der Ange- hörigen ein Zwanzigstel beträgt. Bei den Erwsrbßthatxgexi, dext BS- ruislosm und Angeböxigen haken beide Gesckoiechtkr gleichzeittg_ zu- bezw. akqenommw, und zwar stets das weibliche Geschlecht starker als das männliche; bki dkn Dienstbotem babsi: dre Manner ein; Ver- minécrung, die weiblicben ersonen dagegen eme _Vermebxung erfahren. Die Zimabme der weabli en Pkrsonen ift vkrbaltnißmaßig fast drei- mal so groß als die der Männer, die Abnabuze der weKbltcben Angehörigen beinahe neck) einmal so stark als die der männlichen. Tiefe Vetbältnißzablen find um so bedeutungsvoller, wenn man er- wägt, daß die Gesammtzunabme des weiblichen Geschlkchks 0011 1882 auf 1895 geringer (+ 9,53 0/0) gewesen ist als die des mannlichen (+ 11,13 kI/g). Die starke Zunahme der Erwerßstbätigen (um mehr als ein Viélfel gegen 1882) findet allerdings zum tbeil (_:uch darm ibrkn Grund, daß bei der Erhebung von 1895 eine scharfere Er- faffuna 01181: Arten von mijbelfknker Thätigkeit, insbesondere der ck::familienangehörigen, stgttgefunden hat. Eine größere Zahl „vcw Per-

onen konnte nach Rücksra en der Kate orie de'r Erwerbstbattgen zy- gkwiesen werdcn, die auf rund der er ten mangelhaften Angabxn m den ?auébaiiungkliften als Angehörige oder Berusslose zu brzexchnen gewe en wären. Aber neben dtesem Anwachsen der Erwerbsxbatigen infolge sorgfältiger Ergänzung und Berichtigung „des Urmatenals er- iebt fich doch, daß in den [exten 13 Jahren eme stetig wachsende Zahl von Personen in den wirtbicbafllicben Kampf bereingezogen worden ist. Und zwar gilt dies besonders von dem weiblichen Ge- schlecht, das 1895 in weit erbeblicbnem Maße als 1882 am Kawpf ums Dasein tbeilgenommeu hat, wie folgende Uebersicht erkennen laßt. Von je 100 waren

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männlichen. . . 612

weiblichen . . . 21,0 , „ft ,

Personen überhaupt 40,6 2,6 54,1 2,7 | 46,0 2,7 46 4,8. Nach den sech BerufSabtbeilungeu setzte sich die Be-

völkerung des Großberzogtbums am 14. Juni 1895 folgendermaßen

zusammen:

Auf jede der neben- ßebenden Berns!- Dienfi- Pek- abtbeilungen entfielen

Er- von e 100 BerufSabtbeilungen: werbs- botaexu. LW "1

„2 0

*: v.“- "9“ » p-* ck ad U "“ '*'“ boten G U An. b » Berufs-

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. Landwirtbscbaft, Zorstwixtbscbaftu- agd.F1scherei. . 372084 357103 729187 . Industrie undGe- werbe (einschl. Bergbau xc. und Bauwesen). . . . 287 450 310703 598153 . Handel, Versiche- rungswesen und Verkehr ..... . FersönlicbeDienst- eistunqen und wechselnde Lohn- arbeit ....... 5274 13 682 1,0 9,6 0,8 10. OkffentlicberDienst und freie Berufe 48 067 46 252 94319 5,5 5,5 5,5 D'. BerufSlose . . . . 82 346 30439 112 785 9,4 3,6 6,6.

Mehr als drei Viertel der gesammten Bevölkerung BadenS (77,2 MJ) gehört hiernach zusammengenommen der Landwirtbscbaft so- wie der Industtie und dem GeWerbe an; der Handel xc. und die sonsiigen Berufßabtbeilunaen treten gegenüber den obigen beiden Haupt- abtbeilungen ganz zurück. Der Antbeil der Landwittbscbaft :e. mit 424 0/z der Gesammtbevölkeruna ist nur um 7,6 0/c, größer als der auf Gewerbe und Industrie mit 34,8% entfaÜende Antbeil* dem Handel und Verkehr gehören nicht 9an ein Zehntel, derAbtbeikungD noch nicht 1%, L 5 5 und 11“ 6,6 0/0 der gesammten Bevölkkruug an. Bet dkn Erwerbsjbätigen ist die Berufßabtbeilung 4 (Land- und Forstwirtbsckyaft, Jagd und Fischerei) den beiden Berufsabtbeilungenß und 0 zusammengenommen (Industrie und Gewerbe, Handel und Verkehr) noch um ein Geringes überlegen (42,6 gcgen 41,5 o/o); da- gegen find die Dienstkoten und Anakbörigen bei 4 in geringerer Menge ykrtrejen als bei 13 und 0 (42,2 egen 48,1 %), und dem- entsprM-xnd ist auch der ganze Antkeil der * erufsbevölkeruug, der auf 4 entiailt, geringer als die Antbeile von 13 und () zusammen (42,4 gegen 44,7 c1/9).

Jnterxsianter werden diese Zahlen, wenn fie zu den Ergebniffm der Berufßzablung von 1882 in Beziehung gesxßt werden, weil erst dadurch die Entwickelung bezw. Umbildung, die das wirtbscbaftlicbe Leben in den le ten 13 Jahren erfahren hat, klarer zu Tage tritt. Folgende Naéxwei ung giebt Auskunft darüber. Es haben seit 1882

zu- (+) oder abgenommen (_): in den Berufs- die Personen überbauvt um die Enverbktbätigen xm

abtbeiiungeu absolut % absolut %

. . . _ 36 388 _ 4,75 + 39 970 + 12,04 +106197 + 21,59 + 82 908 + 40,53 + 30 342 + 21,47 + 25 676 + 51,57 _ 4 479 _ 24,66 _ 385 _ 4,38 + 16 534 + 21,26 + 10 571 + 28,19 + 48 535 + 75,54 + 40 834 + 98,37

( Die Lage hat fich also im Ganzen in den lekten 13 Jahren auch in Baden zu Ungunsten der [andwkktbschaft- ltchen Bevölkerung verschoben. Wäbxend 1882 nahezu die Halfte' der Gksammtbcvölferuna des Landes (49,1%) der Landwirtb- schaft und den verwandten Erwerszweigen angehörte, ist deren 521015811 1895 auf 42,4 0/0 zurückgegangen, obschon die ijerbstbätigeu dieser Art, wie oben angkgeben, absolut um 39970 Personen oder etwas über 12 0/9 zugenommen haben. Der nicht unbeträchtlicbe Zuwachs der Bevölkerung in der Berichtézeit ist ebs'n in Baden wie im Reiche im Ganzen in crbeblicbém Maße dem Gewerbe und der Industrie, (owte dkm Handel und Verkehr zugute gekommen, deren Antheile an der Gesamnxtbevölkerung von 316 auf 34,8 % bezw. von 9,0 auf 9.9 '7/0 und zuiammen yon 40,6 auf 44,7 0/o axstieg-n sind. Recht bedeutend angewachsen sind auch die auf Heer, öffentlichen Dienß und freie Berufsatten (12) sowie auf die Berufslofen (D") enifallenden Antbeike (Von 5,0 auf 5,5 bezw. yon 4,1 auf 66, zusammen von 9,1 auf 12,1%). In der letz1genannten Abtheilung ist einmal eine ganze Anzahl von Personen, die 1882 zu den hauptberuflich nicht mehr erwerbstbätigen Angehörigen anderer Berufsabtbeilungen rechnete, infolge ihrer Eigknscbaft als Jnvaliden- oder Altersrentner 521“ der Zahl der von eigenem Vermögen, Von Renten und Pensionen Lebenden zugewachsen, und dann hat eine ncht unbeträcbtlisbe Zunahme der in BerufZVoxbereitung befindlichen Personen sowie der Anstaltsinsaffen Vetschiedener Art stattgefunden. _ Auch wenn man die Vsrtbeilung der Bevölkerun des Großherzoßtbums im Ganzen, sowie der Enverbstbätigen, Dientboten und Ange örigen im Besonderen auf die 25 Berufßgruvpen mit dan entsprechenden Ergebniffsn der Aufnahme von 1882 verglcicht, zeigen sowohl ba'züglich dkr Personen überbauvt wie bei den Erwerbsxbätigen die Berufs- gruppen der Ürprodukxion 1895 durchgängig gcrmgexe, die von Ja- duitrie und Gewerbe mit wenigen Außnavmen und die yon Handel und Verkehr obne AuLnakme 1895 größere Antheile als 1882. Be- sonders bedeutend ist der relative Rückgang der Berufögruvpe der Landwirjbschaft, Gärtnerei und Tbierzuckst, der_ um so bemerkenSwettber ist, als die Erwerbßtbät'gen derselben tpfoige zahlreicher Riick- fragxn und dadurch betbeigefübtter Bencbttgungen durch eme erhebliche Zahl von mitbrlfenden erwachsenen Familienmit- gliedern gegen 1882 noch um fast 40000 Personen vermehrt wurden. Die Außnabmen bei der Industrie und dem Gewerbe beschränken fich _ abgesehen von der Zufaüsgruype der Fabrikanten, Fabrikarbeiter 2c., die fast auSschließlicb aus_ vorubergebend anwesend ewesenen Pkrsonen besteht, bei denen Rucxfragen behufs genauerer Feststellung der Berufstbätigkeit wkgen znzrviscbkn erfolgter Abreise erfolglos waren _ ausschließlich auf drei Gryppen: Textilindziftrie. Industrie der Holz: und Schnisstoffe, Bxklydung und Reinigung. Auf die Ursachen diefes Rück,.anges, dex ubrigens nur bei der Be- kleidungsindustrie ein absoluter ift, waörcnd die Txxtiliudustrie und die Industrie der Holz- und Schniystoffe absolut noch Zunahmen auf- weisen, kann hier nicht näher eingegangen werden.

Fernere Vergleichungen zwrscben dewErgebniffen der Er- hebungen von 1882 und 1895 bezüglich einzelner wichtiger Berufsarten, die in der folgenden_ ,Ueber cbt angestellt find, zeigen dasselbe Bild: verbäitmßmaßtg er eblicheu Rück- gang der von Ackerbau und Viehzucht lebxnden Bevölke- rung trcxz Zunahme der betreffenden Exwerbßtbättgen, mehr oder weniger eibevltcbes Anwachsen der industrteüen und gewerblichen Be- völkerung. Es wurden 1895 ermittelt in den BerufSarjen: Ackerbau und Viebzucbt 709 854 (im Jahre 1882: 748546) Personen oder 47.37 (im Jahre 1882: 53,53) 9/9 der von den sog. materiellen Je- rufen (Uryroduition, Industrie, Handel und Verkehr) lebmden Be- völkerung, darunter 364237 (326 480) Etwerbxdtbätigx oder 49,56 (55,67) 0/5; Gold- und Silbe1schmiede, Juweliere, Bijourerieiabri- kation 23581 (16032) Personen oder 1,58 (1,15) %, darunter 11967 (70551Erwerbstbätige oder 1,63 (1,20)'/-; wa- (HW)

75 469 95643 171112 8.6 11,3

17."

Schmiede 12925 (13676) Personen oder 0 (0.98 '/o. darunter 5181 (4742) Erwerbstbätige oder 0,70 (0,8 ) %; lofferei, ein- schließlich Ver'ertigung feuerfeste! ledscbräuke 20904 (8249) Per- sonen oder 1,40 0,59) %, darunter 9897 (3673) Erwerbötbätrge oder 1,35 (0.63) %; migung von Mascbknen. Werkzeugen. Apparaten 17 628 (12620) Personen oder 1,18 (0,90) %, darunter 7264 (4637) Erwerbstbätige oder 0,99 (0,79) %; Verfertigvng von Zeitmeß- instrumenten (Uhrmacher) 10 501 (11307) Personen oder 0,70 0,81) darunter 4648 (4469) Werbstbatige oder 0,63 (0,76) %; vinner Hechelei, Spulerei :c. 11055 (10 808)_ Personen oder 0,74 (0,77) o/a, darunter 7181 (6974) Erwerbstbatige oder 0,98 (1,19) 0/g; Weberei 20 587 (22 613) Personen Oder 1,37 (1,62) %, darunter 13 701 (11432) Erwerbstbätige oder 1,86 (1,95) %; Schreinerei und Parquetfabrikation 28 573 (23 286 ersOnen oder 1,91 (1,67) '/o- darunter 11669 (8568) Erwerbst ätge oder 1,59 (1,46) 0/0; Bäckerei und Konditorei 19 421 (17958) Pexfonen oder ,40 (1,21) 9/0. darunter 9623 (6611) Erwerbstbättge oder 1,31 (1,13) 9/0; Fleischerei und Wurftlerei 11548 (10 778) Personen oder 0,37 (0,77) 9/0. darunter 5429 (3872) Erwerbstbattge oder 0,74 0,66) %; Tabackkabrikatkon 36 781 (18 623) Personen oder 2,45 1,33) 0/o, darunter 26126 (12142) Erwerbstbätige oder 3,55 2,07) !'/0; Räberinnen 15 147 (14166)_Personen oder 1,01 (1,01) %, darunter 13 670 (11849) Erwerbstbatige oder 1,86 (2,02) %; Sebnkider und Schneiderinnen 23670 (22 080) Personen oder 158 1.58) %, darunter 12076 (9246) Erwerbstbatige oder 1,64 (1,58) %; ubmacberei 29 504 (39 4188 §Y_ersonen oder 1,97 (2,82) %, darunter 11481 (14499) Erwer Stvatige oder 1,56 (2,47) 0/0; Bau. unternebmung und Bauunterhaltung 28 739 (13 385) Pexsonen oder 1,92 (0,96) %, darunter 11728 (4348) Erwerbétbätige odkr 1,60 (0,74) %; Maurer 40 302 (38 258) Pexsonen oder 2,69 (2,74) %, darunter 17 123 (12810) Erwerbstbätige oder 2,33 (2,18) %; Zimmerer 14953 (16 512) Personen oder 1,00 (1,18) %, darunter 5704 (5344) Erwerbstbätige oder 0,78 (0,91) 0/0; Waarsn- und Froduktenhandel in stewendem Geschäftsbetrieb 67 769 (55 592) Per. onen oder 4,52 (3,98) %, darunter 30 818 (19 986) Erwerbstbätige oder 4,19 (3,41) 0/9; Eisenbahnbetrieb mit Ausschluß des Straßen- babnbetriebes 31645 (27504) Personen oder 2,11 (1,97) %, darunter 9857 (7313) Erwerbßtbätige oder 1,34 (1,25) 9/o-_

Was die Berufsstellung der CiroerbStbattgen anbelangt, so werden in dieser Hinficht die Erwerbstbätigen bskanntlich in Sslbst: ständige bezw. leitende Beamte, Direktoren 2c. (sog. a-Personen) und Unfelbfkändige unterschieden; lestere tbeilen sich wieder in Personen mit technischer oder kaufmännischer Bildung einerseits (sog. b-Psr- sonen), und in bandwerkßmäßig angebildete Gesclley, Gebilfsn :e. oder n1cht_besonders vorgebildete Arbeiter (sog. 0-Per10nen) cxnderer- seits. 2331 den Erwerbstbätigen der Beruf?;abtheilung 1). (per16nlicbe Dienstleistungen und Taqlobnarbeit wechselnder Art) sonne bcxi den Berufslosen (Abtheilung K.) ist diese wziale Gliederung naturgemäß nicht durchzuführen; bei den Erwerbstbätigen der Abtheilung 10. (Heer und Marine, bürgerlicher und“ kirchlicher Dienst sowie (og. freie, Beruföarten) lassen sich zwar soziale Gruppen der Erwerbs- tbati en unterscheiden, aber die Eintbeilung weicht doch Wesentlich von der 0 en angegebenen ab. Wir lassen diese drei BerufSabtbeilungen (1)., 112.)er 17.) dabér im Folgenden außer Bstracbt und bescbäftigen un_s,bezu,111ch ker Berufsstellung hier nur mit den 735 003 Etwsrbs- tbattgen der Berufsabtbeilungen 17», 13. und 0. Unter ihnen wgrdxn am 14. Juni 1895 im Großherzogtbum 238311 Selbst- standtge, (a-Personen) gezählt, wovon 44 271 oder 18,6 ['/0 deux weiblichen Geschleäote angebörten; technisch und kaufmännisch gebildete b-Personen gab es 18 254, darunter 754 oder 4,1% weib- liche, und sogenannte gelernte und ungelernte Arbeitc'r alLer Art J-ersonen) 478 438 , darunter 190847 oder 39,9% Weibliche.

terbet sind die 8070 landwirtbschaftlicben Tagelöhner mit eigenem oder gepachtekem Land (obne Deputat- oder Halbpacbtland bezw. Aümend) als Unselbständtge (0- Personen) gerechnet wvrden. Von 100 Erwerbstbätigen der drei Berufsahtbeilunqen .4., 13. und (ck. zu- ammengenommen waren demnach nabczx ein Drittel (32,4 0/9) Selbst-

ändige und etwas mehr als zwei Drittel (67,6 %) Unselbständige, und zwar 2,5% kaufmännisch und technisch gebildete Personen und 65,1% GeseUen, Gehilfen, Arbeiter :c. Für jede drei Berufsablbeilungen ergaben fich gétrennt nach dem Geschlecht und zusammen am 14. Juni 1895 folgende Zahlen: Auf je 100 Erwerbstbätige jedes Geschlechts bezw. überhaupt entfielen: '

in der Abtheilung 14. _ Abibetlung 13. Männ- Weib- Zu- Mann- Weib- Zu- licbe liche sammen liche liche sammen Q-Perfmm 52,9 14,5 38,3 24,3 25,0 24,5 d- . 0,2 0,0 0,1 4,2 0,5 3,3 »“- . 46,9 85,5 61,6 71,5 74,5 72,2 Abtheilung (3. , _ Männliche Weiblxche Zummmen

pPersonen 37,0 25,4 33,4

, 15,4 1,8 11,2 0- , 47,6 72,8 55,4

Hiernach find in der Land- und Forstwirtbscht nabkzu zwei Fünftel, im Handels- und Verkeixrsgewerbe ern Dxittel, in Industrie und Gewerbe (einschl. Bquban) aber nur knapp ein Viertel sämmt- liche!" Enverbstbätigen seLbständig und denientsvrsckpend Etwas über drei Fünftel bezw. zwei Drittel und drei V'tertel umelbständig. Die beiden GesÖlechter zeigsn wssentlicbe Verschted§nhe1tem Während die soziale Gliederung der männliwen ELWLkhstbathn derjenigen aller 111 den Abtheilungen .4, 13 und 0- bcrufltcb' tdattgen Personen sehr ähnlich ist _ nur in der 21:15: und Forstw1rtbschaft_steigt der An- tbeil der selbständigen Männer auf mehr als die Halfte unter ent- sprechender Verminderung der Antbeile der Unselbstxindigen _, zeigen die Verhältnißzable-n für die weiblichen Erwexbsthatigen in den Ab- theilungen 14 und () Wesentliche, in der Abtheilung 13 aüerdings nur Fringe Abweichunaen. Im Ganzen find Von 100 männlichen

twerbStbätigen 38,9 &, 3,5 b- und 57,6 c-Personen, bei den weib- lichen ErWe1bstbätigen dagegen 18,8'bezw. 0,3 und 80,9.

Seit 1882 haben die Selbstarzdigemc. (a-Perscn.n) eine geringe, die Uns'elbständigsn (5- und c-Per1onen) dagesep ganz erhebliche Zu- nabmen erfahren, und zwar besonders das tccbntsch und kaufmännisch Lebildete Personal (die sog.b-Personen). 1306 sich mehr 015 verdoppelt,

eim weiblichen Grscblechte nahezu verdreifacht bat._ Dte Gesamtur- zahl der Erwerbk-tbätigen in diesen dreiBerUfHabtbnlungenzusammen- genommen hat ("117 seit 1882 um ein gut€6 Viertel vermehrt, ist also Zweieinhalbmal stärker angkivacbsen als dre Gesammtbevolkerung des andes in demselben Zeitraum (+ 10,3 0/0)- Und zwar_ist „auch hier wieder das weibliche Geschlecht mlt 48,9 0)? de_m mannltchexn mit 16,5 % beträchtlich voraus; dasselbe gilt fur die Zunque m den einzelnen Berufsstellungen. In der „Land- ,und Foxstwjktbscbgft 2c. ZAbtb. 14) weisen die Erwerbstbätigen eme 9611119614“ 12,09/0), me von

ndustrie und kayexbe(Abtb.13) mit 40,5 0/. eme mel exbeblrcbere und die von andel und Vevkehr (Abtb. ()) mit 51,6 0/0 6111? noä) ßrßßere una me auf. Recht verschieden verbalt€n_ Fick) die dre! sozialen

ruppcn Xder Beruföabtbeilung. Die Selbjiandrgenx. (a-ersonen) haben in bsh. 4 eine recht kleine (+ 6,3 9/0), M Abts). () eme vex- bältnißmäßig mehr als dreimal so großc Zunahme (+ 20,7 0/o)- m Abtb. 13 dagegen eine nicht unbedeutende Abnahme (um nahezu 10 o/-») erfahren. _ Wsnn man die landwirtbsckpaftllcbsn Taglöhner' mit eixxnem oder gepachtetem Land den-Selbständigerz zurechnkk- so ist in A 11). 11 von 1882 auf 1890 bei den Selbstandtgen 2c._ (14-Persons? nm e Zunahme um 6 Personen, d. b. also eigentlich ein Sti - stand bet, den unselbständigen (:*Personen (helfenden _erwacbsenkn Zinn likmmtgliedc-tn, Knechten, Mägden 2c. und Taglobnern oblne

rgentbum V?Lr Pachtland) dage en eine Vermebryng um „3,9921 Köpfe odi'k 22.1170 eingetreten. Jener Stillstand ist „haupUacbltch dqrauf 1ur1'ck1Ufübren, da? die Kategorie von kle-msten Land- wirtben ( Taglöbnern mi eigenem oder gepaÖtetem Land) in dem 13141508"! Zeitraum von 16 550 auf 8070, „d- b-, Um webt (7111 die Hälfte abgenommen hat. Die eigxntllcben selbständigen Landwirtbe müssen mithin von 1882 auf 1895 eme Ver- mebrung Usabkkn haben, die groß aenug war, diese Abnahme voll- ständig anomalelcben, und es wird Aufgabe der landwirtbschaftliäieu

Bettlebk' sein. die Größenverbältniffe der Betriebe festmi'tellen die au telle jener lzbnugüuben etreten sind. Immerhin sei auch hier schon beworg oben, daß die abl der selbständigen Land- wirtbe auch jekt noch mehr denn doppelt so Jos; ist als die der Selbständiger: U- in Industrie und S_Werbe. b der Rückgang der leßtereu, wie zu vermutben, bauvtsacblitb bei den Kleingewerbe- treibenden erfolgt ist und welche Betriebsformen und Gewerbearten vorwi end davon beirqffen sind, wird die sehr eingehend geplante ge- werbli Betriebsftanfttk au5weisen._ Hier sei nur darauf aufmerksam emacbt daß der grö te Theil dieser Abnahme des gewerblichen

ittelfkandes durch 5 e starke Vermehrung dQs derselben sozialen

Kronlwud

Maul- und Klauenseuche , Rotblauf der Schweine . . Schweinepest Schweineseucbe) 31 Maul: und lauenseuche . . Rotblauf der Schweine . . Schmeinepeft Schweineseuche) Maul- u_nd lauenieucbe . . Rotblaus der Schweine . . Schweinepest(Schweineseuche) Maul- und Klauenseuche . . Schweinepest(Schweineseuche) Maul- und Klauenseuche . . Küstenland . Rotblauf der Schweine . .

Schweinepest(Schweineseuche)

1 1 1 1 .. ...1 Tithoraxxberg _ _ [Maul- und Klauenseuche, 1 1 1 1

Nieder-Oeftmekb

Ober-Oefterreicb .

Q" WSWP

Steiermark . Krain

8181218„««

Schweinepest Schweineseuche) Maul- und lauenseuche . . Rotblauf der Schweine . . Schweinepest SchweinZeucbe) Maul- und lauenseu e. . 66 Rotblauf der Schweine . .

Schweinepest Schweineseuche)

Maul- und iauenfeucbe . . 11 Rotblauf dEr Schweine . .

Schweinkpest SchweinFeuche) 11 Maul- und lauenseu e . . 982 Notblauf der Schweine . . 26 Schweinepest(Schweineseuche) 224

Maul- und Klauenseuche. 1 13

Böhmen

x-zx-z

_QQWWOO

Mähren Schlesien

Galizien

Kärnten . Bukowina .

Lungcnseucbe . ck 9 5 8

Schweineseucbe . . . . . 53 1418 _ 53 1276

Weiz.

Maul- und Klauenseuche. 1._15. Dezember. 16.-31. Dezember. Zahl der verseuchten und verdächtigen Orte: Ställe: Orie: Ställe .

Rothlauf der Schweine und Schwcineseuche.*) Zahl der verseuchten Kantone: Orte: Kantone: Orte: 9 42 7 29.

*) Am stärksten verseu 1 waren die Kantone üricb, Ber Freiburg und Waadt. ck Z 11,

Belgien. 1._15. Dezember. 16.-31. Dezember.

Zahl der Verseuchten Provinzen: Gemeinden: Provinzen: Gemeinden: Maulseucbe . . . 7 50 7 88.

Frankreich.

Durch Dekret deß Präsidenten dsr Republik vom 27. Januar wird die Waarenetnfuhr aus Bombay, Kurrachee und jedem anderen verpcsxeten Orte Indiens nach Frankreich und Algier auf die Haksen Von Marseille, Pauillac, St. Nazaire, HaVre, Dün ircben und Algier beschränkt.

Ferne; wird die Emfubr von neuer oder gebrauchter Leibwäscbe, Kleidungsstücken, Bettzeug, Teppichen ' und jeder aus Lum en, unge- gerbtem Leder, frischkn Haufen, auß frischen thierischen BeZandtbeilen und Klauen gefertigten Waaren, die nach dem 5. Februar einen pest- freien Hafen des_ Indischen Ozeans„ von Maskat einschließlich der Häfen des Perfi)chen_ Meerbusens bis zum Kap Comorin verlaffen haben, von einem sertxns der französischen Konsuln zu beg aubigenden Ursprungszeugniß abhangig gemacht.!

Laut Bekanntmachung der Königli schw edischen Medizinal- VerWaltung von; 2. Januar 1897 dar die Einfuhr seewärts von Wiederkaue'rn und Schweinxn, sowie von Thieren des Pferdegefcblechts bis au_f weiteres nur uber folgende Zyllftellen:

elfin bor , ?ernosandKasteÜgarden in der Nähe von Kongelf 01a 01 en urg) Landskrona, Lulea, Malmö, Stockholm, undSvall, Söder amn und Umea stattfinden.

Dänische Antillen.

_ Durch Verfügung der Regierung der dänischen Antillen ist die fur Herkün te von der Insel Markt_nique wegen dort aus- gebrochenen elbfiebers angeordnete funftägtge Quarantäne wieder anfgehoben und durch eine ärztliche Untersuchung ersest worden. (Vergl. ,R.-Anz.“ Nr. 293 vom 10. Dezember 0. J.)

Kairo 31. Januar. (W.T.B.) Bei der internationalen PLftxKonferenz in Venedä?i werden der Unter-Staats ekretär im thstexium des Auswärtigen obammed Pascha S erif und ])!"- Milton Egypteu vertreten.

4. Dezember. 11. Dezember.

KomitaTe: Orte: Höfe: Korn.: Orte: Höfe: Kom.: Orte: öfe: Kom: Orte: Höfe:

Maul- und Klauenseuche . . 56) 1224 14155 55 1120 1256§ . . . . . 5

Nothlauf der Schweine . . 36 164 966 36 154 853 34 , 145 716 33 131 651 29 122 613

_ 53 1218 _ 52 1190 _ 53" 1119 _

Gruppe, PW! vielfach “einer höheren SW anaebörenden MM - km 11

und kau isch gebildeten Personals (der Ingenieure, Techniker, Chemiker xc. in nicbt leitenden Stellungen, der rokurifien, Dis- ponenten, Korrespondenten, Kassierer, Buchhalter, Ge chäftéreisendm :e.) ebenfalls nahezu auögeglichen wird, und da fich selbst unter du: 0- ersonen, wenigstens unter den gelernten Ar item, eine ganze An. za [ von Leuten (als Werkmeister, abrikmeifter, Werkfübrer, Vor- arbeiter xc.) befindet, die wirtbscbaft :ck in ebenso guter, vielfach sogar ünftigerer Lage sind wie der kleine selbständige Handwerker oder Haus- ndustrielLe, der 1882 zur Zahl der Selbstandigen in Industrie und Gewerbe gehörte.

Gesundheitsmeseu, Thierkrankheiten mad Abspermgs-Maßregeln.

N a ck t i ck t e 11 über die Verbreitung von Tbierkraukbeiten im Auslande im Jahre 1896.

Oefterreieh. 7. Dezember.

14. DMZablTLNi-er 31:211schDWt ber. y en eu

Höfe: Orka: : 1774 183 1466 14 9

96 86

23 6

_ 1 651 3 11 1 120 3

1

42

31. Dezember Orte: Höfe: 154 1308

752 6

13

1 123 3

2

36 1396 15

70 7583

11

813

1

28

10 782 340 '

3214

3

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12 68

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18. Dezember. Zahl der verseu ten,

23. Dezember. 30. Dezember.

Korn.: Orte: Höfe: 56 885 9992 56 816 8980 56 713 6833 6 6 6 7 7 6 7 7

Handel und Gewerbe.

In der Siebenten Beilage zur heutigen Nummer 006 „Reichs: und StaatssAnzeigers“ wird die Gesammtlifte derjenigen Eintragungen in die Börsenre ister ver“- öffentlicht, welche am 1. Januar 1897 in Kraft betaaden.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr find am 30.1). M. gestellt 13 016, nicht rechtzeitig gestellt 977 Wagen, Welche wegen SchneeVerwebungen nicht ge- stellt werden konnten.

In Oberschlesien sind am 30.0.M. gestellt 4212, nicht rezt- zeitig gestellt keine Wagen.

Ausweis über den Verkehr auf dem BerlinerSchlachd viedmarkt vom 30. Januar 1897. Auftrieb und Markt- preise nach Schlachtgewicbt mit Ausnahme der Schwäne, welcbe nc? Lebendgewicht gehandelt werden. N inder. Auftrieb 3725 Stü . (Durchschnittspreis für 100 kJ.) 1. Qualität 110_116 «44, 11. Qualität 96-106 „46, 11]. Qualität 84-92 „14, 17. Qualität 72-82 :“ - S ch w e i n e. Auftrieb 6894 Stück. (Durchschnittspreis für 100 kJ.) Mecklenburger 106_108 „46, Landsckpweine: &. gute 102-104 „44, 1). geringere 96-100 «74 , Galizier _,_ „44, leichte Ungarn _,_ «14 bei 20 % Tara, Bakonyer _,_ „44 bei _ kg Tara pro Stück. _ K ("1 li) e r. Auftrieb 766 Stück. (Durchschnitts- preis für ] kg.) 1. Qualität 1,20_1,24 “Fi, 11. Qualität 1,00- 1,16 «14, 111. Qualität 0,84_0,96 „76- S ck a f e. Auftrieb 8312 Stück. (Durchschnittspreis für 1 kJ.) ]. Qualität 0,84_0,96 „Fi, 11. Qualität 0,76-0,80 «16, 111. Qualität -- 544

Berlin, 30. Januar. (Bericht der ständigen Deputation der Woll-Interesienten über den Wollhandel im Januar 1897.) Das Geschäft in deutschen Wollen War auch im abgelaufenen Monat nicht lebhaft. In der ersten Hälfte blieb es stil], und erst in der zweiten trat mehr Nachfrage ein. Die Londoner Auktionen eröffneten am 19. d. M. ruhig mit einem durchschnittlicbe'n Preißabschlage von 5% gegen Dezember - Notierun en, jedoch zeigte sich im weiteren Verlauf große Festigkeit, soda bessere australische Wollen sogar den Abschlag w eder einbolten. _ Dieser_Umstand, verbunden mit einem weiteren Entgegenkommen der Verkaufer, besonders was Rückenwäschen anbetrifft, ermöglichten die stattgebabten Um- sätze von etWa 2500 tr. Rückenwäschen und etwa 2000 Ztr. ungewaschenen Wo cn. _ Für Kolonial-Wollen brachte das neue Jahr etwas Na frage, die sich aber nur in engen Grenzen hielt, und die Preise, an änglicb weichend, bekamen erst mit Eröffnung der Londoner Auktion und dem sich einstellenden amerika- nischen Begebr cinen Halt. _ Die Umsätze belaufen 90; auf etwa 4000 Ballen, zur Hälfte Kap- und zur anderen Hälfte Buenos Aires- und australi1chc Wonen. Der Monat schließt mit uiem Begebr zu festen Preisen, die aber der steigenden Tendenz n der: Londoner Auktionen nicht folgen.

Berlin, 30. Januar, (Wochenbericht für Stärke, Stärke- fabrikate und ülsenfrücbte von Max Saberskv, Berlin 97. 8.) 1:1. Kartoffelmeb 171-17“;k „74, 1a. Kartoffelstärke 171-171 lla. Kartoffelmcbl 151-16 „14, Feuchte Kartoffelstärke, Frachtparitä Berlin 9,70 „14, Gelber Svrup 20§_21.44, Kap.-Svrup 211_22 .“, Export 2211-23 „14, Kartoffclzucker gelb 20-201 „44, Kartoffelzucker kap. 211-224 „44, Rum-Kuleur 32_33 .“, Bier-Kuleur 32_33 .“, Dextrin gelb und weiß 13. 23-24 .“, do. sekmda 21ck_22 „44, Weizeustärke (kleinst) 34_35 „44, do. (gro,st.) 39-40 ,x. Hallesche und Schlesische 41-42 „46, Reisxtärkc ( trablcn) 50-52 .“, do. (Stücken) 49-50 .“ Maisstär c-Mcb 40-41 .“, Schabestärke 35_36 .“, Viktoria- rbsen 16-20 .“, Kocherbsen 15-19 .“. grüne Erbsen 16-20 „44 Futter-Erbsen 12-13 .46, inl. weiße Bohnen 24_26 .“, Flacbßobnen 24-27 .“, Ungar. Bohnen 20-22 .“, Galiz.-ruff. Bohnen 18_20 .74, große Linsen 34-43 „44, mitte] do.

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