1897 / 28 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Feb 1897 18:00:01 GMT) scan diff

' begründete und in seiner Uranograp ie" einen eineneit WFM neuen SternkatalFMverxaßte. b - s , sehs _iele der genannten gr Männer sind leiibzeitig verdimftvoile bvstker gewesen, so Newton, Galilei Kev er, der u. a. die totale efiexion cntdeckte, Olaf Römer, der die Geschwindi keit des:.Lkbtes

werken erkannte, vor Allen aber Huygbens, dem man fast an eder Stelle der Physik mit irgend einer hervorragenden Leistung begeijinet. Auch Hailey geböti zu den Mannern, die sich in der Physik fast ebenso auszeichnet“! wie tu der Astronomie.

_ Unter_den Physikern des 17. Jahrhunderts möchte ich mir die beiden Bruder Erasiuus und Thomas Bartholinus nicht entgehen lassen; beide waren hervorragende Mediziner, und Tbomas zugleich einer _“der bedeutendsten Anatomen auer Zeiten. Er hat über das Leuchten der Thiere schöne Beobachtungen binterla en, machte auch darauf aufmerksam, daß das Eis des Meerwaffers einen Saligebalt verliere. Erasmus beobachtktx zuerst die? Doppelbrechung (beim Kalkspatb). Bis aber die Polarisatisn des Lichtes entdeckt wurde (1810 durch den französischen ArttUerte-Obetsten Malus), vergingen noch 150 Jahre. Huygbens war nabe an dieser Entdeckung vorübergegangen.

_ Zu den fruchtbarsten Physikern des 17. Jahrhunderts gebören Rovext Boyle (1626-1691), Otto von Guericke (1602-1686) und Martbtte (1620-1684). Boyle hat mit Pa in die größten Verdiknste un) die Verbesserung der Luftpumpe, die ekanntlicb 1650 Guericke erfand; ferne; i_var ér' der Ersie,_der das vielfach nacb Mariotte be- nannte so wichtige Gesep, daß die Volumina einer bestimmten Luft- waffe umßekebrt prskortwnal dem auf ibr laitenden Drucke ck der- bqlten, fe stellte. 5(„017113 fand ferner die Verdunstung des Ei es, das 1eichter§ Stedeit des Waffers bei xninderem Drucke und vieles Andere. Aych nicbt geringe chemische Verdienste dürfen wir ihm zuschreiben, wie die _erste Gewinnyng des Holzesfigs und Versuche zur Darstellung eines reinen wafferfreten Alkobols. -

_ Groß sind die Erfindungen von Guerickeis: Außer der scbon er- wabnieri Evakuationsluftpuuipe, welche ja unstreitig eines der wichtigsten Ybbsikalrschen Instrumente ist, das wir besi en - ich erinnere nur

aran, daß die Erzeugung der Nöntgen-Stra len die Anweniung der Luftpumpe voraussetzt - xrfand von Guericke das Wasserbom- meter (auzb das Qqeckstlberbarometer, von Torricelli, dem roßen Sebule'r Gglilei's und Erfinder der Lehre vom Luftdruck er- onnen und von seinem Freunde Viviani zuerst ausgeführt, ist ein Kind des 17. Jahrhunderts), dann das Man omeier, ein Instrument, Welches dem Barometer an Wichtigkeii kaum nachsteht. Mariotie, der gelehrte Prtor von St. Martin sur Beaune in Burgund, später "Mitglied der Pariser Akademie der WFenschaften, begründete die baxometrische Höbenmessung, und um auch als einst der Be- runder der Meteorologie an efeben werden, indem er sicb an eine

x_klarung des Steigens oder Fa 6118 dass Barometets bei verschiedener Windrichtung und _an die der ngsatwinde beranwagte. Er ersann die noch _beute_gebrmzchltche Mariotie'scbe Flasche, und die aus einer Resibe hinter einander aufgebängier leenbeinkugeln besiebende Sto mas chine. 211115 der_blinde Fleck des Auges, der dem Eintritt des ehnerven entspricht, tragt seinen Namkn.

WoiLte man anführen, daß silb das 19. Jahrhundert besonders durch kühne Tbaten bei der Erforscbung des uns umgebenden Luft- mieres und der Polarzonen auszeichne, so darf daran erinnert werden, daß Pilkitre de Rozier's u1.d der Brüder Montgolfikr Waaemutb gs- wiß nicbt geringer war, als sie mit ihren gebrecblichen Werkzsugen auffliegen, und an Kübnbett bat" fich kein Seefahrer dcs 17. bis 18. Jahrhunderts übertreffen lassen.

Es ist unmöglich, alle die großen und bedeutsamen physikalischen Eifindungen und Entdeckungen des 18. Jahrhunderts bier aufzuzäblkn. Fügen wir nur noch an, daß Black's grundlegende Versuche die Lehre yon der latenten und der vezifiscben Wärme geschaffen haben, daß Gray, Dufay, Coulomb großartige Fortschritte in der Elektrizitätslebre anbabntkn, daß Benjamin Franklin ein Sohn des 18. Jahrhunderts ist, daß des Anatomen Galvani weltumwälzende Entdeckung, wozu ein kupferner Draht, Eisxn und ein Froschschenkel - aber auch ein auf- werksames Auge nötbtg waren, und daß die Erklärung bon Galvani's Entdeckung durch Volta, ,und deffen eigene Versuche, die ibn zur Konstruktion seiner .Säule“ führten, noch -in das 18. Jahrhundert “faiien. Wir erseben dann, daß, was ernste Beschäftigung mit der Pbysik, was Menge und Bedeutung der Entdcckungen anlangt, die bsiden leßtbergangenen Jahrhunderte sicher nicht hinter dsm unsrigen zurücksieben. _

Für die Chemie isi ohne weiteres zuzugebkn, daß fast die ge- iammie organische Chemie ein Kind des 19. Jahrhunderts ist, ebenso wie die theoretische Chemie und die jüngste sicb anschließcndc Wissen- schaft, die Pbyükcxlische Chemik, dix in d_er neuesikn Zeit ihre Triumphe feiert. Wir dürskn aber nicht vergc-iien. daß 01111) das 17. und 18. Jahrhundert bier (Großes geieistxt haben.

Die Cbkmie ist zum 15911 Ein Kind des Aberglaubens, zum tbeil Lin Kind der Sucht nacb dim Gold?, zum ibeil - und das ist ihre reinste Quelle - der Médizili. Es sind die Mediziner van Hslmozii, “0111 Belgier, und dkr in Hanau 1614 „101101an, als Leidener Profeßor 1672 gestorbene Franz de“ le Boi; (Sylvius), Von dLUSU wir die ersten wissenschaftlicben Grundlagkn der Chemie anbkbcn dürfen. Van Heimont führte den Namen „Gas' cin - abgelCitet von den dünnen lufifübrenden Gewebesioffen, die man als .Gaze“ bezeichnet, nach der Stadt Gaza, ihrem früherkn Hauptfabrikationsorte -, und unterschied als Erster streng die Gasarten bon dsr aimospbäriscben Luft. Sein größtes Verdienst liegt 0er darin, daß er die Unveränderlichkeit der Grundstoffe in den wandelbaren chemischen Verbindungen klar er- kannt, bewiesen und gelkbrt bat, z. B. das Fortbestehen des Kupfers in seinen mannigfaltigen Salzen. Dies ist ja die unveräußerlickx Grund- lage aller Chimie! Vor van Helmont batte mandarüber zum tbeil gänzlich falsche oder doch unklare Vorsiellungen. Aus Silvius' Schule ging unter AndLrCn Tachenius hervor, der zuerst einen klaren ngriff von dem, was man ein Salz zu nennen babe, ausstelite. Neben diesen Männern müssen noch der Vorhin schon erwahnte Agricola, 111051 der erste wiffknicbaftlicbe Metallurge - er gebört mit Paracelsus imd

alissv- dcm Mineralogcn, noch dem 16. Jahrhundert an - sowie * sauber (1604-1668) genannt werden. Durch die Verdienste dieskr Forscber wurde_ auch die Technik, insbesondere die Kkramik, (Hias- industrie und Farbkrei sebr gefördert.

Mit Boyle, dissen Verdienste auf dem Gebiete der Physik wir bereits gewürdigt haben, beginnt die Emanzipation der Chemie von der Medizin und don_den übrigen Naturwiffenschaiten. Boyle selbst bestimmte genauer, was iu chemischem Sinne ein Element sei, was man untsr chkmiscber Verwandtschaft vktsieben müffe und wie sich Eine chemische Verbindung von einem einfachen Gemknge unterscheide. Indem er nun die Körper in ihre Clémentaribetle nacb festen Grund- sätzen zu 3611? en suchte, kann man ibn als den ngründer de-r ana- lytischen Cbkmie betrachten. Das 17.Iahrbund€rt zkijigte ferner in 5561 Arzt John Maycw scbon einen Vorläufer Lavoisier's, indem ersterer annahm, kuf; rie Vkiiaikung von Metallen durch die Auf- nahme eines Stoffes aus der Luft, welch Stoff auch im Salpeter enthalten sei, besiebe.

Aus der Fülle der chemischen Erwerbungen in den beiden Jabr- bundcrien führen wir noch an die Entdeckung einer großen Zahl von Elementen: Phosphor dmch den Hamburgeeremiker Brand), Chlor, Sauerstoff, an an, Baryt (durcb den Stralsunder, später in Schweden lebenden arl Scheele, einen der bedeutendsten Chemiker alier Zeiten), Wasserstoff durch Cavendish (geb. 1731 in Nizza), Stickstoff durcb Rutherford (1772). Der _Sauerftoff wurde gleichzeitig und unabbän ig von Scheele auch von Priestley entdeckt. Cavendish fand ferner die Zu ammenseßung des Waffers und das Ge- menge der Luft aus Sauer toff und Stickstoff. _ _

Das 18. Jabrbundert schließt in der Chemie ab mit erner der

rößten wiiYenscbaftlicben Tbaten aller Zeiten: mit dem Sturz: der Zöblogifion- ebre des Berliner Königlichen Leibarztes und Akademikers Stahl und mit der richtigen Erklärung der Verbrennungs- und Ory- “daiionsVorgänge durch die Aufnahme von Sauerstoff, nicht durch die "Nbg abe Lines Stoffes, des Stabl'schen Phlogiftons. Dies ist die Tbat Antoine-LaurentLavoisicr's, der von 1743 bis 1794 wirkte, in welchem Zabre er ein Opfer der Guillotine wurde. Das Werk, worin kr (eine Lehre

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feststellte und die Wicykloide als beste Geslau der 35 ne voii Räder-L

vom“ :0 111 11" SKW!" «1774. ei „ck «"E-„JTDM WSED!) Wz „16.-LWL. Leuten „einer Zeit gehört. Er war ein« «„ck- Forstker; ?feine P ißxßsebrexdie er iniAnäluß an dean evBeÖer auf-

demistbe Mika Andreas S isuumdM af 1709 bis-1782 . geböré,_dér* 01.116,16 16“ Zuck2chbattso KFH. ) “"

WM-bimu, daß in 18. Jabrkvadert-aué die Technik :

sich tig zu regen beginnt, daß Watt und Newwme die von Denys Papin 1690, erfundene Kolben-Dampfmaschine erheblich verbefsetten, sod in En land egen Ende des _18. ngrbyxiderts schon große Ma cbiuenb ebe tb g waren; erfahren wir weiter, daß das Leucht - Las eiae Entdeckung des 18. Jahrhunderts ist und daß die Gasbe- euchtnug sich schon mit dem Anfang des 19. Jahrhunderts in London einzubürgern begann, daß ebenso der große Betrieb des Steinkohlen- abbaues fich im 18. Jahrhundert entwickelte: so dürfen wir auch auf diesen technischen Gebieten emsigsie Thätigkeit und regen Fortschritt konstatieren. Aber auch die biologischen Zweige der Natur- wiffenfchaften haben im 17. und 18. Jahrhundert ein frisches Leben geführt, wenn sie aucb, als die xün st sich entwickelnden Disciplinen, nicht so glänzende Naxnkn und T aten aufWeifen können wie die pbysikalisch-chemi_schen Fachxr. _ _ _

Die 801611le 1111111131115, die Botanik, pflegt in allen Stücken der Zoologie ein wenig voran zu eilen. Während die lktztere zu Ende des 16. und zu Anfan des 17 . Jahrhunderts die großen, jedoch noch un- kritischenSamme werke Geßner's, Ulyffes Adrovandi's und Jonston's erhalt, liefern der Anatom Caspar Baubinus (1560 bis 1624) und Cesaipino(1519 bis 1603) für die Botanik schon Besseres. Sie führten die organologiscbe Untersuchung ein, stellten bestimmte verwandtschaftlicbe

fianzengruppcn auf und bereiteten die Linné'sckje Nomenklatur vor. _ inné (1707 bis 1778) ist einer der führenden Gkister dss 18. Jahrhunderts im ganzen Gcbikie der beschreibenden Naturwisknscbaften; sein für alle Zeitkn unbergeßlicher Name allein schon sagt, daß das 18. Jahr- bimdirt vollauf im Zeichen der Naturwiffenschafren, insbesondere der biologischen W1ffenfchaftkn stand. Linns's System War eine große T_bat, welche die gesammte Bivio ie ewaiiig gehoben bai. Uebrigens failt auch der Anfang der natürli enHftanzensvfteme, welcbe durch die beiden Jussieu (Bernard 1699 bis 17 7 und AntoineLaurent 1748 bis 1836) begründet wurden, in das 18. Jahrhundert. - Ein wunderbarer Mann dieserEpoche i_siHooke, der im 17. Jahrhundert lebte; bonibm haben fast ails Zweig? rer Naturforschung Bereicherung gefunden, insbesondere dre Botanik und Physik; er war es, der in seiner 1665 m Lyndon Erschienknen .Mikrograpbia' zuerst die Pflanzenzelle bescbrreb. Bald _darauf soigte ibm mit gleichen mikroskopischen Brobacbtungen uber tbiertfcbe und pflanzliche Gewebe der große Bolmmsser Anatom Marcelio Malpigbi, dessen „011616 01111116.“ _ 1686 in London aufgelegt wurden. DeSgleicben muß blk! Leeuwenboek, der unermüdlichste aUer Forscher auf dem Gebisse der Mikrograpbie, der das 17. mit dem 18. Jahrhundert verbindet, genannt Werden. Man kann ohne Uebsrtre1bung sagen, daß auf Malpigbi und Leeuwenboek die mikroskopifchy _Entdeckungen und_ ersten Untirsuckyungen im Gebiete fast aiier tbwriickyen und pfianzltcben kaebe zurückgkben. Für die Bbtqmb mag noch bemeikt werden, daß schon Johann Hedwig in LePzia 111 der Kiyptogamenkunde xehr Bemerkenswertbes leistete, und daß m_der Pbyfioiogic der fianzen die Werke von Stephan Hales (_1677 bis 1761), Jnsenbouß, enebier und Sauffure gleichfalls Zeugen Libixtlibbdaftkn und 81folgreichen Thätigkeit auch auf diesem Spezial- ge 111 .

Für die biologischen Wissenschaften wirkten ungemein befruchtend die großen gxograpbischen Entdeckungen. Es darf nicht Wunder nehmen, daß nicht alsbald nach der Entdeckung,?lmerikaS und der des Seewe e_s nach Ostindien die wiffenschaftliche Ausbeute der neu entdkckten „ander beginni. Erst mußten dieselben unterjocbt und im Innern beruhigt sem, erst mußte auch der Durst nach dem materieUen Erwerbe und dem Golde gestillt sein, che die edlkren Ziele der Wisserifcbaften aufgesteckt wkrden konnten. So beginnkn die Frößeren wiffenschaftlichen Reisen erst mit dim Ausgang des 16. und m 17. und 18. Jahrhundert. Als einer der ersten naturwiffenschast- lichen Forscbimgsreisenden Leibarzt Pbiiipp's 11., zu nennen. Jm Au rage seines Königs besuchte er in den _Jabren 1593 bis 1600 vorzugsweise Mexico. Sein Werk ist erst spater berausgkgeben wvrden. Lichtenstein hat noch

ist der Spanier Francesco Hernandez,

in den Abhandlungen unserkr Akademie vom Jahre 1827 sich mit“

den in dem genannten_ Werke beschriebenen SäUgeibieri-n beschäftigt. Jm_Jabre 1637 bereisen Marcgrav und Piso im Auftrage der bollandisch-westindiscbcn Kompagnie Brasilien; später finde'n wir Marcgrab, der zu Liebstadt bei Meißen geboren war, an der afrikani- schen Westküste wieder, wo er ein Opfer des Klimas wird. Auch deren SammlMgen find bon Lichtenstein in Liner Reibe Von Abbaub- 1ungen unserxr Akadc'mie eingcbend besprochen worden. In 00518. Jabr- hundert fallen die wichtigen Cook'fchn Entdeckungsrsiscn. demi beide ersten von Naturforscbcrzi bégleitet waren, unter Anderen von den B1üdern Forster, und reiche wissenschaftlicbe Ausbeute licferten.

_ Inzwiscbsn war auch durch Hans und Zacharias Jansen zu Middelburg in Holland gegen Ende des 16. oder zu Anfang dss 17. Jahrhunderts das_zusammengeseßie_Viiiroskop erfunden worden, und es Verbreitete sicb 1eitdem die mikroikopiiche Foricbuna mit großer Schnelligkeit über die ganze Kulturwelt. Unter den Forsckoern, die sick) dieses Instrumentes bediknen, ist Vor allen Swammerdam (geb. 1637) zu erwabnen. _ _

Bedeutendes leisteteix im 17. Jahrhundert. noch Ray, der Ein großes Werk übe_r die _Wirbcltbiere und die Jnsxkten herausgab, in welcbem die Axfange ciner vernünftigen Klassifizierung enthalten sind, und Martin L_)ister, dsr das Werk Ray's bezüglich der Spinnen und Mollusken erganth._ Aus dem 18.“ Jahrhundert müffen wir außer Linné's großer T_batigkeit für die Zoologie, die vorhin schon erwähnt wurde, die vergletcbknde Anatomie ysn Alexander Monro dem Aelteren (1697 bis 1767 ),_ ferner R6aumur's, des in aller Welt bekannten Ausstellers der achiziagradtgen Tbermometerscaia, große Abhandlung über die Natur_geschichte der Insekten (1734 bis 1742) in 6 Bänden erwähnen. Ungcfabx um dieselbe JFF“ batte Frisch, Rektor des Gymnasiums zum grauen Kiofixr und eiiglied der Akademie der Wiffenscbaften in Berlin, em abnliches_Werk in 13 Theilen erscheinen lassen, welches zum ibeil znm zweiten Male aufgelegt wurde. Man kann aus diesem Umstaiide, wie aus dem Umfange dieser Werke entnehmen, wie groß damals das Interesse an derglcichen Studien bereits war.

Unzweifelhaft muß Buffon's (Georges Louis Leclerc, geb. 1707 zu Montbard) grbßes Werk hier genannt werken, welches einkn außer- ordentlichen Einfluß auf die Verbreitung des Interesses für die Zoologie gehabt hat und auch einzelne Theilk, wie z. B. die Zoogeograpbie, tbatsäcblich förderte. _

Unter den großen Forschungsreiseridxn ber leßten Hälfte des 18. Jahrhunderts ragt tburmboch der in Berlin 1741 geborene Peter Simon Paiias hervor. _ Sowohl in verschiedenen Meeren, wie auf dem russiscb-asiatischen Kontmknte bat er die aus edebntesten Reiskn und Forschungen angestellt; er muß als einer der e kündet der wiss en- schaftlicben Völkerkunde gelten. Das rt uns auf den mit Recht gefeierten Namen Biumenbach's, der, als Zoologe wie Eth- nologe gleichbedeutend, seine Hauptwerke noch im 18. Jahrhundert verfaßt bat (geb. 1752 gest. 1840). Seine Inau uraldiffertation, „116 Z6116115 1101116111 7111161616 11111176.“ erschien 1 75 und erlebte - bei _einer Doktocdiffertation gewiß ein seltener Fall - vier Auflagen, sowie Ueberseßungen in mehrere Sprachen! Seine 0011600101165 61'8-11101'11111 111761'5111'11111 J6nbiuw beginnen 1790.

_ Selbst die EntwickelunJSJescbichte, die man in der That die Naturwiffenschaft des 19. Jahrhunderts nennen könnte, wurde schon insbesondere durch Malpigi und Web, der sich mit Servetus in die Ebrxl dB Entdeckung des Blutkreislaufes theilt, in würdigster Weiss 0th et .

Ich verzichte darauf, noch auf die Tausende von Einzelabband- lungen, welche die Biologie im 18. Jabrbundett aufzuweisen hat, ein- zugeben; das Angeiübrte bat reichliche Arbeit und großen Fortschritt

batte,ero dieganxdaml . . **Wlä Welt, und. er „Kurd: das Haupt einer derzeit UTMÄÜF; ' gönnt ein, wenigstens "einise Na

"Berlin blühenden Chemikers nie, der unter Anderen de'r hiesige aka-

Namen nichts

auch auf diesem Felbekuu .- Ebenso verziöie ilk ck ,uäberesEiugebm iwdas Geb der_Yeiqiell den Mais“ baa- delnden Naturwissenstbaften; -“ „kön_ 'am; sagen, bitte das nahe-

Jntereffe ckon“*frub fördernd ewirkt, imd

nicbt- seu;:-i_n e_n mgx; xn: doch der- en zu nennen,»- (Klang allein genügen wixd, zu zeigen_,- welche enorme Thätigkeit auf dem Felde der men (blieben Biologie schon im 18. Jabrbun Voran cbt Albrecht von Haller" es fol en Cakpa!“ geborexr 1735 in Berlin, =s beräkademtßer in St.? Wx , ich mochte s xn, gigantis Erscheinung auf dem biete der Ent- wickelungsges tchte; dann -_ auf leichen: Felde tbätig - der Abbé Spaüanzani, _ erner d_ie Bruder John und„_W_illiam_' Hunter_ deren inzuzufugen nötbtg ist, der ältere Meckel,"den Friedrich der Grbße als Anatomen nach Berlin berief und der an Akadem1e_angebörte, endlich die Franzosen Vicq d'Azyr und 0110015- Xavter _B1ch_at, _der Be ründer der aÜTemeinen Anatomie.

Sicherlich ist es a er ein untrügl ches Zeichen der großen fiese und Förderung, welche die Naturwiffenschaften in den beiden abr- byndxrten genossen haben, daß in ihnen alle die großen Akademien, die insbesqndere die Pflege der Naturwiffenscbaften zu übernehmen batten, gestiftet worden sind: in Deutschland die 401111611116. (36.6861'66 [1601101111116 Uabur66 011r1050r11111 1652, die 11.076] _8061st in London, 1662, und die 4068611116 1165 801611065 m Yaris, etiva mn dieselbe Zeit. Die 1700 in Berlin gesttsteie Akademie hatte zunächst auch zu ihren Hauptfächern die naturwtffenschaftltchen erhalten; das „wird auch dur die Veröffent- lichungen der ersten Jahre dargeiban.

_ Ich glaube durch die vorstehenden Ausführungen hinreichend er- wiesen 311 haben, daß es nicht berechtigt ist, dem 19, Jahrhundert dxn scbmuckenden Namen eines naturwifi'enscbaftlichen vor seinen Vor- Zangern zuzuerkennen; seine beiden Vorgänger im Reiche der Jabr-

underts haben ebenso viel Anrecht darauf. Jsdenfalls muß man sagen, die Förderung, welche das 17. Jahrhundert den Naturwissen- schafte_n gegebe_n hat gegen das 16., ferner das 18. gegen das 17., ist sicherlich ebenw bedeutend gewesen wie die, welcbe dem 19. Jahr- hundert gegen das 18. zugefallen isi. Will man dem 19.Jabrbundert etwas Besondexes zukomtmn lassen, so kann man nur sagen, da es sich durch E_tndringen des eutivickelungßgesckoicbtli en Gedankens in alle Forschung auszeichnet, und das ist das nicht hoch genug anzuscblagende Verdienst Darwin's! Schon rupft und zupft man von qllen Seiten an der genialen Lehre des großen Briten; dies Y_erdienft 1_edoch, _was nur zum Segen der Menschheit ausfallen muß, wird 1115111 ihm nicht rauben können!

Wie kommt es denn, kann man fragen, daß der naturwissen- scbaftltcbe Charakter dem 19. Jahrhundert so allgemein zugesprochen wird?_ Das bat zum tbx-ii auch in Darwin's Lehre seinen Grund, die ibrerzett aile _Denkenden, selbst bis in die weniger elebrten Kreise binab, macbtig ergriffen bat, und das wirkt noch na ! Eine äbn- liche getbalttga Wirkung einer wissenschaftlichen Lebte haben wir. ab- geseberz von_ den religiösen Bewegungen, noch nicht erlebt. Dann aber [1991 12111 zweiter Grund in der ungeheuren Hebung der Vetkebrs- mittel und der Publiziiat. Als Röntgen seine Strablen entdkckt batte, wizßte es in 24 Stunden dsr ganze Erdball, soweit die Telegrapben- _drabte ziehen. _Eine Zeitung findet fich jest fast in jeder Hütte; fast xedermann verstebt beute zu lesen und zu schreiben, während, wenigstens m den rouxanischen und slaviscben Staaten am Ausgange des 18. Jabr- bunderts die Anglpbabeten noch in der Mehrzahl waren; und so ziehen heut zu Tage die neuen Kundschaften ganz andereKreife wiexfrüber, und das J_ntereff_e der ganzen Erdbevölkerung wird rege.- *Noch einen Grund mochte ich anführen: es ist das die Art; ;mancbev Ent- deckungen _und Erfindungen, die in neuerer Zeit gemacht worden sind, selbst. Ste_baben pieliach ein unmittelbar praktisches Interesse. Die Luftpumpe 1st_ gewiß eine der wichtigsten und großartigsten Erfin- duygsn, aber tbre Anwendung kommt in erster Linie mehr der reinen Wxiikn1chait zu gute, wie Es eine Zeit. lang auch der Volta'ischen Saule_1_rgmg. Nun nehme man dagegen die Photographie, den elektro- maßnetijchen Telegrapben, das Telephon; :nan nehme die Entdeckung des Tuberkel- und Cbolerabaciilus, die des Diphtheriebeilserum - alles Leistungen ernstefter wiffenschaftlicher Art; aber sie [affen sämmtlicb

eine unmittklbare Verwendun für das öffentliäoe und praktische Leben.

zu. Jedermann fühlt, daß 1 n eine solche Entdeckung oder Erfindung 11_al)e angebt, undio tritt die Kundx derfe'lben und das Interesse für dieselbkn 1551121111011 Mann zu Mann.

Wenn erwiesen weiden soll, daß man ohne volle Berechtigung dem 19. Jahrhundert eine vorzugsweise Pflege der Naturwissenschaften zuichreibt, so ist, uni_den Beweis voÜgüitig zu machen, auch noch zu zeigen. dgß rte Geisteswiffenfcbafien in diesem Jahrhundert dieselbe Pflege _eriabrkn haben wie: die Naturwiffenfchaftsn, und das ist keine schwrertge Aufgabe!

_ Jch_möchte fragen, ob nicht das 19. Jabrbizndert in der Ge- sch1chtsiorschung und_ in der Geschicht61chreibung allen anderen voranstebt? _ Faik _0lle Kulturnationen wetteifern auf diesem Felde, und es sind in großer Füüe Werke gezeitigt worden, welcbe ibxen Werth für Jabrbundsrte unberminderi behalten werden. Sehen wir uns nach der Pbiloiopbie um, die ja im 18. Jahrhundert durch Kant im hellsten Lichte strahlt. Könnkn wir behaupten, daß das 19.Jabrbundert darin nachgelassen babe? Ick will nicht die Berliner gxoßen Philosophen aufzählen, die vom 18. noch in das 19. Jahrhundert hineinreicben; es genügt aber wobl an Heidart, der fast bis zur Mitte des Jahrhunderts lebte, an Lotze, an Schvbenbaucr. an John Stuart Mil] - der uns näher Stebenden nicht zu gedenken - zu erinnern, um dies zu verneinen. Wer den im verflossenen Jahre in München abgehaltenen internationalen Kon reß für Psychologie verfolgt hat, wird eber zu der Ansicht kommen, daß selten ein lebhafteres Jniereffe für solche_Dinge obgewaltet habe, als in unseren Tagen. Und weist etwa die klassikche Philologie und die kiczsfiscbe Alterthumskunde mindere Zug- kraft und geringere Erfolge aus? Mit nichien! Immer noch fließt die kasiaiiscbe Quelle ungeirixbi, aus dcr wir den lauteren Trank des eistigkn Hellcnentbums scbbpisn. Gerade jetzt findcn ja an ihrem Byrne die von der französitchen Regierung untkrstüßten Ausgrabungen stait, die so schöne Frucht zu bringen verspreckoen, wie einstens Curtius“ große Tbat in Olympia! Und was hat dies seiner Zeit in alle_n Kreisen unseres Volkes für warme und lebhafte Tbcilnabme bervorgxruien! Und, wenn ich von der ieinen Sprachforschung sprkchen soll, so werden Sie in den beute zu erstattenden Berichten von der Ausgabe des 1116- 56111115 [ÄUJUQS [.at-11186, zu dessen HerauSgabe sich fünf Aka- demien_dereinigt haben, börkn. Wenn solche §Yläne entsteben und durchgeführt werden können, dann müffen wir aus ein Hohes und all- seitig empfundenes Interesse schließen. _

Aber die Künste? so höre ich fragen. Dre Künste und die Künstler leiden mit am meisten unter der Wahrheit desSaYes: Pro- pheten gelten nicht in ihrem Vaterlande und nicht 111 i rer Zeit! Heute leben zwar weder Schiüer noch Goethe unter uns; unsere schöne Literatur hat auch in dén leisten Iabrzebnten manche Miß- gestalten geboren, zu welchen ich die Romane und Bübnenftücke rechne, die nicht gesunde. sondern körperlich kranke oder geistig umnachtete Menschen behandeln. Das sollten unsere Literaten den überlassen; die verstehen das doch noch besser. Aber, Gottlob, es scheint, daß diese Zeit überwunden ist. Unsere Bühne wird wieder mit besserem Gute bedient, der englische Rowan bat Sachen von unverganglicbem Wkttbe bis in die neueste Zeit hinein geliefert, und unter den Dichtern des 19. Jahrhunderts begxüßen_ wir manche, an deren Sang sich noch unsere Enkel bis in die spaiesie Zeit e_rfreuen werden: ich will nur die Namen Anxiette_ von Drofte-Hulsboff, Emanuel Geibel und Longfellow - absichtlich wahle ich den feinsinnigen, tief empfindenden Sohn des bartgefügten 9108111 Volks jenseits des Wassers - nennen. Blicken wir schließlié; auf die bildende Kunfi, so haben wir erst 1€cht Erfreuliches zu sagkn: die Marmorwerkx, welcbe Meister Schaper und Meister Hildebrand beute schaffen, die Pinsel Adolf Menzel's, Arnold Böcklin's und Fray: von Lexibacb's, sie stehen in nichts zurück hinter dem Besten, was wix aus fruherer Zeit befißen! Ich würde an aus dem Kreise der übrigen Nationen und aus den musikalischen Lei tungen der Gegenwaxt noch vieles anführen können, was ?kgiebt, daß unser Jahrhundert, indem es zum den

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M dfiüxsreda; __WobÉxméäKaisFrs uniere Herzen schlagen, läßt

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*" .LZTsebi'emii-iraßia Pflege der Wissenschaften berufexx sknv, denken keaé'iicbeer daran. daß auch die Wissenschaften und. tbre Vertreter eine uaxionale, Aufgabe baden. Das Bild. was ich vor Ihnen beute aufrollen durfte, zeigt überall warme Töne und leuchtende Farben;

auf den Gebieten die wir zu bebauen haben, ist für pessimistisZeeß

i cds kein Övden! Freuden sehen wir unseren Kaiserli Mbmn den Künßen und Wiffenscba en ein warmes Herz ent- gegenbringen. So wird uns denn unsere chöne Aufgabe leicht. und wir können, was an uns ist, guten Sinn und sicheres Vertrauen überall beleben. fest und opierwiliig die Hand an der Arbeit fur Kaiser

imd Reich !

Alsdann wurden die folgenden Berichte über die fort: laufenden größeren _wrssenscixaftlichxn _Unter- nehmungen der Akademie und uber die i_nit der- selben verbundenen Stiftungen und Institute er-

Hattet. "ti Korrespondenz riedrich's des Großen. PoljBixéiecbt der Herren STmoller und Koser.

"n der Kommission für die Herausgabe der Politischen Korrespon- denzIFriedricb's des Großen sind während des Berichtsjabres folgende Veränderungen eingetreten. An die Stelle des am 1. August 1895 ver- storbenen Herrn von Sybel wurde am 22. O_ktober 1896 Herr Koser gewählt. Einen schmerzlichen Verlust erlitt die Kommission d_urch den Tod des Herrn Albert Naudé; er verschied nach schwerem Leiden m_n 17. Dezember 1896 in Marburg. Der Kommission gebörte er fett Ostern 1893 an, nachdem er bis dahin mit_ der Heraus abe der Publi- kation betraut gewesen war. Auch als Mitglied der ommission bqt er die Leitung der Publikation wesentlich in Händen gehabt, und wir

d ibm zu warmem Dank für seine unermüdliche, treue und gewiffen- afte Arbeit für immer verpflichtet.

Die Redaktion der .Politiscbsn Korrespondenz“ wurde von Herrn 131. Treusch von Buttlar mit Hilfe des Herrn Dr. Volz besorgi. Er- schienen ist der 23. Band. Er umfaßt in 608 meimern die th1 Vom April 1763 bis zum September 1764. Das wichtigstx Ereigniß. das er behandelt, ist der Abschluß der Defensiv-Aliianz m1t_ Rußland 9111 11. April 1764. Einen breiten Raum nimmt _daneben m deri Schnit- |ücken des Bandes die polnische Königswabl em, die für Friedrich in 11050111 Zusammenbans mit dem russischen Bündnis? stgnd. D._urch dieses Bündniß kommt die Wendung zum Ausdruck, die Friedrich's Politik nach dem Siebenjährigen Krieg nahm: in dem engen Anschluß an Rußland bat er von jener Zeit an die Grundlage für eine gedeih- liche Entwickelung seines Staates und die Garantie für die Wahrung des riedens gesehen. Die große Rolle, welche die Vyrbindung mit Ruß and in der politischen Korrespondenz des Königs fortan spielt, der- anlaßte die Kommission, durch Herrn Dr. von Buttlar die auf Preußen bezüglichen Akten für die Zeit von 1762 bis 1786 in den Staatsarchiven zu Moskau und St. Petersburg durchsehen zu lassen; insonderheit kamen die Berichte der russischen Gesandten in Berlin über Unterredungen mit König Friedrich in Betrachi. Jn_der That ist hierbei mancherlei zu Tage gefördert worden, was, m_Ergamung der Königlichen Kabinets- ?erdxts dazu dienen kann, die politische Auffassung Friedrichs zu be-

U en. Die Arbeiten für den 24. Band find im Gange.

401.11 8011155106. Bericht der Herren Schmoller und Koser.

Herr Dr. Krauske, seit 1. Oktober_ 1895 Professor der Geschichte in Göttingen, hat im Jahre 1896, soweit es seine dortigen Amtsgeschäfte erlaubten, den Briefwechsel zwischen König Friedrich Wilhelm 1. und dem Fürsten Leopold von Dessau, der als Beilageband 17104016. 8011155108, Bebördenorganisation, erscheinen soll, und eine größere Einleitung dazu soweit gefördert, daß auf den Beginn der Drucklegung im Laufc des Jahres 1897 zu hoffen ist.

Die Gewinnung eines Nachfolgers für ])1'. Krauske, um die Akten der Behördenorganisation unter Friedrich Wilhelm 1. we'iter zu be- arbeiten, verzö erte sich leider bis in den August 1896, da über einen vielfach empfo [enen Kandidaten la_nge imd 31110151 nicbt zu einem Resultat führende Verhandlungen ichwebten. Im August konnte die Kommission endlich O1". Victox Löwe mit der Aufgabe betrauen. Es ist zu erwarten, daß er dxn nächsten, von O1". Krauske Vorbereiteten Band, der dym 1. Juli 1714 bis 1717 reichen 1011, in einigen Monaten drucksertig abliefern wird.

Herr 131. Hin 0 hat an der Bebbrdenorganisation und Justiz- berwaltung von 1 40-1756 weiter earbeiiet; der Druck des ersten bixrbkrgxbörigen _Bandes kann Wabrs einiicb auch bald beginnen. O1". €)th iit jetzt mit einer Einleitung für ihn beschäftigt, welchx einen

Ukökli Ueberblick über den Stand der Bsbbrdenorganisaiion im Jahre 1740 geben soil. _

Dr. W Naudé bat den Einleitungsband zur preußischen Getreide- bandelspolitzk im 18. Jahrhundeit, welcher die Europäische Getreide- bandelspolttik vom 13.-18. Jabrbundert übersichtlich darstellt, im Jabra 1896 fertig gestellt; 131. Schmoüsr hat darüber in der Klasse 20. Februar 1896 eingehender bcrichtet (I- den Abdruck im Jahrbuch fur Geseßgebung u._s. w. 1896, FT, 695 ff.). O1. Naudéz hat seither an den folgenden Banden gearbeitet.

_ 1)1-._ von S rötier, welchem 1895 die Bearbeitung des Münz- wexens 1m18.Ja rbunderi aufgetragen Wurde, bat zunächst die Münz- akt_en des Berliner Staatsarchivs, welche sich auf das 17. Jabrbundert .bezieben,__ diiribgearbettet und daraus eine summarische Darstellung bandschr1st1tch hergestellt, um für die Arbeiten über das 18. Jahr- bundert_ eme ganz feste Grundlage zu haben. Jkßt ist er mit den Akten diefer le teren Epoche beichäftißt.

_ Verg-Affk or Haber, welcher bis Juni 1896 die Auszüge aus den Akt_en der Bergwerks, Hütten: und Salincnverwaltung fortßefübrt baite, _ubernabm zu dieser Fit einen Auftrag, welcher ihn für änqere 311: _ms_au ereuropäiscbe usland führt. Da zu hoffen iki, daß er vielleicht m_ abrksfrift bierber zurückkbre, so Wurde von einer Er- ssexung zunachst Abstand genommen. Der zu häufige Wechsel der Ai_t__i_1xbixit-3: ist schlimmer als eine Pause in dér Fortführung der t en.

[)r. _Vracht, über deffen Eintritt zu Ende des Jahres 1895 vorm Jahr berichtet _wurde, hat das ganze Jahr fortgefabren, die branden- burgischen Archivalien über Tuchindustrie, Wollhandel und Einschlägiges bis 1713 auszuziehen.

Mit ])k- F- LObmann, welcher für eine Anzahl Monate zu wissen- sehaftltchen Zwecken nach Paris und London geben Wollte, wurde im Auguxt _189 Zin Abkommen getroffen, daß er gegen eine Aversal- Mtschadlsun ubernehme, für die Zwecke der 4016. 130111551011 in den dortigen Uk WM und Bibliotheken Studien über die Reglements der Hausindustrie und die Handelsstatistik rankreichs und Englands im 17. und_18._Jabrbundert zu machen. ur Erforschung der Frage, in wie weit die _preußischen Einrichtungen denen der westeuropäischen Lander nachgebtldet seien, erschien der Kommiifion eine solche Durch- forscbung des dortigen Quellenmaterials wünschenswerti) und nötbig.

Die durch den Tod des Herrn von Sybel auch in der Kommission der 401.6 1301055106. erledigte Stelle Wurde durch Wahl der Klasse am 22. Oktober Herrn Koser ubertragen.

Sammlung der griechischen Jnschriften. Bericht des Herrn Kirchhoff-

Der Druck des von errn Dittenberger redigierjen dritten Bandes der Nordgriechifchen Ins riften ist im Laufe des verflossenen Jahres "Mskießt und bis zu den Inschriften der Inseln des Ionischen

eeres sitzschließlich efördert worden, Lsider ist seinem Fortgange dadureh EME unliebkame Störung bereitet worden, daß Herr

.Ygenkommenker Weise der Akademie zur Verfügung

])r. Mlbelmin Athen, weltber.es in unserem Anftr e über-

nommen batte, mn dex Revision und voll- |ck!de des WU Material_ Tksiaiim xu bereisen, nacb- Zögern gegen Ende des vorigen Jahres von dieser Arbeit en ültig zurückgetreten ist, und Herr Dr. Otto Kern, welcher an seiner teile sie durchzuführen sich bereit- erklärt , nunmehr erst in diesem Jahre sie wird inAngriff nehmen können. Unter diesen Umständen ifi beschlossen worden, obne weiteres gern den bis jest im Druck fertiggestellten Theil der Arbeit HerrnD enberger's als erstes WMUKÜMYFMW auskugebeu, was in nächster Zeit sich wird e en“ en.

GleitbLeitig mit dem bezeichneten Theile der_Nor ri ischen In- schriften ift als Anhang zur Sammlung der Atttschen ns riften eine Arbeit des Herrn Dr. Richard Wuensch in Druck gegeben worden, deren Inhalt eine Zusammenstellun der in Y_ttica gefundenen und zum größten Theil in seinem Bekiiße befindlichen Defixionstäfelcben mit voraUSgeschickter erläuternder Einleitung bildet, und welche er in ent-

esiellt hatte. er Druck ist jetzt beendigt, sodaß die Ausgabe des He es in aller- nächfter Zeit wird erfolgen können.

Was die PeloÉonnefiscben Jnf_chriften betrifft, so hat Herr Prof. Fränkel diejenigen ebiete der Halbinsel, deren epigraybiscbes Material in der ersten Abtbeilung der Sammlung zusammengestellt zu werdeii bestimmt iß, im vorigen Jahre in unserem Auftragewiederbolt mit sebr befriedigendem Erfolge bereist und ist nunmehr mit der Redaktion diefes Mateiials beichäftigt._ _ _ __ _ _

Herrn W.R. Paton bat, seinem von der_Akademre !mner Zeit mit Dank angenommenen Crbieten gemäß, uns semeZusammenfteUung u_nd Redaktion der Inschriften von Lesbos und _Tenedos im Manuscript zugeben laffen; sobald eine nothwendig erscheinende iind h_offentlich zu ermöglichende Vervollständigung erfolgt sein wird, wird rnit der Druck- legung vorgegangen werden. _ _ _

Zum Schluß kann die erfreuliche Mittheilung Hamachi werden, daß Herr Dr. Freiherr Hiller dyn Gaxrtringerz, we schon früher einmal die epigrapbischen Ergebnisse fewer Reisen auf Rhodos so auch jetzt wiederum diejenigen seiner Reisen und erfolgreichen Äus-

rabungen auf Thera und den benachbarten Inseln der Akademie zur

Bafüaung zu fteUen und für ein weiteres eft des (30111115 der Insel- inschriften in Verbindung mit dem von in": r ber bekannten Material zu redigieren sich bereit erklärt bai.

Sammlung der lateinischen Inschriften. Bericht der Herren Mommsen und Hirschfeld.

Der Druck der Nachträge zu dem 6. Bande (Inschriften der Stadt Rom) ist bis Bogen 402 fortgeschritten; den Abschluß derfélben stellt Herr Hülsen für" dieses Jahr in Aussicht. _ _

rr Bormann hat auf einer Reise in Mtitel-Iialien das Material für die Nachträge zum 11. Bande gesammelt und redigiert; die Druck- legung der Zic el ist von Herr_n Ibne bis zum 129. _??an gefördert worden. Die eendigung diejes seit langer Zeit im ruck bsfind- lichen Bandes scheint demnach bevorzusteben. __ _

Die Inschriften von Aquitanien hat _Herr Hirschfeld _im 13. Band zum Abschluß gebracht und den Druck der 110,5111111611515 begonnen. Das Material für die Inschriften von Unter-Germqnien,_insbesondere für die Tboninschriften, bat err Zangexneister auf einer langeren Reise in Hannd und am Niederrhein vervolistandigt; er g_edenkt, die Weiter- Mrung der Germanischen Abtheilung, von der _die vo_n den Herren

ommskn und Hirschfeld übernommenen Abschnitte seit Jahren ge- druckt sind, demnächst in Angriff zu nehmen. Die Bearbeitung des 1118151'111118111111111 von Gallien und Germanien bat Fett Bohn, der mehrere Museen im Rheinland in diesem Sommer esucht hat, so- Weit fertingieÜi, daß der Druck in diesem Jahre wird beginnxn können.

Herr reffel bat den Saß des 15. Bandes (11150101116111511111 der Stadt Rom) bis zum 103. Bogen fortgeführt; etwa die Hälfte der geßempeiten Lampeninichriften ist damit zum Saß ebracbt.

Die Fertigstellung der 111111065 zu dem von den Herren Mommsen, Hirschfeld und von Domaszewski bearbeiteten 3. Supplementbande hat auch in diesem Jahr noch nicht erfolgen können. Der Von Herrn Bürcklein redigierte Namenindex ist im Saß abgeschlossen; die Druck- legung der übrigen, Herrn Jacobs übertragenen 111111065 hat begonnen. Das wiederum sebr zahlreiche neugefundene Material ist dem Bande nocb Lindsrleibt worden.

Den Druck der ompsjanisäysn Wacbsiaieln und der Einleitung zu denselben (4. Supp ementband, erste Abtheilung) batHerr angemeister fast zu Ende geführt; die 8111111116116 und eine palaeograp is_che Tafel, die den Abschluß des Bandes bilden warden, sollen demnachst dem Druck übergeben werden. Für die Herausgabe der neu bmzugekommenen Pompsjanischen Wand- und Amphoreninschriffen (4. Supplement- band, zweite Abtheilung) sind die Vorbereitungen von Hsrrn Mau seit längerer Zeit beendigt, sodaß die Drucklegung sofort nach Abschluß des ersten Theils wird beginnen können.

Der 8. Supplementband ist von den Hkrren Cagnai und Dessau bis zum 110. Bogen gefördert; die Fertigstellung des Bandes, bis auf die Nachträge und die ]UC110SZ. it für dieses Jahr in Aussicht genommen.

Das epigrapbische Archiv, das fich zur Zeit in den Räumen der Königlichen Bibliothek beßndet und jeden Dienstag 5011 11-1 Uhr unter den durch die Beichaffenbsit der Sammlung gebotxnen Kantelen der Benußung offen steht, hat im Vergangenen Jahr emen größeren Zuwachs nicht erhalten.

Prosopograpbie der römischen Kaiserzeit. Bericht des Herrn Mommsen.

Die beiden ersten Bände (4-0) sind von den Herrsn Klebs und Dxsau im Druck abgeschlossen und Werdkn in allernäibster Zeit zur Ausgabe gelangen. Die Fertigstellung des 3. Bandes (])-2) [audi Hen Dessau für diksés Jahr in Aussicht sieliezi zu können. Ein 4. and, der die'Konsulariastcn und die Magistratsltsten in der Bearbeitung der Herren Klebs und Dessau bringen wird, soll dsn Abschluß des Werks bilden.

Aristoteles-Kommentare. Bericht des Herrn Diels.

Jm Verfloffenenen Jahre sind drei Wände des Kommentatoren. Werks fertiggestellt worden: 4110117111115 USOHQÜT 65 8561111611115 111 RÜSÜQÜSQ (I(F] 2), herausgegeben von H. Rabe, 1311110601105 (16 61111116, herausgegebkn von M. Hayduck ()(?) und 1'11110 011115 (16 3611610110116 61. 6011011110116 (25117 2), herausgegeben von .Vitelli. 4101110111115 (16 jnßSkYkSBÜÜOUS (17 5) in der Bearbeitun von A. Busse und 4161111111161" 111 8011111511005 6161101105 (11 3), bear eitet von

M. Waiiies, befinden sich im Druck. (10er5 1101011101001. Bericht des Herrn Diels.

Der Druck des irrsten Bandes der nordgriechiscben Sammlung, den Herr Pick bearbeitet, ist leider auch in dem abgelaufenen Jahre noch nicht vollendet worden, auch ist der Abschluß nicht vor Ende dieses Jahres zu erivarten.

Für den dritten Band bat Herr Gäbler die Vorarbeiten fo_rt- geführt und eine Reibe Einleitungen ausgearbeitet. Der Druck 1011 in diesem Jahre begonnen Werden, sobald eine Revisionsreise nach Wien und Odessa beendet sein wird.

Die literarischen Vorarbeiten für die Bearbeitung der klein- asiatischen Münzen aus dem Fonds der Mommsen - Stiftung sind unter der Leitun des Herrn Kubitschek in Graz gefördert, aber noch nicht ganz zum *Zbscbluß gebracht worden, da der Umzug des Leiters nach Graz und die Not wendigkeit, dort neue" Hilfskräfte einzuscbulen. hinderlich in dem Weg traten. Es werden daher noch einige Monate zur Bewältigung dieser Vorarbeiten nötbig sein.

“_1'11656111'11511118'11116 1101311100. Bericht des Herrn Diels.

Die Pfingstkonferenz hat im vergangenen Jahre vom 27 . bis 29. Mai in Wien stattgefunden. Es wurde dabei der verhältnißmäßi rasche Fortgang der Verzeitelung und Excerption der Autoren koniaiicrt.

Bis Ende 1896 lagen fertig vor: die 11101065 zu den Ditbtern Vmo's Men ea, Cicero's Aram, Lucca, Publilius Syrus, Viral Culex, Copa, oretum Tibull, Germanicus, Lucan, Seneca's Tragö- dien, Calpuruius, Bucoi. Einsid., Laus Pisonis. Pbaedrus, 0011501. 1111 141716111, 111110, Uarbia], 081111611 811 paZanos. Ferner zu Pro- saikern: klist-ori00r11111 fraJmsnw, Oratorum fragm6ura, 4110501 611 ÜSWÜUÜUU, 76.170 116 ]. ]., (110610 ZUSWÜW, K015O11166 6.11 fam., 3.11 (211111511111, 6.11 8111111111, 11171115 bis RTFM 86116011 811350116. 11. 00u1r07.1-1T, 761161115, 761611115 UQTÜUUJ, 8611606. 116 136116110115, (16 0161116111111, 8011110111115 1.6.1'Z'118, 4500111115. Größtentbeils vollendet sind die 111111065 zu Plautus, Lucilius, Statius, Properz, Ovid, Aetna. (310610 L915ß0166 611 4561011111, 2111111115 (16 136511210116 00115, Ruiilius Lupus: in Arbeit begriffen Sato (16 agrjo111t.., 76.110 116 1". 111511, Cicero's Reden und 9511050011108, Cäsar, 9011190111115 111616, 8611608. 611 1111011111111. Plinius 51. 11151. und Plinius 1211151. und YQUSJ.

Von der späteren Literatur sind ganz oder theilweise excerviert: Damasus, Avian, Serenus Sammonicus, Prudentius, Frontin. Y_riscillian, Hegeßxpus, Pseudosallustius, Sulpicus Severus, Ampelius, 5 acrobius Sat., Sidonius Apollinaris. Yast vollständige Lexika steilen dar die Excerptzettel zu Ammian (60000 Ste en) und zur Vulgata des A. 11. N. Test. (250 000 Stellen). Von Speziailexicis ift das 1161110011 100115611111 von Greef ganz, das Zangemeister'scbe Horazlexikon theilweise ber- zettelt worden.

Nachdem sich die Konferenz auf Grund yon Probeartikeln über die Druckeinrichtung des “1111655111115 geeinigt batte, konnten am 1. Juli die Verhandlungen wegen des Veriages eingeleitetwerden. Diese 505211 zu einem mit der V. G. Teubner'scben Buchhandlung abgeschlossenen, von den fünf Akademien genehmigten Vertrage aefübrt, durch den sich die genannte Buchhandlung verpflichtet, den Druck des Werkes auf eigene Kosten zu übernehmen und 105000 „;ck in jäbrlicben Raten in die Thesauruskaffe einzuzahlen. Damit ist die Finanzierung des Unternehmens dem Kostenanschlage gemäß gesichert.

Historisches Institut in Rom.

Berichi des Vorsitzenden der Kommission Herrn Wattenbach.

_Durcb die Berufung des Herrn Koser zum Direktor der Staats- Arch1be und _iLinc Wahl zum Mitglied der Akademie ist es möglich geworden, die Kommission in erwünschtester Weise durch seine Zu- wabl zu ergänzen. Herr Lenz ist als besonderer Kenner der Zeit der Reformation ein vorzüglich wertbvoÜes Mitglied der Kommission, we_1__ch?r er schon vor seiner Wahl zum Mitglieds der Akademie an- ge re.

Jm Bestand der Mitglieder des Instituts in Rom ist nur die Aenderung Eingetreten, daß der Hilfsarbeiter Herr Dr. Heidenhain nach sechsjähriger Thätigkeit am 1. Oktober 1896 auf seinen Wunsch aus dieser Stellung ausgeschieden ist.

Als ?_auvtaufgabe wird die _?)ublikation dcr Deuts [and be- treffenden uniiaturbericbte unabläs g betrieben, und je me r sich der nun zur wiffenscbaftlicben Benußung vorbereitete Stoff abrundet, um so mehr wird der Arbeit auch hoffentlich in weiteren Kreisen die An- erkcnnung zu 15211 werden, Welche ibr Von kompetenter Seite schon jeßt nicht fcblt.

Aus der ersten Abtheilung (1533-1559) hat der Sekretar des Instituts, Professor Friedensburg, den achten Band über die Nuntiatur des Verallo u, A. (1545 bis 1546) seit mehr als einem halben Jahre vollendet, aber die Schwierigkeiten, welche das Verbalten der Firma Fr. A. Pertbes in Gotha uns bereitet, verzögern leider noch immer die Drucklegung und erschMren dadurch auch die Fortführung der Arbeit, sodaß wir nicht lebhaft genug die Beseitigung dieses

emmnisies wünschen können. Vorgearbeitet' ist schon viel; für den

ontificat Iulius 111. (1550 bis 1555) hat Herr O1". Kupke das

aterial esammelt, aber das Fehlen des Haubtstocks der Depeschen aus dem nianqe dieses Abschnittes bat bis jeßt den Abschluß der Arbeit Verhindert.

Aus der dritten Abtheilung (1572-1585) ist der dritte Band erschienen, welcher die erste Hälfte der süddeutschen Nuntiatur Portia's (1573-1574) enthält, bearbeitet von 111. Schelbaß; die zweite Hälfte ist in _Arbeit. Für dissen Abschnitt waren in besonders aus- gsdebnter Weiye die süddeutschen Archive heranzuziehen und vorzüglich ' hat das Königlich bayerische Reichsarchiv in München sebr rkiches und noch unbenußies Material ergebsn, besonders lebrrsicb in Bezug auf die Kämpfe des Augsburger Domkapitels mit den Jesuiten weaen ihrer Zulaffung in das Heiligkreuzkloster, wvbei Portia lebhaft be- tbeiligt war.

Mit dsr Zeit Paul's D". (1605 bis 1621) war der Hilfsaxbeiter 1)r. Heidenhain beschäftigt; den Abschluß der Arbeit erschwerte das Verhältniß zur Görres-Gesellscbaft, welche sich die Vorbergebende Zeit vorbehalten hatte. Da aber jetzt die unLntbehrlichen Akten der öster- reichischen Nuntiaturen von 1603 bis 1605 ihm zur Veröffentlichung übTrtlaff-Zn sind, ist der Abschluß des ersten Bandes baldigst zu er- wa en.

Unter der Presse befindet sich der Weite Band der vierten Ab- theilung: die Nuntiatur des Pallotto (1629) von dem cbemaiigen Hilfsarbeiter 1)r. Kiewning, welcher auch mit der weiteren Fortführung bescbä tigt ist. _ _

chon im vorjäbrigen Bericht wurde erwahnt, wie sehr nüßlicb es für das Institut sein würde, Lin Organ zu besißen, in welchem gelegentliche Funde veröffentlicht und wissenschaftlich Fragen besprochen Werden könnten; es würde dadurch in l_ebbaftere Verbindung mit wiffenscbaftlichen Kreiskn treten und gewiß manche Förderung da- durch erfahren. Nach früheren_ vergeblickpen Versuchen ist jetzt Aus- sicht vorhanden, das is_l endlich z_u erreichen, und wir hoffen, im nächsten Bericht das richeinen dieser „Miscellanca" anzeigen „zu können.

In erfreulicher Entwickxlung befindet fich die Bibiiotbkk dss Zn-

stituts, in welcher die nothwendigsten Hilfsmittel für den Hund- ebrauch bei der gelehrten Forschung gesammelt werden; mit vorzü - ichem Eifer aber wird die Sammlung von Nacbrtchten übsr_römis e und andere Archibe betrieben, wodurck) es ermöglicht werden 1011, daß die Mitglieder sowohl wie auch fremdc Gelehrte obne Zcitvkrluii, obne selbst die massenhaften Archivalien durcbzumusicrn, Nachricbi :eraltcn, wo über deutsche Angelegenheiten etwas zu finden ist, mit 111931611111 Nachweisen, soiveit es die Umstände erlauben. Zablreicbsn icbxiit- lieben und persönlichen Nacbsucbungen von seiten deutsch Foxicbet haben auch in diesem Jahr? die Beamten des Instituts fich Hilfreich erwiesen.

Verbunden mit dem Institut isi dit? Bearbeitung dcs [1611611011010 7611118111011111 untcr dcr Leitung des Königlich Archivars 111. Arnold.

er erst? Band ist im Druck vollendet; cr umiaßt nur_das Crstr Jahr Eugen's 11“. (1431/2). In die'sem Jabr [0,1011 cincxicits nach der Erstarkung dcs Paysitbmns besonders 1'11'11' Gciucbc bor andererseits ist bier zuerst das von der iicugcbxldctcn bixxa_1chi_schw: Organisation ausgebondc Material _in 1157111 Voiiiiandtakeit erhalten; in der Folgezeit nimint die Masse _ sebr ab. Man übersieht bier höchst anschaulich die zabilvicn Bcztcbungkn der Kurie zu der ggnzen denischcn_ Kirche, und »" Frbit do_ch auch nicht ganz an Schreiben poliiiicbcn analis; bgiondcrs tn Bezug auf die“ Hussiten. (Eine an crordcniiicbc L_irbcii eriorde'rxc das Register, und von böcbsicm Wert ist die“ att§süb7_1ichi* (Finiczxnng, welche die ganze Organisation der Kune und dir akieanßigcn Yoduktk ihrer Thätigkeit klar vor Augcn siciit. _Die _1*_1*n Skinx't ' aestät dem Kaiser und König Allemnädigsi_iür_dicim Zweck bew Üigic Summe wird am 1. April d. J. 1171555711611; cs ist aber begründete Hoffnung vorbandcw. das: noch eine 11110111" Bcwiliigun dic" Fortführung 1111 Lchöncn iintrrnkbmcns _,16- iiaitcn w rd, welches namcntlieb auch Für _ di.- deuticdc Provin ialgcfcbi 11' Von bobem World isi. Eswan' iebr zu bchuern wenn die für die :* Arbeit ein?;übtcn Arbcitskräm it t veriorkn „imgck. Herr 1113911110111 zu scinct .rch_ivtbätigktii 111111 157011 müßn, dn" ])!)r. Kaufmann und Luidbs einfach an cr “T ätmi'cit «WIL wür»! . Herr iir. Hauer bai seinerseits zum 1. . dri! xxkindigi.