8) Die Uußreirhöi“ der Minn Effekten t Men, Quittun und . kückgabe arke oder «19 chemtgung Nr. 4 und 5) alsbald nach beendeter
lun . 9) Éxden die S_chuldverschreibungen den Abstempelun - J:?)eerlgaYtEFlr" Post nisterÉandtéchfoßgenügt die Beifügunt? er _ arung m er ni in einem lar, Ruckgabe nicht erfolgt. ze Exemp essen _ Wer Bir _Emsendung der Schuldverscbreibungen mit Zu- behor d1e_ ejordxrung durch die Post wählt, hat das Porto sowohl fur dre Hnsendung zvie für die Rücksendung zu tragen. Bet der Rucksendung gilt der Postschein als Quittung. Berlin, den 3. Februar 1897.
Hauptverwaltun der Staatsschulden. von Zoff mann.
Bekannttnaebung.
Aus Aula der am 4. d. M. Mittags im Luft arten att- fixdenden milßtärischen Feier wird der LustgarteF nach Bßdarf fur den gxsammten Verkebrgxsperrt werden.
Berlin, den 3. Februar 1897. “
Der Polizei-Präfident. von Windbeim.
Forft-Akademie Münden.
Beginn des Sommer-Semesters Montag, den 26. April 1897, Schluß den 20. August 1897.
Ober-Forstmeisier Weise: ErtragSregelung, forstliche Ex- “rfiF'ei's; st S o mei er ellbeitn: Wegene legung und We ebau, Ja d- kunde. forstli es Repetitor, forstliche Exkursionen. “ g _ Forstmet ter 131“. J entsch: Forfisckpuß, forstliÖes Repetitor, forst- liche FCTxLYsioäen. M ck 1 „or ei er i ae is: Waldwerthberecbnung prcu isches Taxationsverfabren, Durchführung eines TaxationsbeispielS, fotßstiiche MYYW fi M o - e or Vr. eßger: Einleitun in die Forstwiffenscbaft. rofeffor Dr. Müller: S temati Vt “k, bt ' PrakZbrbmi, botaIrZiscbe kauYioerPys s c 1) am 0 amsches , e e mer e ierungé: at , rofeffor Dr. Me er: oolo ' , Ftscberei, zooloaif e Uebungen und Exkursionen. 89 Z 8" otst-Affeffor 131“. Milani: Zoologisches Repetitor. rofeffvr ])r. Cbuncler: Organische Chemie, Mineralogie und eolo ie, geognosttscbe Uebungen und Exkursionen. Profe or Or, Hornberger: Physik, Bodenkunde, bodenkundlicbe ExkuHsioxeX un]d) UeYngen. G d P rox? or x:. aule: eo äsie, lanzei nen, Ve e s- Juftruknqn, geodatiscbe Uebungen und Exkursioneé. rm ffung (Geheimer Justiz-Ratb, Proteffor ])r. Ziebartb: Zivilrecht ]. Anme'ldungen find an den Unterzeichneten zu richten und zwar unikr Betsuxzung der Zeugnisse über Schulbildung, forstliche Vor- bereitung, Fubrung. sowie eines Nachtveises über die erforderlichen Mittel und unter Angabe des Militärverbältniffes.
Dkr Direktor der Forft-Akademie. Weise.
Yiehtamtsiches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 3. Februar.
. SUM Maxesiät der“ _Kaiser und Köni defick- trgxen esrern Nacbmrttag m Ktel das im Umbau [Jegriffene Panzer chlff „Badxn“ auf der Germania : Werft und reisten um 4 Uhr 20 Minuten nach Berlin ab. Die Ankunft er- folgte um 10 Uhr Ybends czuf dem Lehrter Bahnhof hierselbst, l?on ZW Setne Maxin?! Sich nach dem Königlichen Schlosse ega en.
' Heute Vorm1ttag um 10 Uhr hörten Seine Majestät der Katser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets, Wirklichen Gehetmen thhs ])1“. von Luqanus, und empfingen Mittags um 123/4 Uhr dl? Meldung Sxtnxr Kézni lichen Hoheit des Erb- Yoßher ogs von Baden anlaßlrch O_ochiztdeffen Beförderung zum _ enera der Infanterie und des ochstdemselben in Vertretung ubertragenen Komnnxndos des ]]]. Armee:Korps. Später nahmen Seme Ma1ertat die Meldung des kommandierenden Generals des 711]. Yrmer-K'orps, Generals der Infanterie Vogel von Falckensiem anläßlich der Kommandierung des- selben zur Vertretung des General-Inspekteurs des Ingenienr- und Ptomer-Korps und der Festungen entgegen.
Morgen Mittag 12%; Uhr wird im Laß arten ie elb't m_(Hegempart'S'ejner Majestät des Kaiser? rsund Komgs d1e feierliche Uebergabe der dem Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 von Seiner Ma: ]estat dem Kaiser Nikolaus ]]. von Rußland ver- lirhenxn Fahnenbander durch den russischen Obcrsten Nepo- kortschtßkn an das genannte Regiment stattfinden,
Die vereinigten Ausschüsse des BundeSrat s 'r oll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehx, sFr-lvieZder Ausschuß fur Zoll; und Steuerwesen hielten heute Sitzungen.
_ Der Regierungs-A effor Keßler in Köln ist der König- lrchen Reg_terung u S leswig zur weiteren dienstlichen Ver- wendung uberwre en worden.
Im Sachsen - Meiningen.
Landtage wurde, der „Geraer Ztg.“ ufol c, bei der Berathung des Etat? v_on dem Abg. Trinksz daJauf auf- merksam gemgcht,'w1e dre an das Reich zu leistenden Matri- knlarbertrage tm Laufe der Jahre sich immer mehr erhöht hatten.. In den Jahren 1884/86 seien in dem o : thuWe 330000 akk; im Etat eingestellt gewesen, 1 /8 535 . 444, 1887/88 ' 931000 „45 U., und das sei so "ftandt? gestiegen, bis ]eßt 1 809770 „45 einzustellen seien. Umge ehrt seien 1887/91 pro Jahr aus der Reichskaffe
dieser Bett zurückgegangen“ 1893/94 hätten die Matrikular- beitrage dteagUeberweisungeu iiberstiegen, was allerdings 18% uxieder beser geworden sei. Es sei daher nur natürlich, wenn dteserÉZU*_nand auf die Dauer als unerträglich an esehen werde. Der hex des Departements der inanzen, Ge ime Staats- rgth Ziller erklärte, daß „es vc") ig unxgewiß sei, wie fich kunfttg das Verhaltnis; zwrschen den Mairikularbeiträgen und de_n „Ueberweisungen' gefialten werde; es sei aber dringend nothtg, d1_ese Ungewrßhexthr beseitigen. In den Einzel-Land- tagen musse das Bedu lß _zur Sprache gebracht werden, wodurch vielleicht auch _im Netchstage eine günstigere Anficht erwirkt werde. _ Die sammtlichen im Etat verlangten Steuern wurden vom Landtage bewilligt. Elsaß-Lothriugen. In der gestriqen Sißung des LandeSaus us es legte der _Unter - Staatsseertär von Schraut dsc? Etsat vor und fuhrte aus, daß dre andauernd günstige Finanz: lage €)Tu'm geringeren_ Thetl ays den Ueberweisungen des erchs, zum großeren Ther! aus der steigenden Txndenz _der LandeSexmnahmen Yerstamme. Höhere Er: trage ergaben namentltch, die For tverwaltun , mfolge des Steigens ddr Hol preise, dte,Verkehrésteuer u die Getränke- steuer. Bet _der bschaftssteuer hätten in sechs Jahren die Szimldenabzuge zwischen 10 und 11 Proz. des vererbten Ver- nrogxns bxtra en. ,Da alle Erbfälle der Steuer unteriägen,so ser dtxs em eweis der gerin en Verschuldung. Die Staats- deposttenverwaltung, welche 34 illionen 4prozentiger deutscher Staatspgptere befiße, erleide durch die Konvertierung einen, jahrlichen Zinsausfall von 170000 „45 Der Zinsfuß fur „dre Sparkassen werde daher von 31/2 auf 31/3 Proz. zu ermaßtgen sem. Der Unter-„Staatdsekretär erläuterte ferner die neuen Ausgaben, darnnter dre Erhöhung der Gehaltsbezüge der Volksschullehrer und dre Einführung des Altersstufensystems für dre Subalternbeatnte'n. Fur Elsenbahnbauten sonen 3 Millionen LandeSzuschuß bemlltgt werden, fur die Zufahit um Straßburger Rheinhafen 600000, «M; wegen der Schiff armachung des Y_uemnger Kanals seten die Verhandlungen noch nicht beendigt. ur dre Ausrottung der Reblaud in Lothringen seien im lgufenden Jahre 230000 „46 nothig gewesen. Die Aus- fuhrungen des Unter-Staatssekretärs wurden mit lebhaftem Verfall aufgenommen.
Großbritannien und Irland.
„ Jm Unterh_a1_1s e erklärte gestern der PariamenW Sekretär des AusuyarttgenCurzon: Die Regierung habe nichts von emem Angrt gehort, den am 26. Januar vor den Thyren Kamas * ohamedaner auf christliche Bauern aus- gefuhrt haben _solitenz" doch seien allerdings während der leßten Wochen 111 den Stadien Kretas infolge der Einwande- rung von Mohamxdanern gus den ländlichen Kreisen Wiederholt Beunruhrungen emgetreten; auch seien sowohl Chmsten als Moham , aner ermordet worden. Das Erscheinen der fremden Krtegßschtffe habe_eine beruhigende Wirkung hervor: gebracht. Es sche1ne„a[s boten die türkischen Behörden ihr Aeußerstes qux, um dre Ordnung aufrecht u erhalten und das Vertrauenwre er herzusteüen. Die fremden Konsuln seien mit den Behorden m cka Verkehr. Die Fortdauer des Friedens hänge m hohem Ma e von der Neuorganisation der Gendarmerie ab, welche raschen Fortgang nehme. Das Haus nahm sodann Lm 283 gegen 123 Stimmen den von dem Erben Lord des Hchaßamts _B a [ fo ur gestellten Antrag an, welcher verlangte, daß dre Resolution, betreffend die Unterrichts-Bill, bei der gestrigen Berathung den Vdrrang hqben solle. Sir W. Harcourt batte den Antrag be'xampftjmxt der Begründung, daß das Land Zeri ' hnben musse, die Vorlage zu prüfen, noch ehe die ralunmar-Resolutwn zur Annahme gelange. Der Erste Lord des S aZamts Balfour entgcgnete hierauf, daß die bcxld1ge Dur _fuhrung der Vorlage *.*.icht nur im Inter- esxe der fretthzgen Schulen, sondern auch in drm der Voiksschulen (rege, welchen erst nach Durchführung der gegenrbarttgen Portage die gebührende Berücksichtigung zu „tbeti rverden konne. Nack) längerer Bcrathung wurde eine pralimmare Resolution, betreffend die Unterrichtsbiil, mit 325 gegen 110 Stimmen angcnommen, nachdem vorher ein Unter- antrag von Llond-Georgs, StaatSzusckwß nur bedürftigen frei: mtiltgen Schulen zu gcwabxen, mit 320 gegen 112 Stimmen abgelehnt worden war. Fur die Si ung am Freitag beraumtc der Erste Lord des_Schaßamt6„ Ba four die Debatte über die Egypten gewahrte Unierytüyung zur Rückerstattung des von drm Reservefonds entlehnten Geldes für den Feldzug im Sudan „an. ' _ Ber der gestern 111 Romford bei London vorgenommenen Er1a§wah1 zun! Unterhause wurde Sinclair (kon- servatw) mit 8106 Httmmen gewählt; der Gegenkandidat Raphaei (liberal) xrhtelt 8031 Stimmen; die konservative Mehrhett hat s1ch sen der leßten Wahl sehr vermindert. Der ParlamentS=Sekretär im Kolonialamt Earl of Selborne breit, dem „W.T.B.“ zufolge, gestern in Chester eme Rede, worm er dem Bedauern Ausdruck gab, das; den Englandern und .HoUändern in Süd-Afrika gegenseitiges Ver- trauen fehle und daß das _Unbehagen in Transvaal fort- dguere; er ba_lte rs f_ur' unmoglich, die Mehrheit der Weißen, dre ohne verhaltmßmaßzgen Antheii an der Regierung größere Steuern zahlten, daselbst anhaltend zu unterdrücken. Es sei nicht ernznfehen, weshalb den Uitianders ni t alle Vortheile emer zrmltfierten Regierung eingeräumt wür en; eine Ueber- tretung des Londdner Uebereinkommens würde nicht gestattet werden, obwohl em Vorschlag, dasselbe abzuändern, freundlich aufgenommen werden würde.
D E Frankreich- _er * rzherzog Franz erdinand von Oesterrei - Este ift gestern Abend von jaccio in Algier eingetroffJn. Der Gesundhettßzuftand des Erzherzo s ist gut.
, In dem gestxrn tm Elysée abgeZaltenen Ministerrath Kratern der, _Mmisier des Aeußern Lanotaux und der
olomal-thster Lebon mit, daß agarde und Ras Makonen am 27. Januar in Harrar die Ratifikationen des andelSabkommens zwischen Frankreich und Abes ynten aUSgetauscht hätten. Lagarde sei ermächtigt worden, nach Entoto. zu eben. _ Der „Matin“ erfährt, das Abkommenqregxle msbe ondere die den Karawanenverkehr zwrfchen Dnbutx und Abeffynien betreffenden Fragen und ent- halte fe_rner eme Klausel, m welcher die Unabhängiqkeit AbeffZmens anerkannt werde. *
224000 „46 an die Einzelstaaten mehr überwiesen worden, doch sei
“3. Pa uncefote und dem vcnezoianischen Gesandten
Legen die
Méry und nach ihm der Deputirte Ca eliu br ten träge eiu, wonaS den Rübenbauern, den Zia uckerxchikanxt: und „den _uren untersagt sein so , ausländische Arbeiter zu beschaftigen. Die beiden AnirKe wurde:: abgelehnt, nachdem der thsixr-Präfident Eline er- klart hatte, daß _ Frankretch m dieser Richtung durch inixmationale Vertrage ebunden sei. Der Deputer Hubert befurwortxte emen von hm ei ebrachten Antrag, nach wel cm die Prämten mzr jenen Jndu 'eilen zu theil werden so en, von deren Arbeitern wemMens drei Viertel Franzosen seien. Der thster - Prasident Eline und der Ben terftatter Graux wiesen auf dte 'Undurcb'führbarkeit diefes ntrages hm; gleichwohl beschloß dre Depur'rtenkammer mit 221 g en 219 Stimmen, den Antrag in Erwägung zu ziehen. ie Stsung wurde sodann geschloffen.
Rußland.
_ 'Der Geheinze Rath Jonin vom Ministerium des Aux warttgen ist, wre der „Regierungsbote“ meldet, zum Ge- sandten tn der Schweiz ernannt worden.
Mtt Bezug auf das von der „Times“ veröffentlichte Telegramm aus OdeW über die rusfische Schwarzmeer- lotte “(s. Nr. 26 ,d. l.) erklärt die „Rusfische Telegraphen-
_geniur , daß dtLes Telegramm keinerlei neue, durcb dte poltttsche 'Lage ervorgerufene Maßnahmen melde. Auf Befehl des Kaisers Alexander ]]]. führe die Schwarzmeer-Flotte fett dem Jahre 1894_ zur krtegsmäßigen Ausbildung der Bc:- sa ungen Wmtermanover aus; aus diesem Grunde sei die
anoverzett des Jahres 1896 verlängert worden.
Schweiz.
Der BundeSrath hat, der „Köln. Zt .“ uol e, die Stadt Lausanne ,als Si? des SchiengerJchtZ LezZichnet, das in_ dem Strerte zmtchen Großbritannien und der Republrk C olumbta wegen der Schädigung einer britischen Handelsgesellschaft durch dreien Freistaat entscheiden soil.
Türkei. „Wir „W. T. B.“ aus Konstantinopel meldet b- staitgt s1ch der Ausbruch neuer blutiger Feindseligkéiteen zwrschen Mohamedanern und Christen auf Kreta. Das
von Christen bewohnte Dorf Galata bei Kanea wurde nieder- ebrannt. DW Bewegung werde auf die Thätiékeit von
gitatoren zurizckgeführt,die das Reformwerk der Mä te no im [exten Augenblicx znm Scheitern bringen und der grie ischenchRx gterung Schmiertgketten machen wouen. Zn Rethymon, Apokorona und ermgxn anderen Orten 1st die revolutionäre Agitation von der griechischen Bevolkeru'ng selbst zurückgewiesen worden. _ DYr „Agence Hanns“ Wird, aus Athen berichtrt, daß der gr1cch1sche Dampfer „Thetts“, als er in den Hafen von Kanea habe einfahren wollen, *mit lintenschüssen empfangen und zur ankehr gezwungen worden ei.
Der _okumentschx Patrtarch bat infolge des Zwie- spqlt-Z zwrschen den beiden Parteien der Synode seine De- mrsston genommen.
Schiveden nnd Nortoegeu.
Dad norwegische Stortbing ist, wie „W. T. B.“ aus Chrtsttgma bertchtet, gestern Nachmittag mit einer Thron- red_e eroffnet worden, m welcher hervorgehoben wird, daß die Veztelxungen der veretmgtxn Retche zu den auswärti en Mächten unvrranderi freundjchaftltcbe ' seien. Zn: abgelaUHenen Jahre set mchts emgetreien, was dre tm Vorjahre aUSgesxprochenen Hoffnungen des Komgße chü_ttern könnte, daß es aueih künftig- hm gelmgen werde, d1e kttonsfreiheit der Regierung zu be- wahren, ohne den fremden Mächten irgendwelche Zusagen bezugltch des Betstandeß der künftigen Konflikten zu eben. Dre Verhandlungen uber „rin neues (Heses, betreffen ein gemxmsames Vorgehen bezugltck) der Seelxahrtsverhältnisse der Xréßnxgten YAML“ seie?) erfoflgblos gebhlie en; die infolge der
u e ung er_1e tgcn arau ezü ti ME 8 e u tr enden Maßnahmen wurden in C'rtväzcxungggtszczgen.es H 3 eff
Amerika.
Der Schiedsgerichtsvertra , betre "end Vene*u1a ist, nach einer'Meldung des „W. T.?Z.“ auifs7 Wa hinä'ton; gestern Nachmrttag von dem großbritannischen Botickafter Sir . ndrade unterzeichnet worden. Das Schiengericht wird aus fünf Mii- gltedern bestebßn: Lord Herschell-und der Richter Collins werden Großbritannien, der Präsident des Obersten Gerichtshofes Fullxr und der Richter Brew er die Vereinigten Staaten von Amerika vertreten. Diese vier werden einen fünften Schieds- rtchter wählen, der _Praßdent _des Schiengericbts sein so!!. S_oUTen die mer" Sch1edSrtchter srch binnen drei Monaten über dre Wahl „des, funften Schredörichters nicht einigen können, so soil der Konig von Schweden und Norwegen denselben ernennen. Das Schtengericht wird sich sechs Tage nach Ver- theilung der gedruckten Streitschriften in Paris versammeln; al1e Fragen werden durch 1316 Mchrbeit dcs Schirdßgerichts entschieden tberden, Nachk e1_ner Depesche der „Times“ aus Lima vom 1. d. M. tst'm Puno el_ne Meuterei von Soldaten aus: gebroche_n, dre aber nach einem Kampf von drei Stunden Dauer unterdruckt wurde; mehrere Leute wurden etödtet und ver-
wrmdet, dix Anstifter wurden_ verhaftet. “ n der Depesche heißt es wetter: die Bewegun 1ci rein lokaler Natur gewesen, m der ganzen Republik herrsZe
jeßt wieder Ordnung.
* Afrika. . Die „Agence Havas“ meldet aus „Kairo, daß der
franÉbsische und der russische diplomatische Agent dre ersun
erhalten hätten, bei dem egyptischen Ministerium ' nnahme der finanziellen Unterstüsung durch Groß- rttanmen Etnspruch zu erheben und daran zu erinnern,
dzxß der Khedive steh zur_Aufnahme einer olchen Anleihe an dte StaatsschuldemKommtsston zu wenden
abe.
Ausstellung im Königlichen Zeughause. Seit der großen Parole-AUSgabe am (Geburtstage Seiner
Majestät desKaisers sind im Lichtbofe desKöniglichen eu au es eine Anzahlneu hinzugekommener Stücke aus estellt. (? gh s Reihe von Flaggen, dann einzelne Geschen e _ daruntcr als vornehmstes ein Erinnerungsstück an den Prinzen Alexander von renßxn _, eme Widmungstafel an den Feldmarschall Molt e,_etmge Ankäufe und Luleßt die große, Seiner Majestät dem Katser als JubiläumSga
s smd eine
e 1870/71-1895/96 dargebrachte
ie Deputirtenkammer este estern die Berat un der Vorlage, betreffend die Z ucke réteu e rg, fort. Der Depxtirt?
Waffensammlung des Herrn N. von Dreyse-Sömmerda.
Äm MWÖFWW, |M YM:M
Kaiser- und eine Kaisetin-Standarte weiland Kaiser Wilhelm's ]. und der Kaiserin Augusta, zwei Krowprinzen-Standarten nnd i Schiffsflaggen, . du: einst von dem Hochseltgen Katscr riedrich als Kronprinzen geführt wurden _ aus Purpur, reich mit Gold und farbiger Bemalung dte ersteren, werk mit schwarz und Silber die anderen _; die Purpurfahnen traten außer Gebrauch, als die hehren Gestalien „des ersten Kaisers und seiner Gemahlin in die megkett em egangen waren. Nun ist dem Zeughause die Obhut auch ü er diese Andenken anvertraut worden. - _
Ein Andenken an den 1896 heimgxgan enen Prinzen Alexander von Preußen ist das schöne Stetnsä) oßgewebr aus dem Nachlaß Höchstdesselben. Als em noch nicht verlretener Gewebrtypus des 16. Jahrhunderts war es fyr die Samm- lung sehr willkommen, edoch _sein auptwerth liegt darm, daß es ein Erinnerungssiü an cm 'tgited' des Herrscherhauses ift. Beinahe jeder Hohenzoliemfßrft 1st_1m Zeughause durch solche Andenken venreten; fre -btlden mtt den KmegSandenken den werthvoilften und die Besucher am metften ansprechenden Theil der Sammlung. . .
Das Erinnerungssiück an den Grafen Moltke rst eme Wiederholun jener monumentalen Widmungstafel, dte dem Feldmarschalk anläßlich seines neunztgsten Geburtstages von den deutschen Städten dargebracht wnrde. ' Das schone Vronzewerk, ein Produkt Berliner Kunstftetßes, tft dem Zeug- hause von der Stadt Berlin verehrt worden. ' _
Weitaus den größten Theil der Ausstellung bildei die JubiläumSgabe des errn von Dreyse an Seme Ma estat. Auf einem großen, die " orusfia ymschließenden Halbrund er _eben sich 2 Reihen Gewehre, und hieran schlteßen fick) nach hmxen eine Anzahl Geschüße. Das Ganze umfaßt nahezu 100 Stuck, die inSgesammt Zündnadelwaffen darfteUen. Erne „solche Modellsammlung, an fich belehrend _und von großtern materiellen Werth, wird dadurch unschaßbar, daß fre ,dte vollständige Entwickelung jenes Gewehrsyftems veranschaul1cht, das unauflöslich mit den Erfolgen von 1864, vor allem von 1866 verknüpft ist und in der_ and unserer Armee auch 1870/71 trotz der überlegenen franzo tschen Gewehre zur Ent- scheidung des großen Krreges beitrug. Dad Gewehr'verdtent iomit eine solche eingehende meührung, rme'sw je tim Zeug: hause ermöglicht und jvie1fie bisher weder bier no andYrswo eines histsorischcn Waffe m älmltchem Umfange zu thetl ge- wor en it.
Die EntwickelungSreibe geht ununterbrochen von 1826 bis 1896 und umfaßt drei Generationen der Familie von Dreyse. Das Genie und die Ausdauer, mit denen e_insx Nikoiaus Dreyse an die Arbeit ging, sind bcwunderungswurdtg; wre steh Ver- su an Versuch reihte, wie er, ohne dich nach rechis oder lin s abzulenken, gerade auf das Ziel [Wing, bis das Model] 1841 fertig dastand. Für des Er ders durchaus neue Ideen war kein Vorgang vorhanden, auf den er. sub stußen konnte; alles mußte er erdenken: das Schloß, dre undmaffe, die Patrone. Auf dem Schlachtfelde von Jena it dem be- Jeiftert patriotischen, 19jährigen Schw ergesellen beim Anblick
er schwerfälligen alten (Gewehre der unsch_aufgestiegen, der Armee eine zweckentsprechendere Waffe zu schaffen, aber erst nach zwanzig Jahren des Kampfes Um fernen LebenGunterhaltkonnte er im Jahre 1826 das erste Gewehr fertigstellen. Nun aber, da das Problem gelöst war, sah er frei) m Preußen zurückgemesen, und die Sache schien aussichtslos, bis 1829 Prmz Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm ]. anläßlich eines Besuches in Weimar den Erfinder vor sich beschied, das neue erehr prufte und em- qebende Versuche damit anordnete. Von nun an stüßte der Prinz troß starker (Hz_ enströmungen die Jchn Dreyse's, und dieser erlangte dadur die MutZl, in großerem Urnfange weiter arbeiten zu können. So entstand das Gewehr, mit dern der König Wilhelm seine Schlachten geschlagen hat; als dre Waffe sich 1864 so aUSgezeichnet bewährt Hatte, belohnte, der dAadnxbare König den Geheimen Rath Dreyse mit dem erblichen
e.
Die Einführung des Gewehrs Mod. 41 war für den unermüdlichen Erfinder nur ein Ansporn, um Verbesserungen Ji 1uchen, die zum Pioniergewehr Mod. _60, zyr Jägerbüchfe
od. 65 und anderen führten. Unabläsfrg bejchäftigten ihn, wie die: Sammlung zsigt, neue Probleme, die Bajonettfrage, die Visiercinrichtungen u. s. W. Nicht weniger als10 verschicdenc kaenmodelle, als Ersoy für das Bajonett, smd zu sehen, und_ nahezu 25 verichiedene Visiereinrtchtungen. 1859 kon- struterte Dreyse eine Zündnadellan e für Ulanen, auch war er bemüht, die Vorzüge seines ystems auf Walldüchsen und Geschü e zu übertragen. Haben diese Ve|7uche zu einem praktischen gebniß nicht geführt, so zeigen re doch Keime, die später und selbst bis in die Gegenwart bei anderen Kon- ßruktionßsystemen verwerthet wurden. Selbst eme Mitraiileuse nndet fich vor; sie schießt schneller als die franzofische von 1870, doch war das Laden 1; zeitraubend, auch hatte die preußische Armeeverwaltung ?olche Feldgeschüse von Anfang an als unpraktisch verworfen. „
Als N. von Dreyfe 1869 sein erfolg- und ehrenrerches Leben schloß, wurden dessen Bestrebungen von seinem Sohne Franz fortgeseßt. Aber wenn dieser auch das_Konstruktwns-
enie seines Vaters geerbt hatte so scheint „ihm das chere Gefühl für das Praktische und Kr1egsxnäßz e gefehlt zu haben; seine Erfindungen find getstreth, aber etwas gekünstelt, sodaß er die großen _Er: Ilge seines Vaters nicht hqtte. Unter den Gewehren dieser
eriode findet sich indeß jenes Konkurrenzgewehr für das Modell 71, das, wie es scheint, nur wegen der etwas korn- plizierten Sicherung damals nicht angenommen wurde. Mtt dem Tode des zweiten Dreyse übernahm 1894 de en Sohn die Fabriken. Den eitverhältni en entsprechend, ftre te dieser vor allem und mit olg nacb erbefferungenAan Iangewehren, und einige herrliche Waffen dieser Art finden stch in der Sammlung.
Die auSgesieUten Andenken und Geschenke erregten schon am Kaierlichen Geburtstage das größte Interesse. Noch lange nachS luß der Parole-Aus abe umftanden zahlreiche Gruppen in eifrigem Gespräch die Aus teilung. Diese soll für eingehendes Studium und für die weiteren Kretse noch eine Zeit lang im Lichthofe des Zeughauses verbleiben.
Parlamentarische Nachrichten.
In der heuti (166) Sißung des Reichstages, m_elcher der Staats ekretär des Rei s-Justizamts ])r. Nieder- dtng und. der .Staatssekrexär des eichs-Schaßamts 131: Graf
5 dl beiwohnien, staub Wächst diexerfieVo ?WUZYUS lY:,1tttxxl2r'fs einer GrundbUFchordnung auf der
eSordnun .-
Tag Zur 9 ' ung der Vorlage nahm _der Staatssekretär des Reichs-Iu amis 131“. Nieberdmg das Wort. An der sah cm chließenden Debatte bethetligten sich bis zum Schlusse des Blattes die Nbg . Spahn (Zenit), Himburg (d. kons.) und Kauffmann fr. VolkSpK; Der Wortlaut_der Rede des Staatssekretärs some der aus 'brltche Bericht uber die Verhandlungen werden morgen nachgetragen werden.
Arbeiterbewegung.
Aus Hamburg berichtet das .Wolff'iche Bureau“ zum AUS: stand der Hafenarbeiter: Gestern sonen 90000 .“ Außstands- unterfiüßung außgexablt worden sein und _zwar auf den Kopf 8 „ji, einerlei ob an Verbeiratbete o_der Unverbetraibete, dre Schauerleute gaben 50 „5 ab als Unterftüßungswnds ffzr obdachlos gewordene Ko'lleLen. Die Hauswirtbe verhielten fich am gestrégen Mxetbeznblnngstermm ebr verschieden. Einige klagten auf Exmis Z“")- vte'le kundtgte_n' den aus- ftändigen Mittellosen zum 1. Mai, emtge ließen Ermaßtgung der Mietbe eintreten, andere haben diese ganz erlqffen. Am Petersen uat weldeten sicb 50 bisher Ausftändige zur Azbett, wurden aber a ge- wiesen, da die nötbigen Arbeitskräfte vollstandi vorhanden waren.
Aus Biochum wird dem „W. T. B." n dte Verhandlungen der Delegirtenversammlung der christlichen Bergarbeiter- Vereine Deutschlands gemeldet. Der Delegtrxentag forderte Aenderung des Knappschafts-Statut's, besonders stete Aerztexvabl, Erhöhung des Krankengeldes aus zwe: Drittel des Lohnes, Erhohung der Invalidenpension, wobei die thchörenie _an erecbnei werden soll, Einrichtung von Schiedßgerichién bm nvaltdxfierungxn und selbständige Anibeilnabrne an der Verxvaltung. Einstimmig wurde folgender Bsscbluß ge-[aßtx Der Delegxrtentag 'stelit als'Ztel der Entwickelung der Lohnverbältmffe die Erreichun?5 eine? Familien- [obnes bin, derart, daß vom Lohn eme norma]? amtlje von sechs Personen sicb ibren Arbeits- und Standeßverbaltniffen entsbrecbxnd unterhalten und durch einen Sparpfennig fur eventueüe chlucksfalle und für das Alter fach eine Besserung, ihrer Lage sichern kann. Zu diesem Zweck verlangt _der Dele trtentag 1) eine stetige; Steigerung der Löhne mit steigender oniunktur. und zwar bei dauernder besonders günstiger Geschaftslaße aucb „eme au enbltckiicbe merkliche Aufbefferun der Löhne;' 2) als geeignete rgane_ zur Regelung der LohnverZältniffe Kommissionen, dre sich zusammenidsen aus Vertretern der Organisationen der Arbertgeber_ynd der Arbeiter; 3) Bekanntmachung der Lobnstatistik nicht nur fur ganze Bezirke zusammen, sondern auch für dre einzelnen Werke. _ Ferner wurde beschlossen, eine Kommission zur Prufung der Frage einzuseyen, ob angesichts der Vereinßgeseßgebung ein engerrr Zusammenschluß sämmtlickper abrisilicben deutschen Bergarbeiter berbet- zuführen ift, und die StaatSregierung zu bitten, den § 8 des PreußisHen VereinsgeseYes baldigst abzuändern; _end'lich kam „man überein, daß die gese liche Festlegung einer achtsiundtgen Maxtmal- schichtdauer, einschlirßli der in- und Ausfgbri, und betschwter1gereré gesundheitsscbädlicber oder gefährlicher Arbeit eme Arbeitsdauer von ( resp. 6 Stunden anzustreben tei. ' . -
In Leipzig werden, einer Mittheilung der ,Lpz. Ztg.“ zufolge, die im Handels-, Transport- und Verkehrögewerbe be- schäftigten Arbeiter Deutschlands am 28. Februar d.J. einen Kongreß abhalten, auf Welchem die Organisationsfrage erledigt werden soll. Hierbei soi] gegen den auf der Altenburger Konferenz xmlangst _ e-
ründeten Zentralverband brotestiert werden, wer] er mit der fru, er in Halberstadt zu stande gekommenen losen Zentralorganisation nicht übereinstimme. _ _ .
Jn Dreßden bat, wie im ,Vorwartö' mitgetheilt Mrd, das Personal der Luxuspapierwaaren-Firma Frd. Albr. KeÜer die Arbeit eingefteUt. _
In Steyr in Oesterreich ist nac]; demselben Blatt tn der Fabrrad-Abtbeiluna der dorti en Waffenfabrik ein Ausstand ausgebrochen. Die Werkstätten dieJer AbtbcxilunÖé sind inzw1sxben ge- schloffen worden. An dem Ausstand sollen 380 ann betbeiltgt sein.
Kauft nnd Wiffeuschaft.
Der durch die Heraußgabe der „Deutschen Füriienfcblöffer" und andere Publikationen don Werken der Architektur_ nnd Kunstindustrie bekannte Beriiner Baumeister Ebrenftted Scholz, welcher der Martin Gropius'schen Schule ent- stammt, veröffentlicht soeben ein neues Architekturwerk, betitelt „Hervorragende moderne Bauten." Dasselbe_besi€bt aus einer Sammlung von 100 in Lichtdruck auSgefübrten Blattern, dar- stellend Fac.",aden, Details und Grundrisse von Häusern und ViÜen, die von namhaften Architekten der Gegenwart sind, und erscheint in 5 Lieferungen mit je 20 Blatt in der Architek1urbuchbandlung von Mohr bierfelbst (Berlin W.,_Kulmstraße 5; Gefammtpreis 30 .“). Die Mehrzahl der Blatter brmgt einen wenig aus- gesprochenen Stil zum AUSdruck, jedoch sind die Odette als eine gute Auslese der modernen Architektur zu etrackpten, Welche deutlich das Bestreben kennzeichnet, den jeyt so beliebt_ ge- wordenen englischen gotbislhen Stil mehr und mehr zu verbreiten. Der Herausseber bat 'mit feinfühligem Verständnis; ,die Faoadem Eckanstcbten und Details fo aufnehmen lasen, daß dte Tafeln an- regende Motive darbieten und somit namentlich den Architekten in der Provinz, welcbe wenig (Gelegenheit haben, die Banken der Großstädte in Wirklichkeit zu sehen, als Studienblätter wi'ükornmen sein dürften. Den Tafeln sind außer der Bezeichnun des Bauwerks und den Namen der Architekten mit Maßstab verseßene Grundriffe beigegiecllxyen, welche in kiarec Uebersicht die Raumeintbeilung veran- schaui en.
- Das Plakat für die internationale Kunstausstellung zu Dresden, welches jetzt zur Versendung gelangt, ist nach dem Entwurf von Oßmar Schindler von der Leipziger Firma Mersen- bacb u. Riffartb auf pbotomeckpaniscbem Wege vxrvielfältigt. Seine von einem goldenen Mosaikfeld umrahmte Bildfiache zeigt einen den Lorbeer in der erhobenen Rechten haltenden und den Sieg kündendm jugendlich kräfti en Mann. Es Erinnert in seiner Auöfübrung an die Münchener Pla ate von Stuck und von Gyfis.
Lands jmd Forfttvirthschaft.
Die Deutsche Landwirtbschafts-Gesellschafi bereitet für ihre Mitglieder eine landwirtbscbaftliche Studienreise nach Ungarn vor. Die Reise sol] innerhalb Ungarns nur einen Aufwand von 175 „zu für die erson und für 16 Tage (vom 13. bis 28. Mai d. J.!) einschließlich onderzug erforderu,_ allerdings obne die üblichen Trin gelder und die Kosten eines Ausentbaltßtages in Pest. An- meldungen werden bis zur Höchstz_abl von 100 entgeZengenommen in der Hauptstelle der D. L.-G. Be'rltn ZW., Kocbftr. 7 . Der Bkericbt der vorjäbrigen, landwirtbschaftltch wie kulturtechniscb Zeich mter- eßacmten Gesellschaftßreife m Italien ift soeben als eft 22 der , rbeiten' der D. L.-G. erschienen.
Saaienftand in Rußland.
Den in Nr. 3 der rusfistben „Landels- und JnduÉraiezeitung' vom 16./4. v. M. veröffentlichten Na richten über den' atenstand Rußlands am 1. Dezember v. J. (a. St.) entnehmen wtr Folgendes:
In Polen und den westlichen Gouvernements war der Stand der Saaten im allgemeinen gut, in den baltischen Provinzen be-
friedigend. Unix: den östlichen Gouvernements wiesen den besten
Stand auf Ssmbitsk, Tambow und Sarajew, während in Tala, Rjäsan uud Woronesb die Saaten in vielen Kreisen in unbefriedi- genden: Zustande unter den Schnee gekommen sind. In einem Kreire der Gouvernements Rjäsan und Saratow sowie in .zweien des Gouvernements Woronesb sollen die Saaten vernichtet sein.
Belgien. Nach einer Königlichen Verordnung vom 22. 1). M. ist die Ein" fuhr von Rindvieh, Schafen und„Schwetnen auf dem See“ wege nach Belgien nur noch über die Häfen von Antwerpen- Gent und Ostende und, abgesehen von Zuchttbieren, nur noch zum
' Zweck sofortiger Abschlachtung gestattet.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten nnd Abspurugs- Maßregeln. “
Ungarn.
Durch Verordnung des Königlich ungarischen Handels-Minifters vom 22. v. M. ifi die Ein- und Durchfuhr von gebrauchten Kleidungsstücken 2c. und Hadern aus dem ganzen Gebiete Asiens, mit Außnabme des afiatiscben Rußland, Verboten worden.
Portugal.
Durch Verfügung des Königlich porjuqiesischen Ministeriums des Innern wird zur Verhütung der Einschlevpung der Beulenpeft bestimmt, daß alle aus den Häfen Indiens, des Golfs von Oman und des Persischen Golfs kommxnden Schiffe, ebenso wie ibre Ladung und das Gepäck auf das jorafältigfie desinfiziert werden sollen, während die damit brförderten Personen einer strengen Quarantäne unterworfen werden.
Türkei.
Infolge des Ausbruchs der Beulenpeft in Kurracbee sind die in B aSra und den benachbarten türkischen Haienpläßen des Pe schen Golfs bisher schon getroffenen Quarantäneborschriften noch der (bärit worden. (Vgl. auch . =Anj.' Nr. 265 vom 6. November v. J. und Nr. 16 vom 19. v. Ms.).
Malta.
Zufolge Verordnung der Lokalregierung in Malta vom 23. v. M. müffen Reisende aus mittelländtschen Häfen, bebor sie landen dürfen, eidlich verficbern, daß sie während der [enten 30 Tage nicht in Indien gewesen find. Solche, welche während der leßten 30 Tage in Indien gewesen find, müffen, bedor fie frei landen. dürfen, fich einer strengen ärztlichen Untersuchung und DeLrniektivn tm Lazaretb unter-
ziehen. I n die n.
Infolge des Ausbruchs der Beulendest in Kurrachee sind in Kalkutta, Perim, Aden und den Häfen der Somaliküste gegen Herkünfte bon Kurrachee Tuaraniäneborschristen srlaffsn worden.
Tunis.
Die tunesische Regierung hat beschlossen, ai_le_ nacb Tunis bestimmten Schiffe, gleichviel Von welchem Hasen fie kommen, einér ärztlichen Visitation auf der Rhede bon Goletta zu unter- zre en.
Das Einlaufen in den Kanal _bon Tunis wird nur denjenigen Schiffen gestattet werden, welcbe freie Fahrt (]jbezra prsvioa) er- halten baden. _
Eine Außnabme wird zu Gunsten „derjentgcn Schiffe gemacht, welche einen Arzt an Bord baben, sowxederjenigen, welche Küßen- schiffabrt 'm den Gewäffern der Regentschaft betreiben.
Der Gssundbeitsfiand in Berlin war in der Woche vom 17. bis 23. Januar ein günstiger und die Sterblichkeit eine etwas niedrigere als in der Vorwoche (von je 1000 Einwohnern starben, auf das Jahr berechnet, 16,7). Auch in dieser Woche blieben akute Ent- zündungen der Athmungöorgane und Katarrbe der Lust- wege vorherrschend und riefen etwas mehr Todeß!älie als in der Vorwoche hervor. Auch Erkrankungen an Grippe gelangten in zal)!- reicben Fällen zur Beobachtung und wurden in 6 Fäiien als Todes- ursachen angegeben. Da egenzeigten fich akute Darmkrankheiten seltener als Todesveran affung. Die Beibeiligung des Säuglingßalters an der Sterblickokeit war fast die gleich gering: wie in der Vorwoche; von je 10000 Lebenden starben, ams 'Jabr berechnet, 50 Säuglinge. _ Von den Infektionskrankbetten kamen Erkrankungen an Scharlach und Diphtherie srltener, an Masern in sastßleicber Zabl wie in der Vorwoche zur Anzkige, und zwar wurden Erkrankungen an Masern aus der Oranienburger Vorstadt und aus dem_Wedding, an Diphtherie aus dem Stralaucr Viertel und der Royentbaler Vor- fiadt am häufigsten zur Meldung gebracht, während Erkrankungen an Scharlach in keinem Stadttbeil in nennenßwertber Zahl zu Tage traten. Erkrankungen an Unterleibstvpbus wurde nur 1 gemeldet. Erkrankungen an Kindbettfieber wurden 6 bekannt. Rosenartige Ent- zündungen des Zellgewebes der Haut zei ten sich in weniger Fällen. Erkrankun en an Keuchhusten, die in 13 Zäilen tödtlich endeten, kamen
noch sebr äUfiZ zum Vorschkkinß aucb rheumatische Beschwerden aller
Art, namentli akute Gélenkr eumajiSmen, wurdrn in zablreicben
Fäilen zur ärztlichen Behandlung gebracht.
London, 2. Frbruar. (W. T. B.) Der Staatssekretär für Indien hat von dem Goudsrnkur von Bombay ein Telegramm er- halten, nach welchem alls von Bombay nus in See gebenden Schiffe vor der Abreise' etnrr Untersuchung unterworfen werden.
Marseille, 2. Februar. (W. T. B.) In den Hafen bon Frida] sind zwei aus Bombay und Kurracbee kommende ena-
ische Dampfer eingelaufen. Für die Desinfektion der Schiffe
sind alle Maßregeln getroffen; für eine den Dampiem aufzuerlegende Quarantäne werden Anordnungen des Ministeriums erwartet. Der Gesundbeitßzuftand an Bord der Schiffe ist ausgezeichnet.
Verdingmtgen im Auölande.
Italien.
10. Februar, 11 Uhr. Stadtverwaltun von Lecce: Errichtung einer Bedachung für den Obstmarkt. Voranigchlag 75 723 Fr. Kaution 2500 Fr. Endgültiger Zuschlag am 27. Februar, Mittags.
Spanien.
26. Februar, 3 Uhr. 3111158 361 211on (Hafenverwaltung) in Barcelona: Drei automatisch beweg] cheDampfkräbne mit ubebör für Hebung von Lasten bis zu 6 t.. Provisorische Kaution 1000 eseten. Bedingungen zur Einsicht im Sekretariat der _ausfabreibenden Stelle in Barcelona, 08-58 Donja, prixmjpa]. Naberes beim „Reichs- Anzeiger' in- spanischer Sprache.
Niederlande.
9. Februar. „hanäbouxxysrgsnjxjng“ inStavenisxe: Lieferung von 94000 kg Superpbospbat, 40500 kJ peruanis em Guano, 23 500 kg Cbilesalpeter u. s. w. '
9. ebruar. Provinzialderwaltung tn Zwolle: eisernen rebbrücke. Voranschlag 2300 F1.
10. Februar. „136 UKUWS banäbouxxysrssujng“ in Nieuw - buinen: Lieferung von ca. 9000_1:cg Cbilesalpeter. Näheres bei I. Pot, Sekretar genannter Vereinigung.
10. Februar, 11 Uhr. Ministerium Für Wa erbau, Handel und Industrie im Haag: Abtragen der beste enden * oekwüering-Brücke
Bau einer
auénder Linie Gouda-Rotterdam, und Errichtung des Unter- „uad O baues einer neuen Brücke sowie Ausführung der dazu gebörtgea