1897 / 36 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 11 Feb 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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- am Friedrichshain, 110 dem Krankenbause Moabit, 14 der Charité

Anstalt Herzberge'2 Personen.

Berlins in den Jahren 1895- und 1896 ergiebt sich. daß durtb die

monaten Verkehrömittel tm Jahre 1896 zusammen 311 216 955 Per-

onen befördert wurden gegen 270 049 451 im Vorjahre, sodaß die Steigerun? im verflossenen Jabre 41167474 betrug. Der Ha t- antbeil en fällt auf die GrFe Berliner Pferdebahn, die im Jahre 1896 iUSgesammt 154200000 ersonen gegen 138900000 im Jahre 1895 zu befördern batte, im ver offenen Iabre also mehr 15 300000. Ihr folgt die Stadt- imd Ring abn, einschließlich Bahnhof Grune- wald, mit 76 899 568 im Jahre 1896 und 65008158 Personen im Jahre 1895, was für 1896 ein Maß: von 11891410 ergiebt. Die

erliu-Cbarlottenburger Straßenbahn beförderte 1895: 6 998 555, 1896: 7476 573 (+ 478 018). Die Neue Berliner Pferdeeisenbabn 1895: 18370000; 1896: 21825000 (+ 3455 000). Die Dam f- siraßenbabn Bachstein u. Co. beförderte 1895: 3 358 263, im Ia re 1896: 3527 274 Personen , in_ dem leßten Jahre also mehr 169 011. Die Omnibus-Gesellscbasten batten 1895 die Beförderung von 35 979 630. im Jahre 1896 von 43 452 626 Personen zu be- wälti en, im Jahre 1896 also mehr 7472 996. Die elektrische Bahn von iemens u. Halske, die erst während der AusstellunJSzeit eröffnet wurde, beförderte noch bis zum Schluß des Jahres 3 835 894 Per- sonen. Im Durchschnitt wurden von den Straßenbahnen. der Stadt- und Ringbahn und den Omnibussen täglich befördert im Jahre 1895: 739 862, im Jahre 1896: 850323 Personen, im verflossenen Jahre also pro Tag mehr 11-0461 Personen.

Auch für die kurze Strecke der elektrischen Straßenbahn an der Lutb erkirche ist jeßt die polizeiliche Geuebmi ung der Abschaffun der unterirdiichen Stromzuführung und der Einri tun einer oberirdiscßen Leitung ertbeilt worden. Die Aenderung s 011 be Eintritt besserer Witterung erfolgen.

Nachdem die Stadtverordneten - Versammlung am 3. De- zember v. J. zehn Mitglieder in die städtische Verkehrs- Depuiation ewäblt batte, hat jetzt der Ober-Bürgermeister Zelle dm Bür ermeiäer Kirschner zum Vorsißenden, den Stadtsyndikus Pieubtin und die Stadirätbe Kochbann und_ Weigert sowie den Geheimen Bauratb 1)r. Hobrecht aus der Mitte des Magistrats- Kollegiums zu Mitgliedern dieser Deputation ernannt.

Im städtischen Obdach befanden sich a_t_n_ 1; Januar 34 Familien mit 100 Personen, darunter 21 Saualtnae, und 158 Einzelpersonen. Am 1. Februar war der Bestand 23 Familien mit 74 Personen, darunter 16 Säuglinge, und 161 Einzelpersonen. Das Asyl für nächtlich Obdachlose daselbst benußten im Laufe des M*onais Januar 51574 Personen, und zwar 50 452 Männer und 1122 Frauen. Von diejen Personen wurden 25 dem Krankenbause

überwiesen, 372 (359 Männer, 13 Frauen) der Polizei vorgeführt. Von den nächtlich Obdachlosen wurden der Krankenstation der Anstalt übkrwiesen 49 Pkrsonen, der Anstalt Wudlgarten 4 Personkn und der

In der jüngsten Monatévetsammlung des „Berlix: er Bezirks- Vereins deutscher Ingenieure“ diät der, Königliche Ma- schinen-Jnspektor Tcublsen einen Vortrag „über die Leuchtfeuer an den deutschen Seeküsten'. Die NotÖWendigkeit nächtlicher Seefeuer ist, wie der Vortragende ausführtk, zwar iedr früh erkannt worden und hat auch zu angemeffenen Lösun en der Aufgabe geführt, _ soll doch der Koloß von Rhodus diesem Wxcke gedisnt und das

euer des Tburmes auf der Insel Pharos Vor dkr Nilmündung *EUR im dritten vorch1istlichen Iabrbundert 170 Seemkilen weit geleuchtet babeu _, die große Mehrzahl aller Leuchtfkuer hat 4006) ihre Aula,;e erst dem 18. und 19. Jabrbundxrt zu verdanken.

as älteste deuttcbe Leuchtfeuer 7011 nach Angabe ein?: Stralsunder Chronik im Jahre 1306, östlich von Rügen, angezündet worden sein; aus Vialmö wird schon 1120 von einem Leuchtfeuer bkricbiet. Gegen- wärtig bat die deuiscbe Nord: und Osifecküste deren im Ganzen 427,

längs der Küste so Vertheilt, daß bei mittlerem Wetter der Schiffer

in der Nähe der Küüe zu seiner Orientierung imme: wenigsieus eines

bt. Die Liebi nelle war ursprünglich offenes Feuer, syater Koblen-

uer. Seit 18 4 hat der mit Pflanzenöl, später mtt_MineraZöl gespeiste Azgaud-Brenner von 180 Kerzenftärke fich allmahlich em- geführt. r ist noch beute bei den meisten Leuchtfeuern in An- wendung; denn von den überaus bellen, über 20000 Liebtßärken ent- wickelnden elekttischen Seefeuern sind im Ganzen erst 36 vorhanden. wovon 6 auf Engxaud, 13 auf rankreicb, 1 auf Italien und 2 auf Deut cbland entiallen. 608 i nirgends in Anwendung. Der Mittel, 1) Lichtstrahlen zu sammeln und ihre Zerstreuung nacb andern Richtungen als Men den Horizont zu verhindern, hat es von 45er verschiedene gege . 1763 wurde zuerst in England der parabo ische Spiegel angewandt, der alle von der Licbiqiielle in seinem Brenn- punkt auf ibn faUenden Lichtstrahlen paralleltfiert. Die Erwägung jedoch, daß alle nicht reflektierten Lichtstrahlen durch ihre Zerstreuung na allen Seiten für den Leuchtzw7ck verloren geben, hat neuerdings dab n geführt, daß man von Spie??? gänzlich absicht und sich dafür des nach seinem Erfinder annten resnel'scben bohlen Glaskörpers von 1,8 m Weite und 2,7 111 öbe bedient, dessen obere und untere, prSSmatiseb aussiesckpliffene andung alle von innen auf sie faUenden Strahlen vonstandig reflektiert, wahrend der mittlere linsenförmi? gestaltete Theil der Wandung sowohl jene reflektietten, als die d rekt auffallenden Strahlen sammelt und im anzen Umfange dem Leuchtzweck in der bestimmten Richt_ung zur Ver- fügung stellt. Wie durch diesen Leuchtapparat die vxrfchiedenen Arten der Leuchtfeuer entstehen, deren verschiedene, allßemem genau bekannte Merkmale dem Fischer in dunkelster Nacht die Orientierung gestatten, die festen euer, die festen Feuer mit periodischem Blink, die Dreb- feuer und unkelfeuer, welcbe 16-22 Seemeilen weit leuchten, das er- läuterte der Vortragende an vorzüglich anschaulichen Zeichnungen aufs ein ebendsie. Die größte Schwierigkeit für 002 iebi ZBeleucbtung der ten bietet nebliges Welter, zumal die fiat ere ichtqueüe keme's- wegs im Verbälini ihrer Lichtstärke den Nebel durchdringt. Sz) tft ein Licht von 20 erzenstärken bei klarem Wetter 5, bei „nebltgem 3 Seemeilen weit, ein Licht von 10000 Kerzenstäiken bet klarem Wetter 22, bei nebli em aber nur 10 Seemeilen weit sichtbar. Die Sichti keit bei Nebe wetter zu steigern, verspreckpen die'eJektrischen Leucht euer, welche neuerdings vom Lande aus mit Elektrizttat gespeist werden; nur sind sie in der ersten Anlage und in der Unterhaltung äußerst kostspielig. Das große Leuchtfeuer von La Hdve bei Le Hßvre von 50 Seemeilen Sichtbarkeit braucht 3. B. zur Erzeugung eines Lichtes von 23000 Kerzen 100 Ampzres.

Das im Vcrlage von Carl Meyer (Gustav Prior) in Hannoyer erschienene Melanchthon-Bücblein. zur 400jäbrigen chächtmß- feier des Geburtsta 9 Philipp Melanchthon's am 16. Februar beraus- gegeben von 1). * ernhard Rogge, Königlichem Hofpredigcr in Potsdam (mit Abbildun en), eignet sich wegen der anschaulichen, leicht verständlichen Dar tcuung, der von Herzen kommenden und darum zu Herzen gebenden Sprache ganz vorzüglich zur Y_Yrtbxilung in (Gemeinden und Schulen am 16. Februar. Das «Örtftchen kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden [Preis 25 „5, in Partien erheblich billiger).

Der Verein für die (Geschichte Berlins veranstaltet am nächsten Sonnabend, 215de 74 Uhr, im Bürgersaale des Raibbauses den ersten diesjährigen öffentlichen Vortrag. Herr Dr. Hans Brendicke wird „Züge aus dem Leben und Wirken der Königin Luise“, unter Vorlegung bildlicher Darstellungen aus den umfangreichen, bisher wenig bekannten Sammlungen des Herrn Rittergutsbefißers Dorgerlob, schildern. Der Zutritt ist jedermann, Herren und Damén, auch Nicht- mitßliedern, gestattet.

„Reisebilder aus Hinter-Jndien“ isi der Titel des neuen Pro- jkktionSVortrag-Zs, welchen Herr Dr. 111011. Kronkcker moxgen, Freitag, Abends 8Ubr, in der alten .Urania“ (Jndalidsnstraße) zum ersten Male halten wird.

Das Waisenamt der Klein-Glienickä Waise'kaek

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for ungsansialt "ür die Provinz Branden“: dießjaäbrige fiatutarisÖe Yu: tversammluug “auf vankéeuddü den 27. März 1897 a mitta s 3 Uhr, im

Anstalt |U Klein-Élienicke, an aumt uud ladet zu alle Mi lieder des StiftungO-Vereius ein. Die Taseöordnnag lautet- 1) Ges fts- und EniebunFisbericbt für das Jahr vom 1. April 1895 bis Ende März 1896; 2) echnungslegung für dieselbe Periode und event. Ertbeilun der Dechame; 3) Feststellung des Etats r das 337 "3 3.3 395.13- 3“. M,... 18343; * .. ...... wa en a en e g ce er uw. eu [ des Waisenamts. ita sed"

Königsberg i. Pr., 10. Februar. In dem Kühlraum städti chen Schlachtbauses entstand beute früh ein 59223 Bran , durch welchen Fleiscbvorräibe im Werthe von era 60500,“ vernichtet wurden.

Harrow (Middlesex). 11. Februar. Der Staaissekreiär für

'Jndien Lord Hamilton sprach in einer gestern bier gehaltenen Rede

über die indische Hungxrßn o tb. Er fübne dabei, dem „28.22. B, zufolge, aus, daß in Indien selbst je t der Weizenpreis niedriger sei als in England. Er babe aedört, da wahrscheinlich eine sebr oße Menge der kalifornischen Weizeneinfubr von Indien mit wirklkcrbem Verlust nach England weiter gebracht werde. Der Vize-Köni und er, Redner, seien noch jorgfältiger Prüfung zu dem Scblu : :. kommen, daß in Indien genug Nahrung vorbanden sei, um die e- völkerung zu erbaljen.

Pa ris, 11. ebruar. Nach einer Meldung des „W. T. B." ist ein Damm der oire bei Angers durchbrochen, was großen Schaden verursacht hat. Verluste an Menschenleben sind jedoch nicbt gemeldet worden.

Algier, 10. Februar. Der HamburgerDoppelschrauk-en. S_cbnelldampfer „Fürst BiSmarck“ traf, auf seiner Orient. reis e begriffen, heute Abend, von Malaga kommend, hier ein. Die Fqbrt sowohl als auch der Aufenthalt auf Madeira. Malaga und Gibraltar waren vom Wetter sehr begünstigi. Auch bier in Algier treffen der „Fürst BiHmatck' 2:20 Gäße schönstes Frühlingchtter.

und seine

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

11. Februar. (W. T. B.) (Meldung der „Agence HavaS“.) Etwa 1500 Christen halten die Ost- Provinzen Kretas abgesperrt. In der Umgebung von Herakleion stehen zahlreiche Haufen von Christen und Mohamcdanern einander beobachtend eJenüber, bereit, hani» gemein zu werden, wenn ein Ueber a auf ihre Religions- etzoffszr vßrüdt werden sollte. Der griechische Kreuzer „Admiral . laullS“ ist'm Herakleion ein etroffen. Die Lage daseldsi ist Besorgniß erregend. _ Bei asteli, Provinz Kiffamo, hat „gestern em heftiger Kampf stattgefunden, wobei etwa 30 Christen _und etwa 100 Mobamedaner getödtct worden sein sollxn. Em anderer Kampf soll fich beim Kloster Chrysopyghi ereignet habe_n. _ Die Wührer der Christen in den ver: schiedenen „Distrikten sind qummengetreten, und es wird die baldige Emseßyng 6111in provisorischen Regierung er: wartkt. _ Die Meldung von einem Brande in Rcthymon ift amtlich nicht bestätigt.

(Fortseßung des Nichtamtlicben in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Athen,

Saale dn“.

Wetterbericbt vom 11. Februar, 8 Uhr Morgens.

Stationen.

P red. inMillim.

Var. anf 0Gr. u. d. Mekress .

Wind.

Wetter.

Belmullet. . Aberdeen . . Cdrisiiansund Kopenhagen . Stockbokm . aparanda . c““t. Petersbg. Nioskau . . . Coerueens- town . . . Cbcrbourg . [der . . . . vlt . . . . mburg . . winemünde Neufabrwasser

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bedeckt wolkig Schnee 'oalb bed. beiter Schnee bedeckt Schnee

Regen Rebe! bedkckt

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1) Nachts Regen.

Uebersicht der Witterung.

Das gestern erwähnte Minimum liegt über Nord' Eurova, auf seiner Südseite Wind und Wetter bis kur Alvexgegend beeinfluffend, während über Schott-

and sich ein

gebildet hat. Süd-Europa.

Binnenlande isi Niederschlag geiaUen.

Regen

bedeckt

bedeckt bedeckt bs_d_eck_t_._ bedeckt bald bed.

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barometriscbes Maximum aus-

Ein anderes Maximum lagert über Bei schwacher westlicher Luftstidmung ist das Wetter in Deuticbland trübe und mild; im

Im nord-

westlichen und östlichen Deutschland herrscht am Morgen meistens leichter Frost. Deutsche Seewarte.

Kapelle.

Theater.

Röniglirhe §chauspiele. baus. 711.Svmphouie-Abeud der Königlichen

Diri ent:

Herr

Felix

Freitag:

W

Opern-

Weingartner.

Fr kamm: 1) orspicl „Tristan und Isolde“ von oZL-agner. 2) Siegfried-Jdvil von N. Wagner. 3) Symphonie 135-0111- (romantische) von Anton

Bruckner. 4) 8370113501116 pastoraw von Beethoven. Anfang 71 Uhr. Sämmiliche Sißpläße smd ver- griffen. Stedpläße zu 1 „46 find in der Hof- Musikalienbandlung von Ed. Bote und G. Bock, Leipzigerstraße 37, sowie Freitag Abend an der

_ Kasse zu baden.

Mittags 12 Uhr: Oeffentliche Hauptprobe. Eintritis-Karten zu 2 und 1 «16 sind in der Hof- Musikalieubandlung Von Ed. Bote und G. Bock, Leinti-„rstraße 37, sowie von 11 Uhr Vormittags ab zu 0 en.

0111. Symphonie-Abend am 9. März.

Schauspielhaus. 43. Vorsteüung. Sonder- Abonnement Z. 7. Vorstellung. Die onr- nalistcu. Lustspikl in 4 Aufzügen von usiav Jrvtag. Régie: HSL“! Keßler. Anfang 74 Uhr.

Sonnabind: Opernhaus. 39. Vorstellung. Tam!- häuser _mid der Sängerkrieg auf Wartburg. Romantiyche Opsr in 3 Akten Von Richard Wagner. Baker von Emil Graeb. Anfang 7 U51“.

Schauspielhaus. 44. Vorstellung. Aba Seid. Lustspiel in 1 Auizug von OLcar Blumenthal. _ Das zweite Gesicht. Lustspiel in 3 Aufzügen von OScar Blumenthal. Anfang 71“ Uhr.

Deutsches Thratcr. Freitag: mum". (Teja. Fritzchen. Tas Ewig: Männliche.) Anfang 74 Uhr.

Sonnabend: Die versunkene Glocke.

Sonntag, Nackymittags 24 Uhr: Die Weber. _ Abends 78 Uhr: Die versunkene Glocke.

Berliner Theater. Freitag (2221501111?- ments-Vorstelluug): Neu einstudiert: Uriel Acosta. Anfang ?ck Uhr.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Aschenbrödel. _ Abends 74 Uhr: Mutterreckxte.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. _ Abends 74 Uhr: Renaissance.

Cening - Theater. Freitag: Das Glück im Winkel. (Louise Dumont.) Anfang 71 Uhr.

Sonnabend: Zum ersten Male: Meerleuchten. Schauspiel in 4 Aufzügen von Ludwig Gan bofer.

Sonntag, Nachmmags 3 Uhr (volkstßümlicbe Preise): Der Probepfeil. _ Abends 71 Uhr: Meerleuchten.

Rrsidenz-Thcater. Direktion: SigmundLauieu- burg. Freitag: Affociés. Lustspiel in 3 Akten Pon Leon Gandiaot. Deutsch von Max Schönau. Anfang 72 Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Affociés.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Hüttenbefiher. Schauspiel in 4 Akten Von Georges Obnet.

Neues Theater. Schiffbauerdamm 44./5.

Direktion: Sigmund Lautenburg. Freitag: Marcelle. Komödie in 4 Akten von Victoria!

Sardou. Für die deuiscbe Bühne bearbeitkt von Faul Lindau. Zn Scene geseßt von Sigmund autenbura. Anfang 71 Uhr Sonnabend und folgende Tage: Marcelle. Sonntag, Mittags 12 Uhr: Matinée der Dra- matischer; Geseaschaft. Agnete.

Zchitlrr-Theater. Freitag, Abend?; 8 Uhr: Eine Palaftrevolution. Sonnabend, Abends 8 Ubr: Eine Palast- Uvolutiou.

Thenior dex- Weuens. Kanistraße 12. (Wahn- bof Zoologischer Garten.) Freitag: Wilhelm Tell. Anfang 73; Uhr.

Sonnabend: Der Militärftaat.

Sonntag, NachmittagSZUbr: Bei balken Preisen": Yußere Frauen. _ Abends 71? Uhr: Wilhelm

e .

Die :c. Abonnenten werden böslicbfi ersucht, die Billets zur zweiten Hälfte des Abonnements im Bureau des Theaters des Westens abholen zu wollen.

Theater Fluter den Linden. Be-H-renftr. 55/57. Direktion: Julius inßiche. Freitag: Der kleine

er og. Operette in 3 Akten von Mcilbac und

[ vv. Musiik von Charles Lccocq. Dirigent: Herr Kapellmeiyier Korolanyi. Anfang 74 Uhr.

Sonnabend: Der kleine Herzog.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis zur Hälfte ermäßigten Preisen: Ter Obersteiger.

Mittwoch, den 17. Februar: Strauß-Cvelns. 1. Abend: Indigo nnd die vierzig Räuber. Große Ausstattungöoperette.

Thalm-Theater (vorm. 2156155 Ernfi-Tbeater), Dreödenerstraße 72/73. Direktion: W. Hasnnann. Freitag: Frau Lieutenant. Vaudeville in 3 Akten von P. Ferrier und A. Mars. Deutsch von H. Hirschel. Musik von G. Servette und V. R er. Anfang 77 Uhr. onnabeud und folgende Tage: Frau Lieutenant. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: TriLbh.

Alte Jakobstraße 30. Direktion: Richard Siku! . Freitag: Emil Thomas 0. G. Novität! Ein deter Abend. Burleske dramatische Revue in ] Vorspiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Maunftädt. Musik von ver- schiedenen Meistern, arrangiert von Julius Einöds- bofek. Anfang 71 Uhr.

Sonnaöend und die folgenden Tage: Ein fideler Abend.

Zentral - Theaier.

Konzerte.

Konzerthaus. Karl Meyder-Kouzcrt. FFixeitag, Abénds 7 Uhr: Richard Wagner- c er.

Zirkus Kenz. Karlstraße. (Jubiläumsx Saison 1896/97.) Freitag, Abexds 711 11er Humoristische Voxsteüuug. Auffübr. der Novitäi' Durchschlagender Erfolg! Aus der Mappe eines Riesengebirgs-Vhautaften. Eine romantisch- phantastische Handlung 1)ka Direktor Fr. Renz U35 dsm GTS berzrglicb Heisiiäxn 'Hof-Bailetmeisiä August iems. Außerdem die hervorragendftxu Numrnkrn des Repertoirs. Die dtolli eu Babys in der Kindxrsiube, dargestellt von 6 0210179 und 1 Dcpvslponnv. dress. und vorgef. von Herrn R05. Renz. Cine SÖUT-Quadrille, geritten von 8 Hmcn. Auftreten der Schulreiteriu Mac. Wiuma mit dem Schulpfcrd Pretty-Boh.

Sonnabend, Abends 7x Uhr: Aus der_Mapp! eines Riesengebirgs-Phantasteu.

Sonntag: Zwei große Vorfteauugeir. Nalb- miftags 4 U51: (ermaßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei): Lustige Blätter! (Großes eic?- frisches Ballei. _ Abends 74 Uhr: „Aus der Mappe eines Riesengebirgs-Phautasten“.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Elsa von Schönfeldt mit Hm. Otto Krogmann (Caffel)._ Frl. Marie-Doroibox Baurscksmidt mit Hrn. Régierun S-Ratb Alix?! von Dokmming (Breslau). _ Fr .,Clara GLÜCK- mann mit Hrn. Regierungs-Baumeister uud Lieu!- d. L. Adolf Zweiling (Berlin).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Lieut. Oscar vo! Harder (Berlin). _ Hrn. Pfarrer Goetze (Wronke)- _ Eine Tochter: Hrn. Superintendent“ Hoppe (Hankbagen). _Hrn. Oberlehrer 1)r. Dör- wald [Oblau). ' _

Gestorben: Hr. Rtiterguisvacbter Max in'; (Stowe). _ Verw. Fr. Pastor Julie MTU

eb. Gründler (Wittenberg). _ reift. Rosa von Liliencron, geb. Gräfin von Baudissin(A1tmbma)- _ Hr. RegierungL-ZräfidentFermann Schwank!!- berg (Münster i. .). _ erw, Fr. 3211113511en Dorothea Weber, geb. Frömel (Strehlen QW)-

Verantwortlicher Redakteur: Siemcnrotb in Berlin.

VMM der Expedition (Scholz) in Berlin-

Druck der Norddeutschen Bu druckerei deerloa" Anftalt Berlin Mk., Wickhelmßraße Nr. 32

Sieben Beilagen ' (eins-blLeßli-h Börieu-Beikaae).

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E r st e B e i l a g e zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 11. Februar

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12,80 12,13 12,60 13,50 15,00 13,20

Bemerkungen.

«derborn: WLJLU Schneefaüs keine Zufuhr aus dem Weizengebiet. enge wird auf volle Doppelzentner und der VerkaufSWertb auf voüe Mark abgerundet miigeiheilt. Der Durch-

49 98 2 460

3 471 3 350

4 950

90

179 165 2 280 2 208 3 047 1 155

1170

25 51 48 199

8 160

198 32 236 62

1 567

232 181

2 700

16,47

16,30 16,40 18,20 16,75

16,50

11,25

11,93 11,80 11,40 12,55 13,43 11,55

13,00

12,85 12,70 12,00 11,34

13,60

13,20 12,80

13,11 12,40 12,06 11,74 12,07

13,50

12,701 8". 2. 11,23! 3“. 2. 13,40 3". 2.

13,20 12,30

12,89 12,20 12,60 12,10

14,00

Deutscher Reichstag.

172 Sißung vom 10. Februar 1897, 1 Uhr.

Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen

Nummer d. Bl. berichtet.

Die erste Berathun

„Jeseßbuchs wird fortge eßt.

Abg. Bassermann Fl.): Auch meine politischen Freunde de-

de 1311 Bearbeiter ein verdienstVolles " inkkstét haben. Die Vorlage zeichnet sich durch eine leicht verstand- lche Sprache aus, das haben der Handelsstand, die Richter und die Mit Bkdauern sieht man das 01th Geseß Ver- schwinden; gemindert wird dieses Bedauern durch das im „Entstehen begriffene einheitliche bürgerliche Recht. Durch die Begriffsbesttm- WMS des Kaufmanns ist der Handwerker dem Kaufmannssiande in- korporixrt; für die eigentlichen Handwerker sind die schwerwiegendsten V?xvfllchtungen, namentlich die Buchführmig, aus;;esxblossen; aber er 116111616 dix Vortheile als Kaufmann für ferne (Geschafte. er dem Handelßgericbt untersteht, dessen Es find drei Kategorien von Kauflxuten geschaffen: die Muß-Kaufleute, die Soll-Kauilcutc und die Kann-Kaufleute. Daß die Bauunternehmer si ' [affen sOllen, ist ein Fortschritt, aber für den Bauhandwkr er liegt die REMUS doch nur in der Einräumung von Vorrechten. Bei der Ein- tkügung von SoU-Kaufleuien soUten die Handelskammern Mitwirken,

grüßen dkn Entwurf .

Anwalke anerkannt.

tbeil liegt nur darin da Beisitzer seinkn Ver

Kältnßffkn fern stehen.

des Entwurfs eines Handels-

damit auch alle Verpxlichteten zur Eintr'qung kommen. D

Landwind, der ein Ne “1111161120, ist wüns enswertk) für den Landw1rt-. 2) * “"ck" scheiden zwischen olchen Betrieben, die nur eigxne Rohprodukte verwenden, und solchen, die Rohstoffe zukaufon. "Höchstens könnte man die kleinen Betriebe ausscheiden. Die Bes rankungrn, wclche das alte Handelssescßbuch bezüglich der Frauen ent eberjraJung der Firmen im Wo 8 des Erbgange ist gestattet" die offenen Geschä te müssen dem kaufenden Publikum den

amen des irmeninhabers kenntlichmacben; ob dies auch auf die Korre- sondenzauszudebnen ist zu prüfen. Bezüglich der Haydlungs ebilienist llt, nämlich, das; ihnen nach erfolgter ck eine neue Stellung zu suchen. Die Vorlage keine

11 Wunsch nicht erfu eit gelaffen Werden muß, si WIL der militärischen Dienstleistung hat in der egelung Jefunden; die Bestimmungen des bürgerlichen Man sollte den Begriff der ?andlungßgebilfen a

Kelche kaufmännische Dienste gewerbe kbatig zu sein, z. B. die Angesteütcn der Ecki Lefieaschastsn aller Art. Ob den Reisenden auch sonstige aufmänniscbe ZFUW" SUJLtnutbet werden können, ob _

n 197111111?" Gerätben ein Landrecht haben, mußte ebenfalls geregelt ed 1: 4 sollte nur da zugelassen werden, wo

U (bt aus. auf die,

ren. D

ie Konkurrenzkla

engewerbe treibt,

eisien ,

obne

eintra en läßt, Bi anzcn an sollte da

ielt, sind gefaücn. Die 8 und in sonstiger Weise

Rechts

im

sie an den Musterkoffern

Ein Nack)-

eintragen

ündigung

ukdebnen

ensettigkeits-

Werk

a ein

reichen ndels-

wirkliche Geheimniisa zu bewahren Fnd, nicht aber da, wo es sich lediglich um die Fernbaltung der Kon

Gedanken erwagen müssen, ob „nicht die GebaltSzablun der Dauer der Konkurrenzklaufel in irgend Welcher Weise ge chert wird, und ob man nicht ,eine Frist von drei bis füanabren einführen kann. Die Lehrlingsfrage ist im allgemeinen zweckmäßig gere elt, sollte den Lehrvertrag unbedingt schriftlich machen. Die

urrenz Handelt.

Man wird den während

gegen die Strafe für den Lehrberrn bei Pflichtverleßung kann i

nicht Verstehen, da sie in der Gewerbeordnuna unangefochten besteht. soÜte man sämmtlich dcm Handelörecht unterstéücn, nicht nur diejenigen, Welche in Handelßgescbäften thätig sind. Das im Ganzen befriedigend geordnet; _ daß den Aktionären persönliche Leistungen zugemuibei wcrdsn, iii bc- Für Gesellschaften, die damit rechnen müssen, könnte man andere Gesellschaftsformen findkn. (Fine Einmischung dcr Behörden in Gründung und Verwaltung v0n Aktien

Die Ag-xnten Aktisnrecht ist rechtigt,

es ist zu bsgrüßen, daß man Von einer

Entrvurfe abgsseben

bat.

Zum

Aktionären könnte vielleicht noch manchcs gcschebcn

Handelsgeschäfte sollte

Die Konze sion bedarf nur der

und nicht eine Konzession ertbeilen.

babe ich mich auf denWSiandpunkt der Vertragsfreibsit . aÜein je mehr die großen SchtffSJYfeÜschiftxn tbreHaftpfliciythLOittgcn, während die Haftpflicht der klemen Schiff?!" anedebnt wird, desto ung, daß man,unabänderliche Normativ- , um den Mißbrauch der Kapitalskraft Wir begrüßen die Vorlage als ein gutes Werk, das wie selten eines das Lob der Juristen und der Bcibeiligtcn Ücfunden bat; wir hoffen, daß es in der Kommission zum guten

mehr komme ich zur Ueberzeu bestimmungen aufstellen um

zu verhüten.

kommen wird.

zu spielen, da Wollen sie nicht die

Verhältniss bringen würde? stimmungen über Verbreitet

Redner

den Bankerott sich dann über die Minderkaufleute und bemängelt, daß die Borch?

den Kartellen und

Trusts und & faffe. Er fordert ferner eine AuSgefialtung des Seerecbts und

Daß

ihren

denn

Vertrag

Ausgabe ormativbestimmungen dafür erlassen Beim BinnensÖtffabrtZtgeÜsxß L' e ;

das Bedenken,

eseüschaiikn ist zu vkrmeiden; olchen Bestimmun im ersten Schuß ,dsr Minder eiten von Bezüglich der man die Sonderrechte der Kaufleute nicht zu weit über das gewödrilicbc bürJTrlicbe Recht hinaus auSdebncn; jedenfaüs sollte man sie nicht ohne

NSU ist die Regelung des Lagerdauswesens, das an sich nicht konzes- 110nspflicbtig ist. ' Warrants. Man sollte lieber

ots) auf Nichtkaufleute ausdehnen.

man pposition

von

bschlUß

Abg. Stadthagen (S0z_.): Die Bestimmung ch Ve riffs des Kaufmanns ist insofern zu txt amen, als man die [andwxrtbsZ

Nebengewerbe unbedingt em chließen muß; handeln wie jeder andere Kaufmann. In dxmselbcn Au enblick, wo die Landwirthe sicb zutrauen, die Ober-Axufieder über die Kaustkuie si d s; ' B ck Sichten dF KaquxeuZe tüb??- ne men? ür ten e, a die u 1"! rung gr ere ar ei er b F ck vielleicht die schärferen Be- auf sie an ewendet werden? Vor chri ten für die „cb nicht mit esttmmungen be-

aftlicben die Landwirtbe

' 1Z9'7.

des Binnenschiffabrtörechts auch bezüglich der Arbeiter, die daran betbeiligt seien, ferner eine beffere Ausbildung des Rechts der Nei- fenden, der Agenten, der Handlungsgebilfen 2c., namentlich dart? entsprechende Anwendung der Schu bestimmungen für Arbeiter an die Gehilfen und Lehrlinge. Be onders bedenklich sei“ die Kys- kurrenzklausel, welche die Richier, wenn sie die Verhältniss kemien würden, als Freiheitsbesckyränkung für ungültig erklären müßten. Zur Entscheidung von Streitigkeinn müßten Gerichte nach Art der Gewerbe- gericbte gebildet werden.

Abg. von Werdeck-Schorbus (d. kons.): Der Vorredner gab uns den Raid, Bücher zu fiihren. Gerade die Buchführung beweist, daß bei der1Landwirthschaft keine Rente mehr herauskommt. Wie Sie uns hier sehen, bestreiten wir den Aufenthalt in Berlin aus anderen Einkünften, als aus denen der Landwirtbsäpaft. Wenn die Landwirtbe emeinsam eine Ladung Kainit einkaufen, find sie nicht Kaufleute; ie sollen es aber werden, wenn sie eine (Genossenschaft bilden. Es fehlt also an jedem Grunde, die landwiribscbaftlichen Ge- noffenschafterx unter das Geseß zu stellen; man ollie ihnen Erleichte- rungen, geWabren. Die Bedenken wegen der uSnabmesteUung der Zand'wirtbe mit gewerblichsn Nebenbeirieben sind nicht durchschlagend; ahnliche Verhältnisse liegen auch beim HandWerk Vor. Die Fest- setzung einc8 Zinsiußes von 50/0 für Kaufleute isi un erecbtferiigt, da das Bürgerliche Geseßbuch nur 40/0 feststellt. Ein solcFes Ueberbleibsel aus einer verkehrSarmcn älteren Zeit, in welcher es auch noch keine Versicherungen gab, soute man nicht aufrechterhalten. Redner wendet sich dagegen, daß alle mit Kaufleuten abgeschloffknen Geschäfte dem éandel-Zrecht unterstehen soÜen. Es gebe im Reiche mehr Nicht- aufleute als Kaufleute, deshalb_ sollte man bei Geschäften zwischen beiden die allgemeinen Vorschriften anwenden. Ferner erklärt sicb RednSr gegen die AuSdehnungdeE Lagerscheinwesens und für die Durchführung der Firincnwabrheii; gerade die Stammeégenoffen des Vorredners machten Von der Verschleierung der Firmeén angedebnten Gebrauch. Redner schließt mit dem Ausdruck der Hoffnung auf einen gedeihlichen AuEgang der KomMissionswerhandlungen.

Abg. Lenzmann (fr. Vokkép.): Seine Vorzüglichkeit verdankt der Entwurf dem Umstande, daß er auf einem guten Gesetze auf- gebaut ist und daß bei rechtzeitiger Veröffentlichung das betheiligte Yublikum mitarbeiten konnte. Parteidifferenzen kommen hier nicht in

etracht. Daß die Landwiride, die ein Gewerk)? betreiben, dem Handelßrecbt unterstehen, ist nothrvendig; es liegt auch kein Grund vor, die landwirtbschaitlicben Genossenschaften daywn auszunebmexn. Die Handengebräuche soÜie man nicht abschaffen, sondern als Rechtßquelle, die dem praktischen Leben entfließt, auch in Zukunft hcnutzen. Redner wendet sich sodann gegen eine Verschärfung der Vorschriften bezüglich der Aktiengesellschaften- und spricht sich dafür aus, daß die Konkurrenz- klausel Minderjährigsn gegenüber ungültig seiti_s;011€. Jm übrigezi müsse diz? Konkurrenzklaufel so gsfaßt werden, daß“"die Erwerbsfreibeit der Gsbilfen nicht beeinträchtigt werde. '

Abg. Beckk) (fr. Volksp.) hält die Vorlage für ein vortreffliches Werk, an dem nur Einige Einzelheiten einer Verbesserung bedürsten.

Die Vorlage wird einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. '

Es folgt der mündliche Bericht der Kommission ur Yorberathung eines (Heseßes, betreffend die b- anderung der UnfallveriicherungSgeseße, über fol- gende Resolution:

„Die verdündetcn Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage n'och vor Beginn der weiteren lenarberathung über den vor- liegenden Geseéentwurf einen Es ?Zentwurf zum Zweck der Aus- dehnung der Un allversicherung auf die Strafgefangenen Vorzulegen.“

' Berichterstatter Abg.Freiberr vonStumm (Rp.) führt aus, daß ein Gefangénsr, dcr einm Betriebsunfall erl€ide, nach seinér Ent- lassung aus der Strafhaft schl€chter dastebk, als ein anderer Arbeiter. Ohne Weiteres könne man aber die Gefangenen nicht vsrsichcrungs- pflichtig machen, da sie die Rechte der Versicherten nicbt ausüben könnten, ohne daß die DiSzipsin verletzt werde. _Dcsbalb _verlangx die Kommijswn die Iorlegung eines besonders" Gsxeyéntwuris, der WM im Rsichsamt des Innern Vorbereitet geweson sci, abcr dkim Bundes- ratbe keine Annahme efunden habe.

Abg. 1)1'. Vielßaben (Reformp.): Mcm ganze?? |1111ch€S Empfinden bäumt sich gegen den mir undcriiändlichenUntraL aus. Das fehlte gerade noch daß die Gefangenen gegen Unfall vsrßchsrt werden! Ich stehe Vollständig auf dem Boden der Kaiserlichen Boi- scbaft, die den Arbeiter der Wohlthat der Versicherung tbcilbaftig maIkn wil]. Die Arbeiter soüen sich dieser Wobltbat würdig ma en; wie kann das ein Gefangener? Soll ein Zuchtbäusler eine höhere Rente erhalten, als ein Krieger von 1870/71? Der Antrag nimmt auch keine Rücksicht auf die staatliche Autorität. Wie kann man einem Zuchthäusler einen Rechtsanspruch geben? Dadurch würde ja eine voÜständige Revolte in den (Gefängnissen Entstehen. Drshalb [Ebnen Sie den Antrag möglichst einstimmig ab!

_ Ab .Freibkrr von Hertling (Zentr): Der Vorredner hat augen- 1cheinli den Antrag garnicht verstanden; es handelt sich _nicht um xine Wohltbai, sondérn um den Ausfluß der alten Haftpfli t. Es 106811 die Gesängnißarbeiter nur unter die UnfaÜVersicberunÉfa en wie die freien Arbciier. Der Gefangene wird bestraft, die trafe soll aber nicht Verschärft werden durch eine körperliche Schädigung. Die Unicrnsbmer der Gefängnißarbcit zahlen keine Vcrsicherunlgsbeiiräée, sind also den übrigen Unternehmern gegenüber im Vorthei , worü er

lebhaft geklagt wird.

Staatssekretär des Staats : Minister ])1'. von Boetticher:

Meine Hsrren! Die Unfallfürsorge für die Strafgefangenen steht auf dem sozialpolitischen Programm der Reichsverwaltung, und ent- sprechend disscm sozialpolitiscben Programm ist bereits im Jahre 1894, als die Novellen zum UnfaUVerficberungSgcseß entstanden, ein Gesetzentwurf angearbeitet, der die Regelung der UnfaÜfürsorge für die Strafgefangenen in Aussicht nimmt. Nun hat dieser Gesetzent- wurf aber das Schicksal gehabt, daß er in dem Stadium dcr Be- raibung durch das Königlich preußische Staais-Ministerinm auf leb- hafte Bedenken stieß. Und, meine Herren, so ganz unbegründet sind die Bedenken, die damals auftauchten, denn doch nicht. Einmal ist _ darauf hat schon einer der Herren Vorredner aufmerksam gemacht _ der Strafgefangene kein freier Arbeiter, er sieht in Bezug auf die Wahl sciner Arbeit, in Bezug auf den Ort seiner Arbeit, in Bezug auf die Wabrscheinlichkeit cines Unfaüs nicht auf gleicher Linie mit dem gewerblichen Arbeiter. Außerdem _ und das ist ein Bedenken, das die Kommission auch, glaube ich, übereinstimmend anerkannt hat _ eignet sich der Strafgefangene wegen dieser seiner Eigenschaft als Strafgefangencr nicht dazu, in eine berufßgenoffenschastlicbe Unfau- versicherung aufgenommen zu werden.

Auch der Gesetzentrvurf, von dem ich gesprochen habe, nahm nicht eine berungenoffenschafiliche Organisation in Aussicht, sondern sab für die Unfallfürsorge der Strafgefangenen eine besondere Organisation vor in der Weise, daß in der Hauptsache der Bundesstaat, in dessen Gebiet

Innern ,