in Glutken und Schimmer _ uud schwindet wieder, wie es kam _ ck läßt sich nicht halten. In den Lüften verfliegt es, versnkt im MM _ und wieder liegt über uns die Nacht, noch schwärxer, als fi? zuvor ewesen,_und eine Sehnsucht ist geblieben, die 6-5 nic wieker stillen lä t _ niemals wieder! _ Der Aufführung kikilö poetisch ungemein feffelnken Werkes verschaffte in easter Livie kj: meisterhafte Inscenierung, welche sich kem Stimmungögebalxe jrefflicb anpaßte, den Etfolg. Namentlich war der dritte Akt unt se'inem .Waldwebcn' Von zündender Wirkung, sodaß am Schluß désselben dsr Dérxktor Vr. Blumkntbal eini e Dankekworte für den abwksendnz Dichter an das Publikum richten onnte. Den Darstellern der dre! Hauptrollen gebührt, troydem te ibnen eigentlich durchgehends nicbt vöüig zuzusogm schienen, voiie nerkknnung; diese waren Herr Stahl 018 Majoratsberr, Fräulein Jäger als Elisabeth und PLN Stock- hausen 015 Fritz. inißx rur in Episodenrollen vexwendete Volks- ivpsn fanden in Herrn Schönfeld und den Damen Wirt!) und Pagay hervorragende Vertreter.
Jm Königlichen Opernhause gelangen am „Donnerstag Lsoncavzüo's .Baiaz1i“ und das Ballet ,Phantafie'n tm Brémer Ralbskeller“ zur Auffühkung. _ „
Jm Königlichen Schauspielhauxe gebt morgen "Shake- 12121773 „König Heinri-„b 17.“ 2. Theil. mit BMWan der Schlegkl- Tieck'sHen Uéberseßung für die deutsche Bübixc bearbetjct chn Wilbeim Oechclbäuser, in naäpßebender Beséßung in Scene: Konig Hern- rich 17.: Herr Ludwig; Prinz Heinrtä) von Wales: JZ-atkowsky; Prinz Johann von Lancastkr: „Hen R. Arndt; PTÖW Tbc-mas von Clgrer-ck: _He1r FWW Prinz umpbtcv von Gloster: räuiein Krau7e; (831010011 aiwick: Hm esrcr; Ober- 1“ichter: rr Klkin; Graf von Nortbvmbsrland: Herr Kahle; Exzkischof von Yoxk: Hen Plaschks; Lord Mowbray: Herr andt; Lord Hastings: Hm Keßler; Lord Bardolrb: Herr Hubener; Moréon: Herr Winter; Traysrs: Hérr H:thmann; Falstaff: Herr Molenar' Barkolrb: err Heinx; YUM: Horx Vo-Umer; Poins: Herr Putschian; Faak: Fräulein,.Hauéner; riekenßtickpter: 11? Herrcn Link 11120 (&ichbolzx David: Herr 51611ck6;_Lak)y Notxbumberfank: Fräulein Abtcb; Lady Psrcy: Fraylem Linkner: Frau Hurjig: Frau Schramuz; Dortchen Lakenxeißer: FTM] Courad. _ D'e Hanklung spéelt m Engiand in den Zabrcrx 1403 bis 1413. _ Neu sind folgende? Dekorationen: Gemacb aus Bmg Warkwortb, Zimmxr ksim Erzbischof, Wirtbsstube vqm De- krrationsmalerBufacz-23611111; StraßeinLondon, Zimuxex desKömgsvom Könislicbxn Tbkatermalck Qnaglio-Beriin; Hßf tm, Hause des Fxxxde'néricbtsrs, Flur im Hause dos Fltkdénsklfhtéks! 110111 EskorationSmal-Ir Wagner-Berlin; Schlafzimm€r dßs K'Hntgs in Westminst'er, Feststraße vor Westminster 'vcm Herzoglichen Örfmnlsr Profsffsr Brückner : Cobux. Dae Kostume sind nach dsn ZQichnungen *.md 5211111011611 des [*,-Latkr-Kostümms Maler (?Uthknscht angsfxrsigt. Die Inscsnierunx; 1101 der Obxr-Regxffeur Grabs, die dekorative Einrichtung der Ober-vaektor Brandt__be1orgt. _ Am Mittwoch wird Nicolai Gogol's Lastipiel .Der RS_vnor“ gs- gkkea, Tie angkkündigte Vorstellung von Ra1mund's „Vsrxckowendkr“ wéxd vcxschobsn. ' _ & *
Ladwig Fulda's neuss dramat1schcs Marcben „Dkk ben des KZaliicn' 10111711 DSUTsÖOn T bea téram Sonnabend, den 21.63)? zu: thén Auffübrmxg 5913110611. - _ _
Zu der am Synnahänx i_m “);-Ötlic'r-Tbkatér 511111F611611 der anfionsanstalt dsr Genonknxchast reutxéber Bühnsnangsbxrzgx 11 110117 ., 1“. 611811 Ersten Aufführung von „Doktor Schm1kt", 2111115181 111 drsr
Akten von Dr. Weitbrecht, und .Der leßte TF.“ Familiendrama in einem Akt von Paul Linskmann, beginnt der orverkauf morgen an der Kasse deI Theaters und im Bureau der Genoffenstbast, Char- lottenstraße 85.
Daß Theater des Westens ist in ein n_eues Stadium ge- treten: Am Sonnabend ft die gesammte artistische und technische Leitung dem Hofscbauspieler Ma Hofpauer, der bisher als Regisseur und Darsteller an dieser übne thätig gewesen, übertragen wordkn. Die neue Leitung wird versuchen, mit dem gegenwärtigen Und durch Heranziebun neuer Kräfte ergänzten Personal das Institut einer stetigen künstleris Entwickelung entgkgenzufübren.
Im Theater Unter den Linde'n beginnt am Donnerstag, den 18. d. M., der erste Abend des .Stranß-Cyclus" mit dem ersten Werke des Meisters: „Indigo und die vierzig Räuber". Die Bearbeitung des Te tes für das bixfige Theater war dxe lehre Arbeit des verstorbenen riftsiellers Eduard Jacobson. . '
Bei dym nächsten Orgelvortrag in dkr" Marienktrcbe am Mittwoch, Mittags 12 Uhr, Werden Fräulein Welra Munscbeid aus Dresden, räulein Cmm_a Raddatz, der Ceaist_Hexr P. Treff und der Organist Ernst Raycb aus Neu-Ruppin miiwirken.
ist frei. Maunigfaltiges.
An dem neuen Haux'e des „Vereins deutscher Ingenieure" Ecke kks Cbarlotten- und Mittslftraße) wurde gut Sonnabend die !: onzeb 1": st e des verewigien Geheimen Raths, Proxeffors F. G ra s 5 of ayfgefikllt. Es war dafür an der Sandsteinfacxade ein bc-sonderer Play vorgesehen, desen rundförmiger Fintergrund von Lorbeerzweigcn um- rankt ist; die Cartouche am So el trägt die verschlungenen Anfangs- buchstaben “7. 1). .) . _- Grasbof, ker in der Blütbe der Manneskraft dargestellt ist, hat den großen Vcrein “20 Jahre hindurch 9212681 und xäblte zu seinen Gründern. Die Wüste, yon Profeffox Kaxl Friedrich Moest-Karlsrube, ist ein Abguß der an Erasbof'z Wirkungsstatte er- richt€ten Dsnkmalsküste.
Am MitÜvocb, den 17. Februar, wird err Hanpimann Georg Schwei er im Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (im groößkn Saale dss .Kaiserbofes', Abends 8 Uhr) 0611 bkreits an- gekünrigjen Vortrag Vor Herren und Damen halten. Das Tkema [(zur-st: „Aus dem Leben Emin Pascbas und aus seinen zu: Vorlage gelangcnden [syten Tagsbüchern."
Bei kkm Winterfest kes Dcutschen Sebrifjfieller-Ver- bandes, welches am 26. Februar in dex Philharmonie ftatxfindkt, gelangt ein für diesen Abend verfaßte? Festhisl von Rud01f Gknée zur Aufführung. Hiéran schlikßt fick) ein von Herren 111.0 Damen aufgkfübrter Bausrnreigen mit Gesang, dxffen Cinßudixrung der Königliche Tänzér und Tanzxshrer Müricb übernommen hat. Dxr KartanNkauf (für Mitglierkr und deren AngeböriIe 5 „46, für Gäste 10 .“) findet täglich von 9 bis;1 4 Uhr im Fkstbuxeau, Poxsdamer- 111117361220, Gartenbans, statt. Nähere Auskünrie über Kostüm- fragén xc. wsrken daselbst von Damen 512 Comités in der Zeit von "2 bis 4 Uhr ertbcixt. '
Münrben, 14. ??bruar. Zur Vorf3_ier_der hundert- jährigenWiederke,rdesGeburtstagesK_aikerWilbelm'U. veranstaliste ki: Müncbcner Studentenschaft gc-stxrn Abend im großkn Saale des Löwsnkräu-Kcslers einen glänzenden Fest- Kommers, 111211176111, dsm „W. T. V.“ zufolge, auch Ihre
Der Eintritt .
Kö 1“ ' 51 :1 Bd" 1» 5 Ja" ..1'13811338543" "" WM...“: 3“- -
»: mit oßer V eistWu UYU" Reden
11 at ea erm: a genommenen
Säue Majestät den Kaiser, Seiiue Königliche Hvbeit ken Prinz.
Regenten und die beiden anwesenden Prinzen bielt Student Wüst
die Festrede, uach deren Beendigung die „Wacht am Rhein“ esungen
wurde. Von weiteren Reden fand besonders "lebhaften Wider 11 die-
xsejnige auf die drei aladi_ne des Hzldenkaisers : BiSmatck, Moltke und oon. An Seine ajeftat den Kaiser und Seine Königliaoe Hoheit den
Prinz-Regentea sowie an den Fürsten ViSmarck wurden Huldigunge-
Telegramme abgesandt.
London, 13. Februar. Beim Probieren von Zünden! für Torpedos fand am vergangenen Donnerstag auf der Kapüation an Bord des kritischen Kreuzers .Gibraltar' eine Explosion statt, bei der vier Mann gktödtet wurden.
St. Petersburg, 13. Fxbruax. Aus allen Theilen des Reichs laufen Meldungen über heftige Stürme und starken Frost ein. In und um Odessa bat. dem „R? erungöboten' _w- folge, ein starker Sturm, verkunden mit egen und Frost, sämmtliche Telegrapbenlinien beschädigt. Okgleicb Qdeffa mit Kiew und Warschau wiederum telegrapbisch verbünden sei, so seien koch neue Befchädigungen des TeTegrapben- netzes durch den andam'rndc'n “rost zu befürchten. Wie die ,Nowoje Wremja' berichtet, hat der turm in Odessa so gewü1bkt, daß Ye Televbon- und die Tclegraybknlcitung vcÜstänk-ig zerstöjt sind. Sämmtliche Teixgrapbxnpfvsten 1eicn umgebkocbep, zwei Menschen erschlaaen, viele derlevt worden; Eßxilene Straßen seixn durch umgebrocbkne Pfosten und Lsixungsdraßts für den Vc: eb: gexpertt.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Berlin, 15. Februar.,„(W T. B.) Die Vorstellungen, wclche gestern die Vkrtceter sämmtlichkr Gkoßmächte in Athen unter Hinwsis auf die aus der völkerrechtswidriqen Haltung Griechenlands für dc-n earopäischxn Frieden fich er ebende Gefahr gemacht habcn, find von dem griechischen "mister dks Aeußern mit der Erwiderung beantwortet worden, daß Griechenland Kreta beseße-n werde, Nach diesem Vorgange erachtet es die Kaiserliche Regierung zunächst nicht mehr ihrer Würde cm'fprccbend, weitere diplomatische Schritte in Athen zu thun. Nach vorhe1igem Meimmgsaustausch mit den Kabinettm der Übrigen Großmächte erhielt der Kommandant von S. M. S. „Kaiierin Augusta“, welches in den nächsten Tagen vor Kanea einlriüt, dcn Befehl, im Einv-crnehmen mit den kommandierendkn Ofnéiercn der übrigen in 0611 kretensischen Gewässern vcrsammcltsn ccstreitkräfte der Großmächte jkden feindseligkn Akt Griechenlands zu verhindern und außerdem zur Wiederhersteüung der Ordnung und zur Vcrmeidung woitcrkn Blutvergießens thunlichst mitzuwirkcn.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
JW
Vom 15.F61*.r11ar, Morgens.
Wetterberick) 8 Uh
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Stationen.
Bar. auf 0Gr.
Belmullet . . Abexheen .. Christiansund , KopenbaZen . „wolkenlos (_10 Stockholm . .. . 31:2le :'"14
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253.115 'W- 9 Uhr.
Opernkausks kin Subscriptionß-Bal] statt. Alle dan Ball „bstreffenden Schr€iben woüe 1111111 unter der Ydrcste: GeneraF-Jnimzdantur dxr Königluhen Schau- Fislc, Franzöfi1chestraße 36, emrm en 1111011111 dxr Baüangslegenbeit“ Vcrse „._en. Eintritt 01 das Königliche Opernhaus zum SueripiwnS-Baü: 1) Balithe'ilnebmer durch Thürkn Nr. 1, 2 und 3 (dem Uniwerfitätsgébäude gegsnüber). _ _ mit Eintrittskarten rscbts gelegener [atze durcb Thur 4 (715-8415 3) Zuschauer mit Eintrittskarten links gelegener Pläßs durch Thür Nr. 14 (713-_2-715_dem rin- zxsfinne'n-Palais). Die Anfahrt sammtlxche'r ist nur von [111161 6611 Lindén aus gestattet. AIfabrt findet statt; „ _ _ und 3, nach der Scklkßbrück? und nach den Linden zu (dis Wagrn steslen swb vor dem Ovc'rnbause, Front nacb kémsklbé'n, auf). 2)“ . ' Nr. 4 1111014, Ebenfalls nack) d611_Ltnkcn zu, (die Wagrn 71611611 fich aaf rsm g61*fi€z1terxen Tbexl dss Orernvlaßss 512 an ri? Behrenstraße 5111 auf). (Fr- Öffnung 20.2 »WE
Direktion; Julius Frißscbe. Obersteiger. 11111) L. Held. „ Pert Kapsllmeister Korolanvi.
Mittwocb: Der Obersteiger. 2) JUWW und die vierzig Räuber. operettc mit 3 großen Ballets.
dkr Königli en Bibliothek).
DrLIDLULlstWßS 72/73.
* agen . Dienstxg:
Di? 1) Von der Thür Nr. 1, 2 _ 5011 O. *HikiÖf'l. Roßsr. Anfang 74 Uhr. Von der Thür
Zentral -Thea1er. 2111:
781101: Bsginn dk? Basics
Theater Unter denQnden. BeZ-renstr. 55/57. Diensta1: Okerette in 3 Akten Von M. West Mufik 12011 C. Zeller, Aniang 73,- Uhr.
Donnerstag: Strauß-Cvclns. 1HAbé-nd: Indigo Große Ausstattungs-
Thalia-Theater (1101111200105 Ernst-Tkxcaier). Dirsktion: W. Hassmann. Frau Lieutenant. 3 Akten 0011 P. Fcrrier und V.. Mars.. Mufik Von G. »Snpeth 11112 V.
Mittwoch und folgendeTage: Fran Lieutenant. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Trilbh.
JakoBstrxsze 30. Direktion:R1-:bard Schals. Dienstag: Emil Thomas
Hoffmann (Gesang), Max Bauer (K!avier), Loewenberg (112311111116), Schlomiug (Viola) und Gowa (11. 62110).
Der
Dirigent: Konzertlzaus. Karl Mehder-Kouzert. Dienstag: Ouverturen .Der Beberrsckder der
Gerster“ von Webcr, .Tannbäuser' von Wagner,
.Die Puppe von NürnbeU' don Adam. Pbantafie
aus_ „Don Juan“ von Mozart. Walzer „Fliegende
Blatter“ Von Seifert. CzardaS-SceneUHe-jre Kati)
von Jem) Hubay (Hen Carnier). Un ariscbe
Rßavsodie Nr.? von Liszt. „Ständchen am orgen'
für Cornét-KPision Von Wolff (Herr Werner).
Baal Lechaein. Dienstag, Anfang 71 us:: ll. (letzter) Klavier-Abeud Von Akos von Buttykay.
Zirkus Kenz. Karlstraße. (Jubiläums- Saison 1896/97.) Disnstag, Absids 71 Uhr, findet an Stelle der angekündigten und bis auf
Vaureviüe _in Dsut1ch
Hamburg . . Swinemünde Nsufabrwaffer M l . . .
25551115 : Zbedeckt ,_ 121410 “- 21wolki§ [.Nebel
WU'QWQSLNB
' “NW 768 xNO ' 767 JNO ZZRegen 767 „N 2zbydeckt
766 !W Z|Regen
" stér: . . i_ 769 HNO ösdeckt ,-
Karlöruhk . . Wiesbaden . Münchcn . . Cbkmnitz . . Bcrlin . . Wien . . . . Brlslau. . . __ Ile d'Aix . . 769 , Nizza . . . . 764 , stil] wolkenlos Tricsi . . . . 764 ; stil] bedeckt !
Uebsrsicht der Witterung.
Dix? Witterung West-Eurovas siebt__ unter dem Ei.".fluß Link's Hochdruckgcbiefes, deffen Kern westlich Von den britischen Inseln liegt, während ein neues Minimum in der Gegend von Moskau lagert, Bei schwachen nördlichen bis östlichen Winden ist das Wstter in Deutschland kälter und trübe, viclfa ist Nikderscblag gefallen; ganz Deutschland, die südl chen Gkbixtstbeile ausgenommen, bat Frostwetter, nur an déi“ Wkstdcuxscben Küste bsrrscbt heitere Witterung. 'Am Bottniickpen Buscn und in den angrenzrndc'n Gubietstheilen herrscht strenge Kälte.
Deutsche Seewarte.
770 ;NO 4jbchet 765 FM 2,5edeckt 768 ,NNO 3,4581: ,ONO Zbedcckt
(NOW U'WPWWUQW*I
Theater.
“Königin!" §chausptrle. Dienstag: Overn- haus: Keine Vorsisnung.
Schauspielhaus. 47. Vorsteiiung. Neu cinftudiett: Heinrich 117. 11. Tbkil. Schauspicl in 5 Auf- zügen von William Shakespeare. Mit Benuyung dcr_ Schlegel-Tiock'scben UcbstscyunZ für die deutsche Yubne bearbeitet von Wilhelm echelbäuser. Jn Scene geset vom Ober-Re iffenr Max Grube. Dekorative inrichtung dom O -InspektocBrandt.
Anfang 73 Uhr. Opernhaus. Snbscriptiousball,
Mitnvoäo: Anfang 9 Uhr.
Sebauivielbaus. 48. Vmftollung. Der Ver- schwender. Oriainal-Zaubermärrben in 3Aufzügen von Ferdinand Rais11und. Musik von Konradin Krkuyer. Anfang 711 Uhr.
Auf Allerböckxsicn Befehl findet am Mittwoch
Deutsches Thratrr. Dienstag: DerMeister vou Palmyra. Anfang 74 Uhr.
Mittwoch: John Gabriel Borkman.
Donmerstag: Die versunkene Glocke.
Kcrlmrr Theater. Dienstag: Kaiser Hein- rich. Anfang 71 Uhr.
Mittwoch: Renaissance.
Donnerstag: Zum erstkn Male: Der Gyumafial- direktor.
Wening ' Theater. Dienstag: Anfang 0114- nahmsweise 8 Uhr: WoblthätigkeitssVorsteUung des Vereins zur Errichtung Von Kinkagärten für taxbstumme Kinder.
Mittwoch: Meerlenchten.
Donnerstag: Mecrlenchteu.
Residcnz-Theater. Direktion: SigmundLauten- burg. Dienstag: Affociös. Lustspiel in 3 thm von 20011 Gandiüot. Deutsch von Max Schönau. Anfang 73 Uhr.
Mittwoch und folgende Tage: Affociés.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 42/5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Dienstag: Marcelle, Komödie in 4 Aktm von Victorieu Sardou. Für .die deutschc Bühne bearbeitet von Faul Lindau. Ju Scene geseßt von Sigmund autenbura. Anfang 74 Uhr
Mittwoch und folgende Tage: Marcelle. Sonntaa, Nachmittags 3 Uhr: Bei Preisen: Kean.
halben
§chiller-Theater. Dienstag, Abends 8 Uhr:
Ein Wintermärchen. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Ein Volksfeind.
___-__
Thealrr drs Weßrns.Kan1stmße12, (Bahn- bof Zoologischer Garten.) Dienstag: Wilhelm Tell. Ankana 73 Uhr.
Mittwoch: Unsere Frauen.
Donnerstag: Gastspikl von Gustav Kadelbmg-
dcn 17. Februar er. in den Räumen des Königlichen
Die berühmte Fran.
a. (G. Ein fidcler Abend. Burieskc dramatische Rkvue' in ] Vorspie'l und 3 Bildern von J. Frkund und W. Vkannstädt. Mnsik Von Derckyieszen Meistern, arrangisrt von Julius Einöréhoisr. Anfang 7S Uhr.
Mittwoch und die folgknden Tage: Ein fideler Abend.
& Konzerte.
Zing-Akadcmie. Dienstag, Anfang 8 11511 111. Abounemeut-Kouzxrt (SÖubert-Abknd) von Zajic-Gcünfeld. Mikwukung: Hérrén Baptist
wsiieces VLTngtkn Parade-Vmsteüung zum Besten für die Cxßtenarfeie'r eine Jubjläums-Gala-Vor- stellung anläß1ich der 25. Aufführung „Aus der Mappe eines Riesengebirgs-P autaftcu“ statt. Außsrdem find 577011st beworzube en: Donner und Darius, Raprbzngste, vorgeführt von Herrn Robert Rekis. FrühlingSr-sigen, geritten von 5 Damen. 6 Traxebner Fuchshengfte, in Frkibeit dresfiert un:- Vorgeiü'ort Von Herrn Hugo Hsrzog. Auftretn des Schulreitcrs Mr. Gaberel mit dem Schul- pferd Albarae.
Mittwoch, Abends 7611517: Aus der Mappe eines Riesengebirgö-Phantaften.
Familieu-Nachrichten.
Am 9. d. M. vérscbied am Herzschlage [70240] Aus::erüstet mit reichen Geißesgaben,
dsr err
Regierungs-Präfideut Schmarzenberg.
vislsei1igem Wiffen und unermüdlitber Arbeits-
kraft bat er sich während seiner nahezu voUendeten üebenjäbrigen Thätigkeit h_ierselbfi bleinUde Vardienfte als Rxgierungs-Präfidént und Voxfitzkndkr des B31trks-Aas1chqx1es um den ibm anwätrauten Bezirk und als Mßtglied des Proomztal'SÖulkoÜkgtumz um die höheren Schulen
der Provinz erwmbxn.
DSU ibm uachgeordaetzn Bsamien _war er ein wqblwollén'ker und gkkechtkk Vorgeseßter. Wir werden 1ein Andenken alle 3611 in Ebru: halten.
Münster, den 10. Februar 1897. Der Ober-Präfident. Der Bezirks-Ansfäjuß. D
Verl obt: Frl. Scpbie Yisblboni mit Hrn. Fabrik- direktor und 218111. d. R. Fnednch RMÖIUN (Inowrazlaw-Tuczno b. Jakscbiß). _ Frl. Lais: Mehlhorn mit Hm. 131". Georg Karan (Ino- wrazlaw-Montwv). _ Frl. Margarethe 91an mit Hrn. abrikbesißkr und Lieut. 5. N. Paul Klein (Ber in). _
Géboren: Ein Sohn: Hrn. Amtérxchter N. Sch011(MvslowiJ. -- _ine Tochter: H"). Jagkiunker von tralendorn (“"ckde ?ck[.). 01 «)Hrn. Pfarrer Wagnkr (Ga ingen . Barten-
e n .
Gostorben: Hr. Frhr. Hugo won (Fick1'1221- Gieraitowiß (Giexaltowis). _ Hr. Superintendent und Kreis - Schulmivxktor Paul Eduard Aumann
Das Negiernugk-Koaegiuu. as Provinzial-Sthulkoilegixm.
éGroß-Tinz). _ Fr. auline vou Rottweil. Ked- 14011 Fransius (Dom 5), _ Hr. astor Pn] Berger (Seefeld i. Pom.). _ Hr. Yustiz-Raxb Heinrich Fendler (Breslau).
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.
Verkag der Expedition (SÖolz) in Berlin- DruckderN “kbmt!“ B druckereiuudVelek' Aaßalt Byßrlin ZM, W" elmftraße Nr- 32- Acht Beilagen
(?'mx'ibktkßkük VMM-Beilasex (Mi)
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
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Berlin, Montag, den 15. Februar
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16,13
17,21 15,95
15,90 „ * 16,30 17,20
1670 e 11.
11,25 12,10
11,80 12,00
12,70 12,60 14,60
1270 13,00 14,00
1270
: ft e. 13,50 . . . 16,70 . . .
12,70 . . _ 272 17,60 277 14,22
16,46
11,25
11,59 11,88 10,92
13,98 14,29
13,98
14,00 12,90 . 15,60 4 074 15,40 . .
fer.
13,20 13,20 14,40 . 13,00 1 794 13,00 181 13,50 . . 13,50 . . 13,75 18,00 16,13 13.00 ; 13,00 13,80 15,20
13720
14,00
132 363
13,20 12,53
12,81 12,93
16,52 14,98
50 936 968
13,46 13,32
471 7 219
Bemerkung. Die verkaufte Menge wird auf volie Doppelzentner und der Verkaufstb auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durch,-
schnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Deutscher Reichstag. 175. Sißung vom 13. Februar 1897, 1 Uhr.
Die zweite Berathung des ReichsbanshalfH-Etats für 1897/98 wird bei dem Militär-Etat und zwar beim „Gehalt des Kriegs-Ministers“ fortgeseßt.
Ab . de Witt (367112): Die Subalternbeamten der Justiz be- klagen cb über eine ZurückWßung bei der Wahl zu Reserve-Ofsjzieren. Sie bekommen zwar die Qualifikation, Werden dann aber nicht ge- wählt. Ich kann mir nicht dcnkén, daß di6ser Mißstand auf eine Ver- fügung des Kriegs-Ministkrs zurückzuführen ist.
Kriegs-Minister General:Lieutenant von Goßler:
Die von "dem Herrn Vorredner berührte Frage ist an das Kriegs-Ministerium neck) niemals berangetreten. Die Wahl der Offiziere des Beurlaubiknstandes likgt dem Offizikrkorps der Land- webrbezirke ob. Auf diese Wahl übt das Kriegs - Ministerium keinen Einfluß. Aligemeine Bestimmungen über die angeregte Frage exißieren nicht. Aber ich bin skb! gern bereit, derselben näher zu
treten.
Abg. Dr. F 0: ster- Neustetjin (Reformp.) : Die Soldatenmißhand- lungen werden wohl von allen Parteien gleichmäßig verurtbeilt. Von süddeutscher Seite ist oft behauptet worden, daß die Mißhand- lungen unter dkm Einfluß des norddeutschen Wesens in Süddeutsch- land vorgekommen scien. DerkAbg.Ga1'ier -bat das einmal auch bcloauptet; aber der „Schwarzwalder Volksbote“ hat ihm darayf er- widert, daß die Gemeinen erst besser behandelt wexden, fettdem Württemberg, um den Außdruck zu gebrauchen, preuß1sch geworden ist- Die alten Unteroffiziere wsrden Von dem Blatte dahin ßescbildert, daß sie eine halbe Stunde lang hintereinander nchen könnten, ohne einen Fluch, zu wiederboxen. Das Duellwesen verträgt sich nicht m'tt der Religion; es
eine Don-Quichoterie, die rnit der „ modernen Zeit "icht übereinstimmt. _ Die Fleiscblieferungen fur die Garnisonen Und für die Konservenfabriken werden im Ganzen Hergeben. Es können sich also nur große Unternehmer dabei betbeiltgen. So hat 1. B. b € Lieferung für die Konservenfabrik in Haselborft ein Herr Isaak, der nicht elernter Schlächter ist, sondern nur Händler. Man sollte doch, iieber die Hilfe der Landwirtbsäpaftskammern in A"spruch nehmen, um den direkten Ankauf von Viel? bei deutschen Landwirtben u bewirken. In Bayern hat man mt dem Einkauf bei landwirtbichaftlichen VerfaufßaenoffenschaFen gute Erfahrungen “WWK- ch erinnere nur an die zahlreichen Me, in denen die meist
jüdischen Zwischenhändler die Militärverwaltungen betrogen und ge- schädigt aben durch Lieferung schlechter Waaren und Verdorbener Médikamente. _ .
Kriegs-Mmister General:L1eutenant von Goßler:
Ich babe nur einige tbatsächlicbe Bemerkungen zu machen.
Die Anschauung, daß höhere Offiziere, um das Ayancement zu beschleunigen, pensioniert worden seien, ifi unrichtig. Auch kenne ich keinen Fall, in dem ein Lieutenant, der einen Streit mit seinem Vorgesetzten gehabt, sofort pensionirt worden wäre. Auch diese Auf- fassung kann ich als eine richtige nicht bezeichnen. Hieran war die Bemerkung geknüpft, man solite sich hüten, so viel Lieutenants zu pensionieren. Hierzu bemerke ick), daß der zehnjährige Durchschnitt der Anzahl yon Lieutenants, welcbe pensioniert wvrden sind, in Summa 93 beträgt, und daß troß aÜer Heerksverstärkungen diese Zahl dauernd zurückgegangen ist. Die [eßten Zahlen betreffen das Jahr 1894/95; es sind 88; 1895/96 waren es 86 Lieutenants; diese Zahlen dürften den Herrn Vorredner beruhigen. Unter meinem Herrn Amtsvorgänger ist eine Petition von Sattlerg'esellen ein- gegangen, die darauf berechnet war, die Hausindustrie zu unter- drücken. Mein Herr AmtSVorgänger, dessen Grundfaß ich darin voüständig tbeile, hat es für unnötbig gehalten, in prinzipiellen Fragen mit unbekannten Leuten zu diskutiren, und bat denselben daher keine Antwvrt gegeben. (Sehr gut! Heiterkeit.)
General-Major Freibexrr von'Gemmingen: Ich bin be- auftragt, auf einige wetxere Einzelheiten, die der Abg. Dr. Förster vorgetragen hat„ einzugeben. Es handelt fich in erster knie um die Frage der Privatbexckxäftigung von Oekonomiebandwerkern. Die Bestimmungen darüber esagen', daß der Privatbetrieb auf Handwerkstätten uberhaupt untersagt ist, daß er nur für Angehörige des Heeres mit Genehmigung der Vorgesetzten eintreten darf, daß bierf r nur dienstfreie Stunden herangezogen werden dürfen und dies nur mit Einverständnis; des Betreffenden gegen'Entgelt. Außerdem muß jeder Ausübun eines solchen Gewerbebetriebes die Anmeldung bei den zuständigen ' ebörden vorgngeben._ Es find das die allgemein gegebenen Bestimmungen über _dte Beschaftigung der Handwerker auf den Handwerkstätten. Demnacbst hat der Herr Abgeordnete die Fleischverdingung in erlin zur Spra e gebracht. Ich glaube, daß er an eine Zeitungßnachricht angeknüpft at, die durch eine Entgegnung des Gencral-Kommandos des Garde-erps kurze Zeit darauf richtig
gestellt worden ist; wenigstens babe ich vor wenigen Tagen in den
1897.
Zeitungen eine Mittheilung efunden, worin die einzelnen Unternehmer genannt woxden sind, wel e die in zwei Loosen für Berlin ver- gebenen Fletscbliefexungen _übernomznen haben. Wenn er übrigens g,laubt, daß t_10ch dieser R1cht11ng bm gegen früher “eine Veränderung eingetreten ware, sy tft das mcbt der Fall. Es haben bereits früher, als die Truppentbetle einzeln ihren Fleischbedarf verdungen haben, vieliacb Unternehmer große Posten _ einer 3. B, für 16 Bataillone _ ubernommen, und zwar zu Pceisen, die bis zu 1043 pro Kilogramm upter dxn anzelnen T_ruppentbeilen Verschieden waren. Was dsmnäcbst die leischliefxrung fur die Konservenfabrik in Spandau betrifft, so hat der err Abgeordnxte Gesichtspunkte aufgestellt, die sich keineöwegs im Widersp_ruch mit dem befinden. was die Militärverwaltung auf diesem Gebiete arxgesirebt hat. Es hat bereits vor drei Jahren ein Benehmen tht verschiedenen Herren der Landwirtbfcbaft statt- Jqunden, ob sie tn der Lage wären, die Lisférungen zu übernehmen.
ach eingehenden Vcrbandlungen über die Bedinciungen, Welche «]estkllt wkrden mußtxn, haben sie _davon abgkseben. Es hat demnächst in der Fabrik tn Spandau em Versuch stattgefundsn, um der Land- wirtbfckoaft entgegen ztx kommen, vor allem zur Ermittelung won MaFtrersucben. Bet diesen Versuchen bat fich herausgesteüt,
- daß bei der Lieferung Von 88 Ochscn ein Vkllnft Von gygen 50170.“ für
die Betreffendkn entstanden ist, weil ihnen nur die Preise zugebilligt Werden konnten, mexche „dem Unternehmer der gksammten Lieferung gezahlt wurden. Mit Rucksicht auf den sehr Erheblickyen Verlust und bei der großem Bedxutung des Versuchs für die Landwirtbschaft bai „_ soweit nnr bekannt _ der Herr Landwirtbschafts- thster den, Verlgst getragen. Die Zahl dar Ochsen, welche der Konxervenfabrtkin Sparidau täglich im Durchschnitt geliefert werden, betragt 18. Sie stéiax? mdsß von 8 bis 10 im Anfang bis zu einigen 20 hrs 30. Diesx Och18n müssen am Tage vorher eingeliefert werden der betreffsnde Lieferant'muß es fich gefaÜen lassen, jedes Stück, auÖ nachdem sz? geschlachtet ist„ zurückzunehmen, wenn es aus irgend einem Grund nicht abnahmefabtxx oder gesundheitlich bedenklich crscheint. Er"muß fernsr Haut,_ Kopf, Klauen, den sogenannten inneren Kram zurucknebmerz und erhalt nur die vier Viertel bezahlt. Das sind so schwexe Behtngungen, daß sie ein einzelner Landwirth oder Line land- wirtbschaftltche Vereinigung nur würde erfüllen können, wenn man StaÜungen bsauté, in denen das Vieh längere Zeit konzentriert werden kann, und 61111: wxitere Menge von Aufwendungen machte, zu deren Uebernahuze n'och niemand bkreit gewesen. Was den Preis anbe[angt, zg dem M? Ltkfsrung vergeben, so ist es bei einer öffe'ntlicben Ver- dtngung nicbt mögl1ch anders zu verfahren, als daß der Mindest- foxdernde, w_enn “er sonst nichts gkgen sich hat und yoÜkommene Sicherheit fax die tadellose Ausführung dkr Lieferung bietet, die Lieferung erhalt. Was schließlich die Frage wegen des S€bächtens anbelangt, so sind 111 der Fabrik zu Mainz die Ochsen eine Zeit lang duxch den Halßschniti; „getödtet wordkn, es hat aber nach keiner Richtung hin trgsnd eme rituelie Rückficht vorgelegen, etwa für jydifche Soldaten odxr dergleichen, sondem lsdiglicb der Grund, daß em Gutachten der nnssenschaftlichen Deputation für das Medizinal- Wesen 2c. diese TödtungSczrt als die am wenigsten empfindliche dar- gestellt hat. A'ußerdem ,1st „festgestellt worden, daß die Brühe, die aus diesxm Fleiscbe bereitet ist, exheblich weniger Blutkörperchen und Yluitbetle enthalten hat, als in der Spandauer Fabrik, wo ein ahnliches Verfahren nicht stattfand.
Abg. Dr. Lie'ber (Zentr.): Das Anwachsen des Pensionsfonds ist all_erdtngs bedenklrcb, und rvenn das Weiter so geht wie bisher, so wurde'n meine Freunde bei anderen Ausgabetiieln das ersparen müssen, qu die Pénsionen mehr kosten. Die Zahlenangaben des Ministers brtngen uns nicht von Her Ansicht ab, daß bei der ensionierung ein langsgmeres Tempo Eingebalten werden muß. ie pensionierten Offiziere entwickeln meist noch eine solche Thatkraft, daß man ihre Vexsetzymg in den Ruhestand eigentlich nicht begreift. In dem Katsc1ltchen Erlaß können wir nicht die Erfüllung derjenigen
orderungen erblick_en, die wir bezüglich des Zweikampfs gestellt 110011. Dix; V€r1prechungen des Fürsten Reichskanzlers haben wenigstens bokyere Hoffnungen in uns erWeckt. Wir erkennsn willig und „dankbar_ an, daß die Alierböchste Ordre einen wesentlichen Schxttt vorwarts „bedeute't. Wir fürchtcn nur, daf; diese Ordre auf dem Pap1er stehen [1161ka wird. Wir werdén die Wirkungen vertrauens- vo'll abivartezt. Di0 SJlbsitnorde in der Armee sind im Rückgangs be- griffen; sie imd merst sm_e Folge der Vkißbandlungen; man kann also an'nehmen, daß die Mißbandlungen selbst auch im Rückgange be- grtffcn siyy. „Dem Kriegs-Minisier danken wir, daß er das Urtbeil gegen Bruxsrvttz dem Reichstag bekannt gegeben hat. Eine Kritik will ich nicht Übkn. Für den bürgerlichen Verstand wird es immer ein unberstandliÖLY Ding bleiben, wie man in diesem Falle von mil- d6r11dc'n Umstanden spxechkn kann. Man mag über das Benehmen des E1stochen611 117117611611, wie man will, _ für einen Erzieher muß 68 au_§geschloffen ssm, fich durch solche Dinge zu einer solchen That hinreißen zu_ lassen. Die Bebauptun en über das Verhalten des Er- stqchenen 111106010101“th sich aber 00 kommcn. Durch die Annahme milfdenrnder Umstände 11110 wir abermals vor die Frage einer besonderen mxlttariscben Ehre JLstLÜt; denn einem bürgerlichen Verbrecher jvaxc11 mildernde Umständc' in diesem Falle nicht zugebilligt worden. Ww Bürg€rlich6n können nie und nimmer anerkennen, daß es eine be?011derc OffizierseYre giebt.
Abg.§Pe118 (Soz.): Daß die Mißhandlungen in der Armee Und die Selbstmorde abgenommen haben, ist erfreulich; aber die Gercckytigksit Herlaxtgt es, anzuerkennen, daß die Kritik der Sozial- dcmokratis 111316111110) dazu b_6igetragen Hat. Bezüglich verschiedener Artikel iib6r 0611 lei Brütewiß sind Anklagen gestellt und Ver- uri'beiiangkn erfolgt. „DQS Kriegs-Ministerium hätte hier Enthalt- samkstx 1111611 100011; ,denn in diesem alle war die Kritik jedenfalls bexeckptigf. EMM wirihschaftlichen oykott verhängen wir aus Wirtbschaftlichen Gründen, aber niemals gegkn Gcsinnungen. Die Militärbsbörde dÜJLgM übt ihren Boykott in ausrcicbendem Maße. Redner führt eine große Anzahl Von Beispielen zum Beweise seiner Bebauptnyg Znunxkckplteßt mit dcm Wunfcbe nach einer baldigen Reform der M|litar-Strasprozsßordnung.
Abg. Graf von Roon (d. kons.): Wozu die Tribüne des Reichs- tagxs benußtwird, habsxxwir ('klkbi. Es febltmir der parlamentarische Aquruck für [olche Ausrübrungen. Es ist nur eine neue Auflage der Phantgsien, die wir schon früher gehört haben. Der Vorredner ift aucb Soldat gewesen; er hat also auch den Fahneneid geleistet, aber Von der militärischen Erziehung hat man ei ihm nichts emerkt. Wenn junge Leute im schwarzen oder bunten Rock den Verfü rungen dxr Umsturzparteie-n anbeimfallen, so sind daran ihre sozialdemokra- tischen und anarchistischen Theorien nichtschuld. Wir wiffen das besser und onen die jungen Leute davor bewahren. Das Erstaunen des Abg. Lieber über die mildernden Umstände im Falle Brüsewiß erklärt sich doch wohl nicht daraus, daß der Erstocbene cin Bürgerlicher war oder daß ein Untexrschied gemacht wird zwischen der Offiztcröebre und einer anderen Ehre; die mildernden Umstände sind begründet aus der großen Gereizihxit. Ich kenne die Armee und weiß, da die Be- fehlk, die der Kriegsherr ixbt, auch befolgt werden. ezüglicb der Pensionierung der sfiziere sind wir vouftändig ein- yerstanden Mit dem Krie s-Minister. Was zur Aufklärung gegen- ube'r den sozialdsmofratißcben Reden nothwendig war, hat der Minister schon gesagt. Die Freunde der Armee können nur be- friedigt sein, daß der Minister so fest, deutlich und bestimmt für die Armee eingetreten ist. Wir find stolz auf unsere Heeresverwaltung, welche es verstanden hat, die ihr obliegenden schwierigen Aufgaben zu