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“ schule für Musik, .ist vorgestery Nachmittag infolge eines Herzs
, trübes und windiges
Erfolge die
im Königlichen Hoftheater in Wiesbaden mit gro "niilerin wurde
Elisabeib in der Oper .Tannbäuser' gesungen. Die im Lause des Abends vielfaeh hervorgerufen.
Im Königlichen S auspielbause wird morgen Ernst von Wildenbrvcb's vaterländis ck Drama .Die Qmßow's' in folgender BeseFung gegeben: Friedrich 1. von Hohenzollern: Herr Ludwig;
ge von Pommern: die Herren Keßler und Hergßer; Barbara v. Bug:
äulein Lindner" Dietrich von Quitzow: Herr olenar; Konrad von Quitzow: Herr Purschian; Rieke: Frau Conrad; Thomas Wins: Herr Kahle; Gertxud: Frau Seebach; Agnes: Frau von Hochen- burger; Köhne Finke: Herr Vollmer.
Das Programm des F. Philharmonischen Konzerts unter Arthur Nikiscb's Leijung wird nur drei Wakexnibalten, und zwar die L-äur-Svmvbonie von Schumann, die Suite für Streichorchester von J. S. Bach und die 0-m011-Svmvbynie von Beethoven. Das Konzert, welches am Montag, den 8. Marz, statt- findet, ist das letzte in dieser Saison.
Professor. Woldemar Bargiel KöniLUlicber M*usik-Direktor, Mitglied des Direktoriums und Vorsießer der btbeilung für Kompo- sition uud Theorie der Musik bei der Königlichen Akademiscben Flock)- 090 im Alter von 68 Jahren gestorben. Er war am 3. Oktober 1828 in Berlin als Sohn eines hiesigen Musiklehrers geboren und durch seine Mutter, die in erster Ehe Gattin Friedrich Wieck's gewesen, der Halbbruder von Klara Schumann. Nach- dem rr den ersten theoretischen Unterricht bei Dehn erhalten, ging er 1846 nach Leipzig, wo er am dortigen Konservatorium seine Studien voüendete. Dann wirkte Bargiel kme Zeit lang als junger Musiklehrer in Berlin, wurde 1859 als Lehrer an die Musik- schule in Köln und 1865 als Mufik-Direktor nach Rotterdam berufen. „Im Jahre 1874 wurde er zum Lehrer der musikalischen Komposition und Theorie an der Berliner Hochschule für Mufik, 1877 zum Mit- Zlied der Akademie der Künste ernannt. In der Folge erhielt er die eitunq einer Meisterschule und der Kompositions-Abtbeilung an der Hochschule und ?ebörie seit Jahren dem Direktorium derjelben an. 5 argiel's Tbätig eit als Komponist hat sich vorwiegend auf instru- mentalem Gebiete bewegt; seine Werke zeigen eine glückliche Verschmelzung von Romantik und KlafsiziSmus. Er komponierte eine Reibe Von Stückkn für Klavier und Kammermusik, eine Sonate, eine Suite, zwei Trios, fernrr eine Symphonie, Ouvertüren zu einem Traurrspiel, zu ,Medea' und „Prometheus', endlich auch Psalmen, Frühlingslieder xc.
Manuigfaltiges.
_ Zur Behebung rutstandener Zweifel hat das Königliche Polizei-Präsidium angeordnet, daß die Droschken-Fubr- berrrn und deren Vertreter die Nachweisungslisten über Personal und Bctriebsmaterial. deren Führung ihnen nach dem Droscbken- Reglement obliegt, stets auf dem Laufenden zu erhalten babea, also die Cintra ungen sofort bewirken müssen, nachdem die Droschke in Betrieb 96?th worden oder aus demselben zurückgekehrt ist.
Die öffentliche Ankündi ung von Gebeimmitteln, welche dazu bestimmt sind, zur Ver ütung oder Heilung tbierischer Krankheiten zu dienen, iii verboten. Uebertreiungen dieser neuer- dings erlassenen Polizeiverordnun werden, fa11s nicht nach den allgemeinen StrafgeseYen eine härtere irafe eintritt, mit Geldstrafen bis zu 60 .“ oder ver ältnißmäßiger Haft geahndet.
Dcr Brandenburgische rovinzial-Landtag hat sich in seiner zxfirigen Sivung damit einvertanden erklärt, daß der Landgemeinde Schöneberg ihrem Antrags gemäß die Annahme der Städte- ordn ung gestattet werde.
Wetterb rith vom 25. Februar, Sonnabend:
e 8 U r Morgens.
Bar. auf 0Ö7.
u d Meeressp red. in Millim.
frei bearbeitet. 7171
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Frlaäur (! = 40 R
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bedeckt bedeckt halb bed. 1 Nebel bedeckt ' wolkmlos wolkenlos Dunst
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. . . . bedeckt
burg . . 770 bedeckt Swinemünde 770 bedeckt Neufahrwaffer 770 bedeckt Memel . . . , 767
__ Nebel Münster. . . 772 balb bed. Karlsruhe . . 777 Nebel Wiesbaden . 776 ' bedeckt München . , 778 *Nebel Chemnitz . . 775 !balb bed. Berlin . . . 773 bedeckt Wien . . . . 777
bedeckt Wlan. . . 775 bedeckt Triest . . . .
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Anfang 711 Uhr-
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Sonntag, immelfahrt. bends 74“ Uhr:
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Uebersicht der Witterung.
Ein barometrisches Minimum ist nordwestlich von S ottland erschienen und verursacht in Wechsel- wi ung mit einem an der Nordseite der Alpen e- burg. legenen Hochdruck ebiete starke, stellenweise stürmis e von Südwestwinde 1": er den'Britisäpen Inseln und dem Anfang 74 Uhr. Nordseegebiete. Bei leichten bis frischen südlichen und südwestlichen Winden ist das Wetter in Deutsch- land trübe und mild, ohne meßbare Niederschläge. Nach der gegenwärti en Wetterlage ift mildes, eiter mit Regenfällen wabr- Direktion:
fcheinlich. Deutsche Seewarte.
Lindau.
Theater.
Wigltthe Zrhausptele. Freitag: “haus. 50. Vorstellun. Undine. Romantische auber-Over in 4 A en von Albert Lorßin. ext nach ouqué's Enäblun frei bearbeit . Tau: von mil Graeb. In Ober-Reaiffeur eßlaff. Dekorative EinriÖfun vom Ober-Inspektor Brandt. Dirigent: Kape - «ckckck meister ])r. Muck. Aufan 74 Uhr. Schauspielhaus. 57. V ellung. Sonder-Abonne- ment 13. 9. Vorstellung. Die Quihows.
Sonntag,
Vaterländisches Drama in 4 Auf 1": en von Ernst bof Zoologischer Garten.)
aschke. Anfang Male:
Pon Wildenbrucb. Regie: ersten
“U Ubr.
Deutsche Gesellschaft von Freunden der Photo- graphie. Angesichts der in neuerer Zext inAufsthmg gekommenen öffentlichen Dufteüungeu momeutpbotograpbischer Aufnahmen mittels des KinematoÜrapbm war es von Interesse, in der vor esirigen S ung den limeister der Moment-Ybotograpbie Herm omar An (büßnüber den Cntwickelungkgana : lehnten sprechen zu hören. Herr schüß begleitete seine Worte durch Vorführung etwa 70 prächtiger Moment-XbotograZbien, welche mit “sie eines Skioptikons in der einen ula der Kriegs . A ademie in bedeutend vergrößertem Maßüabe projiziert wurden. Als Lichtquelle diente eine neue, von Anschütz konstruierte Bogenlampe die sich so- wohl durch Einfachheit als auch höchste Wirksamkeit ? eistung: bis 4000 Kerzen) auszeichnet. Herr Anschüß ließ mittels die es Apparats eine Anzahl seiner Moment-Pbotqgrapbien in chronologischer Ord- nung als Lichtbilder erscheinen, wobei er interesante Erkläkun en über deren Entstehung gab. Besonderen Beifall fanden d ejenigen Bilder, denen Kaisxr Wilbe1m der Große zu sehen war; Herr Anschüß machte eme Anzahl davon als Gedenkbiätter, in élaiindruck aussesübrt, dem Verein zum Geschenk. Als Sch ußbild wurde eine Seriey-Aufnabme des Traders .Betbel'
ezeigt. An diese anknüpfend, außerte ck Herr Anschütz über die * ewegungsbilder im allgemeinen dahin, aß die Apparate der leßten Zeit nicht viel Neues böten, vielmehr im Prinzip mit seinem vor zwei
abren patentierten Projektions-Schnellseber übereinstimmten, welchem die intermittierende BeMgung u Grunde liege; die Vorführung des- selben stellte er für eine der :! chsten Sißungen in Aussicht. - In der sodann im Kasinosaal fortgesetzten Sißun legte-Herr 1)r. Stettiner das erste Heft der „Kunst in der Pbotvgrap ie“ vor. In seinen be- gleitenden Worten machte, Redner auf dix Bedeutung dieser neuesten Erscheinung auf künstlerisch pbotogrgpbi chem Gebiete aufmerksam, indem er darauf hinwies, daß die este Internationale Aus- stellung für Amateur- botograpbie, die im erbt v. J. in Berlin stattfand, die nregung zu weiterem küntlenscheu Streben e eben hatte, und daß man es dankbar begrüßen müsse, wenn Gelegen- Jet gegeben werde, die Erzeugnisse der bervorra endsten Amateur- Photograpben kennen zu lernen. - Herr Hinterla zeigte eine Reihe von Sterroskop-Diapofitiven und als Glanzpunkt seiner Vorlage eine Anzahl fo Vorzüglicber Stereoskop-Dagusrreotypien, wie sie wohl nur noch selten vorkommen. Die Bilder sind so vorzü lich koloriert, daß ihre leuchtenden Farben den Spektralfarben na e kommen. Alles, be- sonders auch das Herkommen der Bilder, deutet darauf hin, daß dieselben von Dalguerre's eigener Hand hergestellt worden sind. - Herr Direktor Schu ß-Hencke zeigie zwei Neubeiien, die schon in photographischen Fachkreisen Aufsehen erregt haben. Zunächst waren es Bilder auf Seide und Sammet die nacb einem den Höchster Farbwerken patentierten Verfahren Zergesieüt sind und als Unterlage zum Uebermalen oder Besticken dienen sollen. Die zweite Neubeit stammt aus Amerika und besteht aus einer übermalten Photographie in Reliefform. Die Herstellung dieses Reliefs ist technisch inter- essant: es wird eine Kopie auf Albuminpavier in gewöhn- licher Weise genommen, sodann ein Holzblock mit lichtempfindlicber Substanz präpgriert und auf diese Schicht von demselben Negativ ein' Bild kopiert. Nach Entwicklung desselben schneidet der ?olzschneider in roher Weise die Konturen des Bildes aus, der- Zifta t, daß die Lichier erhaben und die Schatten vertieft werden.
unmebr wird die Papierkopie in angefeucbtetem Zustande mit der Bildseite na unten auf eine Gummiplaiie gelegt und das Holzbiock- Relief auf dre Rückseite der Kopie gedrückt, sodaß die Konturen des Bildes in die weiche Gummimaffe erhaben eingepreßt werden. Das (Ganze wird unter diesem Druck so lange stehen gelaffen, bis das Bild trocken ist, und sodann levteres von der Eummiplatie abgenommen. Das Bild zeigt jetzt das gewünschte Relief und wird nunmehr auf- geklebt, eyent. unter AusfüUung der vertieften Stellen mit Gips, von der Rückxeite ber.
Deutsrhes Theater. Freitag: Die Weber.
Oerlmer Theater. Freitag (24. Abonnements- Vorstellung): Kaiser Heinrich. Anfang 711 Uhr.
Sonnabend: Der Gymnafialdirektor.
Sonntag, Nachmittags 21 Uhr: Die Jungfrau Der Obersteiner. von Orleans. - Abends 71 Uhr: Renaissance.
Lening-Thrater. Freitag: Der Probepfeil. (Louise Dumont.) Anfang 71 Uhr.
Keßdenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten- Freitag: Affociés.
Sonnabend und folgende Tage: Affociés.
Neues Theater. Sigmund Mareelle. Komödie in 4 Akten von Sardou. Für die deutsche Bühne bearbeitet von In Scene gesest von Sigmund utenburg. Anfang 74 Uhr
Sonnabend und folgende Tage: Mme“.
. Nachmittags 3 Uhr: Opern- Preisen: Der Hüttenbefißer.
Ithitler-Theater. Freitag, Abends 8 Uhr: cene gefest vom Zum ersten Male: Am Ta : des Gerichts. Sonnabend, Abends 8 31:
Theater des Ueßeuz. Kantstraße 12. (Bahn-
m Trappifteuklosker. - ' a : ale: Ein WeilntackxtsabeiYe.r Jf-
Opembaus. 51.
Tanz von Emil Abends 7,1 Uhr:
74 Uhr.
Der Sohn des Kalifen.
PYgiol . Anfang ZUbr. onna nd: Vierter nud Masteuball.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (volkstbüml' von H' Hirsche u k von G' Servette und V' reise): Der Probepfeil. - Abends 71 :ck: A 7? UF:-
rsies Gastspie1_von Hedwig Niemann. Die Ge- sehwißer. -- Hierauf: Monsieur Alphonse.
Ubr: Roger. nfang
Zentral - Theater. Alte
YFM? arrangiert Schiffbauerdamm 4a./ 5. ang & Ubr. Lauteiiburg. Freitag: Preisen: :! fideler wtorien Ein fideler Abend.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen:
Thalia-Theaier (vorm. Adolph Ernft-Tbeater). Dresdenersiraße 72/73. Direktion: W. Husemann.
. „. Freitag: Fran Lieutenant. Vaudeville in Sonnabend. Das Glück im Winkel. (Lonse 3 Akten von , errier und 21.. Mars. Deutsch
Sonnabend und folgende Tage: Frau Lieutenant. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Trilbh.
Luftsp'el i 3 Akt Jakobstraße 30. 1 11 en . .
Léon Gandillot. Deutsch von Max Schönau. FZMOÉURWHYSKÜJFrFIstTmIIZYZ: Revue in 1 Vorspiel und 3 Bildern von I. und W. Mannfiädt. Musik von vers edenen von Julius Einö sbofer.
SMW - Nacbmitta s 3 Uhr: Bei ermä 1 ten Zi bend. -- Abends 7kß17br: (Wannsee).
Der neue Dampfer .Oceauie', welchen die FirmH-triand u._Wolffiu Belfaß für die White Sta-r-Linie baut, wird, wie die Loudonxr „Allg. Korr.“. mittbeilt, das längüe Säif werden, weltbes je die Meere befabrm bat. DieZän wird 704 MW während der ,Great Eastern“ nur 679 uß [ war. Dre ffervxrdränguug des .Oceanic' wird fich auf 17 Tom; stellen. Ber dem Bau des neuen Dampfers soll vor allem der
Komfort Berücksichtigung erfahren. obgleich man auch eine große Fah“
Lescbwindigkeit xu errielen strebt. Der .Oceanic' soll in einer Woche von iverpool nacb New-York fahren. Das Riesensrhiff wird im nächften Ja- nuar vom Stapel gelassen werden. - Vorher dürfte sich jedoch Deutschland rübmen dürfen, das gegenwärtig größte S iff der Welt zu besiyen; es ist dies der auf der Werft des .Vu kan“ in Stettin seinem Stapellauf ent egensebende neue Doppelscbtauben- dampfer des_ Norddeutschen loyd „Kaiser Wilhelm der Große“ rznt einer Länge von 625 Fuß, einem Raumgebalt von 14000 Re rstertßnnen, einer Breite von 66 Fuß und Maschinen von 30000 P erdekraften, welche dem Schiffe eme Schnelligkeit von 22 Knoten verleihen ionen.
Osterode, 24. Frbruar. Amtlich wird gemeldet: Am 23. e. bruar, Abends 9 Uhr 30 Minuten, ist in Kilometer-Station 52,6 er Strecke Allenstein-Soldau vom Zug 756 ein Fahrwerk überfahren und der Führer desselben getödtet worden.
„Kalbe, 25. ebruar. Heute Nacht 12 Uhr 51 Minuten ent- glei en, wie , . T. V." meldet, auf dem Bahnhof Halbe 21 Wagen des Güterzuges Nr. 924 in einer Weiche aus noch nicht aufgeklärter Ursgcbe; Personen sind nicht verlXt; der Materialscbadeu ist ziemlich betrachtlich. Der Verkehr ist ni t gestört. Die Unter- suchung ist eingeleitet.
_ Stuttgart. Die Sammlungen zu einerEbrengabe für den m den lrßtcxr Jabrzeinten fast ganz verschollenen und in den dürf- tigfien Verbaltmffen lebenden Begründer der Vereine zum Rothen Kreuz und der Genfer Konvention Henry Dunant nebmen"einen erfreulichen Fortaang. Insbesondere wurde das zentrale Stiftungs- Comité , , welches hier unjer drm Voxfiß des Ober- Bürgeruzeistets Rümelin seinen Sig bat, in jüngster Zeit durch die reiche Beisteuer von 1000 .“ seitens der Hohen Kotektorin der Drutscben Vereine zum Rothen Kreuz, Jbrer ajßstät der K_a'tserin, bocherfreut, umsomehr als die Hohe Frau hierbei dem Comité) gegenüber Jbre Allerhöchste Anerkennur-g aus- sprechen und_zu leich zum Ausdruck bringen ließ, daß Allerhöchst- dieselbe für dre .efirebungen des Comiiés den besten Erfolg wünsche. In gleich ermutbigender Weise batte Jbre Majestät die Königin von Württemberg, die Protektorin des Württem- bergischen Rotbrn_Krerzz-Vereins,c dem Comité schon beim Bcginn seiner Sammeltbajigkett die reiche Gabe von 500.44 zugewiesen.
L_)over, 24. Februar. Die Passagiere des beute früb 8 Uhr bier falligen Ostender Postdampfers „Princesse Henriette“, der unterwegs dienstunfähig wurde, sind heute Nachmittag von einem andern Dampfer hier gelandet worden.
Christiania, 24. Februar. Nach einer Meldung des „Morgen- bladet' batte 1)r. Nansen den König Oskar um die Erlaubnis; gebeten, eine von ibm neu entdeckte Halbinsel Sibiriens nach AUerböchstdemselben benennen zu dürfen. Der König gab seine Einwilligung, falls die russischen Behörden zustimmen würden. Diese Zustimmung ist nunmehr erfolgt.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
“.___. Vorstellung. Schluß: Zum ersten Male: Iephta's Tochter.
Undine. Romantische Zauber - Oper in 4 Akten Anfang 711 Ubr . von Albert Lortzing. Text nach Fou ué's Erzählung
(JubilM-
Zirkus Kenz. Karlstraße. Große Wohl-
Saison 1896/97.) Freitag:
Sonnabend, “Nachmittags 3 Ubr: Schüler-Vor- „ raeb. Anfang stellung zu ermäßi ten Preisen: Wilhelm Tell. - TTTÜMFYoMUW zum BestenderWiWeu
egervereins - Verbände
Ubr. . a ts iel des errn Gu tav Kadel- - - Schauspielhaus. 58. Vorstellung. GinSommer- burg. Die berühmftepFr-m. H s Berlins. Großer “Mon ck“ Fest'Akt arrangiert
' nachtstraum von William Shakespeare, übersetzt von_ August Wilhelm von Schlegel. Musik von Wilhelm Tell. - ZENIT Mendelsfobn-Bartboldv.
agdad, ara . Vollblut-
_ . . „ vom Direktor Fr. enz. Sonntag, NWMÜ“ TZZY [YbexéaZTslfsYTltsJYs' schimmelbengsi, in Freibxit' drei“. u. vorgef. 11. Di- Tanz von Emil Herrn Gustav Kadelburg. Die berühmte Frau. ZMFamFLZ: YMÉMKYXÜFZFZF
en, geritten von enY'te, dress. und vorgef. von Herrn Hugo Hwaog. uftreten des Schulreiters Mr. Gaberel mit dem Schulpferde
Theater Unter densjnden. Behrens“, 55/57_ Albarac. Durchschlagender Erfolg! Novität: „Ans Direktion: Julius Frixsche. Freitag:
Sonnabend: Zum ersten Male: Der Sohn des Cyclus. Mit neuer
Kalifen. Dramatisches Marchen von Ludwig Fulda. die vierzig Räuber. Große Ausstattungsoperette Nachmittags 2? Uhr:
der Mappe eines RiesengebirgsxPhantaßeM“.
Stranß- Sonnabend, Abends 74 Ubk: Aus der Mappe
usstatiuna: Indigo W eines Riesengebirgs-Phautafieu.
Sonntag: Zwei große Vorstellungen. Narb-
aunele's in 4 Bildern, nach einem älteren Su et ür die - _ Vorher: Ohne iche. - hiesige Bühne bearbeitet von Eduardj_Jc1cobson, mittags 4 Uhr (ermaßt te Preise und 1 Kind unter
Musik von Iobann Strauß. Drei gro“ e BaUets, __ . entworfen und arran iert vom Balletmevxßster Greco YJZZZJZ RieseAnbäWsirFF-KNMÜM“
letzter großer ?
10 Jahren frei): Lu ge Blätter! Gro es elek- s der
Familien-Nachrithten.
Verlobt: Frl. Gertrud Reichenbeim mit Hrn. Gerichts-AffeJQr Dr. Robert Weißmatm (Berlin?- rankfuri a. .). - Frl. Elsbeth Schroeder mrt rn. Sec.-Lieut. Axel von Uecbtriß und Steinkircb ( renzlau. _ Frl. Marie Otto mit Hrn. Re- Zßerungs- ssessor Dr. Albert Dehne (Heudeber- uskircben). - Freiin Valeska von Berlepscb mit ZM. Lieui. Edgar von Hirschfeld (Verlin- otsdam). - Frl. Anna Kreß mit Hrn. Bild- bauer Wilhelm Wandscbneider (Siegen-Cbar- loüenburg).
Verehelicbt: Hr. AmiSrichter Eckert mit Frl. Emilie Kluge (Krappiß, O.-S.).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann H. D. von Lücken (Schwerin). - rn. Regierungs- Affeffor itscb-Schroener (Gum innen). - Hrn. General- ieut. 3. D. von Thiele Stettin). - Ktn. RÉgierungs-Baumeister Falck ( uchsiädt). -
in e 0 ch te r: Hrn. von Brockbusen (Lamaldan). - Hrn. Sec.-Lieut. von Legat (Hannover). - Hrn. Otto von Robr-Wablen-Järgaß (Frebne). _ H'u. Regierungs-Baumeifier Carl Bernhard
reund
Gestorben: Hr. Bank-Direktor Albert Eilendt Hr. Geheimer Regierungs-Ratb
(Berlin). - Seckendorff-Gutend
(: D. Gerald Frhr. von
Konzerte. Zing-Akademie.
Kon von dr. Ceor dem MamouiMeu
Bei halben
: Am Tage des
Konzerthaus. Freitag: Wagner-Abeud.
Freitag: Zum ersten
am
Freitag, Anfang 8 Uhr: Dohrn (Klavier) mit Wester.
Karl Rehder - Konzert.
Baal .tlhßtin. Freitag, Anfang 7k Uhr: Zum [1- Konzert von Wassili Besekirskh (Violine).
Weißer Hirsch b. Dresden . - r.Anna Clifford oc von Breugel. geb. «.,-17115 Wiesbaden)- -- Öl" Ma or a. D. Bernhard von rittwi und Ga ron ( übniv). -- Hrn. Postmeister unsch Tochter Johanna (TrebniY. -- Fr, Oberfötfier Bertha Linz, geb. Göry ( tier).
Verantwortlicher Redakteur: Siemenr o-th in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin-
Druck der Norddeutschen Bu druckerei imd Verlock- Anstalt Berlin Ms., W elmftraße N:. 32.
Acht Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Éxjrste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen taats-Anzeiger.
„W. 45. “
Berlin, Donnerstag, den 25. Februar
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Berichte von deutschen Fruehtmärkteu.
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15700 200 2800 14,00 14,00 13,20
12,60 40 404 12,115 11,90
Bemerkung.
Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Vrrkaufswäib auf volie Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durch-
scbirittsrreis'wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Deutsäxer Reichstag. 184 Sißung vom 24. Februar 1897, 1 Uhr.
_ Ta esordnung: ortseßung der zweiteir Beralbung des Rei 2 aushalts- tats für 1897/98 bei dem Etat des Net s-Eisenbahnamts.
ie n lieqt folgender Antrag der 21ng. ])1'. Pachnicke "(fr gg? u. Gen. vor: „Den Herrn Reichskanzler zu ersuch211, dabin zu wirken:
. 1)_daß unter ibunlichsier Ermäßiguxig der Tarifsäße eine Ver-
einfachung, des Tarifsystems für den Perronenverkebr stattfindet;
2) daß unter Aufhebung des Freigepäcks eine Ermäßigung und
Vereinfachung des Gepäckiarifs eintritt.“
_ Abg. Dr. Hammacher (nl,) iveist darauf hin, daß neuerdings Wieder Beschwerden seitens der deutschen Kaufleute über den inier- nationaien Frachtverkehr nach Rußland erhoben seie_n. Die Berner anvention sollte in ihrem Art. 10 besser zur Durchführung kommen. Leider sollten fick) die meistrn Eisenbahnen gsgsnüber den deutschen Anträ en ablehnend verhalten, haben.
„ räsident des Reichs-Eisenbabnamts 131: Schulz: Auf der 1896 111 Paris abgehaltenen Konferenz über eine Revision des Berner Uebereinkommens, betreffend den Eisenbabn-Frachtoerkebr batte Deutsch- land dan Antrag gestellt, das; das in Artikel 10 des Uebsreinkommens den Eisenbahnen ausschließlich Vorbehaltene Recht zur Vornahme bon Zollabfertigungen auf den Grenzstationen beseitigt und statt dessen dem Absender das Recht gewährt werden möae, auf dem Frachtbriefe sich selbst oder einem Bevollmächtigten das Recht zur Zoüabferiigung vorzubebalten. Die deutschen Kommissare haben dicskn Antrag auf das nachdrücklicbsie vertreten. Der deutkche Antrag isi aber leider “nicht durchgedrungen. Nur insofern ist e n Fortschritt zu verzeichnen, als er diesmal nur mit fünf gegen vier Stimmen_ abgelehnt wurde, während er früher nur von zwei Stimmen unterstützt worden war. Es Wird also einstweilen bei der bisherigen Bestimmung verbleiben. Das Uebereinkommen hat aber diese Besiimmyngen keineswe 5 neu ins Leben gerufen; aerade an der rus„si]chen Grenze st die private ZoUbebandlung schon 1886 durch ein russisches Geseß cmFgeboben worden. Das Reicbs-(Etsenbahnamt und die preußisäoe (Eisenbahnverwaltun sind bemüht gewesrn , die Nachtbeile für die deutsche 5Zusfubr nacb Rußland fern zu halten, und die Preußische Eisenbabnverwaltung bat die Tarife so bemessen, daß bei der Ausfuhr nach Rußland die Tarife für den gebrochenen Verkehr ebenso mäßig sind wie für den direkten Verkehr., Rußland »bat „eben- falls die Tarife; ermäßi 1; es ist aber doch eme Differenz zwischen den russischen und deutchen Tarifen geblieben, wenn. auch nur von 1, 3 und 5 Pfenni?i Diese Frachtunterschirde ganz fern zu halten, war „bei der uns der russischen Eikenbabnverwaltung nicbt USF: . Wir aben im vergangeneti i eine_ Versammlung der Usti“! en Cisenbabn-Direktionen berufen und diese hat sich über-
,"in mend dahin auSgesprochen, daß gegen die Wiedereinführung eines
direkten deutschen Gütertarifsneben dem Tarif für den gebrochenen Verkehr nichts einzuwenden jej. Es ist also akles geschehen, was in unserer Macht stand. Was die Frage der Erschwerung der Abfertiaung aus" der Grenzsiaiion Alexandrowo betrifft, so hat sick) die Eisen- bahnverwaltung schon im Sommer an die betbeiligten Handels- kammern gewandt und um entsprechende Mittheilungen gebeten; wir werden die Sache gern weiter verfolgen.
Abg. Hug 9(T,;Zentr.) beschwert sicb darüber, daß die auf Ver- anlaffung des eichs gebaute südbadiscbe siraiegiscbe Eisenbahnlinie mit einem Defizit von 100000 .“ zu kämpfen habe; es sei nicht zu verlangen. daß das finanziell so schwache Baden diesen Zuschuß trage, sondern es müffe das Nei selbst dafür eintreten.
Präsident des Neicbs-Eisenba namts 1)1*. Schulz erwidert, daß in diesem Defizit ein Defizit von 40000 „;ck aus früheren Ja ren enthalten sei, sodaß sich das Defizit für ein Jahr auf 60000 «FC ermäßige. Er er nnere auch daran, daß der badische Staat durch diese Linie einen Zuwachs an Eisenbahnbesiß von 70 11111 für den geringen Preis von etwas über 1000000 «Fi- erhalten habe. Die Befürcbiun , daß die alte parallel laufende Linie in ihren Einnahmen dur die neue Linie beeinträchtigt würde, habe sich als nicht begründet erwiesrn, im Gegentheil habe die alte Linie 9 0/9 mehr Einnahmen gehabt.
Abg. Dr. 5113achnicke (fr. Vgg.): Unser Antrag will das Rei nur an seine Pflichten erinnern bezüglich der VerbiUiJung der ien- babntarife. Daß diese Pflichten vorhanden sind, eWeist die er- faffung, die das Eisenbahnwesen der Aufsicht, des Reichs untersieilt, die Verwaltung aller Eisenbahnen als einheitliches Ney „vorschreibt und auf eine Herabseßung der Tarife hinweist. Wenn wir, Privat- babnen hätten, würde schärfer vorgegangen werden ge en die Ueber- füÜung der Coupés auf der Stadtbahn u. s. w. In olge der Ver- staatlichung der Eisenbahnen sind wir in Preußen bezfiglich der Per- sonentarife stehen geblieben; einheitliche Tarife haben wir in Deutsch- land nicht. Die Tarife sind so hoch, da sie geradezu vom Reisen abschrecken. Württemberg und Baden s ellen die dritte Klas e in die Schnellzü e ein, Preußen nicht immer; Preußen erhebt de Gebühr für die P aßkarte, andere Staaten nicbt; in' Württewberg ist die Landeskarte eingeführt: kurz und , gut, der Wirrwarr rst größer cworden als früher. Die Güteriartfe haben wir nicht in den Lintn- binein e ogen, weil wir UH den Aytrag eine möglichst gro e Mebrßeit vere nigen wollen. Die ütertartfe zeigen auch eine gewi e Beweglichkeit, es werden vielfach AuSnabmetarife eingefuhrt. Das preußische Herrenhaus hat erst kürzlich die Einxübrung von Sia el- tarifen beschlossen. Der Reform der Gütertari e ist der preußi che Eisenbabn-Minifier nicht abgeneigt, desto abZeneigter it er aber der Reform der Yersonentarife. Deralb haben w r unsern ntrag darauf beschränkt. er preußischx Ftnanz-Minister vertröstete bezüglich der Tarifreform früher auf eme günstigere Finanzlage. Zest wo die Finanzen günsti sind, werden wir auf eine fernere Zukunft ver-
tröstet, bis die üteriatife reformiert sein werden und sich eine Steige- rung des Verkehrs zeigt. .
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Präsident des Reichs-Eiswbabnamts Or. Schulz: Schon 1890/91 wurden zwifcben den Bundrßre ierungen VerbandLUpgc-n über eine Reform der Personentarife grp ogen; die Reform mußte we en der damaligen ungünftisxen ZinamlaLe zurückgestellt Werden. Wirg uben, daß Ermäßigungen m üterver ebr drin ende? find als im Personen- verkehr; racbjetmäßigungen im Inter e un erer Produktion werden von der andwirtbscbaft und Industrie mit „Recht gefordert. und die einzelnen Eisenbahnverwaltungen, in erster Linie die preußischen haben auch Tarifermäßigungen vorgenommen. In 23er auf dre Er- mäßigun en für den Personenverkehr werden die einungen kaum überein mmm. Der Vorredner sprach über die erschreckend boben SäJe, die wir im Personenverkehr in Deutschland haben; wir md Jahre bindurcb ftolz darauf ewesen, für die unbemiitelten Vo ks- klaffen die binigsten Säge zu Labem die überhaupt existierten. Diese find erst neuerdings von anderen Staaten über- Der Pcrsonenverkebr, der deutschen_ Eisen- bahnen hat sich auch bei den bisherigen" Tarifsaßen er- beblick) gesteigert. Von 1880/81 bis 1895/96 ni die Zahl der * Tonnenkilometer auf den deutschen Eisenbahnen im Ganzen um_ 97 0/0 im Personenverkehr um 115 0/9 gestiegen. Diexer Zuwachs ist um so bemerkenswertber, als die Ver rößcrung de_s deutsrben Eisenbahn- ne es seit einer Reibe von Ja ren hauptsacbitcb n) den Neben- ba wen sich vollzogen 5.11. Die Zabl der Eisenbahnfabrten ist Leit 1884/85 von 6 an 11 auf jeden Einwohner gestiegen. Aus diesen Zahlen kann man nicht die Notbwerzdigkßtt herleiten, 02; pr01'0550 Ermäßigungen im Personenverkehr einzuiubren. Ick _wrll aber gern anerkennen, daß die Buntscheckxgkett m_ den Tarifsaßen ein wknig erfreuliches Bild bietet. Es ware ernmnscht, in dirser Beziehung bald Wandel zu schaffen._ Etn_e „Besserung könnte aber nicht stattfinden obne gleicbxeitig Tarifermaßigungen vorzunehmen, und durch die e finanzielle Seite der Sache wird die Sache wesentlich er- schwert. Es ist an fick) schon schwierig, in den Tarrfetzirickotungen für den Personenverkehr in Deutschland eine Uebrretnstimmung herbeizuführen. Die Meinungen, FM" da sebr außemander., Es heißt bier: so viel Köpfe, Jo vie, Sinne. Die Haupts miengkeix liegt darin, daß Süddeutsä'. and die vierte Wagenklaffe ncht kenn und kein Frei epäck giebt. Ueber eine Veroiniaxhung des Gepäcktqrifs ließe sicb vie sieht ein? Ueberemk'icmmung erzielxn, aber die vierte Wagenklaffe werden die süddeut (ben Verivaltungen schwerlich an- nehmen. In reußen haben aber im letzten Jahre nichtweni er als 36 0/0 aller ReFendenJJch der vierim Wa enklaffe bedient, m achsen 219/11. Der frubcre iniiier Maybach Latte in Aussicht genommen, den Einheitssaß der vierten Klasse auf die dritte zy übertra en. Das würde aber für die vreu ischen Staatsbahnen allem einen in- nabmeausfall von rund 35 illionen bedeutet babrn. Ich nehme an, daß die preußische Staatseisenbabnverwaltun den gegenwärtigen Zeitpunkt zu einer Wiederaufnahmedrr Reform ni tfür geeignet halt. Esfsxbeiat mir also von dem Anirag kein günstiger Erfolg zu erwarten zu 2 n.
Abg. Stolle (Soz.) bemängelt die bestehenden Betriebszinrich- tun en, die noch nicht die genügende Betriebsfirberheit mit sich ge- bra t „hatten,. Durck) Entgleixungkn und falsche Signalifierungen seien die metfien Betriebsunfälle herbeigeführt worden. Die Unfalle bingen vielfaeh mit der übergroßen ArbeitSzeit der Eisenbahnbeamten zusammen, namentlich der Zugbeamten. Die Einnahmen gestatteten doch die Heranziehung einer größeren Anzahl von Beamten. Nur für die er ie und ziveite Klasse waren Bequemlichkeiten vorhanden; für die dritte und vierte Klasse, ivel e die meisten Einnahmen ergäben, fehlten sie; für diese werde das sch echteste Betriebsmaterial verwendet, und vielfach mangelt! es an Betriebsmalerial überhaupt. „Durch Er- mäßigung der Tarife Werde die Einnahme nicht geschädtéi werden. Rothwendig sei die Ermäßigung der Gütertarife für andwntb- schaftliche und industrielle Produkte.
Präsident des Reicbs-Eisenbahnamts 1)r. Schulz: Der Vor- redner liebt es, die Zustande auf _den deutschen Eisenbahnen möglichst schwarz zu malen. Er hat die Sicherheit des Betriebes als ungünstig bezeichnet. Wer „aber den Verhältnissen näher ste t, weiß, daß Hunderte von Millionen von den deutschen Eiscnba nbrrrvaltungen auSgegeben werden zur_ Erhöhung der Sicherhsii des Betriebes. Die Zahl der Entgleisungen und Zusammrnstöße hat in drei Perisden zu je 5 Jahren ganz erheblich abgenommen. Auf 1000 MiÜionen Achskiloxneter entfielept von 1881/82 bis 1885/86 44 Entgleisungen, in den folgenden 5 Jahren 40, in der leßten Periode 34 Entgleisungen. Zusammenstöße fanden statt in der ersten Periode 36, in der zweiten 25, in der letzten 21. Das ist ein außerordejntlich-i,erfreulicher Fortschritt; ganz können wir mit dem besten 281an die Eisenbahnunfälle nicht aus der Welt schaffen, dazu sind Wir alle Menschen. Auch die Sicherheit der Reisenden in Deutschland ist keineswegs eine geringere als in anderen Ländern. Von 1885/86 bis 1894/95 kamen auf 100 Millionen Reisende in Deutschland 1,6, in Oesterreich 2,4, in England 2,7,- in Frankreich 3,5 Unfälle. Ich gebe nicht al1zu viel auf diese statistischen Daten, aber sie bemeisen doch, daß wir mindestens nicht ungünstiger stehen als andere Staaten. Der Vorredner verlan te, da?1 die deutsche Neichs-Eisenbahnverwaltung hinwirke auf eine essere * usrüstung der deutschen Eisenbahnen mit BetriebSmaterial. Es ist nicht zu »er- bindern, daß im erbft, wenn der Verkehr sich häuft, ein gewisser Wagenmanßel enttebt; es würde aber unwirjhschafilicb sein,"wenn man so die Wagen beschaffte. wie es noibwendig ware, um wahrend dieser paar Wochen den Verkehr absolut zu bewältigen. Jm oberschlesischen Revier sieben schon jetzt doppelt so viel Wa en müßig, als gebraucht werden. Die deutschen Eisenbahnen ge en in anerkennenswertber Weise mit der Beschaffung des Betriebsmaterials vor. 1896/97 wurde das Betriebsmaterial der ReiW-Ciseanbnen um 2,8, das der preußischen Staatsbahnen um 4,5, das der württem- bergischen um 6,6, das der badischen um 5,9 0/0 vermehrt. Wie weniJl es die deutschen Eisenbahnen an Sorgfalt für ihre Arbeiter und ngestellten fehlen lassen, beweist der Umstand, daß in den leßten 10 Jahren die Zahl der Beamten und Arbeiter um 30% erhöht worden ist und daß die Besoldungen um 49 0/0 aesiie en smd.
Ab . Freiherr von Stumm (Rp.): Das Rei _ s-Eifenbabnamt ist durcßaus nicht in der Lage, _in der Weise auf die Eisenbahn- verwaltungen einzuwirken, wie Herr Stokle d:s wünscht, troß aller Verfassungßartikel. Der Präsident des Reichs-Eisenbabnaxms bat vouständig recht, das; die Vermehrung des Betriebsmatcrials, eine recht erhebliche gewesen ist. Daß troßdem im Herbst zur Zett der Ernten ein Wagenmangel eintritt, ist gar nicht zu der_meiden. möchte beina e sagen, daZ des Guten schon, zu_ 0161 ge cbeben isi" in elf * onaten des ahres bleibt fast die Halfte der gen un enußt. Im Winter frieren die Kanäle und Flußläufe zu, und dann sollen die Eisenbahnen den Theil des Verkehrs be- wältigen, der Fonsi auf dem Wasserwege f?r!) „bewegt. Der Artikel 45 der Zerfaffung iiber die Tarife 1 langst überholt. In Bezug auf das Personal, die Arbeitszeit 11. s. w. kann das Reicbs-Eilsenbabnamt den Verwaltungen keine Vorschifien machen. Es wird vie sacb Arbeits- und Dienstzeit verwechsel. Die Dienstzeit ist manchmal Fehr lang aber die eigentiiYe Arbeit während der- Hilden nicht se r erheblich. Da?) die deutcben Eisenbahner: am
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Zahlen bolt worden.
cbersten fahren, ist edermann kannt. Die preußischen Staats- baben ein se r verwickeltes Tarifsystem, aber wenn die Privatbahnen beibehalten wären, dann hätte man noch viel ver- wickeltere Tarife. Bezürßlicko der TarTermäßi ungen sollte man vor- sichtig sein, damit die eberscbüffe ni t verscßwinden, die doch auch
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