" ern en, nicht innerhalb 10 Jahren nach de_m lezten bezüglichen
ßffmftlichen Aufrufe zur Einlösung vorgezeigt worden_ sind. Die Staatsschulden-Tilgungskaffe kaxm _fich in einen
S riftwechsel mit den Inhabern der Obligationen über die
Za lungsleistung nicht einlaffen. _ Formulare u den Quritungen weran von sämmtlichen
oben gedachten Einlösungsstellen unentgeltlich verabfolgi. Berlin, den 2. Januar 1897.
Hauptverwaltun d_er Staatsschulden. v o n o s f m a n n.
Yiehtamtlichez. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 27. Februar.
Seine Majestät der Kaiser und König wo nten gestern dem Diner des Provinzial:Landtages der Mark ran- denburg bci. “' _ _ _ _ _ _
cute nahmen Seine Maxefiat die Vortrags der?. Cheis dcs eneralstabcs und des Chefs des Militarkabinets ent- gegen.
Ihre Majestät die Kaiserin und Königin er: theilten im Verlauf dieser W9che_ mehrere Audienzen und empfingen unter Anderen die Furslm zu Furfienberg.
Der Ausschuß ch Bundes_ra_tuhs i_ür Z?,dll: und Steuer- ween und die verrinigien Ansichuiie _fur oll- und_&teuer- wexen und für Handel und Verkehr hielten beute Sißungen.
In der gestrigen Siyuxig dcs_ Brandenburgif_chen Provinzial-Landtages bildet? _die Errichtung eiiies Denkmals für Seine ngenät weiland _Kaiser Wilhelm 1. durch die Provinz d_en erstenGegcnftand der Berathung. Der Landes-Dirxktor Jreihexr von Manteuffel begründete den vom Prodmziai-Ausfchuß dem Laydiage vdr- aeiegten Antrag. Es sei vom _ObewBiirgerm-eijtxr Boie: Potsdam seiner Zeit die Errthung eines Kaijer-Denk- mals auf der Langen Brucke zu_ otsdaixi gngcregt worden; auch seien dazu Beiträge in erfrrulichcr Weiie eingegangen._ Der Ober-Bürgermeifter Boie habe sich im weit__eren an die Provinzial- vertretung um ein? namhafte Unterstußung _qewandt; Der Provinzial : Ausschuß ser fich indessen daruber einig ge- «worden, dirsem Gesuch nicht Folge zu geben, und habe it_1 seiner Sißuw vom 15. Januar d. J. beschlossen, dax; lieber die Zrovinz dem großen Kaiser em _Denkmal se en solle. Dieser Enijchluß set, sd theilte Freiherr o_on Manteuffel mit, dem Kaqer zu Ohrxn geko_mmen,_ und Seine Majestät hätten aus rigerzer Veranlaßung Sich zu ihm _mit Be- friedigung darüber auSgexprocheii und auch _den Piaß, die Lange Briicke zu Potsdam, als geeignet erklart. _ erner babe Alierhöchfiderseibe dch Augenmerk auf den vom Bi dbauer PL“?- feffor Herter aiischubrten DeykxnalsEntwmf gelenkt, der die volie Zustimmung Seiner Ma1eiiäigrfunden have. Namens des ProvinzialMuL-ichuffes beantrage derber der Laydrs-Dirrkwr: „1) Der Provinzial-Landiag wolle iich im Prinzip mti der Errichtung eines Kaiser Wilhelm-Denkmals duxci) die_Provmz einverstanden erklären, - Und 2) den Aussäiuß ZU e_iner Vor? lage darüber für die Tagung des Landtages 1898 ermacbtigeri.“ Der Laudtag nalim ohne jede Beraihimg dreien Antrag ein- iimmi av, _ _ _ _
s AJcnds ? Uhr faiid daiixi im Englischen .Yiiiije das Diner statt, weiches drr Ober-Präiidrm,_ StaaW-Mmmex ])]: von Achenbach alijäiiriici) drir Miigliedern _des__Provinzial:L_an_d= tages giebt. Seine Majenai der K_aixer iind Konig waren, wie in den Vorjahren, der E_i_ni(1d1tti_g des Ober: Präsidenten gefolgt und i_rafcn gegewé Uhr im EtiJYschLU
aufe ein. Während drs Diners erhob Uck) de_r Ober:Praiident, Liaats-Minister ])1'. von Achenbach und hielt etwa folgende
a e:
AnspFDci? Verirrter der Provinz Brandsiiburz feiern ÖAV? kin bohes Fest, denn Ulisék Kaiser iii wiedér in unirrrr Mitte!_ Ibm _klopsen unsere Herzen iubslnd entgegen, Ibm gelobcn wir buldigkrd au_7§_n€ue alte Treue! Srii Iabrbmiderwn iteben die Braadenburgxr mii ibrsn Fürsten zusammen, insorzderbeit rnit dkn beénzoiiérn, die “sie zu des Reiches Herrlichkeit geiübrt [)be- Jéder_ Brandriibiirzsr weiß, daß er dsn Aufschwung und die Z).)éachiiieUung ?rinrs Vak.:- landes «Urin ibnrn zu_ dkrdaiieri bai, ailkn _doran drm brimgegangenxn „großen Kaiser, ieinem _ bxirenbartrn _ Sohne und ugssrem gklirbien jeßigcn »Nrrn und Kaiser. Vor zwéi _Jabrrn siandrn SeineMairstät an drr fiziiisibsnKÜsie amÉrabr de§_Ho_benitaufrn- Kaisers Friedrich 11. Und baden wobl Fort deizen &Hrabicbrist JLlesM: „Lic: 011115. irdiqas 151118.“ - „bisr 76in€__A7ch€, _m ailer Weitietn Rubin!" Köynie Ein Wort brffsr Oaiisn aur _Urysrks Ka:!rrs EriäuÖirn Hrrrn Großvater und Vatrr?_ Wir babxn bikr ibre Asche, abrr die JUNI? Welt b;: ibr€n_ Ruhm!“ _Dék Obrr-Präüdent ßsdacbie im writeren dsr fribiigritriltrn Auxgabe Seinrr Majestät des Kaisrr§,den Frieder zu erhalten, die Wierb_ochit- derselbe auch bis in die [Wien Ta.:e eriüÜt babe.__Er gxdacbtd irrnrr der Frirdenkwerke Seiner Mairität in_ drr Durrbiiibruxiß drr iozialen Gesesgebung Seinks GroßvatrrZ, dté Tiiirrbdckziidxxikibe zu cixixm gewiffen Absckyluß gebracht,. _ ,da-5 _wriiziiis ExoZt€_ aber, fuhr er fort, ist dcr Erlaß; drs Bargriiickxcn _Ocieyyuckes. Alz Friedrich 1]. mit dem Preußiirben aiißxnwin-211_Land_r_€chi das erste deutsche Ges-ZZ gab, brcicb aii: _ W€[t_ m _LTIMM aus. Abcr Es galt dock) mar ?Ür_ Préuxen;_ ZCHT _?!de “ÜL, Drui- scben untrr einem bür*erlichrn_ GékéZ x,?(inigr: cin Zu- stand, den die? Gkskbi ir Uni:).“ss _ Vaxsriaxides n:? _ zu- vor zu verzrickxncn Zebabi bat. Liuch aui ds_m Grim? dcr ?OZ!Q_[_M Hilfe, christlicb-“r Förderunxi mik k2rchiicher PALIT "cbt Unier Kurier obrnan, in der Initiativr Tür die irsiste k_urch_S-?ixx Hob? _Exmabiin untcrsiüßt. Nicbt mindkr wan ?*kiiicrböcbiidrrieibe -2€inc_FUri_orgr der Landwirtbicbait Und dem 'Harry-ri zu. ._VZTTJQUIK rvir wa dc?- balb, sckoaarsn wir 11115 als balanr iim Er_me F:kri_-3 und ruirwwir Ibm in unersÖütterliÖYr teu? zu: _Unier grlirbtxr Kaixer' König und Hrrr, uxier Markgrai l_ébe bock)!“ _ _
Die Versammlung stimmte begeistert m das dreimalig: Hoch cin. _ _
Srine Majestät dsr _Kaiser urid Konig antworteten
aik-baid mit folgendem Trinkwruck):
In brrrlicbem, bildrrreicbrm Schwanz bai iosbsn ker „Herr Obsc- Präsidsnt in Ihrem Namen Ihre H.;idigurg Mir rntzeZ-anrbracbt,
und kann Ich nur von ganzem Herzcn urid ticfgxrübrt da'är ranken.
Ich komme eben JUZ der alien märkischen Haide, wo Ich um-
rauicht war von den alten märkisxben Kiréern im: Eich?» zu ibrrm
Mich, wieder ein paar Stunden unter Ihnen ]ubriugea zu können; dwnderVerkebrmitdeuSöbneadÜerMark i| fürMithWke ein neubelebender Trank. Was die märüscheu Aiken uud Kiefern Mir vorgerauscbt haben, das hat in smniger Weise soeben der Herr Ober-Präfideut erwähnt. Mit hohem Rechte baden Sie speziell Meines Hochfeligen Herrn Großvaters erwähnt, Mein lieber Achen- bach. Unser heutiges Fest, wie aueh die ganze Zeit, sieben fie doch schon unter dem aufgehenden Frübrotb des anbrechenden Morgens, des hundertjährigen Geburtstages dieses Haben Herrn. Da wird der Blick eines Jeden von Ihnen zurückscbweifen in die Vergangenheit. Denken wir zurück in der Geschichte: Was ist das alte Deutsche Reich gewesen! Wie haben so oft einzelne Theile desselben geftrebt und gearbeitet zusammenzukommen zu einem einigen Ganzen, um theils für das große Ganze ersvtießiicb zu wirken, theils um den Schuß des gesammien Staats gegen äußere Eingriffe zu ermöglichen. Es ist nicht gegangen: Das alte Deutsche Reich Wurde verfolgt von“ außen, von seinen Nachbarn und von innen durch seine Parteinngen. Der Einzige, dem es gelang, gewissermaßen das Land einmal zu- sammenzufassen, das war der Kaiser Friedrich Barbaroffa. Ibm dankt das deutsche Volk noch beute dafür. Seit der Zeit verfiel unser Vaterland, und es schien, als ob niemals der Mann kommen sollte, der im stande wäre, dasselbe wieder zufammenzufügen. Die Vor- sehung schuf sicb dieses Instrument und suchte sich aus den Herrn, den wir als den ersten großen Kaiser des neuen Deutschen Reiches begrüßen konnten. Wir können ibn Verfolgen, wie er langsam betan- reifte von der schweren Zeit der Prüfung bis zu dem'Zeitpunkt, wo er als fertigxr Mann, dem Greisenalter nabe, zur Arbeit berufen wurde, sich Jahre lang auf seinen Beruf vorbereitend, die großen Gedanken bereits in seinem Haupte fertig, die es ihm ermöglichen sollten, das Reich wieder erstehen zu [offen. Wir sehen, wie er zuerst sein Heer stelit aus den dingbaften Bauernsöbnen seiner Provinzen, sie zu- sammenreibt zu einer kräftigen. waffengiänzenden Schaar; wir sehen, wie es ihm gelingt, mit dem Heer aiimäblicb eine Vormacht in Deutschland zu werden und Brandenburg-Preußen an die führende Stelle zu saßen. Und als dies erreicht war, kam der Moment, wo er das geiammte Vaterland aufrief und auf dem Schlachtfeld der Gegner Einigung berbeifübrte. Meine Herren, wenn der bobs Herr im Mittelalter gelebt hätte, er wäre beilig gesprochen, und Pilgerzüge aus allen Ländern wären hingezogen, um an seinen Gebeinen Gebete zu verricbtrn. Gott sei Dank, das ifi aucb beute noch so! Seinss Grabes Thür steht offen, alltäglich wandern die treuen Untertbanen dahin und führen ihre Kinder bin, Fremde geben bin, um fich des Anblicks dieses herrlichen Greises und seiner Standbilder zu erfreuen. Wir aber, meine Hrrren, werden besonders stolz sein auf diesen grwaltigen Mann, diesen großen Hsrrn, da Er ein Sohn der Mark war. Daß Gott sich einen Märker ausgesucht hat, das muß etwas Besonderes bedeuten, und Ich hoffe, daß es der Mark vorbebalten sein wird, auch fernerhin für des Reiches Wobl zu sorgen. Zusammen- grfü-gt wie Eins ist das Hobenzollerscbe Haus und die Mark, mad aus der Mark stammen und in der Mark wurzeln die Fäden unserer Kraft und unseres Wirkens. So lange der märkiscbr Bauer noch zu Uns sirbt und Wir dessen gewiß sein können, daß die Mark Unsrrer Arbeit enigegenkommt und [laß hilft, wird kein Hobenoner an seiner Aufgabe verzwsifeln. Schwer genug ist fie, und schwer wird si: ibm gemacht: Ick meine eine Aufgabe für uns Aike, mögen wir sein, wer und wo wir woilen. Zu dieser Aufgabe mit uns das Andenken an Kaiser Wilhelm den Großen, und in dieser wollen wir uns um ibn, um skin Andenken Warren, wie die Spanier einst um den alten Cid. Disse Aufgabe, die uns Allen aufgebürdet wird, die wir Ibm gegéuüber verpflichtet sind zu übérnebmen, ist der Kampf gsgen den Umsturz mit allen Mitteln, die uns zu Gc- boie stebrn. Diejsnige Partei, die TS wagt, die staatlichen Grund- lagen anzugreifen, die gegen die Religion fich erbedt und srlbst nicht Vor der Pétion des Allerböchsten Herrn Halt macht, muß überwunden Werdsn. Ich werde Mich freuen, jkdes Mannes Hand in der Meinen zu wissen, sei er Arbeiter, Fürst odrr Herr - wenn Mir nur gr- boifen wird in diesrm Gefechte! Und das Gefecht können wir uur firgreich durchführen, wean wir uns immerer des Mannes erinnern- dem wir unser Vaieriand, das DrutsÉe Reich, vrrdanken, in deffen Nähe durcb Gdites Fügung so mancher brave, tüchtige Nathgeber WU", der die Ehre baiie, seine Gedanken ausfübren zu dürfen, die aber alle Wrikzeugr seinrs erhabenen WoUens waren, erfüllt von dem Grisie dieses Erbabknsn Kaisers. Dann werden wir richtig wirken und im Kampfe nicbt nachiaffen, um unser Land von diéser'Krankheit zu befreien, die nicht nur unser Volk durchseucbt, sdndkrn auch das Familicnleben, vor aürn Dingen aber das Heiligfie, was wir Deuiscbe kennen, die Sieliung drr Frau, zu erschüttern trachtet. So boffe Ick Meins Märker um Mich zu sebrn, wenn sich die Flammenzeicbkn ent- büiien, und in diesem Sinne r*.iie Ick: Die Mark, die Märker Hurrab! Hurrabk Hurrab!
Im Monat “Januar d. I. haben 367 Schiffe (gegrn Z91Scbiffe im Januar 1896) mit einem Netto-Raumgehait_von 108 011 N;“gifierions (1896: 525113 Registertons) denKarser Wiibrlm = Kanal benusi und, nach Abzug des auf die Kanalabgabe in Anrechnunq zu bringenden Eiblootsgeldrs, an Gebühren 56995 riß (1896: 37 157 „FH) Mfkichiek.
Dcr Brvoiimäcbiigte zum Bundesrats), Königlich württem- bergische Ober-Kricgsratb von Landbeck ist nach Stuttgart abgereist.
Der Bevollmächtigte „um Bunderatb, Senator der freien Hansestadi Bremen 131". arcus iii hier angekommen.
Laiii ixiegrapbis kr Meldungen an das Obcr-Kommando der Marine ist SM. S. „Arcona', Kommandanthrvetten: Kapitän Becker, gestern von Pagoda Anchorage in _S_ee Zegangen; S. M. S. „Hyäne“, Kommandant Kapitan- Iieutenant Becker, ist am 23. Februar in Moffamedes axi- gekommen und beabsichtigt, am 1. März nach Loanda in Zce zu geben.
Posen, “26. Februar. In der gestrigen (Z.) Plenar-
sißung des Provinzial:Landtages wurde_ zuziächst über den Antrag der Landwirthschafiskammer auf Einfuhrung der
[Lbendigen Ebenbild, xu déi“. Uiärkix'äpxr. Männém, und Ick 7"er
berathen. Nach me " 4 ' - Debatte wurde» beschissen, r eit von der Einkühmg der Versicherung abzusehen. LT:: [dung eines außerordemllrhen Meliorations : Fonds wurden sodann für 1edes Jahr 24000 ck uiiter derB- dingung bewilligt, daß der Staat zum gleichen weck einen [ährlichen Beitrag von._ 40 000 ckck leiste. ach- dem alsdann über die Abanderung_ der Besoldungs- Ordnungen für die Lehrer an dxn Provin iabTaubftummen- Anstalten sowie an den Provinual : Eizie ungsanstalterz Bc- Lchluß gefaßt war, nahm die Yerfammlun von den Berichten es Landeshaupiinanns für die Jahre 1 -95 und _1890/96 über die landwrrt schaftlichx Beru enoffenschaft, die Bau- Unfallverßcherung, _ie Provinzial-W itw_en- und Waisenkasse, die von der Provinzialverwaltung gefuhrten Yk effe, die Veränderun en in den Verhältnissen des Grun iYes_ der Provinz, as wangSerzichungswesen, d1e_ Irrenpslege, Bau und Einri tung der Irrenanstalt Dzielanka, das Taubstummenwesen, das__Blindenwesen und die Landes- kultur-Nentenbank Kenntniß._ Dem VorschlaLZe des Lgndes- bauptmanns, eincn Bejchluß _ ch . Provinzial: Landtages, betreffend die Bewilliguxig voti 140000 _oké ur Unterbringung von Zwangßzoglmgen i_n Provinzial- Ylnstalten, außer Kraft zu sehen, wurde _zugeitimmt und der Etat für das ZwangSeriehungSMsxn fur 1897/98 _u. f. I. auf 109500 „46, der at für die Provinzial:Erzzehungs= anstalt in Schubin auf 53200 «_ und derjenige der Prodinzial-Erzichungöanstait in Zerktviß auf 33700 .“. fest- gestellt. Dem Verein „Zoologischer (Garten zii Posen“ wurde eine einmalige Beihilfe von 1500 „M bemiUM; _Gesuche mehrerer Schulvorsiände um_ Gewährung _von ihilfen_ zur Einführung desHandfertigkeitruntemchts m den Gemeinde:"- fchulen wurden abgelehnt. _ _
In der heutigen (4.) Plenarsißung_ivurde _die Vor- lage des Provinzial-Ausschuffes, betreffend die Bereitsteilung von Mitteln für die Förderung und Unterstußung _des Baues von Kleinbabnen innerhalb der Provinz i_md Eraanzung des Kleinbahn-Baufonds durch Aufnqhuie e_iner Anleihe vdn einer MiUion Mark bei der Provinzial-Hil skaffe, genehmigt und die Entscheidung darüber, von welchen _ edmgungen oder Vorbehalten die Bewilligung _voii Unterstußungen _an Klein- bahnbau:Unternehmrzngex abhangig_ z_i_i i_nachen sem werde, dem Provinziai-AUSWUZZ unter Beruckjickitigung der Besonder- heiten des Einzelfalles uberiaffen.
Elsaß-Lothriugen.
Der Landcsausscbuß erledigte in seiner vorgestrigen Sißung den Etat der Verwaiiung der dir_ekten Ste_uern, des Kataster: und Vermesungßweiens, den außerordentlichen Etat der Katastecerneuerung und den Etat der Verwaltung der Finanzen und Domänen - allgemeine Einnahmen und Aus- gaben - in zweiter Lesung.
Oesterreich-ngaru.
Der Ministér drs Aeußern_Graf Goluckxowsbi empfinxz gestern den russischen Boischaxier Grafen quniii. _ (_Iras Kapnist verweilte ungefähr eine halbe Stunde bei dem Minister.
Großbritannien und Irland.
In der gestrigen Si ung des Unterliauseé stellte, wie „W. T. B.“ berichtet, rnn Robertß die Ansrg 8 an die Nrgirrung, ob im Nodcmbcr 1895 eme curopäi che Groß: macht Großbritannien vorgeschlagen habe, gemeinsam mri anderen Großmächten in die Dardanellen emzufahren urid sich des Sultans zu bemächtigen, und was die Regie- rung auf “dicssn Vorschlag geaniworiet habe. Der _Par- lamrnts:Srkreiär cs AuZZwärtigen Ciirzon erwiderte, es sci kein derartiger Vorxchiag der briiijchen Regrerurig gemachi worden. Bryce frczgte alsdann, o_b _glso die Erkla- rung des französischen Ministers dcs Auswgrugexi Hanoiaux inkorreft gewesen sci. Der ParlqmentS-«ekreiar des Aus- wäriigen Curzon erwiderte: „Nein! Es wiirde grfragié ob ein solcher Vorschlag uns gemacht wdrden sri. Diese zrgge babe ich beantwortet. Ich weiß nicht, das; d_er Minimet Hariotaux etwas Über einen uns gemachten Vor1chlag gesagt hätte.“ _ _ _ _
Jm .,Tnitizä 1,1111)" zu London hielt gestern der_Par: lament-z-Zekretär des AuSwärtigen Curz_o_n eine RCDS, in der er ausführie: die Großmächte seien sur Kreta vxranr- wortlich und könntsn nicht zugeben, daß nian sich i_iber sie binwegfeße. Krin anderes Land, Wie edel _1mmcr_seine Gc- fühle sricn, Habe das Recht, den Großmachicn _1hre Auf- gabe? aus den Händen zu_ nehinen. Wenn die Mäcbie die Aufständischen nicbt b sch0179n baiien; wurdeii VTCUAch1 die angescbifftcn interwaiioraicn MZiinichastcn zu einem schiwpx- Lichen Rückzug auf ihre__Schine grzwunch wordrn ):in. Curzon fügte hinzu, die Loiuiig dsr krrtischen Frage 181 haupt: sächiicb der Jnitiaiivr Lord Haiisburizs „zu vrrdanken. __
In der gestriacn Sißiing des parlamentarijchen UntersuchungH-Ausschmses uber den Einfall Zam?- son's in TranSvaal verlas der Stgaiswxretär tur die Kolonixii Cbamberiain cin Tclegramni OLS fcuhrren Gouver- neurs dcr Kap-Kolonir SirHsrkuies Robinson vom 24. _d, M;, worin der [eßiere mittiirili, essciwabr, dgß er vertrqulich mit Rhodrs die Möglichkeit besprochen habe, in_i FaUe _cine§_ Aufz siandrs in Johannesburg dorthin ziigchen,eine_etwaige,hieraiis bezüglicbe Miiibeiiunq an die Neformleuie xedqck) ohne sem Wisssn erfolgt sei. Ehe er den Bericht uber dix: Aussagen Rbodes' gelesen habs, habe er nicht gewußt, dax; das Wort „Chairman“ sich auf ihn bezogen abe. „Hierauf nahm Blake das Verhör wieder auf._ _Rho _es saaie aus, er habe seinen Sckretär Harris, welchcr witze Plane vollkommewgekanxit hab?, angcwiesen, verirauiicbe Mittheiiungcwdn Perioan in England zu machcn, wsbei rr mel dem Er_rn_i1,1en Heris uber: [affen habe. Die von Harris erhalier-en Briefe: und Keie rgmme habe er nicht nach England miigcbracht. In Brirrffseiner Er (arung über die angibiich beharrlich _unfreundlicbe Kaltung Trans- vaals grgeri die KawKolonix bisragt, erklärte _ hodeß, er habe Vorstellungen an den Präjidxntrn Kruger _mchi fur Erfoig vrriprccbend grhalten. Selbst im „gegenwartigen Augenbligk werde er Rhodcs) für die Veranlanung dazu gehalten, dax; der räéidcnt Krüger die Richter unter _dte Kontrole des oiksraads zu stellen wünjche. Dzs _weiteren erklxirte Rhodes: nicht er, sondcrw _der Aussckwß babe daruber zu urihrilen, ob seine Beiheiligung an den Vorbereitungen des Einfalls Jameson's mit_senier_SteUung als Premier- Minister unvereinbar gewesrn 1er; in jedem Fuge aber babe er demissioniert. Blake mies aus die Erklarung Rhodeß Über den Einfluß einer fremden Macht in TranSUaal hm
Versicherung von Pferden urid Rindoieh gegen Milzbrand
urid fazis, rr schließe 'ich vollkommen drr Ansicht Nhodes' an,
ski nicht geeignet, der Insel dcn
deeselbe- . nd ' ' annahm de. “Zade- WÜRFEL fceufe'krfichdzesdeaß dies der FW sei; [an
N wenn -er seine Gründe auer usesen hätte, so könnte dies Schaden anrichten und bei einer befreundeten Macht Etre kung verursachen. Blake warf em, wenn es *sich um eine ?inmde Macht handele, so werde die Angelegenheit eine Reichsfra e werden. Rhodes gab dies u, sagte aber, die Details eien lokaler Natur. Die Politik ransvaals sei die gewesen, eine fremde Macht einzumischen. Er habe die Frage mit verschiedenen Gouverneuren im Kaplande besprochen. Wenn der Einfall gelungen wäre, so würde die Union Süd - Afrikas zu stande gekommen sein, von der die Chartered Company einen großen Vortheil *" ge- habt haben würde. Er hoffe, die Union noch herbeiführen zu können. Hierauf fra te Labouchére, ob Deutschland die erwähnte fremde Macht ei. Rhodes bejahte dies; er laube, der Präsident Krüger -abe gewünscht, den EinflußDeuts lands in das verwickelte St) em in SütßAftika einzuführen. Als Beweis hierfür verlas R odes AUSzüge aus einer Rede des Präsidenten Krüger am eburtstaÖe des Deutschen Kaisers im Jahre 1895. Rhodes deutete die ede dahin, daß Krüger be- abfichtigt habe, ohne Zustimmung der Königin Victoria einen Vertrag zuschliesien. (?) Die Politik TranSvaals in ihrer ganzen Richtung begünstige die Ausländer, besonders die deutschen, gegenüber den „Holländern und Engländern. Die Holländer vom Kap hätten keine Aussicht, eine Anstellung zu er- halten. Die Buren versuchten, den Handel von den britischen Häfen nach der Delagoa-Bai abzulenken. Rhodes wies auf eine Rede des Staatssekretärs des drmschen Aus- wärtigen Amts Freiherrn von Marschall hin, in welcher derselbe gegen ein Handelsbündniß der südafrikanischen Staaten Einwand erhoben habe, da dies zum Ausschluß der deutschen Waaren führen würde. Er (Rhodes) sei bereit, seine Erkläruna, daß die Verwaltung Transyaals korrupt sei, zu bervxisen. Rhodes gab sodann eine längere Darstellung der Beichwerden der Kap=Kolonie gegen TranSvaal. Die Re- formen in TranQvaai würden sicherlich kommen, aber in ver- faffungSmäßiger Weise. Rhodes sprach Chamberlain von jedweder Kenntnis; des Einfallsx frei; Chamberlain habe nur im allgemeinen davon Kenntniß gehabt, daß in JohanneHburg Unruhen ausbrechen dürften. Frankreiäj. Der Senat begann gestcrn die allgemeine Berathung des Budgets für 1897. _ Dcr Teitpunki für die Einberufung ,der Mann- 1_chaftcn es Beurlaubtenstandes zu den ihnen ob- liegenden Dienstleistungen soll, dem „Avrnir militaire“ zufolge, in Zukunft gemäß einer vom KriegS-Minifter erlaffenen Verfugung durch die Korps -Kommandanien und den Militar - Gouverneur von Paris bestimmt werden, welche denselben so zu wählen haben, daß den Wünschen der arkerbautreibenden Bevölkerung möglichst Rechnung getra en wird. Für die Marinetruppen hat der zuständige Mini?:er fur daS laufende Jahr allgemein angeordnet, daß die Dienst- leistung vom 23. August bis zum 19. Septemberftatifinden soll.
Rußland.
Der russische Gesandte in Athen Oma ist, wie das „_Journczl de St. Pétersbourg“ meldef; in St. Petersburg emgctroffen, um der Vermählung seiner Tochter beizuwohnen. Derselbe wird sich demnächst auf seinen Posten ziirückbegeben.
Dem Adjunkten des General-(Houverneurs in Warschau, Geheimen Rath Petrow, wurde befohlen, dM Sißungen chSenats brizuwohnen, und demselben der Dank des Kaisers für die vorzügliche Vertretung des Gencral:©ouver- neurs seit der Erkrankung dcs Grafen Schuwaiow aus-
gesprochen. Türkei.
Das Wiener „TeleFraphen-Korrespondenz-Bureau“ bericbtct au6_ Konftantinope , daß die Sendungen von (Ge: schußen, Mausergewehren und Munition nach Adrianopel fortdauerten. Es sei beschlossen worden, die Einberufung nnd Einstellung der Rekruten des Jahrganges 189- fruher als sonst durchzuführen. Nack) ciner Meldung ixus Janina seien 10000 Mann griechischer Truppen in Arta zusammengezogen.
_ Wie das „Reuter'sche Bureau“ aus Saloniki von gestern erfährt, werden dasclbst die militärischen Vorberei- tiingcn unaufhörlich fortgeseßt. Mehrere Nedif-Baiaillone seien bereits mobil und marschierten gegen die griechische
GrMZL. Tus Kandia von gestern Abend meldet die „Agence chas“, daß cs zwischen den von dem Gouverneur bewaffneten TU_rkxn, welche aus der Stadt gezogen worden seien, um eim estralegischePunkte zu beseßen, und den Christen zu einem 11 a xnmenstoß qefommen sei. Lcßtere hätten dabei schwere Jerlujte er_liticn. Die Befehlshaber der im Hafen angekommcnen Kricg§schif7e hätten bei dem Gouverneur gegen die Verleßung des Waffenstillstandes Einspruch erhoben.
Dem Pariser „Eclair“ ist aus Kauen die Nachricht zu: geganZen, daß der griechische Dampfer „Theseus“, mit drei Krtkchijchen Deputirten an Bord, von einem britischen Torpedo- oote qngebalien und nach der Suda=Vai gebracht worden sei.
_ Die „Daily News“ melden avs Kanea von gestern: Die Lage werde zunebmrnd kritisch. Außer den türkischen Truppen seirn 8000 kampffäbige Mobamedaner in der Stadt; Yése seien sämmtlich schwer bewaffnet und durchzögcn die Piraßen unter Gewehr. Gegen dieses Element einer mög: kaLZ_Gefahr seirn seitens der Mächte weniger ("ils 800Mann ,L L . '
Griechenland.
„ Die „Politische Corrcspondenz“ meldet aus Athen, daß die Vertreter der Mächte die Reklamation Griechen: lands in Brtreff des Bombardements dahin beantwortet Wiler), daß die Verantwortlichkeit hierfür, wie für alle künftigen deinlichen Eventualitäten, ausschließlich das in seiner bisherigen Haltung vcrbarrende Griechenland treffe.
Die „Agence Havas“ berichtet, daß auß der in Athen l)M'schenden Stimmung bervorgehe, die Autonomie Kretas 1Mrde als eine unannehmbare Lösung angesehen; dieselbe rieden zu ebrn, weil die Anmesenheit türkischer Truppen ein lement bestandigcr Unruhen _lldcn würde. Da die Türkei mit starke_n Truppenzusammen- Yehungen an der Gren e vorgehe, sciGriechenland entschlossen, 1? _nothwendigen Ma nahmen zu ergreifen, um jedem An- Ufie vorzubeugen. Y_Deputirte der Maxorität hätten eine
ersammlung an ckündigt, in der ein Beschluß efaßt werdcn
“US, de: der Rea erun vorstellig zu werden, da dieselbe auf
Ihre Agitation hat der LandwirtbsCbaft selbt ncscbadi't, das
"Anfang genommen. _
cingetr en Privattelegramm habe der König
zunehmen, Rumänien.
längert worden. Der Präfident des Senats Demeter Ghik a ist heute
gestorben. Bulgarien.
Auf die Glückwünsche, welche das dip_lomatische Korps gestern dem Fürsten Ferdinand zu desen Geburts- tage darbrachte, antwortete, dem „W. T. V.“ zufolge, der Furst , _er fasse seine Mission als eine hervorragend friedliche auf. Sem Streben sei ein zivilisatorisches, humanitäres. Die Vertreter der Mächte würden in ihm stets einen Mitarbeiter bei dem genzeinsamen Friedenswerke finden.
Der Konig von Serbien wird am 1. März in Sofia eintreffen und am 4. _Abends von dort wieder abreisen.
Der Finanz-Mimster hat der Sobranxe einen Gefes- entwurf vorgelegt, durch welchen die Regierung ermächtigt wird, behufs Bezahlung der geplanten Eisenbahn- und Hafen- arbeiien Schaßbons bis zum Betrage von 20 Millionen aus- zugeben.
Amerika.
Der spanische Gesandte in Washington hat, wie „W. T. B.“ meldet, die Regierun der Vereini ten Staaten benachrichtigt, daß der in Hgavannah in Hai? be- findliche amerikanische Staatsbürger Sanguily begnadigt worden sei.
Das Repräsentantenhaus hat mit 279 gegenZStim- men eine Bill, betreffend die Förderung einer inter: nationalen bimetallistischen Konferenz, angenommen.
Asien.
Zn Madrid eingetroffenen Depeschen_ aus Manila zu- folge ist es daselbst am Mittwoch zu großeren Unruhen e- kommen. Haufen von Tagalen und Eingeborenen griffen ie Gendarmerie-Kxaserne und die Kaserne der Zollwächier an, auch machten sie einen Offizier und vier Spanier auf der Straße nieder. Die Truppen stellten die Ruhe wieder her, wobei zweihundert Aufständische getödtet und _zahlreiche 5Yersonen verhaftet wurden. Die Aufständis en beabsichtigten, die ruppen von einem Angriff auf Cavite a zuhalten.
Afrika.
Aus Tanger meldet die „Agence Havas“, daß der Kaid des Stammes der Uled Freidi mit Leiner ganzen Familie in seinem Palast bei Maze: an ermor et worden sei. Es YU ein Racheakt seitens der einer Verwaltung unterstehenden
evölkerung vorliegen. _ Unter den Kabylen in der Um- gebung von Melilla seien Unruhen ausZebrochen.
Der „Tribuna“ wird ausMass owah berichtet, der Chef des Generalstabs _habe den europäischen und eingeborenen Notabeln eine Depe che des MinisterZ des Auswärtigen Vis- conti Vendsta mitgetheilt, worin es für durchaus unbe- gründet erklärt werde, daß die italienische Régierung daran denke, die erythräische Kolonie aufzugeben; im (Gegen- tbeil, die Regierung beschäftige sich eifrig mit der Frage der Hebung des Wohlstands der Kolonie.
Die „Times“ meldet aus Johannesburg von gestern: wahrscheinlich werde eine Neuernennung des Obersten Gerichts- hofeds erfolgen; Essclen solle oberster Richter an demselben wer en.
Parlamentarische Nachrichten.
_Die Berichte Über die gestrigen Sißungen des Reichstages_ und des Hauses der Abgeordneten befinden fich m der EMM Beilage.
_- Das Haus der Abgeordneten feste in der hruiiFen (39) Sißung, in welcher der Minister für Land- wirih chqft xc. Freiherr von Hammerstein zugegen war, die zweite Brrathung des Etats der landwirthschaft- lichen Verwaltung bei den dauernden Ausgaben ort. Abg. Knebel (nl,) lenkt die; Aufmerksamkeit der Re terung auf di? schwierige Lage des landwirtbicbafilicben Kleinbesißes Lm Westen. Neben der örderung des Genonenscbaftswesrns set die Hebung des geistigen ideaus der kleinen Befißer das beste Mittel zur Hebung ihrer wirtbfchaftlicben Lage. Der Fortbildungsscbul- unterriobt müsse fich an den landwirtbjcbaftlicben Betrieb, besonders dkn landwirtbfchafilichen Kleinbetrieb anfchlie en. Die landwirtb- schaftliche Winterscbule sei die eigentiickoe Fa schule für den Klein- bauer. Und dieses Winteijchulwesen sei ix_i erfreulichm Aufschwungs begriffen. Jm Zusammenhange mit dieien Schulen ständen die Wanderlebrer, die am besten in der Lage seien, das praktische Löben kennen zu lernen und das Vertrauen der Bkvölkerung zu gewinnen. In der Rbrinprovinz beständen 30 Winterscbulen. Die Kosten des Wanderiebrrrthums trage der Staat, die der Winterschulen die Provinz. Leider Zei ein Antrag des landwirtbschaftlichen Vereins auf Erböbunéi der Zu chüffe für die Wanderlebret abgelehnt worden; obne diesen rr ,öbicn Zuschuß werde eS nicht möglich sein, 4 neue Winter- schu_len zu erricbtkn. In dieser Verweigerung der Mittel scheine ein indirckirr Zwang zur Errichtung einer Landwirtbscbaftskammer in der Rbetnprovinz zu liegen. _ _ Abg. Rickert (fr. Vgg.): Die Ziele des Vorredners tbrile ich vokikommen. Es freut mich, daß der Abg. Gamp in seiner gestrigen programmatischen Rede den Antrag Kaniß nicht mehr in den Bordst- grund gestellt hat. In diesem Antrags liegt in der That eine Ge- waltmaßregel, eine Expropriaiion der Besißenden und eine Annähe- rung an die Sozialdemokratie._ Diese Erkknntniß dämmert auch schon auf agrariscber Seite. (Gewundert hat es mich, daß ein Vertreter der HandclSVerträge, wie Herr Szmula, die Einführun des Wollzolles verlangen konnte; eine solche Forderung ist zur eit ganz unaus- führbar und kann nur cinen agitatorischen Zweck haben. Eine kaorm der Unterstützungswobnsiß-Frage halte auch ich für notbwendi ; in solchen praktischen Din en werden die Landwirtbe mich steif; QUYÜHWY Seite finden. Da die gemi chtc'n Transitläger überall abgeschafft werden sollen hat auch de chierun nicht für möalicb erklärt, sie [ind namentlich in den Srestädtrn ncht zu entbehren. Will man d e Zollkrcdite abschaffen, so muß man alle Zollkredite ab- schaffen, auch die für Zucker u. im Herr Gamp hat mit grausamer Härte das Verdienst um die An hebung des Identiiäionachwcises mir entriffen und für sich in Auspru ckenommen, er hat daran nur ein latentes Verdienst. Wäre es nach bm gegangen, so hätten wir noch heute den Identitäwnachwciß. In dem Kampf gegen die Börse haben die Herren von der Rechten ni t viel Lorbeeren rc"_rntr_t. a“ e n
einsichtiger Landwirt!) zu egrbcu. Der Julandyreis ist abhängig vom
? Politik des Wid andes beharre. Die Ausschiffung von
Lebensmitteln auf Kreta habe in Plaian ab mit Erlaubniß der Admirale, die sicb nach Suva begeben hätten, ihren _ Dagegen meldet das „Reuter'sche Bureau“ nach einem gestern Nachmittag aus Athen in London von Griechenland beschlossen, die Note der Mächte an]-
Die Session des Parlaments ist bis zum27.März ver-
selbe Gestalt bei der Erstaufführung verkörpert. Barth,
schossenen Försters darsteUte. bisher dcm Theater des Westens angehörte", verfügt übrr cini" an- m_utbige Erscheinung und eins schlichte, rübrondc Ausdruckswi'ise'. die" bier ganz besonders gut am Platze war. Auch sic brbcrrskbtc dcn Dialekt vollkommen.
Schmasow und Walden, würzte und ebenso die verdienen cbenfa s voile Anerkennung. Werk, wie oben erwähnt, begeistert auf und rief am Schlaf; nail) dcm Dichter, der indessen leider durch einen Vortrag, den er im ,Vcrcin Berliner Presse“ hielt, Verhindert war, der Vorstellung beizuwohnen.
künsilicbm Mittel bebcn die Preise, nicht. Natürlich paßt es den _ Herren nicht, wenn der Verein Nordost; anderer An icht rst. Man spricht von Heßreden, während“ man unsere Ver ammlungen auf jede Weise zu siören sucht. Redner
kommt auf die Niebtbestätigmig der beiden freisinnigen Amtsv eber- Kandidaten in ommern zurück und schildert die Angriffe der Lat:,d-iftvittbe ür Kleinbabnen, führte er weiter aus,
bereit_geftellt werden.
gegen diese bei en Herren. muffen noch grö ere Mitte Ueberall, wo es angebracht_ ist, so te man lieber Keinbabnen als Cbauffeen bauen. Die Einfuhrung eiiies incböqmts für Bakteriologie, die Herr Schultz- Lupi beantragen will, mochte ich der Regierung dringend ans Herz legen. Sol e praktischen Zwecke _sind besser als die Phantasien des Bundes der Landwiribe, wie sie in einem Zeitungßartikel zum Ausdruck ge- kommen sind. Dort macht man Plane, wie es im Jahre 1922 im Rethage _ausseben wird: Der Antrag Kaniß ist durchgeführt, die oldwabrung abgeschafft; alle anderen Wünsche der Agrarier End erfüllt, und in einer Reichstagsfivung spricht der ' ba. Müller der Regierung seinen aus. Mit 360 gegen 13 sozialdemokratiscbe Stimmen wird dieser Dank dosiert. Zentrum ist weg, Freisinni € sind weg, alle? ist_ Weg, iiur noch Herr von Plötz und keine Ge! nnungsgenoffen sowie die_ Sozialdemokraten sind übrig. Anstatt immer zu schreien, sollten die Herren das Wort beberzigen, das einmal ein praktischer Landwirtb und _besonnener Mgnn, dcr Abg. Schulß-Ludiß, gesprochen bat: Verzagen ist Unkraut, reißt es beraus; nur Arbeit und Tbaikrafi erbauen em HauS!
(Schluß des Blattes.)
Dank dafür
Arbeiterbewegung.
Aus amburg wird der .Frkf. Ztg.“ zur Cntwickelun der Arbeiterver UW??? nach der Beendigung des HafenarbeiterausstJindes gemeldet: Die drn-Accordarbeiter nahmen trotz der Auf- hebung des _allgewetnen Ausstandes bisher die Arbeit nicht auf. Sie beschloffen in einer Versammlung am Donnerstag, aucb ferner den anJebotrnen Taglobn abzulehnen und die Herstellung des frübrren Ly ntarifuiodus zu verlangrn. Die bestehende Kommission soil nachstens m_ Verbindung mit den Stauern treten zur Anbahnung eines Ausglex Versuch.
Aus Lu e_ck wird der „Köln. Ztg.“ berichtet: Der von den Arbeitnebniern im Bau ewerbe in Aussicht genommene Ausstand wird binfaÜig, da die; rbeitgebcr die ArbeitZzeit auf 9? Stunden berabgeseßt haben. Die Arbeiter battrn, wie der „Vorwärts“ be- merkt, den Neunstundrntag gefordert.
In thbelmshaven beczbsichtigen, Liner weiteren Mittheilung des ,VorwariS“ zufolge, die Bauarbeiter alier Branchen, Maurer, Zimmerer, Maurer-Arbeitsleute, Tischler, Maler, Dachdecker, Töpfer, Klempner und Schlosser, im kommenden Frühjahr in eine Lobnbewegung einzutreten. Die Forderungen sind: neunstündige ArbeitSzeit und eine Lohnerhöhung Von 10 0/0. Die Arbeitszsit betrug bisher zehn _Stunden.
_ In Friedrichsfelde bei Berlin haben nach demselben Blatt dre Grun-Korbmacher ihren Meistern einen neuen Lobutarif unterbreitet und wollen, wenn ihre Forderungen abgelehnt werden, die Arbeit einstellen.
Aus New-Castle meldet „W. T. B.“: Nach einer Zusammen- kunft der Vertreter der Angesteliten mit dem General-Direktor der Nord- Ost-Cisenbak) n empfahl der Sekretär der Vereinigung der Angesteüten die Wiederaufnahmr der Arbeit, da die Geselischaft ver- sprochen Habe, die Forderungen der Angesteliten nach Wiederaufnahme der Arbeit m_ Crivagiing zu ziehen. DieAngesteÜten haben dem Rat!) ihres Sekretars zugcsttmmt; der Ausstand ist demnach beendet.
VerkehrsMnftalten.
Nach den Cook-Jnfeln (Rarawnga) können von jest ab Fostpackdte _obne Wertbangabe bis zum Gewicht yon 5191; anstatt, wie bisher, 3 kJ) versandt werden.
Bremen, ??.Februar. (W.T.B.) Norddeutscher Lloyd. NPD. „Sachsen", nacb Ost-Asien best., 26. Frhr. Vorm. in Colombo angek. NPD. „Prinz Heinrich“, 26. Febr. Mrgs. Reise v. Port Sardnach Neapcl fortges. SD. „Kaiser Wilhelm U.“, v. New-York kommend, 26. Febr. Vm. Horta passiert. PD. .Willebad“, v. Baltimorekommend, “26. Febr. Mrgs. Dover passiert.
_ Rotterdam, 26. Februar. (W.T.B.) Holland-Amerika- Linie. D. .Scbiedam“, von New-York, ist heute Vm. in A in sie r d am angekommen.
„. Theater und Musik.
Schiller-Tbeater. P. K. Rosrgger's Volksscbauspiel in vier Aufzügen „Am Tage des_GerichtS", welches vor einigen Jahren aeressing- T_heater rnit schönem Erfolge zum ersten Mal in Bkrlin in Scene ging, fand gestern bei ferner ersten Aufführung im SchiÜer-Tbeatcr eine begeisterte Aufnahme. In der That trifft dieses Stück, lsidkr das einzige Bübncnwrrk des Dichters. so gut drn Ton, der für rim“ Volksbühne geeignet ist, daß man seins Einverleibung in dc'n Spicl- plan des Theaters, welches auf breitere Maffrn des Volks crzisberiscb zu wirken bestrebt ist, nur mit Freudrn begiüßcn kann. Dir Darstellung wurde dem Werke in vollstem Maß? gcrecbt. Jm Miiirl- punkt drs Interésses, sowobl wegen seiner vortrefflickpen Rrgicfübrung als auch als Schauspielrr, stand Herr Pairiig, welcher dyn des Mordes an einem örsier verdächtigien Anton Straßl au,? das feinste charakteri erte. Den strirrifcben Dialekt beherrscht Herr Jtegg vollkommen und fand für dc'n Troy, dcn dieser iiderer seinen Verfolgern entgogrnscßt und für di:“ Reue, _die ihn schließlich Vor dem Gerichtshof rrgrcifi. den angemessenen, überzeugenden AuSdruck. Nicht mindkr zu loben ist die Leistung von Fräulein Detscby, welche Straßl's kränklicbrs, darbrndrs Weib, ohne in die Uebertreibun an zu geratben, zu weichen die Nokia leicht verführen kann, darßteilte. Dic Künstlcrin hat dir"- im Lcsfing-Tbcatrr Won cbcndürtig war Fräuie'in junge Wittwr des er- Diefe junge Schauspicikrin, welcbe:
Den beiden Vorgcnanntcn welche als Gast die
Inwieweit sie sicb in wird, wird die Zukunft Nebenrollen, insbrsondere dic wclche die von köstiickocm Humor gc- Spißbubenscenr im Untersuchungsgciängniß spiclrcn. )rrren Voigt, Pauly, Frobocsc', Wintcrstcin u, A. Das Publikum nahm das
bochdcutschcn Yu?"- zciggu. Auch die DNK]! Evbrn,
ab_en bewähren rager der
Theater des Westens. Der i_iestrige Abend brachte drei einaktige Novitäten. von wclchcii
die literari cb unbedeutendste das kleine Schauspiel „Im T rappiftrii - kloster“, den Anfang maÖte. bat bier eine recht sentimentale Fabri znr dramatiiibcn erbcitung erfunden. “ hat und dcsertirrt suchen, wird nach langen Jahren von seinem cigcncn Sohn gcfangcn genommen.
Der Verfasser, Oskar Mummert.
Ein Offizier, der seine Geliebte mit ihrem Kinde dcriasdcn st, um hinter Klostermaucrn dcn Scclcnfricdcn zn
Weltmarktpreis, das ii daz Ll-B-C der Preiobiidung, und
Der altväterigcbe Stoff ist weder seciisib tief criaßt umb
tccuifcb originell bcbandc t. Herr Rias, drr Träger der Handvoll.-