Uebersichtb
es bisher bestandenen
Berh'ältnißes der drei außerteutschen
vinzen
Die drei außerteutschen Provinzen des Preußischen bisher folgenden Ertrag an Staat thx. Gr.“
Staates hZ-ben
gaben FMO“: _ rundsteuern unter verschxede-
8. An
'nen Benennungen ,
für 1818 . b. An Zoll nach 1817
0. An 3chcife und Verbrauchsteuern
-de8gleichen . 8. AnPersonen
de, welche in den altenPr'ovinzen seit 1811 an die Stelle der 1810 dc-m“ platten Lande auferlegten steuer getreten ist.,
für 1818 . 0. An Rein-E monopol nach 1816 . . . k. An Gewer von 1817 . g. An vermischt
werbsr'euern nach den Etats für 1818
,JMNthl. 19Gr.5Pf,' nicht mit in Anschlag gebracht, we]: che die Mennoniten und décJuden m den vormals zum Herzogthume War: schau gehörigen Landescheibm „„für die Bsfreiung vom persönlichen Kriegs: dienste zahlen.
11. Stempelnach dem Ertrage für 1817
Hiebei sind 21
i. Beitrag der
zur General: Servis- Kaße von 1817 ohne Hebekojken, besondern Zuschüße Städte zu ihren ortlichen Quartier:
bedürfnißen
steuer nach dem Ertrage“
des Preußischen Staates.
nach den Etats 1,247,00és
. .
dem Ertrage im Jahre
217011990
. . .
steuer vom platten Lan:
Mahl: nach den Etats inkomm n vom Salz-
den Rechnungen fur
- -
en Personal: und Ge:
altlänDischa-n SMW"
und ohne dic der einzelnen
„
185.665.
. . . . . . .
Summe
7750876437]!
InSbesondere trugen hierzu bci:
“ Ostpreußen:
3. an Grundfteu b. : Zl)" . . . o. : Aceise und
brauchsteuer. . . . 1,382,215 (1. an Personensteuer o. : Einkommenvom
Salzmonopol
k. an Gewerbsteuer .
5. : vermischten Steuern .
b. : Stempeln . .
i. : Servis . Westpreußen
11. an Grundsteuem .
b“. : Zoll . . . 6. : Accise un-d
brauchsteuer . . . . &. an Personensteuer ?. : Einkommenvom
Salzmonoposa . . f. - Gewerbs..uer .
ß. verm. St
Stempeln . .
i. Servis .
Posen (mit
Bromberg): u.au Grundsteuern . bk=3ou000000 o. : Accjse und
brauchsteuern
Rrhl- Gr. Pf. 5077470 17 2 709,527 -
ern .
. . .
Ver-
«..
252,242
333,319 116,039
. . .
4,128 190,750 104,00/1
“__-___“ *
515797491 271,692 . . . 544,461 Ver:
917-392 95,342
263,663 96,573 10,981
121-994 79-660
“_
euern
. . .
“67,841 71,263 Ver-
. o 0 402,383 ""
Spalte 941,487
5,981,051]
«“...-„UM
1,325,051 -'
Rtbl. Gr.
Abgaben:
Pro:
18
"?4 "'
___-“___““...-
sab: Pf.
19
3
„U
T“ x
„ lichen Preußischen Ostsecßäfen liegen,
. Rthi. Gr.!Pf.
Uebertrag 941,487 23 1
Z.Personensteuer . . 1,808 12 - (von einigen zuge- schlagenen Landes: tHeilen an der Weß-
preuß. Gränze)
6. an Einkommen vom Salzmonopol . . . k.anGewerb-steuer . ?. : verm. Steuern . : Srempeln. . .
594,(165 99-533 1,539 88,982
1,527,616 15 “99 Summe wie vorhin 7,508,667 19“ 8 Die vorgenannten Provinzen enthielten am Ende des Jahres 1817 folgende Anzahl von Inwohnern: Ostpreußen . 919,580 Westpreußen 581,971 Posen. . . 847,8“00
Summe 2,34;9,551.
Jeder einzelne anohner im Durchschnitte trug,
daher zu den Staathgaben bei: in Ostpreußen 3 Thi. 21 Gr. 5 Pf. : Westpreußen (; 3 . Z.- - :Posen..1 19:3:
in den 3 anßerteutschen
Provinzen zusammengen. 3 : 4 : LZ :
Diese Verhältniß? ändern s:"ch “nunmehr wesentlich„ theils in F0lge des Gesekch vom LSstCU ZFTai des wo: rigen Jahres, den Zoll und die Vcr'vmuchsreuer von fremdexx Waaxen betreffend, wcchcs scir dem Anfange DBI gngwéicxich Jahxes 111107) in den drei außsrreut- s:;thProvinzen Wr FTU-zführunz] gckommen ist; theils in Folge des (5,597?!st vom 8ken FCeréW des 1671er- dsn “Jahres, wodxxrcö die künftig? Bessnrxmg des in- ländischen Branrxvcins und Brauxwxlzes angeordnet wird, und Weichs so eben zur Vollzisbung kommt. „Der Unschejnend hohe Ertrag dkl.“ bishcxigM Abgaben in Ost: und W9ft:PreUßen liegt zunäcß]? jn dcm'Cim kommen von dem „Handel der Städte Königsberg, Danzig, Elbing und VNemel, nicht aber in ener Uc- berlastung dieser Provinzen. Dieß wird im Allgemei- nen schon aus folgender Nachweisung klar.
Unter dem Einkommsn von 7,508,667 T91. 19 Gr. 8Pf. welches vorftrth angsge: ben worden ist, befinöen sfch cm Zoll, Accisc Und Verbrauchstctxcrn iiHer: haupt . . . . .
Axle übrigen Abgaben brach- ten dagegen nur . . 2,884626 : 19 : 8 : Das ist auf den Kopf im Duxchschnitte nur einen
Thaler einen Groschen vier Panige.
Von der: Zöllen, dsr Accise und Verbrauchßeuer gingen ein in den Regierungsbezirken: Königsberg . mit 555,101 Juwohnern 1,795,933 Thl. Danzig . . 242,547 : 1,145,869 Posen . . 584,890 382,906 Marientvsrder 339,424 317,98-“4 Gumbinnen 566,479 297,609 Bromberg . 262,910 : : 90,740
Summe 2.349,351 anohner «027,08! Tbl. und es zLigt fich hikmit, daß die bciden Rczxéoergs: bczirkeKönigsÖcrg und Danzig, in welcheU dis [(imme- alleix: beinahe drei Viecthöixe der Zölle UW Verbrauckxseeuxm gebracht haben, welche in sämmtlicßen außectcutséQen Provinzen des Preußischen Staates aufkommen, obwol sie nur wenig über ein Drittheil dec Bewohnex 'die- ser Provinzen enthalten.
Noch mehr würde eine Sonderung des Ertr..1ges der Verbraucysabgaben von inländischen Erzeugneßen, von dem Errrage der Accase von fsemdcn Waaren ze“;- gen, in welchem Maaße dieses Einkommen vom iébec; seeischen Handel abhängig ist; indcßen läßt sich «ck der bisherigen Abgabenverfaßung eine solche Absonde- rung mcht ganz genau machen.
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Allgemeine
Preußische Staats- Zeitung.
43T? Stück. Berlin, den 29|en May 1819-
1. Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Bérlin, vom 29. May. Bei Gelegenheit eimes ländlichen Festes, zu welchcm Se. Majestät gestern die Königliche Familie auf der Pfanen:Jnscl bei Sich versammelt hatten, haben Alxerhöchßdjesclbcn durch ei: Nen zufälligen Stoß eéne Vsrchung im Gesfcht erhal: ten, die jcdoch keine nachtheiligen Folgen für die Ge: sundheit Sr. Majestät besorgkn, sondern viclmchr die baldige Wiederhcrftc-llung hoffen läßt.
Vorgestern am 27. dieses, nachmittags zwischen 5 --6 Uhr, sind I. K. H. die Frau Herzogin v o n Cum: berland mit einem PriUzen, zur Freude des Königl. «Hauses, glücklich entbunden worden.
Am 28. ertheikten Se. Majkftät der König dem von AUerhöchstdz-ro Hoflager abgerufenen Königl. Sardinischen außerordentlichen Gesandten und [:e-voll: mächtiqtén Méniftér, HMM Grafen ?. (31151611 Z:] fs», die Abschied:2[udienz, und gexuöken aus deßen H-ÉjUk-sn fein Abruf:Schrciben enkgegen zu nehmcn.
In einer gleich darauf folgenden Privat:?(udicnz iibcrrcichte der bisher am hiesigen Königl. Hofe akkre- ditirc gewesene Königl. Sächsische außerordentliche Ge“-
[“
U, A u s l a n d.
München, vom 17. May. Folgendes ist die Both- fchaft Sr. Majestät des Königs zu Verlängerung der Der'maligen Sißu'ng der Ständeversammlung:
„Da Wir die UeberzeUgu11g erhalten haben, daß, ungeachtet der angestrengteften Bemühungen Unserer Lieben und Getrerien Stände, einige der wichtigsten Gegensräkde, welche dermalen in Berathung stehen, vor dem Ablaufs des durch Unser Reskript vom 2. April Verlängerten Termins, in beiden Kammern verfas- sungsmäßig nicht erledigt werden können: so haben Wir U'ns bewogen gefunden, den bis zum 15. Mai verlängerten Termin bis zum 20. Juni zu erstrecken. Wir haben das VertraUen, daß dann aus der ersten Ständeversammlung Unseres Königreiches solche Resul: tate hervorgehen werden, Welche offenbare Beweise ei- ncr'innigen Verbindung der Regierung mit den Stän-
sandte und bevoUmächtigte Minister, Herr Baron v. Globig, ebenfalls sein Abruf-Schreiben. Beide Herrn Gesandten wurden von Sr. Maj. dem Könige aufs Gnädigfte entlaßen.
Des Königs Majestät haben den Postmeiftec Esp agne, zu Kulm zum Post:Dicektor allergnädigft ernannt , und ist demselben das auSgefertigte Patent darüber in gewöhnlicher Art xugesielt worden.
Der bei dem Land: und Stadtgeriéhte zu Magde: burg stehende Justiz:Kommißar Karl LeopoldFrise, ist in gleicher Eigenschaft bei dem Ober:Landesgerichte daselbst angestellt.
Heute wird das 12te Stück der Ge c amlun au ben„ welches enthält unter Ws g sgege- 840. 540; Die Erklärung wegen der zwischen dcr Königl. Preußxsch-Zn und Herzogs. Sachsen-Gotha und Alten- burgsxhxn Regierung verabredeten Aufhebung der ge- gensettxgen Kosten : Vergütung in Kriminal-Untersu- 7chUngssachenz vom 8. d, M. 110. „541. Die Verordnung, betreffend die Aufhebung de: Abschoßes und Abfahrrgeldc in den teutschen Bun- 'desst,aatenz vom 11. d. und unter K0. 5419. Me Bekankntmachung, betreffend die Austegung des m der Freizugfgkeit:Usbereinkunft mit Sachsen vorkommenden Ausdrucks: „anhängige Fälle“ , _vom 20. d. M. Berlin, den 29. May 1819. Kömgl. Pr. Debxt-Komtoir f. d. allgem. Gefessammlung,
Zeitungs=Nachrichten.
den für den großen Zweck der Staatswohlfahrt liefern Werden, und daß man in Unserer Ständeversammlung eine Stöße des Thrones und eine Wohlthac der Na- tion erkennen werde. - Womit Wir Unsern Lieben und Getreuen Ständen des Reiches mit königlichen Halden und Gnaden gewogen verbleiben.“
In der Sißung vom 17. d., welcher der Justiz- minister Graf Neigersberg beiwohnte, eröffnete der Präsident die Diskußionen über die Oeffentlichkeit det: Rechtspflege. Herr. v. Seuffert sprach zuerst für die Oeffentlichkeit, welche durch den Begriff der Rechts- pflege “geboten, und durch die Erfahrung fremder Län- der, so wie des eigenen Vaterlandes, wo sie ucsprüng: lich heimisch gewesen, hinlänglich erprobt sey. Adee die Erreichung des Hö-oßen und Vollkommensken, meinte er,“hange nicht von der Oeffentlichkeit des Ver- fahrens allein ab, sondern äußerß wichtig sq dabei