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' a r undert in eine Wüste verwandelt, Seien nicht JFchets§äZ§erhchd Trümmsr am Neckar, axn Rhetn und tief ins Land hinein bleibende Denkmäler der emst1gen Schwäche und deH Uebermuths der Nachbarn Deutschland?; gewesen? Wer möchte die Tage zurückrufen, ,wo auf das Machtgebot emes fremden Herrn deutsche Konttngenß gßgen Deutschland mar- schirten? Wahre man vor Allem dtz», S1chexhe1t xmd „Ehre des ReicbeS, die lang ersehnte und endltch erretc'hte Emhett! Fahre man fort, Frieden zu "halten, so lange es an Deutschland liege den Frieden zu schußen auch nach außen, so'we1t, die Kräfte Deutschlandkz Wtcht211. Deutschland werde m d1esem Streben vieUeicht n1ch„t alTem stehen „Md Bundesgenossen fin- den Darin liege em? Drohung "fur Ntemand, wohl aber einé Bürgsckast für stledltche Zustande „m Eurppa, voraus- geseßt daß Deutsehkznd stark und „geryftet fe1. Denn mit schwaéhen Kräften, nut Armee]: auf KUnd1gung lasse srck) dieses Ziel nicht erreichey; nur 171 der „eigenen Kraft liege das “Schicksal jeder Naan. ,Er halte dxe Vorlagex der Regierun- gen für gerechtfertigt, zettgemaß und nothwendtg!
Der Abg. Dr. Réichenspérger' (O[pe)„konstatirte, daßdie Worte des Grafén Moltke 1m Ne1chstage tmmer sympathisches Entgegenkommen fändenx das Cßntrunx theile auch seine ertndanfchauung, daß fur d1e Stcherhett der Nation jedes nothwendige Opfer 'gebrackF _wexden müsse, Aber es frage sick), wie Mit die Lexjtungsfahjgkett dcr deutschetx Nation reiche. Das alte „Wort: „Der Müüex habe nie Was1er, der Forst- mann nie Bäume genug,“ ser nach de_n Reden des Kriegs- Minifters und des Grafen Moltke dahnx zu erweitern: Der Militär habe nie Soldaten genug. Dxezemge Zahl von Sol- daten, die man im Verhältmß zur Bevölkerung haben müsse, damit Deutschland nicht wshrlos sei, habe man längß. Die dentsche Nation seufze schon lange, unter dem Druck der per- sönlichen und steuerlichen'Laften, pu»- 1hr aus den militärischen Leistungßn erwüchsen. Ems Erletchterung von dixsem Drucke sei dem R6ichHtage formekl zugesagt worden. Ber Errichtung des Deutschen Reich§_fei von aklen Seiten und von aÜen Dächern die gnte B0t1chafk verkünyet worden: mm werde eine Befreinng von dem Drucke des M1litär=Etgt§ eintreten. Diese Versprschxmgen ssiennicht erfüUt worden. Dte Folgen dieses Ver- fahrens seien schon im vorigen Jahre akut hervorgetreten. Sämmt- liche Xinanz-Minister hätten auf ihre wachsen_den Defizit??- in: gewie en. Dieselben hätten die Nothnzenhtgkett konstatirt, aß zn einer Weiterßn Aquildung des mdwekten Steuersystems zum Zwecke der Decknng jener Defiztts gefchrttten werden müsse. Der N€ichstag habe in Erkenntniß der absoluten Nothwendigkeit nicht blos den wirthschaftlichen Gßseßsn zuge- stimmt, sondern auch die Finanzzölle bewiÜigt, we1l man ver- kraut hätte, daß die damals in A11sstcht gestcÜten Kompensa- tionen ei11treten würden. Das Csntrum habe im Bewußtsem der Lage der Dinge seine eigene Popularität preißgegeben. Betrachte man das Maffenelcnd, das in so vielen Theilen des Deutschen Reichs hervoxtrete! Er sei der Meinung, daß, Nach dieser Seite vor Allem, wenn man eine Verstärkung dss Deutschen Reichs anstrebsn molle, Hülfe geleistet werden müsse, Statt desstn trete man ]“th mit neuen Forderungsn für den Militär-Etat an den Nsichstag heran und weise zur Begrün- dyng auf die wachssnde militärische Stärke des Auslandeß hm! Sßien aber nicht in der Thronredé die friedlichsten Ver: sicherungen gegeben worden? Von Rußland babe Deutschland Offenbar nicht§ zu fürchten, da eZ mit seinen inneren Ang?- lsgeuheiten genug zu thun habe. Deutschland könne
aYerdings bei Koalitionskriegen mögléchermeise in schwie- r7g€ Lagen kommen. Dem gegenüber abczr habe Deutschland Bundesgenossen , auf die es steh ver-
lassen könne. Der Reichskanzler habe nicht vergebens die Mise nach Wißn gemacht, und den kuror .tSUt0UiZZUJ werde jetzt Niemand ungestraft herausfordern. Hmter dteser Soli- darität der Interessen Oesterreichs und Deutschlands. ständen aer über 2 Millionen Bayonette, man könne also m1t großer Befriedigung darauf hinsehen. Wo 70116 man aber das Geld zum Kriege hernehmen, wenn man in Deutschland demVolkéH- Wohlstand immer wieder zur Ader laffs? Er erkenne das Bedürfnis; *zu dieser Vermehrung der Außgaben nicht an. Wenn eZ Deutschland an Seconde-Lieutßngntß fehle, so wolle er gern dienöthigen AUSgaben dafür bewxlltgen; nur suche man dieselben nicht dadurch heranzuziehen, daß may immer neue Avanceths schaffe. Die zweijährige Dienstzeit s 21 in Preußsn von 1§333 bis 1842 ohne Gefahr durchgeführt worden ; namhafte Gene- raw hätten sick) für diesekbe erklärt. Wäre aber auch 1th eine Vermehrung des Präsenzstandes nöthig, warum müsse man ck11 dqnn gleich auf 7 Jahre bewilligen? Die Vräsenzstärke sollte „s1ch nach der j€deSmaligen Finanzlage und dem Bedürf- 11_iß Uchtcn. Die Heranziehung der Ersaßreserve zu Uebungen sxndexr ganz berechtkgi; sr- könUe es nicht begreifen, daß man s“? [UE 1th habe freixaffén können. Ebenso halte er eine Steuer für Die erwerbsfähigen vom Militär gänzlick) befreiten Personxn für gerecht, wenn nur das richtige Geld- und Zeit- maß für Erhebung derselben gefunden werde. Wenn man absx pw Ersaßreserve einziehe, so sei es besser ste dte Uebung Ullf_e111111al abmachen zu lassen, als in 4 verscÖiedenén Jahren, da 1€de Einziehung die Leute aus ihrer StelXung bringe. Die dLUTskhen Schulen bedürften aUerdingS auch einer Ver: bkssékurxg znr Unkcrstüßun des Militärwesens, aber nicht d_Ukch nzteüektuelle SuperHTation, sondsrn durch körper- 1che Erzxehunx. Er habe sick) immer in der Schweiz gefreut, Mun er, die Schuljugend an freien Nachmiktagcn exerziren "".d schkleßen gesehen habe, weil dies 11 cbt nm: der Sicher- h_ett deH Landes, sondern auch ihrer Gesundheit diene. End- Ück) meme er, daß Deutschland seine Macht geltend 111gchen dk? ke, 13111 eine aslgemeine Abrüstung zu erzwmgen. Er_n zu WWU Zwscke unternommener Krieg wäre der gsrechtferttgste, Zilnd dann sage LL", [iebkr ein Ende mitSchrecken, als Schrecken
)“? EWS.- Das System des europäischen politischen Gleich: ZLFlckyts __ser leider durch die Nationakitätsdoktrin und Re re- 0„nttonarste aÜer Erfindungen, den lokalisirten Krieg„ vex- HMUYÜ Morden. Der Staatsmann, der die Abrüstung m dte siean „Whme, werde sich den Dank aüer Völker erwerben, und Ma WdeLLZ aÜe zugreifen. Denn bei diesejx Rüstungen werde vonn BW m Europa schließlich nur mit emer gxoßen Armee run dettlern zu thun haben. Er werde daher ]ede Vermeh- WL ? er AUngben'ablehnen der eigenen Stärke Deutsthlzmds WZHF/L denn em 1m Frieden ausxzeruhtes und in mßißtgem ein .'Ungerathene-Z Volk werde im Krtege stärker fem, als
"" theden außgemergeltes.
ganz „„Ihr Ahg, von Bennigsen erklärte sick) im Namen dxr ie VZ [erWWgLnPen Mehrzghl ssiner politischen Freund? „fUr in ein 2" age. DFL, Emzelhetten derselben würden zweckmäßtgxr U er R01nm1ss1on zu prüfen sein; er beantrage daher m
Die Vorredner hätten fick; aus politischen Und militäri :te = mschen Gründxn gegen die Vorlage erklärt; der Abg. IMcheY- sperger habe hmzygefi'xgt, das, was zur Sichßrung des Landes absolut nothwendtg set, würde er nicht ablehnen, die gefor- derte_Vermehrung der Wehrkraft schiene ihm aber nicht noth- we'nd1g.' Der "Abg. Ntchtqr habe gemeint, das Gefühl der Sicherheit, gestußt auf dxe große „Wehrkrast Deutschlandck werde tmmer voxhandep sem und stch nach allen Seiten gel- tend machen, gletchgülng, ob die Vorkage abgelehnt oder an- genommen werhe. Er bedauere, daß nach seiner Auffassung dqs Ausland dte Ablehnurz? dieser Vorlage in ganz anderem L1chte betrachten ijrde, icht blos würde das Ausland in der Ablehnung einer Voxlage, die der größte Stratege Dey11chlands für nothme1_1d1g erkläre, eine sehr bedenkliche pol111fche Schrpäche dxr Retchsregierung entdecken, auf diesem Gelnete, zpo dte ZusUmmung der Nation am ersten erwartet ryerden konne; guck), die Neigung der Nachbarstaaten, soweit ste_ voxhanden se1, krtegerische Konftikte mit Deutschland er- betzufuhrezn, würde verstärkt werden, wenn offenkundig est- gesteth seté dgß dazZ für die Erhaltung deH Reichs duräxaus YYMZWM nn NStchstage abgelehnt werde. (Zuruf des Abg. 1 er. 4
Der Präsident bemerkte, er müsse entschieden bitten, den Redner mcht zu unterbrechen.
Der Abg. von Bennigsen fuhr fort: Seine Freunde und er lehnten die Verantwortung von sich ab, diese Verhältnisse bessex bc_urtl)eilen zu können, als die Leitung der auswärtigen Polmk m Deutschland, Er wisse sehr wohl, daß der DrUck, welcher auf Deutschland durch das Militärwesen ruhe, sehr schwer sei, daß derselbe auch durch diese Vorlage noch vermehrt werde. Man habe hier aber auch heute vom Kriegs-Minister mxd dem Abg. Grafen von Moltke gehört, daß dasselbe Gefühl bet der Staatßregicrung vollständig vorhanden sei, daß die- selbe nur dcr bitteren Rothwendigkeit nachgebe, wenn sie dem heutschen Volke so schwere Lasten auferlege. Man bewilLige 111 Deutschland die Mittel nicht der Regierung, damit sie etwa das Heer für ihre eigene Existenz gegen das Land gebrauchen könne, wie anderwärts. Die Vertreter des Landes bewiÜjgte11 fie dem deutschen Vaterlande für seine Sichcrheit. Es set auf die schlechte Finanzlage der jeßigen Zeit hingewiesen worden. Diesefeiaber hoffentlich nur vorübergehend,während die hier zu“ Tage tretende Nothwendigkejt, Deutschland zur Wahrung seiner Sicherheit zu befähigen, eine dauernde sei. Gerade wenn es schwierig sei, die neue Belastung von 17 Mi[- lionen zu tragen, so habe das Ckntrum troßdem ein géwiffes Verdienst, wenn die Vorlage ange- nommen werde. Das Centrum habe 120 MiÜionen neuer Schuß- und Finanzzöüe bewiUigt, obwohl damals der Abg. Windthorst den richtigen Verdacht gehavt habe, daß em Theil dieser Summe demnächst vom KriegH=Ministerium in Anspxuck) genommen werden würde, Es [)und-xls sich hier Um exrxext Konflikt von Jutsreffen. Auf der einen Seite stehe_ da? nnl1- tärische der Sicherung Deutschlands. Die Orgamsatwn d_er deutschen Heereßmacht soUe von den schwankenden Entfchl1e- ßung€n der eiannen Budgets unabhängig gemacht'werden. Auf der anderen Seite stehe das formelle Vudgetrecht._ Wenn die Bedeutung jenes crsten chktors eine so hohe se1, dann
nehme er ohne Zaudern eine Einschränkung des leßkgenannten in Kauf. Uebrigens; hätten sich seit dem Vorgange der [6251911 Jahre die PaUeiverhältniffe im Reichstage erschobeN. Somel stehe fest: eine konsolidirte Mehrheit, wie fte früher bestanden habe, see“ 'th nicht _mehr vorhanden. Die Gefahr, daß von Fall zu Fal? sich Mehr eiten bildeten, daß bei einer solchext Zu- sammenseßung pokiti che Kombinationcn entständen, die die wichtigsten Ytersssen in 1“! ren Bereich zögcn, sei jeßt größer, als 1874. enn der Rei stag 1874 geglaubt hach, auf einen Theil seines Budgetrechts verzichten zu müssen, so sei jetzt das Bedürfnis; dazu in noch höherem Grade vorhanden. Gün- stiger sei die Lage des Reichs seitdem nicht geworden. Dcr Abg. Graf von Moltke habe bereits darauf hingewiesen, in welchem Maße die französischen HeereSeinrichtungcn ver- mehrt und verbessert wordetx seien, und dock habe man es ex- lebt, daß sckxon bei der Hälfte dsr jetzigen Ziffer, 11achdem dte französische Armee gefangen," gefaüen und e1x1ges_chloffen ge: wesen fei, obgleich der erste Stratege der Jeßtzett die deutschen Heere führte, dis Franzosen doch noch 8 Mo_nate lang c;,men Für Dßntsäzland gar nicht ungefährüchen Wtderstand hatten [Listen können. Die natürliche militärische Befähigyngdes französischen Volkes sei so groß, daß xin theg mrt d1ese_r Nation, abgesehen davon, daß ]ederKUeg em Unglück sex, Unter aÜen Umständen ein. gefährl1che§ Untexnehmeu für jeden Nachbar Frankreichs sem werde. WW _mel erysthaster werde also der Kampf werden, ngchdem ]eßt dze fran- zöfische Wehrkrast so erheblich verstarkßworden se1. Und gegen wen rüste Frankreich c1ge:11l1ch? _ SU annk- reich jemals seit Jahrhunderten von 1xaend einem Nachbar, insbesondere von Deutschland atxgegNffexz ,worden? Seien nicht aUe Kriege, bei denen Frankretck) hethetlxgt gewe- sen sei, seit mehreren Jahrhunderten wejentltch von Fran: reich provozirt worden? Se1Dcutschxand ]emalé- _dcr Angrexfex ewefen? Welchen andern Zweck konnten also Lene frquosx- Lehen Rüstungen haben, als unter Umständen 1318 perstarkten Armeen gegen Deutschland zu führxn? Es s21,me1fach b.?- hauptet worden - und namentLtch_pt Jrankrsxch sei 2?- em be[iebtes Thema _- daß das Verhalxmß Dsutschlands zu Frankreich ein friedlicheres gerpordexx ware, wenn Deutschlgnd 1870 seine alten Provinzen 1gcht wxeder_ zurückgefoxdert hatte. Eine thörichtere Illusion konne er" slck) gar _mcht denken. Wenn Frankreich in der Lage ware stets emen großen Krieg zu führen ohne einen Verlust an Lanp, auch mcht an altem deukschen Stammlandse zu „ erke1dex1 , ÖVP Deut ckland wa genug gewe en ware , M a re 1871s1€1ie BY, LIFE Geschrei nach Rkvanchs für Paris und Sedan, nach der Rheingrenze würde 11041) viel_stärker-gewesen sein. Die Kriegsgefahr wüxde Joch mxl größey sem, de,nn die Franzosen hätten den Kr1eg fuhren Yonnen m1t dßtt 1_11cht Unbeträchtlichen Hülfskrästen_E1saß=L0tbrxngens und m_tt elner für Deutschland viel gefährltcheroy ijgrtff-Zfront. S_e1t 1874 seien die Verhältnisse in Frankre1ch für Deutschland 1edenfgll§ nicht günstiger geworden. Damals habe man. noch zwetfel- haft sein können, ob das Exyerrment depxepublxkamfchen Ver- faffung lücken werde. BU dext versch1eden'en Negrerung- verhältni ,en in Frankreich sei dre Gefahr kemesfalls germg, daß eine unter einem starkenpoyulären Drucke stehende R9- gierung al1e inneren Schwierxgkettcxn nach außen werfe. " Dre Negierun en in Frankreichjelen mcht unter aklenUUmstanden so stark, aß sie chauvinisti1chen mx?) Revanchegelustxn unter aÜen Umständen entgegentreten konnten, namentltch wenn
ebereinstimmun ' ' ' ' L_ xntt semen Freunden d1e Vorlage elner ?sonderen Komm1ssmn von 21 Mitgliédern zu Überweisen.
i re E iten mit einem solchen ' Kriege zysammenhänge. Frankrexicks) gngenüber sei die Situatwn bedenkUcher geworden,
daß, diese maßvoUe VerMehrung des deutschen Heeres schon allem Frankretch gegenüber sehr wohl verantwortet werden könne. Nach den vom Grafen Moktke mitgetheilten Zahlen stehe fest, daß Deutschland de'n Zahlen nach“ Xränkreick) noch mcht gewachsen sem würde und nur die große ntenfität der Kraftentwickelung, in der Organisation und Le1tung der Armee gebe Deutschland die Sicherheit, daß eZ auch mit ge- ringerer Zahl das Wagniß unternehmen könne. Deutschland habe damals das Glück im französischen Kriege gehabt, daß es seine gan en Kräfte gegen Frankreich habe verwenden kön- nen, Deuts [and habe kaum eine Beseßung der Grenzen im Osten gebraucht. Ob Deutschland unter aÜen Umständen wieder in derselben Lage sein werde? Wer werde wagen, das zu behaupten! Die friedlichste Gesinnung deö jeßigen Herrschers in Rußlynd sichere Deutschland nicht voÜstäudig bei den Zu- stäqd'exx m diesem Reiche. Der Abg. Richter habe von den 111hxl1ft1fchen Bestrebungen dort gesprochen. Diese Bostrebun- gey und Verschwörungen, die aÜerdings das entseßlichfte Vei- spxel des schwärz_esten Undanks und verbrecherischer Brutalität [wferten gegen emen Herrscher, der, edel denkend und gerecht,
als Befrexer von Millionen seiner . Unterthanen aus der „Leibexge'nschaft dastehe , wie es kaum etwas Aehnlxches m der Geschichte gebe. Die Nihilisten
würden zu einer wysentlichen Aktion _ möge auch ihr Ein- fluß wachsen '- me'xnalY geeignet scheinen, aber wenn man unhefangen'we Zustande m den Nachbarländern Deutschlands- pritfe, fo konne. maxx fich_dem nicht verfchließen, so unange- nshm es _auch sem moge, m sehr einftußreichen Kreisen Ruß- lands set „zum Schadßn der elgenen inneren russischen Ver- waltung d1e Anttpathte__g_egen das Deutschthum erschreckend- gewachsen. Dre panslavnttscheBewegung habe Dimensionen angenommen und erstrech slch m Kreise hinein, in welche sie früher nicht gereicht habe€ daß eine seXZr große Gefahr für das übrige Europa und spezxel[_ für Deut chland entstehen könnte. Wer könne sagen, daß zu jeder Zeit xine russische Regierung stark_ genug se1, um hem noch weiteren Anwachsen der pan- slamstischexn Ideen deerstand zu leisten, wenn sie für ihre panslaviftxschen Interessen einen Angriffskrieg auf das übrige Europajorderte'n. Wenn mm die politischen Verhältnisse seit 1874 steher xncht' günstiger geworden seien, so sci aÜe'r- dings ein Ltchtbl1ck vorhanden, das sei das Verhältniß Deutschlands zu Oesterreich-Un am. Die diplomatisch- politisch Aktion des Reichskanz ers im voxigen Jahre - man könne ]q davop sprechen, wenn auch der Text der Vereinbarng mcht hmlänglich bkkannt sei _ welche das Bündniß nut Oesterre1ch,herbeigeführt habe, habe ia die (Ze- fchichte seiner politischen Thätigkeit eines der unverwelklicHsten Lorbeerblätter geflochxen. Hiex zum ersten Male habe der Reichskanzker, der her der Ersi'tÜUUJ und Durchführung der schwierig2n Aufgaben, Welche _derselbe anPrcußen und Mutsch- land gesteUt habe, fast bei jedem Schritt auf starken Wider- stand großex Kreise, gxoße; Interessen, ganzer politischer und kirchenpolihscher Partetexx gestoßen sei, hier zum ersten Male habe der RetchSkanzler eme politisch:diplomatische Aktion durch- geführt, wo alle Jytereffen, aUe Parteien, er köune sagen, ganz DeutschYanY th freudig zustimmten. Leicht sei diese Aufgabe geryxß mch_t gewesen und daß, was für Deutschland das Erfreukchsw sem „müsse, „sei die große Unbefungenheit, die Seibstverleugnung, dte Einstcbt der Heidexjeitigen Interessen, welche die östsrreicbiiche Regierung ber diesen Verhandlungen gezeigt habe. Leicht sei für Oesterreich der Schritt nicht nach dem Kriege von 1866 gewesen, durch wxlchen es aus dem Verhältnisse mit Deutschland_ gelöst sei, mit diesem neu ein- gerichteten Dex:tschlax1d_in em solches Bundesverhältniß zu trcten. Wcmx die r1chttge Würdigung der Interessen in beiden Reichen zx; dieser Verbindung geführt habe, so behaupte er nicht zu mel, nyenn er hier ausspreche, daß MXL wünschten, daß diese Verbrxxdnng von Jahr zu Jahr erstarke und ihre Folgen a1tch_ zsxgen möge auf dem wirthschaftlich-politischen Gcwete, mo sxe bxsher lerdcr noch nicht eingetreten seisn. Er wiederhole, m1t dem Wesentlichen der Vorlage sei er einver- standen, er lehne die Vcrantwortlichkeit ab, gegenüber der politischen und militärischen Leitung in Deutschland, welche diese Vermehruxtg für nothwendig halte. Die überwiegende Zahl seiner polxnthen Freunde werde dafür stimmen, und er [MFS im politischer: Interesse Deutschlands, nicht blos wegen die er Vorlage„ daß fick) eme sehr ansehnkicße Mehrheit im Reichstage ftnden die fahren werde. ,
Der Abg. von Bühler (Oehrtngen) (an? der Jour- nalistentribüne nicht recht verßändlich) erklärte ich gegen die Vorlags. Man müsse daraus hinarbeiten, endlich zu einem Weltfrieden zu gelangen. Nicht vermehren müsse mcm di: Regimentar, sondern vielmehr abri'tsten. Das ließe fick) leicht Erreéckwn, wenn man nur wolle. Deutschland müsse als der Stärkere voraugehen, es. werde slch dadurch unsterblickzes Ver- dienst und höhsren Ruhm erwerben, al§ durch hunderte von Siegen. Ganz Europa [echze nachFrieden; zunächst also solle das Gesetz abgelehnt, sodann von Deutschland an akle Groß- mächte Einladnngen zu einem angemcinen Kongresse erlassen werden, welcher über die aÜgemeine Abrizftung zu verhan- dsln habe. „
Der Abg. [)r. von Treitschke bemerkte,. dre Abgg. Graf von Moltke und von Bennigsen hätten hxrezts Alles„ was zu Gunsten der Vorlage spreche, in so, vorzualtcher Werse WFB?- tragen, daß er sich in der vorgerückten Stunde kurz fa en könne. Zunächst eine persénliche Bsmexkung- DLL“ Abg- Richter habe ihn als den Verjaffer des Arttkcls der „Preußt: schen Jahrbücher“ bezeichnet, dessen Arxggben nachher durcxx den Grafen Moltke eine so glänzenderstattgung gefmxden hatte'xt. Es sei ihm schmeichelhast, daß ck11 der Abs- Mh“? dafur halte, Jndeß wolle er demselbenhemerken, daß er sext 18 Jahren nichts Poljtjsch:Anonymes geschrteben habe. Er uns:: nicht, ob sich vom Abg. Richter dasselbe sagey lasse- Was den Abg- von Bühler anlan 9, so set ex bere1t, nach hundertZahryn, wenn er dann no lebe und stck; unter Palmen anf (Zmer enz- samen Insel der Südsee mit dem Vorrednex zusgmwenfxnds, nxtt i m eine FriedenSpfeife zu rauchen und_ Fick) nnt ck14 uber sem Lijekt zu unterhalten. Heute aber mcyt, wo eZ M) um den Schuß des deutschen Vaterlandss handele! Der Vorredner habe übrigens Recht, Deutschland set Schuxd an den besseren Heeressinrichtungen Europas„ da Prenßzxn xa zuerst das Heer- wesen Scharnhorsts bei steh emgefuhrt _und alle an- deren Völker dadurch veranlaßx „habe , thm JU fo???"- Preußen sei stolz darauf, dyrck) dte allgememe Wehrp lchk diesen edlen Gedanken wetter verbrettet zu haben, so das; endlich die deutsche Nation stark anug geworden se1, pas zurückzufordern, wa?; nationale Schwgche Deutschland MÜ babe verlieren lassen. Die Völkßx halten,1cht "gelernt, „MÜ Deutschlands Stärke zu rechnen, wahrend fte fruher gewöhnt
werde, in gleicher Weise ver-