1880 / 72 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 24 Mar 1880 18:00:01 GMT) scan diff

. General-Adjutant Graf

, Anwesenden Mit sLÜLMischen Hochrufen erwiderten.

tischen? Schauspiel „Colberg“ zahlreiches lebhaft bewegtes Pnblikum.

S„„hsen-Weimar-Eifenach. Weimar, 22. (WeiM- Ztg.) Der Geburtstag Sr. Majestät 2)sz- Kaiser? ward am Sonnabeyd, nne durch gan Deutschland so auch m_unserer Stadt festltch begangen; zah reiche Häuser „mußten zm Flgggenschmuche. Nachmittags vcreinigte ein Festmahl 1m Offtzterkasmo 'das Ofßziercorpß und die hier ebenden Offtzwxe außer Dtenst sow1e zahlreiche Beamte des Staates, and vtele'Gaste. Anwxsend Waren unter Anderen': Der Wtrkltche Gehennrath Dr. St1ch1irxg, der Ober=Hofmarschasl

. ' Beust„dex Kömglich preußische Gesandte Grathmhura-Sttrum, der Kan er11ch russtsche Gesandte Graf Toll, dexGeheimeuSkaatSrath ])r. Frhr. von Groß, dEr General-Jnten- dank von Loen und Graf Henckel. Graf Beust brachte in zünden- den Worten den Trmkspruch auf Se. Majestät aus, den die Die ur Feier des Tages angeordnete Aqfführung von Heyses patrHio- 1m Hoftheale vxxeitÉgte _ein ' _ r te arm on fanden Abends dre 11511chen Festlichkeiten staétt. s

, Gestern fqnd _m der Hofkirche Gamifongottesdicnft zur Fuer, des K'mserlxchen Gebux'tstages statt. Hr. Hof: und Gamxsonpredtger Hesse hielt dre tiefempfundene Predigt.

Sachsen-Coburg-Gorya.Cobnrg,22.Mär „(Lei . t . Zur Feier des Geburtstags Gr.Majestät FesKZziJeIZ

„* fand vorgestern früh Reveikle und später große Parade des

hier garnisynirenden Bataillons statt, kei welcher Major

von Otto_ eme Ansprache an die Truppen hielt und sie mit einem dretfachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser Wilhelm

schloß, Von Korpoxationen und Private wnrden Fest- mahlze1ten und versch1edene andere Feierlichkeiten abgehalten. sTuben Schu_len wurde heute Morgen durch Ansprache der hrer an dte Schüler die Bedeutung des festlichen Tages

; gewürdigt.

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Elsaß-Lothringen. S t raßb u rg , 22. März. (Els.-Lothr- Ztg.) "Vter [aggen in den deutschen Farben von der Höhe des Munstert urmes trugen gestern Nachmittag bei Sonnen: untergayg nach Norden, Südsn, Osten und Westen in das Land htnaus den Kaiscrgruß. Heute hat Straßburg seit früher Morgenstunde sein Festkleid angelegt. _ Zur Vorfeier am Sonnabxnd hatten sich einige hundert Und fünfzig Per- sonen zu exnem Festmahl in dem Speisesaal des Hotels „Stadt Parts“ versammelt. Der Statthalter war durch einen

, Gesunpheitszustand leider verhindert, der Tafel zu präsidiren; 7 an setner Stelle hatte der Gouverneur von Straßburg,

General-Lieutenant von Schkopp vor der lorbeerumkränzten Büste des Kaisers Vlaß genommen, ihm zunächst die Gene- ralität, die Unter=Staatsfekretäre (der Staatssekretär ist noch nicht von Berlin zurückgekehrt), der Generell:“;Oirektor der Eisenbahnen und andere Spißen der Reichs: unk- Landes- behörden. Der Gouverneur trank „auf das Wohl Sr. Majestät des Kaisers“, welches von der Festversammlung „be- Zeistert ausgebracht wurde. Die im Nebenzimmer posttrte apelle des 105. (Sächsischen)„ ananterieMegimentH intonirte die Nationalhymne, welche die Versammlung stehend anhörte, während draußen auf dem alten WaÜ hinter dem Theater eine Feldbatterie den Kaiser=Salut von 101 Kanonenschüssezt in das Land hinaussandte. Die kegimentirten Offiziere spe:- sien leichzeitig im Militär-Kasino. Für die Mannschaftxn der arnison fand am Nachmittag eine Feüvorsteaung tm

* Theater („Zopf und Schwert“) und Abends die übliche Tanz-

belustigung statt. Die Festakte in den hixsigen Schu1en waren “dex e'mkretenden Osterferien wegen bererts am Frextag abge- MKW WWW. '

Oesterreich-ltngarn. Wien, 23. März. (W. T“. V.) Das Herrenhaus hat heute den Geseßentmurf, betreffend das Budget-Provisorium und den Kredit von 20 Millio- nen Goldrcnte angenommen. Bei der Berat ung erklärte es Ritter vo n Schmer11ng als ein Novum, daß ür die Deckung des Defizits Vorsorge getroffen werde, noch bevor das Defizit selber genau konstatr'rt sei. Uebrigens sei er überzeugt, daß die Kommisfion die Angelegenheit genau geprüft und die Nothwendigkeit der Kreditoperation anerkannt habe. Er und eine Gesinnungsgenoffen seien durch sachliche Gründe 112- :Ximmt, der Vorlage zuzustimmen, ihre Zustimmung involvire aber keineswegs eine Kundgebung für die Regierung.

Vom Hause wurde ierauf die Wahl einer K o m mis s1o11 zur Berathung der Vor agen über die Lokalbahnen und über die Arlbergbahn vorgenommen.

Belgien. Brüssel, 23. März. (WTV) Die Re- präsentantenkammer hat den Geseßentwurf, betreffend die AnsteÜung einer parlamentarischen Enquete über den Elementarunterricht, mit 56 gegen 50 Stimmen an- genommen.

Großbritannien und Irland. Lonkxon, 24. März. (Al] .Corr.) Aus Afghanistan liegen der „Ttmes“ folgende Na richten vom 21.5.M, vor: Die Ereigniss der vergangener: Woche bestätigten voÜauf die hoffmzngvaern- Anschauungen über die Lage in Afghanistan. Dte Mxtthexlungen, welche Mustanfi Habibullah den Chefs der Ghazm gemacht hat, find m befriedigendster Weise beantwortet worden. Str Fr. Roherts at einen Brief erhalten, welcher von dem Prtnzen

usa Khan geschrieben und 5011 allen GhaznvChefs unterzeichnet wurde; es wird darm gesagt, daß ste, von den wohlwollenden Absichten Englands und dessen. W511schen für/das Wohl Afghanistans überzeugt, entschlyssen seren srch yns zu unterwerfen und insgesammt nach Matdqn (25 Me1len von Kabul entfernt) kommen würden, um nut uns zu ver- handeln. Die verschiedenen lokalen Chefs vo_n Loghgr, Kyhiftan 2c. seien eingeladep worden, s1ch gle1ch- MUL zu demselben Zwecke einzufmhen. _Es,1st daher Grund 111 der Annahme vorhanden, daß dte Eretgmsse 565 An_s1chten gemäß fich gestalten, welche General Robertxz Polztrk_se1t per- ossenem Dezember bestimmen. Nachdem dte Eretgmsse emes Monats den Afghanen die Nußlostgkeü des Widerstandes klar vor Augen gebracht hatten, war Gxneral Robert; so ÜUQ abzuwarten, bi-Z die Lektion ihre Fr_uchte tra_gen könne. Erstellte daher die militärischen Opexattonen wahrend der ""lßünstigen Saison ein, enthielt steh jeder unpassendey Be- cheunigung der Anbahnung von Utzterhand1ungen nut pen afghanischen Chefs und harrte der Zett, da 519 Pro_klamat1on erAmnestie für vergangene Thaten der Femdselrgkett und Unsere Geneigtheit zu einer friedlichen Regelung der Ange- 113genheiten die noch immer unter den Waffen stehenden Chefs 1?srtznl'assen werde, mit uns zu unterhandeln. Aller Wahr-

nluhkeit nach wird daher der Marsch der Truppen Generak

Stewarts nqch Jndien üher Ghazni auf keinen Widerstand stoßen. EH lst mcht unmoglich, daß Nbdurrahman nach dem Besuch szabads, der Hauptstadt Badakshans, sich nach dem Westen gewxndet hat und zur Zeit der erwarteten Unter- handlungcn m Matdan eintreffen wird.

_ 24. März. (W. TB.) Bei dem geßern in ackne éLondon) ftattgehabtetx Wählermeetin hielt de;? Schuß?- _anzler Northcotc eme Rede, in wel er er über die kürz- lzch von Glgdsxoye gegen Oesterreich gethanen Aeußerungen sxck) stark mtßbtll1gend aussprach. Zugleich verlas Northcote enze Depesche des,Botscha.sters EÜiot in Wien, in welcher es heißt, daß der österretchffche Minister des Au5wärtigen, von Haymerle, sitze Dementtxung der von Gladstone dem Kaiser von ,Oesterretch zugeschrtebenen Aeußerung im arlamente oder m der Presse_wünsche. Der Kaiser, fügt E ist hinzu, Kube, als_ er slch nur_demselben Über Gladstone's Rede unter- alten, sxch sehr e_rhertert und mcht erzürnt gezeigt. Dagegen, daß er eme zufällme Bemerkung des Kaisers w1ederholt und entstel1t habe, legt Eth in der Depesche Verwahrung ein.

Frankreich., Paxis, 23. März. (W. T. V.) Gutem Vernehmen nach smd dje Dekrete Betreffs der nicht autori- strten Kongregationen heute Vormittag unterzeichnet wor- den“ dteselben sollen aber erst nach dem Osterfest veröffentlicht wer en.

Eine Bekanntmachung des Polizeipräfekten erklärt a11e Übex den GesundheitSzustand in einem hiesigen Stadt- the11 verbrexteten beunruhigenden Gerüchte für unbegründet.

Rumänien. Bukarest, 23.Mär9z. (W. T. B.) Das amtliche Blatt meldet den Beitritt kumäniens zu den ;Beschlüffen der internationalen Telegraphenkon- erenz.

Amerika. Washington, 20. März. (Allg. Corr.) Du's Repräsentantenhaus hat mit 115 gegen 107 Stnnmen dive Bil] endgiltig angenommen, welche die Besol- dung der nnt der Ueberwachung der Wahlen betrauten Marschälle verfügt vorausgestßt, das; sie gleichmäßig aus bcrhcn politischen Parteien gewählt werden. Die lebhaft dis- kutrrte "Frage, welche die außerordentliche Session in 1879 veranla te, hat somit ihre Lösung gefunden.

'Der Sonderausschuf; des Repräsentantenhauses hat einen Ber1cht Über die Chinesen = Einwanderung erstattet, m_orin es heißt, daß leßtere moralisch und sozial nachtheilig sex und den Handel, den Arbeitermarkt und die Jnterchn der Pacific-Küste vernichte. Der Bericht empfiehlt die ieder- inkraftscßung dcr anti=chinesischen Gesetz ebung von 1879 mit Ausnahme der vom Präsidenten Hayes, a B er die Maßregel mit seinem Veto belegte, beanstandeten Paragraphen, und unter- breitet eine gemeinsame Resolution fiir die Kündigung der EinwanderunasRlauscl des Burlingame=Vertrages.

_- 22. März. (W. T. B.) In der heutigen Sißun des Repräsentantenhauses beantragte Ellis (Demokrat eine Resolution, worin die Anfhebung des Vertrages gefordert wird, durch welchen England Seitens dEr VereinigtenStaatcn zu einem gemeinsamen Protektorate Über die Kommuni- kationsmittel auf dem atlantischen und stilken Ozean zu- gelassen worden sei. Young (Republikaner) beantragte eme Resolution, in welcher erklärt wird, _daß der Bau 5693 Va- namakanals zu gefäLrlichen olxtischen Verwickclungen führen würde, und daß ie amcri am'sche Regierung bestrebt sein müsse, von dem Bau des Kanals abzuhalten. Beide Resolutionen wurden an den Ausschuß verwiesen.

San Francisco, 22. März. (W. T. V.) Das Bundesgericht hat das Geseß, welches den Korporationen die Verwendung von chinesischen Arbeitern verbietet, für inkonstitutionell erklärt.

Stnt-iftifche Nachrichten.

Ueber den Verkehr der Central-Telegrapbenstation Stuttgart im Kalendorjabr 1879 entnehmen wir einer amtlichen Uebersicht folgende Mittheilungxn: Es betrug die Anzahl 1) der internajionalen Staats- und Prwatdeveschcn 185 588 gegen 172175 im Jahre 1878; der internen Depeschen 89-600 gegen 89 994. der beim Durchgang aufacnommencn, bez umtelcqrapbirten 323 294 gegen 318407; demnach die Gesammtzahl der Staats- und Privat- dWesÖen 598 482 gegen 580 576 im Voxjabre; 2) der Dienst- telegramme 65 770 gegen 56868. Die Summe aller behandelten Depeschen betrug 664 252 gegen 637 444. Unter der Zahl der durch- ae angextcn, bez. umtelegravbirten Depeschen besmden sicb Transit- te egramme 63 840 gegen 71676. Die von der Centraltelcgraphen- station Stuttgart einnehobeneu Gebühren betragen 175 630 „ck gegen 179 060 im Jahre 1878. Die Summe der in? Kaleuyerjabre 1879 in Stuttgart auf egcbenen Staats- und Prwatdcpexcben beträgt 139 809, die loko Étuttgart angekommenen 135 379. Von 135 379 im Kalenderjahre 1879 in Skuttgart angekommenen Depeschen waren unbesteubar 533 Stück oder 0,39 0/0. Die S_teigxruna dcs Verkebrxi im Jahre 1879 gegenüber von 1878 bctraat in Prozenten aus- gedrückt bei den Staats- und Priyatdepeschen 3,08 0/9, bei dem gesammten Verkehr der Station 4,20 9/9. Die Ein- nahmen haben fick) gegen das Vorxabr vermindert um "1,91%. Die Anzahl der in die Ceytral-Telegraphenstation einmundenden Leitungen betrug am 1. Januar 1880 55, die; Zahl der Apparate 64, worunter 6 Huahes- (Druck-) Apparate. Dte Anzcxhl _der Batterien beträgt 26 mit 1048 Elementen. An dem auslandtscven Verkehr der Station Stuttgart (abgesendete und angekommene Depeschen zusammen erechnct) mit 44122 Stück sind am meisten, bejbeiligt folgend: Länder: Es wurden gewechselt mit: OesterretÖ-Ungarn 13 708 Telegramme, der Schweiz „7686, Frank_reicb 5684, (Gro britannien und Irland 4973, den Niederlanden 3533, Jtanen 244 , Rußland 2166, Belgien 1481, Amerika 732, Asien 525, Rumänien 300, der Türkei 258, Spanien 139. -,- Das Dienstprrsonal der CentralTelegrapbenstation besteht zur Zett aus 85 Beamter].

Ueber den Export Oesterreicbs ncxcb den Veretnigten Staaten von Amerika entnehmen wir emer amtlichen Zusam- mcnstellung folgende Angaben: Der von den amerikanischen Kon- sulaten in dem Zeitraum vom 30. September 1878 515,30 Sep- tember 1879 legalifirte Fakturenwerth'der von“ Oesterrexch-ungam nacb den Vereinigten Staaten exporttrten Artikel belief fich auf 4070 690 Doll. in Gold, “5. i. „nahe „an 10Mil11onen Gulden. Gegenüber dem Vorjahre weist dtes xm Mehr auf von 370 710 Doll. Es sei hier bemerkt, dgß der Einfuhrzoll der Vereinigten Staaten, der bekanntlxck) eine der Haupt- einnabmequeUen der BundeSregierung' bildet, auf Grnqnd des vom Absender deklarirten, vom amcrikamscherz Konsul zu bxstatigenden (zu legalifirenden) Fakturenwertbs erhoben xvtrd. Dic Arttxel, welche den Gegenstand dieses namhaften Exports bilden, und ihre 111 Dollars in Gold dcklarirten Wertbsummen_ find folgende: Leiyen- und Baum- wollwaaren 205 978 Doll., Maschinen 6396, mufika11scke_Jnstrumente 73 963, Pfeifen 95 880, Tuch- und Wollenwaaren 148 558, Klekdxr und Kleiderstoffe 30193, Kurzwaaren 167 798, Möbel 8599, Glas und Porzellan 511 551, Handschuhe 131272, Bucher 2573, Knöpfe 1026 394, Cigarrenbänder 7145, Se1den- und Sa_mm'et- stoffe 19 500, Bettfedern 3322, Droguen uud Chem1kalten

203 203, etrocknete rückte 759 494, Glycerin 3549, Gummi 187 653, ovfen 197 4, Lede_r, Häute und elle 126 281, Oele 5884, Saatxn 64305, Sébwamme 42159, eine und Liquenke 31820, Mtnera1waffer 33 585, Hadern 22 494, nicht benannt (Uxachaneons) 131369 Doll. Von diesen aufgegebenen Arten ent- fallen, von Mineralwassern und Hadern abgesehen, auf Erzeugnisse der Landwirtbscbaft ] 198191, der Industrie 2872500 Dou. Was die verschiedenen Konsulate betrifft, bei welchen die betreffendm Faktureq zur Legaltsirung vorgeleat wurden, so steht obenan “enes von Wten' mti einem Betrage von 2040 527Dol1." ibm zunächst tebt jenes in Trtest_ mit einem Faktorenwertbe von 1120 909 Doll., diesem folgt Praa mit 743 400 Voll. und Budapest mit 165 8555131311. Unter den in Wien zum Export nach Nordamerika anaemeldeten Artikeln stehen obxnan Knöpfe mit einem Betrage von 995 474 Doll. Ihnen folgen Lemon- nnd Baumwollwaaren mit 197 543 Doll., Kurzwaaren mit 157 018 Dou, Tuche und WoUwaaren mit 104 940 Doll„ Pfeifen mit 95 880 Doll., Leder, Felle und Häute mit 92 984 Doll., Handschuhe mjt 90855 DNA., Droguen und Chemikalien mit 80 808 Doll., mustkaltjcbe Instrumente mit 71188 Doll. Jn Triest !vielen die getrockneten Früchte mit 605 202 Doll. die HauptrolLe; bnen folgen Gummi Mit 187 653 Doll„ Saaten mit 64304 Doll. In Prag !;ehen ap der Spiße Glas und Porzellan mit 509 918 Doll. Diesem Artikel folÖen: Tuche und Wollwaaren mit 43 618, Handschuhe rxit 40 418, roguen und Chemikalien mit 31020 und Knöpfe m1t 30 919 Doll. In Budapest find die drei hervorragend- Ften Artikel: gxtrocknete Früchte mit 124 762, Mineralwässer mit 24 874- und Werne _und Liqueure mit 8856 Doll. Es wird bemerkt, daß die Weltausstellung in Philadelphia auf die Entwickelung dee Exportbtxziesxungen Oesterreicb-Ungarns nach den Vereinigten Sxaaten eincn_machttgen und n9chaltiaen Einfluß ausgeübt babe. Erst durcb sie ware man in Amerika in die Weitesten Kreise auf die österreichisch- ungariscbe Produktion aufmerksam aeworden. Ab„[esek)en aber von dem vermehrten Waarenbezuge verdiene auch das Moment in Be- tracht gezogen zu werden, daß erst seit 1876 bäxcfigcr am.?cisaniscbe Fgmilien nach Oesterreich kämen und einen [ärmeren Aufenthalt nabmet). Bis .dabin hätten Paris und ein Theil Deutschlands fast ausschlxeßbcb dre Endpunkte gebildet.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Von den Meisterwerken der Holzschneidekunst (Leivzi I. J. Weber) find die 15. und 16.81eferung (11. Band 3. unJ 4. Lieferng) erschienen. Dieselben enthalten:

15. Lxeferung:_ Kampf des Erzengels Michael mlt dcm Satan um die Letcbe Moxes'. Nach dem Gemälde von Bembard Plock- borst._ - Tbuöneloa im Triumphzuge dcs, Germanicus. Nach dem Gemaldc von Karl voz1 Piloty. _ Das Kloster auf dem Ottilien- berg 1131 (Elsaß. Oriatnalzeicbnnng von 11T. Aßmuo, - Lobenarinß Sieg 1113er Telramund. Nach dem Karfon von Prof. F. KeUer. - ZieZen )" den mährischen Karpatben. Originalxeicbnung von Yrof.

. verma. _- Albxricb und die Rbcintölbter. Gezeichnet von nut Ekwall. _ Dcr Knabe Mozart und seine Schwester am Klavier. Nach dcm Gemälde von Hermann Schneider.

16. Lieferung: Ein deutscher Studienkopf aus dem 16. Jahr- bundert. Nach dem Gcmälde von Friedrich Aunust Kaulbacb. -- 8111-11, an: 5198563! Nach dem ©mnälde voq Eoouard Detaille. - Das großberzoglicbe Residenzjcblos; in Schwerin. Nach einer photographischen Aufnahme. - Eine Baucrndcputatlon. Nach dem Ge- mälde von Ferdinand Brütt.- Altdeutscher Jäger auf der Pürscb. Nach dem eiLEenen Gemälde gezeichnet von Karl Schultheiß. -- Der Rächer sciner bre. Nach dem (Gemälde von H. v. Angeli. - Entwischt. Nach dem eigenen Gemälde gezeichnet von A. Lüben.

911ünchen,20.März. (Alix). Ztg.) Die Königliche Aka- demie dcr Wissenschaflen belt zur Feier ihres 123. Stif- tunastagcs heute eine öffentliche Sitzung, Welcher der (Gesandte Preußcns, (Graf von Werthern, die Staats-Ministcr von Lux und von Pfeufer, die Mehrzahl der Mitglieder der Akademie un ein sehr zahlreiches Auditorium beiwohnten. Der Vorstand, Reichs- rath Stiftkpropst Dr. von Döüinqer, eröffnete die Siyttug mit den Worten: „Die Akademie der Wissenschaften hat mir den Aufjrag er- theilt, in der nächsten Sommar-Festsißunlg, entsprechend der Landes- feier, dem Andenken dcs Wittelsbacher Ftrstenbauscs eixnen Vortrag zu widmen. Indem ich in Gedanken mit der Aufgabe bc1chäftigt war, erschien es mir nicht unvassend als Einleitun und zur Vor- bereitung am heutigen Festtag eine Umschau uber die geschicht- liche Entwicklung der Dynastien überhaupt, ihre Stellung im Völker- leben, ihre Schiäsale von Anbeginn an zu ha1ten.“ Der Redner verbreitete fich hierauf über dak; bezeichnete Thema, und das ablreicbc Auditorium folgte dem V:;rirage mit dcm ?rößten Intercjzsc. Von den Klaffensekretären Wurde hierauf der seit Jahresfrist verltorbenen Akademiker in ebrender Weise gedacht; die Akademie verlor seit dem 28. März v. J. folgende ihrer Mitglieder: PhilosopbisÖ-pbilologiscbe Klasse. Auswärtige Mitglieder: Schömann, Georg Friedr., est. 25. März 1879 in Greifswalde; Semper, Gottfried, gest. 15._5 kak 1879 in Rom; Fichte, Immanuel Hermann, acst. 8.August in Stutt- gart; Jän Sigurddson, gest. 7. Dez.1879 in Kopenhagen. Korrespon- direndes Mitglied: 'Mordtmann, A. D., nest. 30, Dezember 1879 in Konstantinopel.-Mathematiscko-pbysikaliscbe Klasse. Ordentliches Mitglied: Lamont, Johann v., nest. 6.91ui1ust1879 in Bogenbausen. Auswärti e Mitglieder: Dove, Heinr. Wi b., gest. 4. Avril 1879 in Berlin; risebacb, Auaust Heinr. Rudolf, gest. 9. Mai1879 in Göttingen; Brandt, Joh. Friedr., gett. 15. Juli 1879 in St.Peters- burg. Korrespondirendc Mitglieder: Cotta, Bernhard v., gest. 14. Sept. 1879 in Freiberg in Sachsen; Mohr, Friedrich, gest. 28.Sept.1879 in Boum-Historiscbe Klasse. Ordentliches Mitglied: Föringer, Heinr.Ko11rad, nest. 9. Febr. 1880 in München. _Kox- respondirende Mitnlieder: Mol], Wi elm, nest. 16. August 1819 111 Amsterdam Svacb, Louis v., gest. 16. Oktober 1879 zu Straßbztrq. _Scbließlkcb hielt Hr. Prof. ])r. Zittel, Mitglied der mathemattscb- physikalischen Klasse, einen interessanten Vortrag „über den geologi- schen Bau der libvsckoen Wüste.“

Straßburg, 22. Mär]. (Els.-Lotbr. Ztg.) Am Sonnabxud Abend starb bochbetagt der emeritirte Professor Hr. Dr; Philipp Wilhelm Schimper. Der Verstorbene, ein geborener Elsasser, war Direktor des Straßburger Museums “für Naturgescbickote, welches ibm größtentbeils seinen jeßigen Gla_nz zu verdanken bax. Einige Jahre später erhielt er die Professur fur Geologie und Mmeralogte an der Straßburger Fakultät der Wissenschaften.- _

St. Petersburg. Die KaiserltÖecszemttanc„bat, wie die ,Rcue Zeit“ berichtet, anläßlich. des Kaiserxubiläums eme jypo- graphisch reicb aussxestattete Beschreibung all' rer Gegenstände ver- öffentlicht, die ihr während der leßten 25 Jahre zugegangen find.

Gewerbe und Handel..

Durch Bekanntmachung des Königlich schwedischen Kommerz- Kollegiums vom 16. d. M. ist angeordnet wordxn, dgß dre Stadt Helsingborg, da dort ein zuständiger Veterinar ,ntcht„mebr an- gesteUt ist, aus der Zahl derjenigen Städte *) ausscbetdct, uber welche die EinfubrcbvÉtljb Yiedextkétutexs? und Pferden auf dem SeeWeena weengeact._

- I)er Geschäftsbericht der Deutjcben Genossenschaftß- bank von Soergel, Parrisins & (Zo.'pro1879 konstatjrt, daß fich ein recht günstiges (Hesebäftéertragmß berauSgesteÜt 'bat. Der Umsay des Berliner Geschäfts betryg 1879 _604 233 218 „ja (+ 139484 775 „M). Die Komxandife m Frankfurt a. M. hat umgesetzt 1879 390137912 „M (+ 114 777 288 „ckck). Das Brutto- Crträgnis; des Gesammtaescbäftes fteklte sich 1879 auf 841387 _.“. (+ 160 506 „M). Die Kommandite in Frankfurt a. M. hat Rem- ertrag geliefert 1879 159127 „74 (+ 44138 „M) und so_mit das ihr zugewiesene Kapital mit nahezu 8 % verzmst. Was dee verschiede- nen Konten des Berliner Gesckyäftes betrifft, so haben einen Mebrcrtrag geliefert: Effekten -Konto 32 391 9,4, Devtsen-Konto 1315 „46, Sorten -Konto 313 „44, Provisions-Konto 91968 „44. Zinfenkonto 12 746 „44, OSUabrücker Bank 3000 „E Dagegen weist das Diskont-Konw eiuen Mindercrtrag von 21181 „74 auf. Auch

*) cook. Nr. 17 des Reicbs-Anzeiaers-