1880 / 125 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 31 May 1880 18:00:01 GMT) scan diff

«szenpolitichen Geseßen gngesxhlossexz, um 'im _ Verein mit “,denandern liberalen Parteten dte Reglerung 111 einem Kampfe

a'nvele,ein Herz dqfür habe'n würden. Das sei ja wirklich un- MKW, in diexer Welse bxhandelt zu ryerden; die rechte Seite dieses Hauses. konne mxllßlcht auch emma! als Feind des Vaterlandes'etner ausmarttgegt Macht denunzirt werden. Die- Maus jet versammelt am Grund, der bxscßworenexx Ver: «ng, n1ema1_1d habe der FortschmttsPartex sagen können, ste geg?" dte Geseße des „Landes gehandelt habe, daß sie dieÉhkekbievmg geg_e1_1 den Kömg Verleßt habe ; die Tenden- 11 seiner PMR 1e1xn dem ganzen Volke bckannt, die SALW dersellxen se) nach Oberz Ynd unten volTkommen klar. Es sex ]a “[ßuht zu verdachtrgen, aber er wünsche nicht, daß d1e deutschen Gescxndten dazu blaucbk würden, um fremden_ Regxerungen derglei en „MrMitglieder diejes Haztses m1tz-uthetlex1, Nm: sage er guttux-MÜÜÜSN dxe Regterung "wolle Frwden und Freund- stuach allen Se1ten. Da nmsse mqn 27001) die Parteien „ck entwürdigen und sie betxachten a_ls Dmge, mit denen man handeln könne. Man habe seme Parte: Früher Heffer beurthcilt. Möglich des Wahlauxxufß der Fyrtscßrjttspartä vom 23. März 1372, als die staatsmanmschen Etg211schaftcn der rechten Seite „Wsnicdérgegangen gewesensyen, da habe dte „Norddeutsche Mgemeine eitung“ bemerkt, dw FortschrittSpartet habe sich den

gemiß-

UULUÜÜIM- der Mit jedem Tage'mehr den Charaktsr eines großen Kulturkampfes déx Menschheit apnthe.“ JM stelTe man die Fortschrittspartet, tmt den Sozml1st9tx znsammcn als dieSchlimmsten der Schl1mmen dar. Es sex thm gleichgültig, wie man ihn im Auslande darstelLez man kennx ihn da WM aufandere Weise. Mache man srck_ dock) mcht gßgensexüg schlechtz er wünsche von den Konservatwe'n YoÜegmlisch behan- deltzu werden. Einer Geseßgebung, dte m solchem Maßs WCharakter der Willkürherrsthaft trage, werde er und seine volitifthen Freunde niemals zystnnmexz. Wenn noch das Gesetz schnur auf die katholische erche bezoge; aber das sei nirgend

ausgesprochen; er one aber die liberale Richtung in der p:o- Z rcßankischen Kirche nicht der orthodoxen R1chtung preisg:ben. ] Aberauch wenn das Geseß nur für dre katholische Kirche jgeltenjolle, so müßte man 'dock) Fux Ablehnung deffeLbsn kom- men. Denn es lasse sich em gememsamer Rechtsboden zwischen Staat und Kirche nicht finden; es bleibe nichts übrig, al;? daß derStaat stch entschließe, eine; vollständig unaHl)_ängige Kirchen- geseßzebung hinzusteüen. Die Vorlage lasse stck) nkcht amen-

„_K

keineKommisfionsberathung, sondern Erledigung der Vorlage im Plenum.

* Hierauf nahm der Minister der geistlichen 2c. Angelegen- heiten von Puttkamer daS Wort:

Meine Herren! Auf (1112 diejenigen GcfiÖt-Fpunkte, Welckoe der Hr. Abg. Dr. Virchow in feiner Rede außgefübrx hat, hixr noä) ein- mal zu aniworken,das seimir schon um dcswiüen crlaßen, weil ich Za bereits zweimal in dieser Debatte das Wort ge::ommen Habe; aber leaube, ee (elbfk-w'ad wünschen, einise Aufklärungen von mir zu erbajlem WÜWU “163112111 doch gcbxn,

.DetHetr BUMM mit einer für wiä) vonoMmen be- möuben Erregung von «Depefckye gesprochen, WLW: die An- Me epjbält, das; vgs CeniruuiÜI-ffbs mit den Sozialisten Md fort- sckrxt111chm chubktkanem „„U-Def. Meim Heften! Ick wäll MWF W“ “WEM- W W ck für selbstverständlicb halts, daß in

“:*/cr OM/Ö- kek“- Mkamentariscbe Partei gkmeint sein konute.

-,

* mr Lande zu beurkkeisw, To“ bak Re *die VeryRcbwng und “[Wen- Ü'Zdas Re'tht, äUIzUsprecHen, auch in amüicbin Schrifislückea, wie „imb die direkte und ivdtrekte JoLqe d?! Tbäügkeü diejec Parkeien mLandßdenkt, und da halte ich es nicht für ausgesäzloffen,_daß Mn Depesche der Gedanke ZU Grunde gelegen hat, daß die Kon- ßqnuxzeu der politischen Thätigkeit der Fortschrittspartei im Lande Ütxdjnys _unvereinbar sind mit einer gedeihlichen monarchisaben UnentMckluug unserer Zustände. :ck qerade am Wort hin, will fck noch auf einige andere E;Üäztépunktehes Hrn. Abg. Virchow zurückkommen. Er sagt, er kennemcbtfiuden, daß der Weg, den die Vorlage einschlägt, zum launbafitn_Frieden führt. Erstens ist ja Won wiederholt hervor- ÜW-daß dieser Ausdruck „daucrßafter Frieden“ vieUeécht nur ein “WMW ist, es handelt fich hier um Anbahnung tHatsächli-Lvec Médiasverbandlungen, aber «6 klang aus den Woxten des Hrn. Abg. LÖWnamentlich im Zusammenhange mit der Streifung seines kirchcn- WW!!! Plygramms doch bindurck), daß er Wohl s:inerseifs einen 191- dul Win:, wie man zu einem dauerhaften Frieden kymmen könne,

W; akam Zenn der von ihm so sehr oft und mit 1olcher großen T'slbanlbarfe betonte Gedauke zum Vorschein: Trennung der klo! vom Sjaat, d. h. er hat es heute so anedtüch: man gebe Juzelney Gemeinden absoluke Unabhäugkgkeit, die mögen sich "'brthscböfe machen wie fie onen. Das ist ein Theil dks MWS, das der Herr Abgevrdnete notoxiscb 1eit langer Zeit

!m die Regkcmnß in 'd'xe Lage kommx, 'dXe Tbäügkeü gewiüer Par- &

Klk-inane Herren, mit dLeser Txennung dxr Kirche vomStaat Wk emeganz etgene Bekkandmß, und tck) glaube, dxe Ge- MW uns das». Wenn ig uyserem (1qu Jahrhundert? la'nger MUG?!“ beruhenden monarchnchen zmd bxjéortscben Verbaltnzffen MUMOK der Trenntxng der KMK vom Staat durchzesuert WMW deetkr2e1n,?xve1n wtrpd es zu Gute koznmen'? (Fs :st 7- 16.) Stüc [ehr ÜTZ us xuck aebxaucben - auf ubcrtrreben kafholtscber Wen Wes ufig m ParlamenLen „Und gußer dene? Parla- skbx mfÜLÉcpkoäskn'worden: wir waren m1t,dieser Nennung “West! G'ru dMeme Herren,_ ha liegt em _sebx wahrer *W- dann " & Trerxnen Ste 111 Deutschland dre Ktrche vor;! JWMWWYÜZZ Sie 1n,20 Jahren ezn Uefberwuchern an Klett- - "niaatvek: HnanSYSYZ b-"ZZU Hemk't ck d d' R gunmg MYM!) r. _g. lk ow. 12 en, fi erm x_e e- “ÉWWÜ m kung dieser Voumgckxt, Was W1Ü_ße denn mtk der 11chojg "md 1TGM- w:lche dle Wwderkcbr des emen oder anderen mus; dxijsÉ-W Da stellt er de:)n'fr-lgendes Dilemma:“ eniweder der Staat WMW"? TMN 170607271, 1ch wexfe nnch zn Fuße", oder wieder Haben, MWM: ash komme doch, wtr möchten pic!) so gern nn ck „“ck "„ckck-Herren!- Ick glaubx, auf dxesem Gebxete _ Haß dje Diplom ;ck? der Memung bm unt dem _Hrn. ])c. Vtrchow, Uberlisten; üen blos dazu da.find, un] dxe anderen Leut'e zu Taten 'Was lennn der H»:- Abg. Bt_rchqw wxrkltch von den Dxplo- 54) nur in dxnen- Daß dte Verbaltmffe und die Verhandlungen Uxt "icht zulkdskm und saß 'bewegen könnten, das 1st„doch in der KBW eine “1an- Und :ck ba'kxe Won vorher die Ehre ge- K “&ka dns "1 Preußen htstortscben Fall zu erzmxern: kk» dem Erzbischofs; da rst aber vom patezr paecafl emer- aß,“ Hr prteßssmenx andéréxseiis gczr nicht dje Rede._ Wenn “Mknübe'r UZ: VlkÖVWFUJt, dxe Regxernng zerbxtcbt !“b 'den M“, [:ck “doch“ Has klznfng wxrden_w1rd, so mochte 1ch thm 79“! noch a dmck semen Kopf darubxr'zu zerb1echen, oder ich ““kkkaovfdaTékZ' ausdrßcken: Er myrtch" fich [7511Te schou SUM des Hrnnéxx" Das 172 denn “(Joch „eme Fursorge f_ur um?! von 14311qu W“! “I' VUÖOW, die lch xn aller Bescbeldenhetx ab- Mwikmüd k wérden zur gelegenen Zett, meine Herren, wissen, Wan MLT VVUMslÖfen-machen werd_en, die uns der Landtag Ükaiiszxn Si erden dle VoUmachten au2uben und benußen in dem *, nne, in welchem die Vorlage selbst gemacht ist.

„„Der AHF. Stöäer erklärte, dieser Entwurf sei wieöer“ Lin Matge1eß, a er das bsste aller M-Ugeseße, da cS dazu diene, den Mängeln der übrigen abzuhelfen; noch nicht der Friede sei es, aber der Waffenstillstand, zwar noch kein 11308115 yj- Wväi, aber wenigstens nicht mehr der 11105115 ysrsuncii. Die Vorlage sei eine Friedensphase in dem großen Ka111pfezwischen Stqat und Kirche. Preußen wsrde den Frieden haben, weil es 1hn, haben müsse. Der große Streit, der durch die ganze Jeßtzett héndurchgelze, der Kampf zwischen Böse und Gut, zwischen Ordnunq und Unordnung könne nur, wenn Frieden auf kirchlichsm Gebiete bestehe, seinem Ende entgegengeführt werden. Ter Nbg. Falk habe mehr als der Vertreker einer vergangenen Epoche, als im Namen seiner Fraktion gesprochen. Der unheilbare Schaden, den derselbe in der Einbringung dieser Vorlage sehe, werde geheilt durch ihre Annahme. Er halte diesen Geseßentwurf für das Brod, das der Existenz des preußischen Staates nothwendigsei, entgegen der vom Ahg. Windthorst außgesprochencn Anstcht, der dsnselbsn für Gift ansehe. Ein Kampf gegsn den Glaulwn sei der Kampf der Majgeséße eigentlich nicht gewesßn; derselbe sei cs aber durch dte Umstände geworden. Daß aber die Auschauung, marx kißnne außsr dem Schatten der Kirche laben uud sterben, unr1cht1g sei, das sei allen Denen klar, die mitten in dem LebM und Treiben des Volks ständen. In Journalen und Versammlungen habe man die christliche Kirche zu eincm Sturm- l)_0ck gegen die christliche Weltanschauung gemacht. ngen d1es8 Mtßstände sei eine gemeinsame Verbindung beider Kirchen nqthxvend-ig. Daran könne Niemand zweifeln, der *mit Klar- hett 1,11 das Abgründe dcs Volkslebens sehe. Die Fortschritts: parte: hgbe hierfür kein Auge, ste habe die Gabe nicht, die Bedürfmffe der Gegenwart zu verstehen, fie fühle nicht, daf; dxe Welxgescküchte ('!er fie zur TageHordnung übergehe, sie lnlde dxe Arriéregarde der Geschichte, waH alTerdingZ kein Fortxchrüt sei. Die Fortschrittspartei habe sich gegen die Bezetchzmng „republikamsch“ gewehrt. Er habe zu seiner Zn- fyrmatwn das vornehmste Blatt dieser Partei gelesen, und dxesss habe vor 2 Jahren am 18. März geschrieben: „Wer am 18. März 1848 thätig oder duldend Thsü genommen,

habe eine, Bürgerpflicht erfüÜt, und die Erinnerung daran. se] eine Art Gottesdiens.“ Das sei nicht repxxbltknmsch , das sei revolutionär durch und durch.

Zym Kawa ngén solche Tendenzen sei die Verbindung _ _, bexßer_K1rchen em guteS Werk. Zwar scheine in der-leßten diren; deshalb one er und seme poltttschen Freunde auch T?Ze1tsth1tn den Regionen der hohen Politik etwas Sturm ge- )err

_ u haben, er sehe aber doch 1'11 den Wolken den Fxtedens ofen. Seine Partei molke im Vsrein mit der Re- glerung das VLste thun zur Hsrstclwna des?- Friedens, gleich:

gültig, ob jeßt dis Kurie ihre Zustimmung dazu gebe oder nicht. Nack) der gestrigen ErklärUng des Ministerß scheiue durch die Vorlage dte Stellung der Kurie nicht besser zu werden, wohl

aber 'die des Centrrtms und der Katholiken Deutschlandck Er ser Überzeugt, hätte der Kurie dieser Gesetzentwurf vor e: [WM, ste hätte die leßte Depesche nicht geschrieben. Es ei nuleos zu fragen, wer Schuld sei am Kulturkampf. DiE

Staat und Kirche lebten ja auch gewiffermaßen in einer Eh?- Laffe man das Vérgangene vergangen sein. 'Oéme das Vatt-

Frage nach der Schuld fei unnüß in Sühneterminen, und ,

5er, MM; dkeßkxkexx wüns , d ' ' d' ; «t [] worden' ohne daß fick) die öffentliche Msinzmg so aus den Kommxxxjaxzu dnnjeZF-n pTZULFYUIHÖYJYZN ZF», Frei; sehr seiäcr bßmächtigt hätte, wären so yiel Schäden zncht ent- kiéskkDMsÖW-ök gelegen hat,io wiUicb daß vecjuéhen. Ich glaube. 1 standen. Diess Schäden ließen fich stcmstiTch nachwsxsen. Jn

BRU" Teien nach dem städtischen Jahrbuch mehr Kinder aus reirskaXhoLijckyen Ehen ungejauft geblieben als aud; rein erzan- geUschen. Der Abg. Virchow stage, worin 'die evangelxsäze Kirche dnrch den Kulturkampf geschädigt werde. JU Berlin stehe wan vor einem Bankerott deé; k€rch1ichen Lebens., Das Cwilftandsogeseß stehe im engsten Zusammenhang nnt dem Kulturkmnpf, es sei aus diesem Grunde so üvereilt und für die Kirche zu schnel], zu unvorbereitet eingeführt worden. W::m man die Macht des Centrums als; so groß schildere, - sei es mcht gerade der Nbg. Falk, der das Meiste dazu gethan habs? AUerdings müsse dér Staat seine eigenen inneren An- gsl€gch11heiten autonom ordnen, aber nimmermehr werde sich dle romanische Idee von der absolut freien Kirche im absolut freien Staat in Deutschland durchführen lassen. Die Autonomie des Staates mache denselben aber nichtabsolut. Nach der Erklärung des Ministers ssi der Abschluß eins?; Konkordates bei der prinzipiellen Verschiedenheit der bexder: seitigen Ansichten unmöglich. Die bloße Stellung der Drehe unter das VereinSrecht halte er bei dEr engen orgamschen Vsrbindung, in 1v81cker in Deutschland Kirche ,und Stgat ständen, Und [)(-i der Rivalität dEr beiden Hauptkwchsn mcht für mögkich. Wemx man vom status quo Ww sprech?, so handele es sich darum, ob man den von 1850 o_der chn 1870 meine. Die Zeit yon 1840 bis 1860 sei m_eYLexcht ems Zett des nationalen Nisderganges für den, preumschctx Staat ge- wesen, aber für die Kirche sei 1119 Lage n1cht sxhlecht gewesen. Ein Zwang, sich dem Prinzxpe der, Autotzonne PLS Staates zu widerseßen, sei für die „evaanYltsche Ktrche 1x1cht vorhanden, aber auch für die katholxsche Ktrche schexme 1hm dieser Zwang nicht vorzuliegen, nur müsse eben dre Geseß- gebung der Kirche gegenüb'sr nicht bloß JLXLÖTM sq'ndern auch biklig sein. Man berufe sich nun auf dte Maxstat des Ge- s-x-Zek-„das gehalten werden müsse und wolle dem Kultus- Minister nicht fsx) elastische Geseße bewilligen._ Aber man habe doch früher an liberaler Seite sehr leicht dte Verfczffqu ge- ändert. Wo war damals die Scheu vor der Maxxstat des GeseZeH? Und bei der Schulaufsicht habe man den'; früheren Minister Falk nicht nur elastische, sondern gummiartxge (Hxscße zugestanden. Mitdiéfem Geseße habe dieRegiexnng daS Mögkchste gethan, um den von Allen gewünschten Auleetck) herbeiznführerx. Der Abg. Virchow habe sich als der Generalpächter dxr polt- tischen Moral gerirt und diese Vorlage eine _Abnegatwn des konstitutioneüen Prinzips genannt. Ohne dxskretionäre G9- walt könne ksine Regierung auskommen. Das Hg"? habe ste der Regierung gegeben für das represfive Soztaltstxngchtz, gebe man dasselbe für diese befreiende Vorlage.; Die Fort: schrittspartei nenne sich ja der Hort der Fretheü und ver- damme im Prinzip den Kulturkampf. Jxx Oestexreich hgbe die Regierung in kirchlichen Dingen mel großere htskxetxonare Gewalten, als diese Vorlage erstrebe, unk! das sel noth1g der diskretionären Gewalt der Kurie gegenübey. Dcr autynome Staat sei in dieser Vorlage bilXig gegen dxe_§1rche, dte Rx,- giernng mache einen Anfang in der Revision der Max: gestße, sie sorge väterlicl) für die verwaisten Bisthümer und Pfarreien. Der „Nbg; Falk fürchte, daß die Regie- rung dadurch schwach „schetn'en könne; eine starke Regie- rung fürchxe den Schem mcht, „sondern nur Realitäten. Wenn so mele rothe Demokraten hatten zurückkehren dürfen in

, hoh? kommüiiäke Nxmtßr, warum 70116 ein abgeseßxer Bischof nicht in sein Amt zurüxkkehren „dürfen? Auch seme eigene Kirche sek der Regiertxjxg fü]: d1ese Vorsage dankbar, welche die Möglichkeit der Beseiiégsmg des sogenannten öffentlichen Kulturéxamens biete. Es sei Lin ÖMUÜJLS SchMspi9[- wenn xm solcher Examinator seine ErfahrlnTZexl «US, dem Examen m emem ,öffenllichenBlatte mittheila GR ZWETTL, daß das Kultur set; Man könne da viele interessante DMZ? erzählep, aber es set doch selbst hiervim Hause vorgekomMen, daß CM sehr gelehxter Professor steh versprocßsn und gesagt habe: L_uther s“: m Wittenberg geborcn. Er wünsche eine defini- tuxe chslnztg „des Verhältnisses von Staat und Kirche, aber bei dsm mmgen Zusammenhang der Kirche mit denk Staat und dem Volksleben könne das nicht im Detail duxck) Geseßesparagraphen geschehan. Für einen danernden Frxeden musse Rom seine, Aspirationen auf die Weltherrschaft ausgeben, welche der vorrge Papst selbst auf dert Deutschen Kaser azzszndehnsn vsrsncht habe. Aber auch auf der anderen Sexte muffe daS Strebe'n nach Omnipotenz anfgegoben wer- den, hier auf Erden ist Macht mehr als Allmacht. Seine Partex gebe, dex Vyrlage eine Geltungsdauer bis Ende nächsten JahreS, weil [19- Ytese Frage nicht in den Wahlkampf werfen ngoUe, und weck ste wünsche, daß manein Ange auf die defini- twe Regelung der Angelegenheit behakté. KSrche und Staa

müßten beide gsmeinsam die großen sozialen Gefahren der Gegenwart bekämpfen, sonst werde der Umsturz beide ver- schlingen. Hoffenllich gelte hier noch nicht: [Loma ]0aata ost ; das Cantrum werde sich hoffentlich noch zur Annahme der Vorlage entschließen, getreu dem großen Grundsaße von dem w&trimouium jmpsrjj Sk 5308r60tii.

_ Der Abg. Dr. Reichenfperger (Olpe) bemorkte, die Aus- fiihrungen _des Abg. Dr". Falk hätten schon ihre Widerlßgung gcfnnden, ihm blsibe (:er noch ein weitss FSU), zu zsigen, 113915 der Ab . [)r. Falk aus der so blühsnden katholischen Kirche zu ma en vermacht habe. Es sei ihm eine Befriedi- gung gewesen, zu sehen, daß der Abg.1)r.Falk der erste RSÖULV nach dem gegsnwärtigen Kttltus-Ministsr gewesen sei und daß dadurch dokumentirt worden sei, daß das System des Abg. Dr. Falk eine Verurtheilung erfaßren habe, daß sein Werk LTUPropukt des Leidenschaft, des Leichtfinnes und der Unkenntmß set! (Der Präsident erklärtz den Ausdruck Leicht- sinn anf ems Handlung eines dem Hanse als Mitglied an- gehöerdsn Staatsnmnnes angewandf, für paxlatharisch nicht zulässkg. Der Redner erklärte, daß er jenen AuSdruck mtr in der Vechtung von „leichten Sinnes“ gebraucht habe.) Der M),]. Or. Falk hätte allen Anlaß, den gegenwärtigen Minister, wck1ch€r den trostlosen Zustand der katholischen Kirche, der dnrch den Abg. Falk als Kultus-Minister geschaffM foi, mil- dern wokle, für seine chühungen zu danken, denn der Nbg; Fulk selbst habe nichts dazU gethan. Nichtsdestowexxiger sei der Abg. Falk dagegen, daß an seinen Bestimmxmgsn etwas geändert wsrdt», und zwar, weil der Papst dem Staate noch nicht genug mitKonzesst'onen entgegengekommsn sei. Der Abg. Falk habe bestritten, feindseligßn Charakters gegen dxe katho-

lische Kirche zu sein und habe daran erinnert, daß sis ihn; die Wohlfhat des Ktrckzengsmeindegesetzes verdanke. Gerade dteseS Essex; thue die Ntchtigksit seiner (des Redners) Behauptung

kamm: wäre der Knltttrkampf nicht entstanden und,ohne die ,' dar, daß der AbJ'Falk nicht Maß noch Pflicht geübt haHe. Härtén und Fehler der Maigeseße nicht so erbtttert ge-x er

Im Jahrß 1873 eine evangelische Kirchen: und Synodal- ordnung verküydst; der Landtaa habe aber nicht das Recht gshabt, fick) 1n1t den einzelnen Paragraphen dss „Sxatnth zu beschäftigen. In derselben Weise habe der fri'tlxre MMster Falk eine katholische Kirchenordnun außarbeiten lassen und dem Landtage vorgßlegt. Ju solcher JLeise sei über Reels? der katho- lischen Kirche O_i2ponirt worden, obwohl. dock) anerkannxwerdsn müffe, daß dn“, katholisch? Kirche fest organiscrt gcwejen sei. Das sei 7318 thlthat, auf die sick) der Abg.Fa[k eruse. Und wie stehe e_s nnr dem Inhalt dieser Kirchengemeindeordnung? Während m _der xvangelischen Kirche das MW: zur Ausübung des aktiven erchltchen Wahlrechks auf 25 Jahre fsstgeseßt sei, verlange man für, die katholische nur 21 Jahre. Habe der Minister 'etwq damit sagen wolxen, daß die katholische Jugend friiher rexf set? Durch das Altkatholikengeseß ds?- Abg. „Falk, welches dre Verwaltung ber»chtige, den Altkatholiken die Kirchen zum Mitgebrauch zu übeersen, seien oft Gemeinden von 50 biH 60,Person_en gegenübcr den nach Tausenden zählendey Katholtken K1rch2n eingeräumt worden, die kurz zuvor mit den Sparpfsnnzgen der Fabrikarbeiter aufgebaUt seien. Dem Abg. von Zedl1ß„ bemerke er, daß eine Kirche, die 19 Jahr- hunperte [11an M) hab?, ihre Natur nicht ändere. Die ka- tholxsche Kirche se1 anch nicht als Dienstmagd in Prsußen aufgenommen, sondern als eine Korporation, garantirt durck) Staatsverträge und, was er noch höher achte, dure!) KönigHwort. Man halte es für unbedenkkicl), daß Rom der Anzeigepflicht genü 8, man vergesse aber, daß hinter dieser Anzéige das Veto des ber-Präfidenten stehe, Auf diese Weise werde die Kirche auf den Nußsterbectat _geseßt. Man habe Pamgraphen der Verfassung unter Zustrmmung der liberalsn PartQien aufge-

hoben, weil es sick) ja bloZ um religiöse Garantäen haydelxe. Diese Art von Liberalen soÜtcn bei dem Absolutisten Frredxxch dem Großen in die Schule gehen, der Jeden nach Hemer Faoon hätte wollen selig werden lassen. Noch nie habe emen: geseßgcbenden Körpex eine ähnlichs Vorlage vorgelegen, das Wort von der Majestät der Geseße sei danach mcht mehr ausrccht zu erhalten; er erkenne nur eine MaFstät der_ Person an, m'cht eine Majestät der Gescße; man wich M„ wr? schhe GLsLHL zu Stande kämen. Man müsse nicht selbst m der Kuchs gewesen stin, wenn das Diner schmecken so_lle. Ihn freue,das Ancrkenntniß, das; die Maigeseßgebung mckzt blos" has krrck): liche, sondern auch das staatliche Interesse gésckngt habe; man würde doch sonst nicht einen Außglenk) versucht hqben. Dsr Reéchskanzler habe früher gesagt, er xverde semm Friede'n mit Rom über die Köpfe des Ccntrmys hmweg machen. Wx? vertrage sie!) das aber mit der gestxtgen Agußernng de?- M;- nifters, daß die Konzessionen bezügl1ch Her Matgeseße von der Zustimmung des Czntrums abhängen würden? "Das Centrum habe den Reichskanzler in alTen Fragen „unterstutzt, m denen es dies mit dem Wohl des Staates vererxzbar gLfUUkJLzl [MW Das Centrum habe im Reichstage die mnere Polmk zuzn Frieden geführt“ es habe 130 Millionen Mark Ste'uxrn bennl- igt im vollen Bewußtsein, seine eigene Popularttgt da'xxnxch aufs SPM ZU ssßen. Das Centrum habe aber dw Mnxxarx. vorlage nicht bewilligen dürfen, weiL ste dem C9ntrum uber die Grenze dessen zu FLHM geschienen habe, was 1m Interesse der Gesammtheit mög ich sei. Es sei unbill1g und wxder dre „Verfassung, daß von dem Verhalten des CentrumI das Schicksal der Kirche abhängig gemacht werde. Das Centrum würde ja gxade eine Prämie auf dte FOMcßung des Kultur-

kam fes ausseßen, wenn es sich padlzrch pylitixch dienftbar ma en ließe. Das Centrum sex dxe nur er Laterne

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