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dun squai versammelt, die das Kronprinzliche Paar mit jubeln- den urufen begrüßte. Vermittelft _Sonderzug wurde ' hieraus die Reise nach London fortgesLt. Zwtschen 6 .und 7 Uhr lang- ten Ihre Kaiserlichen und königlichen Hoheiten tm C ring- Croß Bahnhofe an, wo fie yon dem Prin en und der Pr nzesßn von Wales, dem Marqms und der, akquise von Lorne, dem deutschen Botschafter und vtelen anderen Pekso- nen von Distinktion cmpfgn en wurden. Be leitet von dem Prinzen und der Prinze sin von Wales hren der Kronprinz und die Kronprinzessin hierauf nach Prussia- House , dem deutschen Botschaftshotel. Dort wurden Ihre Kaiserlichen Hoheiten von dem Grafen und der Gräfin Bern- storff und dem Botschaftsxoersonale ehrfurchlsvoll empfangen, und beim Durchschreiten der festlich geschmückten Halle von einem jugendlichen Sängerchore mit einem Festgesange be rüßt. Dte beiden jüngsten Kinder des deutschen Botjchafters, räfin Victoria und Graf Johann von Bernstorff, trugen hierauf dem Kronprinzlichen Paare Willkommengedichte vor, wobei erstere dem Kronprinzen einen Lorbeerkranz, lehterer der Kron- rinzesfin einen prachtvollen Rosenstrauch überreichte.
achdern der Prinz und die Prinzessin von Wales 1ch entfernt, fand bum Botschafter ein Diner von 22 Gedecken att. Wäh- rend desselben brachten 150 deutsche Sän er, Mitglieder- des Turnvereins und anderer deutscher (He angsvereine em Ständchen, das unter andern deutschen patriotischen Ltedern auch einen Vers der xWacht am Rhein- umfaßte. Nach der Serenade empfingen ihre Kaiserlichen Hoheiten eine Deputation der Sänger und nahmen aus ihren Händen eine mit zahl- reichen Unterschriften bedeckte Willkommen-Adreffe entgegen. Se. Kaiseriicbe Hoheit der Kronprinz zeigte fich hierauf mit der Kronprinzessin auf dem Balkon und wurde von der vor dem Hotel versammelten Volksmenge stürmisch begrüßt.
Ihre Kaiserlichen und Köni lichen Hoheiten besuch- ten gestern die internationale uSstcllung in Süd-Ken- fington, nahmen hierauf bei dem rinzen und der Prinzessin von Wales in Marlborough- ousc ein Dejeuner ein und begleiteten dns Prinzliche Paar nach 'Chiswik- House, woselbst bei günstigem Wetter ein glänzendes Gartenfest stattfand , bei welchem Ihre Majestät, - die eigens zu dem Behufe, das Kronprmzuche Paar zu begrüßen , von Windsor herubergekoxnmen war, -- die sämmtlichen Mitgltedcr der König- ltchen Famtlle, mehrere auf Besuch hier anwesende Hoheiten, die Mehrzahl der Mttglteder des diplomatischen Corps u. s. w. zugegen waren. Nachdem Diner, das beim Kaiserlichen Botschafter, Greifen Bernstorff, tm Pruffia-House stattfand, besuchten Ihre Kaiserltckoen ,und Königltchen Hoheiten die italienische Opern- vorstellung nn Covenxgarden-Theater und erschienen dann auf dem BaUe der Herzogm *von Weuington in Aleey-House.
Im Obeehguse kündigte gestern der Unter-Staatssekretär im Krtegs-thfterium an, er werde am 13. Juli die zweite Lesung des Armee-Reorganisations-Geseßes beantragen.
, Im Unterhnuse kann in gestriger Nachtsihung nach einer mcht zu Ende gefuhrten Dtskusfion über eine, die Herstellung von Straßenbahnen (TLQWWZFZ) im Innern von London, betref- fende Gesehyorlage, dte Ernennung eines neuen großbritannischen Gesandtennn, Stuttgaxt zur Sprache. Der Unter-Staatssekretär des Auswarttgen ermderte, Lord Granville habe der Königin vorgestellt, daß unter den bestehenden Verhältnissen der Rang des dtplomaxtschen" Vertreters in Stuttgart reduzirt werden konnte, folgluh zvurde statt eines außerordentlichen Gesandten unddbevollmächttgten Ministers ein SUU'ZÉ (17.411311'85 ernannt wer en.
Nach Erledigung einiger anderen einleitenden Geschäfte wurde dre Debatte uber die geheime Wahl, (Ballot) wieder aufgenommen.
Frankreich. Paris, 7. Juli. Die Bezahlung der
' Miethen, welche für kleine Wohnungen zum 8. d. M., fur
große Wohnnn en zum 15; d. M. fäUig werden, das Wechsel- geseß nnd dte trenge nut welcher man diejenigen Steuern emtrecht, welche die egterung der nationalen Vertheidigung auf Dtejemaen gelegt hat, welehe während der Belagerung von YFesrgJ-FZUFYY errefgtim zTIME ?rdoßen Mißmuth. Rock) n n eau enene o am 9 ie a Verhaftungen ftatt. * z , s w 3 hlreiche
fol eKeYekanttxrnaÖe von WWW vom 5. Iuli bringen n ma ungen we e ' nen von der deut n Miglitärbehörde zugegan en nd: ck sche
1!): Auf Befehl des eneralquariiers der Besahun s-Armee in
an eich werden von heme ab der Belagerungs-Zusßand und die egsgesese 111 aller Strenge wieder hergeß-Ut, und jede andlung gegen die preußische Behörde, so wie ede Schädigung der icherheit
.der ndividuen werd mit der ößten Strmge bt rast werden
I - . DerBeueral-Majgxr Kommandant v? Ruviue.
2) Auf Befehl Sr. ETceUenz des Ober - Generals und aus Ur- sache des Mordes, wclche: _n der vorigen Nacht an einem Deutschen Soldaten verübt wurde, werd beschlossen, wie folgt: Der Jahrmarkt- pla wird jeden Abend um 10 Uhr geräumt. 'Die KYRäuser, Re aurants :e. werden Abends um 10 Uhr geschlo en. * lb 11 Uhr Abends bax Niemand, außer den Agenten er scan ds chm Polizei, das Re(ht, auf der Straße zu sein. Jeder, welcher am? öffent- licher Straße nach dieser Stunde betroffen wird, wird arretirlx.
, Der General-Major Kommandant v. Nadine,.
Auch der *Courier de St. Quentin- -enthält eine solche Bekanntmachung der den schen Militärbehökde: * _
An die Einwohner! n Ausführung des-Artikels 8 des Ver- trages vom 28. Februar, Welcher den Kommandanten der deutschen Truppen das Recht giebt, alle zur Sicherheit „ihrer Truxpen noth- Wendigen Maßregeln ztxtrcffen, Werden die Einwohner von t. Quentin benachrichtigt, daß 1) jeder Einwohner, Welcher einen demschen Sol- daten beletdigt, sofort arretirt und mit der größten Strenge bestraft Werden wird,“ 2) Zusammenrottungen auf den öffentlichen Mähen ::)ndd in den Straßen werden mit Gewalt auseinander getrieben
er en. -
St. Onentin, 4. Juli 1871. _
„ Der Major, Kommandant v. Hohenhorft.
-- 8. Iult. (W. T. „B.) Dre schnelle Erledigung des Gesehes uber hte neuen .Emgangssteuern hatte in der 'Mit- thetlung des Fmanz-Mimsters ihren Grund, das; täglich sehr große Quantitäten von den durch/das Gesch besteuerten Wanken tn denverschiedenen Häfen anlangen und daß bis zur Vo- ttrung des Gesehes dem Staatsschahe täglich ein Schaden von
mehreren Millionen erwachse. Der Minister müsse daher die“
“Dringlichkeit, der. Disrusfion beantragen. In Folge dessen wurde die Dtskusfion des die Generalräthe betreffenden Geseßes unterhroxhen und das neue Steuergeseß , wie bereits gemeldet, fast einstimmig angenommen. "
- Die Proklamation der für Paris gewöihlten Deputirten der Natwnalversammlung hat gestern im :Palais du Luxembouxg- stattgefunden. Die Prüfungsfommisfion hat sich nach längerer Bcrathung dafür entschieden, daß alke Stimm- zettel, die ma dem Ngmen A. oder F. Moreau beschrieben seien, zu Gunsten Jerdmand Moreau's gezählt werden soUten. Da hternach sich fur „ß. Moreau 94,873, für Bonvallet da- gegen nur 94,632 Stimmen ergaben, wurde ersterer als De- puterter der Nntionalversammlung broklamirt. .,
-7 9. _Iult. Ganxbettn hat am 6. d. ein Schreiben an““die republtkantschen Komxtes m Bordeaux erichtet, in welchem-er se_me Freude uber, das Resultat der ahlen ausdrückt. In diesem Schretben hetßt _es: Die leßten Wahlen haben den Beweis geltefert, daßeFrankretch "zum Guten entschlossen sei, und daß ck Alles aufbteten wolle, um dem Lande jene Steklung wieder zu; erweeben, welche es durch die Monarchie verloren hat. Dteset Wille des Landes legt den Republikanern ernste Pflichten auf. t'ankretch erxvartet von der republikanischen Regierung sein erl und seme Wiedergeburt. Arbeiten Sie daher Alle, ohne zu erfmatten, mit Festigkeit "und Mäßigung, mit Klugheit und WerZheit daran, daß die Republik, weicher heute Niemand mehr mrßtxaut, für unser unglückliches Vaterland zun_1 Hafen werde, m welchem es sich endlich von allen Sturmen zu erhylen yernrag. Vermeiden „wir deshalb jede Uebertretbung,“ sexen Wik ernig, stark,'wachsam, gemäßigt und vor Alletn geduldtg, und die Zukunft wird unseren Grund-' sähen gehören. .
Versatlles, 8. Iuli. In der Nationalversamm- lung stand auf der TaÉesordnung der Gesehentwurf, betreffend dte Auflage neuex teuern auf Zucker, „Kaffee, Thee, Alkohol , Kakao und ahnltche Gegenßände. Die Dringlichkeit her Berathung wurde vynrt und trat die Versammlung sofort m die unmittelbare Dtskussion des Entwurfes“ ein. Nach kurzer Debatte wurde derselbe mit 483 gegen 5 Stimmen an- genommen.-
- Das :Iournal officiek- veröffentlicht weiter ol ende Wahxresultate: Morbihan: de Gouver. Seine: leoßvski, AndrS, „Pernolet, Louvet, Paul Morin, de Pressensé, Gam- bSeIa, DteZ-YoninKCorbotZ, éenérmatédieBde Ciffey, de Ploeuc,
eurer- e ner, ran , a ou aye e (5. are Uaurent' 1 at Sebert, Bxeßlay, Drou n, Bonvalet. f , P ck , „ - Wte das „:Iournal officiel- mittheilt, hat die Regierung m Bezug auf die Anwendung des Gesehes vom 12. Mai d. I. Lurch welches alles seit dem 8. April von den Insurgenten in
aris mit YeschlaZ belegte öffentliche wie Privateigenthum für
unveräußerltch erkl rtwird) bestimmt, daß der »7.Iuni, als der
JßiltaxorFeenchtT-Fr daelrtchohse dGeréchtshof in Parts wieder her- , a er aanueeneia
die Insurrektion beendet war. „ g s sh s , n welchem
Spanien. Madrid, 5. Juli. Die Antwortsadrejse auf dte Thronrede, auf deren Berathung der Kongreß viele
ochen verwandt hat, ist kürzlich überreicht worden und darauf
nde Erwiderung des Königs ergangen:
folge ck empfinde die lebhafteße Genugthuung beim Empfange der Abt e,* die der Kongreß an mich erichtet hat; denn mein eifrigftes Begehren iß ek, die Wünsche des oltes kennen Fu lernen um den- selben nach. meinen besten Kräften Gerechtrgket Widexkahren zu lassen. - _
cm Glück S aniens, das mein und meme: Kinder Vaterland gewoJcn, mich gan? hingebend, Werde ich Alles aufbxeten, um dem geßhgebenden Körper, der die Bestrebungen xneines Vc1kes dazstcllt, meine treue und erzliche Milwstkung zu [erben, damtt wir m ge- meinsamer Arbeit ür die Entwickelung nxd Befestigung her großen Grundsä e des konstitutionellen Syüems, dem das spamsche Volk
[9 viele pfer gebracht hat, seine Wiedergeburt und Größe erzielen
könnYiese Gefühle, meine Herren Abgeordneten, Werden mich mein
“ an dur drin en; sie werden mir die Kraft zumSiege gfzahYeRaköelÉXÜlckstßechseéundgSchwierigkeitcn der Zukunft verleihen. -- 8. Juli. (W. T. B.), In der heungen Sthung der Cortes gelangte der Bertcht der Budget-Komm1sfion zur Berathung. * Serrano forderte die Kammer auf, die Vorschläge der Kommisfion qnzunehmen, ,um. die Re- gierung in die Lage zu versehen, 1hre Verbmdüchketten zu" er- füklen. Im Verlaufe seiner Rede betonte Serrano, er wurpe sofort aus dem Ministerium austreten, wenn dxe gegenchrttg zwischen den Parteien bestehende Versöhnung gebrochen wurde.
talien. Rom, 8. Juli. (W. T. B.) Die vGazzetxa uffiziFle-e veröffentlicht eine Verordnun , betreffend die Mtt- wirkung Italiens zum Bau dex St. otthardsbahn, sowie, ferner die Konvention, welche zwtschen der Schwetz nnd Italten bezüglich desselben Gegenßandes geschlossen worden tft. . Florenz, 9. Iuli. Wie die :Opmwne- benchtet, hat da Munizipalität von Iassy anläßltch" der Verlegung der Haupt- stadt Italiens nach Rom eme Gluckwunsch-Depefche an den König gerichtet.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 8. Iult. Die diesjährigen großen Manöver des Gardecoxps und der demselben aktachirten Truppen werden vom 13. ws 23. Augnst wischen Par olowo und Toksova ßattfinden, von wo aus em
ngriff'auf t. Petersburg ausgefuhrt wtrd.
Schmeden und Norwegen. Stockholm, 4. Juli. Die zur AuZarbeituna eines neuen Heeresgesehes mcdergeseßte Kommission hat vorläufig ihre Arbeiten abgeschlossen , um dte- selben am 1. September wieder aujznnehmen. Dte Kommis- fion hat fiel) zu dem Antrage genmgt, das Stellvertretungs- recht aufzuheben und die Wehrpflicht auf alle Klaffen-der Be- völkerung auszudehnen, dergestalt„ daß auch Prediger und Lehrer dte bisherige Befreiung verltexen. Ferner sollen dte Rekrutenübungen weiter ausgedehnt, xedoch diexemgen, dte fich bereits eine höhere Fertigkeit un Schießen angeexgnet aben, von den Bataluons-Exerzitien 1m drttten Dienßxahre efreit
werden.
Amerika. New-York, 6. Juli. Präsident Gxant hat die Ratifikation des Vertrages von Washmgton- m einer
Proklamation formell angezeigt.
- Dai , u i -Mini|erialblatt für die preußische Gesehgebung Zins?) zRechtöpflege Nr. 27 enthält folgende Ent; scheidung des Königlichen Ober-Tribunals vom 1. Jun: 1871. , .
Der" Staatsanwalisckxast steht jeht hte Verfolgung aller Beleidi- gungF ZhÉekAukniaßhnu LU:. - _
a mn 11 an e : ,
In der xUntersuchung wider den GertchtSboten H. zu D., anf die NieblmkeitSbeschmrde des gedachten Angeklagten, hat das Kömgliche Ober-Tribunal, Senat für Strafsachen, 11. Abtheilung, in der Sihung vom 1. Juni 1871 in Erwägung, daß das Bundes-Strafgesehbuch das Vergehen der Beleidigung eines Zeugen in der. Ausübung seines Berufes oder in Beziehung auf seinen Beruf als ein besonderes Ver- gehen wider die öffentliche Ordnung, wie es im J. 102 des preußischen Straf eseßbuchs charakterisirt worden, nicht aufgenommen, sondern die Fälle er- gedachten Art in' dem Gesammtbegriffe des Vergehens der Beleidigung, welches nach .185 des Bundes-„Strafgesehbuchs mit der daselbft geordneten, nach aßgabe der Umftnnde der Tha? von dem Richter zu bemeffenden Strafe „bedroht ist, unt umfaßt hat, daß nach der Prozeffualischen und daher auch gegenwärtig maßgebenden Best m- munß des Art. )(71. dels EinfüthnkßJxseYTeJmsoYYßJBFbZtrxlfs-
e un en e e: ,
uch wegen Ehever h g also m Is AUFsYT'ß "Fs dFebL'
. 343. es reu is en trafgesehbu _ ge a en, -
?retunaen:ck chaLafteßrisFrten einfachen Beleidigungen, die Staaiis: anwaltschaft .im Untersuchungsverfahren einzuschrei en befugt |, da hierin dura) die Vorschriften des Bundes -Strafgesehbuchs, dönen zuxolge all'e Beleidigun en den Thatbestand von Ver ehen darste In, eine Aendern nur in?ofern eingetreten ist ,. als d e Befugniß kr Staatsanwal (haft zur Erhebung der Strafk age nunmehr auf al e
Yseß eraehen anerkannt sind
Belcidiaungenauögedehnt erscheint; und_ daßsonach schon aus diesem
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Stunde auf den vorliegenden Fall, in Welchem die Strafklage aus 5. 102 des Preußischen Strafgeschbuchs erhoben und Imptorant auf Grund dieser Vorschrift in 1. Instanz mit Strafe belegt, sodann aber in 11. Instanz wegen Beleidigung aus 5. 185 des Bundes-Strafgeseß- buchs beßraft ist, der Appellationsrickpter die für das Untersuchungs- verfWren geltenden Vorschriften mit Recht angeWendet, dte Vorschrif- ten r das Verfahren im Civxlprozesse, insbesondere den 5. 232 des Anhangs zur Allgemeinen Gerichtsordnung und den F. 6 des Gesehes vom 11. März 1850 also nicht verleßt hat," für Recht erkannt: daß die NichtigkeitSbescbwude gegen das Erkenntniß des Kriminalsenats des Königlichen Appeüationsgerichts zu Naumburg vom 11. Februar- 1871 zurückzuweisen , und die Kosten des Verfahrens dem Imploran- ten zur Last zu legen. Von Rechts wegen. -
Statistische Nachrichten.
Nach der “Schiffsliste- Schwedens, ausgearbeitet vom Kapktan I; F. Lagerhetm, ,ist die Zahl der jehigen Segelfahrzem!e in der schwedischen Kauffahrmflotte 2132 mit einer Tragfähigkeit von 89,702; Neulaften 5.100 Elk.; die der Dampfschiffe,xwelche in schneller Zunahxne begriffen 171, während dagegen die der Segler abnimmt, ist 284 unt 11,284 Pferdekräften und einer Tragfähigkeit von 63542 Neu- laften, so das; also die ganze Handelkftotte aus 2416 Fahrzeugen von 96,057 Neulasten besteht. Bet den Dampfern sind die kleinen, meistens ungedeckten „Dampfschaluppen mit 10 oder weniger Pferdekräften, die in allen Stadien (z. B. in Stockholm 62) und aucb auf den meisten Landseen des Innern vorhanden sind, nicht eingerechnet. Das größte Handelöfahrzeug , das Hernöfander Fregattensrhiff ;Föreningena, mit einer Tragfähigkeit von 38% Neulaßen, liegt mit voller Ladung
23 Fuß tief. Kunst und Wissenschaft.
Im vVerlage der Reichsgesehca von Fr. Kortkampf in Berlin ist eme neue Ausgabe der Reichsverfassun erschienen: „Verfassung des Deutschen Reiches mit Ein ührungs- gesch vom 16. A ril 1871, Hinweisen auf die ergänzen- den Vertragsbe immungen nebst deren Wortlaut, und auf die Geseßgebung des Deutschen Reiches, bezw. des Norddeutschen Bundes, sowie dem Gesch über die Ver- einigung von Elsaß und Lothringen mit dem Deutschen Reiche vom 9. Juni 1871. Bearbeitet von H. Biester, Geh. cxped. Sekretär im ReichSkanzler-Amtm Außer der Verfassung, den Verträgen nebß zugehörigen Protokollen mit den süddeutschen Staaten in auihentischem Wortlaut enthält dre Auögabe werthvolle Beigaben in den Noten zu den einzelnen Artikeln der Verfassung. n diesen ist angegeben, welehe Gesche in Yußführung derselben erla en find, Bereich und Eintntt der Gültigkett 1edes Ge- seßes, ferner die Vorbehalte und Au8nahmen zu Gunsten von Bayern und Württember :e. -
- Friedri von Raumers Geschichte der Hohenstau- fen und ihrer Zeit (Leipzik; F. A. Brockhaus) ers eint 1th in vierter Auflage, deren erste L ekerung vorliegt. v. Ra er hat mtt feinen vHohenftaufena, die zuerst im I 1823 erschienen, durch die Schilderung der glänzenden Zeiten des alten Deutschen Kaiserreichs das nationale Bewußtsein geklärt und gestarft. *Als tch vor mehr als fünfzig Jahren, schrieb er in der Vortede zur 3. Aufiage.(18563, den Entschluß faßte, eine Geschichte der ohenftaufen und ihrer Zet zu schreiben, Waren die äußeren Verhältn sse einem sylchen Unterneh- men WeltgünftYrer, als jeht. Die _Deut1chem schmerzltch ergriffen von den traurigen etgnissen der damaligen Gegemvart, |rebten mri sehnsüchtiger Theilnahme nach der Kenntnis; 1 rer früheren Zustände und Thaten, und begeißerte ]ungeMänner ma im es fich zur Lebens- aufgabe, das Vergessene neu zu entdecken und _das Verknnnte in rich- tigerem Lichte darzußellen.e S9 :| es natürlich, daß jest nach dem Wiedererftehen des Deutschen Retchs das nteresse an dem berühmten GeschichtSwerk wieder neu angefacht, un eine neue Auflage noth- wendig geworden ift. Dieselbe isi vdem Schöpfer der neuen Helden- und Friedenszeit, dem Hohenzollern Wilhelma gewidmet, »dcssen Gc- schlecht unendlich glücklickzer ift, als das der Kohmsiaufen, denn was noch vor Kurzem selbst Muthige für umnög ch_ hielten , ift 1th zum
eile Preußens, Deutschlands, 1a Europas" erretcht.e„-,In der neuen Lufiage wird der Tex? der dritten unveranderx betbehalten werden. Sie erscheint in 24 Lit erungen binnen Jahresfrtft.
Breslau , 9. Juli. Heute Vormittag wurde der sechste deutsche Iournalistentag im Stadtverordnetenlokal eröffnet. Der Vorßeher der Stadtverordneten, Lenk, begrüßte die sehr zahlreiche Versammlung mit einer Ansprache, welche durch Sonnemann beant- wortet wurde. Auf Vorschlag 1)r. Steins Wurde Sonnemann zum Vorfihenden ernannt. Hierauf folgte die BeraZhung „des von Pro- fessor Biedermann auSgearbeiteten Entwurfes uber dte Grundlagen eines Preßgesehes für das Deutsche Reich; derselbe Wurde nach län- gerer Diskusfion mit einigen Abänderungen angenommen.
Gewerbe und Handel. '
In dem Zeitraumkvom 1. bis 16. Juni d.I. Wurden m Berlin eingeführt: anaffer' 88,963 Tonnen Steinfohlen, Braunfohlen, Koks, 865 Klafter Torf, «12,846 Klaffer Brennholz, auf den Eisenbahnen 124,390 Tonnen Steinkohlen, Braunkohlen, Koks, -- Klafter Torf, 11642 Klafter Brennholz, Summa 213,353 Tonnen Steinkohlen, Braun- kohlen, Koks, 865Klaster Torf, 12,9623; Klaffer Brennholz; ausgeführt zu Wasser 1048 Tonnen Steinkohlen, Braunkohlen, Koks, auf den Eisenbahnen 9666 Tonnen Steinkohlen- Braunkohlen, Koks, Summa 10,714 Tonnen Steinkohlen, Braunkohlen, Koks. _