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Korrespondenz wird mit dem am“ 19. Juli von Hamburg nach
New-York abgehenden Damvffäxiffe wertergxsx andt. Berlin, den 13. Iuli 1871. General-Postamt. In Vertretung: Wiebe-
Bekanntmachung.
_ Während" der dieSjäbrigen Bade-Saison in elgoxand werden zwtschen „Hamburg resp. Geeßemünde (Bremerhafm [md Helgokmd m .der Zeit vom 17. Juli bis zum 9. September 0. fokgmde Post-
verbindungen unterhalten Werden:
11. Zwischen Hamburg und Helgoland (per Dampfschiff'pCu -
havena) aus Hamburg jeden Montag, Donnerstag und Sonnaben
10 Uhr Vormittaczs; aus Helgoland e;Leden Dienstag, Freitag und
, emünde (Bremerhafen) und Helgoland (per Dampfschiff »Nordseea) aus Geeßemünde jeden Dimßag, Vormittags; aus Helgoland jeden iitwocb und Freitag, VDWittags. &) Mit dem Dampf- schiffe von Hamburq naa) Helgoland erhalten sämmtliche für Hekto- ' land bestimmte Poßsendungen Beförderung, welche spätestens am ' Abend vor dem Abgange desselben über Harburg und Altona resp.
Sonntag, Morgen 8". Zwischen Ge
Donnersta und Sonnabend, 9 Uhr Montag,
von Lubeck und am MorJen des Abgangstages mit dem CourierZuge aus Berlin, ferner Vriexoßsendun-gen, welche am Morgen des Ab angstages mit dem chnellzuge von Kiel bezw. Über Harburg in g akntreffen. 13) Mit dem Dam Bremerbafen) nach Helgoland werden die, spätestens mit dem ersten fenbahnzuge aus Hannover am Morgen der Abfahrt in Geeste- münde- ,eingehenden Briefpoßsmdnngen und dir mit: dem leßtm Zuge ZXanKMnd vorher dort ankommenden Fahrpostsendungm rveiter- Hamburg, den 12. Juli 1871. , Ober - Postamt. Schulze.
xö'nigrexeh Preußen.
K*riegs-Ministerium. Bekanntmachung.
, Woklthäti keit.
Der hierselb nn Ia re 182 * verstorbene Mäkler Leff-
mann Davtd at in einem Nachfrage zu seinem im Jahre
1815 errichteten Textamente für Zülfsbedürftiéze, in den Feld-
zügen von 1813- 5 erbZindete rieger ein egat von jährlich.
'Zwetbundert Thalerne
aus der Masse, so lan e solche dauern wird, ausgeseßt, und es
Jahre zur ablung. gelangt, wodurch 50 erbkindete Invaliden
Fxtnxxnem etrnge von ]e 4„Tblrn. haben berücksichtigt werden
Das Krie s-Mini erium brin t dies ierdu - lichen Kenntni .* | g h rch zur öffent Berlin, den 8. Iuli 1871. _ Kriegs-Mimstermm, Abiheilung für das Invalidenwesen. Quedenfeldt. v. Kirchbach.
Mtnifterium d'er ei lichen, Unterrichts- und Medizma - ngelegenheiten. ,Bekanntmachung. . Der hierselbst am 1. Fehruar 1). Is. verstorbene Rentier Stmson Simon hat der htefigen Königlichen Friedrich-Wil- h_elmszUmyerfität _em Legat von 8000 Thlr. zur Gründung emes _]ährltchen St endn von“ 400 Thlrn. ausgese t, welches anf dre vierjährige tudrenzeit verliehen werden so , und hat n11t_ der Verwaltung des Kapitals dns unterzeichnete Kura- " tonnxn betraut. Dte Bedingungen zur Erlangung des Sti- pendu find testamentarisch folgende: 1) der Bewerber muß in Preußen geboren und jüdischen GlauLHens, und _ )mit einem unbedingt guten Zen niß der Nei von eurem der hießgen Gymnasien abgegangen? sowie fe _ 3) Wk, hwfiger Umversität als Studtrender der Medizin nnmatrrkulrrt sein ,' 4) derselbe muß ein Zeugnis; seiner Bedürftigkeit vorlegen. Außerdem muß derselbe, wie bei nUen Stipendien, vom Beginn _des zwertrn Seme-Zkers seines Studii ab, jedes Se- mester em- Zeztgmß des Dekans seiner Fakultät über seinen Fleiß, fowre em SÜTLXZLUJNM vor Erhebung der Stipendien- rate vorlegen. Das Sttpendium wird in vierteljährlichen Ra- Zeetxabzlr; 100 Thlr. prnsnumsrnnäo an den Beliebenen aus-
Indem nnr dtes hiermit zur Kenntniß der betreffenden Herren _Studtrenden brmgen, „veranlassen wir dieselben hier- dur_ch, ihre Bewerbunßen schnftltch unter Beifügung der an- gejuhrtcn Zeugznffe bl spätestens am 15. Oktober d. I der uns einzureichen. .
Berlin, den. 11. “Init 1871.
Königliches Waverßtäts-Kuratorium.
ist dieses LFU, wie biLhev alljährlich geschehen- auch in diesem
pffchiffe von Geeßemünde
* Fiuanz-Minifterium.
Kasse ernannt worden.
_“ Der bisherige Controleur bei der General-Lotterié-Ka e Rechnungs-Rath Otto, „ist zum Rendanten, und der bisheryné Buchhalter Fahrenkrug zum Controleur bei der gedachten
„ZVUEÖM _nach drr Provinz Po en,“ Se. : "dcr Festungen von Kamele nacb Borkum,
Tribunals, Staats-Minister Uhden, nach Tepliß.
Abgereift: Se. Cecilenz der General der ant und Präses der Ober-M 'rtär-E aminations-K-munilenfn VFX
_ «Ken der Gener - eutenant und General-Inspecteur des Jgenile-Corps qud
Se. Exceüenz der Chef - Präsident des Königlichen Oker-
? Nichtamttkthrs. Deutsches Reich.
'nahm sein Absteigequartier im *Nu en :) *. Heute Vormittag 11 Uhr seßte L?ck) H f
stattet batte.
Ruhmes ausgestattet., deren Gedächtniß hrs in die fern en
deutung nicht dem Glanze kriegerischer Tro * äetr no einer thatfächlichen Begebsnheit, Welcher schon är? erlitt,) bisch MUD-
ennoch weilt der patriotische- SknwdesVolkes mit liebevoller Ermnerun bei jenem Tage, dessen be eisterte Stimuüung- zu- gleich die orahnung und die Bitrgschat eines hohen nationa- len Aufschwun es in sich schloß.
Am 15.“ uli, 1870 kehrte Se. Majestät der Köni vom Bade Ems m die Nefidenzstadt zurück. Inmitten de
Monarchen, den die Vorsehung zum Schirm ,rrn deut & Nxchtes und deuxscher Ehre bestimmt batte, m?? FordevurstYeen- herangetreten, das M den spanischen Verhältnissen einern: Vor- wand suchten, deren eigentliche Absichten aber darauf gerichtet waren, der nationalen Entwtckelung Deutschlands Fesseln an n- legen und Frankreichs Macht auf deutsche Kosten zur aUe1n- herrschenden auf dem Festland? zu machen. Schon in den Vorgängen zu Ems, welche dem Kriege Frankreichs gegen Deutschland als E1n1ettung dienen sollten, erlitt der Feind eine schwere Ntederlage. In Paris glaubte man ein sicheres Sptel zu spielen und den deutschen Fürsten in eine
“Lage gebracht zu haben, aus welcher er vor den Augen-Euro-
pas mcht ,obnc dienthuld einer Herausforderrmg oder die Schxnmb emer Demuthrgung hervorgehen könnte. Dem ebenso maßvollen als entschlossenen Auftreten des Königs war es vergönnt, dte Berechnung der Franzosen zu Schanden zu machen und dym öffentlicksenUrtheil keinen Zweifel darüber Ztalczssen , dnßch dix dÉrÉkschePslitsF auf gßradem, von fester n vorgezet nc en ege sm er reite, 0 ne dur, „Ucker- hebung oder Schwäche Blößen “zu geben. sich ck Als der dentsche Herrscher in seiner Hauptstadt eintraf, da war dre formllche Krregserklärung Frankreichs noch nicht er-
. folgt,“ aber die amtlichen.Aeußerungen der französischen Staats-
männer knndtgten offen den Friedensbruch an. Alle Welt wrtßte, daß Deutschland sich zum Kampfe mtt einer auf ihren Srsxgeßruhm stolzen und durch unerschöpfliche Hülfsquelleu machngcn Natron z_u rüsten habe.,“ doch gab das Bewußtsein von der Unvermetdlrckykeit' einer Krifi-s voll schwerer Opfer und Gefahren" dem Jubel, rmx welchem der König auf der Heim- kehr begrußt wurde, nur emen um so ernstxren und bedeutungs- voliercn Charakter. Wenn auf dem Wege von Ems *
Berlin und in der Hauptstadt sewß dié patWisQm KW
gehangen des Volkes unmittelbar der Person des Fürßm nahe
treten konnten, so bewiesen die aus aUen Theilen Deu-kscblcmds
Vertretmög: Bruns. chunt.
eingehenden Adressen“, daßs die gesammte deutsche Ration dem. Zuge aufruhttgster und edel-sier Bege'xßeumg; fülsi. “'
Preußen. Berlin, 15.Iuli. Se. Kaiserli e und Königliche Hoheit 'der Kronprinz traf gestern Kucharik- tags um 4 Uhr 111 Cöln em und seßte um 5 Uhr die Reise nach Frankfurt fort, wo Höchstderselbe Abends 10'/. Uhr ein- traf und amBahnhofe von, dem Polkzei-Präfidenten em fan- gen, und von einer zahlreichen B'olksmenge in „enthuffa “Ascher Werse begrüßt wurde. So. Kaiserliche und Königliche Hoheit
Kaiserli e und Köni - liche Hoheit die Reise nach München fort, néchdem Höch - derselbe vorher dem Prinzsn won. Walks cinen Vesuch abys- und Yu Königlichen Hoheiten die Prinzessmnen Charlotte
ictoria, sowie der Prinz Waldemar kamen in der YK?" zum 14. d. M. auf der Reise nach», Antwerpen durch“
Die Erei nisse der jüngsten _Éergangenbeit aben die - vaterländische eschichte reich mit Tagen des («Ziegesh mrs des Zeiten fortleben wird. Der 15. Juli 1870- dankt seine *
Zeichen eines historischen Wendepunktes aufgeprägt sind?; aber «
tiefsten Friedens war die französiche StaatSkunfk. an den'
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Die Huldigungen , die dem deutschxn Monarchen darge- bracht wurden, offenbarten 1 re Tragwerke in doppelxer Rtch- tung: die Nation gab ihre cudtge Genugthuung uher das würdwoüe Verhalten des „Königs zu erkennen und ert!ärt_e_fich bereit, unter dieser Führung Gut und „Blut fur dre hem en Rechte des Vaterlandes einzuseßen. In 1enen ernstenStun en kam das deutsche Volk zu der vollen Empfindung semer mni-
en Lebensgemeinschast und-zugleickr zufdem klaren Vewrxßt- ein, daß die Vorsehung seine Gesnncke m eine sichere, gluck- verheißende Hand “gelegt habe. In der (311111) nationaler Be- eisterung reifte die Frucht der deutschen Enngkeit ur schnellen
ollendung, und im Herzen des Volkes mng der 1 .Iuli 1870 als der Tag der Wiedererwecknng von Karser und Reich gelten.
Damals gab die deutsche Natron mit einmuxhiger Be-
eisterung den Verträgen, durch welche Se. Majestät der önig zum obersten Schirmberrn des Gesammtyaterlnndcs berufen worden, die nationale Weihe. Es vollzox, nch zwrschen beiden Theilen das Gclöbniß des, Vertrancns und der Treue. Das Vertrauen hat sich bewährt, dre Treue J| gehalten'worden, und das Gelöbniß wird nach W Zukunft, wre thher, seme Kraft zum Schuhe und zur, Förderung Deutschlands erwnsen.
. -- Nach den Bestimmun en des Bundesgxseßes 1301178. Irmi 1870 über den Unterstüßung wohnstß, unterliegen Stremgkerten zwischen verschiedenen Armenverbänden über die öffentliche Unterstüßung Hülfsbedürftiger, wenn die ftreitenden Armen- verbände- verschiedenen Bundesstaaten angehören, 'zunächst der Entscheidun derjenigen landesherrlichen Spruchbeyörde, welche dem in Anpruck) genommenen Armenverbande vorgeseßt rst. Soweit hierbei dic Organifation oder örtliche_Abgren ung der einzelnen Armenvcrvände Gegenstand des StretteTtst, ewrndet es endaüjti bei der Entscheidung der .höchsten landesherrltchen Instanz. Jam Uxbr eu findet gegen dress Entscheidung die Be- rufung an eine dur das Bundesgeseß neugeschaffene Bundes- behörde, dasVundesamt für das Heimatxsvwesen, statt.
In dem Falke des F;. 56 des Bundesgeseße rst auch gegen die Anordnun der Außweisung hulfsbedürftiger Personen, wenn die ftre teüden Armenverbände verschiedxnen V„undes- staaten angehören, die Berufung an das Bundesamt fur das Heimatbswesen zulässt? Dieselbe ist ebenfakls statthaft , wenn der Antrag des verpft chicken Armenverbandcs auf Erlaß einer solchxn Anordnung zurückgewiesen ift. „ -
Gehören die ßreitenden Armenverbande xinenr und dem- selben Bundesxtaate an, so sollen ihre Streittgketten über die öffentilche Unterstüßung Hüifsbedürftigcr nach den Bestimmun- gen des Bundesgeeres zwar auf dem durch die LandesgeseZe vorgeschriebenen Wege entschieden werden. Z. 52 des Bunde - geseYes legt indesCen bis zu anderweittger von Bundeswegxn erfo, gxnder Regeung der Kompetenz des Bnndesamtes fur das Heimathswesen der Landesgesekgebung dte Befugniß bei, die leßtinstanzlicbe Entscheidung in Streitsachen zwrschcn Armen- verbänden eines und desselben Bundesstaates gleichfalls dem gedachten Bundesamts zu übertragen.
Da das- Bundesgejeß vom 6. Irmi 1870, dessen Wirksam- keit inzwifchen auch auf den südlich des Main belegenen Thetl von Hessen auSgedehnt worden ist „ mit denr 1. Juli d. I.“ in Kraft getreten, ist nunmehr die bezetchnete böchße Bundeßspruxh- behörde für Streitigkeiten zwischen verschiedenen Armenverbän- den übrr die öffentliche Unterstüßun Hulfsbedurftiger wie fol'gt organiffrt worden. Zum Vorsißen en d'es Bundesamtes fur das Heimathswesen ist der Geheime Legnnons-Rnth König , zu Mitgliedern dieser Behörde find dcr Konigltcky- preußische Oher- Tribunals-Rnth Thümmel, der Körnnlrch prenßische Gehennc 'Regierungs- und vortragende Rat,!) tm Mimfteriuzn des In- nern, Wohlers, dcr Königlich prcußrschc Knrnmcr errchts-Rath Drenkmann und der. Großherzoglich sächs1sche taatsanwalt Göpel auf Vorschlag des Bundesrathcs ernannt worden.
Von der durch Z. 52 des Bundesgeseßes vom 6. Juni 1870 der Landesgeseßgebung beigelegten Befugmß, die leßhnstanzhche Entscheidung in Streitsachen zwischen Armenverbändcn', emes und deffelben Bundesstaates ebenfnusdenr Bundesamt fur das Heimathswesen zu übertragen , haben erher folgendeStaaten Gebrauch gemacht: Preußen durch Gcscß „vom 8. März 1871, Sachsm-Altenburg durch Verordnung vom 3.I1mi187_1, Lubeck durch Verordnung vom 29. März 1871 Braunschweig durch Gesey vom 5. Irmi d. I. und Neuß 1.8. durch Gesch vom 21. Iunid. I.
-- DieBuveau des Marine-Minisieriums sind mit dem heutj en Tage xnac!) dem neuen Dienstgebäude deffekben, Leipziger xLßlaß Nr. 12, verlegt worden.
-* 'n rat nt eile nd zwei Bekanntmachungen der Ybsrt l-ifa 5523149qu 001112181137 Yrbitratiqa 01600 enthalten, ewf welche wir die Interessenten der Albert-G-esellscbaft aufmerksam mW - - „
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Rendßburg, 12. Juli. Im Provinzial-Landtage stand zunächß Schiußberathung uber die Ablösung der Reallaßen auf der Tagesordnung. Es wurde der Gesexxntwurf seinem WorUaute nach, unter Verwerfung aller Anfrage und Amendemcnts mit 29 gegen 22 Stimmen angenommen.
In Betreff der Uebernahme der Blindenanstalt zu Kiel als _ Provin ialanstalt wurde vom Außschuß der Antrag gestellt, vorläung von der Uebernahme abzusehkn, dagegen'aber der, Anstalt, eine jährliche Subvention von 2500 Thlr. einstweilen auf dretyIahre zu gewähren. '
„Veztehentlich der Errichtung einer Landarmen- und Kor- rektions-Anftalt beantragt der betreffende AuIschuß, das von der Regierung gestellte Anerbieten, die Korrektionshnften bis weiter .in den Glückstädter Strafanstalten auf Kosten der Pro- 0le abbqlten zu laffen, nnzunehmen, wogegen es dem kunf- ttgen ständtschen Verwaltungsnuschuß Übertra cn wurdx, betreffs der Errichtung einer eigenen Korrektions- nftalt bts zur nächsten Diät dem Landtage geeignete Vorschlägc zu machen.
Nachdem noch über den Tarif für die Erstattung vnn Armenpflcgekoften eine kurzeVerhandlung gepflogen, wurde fur den Antrag, die Stadt Rendsburg bis weiter zum Siy des Landtages zu wählen , ein Außschuß niedergeseßt.
Düsseldorf, 12. Juli. In der 12. Sißung des Pro- vinthl-Landntages fand zunächst _die Wahl der ständtschen Komnnffarten fur dre Taubstummen-Anstalten statt. „
Die dem Landtage zugegangenen Petitionen um Aus- gleichung der Kosten der Kriegsleiftungen auf die Provinz gaben zu längeren Diskusionen Anlaß. Der Ausschuß hatte den Antrag gestellt: Die Nothwendigkeit einer Ausgleichung auf Grund des Geseßes vom 11. Mai 1851 anzuerkennen: den Landtags-Komnnssarius zu ersuchen , die zur Ermittelung der Kreise, bek welchen der Fall des J. 18 vorliegt', erforder- lichen Erhebungen eintreten zu lassen , -und eine aus 5 Mit- gliedern -- 1 für jeden Regierungsbezirk -- befiehende Kom- mission, welche unter der zu erbittenden Mitwirkung des Ober- Präsidenten dic Angleichung vornehmen soll, zu wählen.
Der Antrag des Außschuffes erhielt die Zustimmung der Versammlung mit der Modifikation, daß eine Verstärkung der Kommission auf 10 Mitglieder --*2 für jeden Regierungs- bezirk - gleichzeitig auch beschloffen wurde, derselben Kommt!- fion die Außführung des Reichsgeseßes vom 22. 'v."M. wegen der Untersti'tßungen der Reserve und Landwehr zu ubertragen. Die“ Wahl wurde hierauf vollzogen.
Nach längerer Diskussion beschloß der Landtag, Se. Ma- jestät in einer Adresse zu bitten, den bergijchen Schulfonds der Verwaltung des Provinzial-Landtags zu uberwetsen.
Ein Antrag des vaterländischen Frauenvereins auß= Unter- ftüßung seiner Zwecke durch die Beihülfe des Provinztalfonds wurde ab elehnt und in Betreff der Rechnungen der Proyin- zlal-Hülfs affe für die Iahre 1867-69 die Decharge erthetlt.
_- 13. Juli. In der gestrigen (13.) Plenarsißung des 20. rheinischen Provinzial-Landta 8 wurde der Antrag eines Abgeordneten , Se. Majestät den aiser und König Zu bitten, den Kreisen die von ihnen Angehörigen der einhxru enen Ne- serviften und Landwebrmänner geleisteten Unterstußungen aus der französischen Kriegs-Kontribution erseßen zu lassen, wieder- holt und von der Versammlung zumBeschluffe erhoben.
Die Regierungsvorlage wegen Einrichtung und Verwal- tung des Landarmenwesens inder Rheinprovinz gelanch hier- auf zur Bcrathung und beschloß die Versammlun „ dre Ver- waltun des Landarmenwescns dem von ihr gew hlten Pro- vinzial-ZZerwaltungsrathe zu iiherxragcn und von der Anstellung eines besonderen Landarmen-Dtrektors abzusehen.
Dcr Wiesenge110ffenschaft_ im unteren Wambachthal be- willigte der Landtag e'me Veihülfe von 150 Thlrn. aus den Ueberschüffen der Proanial-HÜlfSLaffe , wogegen ein Antrag der Königlichen Regierung zu Cobkenz, Geldmittel zur leichteren Bildung von Drainage-Genoffenschaftcn im Kreise Neuwied zur Verfügung zu stellen, abgelehnt wurde. ,
Eine Petition der Sektion Pferdezucht des landwtrthscbast- lichen Vereins „ für Rbeinpreußen um Bewilligung einer Bei- hülfe von 2000 Tbalern jährlich zur Hebung der Pferdezucht verwarf der Landtag , ebenso einen Antrag der „biesjgen Köni lichen Landesbibliothek, aus Anlaß ihres 1001ähr1gen Iubi äums eine außerordentliche Zuwendung zu machen. '
Der von “der Staatsregierung v„or rlegte Geseßentwurf wegen Einführung breiter Radfelgen fur _re öffentlichen Wege des; Rengrungsbezi-rksvDüsseldorf wurde hrerauf beral'hen und vom Landtage mit verschiedenen Modrfifationen angenommen.
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, Frankfurt a'. M“, 14. Iuli. Der» „Prin und die Prinzessrn von Werkes sind heute hrer emgetro en.