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die Uebernahme derselben noch nicht erfolgen können, weil nachgezählt werden mußte; '
Bis zum 19. .d. M. Abends sind fernere- 524- Miäionen Francs zur Einzahlung und Abnahme gelangt.
- Durch das Reichsgeseß vom 22. Iuni d. I. , betreffend die Gewährung von Veihiilfen an Angehörige der Reserve und Landwehr, ist den Bundesregierungen zu diesem Zwecke eine Summe von vier Millionen Thalern aus der von Frankreich zu zahlenden KriegSentschädigung zunVer- fügung gestellt. „
Nach den Beschlüssen des Bundesraths ist, wie die »Prov. Corm mittheilt auf die preußische Monarchie ein Anthcii von nahezu 2,500,000 Thlr. gefallen. Die Staatsregierung hat ihrerseits beschlossen, hiervon drei Viertheile sofort auf die ein-
1
, ea Provinzen B vertheilen, eiu. Vlertheil aber zur späteren "ichn“, und «ng dee in «zelnen Landestheilen etwa
: htrvattretmdexr YWNdürfniffe vorjäufig zurückzubehalten.
„ Bei der Vertheilung unter die Provinzen ist das Verhält- mß zu Grunde gelegt worden, „in welchem aus denselben Of- fiziere, Aerzte und Mannschaften des“Beurlaubtenstandes in Veranlassung des leyten Krieges zu den ahnen einberufen worden sind. Den großen Städten von ', Einwohnern
und darüber is? ein nach dcm Verhältniß ihrer Bevölkerung
zu der Bevölkerung der Provinz bemesse'ner Antheil zu un- mitteldarer Verwendung überlassen worden.
Dre im Kriegs-Miniftcrium aufgesteUte Nachweisung über
die aus den vrrschiedcncn Provinzen eingezogkncn OLfiziere,
t fol-
Aerzte und Mannschaften des Veurlaubtenfjandcs ergie gende Uebersicht:
.. „„...-___...- "»
14. Nxserve.
- (Garde und Linie aller Waffen.)
: S Ersa ! Reservjez
]. Klasse.
Summa:
Rexerve, LandWehr und Ersaß-Rcscrvc 1. Klasse.
13. Landw.“:Hrjß
(Garör nnd Linie aller Waffen.)
Unteroffiziere
Aerzte. VBZ-
schaften.
Offi- ziere.
Unteroffiziere und Marnx- Offi- Mann- schaften. ziere. schaften.
Unteroffiziere und Mann- schaften.
Ossi“ Aerzte.
zicke. Aerzte.
34,431 16,857 37,365 25,935 20,459 43,518 21,214 46,060
7,101 14,432 17,639
1. Provinz Preußen ........ - ..... 210 21 „11. , Pommern ............ 143 16 111. Brandenburg ....... 258 50 17. 301 19 17. 88 14 171. . 256 32 1711. fif01e11 ............ 127 30 Wii.. R einprovinz, ....... 341 41 1x. Schleswig-Holftein 99 2 )(. Lannovex ........ 86 4 311. essen-Nassau ...... 81 _ 9
Reserve
*ULUKUYUY
731 91 297 46 639 191 439 96 277 38 733 - 131- 291 83 671 225
46,654 23,053 49,500
8556 941 112 3952 440 62 8453 897 241 39,579 6908 740 115 26,361 4614 365 52 54,708 8607 989 163 28,514 6501 418 118 61,758 * 9202 1012 266 39 2- 11,825 2449 138 4 77 5 1389 5930 163 9 21,751 85 16 1916 2797: . 166 25 22,352
89,641 43,862 95,318 72,422 51,431 106,833: 56,229. 117,020 _ 21 ,375
Summa 1990| 2381 285011"
Der Verth'eilungsplan, wie er auf Grund dieser Nachweisungen festgestellt wurde , ergiebt fiir die einzelnen Landestheile (je nach irer provinzialständischen Zusammen- gchkirigkeit, welche bei ommern, Brandenburg und Sachsen mit der sonstigen Abgrenzung der Provinz nicht ganz zusam- menfäiit) und für die einzelnen großen Städte folgende Antheile: Provinz Preußen 224,900. Königsberg 8300. Danzig 6900. Provinzalständischer Verband Pommmern 107,300. Stettin 6000. Provinziaiftändischer Verband Brandenburg 211,300. Berlin 65,600. Provinzialständischer. Verband, Sachsen 169,300. Magdebnrg-Sndenburg 7400. Provtnz Posen 133,000. Posen 4800. Provinz Schlesie11272,500. Breslau 13,700. Provinz Westfalen 150,600. Rheinprovinz 269,900. Crefeld 4800, Cöln 11,200, Aachen 6100, Elberfeld 5800, Barmen 5800, Diisseldorf 5700. Hohen ollernsche Lande 6500. Provinz SWWWÜJGHO [stein 53, 00. Altona 3900. Provinz Hannover 55, . Hannover 2200. Kom- munalständischer Verband Wiesbaden 20,900. Stadt und Kreis r*ankfurt 0.231. 3700. Kommunalständischer Verband Caffe 33,900, Summa 1,870,300. ' “ ' ,-
In welcher Weise die Untervertheilung der _bewtlltgtcn Summen in den einzelnenProvinzen zu bewirken, die Prüfnng der Unterstüßungsanipri'tcde und die BewiUigung drr inhulfe nach der Abficht des Gescyes zu regeln ist, daruber ist den Provinzialständen (in drn großen Städten den Kommunal- behörden) die freie Beschlußfassung überlassen worden , welche zu diesem Zwecke Provinzialständische Kommrsfionen xnedergeseyt haben, Die Wirksamkeit derselben, sowie die Außfudrung d'er Absichten des Geseßes in den großen Städten, ist uberall m lebhaftem Gange.
- Zum Abschluß der bei den Frankfurter Friedens- Verhandlungen mit_ Fra'nkreich schwebenden Poftfragen hat der General-Poftdirektor Stephan sich auf einige Tage nach Frankfurt begeben. "“ ““ _
- Dcr planmäßigwm 7 35 Uhr Vormittags ankommende Courierzug aus Edin uber Minden ist heute 3; Stunde ver-
spätet hier eingetroffen.
Rendsburg, 15. Iuli. Im Provinzial-Landtage fand heute die Swlußberathung statt nber das Geseß, detreffend die Immobiliar-Feuerverficherung. Mn großer Maxorrtät wur- den die Ausschußanlrägex daß der Versicherungszwang mit dem Jahre 1878 aufhören sol1e, wogegen ader der Versicherte nicht ohne Einwilligung der Hypothekengläubrger „aus der Versiche- rung ausereten könne, - sowie sämmtliche ubrigen Ausschuß-
Landwehr NWB" , Alles in Allem
ck Reserve. “& 4279 | 929 [ 345,25? 67,969 6269 | 1167 | 698,23? *"
einträge angenommen, alle denselben entgegenstehenden Amen- dementß daZzegen abgelehnt und schließlich das ganze hiernach amendtrte esexz genehmigt.
In Uebereinstimmung mit drn früher erwähnten AuZschuß- anfragen wnrden sodann ohne Debatte an enommen: der Ge- scßentwurf uber das Deichwesen, der Ober- räfidialantrag we- gen Erhebung von Ottensen-Ncumühlen in den Stand der
Städte, die Vorschlägr, betreffend Repartition von Wegebau-'
kosten.
Der Ausschuß für die verschiedenen Anträ c auf Erstat- tung von Kriegsschäden und Kriegsleistungen elite den An- trag: nut dteser Angelegenheit sich nochmals an die Staats- regierung zu wenden, mit der dringenden Befürwortung, die geltend gemachten Ansprüche anzuerkennen und durch eine dem Landtage der Monarchie in der nächsten Session zu machende- Vorlage zur Erledigung zu bringen. Es ward einmalige Be- rathung beschlossen und der Antrag fast einstimmig ange-
nommen. Dasselbe eschah hinsichtlich der Proposition: daß die
Kommune-An eibe von 1849 zur vorschußweisen Verpflegung .
der Reichstruppen als eine Schukd der ganzen Monarchie an- erkannt und den „Kommunen zurückbezahlt werde.
Auf ein Gesuch des Berliner Frauenvereins um einmalige "
oder fortlaufende Unterstiißung wurde beschlossen: das Bedauern auIzusprechen, daß wegenMangels an Mitteln auf den Antrag nicht eingegangen werden könne, , *
Es wurden noch einige Petitionen erledigt, worauf der Landtags-Marschali ankündigte, daß er die Schlußfißung zu heute Nachmitéag 43; Uhr anberanme.
Um 4“; Uhr hatten sich demnächst die Abgeordneten wieder verfannnrit. Zufolge Schreibens, des Königlichen Landtags- Konrmissars war noch die Wahl emer Kommission von 62010- gliedern zur Priifung eines Statut-Entwurfs fiir die provin- zialftändischcn Versichernngs-Anstaltrn und eines Rc ulativs für die Klassifikation der bei denselben versicherten ebäude vorzunehmen. Die ,Wahl erfolgte sofort.
Als Ort der nächsxen Versammlung des Landtages wurde Rendsbur wiedergewählt.
Der andtags-Marschall führte an, daß sämmtliche Re- gierungs- und Ober-Präsidialvorlagen zur Erl-edigung gekom- men seien, worquf drr inzwifchen erschienene Landtags- Kom- missar, Oder-Präsidcnf von Schrcl-Pieffexi, mit kurzen Worten" die zweife Sxsswn dcs schleswig-holstemischen Landtages für ge- schlossen erklarte.
Mit einem vom LandtagZ-Marschall ausgebrachten drei- maligen Hoch auf den Kaiser schloß die Versammlung.
_ Zusammen 345,
Sachsen. DreLden, 19. Juli. Der Herzog von Genua hat sich heute nachBcrlin begeben.
Württemberg, Friedrichshafen, 17. Juli, Der Großfürst_Konstant1n von Rußland, sowie der Landgraf Friedrich von Hessen sind gestern wieder von hier abgereist.
Hamburg, 19. Iuli. Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Carl von Preußen ist hier eingetroffen und wird morgen nach Westerland auf der Insel Sylt weiter-
reisen. _» _.
OeKerreiÜ-Ungarn. Wien, 18. Juli. Die »Wiener Zeit11ngc_ mcldct, daß der Kaiser 6111 10. d. M. dcn italic- nischen außerordentlichen Grßandten, Genernl-Major Grafen Rodilant empfangen und drsstn nglandignugssthreiben ent- gegengenommen bat. ,
-- Die Hauptposition des durch ,das (3361613 vom 14.0.5111. genehmigten Staatsdoransckxlaxis fiir die im ReichSrath vertretenen Königreiche und Ländrr sind: StaatsnnZgabrn ordentliche und außerordentlickye): Allrrhördster Hofßaat ;,650,000 Fi, Kabinctskanziei Sr. Majestät 61,229 Fl., Reichsrat!) 560,717 Fl., Reichsgericht 23,000 Fl., Ministrrrath 420,00031, Ministerium des Innrrn 15,461 ,303 Fl., Ministerium für Landeswerthcidiaun 7,173,é.. 98 Fl., Ministerium für Kultus und Unterricht 7,696, 74 Fl., Ministerium __der (Finanzen 65,981,077 Fl., Handcis-Ministerium 16,630,636 Fl., Ackerbau- Ministerium 2,204,050 F1. , Ministerium der. Iußiz 14,650,859 Fl. , Rechnungskontrole 158,000 Fl., PensionSetat 11,723,051 Fl., Subventionen und Dotationen 14,860,015 Fl.,- Staatsschnld 99,094,711 Fl., Verwaltung der Staatsschuld 890,000 Fl., Beitragsleißung zum Anfwande für die gemeinsamen Angele- genheiten 84,437,320 Fl. (nämlich 11,264,000 Fl. Zollgeféille und 73,173,320 Fl. Beitragsquote laut Delegationsbeschluß).
_ 676,940 Fl., wovon 296,851,359 Fl. ordentliche, ,825,581 Fl. außerordentliche AuSgaden. _
Einnahmen: Ministerrat!) 348,000 Fl. , Ministerium drs Innern 642,948 Fl., Ministerium für Landesvertheidigung 54,590 Fl., Ministerium fiir Kultus und Unterricht 128,428 Fl., Ministerium der Finanzen 280,230,937 Fl., Haxidels-Minisxe- rium 14,885,260 Fl., Ackersbau-Miniftcrimn 638,400 Fl., Ministerium der Justiz 258,817 Fl. , Subventionen und Do- tationen (meist Erlös_ von Aktien der Buschtiehrader Bahn) 1,571,527 Fl., Staatsstbuld 5,884,000 Fi„ Verwaltung der Staatsfthuld 7000 Fl., Einnahmen aus der Veräußerung von
Staatseigenthmn 9,300,000 Fl., Einnahmen aus drr Realisi- “
rung von Centralaktimn und gemeinsamen Fonds-6,00(_),000 Fi„ Einnahmen aus den am Schluffr dcs Iahrcs 1870 verblirbe- nen Kaffenreften 14,000,000. Zusannncn 333,949,907'F1., wo- von 290,360,776 Fl. orD-entliaxe, 43,587,131 Fl. außerordent- liche Einnahmen.
--- 19. Juli. (W. T. V.) Die DTlegation des Reichsrathcs hielt heute ihre Schlußfißnng. „ *Der Reichs- kanzler Graf Beust theilte mit, daß den Beschlitßrn der Dele- gation die Allerhöchste Sanktion ertheilt worden sei, und daß der Kaiser seine lebhafte Befriedigung Über den Verlauf der Session ausgedrückt habe, welcher seinen Erwartungen voll- kommen entsprochen hätte. Der Reichsknnler sprach hierauf der Delegation im Namen des ReichZ-Minißcriumß den Dank für das demselben in so reichlichem Maße dcwiesrne Vertrauen aus. Der Präsident Ritter von Schmcrling hielt sodann eine längere Schlußrede, welche eünen Riickbkick auf die Resultate der abgelaufenen Session enthielt. Er wies namentlich darauf hin, daß die Delegation erhöhte Auslagen behufs Wehrhaft- machung des Reiches votirt habe, und betonte die zwischen der Delegation und der Regierung bestehende Harmonie. Schließlich drückte der Präsident den Wunsch aus, es möge die inncre Politik nach Grundsäßen geleitet werden, welche den inneren Frieden thatsächlich Verbiirgen, ohne auf veraltete Önstc'inde 3urüchzugreifen und etwa Mißftinnnungen bei-den achdar- ftaaten hervorzurufen. .
Großbritannien und Irland., London, 18. Iuli. Im Oberhause wurde in gestrigcr Sißung die Debatte Über
das Armeereformgeieß fortgeseyt, und nach fast neunstündiger
Sißung erfolgte deffen Verwerfung mit 155 gegen 135 Stimmen.
In der gestrigen Nachtsißung des Unterhauses zeigte em Mitglied an, ck werde, wenn das Haus sich zum Budgetkomite konstituire, den gewohnheitsmäßigen Eingebqrenenraub auf den Südsee-Inseln zur Sprache bringen und emen darauf bezug- llchen Antrag stellen. Ein anderes Mitglied regte eme Dis- r11111911 über die aus dem Iahre 1372 herstammende Verdrd- nun:; an, narb welcher kein Advokat als Repräsentant einer Gra schaft *in das Parlament gewählt werden darf. Zur Er- ledigung der Sache erkxärte der“ Minister Gbadßone, daß dk erwähnte Verordnung , obwohl sie niemals FAW gewesen, in -Wgchechschem Woge aufgehoben'werden w rde. Eine Inter-
-findlichen Mannschaften wird 245,000 betragen.
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pellation Diöraeli's "bezüglich der Geschäftsführung des Hauses ab dem Premierminister Gelegenheit, die in verschiedenen Zöreßorganen erschienenenGerüchte, als beabsichtige die Regie-
"rung, den Gefeßentwurf behufs Einführung der “geheimen „Wablabftimmungen fallen zu lassen , als gänzlich grundlos zu
erklären.
- (13er vom ZZarlament niedergeseßte Sonderausschuss zur Prufung de Konsulnrwescns vernahm am Montag den Chef des Konsular- und Handels-Departemrnts im aus- wqrtigen Amte, Mr. Wylde. Im Verlaufe seiner Angaben thrilte der Genannte mir, daß im Ministerium eine Ver- nnnderung der Konsuia_tspoften- in Ansstcbt genommen ist, und das;, U. A. das Konsulat in Leipzig aufgehoben werden wird.
' -- Dic verwittwrte Herzogin von Cambridge wrrd sick) gegen Ende Juli zu einem mchrnwrmtlichen Aufent- halt nach Schloß_Rnn1penheim bei Frankfurt a. M. begeben.
7- Dcr Kaiser, 'von Vrasiiien besichtigte g-Zstern in Begleitung des drnsiltatnickzrn Gesandten die Sternwarte in Greenwich nnd das Arsenal in .Woolwiä); inzwischen stattete dre Kaiserin der Vardneß, Burdctt Courts cine Besuch ab. Am Abend gab das Katserltckxe Paar in Claridge's Hotel ein Diner, det welchem U. a. Gäftrn der Graf von Paris und der Herzog von Nemours zugegen waren.
Franerich. Paris,18. Iuli. Die Reorganisation der französischen Armee wird nach einer Pariser Kdrrcspondrnz des »Man) Telrgrapha mit großer Energie be- trieben. Die Gcsmnmtzahl der thatsächlich unter Waffen be- , „ Von diesen sollen 50,000 Mann nebst den fur den Dienst in der Haupt- stadt eigens 0rgamstrten 15,000 (Hensd'armcn die Garnison von Paris bilden. Algier wird eine Besaßun von 70,000 Mann erhalten,“ in Lyons und Satorv sollen 38,000, in Ver- sailles und den nmltegenden Dörfern 30,000, und in anderen Lagern und qumsonsorten Frankreichs 50,000 Mann Unterkunft finden, macht1m Ganzen 245,000 Mann ailer Waffengattungen, von denen 95,000 Mann in und um Paris stehen werden. General de Ciffer), der Kriegs-Minifier, ist außerordentlich thätig und arbeitet taglich 15 Stunden mit seinen Sekretären, um einigermaßen Ordnung m das Chaos zu bringen, haupt- sächlich mit Bezug auf die Tausende von Offizieren, deren An- sprüche. anf Avanrement und Ancicnnctät festzustellen sind.
- Die ;Patriea meldet: In Folge von Papieren, welche man in der Wohnung Dmnbrowski's und bei mehreren Mit- gliedern der Kommune anffand, ist es gelungen, alle Cadres der Nationalgarde unter der Kommune wieder herzustellen. Die Zahl der Batmlldne, die vom 26. März ab existirten, be- trug 250. Ihr Effektwbestand war nie vollständig, aber das Central-Komite hatte mehrere Male die Ansicht ausgesprochen, daß jedes VataiÜonfim Interesse des Dirnstrs 2000 Mann stark sein müsse. Dieses Resultat wurde “jedoch nicht erreicht. Was die Endres anbelangt, so waren dieselben im Allgemeinen voüftändig. Es war beinahe unmöglich, auf gcwiffe Weise die Ziffer der Insurrektions-Armce festzustellen. Nur weiß man, daß sie zur Zeit der Offensiv-Oprrakion, wrlche Gustav
lourens befehligte, 200,000 Mann stark war. Seit dieser
eit nahm sie tagtäglich ab. In Folge der Rekonstitution der Hadres von 250 Vataillonen fiel eine große Anzahl ehemaliger Offiziere aller Grade in die Hände der Behörden,“ dieselben haben ihre Theilnahme an der Insurrektion zugestanden.
-- 19. Juli. (W. T. B.) „ Wie die »Agence Hayas- meldet , ist man in parlamentartschen Kreisen der Ansicht , daß nach dem gestrigen Vejchluffe der Budget - Kommission der Finanz-Ministcr, anf d1e_Vestcuerung der Rohskdffe verzichten und versuchen wird, vermittelst anderweitiger Hiilfsqucllen das Gleichgewicht 111123111) et herdxizufiihren. Der Finanz-Minister wiirde die geetgneten korschlagc nach den Ferien der National- versammlung unterbreiten.-
Nancy , 18.I111i. In verfloffener Nacht ist das historisch berühmte [o_thrrngische Museum- in Nancy mit allrn seinen Kunstschäßen in Feuer auf egangen. - Ueber *die Ent- stehungßursache ist noch nichts be annt.
Rußland und Polen. St. etersburg, 18. Juli. Das Panzergeschwader ist am 1 . d. M. von Kronstadt nach Transund abgegangen.
Arnerika. In Mexiko haben dicWahlen stattgefunden, und dnrfte (genaue Daten fehlen noch) Iuarez eine Majorität der Stimmen grgen seine Mitkonkurrenten Lerdo und Diaz er- halten haben, so daß die engere Wahl nicht mehr dem Kongveß zufäYt. Es verlautet ferner, daß auch die,.Majorität im neu- kewablten Kongreß dem Inarez günstig ist. Man hofft, daß
ein Versuch gemacht werden wird , das Resultat der Wahlen durch ekne Revolution 11 ändern, voa, find alje Maßregeln, troffen , um jeden Ver1uch zu unterdrücken. Allgemein 16 d