1871 / 89 p. 11 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 12 Aug 1871 18:00:01 GMT) scan diff

Schlacht selbst von der ersten Entwickelung des Schüßengefcchtcs YsotzurischließiiMn Verfolgung des Feindes durch die schwere et ere .

Im ersten GeJange richtqt der Köni seine kriegerischen Lehren an einen jungen Prrnzen, wel er vermöge seiner Geburt Zepter , Schwert x_md Waa e u führen berufen ist,“ weit entfernt, i_hn zu Ehrgeiz und Ru m?ucht an ufeuern, preist er vielmehr dte Segnungen des Friedens , ma nt aber gleich- zeitig zu Vorbereitungen , durch welche jede Abwehr schnell möglich wird , vwenn der herrschsüchtige Stolz eines Fein- des die bcglückenden _Segnungen des Friedens gefährdete. Darauf geht der Kömgliche Verfasser auf die ersten Grund- regeln zur Bildung eines Heeres über: er begründet die Auf- stellung in drei Gliedern, gebietet unbedingten Gehorsam und 1agt: :feid geschwind ohne Aengstlichkeit, marschirt ohne zu zaubern, schreitet vor ohne zu Wanken, feuert achtsam, schaut unverwandt auf eure Oberen, denn wer nicht zu gehorchen weiß, wird nimmer befehlen lernen!-

Der zweite Gesang beschäftigt fich mit dem Abstecken des Lagers. Der König nennt den Feldherrn das Haupt, die Trup- pen den Körper," jener muß für diese deuten und wachen; dann geht er zur Prüfung der verschiedenen Laßerpläye für die einzelnen Truppengaxtungen und auf die allseit gen Sicherbeits- maßregeln über, wle solche in ihren Grundzügen noch heute maßgebend find.

Der dritte Gesang giebt eine fortlaufende Schilderung aller großen Feldherren unh Helden,- vom Ueberwindcr der Perser und dem des Pompejus, von einem Quintus Fabius, Scipio und Cäsar bis zu Gustav Adolf und dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm.

Der vierte Gesang behandelt den Festungskrieg. Von den Ruinen Jiiums bis auf das Cäsar widerstehende Marseille, machen alle Belagerungen, wie auch später noch häufig, den Ruf der berühmtesten Feldherren zweifelhaft, bis »die Ver- mengung von Kohle, Schwefel und Salpeter: auch diesem Theile der Kriegskunst eine andere Gestaltung gab. Der König geht dabei in anerkennender Weise auf die Leistungen Vaubans ein, in verdammender auf die Art, mit der Tilly fich Magde- burgs bemächtigte.

Im fünften Gesange wird der Aufenthalt des Heeres in den Winterquartieren besungen. Während der gemeine Krieger rastet, muß der Feldherr rastlos Vorsorge treffen, zu erseßen, was der leßte Feldzug geraubt, damit der kommende ihn wisdcrum des Sieges ßcher finde.

Der Schlußgesang entrollt ein lebendiges Bild einer*

Schlacht mit allen ihren Schrecknissen, aber auch mit ihrem Ruhm für die Sieger. Genau schildert der König eine solche in ihrem ganzen Verlaufe: vor seinen Augen steht die Schlacht bei dem Dorfe Höchstedt. Dann eht Der König auf andere Schlachten über und sagt am Schlu 16 der Dichtung:

xWas erwartet Ihr von einem weisen Feldherrn? Feinde, Gefahren, Nichts hält ihn auf. Er theilt seine Krieger an einem Orte, wo der Feind es nicht erwartet hatte; sein pl'o'yliches Vor- gehen unt_erstüßt seine Kühnheit. Solchen Thaten schenkt Mars seinen Beifall, aber_ nur edles Feuer kann sie glücklich vokl- führen! -- Folgt, [unge Krieger, diesen berühmten Mustern,“ dann wird d1e Fama Eusre Namen und Thaten in ihre Er- zählungen_aufnehn1en und Euren Ruhm auf ihren Schwingen in die entserntesten Gegenden tragen!-

Zur Gefchichte der deutschen Trachten. 11.

„Mit dem steigenden Wohlstand im 14.. Iahrhnndert erhxelt das Vürgcrthum auch die Mittel, mit dem Adel an Pracht und Aufwand zu rivalistrcn, und bei der fort und fort zunchmcndkn Aufklärung und Gefittung gelangte daffelhe guck) _der Geistlichkeit gegenüber zu größerer Selb)?- ständ1gkc1t. Diese Verändertcn Verhältnisse bildeten die Grund- lage emer dyrchaus eigenartigen und ihres Wertbes sich be- wußten Entwtckelun in Sitte, Lebensweise und Tracht. Dcr Aufschwurzg war in so plöZlicb, daß man fich bald in Ex- treme _vertrrte. IP xuehrcrxn Städten sahen fich die Behörden gcnöthtgt, sehr detmlltrteKleiderordnungen gegen den überhand- mhmendcn Luxus des Kystüms zu erlassen. So 3. B. erließ Her Rath _von Speyer exnx Vesnmnmng, aus der wir über die damaltge lexdung etmge mtsreffante Details erfahren. Danach sollen dte Hauben der FraUen nicht mehr denn vier Reihen Krausen haYen; aueh soll keine ihr: gewundenen Haar- zöpfe oder Haarschnure hexabhängenjaffen, Fondern aufgebunden tragen, ausgenommen dae unverheiratheten. Die Lappen in

länger denn eine Elle vom EUenbogen an. Die Verbrämung des Rocks odcr Mantels, ob vonPelzwerk oder Seide, sei nicht breiter denn zwci Daumen und auch nur oben. Die Mäntel sollen aber gkschloffen fem, ohne Silber, Gold und Perlen und nicht zu weite Halsöffnungcn haben. Gestreifte oder gestickte Röcke, Verzierung an Huten oder Röcken von Buchftaben,

geben. Auch so!] keine Frgu an ihren Röcken, Mänteln, Hüten, Fürspangen, Gürteln, Bandera u. s._w. weder Gold, Silber noch Edelsteine oder gar Perlen anbringen. Ebenso soll auch kein Mann Federn oder Metallröbrchen oder Geschmelz auf den Gugeln tragen,“ kxmer, der nicht Ritter ist, an Gugelhüten, Röcken, Manteln, noch an Gürteln, Taschen und Meffern (Gehängen) weder goldene und silberne Borten oder Bänder, noch Gpld, Silber, Perlen u. f. f. blicken lassen. Niemand soll an semen Schuhen oder an seinen ledernen Hosen lange spißige Schnäbel haben, und kein Mann, der nicht Ritter ist, Schuhe führen, die nur der Hoffahrt wegen zerhauen und zerschnitten find.- Der Limburger Chronist giebt über die leßtere Bestimmung Aufschluß, wenn er (aus dem Jahre 1362) meldet: *Jn diesen Tagen vergingen die weiten Ploderhosen und Stiefeln,“ diese hatten oben roth Leder und waren verhazten (aufgeschlißt) und gingen «die langen Lederhosen an. DW waren eng, mit langen Schnäbeln, hatten Krappen, einen bei dem andern, von der großen Zehe an bis oben aus, upd hinten aufßeneßelt bis halb auf- den Rücken hin. Da gmg auch (111, aß“ die Männer fich vorn, hinten und neben (czn_der Sette) zunestelten und gingen also hart gespannt. Die ]txngen Männer trugen gemeiniglich geknäuste Kogeln als wie die Frauen.-

Städtische Verordnunßcn gcgm den zunehmenden Luxus und auffallenden Klexderpuß, wie die obige von Speyer erwähnte, finden wir 111 Frankfurt , Zürich, Ulm, Nürnberg, Konstanz, Straßburg u. s. f., aber, fie vermochten doch nur wenixé gegen die Eitelkeit. Namentltch-in den Kopfbedeckungen und en Gürteln, die nicht sxlten mit" hcllklingenden Schellen und Glocken bescßt waren, gmg die Erfindung neuer Moden bis ins Häßlichc. SelbstKkl-Lincre Skädtehielten fich davon nicht frei. Aus Kreuzburg z. B. schildert ein Zeitgenosse (um 1400) die damalige Tracht folgendermaßen: »Die reichen Leute hatten Tnusmke an, war ein filberncr Gürtel, da hingen Glöckchen an; wo eines ging, schallte es um ihn her. Das Mannsvolk batte Kappen nut onencn Traddeln, ellenlang, und seßten fie Über ihre Stirn. Ihre Schuhe waren vom spihig, fast ellen- lang, und auf dM Scitexz geschnürt; ja einige machten an den Sptßen Schellen. Die reichen Jungfrauen, damit sie schmal bißchen, schnürten fich fo enge ein, daß man fie umspannen mochte. Dxe adligen Frauen hatten geschwänzte'Röcke (Schleppen), vier oder fünf Eklen lang, so daß fie Knabén nachtragen. Die Mägde trugen Haarbänder von Silber, verguldete Spangen und han- gende Flammen (Schleier) zum Geschmuck auf den Häuptern u. s. f.a EMC Vsrordnung vom Jahre 1411 beßimmt, daß ,die Frauen und Jungfrauen zu einer Kappe nicht mehr als vier Ellen Tuch verschnciden , auch nicht mehr als einen Perlenkranz tragen sollen. An den Mänteln mag man Lappen tragen, doch dürfen weder die Röcke und Mäntel noch die Tapperte und Flügel weiter als bis auf die Erde reichem; eine ?pätere Verordnung (1420) gestattete jedoch, daß die Kleider eineViertel-EUe »an der Erde aufliegen, dießlügel und Aermel aber bis auf die Erde reichen.a Diese Ver chwendung nahm während der folgenden Zeit bis zur Reformation noch immer zu ,' ihre Wandlungen zu verfol en , müssen wir uns versagen, doch sei noch bemer t_, daß der *Tapperts (geschlonener Rock) sxch aUmäblich in die chhaubeq Welche eine Art bequemen faltigen Hausrocks war, verwandeLte und in dieser Geßalt fich, nur durch größere oder aexingere Weite und Feinheit des Stoffs unterschieden, im Mtttelftande sinbürgerte und dort bis in das fiebzehnte Jahr- hundert dj_e übliche Männertracht blieb.

An dteser Steigkrung des Luxus in der Tracht nahmen alle_ andern Requifitx dcs gesellschaftlichsn Lebens ebenfalls Tßetl , namentlich Aües , was zur Außstattung der Wohnungsräume gshörte, wie Möbel, Teppiche, Geräthschaften u. s. f. Da von dikstn mehr Ueberbleibsel , als von der Tracht auf uns gekommen find, gewähren fie für die Anschauung einen nicht nur sicheren, fondcrn auch umfassenderen Maßstab zur Beurtheilyng der damaligen Moden. In der That wird heutzutage bc: Weitem nicht so “großer und besqnders so ge- diegener Aufwand mit cdcln Metaüen und kostbaren Materialien aller Art getrieben, als gxgen das Ende des 15. und während des 16.3.1hrhunderts. Man betrachte die aus jener Zeit erhaltenen prachtxwllcn Schränke aus Ebenholz, mit Schildpatt und Perl- mutter ausgelegt, die kostbaren Kaffctten, Tische u. s. f., die Majo-

dcn Aermeln (die oft bis an die Erde herabhingen) seien nicht

liken , dic inSilbcr und Gold getriebenenSchaalen, Hum en u. Pf., und man wxrd - ganz abgesehen von dem edeln Kun geschmack

Vögeln und dergl., die mit Seide aufgenäht sind, seien aufzu..

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und der Stylreinbcit - anerkcnnch müssen, daß , wenn auch die Fabrikation der Gegenwarx _cxnen größeren,).lmfang ge- wonnen , fie doch die Soltdttat ,und Gxdtegenbeit der Pracht damaliger Zeit nicht errexchx. Pte Schablynen und die Fournirung haben heutzutage „eme vzel zu unbedingxe Herrschaft ewonnen, als d;;ß es der kunstlerrschen Handarbett möglich w re, damit zu konkurriren. Daxnals war Alles am

aufe, bis auf die Thürklopfsr und Schloffer herab , freu Er- .ndung und originale Arbeit„ heute wird Alles nach dem x:)?odeü “VM der Maschine fabriztrt. '

Der gewaltige Umschwung, welcker in der zwetten Hälfte des 15. Jahrhunderts durch das Zusqmmenwirken von vier der größten weltbißoristhen Begebenbetten, die Erfinduyg des Schießpulvers, die Erfindung der thchdruckerkunst, dle Ent- deckung Amerikas und die Refornxatton, in, dem gesammten Kulturleben Europas- fich vollzog, lteß auch dv; Gestaltung des äußerlichen Lebens nicbt unberuhrt. Das chderayfleben per Wissenschaften, die Entwickelung des Wclthapdels, dle Erwette- rung des Gefichtskreises überhaupt,:1amantltck) aber der Kenyt- niß fremder Länder, aus dcnsn retckZe tznd vamderbare Schaße

ranftrömten, veränderten in verhaitmßmaßtg kuxzey Zett dle

hysioanomie des europäischen Kultyrlebens voUßandtg. Dqs ußere Leben gewann an Strenge uzxd mhaltsvollerer Gedtegtnhett, die Haltung an Ruhe und Einfachhext. Da aber bcgaynen schon im Anfcm des 16. Jahrhunderts m den Yauerykrtegen unp in den Kampfen dcr Wiedertäufer die Vorlaufer jener schrechltchen Kriege, welche fast das ganze 16. uyd 17. Jahrhunxcrt aus- füllten und die naturgemäß: Entwtckklun?“ der, Kunße des Friedens und der Verwertbung Herselben ur dlc Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens verhinderten oder doch schr bc- schränkten. "

Die Gxundform, auf welche alle Veranderungen zuruch- zuführen find, die im Laufe des 16. und zum qxoßen Thetl auch des 17. Jahrhunderts nicht nur die “Kunste, son- dern auch das Handrvexk durchlaufen , 111 „der soge- nannte Renaissanceftvl , eme orngmxntqle Ausbzldung ur- sprünglich antiker Stylformen. D1e_1n1nge Verhmdung, in welcher naturgemäß die Vaulunßnnt per tektqmschen Kunst- indufirie sieht , brachte zunächst eme d1rxkte Emwirkyng des Renalffancegefchmacks auf das anze Gebxet der Géfcfiße, Ge- räthschaften, Möbel und Schmtx sachen zu Wege. Dl? clgent- liche Tracht wurde davon nur msojern beruhrt, als ße -- um nicht in Widerspruch mit der häusltchey Umgebung zu gxrathen -- Lüberhaupt zu größerer Einnfachhe'zt und Strenge m den Hauptformen der Kleidung zuxuckgcfuhrt und daHurch aller- dings auch veredelt wurde. DwsßVersuszung zeigte sich be- sonders darin, daß alles Uebermäßtge, W10kurltche, Krause uyd Faltenreicbc verbannt wurde; fretltch gmg man aber _auch htcr wieder über das schöne Maß hinaus „bis zu emxr Entpuchterung und Verseifung, welcbe spätcr, glc1chen Schr11t mu der Ver- schnörkelung der Renaissance halterxd, 111 dem sogenanntey Zopf- ftyl ihren Kulminationspunkt crre1chte_. Ncbexijrankrctch war es jekt besonders Spanien, das f(xr ÖW xuropaxscbe Modetxacht bestimmend wurde. Die ausgcstopstenvwerten Bctnxlezdcr, dxege- schlißten Aermeljacken und kurzen Maptel, dle gcjtétftcn Faltel-

tragen und Federbaretts kamm ach) m Deutschxany mzhr' urzd mehr in Aufnahme. Nur der Gelsbrtxnstand, forme d1e stadtthhen Behörden, behielten noch längere ZM ihre einfachere und wurde-

vollere Schaube. .

Von der Mitte des 17. Jahrhunderts ab ubermmxnt Frankreich abermals die Herrjcbaft der Mode. Von da ab [|, mit Außnahme des kleinen Bürgerstandis und des Lanyvolks, w'elche bis auf die neueste Zeit in manchen Gegeyden Hie von den Voreltern ererbte Nationaltyacßt bewahrten, ctgentltch yon einer Verschiedenheit dcr Mode 111 den emlencn Z(Jndern mcht mehr die Rede, denn es galt nur noch dte franzosische. Die Wandelungen, welche diefslbe; wn dcm Rococo ws auf dzn Reifroch herab, durchgemacht, 1n1Exxxzcltxxnzxx verfolgen, gcbgort nicht hierher. Wenden wir uns da!),ergn dxm folgendejc .li)- schnitt zu einer kurzen Betrachtung dcxxcmgcn xxxtcxsffantcn Resie natkonaler Tracht, welche noch hegte m don verxchtxdc'nen GaUen des deutschen Vaterlandes Zeugmß gcbcn von dem Geschmack

unserer Voreltcrn.

Die Banken im Deutschen Reich. 11.

„. kk Bk onderen Beilage vcw 20. Mai d. I '!Ü das üatiß F*«veNerYtexiat fürs das Bksnkwksén "" D'""““"" R"“) ZW dem Status vom 31. „Dezember 18-0, JUWMM'JJWÜL WUFF; Da inzwischen noch mehrere VEW" ck“ Iahxcsvzlanz proi1 1 veröffentlicht haben, so vervoüßändiskn wir SWM?- „chor "' r d

Banken gruppiren, das mixgetheilte Material:

408129 Thlr., We el 543,719 Thlr., Dokumente 666,298 Thlr., Lou,1bard 8683 Thlréxkonwwmntforderuxxgen !),-16451] Ter., Doti- rung des Bankhauns »Breeft und G?Tpfc- ],000,000 Tbkm Haus- fonto150,000Tblr. Passiva: emittirte Anthctle 5625000 Thlr., Accevte 1,424,858 Thlr., Kontofurrentsrbuldcn *4,(x99,564 Thlr., Re- servefond 562,500 Thlr., Hypoihefen 62,000 Thlr. _

Die Preußische Hypotheken-Kredit- und Bankanftalt- Konünandit-Geselischaft auf Aktien, Hermann Henckel u Berlin (Nr. 16). Aktiva: Kasse 108,809 Thlr., Hypocyekcn 190.623 vlt., Wechsel 337,817 Thlr., Enekxen 490252 Thlrz, o_ufgefaufte Interimsstbeine der Preuß. Hypotheken - Afttcnbkmß 082,965 Thlr., Coupons 3430 Thlr., Immobélicn 371,196Th1r ,_ Mobtlien 2990 Thlr.- Koniofurrcntforderungen 535,186 Tblr, Pasnva: Aktien 1,690.000 Thlr., Hypoth. Partial-Obligationcn 73,600 Thkw Depositm 216,464 Thlr., Reservefond 91,239 Thlr., Qch-cpte 249,184' Tlxlr.

Der A. Schaaffhausenscbe Bankveretn m Cöln (Rr.49). Aktiva: Wechsel und Kaffenvorrath 4,463,059 Thlr., Guthaben bei Bankiers 3.110,580 Thlr., Debitoren m laufender Rechnung 9,086572 Thlr., Lombard 122,556 Thlr., Cffxkten 1,4544,132 Thlr., Uveifelhafte Debitoren 179,231 THL» Betheilsaung bet industmllm Unternehmungen 631,425 Thlr., Immobilien 587,76 Thlr. Passiva: Aktien 5,187,000 Thlr., Kreditoren in laufendxr Rechnung 8,066,189 Thaler, Depositen 861,986 Thlr, Avals 1,894,647 Thlr., Reserve 427,678 Thlr., Dclfrederekonto 493,986 Thlr. _ _ .

Die Rostocker Bank (Nr. 65), 28. Fxbruar 18-1: Akttva. Lombard 2,568016 Thlr.“, Wechsel 767,820 Thlr., _Kontokurrent 344,313 Thlr., Effekten 463594 Thlr., Hypothcfen 70350 Thlr., Banknotenkasse in Schwain 10,000 THW, Kass 503,493„Tb-r. 2c. Passiva: Aktienkapktal 2000,000 Thlr., Vaxxknotxn-KreamZnskonw 1,250000 Thlr. Rcservcfknd 200,000 Thlr., Darlehm 1,193,9,6Thlr., Depositcn 17,260 Thlr. :e. '

Die Bremer Bank in Bremen (Nr. 83): Aknva: Wechsel 8,522-782 Thlr. Gold, Kaffe (einschließlich 402455 Th1r. eigene; Roten) 2149.818 Thlr., Effekten 493529 Thlr., Lombard 2,676,400 Thlr.- Koniokurrmtsaldo 495,33] Thlr. Vasfiva: Noten 3,690„000 Thlr.- Depofiten 5,306232 Thlr., Reseer 142,479 Thlr.

Von den in Nr. 3 der Besc-nßeren Beilage aufgßführt'en90 deut- schen Banken sind Zettelbanken die nquxst-xlxnkxetx ZZ: Preußi- sche Bank, Bcriwcr Kaffenversin, D&nztgcr, Kynxgsberger Pri- vatbank, RitterschaftlTckxe Priva7bank in' Stcttm, Provinzml- Afthn-Bank in Pcsxn, Kommunaißändffche Bank in Görliß, Städtische Bank in BreÖlau, Mugdeburger Privatbank, Hanno- versche Bank, Frankfurter Bank, Hamburgxr Bank, Naffgui- sche Landesbank, Cölnische Privatbank, zusammen 14 preußtsche Banken; die väyxrische Hypotheken- unk) Wxchs:lbank xmd die Bay-rikck)? Vereinsbank , zusammen 2 ba'yerxéäxx Bgnken; dte land- siändifche Bank zu Baußen, die Leipzigxrmxd 112 Sachfische Bank, zu- sammen ZBankm im Königreich Sachsem Re b&ditchx Bankin Mannheim, die Bayk für S:“!ddcuxscßland in_Darmsmdt, _dteRoftocker Bank, die Wcinmriscthanf, dkeVraunsckywsxßsr VankUDteM-sininger Bank, die Privatbank 7,11 (Hokßa, dic Deffauer B-an, dteTbürtngistde Bank, dieGeraer Bank, die Bückeburger Bank, dteLubecker K_ommerz- bank und die Lübecker Privatbank, die Bremer Bank. Tre Olden- burgische Landesbank, welche Staatspapiergeld in Umlauf fest, und die Norddeutsche Bank zu Hamburg, jvcchc vor) dem Rechte, Noten zu emittiren, noch keinen Geerauch gemath hat, stxtd dcn Zettel- banken uicht hinzugezählt. Dagegen wakZen 111 dem mzwiscberx er- schienenen vAktionär- Geschäftswlender fur _1871-1872- (Leipztg- Bcrlin, Robert Sakaefets Verlag) noch der Letpztgex Kassenverein und die Städtische Bank in Chémniv als thtcwaykcn aufgeführt, lvo- durcb fich die Zak)! der Zettsxbanksn im Kömgretch Sgchscn auf 5 und die Gesamwtxahl der deutscbm Zetjclbankcn qu! Zo xrhöht. »(Der xAktionär- zählt 33 deutsche Zettclbünsen auf, emschlkxßltck) dec Luxem- burgischen intcrnationalen Bank, hat, abcrjdte Nassamschx Lapdesbank, die Bayerische ereinsbankHunk-b dtke erttc"llde?)tsche Kredrtbapk in

'nin cn ni t unter den «cttcx an en erwa)n . __

MUDZY oben Tl()xufgcfüh'cten 33 Zettclbankcn batten Ende 18-0ux1gefäbr 280000000 Thlr. in Banknoten Umlauten, wovon ca. 70 pCt. (195-479000 Thlr.) auf die PreußisÖc Bank uxd ca. 80 pCt. (222560000 Thlr.) auf die: 14 preußischen Banken fal1en. Dresen Banknoten standen unTer den Aktiven ca. 202028000 Thlr. in Metaügeld oder ca. 72 pCt. aTs Dcckung gegenuber, wovon circa 179,200,000Th1r. auf die 14 p_rcußiskhen Banken fallen, derxn Noten- umlauf also méi etwas ü-“ker 80 pCt. durcb Mckaß gekxcck; [|. Die Prejxßische B.:nf, mit 156686560 Thlr.,Mctall bet 190,_440,000Tl)lr. Not-numlanf hielt gxradc dcn Durchschmttssaß dcr preußtschcn Banken

80 Ct. inne. von Vox den übrigen in Der Nachweisung in Nr. Z_dcr Bes. Veil. enthaltenen deutschen Banken sind 20, welche vornpegend die Be- friedigung res Bokcnfrcdits zum Zwecke hohen; dte Norkdeu1sche (Hrnndkrcdiibank, die Preußische Vodxnkredit-Akttenbx-nk, die Preußische Central-Bode:*:trcdit-Gesellschaft, dre Erste Preußische Hypcotheken- Aftien-G:scüschc»fk, die Preußiscße (Henckelsche) Hypothekcn-Akttcnbank, dée Preußische Hypothekcnq Kredir- und Banxxx11stalt (Hsrm. H„xnckel), die Preußische Hypothekenversiuhetunßs-AfttengeseUsch.xft (Hubner, sämmtlich zu Berlin,“ die Ospreußiscbe 1andschaftlichc_ Darlehnskasse (dée National-Öyyothxken-Kreditgcseslschaft zx: Stettm), die Pym- msrsche Hypolbekcn - Atiimbank in Cöölm, die Nassamsche Landesbank, die Vaynische Hypothcken- und Wechselbank in Münäden, die Allgemeine Deutsche „Kredixanstalt in Leipzig-

ée Landständiscbe Bank des Königltck) sachstschen Markgraf- thums Ober-Lsufiß in Banken, die Sächsische Hypothekenbank in Leipziq, die Wijxttembergische Hypoihefcnbank in Stuttgart, die

' andels esellscbafk 111 _Berlin (Nr. 3 der NachYieeisuYgeFZZYtTraL 31. DeTember 1870: Akttoa: Kasenbcßand

Deutsche oibekenbank in Meiningen die Cobztrg-Goxhaische Kredit- geseUfchafZHyzZ Coburg, die Deutsche Örundkrednbank m Gotha, die