1871 / 127 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 26 Sep 1871 18:00:01 GMT) scan diff

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unter denselben Bedkngungen wie an Adressaten im Bereiche anderer Postorte angenommen. Berlin, den 22. September 1871. Der Reichskanzler. In Vertretung: Delbruck.

, Ueber den Postmandat-Brief wird dem Absender ein „Ew- lieferungsschein ertheilt. Die Poftverwaltung haftet für dte Beförderung des Postmandak-Briefes wie für einen rekomman- dirten Briej, für den eingezogenen Betrag aber in demselben Umfangewwsür die auf Postanweisungen emgezahlten Beträge. Eine weitergehende Garantie, insbesondere für rechtzeitige Vor- zeigung oper rechtzeitige Rücksendung des Postmandats nebst Anlage, Mrd nicht geleistet; auch übernebmxndte Postanstalten weder die Protesterhebung, noch die Erfztslyng anderer im Wechselrechte vorgeschriebener Formen bezugltch der ihnen zur EmziehunL€ übergebenen Wechsel. .

Die inziehung des Betrages erfolgt gegen Vorzeigung des Postmandats und Aushändigung der qqtttrrten Rechnung (des quittirten Wechsels 2c.). Dio-Zahlung tft entwedex sofort an den Postboten oder, wenn derYuftra geber nicht dre sofor- tige Rücksendung verlangt hat, binnen, ehen Tagen nach der Vorzeigung des Postmandats bei der eu1ztehez1denP9stanftalt zu leisten. Erfolgt die Zahlung imzerhalb dtesex Frtst nicht, so Wird das Postmandat vor derRucksendung dem Adressaten nochmals zur Zahlung vorgezetgt. Verlangt der, Auftrag- geber die sofortige Rücksxndung nach einmaltger ver- geblicher Vorzeigung, so 111 solches durch den Vermerk :Sofort zurück- auf der Rückseite zu,bezeichnen. Thetlzab- lungen“ werden nicht angenommxn. Wm; der Adressat nicht ermittelt, oder leistet er, auch der der zwetten Vorzeigung de_s Postmandats, nicht Zahlung, so wird das Postmandat nut der Quittung (Wechsel) dem Auftraggeber :mttelft rekomman- dirten Briefes kostenfrei zurückgesandt. .

An- Einwohner im Orts- oder L'andbesteUbeztrke der Ays- gabe-Postanstalt werden Postmandate unter denselben Bedm- gungen wie an Adressaten im Bereiche anderer Postorte an- genommen.

Berlin, den 22. September 1871.

Der Reichskanzler. " In Vertretung: Delbruck.

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Verordnung, betre end die Vesorgun von- Schreiben mit

Behändigungs cheinen durch die ostanftalten.

Auf Grund des J. 57 des Geseßes über 'das Pofiwesen

vom 2. Roycmber 1867 wird Folgendes bestimmt:

Vom 15. Oktober d. I. ab werden die Postanstalten aucb von Privatpersonen Schreiben mit Vehändigungs-

scheinen zur postamtlichen Instnuation annehmen.

In Betreff der Bestellung dieser Schreiben gelten die Be- stimmungen im ;. 38 Nr. 1. und 11. des Reglements vom zu dem GeseHe über das Postwesen vom

2. November 1867, jedoch mit der Maßgabe, daß die Brief- träger nicht befugt sind, die von Privatpersonen ausgehenden Schreiben mit Bebändigungsschein an die Stuben- oder

11. Dezember 186

Hausthür des Adressaten zu befestigen.

Die gegen Behändigungsschein zu infinuircnden Schreiben müssen in Briefform zur Poß geliefert werden. Gelder oder Gegenstände von Werth dürfen solchen Schreiben nicbt beigefügt sein; ebensowenig darf Postvorschuß auf dergleichen Sendungen

entnommen werden.

Iedem Schreiben muß ein gehörig ausgefülltes Formular zum Behändigungsschein offen beigefügt sein. Solche Formu- lare zu Behändigungsscheinen können bei allen Postanftalten bezogen werden, und zwar zum Preise von “€ Sgr. für

5 Stück.

Die Adresse des Schreibens ist mit dem Zusaße »mit Be- bändigungsscheina zu versehen. Auf die Außenseite des zu- sammengefalteten Formulars zum Behändigungsschein ift vpm Absender des Schreibens die für die Rücksendung erforderliche

Adreffe zu soßen. An Gebühren kommen in Ansaß:

1) das tarifmäßige Porto für die Beförderung des Schxei- bens nach dem .Besiimmungsorte und bezw. für die Rück-

sendung des Vehändigungsscheins, und 2) eine Jnfinuationsgebühr von 2 (Hr. bezw. 7 Kr.

Diese Beträge können entweder vom Absender oder Vom Adressaten entrtchtet werden. Will der Absender die Gebühren tragen, so zahlt xr bei der Einlieferung des Schxeibens zunächst nur das karlfmäßige Porto für die Beförderun des Schreibens nach dem Bestimmungsorte, die anderen Bett ge werden erst anf Grund des vollzogen , zurüchkommenden Be ändigungs- scheins von Jem Absender emgezo en. Falls die nfinuatwn nicht auSgefzrhrt werden kann, ommt nur das tarifmäßige Porto für die Beförderung des Schreibens nach dem Bestim-

mungsorte zum Ansaß.

An Einwohner im Orts- oher Landbestellbezirke der Auf- gabe-Postanstalt „werden Schreiben mit Behändigungsschein

Das 17. Stück des Geseßblattes für Elsaß-Lothringen, eben “wird, enthält unter ' ß , betreffend die Vereidigung der Staats- beamten. Vom 20. September 1871,“ und unter

Nr. 24 die Allerhöchste Verordnung über die „Kompetenz Vom 20. Se tember 1871. .

welches heute aus e Nr. 23 das

der „Kriegsgerichte. Berlin ,

den 26. September 871. Kaiserliches Zeitungs-Comtoir.

Königreich Preußen.

Se.“ Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

' Dem Rechtsanwalt und Notar, Iußiz-Rath Schoepke zu den Charakter als Geheimer Iuftiz-Rath Mitglieds der Direktion der Cöln-Mindener Eisen- Eisenbahn-Direktor Georg Wil [iam Spezial-Direktor der Rheinischen Eise [ Rennen zu Cöt Rath, so wie den Vetriebs-Direktoren resp. Cöln - Mindener Eisenbahn, cler. in Berlin und Gustav Mellin ls Bau-Rath; ferner

tgliede der Königlichen Direktion der Inspektor K ü ll , den Charakter

Bromberg

Offermann, nbahn , Land-

und dem den Charakter

ratb a. D. Franz Car als Geheimer Regierungs- bei der Berlin - Anhalt'tschen Friedrich Gustav Bi ln Cöln den Charakter a

Dem technischen Mi Main-Weserbahn, Eisenbahn-Bau- als Bau-Rath zu verleihen.

m 22. Iuli 1871, betreffend die hrenzeichen an diejenigen M I von 1870/71 durch patriotische chauplaßes besonders aus-

erkläre Ich Mich mit s-Ministeriums dahin einVerstanden, daß cht _ „beendeten. Krieges es KriegsschauplaYes bereits “bestehender Orden etlichen werde. ch bestimme er Personen die 3. und ie das Allgemeine Ehren- nen an einem weißen rothem Vorstoß gc- en Krankenpflege

Allcrhöchster Erlaß vo Verleihung von Orden nnch welche sich während des Kriege Handlungen außerhalb des Kriegss gezeichnet haben. Ihren Bericht vom 7. v. M. der Ansicht des Staat an Männer, welche sich während des durch patriotische Handlungen außerh vorzugsweise hervorgethan _haben, mit einem besonderen Abzetchen v demaemäß zur Dekorirung solch 4. Klasse Meines Kronen-Ordens, sow . nd zwar sollen diese Dekoratto chwarzgefireisten Bande mit d für Mitglieder der freiwillig mit dem rothen Kreuz auf weißem Felde Von [ches an dem Ringe anzubringen ist, die bereits im Besiße einer

zeichen, u sechsmal s tragen un außerdem

Emaille,we werden. Personen, tiouen am statutenmäßigen Bande end bezeichneten Orden oder Ehrenzeichen diesfälligen Vorschläge sind Mir zur dsäße bei Verleihung disser besonder ßlich durch den Kriegs-Ministcr vor illigc Krankenpflege betreffenden An Konnniffarius und Militär en werden, w

kenntlich gemacht dieser Dekora- find, haben dieselbe neben weiter zu Wahrung en Aus- zulegen,

dem vorsieh tragen. Die einheitlicher Grun zeichnung ausschlic welchem Me, von Meinem willigen Krankenpflege zugeh bleibt, bezüglich d betheiligten Ressort- Centralkomite der Deuts wundeter oder erkrankter

die frciw *Inspecteur der

ährend ihm überlaffen sten Anträge vorher mit den ekwa Ministern oder nach Umständen mit dem chen Vereine zur Pflege im Felde ver- Krieger in Verbindung zu treten. Sie haben hiernach das Weitere zu veranlassen.

Bad Ems, den 22. Iuli 1871.

er anderwe

W i l h e l m. Für den PrästdeZthen des Staats-Ministeriums:

An den Präsidenten des Staats-Minifteriums.

Ministerium für. Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Inspektor Wiebe in Han-

ektor ernannt

sch verwaltxte

Eisenbahn-Direktion m

zu Hannovxr

Der Königliche Eisenbahn-Vau- Königlichen Ober-Vetriebs-

nover ist zum ommiffari

und demselben die von ihm bisherk Stelle eines solchen bei der Königlichen Hannover nunmehr definitiv übertragen worden.

Der bei der Königliche beschäftigte bisherige Gerich in Folge seiner defi bahn-Verwaltung zum

11 Eisenbahn-Direktion ts-Affeffor Eduard Sims bernabme in die Staats-

nitiven Ue „*,or ernannt worden,

Rxgierungs-

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Iuftiz-Minifterium. Der Gerichts-AffefforFrofch hierselb i um RechtsanwalT bet dem Kreisgericht in Jüterbog und z:?glßic?) zum Notar im

Departement des Kammergerichts mit A ' ' _ sißes in Iüterbog, ernannt wordén. "we'sUUg semes Wohn

Ministerium der eistlichen Unterri ts- und Medizinafi-Angeleéenheiten.ch

Die Herren Kandidaten der Pharmacie und a n eilkunde werden ersucht, fich behufs Annahme der in dem FeerZehenden

Winter-Semester zu hörenden Vorlesungen vom 1. !. Mts. ab.

bei dem Unterzeichnetcn, Dorotheenstr. 61 u . Bexlw, den 23. September 1871. * z melden Der Dtrektor des pharmazeutischen Studiums an der hiesigen Kön1g11che11 Univerfität. Dr. Housselle.

Das 30. Stück der Gefeß-Sammlun Wel es u - gegeben wird, enthält unter g, ck he tc akrs

Nr. 7881 denAllerhöchsten Erlaß vom 22. Juli 1871, be- Zreffend dix Verleihung von ;Qrden und Ehrenzeichen an die- jem en Mauper, wclche fich wahrend des Krieges von 1870/71 dur patriottsche „Handlungen außerhalb des Kriegsschauplaßes besonders ausgezetchnet haben, unter

Nr. 7882 den A_[lerhöchften Erlaß vom 14. AUgust 1871, betreffend dte Verlexhung der fiskalisthen Vorrcchtc für den Bau und die Unterhaltung einer Guts- und Gemeindechauffee tm Kreise Neuhaldenslehen, des Regierungsbezirks Magdeburg, von Sommerscheybuer Anschluffe an die Belsdorf-Wars- [ebener Chaussee uber ommcrsdorf bis zur Braunschweigischen Landesgrenze bei Honsle'ben; unter

Nr. 7883 das Prjvtlxgium wegen Emission von 4,000,000 Thlrn. Prwrxtäts-Obltgattonen der Rechte-Oderufer Eisenbahn- gesellschaft. Voxn 4. September 1871,“ und unter .

Nr. 7884 ins Bekanntmachung, betreffend die der Berlin- Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellfchaft ertheilte landes- herrlicbe Konzession zum Bau und Betriebe eincr Zweigbahn tboon 18 elhlendorf nach Kohlhaasenbrück. Vom 12. Septem- er .

„Berlin, den 26. September 1871. Königliches Geseß-Sammlungs-Debits-Comtoir.

Nichtamtliches.

DeutscHes Reich.

„Preußen. Berlin, 26. September. Se. Majestät der Katser und König wohnten vorgestern in Baden-Baden dem Gottesdienste bei und nahmen Abends den Thee bei der Herzogin von Hamilton ein. Gestern begaben Se. Majestät Sich zu Wagen nach der Station DOS und besichtigten daselbst das 1. Bataillon des auf der Fahrt von Soiffons nach seiner Friedensgarnison Bartenstein begriffenen 2. Ostpreußjschen Grenadier-Regiments Nr. 3. Um 5 Uhr kehrten Se. Majestät nach Vaden-Baden zurück. , , ,

- Ihre Majestät die Kaiserin-Kdntgm empfing den Besuch Sr. Majestät des Königs von Dänem'ar'k. -- Se. Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Kömgltche Hohett die Großherzogin von Baden treffen am 28. m Baden exn, woselbst auch der Besuch Sr. Kaiserlichen Hohext des,.Kronprm- en und Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Kronprmzessm in Aus-

1cht steht. - S. M. Kanonenboot ;Delpbin-x ist am 24. d. M.

* Gibraltar angelaufen, um Kohlen aufzufüllen.“

_ Wie wir hören, wird die Eisenbahn-thriebs-Kommisfion in Straßburg, welcbe bisher vou-dem preußtschen Mßmfterium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten ressorttrte , vom 1. Oktober 0. ab dem Reichskanzler-Amt unterstellt.

Cass el , 25. September. Heute Mittag um 12 Uhr zygen dteder 22. Division angehörigen Truppen unter Salutschussen und Glockengeläute in die festlich geschmuckte Stadt ein, qu ihrer Spike Se. Kaiserliche und Königliche Hobett der Kxonprinz von einer zahlreichen Sync uxngeben. Am thhelmshöher Thor begrüßte der Ober-Vyrg'ermetfter Nebelthau Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit mxt emer Anrede, welche Höchstderselöe erwiederte, indem er der altbewährten Tapferkejt der hessischen Soldaten warme Anerkennung zollte ynd mit emem Hoch auf Se. Majestät den Deutschen Katser schloß, in welches die Truppen und das zahlretch anwesende Publxxum 1Ubelnd einßimmten. Der Vize-Bürgermetstxr Weigel uber- kEichte sodann im Namen der Stadt dem Divtfions-Comman-

nachstehende Erklärung des Staats-Mini

deur, Gencral-Lieutenant von Wittich, eincn goldénen Lorbeer. franz , welchen derselbe dankend annahm. In seiner Erwiede- rung auf die Ansprache des Vize-Bürgermeißers gedachte der General der Heldenthaten der 22. Divifion , aus welcher viele B'rave [Zen „schönen Tod ,für das Vaterland gefunden, und dankte fur d1e_warme Thexlrmhme, welche die Bewohner Caffcls und Her Provmz Hessen fur die Truppen während des jüngst beendtgten Feldzuges gezeigt hätten. Die Truppen defilirten alsdgnp auf dem Frtedrtchsplaß vor Ihren Kaiserlichen und Könzgltchen Hoherteno dem Krynprinzen und der Kronprinzessin. Spater erfolgte festltche Bcwtrthung der Truppen auf Kosten der Stadt, welche denselben Abends auch eine Tanz- belufttgung bereitete.

Sachfxn. Dresdxn, 25. September. Der König ist heute Vormtttag yon lelmß im hiefigen Residenzschloffe ein- getroffen und hat daselbst dre Vorträge der Staats-Minister entgegengexzommen, sowie mehreren angemeldeten Personen Prtvatgudtenzen exthetlt. '

Dte Köyigtn' ist_ vorgestern Abend 1712 Uhr von Poffcnhqfen wxeder hxer emgetroffen.

Wurxtemberg., St_uttgart , 23. September. Zu den Festen , _m1t welchen „m, dtescn Tagen die Erinnerung an den ersten Einzug des Komgs und der Königin als neuver-. mahltcn Paarxs nz, der Hauptstadt des Landes gefeiert worden, sind zur Ve'gluckwunschrznnghrer Majestäten die ganze König- liche Familie, deren Mttglxedcr zum größten Theil bisher noch aijesxnd waren, wiederum bier eingetroffen. Von auswärts sind hterzu angekommen der Prinz Wilhelm, der Prinz August und Der Herzog Eugen Erdmann von Württemberg mit (He- mahlm' und Tochter , der Herzog Wilhelm von Wurttemberg, , der regierende F'urst von Reuß-Schleiz, die “Landgräfin Marie ' von Heffcn-Phtansthal, geb. Herzogin von Württemberg. -

, IhrefMaxeftaten empfingen nn Laufe des gestrigen Tages dte Mttgltedex der Kömglichen Familie, sowie den Königlich belgtschen 'Mmifterrcsidenten Baron Greindl und den Adjutan- ten chs Furxten von Waldeck und Pyrmont, v. Gröling, welchc betdx tx) be opderernMrsfion hier eingetroffen sind , um Ihren Maxestatey die Gluckwünsche ihrer Souveräne zu dem Feste zu uberbrmgen.

Im„Lauf,e des Nachmittags besuchte der König das von der Schußengtlde zur Fexer der silbernen Hoch3eit des Königs- paares veranstaltete Feftychießen.

Abends „fand der von Sr. Majestät gegebene ßroße Fest- ball im Königsbau statt , zu dem Über 2000 Eknla ungen er- gangen waren. .

-- Mit Bezug auf ein im ;Figawcc veröffentlichtes Schrei- ben des Grafen von St. Vallier an den Herzog Von Gramont, Welches ]ener übrigens inzwischen bereits in einem an die »Indépendance belge-c gerichteten Tele ramm aus Luzern für falsch erklärt und dementirt hat, Veröfxentlicht der chhw. M.-

ers Frhrn. v. Varnbüler : vIn öffentléchen Blättern ist von dem franzöfischen Gesandten

am württembergischen Hofe, Grafen von St. Vaslicr, in AuKsicht gcßellt worden, er werde darthun, daß es im Jahre 1870 ein Leichtes gewesen wäre, die süddeutschen Staaten von der SIMS Deutschlands zu trennen. Ich habe abzuwarten, ob Graf St Vaklier dieser seiner Absicht Folge giebt, um zutreffcnden Fakls mit einer authentischen Darstellung der dem Kriege vorangeaangenen Verhandlungen zu ant- !vorten. Gegenüber der in die Nr. 224 Ihres Blattes übergegangenen angeblkchen Devcsche des Grafen St. Vallier vom 22 Juli 1870 sehe ich mich genöthigt zu erklären: Es ist nicht wahr, daß die württem- bergische Regierung gczaudcrt hat, Partei g egen Frankreich zu er- greifen, und nichts berechtigt zu der Annahme, daß fie fich für Neu- tralität. entschieden haben würde; es ist nicht wahr, daß-die Würt- tembergische Regierung von der bayerischen in die preußische Allianz fortgerissen worden ist , es ist nicht wahr, daß mein Verhalten durch dasjenige des Grafen Bray bestimmt worden ist. Die württember- gische Reaierung war feinen Augenblick im Zweifel, im Falle des Krieges sch an demselben gegen Frankreich zu betheili en. Ich habe dies bekanntlich schon am 13. Jul: dem französschen Ge andten unum- wunden ausgesprochen. emmingen, den 22 September 1871.

, tbr. v. Varnbüler, Staats-Minifter.c Mecklenburg. Schwerin, 25. September. Der Groß-

herzogliche Hof ist vorgestern mit Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Friedrich Carl von Preußen, dem PriNJen

einrich 711. “Neuß und Hem Fürsten Hugo von Windich- räß von Frtedrichsmoor m Ludwigslust eingetroffen, und ist

Se.Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Carl gestern Mittags von Ludwigslust wieder abgereist. '

Sachsen - Coburg : Gotha. G otha , 25. September.

Der Herzog ift geßern mit dem Mittagszuge der Werrabahn nach Hinterrtß zu einem längeren Aufenthalte abgereist.

Frankreich. Paris, 24. September. Das *Iournal

officiel: veröffentlicht ein Gesch, durch welches dem Kriegs- Mmister ein Kredit von 4,500,000 Frcs. für Ingenieur-Eta-