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Beamte der Militär-Verwaltung.
26. Februar. Lechner, Sec. Lt. a. D., zum Kaffen-As ist. bei der General-Militärkaffe ernannt. Zimmermann, Ka en- Assift. der General-Militärkaffe, zum Buchhalter, Otto, Bemalt. Asfilxt'fö Y_Y_ Remonte-Devots Schwaiganger, zum Wirtbscbafts-Infp., _" e k .
Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 42. Sißung vom 5. März 1897.
Die zweite Berathung dcs Staatsh aushQW-Etats für 1897/98 wird im Etat der landwirthschafilichen Ver: waltung bei dem Titel „Gehalt des Ministers“ fortgeseßt.
Ueber den Beginn dsr Debatte ist gestern berichtetwordcn.
Auf die Bemerkungen des Abg. Knebel (ni.) erwidert dsr _ _ Minister für Landwirtbschaft 2c. Freiherr von Hammer- stein:
Meine Herrenö Jm Gxnzen kann ich mich zu den Ausfübrmzen des Vorredners in j-sder Richtung zUstimmend äußern. Ich bin mit dem Hrrrn Abgeordncten dsr Meinnng, daß die Förderung des Obst- baues und der Obstverwertbung eine Wesentliche Aufgabe der [cmd- wirtbscbaftlichen Verwaltung ist. Die landwirtbscbaftlich? Verwaltung hat seit Jabrrn diesem Verwaltungézweige iÖre voile Aufmerksamkeit gewidmet.
Meine Herren, die Gründe, WLSÜalb früher die Produktion dem Verbrauch genüixte, find vielleicht darin zu finden, daß einmak die Bevölkrrung seit Jahren erheblich zugenommrn bat, andererseits darin, daß die Obsiderwendung, die Obstnahrung sich außrrordentlich gesteigert bat. Ick wiU nur daran Erinnern, daß in vielen (Hrgyndrn, wo man früher ksinrn Obsiwrin kannte, jrßt der Oistwein einVolks- nahrungdmiitel ersten Ranges geworden ist. Die Mittel, welch der Herr Vorredner für gerignet hält, nm dsn OdstbaU zu fördsrn, erachte auch ich für die richtigen. Nach diksen Grfichispunkten handelt auch
die Staatsregierung ssit geraumsr Zrit. Es wird erwogkn, ob und“
wie die Obstberfracbiung im friichen Zustand zu fördern ist, beispielßweise mit rascberen Zügén bezw. mit besonders geeigneten Waggons u. s. w. Die in dieser Veziehang in Amerika gsmachtrn Erfahrungen sucht man dabei zu Verwertbsn. Entschiedrn erkläre ich mich Kindersianden mit dsnjenigen Maßregeln, welche der Herr Vorrrdner bezüglich drr Förderung des Obstanbauss näher darlegte. Es ist zweifkllos richtig und zuirkffend, daß in diean Gegenden der prrußischen Monarchie die Krnntniß üker die nach den klimatischen und den deénvrrbältniffcn anzubauendcn Obstiortsn fkdlr: es wird versucht, diesé Kenniniß zu Erweirkrn. Es ist axcb ein großer Fehler, das;, obnerackßet das richtigc: Anpflanzungsmatsrialin größerrm Umfang und gut zur Verfügung sieht, der Bedarf darci) dcn Hausierbandel mii Obsidäumrn, wrlcber eine wsite Vrrbreiiung hat, in schlechter Waare ohne Garantie für die richtigen Sorten be- friedigt wird. (Sebr richtig !)
Leider Gottes kauft bruizutagr der Landwirih vielfackp immer noch die biUigfte Waare, ohne sich zu überzeugrn, ob die Waare auch gut ist. Das ist grradk auf diesem Gebirt besonders gefährlich; denn ein Obstbaum, drr heute gepflanzt wird, trägt Erst nach zrbn bis fünfzehn Jahren, je nach dsr Sorte, Früchte, und drr Andffanzer wird daher erst nach rinsr REWE Von Jahren drn Frhler gewahr, den rr bsi dsr Wahl drr Bäume gemacht hat.
Auch darin kann ich dem Herrn Vorrcdnrr bsiirrten, das; Es ge- boten ist, nrben der Auswahl der richtigen Sorte diese Sort? in großen Ki.!Jaffi'n gleichartig anzudaaen. Nur Mun man eine große Mass“: gléiéoartiger Waare hat, ist mxn in drr Lags, gr.?ßsre Kdn- sumemikn odcr drn Vermittler drr; größkrrn Konsums ais Käufkr heranzuzirben und dadurch béffLkL Prsiie zu erziklrn.
Die Frage der Wiesen-Vaumristrr ist auch schon don Hrrrn Gump gr- streifi, welcher auf di? AnstsÜung Lines Wiessnbaumrisiers im Rrgierangs- bezirk Studs hinwies. Auch mit kissen Ausführungen kann ich mich ein- Mrstanden Erklären. Die landwirthscbaitlichr Vérwaltung isi brftrebt, jedes Jahr diesr SteÜen “;Ür WiksénkaUMEiftSr zu dcrmedren. Es wird das auch in diessm beantragt. Die Siaaiérégisrunz ist auch bemüht, für sachgemäßc Ausbildung "dcr nötdigrn Kräfte, an dsnen rs angesiblicklich nock) fcblt, zu sdrgrn. Wir erweitrrn die Wirsrnbau- Vorsckyulen und find bestrebt, sowrit die nötdigén Kräfte zar Ver- fügung stebrn, alljährlich im Etat die Erfordrrlicben Mittel dom Herrn Finanz-Minister zu crbiitrn, dsr bixhsr auch sirts für diesrn Zweck eine freigsbige Hand hatte.
Die [andwixtbschaftlickpe Verwaltung wird din dom Hyrrn Adg. Knebel auégesprockxrnen Wünscbsn möglichstReäxnring tragen. (Bravo!)
Abg. Broemel (fr. Vgg.) dringt, wie glricbfakls schon aus- führlich bkkikbtét wurdr, TSU Strrit des Vorfisrndkn der Pommersckorn Landwirihsäyaftskammer, Graisn don Schwrrin-Ld€wiß, Und drs Vor- Fsders der Stettiner Kaufmannschaft wrgen angrbiicb umrichiigcr
rrisnotierungrn zur Sprache. _ _ Minister für Landwirtdschafi sc. Frcihcrr von Hammer: tkiU:
Meine Herren! Ich kann mich anf sine“ katze Erwiderung k)?- scbränicn. Der Herr Hankeis-Minister bat, fowrii ich mich entsinne, aus Anlaß cine'r Befrbwrrdr, welche dirKaufmannichaft in Stettin an ihn richtrte, mich €rs::chr, über die Vorgängs, wrlchx fich bsi der Land- wirtbicbaftskammer dolizrgcn baden, w:"[ch dir Grundlage bilden für die Erklärungkn, wrlche der Graf Sckywerir-Löwiß im Rrichstage abgegebrn bat, VM der Landwirtbschaftökammxr Berickyre“ rinzuziedkn und ihm dann zu übermitteln. Anscheinßnd beabsicdtigt also das Forirm, vdr wrlchks zunächst die Sache gehört, die iraglickyen Verhältnisse klar zu steilen. Ist das g€ichedem und sollts dabei ier Herr Hanrrls-Miniijkr die Ansicht gewinncn, daß aus diesen Vorgängen gegkn dic Landwirtdscbaftskammer ein Vorer zu erhaben ist, so wird voraussichtlich dcr Herr Handels-Ministrr mir von diksrn Vorgängen Kknntniß gedrn. Ich werd? dann Anlaß babén, die LandwiribsÖaitr-kammer zu rektifizicren. Augrnblicklicb ist also die Angelegenheit nicht spruchreif; fie likgt drmjeni-zrn Forum vor, welches zunächst in der Angelegenheit zuständig ist.
Abg. Graf von Kunitz (koni): Jcbwcixdkmirl)zunächstgrgen die Ausführungen des Abg. Herold vom ddrigrnSonnadknd, der eine Ab- hilfe der Notklagk nur in rem Margarinrgrsrß und dem Anrrben- rccbt erblickt hat. Das; das Zentrum meinem Antrags nicbt qsscbloffen grgenüdeistebt, beweissn dic Vkrbandlungrn res Wien Katholiken- ta es. Der rbeiniscbe Bauernderein bat sich sogar für die Ein- füßrung kes Getreidemonddrls au§gesprochem Auf die Frage drr Produktenbörse ist Herr Broemel [Lider nicht näbsr eingegangen.
( uruf des Abg. Broemel: Handels-Miniftetium!) _ Die Art und
eise, wie r Broemel von verleumderifchen Beleidigupgen durch den Grafen werin gesprochen hat, hat mich aufs tiefne verletzt. Ich muß diesen Angriff namens des Grafen Schwerin, den ich als einen Ebrenmann kenne. zurückweisen. Herr Graf Schwerin wird, nachdem er am Montag in das Abgeordneten- haus gewählt sein wird, _Gelegenbeit nehmen, die _Sazbe richii zu stellen. In Stettin herrschen dieselben Verhaltnisse wie in Berlin. Herr Deutsch hat in der Börsen-EnquZte angeiagt, daß der größte Theil des effektiven Getreidebandels sicb aizßerdalb der Börse in der Frübbörse vollziebe und in den PreiSndtterungen nicht zum Ausdruck komme. Er hat auch zugegeben, daß diese Früh- börien einer amtlichen Kontrole bedürfen und da ihre Notterun eu veröffentlichi werden sollen. Ein vereidigter Mak er, Ba_umann, at aussrsagt, daß diese Notierungen der Frübbörse höher 1eien als die der eigentlichen Börse. Wozu der Verein gegen agrarische Uebergriffe eigentlich errichtet ist, ist mir unklar. Ich kenne keine agrarischen Uedergriffe, die landwirtbschafjliche Bcwegung hat lediglich die rSericho iu ianZrUm, ibre Gleichberecbtigung mit der Industrie zu::i Zweck, die durch die Handelßverträge erschüttert worden ist. Ich möchte einmal das Programm des Verrins Nordost kennen lernen. Unsere Aufgabr ist es, die Preise der landwirjbichasrlichen Produkte zu heben. Welche Mittrl bat der Verein dafür vorgeicblagen? Er will [Sdiglich das gute Vrrbältniß don Groß: und Kleingrundbssiß stören, um béi den Wahlén das Fett für sich abzuschöpfen. Hat der_VLrein etwa beffere Mittel zur Hebung der Getreidepreise, als wir, 10 wil] ich ihm gern beitreten. _ _
Ab . don Heydebreck (kom): Da man den _Verein .Nordoigt“ hier als unschuldiges Lamm dinstellt, so muß ich als bäusriicber Befißer auf Grand mriner Erfahrung dageqen_ Ver- wahrung einlegen. Ick) habe einer Versammlung des Vereins in Sirld beigewohnt. Da wurden die Janker als Nachkomrrn de_r Raubritter, als das Matérial für die ,Brüsewiß' bezeichnet. Fünf- zedn stimmtkn gegen die Rssolution, und da dirß es: Da sind die Junker, hinaus mit ihnen! Das gelang freilich nicht. Die Tausende von Baurrn, von denen Herr Rickert sprach, möchte ich einmal ssden! Ick kenns die Statuten dss Vereins; von einer Hilfe für die land- wiribicbaftliche Produktion steht kein Wort darin. Hsrr Rickert hat ja in Stow einen Vortrag übrr die Fraurnbewegung gehalten. „Ich wardr ibm gern dort mich zur Verfügung stellen; und wrnn er emen utsn Tag haben wird, so werden wir ebensoviel Vergnügrn daran Zabrn, wie heute.
Abg. Brdemel: Ick babe eine sachliche Klarsteiiung vrrlangt und nur dis Stimmung dsr 'Steitiner Kaufleute wiedergrgebrn. Davon 5258 ich kein Wort zvrückzunebmen. In Sirtiin find die Verdälinine umgekehrt wie in Brrlin. Die NotikrungSfommiffare in Stritin sind angewiesen, auch dsn erkedr drr Früddörse dei drn amilickysn Notierungén zii berückfirhiigsn. Der Versin Nordost hat Ein fachliches Programm adfgestküt und ist in sciner Agitation noch lange nicht an ii:- Grénze grkommrn, die der Bund drr Land- wiitbe jrden Tag üdérfchrriiezt. Das Uribril der klcindürgerlickpen Krcise Übkk disjcn Bauerndrrein wird andrrs lauten als das dcr Herrkn Graf Kunitz undvon Hkydebrsck,
AbZ,- Frentz (form): Ich din sclbsi Mitglird der pommersrirén Lankwirtdfckyafidkammrr, wiil aber nur sagrn, daß der angrgriffrnr Vdrßßendé in der nächsten Woche Mitglied dirsss Hauses werdkn und sich iélbst Vertheidigsn wird. _ _
Ab. Nickéri (fr. VW.): Oi: 14111." 15 Bauern in dxr Versamm- lung in “Stow gewrsrn sind und einige Handwrrfer und Einige jüdische Leute, wird ja dcr oifizicilr Bericht über jene Vsriammlang br- wcisen. Was den Ton betrifft, so bijxe ich zu brdenken, war? sich drr Bund drr Landwirthe leistrt. Ist es da ein Wundrr, wsm: Einmal den gxtreienrn Bauern die EUR? über- läuii? JSden Tag Wrri-In unikre Bauerndersammlungen aufgslöst obne grnüzcnien Gründ. Jsi 78 eine Verbesang, Wenn auf die An- schaUUng der adligen Herrsn dingewieirn wird“.) Die Bauern baden rinr Fettdirdgknoffenickyait ZSZründstausrigencr Initiative und erzieien guje Preiie, Lcid-Lr babe ich da? Programm nicht bei mir. Es sieht darin, kai“; dis _SÖullastrn grrechtcr drrtdrilt wsrden folien. Und die)? Fordérung ist auch nicht ddiie Wirkung gsdliebs-i; denn Lin Mitglikd dss Hsrrenb_au]€§, Yrrr don Grrlach, hat dir Régierung daZU anfgefdrdert, aiko damit anerkanni, daß “rief? Lasten zn Gunsten drr Ritirrgatsdefiser und zu Ungunstrn der Kleindauxrn dsrtdeili find. Uebrr die _Prsise dés Géireidrs hat der Bund dsr Landwirrde Cine quaéte vrrwwchön, adrr fi; babrn fis nichtdxranstalfrt. Wir dabrn auch ein€ EUÜUÖTC Vékakiitaltés und bewiesen, daß der klrine und _mittlch Grunddrfiß an [WHM Gxtreidcdrrisrn Zar rem Jmtrrrffe bar, iondsrn m_ir dsr Grdßgrdnddrfiß.
_ Akg. Gra! O_dn _Kanirz: Graf Schwsrin bai 111.11." ßeiadelr, dai; außrrhaib rrr Srétimrr BÖTsS große Msngén Géskéidk grdandsit und nicht notirrt wxrren. Herr KÜHnemann-Stetiin dat zugrgsben, daß in Brrlin mindrrwcrtdigrs_Grtrside drn Müilern géiiksékt werde, Durch disie Aadfunsr bai fich Hsrr Kühnémann um die Börsemreform ein groß.“? Vrrdrenst ertddrdsn. Wsmx dsr klrine und miitlsre Grund- défißrr ksm Inikreffé an höheren Grirridedreiirn haben soi], wrdsr 1011 er k?nn rar; daare Geld bcrnxdmcn für séine Steuern und sonstigen Aquab-Zn? Di.- BJUSM drs W_rstcns fixid doch auch unssré Anhänger, fie brkunden damit sin Jntrché an hohen GStkéidLOkEiiLU. Baurrn und Großgrunrdrjisrr Mrdsn zuiammmbalten nacb wir dcr, daran wird der Vrrein Nordost gewiß nichts ändrrn.
Abg. Schwarze (antr.): Das ZSntrum _isi in dsr Ablehnung des Antragrs _Kanrs viillig einig gewesen. Auf dem Katkdiikentage wurde 1111]: Eine größsre Förrsrung dcr Landwirtdsckyait gcxvünschi. Ware drr Antrag Kanirz rdrt zur Abstimmung gédrackyt words", sr) hättcn fick,). 990/13 dascgén Erklärt.
Abg. Fischer (Ms.): Ick steile mit Gsndgtduumg „isst, daß der Ada. RickEri die Ndsbla-ZS drr Landwirtdichafs, anch drr klsinen Bkfiizsr, ancrkannt bat. WHM die Landwirtbicdakr die Grundiage dcs Staatcs ist, _dann muß fis auch [Listungxfädig gemacht wrrdrn. Jah wsrde dsrgsirqgt, was drr Bauerndsrrin Nordost eigentlich woile; die Antwort darauf da: mir Herr Rickert srbr €rl€ich- trrt,ich branche dcn Bauer:; mir rad Stendgramm seincr Nrde dor- zulrgen. Drr Freisinn ist eine Partei drs Jrrtbixms. “So unschuldig ist Herr Rickert an der Gründung drs Verein? Nordost doch nirht. Er gehört alierdings drr wridlicbkn Linie drs Frrifinns an, Lr ist also die Mytter des Vereins. Die Héßreden in Siolp halten nicht die Badcrn, !rnrkrn die Agitdwrcn auI Brrlin und andcrén großen Städtrn. ,Die Gründung VM FüttviLb-Genoffknfckpaftcn ist krin Vcrdienit dcs Freismns. Ich bin sLit Jahren Vorfisendrr Lines solchen Vékiinß.
Abg. Broemel: Daß die Prxisl der Stritiner FrüH- und auch der Abkndbörse dnitlich noiikri wrrdsn, kann ich aus eigener Erfahrung bewsixen und ergiebt sich auch aus der Instruktion. Was drr drranégegriffrne Sax; aus drr Aussage des Hérrn Küdnsmann für die Agrarier bkxveisen soll, ist mir _unerßndlicb.
Abg. Ur. Hahn (b. f. P.) weist auf die zunrbmende, besorgniß- erregende Einfuhr amerikanisckpcr Pferde? bis nach Osiprrußén bin und wünscht eine schärfer? Quarantäne für diesen Import. Zn Bremer- haven, führt er aas, existiert üderbauvi kéine erarantäne. Von Dänemark wird allérdings Viki) als Zugvieb eingeführt. Aach hier muß errdur eintretcn. Wie sehr man die Jndustris zu Ungunstrn der Landwirtbscbaft brdorzugi, beweist, daß das Waser der Haie bei OLnabrück durch die Abwäffer der Fabriken „sehr stark drriaizen wird. Die Bcfiyxr der Yasewieskn baden vergedll-F) nacb Abdilfs bei den Be- bördrn bmgedrängt. Jeb möchtr die Re,;ierung bitten, ihre Wünsche wodlwdilend zu prüfen. Großc Moorflächen in Hannover an der Küste drrdienrn_ mrliorisrt zu werden mid zwar zu Liner Zcit, wo die iand- xvirtdscdastlich-en Arbeitskräfte frei find. Die freifinnige Partei sürchtet wohl, daß sie die erikgrn “Sympathien, die sie noch auf dem _LanYdat, vkrlieren wird. IZie Jllßknk) ist allrs Andkre eher als fr-cisinnig im “Sinne des Hsrrn Rickert. Srben Siefich Unsere akademische Jugend
- an. Sie steht anf unserer Seitk. Auch der städtische Mittelstand
wird fich_mrbr und mrbr mit der agrarischen Bewegung Verbinden. Nin soweit der Bader nicht aufgeklärt ist. gehört er zu Herrn Rickert. Handler und dergleichen werden auf dkn Versammlungen des Vereins
Nordoft vorgefübrt,- nicbt Landwiribe. Fiumicino, Abkömmlinge der Juden und Herren wie Herr Lessing find für uns als Bauern nicbt maß ebend, die nächsten Wahlen werden zeigen, daß die Tage des rei 11th auf dem Lande gezählt sind. Die Erwerbsstände werden ck jurammenscbließen und in Verbindung mit dem bürgerlichen Mittelstand ein festes Bollwerk ge en Sozialdsmokratie und Frei- finn bilden, sie werden die Kleinen (hä? . Herr Gotbein hat dafür nur ein Lächeln. Sie find die Uren el der Ack!undvierziger, die Monarchie tragen Sie nicht in Ihrem Herzen!
__ _ Minister für Landwirihschaft 2c. Freiherr von Hammer: em:
Der Herr Vorredner bat die Mißstände berührt, die im Hase. gebiet'von der Verunreinigung durch Grubenwäffer aus dem Piesberg herrühren. Die Darlegungen find zutreffend. Ich kann dem Herrn Vorredner aber mittbeile'n, daß anscheinend sichere Aussicht vorhanden ist, daß in nicht zu ferner Zeit die Grubenwäffer nicht mehr dem Haiefluß, sondern der Ems direkt zugeführt werden, wohin sie biZber schon, abrr durch die Hase geführt wurden. Ick gebe auf diese Frage nicht näher ein. Im allgemeinen babe ich die Frage der Schäden, welcbe der Landwirtbsckpait durch die Verunrrinigung der Gewäffer erwachsen, bereits neulich berührt. '
Sodann noch eine kurze Bemerkung! Der Herr Abgeordnete führte aus, daß mit größerém Eifer wie bisher die Mootkultur geiördert werden müsse, und daß mit Rücksicht darauf, daß der Land- wiribschaft die nötdigkn Arbliiskräfie nicht entzogen werden, anders alI bisbrr zu verfahren sci. Ich kann in dieser Beziehung dm Herrn Vorredner brrubigsn. Es ist in Aussicht genommrn, im wesentlichen die Kulturarbeiten durcb Strafgefangene ausführen zu laffen. Damit wird dermieden, daß der Landwirtbscbaft ein Nachibeil durcb Heran- ziedunZ andrrer Arbeitskräfte erwachse.
Abg. Graf zu Limburg-Stirum (kons.): Wie muß im Lande geldgrn wsrden, wrnn hier im Abgeordnetenhause solche Behauptungen ausgsstrüt werden, wre ré- Hérr Rickert gethan! Weiß er denn nicht, daß es in drn Provinzen Preußen, Schlesien und Sachsen eine Schul- ordnung giebt, wonach die Rittergutsbesißer zu den Schuilasten ebenso beizutragrn haben wie die Anderen, ja daß sie zum ideal die Lastrn aslein tragen? _ Wir bab€n_ seiner ZZt krinen Widerspruch dagegen erhoben, das; m_denr chitß'!chen_ Schulgeseß die Steuerkraft als Grundlagk für die Lristungen auigritsllt wurde. .Daß wir die RLÖTC rer Kirch€ dabei nicht cmßer Acht laffezi wvliten, können Sie uns dd_ch _mcht dzrdenken. Ari Ihrem Widerstands (links) ist jenes Gsseß gejchctirrt. Mit Jbrerr Behauptungen und H2 errien macbkn Sir nur b.“! drnjsnigen Eindruck, die die Vorfru t der Sozialdrmo- kratie find. __
Vize-Praiideni Or. Krause: Ick) nebm7 an, daß Sie mit dem Außdruck ,HLTZW“ nicbi Mitglieder drs Hauses mriuen.
Adg. Graf zii Limburg-Siirum: Mein, Herr Präfident!
WFL- (Hoibxtn (sk. VW.): Der Bauer ksnnt die Herren und gebt mchi adi ihren Leim. Herr Hahn meint, wir srien keine Monarchiften. _er habrn jrderzrit ans dem Boden der biiiorisÖen Monarchie gestanden, nicht auf drm Boden der Zweckmäßigkeit» mdnarchie, und _wsxm da irgrnd jemand bergelaufen kommt und mir das Gegrntdstl 1agt, so wrije ich nack) méiner [akgjährigen Thätig- iert als Staatsdrgmisr und als Mitglied dieirs auiss, als welchcs ich den Eid (Ulf d18_Vrrfaffung dsr Monarchie geleitet dabk, solche un- begrundci_€n_Unierstsilungrn rn_it Entrüstung zurück. In Breslau baden rr-ir ab1_1[1ch€ Verhaltnqie an der Börse wie in Ststtin, und es 1st_n_ur naiurltch,_daß an der “rübbörie, wo Waaren ganz anderer Oxalitat Zehandelr,_ _ _andrre Freise notisrt werden als an der Hauyiborir. Mxßitande an der_ Börse hinsichtlich der Liefer- barkeit imd duch don _unH nicbt bestritten worden. Preistreibereien firzd ader bei drm Effektaddandei ebenso möglich und Vorgekommen wie betrix Trrmmbgndel; ich_ erinnere nur an den Ledsrbandel. Die Borje ist fem moraltichrs Trudenzinstitui; etwas Weiteres hat auch der Handelérxdakreur des „Bérlinrr Tageblaits' nicht 1ag€n wriirn. Mit drmxslben Recht könnten Sie auch die Theater drrbieirn, weil_ dort einzelne Aurschrritungén vorkommsn. Man hält uns, immsr umjere geringe Zahl im Adgsordnetenbause dor. Ob wir wirderkommerz, da? ist uniere Sorge; ein Vergnügen ist es für uns x11chi, Uns btér mri anrxi (rechts) derumzustrsitcn. Die Landwirtd- ich;:it Yacht Héute nur UIÖ 35 0/0_d€r ganzrn Bevölkerung aus; wir wollen idr [)Elién,__ab€_r iiicht auf Kostén alikékkk Bsruissiände. Wir baden diUtg-Z Tarife fur dieLandwierschaft und dir Anlass von Klein- thncn smdsoblrn. Drr größrré Thril der GrundesiZer hat an einer Srsigrrrmg _der GetrEtdrprrixe fein Interesie, das hat die Statistik iaxiZit dkidtcirn. _ Jn Pommern „sind 27 0/0 aUer Stimmen auf die sk_cl!1ni_11g€ Part€r gefallen, und in Niederschlesien bei übrrwiegend baUérUchk, adfgrkigrtek B::dölkérung badsn wir schon bei den ersten Wablen_ großr Erfolgs gedadt. Dir stude_ntische Jugend hat aUer- dings keins _Nrigung zum Fréifinn. Das in kein gutes Zeichen für thrxn JdraltdmquondSr-n für die Intsreffenwütbschast. Wir ordnen imirr Privaitrrirrene drm ÜUZLMÜUSU unter; unser Ideal ist: gleiches Richi und giétch€ Pflicht; diesrs Ideal repräsentiert das preußisch Wablrsckyt, das Zlendeste aller Wahldsteme, nicht, auch nicbtdas Wahl- recht zu den Kreistagsn, urid das sehen auch dir Bauern ein.
_ Ads. 1)_r. HWY; Die Entrüstung des Herrn Gotbrin bsweist, dai; mrm HTW, gesxnen hat._ Die_monarchische Gefinnuna des «Herrn Gdibem habe [ck m_cht _brzwrrfelt, idndérn nur die seiner Partei. Fürst _Biémarck batte _voiistandtg chbt, wenn er sagte, daß die freisinnige Partei i_drsr H:;zrnsnstgung nach nicht aks eins monarcbischs zu betrachten sei. Hrrr Vrrcddry sprach j] von guirn Redolutionären. (Zuruf des Abg. Paristud: Lsrnen Sie doch Geschichte!) Jah babe acht Srnicstsr Geschichte gehört. (Zuruf: Aber nichts gelernt!) Die Arußerungen des Abg. Vircbdw sind nur bis zu einem ewiffen Grade widsrruien_ wordrn. Jit Herr Virchow beute reumüt ig und Liner andsren An11cht geworden? Herr (Gothein bai die ganze agrarische Z.swegung nicbt derstanden. Wir woilrn keine boden Grtreidepreisr, idndkr_n_nur Mittler? Prrisr und die Aufrechterhaltung der alten Er- werbsstxnde. Es liegt ein bohrt Idealismus darin, daß auch dir Jugend das erkennt _rmd dafiir eintritt". Höhere Pflichten und höhere Rrckzte verlangrn wir; die Schablone der Glricbbeit nußt zu nichts. Die Versammlungen drs Bundes dsr Landwirtbe sind erfülit von drm Griffe der errckpiigkeit argrn alis Stände. Wie maßvoll es dort zugeht, [*LkVLUk, daß nicht einmal gegrn die Juden ddrt vdrgcgczngé'n ward. Die Führer der Bewegung sind allein maßgebend, nicht einzelne Arußernygen Von Landwirtben. Die neulich zitierte Arußrrimg drr ._Deuticben Tagsdzsitung' hatte nur den Sinn, das; Z:“; ken) Wupdrr 1ein würde“, WWU bei der jeßigen Poliiik Einzelne so_rxbtat sem würden, daß sie der Sozialdemokratie fich zuwenden war en.
_ _Abg. Edlsrs (fr. VW.): HM Hahn mag über unsere vater- landiyckxr (Hxsmnung sq lange rrden, wie er wil]: ich halte es untrr L_ULMEL Wurde, mit 15:11 über meine Gesinnung zu streiten, und bin gdrrzeugt,_ daß, mrme Fraktionsgenoffen binter mit sieben, Herr Yai)" ?Prtcbt i_mmrr Von „wir“. Hat er seine anmutbige Rede im_
astrage und im Sinne drr konserdatiden Partei gehalten? (Zuruk des Adg. Haim: Jm sigrnen Namen!) Ich würde die konservativs Partei um dieyen Beistand nicbt beneiden.
Abg. Graf don Kaniy: Die großen Tcrminabscblüffe im Getrride haben, strts Schld an der Preisbewegung. Ick erinner? nur „an d:? Firma Riiter und Blumenfeld, die die Absicht batte, Berlin Von W(lßkn zu entblößen und dadurch die Preise zu steigern- So etwas war nur dri einem Termingeichäft möglich. Mißstände an der Bdrse wrrden Von dieser sklbst nicht beseitigt. Herr Sobern- heim hat in der qu_u6te dir Scheinkündigung auch für dolos erklart- aber dagegen ließe 11ch nach seiner Yieinung nichts machen. Den Namen dss Handelsredakteurs des „Berliner Tageblattcß' badqlck) ungern genannt. Ich _mußte es aber tbun, nachdem das „Berliner Tageblatt“ nunmehr die Börsenreform als einen agrarischen Ueber-
' ebnet bat. Ein Börskmer. dessen Namen ich vorläufig nicbt IFMA, hat über die Börsen-Ebrenqerichte gesagt: Wie woven Sie jemand an der Ehre faffxn, der keine bat? Die angesehensten Banken sehenen sich nicht, die _Dzenfie der Presse zu erkaufen, namentlich wenn es fich um auslaiidische Spekulationen handelt. Der Antrag auf Anibebuna des Termmbandels tft von drm Kaufmann Fuöbs und drm Juristen Schwan gestellt worden; beide haben mit der Landwirtbjchaft nichts zu thun. _
Abg. Dr. Virchow (fr. Volkép.): _Dle Bemerkung des Adg. Hahn babe ich nu Stenograzvm noch nicht rtnsebeu können. Was ich gehört habe. beruht_ darauf, daß er_ von mtr allerlei Erklärungen verlangt über Dinge, die sehr weit_ zuruckliegen. Ich sehe nicbt, wes- halb ?ck sik geben_soäte, bloß Mil es Herrn Bernhardt gefallen hat, mir eine Znfinuatwn entgegenzubalten, die ihm autbenttssz mitgetheilt fck Ich habe nur das Interesse nzchzuwersen, _daß die Sache un- sinnig, absurd ist; Wenn _nun Herr Habu das_ nicht findet, w glaube ich, raß eine Differenz zwiichen uns besteht in Bezug auf logische Verhältnisse, die _anderweitrg außgetragen_ werdrn kann, wenn das Stenogramm dorltxgt. _Der Paffns,_der _in B31racht_kommt, ist der, daß Bernhard: _mich in der Konfliktszeit sagen laßt: „Jab wii] dkn Könia dahin treiben, daß er uns nach_ Hause ichickt und die Verfassung aufbsbt; Danach muß sich spater cine_ Revolution ergekknk Jr!) weiß n=cht, was der_ Herr Hahn weiter Verlangt. Ick babe diescr Bebauptyng ausdruckltckz cm Dementi enigegen- gestellt und 13958 nebenbei_außeinandergeskyt, wie_ man mir eine folch€ Absurditat zUtr_auen_ konnte, daß, ich in dem Kampfe, den wir stets mit drr Fahne fur die Verfaffung m der_H-and auf geießmäßigem WSIS geführt babkn, eme solche Bemerkung xinem belirbizen englischen Inisrdirwer gemacht h_aben soll. Ob Hkrr Hahn das nicht für absurd bäir, wird sich aufklcxren_. Ick „hOffZ, daß Herr Hahn anerkennen Wilk, daß die _FsrtjchrtttSParier wahrend der ganzen Dauer des Kxnßikté mr_r dte_eme Fahne, die der Verfassung, gehabt bai und daß wir .*_mi kleinen Auanbmrn von gerichtlichen Verfolgungen änzlich frei gewessn sind. Die paar Brmerkangen, welcbe gerichtliche szxfdlgungen nach sich zogen, smd hier im Hause gefaiien und Gegknstand der parlan1rntart1chcn_Erörterung gewessn. Ob sie in dem Maße? iildyal waren, antitzionarchi1ch,_wre es Herrn Hahn gefälit inH Land dinaU-Zzurufen, üdkrlaffe rgb der Schaßung unséerr Landsléute. Er wird Wsnigr finden, die so wxnig entwickelt sind, daß fie den Untrrscbied nicbt machkn, dd einmal eine parlamentariyche derrsart sin wenig dart au5géfail€n iii od€_r__r*b sicb jsmand außerhalb "des Hauses bemüht, dsn monarchiicdrn “Sinn des Volkes abzuscbwäckoen. Ick habe nicht nothwendig, dor Hrrrn Haim oder sonst jemand den Nachweis zu führen, daß ich niemals__die monarchische Steünng, die das Königs- haus €innimmt,_an3ugretfen wedrr brabficbtigt noch ausgeführt habe. Ich erwarte,_ daß Herr Habu, wénn er es wirker von mir verlangt, andere Tbai1ach€n vorbringt. Was er hier Vorgrbracßt bat, war nichts als der Versu-Ö, den wrnig gekildeten Klasen drs Vdikes die Vorstriiung brizubrinaen, als grde LZ bikr eine Partri, die alle Stürme der modkrnrn Eniwickelung kat übsrstcbrn können, die noch immer mit ihren dite]! Gedanken aufrecht geblisbsn ist. Wenn es errn Hahn gelixigen _]olltr, die Dauerhaftigkeit skinék Gesinnung, die bis jsßt bekanntirch nicht einer allzu lange gewesen ist, so zu erhalten, so kann er sich freusn. _ _
Abg. Dr. Hahn: Wrr grsbt Herrn Virchow die Bkrechiigumg, mir daz Motiv unterzulegcn, das; ich dsn wrnig gedildrien Klaffxn eim“ falsch Meinung über die Grfinnung der frcifinnigrn Partei dszüzlicky der Monarchie beibringrn wollc? Ick diélt mrinr Rade auf Grund mriner Erfdbrungen übrr dia Ansichten, die in der irri- findigen Parisi Véktkétén wsrden. Ich soll sie als .aniimonarchiich“ b€z€ichn€i dabsn; iki) fr.“.ge das ganz? chus, 95 ich das Wort „anti- monacäyiscb' grbradchi babe. Jai) babe 1chr 1charf unterschieden und ihr den Vcrstandeßmdnarchismus zugebiüigt; abe'r ZM Herzens- monarcbismus kann ich ihr nicht zusprechen, dazu giebt wir dir ganze Entwickelung dieser Partei Nrcbt. Sie wiU nicht eine machwolle Monarchie, sondern nur eine? parlamrntariscbe, die nicht kraftdoil iii; In rer Konfliktszeit bat [ich die ireifinnige Parisi aUerdings aui den Boden der Vkriaffung geftsllt. Jbr Verhalten konnte (1er nicht als königßtreu bezrichnet werden. (Abg. Parisius: Was wdr Es dknn?) Die Partei hat nicht das monarcbischr Gefühl, das uns erfüllt. Auf die An:- fübrungen_Bernbz1rdi's drbe ich nicht ein; ich konstatirrc nur, daß die Tbatsackplichkcrt drr Aeußerurig nicbt bestritten ist. Herr Virchow sagt auch nich_t: ,Ich habe es nicht gesagt,“ sondern nur: .Es wäre Line Absurditat geweren, Wenn ich Es gesagt hätte“. Auf einen solchen Ton einzugeben, wir ihn drr Abg. Ehlers augeschlagén dat, würde ich mich schämen. Herr Virchow intéreksicrt fich für di? Dauerbaftigksit mriner Gesinnung. Ich bitte Si€,_ mein drscbeidrnrr? politiscbcs Auf- Ti6t8n zu vsrfdlgrn. Ich bin zusrst eingsireten als treuer Anbänßer Btharck's für diE nationalwirtdschaftlichen Jniereffen und habe mit irn Nationalliberaien zusammenzuzeben gesucht, mit dénkn ich in dsr- schied-Znen Fragrn noch BerührungSpunkte Habs. Ich habe auch noch rtrmaid dirselde Grfinnung Wié die nationalliberalc Wädirrscbaft, i_renn “auch nicht dir, dir in der ,National-Zsiiung“ und dsr „Kölni- 1ch€n ZZitizng' vrrtrxtrn wird. Ich habe nicht als Beauftragter einer Parisi gevprocbcn, idndcrn als Mitglied des Bundes dsr Landwirtde, drn ick) mitbrgründet hake. Im Übrigen f€cht€ ici) döiiig untrr eigrm'r Jaime und habe mich dabsiimmer wvdl befunden.
Abg.1)r. Virchow (ir. Volks»): Hrrr Hahn steÜi wunder- dars Anforderungen an mich; ich kann mxcb dock) früherer Worte nieht mrbr erinnern_. Jcb wii] aber ausdrücklich noch Einmal bewor- drdrn,_ daß ich außer stande skin würrr, vor Grrickpt unikr dem Erde irgend eine bestimrxte Aussage zu machen über irgend Ein Wort das_ früher einmal von mir gefallrn ist. Ick glaube, daß jedrr gkdi_[dét§_ Magin, drr yon der Gsichichie seines Vaterlandrs etwas WAZ, 11ch Yasen muß, daß die mir in den Mund gelegte Aeußsrung eine Unmöglichkrir, eine Absurdität ist. Sie müssén 3U„A_t?iteben, daß_ man nach so langer Zeit nicht mehr jedes Wort wxnsn kann. Hsrr Hahn stsilt sich j:xzt so cm, als Hätte er uns nur den Vdrwurf machen woilrn, daß wir krinr Herzens- m_onarchisten seirn. Ick) wsiß nicbt, o_d Herr Hahn die Vér- baitnisie dsr ihm nabestebsnden kdnrrrvatidrn Partei kennt; rs Zikbt Zeiten, ivd d€r Monarchismus drr Ierrxn stark in „die Brüche geht, wo der Junker [rbkndig wir, dir alten Traditionen gkgrn die Monarchie sebr bald znrücktretrn. Drr Monarchie Ut aucb bri vrrschiedenen (Hklkgenbéiien gedroht wdrdkn, wenn fie sik!) nicht beffere. Herr Hahn zitierte zunächst eine Aeaßerung des JUksten Bisinarck, daß die frkismnige Partei ald eiue idren_;§)xrz€ns- Udkrzeugungxn nach monarchiich€ nicbt anzaiebén isi. _Tann Ur ('r aber nut r*inrm 531t0 ert-éÜS auf den guten Redolutidnar üiergrgangrn. Das Wort .gutrr Redolutionär“ ist garnicht Sims _Ersindimg von niir Xwesen. Sie rührt virimrbr von BSR] Oraisn Molike brr. Der Sinn war der, daß auch ein Redolutionar _ein angrzet-„Yncter Mann skin könne; es gäbe,- Revoiutionäre, die dir bésten Adizcht-Zn haben können. Herr Hahn fuhr dann nach drm Strndgratmri 7em€_r RLB? fort: „In das ein monarchiscb grfinnter Mann _ ich muß annehmen, daß das auf mich gemünzt war _, _drr cin gutrr Redolutionär sein will? Ich glaube nicht, bélßt _ es. dann, daß der cin gutsr Revolutionär ist, der seinxm König in den ?it_en_ der Enticbéidung, wo es fick) um Prsnsrns Zufrmxi und “(blckiol handelt, die nötbigen Mitsk'l dcrwrigrrt, „um dre Artnr? stark zu machen.“ Die Verweigerung von Mirtrin ck auch so_ cm aiter Mvtbus, der in das Volk geiragrn wdcdcn ist. Ick vsritedc MM, Wie die Frage der Reor anisation rer Armref die dama15_Zdbrc [MS ichwebie, unter drm Ge ichtspunkt der Vrrwrigcrang der Mittel Ölbaddelt wsrden kann; wrr das für loaiicb balt- dor W'- WUß “b er.“? VSkbLußung machen. Die Bsbauptuug, _raß dis Fortxchriits- partei der Regierung direkt die Mittel drrWIig-xii habs, Um dcn KUSS zu führen, erkläre ich birrmit für eine Verleumidng. (Abg. HahnXHäb' ich nicht geia t.) Es muß abe: bier konstdtierx rrrrdrn, MMU mcht wieder Mißvethändniffe entstehen und drauskn UU Lande
in dk" RLden grgen uns außgebéutet werden. Damit ineßt die Debatte. Persönlich bemerkt
Abg. Dr. abn: Herr Virchow bat den stenograpbisckßen Berixbt SUT Hand genommen, ehe ich ihn selbst gesehen habe. Ich habe mich
ganz gagemein auf die Steilgngnabme der Fortschrittspartei be ozen gegenuber der ._Krone. Ich hatte auch die Worte von dem roß- machtskitzel anfahren können. (Zuruf links: Das ist wieder eine Ver- leumdung!) Herrn Virchow gegenüber muß ich betonen, daß das garzze Verbaxten der Fortschrittspattei in der Konfiiktszeit mir zu meinen Ausfuhrungen Veranlassung gegeben hat.
Vize-Prandent ])r. Krause ftellt_urxter großer Heiterkeit des Hauses fest, daß dqs Gehalt des Ministers nicht angefochten und daher genehmigt ist.
Die Gehältxr der Mmisterialbeamtcn werden ohne weitere Debatte_ genehmigt.
Bei den Kosiender General=Kommissioncn geht
_Abg. Vr._Lottch1us (nl,) auf die Frage der Konsolidation im Regierungsbrzirke Wiesbaden ein und bemängelt das Verfahren in verschiedenrn Punkten, so bezüglich der Taxationen, und die Langsam- keit des thfahtens.
_ Gekrimer Ober-YegierungL-Ratb Sach)? führt aus, daß den Wunschrn der Intkrenentrn, soweit es die Geseys zuließen, Rechnung getragen Mrde. Bezüglich der Taratoren hatten die Gemsinden meist _an die Wahl verzichtet und die Auswahl den General- Kdmmisfirnen übsrlaffen.
Ahg. von Mendel-Steinfels (kons.) bittet um eine Be- sckoleumgunq des Verkopdeiungsderfabrens, denn mit dem Augenblicks
* der Provokation höre das Interesse der Bauern an ihren Grundstücken
aui, wril sie nicht wüßten, ob fie ihre Grundstücke- ganz oder tdeil- weise wieder erhalten. Dadurch werde der wirtbschaftliche Zustand der Grundstücke verschlechtert, namentlich kei leicbtrrem Boden; denn die rkicbéren Bodenstücke seien __schon üdrrall drikdppeit. Redner dsr- iangt auch eine niedrige Bémenung der Kosten und eine Bridilfs für die Folgeeinrickpiungen.
Gebcimrr Odrr:Regirrungs-Ratd Sachs_ steiit ein beschleunisirs Tempqin Aué-ficht, sowie ein? niedrig? BSMSUUUJ dsr Kosten und eine Beibiiie für di? Folgseinrichiungkn, wofür sin Fonds im Eta: aus- grrvdrikn sci, '
Nachdem Abg. Mies (Zentr) noch für die Vcrmrffungs- beamicn _ringetreten nt, wcrden die AUSgabrn fÜr die General: Kommissionen _bcwilligt.
Zum Kapitel „Landwirthschafiliche Lcdranstaitrn“ empfiehlt
Abg. Barthold (fr. _kons.) sine dessrre Brrücksicbtigung drr Lkbrer an drn 17 landwirrdxckyaitlickycn Mittelschulen und ihrr Gleich- stellung wit den Lehrrrn der ddbEren Lehranstalten.
Ministerial-Dirrkwr Ur. Thie]: Die Rrgierung war nicht in der Ldge, eine Mehrausgabe hierfür aufzuncdmen, wril Erst das Schick1a1 dsr Brioldungsoorlage abgrnxarirt werden mußte; Es ist aber vorgesehen, daß die Gkbaltrderbälinime der Lédrer an drn landwirih- schaftiich3€n Mitiéijcbulkn entkdrschxnd den übrigrnkLehr-Zrn drr höhsrrn Anstalten geregelt werden soUen. _
Zur Jorderdng dcs Fortbildungsschuiweiens auf dem qnde imd 14000 „zz mehr verlangt, deren (He: nehrmgung die KOMMUÜOU brantragt: Über die Verhandlungen derselben erstattet Abg. Freiherr von Erffa Bericht.
Die Adgg.Bartbold (fr. ions.) und ])r.Glattf€lter(Z€nir.) “sprrckxen sich für di? obligatorischer Durchfiihrung dsr Fortbildungs- schuisn aus. __ _ _
Die Ylusgqben fur die [andwirihschaftlichen Lehranstalten Werden genehmrgi.
Nach 4 Uhr wird dir writers Berathung bis Sonnabend 11 Uhr vertagt.
Aus dem 43. Jabrrsbericht des Germanischen National- Mnseums in Nürnberg.
Die ruhige und stetig? Eniwickrlung dcr; Mussums, in wrlchsr sick) da-Zsribs Wit Liner Réihe drn Jabrsn béfindet, hat auch im ab- gélaufrnen Jahr? ihrén Fortgang grnommrn. Die Sammlungcn wurden diirch “Schénkungsn, durch Uebrrlaffung WSTTÖVOÜST Gegen- ständr Umar Eigknthumrdordédalt, sOWiS durch Ankäufe brreicheri.
Orr Besuch drr Sdmmlungen war, namsntlich wädredd der bayxriicden Landréaasstslluug, ein urigemein rrgrr. Das lrbkiaste Ju- tereffé, welchrs Tausknde don Bsiuchrrn ads ailen Ländern an 72811 Dmimälern_unserrr Vorzrit nadmrn, hat dir volksjdümliche Vrliebi- deit der Anßalt in crfrrnlickpér Wrise b€kund€t.
Die JabkCÖkOUfSléUz des Vrrwaitungsaussckyuffss fand am 27. und "28. Mai staff.
Das iyicht-gsts, die Finanzderdältnissr bsircffende Errignif; 7566 ab elaufenen Jahres ist schr erfrkulicber Art. Es ist dsm Mussum nämli möglich gcweskn, drn Rrst drr Anlrikze, wrlcbe 585qu Er- wrrbung der Sulkdwrki'schrn Sammlung im Jabre1539 bei dcr Vereirsbank zu Niirndsrg im Betrags von 200 000 4% aufgenommen wurde, gänzlich ;ur Rückzahlung zu bringrn. Als da:"; Musrum di? große Schuld aufnrdmsn mnßtc, Ward Lin TilZu1ig§dlan aufgestsllt, nach wrlckprm dikskibe? in zwölf Jabrrn zurückbezahlt sein sOUTS. Dank dem großéu JntsrU'sS ad-xr, wrlchrs die1€ bedsutangsdoilé (Frwrri'ung in asian Krriirn der drntsch€n Nation erregte, dank dsn virlen außcr- ordxntiichen Sdrndkn, Micdr zu dikskm Zwecks gewährt wrrrdkn, ward die ganze “Schuld ichdn 1596. nicht Llst 1901, znrückbezairli. Der Ankauf der Sammlung beanspruchte die Summr von "206 363 „;(-., aus Mlcher noch "24 902 .“: 75 „5 Zinsen crwachsexn smd. Von der Gesammtsumme von 231265 .Fr: 75 „_i wurdrn 131265 c“; 75 „5 aus etatrmäßigen Mittkin dssirijtrn, während diE übrigrn 100 000 «16 durch besondere Stiftungkn gédcckt Wurden. Die Erwartung, dir der vrrstorbene Erste DirLksOk, Gébsime Raid A. von Effrnwein drr dkm Abschluß dcs Kaufks aquprach, daß die Frrude üb€r_di€ Erwrrdung der Anstalt neue Frrunke zuführen wsrde, die ihr brlsrn, dir Schuld zu mindern, welche man dsr Anstalt aufladen mußte, hat fich in reichem Maße erfüÜt; alte? bcwädrie und nrue Freunde des natiqnalsn Unternehmsns babsn gewrttrifert, das Museum don drr Last zu befreien, Welche ihm diese bsdrutungsdoüe Versicherung seiner Sammlrrngcn auf- lud. Alien, welche dis Anstalt bei der Durchführung di€1r6i1nt€r- USÖMMI untcrstüßr babc'n, wird in dem Jahresbsricht wärmstle Dank aUSgesprochen. Cr gebührt vor alirm drn re'iercnden Fürsten dcs Deurschsn Reichs, akér aucb Fürsten deutickysr dstammung im Aus- lands, den deutschen Standrßberren, den Staalsrrgierungcn und anderen Politischen Korporajidnrn, Voran der Stadtgemeinde? Nürnbrrg, und virlen Vcrcinrn und Privatem in aUrn Gegknden Tentychlands, bksdnders den Einwobncrn Nürnbrrgs, die ibre Freud€ Üdsr die Rückkehr don Srhäßén, die kkk aitrn Reichsstadt in ZSiTkn icbwrrer Noth Entfremdetworden warrn, diirch bksdndsrs trick)? Gabrn zam Aus- druck brachten. Auch den Pflégrrn, die fich virlfach in dieser Sacbeder- wendet haben, füdlt sich die Leitung drs Musrums zu lébbastem Danke derpfiickyiei.
Auch durch dcrscbirdene andrre Stiftungen wurdkdas Mussum Erfreut. Der geschäftdfübrende Ausschuß des 1'111. dcuiicbén Brauer- tages, drr im dergangsnkn Sommer in Nürnberg getagt, dat die Summe von 2000 „55 als" ersten Beitra zu einer S_tistdng gksdsndet, welcheiie Denkmale des kulturFefcbi tiicb sd wixipttgen deutschen Brauwescns umfaffen soi]. Zu ?nkäuien für die “Sammlungen rr- hielt das Mussum wicdkrum namhafte Beiträgedon Pridatrn. Auch die steigende Richtung, welche: die Jabreßbsttragc ddn_Prwaser_1se_it etwa einem Jadrzkdnt verfolgen, bat angehalten. Skin? Viajxstat dsr König von Sachsen bat den jährlichen Bcirag Von 600 „16 auf weitere drei Jahre bewilligt._ _ _
Das wachsende Intcrrffe für das Germanische Mu1eum gab sich auch durch die' Nrubegründung von Pflegicbaften in einer Reihe don Siädten zu erkrnnen. Im Jahre 1896 wurden solche errichtet in Alzey, AUUWCiiSk, Buchloe, Dökcln,_Dürkd€im, Franken- thal, Frankfurt a. d. O., Friedenau (b. Bkrlin , Kreuzburg O.-Schles., Lauingen, Meerane, Mosbach, (Baden), keustadt a. d. Haardt, Pirmasens, Treuchtlinrzen Tuttlingen und Werdau.
Ebenso hat fick) die ahl der Vereine und Anstalten, welche jähr- liche Beiträge entrichten, vermehrt.
Jufsige des obenexwäbnten großartigxn Besuchs der Sauna- lungen im Jahre 1896 sind auch die Eintrittßgelder bedeutend Y_ftiegen und haben die böcbsie Jabreöeinnabme seit dem Bestehen des
useums ergeben, obgleich dte Zahl der Tage mit freiem Eintritt in die Sammlungen verdoppelt worden war.
Für das Deutsche HandelSmuseum bat die Handelskammer Worms 12 „46 IabrsSbeirrag gxzeicbnet, während die Handels- und FFeZbLkammer Reutlingen den ibrigen von 20 „ji auf 30 .“ er- 0 a
Die Fortschritte, welche das historisckp-pbarmazeutiscbe Museum im lkßten Jahre macbén konnte, baden demselben manchen neuen Freund, manche SlfkkuliÖL Gabe zugeführt. Größere Jahres- beiträge gewährten: das Apothekkrgremium don _Oketfrankrn 30 .“; das Apotheergremium don Unterfranken nnd Aichaffknburg 50 «X; der KceiSrerein Meckle'nburg des deutschen Apotbkkkrvrreins 20 „ji Daszu k-xmsn zahlreiche Jahrrs- und einmalige Béiträge von Einzel- rsr mien.
Ueber Bauten wird Folgendes berichtet: Im Laufe des Jahres wurden zwei Räume neben dem pbarmazrutisrben Laboratorium er- richtet, in welchen die im Jahre 1895 SUBARU? Einrichtung der Mqterial- und Kräuterkammcr drr Stern-Apotbekc in Nürnberg ihre Ausstellung_fand._ Ein an das Museum-Areal stoßenrés Haus an der ddrren Graxersgane wurde angekauft und in demislden Eins Wohnung fur dkn_Ha_usmeisi€r dss Muskums €ingericht€t. Dir frsigrwordrnen Y_iamxxlichkertrn rer bisbstigen Hausmeiftkrwobnung sollen nunmehr iar _Sammlungszwsckr umgéstaltét werdkn. Férner wurdrn zwei HFW); an drr Frausntdormauer erworben, um dir Aasfübrung eines grrßermx NLUHYLS Mstiicb dom Augastincrbarr zu krmöglichrn, Wklchk'k im Laure drs Srtnrnérs 1507 in Angriff ZSUOMMSU werden soli.
Wie m_ _dsri Vorjahren dat da:“; Tirrktdrium dsr Umgestaltung und Vervdiiitanirgnmg der Sammlungkn rin dsidndrres Augenmsrk zugcirsndst. Dis dsdsdténritr Brrrirbrrung hat daß distrriickppbarma- zsuirxcbr Muieiim_ Ersairen. Dic Erirsriung dcr Einrichtung der MarLrial- Ur-d Krautsrkammsr idwir drr Arparais des Laddratoriums dsr StérnzYvdtdeké ir) NÜrnbrr-g an;; drr Früdzk'it DSI 18. Jahr- dundsrts 7an zwar Won ixi dsn Sräiirrdit drs Jadres 1895, zur Aufiteiiimg kaiirn Dirie" (Hrgsmtänds Übék rrii im rorisen Jahre, nachdem 3er! neusßraamr Srdant warrn. In drm Untrrkn Raume wurde dtr_Matckr:qliarpmer,_ iti drm darübérlirgxiidsn die KkäUTSkkäMMék rin- gsrtchiéx, dsid€_m mygl1ch1i rngsm Anschlm'z »in ihre? irüdsrs Gsstalt. Auch dic Einrichtung des Laboratorinm-Z rrUrde diirch dir nkuen Er- trrrdungén wescntiiéd_rcrdriisiändigt. _ Eine zwsitr AdidSilung der Yammlungsn, das“ KUWLUÜCHWÖMET, srkirir durch dén Ankadi Liner _SmelunZ ron Litdogradbién „IUZ drin BERN d&"; rrriidrbrnrn Pro-
se11drs Wriésdaddr in MÜnÖsn Sine namhafts BrreiÖerUng. Der Werth dirjrr Sammlung driisdi in ibrkr großem Rricbdaltigkeit an litbddraddikäpcn Jiifanadrin _ Druck6n «215 drm Erstem "25 Jadren drr LinOJkäkb_i6_ _, don Miche?" fir üdrr tausrnd Bläirsr entdäit. DT(_3W€lsLl_1Vä[7TS W 15. JadrbUnrerts grdört sin sédr schönes déurjcher- Y_Tiriid an, das Maria als“ HimmriIkÖnißin in einsr Strahlen- glortg _karitriir, meickpr Umgrbsn iii VM Wolkrnmsdaiiidns mit dra Bruxidiidsrnirr Adrit-Zl, imd ané dcm Narblaffs rss langjährigen Pflegkrs, KrétsgrrickytÖ-RKTÖÖ Kuchrniuck) in Münckxrrrg in der Mark Erword€n_rr*drdr. Unirr TM nrarichrrlsi Sriibrn Und Hdlzscbnitten drs 15. [71-5 16. Jadriydnisrtz, rie Crwordsii Mrién konntrn, ist auch eine reichddittgc (::rie' ddii Ornamcnxitichcn Ul ncnnsn, in drr nament- lich die Hddiér, rrr I.iidiidx,rxiiitnisr J. B., Wxckptar, Eislmann, (Hirckrtjrn, Kaismaim, Caiiimkrmadzr, iinisiiti-Ö 11. A. DZTULTM find. Tann kdnntén aiich nrck) cinißc intrrcffamts Zitrrr Handzrichnunsen angekauft wird?". _ Orr Nusdiidimg drr rricbdaitigén "Sammimig derFlugdldttrrn rxard drivndere Wiimsikiamkrir zu tdeii. An dsr SPW? rikierkZugangr itrdrn rimigr irlirnr Biäiier (“SI 15. Jahr- bundrriI. DTS BSMÜÖUXUSU iiach risirr Richtung sandra wiederum eins s€d_r Crircnlicbs Unisrsrürzimg diirch drm Sénior d&"- L:“rwaltungs- ausscbumrs, Gkbrimrn_Rard, Prdirffor Oi", J. von «Heinsr-Aliencck in Müncbén, drr aus ?riricr wriirckanntsn kcitbarcn Sammlung Cine Anzahl Mrtiéddllrr Flugiläitrr in böÖit dankénsidsrtdrr Wrise zum Gcichcnk machten Von drm wciisrrn Gsschrnkcn dSZséldrn ragt noch hrrdor e_ins Sammlung VM scch§undrirrzig rxicb drrziérien Initialen in Holzickpniti, wriÖr ddrdsm Prirr Flötnsr zugsscbrisden wurden, nunmrdr ader als Ardriicn d-ZI Nscdsnm-xistsrr? Padlus Franck nach- gewisirri sind. _ Tir Erkrm dr.“? rsrimglücktrn Gcbéimrn Raths Sirgrl in Frsidurg i. V Üdsrlirßcii dem “.Niisrirxii Linx Sammlung don Liihrgradbirn, Kyrisrsticdrn :(., Michi: namrnrlich d:?n Abthei- lungcn dsr Porträts Und drr Stairdläxir imd Prosrskie sebr wil]- kdmmsns Ergänzimgsn drackytr. _ Dir mwdrrne Kunst rsvräseniiéren sine Réiks VM Rarirrdngrn don Mar Klinzrr u. A. _ “Dis Ad- tbrilung drr römischen Altrrtdümcr wdrrr um drei Stücke von Paliffarrn VOM Limrx, Gcich€nk dez Pilrgrrs 1s)r. Eidam in Gunzrn- hausen, UM 111]! cinigs intérsffanrs, iki d€n Rbrinlandrn gxfundMZ Gläsér drrcicdsrt; dic drr früdchristlich€n TCUkmälsr um Sinrn rrich- baltigrn Grabfmid aus karolingisc'dér Zcit, Mlckprr bsi Brunnkn, O-A LaUpdrim in Würtirmbcrg, Zsmacbt !"Vllkké. _ Z.“; dcr Mich- baltigén Samrnlung don TFM kam cin grikgiasirrrrr Tßr'nrfrn aus Schnaittach bsi «Hchbrrrii, cim“ i*r*rtrct7iich€ Arbéi: «Us drr zwriten Hälfte des 18. Jadrdandrrts. _ Von kön ZUZÜUZCU FUT Sammlung dlaitiickxér Trnkmäiér rvcrdén génamnt. rin Rsliqiriar iii s'drm riner Bästr aW ksm Ends rss 14. disk dcm B(gixm dss 15. Ja rbudderts; sinr Jdbannißicbüffsl, das «Handi JdbänniI drs Täufers aus einer Srbüffrl, Holzikuiptur aU-Z der zwritrn Hälfte is? 15, Jadrdundsrts, Viaria mit drm Kirrds und zwri Yiriirifigrircn S Sebastian und SROÖUL; €in€ lrbeiiégrdßs Sratur Kaiisr Kari's K*11. (Holzskuldturs; rinigr Gradstrinc arts Wii 17. Jahrhundert: cin _Abguß des Gra - strinks des Johann don Falkciiitsin aus dsr letrikirchs _zu Arnsburg in dcr Writerau, 15. Jahrbundkri (Gssckx'nk dsr; Grasen_Friedrich don Sdim-Z-Landach), drr Grdiidstein drr Ddtrzinikancrxirckys m Straß- burg (Gksckyrnk drs Archiiékirn C'. Salrzmon in Straßburg). _Ferner rrnrds dir Sammlung drr Gidsabgümr VSXMLÖTT durcb wirr Re- liris von einem Altar drs Msistérs Arnold 1483_1493 in der “Stiftskircd-Z zu Caicar Und durcb Abgüve ddt: Schilden, Hslmsn rind anirrrn Tdriien ron dcn Prachtrüstungrn Karl";- K'. und_Pdiliyd's 11. in drr 1117115er 11981 zu Madrid. Dir Abgüffr di81erberriichsn Viristkrrrc'rké dentscbsr Waffrnsckymicdekunst wurdrn arri Kostka der von Skincr Majrstäi dcm Kaiscr Franz JOséVk) don Oksterrcich begrün- kcicn Hai'xxdurgsr Stiftung ?rwdrdrn, ZU drr Adidsilang dsr kleinrn Plastik kam ein Wackysmrdaiiidn mit einrr Darsteilung der Judith mit drm Hauptr dcs HOlOfkknLÖ, (ins irdr sorgfäitigs Arbeit aus dem 16, Jadrbrmdrrt. _ Dis Sammldng der Medaillsn und Münzen rr- biclt dUrch Schsnkungcn und Ankäufr Sins €rfr€ulichs «Jermrdrung. _ Dcr Sammlung wiffsnsckzaftiicbrr Instrumrnte schenkte Hsrr 131: Fürbtbauer, Rrkior dcr Jndniirisickyulr in Nürnberg, ein Astrolabium vom Jahr? 1574, da:; friidrr im Brfiss ZN. Odm's gewcirn war. Eine Smmcnnbr mit rcrstrlibarem Arduindciiale für verschiedene Pdldöhen wurde gekauft.
Die bedeutendste Erwerbung, welche das Mussum im Laufe des Jadrrs 1896 macht?, kam der Sammlung kirchlicher Ge- rätde zu gut?. Es ist rin silbernss Rsliqaiar in Form einer Büste, drn beiligeri Zeno, dcn Schußdatrdn der Stiftskirche zu Jien in Ober- bayern daritsilend: eine ungewöhnlich schöne Arbeit (wahrscheinlich e_inrd Augsdurger Meisters) dom Jahre 1476. Ein romanisches Kruzifix aur reich ornamentiertem Fuß und ein Yisßkelcb aus dem 18. Jahr_bundkrt 5911 Th. Lenz aus Augsburg wurden gekauft. Herr Fadxtkbesßrr Pb. Krafft in Nürnberg schenkte einkn Haußaltar vom JabrL1715. _ Nicht schön, abrr kulturgescbichilich merkwürdig ist eine Sammlung don Leibzeichsn, ein Depot dcr Stadt Scheinfeld, mit welcher die Dénfmäler des Staats- und chhtslebens eine wertbvolle Verrichsrung _erbielien. Leibzeichsn find Körpertbeile', meist Finger, oder Gewamdiiücke don Ermordrten, welche zur Einleitung der Ver- folgung ch Mörders don Gerichidpersonen dem Ermordeten abge- nommen und beim Gericht derwabrt Wurdkn. _ Von den Zugängen der Waffensammlang sind an erstar Stslle zu nennrn zwei roße Setzschilde aus dem 15. Jahrhundert, ein Drpot der Stadt Erfurt. ekauft wurden: der Schoß eines Rockss, wie solche im 14. Jabrbyndcrt unicr den Kettendanzérn etragrn wurden, eine Radscbloßbüchks rnit reich ge- schnittenem Lau? und eingelegtem Schaft und eine Sternsckploßpistola