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Der Landgerichw-Direktor Henschel in Kottbus und _?erbUmtherirhts-Rath Pfingsjhorn iu Bockenem find ge- or en.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
Bekanntmachung.
Die am 1. April 1897 fälligen Zinsscheine der preußischen Staatss ulden werden bei der Staats- schulden-Tilgun skasse - "., Taubenftraße 29 hierselbft _, bei der_ Reichs ank-Hauptkaffe, den Negierungs:.Hauptkassen, den Kreiskaffen und den übri en mit der Einlösung betrauten Kaffen und Reichsbankansta ten vom 20. d. M. ab ein-
e_lost. Auch werden die am 1. April 1897 fälligen Zinsscheine der von uns verwalteten Eisenbahn:
nleihen, mit AUSUabme der nachstehend besonders er: wähnten Schuldgattungen, bei den vorbezci neten, sowie bei den auf diesen Zinsscheinen vermerkten Za lsteUen vom 20. d. M. ab ein elöjt.
Die Zins cheine der nach unserer Bekanntmachung vom 16. März 1896 vom 1. April 1896 ab in unsere Verwaltung qekommenen Anleihsn der Saal: und der Werra-Eisenbahn- Gesellschaft werden auch in Zukunft nur bei den bisherigen Einlösungssteklen eingelös .
Die Zinsscheine sind nach den einzelnen Schuldgatiungen und Werthabschnitten geordnet den Einlösungsfteüen mit einem Verzeichnis; vorzulegkn, welches die Stückzahl und den Be: trag für “eden Werthabfchnitt an iebt, aufgerechnet ist und des Einlicxernden Namen und Wanun ersichtlich macht.
Wegen Zahlung der am 1. April älligen Zinsen für die in das Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen be- merken wir, daß die Zusendung dieser Zinsen m1t12[S der Post, sowie ihre Gutchrift auf den Reichsbank-Girokonten der Cinpfangsberechtigten zwischen dsm 18. März und 8. April erfolgt, die Baarzahlnng aber bei der Staats: schulden-Tilgunxkiskasse am 18. März, bei den Re:
ierungs- aupt affen am 24. März und bei den onstigen au c-rhalb Berlins damit bktrauten Kaffen am 26. März beginnt. __ _ _
Die Staatsschu[dcmTilgunxiskaUe in für die Zins: zahlungen wxrktäglick) yon 9 bis 1 Ubr mit Ausschluß des
vorleÖZen Werktages in jedem Monat, am leßten Werktage bes onais aber von 11 bis 1 Uhr geöffnet. _
Die Inhaber preußischer Konsols machen wxr wiederholt auf die durch URS veröffentlichten „Amtlichen Nachrichten über das PreUßische Staats- schuldbuch“ aufmerksam, deren 6. AUSJabe durch jede Buchhandlung _für 40.33 obsr von dem Ver- leger J. (Guttentag m_ Berlin durch die Post frei Für 45 43 zu beziehen in.
Berlin, den 10. März 1897.
Hauptvsrwaltung dsr Staatsschuldei1. von Hoffmann.
Die von heute ab zur Ausgabe gklangende Nummer 8 dcr Gcseß-Sammlung entbiiLt unter
Nr. 9883 das (Heseß, bctreffend die Tilgung bon Staats- schulbsn, vom 8. März 1897; Und unter
Nr. 9881 die Verfügung OLS," JusÜz-Ministers, betre'ffend die Anlegung dcs (Hrmidbiichs fiir einen Theil des Bczirks Öls Amtsigcrichts Vöhl, vom 9. März 1897.
Berlin 117, den 13. März 1897.
Königliches Geseß-SamnüungNAmi. Weberitedt.
Bekanntmachung.
Den Markscbeidsrxi Augysi Miirxxianx: und Heinrich Leibold ist nach erfolgter Prüfurxg 131€ Vsrsxbttgung ertbkilt, in_nsrbalb des preußischen Staats selbstandig_MaikschsikerarbeitM auszuskxbren.
Dkk Marksckpkiikr Augpii Murmann bat fick) in Perus, der Markscbéide'r Hcinrich Leiboid in Bochum :iikdcrgclaffén.
Dortmund, den 10, März 1897.
Königlichcs Obkr-Bkrgamt. Taeglichsbkck.
A b g S r xi s:: der Ministerial: Direktor im Ministsribm dEr öffentlichen Arbeiten, Wirkkiche Geheime Ob-Ir:Negieru1*-ch-Raih ])1'. Micke, mich Breslau.
Personal-Veränderungen.
Königlich Preußische "Armee.
Offiziere, Portspcc-Fäbnriäpx ic. Ernennangen, Beförderungen und Verskßuvgen. Jm aktiven Heere. Berlin, 9. März. Graizu (Fly, _Pr. Lt. im 1. (Harde-Ulan. Ziegt.._ dessen Kommando zUr Bwiycbast ii“: Wim um cin Jahr ber- anger . __
Durch Verfügung dkßKrixgs-Ministerixims. 1. März. Assmann, ZLUJ-Pk. Li. Vom Art. Dswt Mes, zum Art. Tcpvt Wesel berseßt.
Beamte der Miliiär-Vkrkyaltnna.
DurcbVerfügung deSKriegI-Ministkriams.23.Februar. Krippendorfs, Obkr-Amimann und RSM(11116-DLPOT-AdministkÜTN' vom Remontc- Tcrct Lichxn. iam Rciponte - vaot Wkeé-kenbof, Pkaafi, Wiiik'ickiait-x-inip. rom Re'monie- Depot Jurgaiiscbkn, zum RCMOUTL - Dcpot Liszkxn, Hasksnftcin. Wirtbscbaftsinsp. bom REUWUtE'Div-VT _errliug, zum Rxmontc -Tepot Jurgaitscben, Zillmcr, Wirtb1chasxsinw VOM kaonts-kaot Kattenau, ziim
emontk - Depot Sperling, Gifevius, ertbscbaftsinsp. vom Rexnoxitc-Depot Neubof-Ragnit, ziim RcmonTL-DepctKattenau. _- Ver etz .
4. März. Bcrndt, Kanzlsi-Diätar, zum Gsbéimen Kanzlki- Sekretär im KricgÖ-Minist:rium crnannt.
Durch Verfügung dsr General-Jnsbektion 176.3 In- genieur- und Pionier-Korps und der Fcstungen. 26. F2- bruar. Koenigßmann, FLstUUZÖ-Bauwai't 2. Klasse der Fortifi- kation Gcestemünde, zur Fortisikation Straßburg verssyt.
JichiauttlieheZ. *
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 13. März
Seine Majestät der Kaiser und_ König nahmen eute Vormittag von 10 Uhr ab die Vortrage des Chefs des eneralftabes der Armee, Generals Grafen von Schlieffen, und des Chefs des Militärkabinets, Generals_ von Hahxike, entgegen. Mittags empfingen Seine Majestat der Kaiser
Seine Hoheit den Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg.
Zu der morgen, Sonntag, in der Kapelle des Königlichen Schlosses stattfindenden feierlichen Einse_gnu_ng Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich Wilhe_lm von Preußen ist Seine Königliche Zoheit der rinz Albrecht von Preußen, Regent dss erzogthums rauxp- schweig, gestern Nachmittag um 6 Uhr, von Braunschweig kommend, hier eingetroffen. Abends um 9 Uhr trafen Ihre Kjöniglickze Hoheit die Prinzessiii Albrecht und Seine Zoheit er Herzog von Sach1en:Altenburg, aus ltenburg kommend, in Berlin ein.
Seine Königliche Hoheit der Pri_nz Heinrich von Preußen hat nachstehenden Firmen in Kiel das Hofprädikat gnädigft verliehen, und zwar: _
den Kaufleuten Carl Namlau und Ferdinand Beyreis _ in Firma Wistinghausen Nachfolger - das Prädikat als Hoflie eranten, _ _
dem Buchbinder Martin Engel das Pradikat als Hof- Buchbinder, und _
dem Uhrmacher Johann Thiefsen das Prädikat als Hof-Uhrmacher.
Zu der am 22. d. M. stajtfindendén Feier der Ent: hüilung des National-Denkmals des Hochseligen Kaiser?- Wilhelm 1. werden folgende Truppentheilc hier eintreffen:
die Leib-Kompagnie des 1. (Harde-Ykgiments mit den Fahricn des Regiments, der Regimentsmmik und den Spiel- leuten des 1. Bataillons,
das Lehr:Znfanterie-Bataillon,
die Leib=Eskadron des Regiments dEr Gardks d:: Corps mit dsr StaUdarte und dkm Trompetsrkorps,
Abordnungen der Marine, und zwar:
der Inspekteur der Marine-ananicrie mit dsr Fahne des ersten Sec-Bataiüons,
eiiie Abordnung von S. M. S. „König Wilhelm“,
eine cms bxidsn SeeBataiUonsn kombiniert? Kompaxénic,
eine kombinierte Kompagnie der Marincstation der O tskk', _ eine kombinierte Kompagnie der Marinsstation der Nord- 168, fernkr
die KommandéUre dcr Leib-ngimenter des Hochseligsn Kaisers Wilhslm T., und zwar:
des GrenadiewRegimsnts König Wilh91m1. (2. West- preußifches) Nr. 7,
ch LeibGrenadisr-Rxgimenis Köpiig Friedrich Wilbklm 111. (1. Brandknburqisckxes) "Mk. 8,
N O;?) 2. Badischen GrMadier-chiments Kaiser Wilhelm 1. r. 1 ,
dcs Königlich Bayeriscbcn 6. Jmfanteric-Ncgimeiits Kaiser Wilbslm,__König von Prciiszcn,
dss Königlich Sächsischyn 2. Grenadisr-Regimcnts Nr. 101 Kaissr Wilbslm, König von Preußen,
_ dcs Königlich Württembcrgisckécn Jnfantcrie-Regiments KaiscFLZLilbeLm, König von Prim en (2. Württembkrgisches) r. '
dis Lcib-KÜrassiswchimenis Großer Kiirfürst (Schli- sischcs) Nr. 1,
des 1. Leib-Husarcn-chiMnts Nr. 1,
ÖW 2. LcibÖusarcx-chimcntß Kaiserin Nl". 2,
des HUsÜkLWchÜMLUÜÖ König Wilhelm 1. (1. Rheinisches) Nr. 7 mit je eiiier Fahne bezw. der Siandarts dcs Regiments.
Die von auswärts bier sintreffenden Fahnen und Stan- darteii sollsn am 21. d. M. auf dcm PotSOamer Bahnhof gesammelt und Mittags, 121/2 Uhr, crstcrc durch eine Kom: pagnii', [L?tkks dnrch cine Eskadron zu Pferde, nach dcm Palais Kai er Wilhelms ]. garacht werden. Seine Maj eftät be'r Kaiser und König :bcrdsn Allerhöchstselbst mit di::sen Fahnen und Ztaudaricii nach dem “Palais reiten. Ti? Fahnen und Standarte" dcr Birliiicr Garnison wsrden zu derselbsn Zeit ebénfaUs durch eine Kompagnie bszw. cine Eskadron dorthin Überfübrt WOWW-
Am 22. d. M. Mrdcn sämmtliche Truppen dcs Garde: Korps dcr_ Berliner Garnison in der Parade stehen. Die Paradeanfftellung erfolgt vom Lustgartsn aus längs der Linden bis zum Brandenburgck Thor. Nach dem Abreiten der Front am 22. werden Sick) “Seine Majkslät der Kaiser und König vom Palais Kaiser Wilhelm? 1. aus mit den Fahnen und Stan- dartsn ber Leib:Ncgimenter und des ersten SewBataiUons, sowie“ der Leib-Kompaqnic des 1. (HardeMc-égiments 5. F., dsr Leib- Eskadron des Regiments dcr Gardcs du Corps, dem Lehr- anatitericBataiUon und W Tspuiation von S. M. S. „Kbnig Wilhelm“ nach dem Denkmal__bkgeben, woselbst diese Fcldzsichcn und Truppentheile :c. Ausytkllung ncbmcn werden. kack) beendeter Enthülliiiigsfeicr wird sin einmaliger Vorbei: marsck) der Truppen, und zwar Fußtruppen in Kompagnie- Koionnc, KavaUcrie und ZcW-Ariillerie in Zügen, Train in Abmarsch-Kolomxx, am “Tenkmal in Richtung Lustgarten: Schloßplaß ftattnndkn.
In der am 11. d. M.
__ _ _ _ dcs Vize: PWUDMUU ch Staats-Mimsteriums, Staats
untc'r dem Vorfix
ckretärs des Innern Dr. von Bosttichcr abgehaltenen Plenarfißung des Bundesratbs wurde dem (Heseßcntwurf, betreffend die Ab-
ändcrung ber (chcrbcordnung, und dem Entwurf eines Gcscßss Über das YuswaiiderungSwesen, sowie dem Aus: licferungövertrag zwi1chen dem Reich und den Niederlanden die Zunimmxmg ertheilt. Die Berechnung der na dem Reichshaushalts:Etat für 1897/98 aufzubringenden atri- kularbeiträge w_urde genehmigt. Von der Vorlage, betreffend die tm Jahre 1896 erfolgten Ausbrägun en
von Gold: und Silbermünzen, und von einer it:
theiluug über die Verhanklungen der Kommis n ßasistik wurde Kenntnis; genomme_n. AuxerEm MTRJ einen Antrag auf Ucherlaffung eines Ar eitSplaßes an der oolo ischen Station m Rovigno, ferner über die Sei ajetät dem Kaiser _ zu_ unterbreitenden Vorschlä e w ner Beseßung von wxi Mitgltebsstellen _beim Reichs:Ve (berukiIY amt und endli uber verschiedene Eingaben Beschlu gefaßt“ Heute hielten die vereinigten Ausschüsse des Bundesr ' für Rechnungswesen ffir das Landheer' und die Festungen und fSuk das Seewssen forme der Ausschuß für Rechnungswesen Hungen.
Das Staats=Ministerium trat heute Nachwinag
2 Uhr im DienstLebäude, Leipziger Plaß 11, unter dem Vorfig
des Minister-Prä identen
Fürsten zu Hohenlohe zu einer Sißung zusammen.
Der Re ierungs-Affessor Vr. Reuscher _zu Nauen ift dex Königlichen e ierunq zu Gumbinnen zur weiteren dienstlichen Verwendung ü erwiesen worden.
Laut tele raphischer Meldungen an das Obkr-Kommando der Marine it S. M. S. „Stein_“, Kommandant Kapitän zur See von Ahlefeld, Zestern in Portland angekommen und beabsichtigte, an dcmsc'l en Tage_ nach Wilhelmshaven in See zu gehen; S. M. S. „Gneisenaii“, Kommandant Kapitän zur See Hofmeier, ist _Yftern in Ylymoutk) an: gekommen und beabsichtigt, am 15. ärz nach ilhelmshaven in See zu gehen.
Stettin, 12. März. Aus der gestrigen Sißung des Pommerschen Provinzial-Landtages ift nachzutragen, daß auf Antra des Vorstandes der AlterS- und_Jnvaliditats- verficbsrungZanZalt Pommern der Zinsfuß für die auf Grund dss § 129 Abs. 2 des Reichsgeseßes vom 22. Juni 1889 zu gewähersn Darlehen von" 31/2 auf 3 Proz. herabgescßt worden ist. In der heutigen Sißung wurN iiber die Anbringung der Bilder Seiner Majestät des Kaisers und Konigs Wilhelm ]]. und Seiner Majestät des Kaisers und Königs Friedrich 11]. Unisr Genehmigung der dadiirch entstehenden Kosten Bw stimmung getroffen, auch beschloisen, an Seine Majestät den Kaiser und König sowie an Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich eine Dari_kadreffe für die Schenkung der Bildnisse zu richten. Der Beschluß des 22. Provinzial-Uanbtages vom 5. März 1896, betreffend die Aufnahme einer Anliihe von 4 Millionen Mark, wurde aufgehobsn und beschloffen: Zur Deckung der Kosten &. des Erweiterungsbaues der
rovinzial-Jrrenanstalt bei Ueckermünde einschl. dcs Anschluffes des altcn Gebäudes an die Zentraleinrichtungen, 1). der vom Provinzial: Verbande z_u leeistenden Beihilfe zur Ver- tichng der Schiffahrtsitraße von Stettin nach Swine- münde, (*. dcr Beihilfs zur Herßellung einer neuen Dievenowmündung, (1. der Errichtung von Jiolierbaracken und Anbauten an die Gebäude der Beobachtungssiationen bei der Provinzial-Jrrenanstalt zu Lauenburg i. P., S. der Erbauung cities Wohnhauses und eines Turnsaales bei der Taubftummen- anstalt in Köslin, t". des Ankaufs und der Einrichtun déö Gyies Röpke bei Lanknburg i. P. für die dortige ““'rren- anstalt, 8- der Errichtimg einer neuen Irrenanstalt in Trkptow a. R., 11. der Mehrkosten des neuen Hebammexi- Lchrinsjituts zu Stkttin g::gen den Kostenanschlag sollen die €rforderlichen Geldmittel durch Eine vom rovinzialvcrbanb von Pommern aufzunehmende Anleihe im ' etrage von WL Millioneri zwcibunderttauscnd Mark beschafft werden. TLS Aiilkihc i]t__mit 1 Proz.jäbr1ich, zuzüglich der ersparten Zinseri, zu amorimeren. Ter ProvinzialbauShaltS-Etat für die ZPT vom 1. April 1897 bis dahin 1898 wurde mit der Schluß- summe von 4423100 „FH festgéstsüt. Da Gegenstände z_U weiterer Bératbung nicht vorlagsn, wurde der Landtag mxt einem Hqck) auf Seine Maxeftät den Kaiser und König geichloffen.
Bayern.
Zur Vorfeier des Geburtstages Seiner Königlichin Hobart ch Prmz-Regéritsn fand am Doxmerstag Abend in München großer Zapfenstreich statt. Die g(strigk ““eier wurd_e ÖULch 2.3 Kanoxienschüff9, Miche auf dem Oberwieaneld geld): WUTÖM, eingxleitet. Gleichzeitxöi fand großes Wecken statt. Die Stadt_war seitlich gkschmückt. on der Residenzdsn staatlichsn und städtischin Gebäuden, sbwis von zahlreichen Privat: bäuscxn, namentlich in der Altstadt und in den verkehrsreichen Straßen, wehtcn Fahnen in den baykrischen und Münchknxr Farben, _währcnd dis Gesandtschafishotcls und Konsulatebre quggcn _cker Staaten aufgszoqen hatien. Um 9Uhrempfing S§1n_L_Komg1iche Hoheit dcr Prinz-Regent die Mitgliedir Hochmeincr Familie , welche ihre (Hiückwünsche dar- br_achtr.'n. Bald darauf Erschienen auch die Mit- glieder der Familie dsr Prinzessin : Wittwe Adalbert und dsr_H§rzoglich2n Familie _zur Gratulation. Um 9 Uhr onchi in acht katholischsn Stadipfarrkirchcn und in chi: Studieiiktrchen_ Hochämter mit Tcdeum statt, ebenso wurdcn in dcr 011katholi1chen und griechischen Kirche, sowic in W Stwqgogc Festgotteßdienftc abgebaZtcn. Seine KönigLick)? beßitber rinz-Regcni fand sich um 10 Uhr mit Jbl?" Komgltchxn_Hoheiien der VLkWiUWCU'n Herze) in von MoD-cna, der Prinzemn Tbcrssc soxvie den andéren rinzesfinnen UF der Allkrbciligen:H0_fkirche ein, wo der infulierte StiftZpropit von Türk das Pontifika1amt zelebrierte. Um 10 Uhr anen_in der protestantischen Matthäuskirche und in de_r Ok. Micha_el:Hofkirche, in leßterer für den katholischen Thkll bcr Garniiqn, Fcsjgottesbiknste statt. Während des Tedeums m_der St.Mi_chc_|_el-H9ffirche wurden 51 Kanoncnschüssc abgefeuext. Hieran schloß 11ch cine Parade der Garnison vor Seiner König- lichen Hohcit dem Prinzen Ludwig. Um 11 Uhr zelebrierte de_r (Erzbischof von Thoma im hohen Dom das Ponti- nkalamt, welchem die Staats : Minister Freiherr vqn Leorirod und von Landmann, das diplomatische Korps, die obersten Hofchargen, der Hofstaat Seiner Majestät des Königs, Hof: und Staatsbeamte in großer AnzalZl, die städtischen Kollegien mit den Bürgermeistern und viele onstige Andächxl ? aanhnten. Im Laufe desVormittaZSempfin Seine Köni [1 e Kobelt der Prinz-Re ent von Seiner Maje ät dem Deut ckck"
aixeg den deutschen undesfürsten, dem Reichskanzler, d_em Kai erlicheii Statthalter in Elsaß-Lothringen,Seiner Mujertät
von Oeßerreich, sowie zahlreichen Korporationen
dem Wsezön „ li n Hofe nahestehenden Perjonen Glückwun eh- am? rammexßa mitta Sfandenm den;)FfizterskafinosFeft en De_eg an welchen die rinzen des Komglichen auses theil- tWéneu. Abends gab der Minister-Präfident ])r. reiherr von C ailsveim einen großen Rout, zu welchem die Mitglieder des Kxnjgjjchen Hauses, das diplomaiische Korps, die_Aristokratie, hlreiche Vertreter der Kunst, Literatur und Wissenschaft 2c.
aLaden waren. In sämmtlichen Theatern fanden Festvor- “uungm statt. Um 6 Uhr Abends wurde vor der Marsfeld-
kaserne abermals ein Salut von 25 Kanonenfchuffen gegeben. Das Geses- und Verordnungsblatt veroffentlicht folgende Allerhöchste Verordnung: _ _ _ Für die'enigen Veteranen-, theger; und Kampfgenon-xnveretne, ckck“; 50 Ja re bestehen und zugleich wahrend der letzten 10 Jahre ers Bestehens ununterbrochen _ dem genannten_ Bund (_:_ngaört habe!? wird eine Medaille gestiftet und auf dre Hof-Kazie uber- nomgien. Die Medaille, Welche die Benennyng ._Lu1tpold- Medaille“ zu führen bat, ist von Silbxr und _zeigt auf der Vorder- seite Unser Bildnis; mit d_er Umfchn1_t_„L_unpold _Prinz-Regent von Bayern“, auf der Rückseite _das Komglich baEnscb? Wappen, daruntkr die Umschrift „50 Jahr? in Treue fest“. OF wnd mittels wsißblausn Seidenbandes an der Fahne bezw. Gtanbarte des bsttkffkndkn Vereins angeheftet geirazen. D12_ Verleihunxx__der Lujwold-Mkdaiak an diejenigen Y_ereme, Mühe die sttfiungßnzagigen Voraussetzungen erfüllt haben, «folgt durcb Uns. D_te bkrliehenen Mekaiüen find alljährlich an Unsxrni Geburtsxag a_n die betreffenden 51Min:- auSzuhändigkn. Das Prafixium des Baykrzschen Ve_teranen-, Z.nggx. und Kampfgenoffenbundes xvird _ spätestens bis_ zum "173, “ebruar jeden Jahres an das Königliche StaatS-Mtntstertixm rss » nern ein Verzeichniß der in Betracht kommenbi-Zx Verxme kxbufs Vorlage an Uns Einsendln. Im Falle der Auflojung eines mit "dEr Luitpold-Medaille beliebenen Varems oder defferi_Aitstrttts aus "dem Bunde ist die MedaiÜe durch das Bunde; - Prajidium a_n 'das Königliche Staats-Ministermm des Innern einzultefern. Mit dem Vollzug der die Luitpold-Medaiüe betreffenden Anordnungen nt d;? Königliche Staats-Ministerium des J.“.nern beauUca-gt."
, Heffen.
3hre Königlichen Hoheiten dcr Großherzog und die Gro? h'erzogin gedenken am 18. d. M. von Bukarest nach Darmstadt zurückzukebren. Der „Darmstädter Zeitung“ zufolge, wird sich Seine Königliche Hoheit der Großbcrng _am 20.1). M. zur T eilnabme an der 8167,“ des 100]äbrtgc:i Geburtstages des ochseligen Kaisers ilhelm ]. nach Bcrlin bkgkbM.
Sachseu:Weimar-Eiseuach.
Der Landtag hat gestern mit allen gsgcn wei Stimmen die Steuervorlage angenommen. Die Selbizteinschäßungs- pflicht bcginnt danach beiEinkommcn von 3000-xx. Der Antrag des Vlu€schusses, die Grenze bei Eirikommen von 2000 :((. fkst; zm'eßcn, war vorher abgelehnt worden; es wurde jedoch eink Resc- lution angenommen, welche dahin lautet, daß die Regierung dem Landtage nach Ablauf von drei Jahren nach Inkrafttreten des NEUEN GLsSHLS einen Nachweis über die mit der Selbst: inschäßunngflicHt gemachten Erfahrungen unterbreiten und dann, falls große Unzuträglichkeiten fich nicht herausgestellt baden, wegen Herabseßung der Einkommengrenze eine weitere Vorlage machen möge.
Sachsen : Meiningen. Der Landtag ift vorgestern geschlossen worden.
Reuß j. L.
Der Landtag überwies in ssiner gsstrigen Sißung die Vorlage, betreffend die Pensionierung der Geistlichen, gn bie Finanz-Kommission, nachdem der Abg. ])rx Sturm 1111) iiir die Beseitigung der Bestimmung, wonach die Maximal- grenz? d;“s Ruhegehalts eines Geistlichen 3000 4/16 betragén 1011, - als zu niedrig, ausgcsproch2n hatte.
_ _Der Gemeinderath von Gera bewilligte in seiner geniigsn Sißung 10000 „E als Kaiser Wilhelm-Stif- x_UFJ_zUr Unterstüßung von Wittwer: und Waisen stäbtischsr 1: MW.
Oesterreich:Ungaru.
_Wei dsn NeichUathé-mahlen der allgemeinen Wahlerklafse wurden gewählt: In Böhmen: 8 Jung- kökchsn, "( Sozialdemokraten, 2 Deutschfortschrittlcr; 3 Stich- wablsn iind nöthig. Das Wahlergebniß für Prag steht Wel) aus. In Galizien: 9 Kandidaten des polnischen Zintra[:Comii€-s, 1 Anhänger Stojalewski's, 1 Mit- ZUSJ _der polnischsn Volkspartei, 2 Ruthenen und 2 quiqldemokratkn. Zn Steiermark: 1 Klerikaler, Z Cbristl:ch-Sozialer, 1 Slovxnisch-Kons€rvativer. Für Graz YM das Wahlergebnis; noch aus. In Tirol: 3 Klerikale. JJVorarlberg: 1 Klerikaler. Zn Dalmatien: 2 c: Wblgt kroatisch-nationale Kompromißfandi-daten. Jm Wa [- bS-Zlkk Zara gaben 61 iialienisch-autonome Wahlmänner weiße ZMA gb. _ Bei der ReichSrathswahl der Städte- kiirie im Wahlbezirk Suczawa (Bukowina) wurde Rosch: MW (parteilos) gewählt. „ ___ Jm urigarischcn Unterhause erwiderte gestern der Diimitchrajident Baron Banfft) auf die Interpellation ?? Abgeordneten HoranSzky über Kreta, daß, ab: Lk'ében_von- dsn Konflikten a::f Kreta, derkn Beile ung die Gkoßmachte_b_:schäftt ?, auf derVgxfanhalbinsel keinerleiZlnzeichen JUFJeiaucht men, we che Besorgnine erwecken könnten; auch sei die TULLN heute dort stark genug, um im FaUe des Auftretens solcher [Vzeichsn etnzaige revolutionäre Bewegungxn daselbst im Keime Y_Zmcken zu konnen. Im übrigen bezögen sich die Fragen dcs **bJ-Horanszky, strcng gxnommen, auf die Frage des ZWWZ ZU“),- Er (dsr Ministek-Präsident) glans, die gemsinsame Zkan de_r Mächte und die einhellige Erklärung der leitendcn __?YaatSmaxmer habe in nicht mißzuverstehender und unzweifél- .Üsxék_Wetse festgestellt, daß es der festeste Entschluß Und das FN_stene Streben der Großmächte sci, dieJntegrität des Türkischen Achs; und des territorialen Status 9110 auf der Balkanhalbinsel Fnbedmgt aufrecht zu e_rhalten. Dieser übereinstimmende Wunfch dkk_Kabtnette_sei zweifellos die höchste und sicherste Garantie Üka, daß _nnt der Aufrechterhaltung des ZTÜTÜI qu0 auf der aalkanhalbinsel auch Ruhe und Frieden unbedingt würden UFWckiterhalten werden. Er glaube im Vorstehenden die JMLUten" Fragexi c_rschöpfend genug beantwortet zu haben sslb" ML, daß rowohl bas Hau_s wie der Jnterpellant dern“ dWsc Anttyort zur Kenntniß nehmen würden, da er JUkerpeUant in seiner einleitenden Rede erklärt habe, tra habe zy der auswärti en Politik der Regierung Ver:
UM Die Thatsache, da der Abg. HoranSzky die auf
frühere, dieselbe Angelegenheit betreffende Interpellationen er- theilxen Antworten zur Kexmtniß genommen habe, sowie seine Exklarixng, daß er gegen die Leitung der auswärtigen Politik keine Einwendung habe, geftatte dies zu __?offen umsomehr, als der Jnterpeüant seine Interpelsation an mit dem inweis darauf begründet habe, daß in den Blättern "chte auftauchten, welche sich auf den Bestand eines Balkan- buxides, fer_ner auf den Ausbrxtch eines türkisch-griechischen Krieges be o en. Er (der Miniftcr-Präsident) sei weder be- rufen, noc?) erecht_igt, soichen Gerüchten gegenüber Stellung zu nehmen. Er konne die Blätter weder einschränken, noch ihnen die_ Richtung geben, müsse aber seinerseits speziell auf diese zwei an efübrten Fragen erklären, daß er von dem Ent- xtehen eines alkanbundes absolut_ keine Kenntnis; habe. Was en Ausbruch eines Krieges betreffe, so_ glaube er, daß nach den bisherigen Maßnahmen der Großmächte, sowie auch laut_seinen bereits bei einer früheren Gelegenheit _abgegebenen Erklarungen dic Bestrebungen sämmtlichsr Großmächte be- wiesen, daß die Mächte in weitestgehender Weise entschlossen und bestrebt seien, die Eventualität eines jeden Krieges un: möglich zu machen. Der AbgHoranszki) erklärte, ck_nehme die Antwort dss Ministsr-Präfidenten als vollständig er: !chöpfend und beruhigend zur Kcnntniß. Die Antwort wurde odann auch von dsm ganzen Hause einstimmig zur Kenntniß genommen.
Großbritannien und Irland.
Im Parlament wurde estern, wie „W. T. B.“ be- richtet, von der Regierung ein chri_ststück vcrtheilt, welches über den Besuch des gricchischen (He chäftsträgers Metaxas im Auswärtigen Amt nachstehenden Bericht giebt: Der (Heschäftsträger erschien am 10. März_im Auötvärtigen Amt und übsrbrachte folgende Mittheilung jeitens des griechischen Ministers des Aeußern:
Jm Verfolg der Von dSn Großmächten an die Königliche Re ierung görichteten Note Halte ich xs für meim? Pflicht, Sie zu bk- nachicbtigen, 1) daß die Königliche Régierung, indem sie Vorschlägt, daß die Großmäéots dkn beüeniscben Truppen das Mandat auf Kreta übertragen Wouten, es gern sehen würde, daß Abtheilungen Von den Göschwadern der Mächte bei disser Aufgabe mit den griechischen Trurvén zusammenwirken, wénn die Mächts dieser Maßnahme zu- stimmten; 2) daß wir, wenn das Prinziv einks Plkbiszits des krsxiiibkn Volkés angenommxn würde, nicht:“; daJLJM einwenden wüidxn. daß Kreta untkr der Smeränetät des Sultans bliébe, bis diese Maßregel durchgeführt sein würds.
Das Unterhaus ssßte gestern die Berathung des Marine-Etats fort. Der Ecste Lord der Admiralität Goschen erklärte: die USUS Marinebauten-Bill werde eine AnleihsBill sein; er könne noch iiicht sagen, mslch€ Bauten dieselbe umfasse. Zn BS_treff des neuenS iffsprogramms könne LL" nur mittheilcn, daß dasselbe den an von vier neuen L-nienschiffen umfasse, welche einer der beiden Klassen der eng- lischen Panzerschiffe ersten Ranges angehören sollten. Die in "dim Programm vorgesthenen neusn Kreuzer sollten, abgesehsn von kleineren Verbkffernngen, im allgemeinen den jeZigen Kreuzern gleichen. Einige neue Kanonenboote, für Fluß ahrt geeignet, würdcn als nöt'gig angesebkn, _ebenso zwei neue Tor- pcdobootß-Zerstörer, we1che die ahl di€1er Fahrzeuge auf 92 - mic die Admiralität fie wün chte _ bringen wiirden. Mit den Bauten des vorigkn und dieses Jahres zusammen, glanbe er, werde der Neubau von Schiffen binreichen, obwohl derselbe noch keine Übertriebene Voikebrung für alle möglichen Bedürf- nisse darstelle. Es bestehe 1th ein Gleichgewicht in den Flotten Europas. Die Regierung msrde mit Aufmerksamkeit darüber machen, daß dies Gleichgewicht nicht gestört werde. Goschen schloß: ihm genüqe das Programm; wenn aber irgend eine Macht abnoxme Bestrebungen machen soUte, dann werde die Regierung die Position neuerdings erwägen und dabei auf die Unterstüßang des Landeszuverfichtlick) bauen. DicPosition des Etats der „Mannschaften“ wurde sodann angenommen.
In der gestrigen Sißxmg des parlamentarischen UntersuchungE-AuLschuffe-Z Über den Einfall Zam?- son's in Transvaal stellte Labouchére mit Graham Bower, dem Sekretär des UÄZb-(DWUÜZZWUSL' am Kap, ein Verhör an, um zu beweiiet), Bower hätte troß seines Rhodes gkgcbenen Versprechens, nichts zu sagen,Lord RoSM-Iad Uiiitheilen sollen, wuZ Rhodes ihm in Beireffseines Vorgchens in Johannesburg gesagt HÜb?, da _aus Rhodes' Aeußerungen
u Entnehmen géwesen sci, dax; er cinen Rechtsbriich sabsichtige. Bower erwiderte, er habe geglaubt, Rhodes wolle, bevor er handle, die An elegenheit mit Lord ROSMead bksprechen. Rhodes sei thatsä [ich damit einverstanden ge- wesen, dies zu thun. Ein Zwischenfall ereignete sich, als Labouchére Bower wegen gewisser Telegramme ver- nebmen onte. Der Vorsißende bemerkte, Bower habe von diesen Telegrammen crst nach dsm Einfal] Jameson's Kenntniß erhalten. Labouchézre sagt?, er sei dsr Ansicht, der auge spreche nicht die Wahxbeit; er beanspruche das “echt, denselben zu vernehmen. DU" Staatsstkretär für die Kolonien Chamberlain warf ein, der Ausschuß sei ver: pf1ichtet, den Zeugen gegen Beleidigungsn in Schutz zu nehmen. Labouchére entgegnete, kr wolle sehen, ob die Untersuchung nur zum Schein geÉührt werde oder nicht. Nach lebhaften Erörterungen fragte abouchéke Bower, ob er, nachdem er bis betreffenden Telegramme gelesen, noch behaupte, daß Rbodes ihm gegenüber sem Wort gehalteii habe, indem er Lord Roswead „seine Absi ten nicht mit- ?etheilt hätte. Bower antwortete Yerau nicht und er- lärte alsdann auf Befra Sn dks orfißenden, er wolle lieber nicht antworten. Au? weiteres Drängen Labouchbrés in Betreff des Ehrenpunktes äußerte Bower, er wolle als einen Präzedenzfall die Invasion En lands durch Wilhelm von Oranien anführen, die er ach einen Jameson'schcn Einfall nennen könne. Sir W. Harcourt warf in scharfem Ton ein, er sei erstaunt über eine solche Bemerkung eines Reichssekretärs. Dor Zeuge entschuldigte sich schließlich und nahm seine Bemerkung zurück. Der Vorsißende ordnete an, daß diese Bemerkung aus dem amtlichen Bericht gestrichen werden solle. Hierauf wurde die Sißung vertagt.
Gestern Abend Land in der St. James Fall zu London eine Versammlung tatt, in wslcher eine esolution an: genommen wurde, welche Sympathie mit den Kretern ausdrückt und das Vorgehen Griechenlands billigt. Der Versammlung wohnten mehrere Mitglieder des Parla-
ments bei. Frankreich. Die Königin Victoria ist gestern in Nizza eingetroffen. Fm Senat erwiderte gestern der Minister des Auswärti: en anotaux auf eine Anfrage bezüglich der kretischen
ngelegenheiten, daß die Regierun§_nickzt in der Lage sei, sich gegenwärtig zu erklären, aber 2 enke zu Anfang
der nächsten Woche Hsm Parlament ihre Anschauu en und_ _ihre Handlzmgsweise bekannt geben zu können. Politik der Regierung lasse sich in den Worten zusammen- _f_§1ssen:_ Aufrechterhaltung des Friedens durch das europäische onzer. _
Der Gemeinderath von Paris hat troß der Ein: wendungen des Präfekten die Absendunq einer Ermut hi gun gs- Adressc an Griechenland beschloi'sen.
Rußland.
Der König von Siam wird, wie „W. T. B.“ meldet, Ende April in St. Petersburg eintreffen.
Der FlügebAdjutant des Deutschen Kaisers, Oberst von Moltke wurde am Donnerstag von der KaiserimWittwe und gestern von der Kaiserin empfangen. Gestern Abend hat Oberst von Moltke die Rückreise nach Berlin angetreten,
Türkei.
Der „Times“ wird aus* Konstantinopel von vor: gefickt) bsrichtct, daß die Pforte und die Botschafter die Nachricht vo_n einem Blutvergießen in Everek, in der Nähe von Cäiarea, erhalten hätten. Einzelheiten darüber seien noch nicht bekannt.
_Wie die „Agen ia Stefani“ aus Suda von gestern meldet, bestatigt de_r offizie echicht über den Zwischenfal] in iera- pet_ra_, dax; das 1ta1ieni1che Panerschifi „Ruggero di „auria“ genoth_i_gt ??wesen sei, einige Kanonenstbüffe abzugeben, um dem Angriff au das unter dLN Schuß der Mächte géstellteHierapetra ein Ende zu machen. Dieser ungerechtfcrtigte Angriff sei troß der 11cc_ng2_1_1 Weisurxci dsr fr-emden Kriegsschiffe seitsns der Wii griechiichen Offizieren befehligten Aufständischen aus- gefiihxt worden; In dom Kampf seien 3 Mohamsbaner und 2 Griechen getodtet, 4 Griechen und 2 Mohamedaner ber- wundet worden.
Aus Kanea bsrichtct dic „Agence HavaS“, daß die türkische Garnison aus Selino daselbst eingetroffen sei und mit ihren Waffen wsrde auedeschifft werdsn. Der britische Konsul Villiotti sei zurückgekehrt; derselbe b?be das maßvoUc Ver- halten der Jnsurgentenfübrer in Selim) bei Gelegenheit dcr Befreiung der eingeschloffenen Türken rühmsnd hervor. _ Nach den Erzählungen der aus Kantano nach_ Kanca ge: brachten Mohamedaner smd bsi dem Zusammevstoßs der euro: yäischen Geleitmannschaften mit den Aufständischen sieben Auf: ständische verwundet worden, darunter zwsi schwer.
Nach einem aus andig in Kanea_ eingslaufencn Telegzamm soÜen die Aufytändiich€n mit cimgci) Gcschüßen das Fort Spinalonga zernieren. ES soll Liniehr bsftiger Angriff erfolgt und eine lebhafte Kanonade vernommen worden sein.
Griechenland.
Gestern laben, wie 016 „Agence Havgs“ meldet, 111 Athsn zwci längere eratbungen der Minister stattgefunden,
Die griechische Regierung l)at bei den Mächten und der Türkei gegen die Befestigung des Golfss von Arta, die eutgegen dsm erliner Vsrtrage erfolgs, protestiert.
SchWeden und Nortoegen. Wie „W. T. B.“ aus Christiania meldet, hat das Storthing den Radikalen Ullmann zum Präsidenten für das Jahr 1897/98 gewählt.
Dänemark.
Zu der gestrigen Sißung des Folkething erklärte am Schlusse der dritten Beratbnng des Budgets der Minister- Prästdent Baron von Reedß:Thoii: das vom_Hause angenommene Budget sei derart, daß das Ministerium damit nicY die Verwaltung führen könne. Weixn an der eriveigerung der Regierungsforderungen fert: gehalten werde, so könne das Ministerium die Finanz- vorlage nicht annehmen. Dsr Berichterstatter Christopher Hage erklärte, seine Partei hab:? den Konflikt nicht gswünscht und bedauere die Aeußcrungen des Ministérs. _ _
__Die Finanzvorlage ist dem Landsthrng Übsriandk wor cn.
Amerika.“
Nach einer Meldung des „Reuter'schen BarcaUS“ aus Montevideo vom 12. d. M. ist der Befehl zur Anwerbnng einer Nationalgarde gegeben worden. Es sollen Verhand- lungen zum Abschluß eines Offensiv- und chensivbündniffes wischen Uruguay und Chile eingeleitet sein, weil Argentinien er aufständischen Bewegung Bkihilfe geleistet Habe.
Afrika.
Der „Agenzia Stefani“ wird aus Djibuti gemeldet: Nach den neuesten, von dem MajorAlbertone eingetroffenen Nachrichten seßtcn die bEfrciten Gefangenen ihren Marsch fort. Major Albertone selbst hoffe, mit den lcßten Offizieren und 300 Soldaten von Avis Abeba gegen den 17). März anfzubrechen, und woÜe dort nur zwsi Offiziere zuriicklasscn, welche die zu spät Gskonimenen sammeln sollten. König Mcnclik habe durch öffentliche Bkkanntxnachung an- geordnet, daß die zerstrcuten Italiener schlcunigxt nach Adis Abeba gebracht würden,
Der Empfang, welcher dem Präsidénten Krüxerbci seiner Reise nach Bloemxontein von allen Mach der Bevölkerung des Oranje:Frei taatc's bereitet worden ist, hat, der „Agsnce Havas“ ufolge, in Prätoxia einen ausgezeichneten Eindruck gsma t, obgleich die Thatsache boraus- gesehen wurde. Die Bewohner des Oranxe:Frciftaates sind in großer Zahl in der Hauptstadt zusammen- geströmt, um die Nbgesandte_n der Südafrikanischen Re: publik zu begrüßen. Die auf eme enqe Vereinignng zwiscköen den beiden Republiken gcrichieten Bestrebungen bcgegncn er aUgcmeinen Zustimmung. Bei einem Frühstück, welches am Donnerstag zu Ehren des Präsidenten Krüger in Bloemfontein stattfand, pries, wie das_ „Reuter'sche Bureau“ berichtet, der Präsident des Orame-Freiftaats Steizn den §Y_Zrä- fidenten Krüger als den Jeschicktesten Staatsmann Afrikas und sprach sich lebhaft für ie Einigkeit der beiden Republiken aus. Der Präsident Krüg er betonte in seiner Erwiderungs- rede, daß er nicht gegen die Rechte der Köni in voii Eggxaxtd handeln wolle. Die Zeit werde beweisen, da _er die Konigin stets vert eidigt und dem Volk empfohlen habe, sie zu achten. Er hoffe, da die beiden Freistaaten sick) emander_tmmer_ mehr nähern würden, bis niemand dieselben trennen konne; _die Jbee einer AufsaugunZ des Oane-"rcistaateS dug!) dic Sub: afrikanische Repu [ik habe nie chanden. Er mais, daß er die Londoner Konvention zu beachten habe, ab-Zr er hoffe» noch
eine wirkliche Vereinigung ganz Afrikas zu erleben.