1897 / 62 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 13 Mar 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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Mnifter der öffentlichen Arbeiten Thielen:

Meine Herren! Es gereicht mir zur hohen Befriedigung, daß es möglich gewesen ist, in dem Ihnen jest vorgelegten Etat 135 neue etatßmäßige Stellen für tschnifche höhere Beamte auskuwerfen. Meine Herren, damit ändern sich zu Gunsten unserer höheren Techniker

- die Anstellungsverbältniffe in hohem Maße. Es ist zwar in den Etat

die Bemerkung aufgenommen worden, daß diese Stellen in Zukunft zur Hälfte wegfallen. Meine Herren, dieseBemerkung ifi nothwendig angesichts der Ungewißbeit, ob es für alle Zeiten der Zukunft möglich sein wird, in selbständigen Stellungen die Zahl von höheren technischen Beamten zu beschäftigen, für die nach den Vorliegenden EtatSverhält- niffen etatßmäßige Stellen vorgesehen sind.

Schon jevt ist bei der Etatsvermebrung um 135 Stellen nicht

"nur jede als dauernd anzusehende Stelle besetzt worden, sondern es

ist auch den augenblicklichen Verbältniffen im vollsten Umfange Rechnung getragen. Ick bin in der Lage, unter Zustimmung des Herrn Finanz-Ministers zu erklären, daß bei der Aufstellung des demnächstigen Etats für 1898/99 wiederholt die Frage geprüft werden 1011, ob angesichts der großen Anzahl von höheren technischen Beamten aus früheren Jahrgängen der Landtag der Monarchie ge- beten werden sol], von dieser Bemerkung Abftand zu nehmen und zwar nicht nur für das nächste, sondern für alle diejenigen Jahre, in denen das für die AnsteUungEVerhältniffe der höheren technischen Ve- amten von erheblicher Bedeutung ist. Schon jest läßt sich indessen übersehen, daß das voraussichtlich nach drei Jahren nicht mehr der Fal! sein wird. Hierfür gestatte ich mir, einige Ziffern an- zuführen, die meines Erachtens durchaus schlagend sind. Von den am 1. April 1897, wenn die eigtSmäßigen neuen Stellen beseßt sind, noch verbleibenden 121 diätariscb beschäftigten Regierungs-Baumeistern des Jngenieurbaufachs werden voraussichtlich 30 dem Prüfungsjahre 1887 , 23 dem Prüfungsjabre 1888, und 28 dem Prüfungs- jabre 1889 angehören. Von da an sinkt die Ziffer, und zwar in ganz gewaltigem Sprunge. 1890 sind es nur noch 8, 1891 12, 1892 4, 1893 gar keiner, 1894 2, 1895 6, 1896 6 und 1897 3. Es geht schon aus diesen Ziffern hervor, daß der Vermerk eine Notbweudigkeit ist, und ich bitte dringend, auch mit Rücksicht auf die Erklärung, die ich mit Zustimmung des Herrn Finanz-Ministers eben abgegeben habe, den Vermerk an sich aufrecht zu erhalten.

Meine Herren, was den zweiten Punkt anbetrifft, die Besoldungs- verbältniffe der technischen höheren Beamten, so wird meines Er- achtens bei der Betrachtung dieser Verhältniss stets insofern von nicht ganz richtigen Voraussetzungen ausgegangen, als nicht der Ver. gleich gezogen wird mit den juristischen und administrativen Beamten im allgemeinen, sondern mit der verhältnißmäßig geringen Zahl der juristischen Beamtkn, die in der Eisenbatherwaltung be- schäfiigt sind. Und, meine Herren, der Herr Abg. Dr. Böttinger hat, wenn man fich auf den ersten Standpurkt fteUt, voUständig Unrecht. Das Anfangßgebalt der Baninspektoren ist 1200 .“ Höher als das AnfangSgebalt der Richter. Die Administrativ- beamten werden in ganz bestimmte Stellen berufen und auSgewäblt aus den juristischen und administrativen Beamten der aUgemeinen be- ziehungsweise der richterlichen Carridre. .Der Bauinspektor erreicht auch schon _ gerade mit Rücksickpt auf seine verbältnißmäßig lange Zeit seiner diätariscben Beschäftigung _ in zwölf Jahren das Maximum seiner Steliung, die Vorsteher drr Betriebs-Jnspektionen mit fürifzebn Jahren.

Von der Bedeutung der Techniker innerhalb der Eisenbahn- verwaltung kann niemand eine höhere Meinung haben wie der Eiscnbabn-Minister selbst, er muß sich davon alle Tage überzeugen. Aber die gleiche Bedeutung dürfen auch dis administrativ-juristiscbkn Mitglieder der Eisenbahnverwaltung für sich beanspruchen. Auch in der Geltung nach außen, die der Herr Abg. Böttinger bier hervor- gehoben bai, stehen sie, soweit ich das beobachten konnte, vollständig gleich. Es werden Verhältnißmaßig ebenso viele Administrativbeamte dsr EisenbahnverWaltung Von der" Industrie, vom Bankwesen, von größeren Privatderwaltungen engagiert, als das bei den Technikern der Fall ist; ich sage: verhältnißmäßig, so daß aucb in dieser Be- ziehung kein Unterschied besteht. Was ich dazu beitragen kann, um parallele Verhältnisse innerhalb der beiden großen Zweige der Ver- waltung herbeizuführen, wird jedér Zeit von mir aus innerster Ueber- zeugung geschehen. (Brady!)

Abg. Schmidt- Warburg (Zenit): Bei der iin ii en a u_nsrrer Eisendabrien rind der Vermehrung unseres &isFnKabnnZßIF konnte auch firr die kletfneren Bcamten etwas g€schxhen. Die Klagen der Bautechniker 11er eine zu Zange Wartezeit sind alt und berechtigt. Das hat der Mtntstcr ÜYÖ mit der Einstellung von 135 neuen Stellen anrrkannt. Eerrden xeßt Yanmcrster nach 12 bis 13 Jahren an- gestellt. Hart ist die Eiri1chrankung drs Etats, wo_ mit der einen Hand grgeberi und rnit der anderen Hand genommen wird. Ich timme in dreier Beziebun dem Antrags Ricksrt zu. Es ist un- ebxurr, d0ß ein Bautßchni Sr erst nach 17 Jahren zur etatsinäßigen *,niteüung kommt,. Diese Beamten haben ein schweres Studium und einen schweren Didnst. Stk, sind jederzeit Entlaßbar obne Kündigung, obwohl [16 doch mcbi erst bis zum 46. Jahre mit der Verbeiratbung warrrn konnen. Mit 35 Jahren müßte der Baumeister angesteUter Bramtcr werdcn. Drr Vermerk sollte erst dann angenommen werden WennAcbs urÉediFlgz nloanlkIZg ist.D N *

. g. 0 re t n . : er otbstand it allerdin die 135 neuen StLUe-n' rinigerrnaßsn beseitigt. Desk Vérmer?s 112161135? 05er k1€s8 Vcrbrfferung tlürsorisch. Ick wcrdc drsbalb für den Antrag Rtcksrt stimmeri. Jn abskkxbarer Zeit werden immer mehr solcher Beapiten 11131510 werden. Soviel ich wciß, sind je t sämmtliche Regteruvgs-Baurneister einberufen und beschäftigt. Zia technischen Bcamtrn strherr im Gehalt Zrbeblich zurück hinter den Juristen. Disse kommen“ unt 38 Jahren in böbrre Steüen, die ersteren mit 46. Durch die neue Gsbaitßaufbrffkrungsvorlage wird das Verhältniß noch Verschlechtxrt. Ste „baden krmen rechtlichen Anspruch auf Umzugßkosten und empfinden €s_ bitter, daß sie im Gegensatz zu den Affessoren erst darum 1111th mussen. Von Wohlwollen gegen die Baumeister kann ich wenig merkeii. Man behandelt sie vielmehr mit Mißtrauen, und werm es sq weiter geben wird, wird man nur no schlechtes Bau- merftermatertal nn Staajsdtcnst baden, und 008 mu uns mit großen BedeÉeF erfülle) F R

_ rjxner er- inanz- all) Lehmann: Bei den we slnden Verhaltninen der Bauderwaltung mußte: bei der Ausführung (5936 Um- zugskostengefeyes hier ein etwas engerer Spielraum angenommen we'rden als bei den anderen Verwaltungen. Es soll aber den berborgetretenen bexechxigten Bescdwrrden abgebolsxn werden. Die Anrechnung der diatarttchen „Beschaftigung der Regierungs-Baumeister auf das Dienst- alter bat die Staatöregterung Zrundsäßlfck) abgelehnt; es wäre nicht zu empfehlzxn, eine einzelne 5, Samtenkatrgorie zu bevorzugen und berauözu_greiferz.' In den crchtztger Jahren ist die Zahl der Bau- m_eistxr ubermaßtg und ubereilt vermehrt worden; um dieses MißVer- baltmßaußzugleicben, batder Finanz-Miniftcr sicb entschloffen, 135 neue Stellen in den Eiat e_tnzusielirn. Was Abg. Rickert mit seinem Anfrage beziveckt, ift mtr nicht klar. Der Finanz-Minisier wünscht

durcb dern Vermerk Klarheit darüber zu verschaffen, was sie zu er- *

warten haben, und vor einem Zudrängen zum Baufacb zu warnen. Eine andere Frage ist es, ob der Vermerk künftig, wenn es möglich ist, wieder an gehoben wird. _ Abg. Rickert (fr. VM,): Diese Erklärun schrankt dix Ex- klärung des Eisenbabn-Mim ers wieder ein. Dieker Vermerk tft em anz sonderbares, bei anderen Vemaltungen nicbt beliebtes Vorgehen. 6 ist doch selbstverständlicb, daß die Stellen wieder eingezo en werden, wenn kein Bedürfniß vorlie t. Der Vermerk ist in der T at nur ein offener Brief an die Bau eamten draußen. Solchen Zweck konnte eine Verfügung erreichen. Wozu die vorsichtige Schuß- maßregel des Finanz-Ministers gegen den Eisenbabn-Minister? Das Petitionßrecbt der Beamten ift durch eine Verfügung des Staats-Ministeriums bes ränkt worden. Ein Eisenbahnbeamter hatte eine Petition bereits 0 geschickt, aber sie dann mit Rücksicht auf jenen Erlaß zurückgezogen, obwohl er nur um Geballßaufbesse- rung gebeten batte. Soll dieser Erlaß die Beamten verhindern, auch solche Petitionen an den Landtag zu r chien? Das müßten wir ent- schiedrn mi bi1ljgen, obwohl es nicht sehr praktisch ist, uns mit lang- athmigen etittonen zu bestürmen.

Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen:

Meine Herren! Ich kann die Anfrage des Herrn Abg. Rickert nur dahin beantworten, daß nach meiner Auffassung keinerlei An- ordnung getroffen worden ist, welche einen Beamten verhindert, eine Petition in seiner eigenen Angelegenheit an den Landtag der Monarchie

zu richten.

Geheimer Ober-Finanz-Ratb Lehmann bestreitet, daß er sich in Widerspruch mit den Erklärungen des Eisenbabn-Ministers gefeßt habe. An sich ändere es nichts, ob der Vermerk stehen bleibe oder nicht; werde er aber gestrichen, so könne sich der Finanz-Minister es überlegen, ob er künftig einer solchen Vermehrung zustimmen solle.

Nbg. 131“. Lohmann (ul.) erklärt, daß ein Theil seiner politi- schen Freunde gegen den Antrag Rickert stimmen werde, um das jeßige gute Einvernehmen zwischen den beiden Ministern nicht zu stören, aber in der Hoffnung, daß von dem Vermerk kkin Gebrauch gemacht werde. Mit der Vermehrung der etatsmäßigen Stellen JUK sch0n tm nachsten Jahre“. fortgefabren werden. Die tüchtigstrn * au- meistrr seien auch" die btÜigsten; diese solle fick) die Verwaltung dnrch ayßretch6nde Gebalter 11: erhalten suchen und nicht durch eine Klausel htnsich111ch der dauxrnden Beschäftigung Vorn Staatödienste abschrecken.

Mmisterml-Direktor 131“. Micke bemerkt, daß diese Klausel auf gesetzlicher Vorschrift beruhe.

Die Abgg. Felisch (kons), Wetekamp (fr. Volksw.), Pleß (Zentr) und Ehlers ( r. Vgg.) treten ebenfalls für die Regierungs- Bqurxteifter ein. Der eßtere bebt hervor, daß der Antrag Rickert lediglich die Bedeutung einer Resolution wegen Vermehrung der etats- maßtgezi SteUen habe.

Dre Abgg; Freiherr vo_n Erffa (kons), Stengel fr. kons.) und Schmieding (n,[.) erklgren 1161) gegen den Antrag Ri ert; den Wunschen der Baumeister fei jest schon in einem großen Umfange Rechnung getragen. Die Bedürfnißfrage könne die Verwaltun rrchtigrr de_urtherlen als der Landtag, und es sei 0116 Aussicht, da 1schor; tm nachsten Jahre die Jahrgänge 1887/89 zur Anstellung ge- ang en.

'Der Antrqg Rickert wird mit den Stimmen der Konser- v_attven und eines Theiss drs Zentrums und der National- liberalen abgelehnt. ,

Darauf wird die weitere Berathung um 4 Uhr bis Sonn- abend 11 Uhr vertagt.

Kunst und Wissenschaft.

Die_KöniglicheYkademie der Wissenschaften hält zur, Feier des 100 ährigen Geburtstages Kaiser Wilhelm's desGro en am 25.März, Nachmittags 5Uhr, eme 0ffentlrche Sißung ab.

Nach den „Amtlichen Berichten aus den Königlichen Kirnftsammlun en“ erwarb die Gemälde-Galerie in dem Viertßljabr Okto er-Dezember 1896 durch Tausch einen kleinen Mrtratfopf, der Jan van Eyck zuzirschreiben ist. Der unbärtige

ann von _gesunder Gesichtsfcnke, mit einer großen dunkelgrünen, gczoddelten Kopfbrdeckung und pelzverbrämtem Gewande hebt fich kraftig, ab von dem anz_ dunklen Grunde. Dasselbe zeigt deutlich alle Eigenschafien „der yck'1cben Kunst, docb abkr nicht jene Schärfe und Eknautgketi in der Behandlung des Fleisches, die der Meister 521 einem mimaturarttg kleinen Porträt erstrebt 511116. Die relativ firzchtiße und derbe Behandlung erklärt fich daraus, daß man es nur mit_ einem Fm?ment zu thun'bat, wie denn das Brettcbkn den ur-

sprunglichkn Ab'chluß' nur an enter Seite, nur obén zeigt. Vielleicht war der Kopf in semerxi alten Zusammenhange garnicht eigentlich ein Portrat. _ Durch die Schknkung des Herrn Karl von der Hsyd kam ein bl. Sebastian von Marco d'Oggiono in die Galerik. Das Werk drs sehr se1tencn Metsters ist von historischem Interesse, zuxna] da es mrttelbar zxr Kenntniß Lionardo da Vinci's 55111091, unxcr dessen eberrscbender Einwirkung Marco d O grono _ dre _mrttelgroße Tafel ausführte. Diese Er- wer ung ergxrigzt gluckiich den Béfißstand der Sammlung, in der die meisten, Wallander Zeitgenoffrn des Malers bereits Vertreten waren.

DicSammlung der antiken Original-SfulpLU-ren erhielt durch Tausch mit der Sammlung egyptischer Altertbümer Von dieser einen xtbrrlebenszxrdßkn Weiblichen Marmorkopf aus Alkxandrien gegen ein? komisch-egyptifche AlabastrrVase (Nr. 1099 der Beschreibung der anttksn Skulpturen). _ In die Sammlung der GiPSabgüsse ge- xarigte als G€Fchxnk des Métropolitax Museum in New-Yorf ein vom Bt1dhauer Hemrrrh Walgexr in Berlin bergrsteÜtes Modekl der Akro- Yolts don Atbkn im Piaßstabe 1:42“) und als Geschenk des Malers Hrrrn Philipp Retter m Berlm der Abguß eines Porträtköpfcbens Ms YUM?) “[ d B 1

, ie tktung er i diverke ausderchristli ME 0 e erhielt als Grfchenk des Herrn Friß Friedländer ein glafiertY TbroYreYef de? 111109. 1101111 110131313, das aus der Sammlung Eastlake stammt. Die Madonna Ut in Ha1dfigur dar estsllt und hält sorglich mit beiden ;Handr'n das“ st€bende 311110, das ckck zärtlich an die Mutter schmiegt. 13011 der Farbung rst iparlich Gebrauch gemacht: nur der Grund ist tief blau angelegt, und die Augenstchrne sind mit Farbe bezeichnet. Nack) dern Typus der Madonna und der bei aller Anmuth d0ch ernstrn urgd ixronumentalen Komposition wird das Relisf ohne Zwrifrl als 61116 Sch0pfung Luca's erkannt. Eine geringere Schulwiedrrbolung befindet [ich im Bargello zu Florenz. _ Im Austausch wurden einige Gipéaßgusse erworbrn, dqrunrer das berühmte Grabmal drr Maria donaBurgund, das sick) in. einer Kapelle der Kirche Notrr-Dame zu Brugg; befindet urid von'Ptrrre de Brckere auSgefübrt sein soU.

' Fur das Anthuarium wurdrn im Kunsthandel erworben eine korinjbtsche 113615111176 Terrakotta-Figur und ein attischer rotbsrzuriger Arybalws mit Goldschmuck. Die Darstellung zeigt Dionysos im Yiggntenkqmpf. Außxrkem wurden _99 Abdrücke von geschnittenen Stemxn, die fich rn Sammlungen qusSardinien brfindkn, angeschafft. *"D18 Neuaufstellung und Etikettierung drr Terrakotte'n wurde fort- gef'ubrt. _ 'An der Hersteliung des ildesbeimer Silberfundes ist weitergearbertet_worden. Einige Stü e. die bisher nicht in ihrer ( usgmmquebörtgkeit erkernnt worden waren , haben sich als

Heile eines jcbr __zrerlichen kleinen Dreifußks erwiesen; auf der Platte des ' Dreisußes steht die ebenfalls bisher unbeachtet geblirbenr J11schr1f1,'welche lautet: 1111. §0ük0l118 ][ 11011110 11 8611118 5011110110160]. _ (Ems zkum Zwerk dcr Neuaufstellung vorgenommene Untersuchun der kortnxbtscben Pinaks führte zu einem unerwarjeten Ergebmß: ablreicbe Scherben, zum größeren Theile solche, die in dem Furtwangler'Wen Katalog als Einzelstücke verzeichnet, zum tbeil auch solche, die als wertblos undefchrieben und unverzetcbnet gsblieben sind, haben sich1u größeren zukammenbängendsn Darsteüungen ver- etriigrn lassen. Die Arbeit des Zusammenfeßens ist noch nicht beendet. Bis jeßt haben sich 116 Einzelsragmente aneinander paffen lassen.

DUMüu kabiuet ubielteineReibcvon (beuten '

6 Gold, 196 Silky, 24 semüu “und ZYtücke in'Fjej. Ministerium der xaßrichm, nlerri ts- nnd MedizinalUnge'lv" heiten, der Köni uben erung in Pois , von Zum M inspektor_1)r. Ba rfeldt, von Fräulein von [»Für in ")J-Li felde, raulem A nes Sack und Jan Justus randes in Hi:

(6 Go d-, einx ilber- und 21_ pfer- und Breimünzen, „„ „M intxrßffanLÉZnMIisck-rl NZ?!)Tag""YeyerezianisYYGold'chckiinm) un on ner ur au em 11 en, von dbu . (189 Yrakteaien aus einem Münzfunde). rg Wolf's“

Fur das Kuvfersticbkabinet wurden im leßten Quartal“, Jahres 1896 erwyrben: Kupferstiche von dem Meister mit den Band. rollen, von Martin Schon auer, A.Glockentvn, ns Sebald kaa Johann Theodor de ry, Jau Both, imon de Mj. m, Marcantonto Ratmondi und einem unbekannten italienis en Meißkr, Ferner wurden angekauft eine Reihe von Büchern mit olzscbnjuer' und Kuyfersxtchen und eine Reproduktion in Liebtdruck von der Bilde;u ba1ndschr11t m Aulendorf: Das Konzilium zu Constanz, Von Ulri- Rxcbentlzal. Aus dem dom Ministerium der geistlichen xc. Angelegem beiten uberwiksenen Fonds zur Anschaffung von graphischen Kunst. werken des FLF. Ja rbunderts wurde eine Reihe von Radierungen Holzsthten UUF'FZÖVYLÜXZM lerworben.b [ '

te egvp : e ei un er iet von errn Emil Fischer in Berlin das Gefchenkg dreier kleiner rLiisch-eZZFY Alterthumer, unter denen ein Bronzegriff mit der komischen Grupp: zweier Knaben bxrvorzuheben ift. écofesior Petrie überwies auch in diesem Jahre wieder eme Auswal aus den Funden seiner [LMU Graixzng 153" TLZeben. f V lk k d

em , u eum ür 13 er an e, und zwar der etn ', schen Abtheilung, hatte Seine Majestät der KaiFLer und K*zbanWFZ. Griqd6 die von dem Maler Verwiebe emalte opie eines in drm Kontgéichen Schloße zu Schwedt befindli en Gemäldes (in der Größ- des OrigmalS) zu uberweisen, das eine Gruppe brasilisYer Ureinwohnek darstellt und gus dem Nachlaß des 1636 bis 1644 in .rasilien tbätig gewesenen Fursten „Johann Motiv von NYM! Siegen stammt Gxgenstüxre diefesBrldes be nden sich in dcm openhagener Museum" Sammtltcbe „anderew Abt eilungen erhielten durch Ankäufe und Geschenke, die Abtheilung der vorgeschicbtlichen Alterthümer ferner auch noch durch die von der Gencral-Vrrwaltung der Museen der- anstalteten Außqrabungen mannigfacbx Bereicherung.

Das Kunstgewerbe-Mnseum erwarb im leßten Viertkljabr 1896 folgende Gegenstande: emen roßen spätgotbischen Schrank aus dem Frauenkloster in Kaufbeuren ( eutschland 1509; aus der Samm- lung Kuppelmavr); eine Truhe, Holz eschniyt mit Wappenschildem (Italien, um 1500); 01116 Schaffel, Mes _ng mit Silber eingelegt und reich graviert (Arbeit orientalischer Künstler in Venedig, um 1500)- ?an 5«73ir31i111ch-TrnebiHi-Khnl11ZZR);brinrnt)Seinzzenstoff Znit Reiterfiguren' ,a an . , . . a r under . erner er ielt das a eine Reihe von Geschrnken und Vermächtnissen. M seum

Im Anschluß an die im Lichtbofe des Kunst ewerbe. Museums auSgesieÜten Bildwirkereien der Schule 9für Kunst. weberxi in Scherrebeck (Nordschl_e€wig) sind jest ebendort Arbeiten in dergleichen gobelinartigen Technik aus Christiania zur Schau ge- bracht. Dieselbeti sind gefertigt von Fräulein Nini Gulbranson und beruberr auf der in Norwegen von Alters der geübten Hausindustrie, welche in 1111161811 Tagen von neuem belebt werden soll. Die Muster 8111501th vorwiegend geometrische iuren, welche der Technik am nachsten liegen; andere Versuche im c-ir-.n6 des modernen Geschmacks sind angßfugt. Den Zusammenhang mit älteren Originalen, von denen einige mit angksteUt find, bekunden zwei Nachbildungen von altnor- we'grschen, „jetzt im Gewerbe-Muscum zu Christiania aufbewahrten BtldWebFreierZ. di 5 i

_ ür ie _esjä 192 1711. Internationale Kuni-Aus- stellung in„Mu1_1chen_ hat, w_ie von dort geschrieben Hird, das Zeritral-Com1t0_ mit seinem Prasidenten Franz von Lenbach es als vornehmste Ausgabe erkannt, die Anordnung und Aufstellung der Kuniiwerke so zu gestalten, daß der Aufenthalt in den weiten Räumen des (Glaspalastes dem kunstliebenden PUblikum eine Quelle wirklichen Genusses sei, d. 1). daß die Kunstwerke in einer Um- ebung dargeboten werden„ die den Werth des einzelnen

erkes bebt und den Geist des Bcsckpauers anregt und er- freut. Man hat zu diesem Zweck eine reizvolle Abwechselung in der Auxgestaltung der einzelnen Räume ins Auge arfaßt: Zwischen den Saleri, in denen die Kunstwerke ausgestellt sind, sind Räume geplant, dre durch schöne dekdratiVe Ausstattung für Augen und Sinne eine angenebrne Erholung bieten, gleichsam .Kunstpausen', die dem Bxschauer em Außrixben gesigtten und seine Schaulust von neuem rerzkp. So soll 916111) der Eintritt in das Vestibül durch seine bar- chrschen Raumderhaitmffe für die bkvorstebknden Kunstaenüsse Ottmxnung erwxcken. Von dort ausgebend, führt ein klcinrr Säulen- gang in den Sudtrait, der die beabsichtigte rrtrospektive Ausstellung arrfnebmen wird. Hier soU" der Vkrsuch gemacht Werden, indem man die hedeutendstrn Kurxsiscbopfungen der letzten sechzig Jahrs in Lunstig'beleuchteten Raumrn und taktdoükr Anordnun zusammen- txüt, ern Gesammrbtld dessen zu geben, was die KunsttFätigkeit'aÜer Lander innerhalb'dteses Zeitraumrs an Werken ersten Ranges brrdor- gebracht hat. Dt? Airsstekiungslc'itung hofft daher, daß die Vorstände pon Galerien sowie dre Bsfißrr Von Privatsammlungen Einzelnks von ihren Schaßen de'm Zrntral-Comité zur Verfügung steÜen werden, zrzmal auf den Werth ihres Bcsißes durch die Zurscbausiellung kei diescm. Wettbewerb xm ganz neueö Licht fallrn werde. Eine größere Galerie" fuhrt au_s diesern Raum weiter in den Osttrakt, der die Werke der Munßhener Kunß zn verschiedenén selbständigen Gruppen, sowie dte'Gsmalde des ubrigen! Deutschland Enthalten wird. Auch die Klemiunst soll in zwrt Raumen Berücksichtigung finden. Der Wksk- trakt ist dem Auslqnd vorbxbalten. Die hier vrreinigten Kunstwerke werden' sich um emen architektonisch glänzend ausgestatteten Mittel- saal 77111811, dcrqdazu bestimmt ist, der Plastik cine sorgfältige Ani- stellung zu gewahren.

Land: und Forstwirthfchast.

. Sa_atenstand in Rumänien.

Mit AusZabm6 einer kurzen, streng winterlichen Periode mit Jrokk

urid starkem Ychnecsxrü war das Mettrr auch im Februar schön und

mrlde. DrrLchnec ist Von den Feldern geschwunden, und es zsist

sich, daß die Saaten gut durch den Winter grkommen sind und zu dk"

destéanoffnungen berechtigen. Nur Raps, rvelch€r in diesem Jahre

in großrreri Mengeri als in früheren Jahren angebaut worden ski"

sou, bat itrUenwrrye starksn „Schaden gelitten theils durch Fköst-

11161113 durch Wurmiraß; sowcu er unbeschädigt geblieben, bat er M) 111 ]Ungstrr 3611 gut kntwickelt.

VerkehrE-Anftalten.

Brkmen, 13. März. (W. T. B.) Norddeuts er Llovk- PD. .Oldenburg' 11. März Nm. 0. New-York ck71. d. Wexlk abgkg. PO. „Habsburg', 11. Brasilien bestimmt, 11. MM Abds. Antrverven anger. SD. „Eins“ 11. März 21de. Rslsk v. Neapel n. Genua fortges. NPD. „Bayern“, 11. März Abßs- Rerse v. Neapel 11. Port Said fortges. SD. „Hayel' 12. Marz Mrgs. New- York angek. PO. . Bonn“ 11. März Nachts Bal“ Ymore angyk. PD. ,Mark“ 12. März Vm. Reise 1). Vigo "' Soutbczmpton fortgef. PD. .Pfalz“, 11. La Plata bestimmt- 12. Marz Vm. Oue[sant passiert. PD. „Dresd'en“, v. NLW- York kommend, 12. Mgrz Mrgs. Dov er passiert. NPD. „Friedrich ?oergßéeßxße“ 12. Marz Mrgs. Reise v. Genua n. Southampton

r 6 . Hamburg,12.März. (W. T. B.) ambur -Amerika- Linie. D. .Przlssia“, von New-York komZend, istgheute Mittag in CLuxbzrven LFdetFkffen. W D on on, “. ärz. ( . T. B.) Ca le-Linie. ' „Arundel Castle“ ist heute auf der AuSreiseftvon London ab-

gegangen.. Union-Linie. D. .Greek“ isi beute auf der AUSreisk von

den Canarischen Inseln abgegangen.

zum Deutsrhen Reichs-A „1:6 62.

Deuisthes Reith.

Zw .... Beilage nzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzciger.

Berlin, Sonnabend, den 13. März

Nachweisung

der Einnahme an Wechselftempelsteuer im Deutschen Reich für die Zeit 0. 1. April 1896.bis zum Schluß des Monats Februar 1897.

2. 3.

5.

Ober - Postdirektions - Bezirke

Einnahme im Monat Februar

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Hierzu Einnahme in den Vormonaten

Zusammen

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Einnahme in dem- selben Zeitraum

des Vorjahres (Spalte 4)

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In 1896/97 + mehr _ weniger 016 )

.,!

1. Im Reicbs-Poftgebiet. LKöniiZÉbÉkg . . . . . . ZZ Gum.mnen . . . 3)Danz„16*

4 Berlin. - 5) otßdam . . . (; kfurt a. O. ) ,

7) tetrin . . . 8) Köslin . _ 9) Zosen . . . . 10) .romderg. . . ]] Fresh,? . 12 iegm .

13 Oppeln -

14 Ma debur

15) e a. 191773“ ' '

18) Innover . 19) MZF? .

20 n .

21) Jßtrlnund.

22 e . . . . 23) Frankfurt a. M. 24) Aöln . '. . 25 a . . 2625101) enz .

27) Düsseldorf.

28) Trier .

29) Dresden .

30) Leip ig . .

31) Kar mbe -

32) Konstanz .

33) Darmstadt

34) Schwerin i. M. 35) Oldenburg . 36) BraunscbWeig

37) Bremen . . 38) mburg . . . 39) traßburg i. E. 40) M83 , . . .

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20 119 127 46 490 102 670 1 046 026 43 422 69 819 85 963 22 191 53 974 58 029 171 896 104 139 100 997 158 886 89 638 121 803 89 067 119 857 38 683 73 242 181 798 80 959 311 501 173 202 67 994 49 246 490 834 23 311 194 463 488 847 231 226 74 817 132 192 30 735 38 806 62 945 193 906 997 882 185 450 28 415

11 683 4 164 10 9 251 10

92 997 90 3 718 5 843 6 581 2 004 4 473 4 574

14 943 8 198 9 481

16 528 8 074

11 205 7 954

11 554 3 770 7 030

18 662 8 026

28 737

17 253 6 435 6 334

50 459 2 476

18 653

47 419

22 294 7 610

13 470 2 611 3 595 4 903

18 306

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15 962 2 281

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130 810 50 654 111 921 1 139 024 47 141 75 663 92 544 24 196 58 448 62 604 186 840 112 337 110 478 175 415 97 712 133 009 97 022 131 411 42 454 80 272 200 461 88 985 340 239 190 456 74 429 55 581 541 293 25 787 213 117 536 266 253 521 82 427 145 662 33 347 42 402 67 849 212 213 1 096 130 201 412 30 697

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Op- SO

119 157 44 250 104 693 1 152 728 43 393 74 534 87 401 21 489 55 502 56 732 183 104 107 573 94 176 172 497 93 533 127 686 90 540 117 296 37 387 79 356 181 819 83 905 351 734 180 604 69 380 46 477 499 489 23 993 199 757 498 557 239 819 77 396 141 754 35 357 40 837 70 635 197 864 983 964 205 711 32 445

20 10 30 50 50 50 70 70 10 10 90 40 20 50 20 40 05 70 20 60 10 10 30 50 60 50 40 50 60 80 10 20 50 90

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10 20 90 50 40 70 60 20 20 70 40

40 30 80 50 55 10 90 40 80 20 20 40 30 90 50

90 40 80 70 90 80

11. Bayern 111. Württemberg .

6 754 466 649 663 233 740 10

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95 70 50

+ 20 227 + 11276

05 20 70

Ueberhaupt Berlin, im März 1897.

Theater und Musik.

Lessing-Tbeater.

Dos dreiakiigeLustspiel „Der Herr Abbé“ von H.Meilbac undSt. Albin, welches gestern zur ersten Aufführung gelangte, Ybört nicht zu jenen zahlreichen Erzeugnissen der leichtkn französischen

ramxn-Literatur, welche ohne tieferen Gedanken- und geistigen Inhalt “ck ein Theaterpublikum gut zu unterhalten vermögen. Zu einer _ unterhaltenden dem Lustwiel fast alle Vorbedin ungen. ckwiegermutter, die ihre Tochter die

olcben anregenden und

ndlung: ein Kampf zwischen einer

256114111 unter ihrer Herrschaft behalten möchte, und GchWlkg€rsobm ist nichts weniger als neu; aber auch die Durchführung des Motivs, der Scenenbau, die Charakteristik der ersonen und der

Lösung des Scherzes voraussiebt,

-

artm ifi _ Tderlnadme an den Dl? Darsteller versuchten redlich

konnte er fich

111111) und Natürlich; Herr etnxs alien geckenbaften Onkels. "Kd tcat uberzeugrnd den

"Uk in der Sprache.

Diesem farblosen, französischen Lustspiel gegenüber ersirahlte G u sta v In Civil“ im hellen Glanze des Die Zuschauer gaben sich der ungebundensten Heiterkeit bin, 010 Herr „Schönfeld in der Rolle des droUigen O1fizier60u1schen k18_d€m uberras !en Lieutenant in Zivil seine ganze Uniform in des junge Liebespaar gaben ck und natürlich, und der bigen Vaters kam wieder

Kadelburg's alter Schwank - umors.

dernen Haus

-,Der Fall

Dialog bieten nichts Neues oder Originelles und wenig Erbkiterndks dür- Da der Zuschauer schon beim Beginn des Lustspiels die

Ystandene, heimliche Geliebte des Schwiegersobnes seine

Vorgängen auf der Bühne aufschwingen. ihren Rollen einige unkerhaltende SMW abzugcwinnen. Herr S önfeld und Fräulsin Eisinger spielten W 11111138, von der Schwie ermutter allzu gut 111-hütete Ehepaar aldow wirkte humorvoll in der Rolle Herr Merten traf ais Abbé Jm Ton ländlicher Einfalt. Terim war als Lustspiel-Schwiegermutter zu ernsthaft im Wesen

ineinschmuggelt. Das raulein Eisinger und Herr Werner fris dkstalk des strengen Obersten und nachgie “9 treffllkbe Spiel des Herrn Merten zu statten. Konzerte. ' In dem gestrigen Konzert der Sinq-Akademie kam JerusalemS' nach längerer Ruhe wieder zur Auf-

721 393

7637 869 ) 40

8 359 263

Haupt-Vuchalterei „des ReichS-Schaßamts.

Biester.

Wirksamkeit fehlen Der Gegenstand der

ihrem

di? ein- eigene stärkerer

nämlich wurde. selten zu

lebrling',

Frau Moser-

Vorzüge fehlen.

leistet: Vorzügliches. , welcke außgezeichnet bei Stimme war, Wolter ausgeführt. herrlichen Arie „Dein, o Heiland" zu schoner Geltung. „_ Büttner und Pinks als Tempelhauptmann und Haupt der (Christen- gsmeinde überboten fich an treffltcher Lristung. Kaiferin und Königin beehrte _ Allerböckystihrer Gegenwart. _ Der zwrite populare Balladcn- rznd Lirder-Abxnd Eugen Guru's, der ebsnfalls gestern in der Phil- harmonie stattfand, war wieder sehr zahlreich besucht; Logen und Schumann's und die „Ballade des Als Ersaß .Großdaters Gesellschaft“ einrich der Vogler“.

Einen

7 961053

odium waren dicht besetzt. . iederkreis (00. 39), „Die Löwenbraut“, „Blondel's Lied"

haften Beifall erntete. virtuofin Fräulein Mina Rode aus Frankfurt a. M. Philharmonischen Akademie. ' ' tüchtigen Violinspielerinnen, die durch ihre glatte Techmk und eme

aefalltge Außdrucksform durchaus befriedigen, aber doch noch nicht zur künstlerischen Vollendung durchgedrungen sind.

tieferen

und die

und Liszt zum Vortrag brachte. Technik ohne viel Innerlichkeit. ihres Spiels

(111

15

und von katere brachte ihren kräftigen Alt in der Die Herren

die

+ 398 209

95

Skalen zu den Worten „Du schaltest das Schilfmeer“ charakterisieren die Stimmung vortrefflich. Der, Schlußgxsang drr Christen mit dem tröstenden Hinweis auf das himmlische Jerujalem 01th dem Ganzen emen Versöbnlicben Abschluß. Der Chor der Smg-Akademtx klang frisch und Die Soli wurden von Fraulein Overbeck,

Frau Geller-

Aufführung

Ihre Majestät

mit

Saal,

Das Programm entbith

arfnerß' von drmse'lben Yieister, wrlche wiederholt ür Loewe's .Der Blumen Rache“ folgten dann beliebte BaÜade Von Loewe Den Schluß des Ahrnds bildeten desselben V sisters „Landgraf Ludwig“, .Der Mummelkee“ und „Der Zguber- worauf nach dreimaligem Herdorruf 'der unermudlichc Sänger, drr an diesem Abend vortrefflich disponiert war, noch die Ballade . arald" als Zugabe folgen ltCß. _ . , , ' aal Bechstein gab am Donnerstag dte Pianistin Fraulein Marie Reimann ein Konzert, in welchem sie die 11"-111011-S0na.te (0x). 57) Von BeethoVLn, sowie Werke von Kullak, Schumann, Chopin

Sie bekundete darin eine recht flotte

und ließen

Die Zuhörer

erkan nten

die

es an Beifall nicht

Eindruck hintrrließ

Orchester

ein Konzert

die

mitwirkende

Sängerin Frau Luis a Sobrino, welcbe ihren wohlklingenden hohen

Sopran mit angemessenem Auédruck zu verwenden wußte,und_ ixb- An demselben Abend gab die 231on- mt em

in der Sing- Die Konzertgebexin gehört zu der großen Zahl der

Das ansprechende

subklmg- Diese kühn arYelegte und großartig durchgeführte Ton- Frogramm umfaßte ein Konzert von Spohr und ein durw seine 6 o

1chöviung des Professor

"Uns! auf den Zuhörer

diksem Oratorium sind kerni * g, von YM; es_ tritt der Komponist bier _ s was mcht befremden kann, da er, bevor er zur Musik uberging, tno - - Das Werk ist vol] edier Har- msation, durehaus würdig gehalten; alle kleinlicben Verzierungen Zu den düsteren

der Theologie gewidmet batte.

binlden „Finjiedejlxi . L M ger dabinfließenden gemeinde einen wobltbuenden

wie * : bastSZVZtUßkl sie und der

ub , lumner, die in ergreifender Weisedas Wir die Juden bereinbrecbende GotteSgericht schildert, wird nie ihre von ustav

verfehlen. von Saint-

als gewaltiger

wildbewegten esän e der "ungen Christen- Kontra t.

Chor am affabfest mit der leb-

egleitung sind von besonderer cbönbeit; die rollenden

Die Gedanken in

Prediger

Volkschören mitwirkten

inzelne

Krebs

Holländer; s ck Gift 31 s Skines SarabYket Di. [) H i „ck e t ritli em 6 e eunkrwei en“ von ara ate zum or rag._ evon r. 6 mx ck ck Reixmann, dem vortrefflichen_Organisten, an jedem Donnerstag in der Kaiser Wilbelm-Geda vorträge erfreuen fick) eines wa sendkn Zuspruchs. in welchem die Biorinvirtuosin , Konzertsängerin Fräulein Dsirne, eine Schülerin der Frau Joachim, war zahlreich besucht und wies ein interessantes Pro- C öre, gramm aui. Back) und eine Phantasie und (1713-1780)

aöns,

mp0 torische Arbeit hervorragendes Konzert mit Orchesterbegleitung

außerdem kamen das 1301160 06 11001050

von

S. ach

und

tnißkircbe veranstalteten Orgel- Auch der letzte,

Frau Anna von

Pilgrim und die

131-. Reimann brachte ein Cboralvorspiel von J. S. uge ((Z-(1111) von Johann Ludwig em herrlichen Instrument

auf

ju

*

1897.

Gehör, das durch seine Bauart und einige Neuerungen, die daran noch_vorgeriommen werden, wohl zu den schönsten Orgeln der Welt zu _1qblen tft. Frau von Pilgrim spielte die Sonate (1411011 von Tartrm (1692_1770).und ein modernes „1411116111130 101131050“ dyn ' Thoms. 'Der wetche sirigende Geigenton klang bei der (111111113811 Akustik der Kirche, in Verbindung mit der fein- fuhltgen Begleitung drs Or anisten, außerordentlich wirkungsvoll. Mr_t woblklrngender, wob1ges alter Mezzosopranftimme sang ferner Fraulem, Dfirne errie Arie aus der Matthäus-Passion ron J. S. 23011), em Paffionélicd yon Carl Cb. Er. Back) und ein geistliches Lird von Joh. Wolsg. Franck (geboren 1641), Welches ganz besonders sch0n klang. Der Tonsaß zu dem Lieds rührt von Dr. H. thmann der. _ Es sei bri dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß am Montag, den 22. d. M., zur Hundertjabrfeier, Nachmittags 4 Uhr, em Festkonzert in der Kirche stattfindet.

_ Jm König_1ichen Opernhause gebt morgen Humperdinck's March€nip1el .Hansel rznd Eretrl“ unter Kapeumetster Weingartner's Leitung in Scene. Hterauf_ Folgen Lkorcaval107s „Bajazzi“. _ Am Mogiag findet auf Ablerböchsten Befehl der zweite .Geseüschastéadend' statt, Zur Aufführung gelangt Lortzing's .Undine' 2317281 YapeUFersteer'Yr. §1Z111ck'ss5313011511] n;;t Fräulein Hiedler in der

is_ro 13. en ' 1 er- ago 1th err aval. den Kübleborn err Billy, dre Bertalda Fräulxin Reinl. H

_Jm Neuen_Köntgltchexi Opern-Tbeaier wird morgen zu ermclroßigten Preixen das altindtsche Märchendrama „Vasantasena' gege 711,

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen Adolf L'Arronge's Lustspiel „Doktor Klauß“ gegeben. 'Am Montag geht .Was Ihr wollt“ von Shakespeare in Scene.

Dexr Spielplan des Deutschen Theaters weist für die nächfie T_Loche folgende Vorstellungen auf: Morgen, Sonntag, Abends: „Der “Sohn des Kalifen“; Montag: .Die versunkene Glocke"; Diénstag: „Yorirurj“; Mütwoch: „Der Sohn des Kalifen“; Donnerstag und Freitcrg: ,Die versunkene Glocke“ ; Sonnabend : .Der Sohn desKaltfen"; am nachstfolgénden Sonntag und Montag Abend: ,Die versunkene Glocke“. NachmittagSVorstellungen: morgen: „Hamlet“; aur nächst- folgenden Sonntag: .Die Wrber'.

Das Berliner Theater bringt auch in der nächsten Woche an' zwei aufeinanderfolgenden Abenden das Doppeldrama E. don Wildcxnbruch's zur Aufführung, und zwar am Montag „König Hsinrtch', am . Dienstag „Kaiser Heinrich“. .Renaiffance' wird morgen, am Mtrtw und Sonnabend (zum 70. Mal) gegebén. Am Donnerstag findet_de Aufführung von Ad. Nosée's .Marksteine, vier Tage preußijcber Geschichte“ statt und wird am reitag (27. Abonnements-VorsteUung) und als erste Festvorsteüung mit vor- angrhendeux Prolog am nächsten Sonntag wiederholt. Als Nach- mittagsvorstellung zu ermäßigten Preifkn wird morgen .Die Jung- frau von Orleanß“ und am nächsten Sonntag „UrielAcosta" gkgeben.

Jm Lessing - Theatsr werden die Novitätsn .Der Herr Abbé" Von Henry Meilbac und Gustav Kadelburg's Schwank ,Jn Civil“ morgen, am Montaa, Donnerstag und Sonnabend wiederholt. Am Dienstag kommt .Comtesse Guckerl' in neuer Einstudierung, am Mittwoch „Dsr Veilckoenfreffer', am Freitag „Die Ehre" mit Max Loewenfeld als Gast zur Aufführung. Am nachsten Sonntag wird zur Erntenarfcier das Lustspiel „Der Veilchenfreffer' wieder- holt, welchem ein Festgedicht von Oanr Blumenthal vorangehen wird. Am gleichen Tage werden die Mitglieder des Lessing-Thkaters, die m Most'au spislen, den Vaterländischen Gedenktag durch eine Feftauf- führung von „Minna don Barnbelm“ feiern, welche die in Moskau lebenden deutschen Reichßaßgebörigen im Theater vxreinigen _wird. Als Nachmittagsvorsiellung wird sowohl morgen wie am nachsten Sonntag „Comtesse Guckerl“ gegeben.

Im Schiller-Tbeater kommt morgrn Nachmittag „Ein Volksfeind* und Abends das Lustspiel „Cine Palastrcdolutiqn“ zur Aufführung. Wiederbolun en von Reuling's neuer Komödie ,Die gerrcbtr Welt' findrn am ontag. Mittwoch und Donnerstag „statt; am Dienßtag geht Rosegger's Volksschausptel „Am Tage des Gerichts“ in SLM?- Am Freitag wird zum ersten Mal .Maiicr Stuart“ auf- geführt und kommt am Sonnabend zur erstmaligen Wiederholung. _ Jm Bürgersaals des Ratbhauses findet morgen ein „Karl Loewe- Abend“ statt. ' _

Im Theater des Westens ist der Spielplan fur die neue Woche folgendrrmaßen festgesteüt worden: Adalbert von Hanstein's Drama „König qul“ wird am Montag, Mittwoch, Freitag und nächsten Sonntag wiederholt. Morgen findxt m1t, Gustad Kadxlburg als Gast die [Wie Sonnta Saufführung des Lustspieis .Die berubmte Frau“ statt, der nur no eine Wiederholung am Dienstag folgen wird. Am nächsten Donnerstag geht der neue Schwank „T_ropen- koller' von Hanns Fischrr zum ersten M01 in Sckne und wird am Sonnabend und nächstfolgenden Montag wtsderholt. .

Direktor Laufenburg wird im Neuen Theater gelegentlich drr Centsnarfeikr drei Festoorsteüungen Veranstalten, dercn Yepertdire in folgender Weise festgescßt ist: Am Sonntag,. den 21. Marz, wird ein von Otto Franz _Genfichen gedichteter Prjolkog die Vorstellung er- öffnen. Zur Aufführung gelangt (zn diesem Abend Gußkow's „Zopf und Schwert“. Dieselbe Aufführung findet bei frstlicb de- lruchtetem Hause auch am 22. März statt, wahrend am 23. Marz an den Pro og fich 2611111978 „Minna von Barnhelm“ arrscbließen wird.

Im Theater Unter den Linden wird als zweiter Abend 1111 Ltrauß-(chlus .Der Karneval in Rom“ am nächstrn Mittwoch in

crne ge en. .

Jm Thalia-Theater gebt morgen Nachmittag das Schauspiel .,Trilby“ wikder in SOME. Am Abend sowie an den Folgenden Tagen findrn Aufführungen des VaudeviUes „Frau Lieutenant“ statt.

Das Böhmische Streichquartett, welches zur Zeit in EW- iand mit Erfolg auftritt, kehrt demnächst für kurze Zeit rzacb Deuts - land zurück und wird bei dieser Gelegenheit in Yerim noch,eine Soirée zu ermäßigten Preisen, und zwar am_26. Marz tn derStng- Akademie vsranitalten. Der Kartenderkaur wird am Montag bei Vote 11. Bock eröffnet. , "

Mit Allerhöchster Genehmigung giebt der Konigliche Dom- chor mit aUSerlesenkn Solokräftc'n und gewahltem Programm am ]. April, Abends 73 Uhr, in der Garnisgn-Kirche ein Konzert zum Besten der Evangelischen Missions-Gesellschaft in Dcutsch-Ostafrika. Biüets zu 4, 3, 2 und146 sind bei'Bote und Bock, Léipzigerstraße 37, und Herrn Garnisonkuster Stretff, an

der Garnisonkirche, käuflich.

Manuigfaltiges.

ZurFeier des hundertjährigenGeburtstages Weiland Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm des Großen findet am Sonntag, den 21. März, Vormittags 103 Uhr, in der Kaiser Wilbelm-Gedächtnißkirehe ein_ Festgyttesdienft stati, welchem Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin und die zu dsr Feier eintreffenden Fürstlichen Gäste beiwohnen werden. Den liturgischen Theil der Feier wird der Ober-Konsistoriai-Ratb, Pfarrer Köhler leiten, die Festpredigt hält der (GxneraZ-Supermtendent, Hof- und Dompredigcr 1). Faber. In der Liturgie und beim Gemeinde-

esan wirken, außer der Orgie], der Chor der Sing-Akademie, der ?Oom or und das Philharmonische Orchester mit.