1897 / 68 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 20 Mar 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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Der BevollmächjiX: mn xxzunde-mts-é Miglia!- Misik thums ZLaldeck qu-Pyktjzlth von NÜMIZ “'

Laut tel NHK Meldunq an das Ober-Kommando der Marine «. S. „Kaiier“, Kommandant Kapitän zur See eye, und S. M. S. „Irene“, Kommandant Korvettew- apitän du Bois, am 18. März in Yokohama angekommen.

derFür vonHohenzollern und der Prinz erdizrand von Rumänien smd heute früh von hier na Berlin ab-

gereist Sachsen. Seine Majestät der König ist gestern Abend aus Mentone nach DreSden zurückgekehrt,

Mecklenburg-Schweriu.

Der Geburtstag Seiner Königlichen Hohxix dcs Groß- herzo 13 wurde gestern im ganzen Lande festlich begangen; In S werinfand des Morgens großes Wecken stqtt, wobei gleichzeitig 101 Salutschüffe abgogeb'en, wurden. Die Häuser und ' entlichen Gebäude hatten reichen Flaggenschmixck ange- th. sämmtlichen Schulen fanden Vorman s Feiern statt

ittags wurde eine Parade der Garnison abge alten, bei der der Divifions-Kommandeur, General-Lieutenant v o n P ete r s- dprfj,„e_in Hhck) auf Seine Königliche „Kobeit den Großherßog ausbratbie. Die im SGloßgarten ausge eUten Geschüße ga en Salutschüfß ab. Nachmittags fanden in den MilitänKafinos und im Kasino Festessen statt.

Sachseu-Coburg-Gotha.

Der Landtag des Herzogthums_ Coburg hat in seiner gesjrigen Sißung an das Staats-Mmistcrium das Er- suchen um definitive Aufhebung der angefochtenen Ministerial- Inslruktion bis zum 23. März erichtet. Der Staats- vertrag mit Preußen, betreffen die Herstellung einer Bahn von Niederfüllbach nach Roßbach und von Ebersdorf nach-Weidhausen, wurde angenommen und zum Bau der Bahn ein Staatßzuschuß von 5000009“ bewiüigt.

Anhalt.

Der Landtag beschloß, wie dxr „Anh. St.:A.“ berichtet, in geheimer Sißung, den L_otterievertrag mit Sachsen zu kündigen und der neuzu begrundenden thüringifch-anhal: tischen Landeslotterie beizutreten.

Reuß j. L.

Der Landtag hat gestern dcn von der VolkSpartei ge- flelltcn Antrag auf Revision des Vercinßgefeßes ange: nommen.

Si maringen, 20. März. Ihre KönigliZen Hoheiten

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Elsaß-Lothringeu.

Ter Inspekteur _der Z.anenieur-Jnspektion, General-Major von Schlll ist, wre „W. T. B.“ aus Meß meldet, gestern Mittag auf dem Exerzierplaß bei Schloß Frescatt) mit dem Pferde gestürzt und hat einen Arm- und einen Bein: bruck; sowie eine schwere Verlesung an den Hüftcn erlitten. Der Verunglückte wurde in das MilitärLazarUh zu Mon- tigny gebracht.

Oestmeich:ngaru.

Der Kaiser und die Kaiserin haben gestern Mittag mixtels Sonderzugs von MMWNL über Vsntimiglia die Rück- reije angetreten. JnASampicr d'Arena wird die Kaiserin den Zug verlosen und 1_1ch nach Territet begeben. Der Kaiser übersandte dem Prändcnten Faure ein Tclegramm, worin Allerhöchßderselbe seinem Dank für die vielen Aufmerksam- keiteit Ausdruck giebt, die der Kaiserin und ihm erwiesen worden seien.

Dem „Fremdcnblatt“ wird aus Pola smeldrt, daß der Torpedo-Amso „Methr“ sowie die Torpe obootc „Krähe“ ?):an) „Staat“ mtt Bc1chleunigung in AUSrüftung zu iretcn a en. Der mährische „Großgrundbesiß wählte gcsternéiiach der_ Kowpromißliste mer Vcrfaffungstrcue, zwei Konservatide, drci Mitglieder der Mittelpartei; _ Bei den Städtewahlen in Böhmen wurden 7_Deu11chfortschrittliche, 3 Mitgliedsr der deutschen lekspartei, _16 Iungczcchen und 1 Czechisch: Konservativer _(Furst Frichcl) Schwarzenberg in Budweis) ge- wähxt.__5 Stuhwahlen fmdcn am 28. d. M. statt. _ Tie galiz11chen Handelskammern wählten drci Kandidaten des polnischen Zentral-Comités. _ Bei der Stichwahl m der Städtekuxic Ober - Oesterreichs wurde der Deutschnationgle Pcßler gewählt.

In dem in der Nähe von Triest belcgcnen Dorfe Santa Croce kam es, genrrn zu _Ausschreitungen, wslche die Entsendung milttärischer Vernärkung dahin veranlaßtkn. Im Bezirk P arenzo erscheint die öffkntlicbe Sicherheit infolge der Agitation der Slowenen bedroht, weshalb die dortige Gen- darmerie durch Milijär verstärkt wurde.

Das ungarische Unterhaus erledigte gestern das Budget des Finanz-Minifteriums. “Damit war die Bydgetb-rrathung beendet. Der Finanstinister von Lukscs retchte alsdann das Finanzgeseß ein, nach welchem die GemmwtauLgaben Uzigarns für das Jahr 1897 475 269 870 Fl., d1e_ Einnahmen. 470 332505 . betragen. Der Ueberschuß belauft fich somit auf'62635 *l.

Wracktau- und Irland.

In der , eftrigcn Sißung des OberZZuses kam der Premyr-Mmiter Lord Salisbury, wie .T.B.“ meidet, aiif die Ausfuhrungen Lord Kimberlcy's, die derselbe in Nor- wich vor der _Rede Sir W. Harcourt's Legehen hatte, zu sprechni _und wrder1e te deffen Behauptung, er ihn we en der hntischen Poltti auf die Reden französischer Mini er vermiesen habe; aher dies sei eine untergeordnete p önliche Jtagx' erufxer sei es," daß Lord Kimberley abso ut die

olmé zuruckgewusew habe, deren Ziel die Aufrecht- erhaltung und Integrität der Türkci ei; das sei eine

, ck es wieder werden dürfte, erklärt babx, daß im und zerreißen würde, von einer solchen Erklärung loSsagen; " der Imker

aber dies ehen, welche europäischen Jedenfalls verrßäten die Mächte die

seines Landes mißa Salisbury) müsse fi _ . er stimme n' t der Doktrin zu, daß die Jm_ nft abgeändert werden müffe dann mit Zustimmung aller Mächte gesch die Integrüäthdel; Türkei zu ei RW FW

der,- Kontinuität und haltung

(ben Rechts. Die Mächte seien verhöhnt worden von europäischen Konzert besonders schwierigen habe * Griechen;

nicht in Z

der dem und zwar unter Nach dem Völkerrecht von Ansprutb auf Mächte vertheidigten das Völkerrecht; ste seien der Anficht, wenn das Völkerrecht nicht respektiert werde, der Welt- fichersei. Wolle man Thermopylae Smittel in das europäische Recht hineintra en, so werde nicht nur das Türkische Reich und der Pari er Vertraq von einer solchen neuen Lehre berührt werden. Es sei die Pflicht Englands, die Aktion des verbünderen Europas zu unterstü en. Er glaube, das vereinigte Europalerde unter dem absurden amen„.Konzert“. Das ein' eVorgehen, wenn es aufrecht erhalten bleibe, sei die einz' Schrecken ciner Kriegßgefahr und dem Last des bswaffneten Friedens zu entgehen. Aber die Einigkeit der Mächte sei nur aufrecht zu erhalten, wenn die aus ihr hervor; gxhenden Veipflichtungm geachtet würden. nicht als Makulatur behandel poetischer, rhapsodischer und flassi Diese Verpflichtungen dürften nicht von verurtheilt werden, welche Parteigänger und Amthenoffen der Unterzeichner des Vertrages.. theile die Regierung Lord Kimberlcy's Ansichten nicht. . immer _für m Zukunft hinfichtlich der Integrität der Turkei treffen fick) die Regierung lesung der Integrität ohne Ermächtigung der Föderation _ Lord Kimberley erwiderte, er habe nicht absichtlich die Eiklärung Salisbury's unrichtig wieder- gegeben; aher die (Yrklc'irun , daß seine Partei die Politik der Integrität der Turkei ni t acceptiere, sei nach genauer Emagung abgegeben worden. Die liberale Partei trenne sich absolut von jener Politik.

Im Unterhaus e erklärte der Staatssekretär für die Kolonien, Chamberlain, es sei ein Telegramm vom britischen diplomatischen Vertreter in TranSvaal eingetroffen, in welchem derjel'be die von der Regierung von TranSvaal gestellte Ent- schadigungs : Forderung Forderung müsse von der „Chartered Company“ erwogen juristischen Untersuchung sein gepruft werden;

einem Staate, Verhältni]

verdanke,

friede nur für wenige Jahre und Salamis als Bewei

ung, dem steten ortwährenden Druck der

Dieselben dürften 1 werden ' auf Grund

scher Gefähle beliebi

Jedenfalls Maßregeln

fo wcrde an keiner Ver-

Europas betheiligen.

eingehend augeinanderseße. Gegenstand urid , auch von der chieruna sx: em Schriftwechsel mit der Regierung von Traugoaal mög- lich, „welcher hoffentlich nicht lange dauern werde. Schritte alle erfolgt , seien, sei." es unmöglich, weitere Auf- , Jm weitsren Verlauf der Sisung gc- nehmigte das Haus die Position „Löhne“ und einige andere Posten des Marine-Etats und nahm dann die dritte Lesung des Gessßes, betreffend die DiSziplin des Heeres, an.

Frankreich.

„Journal officielT von heute veroffentlicht die bstrenend die

dann erst

klärungen zu geben.

Bekanntmachung ,

beginnende Blockade Kretas.

Rußland.

Der Prinz Louis Napoléon, bisher Kommandeur des 45. Dragoner-Regiments in Sewersk, ist, wie „W, T. B.“ aus St. Peksrsburg berichtet, zum Kommandeur des Leib- Garde - Uianen : Regiments „Kaiserin Alexandra“

Schweiz.

Der Ständcraib hat mit 24 gegen 12 Stimmen einen neuen Verfaffungsartzkel angenommen, welcher dem Bunde das Rccht der Gexehgebung auf bürgerlichen Rechts und des Strafrechts verleiht.

dem G biete des

Aus Konstantinopel wird der „Times“ gemeldet, der Sultan habe den Marschal] Edhem Pascha nach Konstan- tinopel bsruferi, um denselben mit eingehenden Befehlen zu

Der_„Agenc_e_Havas“ zufolge legen die Türken an der macedonqchen Kune Tdrpedos, um die Ausschiffung griechi- scher Truppen zu verhmdern.

Aus Kanea_w1rd'gemeldct, die griechische Flotte habe „gestern Vormittag ihre Ankerpiäße vor Kanea verlassen, um sich nach _Crrigo zu begeben. _ Zn Kanea sei der Laden eines_Franz_ojcn nglundert worden. _ Jn Rethymon habe vorgestern em_ cmnzxs Gefrcht stattgefunden, in wekchcm bride Seiten Verluste crltttejn hätten.

Der „Times“ mird aus Kanea von gestern berichtet: de_Z Admirals Canevaro bcgaben usjtändt'sckwn an Bord dks ita- _ Der Admiral hielt eine Ansprache an dieselben, worin er mit ihnen die Verkündigung der Auto- nomie besprach. Die Insurgenten weigerten sicb jedoch, eine andere Lösung als die Einverleibung in Griechenland an- zunehmen.

Infolge der Nuffordcrun ich vier F ührsr _der lienischen Flaggskhiffes.

Griechenland.

Aus Athen meldet die„ eure Havas“, der Kronprinz egimenis Revue über dasselbe Volksinenge habe fick) in den Straßen angixsdmmelt, wel c das Regiment durchzog, und demselben begeisterte Kundgebungen dar ebrachx .Das Regiment habe fich nach Valo begeben und wer e von_dort an die Grenze gehen. en dte Beschxeßung eines durch das önerreicbi che Kriegs- eitrige Nr. d. . . fisträger rechtfertigte das iffes als durch einen An "ff auf ein öster- ervorgerufen. Der Mim er des Aeußern

habe vor dem Abgan e seines abgehalten. '

Die Regierun riechischen che iff, „Sebenico“ (fi Der österretch sche G Vorgehen des S reichischcs Boot

1) Protest

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Der Ptäfident derKommisfion fürMittel mid Dingler) hat geßenz, wie „W. T. P.“ aus Washij? erfährt, die Tarifbil] un Reprasentantenhauseü: ebracht; es wurde mit 179 gegen 132 Stimmen UW ie Verathun? derselben am nYstm Monin zu begin» und die endTutige Abstimmung a den 31. UIQ.

Das „, ter'sche Bureau“ meldet aus Monteoxdeo General Tajes werde zum- Ober bisher!»: der“ , nannt weiden, Beidem xinz. - hätken, wie nunmehr fefkstehh? &?pr „“ 2

Die Zahl der Getödteten und "Verwundet »» angegeben. Asien.

In Madrid eingetro Meldungen aus Manila . lge find daselbst B ' geborene, welche im Gefän aßen, ausgebrochen und hade); *die "Gefangenenaufsehu m; 1ödtet. In der Stadt entstand eine Panik. Soldaten .

folgten die *EUkamenen undtödleten sechs von ihnen

Afrika. Aus Tanger meldct die „Agence Havas“, daß dq

Zaum der Mörderbande, welcher der deutfche .Lauf-nmz

äßner zum Opfer fiel, verhaftet worden sei. Nach einer in Madrid ein etroffmen Depesche aus ISNtelilla Lat ziFvischien den PeZ-s ikar-forbßyxten und dem amm er ra ana em u ammen o a e bei dem 5 Mann fielen und viele verwundet wurde::t.g funde“ Dgs „Reuter'sche Bureau“ berichtet aus Kairo, durch die vox: Riaz Pascha und anderen hervorragender? Esyptern va- atistalteten Sammlun en für die türkische Krie gskasfe seien 15000 Pfund au gebracht worden; der Khedive habe 2500 Pfund beigesteuerx

Parlamentarische Nachrichten.

_Die Berichte über die gestrigen Sißungen des Reichstages und _des „Hauses der Abgeordneten be: finden fich m der Ersten und Zweiten Beilage.

_ In der heutigen (196) Sißung des Reichstages, welcher der ReichskanzLer Fürst zu Hohenlohe, der Staats- sekretär des_ Innern, Staats-Minister ])1'. von Boetticber, der Staatsiekretär des Auswärtigen Amts, Staats-Miniftec

reihen von Marschall, der Staatssekretär des Reichs- rmxamts, Admiral Hollmann und der Staatssekretär des RNch§:Schaßamts ])1“. Graf von Pos ado wsky beiwohnten, wiirde die„Berathung des Marine-Etats fortgeseßt und zwar bei den exmnaligen AusZaben: erste Raten für den Bau eines Payzersclnffs [. Klasse „Ersaß König Wilhelm“, für den Bau zweier _Kreu “er (0 und _13), eines Avisos, zweier Kanonen- boote, emes orpedo-Dimfionsbootes und von Torpedobooteu

, Abg._1)1:. Barth (fr. VW.): Hm von Vollmar bat gesto seine Ankundtgung, die Sache nüchtern zu behandeln, nicht gebalta. denn rr hat 11119 von einer Weitpoliiik gesvtoihen. Deuiscbland isl nun einmal ein? Großmacht und muß Weltvolitik treibkn. Es kann fich_nur darum handeln, welcher Art die Wsltpolitik sein soll. Wir munsn .!ßbon wescn unsérer Lage in der Yéitte von Earova Weltpolitik'tretberi, uud der Reichstag ist dazu da, auf eine all_zu schneidtge Politik maßigend einzuwirken, Die großen Florus- vlane wxrren immer bestehen bléiben, es wird immer Flotten- Er_[tbusia'iten geben. Je mehr wir uns von sachlichen Gründ-xn leite! lanen bei dex En11chctdung der Marinefraae, dssto mehr werden wir _solchen „Planen xnrgegenwwken. Diejenigen, welche die Kreuzer jsyt m:?t bcwiüigen onen, und zu denen gehöre ' auch,_ warm vikllstcht obne die Niedkrschrift des Status- skkxetars drs Reisbzs - Marineamts bereit gewesen, etwas Wetter zu geben, al:? die Vudgxtkommisswn jetzt gegangen ist. Von Zentrum kann man das wobl annekmen. Tie Budgetkommisfiou b;]! den Payer _.Ersaß König Wiibelm' genehmigt. Es bleiben alis nur die beiden Kreuzer und die Abstriche bei den weiteren Raten üdrig. Die Iiüß1ichkeit d'Üeser Abstriche ist mir UM kkcht klar, gewordcn; denn eigentlich ist die Verzögerung „des Baues eine. erschwendung. Die Kreuzer werden schließ“ lich o_ucb vrxlleicbt 1m naévsxen-Iabre bewilligt werden. Der SUITS- fekretar Frxtbqrx ron Mar1chail dat aUSJeiübtt, daß unser Expoxk nach drn zwilmerten Ländern nicht mehr zunehmen wird, daßwu un_s__ also nach dem_ Abiaß in unzivilisicrten Ländern um! munen. Aber unxer Export geht zu einem Viertel_ naxk dextz' boebzivilifisrten Engiand! ch bestreite also, das; M krasxigrrsr SCW" unsc'ier Dandslé-intcrchi durch die Marwi: kolb- wenrig-odex an nur nüslich iit. Die orbwendigkeit eines 4111529711 Schutzes umd von Jahr zu Jahr geringer werken. England bar 2qu KriegSfldtxe, atößer als die irgend einer anderen MUM. Die!! große Kriegsfiotte hat in dem Konflikt zwiiQen Englarxd Mk 23911er81; ZULÜÖW ausiichten können, Die Thätigkeit dk? Kriegsßotte Örantt sich (1110 für den Frieden und auch für ck Fall emes Krieges skbr erbedlich ein; denn der Handelsverkebt Deutschlands würde im Kriege doch nur unter neutraler FUSS! bestehen können, u_nter_ deutscher Flagge würde er vrllfiändig lä" gelx-Jt, trotz der ßärkiten Flotte. Unter diesen Umständen muß k“ R61ch§tag solchen Mariaewünschen Hitzegkntreten.

._Hieraizf nahm der Staqtswkretär im Reichs-Marmeamk- Admiral Hollmann und jodann der _Abg, Freiherr von Stumm (Rp.) das Wort. Bci Schluß des Blattes sprach der Abg. Dr. Bachem (Zenit).

_ In der_heuiigen Sißung- des Herrenhauses, ck welcher der Minister der öffentlichen Arbeiten Thielcp 3.3“ gegeii war, gab der Präsident Fürst zu Wi'ed vor EMMn m dre TageSordnung seinem Bedauern Ausdruck, daß kk Sißungen des Hauses im (Februar nicht habe bemZUN'e." köxmm, und sprach dem Ersten _Vize-Präsidenten fur d“ Fuhrung der Prästdialgeschäfte in jener Zeit seinen Dank)!“

Das Andenken des am 5. März verstorbenen Mliglksd.“ Jerry von Pfucl, Vertreters für den LandschaflSheksrk

armin, xhrte das aus in der üblichen Weise.

In dieStaats chulden-Kommission wählte das auf Vorschlag des Freiherrn von Manteuffel an Ua“ des verstorbenen Herrn von Pfuel für den Rest von Mandatsdauer den Grafen von „Hutten-Cza ski. wurde vom Präsidenten durch Handschlag au die besondere" Oblie enheitenkseines Amtes verpflichtet.

ie Petttion des Karl Pausch in Zürich, enthiilt!" Beschwerden in „Rechtssachen, ist von der Petitionskoumns'" zur Erörterung tm Plenum nicht für geeignet erachtet

* MW» kÜx-KW ,. ' **"bn WW“ referierte Mär er:

. ., . * über die MAU)? M ** t s i:;Idaedße 1896 und UMLaäxs-F ähnra _ , . _ _ KW erledi u erklären. M OM: besYoß dasg-thzms demntkspktkbmd-

(Schluß des Blattes.)

„.. Das Haus der Abgeordneten feste in der (HH.) Sign welcher der Mimfter Dr. von

iqukl bewohnte, d e zweite Berat ung Staaxshaus- a[tg-Etats für 1897/98 bei dem Etat der indtrekteu

Steuern foki- . . .

Ueber die dazu eingegangene PMWU des Kanzlei- Raths W:) in BreSlau um Vereini ung der Bureauvorftehex fixr das Expeditions- und Kanzleiw en in der Verwaltung fin die - ' en Steuern zu einer besonderen Beamtenklaffe mu dem

WlWsYbervon 4800 »“ geht das Haus zur Tages-

9 - _

Die Petitionen der Steuerauffcher Rethann m Han- und Söllbrandt in Berlm um Erhohung der Grenz-

Steuerauffeher werden der Regierung als Material uber-

en. Der Etat der indirekten Steuern wird ohne Debatte bewillng

Es folgt der Etat der direkten Steuern.

Bei der Einnahme aus der Einkommxnsteuer, «000000 .“, 3000000 „49 mehr als im Vorjahre, be-

er! t _

„"Abgséon Evnern (al.) über das Verfahren der Einkommen-

ommiisionen und -Kommiffare, welches dahin führe, die Selbst- »euarotion wieder abzuschaffen. Ueber deren Verfahren, uqmentltch über die Beanstandungen der Deklaration herrsche allgemeine'Ent- xjßung im Lande. Die Fabrikberren frage man nach den Gehalten! (bret Beamten, von den Gewerbetreibenden verlange man Bilanzen & [. 111. Einen Reisenden eines oßen Fabrikanten bgbe man an?- «fragt über seine täglichen Reise pesen, seine Ersparmfse daran, die Dauer seiner Reifen u. s. w. Es fehle nur noch, daß man ibn frage, was er täglich esse und trinke. Einen anderen Zensiten babe_ nzan

t, ob er sein Einkommen verbrauche oder etwas davon erubrtge.

sei nicht der Zweck der Deklaration. In einer Bexölkerung, „ckck fich ihrer staatsbür etlichen Pflicht so bewußt set wie, die kastiae, müsse man der an Treu und Glauben, nach bestem Wiffen

.und Gewiffen abgegebenen Deklaration glauben. Redner bittet um

eine genaue Aufstellung“ der Kosten für die Veranlagung und Em- ziehung der Einkommensteuer.

Finanx-Minifter Dr. von Miquel: Die Verwaltungßkosixn baba! fich gegen früher vermindert. Der Abg. don Eynrrn ifi em Gegner der Steuerreform gewxsen und will den alten Zustand wieder herbeiführen, wo dem Staate 40 Millionen durch die mangelhafte Einsebäsung entgingm. Wo Herr von Eynern diese 40 Millionen benehmen will, sagt er uns nicht. Die Beanfjandungen sind dem Einnlnen natürlich nicht angenehm, wir haben „aber 5071 o_orn- baein damit rechnw müffen. Ich habe allerdings! die Fabtg- keit und zum tbeil auch den guten Willen „uriferer Bevölkerung, die Selbsteinschäßung richtig yorznebzuen„zu optimistisch kmlbeilt. Ohne die Beanstanduna würde die Etnxommensteuer über so verfallen wie früher, und die ehrlichen Leute kamen'zu kurz, wütend die andern sie!; wieder einem Theil ibrer Steuerpflicht ent-

würden. Unbedingt die Deklaration als baar axizunebmen obne prüfung, wäre unmöglich, wir würden dann wieder einm Ausfall von OMiUionen erleiden, und dann z' : ich die alte Einscbaßung doch noch vor. Ehrenrübriges liegt in der Beanosgandung nicht, denn die DeHlaraYeonxn sind meist nicht aus Unebrlicbkeit, sondern aus Unkenntniß nicht richtig. Die «bl der Beanstandungen und der Bkrufungen verringert sich auch chou, weil inzwischen strkitige Recbksfragen durch das Ober- VerwaltungSgericht entschieden sind und die Bevölkerung fick) mebr yuv mehr gewöhnt, richtig über Einnahmen und Außgaben Buch zu führen. Die meisten Beschwerden der Zensiten_ babrwfich ais un- dozgründet erwiesen. Es wird den Gegnern der Reform nicht gelingen, diese zu diskredixieren.

Geheimer Ober-Finanz-Ratb Wallach gikbt Aufschluß über die Kaßen der Veiwalxung; dieselben hätten vor der Steuerreform 1891/92 14 092000 „ck und 1896/97 14 324000 „M betragen; von einem großen Anschwellen der Kosten könne also keine Rede sein. Der Proienttaß der Kosten im Verhältniß zu der Einnahme babe 1891192 10.029,19, 189596 nur 5,9 9/4; betragen; dieser niedrige Prozentiaß sei MOFsacblitb durch die Mehreinnabmc dsr neuen Ergänzungssteuer

bktgcfübrt. Ueber die Zahl der Brunstankungen Mrd? im nächsten Jabke eine grnaue Statistik mitgktdeilt. Zwei Drittrl aller Steuercrki_ärun en würden nicht bcanstandet, und die meisten Beanstan- "vßxn, namli 95 6/9, würden_ im Einverständnis; mit den Zrnfiteii erledigt; denn die Berufungen keien äußkrst gering an der Zahl. Die Zahl der Berufungen babe fich von 12,6 0/0 der Steuerpflickptigen 11, 1891/92 auf 8,3 0/0 in1896/97 verringert, die Zahl der Beichtverden „beim Obcr-VerwaltungsgkriM von 0,55 9/0 in 1891/92 auf 0,35 o/„ m 1895/96.

Abg. don Tiedemann-Bomst (fr.kons.) beschwert sich darüber, d“ß auch die Zinien res betrits amortifiertkn Theiles iandkchaftlicher Dgtleben, nicht bloß die Zinsen des nsch nicht amortifierten Theils

der Veranlagung zum Einkommen hinzugerechnet wurden.

„Abg. von Riepenbausen (kvns.) meint, das; _eine Volks: Kbßtwmung sich nicht für befriedigt durch die Steuerreform erklären

. Yurke. Wenn die Klagen aucb nachgelaffen hätten, fo liege das doch

UM daran, das; man sich mit dem Gesetze bkfreundet bade, sondern daran, daß die Leute müde giworren seien, sich wkijer nutzlos zu be- thweren. Das landwiitbschaftlicbe Einkommen werde vielfach "W nach dem wirklichen Ertragkwertl), sondern nach einkm edentuellen qusweftb bemeffen. Em Zenfit werde nach seinem großen Haukeimt 30 immern veranlagt, obwohl er nur 8 Zimmer benutze "id em derkf. tnißmäßig gcrinaes Einkommen habe. Die Grund- exer we_kde m den einzelnen Provinzen ganz verschieden veianlagt. lFkk:anzungssteuer babe ein viel ungünstigercs Bild auf dim sn Laxide ergeben als in den Städten, was die schwierige Lage Landwiktbscbast auf das deutlicbste zkige. Der Finanz-Minister " ße sein voi'äßriges Versprechen, die Härten der Veranlagung auf dem platten ande zu mildern, erfüllen.

(Schluß des Blattes.)

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Rk- U des „Zentralblatts für das Deutsche Reich", “MLM! im Reichöamt des Juaern, vom 19., März, bat v?! Jubalt: 1) Konsulat-Wesen: Bestellung eines Konsular- ! "'t"; Ermächtigung zur Vornahme von Zivilstands-Akten. _ ] “"West-t: Nachweisuna der Einnahmen des Reichs vom [Avus ,“" bis Ende Februar 1897. -- 3) Marine und Schiffahrt: (Fr- * “' der amtlichen Lifte der Schiffe der deutschen Kriegs- und smarine für 1897. _ 4) Polizei-Wesen: Ausweisung von “"den! aus dem Reich§gebiet.

Nr. 12 des ,Centralblatts der Bauverwaltung", beraus- Ü! Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 20. März, bat den Inhalt: Amtliches: Kulturgeschichtlicher Rückblick auf das

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brücke übe: Harburg- -- VenaksW: Wettbewab YWerürt-asamßmdbkmurm! WSWMÜ Mike Hochschule in Berlin. _ Bau eiserner Säwbnmtbm. _ BW - Neve Patente.

WW.

Aus Ruda in Oberschlefien wird der „B. B. Ztg;' gemeldet, daß auf den Gräflieb Valleftrem'schen Gruben fett vorgestern wegen Lobnßreites ein Arbeiterauöftand berksibi- „Man befurchtete, daß die Bewegung weiter um sich greifen werde. ,

Aus amburg wird der Berliner ,VoLkS-Zt ' telegrapbrert: Die Kob enarbeiter weigerten fick) in der vorg Vetsaxum- lang, den geforderten Revers (vgl. Nr. 52 d. Bl.) zu unterschreiben. Sie lös ten gestern den angefangenen Dampfer, wollten aber dann die Ar vorläufig niederlegen; 400 Mann find bereits qusfiändig.

In Offenbacb-Oberrad babxn die Schubfa_brikanten es abgelehnt, vor dem Gewerbegericht mit der Lobukomrxnssion der „Aus- ständigen (vgl. Nr. 59 d. Bl.) zu verhandeln. Es wtrd Zim), wie der ,Vonvärts' mittbeilt, von .den einzelnen Personalam mit ihren Ar- beitgebern unter Leitun des Gewerbegerickots-Vorsißenden txerbandeli.

In Erfurt bea ichtigen, wie die „Geraer tg.“ berichtet, die Tischler in eine Lobnbewegung einzutreten, Ge ordert, werden yon den Möbellksäplsrn allgemeine Durchführung der zebnftündigen Arbeits- zeit, 10% Erböbun des Wochenlobns, 15 0/0 Erhöhung der Accord- lobnsäße, 30 % Au cblag für Sonntags- und Ueberfiundenarbeit;

In Eilenburg befinden fich einer Mütbeilyng des „Vorwarts' zufolge die Maurer wegen Lohnstrettes im Ausnazide.

Hier in Berlin haben die auögesperrten Arbezt'er der Schuh- fabriken auf Grund der Uebereinkunft Vor dem Einigungsamtgefiern die Arbeit wieder aufgenommen.

Kunst und Wiffenschast.

Die Ausstellung zur Erinnerung an K_aiser Wilhelm den Großen in den Sälen des Akadenziegebaudes, Unter den Linden 38, veranstaltet von der Koniglichxn Akademie der Künste in Verbindung mit dem Verein für die Geschichte Berlins, wird nunmehr am Montag, den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, eröffnet werdeii. Der Eintrittspreis beträ t 50 „z, Montags 1 akk Für die Wich- tigkeit und den uns äßbaren Werth der angesteUten Hegen- stände spricht der Allerhöchste Befehl Seiner ngestat des Kaisers und Königs, daß die Ausstellungsi'äixme bet Tag und bei Nacht durch einen Doppelpoften der hiesigen Garmson be- wacht werden sollen.

44: Die unteren Räume der Königlichen Nationalealerie sind nach längerer Zeit nunmehr dem Publikum xvieder geöffnet. Die inzwischen vorgenommene Neuordnuxtg beschrankt sich nicht einfach darauf, den einzelnen Werken gutes Licht und passende Nachbarn an- zuweisen, fie greift auch tief in die innere Organisation der Sammlung ein und giebt ihr in mancher Hinsicht einen ganz neuen Charakter. Viele der hier aufbewahrten Bilder verdankten idren Play vor allem ibrkm Inhalt und dem Zufall, daß ihre Erwerbung aus äußeren Gründen für den Staat in Betracht gekommen. Hier eine scharfe Scheidung nach rein künstlerikcben Gesichtspunkten worzunebmen, war eine lange zurückgestellte Aufgabe der Verwaltung. Das obere Stockwerk der Galerie wurde dsementspre'äpend jest für Werke bestimmt, die in geschlossener Reihe die Ereignisse aus Dsutscblands Vergangenheit, die Hauptbelden der vergangenen Epochen vorführen, und stelit so kit]? Art Ruhmeshalle deutscher und preußtschsr Geschichte dar. Freilich ist in dicser Abtheilung die Arbeit der 1ystemati1chen Gruppierung noch kaum begonnen, während das Erdgeschoß in seiner gegenwärtigen Anordnung eine glänzende und geschmackvolle Auswahl des Bestén bietet, was etwa seit dem Jahre 1870 in Deutschland an Werken bildender Kunst ae1chaffen ist. Hier iit nicht mehr die Wand- fläche bis in den letzten QuadraterlT hinein ausgenußt, wi? früher; in zwei, böchsteus drei Reiben bangen die Bilder ubereinander, in lockeren Abständen , sodaß eines die ruhige Wirkung des anderen auch dann nicht stören würde, wenn nicht sd feinfühlig das Paffende zu einander gesucht wäre. Bei aller Freiheit in der Anordnung ist dabei doch die lokale und historische usammenßehörigkeit geWabrt und so in jedem einzelnen Nauw eine gewisse A geichloséenbeif und Einheitlichkeit der Stimmuna erzielt. Dazu stimmt ungemein glücklich die Wahl des in einigen Kabinetten tiefrdtben, in anderen licht rünen Stoffbezuges der Wände, dessen glatte und rauhe Seite in reiten Streifen Wechseln und so einen ruhigen, aber nicht todten Hintcrgrund abgeben. Auf dem rothm Grunde stehen ältere Bilder, wie die'vvn Knaus und Vautier mit ihren warmen, tiefen Lokal- farben _in ibrsr Art ebenso frisch und leuchtend, wie die heüen, aufgelösten Farben der jün eren Richtung der Freilichtmalerei auf dem matten Grün. esonders sympathisch wirkt dieser Grund an den schön disanierten Wänden des Kabinets mit Böcklin's „Gefilden der Seligen“ und .Pietk', in dem Seiten- lichtfaal, der M_enz el's .Flötknkonzert“, der „Tafelrunde Friedrich's des Großen“ und jeinen bisher in der Zeichnungssammlung aufbewahrten Skizzen eingeräumt ist, sowie in dem KnauL-Vautier-Kabinet. Auch die Zufammenstrliuna der leuchtenden Bilder Ubde's, Fir [W und Liedermann's „auf grünem Grunde wird den besonderen Eigen- schaften dieser Richtung in mustekgültiger Weise gerecht.

Ebenso spürt man in der Skulpturen-Abtbeilun die feinfühlig ordnende Hand. Dadurch, daß die Mitte frei aeblie en, kommt die Architektur zu ihrer monumentalen Wirxung; sie hebt die vor ihr aufgestellten Bildwerke und wird gleichzeitiYon ibnen belebt. Werke, wie Hildebrand's Jüngling und rütt's Eva kommen in den Niichen vortrcfflich zur Geltun . In die etwas monotonen Wandflääpen bringen hier und dort emälde, die erst jetzt ihren ganzen dekorativen _Gebalt entfalten könnkn, farbige Abwechslung. Zwei Skizzen Anjelm Feuerbacb's, wirken wie für den Platz bestimmt, und seine mufizierenden Mädchen bilden den herrlichsten Abschluß einer tiefen Perspektive. In der vorderen Halle haben die Bronzen der Sammlung, darunter einige Neuerwerbungen, ihren Plaß

efunden, wie der Knabe auf der Kugxl und die Wasserträgerin von Eve:; und drei großgedacbte Denkmalßikizzen von Rau. Die Bronzen von den Marmorwerken zu trennen, war ein überaus glücklicher (Ge- danke, der, wie die ganze Neuordnung der Galerie, auf den Geschmack des Publikums nicht ohne Wirkung bleiben kann.

Göttingen, 18. März. Die Fortbildungskurse für Aerzte an der Universität Göttingen, zu denen dieQuästur Anmeldungen. entgegennimmt, werden in diesem Jahre in der Zeit vom 26. Juli bis 7. August stattfinden.

Men in'“

OesterreiÖ-ngaru.

31. MW K. K. Bau-Direktion fir die Wiener Stadtbahn: , ellimg des Waffer-Resewoirs und der Robraräben vom Reservoir bis zum Donaukanal, ferner des Steinzeugrobrkanals vom gemauerten Robrkanal-Auslaaf bis zum Donaukanal m Heiligen-

stadt t(„Z.Iien . Näheres bei der K. K. Bau-Direktioa für die Wiener Stad bu Wien (711. Mariahilferftraße 126) und beim „Reichs-

Anzeiger".

Berkehrk-Austalteu.

Bremen, 20. März; (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. SD. .Werra' 18. Marz Adds. Reise v. Neapel n. Genua fortges. SD. .Labn', v. Hamburg kommend, 19. März Mrgs. a,b.Weser angel. D. .Krefeld", v. Baltimore kommend, 18. März Adds. a. d. eser angex. SD. .EmS“ 19. März Vm. Neapel angek. NPD. „Friedrich der Große", v. Australien kommend, 19. März Nm. ntwerpen angek.

Hamburg,19. März. (W. T. B.) Hamburg-Amerika- Linie. PD. .Pboenicia“ ist, von New-York kommend, heute Vormittag in Cuxhaven eingetroffen. ' _

London, 19. März. (W. T. B.) Castle-Ltnie. CD, „Arundel Castle“ hat auf der Außreise beute Vormittag die Canariscben Inseln passiert. D. .Hawarden Castle“ ist heute auf der Außreise von London ab egangen. D. .Dunottar Castle“ ist Mittwoch auf der Heimrei e von Kavfiadt abgegangen.

Union-Linie. D. .Arab' ist auf der_Ausretfe in,_Kapstadt angekommen. D. „M exican' ist gestern auf der Außrene in Kap- stadt angekommen.

Rotterdam. 19. März. (W. T. B.) Holland-Amerika- Linie. D. ,Spaarndam', von Rotterdam nacb New-York, hat gestern Nachmittag Prawle Point passiert. „D. ,Obdam'. von Rotterdam nach New-York, ist heute Vormtttag in New-York angekommen.

Theater und Mfik.

Schiller-Tbeater,

Eine wohlgelungene Aufführung von Schil_ler's .Maria Stuart“ fand gestern statt, nyr gestört dadurch, daß für die plötzlich erkrankte Darstellerin der Elisabeth, Fraulem, Detschy, Fräulein Stephanie Salta Vom Theater de_s Westens diese Rolie in leßter Stunde übernommen hatte. Es ware unrecht, ihre Leistung mit dem- selben Maße zu messen wie die übrigen; 89 genfzge daher die Be- merkung, daß Fräulein Saita sicb, tbrer schwierigen Aufgabe mit Anstand entledigte. Fräulein Clotilde Barth, d1e_sich bereits in Rosegger's Schauspiel „Am Tage des Gerichts“ in einer Dialektrolle bestens eingeführt batte, 'bewixs gestern, daß sie auch höheren Anforderungen genoachsen ist; ihre Darstellung der unglücklichen Königin Maria war außerordentlich bemedrkenswertd und„berübrte un- gemem sympathisch. Nur ein wenig zu jung ersxhien dte Künstlerin, um die lange Kerkerbaft und Letdenözeit der Köntgnz ganz glaubhaft zu machen. Einen feurigen Partner hatte sie in Herrn Bach, der das Iugendungestüm des fanatischen Mortimer vortrefflich zur Geltung brachte. Auch die Lords der Umgxbmig der Königin Elisabeth fanden würdige Vertreter. MÜUYÜÖ und edel spielte Herr Pategg den Shrewsbury, wahrend der_ ab- stoßende Charakter Burleigb's don Herrn. Pauly pragnant zum Auödruck gebracht wurde. _ Au? deni fcbwankendew Lord Leicester machte Hm Froböse, der ihm em wertig modern realistische Zärbung Verlieb, eine intereffante_glaubwürdzge GestaYt. Auch die

ebenrollen Waren in besten Handen. Mtt , AuSzCicbnung „sind zu nennen die Herren Laurence (Paulet), Winterstein (Davison), Dahlen (Melvil) und rau Werner (Kenziedy). Die Kostüme und Dekorationen waren ges mackvvü, die' Regie drs Herrn Pategg zeugte von Verständniß. Das Publikum zrichnete dre Hauptdarsteller durch lebhaftkn Beifall aus. _ Konzerte.

Die hier bereits wohlbekannte Sopranistin Helene Schröder und der Violinvirtuose Alexis Kolakowskt hatten sich am Donnerstag in der Sing-Akademte zu einem Konzert vereinigt, das leider nicht besonders, zahlreich besycbdwar. Die Sängerin ließ an Reinheit der Intonatton und Deuiltchkeit der Aussprache nichts zu wünschen, auch der Vortrag war cm tief emdfindender; nur War ein für den Bübnengesang passendes lebbastxs Mixnenspiel dem Eindruck der Gesänge im Konzertsaal nicht günstig. Zum Vortrag gelangten Lieder von (Grieg, Mozart, Schubert und Anderen, sowie eine Arie aus Händel's .Iosua'. Herr Kolafowski erfreute durch den woblgelungenen Vortrag emes Konzerts Von Paqanini und einiger beliebten Stücke von Wieniawskr, Saint-Saöns, Tschaikowsky und Bazzini. Beiden Vortragenden wurde anerkennender Beifall ge- zollt. _ Die Sopranistin Fraulein Helene Keil, aus der Schule des Fräulein Ref; hervorgegangen, gab ebenfalls am Donnerstag im Saal Becbst ein einen Lieder-Abend, den fie mit einer Arie aus Gluck's „Iphigenie auf Tauris' eröffnxte. Dieser folgten eine Arie aus .Loreley“ Von M. Bruch, zweiLieder von Schubert und Schumann, die stimmungva aebaltenen ,Bettlerlieder“ von Eugenio Pirani und Gasänge von Weber, Brahms und Anderen. Die juZLe begabte Künstlerin ließ hierbei einen tief empfundenen Vortrag, einheit d:“. Intonation und Deutlichkeit der Aussprache erkennen, doch klang die Stimme in der böbersn Lage gegen den Schluß des Abends etwas angestrengt. Die Klavierbegleiiung befand fich in den geschickten Händen des Fräulein Zope - Iaquet; nur die Liizder von Pirani begleitete der Komponit sklbst. Das zahlreich erschienene Publikum Zvendete der Konzertgeberin, die noch durch einige Wiederholungen er- reute, lebhafte Beifallkbezeugungen.

Der leßte populäre Balladen- und Lieder-Abend Eugen Guru's in der Philharmonie Verlief gestern so glänzend wie die Vorber- gegangenen. Das Programm enthielt sechs Lieder von Schubert, fünf von H. Zumpe und eine gleiche Zahl Löwe'|cher Balladen, denen der unermüdliche Sänger wieder einige binzufügie. Es kann nur von neuem bestätigt werden, daß dieselben in Wahrhaft voÜendeter Weise vor- Zktragen und mit enthusiastischen: Beifall aufgenommen Wurden.

m Schluß des Abends wurden dem_ Sänger_ zwei stattliche Lorbeerkränza überreicht. Die Klavierbegleitung befand fich wieder in den geschickten Händen des Professors Zeinrich Schwqrß. _ Im Saal Bech tein gab gestern die * iolimstin Fraulem Else Kohlmann ihr erstes Konzert und fesselte die Zuhörer durch ihr durchgeistigtes Spiel. In der Technik überwand die junge Kunstlerin selbst hervorragende Schwierigkeiten unmerkbar und scheint es auch hier zur Meisterschaft brin en in können, dq ibr Ton Zroß und edel und zuweilen von überra?chendem Klangrkiz ist. Des alb gelangen ihr auch vornehmlich die Aufgabxn. bx! denen es auf die Entwickelung des Tons und den kunstlertscben Vortrag ankommt. Die Vorzüge ihres Spiels zeigten sich namentlich in den Sonaten in 1141111“ von ändel und (Z-UWU von Bruch; außerdem wurden Ton- stücke von pobr, Svendsen, Godard und Vieuxtemps gefällig zu Gehör gebracht. Erfolgreich unterstüßt wurde die Konzertgeberin durch die Konzertsängerin Frau Clara Prahl, die mit ihrem kraft- vollen, sonoren Sopran in der großen .Freiscbüß'-Arie „Wie nabte mir der Schlummer" und in Liedern von Cornelius, Riedel und Le mann Yoße gesan liche Fertigkeit und geschmackvollen Y_ortrag bewes.,_

ie Sanger n Fräulein Camilla Landi, die gestern ihrexi zweiten Lieder-Abend in der Sing-Akademie gab, erfreute dte Hörer wieder durch ihre gleichmäßig beryorraaende Gesangs- und Vortrags- kunft. Ihre pastose und kraftvolle Altsttmme vermag ich „jeder Seelenstimmuna in der Klangfarbe und in der Dynamik anzu cbmiegen, xodaß ihr der Vortrag von der Zeit ihrer Entstxbung und dexxrmufi- aliscben Stil nach grundverscbiedenen Gesaygsstucken gleichmaßtg s'e- lingt. Zum Vortrag gelan ten ein Recitatw nebst Arie aus Haydns .Orvbeus und Eurydice“, e ne Arie von d'Astorga und eine Cantate

von Scarlatti, in welchen die Kolorature'n durchaus sauber und schön klangen, ferner eine Cavatine von Borodmo und Lieder von Nimsky-