'k'o'n'igl. Rescrivt hat die Kamxnér “zur BeratHung "über 41
“cine *pkovksdxésäze “GeschästNO'NUUZ *in "Jinéin aus “kö: .*nigl. Kowmißarien und Mixgiiedern header Kammern *beskehen-den Ausschußwau «397821911. In der heumg-sn 'Sißunq ward die vom-Abgcordneten Uhland Oerfaßxe -Dank:_2'xddreß-e genehmigt. Sie lautet *so: „„Cw kö- -nig1. Majeßät *haben bei Ecöfnung dsr *Sxandever- 48111111111an Worte gespkochen, von denen x.:xdes Herz Wh *e-Fzrjffcn fühlt. Das 9.8th des Landes soll be: »xarhen werden zwi-schen dem Fürßen und den Vertre: térn des Volkes, -nach akter Sitte, traukich, freund: clich-in Vertrauen und Liebe. Liebe und Vercraumx, «wahr-unO unerschütterlich, das “sind die (qundsäße, mrc Denen-wir die Hand Ew. “könégl. Majeßät „berührt ha: ben. Kräftiger Eifer, stronger Ernst, das find d;“c Ver: .pßichtungen, mir-denen das Volk u-Us enr-laßen ha-x. AW allen Theilen des LaxWe-I versammelt, kömnen wxy «Zeugnis geben, wie das FEÜ dec ()??xxexßeäxsn Bc;- „Faßung gefeiert wuxde. C3 ist *gefkiecc “worde"n msk dank'darer Anerkennung dcr h0chHeczjgen Entschließmn: „*gen CW. könégl. Maz'estät, Mit *Mxigstlx Freude uhcr das Neu 'Hegrüudete Einverständnis, m-ét dem Dk-MZJN- *den Wansaxe, daß diese Verfaßung Heilkraft bewah- ren möge für *die Leiden de-r Zeit. Sparsamkexc 'm 418-311 „Zweigen der SraatRMWKchmg soll xm Haupt: Grundsakzx *der Reg-éeru-Ug s?yaz auch «Les st'Nd Worte, Die wir aus. dem !)Féunde des Königes vernommen «haben,. «der mit eigenem Veispsel voranging. Wir ver- «traucw, daß d'wfer Grands» feine Wixkung nich ver: fehlen worde, wenn nur «| mic aU-se-itigerTreue und Unbefangenheic die Gründa» des Uebels und dre Que-l: -1e11 Möglicher «Heiluxnx “.'!ka-Zséhk sind. Die GeselzeU-t: Würfe rund Anträge, dias rms O11rch die Minister Ew. Königl. M&keßät zukommen soUen-, werden wir bera- -then", “eingedenk uns-sres auf das unzchcßrsn11licheWok)! von König und Vaxc'rland _qesaiyworüMCides. Unssre 'Ge-schäftordnung wccöen wir bearbsjten, als MM?! 341111 1211119111scxza1ft1ichen nyskke'. _ . !]äWFU-ÜJ “ÖLYZLU, was dé? 223-3erFxmgsurkxmde 861138823, ist 11115 Bürgscyafx, das; M! Y_MTIN dcr Vcrfaßunxz, wie sa"? vor 11-115 :iiezxt, zu wahrsxzxr m_td wirki-échchch__8eben geWch “so“U-k. Mic sO-lchen VorfäZ-Yn und G'sjmznxxx: “gyn SUMMER Wix UU'sk'r “schwé€régc8 Tagewerk. (Deku- hen Ew, köniqk. Z.ZZQZ'CYTÉZ'T dsn Ausdruck d(xrsylben h-Uld: reich aufzunehmeu.“
Braunschwsig, VOM 19. Januar. Man erfährt hier, daß die Stände des He1*,:,ogthum*3 heur die neue V-erfaßungI-„Urk1mde eénwürßig “angcnoxzxmcm Und 1111: terschrieben haben. Der Enrwurfwurde “rk)nen im OEW-
ber des vorigen Jahres vom de'; Regierung vorgelegt. 18 Mitglieder der in altherkömmlichechi'se zysamrnxn: getretenen Stände haben einen Ausschnß gebilYet, an*! den Entwurf xu prüfen und über etwanige Abanderun: gen mit der Régierung zu unterhandclu. In der [eß- ten Hälfte des vorigen Monates war déese, ducch weck?- selseitiges Zutrauen und Nachgeben géförderke Arbmc der Kommißion vollendet, und die zur Annahme zu: sammengcruereLandschaft hat keine éinzigeBsmerkmng dagegen aufzustellen gefunden. Die Publikakion wxcb
nächstens erfolgen.
Dée erneuexcc Be: „
Inland-
P'otsdam, vom 27. Januar. Die Fortschritte, welche der Landbau unter der wohlthätigen Einwü- kung der Diensmufhebungen und Cigenthumsverlej- hungen in unserm RegKrungs-Dcpaccsment .gemachr har, erweckt große Freude. Da wo die CiZenctzümec durch Grundstücke entschädigec worden, && [:ck _an mehren Orten auch gegenwärtig schon die ganze Ge: meinde auseinander. Anfangs erwartete man dieses nur von den -Luchdörfer_n, weil diese sich Hürungskop:
„peln anlegen können»; jcß-r wécd man gewahr, daß die
Gemeinden in mehren “Gegenden über dergleichen Ne- bensachen hinweg sind. SUM die Meénung, daß bei einer spesieUe-n Auseinandersetxung die Gruudstücke an: einanderhangeyd angewiesen we-xden müßten, ck| wider: legt.; denn an View:; Orten macht man gar keine Schwievég-keit, das Land auf zwsi abgesonderten Stel- len anzunehmen. Die V-erbeßer-ungen durch Verle- gung der Wege, Ziehung und Vertiefung der Graben, &?ntwäßerung, Reinig-Mg der "Uecker v-on Stei-Uen, Ein: -l)e-gu-*ng, besonders VertauscHU-Ug der Erdarten sz'ndfaß aUgeme'm. M11 A-ufhebuxxz; ve": Gemeénheiten Vec- schwindet auchsch011 vas MM und schlechte Zugvieh; an mehren Orten sieht; man statt der kleinen Gras; Pferde ikarke StaU-pferde.
Sehr w-ohlthäti-g auf dén “inneren Vsrkehr wirkt 'die neue Zo-U: um) VérbrauchsieuewOrdnung. Dec redliche Gewerbereibende wünscht nur, daß es der. Wackysamkeit dcr Bkhördcn ge-Liquzen möge, den Schleich: handel, b«1f011dex's an den Anhaltschen Grä-Uzen zu. zesstören, wozu indeß die im verfioßenen Jahre gesam- m-eiten Erfahrungen gewiß werdcn be-nußc werden.
Merseburg, vom 25. Januar. In unserm Ne: gieruäggs:Departemsnt im Dorfe Groß:Thiemig lebt ein Einwohner, Lange, der, in seinem 11cm Lebens: jahre von Gichtschmerzen gelähmt, 18 Jahre das Bette nichc Vorlaßen kOnnte, seitdem aber 25 Jahre lang in einem vieréädrigexx Karren umberfährt, und die Dorfkmder, die er duroh eine freundliche und fromme ?Weise sehr an fich zieht, um [?ck versammelt und un: terrichtet. Auch den Erwachsenen theilt er gern seine Kcnncniße mit, deren er mehr best'ßt, als die meisten seinés Stcmdc-s. Ein Beinburck; deim Umschlägen sei: nes Karren hat seinen hiiflosen Zustand noch er: schwert. E!: trägt ihn mir hsjtrer Ecgebung, und sucht sich mehr und mehr geistig auszubilden, indeß “er decH dcn Unterrich der JungeU und Alten seinen lebendigén Hang za cinsk nüßiicben Tßätigkeit befrie: digt. Die Wohlthéitigkeic der DorftCinwohner und eine monatliäpe Pension von 2 Nthl., die sein vorigkc Landeshsrr ihm früher bewiUigt hatte und aucé; nach der Trennung des Herzogthums Sachsen mic der Aeu: serung „ daß nicht der König, sondern der Christ fie gezzsbén," fOrtzahlen läs, haben ihn bisher unter: halten. Unseres Königs Majestär, durch die Re- gierung von ihm unterrichtet, haben durch die Be- willigung eincr Monatlichen Pension von 3 Nthl. sem zunehmendes Al_cer erleichtert.
WW
Statistische Notizen vom Preußischen Staate. Aus amtlichen im Laufe des Jahres 1819 eingegangenen Nach“:
richten. _
Gegen Ende des Jahres 1818 ward eine Uebersicht der Bodenfiäche und Bevölkerung des Preußiséyén Staates aus amtlichen Nachrichten bekannt getnacht, wonach derselbe, mit Ausschluß des Fürstenthurms Neuburg, 50147685 geographrsche Quadratmeilen odéc 107,765,750 Morgen zu 180 Rheinländisthen Qua; drarruthen, und mit Einschluß des sämmtiichen MM“: tairs 10.572,8-743 Einwohner enthielt.
Die Bodenfläche ist seitdem unverändert geblieben, denn was in den Begränzungen, die erst im Jahre
"1818 und 1819 bkrichtigt wdrd'en smd, noch Verände-
rungen erlitt, war bei Berechnung derselben schon be: wurde berücksichtigt, “
kannt oder vorherzusehcn, und GénaYec ermittel'r ist inzwischen der Flächeninhalt der großen stehéndkn Gemäßer. Zu dem karischen, fri- fchen und großen Hof, und den übrigen Sem längs der Ostseeküste, deren Oberflächen sch0n auf 64177825“ Quadratmeilen berechnet waren„ treten noob hinzu die gxoßen Landseen, säthlicHe _qroße Staates 10274z75 «*,-102,4!“ Morgen, folglich wenig Über 119- der 9.1an Oberfläche desselben enthalten. . ' (Fortsesxmg in der Bealage.) Verlage.
stehende Gewäszer des Preußischen
! 1 ;
mic 3718595 Quadratmeilsn, so daß 5
geographische Qnadxaemeilen oder :
Beilage
zum 9ten Stücke der Allgemeinen Preußischen
Staatsteitung,
vom 29|en Januar 1820.
(Fortsetzung.)
StatistischeNotizenxc. . 10,572,843 Etnw.
Die Bevölkerung von . . . ist durch eine polizeiliche Zählung zu Ende des Jahres 1817 ermittelt. Die Rückkehr der Truppen aus Frankreich hat nichts daran verändert; denn diese warxn bereits mit in Zählung begrif: fen. Wohl aber ist die Volkszahl der Städee Peißern, Slupce und Volkmarsen noch davon abz1:zie: hen, die erst im Laufe 1818 von dem Preußischen Staate wieder getrennt wurden. Sie beträgt . . . .
und es bleiben nach deren Abzug .
Hieau kommt dagegen déeBev-Zlkerung derAemter Heringen undKelbra, deren Verwaltung erst im April 1819, Nachdem die Schwarzburgsclyen Rechte darauf erkauft worden, an Preußische Behörden überging, mit . . . . 9,652 :
wodurch die Volkszahl steigt auf . 10,575,375 Einw. Es sind ferner im Laufe des Jahres 1818 im Preußischen Staate gebo- ren.. .. ....462,389 dagygen nur gestorben . . 312,925
also eine Vermehrung von . . . durcH den Ueberschuß der Geburten Über die Todesfälle entstanden. Endlich ergeben die polizeilichen Zäh- ]uxxgen, welche am Ende des Jahres 3818 angestellt worden, noch außer- dem einen Zuwachs von . . . . indem sse, mic Berückßchtigung der vorgedachten spätem Erwerbung, über-
haupt eine Volkszahl von . . . nachweistm
Diesxr lekxxte Zuwachs kann nur durch einen Ue- berschuß dec Einwanderungen über die Auswanderun: gen enkséanden seyn. Zwar ist keine polizeiliche Zäh- ]ung eines großen Landes ohne Fehler, unter der Cnge von Menschen, welche dabei mitwirken müßen, sind unvermeidlicß aucb Nachläßige und Träge, und die sorgféiltigften Vorschrifcén sind unzureichend, alle Dop- pelzählungen oder Auslaßungen einzelner Personen zu hindern. Verhütet angemeßne Aufsicht indeßen grobe Fehler, schont eine billige Verwaltung den guten Wil: len, der unter allzuän'gftlichen Kontrollen schwindet, Und liegt in der Verfaßung selbst keine Versuchung zu abst'D-Txtlich falschen Angaben: so ist mit hoher Wahr: scheinlichkeit anxun'ehmen, daß die zufäljigen Fehler im Mehr und Minder sich ziemlich auleeichen, :und die Hauptsummen doch nur wenig von der Wahr: hei! abweichen. Auf jeden Fall können die Personen: Steuer, die Militairpflichtigkeit und die Neigung, sich der polizeilicizen Aufsicht zu entziehn, nur aUzunie: drige Angaben der Volkszahl veranlaßen.
Das Auswandern oder Zuziehn ganzer Familien mit ihrer häuslichen Einrichtung, so viel Aufsehn es auch macyt, und so vici Beachtung es auch sonst ver- dienen mag, mindert oder mehrt die Volksmaße eines großen Staates im Ganzen kaum merklich. Tausend Emigrantenfamilien, deren Zug alle Zeitungen erfüllt, geben endlich emen Zuwachs oder eine Abnahme von fünftausend Menschen. Ganz anders aber verhält es 17T!) mit den Wanderungen der jungen Lenco, die ihren Geburtsort verlaßen, um Unterkommen und Erwerb zu suchen.
Der junge Mann in den gebildeten Ständen ver: Läßt das väterliche Haus, um im Staatsdienste, beim
7,120 : 10,565,725 Einw.
75,271 -
10,800,112 Einw.
Handel, bei der Landwirthschaft, oder auch durch Wißen- schaft und Kunst, erst Bildung, dann Erwerb, endlich eine feste Niederlaßung zu finden. Der Handwer'kee wandert. Der Kriegsdienst führt viele Bürger- und Bauern:Söhne in entfernte Länder. Selbst auf das zweite Geschlecht, so sehr es in häuslicher Cingezo: genheit lebt, wirken diese Wanderungen. Bald führt ein Fremder die auswärts gefundne Braut in seine Heimath, bald holt der Inheimische seine Geliebte in das fremde/Land nach, worin er eine Nahrungstelle gefunden hat. Endlich ist in beiden Geschlechtern die Anzahl derer höchst beträchtlich, welche Gesindedieuste auswärts, besonders in großen Städten suchen. Nur allein nach Berlin kamen im Jahre 1819 nicht weni- ger als 1042 männliche und 1728 weibliche Personen, um ihre Dienste als Hausgesinde anzubieten,
Allerdings kehren viele junge Leute in ihren Ge: burcsort zurück, nachdem sie einige Jahre sich in der Welt versucht haben; andre verwechseln nur den Wohn- ort, nicht das Vaterland: aber gering ist die Zahl de- rer keinesweges, welche die Heimat!) gänzlich verlaßen, und zwischen den verschiednen teutschen Staaten wer- den diese gegenseitigen Auswanderungen durch Gleich.- heit der Spra Hund Sitten, und durch den geringen Umfang der met en Staatsgebiete noch sehr erleichtert.
Ein Neuntheil der Nation besteht aus jungen Leu- ten zwischen 18 und 24 Jahren. Die Maße, welche solchergestast in Teutscbland ihr Glück versucht, be- trägt also über dret MiUionen; und wenn nur'eitt Zehntheil davon die Herrschaft wechselt: so entsteht dar- aus ein Ab- und Zuziehn von dreimalhunderctausend Menschen. Alle Staaken verlieren und gewinnen durch „diesen Wechsel ohne Aufsehn. Das Ab: und Zuzieh _ * der jungen Leute ist zu alltäglich, um aufzu: faUenJ Der Fremdling ist schon unmerklich eingebür- gert durch lange Dienfte, Gewohnheit und Vertrauen,- wenn er endlich in der neuen Heimath sich niederläßt. Nur die Volkszählungen bekunden, welches Land in diesem Ausmusche der Jugend gewinnt oder verliert. Wird auch die Neigung des Einzelnen,'fich hier oder dorx niederzulaßen, fast immer nur durch anscheinend zufällige und rein persönliahe Privatverhältniße be- stimmt: so“ kann man sich doch nicht verhehlen, daß im AUgemeinen ein Uebergewicht an Leichtigkeit des Erwerbss und Sicherheit des Genußes da vorhanden seyn müße, wo forcdauernd ein Uebergewicht dieser frei: wiUigßen und dankvarüen aUer Einwanderungen |atl: findet. Und ein solches Usbergewicht besteht seit lan- ger Zeit zu Guntken des Preußischen Staates.
Wo solche Thatsachen sprechen, kann mit großec Unbefangenheic der Uebersicht des öffentlichen Fonds an Land und Leuten auch eine Uebersicht der öffentlichen Lasten beigefügt werden. So lange neben dem be: trächtlichen Ueberscyuße der Geburten über die Sterbe- fäUe auch noch ein ansehnliches Uebergewicht der freien und unbegünftigten EinwaUderung über die Auswan- derung erscheint, können die Vortheile, welche der Staatsverband gewährt, noch nichcunverhältnißmäßig theuer erkauft werden.
Alle größeren Europäischen Staaten sind jeßt mic dreierlei Lasten beschwert: mit Schulden, wodurch eine unglückliche Vergangenheit einen Theil ihys Auf: wandes der Nachwelt aufgebürdet hat, mit dem Um tcrhalrc kostbarer Vertheidigungsmittel für die Tage künftiger Gefahr und mit den Koßen dcr Verwal- tung und aller Anstalten, welche das Leben in seiner jeyigsn Gestalt von der öffentlichen Fürsorge fodert. Die ".'[Ugcmeinheit diescr Lasten erweist ihre Nothwm: digkeix. Kein größerer Staat, welche Verfaßung er auch habe, hat fich von Schulden frei halten, oder.