Namen des Ausfthußes, mit dem ersten Theile des Geseßes, die Abrechnung mit den Käufern der Nationalgüter und deren Befreiung von wetteren Nachfoderungen der Staatskaße betreffend, in der Hauptsache ganz einverstanden und brachtc nur verschiedene Abänderungen in Antrag, welche theils ein einfacheres und abgekürztes Verfahren bezwecken, theils zu Gunsten der Staatskaße den [interschied auf: heben, den der Entwurf zwischen dsm Debet an den Staat und dem Dsbec an die alten Cigenrhümer, so- wol in Beziehung (mf den ursprü11gléche11 Käufer, als auf den dritten Besskzer, angcmeßen gefunden hatte. Einfacher wird das Gescxz nach dem Vorschlage des Ausschußes besonders dadxxkch, daß die in fküheren An: ordnungen enthaltene Sjährige Verjährungsfrist aus: drücklich aufgcnommen wird. Die anderen Bestimmun: gen des Geseßes beschränken sich auf diejenigen Er: werber von Nationalgütekn, welche entweder gar keine Quittung der BEHSrde üöer den Rcchnungs:Saldo aufweisen kSnnen, OTN? nur eine solche, die zur Zeit der gerichtlichen Éjwfoderung noch nicht 6 Jahre alk ist. Der Bericht:Crstatter bemerkte hiebei, daß einige ZNitgléeder des AUSschußes, für die ehxmalégm Be: siße'r, denen das Gesekz vom 5. Décember 1814 einen Anspruch auf die noch rückßänöigen KÜUfZLlÖi'r einge: räumt habe, die 50j5hrige Verjährungschst gelerd machen wollten, daß aber die Mchrhcxx sick) L_)jemit nicht habe einverstanden erklären können, weßl am 5. Doch. 1814 die Sjährige Verjährungsk'rist bcrcixs gést'lx'xliä) festgestellt getvesen sey. Faktisch bemerkte der Bericht: Erstatter nach der vom Finanzmjnéster ertheilren Aus: kunft, daß 500,000 Abrechnungen völlig salT-irk, 45,000 angefertigt, und 20,000 noch anzufewigen wären, und daß die' noch nicht berichtigten Saldos 6 bis 7" Mtll. Fr. betrügsn.
Was den zroeiten Theil des Gesetzentwurfes be: trist, nämlich die Rcchtöverhéilmiße der Tausch: und PfandInhaber, so trug der Vericht:Ecstatter im Na: men des AusscHußes an, dicserhalb es gavz bei den bescehenden GLska-JN zu (aßen, indem gar kein Grund ersichtlich sey, d&n Rechten der StaatIkaße hierin et: was zu vergeben und dM Inhabern solcher Güter Cithhumrechtc xn bewiijigen, auf welche sie ver: tragmäßig gar ??xnsn ?inspruch hätten.- Cs sey be: sonders zu berüch1'tchr1gen, daß diese Wohlthat denen“ zu starten kommen werde, die das frühere Geselz, wel: ches ihnen gegen Erlegung des vierten Theiles des ausgemittelten Werthes die' Erwerbung des Eigen: thmnes zugesichert habe, zu umgehen versucht, indem die Nedlicheren bereits die' Zahlung des Viertels ge: leistet und dadurch die geseßliche Bedingung erfüllt hätten. Eine Verwirrung des Eigénthumes werde hieraus nicht entstehen, da die DomaineWBehörde die' genausten Nachweisungen solcher Staawgüter besitze und sich „also zu jeder Zeit auszugleichen im Skande sey. Die Kammer hat die Diskußion über diesen Ge: genstand aUSgesest.
Hienächst ward über verschiedene"
Er erklärte sich im
Vorstellungen
Berrcht erstattet, die kein besonderes Incereßc gk:- währen. Wir erwähnen nur des Folgenden.
Von Seiten mehrer Einwohner von Paris war nachgesucht worden, daß die Regierung ihnen das Ka: pital, welches sie, angeblich in von Sachsen im Jahre 12 Mill. Fr. angelegt, mix den Zinsen seit 1815 durch Abrechnung auf den Anchcil Sachscx1s «m der von Frankreich zu zahlenden KriegsKonrcik-ution verschaf: fen möge. Der Bericht:Ecftatter trxg, obgleich zur Begründung des AnsprucP-es gar nichcs beigebracht sey, auf Uebersendung an den Jmiister dc-c auswärti: gen Angelegenheiten an, Mich anch bLschl0€xkn warde, Der (Hraf Froc dx la “T'Iwullave, ein Diplomat, béMkkkkL hiebei, daß da.“ *.*.UL"JT'11':§-,;k Be'scblus dieset? Uéberscndung an den Z))“xmjster de»: auswärtigen Ange: legxnheiten als eine Viléigung “ceJAntrageI gegen dcn König von Sachsen angeéehn werden könne. Es sey aber zu demchcn, daß derselbe die Schuld als Herzog von Warschau aufgsm-mrmn “„"an die Salzwccke von Wieliczka 7-04;in verpfändet havK, daß diese Schalk) cht also ihn Perxsleich nichr mchr :)erpflichre. nuel widuspracy dieser lexzten Bchaaprung, weil der König VLN Snclxscn am:) nach dem Verluste der Hr): po-IHeL m:.m aufgrhörc have, Schuldner zu seyn, UNT) die anxzscraxxxme Kompensncwn bei der Rxgécrung zu GUÜÜLU cim"; undeürichnen FWe-rumg ,ZanIsis-«cc Gi-Ziubich hienach allerdings geltend gemacht wcroe'n LMM. Der Finanzminister gab in ?.lbwesenhkic DLL '.)Ntnißers dcr aUswäcaizzcn Angelegénhejxen die Erläu- terung, daß der Anthcil der Prwatpcrsonen (“Französi- scher?) an dem nur“ 7 oder 8 Mill. Fr, betragendm Darlehn in «0,000 Fc. best'ehs, und daß diese Nskla: matéon zu den Gegenständen der wechselseitigen Li,“;ni; daion gxhöre, die zwisskzen Fraukrejch und dem vor: Maligcn Herzozzthmne W,“.rschu vor eim'r in Mac: schau best-«henöeu KommiZ-“Wn Wkrhandelt wcrde. Die: ganze "Sache sey nur auf dxplom-atésQém Wege und zwar zwischen Frankreiäx zu béseii'igsm (WZTren dem Herrn Manuel die Be- schlüße ch Wicnsc Kongreßcs gcgenwärtig gswesen, so würde er sich erinnchhabe11,daßSe.MajkfiäcdchiZnig von Sachse11 in Art. 24. des Traktates vom 24. May 1815 von dicser Schuxd gänzlich entbunden worden, und daß Frankreich in Art. 118. der Haupt:Akke vom 9. Jun- 1815, ausdrücklich auch dieser Uebereinkunft beigetreten, also der Antrag auf Kompensation von Seiten der Französischen Régierxmg gar nicht berücksichtiget wer- den konnte. Unter solchen Umständen würde nach den
um „so mehr zu motivixcn gewesen" seyn, als der An: spruch selbst gar nicht nachgchwUsen worden. Woher weiß Herr Manuel, daß die Foderung der Franzö- sischen Gläubiger ahn sich unbestritten sey? Sie unte?-
liegt vielmehr wesentlichen Zweifeln.) In einer geheimen Sißung der Kammer habeti die Herrn Marquis de la Fayette und Manus!
» ihre Anträge, der erste, den König um die Vorlegrxns
einem von dem Könige " 1811 Eröfneten Darlehn vonZ
Herr M a: .
Prinzipien der Kammer überhaupt die Tagesordnung?
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und dem Köaigrejche Polen )
éines Gesetz:Entwurfes zur definitiven BildunZ der National:Garden, und der Andre, um die Vor: legung eines Entwurfes zur anderweieen Bildung der Jury zu bitten, vorgetragen.
* Nach dem ]cmrnul (16 l'ari5 wird die Vorlequng dcs Geseß:Enttvurses über die Abänderung der Wahl: Vorschriften, Welche schon in der Sißung der Kammer vom 1. d. M. erfolgen sollte, durch einen Rückfal] des Min.,isters des Inneren (man hofft Nur um einige Tage) verzogert.
Die Zeémng, der Courier, die man für das Organ der sogenannten Doktrjnairen hält, nennt sich ssicdem ]. d. 1:3 (Fourier i'mmZUiZ. HerrKeratry, ('Wer der bekanntesten Abgéordnecen Von der linken Seite, er: scheint UUs'Lk “den Herausgebern.
Der Schneidergesetöe BizeUl, der“ von einigen Frauenzimtnern beschuldiget worden, s:“e mit einkm syißen Instrument verwundet zu habM, ist voi1 dem hiesigen Zuchtpolizeigerichte, als der That überführt, Obwol nicht gcständig, zu 5jähriger Geféingnisärafe verurtheilt wovdem Es wurden 38 junge Méxdohen und Frauen, welche in soläxer Art verleyt zu set)?! angezkiqt hatten, abgehört; doch erkcmmen nur 4 den Angxe: klagtkn, der von dem Strakurxßsjle cppcljict hat.
Die Renommék zeigt an, daß die mclängst bekannt: gemachten „in;-132111105 Si“, 110115005 (10 ['11501111101' (lc; 8T. 11818116" cin erfundenes Machwcrß Und kéineswe: ges, wie angegek-sn wsrden, aus den Papieren des 108 Cassi?“ 9112110010001 scyeU; daß v:eimehr eme Be: ?01111tmach1mg dieser Papiere gar nich? 3“ erwarten scxye, weil die Englischen Behörden, die solche in Be- schlag 92110117111911, die ZUkÜkkgfabe verweigyrkenz
Hours der Renten 73 "Fr.
London, vom &. Febrnak. Der König ist, ili Folge dsr Gemü;hbewegung, welch.e die kurz auf ein; ander gefolgrcn Vcrlaste seines Wien Bruöers und seines ehrwürdianBatc-rs ihm verurs0cht, seit ciiiiqcn Tagkn von Liner LszngencntzÜÜdUng befallc-n MWM, wkelchk-jkdoxk- nach dem Büljerin von h-uté MONAT e111exxen'sééZ-s Wc-ndung Zu nehmcn schéénk. Inch skin» Stadc und Hof dennoch “in große Bestürzung gesc'st.
Das PüklüMent hat sich bis zUm 17. d. SM. ver: tégt. Den Tag zuvor wird da.“ feiséiiche Leichenha- gangn-is dcs vcrewigken Monarchen stattfindeji.
Die Bank hat ihre Baarzahlungen in Golde an“: gsefangest. Es fanden sich wenige Empfänger, da sie dre Goldbakren gegen einen Verlust von 3 Procent, nach dem dermaligen Kourse, erhalten haben würden,-
Madrjd, vom 24. Januar. Die Nachrichteü aus Kadtx enthaltsn, daß zwar die Dksertion derkAufrüh- rTr fortdauere, daß dagegen auch Detaschc-ments der koniglichen Truppen zu ihnen übergehen.
Der Gouverneur von Kadix, „Brigadier Don Alonzo Valdééz, der General Odonel und der General Freyre haben theils an das Volk, theils an' d1e Truppen angemeßene Proklamationen erlaßsn, um ße m der Treue gegen die Regierung zu erhalten.
Das Volk har bis 1“th noch 1:1 keiner Art mit den Aufcührern gemeinsch.2frliche Saclye gemacht, verhälk fich vielmehr ganz ruhxg, Und die“ Civil: und Mili: tarr-Behörden scheinen des treuen Smnes der unteZen Volksklaße so sehr gewiß zu seyn, daß sie aus dersel- ben National:?)kilizen bilden, welche zur Bekämpfunkg der RebeU'cn bescimtnt sind. Zunächst "werden 6000 Mann organisirt, Welche zu den Truppen unter Jem Oderbefehle des Generals Freyr'e stoßen sollen. Das Miscrkauen gegen die übrigen, zu den Aufrührern noch mehr Übergegangenen CxpeditäonJ-Truppen hat dén An: grtff des Generals Freyre verzöge'rc, welcher jedoch von aUen Seiten des Reiches Truppen erwartet um ernstliche Maasregeln zu nehmen; Die gesammté Ka: valerie i| bisher treu verblieken. Von der Artillerie yen Sapeurs und selbst der Marine kann man eit; Gleiches nicht "rühmen,-
Die Aufrührer häbkn ihrerscit Unter der Unter: schrtsc des Philip vox“; “FL rco:Aguero, Chefs des (He: neraistaves, au» ei1--.»*Pr0klam0110n erlaßcn, woxin sie sach- die Nacione'ch'nxxe ::anen, zügletcy aver erklcxren dM ste, indem sie dn» K::zzsT-Ztmwa oer Ctznes verchei: dxgen noken, MSU Oi? RUM“; 49:12“; vor? iyuen aner- kannrep legirtmcn 31-403», nocy i,;ezem') (M Eigenthum oder ?mc- Perjon (LLTZUMFÉ'YU, UW) argc'nd cane Nsuerung zu unternYßmcn 9stsz HP", MUM oscC-erechzjgkcit mw c-ec ch-ling jyrér Vaxec WZOUÜYUXL; aueh daß m.»;- UU Exist des Aufruhr»; soxxdarU Oer *ccinpx' Pa: trwNHtmG und die hLlJesikn Wünscße für OKI Wohl des Vcncxxanö'c's sie belében.
In 081 „Nacht vom 13, zuiü 14. bk'rjiächiigten sse jpt'ch dW wécHtigxn und schr befsxxtgxen Arsenales la Caracca, Ste yaxten die Besatzung zus Mexxterei verlei: wc, UNT) waren im Cinverßändxxks méi d-srsel'oen. Zwar hatce de? GOUVLMUU' vori Kadix einige Stunden zu- Boß Yin D€t0schxmenß von 50 Mann zur Verstärkun- 0er Oesäßung nach la Caracxa gcschickc, dieses “hatt? "ÖW bei seiner: Ankunfk djé Wachen a'm Thore ab- zulösen UUt'exlaßen, so daß dé? Aufrühxer eindrangen- jenes Dexaschemenc umzingelxéki und zu kapituliret; njöthjgtenz Die Kapitulation geschah mit dem Be- Ötngy, daß das Detaschemenss: die Parchéi der Aufrüh: re-r nehme, aber de:! Nawen Soria fortführe und sekilé Lfsicisre behalte, Ick der Nacht vom 17. de- serxsrre dis Weiche des Forts, welches den Einqang de;: Landenge von Kadix verößkidisz (Korxaduxa), :;ach San Fernando. Die Jrisurgcnten gmub'xen, das Fort Wer- rumPeln zu kömnn, aver di:“ Garnison "machts zL-itig- Larm, in Kaoix wurd? der Generalmacsch geschlagen uno der Angriff vereéceLt. Dxcses hac wahrscyemlich zu dem Gerüchte" Anlaß gegcven, als ob Kadix in ch Gewalt der Aufrühcer sex). . La Caracca liegt nicht auf der Insel Leon, sondern bildet eine besondere kleine Insel, die WM; einen Arm der Bai de Pantaies von der Insel Leon getrennt ist. Zur beßeren Uebersicht Wird eine kurze Beschreibung der Lokalität nicyt unangemeßen sehn. Dae Erdzunge,
an deren äuserfter Spike die Stadt Kadix liegt, bildet