Vllt" uur fekner so geöen.“ Und endlich der . r. _B.... unterm 16. April 1819 an W-: P- :s? em achtungswexther Mensch. für uns ist er aber YM; denn wrrmüßen uns "uneigennüsi-g der schönen „xder opfern, soUten wir fie auch nur mit Blut ins Leben_ rufen. Worte machen kann Jeder!“
_Cm Hauptmitglied des Vereines zu H. P . .. . . . . . . . . sßbrteb unterm 21. Februar 1819 an W" „Ruhe können .und dürfen wir nicht erwarten, der Feinde und Wtdersacher werden noch Viele auszurotten seyn, der Schwächlmge und Halben noch mehr zu haken und zu gewannen.
Nach den Akten. war im engeren Vcreine zu G. als Norm des Handelns foigender Spruch aufgestellt:
Troß unterm Hut, Im Herzen Muth, Am Schwerte Blut“, Macht Alles gut!
.So „schrieb der qudenc v. L.... unterm 1. „Zum 1819: „Fretltch, noch ringt mit der Freiheit gekronter Wahn, noch kämpft mit dem “Teufel die Tugend. Aber_ er muß hinunter! Ein Diener ist ab: gxfahren, herrltah vorangericten den andern. So wird dre gapzeBrut abfahren aus dem teutschen Lande. Daß sxe stch poch_ erst bkreiten muß zu ihrer Stunde! Odex wenn ste mchtjweichen wilF, so werden sah doch endljch'Schwerter fmden, überall die Wurzeln aus- zuschnx1de13, un?) ein gewaltiger Sturm vor der Sonne her wxcd uberhm fliegen und reinigen bis se kommt.“
Aber aua; außer den Vereinen galt dieser Grund- saß. Den. o_ben bereits aUgeführtc-n Belägen fügen wn“ noch emtge hinzu: "
„, Der Turylehrer N......m. schrieb unterm 10. «5,1111 1819 emem Lehrer: „Der von den Schmalz: Geselxenjneu erregte Sturm geht vorüber, ohne den begbstchngten. Schaden angerichtet zu haben, er wird Vtelen von :hnxn vielmehr selbst die Luft benehmen, sxy es durch dte Macht der Wahrheit oder durch die Kraft dex Rede und des schneidenden Schwertes, was zur Noth der Wahrheit und Sittlichkeit Bahn macht.
Der Student M... in einem undatirten Briefe: „Kohehue mußte, mit Gewalt weg. Da Hilft kern Wterstreben; ]emehr fie ßch sträuben, desto här- ter dre Rtppenstöße'“
Der Kandidgt F........ in einem bei ißm gefun- denen h„andsahrtftlechen Aufsaße: „Wer den Gewalt: herrn raeh, der Entwickelung der Freiheit s:“ch entge- gen zu stemmen, :| ein HOchVkrräther am Vaterlande und an der Menschheit, und muß, als solcher, als ein U“ngeheuer aus der menschlichen Gesellschaft wegge- raumt werden.“
Der Lehrer F...... unterm 6. Mai 1819 an den Dr. R...... „Wte rechtfertigst Du denn einen Krieg auf Leben und _Tod eines Volkes mit dem anderen, wo doch wok foe und Dolch erlaubt sind? Wenn nun aber tmrklich die öffentléäoe Gerechtigkeit so feil und„vcrdorben, das Volk so jämmerlich ist, daß ein Schzmder t_eutscherV01k8-Ehre ;;icht gerichtet und aus: gxspteen wird: sollte es nicht deUkbar seyn, daß ein etn_zelner M.ann das Schwert der Gerechtégkeit ergctffx und mtt gutem Gewissen HLN??? und Men: chelmorder würde ?“
_ Der Professor A.... äußerx'c: „C'én Paar Execu- troney und die ganze Sache hsm“: ein Ende. -- Wenn ein Predtger erschoßen seyn wiry, [M die Sache ein Ende.“ _ Wenn Sands und Lö'néngs Verbrechen zu den scheußltchen Früchten soéch-cr verderbléchen, Mo.-
ral und Gesellschaft zerstörendcn Grundsäkze gehören".
so tft dazu gßwiß nicht minder zn réchnen, daß, wie aus dem Stücke 15. und 16. der Staats:Zeitung her: vorgeht, dxese empörenden Grundsäße hin und wieder selbst [shon der Schuljugend eingeflößt waren.
Die Akten enthalten eine Reihe von Rechtferti- gungen, 1a selbst von Lobprejsungen des von Sand begangenen Verbrechens, die aus jenem Grundsatze gefloßen snd.
So schre1bt_z. B. der Student H., Mitglied des enge_ren Veremes zu I. unterm 1. May 1819 an F). : „Du'wtrft fie (Hand? That) hoffentlich doch beßer nxürdtéen, als vtele emfältige Zeitungschreiber. Ob du T at rakhsatx1,1_var_, daran zweixle ich;“ schlecht war fix aber gewrß nacht, 1m Gegenthei : groß, er hat nach sxmer Ueberzeugung gehandelt, er hat das Leben an dre Idee gesest.“
Der Student v. L..“TTTTTT; unterm 1. Julius 1819: „Wer mag sagen, darum hat er (Sand) es gethan; aber fühlen kann mans wol
Was ihn zu solcher That gelenkt,
In unsern Herzen liegts versenkt! Es ist nichts als ein Zeichen der Zeit, die fich kund giebt a-ls Bekämpfung gehegter Schurkerei.
Der Student A...... unterm 5. April 1819: „Sand hat edel gehandelt und groß, und es stände gut um uns, wenn nur recht Viele da wären, wie unser redlicher treuer Sand. -- Sie (Sands Thax) mag uns allen ein Zeichen der Zeit seyn, daß wir, wie er, alles thun sollen, um dem Vaterlande seine Einheir wieder zu geben. -- Kohebues Ermordung mag uns eine neue Ermunterung seyn, frisch auf das Ziel loszusteuern, was jedem Redlichen stets vor Au: gen ßeht.“ Und unterm 11. May 1819 „Sands That ist keine leere Spiegelfechterei, keine Schwär: merci, sondern ein großes Zeichen deßen, was kommen wird und kommen muß. - -- - Am wenigsten werde ich jeßt eine ähnliche wie Sands That, vollbringen, denn dies würde durchaus schlecht wirken, indem es Sands That herunter sehte und alles Gute was sie wahrlich in vielen Gemüthern erregt hat, vernichtete. Alle würden sagen, seht den Affen!“
Der Student K..... unterm 16. May 1819 in den oben angeführten Briefe, nach der oben schon aUSge: hobenen Aeußerungp „Hatte nicht jeder Teutsche has NMU- solch'“ einen Mann nieder zu dolchen? O ja! da_s :| nicht fanatisch , es ist gerecht, und wenn Alle blmd fi'nd, so muß der Sehende wachen. Ia, WLW! unser Volk energisch und volkthümlioh gewesen ware, ÖW “ so einen Kerl ins Gesicht gespuckt hätte, dann hätte es so einen Gewaltftreich nicht gebraucht, aber "- "“ So der Rechts-Kandidat F..... in einem bei ihm gefundenen Aufsaße: „Daher erkennt die beßere Mehrzahl des Volkes die That des Sand als eine herrliche große That an, welche entsprtzx- gen aus dem edelsten Vaterlanngefühle des natur- lichen Rechtes“ tc. So äußert dec vormalige Turn- Lkhktr M...... unterm 26. May 1819: „Das Hin; ziehen zu -- und Sands That haben tief in mein Inneres gegriffen, wie in die Saiten eines ver'Limm: ten Flügels, und haben mich gewaltig aufgera t und vorwärts getrieben. Sands große Liebe hat auch mich ergriffen und geläutert, “es ist mir durch Mark" und Bein gegangen, wie elend ich gegen ihn bin, wie's mir noch gewaltig fehlt um treu und wahr zu seyn wie Sand und rein wie er, um so rein aus dem Leben gehen zu können.“
Solche Gesinnungen sind allerdings Gegenstand des Mit'leidens und des Bedauerns, weil sie beweisen, daß verschrobene Grundsäse über öffentliche Verhält- niße, und religieuser und politischer Fanatismus die ersten Gefühle für Religion, Recht und Sittiichkcéc selbst bis zur Lobpreisung des Meuchelmordes und des Verbrechers abstumpfen können: aUein sie crso: dern die ganze Aufnrerksamkeir und die kräftigste Für: sOrge dex Regisrung um so gebieterischer, als hin und wieder sexbß Diejenigen, Welche berufen find die Jugend vor solchen Gesinnungen zu bewahren, (ck11: [Scher Grundsälze sich schuldig machten, indem sie bald dM“! Beweggrunde jenes Verbrechens, bald der ver: mei11t1ichen Willenskraft des Verbrechers laut und
öffentléch Achtung und Billégung bezeugtenk“)
*) Zu dsn Grundsäßén ÖL? teutschen Demagogen gehörék 41116) die Verfolgtmg der in ihre revolucionaircx: Ay:; séchten nicht“, einstémmenden St.?hrifsteller. S0 fck)reibx z. B. de'." Kandidat F ........ „ St. habe ich auf:; Heftigstc ix: cinem Ullfsa e im Oppositionsblqtke wegsa seinér Behauptung „dr'e ?Für'ften hätten sick) nirgend dex freien Entwickeluug des Geistes in den Weg geftaax“ angepackt und [M1 einen Lügner wider beßeres *)Bißen, geheißen. - St. Schrift enthält etwas Nécdyrträcxx: tiges, denn er fragt: wo haben die Fürsten irg-cnd der freien_ Geiste-Zentwickelung ?c, Also ist er ein Heuchler ein Schandbube!“-- So der ])1'. K „„„ an den ])]; B "- unxerm 28.9201). 1818: „Die schädlichen Seelyn mehren src!) täglich und umsummen uns wie ein Heu- schreckenheer. Es muß dock) ein kräftiger Schlag 121-- gendwo geschehen., sonst hälst alles KÜCHTI.
Redaktion in Aufséckxk: v o n S rä 9 em a n n. chmersche Buchdr::chcrei.
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Angemeine
Preußische Staats - Zeitung.
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MY? Stück. Berlin, den 21s7en März 1820.
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!. Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Berlin, vom 52 . März. Se. Königliche Majestät habsn im Ministeriu'm der auswärtigen Angelegenheiten die bisherigen Wirklichen Lxgaiions: Räthe Zyka, HUmbért, Philipsöorn und Ba: lan zu Geheimen LsgatéoanäWen, die («herigen Hofxäthe de La Croix 8811., Heim, Wallmüller, de La Croix jun., die Geheimen expedichden Se: kretarien, Neferendarjus Krug und Ljéutcrmnt von „Bülow, zu Legationsrärhxn, uvd d'en bisherégen LE: gations:Sekretair Wustrow, den GeheiMen expedé: renden Sekretair B ork, [Md den bisherigen Geheimm Sekretair “Cottel, z'u Hofräthen zu er'nennen, un'?) die darüber: aUIgesert'i-zkm Bestallu'ngen aücrhöchst ci: genhändig zu vollziyhen geruHet.
Des Königs Majestät Haben dem Kaufmanne Bergmüller zU Grüneberg, dcn Karäéter als Kom: mcrziencatl) zu Erlhéélln UKV das desfaLst'ge PatMt allerhöchstselbst zu vollziehen gcruhet.
Se. Majestät der König haben dem Unter- Föcster Herrmann Faßbender zu Knapsack in der ForstJn'spektion Bonrj, das alngncine Cßxénzei'Oen zweiter Maße zu verleihen géruhet.
Ick NRWM? hikdllkchy däß die auf “eiäjährigé DieNstzeic eintrétenden Féciwiézigen hjnführg nicht “mehr gehalten seyn sollen, sich Waffen und Lederzeug- Ü'ücke aus eigenen Métkeln zu beschaffen, sondern daß ihnen. dieselben aUs den Vorräthenz, mit der Bedin-
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gung gegeben werden, sie nach voUendeM Dienstzeit in einem völlig brauchbaren Zustande zurückzuliefern. Dagegen faUen diese Freiwilligen bei der Geld: und VrOdVÉrpflegung aus , und erhalten fernerhin auf Ff: fentliche Koséen nur frcées Quartier.
Um indeßen armeU Studirenden, oder anderweiti- gen zum einZährigen Dienste berechtigten jungen Män- nern die Ablösung ihrer Dienstpflicht zu erleichrern, will Jr!) gestakren, daß it? einzelnen außerordentLécheN Fällen die Hilsbkdürstigsten in die Verpflegung aufgenommen' Werdcn, wenn sie ihre Bédürftigkeit dxn ngiM'nts- KommaUeren durch glaubwürdige ALteftc nachwei- sen, und sie von dem Brigade:Di0ésions:K0mmandeuk und kommandireUdem Generale genehmigt woroem Disse sollen dann nicht aUein vol.!skändig verpflegt, sondern auch auf Meine Kosten mit W..ffen ec. ver: séh'x-"n werden, wogegen sie sich die Bekleidung wie bis: her zu beschaffen haben. Solche Freiwiüigen gehö- ren zur etaksmäßigen Scärke der TrUppen-„heile; alla U'ebrige werden als überzählig geführt. Bei der Ka“: vaUeric f1'12det die obige Bestimknung aber keine An: wendung, vielmehr sollen die bei dieser Waffe eintre- tyndcn Freiwilbf'gen jederzeit aus der Vkrpfiegung w'eg: faUen, Und überzählig seyn. In Beziehung auf die Bérechéégnng zum Eintritte bleibt és genau bei den bißhcrigen Verfügungen.
Berlin, den 5. März 1820. (gez.) Friedrich Wilhelm. An das KriegCMinifterium.
ls. ZeitungsmNachrichten.
Paris, vom 11. März. Ueßer den Gesekz:Ent- wurf zur Beschränkung der persönlichen Freiheit hat stch die Beredsamkcik aller anezeichneten Mitglieder der Kammer, zu welcy'sr Parthei sie auch gehöreN, nunmehr dernehWen laßen. *Die Minister des Innern mad der auswärtigen Angélegknheiten haben auf die B'erathung mit lebendigem Eifer eingewärkc. Die Rede des Er: |M war besonders dadurch merkwürdig, daß er aus den Berichten der Präfekten und General:Prokurato: Ten der Departements, versehiedene faktische Umstäydc
m'ateheilte, welche die gefahxvollen Anschläge der Un: ruhftiftek beweisen,. und die Maasregel der Regierung, durch die Verhaftung dieser Feinde der öffentlichen Ordnung und Ruhe ihren Nänken zuvorzukommen und ihren Emftuß auf das Volk zu Verhindern, voll- kommen rechtfertigen. Er feste auseinander, daß die Verbeßerungen des Gesek-Entwurfrs durch die Vor- schläge des Ausschußes das ganze Gesch aufh'öben, und bemerkte, daß auf den Grund des früheren Ge- seizes vom 12. Febr. 1817, wodurch der Regierung ebm