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* as Quecksilber ist imma ein feftss und hämmerbares
Metall.“
Von allem was fich 30 Grad unter dem Gefrier: punkse begibt, wißen wir gar nichts, und hinter djeser Gränze liegt eine endlose tsrm inchnjw in unserer Naturkunde. Da wo die Flüßigkeic der Subsicmzen au hört, da hören auch alle chemische Proceße auf. A ein bei welchem Grade unter dem Gefrierpunkte des Waßers liegt der absolute Nullpunkt der Wärme, und wo hören Sauerftoffluft und Stickstoffluft und Waßer: ßoffluft auf flüßig zu seyn, indsm sie eben solche feste Körper bilden wie unsere Mekolle? ')
„Topographische Uebersichc des Vexwal: tungs:Bezirkes der Königl. Preußeschen Regierung zu Königsberg in Preußen.“
Nach der Vorrede danken wir diese Topographie vorzüglich dem Fleiße des Königl. Konfijtorialrathes und Doctors dchHcologie Herrn Wald, der die Ma- terialien gesammelt, geprüft und geordnet, und hi'e: nach das Ganze bearbeitet hac. Wir bestsen zwar be: reits die Goldbeksche Topogxaphie; st'e ist aber sehr unzuverläßig, da auf den ersten Blättern schon 40 „Ortschaften vermißt werden. Auch das vorliegende Werk wird nicht ohne einzelne Mängel und Jrcchü: mer seyn, da die neue Eintheilung der Kreise, und die Neuheit dex Kreisbeamten, von denen die Lokal:Nack: richten eingezogen werden mußten, dec mühsamsten Anftxengung hinderlich wurden, wsshalb der Herr .Her- cmsgeber, zu bescheiden, durch seine Arbeit nur den G ru n 7) zu einer vollständigen Topographie des Königs- berger Regierungsbezirkes gelegt zu haben glaubt und seh diese nac?) einigen Jahren herauszugeben um so mehr vorbehält, als sich durch die jetzt im Werke be: griffeneAuseinandersehu-ng dec gutsherrlichen und häu: etlichen Verhältniße binnen kurzkm noch Vieles ver: ändern dürfte. Die Schwierigkeit, daß viele Ortschaf- ten einerlei Namen führen, findet sich bei der Topo- graphie einer jeden Provinz; bei den sechs Kirchd5w fern Borchersdorf, Hermsdorf und Walmrs- dorf, die der Herr Hermaögeber zum Beispiel an- fiThrt, bemerken wir, daß drei derseiben urspxüngléckh _Burchertsdorf, Hermensdorf und Wolters- dorf heißen, von den drei andern fich also doch 1111: tekscßeiden. (S. Grabens corp. COUZ'O. 1311183. 1)» 1. S. 155.3. Schwieriger ist die Vermischung der Po]: Nischen und Liethanschen Benennung mir der reut- schen. In der Litthauisch redenden Gegend ist für den Topographen besonders die allgemeine Gexvohnhsit der Litthauer höchsk unangenehm, den Orten, wie den Menschen, Stich:Namen beizulegen, die mit dxr Zeit den urspriinxxliexxen verxilgen,
-“ Die Einleitung enthält 1) eine sehr schätzdart Abhandlung des Herrn Prof. Wrede iiber die natür: liase Beschaffenheit von Preußen, Größe und geogno: stische Verwandschaft des Bodens mit den benachbar- .t_en Ländern, deßen Erhebung über die Meerésfläche, Veränderung und Umgestaltung in späterer ZHit, imm- ren -Bau und Gemengtheile, Fruchtbarkeit, Klima. Vom Bernßein nimmt Herr Prof. Wrede auch als mit v-Z'Uigex Gewisheit entschieden an, daß diesss Foßé! ein durch den langen Aufenthalt in der Erde und 1111th dem Waßer chemisch verändertes Baumharz sey; dEr _Baixm gehörte, wie schon Plinius bemerkt, zu ei; ner Fichtcngattung, wahrscheinlich zu einer (Feder, da das vom Bernstein durchstoßene Holz, den bisherigkn Wahryehmungen zufolge, sehr feinfaserig, ungefähr wie ])111113 0601-08, ihm auch ein zarter Geruch eig-sn ist, der dem Geruche des (Zedern: oder Wa(hholder:
*) Nach sehr gut übereinstimmenden Rechnungen liegt der absolute Nullpunkt der Wärme 600 Grad Reanmfw unter dem Gefrierpunkte des Waßerö. Diese tckrrn j"- coxxm'ta in unserer Physik erstreckt sich also vom 30ftcn Grade bis zum 600|en. Anmerk. d. Redakt,
[! Holzes ähnelt.
Es findet fich kein Merkmal„ welches vermuthen ließe, daß der Bernstein eine “mx “Jener“ ge: schmolzene MasSe, das Erzeugnis großer Walddrgnde ski), vrelmehr deuten aUe besondere Gestalten dresez Körpers und seZn thierischec Inhalt darauf hm, dds; er blos in der freien Luft geßoßen, und auch nur 111 dieser geronnen sey. _ Dureh Verminderung der Waßermasse_ gewmnt Preußen jährlich mehr Land; die See entzwyc aver auch manches. (Auch das Kurische Haf, dds 11c1ch Labiau hin bei Lablaken abspülr, ovwolnordltcher nach Kukerneese hin durch Anspülung de:? Verlust erscst. Dem inneren Verkehre ist durch dre Uvnadme in den Ftüßen mancher Nachtheil _encstanden. Oje Oßa in Westpreußen war sonst sehtffbar, wovon ]eHc Uécdt die RWS). _ „
Die Kultur des Landes, in agrar1schec upd («hw- scher HinsiM, ist noc“; größerer VddemnxenyexxésWg» (Frühere Beschränkungen haben den ZFUW der Oexvok); ner zurückgchaice11, Dic Aufßedung dxr Ccduzxxercya: mgkeit, die ErgentHUMZverletyung an dte 2430012111- die Gewerbefreiyeit, die désonders auf dem plarxcn Lande die wolthangsten Früchte trägt, wmenn 111 den Städten ihre segenreicyen Erfolge erst fpaxer 1tchkdar werden dUrften, werden dic Yöütxscye dec VUcean-„3: Freunde mM unbefriedjgr la en. OHM dte (2111.40: kung der macken Gesklzgednng würde dze 'pcodxxez „:*-te Verminderungder VolksmaSSe, die sie an c-enchayren 180T- um den 5ten Theil erlitt, nicht Llséßc yaven. 3th hat sie bereits einen Uebecschuß.; __ . _
Der Meinung, daß das Klima in Preußen. sert err. nigen Jahrhunderten schlechter geworden sey,_ts1 Perc PrOf. Wrede nicht zugetyan. Das Gröélyen des Weinstockes und der Wattnußbäume- welche so11| dorc heimisch waren und jeht nicht mehr gut fortgehen, yangc offenbar von der Zubereitung des Bodens MW der Pflege ab, die ihnen zu “Theil wird. (ÖMOUDM Verlust der Waldungen gegen dée See hat dte Kalte gewiß sich vermehrt. Ueverßeigt die Bepflanznng de': Nehrungen die menschliche Kraft? Fam schemr ev.) Dieser Abhandlung rst 2) ein belehrender Ziufsaß des „Pécrn dexcsdcs (Hasyari über die Landkarxen Von Preußen angehängt. Ihm folgt 3) eine „Ueberjmzc dex; Königsberger-Regierungsbezirkes nach fernen Granzxrx, seinens"FläcQ-enénhalte, seiner Einwohnxrzahl und te:- ner Eincheilungk'in alter und neuer Zett. .
Der F'lächeninbalt beträgt 404 geographxsche oder 391 Preußische -Quadratmeilen (1 geogr. Quadrm. weniger, , und Bevölkerung des Preußischen Staates em'yc-Y, welx'res in der später erfolgten Abgränzung der Preuß». faden Negierungs:Departements zu sucven ist). D:»
Bevölkerung hat sich im Laufe des Jahres 1818 um
23,075 vermehrt, und betrug am Ende desselben „“)-85,324 ohne Militair. (Die amtliche Uebersicht enthalt S 51. “: 553,101 für das Jahr 1817. Allein das M:- litair ist hierin begriffen.) Es kommen daher 1400 Menschen auf die Quadrm. und wenn mandie beidezt Hafe mit 30 M. abzieht, 1511. (S. )()Ll. ist dre Wakerfläcbe beim Kreése Fischhausen nicHt angege- ben . schließt die EiUlsitung.
Bei der Justizverwaltung liest man mit einiZkr Verwunderung, daß zu Königsberg nech dem SMN: Gerichte noch zwölf Patrimonial:Gerichx'sbarkeiren in Wirksumkeic sind. Daß eben daselbst die fünf Frei:
heiten, die von der Gerichtsbarkeit der Stadt eximirx waren, noch jest, nachdem der-Stadt die Gerichtsbax- - keit entzogen worden, in peinltchen Sachen ihre Exem- .
tion behalten haben", bezweckt idol nur eine tempo- räre Erleichterung des Stadtgertchtes.
Das Ortschaft:Verzeichnis selbst ist„ mit dem mühZ ; samsten Flciße angefertigt, und em ahnliches Werk" ;
über die andern Theile Preußens auch zu wünscßen.
Redaktion in Aufsicht : v o n S tä g em a nn, Neßmersche Bushdruckerci,
DU“ densr gkhéxr.
alzz-*-die'-amtliche Uebersicht der Bodenfläch .
5) Eine Uebersicht der Verwaltungs:Vehörden
Allgemeine
?
ZPreUßisOe Staats- ettung,
*-
447x123 Stück. Berlin, den 307701 Mai 1820.
1. Amtlijche Nachrichten,
Kronik des Tages.
Berlin, vom 30, Mai. Sc. Majestät der König haben den General:Lieutenant und ersten Kom: mandanten zu Magdeburg, von Horn, zum komman- dirsndc-n General des fiebenten Armee:Korps und der Laxxdestßeile, wslche deßen Ergänzungsbezirk bilden, zu
- crncxmcn geruhct. Die Geschäfte als erster Komman-
“' d0nr ;„U YdesWrg wird der Generalmajor von Lo:
be::tlzal einstweilen mit versehen. Des Königs VFTajestät haben den zeitherigen außerordentlichen Profeßor und Prosektor bei dcr hie:
sgen Univerfität, 131". Rosenthal, zum ordentlichen Profeßor der Anatomie und Physiologie an der Uni: versität zu Greifswald zu ernennen geruhet.
Der zeitherige Dsmonskmror ])0tar11088 ])r. H o rn: schach an der Universität zu Greifswald isk zum außer- ordentlichen Profeßor der Naturgeschichte und Botanik an eben dieser Universität ernannt worden.
Der zeitherige Privatdocent 1)!“- Meier in Halle ist zum außerordentlixhen Profeßor der Alterthums- Wißenschaft und klaßischen Philologie an der Universi- tät Greifswald ernannt worden,
[[. Leitungs-Nachrichten.
N. “ck - - - srankremh. DW Reden m der Kammer der
: Abgeoxdm-xcn fü? und n::der dkn Enewurf dcs Geseßes TTW.“ » Wahlen ['Tchkll die Farben der Pardhei, wozu Un [?ck finder man in keiner et: 17.115 Aux-“gezeicß-mtes; die Redner dec [*.nken Seite sprecxzén mét größerer Gewalt der Leidensshaft, die vor: züglisézeren Redm'r der rechten Seite mic mehr Würde, die man doch an;!) den Gemäßigtern unter den ersten nicht bezweifeln kann. Wir heben aus der Rede des Ministers des „Fn- ULM folgende Stelle aus: „ Zur ciUige Vorschriften des Wahlgeseßes vom 5„ Febr. 1817 will man abändern, nicht die Verfaßungs: Urk:mde. Aber, heißt es, der Hose Artikel der Ver- faßangSUrkx-nde räumt denen, die eine Steuer von 300 Fr. bezahlen, ein Stimmrecht ein; ihnen dieses RMT entziehen, heißt die Verfaßung verleßen. Die Vsr?“aßungs:Urkunde giebt keinesweges Allen, welche eine Sxeuer von 300 Fr. bezahlen, das Recht, an der WKW Theil zu nehmen. Sie sagt nur, daß man, um Theil mbmen zu können, 300 Fr. steuern müße. Das ßetßr :.xlso, ohne eine Steuer von 300 Fr. zu er: leZM, kann man nicht Wähler seyn. Aber die Ur- kunde sagt nicht, daß man, wenn man fie bezahlt, nothwcnxrxig Wähler seyn müßt. Nur das Geses VW 3817 hat solches angeordnet; diesesGeseß aber ist, wie aUe übrigen, einer Abänderung fähig. Die vorgeschla- gene Abänderung vermindert das Recht, welches den Steuerpflichtigen von 300 Fr. durch das Geses einge-
räumt WM; fie läßt ihnen nur eine mittelbare Stimme. Absr sée entzieht ihnen kein verfaßungsmäßiges Recht; denn durch die Vecfaßung hatten fie solches nich er- langt.“ (Der 401712 Artikel der VerfaßungS-Urkunde läutee: „Die Wähler, die an der Ernennung der Ab: geordneten Theil nehmen, können kein Stimmrecht haben, wenn fie nicht eine direkte Steuer von 300 Fr, bezahlen.“)
Her? Royer Collard sagte: „Nach dem Gesch: Entwurfe wird die Kammer von der Minderheit ge: wähit; ich will gar nicht wißen, was diese Minderheit ift, woher sie entsteht, welcher Geist fie beseelt, welche Kammer von ihr zu erwarten ist. Das alles sind mäßige Fragen. Da, wo die Minderheit vorherrfchk, ist die Wahl kein Recht; da, wo die Wahl kein Recht ist, kann von ihr die Rede nicht weiter seyn; fie ist: nur ein MiSbrauch, eine Unregelmäßigkeit. Die Prä- fekten würden die Sache vieUeioht eben so gut hand? haben, als diese mühsamen Zusammensesungen der Wahl- Kollegien. Es sind nicht Abgeordnete, die in der Kam- mer sésen, sondern Notabeln. Wenn aber die Kam- mer eine Gewalt ist, und die Wahl ein Recht, ein Recht, welches verfaßungsmäßig für einen jeden, der es ausübt, gleich ist, so liegt in dem bloßen Gedanken einer Wahl durch die Minderheit der Wähler eine so tiefe Verachtung der Menschen, von der man bisher noch kein Beispiel gesehn hat.“
Nach einem von der Regierung bekannt gemachten
[ Veczeichniße beträgt die Anzahl der Wähler in den