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dessen ungeachtet nicht spätefteps binne'n zehn Jahren ngch dem lcßxen öffentlichen Aufruf zur Realixation ein, so erlischt ein jeder Anspxuch auI denselben an das Gesellsckxaftsoekméxgen, “was unter Angabe der Nummern der werthlos gewordenen Prtoritäts-Obligationen von der Direktion öffsntlicb bekannt zu machen ist.
8 10. Die Mortifikation angeblich vernichteter oder verlorener ,
Obligationen erfolgt im Wege des gerichtlichen Aufgebots nach den für das Aufgebot von Prtvaturkunden geltenden geschlichen Bestim- mungen. Zinékoupons qnd Talons können weder aufgeboten noch mortifizirt werden. Demjeyigen, welcher den Verluft von Zinswu- pons vor Ablauf der Verxährungsfriß (Z 2) bei der Direkxion an- melde? und den ßattgehabten Bess glaubhaft daxth'at, soil 11:16) Ab- lauf der Verjährungsfrist de? Bekrag der angemeldeten ux:d bis dahin n€cht zum Vorstßeén gekomtmnen Zinskoupons gegen Quitßung aus- gezahlt wcrden.
§ 11 Die in Den W. 4, 5, 6, 7 vorg-*schriebe118n öffentlichen Bckanntnmchungen erfolgen durch den DcuffMn Reichs- und Preu- ßischen Skaats-Astigcx, die Berliner Vöcscn-Zsitung, die Vexliner
- Bank- und HaNcLSzeiT-Mg un?) die Sckxlefiéä): Zeitung zu Breslau.
Zu Urkund dkffen (,abxn Wir das ßcgsnwäxtége Landesherrlichc Privilegium Allerhöchsteégenhändig voUzogUxund unter Unserem KöüiglicHen Infießcl ausfcrtigcn lassen, ohne ]sdoch dadurch den In- habern der Obligaxionsn ia YlsiskßUUg i:)rer Bxf-xiediaung eine (He- wähxleismng wcn _Seiten des Stams zu geben oder Rechten DritTer
zu präjudiziren.
Das gxgmwärtige Pcivilegium ist durch die Gcscß-Sammltxng
bekannt zu umckxn. ngeben Bcrlin, den 9, Oktober 1871.
(11, Z,) Wilhelm. Graf v. Ißenpliy. Camphausen.
S ck e m a 1. Prioritätsd-Obligation
er Berlin-Görlißer Eisenbahn-GesellscHafi.
eder Obligation sind 20 . W:“gen Zoupons auf zehn Jahkc MW 8“
bux1g fernerer Coupons üb r beigegeben. e machungen. Eintauseud 'Thaker (FünfT-underT Thaler) (ZWÜÖUUÖLU Thaler) (Cänhundert Thaler) Preußisch Courant.
Inhabxr diiskk Oéligaiion hat aufHöhe dcs'obigcn Beircéges kor: Einlaufend Thalern (Fünfhundert Thaler") (Zweihuwdcr: Thalern) (Einhundcrt Thalexn) Preußtsch Coucant AUtheil an dem in Gemäß-
heit des Aüerhöchsten Privilegiums vom ......... . ...................
............ emittirten Kapitale von Sieben Millionen Zuveikxundert Ein awd Achtzkg Tausend Thalem Preußisck) Courant Prioxitäts-
Oblthiknend dcr Berlin-GörlißeT Eisenbah11-Gcsellschaft. L*; M en ................ .... Der VerivoÉtungsrath der chlin Görlißer Ciscnban-Gestüsckzast.
DMMMDWBMM-
EiUgcir-,1gen 1701 ..... Görlitzer Eisenbahn. 1T. 18.
Der HaxFi-Rendant
Schemall. (Erster) Zidns-Coupon
* er Berlin-Görlißer Eisenbahn-Prioritäts-Obligation WM. 13.
.I? .......
zahlbar am 2. Januar (1. JW) 18.. , Inhabxr diesesempfängt am 2. Januar (1. Juli) 18.. die halb- ]äoh'rigen Zmscn der 95e_n verannten Prioritäts-Ovli,1ationen über. Etntausend Thaler'(Jü-1shundert Thaler) (Zweihandcrt Thaler (Ein- handert Thaler) nm 22 Thlr. 15 Sgr. (11 Thlr. 78 Sgr.) ( Thlr. 15 Sgr.) (2 Thlr. 7x2 Sgr ). BÖTUUÖFUZ] ..... d' . “B li G3 E ie rc t on er * er n- *rkißsr ienba n-Gesell a t. 11. U. s [)]? U W s
Der HaupTJRend'ant.
Zinsen, deren Erhebung inner- halb 4 Jahren, von dem in dem betreffenden C:)upon bezeichneten Zahlungstage an nicht geschehen ist, verfallen zum Vortheik dcr Geseüschaft.
Schema 111.
T a l o n _ ' zu dcr - Berlin-GörUHer Eisetxbayn-Prioritäts-Obligation 1111512 13.
M .....
Der Produzent dicses Talons erhält gegen dessen Rückgabe binnen Jahressrist, vom ..... '. ........... ab, die für die vorftehend bxzeichnete Priorttats-Obligatton neu anzufertigenden Zjnscouvons fur die nächsten zehn Jahre, sofern nicht von dem Inhaber der Obli-
O'
CrUeux-rang dcr * Coupons nach dem?,lblauf und ein Talon znr Ekbk- Nr ........... Von zehn Jalxren erfolgen„
jsdesmal bejondcreBskannt-
gaTion bei der unterzeichneten
Direktion rechtéiii W" dage en„erhoben Wird. z z *dnspkuth
etlin, den ......................... Die Direktion der Berlén - Görlißer Eisenbabn-(Heseasckzaß “ 17, 11. 18 11 '
Dkk HWY. Rendant
Reichstags = Angelegenheiten.
B er [in. Nach dem dem Reichstage vorgelegt-xn Haupxetat des: Ver, waltuna drs Reichsheeres find die sämmtlichen Bedürf- niffe Leser Verwaltung und zwar für eins Gasammtpräsms; ßärfe des Rzich§hcech von 401,659 Mann 2 225 Thlr sind umec Berückstaxiigung der" Erlasse, wclche einzelnen Bun: dcsstaaten vertragsmäßig getvahrt find, auf 89,986893 Thx,- 23,139,755 Thlr. mehr als in 1871, mransch2agt Das ML,)"; bxruht eines Theils in dem Zutritt der Kontingente r-on Bay,", Würxkcmberg uud Ba,?en, andctcn T'heils in dcr kurä) die (16qu meine PreisftségerNg der chmsbcdürfnxssc bcdingU-“n Aufdesseru'ng der Vesoidungm einzelner Offizieräxargm :md der Erhöhung des den I)ka:111schaften zu gkxxähr nden VerpfleZUUJSzxschuffcs , sowie in Ber Exhöhang dcs Kostenaufwandes, wel-He die andaUexnde Preissteigerung der und dje Steigerung der Arbeitslößne bei Bauten, Repaéaturen Uéensaltmchaffungn 2c. beTith. Nach dem ETat verthcixt fix!) dix xébcxxyngcgcbene A::sgade auf das preußiséhe Kontxngent und für die m dle preußische, Vecwalth ÜHcrnommcnen Kontingenfe anderer BUNdcYftzaéen m1t 68,887,624 Thlr., auf Sachse» mit 5,132,096 Thlr. auf WurLtUUb-srg unt Z,770,208 Tbxr, auf Mecklenburg mix 1,351,565 Thalxr und auf B(tycrn mét 10,854 900 Thlr. -- Nach dem Zutritte dcr Konéingenxc Süddeutschlatkds, sowie der KonkingentquNe von Elsaß-Lxxthxiygcn zum Reichsheqcxe, besteh: dasselbe aus 18 Armee-Corps - 14 prenßtsckxey (nebst 1_?5s11,ch6n Division), 2 bayekischem 1 säch. fischen und 1 wertemb-xrgt chen.“
ZupVerztnsung der Reichsschuld sind 689,000 Thlr., 77,000 Thl?.n1ehr als in 1871, auf den Etat gebracht und zwar 509,000 Thlr. (gegen 1871 weniger 103,000 Thlr.) Zénsen für die auf den („Gesehen vom 9. NoVeMbcr 1867 Un?) 20. Mai 1869 bcruhende Anlethe zur Drckang dex"; außeroxdentkichen Gelkabkdaxfs für die Er- !veiteryyg der Bundcs-KrieasMarinc Und die HsrsjeUung der Küsten- verthxtdxgung und 180,000 Thlr. Zinsen auf Schaßamvcäsangen, Welche auf Grund des Etaxsgcscßes cventucl] bis aufHöve von 8000000 Tßlrn,
- ausgegeben Werden. Die ZénU-n für däe aufGrund der Bundesgkseße
vom 21. Juli und 29. November 1870 ausgegebeneU SchUldvcrschreb bungrn mzd Schaßanwcismxgm sollen aus den zur Deckung der Kriegs- kostcn bcsnmmtm Mitt-sln bestritiM Werden.
Unter" den etnmaligen und extraordinärcn Aus- ga ben fur 1872,“ soweit solche nicht bei den Etats dcr cknzslnen Vsrwaltxmgen bereits crwähUt jvoxden, find noch besonders hexvorztthxven" Z,500,000 Thlr. zur Abtragung der in den Jahren 1868-1871 fur die Kustxnbefcßigung gemachtcn Anleihe ux1d3,750,000 TW, Welche als Betmbsfonkjs dcr Reichskasse dimm sollen. Die Ruckzaßltxng dcs erstgedach1en Betrages aus den verfügbczren Mikieln dex" franzöfixchcn KriegthsOädigung Hat sich empfohlen, Weil neben der Ersparung der_Z1nse_n durch thra,xung diescr SMM“, cm Welcher Bchxyer11 qécht bethcrl'xgt tft, auch ewe Vexcinfachnng der Berechnung dex Matrxkul'ar -B:«1kräge errcicht wird. Da der bezügliche Betrag mch: darxck) czne fundixte Anleihe, smdcm durch einstweilige AusWhe Von Verznzslxchen Schaßanw-sxsungen aufgebracht 18, so kann die Ab- tragung *emfach daduca) bcwirkt werden, daß ein gleicher Betmg von Schaßanxvcisxzngen' eingelöst und nicht wixder aus7egebcn Wird.
Was d-e Eznnahmey dcs ReichshauTha sct.1t [»etcifft, so 1131) an Verschiedene Einnahmen Überhaupt 144,103 Thlr., 5337 Thlr. Mehr als im Vorjahre, auf den Etat gebracht w:)xdnz, darunter 180 Tklr. Miethen und Gebühren der Nor- msl-AxchungÉ-KNnmrffton, 56,380 Thlr. beim auswärtigen Amte für Rxxsxpässe, Konsulats-Jntraden TT., einschließlich einer Aversional-Ent- sÉadigung von 80,000 Thlrrx. Seitenx der preußischen Regierung für dre Bcsorgung ipxztsu prcußtsckyer Llngcleqcnbcixen, 65,000 Thlr. Cin- nakzmen der Milstärvemyaltuna und 15,863 Thlr. Einnahmen der Markncverwaltuyg, endltck) 6680 Thlr. Einnahmen bei dem Bundes- Obcr-HandcngerWt an Gettchtskosten 2c, (6050 Thlr. mehr als im
Vorjahre). Einnahmen aus der Reichsanleibe. Von den auf Grund und 20. Mai 1869 zur Dcckung
Lex Gefxeke ?MILZZ NYe-Yber 1867 “c_ au erox exx i cn e bedarfs für die Crweiterun der Bundes- Krtkgsmarme unh die Herstellung der Kästenvertheidiana durch eine verzmklickye Anljnhe za beschaffendcn Geldmitteln sind für 1872 1,222,000 Thlr.„m den Etat enmgefieljt worden Aus der betreffenden Anleihe“ ünd fur 1868-72 uberhaupt disponibel geßellt 11,914,548 sTokZLlrÖcx'uk FtieTeVé-Frtuzeg Xilnd1Z,-Y)0,0Z0 dThlk. zu?5 Küßenbcfeftigtmq und e er n 7a--; 21: ran'te '
guncgE _abgeTrYgen Werden, f f z ssth n KriegSentschädt tnna menausder ranzösischenKrie Cent chädi un . Aus derselben sollen_zur Ds-ckung etatömäßigcr aFßerordLnLlicheZ Auß- gaben überhaupt 7,270000 Thlr. , 'Welaxe der Etat für 1872 in Ein- nahmetstht, vetwcndet wexdcn- nämlich: 20,000 Thlr. für Revision der Krcegékoften -Rcchnunaen, 3,500,0('0 Thlr. zur Abtragung der in den thren 1868 bis 1871 für die Küstenbefcßigung im Wege des Kredtts bcschafften Geldmittel und 3,750,000 Thlr. zur Beschaffung eines Betrikbsfonds der Reicthgffe. Der erßgedachte Betrag von 20,000 Thlrn. ist _aus deux'Llntheile Des vormaligen Norddeutschen Bundes an der KrtegSentschadiguny, der Betrag von Z,500,000 Thlrn.
aus dem Anthei e der BundeT-staatcn , mit Ausnahme von Va cm und der Betrag von 3,750,000 Thlrn; mit 2,000,000 Thlr.“ yorahy für,
zum Armeebkdarf gehörenden Materialen
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Gesammtheif und mit 1,750,000 Thlr. aus dem An- JMFH? Tkxeurndesstaaten, mit Ausnahme von Bayern und Württem- berg, zu nehmen.
.- Rei stag ift folgecdc Denkschrift, b-eFrcffend den Geseßeéteyzurfchdes Reichshaushalts-Etats ,m: das Jayr
“1872, vorgelegt worden:
Bei Feststellung des ReichShauShaltZ-Ctaéß für ?ck Jahr 1872 find theils in Bezug auf die Normmxng ycr Ttathéftlmwungen fur die Verwaltung des Reichsheeres, „theils m Bezug auf dte Oldmmg der Neichsfinanzen allgemeine _Gepchthpunke le_tkend gewesen, dxren Darlegung zweckmäßiger , an dte einzelnncn Bestrmmungcn des Etats- gest'ßcs, als an die Spczmletats zu kuupfen 111.
“'“ Zu §. 1. Die Vesiimmungcn der Rcichévcrfckffxchng, mxf Grund deren die Jesßellung des Etats für die Verwaltung des Rctchsheerks
in km Jahren 1868-1871 exfolgte, laufen mit Tem Jahre 1871 zu-Ende.
Die verbündeten Regierungey haben fich d'ekhalb, sobaidxie Heimkehr des Heeres in die Hetman) d'en Béglün Yer Voraröextxjx geftattete, mit der Auöarbeitung dcr, Spezml- Exaxs fur 1872 bekchcxf- tigt, welcbe zug1e1ch mit dem, aus" thn hervorgehendcq Haupt-Etat dem Reichs2age zur yerfa-ffungsmaßtgen Bksgxlußnahmx m de-(gcgen- wärtigen Session vorzulegen wgre'n. Cs 1|„chnen ]ekoa) nxcht ge- lungen, diese Vorarbeiten 1echtzetttg zum 'Awchluß zu brxngeu, und se bcfindm sich dekhajb in dcr Notöwendrgksxt, dcm Rexchswge die Aukdehnung dxr bis zum 31. Dezember d. J. geltenden Verkasszmgs- Beßimmungen auf das Jahr 1872 vorzzxschtagen und démgemaß dye zur Beftreitung dcr Gesammtausgabcn fur das deutsche kHecrfunZdte zu demselben gehörigen Einricxtungen erfordxrlrchen Mistel m_ Emm; Summe attszubringen, deren Höße nach dem Maßstabe 13011225 TM. für den Kopf der auf ] Pxozcnt dcr Bcvélferxmg von 1867 festgeßckl- ten Imedens-Präfenzstärke des Vießchsheeres, unter Abzug der konven- tionSmäßégen Nachläffe, berechnet 111.
Die Gründe, welche den rechtzeitigetx Abschlizxß der Vorarbeit-xn verhindurt OaOe-x, find in der Hauptsashc dxe nän1ltchcn, &us Welchcn bci Feststellung dkk Vx1fassung des Noxddeut'schen Buydrs dée oben etwähntrn Bestimmungcn gctxoffcn MUMM. Dicée lemde lach in erster 6nie da??,n, daß ZdTe Re::organxsation des Vundxshesrxs die FeßfieUUNg und Auöfüßrmm dcs Mtkitarstäxs untkr die Herrsxßaft so außerordenx-lichcr Vexhältnissc stclxts, dcxß Tre regelmäßigcn Bestim- mungen, :vcche für das Etuts- und Rechmmgswesen Felten, auf den- selbcu keine Anwendung finden koxxern. Bei der Umfoxxmny 84- „Armee sind die Verhältnisse, :oclcU; s:.“xc 1.71? LMzeMCt) CTÜTÖYLJ MOJM normgebend fink“, fortwährend im Fuß 'der, duxch dte aUUZaUaZe EU:- und Durchfüyrung dc: :xeuxn Foxmatwn bxdmgfcn Vergnderungen bcgriffxu Es ist daher 11ichk mög1:ch, „das Demu der) AUSch-en Tes einzcinxx'n Jahres von vorn [)xr-rin 19 zu ubersxhcn, duß chr dÜffélO-e e§n die Verwaltung in jederBezielzöngbmdendxr CMTÜUFITÜCÜT wcrdenkann. DieAUsgacheletung hat KÜCHYUUT dcn (m€x den aéker-cx-s V rhällniffn: in die Urrxbikduxxgspekiode férche Odex längere ZM Hiuühcrreichcnden EinriMunch gcreckyt zu Werken, soondcxn ste MUß zaglcick) dm neu |ck bildexxdcn Jormatéoacw, je nac?) xhkem raschcren o_dcx (an„sumercn EUÜWÄTÉLlUnFsg-ÜUKS, fick) anxchließch und die hiergas mb crgcÖer-„dcn Kömbinatiomn können unmöblia; kon korn hmm sc) ffxirt jrcrdm, Wie das zur Axxfßelmng eines im Einzelnen bindenden EMW uner- läßliä) ift. “Analoge Verhältniss;- léégcst in dicssm Jahr; vor. Die durch die Gründuxg des DcutsäxM RUM cingytrctrue “Entwickelung macht 61118 Umfsrxnung dcs He-ckfs dcs _NordkeuTschen Bundes zu dem deukschen Heere in ähnlicH-er Weise erscrderlich, Wie damals dée Umfoxmung des preußéschen Hoercs zu dem Heere kes Norddeutschen Bundcs. (Hemm “wie damals voUzéexzt fich diese Erweiterung nicht durch blos äußsrlichcn Hinzutxitt muer Heeresrheile, sondern sie ist mit eine? Reorganisation Vcrkunden , Welche die xinzufretcnden Be- standtheile a,"??milirt, und zugleich mit Wesentlichm Aenderungen in die beßelxndcn Formationen der Armee Des vormaligen Norddeut- schsn Bundes zurückgreift. Dicse unachiSbarcn Thatsachen erschwer- ten und verzögerten eine Arbeit, darm Qlusführung, Wenn es fich nur um den Etat für das Heer des VormaliZen Norddkutschm Bundes gehandelt hätte, einer Verzögcrung nicht nnterlegen haben würde. Die Vorlegung einxs voliständigen Etats für das Jahr 1873 an den im Frühjahr nächsten Jahres zusammentrctenden Reichstag ist durch die gegenwärtige Lage der Vorarbeiten gcstchert,
Die in den geschlich festzustellenden Reichsbaushalts-Etat suf- genommene Summe von 89,9;6,31«2 Thlm. für den Bedarf der Ver- waltung des Reichshexres iß in dcr Anlage17. untxr Beifügung eines Hauptetats der Verwaltung des Reichsycercs nahxr erläutert und umfaßt zugleich den Geldbetrag, Weicher gemäß den 111 dem Vertrage, betreffend den Bcixritt Bayerns zur Vetfaffxmg des Deutschen Bundes vom 23. November 1870, unter 111. §. 5 getroffenen Bestimmungen für das bayerische Kontingent auf 10,854,900 Thlr.,bcrechnet und in dem Hauptctat dcr Verwaltung des Reichsßeeres m Einer Summe ausgeworfen ist.
Zu den R. 2 bis 6 in Verbindung mit Kapitel 8 der ein- maligen und außerordentlichcn Ausgaben.
Bei Mündung des Noxdkcutschm Bundes ist es nicht möglich ngescn, sofort eine durchareifendc Sonderung des „Hausvalts des Bundes von dem Haushglt der einzclmn Bundcsßaatcn durchzuführen. Während dée AuSgabcn für Recbnung des Bundes geleistet und aus den Mitteln des Bundes schließlich_ gedeckt wurden, mangelte es der Bundcékaffe an Mitteln, um die 111 einer so umfangreichen Finanz-
verwaltung nothwendigen Vorfchüffe zu leißen,und die Kassen der einzelnen VerwaltungszWeige mit de erforderltchen Betrtebsmittrln auszustatten. Es blieb kaher für alle diejenigen VerwalxungézWeige, Welche verfassungsmäßig von den eiulenen Sxaaten gefuhrt werdcn -- die Vsrwaltung dec Zölle und gemeinfchafiltchen VerbrauchÉßeuern und die Verwaltupg der Militär-Kontingente -- de'n einzelxten Staa- ten, Welche diese Verwaltungen führen, überlassen, die ,bei Letstang dcr Reichsaysgaben erforderlichen Vorschüsse aus Landesnntxeln zu letsten. Für diejenixxen Zweige dagegcn, Welche vom BUnde selbstgefuhrt wur- den, hatt? die Bundeskaffe mit den Schrvierigkciten zu kämpf-kn, Welche Kc!) aus dexU M.!ngtl xigener Betxiebsfonks crgcbcn.
Mußte bisscr mit Rückstcht auf die fmsnziclle Lage darauf Vcr- zicbkxt wecken, die BUndes-Finanzverwaltung Mittels einer dum;- greisenden Sondsrxng derselben von dm Landes-Finar-zverwaltungcn mxd Au§stattung kerselben Mit angewess-xnen Betxicbsfonds auf eigene Fuße zu stclken, so dürste jkßk, wo der Eéngang der französiscken Kxiegscntschädigung die Miftel béctek, um diese Reform ohne die sonst unv-xrme'xdlichen stökMd-n Eingriffe in die Finanzvkrhäleniffe cinzclner B„undcksxßaatcn duxchzufüTr-n, der Aygsnbl ck gekommen sein, die selb- stanngZ Ordnung der Reich§finanzen herzußeUcn.
D'ixst Reform (“legt nicht nur im Interxffc d-xr inch€-FinanzVer- Walkung erbst, sondem am wesentlichsten im ?ntercffe der eénzelnen Bundxsstaaten; denselben w'rd ans der durchgc üßrten Trennung der Reickxéfinanzkn von 13-11 Landeéfißanzen eéne e1hcb2iche fivauzi-Ue Krästtgax-ng erwochsen, indsm fie von den Betticbérorsejzüffen entlastet, v:;n d.:r Gefahr störenden Eingreifens des Reichshausbalts in ihren cig-nen .Haxtshakt befreit Tkade und dmch gesicherte Gleichmäßigkeit . in dcr Abführung der Matrikularbeikäge für ihren eigenen Haushalt einen klaxen Ucbcrblkck und eine feße (mendlage gewinnen. Jene Reform ist zugleich mchvendig zur Turckféjdrung der von der Ver- faffung ins Auge gefaßten gleichmäßisen VertheilUng dec Losten, wcklche so lange eine UUVOÜftänkisxk bleibt, als nicht auch die Leistung der nöthiacn Vorschüffe uxxd Bctriebéfonds auf gemeinschaftiicheßiech- nung gcfchieht.
Um einen Ueberblick über die 3:4 lösende Aufgabe zu gewinner“, kommt es darauf an, diejenigen Verwaltungszweige, Wslche von den einzclnen Vundcéstaatcn auf Rechmmg des Reichs gefühxt werden, von denj-niqm zu sondern, wck1che dkm Reiche zur (igcnen Fübxung überwjesen smd. Tie crstcrcn find die erwalmng dsr Einnahmen aus den Zöllen und gemeinsäzaétlickxen Vctbrauckxsstsucra und die Verwaltung dcr Militärkontiygenkc, die „lkßteren wexdcn durch alle Übrich ZWeége ker Reichsverwaléung gebxldct.
1. V-zexcssyecs-Wssc ('ct dcr sar Reconung des Rcéchs von den _ einzclxxexx Bundesstüaten geführxen Verwaitung.
Die Einnahmxn aus Zöllen und Verbrauch88eucrn biL-“éen die erste und hauptsächlichste Resource für die Bestrciéung der Militär- ausggven und wecdm von dkn Staatep, weläxeMilßtäxkxontingsxxtc ve:- wcxlten, u:;mittclbar zur Bcftxeitxxxg dec MéliÄrausZakcn vxrwcndct.
Nack) Ariixcl 38 der RCZÖHVeraffUng Hat die Reichskäffe auf die Zölle und gcmcinWaftLiÉ-M Verbmvchsßeuern, cinschlicßléch dcr Bxanmwsin- Und Vmwnmxzstcwcr, eimn %*,.sprxch), sobald diesélben zur Ansäxreibung gelangt fiUd. Der N:;WL-Zausßalés-Etat jvciéct die M! Lkafe dcs Etatsjahrss zur Anécheik-n-Y gklÉUJLnÖCU Zéüe ur-„d Vxxbx'anchsstcuesn znr Lecerug dc“: Reichsausßabeu an. Da ein großcr THeil dikstk Steuern D(U dcn Lanxeéregicrungsn gemäß den im Zoüvekcin gstrc-ffckscn Verabécéupgen auf dre“, bcz7thnZsLVLise (mf Ws INOUÜTL kreditérk wird,- so fiisßxn diesexben cr'ft längere Zeit, nachdem fia: zur Anschreibung gclßngt smd, in dée Landeskasssn.
Die Leißnng der Militärausgaken kann «“um ek-tsprechcnden Aufschub“ nicht exleiden, es ergiebt fich also für aUe, die Zölle und Verbrauckxéßenern verwalteuden Staaten die Nothivmkigkcit, behufs rechtzeikigcr Brschaffung der Mittel für die Ausgaben die kreditirten Zoll- und St-xuerbeträge, lange bevor si? eingeben, zur Vcstrcitung dcr Angaben bereét zu ficüen, d. h. aus Landesmitteln dxeé, be- zéehungswcisc sechs Monate voszschicßxn.
Es liegt auf der Hand, daß Lurch dicke den Stagten mit xigener Zoli- und Skeu-sMrwaltung auferlcgte Nothwendtgkctt, dic bet 18rcn ZolL- und Steucrßcllen zur anchrcibung gelaUgend-“n gxmcizsschast- lichcn Abgaben aus Landesmitteln bis zum Ablauf der Kredttfristm vorzuschießen, eine sehr empfindliche Ungleichhett in 17er Bekastxmg der einzelnen Bundesstaaten herbeigeführt wird, denn etncstheils bleich diqenigen Staaten, chche cine eigcnx Zoll- und Séeuervean-alkung nicht béfißcn, VLM solckxen Vorschußlxtßungm zu Lastm dcr'ubxigen gänzlich befreit, anderenthcils verthexlen fich dre Vorschußlctstungen, welche den die ZöUe und Steusrn selbstverrvaltenden„Staatzn in Folge der Zoll- und Stxuerkredite obliegen, nicht nchh xhrer Steuer- kraft, sondern nach der (Gruppirvng der Handessplk-ße und. PxodUk- tionsgebiete, in Welchen die Zölle und Stcuern, welche schl1elexch dée Konsumenten dcs gesammten Zoll- resv Steuergebtets treffen, gezahlt werden. So war bei“pi€lsweise mn Schluß de:; Jahres 1870 Braun- schWcig verpflichtet, auf Rechnung der auSßehendm Zo'xl- und Steuex- kredite 852,500 Thlr. oder 2,8 Thlr. pro Kopf der Bevolkexung, ferner Anhalt 1,246,031 Thlr. oder 6,3 Thlr. pro Kopf der Bevölkerung an die Bundeskasse abzuführen und diesen Vorsch-«ß aus, etgenen Mitteln bis zum Fäliigwcrdm der Kredite zu leisten, wähxcud der Betrag der ausstehenden Steuerfredite für die Gesammihctt der StxxaLen dcr Branntweinsteucr- Gemeinschaft nur 0,216 Thlr pro Kopf der Bcvöl- kerung ausmachte.
Es sind das Anforderungen an die Jinanzkwst cinz-lnex: Staaten von so unverhältnißmäßiger Höhe, daß eine Refonn uic1,t länger hin- ausgeschoben werden kann.