Üichtamtlichc§. Deutsches Reich.
Prxußen. Berlin, 22. November. Se. Majestät dex Kaxse'r und König nahmen heut die Vorträge des Ge- hetmen Ctvtl-Kabincts , des Kultus-Ministers, der Hofumrschälle und des Stadtkommandanten entgegen und empfingen den stellvxrtretenden kommandirenden General des [. Corps, Gene- ral-Ltcutenanft von Barnekow, soxvie den Direktor der britischen und ausländrfchen Bibelgesellschaft für Deutschland , Prediger Palmer Davies.
-- Ihre Majestät dife Kaiserin-Königin wird am 27. d. M. nach Cassel abrufen, den Großherzoglichen Hof in Weimar besuchen und am 2. Dezember in Berlin eintreffen.- Per Kammerherr Graf von Beyßel hat den Kammerherrndicnst ubernommen.
- Der Ausschuß des Bundesrathes ür andcl und "Verkehr trat heute zu einer Sißung zusammen.f H
_ Im weiteren Verlauf der gestrigen Reich stags si un sprachen noch die Abgg. van Freeden und ])r. Forchbatxzmnecr] itz der Generaldebattx uber den Mnrine-Etat. In der Spezial- dtSkusfion wuxden dre einzelnen Positionen dsr dauernden Aus- gaben der Rnhe nach genehmigt. Zu Tit. 8 (Militär-Perfonal) monirxen dle Abgg. Dr. Wehrcnpfennig und Schmidt (Stettin) die Höhe Her Kosten der Marineverwaltung. - Ein Antrag der, Komnnffarien , betreffend die Außgaben dcs hydrogra- ph1schen Bureaus:
xdas Marine-Ministerum aufzufordern, mc rals bisher geschch:n,
füx Aufnahme cytlegener, aber von deu2schen ' chiffen stark besuchter Kasten, namentltch der Westküste von Ccntral-Amerika, durch dahin zu entsend_ende Schiffe Torgen zu lassen, ohne aber darüber eéne seyr nothwendtge Revißon der Nordseckarten' aus den Augen zu vcrlicresxa „Yurde genehm1gf. - Dxr Antrag des Abg. Schmidt (Stettin), 7000 Thlr. Besoldung fur den Géncral-Znspecteur der Marin'e al's »kunfttg “wegfaklend- zu bezeichnen, wurde abgelehnt. -- Eme Nesolutwn des Abg. van Freeden, den ReichÉkanzlcr auf- ?ufordern, zu veranlaffen, daß auch den eigentlichen Marine- ruppcn sogenannte_Retablissementsgelder gewährt werden, nach- dem das See-Vatatüon ynd die See-Artilierie dieselben bereits erhalten haben, wurde gletcbfalls nach einer längeren DiZkussion zwischen den Abgg. van Frecden, Schmidt (Stettin), Frhrn. v. Hoverbeck, LaSker und dem Bundesbcvoklmächtigten Staats- ebenso ein Antrag der
Ministxr Grafen v. Roon abgelehnt , Komm1ffarien zu der PoßéMwNepqxaturkoß'n-x die Erhal-
tung der -Gefi“onk betreffend;
Zu den ejnn1aligen Ausgaben Tit. 2 Marme-Exahltffcments in Wilhelmshaven) wurdeder Antrag _der Kommxsston,„ die Marineverwaltung aufzufordern: 1) den Liegebafm m thhelmshavm bald wenigstens bis zur Tiefe von 10„Fuß auszubaggern, dle nöthigen Krahnen zum Löschen
:- und Guterschuppen' hcrzystellen , 2) die Kanalverbindnng von der untern Ems mtt thhelmsbavcn in den Bauplan aufzu- nehmxn - angenommen. -- Zu Tit. 3 (Bauten des Kieler Etabltffemen'ts) versprachen auf eine Klage des Abg. Jensen uber die Stöxungen , welche die Bauten in Kiel verursachten, Bundesßomzmffar Geh. Admiralitäts-Rath Jacobs und Bundes- bevoxlmachttgter Sxaats-Minister Graf v. Noon baldmöglichste Abhulxe. -, Zu “TU. 6 (Bau von Kriegsschiffen) sprachen noch nachtraglich tm Smne des Wehrenpfennigschen Antrages die Abgg. Duncker und Harkoxt. 7- Zu Tit. 7 (Torpedowesen) erwiederte d_er Bundesbevollmachtrgte Staats-Minister von Noon auf eme Anfrage des Abg. Russel], daß es leider noch nicht gelun- gen set , zwei Torpedos, die |ck losgerissen hätten, im Meere
wiedxzxc defzufinden. - (1 em dann noch zum Antrag der Kommi nien der v. Forckenbeck und der Staats-Ministcr Graf v.ff 1110011 ge-
(Befcßigung des
Abg. sprochen hatten , Wurde derselbe in seinem ersten Alinea ange- nommen, in seinem zweiten abgelehnt; damit fiel auch das Amendement v. Kussessrow. Der Antrag Wchrenpfennig wurde abgelehnt. » Demnacbst entspann fich eine kurze Diskussion Umsehen dyn? Abg. v. Benda xznd dem Bundesbevollmächtigtcn Staats-thstcr Camphausen uber die Besoldungsverbefferungen m der Marine,“ dam1tschloß die zweite Lesung des Marine-Etats. der (JIMMY?) jtdtie dritxßVZeraFZtngIes Münzgeseßes. In * e a e ergrt er . crnbur das Wor deffen Rede der Reichstag fich ver.?agtc. g t, nach
*Im der heutigen 27. Plenarsißun des R1 s- tages, welcher am Tische des Bundesraths diegStaats-Mcianer
Gxaf von Noon, Delbrück von Pfreßschner von Lu von Mtttnacht und andere Bevoilmächtigte beiwoénten, wurdßén zu-
3434
schen Quartierleiftungsgefeßes inBadén und die Einführung
berufener ErTsKaßrdesertziftetn npmmen. -- n er rit en Verathun des Ge e entwur s dre Einführung des Norddeufschen Wßhrgescxxs f nahm Abg. H'ylder das Wort, um noch einmal Abg. Grell fxuber angeregte Jrage_zurüchzukonn11en , ob zum Verzicht gufcm Reservatrecht dteZusttmmung der betreffenden Re- gterung nn Bundesrgthegenüge, oder obdieZusjimmung dcsLand. WFS erforderlich set. In Württemberg habe die Ständekammer [Ze Berathung der Verträge fich allerdings die EntscheidUng gber dicseJxa e vorbehalten , er hoffe jedoch , daß daraus nie eme Schwiertgeit erwachsen könne, da die R d_er Zustxmmung der Volksvertretung sicher zu sein, hoffent. llch mx“. em Reservatrecht ayfgeben werde. Der Staats-Minister v. Mxttnacht glaubte dtese Hoffnung theilen zu können, welt 1edoch das Recht „der württembergischen Regierun * aufrecht, a_uch ohne eme formelle Zustimmung de§
Landtages Reyervatrcchte aufzugeben. Der Abg.Laskcr bestritt das
„ über 111 Bayern
zubehaltzxn. Die" Abgg. [)r. Windthorst Mcp en und ro txaten „fur dieseszecht ,ein und verwahrten |Y; ZagegenI;5 dL? eme_D_ts,kussi9n 1mRe1chstage einer Entscheidung der Frage präxudtzWe. die württembergische Kammer terung vorbehalten konnte,
Üch
eine solche Erläu- die
da Frage controvers
BMWMI dss Absa'tszdes Art.78 ab e eben abe. Der St „ Minister von Mittnacht erklärte, daßg A b aats
fe]; dje Frage sei überdies von der Regierung dtskuttrt woryen, er hätte. also bei dcr Berathung in der Kam- mer nur sem; persönltche Ansicht aussprechen können. _ In der Spezialdxbatte wurde das Gcseß angenommen, nachdem das in der Amendxmmt des Abg.Frhrn. Schenck von Stauffenberg, LTF" dte „?lufrdechsteÉh?-ltßuxßgscx§xtbayerischen geschlichen Bestim-
genuwr a ra- e & in“"oledcrvondn - Ministern Delbrück und von Lu“ “ g “ Staats gegen den'yadurch herbeigeführten kontroversen Rechtszustand wreder besetttgt x_vordefn. - Der Gcseßentwurf, betreffend den Geldbxdarf fur dj_e Reiclys-Eisenbahnen in Elsaß- Lothktngen, wurde 111 drttter Lesung. unverändert genehmigt.
uber.
- Anz 18. November 1). . Mor ens M der Weßscrte des Bahnhofes Z,Dort?nund* Als demselben das Signal zur Einfahrt gcgeben Wurde, riß eme Kuppelung tm Zuge, was zur Folge hatte, daß si'ch 11 Wgcn von demselben trennten und im Deuß-Mindencr G1etfe bergab auf emen ankommenden Personsnzug aufliefen. Dte Maschine des Lehteren, so wie mehrere Güter- und Kohlen- wagcn wurden bet dem Zusammcnftoße zertrümmert. Auch erlitten der Postconducteur und der Lokomotivführer 1365 Per- sonenzuges Kontusionen. Jm Uebrigen blieben Maschineny FetrxTFsrtsonal und Passagiere vsn erheblichen Verleyungen Die durch den Unfall verursachte Sverrun beider Gleis von denen das Deuß-Min'denxer erst gegen 1 1er Mittags frsei, gemacht werden konnte, néthtgte zu einer Umladung des Con- srZYzertteg-ss , wegen deren s1ch dieser Zug um 3 Stunden ver-
1 . Die Untersuchung zur näheren Ermittelung der Ver-
anlaffung des UUfalls de. der et - _ findet fich im Gange. 3 W schUldlgen Beamten bc
_ Der Cöln-Verliner Courierzu über" Kreien en traf gestern, wxe bereits mitgk'theilt, verspätZt,( und zwar xsveyZ bundet) nut dem Personenzuge, hier ein. Der Grund der Vexspä'tung war Schadhaftwerden der Zugmaschine zwischen ZaYhFLWigénYhZ ?Uds CHlbelrfcld. Von Magdeburg nach Berlin
1: aröanmäic “"' ' » fördert worden. 1 ß g n JLU ein Courterzug bc
Kiel, 21. Nowember. (K. Corr.) Dcr General-Licu- tenant von Stosch hat hcute die Befestigungen des Kieler Hafens besichtigt und war zu diesem Zweck in Begleitung des antrx-Admxrals Heldt mit dem Kanmxenboot «Haya nach Friedxtchsort gefahren. Morgcn wird General von Stos ' Marznekascr11e,„die Lazarethe, das Bcklcidungsmagazjn dcr Marme,„sowie uberhaupt alle htestgcn Marincgebäude besichtigen. „ Wurttemhqrg. Stuxtgart, 18,November. In Auß- fuhrung der Mtlttarkonventwn vom 21/25. Novemver 1870
Uhr, hielt vor em Kohlcnzug.
nächst ohne Debatte die Geseßentwürfe betre end die e [[ emes Nachtragsetats für 1871, die (,Sinfühßfung idesFVF-osxeddlelFtkZ
find folgende Anordnungen über die Bildun d " „. gischen Armce-Corps getroffm worden; 8 es wurttember
des Geseßes über *dieUnterstüßung der bedürftigen Familien ein. - m Baden, in dritter Lesung anae-
auf die Vom '
egierung- ohne
Rexht der württembergisöxen Ständekmnmer, beiAmmhmecines - erlauterndcn Vertrages sich noch einseitiéxe Erläuterungen vor.
Der Abgeordnete Hölder glaubte gleichfalls, daß . war und die Regierung keine entschiedene Erklärung über die -
„ er über die nter retatio 5 der betreffenden Beßmnnungen niemals zweifthaftpgeweseZ *
selbst. gar nicht . unverändert '.
zweiten Lesung genehmigte )
y geltend gemachten Bedenken .
7-- Bei Schluß des Blattes ging das Haus zu Wahlprüfungen -
3435
1) Der bisherige General-Ouariie2meis1erstab HM auf. An die Stelle der taktischen Abtheilung dcssclben_ tritt der pKöniglicywßrttem- bergische Generalßab- dessen Offiziere dtxrft dem Kriegs-„Mimstersmn unterstehen, svxveit f?: nicht zu den Skäben des KSné-xxlxchen'Axax-„ec- Co-ps abfommandirt Und. Die Königliche Ktiegöschule „blexvt oo;- [äufig in dcr ÖTLheriam Oc-zxanisation bestehen und ressoxtxrt_m erstsr
nstuuz von der Militäradthcklung des Kriegs -Mlnister1UMS, dsren
Yves hierin an die Stelle dcs bisherigen General-Quartkctmeisters tritt, in zrvciter Inßanz Von dem Kriegß-Ministcxium. Die Guidep- Abtheilung wird aufgelöfi,“ zur Verwaltung des Eigeythums der sn:- h-riaen tateischen Abtheilung des General-Quartiermeks1erstahs' an Büänrn, Kaxten u. s. m. wird ein Depot dcs Generalstabs gcbxldct mit dem Garnisonsßß Ludwigkburg, ' '
2 Das bisherige Pionicr-Corps bildet fortan das :Pwmer- BaTaéllon-r mit dW ssitherÉgen Garnison Ulm. '
3) Di: b-cßchenden ztvei Armee-Train-Ybtheélunzxm btlken “nnter Erweitexung zu Tram-ComPagnien fortan das »Train-Batatüonc mit der Garxäéon Ludwigsburg.
4) Die 3 Jäger-Bataiüone treten am 15, November d. I. zu den folaenden Regémrxüern als dritte Bataillone über, das 1. Jägcr-„Va- taillon zu dem 8. Infankerie-Regixnent in Sixaßburg, das 2. Zakgex- Bataillon zu dem 1, Jnfanterie-chimcnt (Grenadiet-Regiment Kömgm Oxga) in Süttxgart, das 3. Jäger-Bataislon zu dem 5. Jufanterße- Regiment (Grenadier-Ncgiment Köpig Karl) in Ulm. '
- 20. November. Für dre bevorstehende interz1a_110_:mlc Telögraphcn-Konferenz ist auf Autrgg Her KÖMZUCHM Regierung der Vorßand der Telxgrgphen-Dtrcktton, Prasident v. Klein, zu einem der Vevollmächtxgtcn des untschen Reichs ernannt worden. Herr v. Klem Wird seine Rmse „nach Rom Ende dieses Monats antreten. «» Heute reift Ober-Fm'atxz-Rath v. Böhm nach Berlin ab, um im Aujtrage ,der Kömglxchcn Regierung während der Vcrathungen 11qu dte Ausdehreung des Bahnpolizei-Reglements aus Wurttemberg dorx an- wesend zu sein. -- Von sämmtlxchen württembermschcn Jnfanterie-Regimentern , mit Außnahme des 8, 'n) Skrasz- burg stehenden Regiments, gehen 1e sechszehn Unteroffizxcrgdem- Nächs1 nach Preußen, um fich dort als Znßruktoren guszubtlden.
Baden. Karlsruhe, 21. Noyember. Der Landtqg wurde heute Vormittags 11Z Uhr durch den Großherzog m Person eröffnet. Die Thronrede lautet: &
Edle .Herren und liebe Freunde! Herzlix!) heiße ich Sie bci dcm Beginn Ihrer Arbeiten wiÜfommen und bringe diescr nengewähltcx: Versammlung gern das Vertrausn cmgegen, das i1)rcVo:ganJexinn8n durch Einficht und Treue verdient haben. ,
Dank den Siegen der deutschen Heere UNd dcm patriotesckzen Oe- Wciüfinn allxr deutschen Regimmgen und„VÖlkec ist imLaufe kes lcßten Jahres das Ziel, Welchem stets Mem'e höchsten Llnßrmgungen gegolten haben, rascher und vollstézndiger erre1cht, als nczch dxn fubyßen Hoffnungen erwartet werden du:1te: die Dxutsaxe Nanon [st polnisch gchigt unter der fichcren Führung des Karsch. ' ,
Trachten wir auch ferney danach, soviel cm uns l_tegt, das 1:1 13e- gcißertem Aufschwung Errungene Wrch brsonnene Exnsicht und aus- dauernde Arbeit zu befestigen und immex mehr zu „vkrvollkymmncn.
War es Mit: auch als eine unumgängliche Pfixcht e:sch_1enen, an Wesentliche Kronrechte zu Gunsten des Vaterlandes zu Verztchtcn tmd dadurch für MeinenTheil dazu beizutragen, daß des Deuésaxen Reiches Hinsehen uad Kraft grhoben werde, wir selbst aber daher dmemge Stärkung erfahrcn- welche aus" einhcixlicher Jührupg des Hsercs und M Politik erwachsen ums: -, so Wird es fortan m cxhöhxem Maße Mein Bestreben sein, die selbstänsxge Entwwkelung der gelxebxcn Hexmatb 'In ihrem freien und unabhängig zu er-Lyaltendm innern Sxaaneben mit allen Kräften zu fördern. . . . „
Der Einkritt in 712 große ::aanalc Gsmcmsckyaft bedingt em An- passen vchcyicdener aUgeMeimr deutsxT-er (Heseße ZM die bestehcxzden Einrichtungen des Landes. Meine Regicrmm Wtkd Ihnen, l).?erubxr Vorlagen machen, unter welchen die bedeutendüe auf d_ie Emfuhrmég des Deutschen erafaeseßbuches fich bezieht. Jm Uedrtqen lassen kae neugegründeten Verhältnisse, die gerade jekt in 1ebhaftester Enthckelung begriffen ßnd, eine Beschränkung der Thätig_ke1t auf dem Gebrete der “Landesgeéeßgebung zur Zeit rathsam erschemcn, und nach'den um- ?Ksséßden Arbeiten der leßten Jahre ist fie obne Nachtdeil möglich.
Der Krieg, obgleich er mit einer traurisen Yuönahme dre geseg- neten Fluren Meines Landes verschonte, hat doch mit semen_ sofort zu erfüllenden Anforderungen die einzelnen Kreise und Gemeindey sehr
öeistvieden belastet. Es wird Ihnen deshalb durcb Meme Regtexung ein Gescßcnijvurf über die Ausgleichung der Kriegßlaßen und Schaden, Welche aus dem der Staatsrusse zufließenden Anxheil der K:“Zegs-Kon- tribuiion bewixkt Werden kann, vorg-legt werden. „Aus Mxttekn de_s Reiches wird für die unmittelbaren Kriegsschäden meehfl _und Bxet- sack) Vergütung geleistct, und den cms Frankreich ausßewtctcncn Lan- desangcbörigcn Wenigstens einc Untrrstüßung zur Ueberwmdung' ihres Nothsiandes geboten. Aus Wr1chüffen der Reiéßsfasse, Mickys bei der schließlichcn Vertßeilung der Kriegßfontribution angxrcchmx Mr_den, konnte den tapferen Söhnen des Landes; die willig ihre burgxrltchen Gescväfke vetließen, um den Rcich9fcind «bnwhrenzu hfeifcn, 41-5 wohl- verdientér Dank cine Veihülfe zum Wiedsxbcgnm thxcr fmdlxchcn Thätiqksit gewährt werden. _
D:“r glückliche Vcrlcmf des Kriegks hakte schon (:x-gen Ende des WWW Jahres die Wiederaufnahme der Bauten an Eascnvaxmcn und Landßraxxen, zunächst in beschränkter Weise, möglich gemacht,“ fie wer- den seit dem Friedensschluß mit allcm dem R xchdrmk betrieben, ")?-[THM 'Die Förderung tieseu wichtigsten Mittel zur Hebung des all-
ner Fr Ude eéne außergeanliÖ lebhafte Bewegung," Ick) grünhe darauf und M das wenigstxus uichtungeaneUDc Gesammt-Ergebmß des dicxjährixxen laNdwi,'-“*thschaftlichen Extrags die „Hoffnung, daß der I'KOhisde dcs Lamxcs stetig fortWreixen Werde.
Usus? Dem r.xschen und nach aller Voxau5ficht dauemdcn Sinken de:? ÄÖLWWLTWW, dms mit D;:m zunehmenden Nationalceichthum un- trennbar'vervunden ist, hat aber vor allen ein Stand zu leiöen, durch dessm HMM Befähigung und Frische und moralische Integrität das WON. des Landes _au: unmittelbarsten bedingt ist, die Beamten und Anßeßcllten aller Klassen. Nicht bloß die DankÖarkeit für ihre mit Txeue und Selbstvxrläugnung geleisteten Dienste, sondern ebenso das dringende Interesse des Landes selbst an der Erhaltung eines seinex Hohen Aufgabe gewachsenen Beamtenftandes fordert eine durchgreifende Aufbesserun aller Besoldungen und Gehalt:, obne Welche die heutige Llemtexyerfg ung, ein 1vesent1ichftec Vestandthei! dcr aesaanen SWUWUUUMUUJW nicht anfrccht erhalten Werden kann. Die Durch- führung der Maßregcl wikd dadurch erleichtert, daß in Folge des Uebergangs versamdemr PVliTisÉer Funktionen an d4s Rech die be- tr-ffcndm Organe ,bei der Landesregierung wegfallen konnten, und Meine Regierung zst damit _bcscbästigt, auch in aUen Zweigen des imnren Dienßes xede „thunltcbe Vereinfachung und Minderung der Zahl der Beamten herbeizuführen.
Der StaatShausbaUsetat befindet fich nach einem Krieg ohne Gleichen in guter Ordnung. Die bis jekt übexwieß'enm K*»iegsentsehädigungs- gelder decken herkits einen e1heblichen Theil der unmittelbaren Kriegs- kostm. Dic Vorschüffe der Eiscubahn-Schuldentilgungskaffe sind der- selben erstattet und Mittelst der noch Weitek zu erwartenden Aniheile an der fcanzöfix'chen Kriegskomributivn kann ekne voUßändige Deckung des von der Staatskasse bestrittenen und als Folge des Krieges noch ferner zu beßcrikcnden außerordentlichen Aufwandes mit Sicherheit in AuSficht genommen Werden.
Die verzögerte Aufßellung des Reichshau§ha1ts-Etais machte es unthunlick), IQn-xn jest schon beim Beginn Ihre; Arbeiten einen auf scheren Grundlagen ruhxnden Voranschlag der Einnahmen ,und Aus- gaben vorzuiegen. Sie chden deshalb durch Meine Regterung "um eine vorläufige Kreditverlängerung angegangen werden , und Zunachst nur die Rechnungsnachweisungen für die Jahre 1869 und 1870 nebst der vergleichenden Darstellung der RecdnxmgSergebniffe fxxr 1868 und 1869 erhalten, welckcn baldxhunlichß dieBudgctoorlage fur 1872 und 1873 nachfolgen wird, , „ „ _,
Die Anforderungen, welche das Rm?) thnteresse semer außexcn Sichechi: Und zur Förderung sonstiger gemeimamer ZWexre gn scmc einxclzrcn (Hkiedcr xrhebt, Und die mmhwcislichen Bedarfmffe dec inncxen Staatsveiwalkung werden den SWaiSaufwand nicht uvße- trächtiich erhöhen. Ich freue Mich aber, daß dessen ungeachtet teme neuen Ansprüche cm die Steuerkraft des Landks gemacht werden müFen _ „ ,
1Die politische Einigung Deutschlands hat- kme die gunsttge finanzielle Lage des Landes zeigt, demselben keine zum:: Opfer auf- xrlcgt, vieln:ebr hoffen wir von der Kraft de_s Raches, xvelche den aloxreiéhsten Frieden“ errungen ha: und „ihn schußcn wzrdl, emen neuen Aufschwung alles materiellen und geifttgen Lebens, wxe 111 dem ganzen wcixcn deutschmVaterlande, so auch in der theuren badischen Heimat!)! DKS walte GOA! ,
-- Heute Nachnnttag 15 Uhr fand die erste vyrbcreitende Sißung der Zweiten Kammer dex Landstände statt. Der Staats-Minister 1)r. Jolly letteje dtesclhe dadurch ein, daß er die erschienenen Abgeordneten m herzltcher Wetse bewtu- kommnete und die Zuversichx auswrach, daß das bisher bxftan- dene gute Einvernehmen zwxschen Regierung und Lgndstanden auch fernerhin gewahrt blctben werde. Nach Exwahlung dcs Alterspräfidiums wurde zur Btldung der Deputatwn g_eschr1tten, die in herkömmlicher Wetse den Großhexzog am, morg1gen Tage zu begrüßen hat. Es kam sodann em Schrcxbcxx des Oberst- Kammerherrn zur Verlesung, wonach der Alterkprästdent morgen ck nach 1 Uhr dia Abgeordneten dem Großherzoge vorstellen
4
wird. Damit erklärte der Alterspräßdent die Sißung für ge-
schlossen. Elsaß-Lothringen. Straßburg, 21. Novxmber. ,Die Liquidations-KNnmisfion für die txézsorsrxs JSUHLZW eryucht unter dem 17. d. M. mit Bezugnahme auf die Bekamzt- machung des Ober-Präsidcnten vpm 16.„Novembex 1871 m Betreff der Anmeldung der an dte fxanzosische Regierung ein- bezahlten Kautionen, nachdem fie„darr„tbec die Ansicht des fran- . zöfischen Kommissars eingeholt, die fruheren Rechnungsbeqmten des französischén Staates, ferner'die Notarx, Sensale, Hmsfiers u. s. w., die Rechner der Gemeinden, Sttftungxn u„nd Spar- kaffcn, die Redaktionen von Journalen und Zeztschrtften, alle Personen, welche aus Anlaß d'er UebcrU-gyme von Ar- beiten oder Lieferungen für eme_ französiscYe Verwal- tung Kautionen geleistet haben, thre Anspnxckyc binnen 14 Tagen einzureichcn, _unter dem 'Anfugqn, „_ daß die Säumigcn , die aus der Nichtbeachtung dreier Frist fur ste entspringenden Nachthcile sich selbst zuzuschreiben haben. ,... Diese Anmeldungcn- smd schr1ftlich zu machen und mynen enthalten: den Namen, Stand und Wßhnort' dcs Kautions- pfitchtigen, Grund oder Anlaß der quwnsletstung, das ge- naue Datum der geleisteten Zahlung,_d1e bezahlte Smyme, und zwar ob *in haar oder in Rentenbrrefen, lcßtcrenfaüs unter
Kkjneinen Woölstmndcs Verlangt, „ _ _ „ _ In axlen Zweigen der gewerblichen Thattgkext zet-zt fich zu Mei-
Angabe der Serie und Nummer, 'die Angabe , atx "wclche Be- hörde oder an welchen Beamten dle Zahlung geletstet wurde,