Der sdeüoerUetende andeluirhter, Kaufmann Carl ;Übeck in Posen ist zum andelSricbier bei dem cht Uelbft ernannt und derKa ann Arthur Otto Stenhel K Breslau zum stenvertretenden HandelSrichter bei dem Land- gmcht daselbst wieder ernannt.
Zu_m Notar isi ernannt: der Rechtöamvalt ])r. Blum- ??iligenftadi für den Bezirk des Ober-Landes-
der m 7 Trixi! zu aumburg a. S., mit Anweisung seines Wohnsißes Heiiigenstadt.
In der Liste der RcchtSanwalte ist gelöscht: der Rechts- anwalt Bartels bei dem Amthericbt in Demmin. In die Liste der Rechtsanwalte smd einÜeiragen: der tSanwalt Rana aus Gudensberg bei dem mthericht in
_ Fu , der Notar En_ laender in Waxweiler bei dem Amts- geri t daselbst, der erichtS-AsiesJsFr Riehen bei dem Amts- geri t in Neuß und der GerichW ffeffor Biel bei dem 21th- gericht in Swinemünde. -Der Amtsaerichis-Ratl) Seelig in Cassel, die Rechts- auwalte und Notare, Justiz- Räihe Xißau in Templin, Müller in Verden und Geißel in Liisa, der Notar, stiz- Rath ])r. Lazarus in Berlin, die Rechtöanwalte und otare Schiff in Peiß und Stoß in Mettmann smd gestorben.
Ministerium des Innern.
Dem Ober-NegierungsRatl) von Tzschoppe ist die Leitung der Kirchen- und Schulabtheilung bei der Regierung in Magdeburg, und
dem Landrath Gerlach das LandrathSamt im Kreise Kattowiß übertragen worden.
Abgereist:
S_eine E celienz der Staatö-Minisier und Minister für Laydwrrihsehaét, Domänen und Forsten Freiherr v o n Ha m m er- ftetn, nach der Provinz Hannover.
Yiehtamtliches.
Deutséhes Reich.
Preußen. Berlin, 3. April.
Seine Majestät der Kaiser und König empfin en heute Vormittag den Chef des Generalstabes, General Gra cn von Schlieffen zum Vortrage und arbeiteten sodann mit dem T_iällvertreter des Chefs» ch Militärkabineis, Obersten von
aume.
In der am 1. d. M. unter dem Vorsiß des Vize-Präsi- denten des Staats-Minisieriums, Staatssekretärs des Innern ])1'. von Voetticher abgehaltenen Plenarsißung des VundeSraihS wurde den Entwürfen von (Hefeßen wegen anderweiter Bemessung der Wittwen: und Waisengelder, wegen Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts: Etat
"r 1897/98 und wegen Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des Reichshceres, sowie drm Ausschuß- antragc, betreffend die in Brennereien aufgesteliten Meß- apparate, und einem Anfrage, betreffend die Ärbeitöpläße bei der zoologischen Station inDRovigno, - die Zustimmung ertheilt. De_n zuständigen Ausschüssen wurden Überwiesen: die Allgemeine Rechnung über den Neichsharxshalt für 1893/94, - die Vorlage, beireffemd Aenderungen der § 42 und 44 der VerkehrSordnung für die Eisenbahnen eutschlands u. s. w., -- der Reichstagsbeschiuß, betreffend die Beschränkung des Zoljkrediis boi der Einfuhr von (Hrtreidc und Mühlenfabrikaien, - der ReichStangcschluß zu einer Petition wegen Zurückcrstaitung von Getreidezoll, -- und der Reichstagsbrschluß zu_ einer Petition wegen Zurück- erstattung der in russischen Häfen gezahlten Extra- Kronlastengebühren. Die vom Reichstag zu Petitionen wegen Schließung einiger Viebquarantämestationcn und zu einer Peiition, betreffend die Nichteinklagbarkeii der an ausländischen Vorsen abgeschlossenen Bianko-Termiugeschäfte in Getreide u. s. w., L?efaßten Beschlüsse wurden dem Reichskanzler iibcr- wifesZU. ußerdem wurde Über verschiedene Eingaben Beschluß ge a t.
Der Kaiserliche Gesandte in Brüssel, Wirkliche (HSHeime Rath Graf von Alvrnslcden bat einen ihm Allcrhöchst bewilligten Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit desselben fungiert der etatSmäßige Legations: Sekretär der Kaiserlichen (Gesandtschaft (Graf von der Groedcn als (Ge- schäftsträger.
' Der Kaiserliche Minister-Resideut in Port au Prince Graf von Luxburg hat einen ihm Allerhöchft bewilligten Urlaub angetreten.
Der Regierungs:Asses or Wellenkamp zu Königsberg i. Pr. ist der Königlichen egierung zu Oppeln zur weiteren dienstlichen Verwendung überwiesen worden. Der Re ierungs-Affeffor Tortilowicz von Vatocki- Triebe in ledau ist dem Landrati) des Landkreises Königs- rg i. Pr. und der Regierungs- Assessor reiberr von Spißemberg dem Landrath des Kreises Othaveliand im Regierungsbezirk Potsdam zur Hilfeleistung in den landräth- lichen Geschäften zugeihcilt worden.
Sachsen-Coburg-Gotha.
Ihre Kaiser1iche und Königliche Hoheit die Herzogin ist vorgestern von Langenburg MY Coburg urückgefehrt.
' Der Staats-Mmister von treanZe at, dem „Cob. Tgbl.“ zuf'ol e, an die Coburger Miriifterial- btheilung ein Schreiben geri tet, worin mitgetheilt mird, daß Seine Königliche Hoheit der Herzog beschlossen hat, die Instruktion fiir das Staats-Ministerium vom 31. Dezember 1894, insoweit die Coburger Ministerial-Nbiheilung* in Frage kommt, auf-
„ck",
Elsaß-Lotdrinsm
1. d. M. veröffentlicht das Geseß, betreffend die der Abgaben behufs Deckung der Rußgaben de Handelskammern.
Oefterreich-ngaru.
über den Grund der Demission scheint, dem „W. T. B.“ zu
Schwierigkeiten gestoßen sei.
anberaumte S i Zu n g
ist auf Dienstag vertagt worden.
auf den 8. April Vormittags anberaumt.
Der Abg. Graf Theodor Andrasst)
Ziglich dieser keine Inkompatibilität obwalte.
ordnung, er nehme das Uriheii
sei, und brachte eine entsprechende Resolution cin. redners entgegen; der Ausschuß sei durchaus entsprechend der Hangordnung vorgegangen. Eine von dem Abg. Pulszkt) ein- “egangene Resolution, wonach das Haus den Bericht des In- _ompatibilitäts-Ausschusses zur Kenntnis; nimmt, wurde hierauf m namentlicher Abstimmung mit 164 grgen 56 Stimmen an- grnommen. - Baron Anselm Pongracz hat sein Maudai mrdergrlegt.
Der Vize:Präfident des Unicrhauses Ludwig Lang ist aus dem VerwaltungSratk) der Nobel:Dyn()mit-Aktiengesell- chaft ausgetreten und der Ab . Samuel Lazar aus dem
erwaltungsratk) der Theresientädtcr Sparkasse, welche das Klasseiildttcriegeschäft mit dem Finanz-Minister abschloß.
Großbritannien und Jrlatid.
In der gestrigen Sißung ch Unterhauses erklärte der Parlgments-Sekretär des Aeußcrn Curzon: der britische Ydmrral vor Kanea habe am Donnerstag telegraphicrt, daß die Admirale von dem Oberstrn Vaffos ein Telegramm voll falscher Angaben erhalten hätten; der Admiral habe ferner berichtet, seine Kollegen vcrlangten jedcr drei (Gebirgs- kanonen. Der Regierung sei es nicht bekannt, daß irgend eine Macht__außer_Nußland eincn Entschluß dariiber ge: faßt Habe; die russische Regierung wolle eine Gebirgsbatterir abschickeii. Im weiteren Verlaufe der Sißung erklärte Curzon ferner, cm Dekret, bctrcffend die Aufhebung der Sklaverei auf Sansibar und Pemba, werde in dcr nächsten Woche in Sansibar erscheincii. Sir Charles Dilke meinte, es sei die Pflicht der Regierung, diejenigen europäischen Mächte, welche Be- sißungen in Afrika hättrn, zu befragen, ob sie eine Konferenz zur Verathung writercr Maßnahmenzur Sicherung einer guten Behandlung dcr Eingeborenen beschicken würden. Der Parlamevts-Sekreiär drs Aeußcrn Curzon erwidcrte: der (HrgMsiandset von großer Brdeutung. Wenn die Bestimmungen der Brüsseler Konferenz vom Congostaat vericßt würden, s o trage Großbritannien keine spezirlle Verantworiung dafiir; Groß- britannien trage nur eincn Theil der .KoUektiv-Vcrantwori: lichkeit der Vcrtrachmächte. Zweifellos habe die Ver: waltung dcs Congostaats starke Mißgriffe gemacht; abcr sie habe LME große Aufgabe; das Aufhören der Sklavenjagd in einem großen Theile des Gebiets des Congostaais sei ihr zu- zuschreiben. Was das Nigrrgcbiei betreffe, wo Großbritannien die Verantwortung trage, so sei die Behauptung, daß Groß- britannien dort ein ungeseßliches Monopol besiße, welches die Bestimmungen der Vruffeier Konferenz verleßc,“ unbegründet. Betreffs der Frage der griitigrn Geiränke sei eine Revision der Steuer gemäß drr Brüsseler Akre nicht obligatorisch, sondrrn fakiiltaiiv. (Großbritannien habe keine Befugniß, in d€r_Sache allem vorzugehen. Labouchézre untrrzog die Po_[1_Uk der Regierung betreffs Kretas einer absprcchenden Kritik. Hierauf erklärte der Erste Lord ch Schaßamts Balfour: Labouchére verkenne die Thatsachen, worm er be- haupte, _daß England und die Mächte auf der Seite der Türkei gegen die (Griechen angriffSweisc vorgingcn. Die Mächie vcr- theidigicn vielmehr den Theil der griechischen Bevölkerurg Kretas, welcher der_n mohamedanischen Glauvcn angehörc, gegen ihre Miiburger christlichen Glaubens, gegen die Auf- st_andische_n _und deren Verbündete. Die Regierung wünsche die Zuruckziebung der türkischen Truppen, und sie zweifle m_cht, _daß dieselbe erfol en werde. Die Politik der Regierung sei, die (Gewalt auf reta dem Sultan zu entziehen und der Insel _Gewait Über ihre eiJcnen Angelegenheiten zu Ybey. Dre Mächte kämpften, in em sie ihre gegenwärtige
o_liiik durchfuhrien, fiir die Freiheit Kretas und den Frirden Europas. Er zweifle nicht im geringsten, daß das Zirl werde erreicht merden-ß er bedauere, daß er nicht mit der gleichen Zuverstcht in_Bezug auf das andcre Ziel, den Frieden Europas, sprechen konne; doch gebe es Tur Erhaltung des Friedens kein besseres Verfahren, als d 2 Sicherung des europäischen Konzerts.
Der parlqmentarischc Ausschuß zur Unter- suchung des Einfalles Jameson's in Transvaal ver: nahm gestern den Obersten Willoughby. Derselbe erklärte, er möchte (Ge enbeschuldigungcn vermeiden, könne aber dem Obersten hodeS darin nicht zustimmen, daß Io- bannrsburg nur wrni 2 Mann als Fiihrcr zu entsenden beabsichtigt habe; *ameson dab: eine betrachiiiche Streitmackn erwartet. Ein "Zwischenfall ereignete sich während des Verhörs dadurch, daß Labouchdre darauf
zuheben.
Das „Geseßblait für Elsaß-Lothrin ?&be eine Farce, wenn solche Papiere vorent alten würden.
_ Das „Wiener Telegraphen-Korrespondenz-Vureau“ bestätigt die gestern mitgetheilte Nachricht der „Neuen Freien Presse“, daß in dem x_kabinet Badeni eine Krisis aUSgebrochen sei. Ueber die Losung derselben [affe sich vorläufig nichts Be- stimmtes sagen. Von den in Wien umlaufenden Versionen
Der Wiener Stadtrath hat die Bürgermeisterwahl
Jm ungarischen Unterhause meldete gestern der Y_bg. Julius Vanoss 1) neuerdings die Inkompatibilität bc- zuglick) der Abgg. Tolnai), Neumann, Benke und Samuel an. unterbreitete dem Hause das Urtheil des Inkompatibilitäts - Ausschusses in der
ngelegenheit der genannten Abgeordneten, dem ZYÜILAFL- also 210 Millionen Rubel (geqen 211 Millionen im Vor- _ rr g. * * ulius Justh erklärte unter Berufung auf die Haus- nicht zur Kenntniß, da es nur mit relativer Stimmenmehrheit gefälit wor_i_1_en er Abg. August Pulszki) irat den Ausführungen des Vor-
die er während “.: fi im Gerau ni b und, dem Krie samt gemacßt habe. Labou Ste erklärte? dYe eaxnze Untersuchußg sei
r Frankreich.
Der Senat hat gestern mit 254 gegen 2 Stimmen den Gesehenttvurf, betreffend die Ausgabe von Obligationen zuzn Zwecke der Ruckzablung der Madagaskar-An- letl)_e von 1886, angenommen. Fabre interprllierte über klerikaleJrz tri guen, beklagtestch,daß zahlreicheKundgebun en des_Kle_rus mcbt unterdrürkt worden seien, und erklärte, das; ie Agitation der Geistlichkeit sich mehr und mehr ausdehne. Schließlich hat _der Redxuxr die Negierun , die Einmischung des Papstes m die frqnzosiscbe Politik zu Lindern, und brachte eine Tages- ordxmng tn diesen) Sinne ein. Der Justiz:Minister Darlan erwxderte, daß die Behauptungen Fabre's übertrieben seien:,
MW die bestbeglaubigte ___ sein, daß (Graf Badeni bei dem das Kabinet werde stets das Seimge dazu beitragen, daß die Versuche der Bildung einer von ihm angestrebjen Majorität von Polen, Iungczechen und Deutscbliberalen, bei leßteren auf Verschicdcne Blätter, darunter auch deulchliberalß, _vermuthen und befürworten die Nicht- annahme er Demrsston des Grafen Badeni. - Die auf heute des Abgeordneieiihauses, in welcher die Wahl des Präsidiums vorgenommen werden soUte,
Rechte der bürgerlichen Behörden geachtet würden.
Der Zoll-Ausschuß der Deputirtenkammer hat den (Hefeßeniwurf angenoznnien, nach welchem für Madagaskar der allgemeine Zolltarif in Anwendung kommen sol].
Rußland.
__ Nach den vorläufigen Staatskassenausweiscn fur das verflossene Jahr betragen, wie „W. T. B.“ axis _St. Petersburg meldet, im Ordinarium die Einizqhmen 1369 Millionen Rubel (im Vorjahre 1250 Millionen)_ und die Ausgaben 1238 Millionen Rubel (im_ Vorxahre 1133 Millionen). Der Ueberschu hcrechnet_s1ch auf 130 Millioncn (gegen 118 Millionen? ini Vorjahre. Im Extraordinarium betragen die (Hinnahwrn 43 Millionen Rubel, die AUSJabcn 253 Millionen Rubel, das Mehr der Ausgaben
_ghre). Der_Gesammtbetra der Einnahmen beläuft ick) nach_ dbigem arif 1412 iliionen Rubel (im Vorjahre 1413 Millionexi), dle (Hefammimcnge der AUSJabcn auf_ 1492 Miljionen Rubel (gegen 1507 Millionen im vor1gcn_BetrirbeZ'_ahre), wonach der Uebrrsrhuß der Aus: gaben s1_ch auf _ 80 Miliionen Rubel (gegen 94 Mil: [wma rm Vomahre) beziffert. Die brdrutendste Vcr- wehrung dcr 01'Oen1lichei1_ Einnahmen hat bei dcn Kron- eisrnbahxien rnit 61 Millionen Rubel stattgefunden, ferner bei den ZoÜeinnahmen mit 29 Miüionen Rubel, bei der (Hctiankesteuer und dem Münzgefäl] mit je 10 Millionen Rubel. In die_ außrrordentlichen AUSgaben sind ein- aerechnet im Präliminare nicht aufgeführte 50 Millionen Rubel (Hdld fur den Wechsrlfonds sowie 26 Millionen- Nubsl fur (HoldiranSaktionrn der Reichsbank. Dcr Ucbcrschuß der AuSgabrn über die Einnahmen wird durch Eritnahmc aus dem freien Baarschaß dcr ReichSrentri gedeckt. Dieser Baarschatz belief sich am 1. Januar 1896 auf 274 Millimirn Rubel; dazU kommen noch 50 Millionen Rubel von Krediten friiherer Jahre, sodaß im Ganzcn iiach Abzug der 80 Millioncn Rubel der freir Baarschaß am 1. Januar. 1897 gegen 250 Millionen Rubel betragen hai.
Türkei.
_ Ein Telegramm der „Morning Post“ aus Kori- itantinopcl besagt, daß vorgestern im Yildiz-Kiosk cin außerordentlichcr Ministerraik) Über dcn Vorschlag des Sultans derathen habe, die Negicrung solle die Automomis Krrtas offentlick) vrrkünden und auch die Ernennung eines europäischen Gouve_rn_c_urs genehmigen. Die Frage der Zurückziebimg der turktjchen Truppen von Kreta habe nicht zur Berathung gestanden.
Das Wiener „Trlcgr-Korresv. :Burcau“ meldet, ciri Iradc des Sultans trage dcn Wünschen des armenischen Patriarchats, betreffs der Durchführung der Reformen mit einigen Abänderungcn Rechnung. - Die nach Tokai cntsandts türkische Kommission sei vorgestern daselbst angekommen und habe gesiern dic Unicrsucbung begonnen. - Das Marinc- Ministerium unterhandelc wegen Ankaufs von 30 Arm- strong'scben SclziffSJeschiixzcir
„ Nach cincr dem „Standard“ aus Konstantinopel zu: grgangrncn Miitheiiung i)abe der Sultan auf die ihm unter: drcitcten Reformvorschläge der ]ungtiirkischcn Partei (Rrgcnvorschlägc gemacht. Daraufhin habe der Ausschuß der Partei rrwidert, daß er das Volk bcfragrn müsse, Uiid dcn erdrmplan des Sultans durch zahlreiche Maueranschlägc in Stamdui bekannt gegeben. Diese seien von dcr Polizei abgerissen und die Personen, die beim Lesen derselben betroffen wurdon, verhaftet worden.
(Hestrrn Vormittag brschoffcn, wie „W. T. B,“ aus Kanea bcrichtrt,_ die Aufständischen, welche in beträchtlicher Zahl auf den Hohen Aufsteliung genommen hatten, das Fort Subaschi. Der Kapitän Perignon gab Befehl, gegen die; selben Grfchüßfeuer zu eröffnen. Nach dem achten Schuß zogen die Aufständischen sich zurück. Heute Vormittag werden die jürkischen Gefangenen aus dem Lager dcs Obersten Basis?- in Kanea eintreffen. Drei bei Akrotiri in Gefangenschaft gc- rathrne Griechen find freigelassen worden.
Dem „Standard“ wird aus Kanca von gestern mitgetheilt, daß die Admirale s1ch dahin geeinigt hätten, die Vorschläge des Obersten Vassos, betreffend die Herausgabe der von ihm gefangen gehaltenen Türken, _anzunehmcn, einschließlich der Bedin ung, daß denselben ]cde Theilnahme an weiteren Kämpéen verboten sem solle.
Bei dem leßten Bombardement auf das Fort Zzzcddin, welches 24 Stunden dauerte, wurden durch die in der Suda- Bai) lie enden europäischen Schiffe cin Znsurgent getödict und vier lei t verwundet.
Griechenland.
Na einer Depesche der „Times“ arts Athen von gestern it der Minister-Fräsident Delyannis_leicht erkrankt.
Der französische (He andte Bourée hat sich nach Corfu begeben, wird aber demnächst wieder nach Athen zurückkehren.
Rumänien.
Der Prinz Fcrdinand von Rumänien ist von seiner Reise nach Deartfchland gestern nach Bukarest zurück- gekehrt.
Asien.
Nach amtlichen Berichten aus Manila haben die spanischen Truppen B in a c a v a n genommen. Die Auf: ständischen erlitten bedeutende Verluste. Auf den Mauern
bestand, der Zeuge foklte von der Mittheilung Kenntnis; geben,
von Cavitc Viejo ist die spanische Flagge gehißt worden.
"sri“.
Von Massowal) wurden gestern, wie die „chnzia Stefani“ meldet, mit dem qupfer „Washnzgton _cin Bataillon Alpenjäger, ein Bgtailion Bersaglieri _ und eme Batterie Gebirgs-Artillerie sowie andere Trup ep, im Ganzen 1143 Mann, außer den_ Offizleren, m die eimat _zuruck; befördert. Außerdem befinden sich an Bord des ,Wq hmgion Z Offiziere und 279 Mann, wel_che aus der abeisym chen Ge- fangenschaft in die Heimath zuruckkebren. _ _
Das Kap-Parlament ist gestern mit emer__Tk)ron- rede eröffnet worden, in welcher es, de_m_„W.T. B. zufolgx, heißt: Während einer Periode von beispiellqser Schwierigkeit hätten sich die Minister forigesrßt be_mul)_t, rmen maßigenden Einfluß auszuüben, in der Absicht, die friedlichen Bezrevungen zu den Nachbarn aufrecht zu erhalten. Diese Bemuhungeii hätten einen ermuthigenden Er_fdlg_ gehabt. Dtese_ Politik werde fortgese t werden, bis sch_ieß11ch durch all_gcmeme Em- tracht die Woßlfahrt Afrikas gefordrrt worden sei.
Parlamentarische Nachrichtem
Die Brrichie über die gestrigen Sisungen des Reichs: tages und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten Beilage.
-- n der heutigen (205) Sißung dcs Reirhßiages, welcher Jer Staatssekretär des Innern, Staatsszister Dr. von Boetticber beiwohnte, wurden zit_nachst die Rechnung Über den Haushalt der Schußgebiete _von Kamerun und Toqo und des iüdweft- afrikanischen Schuß- qebicis Für die Eiaisjahre 1892/93 und 1893-94, sowre die allgemeine Rechnun iiber den S_iaaishaysbalts: Etat für 1893/94 der ReZnungskommisswn uberwrcsen.
Darauf nahm das Haus einige Waßiprüfungen vor.
Die Wahl des Abg. Vöus (Wcsthaoclland-Brandenburg, Soz.) wird für gültig erklärt.
Bezüglich der Wahl des Ahg. Reichmuth (Rp.) hatte die Kommission zuerst Unguliigkeii brantra t. Da noch mehr Matcrial cinging, wurde die Sache no mals_ der Wahl: prüfungskommisfion überwiesen, wclche nunmchr dW Ansteüung von wrrteren Erhebungen beantragt.
Ab . Gump (RP,) 1ch1ägt Vor, die Erhebungen nor!) auf andere Tbaisa e'n auszudrbnen,als die Kommiifion yorgeichlagrn Habe, namrni- lich auch darauf, ob die Grmrindediknxr beim Verthetlen don Wal)!- zritrln dienstliche Abzrirhen getragrn batten.
Dcr Antrag Gump wird abgelehnt und der Antrag der Kommission angenommen.
Bei der dritten Bcraihung dcs_ Biirgcrlichcn Grscßbuchs war angrrcgt worden, naci) Erlcdigung dcr Generqldebatic und Speziaidedaitc der dritten Lesungen vor dcr Abstimwung Rock) ciiimal cine Generaldebaiie _zu gestatten. DieGesckmfts- ordnungskommission hat diese Frage beratheri und be- antragt, dcm betrrbffcnden § 20 der Geschafisordnung
- u a u 8 en: folgcnd-YJZ §2j1b?ch?ußgdieskr Diskussion übrr die Sinzrlni-q Artikel hat auf Antrag Von 15 Miigliederp noch ripmal eine Diskussion nach Maßgabe drs I' 18 (Grneraldiskusfion) 1iattzufinden.“ _
Abg. (Hamv hält is nicht für nötbig, _die Möglichkeit zu ?ck)affrn, dem Hause rim? writrrr O_ebatre aufzizzwtxigen, wenn 15 Mii- glieder rs wiinichii; mindestcns _muszir man fur 8111811 sol_chen_ Antrag dieselbr Unterstützung Von 30 Mitgliedern iordern wre fur [rden ge-
'i i en Anika . _ _ MbnÉiiéz. 1“)r. Vogn chrsow (d. kons.): Wir haben xcßt schon die rrstc und die zwrite Lrsung, frrncr die drttir Lrsuziß m_tt (Heiteral- 11:17: Sprzialdckaitr, also im ganzrn mrr Lrsungrn. Cine fu:1s_t_r1€sung [*kein-“Hrn wir nicht. Höchßrns kö_nnt_€ mZn nach Schl_uß dsr «zrrhand- lungen Crklärungrn zulamen, die_1nd€11€n drr Prasidknt auch ohne Akndrrung der Grschäiisordnung mrmalß Verbiydrrn wird. _ __
Abg. Dr. von Marquardsrn (ni.) schlirßt fick) diesen Uuéiub- LUUJM (in; es würden sonst nur Redkn zum Fenster hinaus grhalten
) 11. _ __ wrrde________ Singer (Soz.): Dir. MSglichkeit solcher Erklarungrn mus; Mscßaffen WkrdM und zivar für Öl?. xlemrn Partrien, deshalb ist dir *th1 Von 15 Miigliedrrn _zur Unterstrißung bmrrtchend.
Abg. 1)r. Lieber (Zentr): Ick) theils _dtr Anfickytext der Hrrren Ganw, von Ledeßow und Von Marqimrdsen mcht, kann niich aber auch mit dem Anjragc der Kommis1ion nicbt brfreunden. Ve:_ dcr Drbatte über die Einlcitung, in welchrr Von der Zysirmmung des Reichstages zu einem Geseße die Rede ist, ist Grlrgenbeit Irgeben, über die Gründe _ der Zustimmung oder _Adlebnung sich zu äußcsrn. Es braucht Eine Aenderung der (He!cha_ft§ordr_iung nicbt itattzufinden. Aber bei der hohen Achtung vor der Kommmswn wii] ich nicht die Ablehnung des _Antrages Verlangen, sondxrn brantrage, denseibrn an die Geschaftsordnungskommission zuruck- zUvrrwrisen. _
Diesem Antrags stimmt das Haus zu.
Die GeschäficZordnungskommission heantragt ferner, dcm F“ 57, welcher von dexi namentlichen Ab- stimmungen handelt, einen Zmaß zu __ gcben,_ mo_nach Anträge auf namentliche Abstimmung uber die Ver- tagung oder den Schluß der Debatte _nur durch Aufstehen untersiüßt werden können. Es handelt sich darum, daß solche Anträge Über GeschäftSordnungSfragen nur __von Anwesenden gestellt und unterstiißt werden können. Anfrage auf nament- liche Abstimmung über materielle Fragen [ollen aber auch von Abwesendcn schriftlich unterstußt werden konnen.
Ab . Or. iescbel (nl,) Vertritt den Standpunkt der Minder- heit dergKommYsion, welcher der Antrag nicht_weit genng gehe. Aber in der Kommission sei man zu dem S_rgebmß gekomznen, daß man das Recht der Abwesendrn, gewiss; Anira e zu unxersiußen, nicht br- streiten könne. Der ?lrJrag der Kommts on befchranke sich aus dte
? en Anträ/ € an srtagung. _ _ formÉle ])1'. Bachem (Zenit) bestrrite_t, daß em Rechx der Ab- wesendcn bestehe, sich bei der Unterstu Um; von Ansagen durch Andere, die anwesend seien, vertreten zu las e_n. A_lle iiichtA11wescnden seien mit ihrem Votum exkludiert. Wenn bei Antraqetreme Vertretung Möglich sei, warum folie dann eine Vertretung n1cht auch bei der Abinmmung möglich sein? Ein solches Recht könn_e nicht zuZegeben werden. Wenn seine Partei dem Anfrage der Komm1sfion zusttmme, so lehne sie_ Es Uk)- dadurch dem Grundsaß etwa zuzustimmrn, daß Y_bwesende Anfrage, die "th dur Grschäftiwrdnung gestellt seien, unterstußen könnten.
A g. Gamp stimmt diesen Ausführungsw durchaus _bei. Es müsse verhindert werden, daß Abweserxde Antrage untcrstußien, die virüeicbt dazu bestimmt seien, die Gcschafte des Hauses aufzuhalten._
Abg, Dr. von Leveßow hält den Antrag der Kowmisfioniur eine kleine Absäblagszablung. Die Blgtxketts zur Herbeifuhrung einer namentlichen Abstimmung müßten_besetttgt werden. _
Abg. Dr. von Cuny (nl,) !cbließt sich den Ausfuhrungen des Vorredners vollständig an.
Bei Schiris; des Blattes nahm der Abg. Singer (Soz.) das_Wort.» ' , *
- Im Hause der Abgeordneien gelangte in de_r eutigen (64) Sisung, welcher der Minister des Innern Frei- Ferr von der Recke beiwohrzte, der Entwurf einer Land- gemeindeordnung für die Provinz Hessen-Nassau zur zweiten Verathung. _ Die §§ 1-15 werden ohne Debatte angenommen.
§ 16 enthält die Bestimmungen über das Stimmrrcht. Danach soll auch der Fiskus als Grundstückébcfißer m einer Gemeinde stimmbere tigt sein. _ _ Abg. Kircher ( entr.) brantragt, dem Fiskus das Stimm- recht nicht zu geben.
Geheimer Regierungs -Natb don Trott zu Solz und Abg. Winckler (kons ) empfehlen die Ablehnung des Antrages.
§ 16 wird unverändert in der Kommisfionsfassung an: genommen,
?19 regelt die Vertheilung des_ Stimmrecht? In der Rege so!] jeder Stimmberechtigte eme Stimme_1n der Ge: meindeversammiung haben; mindestens zwei Drittel sämmt- licher Stimmen sollen aber auf die Gruzidbenßer entfaüeri; Besitzer mit 20-50 «16 Grund: und Gebaudesteuqr so_iien ]e 2, die mit 50-100 «W dieser Steuer ]e 3 und die mrt mehr als 100 «ff: je vier Stimmen haben, _ Abg. Kircher (Zentr.), unterstüßt vom _Abg. Wintermrver (ir. Volksw.), befürwortet cinen Anirag auf Einfuhrung drs g_l€tchen Stimmrechts, nur mit der Maßgabe, daß zwei Drittel drr Sitmmcn auf die Grundbefi er entfaUen. _
Abg. Winck er (kons.) und Grbetmer ReYrrungs -Ratb Von Trott zu Solz empfeblkn dir Ablsbnung drs ntrags. ' 19 wird unverändert angenommen. _
21 bestimmt für die Wahlen der (meeindeverordircien die Dreiklassenwahl in derselben Weise, Wir in dcr Stadie-
ordmmg. _ _ _ _
Der Abg. Kircher (Zentr) beantragt auch hier wre bei der Berathung der Städteordnung, fiir den Regieruygs- bezirk Cassel das gleiche Wahlrecht_ gelten und der der Dreiklaffcnwahl in der ersten Klasse mmdesteris 10, m_ der weiten Klasse mindestens 20 Proz. aUer Strmmberechiigten Zlufnahme finden zu lassen, und falls dixs abgelehnt werden solite, statt 10 bezw. 20 Proz. zu sagen: :) bezw. 1_() Proz. _
Minister drs Jnrern Freiherr vonder Recke erklart, daß em Beschluß nach diesen Anträgen die Zustimmung der Regierung nicht finden würde.
Die Abgg. Kircher, Dasback) (Zaun.) und 1)r.Enneccerus (nl,) befürworten unter Bezugnahme _an ihre entsprechenden Dar- l€4ungen bsi der Beratbung der Stadteordnung die A_nr_1abme der Anträge; der leßtcre widerspricht dsr Behauptung des Ministers, daß die Unterzrickyner dcr Petitioren _grgen _die Vorlage_1)on dem Inhalt drr Petitionen keins gewügenkk Kenntnis; geßabt hatten, und meint, das Geseß käme gegen det] WiUen drr Bryolkeiung zu stande.
Abg. yon Pavpenhrim (kons.)_trttt dieser Anschauung unter Berufung auf das Votum drs Provinzial-Landtages _entaegen und be- fürwortet, cbrnso wie Abg. Schaffner (nl), die Ablehnung der Anträge. _ _ _
Unter Ablchnung dcr Anträge Kircher mird § 21 un- verändert angenommen. _
Jm § 45 wird iiber die Verwaltung der Landgemeinden Bestimmung getroffen. _ Die Verwaliuiig soll_ durch den Bürgermeister und zwei bls sechs Sch0ffen ge_fuhrt werden. Die Regierungsvorlage bestimmte ferner, das; in Gemeindrn mit mehr als 1200 Einwohnern diirch Ortsstgtut _em kochialiscber Gemeindevorstayd (Gcmemderatd) emqefuhri werden könne. Die Kommxsjion had dafur vorgci lager). Ju (Hrmeindcn mit mehr als 500 Einwohnern _wird cm kollegialischer Gcmeiudevorstand (Gememderath) grdildct._
Abg. von Pappenheim (kon_s.) beantragt die Wieder- herstellung dcr Regierungsvorlage, Jedoch mri der Aenderung, daß statt „1200“ die Zahl „500“ emgeseßt wrrd. _ _
Minister des Innern Freiherr Von der Recke erklart, daß die Regierung gsgxn die Kommissionsfaffuiig dle erheblichsienBedenkcn habs, da sie die bureaukratische Grmrmdeyeriaffung rntschied6n_vor- ziehen müsse und nur die Möglichkeit der Einfuhrung emer kollratalen Verfassung durch Or13,1atui als AuZnabme offrn halten 1130118. Sclbst für die Städie gelte fast im ganzen Westen die burxaukraiiscbe VCT- waliung. Die Anbabme der Kommiifionsfaffung wurde die Vorlage auf das ernstestc Kefäbiden. Urbrr dir Varanderung drr Zahl nach dem Antrag?, Von Pappenheim ließe fiéy reden. __
Abg. Wintrrmcyer (fr. Volksp.) bttirt, _cm dem_Komm11fio_ns- bescbluß festzuhalten, und hofft, daß daran die Vorlage doch mcbt scheitern wcrdr. Soüte es wirklich der FJU sem, so werds niemand in Hrffen-Naffau einen großen Nachtbeil sublen. _ _ __
Abg. Dr. Loiichius (nl.) spricht fich nnt Eniscbtedcnhett sur die Aufrechterhaltung des Kommissionsbescbluffes aus und erklart, daß die nationanberale Partei, wenn der Antrag_ von PaPanheim e_m- genommen würde, gegen das ganze Gesrß_ strmnzen m_uffe._ Sßme Partei könne es nicht zulassen, daf; Gemeinden i_bre bisbrrtge lieh- gewordrne Verfassung genommen werde. _ Man set der ngierung _in vielen Punkten entgegengekoxnmen; in diesem Pimkte soUe die Regie- rung Enigeqenkommrn beweisen. _
Abg. Schaffner (ul.) spricht sich in demselben S_inne aus.
Abg. Dr. Schilling (kons.) empfiehlt die Wiederherstrgung der Regierungserage; schon jeßi bestehe m den meistczn Gemernden der Provinz die bureaukratische Verfassung, und e? wurde in vielen Gemeinden schwierig sein, die geeigneten Porsonen fur den Gemeinde- raih zu finden. _ _ _
Abg. Cabensly (Zrntr.) vertbetdigt die Kommlsfionsfasjung.
Geheimer Regierungs-Natk) von T_rott zu_ Solz bestreitet, daß die Regierung beawxicktige, einen unzulassigen (Einfluß auf die Srlbst- verwaltungsNnget aZiSzuüben; sie wollt: selbst die Selbstverwaltung
i ket är en. _
nach LYLUVYU P'irppenbeim (kons.) erwidert den Befurwortern _der Kommissionsfaffung, daß man hier_ nicht_ gegen eine angebliche Reaktion kämpfen folie. Politische Gegensaße kamen bei dieser Vorlage nicht zur Geltun , und man solle sie nicht unrxötbig b_ereinzerren.__Der bureaukratißche Gemeindevorstand habe sich uberall in unserem „ande NWWB. Dr. Beckmann (kons.) erklärt, abweichend_von seinen Freunden in erster Linie für die Kommissionsfassung zu stimmm und erst dann, wenn diese abgelehnt werde, fur den Antrag von Pappen- heim. _ Ab). 0 mann (ul.) befürwvrtet dle Kommissionsfaffung und meint, daßHdiefselbe garnicht in_vrinzipieüem Gegensatz zur Regierunézs- Vorlage stehe, sondern ein gemtschtes Systeu1v_orsch1age, um nament tch dcn Uebergang zu der neuen Ordnung zu erletchtern.
Nach weiterer kurzer Debatte wird §45 in der Kom- missionsfaffung angenommen. (Schluß des Blattes.)
- Dem Reichstage ist der Eninmrx eines Geseßes, betreffend die Aufnahme einer Anleihe fur Zwecke der Ver- waltung des Reichsbceres, fern_er der Entwurf eines (Heseves, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshausbalts-Etat für das Etatsjabr 1897/98, und der Vertrag zwischen dem Reich und der Schweiz, betreffend die Einrichtung schweizerischer Nebenzollamter bei den auf badischem Gebiet belegenen Stationen Altenbur, Jestetien und
Dem
betref_f;nd Akaderungen des_*Reglements lich preußische Offizier-Wittwenkasse, zugegangen.
Hause der Abgeot ne en |___ dleevköulo-
at folgenden 17. Außgabe
Nr. 10 des . Eisenb ahn - Y_erordnungsblatts ", beraus- Jegeben im Ministerium der öffentlichen
Arbeiten, vom 31. März, Inhalt: Bekanntmachuna des Reichskanz_lers, betr._eine der dem internationalen Uebereinkommen uber den Eisen-
bahnfracbwerkebr beigefügten Liste, vom 6. März 1897. -- Nachrichten.
Jn Kö beschloffen,
der Arbeiter
für dieses Jahr abßeschloffen. Aus Birken _ _ _ _ _ Schiffswerft sind gestern 1700 altere sowie1ugendltche Arbeiter in den Ausstand eingetreten.
Arbeiterbewegung.
Umgegend haben, wie im „Vorwärts'
penick und
mitgetheilt wird, die Maurer in riner Versammlung_ am_„1. April die Arbeit äm 2. Apxil _niederzulegen, weil die Meister auf den ihnen zugestellten Lobntaris mcbt geanrwortet baden.
Aus Mainz wird der ,Frkf. Zig.“ geschrieben: In einer gemein- samen Besprechung der Lohnxommtifixn der Zimmermeister kam eine Einigung uber die erhobenen Forderungen
Zimmerer und der
Die Lohnbewequna der Zimmerer ist damit (Vgl. Nr. 77. d. Bl.) _ „W. T. B.“: Auf der Latrd'schen
zu stande.
(? a d meldet
der Großbe nicbt stattfin Grube vom
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“O. „R ol passiert. R V0rm.in S
Wilhelm passiert. Neaprl an stimmt, 2. v. Brasilirn
Rotte
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Hausr 'm im ersten Lindenwirtk, [eins, das
entschieden natürlichen Eigenart samkeit
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Donnersta [) armo n if deffen zahlt
vorgetragen auf der Kre melodiös g
kannte „G: von
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Kräften Bo
und Maria
Lotstesten der [ weizerischen Eisenbahnlinie E li au-Schaffbausen
und die schweizeri che Zollabfertigung am Grenze: erborn, zugegangen.
weise sogar seyten die
v. Au italien kommend, 1. April Nchm. in S u ez angrk. v. Bxltimore kommexid, 2. April a. d. erc'r anaék. SD. „Kaiser
Londov, 2. April. Vegaanakstle'C ___ __ __ von e a e ge ern __ _ :YeotxllirnoCastle' ist heute auf der AUSreUr gcstern m Durban (Natal) angekommen.
Linie. D. heutr Vormittag in Rotterdam angekommen.
ie Leinwand _ _ Ind das Abcndläuten durch die Doristillc hetmelien dir ZukÉrxr trau- licb an; wenigstens konnte man aus ihrer frobfinntgen Stimmung und ihrem Labbafien Brifakl _ daf; das alte Stück_fie gut unterhixlt. _ Stadt übrrspringt, andert sich frrilicL der Emdruck.
bieten fich damit zugleich größc-re «Öwiertgkrtten_dar. des schwäbischen Mädchens Lorle wirkt in der veranderten Umgebung
zusammexise i, Lrscheinkem twletn" Fk“ “1"t ' echten ' " € € awr a zu emrm _ _ leasZ-ÉTsevrnber ist eine zu iüchtige Künstlerin, um mcbt auch dieser YU]? kräfftigH VZ vö n, emmm en _ _ _ FJS schelichte Landkignd nicht besonders gluckltch an. Trotzdem wurde uber die fcbelmiscben Einfälle des Lorle vt_e1 geiackot, xmd der Kummer der lieblichen Frau Professorin, die m sexdenen Gewandern das Schwahen- Dorfe bleibt, rührte bis zu Thränen. Unter den ubrigen Mitwirkenden ist noch Len Hecht beroorzubebkn, welcher den Linden- wirtb mit behaglicher 1
Herr Professor Halit
ent e en ebracbt wurde. _ SZENlee Tonerzeugung, sanfieBogerzfu rung, vollendete Beherrschung aUer technischen Schwrerigkeiten und Tiefe der Auffassung erkennen, die besondrrs in Beethoven's V-äur-Konzert glänzend hervortraten. Ein
Konzertstück von Otto Singer,
neu Erfundenes hören zu lassen.
M. Löffi Werden konnte. Konzertgebers
bezeugun en. -
Kom ositionen seines Der pPsalm „Aus der Tiefe“ und
konzerte, während
Kunst und Wissenschaft.
Die alljährlich am 23. April in Weimar stattfindende General-
Versammlung der _ Ablkbens der hohen Protektorm derselben,
Sbakrspeare-Gesellscbaft _wird Wegrn des Ihrer Königlichen Hoheit rzogin Sophie von Sackosen-Weimar, in diesem Jahre den. Der Festdortrag, für den der O_ber-Régiffeur Max Königlichen Schauspielhause zu Berlin gewonnen war,
wird demnach zuerst im .Shakkipeare-Jabrhucb' der Oeffentlichkeit bk'kannt gegeben werden, welches AnfanZs Mut zur Versendung an die Mitglirder der Geiellschast kommen so .
Verkehrs-Anstalten. en, 3. April. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd.
D. .Stutt art" 1. Avril v. New-York n. d. Weser abgeg. D. .Halle'g1. Avril Nachm. v. Baltimore n. d. Weser abgeg.
and“, nach Galveston bestimmt, 1. April_Nachm. Dover PD. „Bayern“, n. Ost-A_fi€n bsstimmt, 2. Apri_l ingapore angek. NPD.,Prtnz-Rrgent Luitpold PD. .Bonn',
11.“, v. New-York kommend, 2, April Vm. Horta
SD. .Werra“, n. New-York bestimmt, 2. Avril Vm. in
ek. D. .Pfalz“ und .Maori' n. d. La Plata be- lerilPin Buenos Aires angek. D. „Löwenburg", kommend, 2. Avril Vm. St, Vinceydpasnert.
(W. T. B.) Castle-Lrnie. D. „Dun- ist heute auf der Heimreise am Mittwoch und D. Kapstadt abgrgangen. D.
L.April. (W T. B.) Holland-Amerika-
d , . r am Von Nkw-York nach Rotterdam, tft
,Obdam',
Theater und Musik. Berliner Theater.
1? Abend ging das Schauspiel „Dorf und Stadt', welcherksCrbnarlotte Birch-Pfeiffer nach der Auerbach71chen Er- „Dir Frau P Scene.
weriaßt hat, vor gut heseßtem Die ganze ländliche“, naiv-siißltche Stimmung Theil des Werkes, das brhagiiche 5Y_laudern des es, das Recken und Kosen ssines bloudbaarigen_Töchter- der Mal-Zr Rainhard in ciriem_Madonnenbtlde auf zaubrrs, der (1118 icbwabtsckye
rofrssorin “
VolksJesang
Nack) dcn Aktschlüffxn darauf schließey, Sobald die andlung m 1316 er Darstellung
Die Einfalt
unecht, trodem vieles ans ihrem .Geschwäß“ einem Gefühl enéspringt. Die (Gestalt dicser Lorle, dessen *sich ganz aus Grfübl und _zartlicber Empfinde- kann heuÉe nur eiZtgrrchßetiz_gl_dHublp_aft a illerin dur einen ro rn un teen erzon rs? LFiciturlcmt erhebt. Frau
irkun en abzugewinnen; aber ihrer mr_br modern atur, ihrem lebendigkn, scharfen Gerit paßt |ck
wäbisckper Gemüthlichkrit darstellte.
Konzerte.
der wohlbekannte Violinviriuose, Jab am, mit dem Von Franz Mannstaedt gexetteten bil- chen Orchester ix dJ iSiZg-sZlYaßdeuljilZ eianTnzÜté. i Be an as neree teen e,wee_ es (her suchDerf Künstler lie deut1ich alle Vorzüge semes-
das Zn Yesem Al_vxniß zu;:r ersJYal wurde, chlo 1ch an. er omponi ,_ er eme u en- uzscbule 1,11 Drßrssden gemacht hat, fol_ t in thsem durchweg sebr ebaltenen Werke dem Vorbilde Y endels obn's, ohne viel. Den Besckpluß macbie Spobr's be: sangsscene“, da das ursprünalicb anaescßte „Divertimento er wegen Fehlsns der Orchesterstimmen mcbt gespielt? Das Publikum spendete den Leistun en des und denen des Orchesters lebhafte eifalls- um Besten der Evangelischen MissioUSgeseUfcbafl' Osiafri a fand ebenfalls am Donnersta in der Gar- rche ein gei tlicbes Konzert statt. es edlen Zwecks
wo an wäre eine größere Betheiligung der evangelischen Bewobnxr erlins wünschenöwertb gewesen, zumal da pon auSgesucht gudm
r ü li es dar ebojen wurde. Der Domchor sang mehrere zg ck irigenten, des Herrn Professor: Becker. der „Dialog wichen Jesu],
eistvolle Arbeiten. von bobem Wert e iir .,. „ e für den GotteSdienst selbst zu poetisch in en- Die hellen Knaien UKW"
Der Mämmäo:
“ sind
dramatis gehalten sind. hohen TYne wunderbar weich an.