1897 / 86 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 10 Apr 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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Desk! Ulm, it der Erlaubniß unn T der bisb'erigm

- -- Vr. Stein rück der Landw. 2. Aufgexots vom Landw. " * ' Reutlin en, 1)r. Wörner der Landw. 2. AufZebot! vom Landw. Bezixk münd, Vr. Kleinmann 'der Landw. 5.Jlufgeb-k-ts Landw. Bezirk Heilbronn, mit der Erlaubniß zum Tra en der bisheri en Uniform, 1)r. Betts cb der Landw. 2. ufaebots von demßelben Landw. Bezitk, -- der Abschied bewilligt.

Stabsärzten: 1)r. Dürr der Landw. 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk Hall, Dr. Knapp, 1)r. Weil der Landw. 2. Aufgebojs vom Landw. Bezirk Stuttgart, 131“. La nderer der Landw. 1. Aufgebots von demselben Land:». Bezirk, mit der Erlaubnis; zum Tragen der bisherigen Uniform, Dr. Munk der Landw. 2. Auf ebots vom Landw. Bezirk Gmünd, 131". Sailer der Landw. 2. Au gebrts vom Landw. Bezirk Ulm, Dr. Steinacker der Landw. 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk Reutlingen, -- der Abschied bewilligt.

Bea rute der Militär-Verwaltunfg.

4. April. Die Unter-Apotbeker dex Res.: Setz ! vom Landw. Bezirk Stuitgart, Hahn vom Landw. Bezirk Reutlmgezx, Grimm dom Landw. Bezirk Hoxb, Lindner dom Landw. Bezirk Mergent- heim, -- zu Obcr- Apothekern ernannt. Den Ober-Apotbckern der Landw. 2. Aufgebots: Bader, Würtenberger vom Landw. Bszirk Heilbronn, Koch, Hermanuz vom Landw. Bezirk Styttgart, Herr- mann vom Landw. Bezirk Hall, -- der Abschied bewilligt.

Kaiserliche Schutztruppeu. ,

Berlin, 3. April. Schußtruppe für Deutsch-Ostqkrtka, Dr.Wecker, charakteris. Ober-Stabsarzt ].. Kl., em vom 3. Mm d. J. basiertes Patent als Ober - Stabsarzt 2. Kl. verlieben. Ollwig, Assist. Arzt 1. Kl., mit einem Patent vom 26. November „1896 ». 1, Zupißa, ])r. Simon, Hosemann, ].)r. Eggel, As11ft. Aerzte ]. Kl., - zu Stabsärztcn befördert.

Schu truppe für Südwest-Afrika. ])1'.Schöv1Pi_nkel, ])r. Lang eld, Assist. Aerzte 1. Kl., zu überzähl. Stabsarzten befördert.

Yiehtamtlichez.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 10. Aprii.

Seine Majestät der Kaixer und König hörten heute Vormittag den Vortrag es Chefs des General- ßabes, Generals Grafen von Schlieffen, und sodann den Vortrag des Chefs des Militärkabixicts, Generals von Hahnke. Um 1 Uhr empfingen Seine Majestät dcn Professor Eilers und nahmen darauf militärische Meldungen entgegen.

hre Majestät die Kaiserin und Königin _wohnten vorgetern dcr Religionsprüfung und estern der Konfirmation der Zöglinge der Kaiserin Augusta:St1ftung in Charlottenburg bei. Gestern Abend empfingen Ihre Majestät die Prinzen Wilhelm und Eitel-Friedrick) bci dsrcn Ankunft auf dem Lehrter Bahnhof.

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In der am 8. d. M. abgehaltenen Plenarsitzung des BundeSraths widmete der Vorsißende, Vize-Präident des Staats-Ministeriums, Staatssekretär des Innern [)r. von Boetticher zunächst dcm verstorbenen Wirklichkn Geheimen Rath, Staatssekretär des Neich§:Postamt,-3 O1“. von Stephan einen ehrendcn Nachruf. Nach dem Eintritt in die TageSordnung wurde dem (Heseßeniwurf, betreffend den Servistarif und die Klasseneintheilung der Orte «, dem Anfrage, betreffend den zollfreien Einlaß der von dem internationalen landwirthschaftlichcn Maschinenmarkt in Wien zurückqclangendcn (Hüter, "_ dem Anfrage Preußens, betreffend die (Hinführung cincr Bezeichnung für 100 ](8- _- sowie einem Antrags, betreffend die Verfügung über einen ArbeitsPlaß bei der zoologischen Station in Rovigno, die Zu: stimmung crtheilt. Die Entwürfe von Geseßcn für Elias;- Lotbringen über die Besoldung der Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Elementarschulen und über die Vizinalstraßcn wurden den zuständigen Ausschüssen iiberwiéscn. Außerdem wurde über verschiedene Rcichxötagöresolutionen, sowie über Eingaben Beschluß gefaßt.

cute hielt der AuSschnß des Bundesraihs für Handel und erkehr cine Sißung. .

Für den vereinen Staatssekrctär dcs NeichS-Postamtö

])x'. von Stephan 'ndct morgen, Mittags 121/3 Uhr, im Lichthofe des neuen Post-Museums, Ecke der Leipziaer- und Mauerstraße, eine Trauerfeier statt, welche von dem Gsncral- Superintendenten ])1'. Dryander, unter Mitwirkung eines Männer:Doppelquartetts, abgehalten wird. Nach dem Schluß der Feier wird sich der Leichenzug in folgender Ordnung nach dem Friedhof der Dreifaltigkeitsgemeinde in der Barutherstraßc bewegen: 1) die Musikkapelle der Postillone, 2) Postuntcrbcamte, 3) der Bläserchor der Unter- beamten des Post-ZeitungSamts, 4Z Post- und Telegraphen- beamte aus Berlin, an deren Schlu die Beamten des Reichs- Postamts,5) Deputationen von Post-und Telegraphenbeamten aus den Provinzen, 6) Unterbcamte des RetehS-Postamts mit Palmwedeln, 7) die Träger der Orden des Verewigten, 8) der Leichenwagen, dem ein besonderer Wagen mit den Kranz- und Blumenspeiiden folgt, 9) der Wagen Seiner Majestät des Kaisers, 10) Leidtra ende, 11) die Wagen der Fürstlichkeiten, 12) die Wagen der amilienangehörigen des Verewigien und der Wagen des Geistlichen, 13) die übrigen Wagen.

Durch eine im „Marine-Verordnungsblatt“ veröffentlichte Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 31. März d. I. wird bestimmt, daß die Kreuzer dritter Klasse „Olga“, „Marie“ und „Sophie“ aus der Liste der Kreuzer gestrichen und in die Liste der Schu1fchiffe übernommen werden.

Ferner soll bei der [s. Matrosen-Artillerie-Ab- thei ung eine dritte Kompaémie gebildet werden.

Einer weiteren Allerhöch ten Kabinets = Ordre 27. Februar d. J. zufolge wird der Krcuzcr zweiter Klasse „Victoria Louise“ der Marinestation der Nordsee , zugctheilt.

Der Königliche Gesandte in Oldenburg von Bülow hat einen ihm Allerhöchst bewiuigten Urlaub angetreten.

Die Bevollmächtigten zum Bundeswth, Königlich baye- rischer Mmisterial-Rath von Heller und Sepator der freien und ansestadt Hamburg ])1'. Burchard smd von Berlin

abgere st.

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vom *

Württuuberj-

?hre Dur lauch: die ' Prinzessin Elisabeth zu Für enber i in der Nacht zu Freital? in Donaueschingen verschieden. ie Prinzessin Elisabeth, ge oren am 15. Marz 1819, war die Schwester des Fürsten EmilEgon und die Tante dcs unlänÉft verstorbenen Fürsten Carl Egon. ,

Die rste Kammer der Stände hat sich vorgestern bis Ende April odk-r Anfang Mai vertagt.

Mecklenburg-Schwerin.

Ueber das Befinden Seiner Königlichen Hoheit dcs Groß- herzogs wird den „Meckl. Nachr.“ aus Cannes von gester'n qemeldet, daß nach zwei befriedigend verbrachten Nächten die

acht zum ,rcitag wieder unruhig gewesen sei. Die Herz- ihätigkeit ha e fich bisher nicht gebcffert.

Sachseu-Coburg-Gotha.

Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Herzogin und Ihre Königliche Hoheit die Prinze1sin Beatrice haben fick) gestern von Coburg nach Langenburg begeben.

Elsaß-Lothringen.

“Dcr französisÉe Jesuitenpater MUUT) in Meß, der die Vorrede zu dem 3 erk „1488 ]éZUjWZ & USW“ WU Viauffoti- Ponté in Nancy gcschriebcn Yat, einem Werk, Mlches die ge- bäsfigsten Ausfälle ZUM die deutsche Armee und die deutsche Regierung enthält, ist aus Elsaß-Lothringen aUSgewicsen worden. Die Ausweisung ist, dem „W. T. B.“ zufolge, nicht auf (Grund des Jejuitengeseßcs, sondern auf Gxund dcr all: gemeinen Ausweisungsbcfugniß dcs Bezirks-Präsidentcn erfolgt.

Oesterreich-Ungarn.

Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sißung dcs öster- reichischen Abgeordnetenhaufes, Über deren Beginn bereits in der gestrigen Nummer d. Bl. unter den nach Schluß der Redaktion eingetroffenen Depkfckxn berichtet worden ist, führte der dritte Antragsteüer, der Abg. S tcin w e n d e r, betreffs der Sprachenoerordnung in Vöymen aus, nicht dio Deutschen, sondern der Staatsdienst verlange, daß die Beamten deutsch sprechen könnten. Der Dienst erfordere judo? nicht die Kenntniß der czechischen Sprache. Die Verordnungen eien gkeiguct,dic deutschen Beamtenstellen den Deutschbödmen zu verschließen. Dcr Ministek: Präsident Graf Badeni erklärte: die Bestimmung der Amts- sprache der Staatsbéhörden sei das Recht der Exckntivc, welches seit dem Bc inn der konsiitutioneUen Aera geübt werde. So großen erth die Regierung auf die Unter- stüßung der czechischcn Partei auch lege, so sei die Erlassung der Sprachenverordnungen doch nicht etwa aus parlamentarisch: taktischen Gründen erfolgt. Diese Frage müsse VlÜMLhr von einem doppelten GefichtSpuvki behandelt WLsdMT erstens von dem Standpunkt der Gerechtigkeit und Gleich: berechtigung, zweitens von dem der Schaffung einer Basis zur Anbahnung eines fricdlichcn, auf w2chsklscitigcr Aner- kennung und gleichem Recht beruhendkn Zustandes in Böhmen. Er betrachte dic Lösung dsr Sprachenfragc als die Voraus- seßung einer gedeilnichen Lösung der böhmischen Frage. Da die Regierung der Ueberzeugung gewesen sei, da die Frage im W2ge der Verständigun beider Völkerstämme nicht «regelt werden könne, _habe sie LZick) verpflichtet gefühlt, im

ahmen ihrer Befugnix; einzugreifen. Es solle nirgciids dcr geringste Zweifel aufkommen, daß die Regicrung gewillt und fest entschlossen sei, die berechtigtc'n Intercfsen des deutschen Volksstammxs in BöHmen zu scbüßsn. Jm Simic des Kaise'rlichen Handschreibsns WSWS sie sick), undsirrt durch zeitweilige Parteisckmüerigkkiten, ausschließlich durch das all- gemeine Staatsintcrcssc bestimmen lassen. Dio 1th so bs- kämpfte Maßregel myrdc doch im Zntercssc der politischsn Aussöhnung dienlich sein. Allsrdings müsse der czechiscbc Volksstamm das Scinige zur. Schaffung frisslicher Verhältnisse in Böhmen beitragen. Der Tenor dss an iim ( den Minister- Präsidenten) gerichteten Kaiserlichen Handschreibens schließe unzweideutig ]cden'chanken eines Parteicegimes aus. Ein solches würds auch nach seiner Ueberze-ugung in Oestercich unmöglich sein. Das Haus möge darin die Gewähr erblicken, daß die Regierung von ihrem Wege sich nicht abbringen lassen werde. Dc-r Nbg. Pazak meinte, die Sprachenverordimng sei die erste Etappe des AUSgleichL. Dcr Abg. (Graf Pa [lf [) erklärte, die konservativsn böhmischen Großgrundbesißer erblickten in dcr Sprachenverordnung keine Konzession an die Czechkn sowie auch keine Provokation der Deutschen, vielmehr sei sie tmr eiu Steg der Gerechtigkeit und die Anerkennung der politischen und nationalen Untheilbarkeit dos Königreichs Böhmen. Dcr Abg. Iro rief der Regierung zu: Bis hierher und nicht weiter! Der Abg. Pininski) versteheer die Deutschen der Werth- schäßung der Polen, diese würden choc!) gegen die Dringlichkeit stimmen, da fie sonst ihre politichcn Traditiomkn verleugnen würden. Der Abg. Sch Ück er bekämpfte die Sprachen- verordnung vom juridischen Standpunkte aus. Der Sektionß Chef im Justiz : Ministerium 1)r. von Ruder rechtfertigte namens dcs erkrankten Justiz-M'misters die Sprackwnverordnung. Der Abg. Baron von Dipauli erklärte, die katholische Volks- partei stimme gegen die Dringlichkeit, behalte sich jedoch die meritotische Entscheidung vor. Der Abg. Menger wandte sich scharf gegeii den Abg. Baron von Dipauli. Die Sprachenvcr- ordnung sei mehr politisch als sachlich. Der Schluß der Debatte wurde sodann angenommen. Der Generalredner gegen die Anträge Herold sagte, die Debatte verfolgte lediglich den Zweck, die Deutschen in Böhmen aufzuregen. Der General- redner für diexAnträge Hohenburger erklärte, die Deutschen seien für die „Herstellung einer VerständigunZ3 in Böhmcn und wünschten die Hersleüung einer solchen erständigung auf Grund eines direkten Einvernehmens beider Nationalitäten. Hbierkqu tmurdc die Dringlichkeit mit 221 gegen 153 Stimmen a ge e n .

_ In der gestrigen Gemeinderathssißung widmete der Burgermeister [)1'. Lueger dem deuls en Staatösckretär Dr. von Stephan einen warmen Nachru , wobei er besonders die Verdienste des Verstorbenen auf dem Gkbiete des ost- wesens [)ervorhob. Der Gemeinderath ertheilte hierauf eine Zustimmung zu der Absendung eines Beileidötelegramms an die Vertretung der Stadt Berlin und die Hinterbliebsnen des Staatssekretärs von Stephan. 1)r. Lueger widmete auch Brahms einen warmen Nachruf. Der Gemeinderath beschloß ein Ehrengrab für Brahms.

Das ungarische Oberhaus se?te gestern die Spczial- berathunß des Budgets fort. Gra Aurel Dessewffy brachte ' en Antrag ein, ein MißtrauenSUotum gegen die Regierung aUSzusprechen, und begründete denselben damit, daß

die "Regierung be ügli der Landwirthsckzat ni t au Lölie iyrer Aufgase fte e und sich WatxlmiébräuZe half» dz?

chulden kommen laffen. Der Minister für Ackerbau Daranyi und der Minister des Innern Perczel wider- legten diese Angriffe. Bei der Abstimmung wurde der Antrag des Grafen Dxssewffy mit allen gcgen ]1 Stimmen abgelehnt,

Die anwesenden drei Bischöfe stimmtcn gegen den Antrag.

Großbritannien und Irland.

Im Unterhause' richtet; Festcrn (Hourley die Anfrage an die Regierung, ob die vexbun eren Mächte vereinbart hätten„ falls Griechenland dj_e Raumuxig Kretas verwxigcre, dM Piräus und andexe griechische Hafen zy blockieren, und ob die Blockade eine friedliche oder kriegertschx sein werde. Der Attornechncral Sir N. Webstex erwxderte: Er könne die Anfrage nicht bcantworten_; die Absicht der Mächte könne nicht mitgetheilt werden, bis em definitiver Entschluß gefaßt sei; er kötML xbensoMnig sagen, ob die Blockade eine fried- liche oder; eme „Furs Jsuijum sein werde, welche lcßtere eincn Krieg-Zzustand zwischen den Mächten und Griechenland in fich schließe. Falls _eine Blockade beschlossen und diefelbs, wie vorauszusehen, Une friedliche sein werde, werde dikselbs nur auf dix! grikchisckzcn Schiffe „angewendet werden; falls dik- selde aber e_ine kriegerische sem sollte, werde zweifellos das übliche Verfahren beotbachtct und den neutralen Schiffev, die schon in den blockierten Häfen seien, geßattet werden, innerhalb angemeffean Zeit zu verladen und sofort abzufahrdn; die Schiffe mxt Ladungen für die blockierten Häfen konnten vom Datum des Blockadkanfangs an zuriick": cwiesen wcrden. Ter Parlaments-Sckrctär des Acußcrn

urzon bemerkte: Dic Mächte hätten in Konstantinopel Vor: stellungen, bytreffcnd die Räumung Kretas, gemacht, aber keine hieraux bezngliche Forderung gestellt; er könne nicht sagen„ welche Schritte der Sultan bisher in Betreff der Räumung qethan habs. Der Erste Lord des Schaßamts Balfour sprach die Emvartung aus, daß fick) das „Haus am Montag bis zum 26. d. M. vertagen werds.

Vor dem Uarlamentarise'hen Ausschuß zur Unter- suchung des Einfalles Jameson7s in TranSvaal exichi€nsxx gestern 1')r. Jameson und Sir John Willougbby. Ersterer erwiderte auf_di€ Frage dgs Vorfißcr-den, daß er den Brie“? Sir John WiUougdby's an das K'rie'gsämt wobl gutgkbeifxen und JLdilligt habe, daß c'r dessen genauen Wortlaut aber erst später Erfahrkn babs. Sir Jodi: Wiliougbby bab? deg“Brisf nicht zur eigenen chhx- förtigung, sondern in der Hoffnung geschrieben, saint: Offiziera vor dem Vérlnst idrer Stellung?" zu bewahren. Zamesox: erklärtxc fsrner. er sei bcreit, als möglich zuzugeben, dax"; die Offiziere sich eine übertrisbsne Ansicht gebildet und, was dia „Kaiserlickycn BLLörden' anlange, méi): gefolgert hätten, als kr aus; zudrücken bcabsi iigt babe. Nicmals habe er jedoch gegen irgend jemand gcäußkrt, dqß er die Rdgicrung der Königin hinter ck baba. Sir John Wiüdugvby “sci in jkin-ém Briefe ein gut Stü Miter- glgangen, als er (Jamexon) js gkäußert odkr habe Dllschblick€n Kaffe!"- odcr als gkrc'cbtxertigt gswefe'n sei. chn er (Jameson) von .Kaisexliäéen BEHökdcn“ gx'sprsclykn bake', so babe er darumtcr (“en Lord DWZ) Commissio-xer VLkstUiVLU, yon dyn Behördkn in London habe er nicbts gcwaßt. Anf karagkn Sir W. Harcdurt's ÖSKUNVSW Xamsson, er sei vor )Siatxm Aufbruch fest überzeugt géwésen, dar"; Sir John Wiilougbky de;: Orfixirren die Lffsnhalkung ihrer Stellunaen garantikrt habe und daß er, Wenn er darüber befragt wordkn wäre“, diese Garanjie gkwiß béstäiigt habs" würde, weil er des Erfokgks fieber gewesen sei. Jamc-„son sagte nvsitsr aus. in der Zeit der ??Zow bereitungen zum Einfall habe er in kkinerle'i Verbindung mit Pcrsoxm in Engiand gestanden. SirJohn Willough by, welcher von "LULU auf- gerufen wurdc, Verlas eine AusJagk, welche in dsr HauptfaÖ-x den Wortlaut seines Schreibchns an das Krikgéamt, dxn sein Anwaii eniworfen hat, nicht aufrkckyt erhält. Sein cinzigcr Zweck sei géMfen, seine Offiziére VKL" dum Veulusi ihrk'r Stéllungsn zn bkwabren. Dix Zeit habe gkdrängs, und ker Wortlaut habe ihm 11ichtvox1 x:,wßer Wichtigkßit ngiMéU. Cc sci im Unrecht g&ivesen, WWU ('r fi?!) auf die ..K*aiscrlich€n VCÖÖW-ÉU“ ßérufcn habe; er sei erstaunx gewessn, zu erfahrcn, das; JUnLson skin Schreiben nicht vor dsr Abscndung Zxsshsn babe, und das: er darin isch Wort von Iame!“on'.9 Zkugénaussagc umgcworfen haba. ])1'. Wo oli“ erklärte“, cin Tdkil dkr kaormleutk habe den Plan gehabt, das Nr- senal in Prätoria wäßrend där Nacht zu nehmen und sich mit Mu- nition zu v-zrscben. Dic Vorkehrungen der Boerkn bättc-r: Tissen Plan vereifelt. Die R-kformer hättM eine Volksabstimmung darühri vérlangt, ob Krüger "Präsir-knt [*lcibcn soils oder nichr. Dic W(ZT-É'kki“. Vcrbandlangen dcs Ausschuffes wurden bis zum 30. d. Yk. Min,»

Frankreich.

Dor Sunat nahm gestern die Vorla 6, betreffend die Anwendungdes (Hensral-Zolltarifs au Madaganar, sowie die Vorlage, betrcffend die Berner Konvention iibcr. das künstlerische und liierarischcEigcnthum, an. Auf die vor:- gestern gcsteUic Anfrage dss Senators Béranger, betreffend die Veröffentlichung anstößiger Bilder 2c., erwiderte der UntkrrichtI:Minister Rambaud, die Liedcr 20, welche in den öffentlickxn Lokalcn auf dcm Montmartre gesungcx: würden, würden von der Zensur geprüft werden

*Dsr Minister des Innern Barthdu erklärte, er habe An:

ordnung getroffen, daß dcr Verkauf und die_ Vertheilung; obscöner Schriften und Bilder auf den Straßen verboten werds. Er werde die' öffentliche Sittlichkeit u schüßen wissen. Der Justiz-Minister Darlan Mitte mit, da?; er einen Gsscß: entwurf, betreffend den wirksameren Schuß der öffentlichen Sittlichkeit, einbringen werde. Der Senat nahm schlipßlick) eine TageSordnung an, in welchcr die Erklärungen der Regie- rung ÉebiUigt werden und das Vcrtraucn des Hauses_Ju der 5 achsamkeit und Festigkeit der Regierung ausgedrui wird, undvcxtagtc fick) dann bis zum 18. Mai.

Rußland.

Der „Regierungsbote“ meldet: Der Kais er hat die Aufmerksamkeit auf die wachsende Anzahl ihm in der Form von Heiligenbildern in kostbaren Einfassungen, in der «yorn: von werthvollen Schüsseln und anderen Gegenständen dar;: gebrachter (Hsschenkc gelenkt. DLL“ Kaiser hat alle diese auf- richtigen Aeuß5rungen der Gefühle der Treue und Unter- thänigkcit wohlgencigt enigcqengcnommcn, da er nicht wkmschi, die Spender solcher Gaben durch eine Ablehnung zu kräxxken. Der Kaiser hat aber angesichts der großen Summen- wclche für solche Darbringungen oerauSgabt worden, befohlen- zur allgemeinen Kenntnis; zu bringen, daß das einzige 'emem Herzen angenehme Geschenk solche Spenden bilden, welchc Ge- meinden und Privatpersonen von ihrem Ueberflufse für wohl- chtige und andere gemeinnützige, zumal lokale Anstalten- ge en.

Der russische Wirkliche Geheime Staawrath von Bunge), welcher von 1882 bis 1887 Finanz:Minister war, ist, wt?- „W. T. B.“ berichtet, gestern in Wiesbaden gestorbeit,

Jialien.

Die Dcputirtcnkammer seßte gestern die Berathunß der Interpellationen bezüglich Kretas fort. Der

utlrle San Giuliano griff die Politik der Re erun qund befürwortete die Annexion Kretas durch Eriechgeinland? Der Miniftex des Aeußeren Visconuti Venofta erwiderte: Die Politik Italiens und der anderen Machte bedeute den Fortschritt im Orient und den Frieden tt_i Euroya. Der Minister bob sodann die Nachtheile hervor, die f_ur Italien eingetreten sein würden, wenn es aus dem etzropätschezi .Konzert außgeschiei-en wäre. Griechenland werde keine Demuxhtgung dadurch erleiden, daß es dem Willßn Euxopas fick) fiige; Wenn die gegenwärtige Krise im Orient ubxrwmzden ser,_“mdem sie, ohne Verlesung des ZÜQTUZ quo, fur die Bcvolkerungen einen Fortschritt verwirkliche, so werde das Ziel der italienischkn Polijik er: reicht sem. . _ ' " _

Wie die „Agenzia Stefani“ meldet , ubemandte der Minister für Post Und Telsgraphie Sineo dem Reichskanzler Fürsten zu „Hohenlohe ein Tslegramm, worin er anläßlich dcs Todes des Staatssekretärs Dr. von Stephan das Bei- leid der italienischen Regierung und insbesondere des Ministeriums für Post und Telsgraphie ausspriäzt.

Türkei.

Das Wiener „Telegraphen-Korrespondenz-Burcau“ meldet aus Konstantinopel, daß die Pforte den Botschaftern mitgetheilt habe, die Kommission in Tokcxt habe 250 Pexsoncn wech Theilnabmc an den lcßteiz Ereigniiscn vcrhafiei; ferner habe die Pforte den Boischaftxrn von den drci leßten Zirkular-Depeschen an ihre Vertreter im Auslande Mii- tyeilimg gemacht. Diese Zirkulardcpxsclwn bxträfcn die Be- schlennigunq der Intervention der Großmächte in der kretischen und griechischen Angelegenheit, damit die Tüikci nicht allzu lange ihre Operationsarmce zu unterhalten brauche. Soll1e die Jnterocntion, welcbe dmch ihre lange Daucr die Souvcräniiät der Türkei beeinträchtige, aussichtslos skin, so sei der Pforte freie Hand zu lassen. Schließlich enthielten die Depeschen dcn Vorbehalt, daß die Autoxomie für Kreta weder die Integrität noch die Sduvcränität der Türkei vkrleßcn dürfe. -- Dic GcschmuderÉhefg vor Kreta bkstäUdLn im Jntereffe dcr Pacxfikation auf der chfiihrmig der iiiobamedanifch€n Emigranten aus de:: .Hafenstädten; die Botschaften ver- handelten in dieser Angelegcnbkit mit der Pforte. Jn_dcn chien drei Tagen hätten Konferenzen der Botschafter stati;

efunden.

g Die „Times“ meldet, der österreichische Botschafter in Konstantinopel, Freiherr von Calico, habe gsstcrn dem Minister dL'S Aeußern Temfik Pascha cinkn Büsuck) ab- gestattct, bei dem er die Ausichtcn der Botschafter bezüglich der Zirkulare der Pforte über die kretische Frage zum Ausdruck gebracht habe. _

Aus Arta mird gemeldst, Kroiss habs den Befehl 13er das (Geschwader im (Golf von Ambracia iibcrnommen: cr wsrde heute früh mit dym Divisions-Chcf,Odcrsten Manos cine Untcrrcdung haben.

Die „Agence .Havas“ berichist aus Athcn, daß griechische Jrregulärc vorgeitkrn das macodonischs (Lebic! dctrctxn hättsn; die griechischc stölkckung Habe ihnen enthu- siastische Abschicdskunqubungcn bereitet. Di? Banden würden von früheren Offizieren der regulären Armee befehligt. Cipriani befinde sich als Fi'ciwiUigcr bsi den Jrrcgulärkn, welche auf Kaiken dsr National-Liga gut bewaffnet seien. Auch der Verpflegungsdienst sei gut organisiert,

Aus Elasfona von gcstem Mittag berichtet dÜZZ „Nceuterchc Bureau“: DM daselbst eingeiroffsncn Nachrichtxn zufolge seien Banden von griechischm: Irregulärcn bci Krania in der Nähe von Grcvcna in türkisches Gebict eingedrungsn und von den jürkisckxkn Trnppen beschossen worden. Das Gefechi dauere seit gcytx'rn friih 5 Uhr an. Edhem Pascha habe Befehl ortheilt, alias vorzchreitén. Ob griechische Soldaten sich unter den Jrrcgukärkn bx: fändén, sei noch nicht bekannt. *- Wkitkrc in Elassdna eingegangen? Nachrichten bestätigicn di'n Ausdruck) von Feind: scligkcitcn zwischen gri€chisch?n JcregUlärcn nnd türkischen Truppkn. Dcr größere Tixil dcr in Grcvcna stationierten türkischen Division unter Heikki Pascha rückc gegen die ins türkische Gcbict Eingcfaüch vor. Der Marschall C'dhcm Pascha werde den sofortigkn VN“: marsck) des tüxkisckxcn Heeres befehlen. In den inhen dsr Angreifer seien griechische Uniformcn bemerkt worden. Die Lage werde als äußcrst Ernst bstrachtct. Dcr Marschall Edlxm Pascha usrdlsibe im Hauptquartier ix“. Er- wartung weiterer Nackkrichten Und habs die Divxfions-(chcrale an-gkmicssn, fick) zu ofortigcm Vorgehen in Béreitsckwft zu halten. Die Reserve sci aus döm Lager air-chrückt, um näher gegen die Verthcidigungslinie aufzumarschicren. Grevener ist etwa 18 Stunden von Elassona, Krania 10 englische Mkilen nach Südwesten von Grevena entfernt.

Die „A cnce Havas“ erfährt aus Athen, daß nac!) einer aus Kalam aka eingcgangcnen Privaldxpcsche eine Band?, tvslchc enöthigt gewesen sei, dorthin zurückzykchren, cin leb- betes eweixrfeuer zwischen dcn gricchischen und türkischen Stgtionen vsrndmmen habe. Amilichc Depeschen meldeten lediglich den Einmarsch dr?icr Banden don zixsainmcn 2600 Mann.

_ Nach einer Depesche dcs „Daily Chronicle“ aus Athen von qextern meldet der letzte dort eixigegangcne Bericht über das (Ge- fecbt an der Grenze Folgendes: Dcr Befehlshaber des Grenz- Pofterxs Tronfliani telegraphicrtc an den Kommandanten des 8. Ev onen-Bataiüons bei Trikkala, die Türken hätten, nachdem eine ande von Irregulären die (Grenze Überschrilten habe, die drxi griechischen Positionen vonFonika, Pril anza und Wimbasckzis-(Hrab angegriffen. Da dkk Kommandant an der Granze nur eine Kompagnie Verstärkung verlaxigt habe, betrachte er augenscheinlich d-en Vorfall nicht als Ernst.

_ Dcr „Times“ wird aus Kanea von gestern gemeldet: B?; der Ankunft in Kissamo sandte der österreichische Admwal Boote von den britischen und österreichischen Kriegs- sch1ffen aus Land, um die mohamedanischen Flüchtlingen abzuholen. Als-die Boote sich dem Lande näherten,gaben die Jnsurgentcn nzchrereSalven auf dieselben ab. „Hierauf eröffneten dicKrtegSschiffe em Bombardement, bei dem ste über 80 Schuß abfeuerten. Etwa 30 mohamedanische Frauen und Kinder liefen zum Sirandc und schifften sich in die Boote cin, wclche bei der Ruckfabrt zu den Kriegsschiffen von den Aufständischen weiter bxscthen wurden. Man glaube, daß von den Jnfurgenten eme nzahl etödtct sei.

_ In Net ymon sind gestern 650 Mann russischer Truppen mit einer Batterie Artillerie gelandet worden.

Rumänien.

_ In einer Versammlung der liberalen Majorität des Senats und der Deputirtenkammer theilte gestern, wie

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„W. T. B.? meldet, Demeter Sturdza mit, der König habe ihn mit der Bildung des Kabinets bctraut.

Bulgarien.

Der „Politischen,Korrespondenz“ wird aus Sofia ge- meldet: Von_unterr1chteter Seite werde gegenüber einer in Bukarester Blaitcrn enthgltenen Nachricht, nach welcher die bulgarische Re ierung großere Bestellungen von Geschüßlicfe- rungen im etrage von 4 Millionen Mark bei Krupp in Essendbgeschlossen hade, konstatiert, daß diese Bksiellungen fich lediglich auf Geschuß-Komplciliecungen für organi- sqttondgemäß vorgesehene Rcskrvebatterien beschränkten und nur die Hälfte der erwähnten Summe beanspruchten.

Afieu.

,Das „Reuter'sche Bureau“ berichtet aus Yokohama vom gestrigen Tage, daß ,die Regierung von Hawaii die Landung von 400 japanischen Einwanderern ver- boten und der Gerichtshof von Hawaii dieses Verbot bestätigt [Ehe. Es verlaute, die Regierung der Vereinigten Stadien von_Amerika habe ein Kriegsschiff nach „Hawaii g_esch1cht, 11710018 ]ayanischc Regierung werde cbénfalls em Kriegsschiff dorthin entsenden.

Afrika,

, Aus Kapstddt ist, dem „W. T. B.“ zufolge, in London dre Mittheilung eingetroffen, daß in der gessßgeb enden Ver : sammlung dcs Kaplandcs vom 7.d.M. der Abg. Dutoit für den Afrikander-Bund folgende Resolution eingebrackit habe: „Das ,aus wünscht mit Riickjicht auf ,die ernste Lage in Sud-A kika seiner Meinung Ausdruck zu geben, daß das, überwiegende Jntsreffe der Völker in dicscm Lande darm bcstedt, dyn Frieden zwischen den enropäischxn Rassen aufrecht zu erhalten. Das Haus vertraut darauf, daß seitens der vcrschicdcncn Negiexungen alle Anfirkngungen zu diesem chcke gemacht werden.“ Eine zweite Resolution wurde von dem Führer der Opposition Jnncs beantragt. Diechbe giebt „ebenfalls dem ernsten Verlangcn Ausiruck, den Fricdcn zu sichern und wcchsclsciiigcs Vertrauen in und zwxschen dcn vcrschicdensn Staaten imd Kolonien zu schaffen; die besten Mittel hierzu seien die strikts Beobachtung der Be- stunxnungcn der Londoner Konvention durch beide Parteien, die Beruckfichtigung der gercchtfcrtigten Beschwerden von seiten der TranSdaal-Negierung und das Verbleibin bei einer Politik der Mäßigung auf seiten der englischen Regierung. Im Verlauf dsr Bcraihungen saqie das Mitglied für Bsaufort- West Wecbcr: es sei die Pflicht der Regierung, die britische Regierung zu warnen, daß ein Kricg mit TranSUaal den Aus: druck) cines Vürgcrkrikgcs in Süd-Afrika bedeuten würde.

Parlamentarische Nachrichten.

Vcidcrheute i11iachtenWahlbezirk dcs Regierungs- bezirks Schleswig (Stadtkreis Altona) stattgefundenen Er- satzwahl zum Laiidtag wurdcn iNSgesammt 493 Stimmen abgegeben. Hiervon erhielt Kommerzien-Nath W. Volckers (ml.) 285 und Professor Hänel (fr. Vgg.) 178 Stimmen. Ersterer ist somit ziim Mitglied des Hauses der Ab- geordneten gcwählt.

Arbeiterbetvcgung.

In Drusdsn ist, wis im .Vdiwärts“ mitgetheilt wird„ dcr Aus- stand dx'r Böt1ch8r in den Brauereien be'kndet. M*it Ausnaßmc dss Bayerischen Wt'anbausks, das (!!)-3 Forderungen dsr Arbeiter bl- wiÜiJTL, ist nur Der Miinimalwhn um 2,50 bis 7,50 .46 fiir dkn Nkozxat, das heißt auf 110 «x(- Ykonaislobx1,€rreicht Wordc'n. Von dsn iibrigen Böttchsrn Dresdens sind noch dis Arbeitkr von zwsi Faß- 7ab1'ii'e'n und zwsi Böitckzereien im AUDstAUdk".

Aus Würzburg wiid der_„Faks'Ztg.“ bctichikk, daß dik. dsrti cn Malm», Tüncix-ekr- nnd Lackisrergebilkcn in ('in-: Loßn- bsw-kgm'xg Lingktr'crsn find, In fünf Werkstätten smd di-x Arbeiter bxreits auöftändiß. Für Montag ist (*in aÜxZe'mein-Jr Ausstand ange- kündigt, dock) rrwasth man vorbei“ die Beilegung dé's Lobnstrsits.

:Oler in Bkrlin haben die Maurer in exxtür Versammlung am Donnexstag den Beschluß kaaßr, in eine Lobnbewegung einzu- treten. Dic" Versammlunß] beauxtmgte der „Boss. tg." zufolge*, die'. Lobnkomxuisfion, mit dcnUrbc-itgsdern üdér die Crhö aus des Stunden- lobns aus 60 41, dis Abschaffung derxAccordarbeit, die Baubuden- frags, die pünktliche Lohnzahlung auf der Arbkitsstätte und andere Fordcxungcr; zu erbandeln, oder mit den Arbc'itgebem die Festlegung eines neusn Lohntarifs zu dersinbaren.

In Basel hat der Malerausstand (dgl. Nr. 82 d. Bl.), wickder .Vorwärts" mcldei, mit Cinkr Nikderlage dsr Arbeiter g€kki.Ct.

Land- und Forstwirthschaft.

Saatenstand in Ungarn.

'.iacl; dkn bei dem ungariscbm Ack€rban-Minist€rium sixtxiklaxxgtxxi Berichten vcrursachte, wie die „Wikner Ztg.“ meidct, das übsrmaßtg nu?? Wetter in den Wintersaaten besonders an mehr ebenen Stellen vie cn Schaden. Im übrigen sind die übexwinterten Getreidesaaten in dem überwiegenden Theile des Landes jcbr gut. Ein Schaden durch Ausstiersn oder Ausfaulen ist kaum zu verzeichnen. Winter- weizen und -Roggen entwickeln sich, mit Außnahme der von Wasser bedkckten SteUen, überall sebr 1chön. In einzelnen Komiiaten, hauptsächlich jenseits der Donau, schadeten die Fcldmäuse den Winter- saaten. Die Hessenfliege wurde nur sporadisch beobachtet. Winter- raps hat auch gut genug übetwintkrt, wixd jedoch schon don Insekten Leschädigt. Die Frühjabrßsaat ift im Alsöld und jenseits der Donau

crciis gut genug cmporgekeimt.

Saatenstand im nördlichen Italien.

Die Herbstaussaat des Weizens ist in der Emilia gut verlaufxu. Jn Venetien, Piemont und auch in der Lombardei rst sie durch an- baltsndes Regénwetter und Uebkrschwemmunqen beeinträchtigt, _sodaß auch die Anbaufläche géringcr blieb als in früheren Jahren; gunsttge Uebérwinterung hat aber auch bier. die Ertrd Haussicbten ge oben. Die Saaten stehen gut in der Emilga vorzüglt . I," Nord-Jtalien besteht einige Besorgniß vor der Schadigung der vorzeitig entwickelten Saat durcb Aprilsrösie. _

Die aferein auf hat bei günstigem Wetter bkgonnen, dte Mais- und die eisbeftellung sind in Vorbereitung.

Verkehrs-Anftalten.

Bremen, 10. Avril. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. SD. .Havel“ 8. April Adds. in New-York anLek. SD. „Kaiser Wilhelm U., 8. April Nm. Reise v. Jeavel tz. Genua fortges. SD. .Fulda“, n. New-York bestimmt, 9. April Nm. iti Neapel angel. PD. Wittekind", vom La Plata kommend, 9. April Vm. Prawle Point passiert. NPD. „Darm-

|adt', 11. Australien besiimmt 9, April Vm. Colombo angel“. _ JX“? ,Preußen' 9. April Jim. Reise v. Antwerpen y. Bremen . o ge evt. -'

Hamburg, 9. April. (W. T. B.) Hamburg-Amerikn- Linie. PD. ,Andalusia', von New-York kommend, “ist gestern Nacht in Cuxhaven eingetroffen.

London, 9. April. (W. T. B.) Castle-Linie. O. „Du- nollyCastle“ ist auf der Heimreise Mittwoch von der Delagoab- Bay abgeaangrn. D. „LiSmore Castle“ ist auf der Außreife beute don London abgegangen. -'

Union-Linie. D. .Scotl“ ist auf der Heimreise heute in Southampton angekommen. D. „Gnelpb“ ist auf derAusreise heute von den Canarisäoen Inseln abgegangen.

Rotterdam, 9. April. (W. T. V.) Holland-Amerika- Linie. D. . Obdam“, von Rotterdam nacb New-York, ist gestern Nachmittag von Rotterdam abgsgangen. D. ,Zaandam', von Amsterdam nach New-Yotk, ist gestern Nachmittag in New-York angekommen.

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus.

Mozart's komischeOver .Figaro'SHochzeii' wurde esteru in der neuen Rococo-Ausfkattung und, bis auf die Partie dkS rasen Almaviva, in der gleichen Beseizung gegeben, welcbe gklegentlich der Neu- emstudiérnna dss Wkrks bereits“ eingehend gewürdigt wurde. Als Graf seßte HerrHBaptist Hoffmann vom Stadt-Tbeater in Hamburg sein Gastjpiel “sort, welcbks er vor kurzem a!s Tonio in LeoncaVan's .Bc'nazzk mit ansehnlicham Erfolge bkgonnen hatte. Auch gestern erwiks sich das Organ des Sängers als groß und besonders in der mjjttleqrsn' und ÖÖÖLK'LU „Lage klangdol] genug», um sich den akustischen I)€r_baltntffi'n dcs Hauxks anzupaßen. Mufikalische Auffassung und Sptql zZugZM von vcrständnißyyllem Eindringßn in die Feinheiten der Partie, wghxend das Aeußere des Gastes di? Vornebmbeit, die strn Bali; tn diess: Rolle auEzi-icdnet, vermiffknlicß. Vortryfflich bei Hitman nnd Zaunz war Wikdßr err Krolop als Figaro. Fränlkin Hiedler war eine ÖOÖZÜÖVOÜL Gräfin; ihrs Siimme klang indaffen gestern xiwas ermüdet, während Fräulein Dikkricb, dis gut disxzoniert war, _cinc mymitcre Susanne abgab, dis nur ein wenig zu viel tremoiiertl. DLL“ übrigen Mitwirkcnden traten alle mit Eifer und gxxtc'm TZH-éixygxniür ibre Aufaabcn ein. Im Ganz?" bot die Auf- fubrung um?: .*)":p-xllmxists'r ].)1'. Muck's Leitung einen Hohen künst-

l-xrifchén Gknuß. _ Lessing-Tbeaier.

Wie du Maurier's .Trilby“ sw. regt (mä) Hxnty Savagk's Roman „!)-1)- _0kii0i:zj «ij“ immer wi€der zuncucn “Oxamatxsiérurxgm an. Eine dsrjeiben, dikjcnige Von_ Hans Olden, hat das Berliner Tösater am „Anfang dsr Saison ansgefübrt; eins zweite, die bisher nur in Ocitkrrctcb eine weitere Vérbreiinng gefunden hatte, ging gesterx tm Lcssing-Tdéater in Saane: „Seine" offizielle Frau“, Luftwiel i:“. visr Auszügen Von Frie'dricb Erdmann JeSniykr. Der leßthannte Béarbeitc'r hat, wie sch0n aus der Bezeichnung „Lustspiel“ ersichtlich, die in dem Roman gkscbilderten nihilistischen Umtriebe mehr in dxn „Hintergrund gedrängt und die Verlegenheiten wsxchx _sick) für dxn amerikaxkischen Obkkstkn Lenox aas seiner hals xtnrxkiwiüigen Einführung der NibilistinHZlene nacb Rußland auf den Pax? skinsr Frau Orsebkn, mebr nach der komischen Seite bin auszunutzen VStsUéhk. Litérakisch iki dis cine Bxarbwiung echso werkblos wie dic_anderk, und Es wird Geschmackssache bleiben, Wylcber von beiden der ZuychaUc-r den Vorzug geben wiU. Von rein bühnentecbnisäzem Standpunkt aus war dlc Auffübrixng Des Vsrlixxkr Theaters ent- schiedc'n dis interessamteee. Das Lkzjing-Theatcr scheint das Stück nur ÖLÖWCYLU auf den Spislplan geéeßt zu baden, um Hkrrn T€Wk[é', d2m bslixbjen Wikner Darstellkr des Lenox, Gelegenheit zu gxbkn bsi !*.-inem Berliner Gastsdiel auch hier mit dieser dankbatmi Rolle? glänzsn zu könnkn. Im übrigen stand die DarsteUung, abgefckxen vox] din Leistungen der Herrsn GUTHUH (Oberst Pctwff), Merken (; üxit Paléyixi) und der Damen Paula Wirth (Helene) und Maric: (El inger ((Houvsrnaiits), nicht auf der Höhe, die man sonst an diessr SWK gcwöbnt ist: (in Umstsnd, an Um das Moxkauer Gast- spikl dsr Hauptdarstsller dss Theaters dis Schuld fraßen dürftk.

Konzerte.

Die ViolinisiiZ MargUÉrite Dongxie aus Brüssel Fiess sich am Dtknstag in!,“C-aal Bkchstein zum ersten Mal h_ierselbstdörcn. Ihre Studiin, dre _fic in ibrsr Heimathstadt gemacht da?, lafikn bis jkßt_noch keinc désondch Erfreulicbién Résultate erkdnnkn, da ihr scharser Bogenstricb und die' Unklarhéét de'.“- Spiels die Wirkung des 11-111011-Konzerts yon Saint-Saöns, das der Schottischex1 Phantasie Von YZ. Bruch unnd klc'imrrer Stücke von F. Riés und Wieniawski cxhkblich bskmttachtigten. Die hicr bereits wortbkilbast bekannte Sängexin Alma Johanna Schmidt unterstützte das Konzert durch dxn gklu11gerxc11„_B0rtraxx Liniaer (Gxsänge don Händkl, Brahms, Schadcxdund *Zlnd-zrcn. Für dyn [Ebbastcn Bkifall und Hervorruf, welcher Ylgte', kanLte die Küustlerin durcb cinigk Zygaben. «„Im, Saalx dsr Sing = Akademie vkranstaltkts die Sangerin Fraulem Rote Ettinger ebenfalis am Dienstag cin Konzert, in rrelchcm fie dk-U günstigcn Eindruck allseitig bsfesiigte und erweiterte. der Von ihrem Ersten Auffretcn in_ Einer Matiné: im Königlichen karnbause hkrvorgerufen wnrde; Das xchöne Or-Zcxn der jungem Künstlerin zeigt fich dkn größt-Zn Schwierigkeiten gewachjen. Ihr nicht allzu kxäftigxr, Jbsr schmikqsamer und für jede Seelenreguna ausdrucksfähigkr Sopran )chwingf sich fieber, rkin und klangschön bis in die höchsten Höhkn, ohne auch dort eine Anstrengung dkr Stimme cr- kenne'n zu lassen. In Mozari's Arie „[0 d'amsrä“ aus „li rz pa§b01'6“1md in dsr Glöckchen-Arie aus Déiibesi Oper .Lakme' zxigts sic sick) im besonderen als technisch vollendete Koloratuxsängkrin, die über der Beobachtung ihres Organs nicbt die Anforderungen des Vortrags im Ganzsn ver- gißt. In Liedcrdorträaen Von Mozart, Brahms und Saint-Saöxis zeigte- fie tiefe Empfindung und musikalisckxe Feinfühligkeit und m den Proch'schcn Variationkn, die den Schluß des Konzert? bildete'n, kamen (1qu neUe aÜe Vorzüge ihrer Essangskunst 31:1“ Wirksamkeit. Dis ausgezeichnete Violinvirtuosm Fräulein Leonora Jchson be- tbeiligte fich an dem Konzert mit einer Händcl'sckyen Sonate und einigen klsineren Solopiécen. ,

Die Pianistin Madeleine Peck trat am Mittwoch mt STal Bechstein zum ersten Mal dor das bissige Publikum. Sie begann mit BeetHOVen's Zouaw (:akuadlethziqus (UI-äur), deren Schwierixxke'iten sie nicht Vollständig zu beherrschen im stande war, während h_r einige andere kürzere Piéxcen von Schumann, Henselt, Cßopin, Brahms und Sgambati besser gelanges. Daß der ganze A End mit Kla_oi€rdorträgen allein ausgefüllt wurde, war wohl wiederum die Urraché des sehr schwachen Bxsucbes. Die Anwesenden spendeten der Künstlcrin aufmunterndkn Beifall.

Am Donnerstag Lab die_ Sängerin Amélie Ott aus Kolberg im Saal Bechstexn _ibr krftes '.»iesiges Konzert, das fich eines regen Zuspruch zu erfreuxxn batte. Jvrer klangdollen und umfangrz'xicbcn Sopranstimme verstsbt die Künstlerin eincn belebten, warm empfundexien Ausdruck zu verleihen. Die Reinheit der Intonation, sonzte die Deutlichkeit der Aussprache lassen nichts zu wünschem'nur hatte sie eine zuweilen hervortretende Schärfe des Ton- ansatzes m der Höhe zu vermeiden. Nach der Arie . öre, Jsrae_l' aus Mendelssobn's „Elias' brachte sie die erwä nden Vorzuge ihres Gesanges noch in mehreren Liedern. von Schubert, Schumann, Büchner, Brahms und Anderen wirksam zur Geltyng. Ihr Lehrer Zeri" WolfgangKnudson hatte die Klaviér- begleitung séimmtltcber esänge übernommen. Reicher Beifall fosqte ihren Vortragen, der auch der hier bereits wohlbekannten Pianistin Janni Merten zu theil wurde, die mit sicherer Technik .und Ybildeter, feinsinniger Ausdrucksweise die ro e 0-äur-Sonate von

eetboven (op. 53T und einige kleinere e von Schumann uiid -

Chopin zu Es ör ra te. _ ' räulein hSopbcibo: Ja fé, die noch in jufZRdlicbe Alke: er

“m stehen a,begabte Violinvirtuo 11, welche, wie schon mitge wurde, ihre musikalische Ausbildung in Paris bei Massenet MRM,