-- M ernannt. Emes, Sec. Lt. vom 15. JW Regt. König von Sachsen, kommandiert mm 2. Train- at., in dieses
Vat. verse “ Hm entlaubteuftande. 2. April. erberich, Sec. Lt. _ im . Verhältniß. vom 16. Inf. Regt. Groß mog FerdZnand von Toskana zum 4. Inf. Re 1. König Wilhelm von Wurttemberg baker?!- kbk- v- Fraps, . Lt. in der Landw. Kav. 1. Aufgebots N 5?! , dum Rittal. bef rdert. Die nachgenannten Vize-Feldwebel Vize-Wa tmeister) der Res. aus den beigesetzten Landw. Bezirken 'zu c. Lxs. der Res. befördert: Holza fl, Lamps (1 Munchen) nn x.);Leib-Regt., Bernhart, Bart elmeß, Senges, Zeitler [ üncben) im 1.Jn . egt. König, Zettler, Uschold, Wert, cbweyer (1 Mün im 2. Ins. Regt. Kronprinz, 5 eiß München) im 7. Inf. egt. Prinz Leopold, Man old, Harth, charner, Otto Günder, Bruno Günder (Würz urg) im 9.Jt_1f. Regt. Wrede Hefele (1 München) im 10.Jnf. Regt. Prinz Ludwig, Rath (1 München) im 1. Schmren Reiter-Regt. Prmz qul von Bayern, Andersen (1 München) im 1. „Chev. Regt. Kaiser kaolaus von Rußland, Klöpser s(1 München) un 4. Cbev. Re 1. König, Schumann, Mar , Ka tner, Kobljaat, Ebeler, en lein München) im 1. Feld-Art. Regt. Prmz-Rxgent Lujtpold, err, esselberger, Ables Reiffen (] Munchen) rm 3. Feld-Art. sgt. Köni in-Mutter, orn LLMMMU) un 1. Fuß-Art. Regt. vakant Bot mer, Fittixg (1 ünchen) ix_n 2. Juß-Art. ' Regb, Brach Bronberger, Seelemann (1 Munchen tm 1.Tra1n-Bat. Aéschiedsbewilligungen. Jm akttven eere. 7. April. Le ner, Hauptm. und Komp. Chef vom 21. “ nf. Regt., unter Ert eilung der Erlaubniß zum Tragen der Unifyrxn des 11. Inf. Regts. von der Tann mit den beftimmungSmaßtgen Abzeichen, du Jarrvs Frhr. v. La Roche, Nittm. und Eskadr. Cbex vom 2. Cbev. Regt. Taxis, mit der Erlaubnis; zum,Tragen der bis erigen Uniform mit den bestimmungSmä igen Ahzetchen, - beide unter Verleihung des Charakters als * éajor, mtt der eseßlichen Pension zur Disp. esteUt. Schneider, Rittm. und _skapr. „Chef vom 6. Cbev. egt. vakant Großfürst Konstantin Nikolajexmtsch, unter Verleihung des Charakters als Major, 11111 der geseßhchen Pension und mit der Erlaubniß zum Tragen der btsherigen Umform mix den für Verabschiedete vorgeschriebenen Abzeichen, der Abschied bewilltgx. Jm Beurlaubtenstande. . April._ Görg (Ladungs- bafen), Rittm. vom Train, (Herdeißen (1 Munchen), Pr. Lt. von der Inf., -- beide in der Landw. 2. Aufgebots, der Abschied be-
willi t.
?Fm Sanitäts-Korps. 4. April. Oelze, Asstft. Arzt 2. Kl. des 8. Inf. Regts. Pcanckh, behufs Uebertritts m Königl. preuß. Militärdienste der Abschied bewilligt.
Dur Verfügung des General- StabSarztes der Arm ee. mmerling, einjährig-freiwilliger Arzt vom 2. Feld-Art. Regt. Horn, zum Unter-Arzt im 12. Inf. Regt. rinz Arnulf er- nannt und mit Wahrnehmung einer offenen As ft. Arztstelle be-
an tra t. f (; Beamte der Militär-Verwaltung.
2. April. (Hebels, Militär-Anwärter Feldw. und Zahlmstr. Aspir. des 3. Inf. Regts. Prinz Karl von 5 ayern, zum Haus-Insp. bei der Insp. der Militär-BildungSanstalten ernannt. qumann, ( of), Veterinär der Landw. 1. Aufgebots, Vorbrugg (Djllipgen)
ber-Apotheker der Landw. 2. Aufgebots, _ der Ybsch1ed bewtlligt.
5. April. Supgutb, Kontroleur vom Provtantamt Germers- eim, um ProviantamtS-chdanten beim Proviantamt Ingolstadt, ornsammer, Pr. Lt. a. D., zum roviantamxs-Kontroleur beim
roviantamt Germcrsbeim, Welsch, ilitäranwarter und Zahlmstr. spkr. des 17. Inf. Regis. Orff, zum Yroviantam'ts-Assist. beim Proviantamt Landau, _ ernar-„nt. Zie er, Provrantamts-Asfist. vom Proviantamt Landau, zu jenem in N ünchen verseßt. . Durch Verfügung der General-Kommandos betder Armee-Korps: Die Zahlmeister: verseßt: Eisenhardt vom 11. Inf. Regt. von der Tann zum 17. Ins. Regt. Orff, A_echter vom 3. Inf. Regt. Prinz Karl von Bayern, Thaller vom 12. JnT. Regt. Prinz Arnulf, Schöpp Vom 16. Jnf.Regf. Großhxrzqg Ferd - nand yon Toskana, - zum 20. Inf. Regt., Dornbu1ch vom 14. Inf. Regt. Hartmann, Sindel vom 19. Inf. RM., Ochs vom 15. Inf. Regt. Köni Albert von Sachsen, - zum "21. Inf. Regt.. Becker vom 6. nf. Re t. Kaiser Wilhelm, Konig von Xreußen, Oettler vom 17. Inf. egt. Orff, - zum 22. Jnf.Regt., öblein vom 18. Jnf. Regt. Prinz Ludwig erdmand, Dapzetsen vom 7. Juf.Regt.PrinzLeopold, - zum'23. nf.Regt., Frted tick) vom 2. “ns. Regt. Kronprinz zur Luftscbtffer-Abtheil.
Hessen. Darmstadt, 7. April. Prjnz Fraanosepb von Batten- berg Durchlaucht, Gro berzogl. Pauptm. 5 111 811116 der Inf., zum Major 11 18. 8111136 der nf. ernannt.
Yiehtamtliehes.
Deutsches Reick].
Preußen. Berlin, 14. April.
Seine Majestät der Kaiser und König empfingen, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Abend um 9 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof Ihre Königlichen Hoheiten den Prinzen Ludwi und die Prinzessin Marie von Bayern. Nachdem auch hre Majestät die Kaiserin und Königin im Königlichen Schlosse die Bayerischen Höchsjen Herrschaften empfangen hatten, geleiteten Seine Majestäat der Kaiser die. Erlauchten Gäste in die für Höchstdieselben besttmmten Gemächer.
Heute Vormittag um 10 Uhr hört_en Seine Ma1estät der Kaiser den Vortrag des Chefs des Ztvilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths ])1'. von Lucanus und empfingen sodann den Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen sowie eine Depu- tation aus Helgoland.
Das heute aUSgeqebene „Armee - Verordnungsblatt“ ver- öffentlicht folgenden Armeebefehl:
Das am 10. d. M. in Cannes erfolgte Hinscheiden des Groß- herzogs FriedrichFranz 111. von Mecklenburg-Schwerin Königliche Hoheit, General der Kavallerie, bat Mich und Mein Haus
- mit tiefer Vetrübnkß erfüllt. Mit Mir betrauert aber auch Meine Armee den Heimgang des edlen Deutschen Fürsten, der ihr in 34 jähriger Zugehörigkeit allezeit das wärmste Interesse bexe'ugt und stete VeWeise seines hohen Wohlwollens gegeben hat. Um den Empfindungen schmerzlicher Trauer und ebrender Erinnerung für den Entschlafenen noch besonders Ausdruck zu geben, bestimme ch bierdurch:
1) Sämmtliche Offiziere der Armee legen vom Tage des Ein- gangs dieser Ordre ab drei Tage Trauer an.
2) Bei dem Jnfanterie-Regiment Großherzog Friedrich Franz 11. von Mecklenburg-Schwerin (4. Brandenburgisches) Nr. 24 und dem Hannoverschen Husaren-Regimenx Nr. 15, deren hoher Chef der ver- ewigie Großherzog gewesen ist, sowie bei dem Garde-Kürasfier- Regimenj, welchem Höchstdersklbe 1"; 18 IM stehend angehörte,
3) Die im Großherzogtbum Mecklenburg-Sebwerin garnifonieren- den Königlich preußischen Offiziere, Sanitäts-Offiziere und Militär- beamten im Offiziersrang haben sich der Trauer des Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinfchen Kontingents in Form und Zeitdauer an- zuschließen. Berlin, den 12. April 1897.
W i l h e lm.
Das Staats-Minifterium trat heute Nachmittqg 2 Uhr im Dienstgebäude, LUBW?!“ Plaß)11, unter dem Borstß des Vize-Präsidenten, Staats- "misters 1. von Boett1cher zu einer Sißung zusammen.
Nach der im ReichS-Ei enbahnamt aufgestellten Nach- weisung der auf deutf en Eisenbahnen -- aus- schlteßltZ Bayerns -- im Monat Februgr d. J, vorgekom- menen etriebsanfälle waren zu verzetchnen:
Entgleisungen auf freier Bahn . 26 (davon 9 infolge von Schneevxrwehungen) st "ß m fSstaxtonF [) . 1
u ammen o e au “reter a n .
Z s in Stationen . . 18 sonstige BetriebSunfälle. . 152 Zusammen 213,
Die Vetriebslänge betrug 39 289 111, an ljJugktlometem wurden geleistet 25056 576, sodaß je ein Unfa guf 184 11111 Betriebslänge oder auf 117 637 Zugkilomexer entfallt.
ve - Bei den Unfällen wurden: todéet leFt 8
Reisende . . . . . . . . . . .“ . . 1 _ Vahnbeamte und Vahnarbeiter im Dienst . . 38 75 Post-, Steuer-, Telegraphen-, Polizei-Beamte 2c. im Dienst . . . . . . . . . _. „_ . - 2 fremde Per onen, einschließlich der mcht,1m Dienst be ndlichen Beamten und Arbeiter, ließlich der Selbstmörder . . . 16 15
55 1 100
aber auss
zusammen
Roßla, 13. April. Graf Vollrath zu Stolberg- Roßla, Rittmeister und Eskadron:Chef im 1. Garde-Ulanen- Re, iment, ist nach kurzem Krankentager in der Klinik zu Ha e a. S. am 12. d. M. verstorben.
Merkleuburg-Schlverin.
Das Staats-Ministcrium veröffentlicht einexn qmt: lichen Bericht über das Ableben Seiner Koniglrchen Hoheit des GroßherÉgs Friedrich Franz111. Jn_ dem- selben heißt es, wie „ . T. B.“ meldet: Am 10. April war im Laufe des Tages die HerzscbWche in solchem Grade ge- stiegen, daß die Aerzte mit Vestimmthett erwartxten, der Großherzog werde die Nacht kaum überleben. Hochst- derselbe, welcher viel durch Unruhe gxlttten hatte, Fühl'te Abends 71/2 Uhr Ruhebedürfniß und wünschte, wre m solchem Fall regelmäßig, allein Felaffen zu werden. Der Groß- herzog suchte dann im Rollstuh fißcnd zu schlafen. .Der Arzt und die Diener zogen sich urück, lauschten aHer im Gange auf den Athcm ch Hohen atienten, der deutlich zuerst al,s bcklommen, dann ruhiger hörbar war. Als nach einiger ZM der Athem nicht mehr vernommen wurde, Trat der Arzt, vgs Ende beffirchtet1d,in das Zimmer und fand dasselbe leer. Zuglerch brachte ein Diener die Meldung, daß der Großhyrzog auf dem Wege vor der Villa liegend gefunden worden set; kurz dararxf wurde Höchstdcrselbe in schwer verleßtcm' Zustanpe hexber- Zetragen. Der Großherzog hatte augsnschetnlicx), m_te er ofter ei seiner Athemnotb zu thun pflegte, freie Lust geyucht, war so in sehr gcschwächtem Zustande in den (Garten
ekommen und über die nur wenige Schritte von dxr
hüt: entfernte niedrige Umfassungsmauer auf die m bedeutender Tiefe darunter führende Straße gestürzt. Dort Landen Zöchstdenselben die Frau des (Gärtnxrs und der Kammer- iener agzow. Als der Großherzog ms Zimmer "gebracht war, konstatierten die Aerzte einc Verlcßung des Ruckgrats. Inzwischen waren die Angehörigen an das Lager Seiner Königlichen Hoheit gceilt. Der Großherzog _ricthx an dre An- ehörtgen und den Prinzen und die Prin Lssm .Hemrich )(17111.
GUY no Worte der Liebe, umarmte Heinen Sohn und vor- schie sant nach einer Stunde.
Sachseu-Coburg-Gotha.
Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Herzogin trifft Heute Abend in Begleitun Ihrer Königlichen Hoheiten des .rbprinzen und der rinzessin Beatrice von Langenburg wxeder in Coburg ein.
Der dem gemeinschaftlichenLandtage der Henrzog- thümer Coburg und Gotha vorgelegte Etat fur die Finanz-Periode vom 1. Juli 1897 bis 1901 schließt mit einem von beiden Staatskassen zu tragenden Ausgabeüberschuß von 768400 c/Fé: ab, übersteigt somit den AUSJabeüerschuß des bis- herigen Etats in Höhe von 635 008 „16 um 133 392 916 Zu diesen MehrauSgaben wird, der „Ma d.Ztg.“ zufolge, bemerkt, daß in dem Etat 1893/97 bei den eberweisungen aus der Reichs- auptkasse ein Mehr über die Matrikular- beiträge von 3 000 „14 eingesteüt gewe en sei. Diese Einstellung Habe auf dem vom Bundesrath fest estc ten Reichshaushalts-Etat
Ür 1893/94 beruht. In Wirklich eit hätten fiel) aber die Ueber- weisungen erheblich andersÖßstaltet. Während im Jahre 1893/94 die Ueberweisungen die atrikularbetträge nicht unerheblich überstiegen hätten, habe sich dieses Verhältnis; in den beiden folgenden Jahren 1894/95 und 1895/96 dergestalt geändert, daß nach den Dyrchschnittsbeträgen die Ueberweisungen und die Matrikularbetträge für die genannten drei Jahre stch gegenseitig fast aUSgeglichen hätten; ein Ueberschu habe also nicht em cstellt werden können. Eine ehraus abe mache si erforderlich zur Bestreitung des 5 uf- wandes für die Vorarbeiten zur Einfißhrun des Vür etlichen Geseßbuchs, wofür 3750 “M ]ährli vor- gese en seien. Der Aufwand für den gemeinschaftlichun Land- ta habe eine Erhöhung von 4650-14 erfaßren. Für Gx ha tszulagen der Beamten des Ministsrtums 2c. seien 120000111 me r erforderlich infolge der Einführung des Gehaltssystems
Anhalt.
Der Landta hat in seiner vorgestrigen Sißung die Vorlage, betreffen die anderweije Fesktellung des Dunst- einkommens 5er Volksschullehrer, der wissenschaft- lichen Lehrertnnen und der Lehrerinnen der weib- lichen Handarbeiten, mit dem Antra e der M98- erer und Gen., da die Gehälter der olkachulle rer" nach 26 jähri er Dtenstzett _auf 2550 „44 und nach 28jähr?ger Dienstzeit an 2700 „66: erhoht werden sollen und nach einer Dienstzeit von 17, 20, 23, 26 und 28 Jahren nicht je 100, sondern He 150 „16 Zulage gewährt werden soll, in dritter Lesung angenommen. Ferner wurde der Etat in dritter Lesung genehmrgt.
Oesterreich:Ungaru.
EineVerordnung des Banus von Kroatiey erneuert, wie „W. T. B.“ aus Agram meldxt, das VeretnSgeseß von 1852, wonach es nicht gestattet tft, ohne behördliche (8e- nehmigung Vereine zu bilden, und politische'Vereine über- haupt untersagt find. Dieses Vorgehen hat 111 d_en Kreisen, der Opposition große Bestür ung hervorgerufen, da mfol e der Verordnung die Klubs der artei der Rechten an verfchie enen Orten aufgelöst worden smd.
Großbritannien und Irland.
Sir W. Harcourt hielt gestern im Achtzi e :Klub zu London ein Bankettrede, worin er, dem „W. T. .“ zufokge, ausführte: Es sei sein Wunsch, das; Großbritannien mit a en Staaten befreundet, aber nicht das Instrument eines Konkerts sei. Europa lasse die Dinge unvermeidlich zum Kriege_tre ben. Wenn Europa die Lage richtig aufgefaßt hätts, so würde dte Sache schon lange vorher auf der einzig möglichen Grundlage bei- elegt sem, nämlich durch die Angliederung Kretas an JHriechenlankx
Frankreich.
Der Präsident F au 1“ 8 hat durch Vermitteltzng der deutschen Botschaft der Großherzo gtn 'A,nasta„f1q von M e ck! 8 nbu r g - S ck w e rin sein tiefstes Betletd anlaßltch des Nbleb ens d es Großherzo gs Friedrich Franz 111. auSgesprochen. Die G r 0 ßh er? og in ersuchte den Yeytscben Botsch after Grafen Münster te egraphisch , dem Prastdenten ihren Dank aUSzudrücken. ,
Infolge wiederholter Einbrüche von Räuberbqnden smd 2 Schwadrqnen berittener Jägsr von O r a 11 an dle (H r enz e' v o n M a r o k k o entsandt worden.
Italien.
Dcr deuische Botschafter _von Bülow hat sich gestern ur Feier dLS fünfundzwanziqxäbrigen Bestehens der Zoologi- Zchen Station von Rom nach Ncapsl begeben.
In 521 gestrigen Sißung des Senats gab der Minister des Auswärngen ViSconti anosta in Beantwortung ei_ncr Interpellation des Fürsten OdeSCalckÜ und Genosyen über die Politik Italiens im Ortent Erklärungen ab, die mit den von ihm in der Deputirtenkammer abgegebenen übereinstimmten. Der Minister ließ sich, dem „W. T. B.“ zufolgc», über die Entstehung der Krise im Orient aus, erinnerte an das übereinstimmende Vorgehen der Mächte auf Kreta, in KOUsÉaninopkl und in Athen im Interesse des Friedens und dék Menschlichkeit und stelLte fest, daß es für Italien nicht angezeigt gewesen_ sei, aus dem europäischen Konzert außzuschciden. „er smd“, führte der Minister aus, „dem Konzert treu geblieben, haben aber Griechenland gkgenüber stets eine versöhnliche und wohl- woucnde Haltung beobachtet. Bevor wir uns_ der Ankündikzung von ZwangSMaßreqcln anschlossen, haben mrr nicht erfo glos dahin ewirkt, daß das Recht und die Freiheit Kretas außer Zweife gestellt wurden. Während der mühsamen Verhand- lungen haben wir stets die Vorschläge unterstüßt, welcbe 'die Lage Griechenlands erleichtern konnten, haben aber gleichzenig nicht verfehlt, (Griechenland zu erklären, daß es keine Er:» niedrigung sei, sich dem WWW Europas zu fügen, wenn das unwiderruflich von der türkischen Regierung befreite Kreta die Verwirklichung seiner Bestrebungen der Zukunft anver- trauen könne. So haben wir bisher gehandelt, so werdep wir auch in Zukunft handeln. Wenn Griechenland berext wäre, ausführbare Vorschläge an unehmen, so würden wir die ersten sein, ihm im Konzert der ächte Beweise unserer wol)!- onenden Gesinnung zu geben. Ich habe das Vertrauen, daß, wenn der Krieg zwischen Griechenland und der Türker unvermeidlich werden sollte, die Mächte einig bleiben werden, um die Wirkungen eines solchenZusammenstoßes zu begrenchn und u verhindern, daß die (Grundlagen des europäischen Frtedens Zedroht werden. Da wir nicht nur an die (Gegenwart, sondern. auch an die Zukunft dachten, hielten nur es im Inte'reffe Italiens für geboten, im europäischen Konzert_ zu verbletben. Wenn es den Mächten gelingt, mit der Pazifrkatt'on Hes Orienxs auch die Ruhe Europas zu sichern, wcrden,s1e stck) um dn: Menschheit sehr verdient gemacht haben. An dresem Programm kann Italien sich betßeiligen, ohne "seinen Pflichten oder“ seinem Entschlusse, im Raths der Volker das Element des Jortschritts und des Friedens zu bilden, untreu zu werdxn.“
er Senat nahm schließlich durch Aufstehen und Sißenbletben eine von dem Minister des AUSWärtigen genehmigte Tages- ordnung an, wonach das Haus von den Erklärungen der" Regierung mit Befriedi ung Akt nimmt. _. „
Die Deputirten ammer verhandelte gestern uber dw Adresse, welche nach Ablehnung einiger von der äußersten. Linken esjellten Abänderungöanträge angenommen wurde. Ferner escbloß die Kammer, heute _noch eine Stßung abzu- halten und stck) dann bis zum 5. Mar zu vertagen.
Türkei.
Das Wiener „Telegr.:Korresp.=Bureau“ berichtet aus Konstantinopel: Die turkischen Verluste am Frettag und Sonnabend hätten 210 Mann betra en. Bei der Verfolgung- der Griechen durch die Türken se an einigen Punktey die Grenze überschritten worden, doch seien dre Turken auf Befehl Edhem Pascha's wieder zurück egangen. Am. Montag habe an der griechischen Grenze uhe geherrscht. Man betrachte es als sicher, daß an den Angriffen gegetx die türkische (Grenze, außer 2000 griechischen _eriwillrgen und der italienischen Legion unter Cipnam, das „acht? und neunte, in Kalabaka stationierte Evzonen-Batalllon und das zweite Bataillon des siebenten Regiments-
währt piese Trauer acht Tage.
na Altersstufen.
welches in ASPrikliffa stationiert sei, theilgenommen und an- sehnliche Verluste erlitten hätten. *
, von24
In Cetinie einqxgangenen Meldungen zaßvlge haben zwischen den Mohame anern und Christen in em Distrikt von _Berane Unrulken statt efunden. Die Christen be- lagerten Veranex A h_anxsen eien ur Hilfe herbei eeilt; der Kaimakam zmd dle turktschen Be örden hätten ?ich in die Festung zuruckgFYYen. '
Das erfte,_ 113 er m den Dardanellen liegende türkische Geschwader tst vo1_1 dort nach der Bestka-Bat) ausgelaufen.
Aus Kanea bemchtex die „Agence Havas“: Die Türken hätten gestery Abend dre Bedingungen des Obersten Vassos be ugl1ch der Gefangenen von Malaxa an- enommey; 'eßtere soUten heute auSgeliefert werden. - AUT Lie Aufstandtschen und auf Personen, welche sich nach Akrotir hegevetx wollten, sei von türkischer Seite geschossen worden. Die europätschen Marmetruppext seien bei dem Vorfall eingeschritten. - Die türktschen Behorden hätten eine Ein abe an die Geschwader-Chefs gemacht, worin sie fich darü er beschwert hätten, daß d12_ Aufständischen au! Akrotiri Befestigungen errichtetexz und lhre Vorposten vor chöben. Die Geschwader- Chefs hatten zur Untersuchung dieser Angelegenheit OZfiziere abgcsandt, welche Jedoch alle ihr Urtheil dahin abJHegeben ätien, daß die Aufständi chen Schußwehren gegen die eschoffe, aber keine Befestigungen errichteten.
Griechenland.
Aus Trikala vom Montag ist, der „Agence Havas“ zufolqe, in Athen die Nachricht eingetroffen, daß nach den von der Grßnze eingegangenen Meldungen der Ort Baltimo in der vorigen Woche 1191) den Jrregulären, nach einem Gefecht mit cht von Vßlemistt (einem nahe Baltimo gelegenen Orte) ange ommenen turk1schen Bataillonen, genommen worden sei. Auch sei B orov 1), wo am Sonnabend ein ernster Zusammenstoß stattgefunden habe, von den Aufständischen bcseßt worden.
Dänemark.
Der Prinz Christian ist gestern Vormittag von Kopenhagen nach Cannes abgereist, um die Familie des ver: storbsnsn Großherzogs von Mscklenburg - Schwerin nach Ludwigslust zu geleiten.
Amerika.
Der Präsident Mac Kinley hat gemäß der kürzlich an- genommenkn Via, betreffend die Förderung einer inter- nationalen bimstallistisckwn Konferenz, den Senator Wolcott, Charles I. Paine - Boston und Adlai Stevenson zu Sonderbevoümächtigten für die Hauptstaaten Europas ernannt.
In B:»antwortung einer von dc'm Senator Vest cin- gebrachtßn Resolution, welche eine Untersuchung Über die von dxr chwrung erlaffsnk Verordnung verlangt, durch welche dle Anwenpung der neuen Zölle auf die nach dem 15211111! ctngeführtcn Waaren aufgeschoben mird, ubermrttelte, 11116 das „Reuter'sche Bureau“ aus Washington mclyet, dcr Schaßsekretär dcm Senat ein Schreiben, wyrm er erklärt: die Verordnung sei geseßmäßig erlassen. Hterauj hat nunmehr der Ssnator Vest eine weitere Resolu- tion exngebracht, welche erklärt: die Verordnunq sei nicht geseßmgßtg erlassen worden und verche die Bestimmungen uber dre Entrichtung von Zöllen.
Afrika.
In Paris eingetroffenen brieflichen Meldungen aus Tananartvo zufqlgc hat der General Gallieni ein Ueberci'nkommen mrt den englischen Mission-desellschaftcn Fnltterzeßchxfetxt, wodurch er weitere religiöse Konflikte hintanzu- a cn o .
. _Aus Kapstadt berichtet das „Rcutkr'sck)? Bureau“, der hrmschc Kreuzer „Phocbe“ sei Heute mit verfiegelten Ordres m_ See gegan en, der Kreuzer „St. (George“, mit dem Admrral Raméon an Bord, werde am Nachmittag ebenfalls auslaafcn: ÖW Krkuzer „Fox“ warte noch die Post von England ab.
Das zweite_ Yesteljabrsheft U711. Jahrgangs 1897 der .fZZCttschrtft fyr anwesen' (herauSgegeben im Ministerium der d entlichen Arberten) hat folgenden Inhalt: Das neue Rathbaus in
aUe a. S., vom, Architekten Emil Schreiterer in Köln a. Rh. ; Der
om in Schlestp1g, vom Wirklichen Geheimen Ober-Bauratk), Pro- fessor F. Adler 11: Berlin; Verstärkung dsr eisernen Ueberbauten der Hadelbrücke bei Rathenow, vom Regierungs-Baumeifter Teichgräber in Magdeburg" Schweüenabstand und Bettungsstoff im Eisenbahn- Jeleise, vom Éksenbabn-Direktor Schubert in Sorau; Bau eschichte des Hafens von Stolpmünde, vom Regierungs- und Baurat!) Änderfon in Dgnzig (Schlüß); "Der Bau des Kaiser Wilbelm-Kanals, Vom Gebetmen Baurqtb 'Fuxscher m Berlin (Fortseßung); Die Verände- rung der Geschwmdtgkett tm Querschnitt eines Stroms, insbesondere Fkk Behinderung an der Oberxläxhe und bei Eisstand, vom Wasser- Baumspekwr JaSmund in Ko lenz; Statistisch? Nachweisungen, 5e- treffend Hie im Jahre 1894 vollendsten Hochbauten der preußischen Staats-Etsenbabnverwaltung.
Arbeiterbewegung.
Aus Magdeburg berichtet die „Magdb. tg.": Wie fast in jedem Jahre, so machten sich auch in diesem Frü jahr im Maurer- und Zimmergewerbe wieder Lohnbewegungen geltend. Die Be- fÜxcbtzmg, daß es_ zu einem Ausstande kommen könnte scheint nun Jluckltcher Weise uberwunden zu sein, da auf gütlichem Wege zwischen dem Vorstande des Arbeitgeberverbandes des Maurer- und Zimmer- LWerbcs in Magdeburg einerseits und dkn Lobnkommissionen der
auxer und memerer _andererseits ein Lohn- und Arbeitstarif ver- einbart worden :|, der bxs zum 1. April 1898 (Gültigkeit hat. st In Kiel ist, wie der „Vorwärts“ meldet, gestern wegen Lohn- ireitczs (die Arbeiter forderten 38 H Mindestlohn für die Stunde 2c.) Hin Tischlerausstand ausgebrochen. In 13 Werkstätten mit 33 kbeitern sollen die 1Jorderungcsn bewilligt worden sein; 130 Arbeiter nWerkstsäxten- nddaULSLständig.d bb ck
1: an an mgegen a en na demselben Blatt
sämxntliche Scheibentöpfer an die Fabrikbefitzer schriftlich die -?kdekung gestellt, den Lohn um 10 0/9 zu erhöhen. Wenn eszu keiner
11leth kommt, soll in 14 Tagen die Arbeit niedergelegt werden.
us München wird der .Frkf. Zt .' geschrieben, der A3)?-
e e große
skand der dortigen Sckoubmacher ebe ein E v t materiellen ordnungen der Gebilfeß wurd-x;m er t:"tlket'.en§?en' Ansa [ Meißer babe Ye bereits angenommen. f n
n Corbetba aben die Korbma er welche in den Ausstand einsetketen waren wie die Geraer t “ck17 , , . . eri tet, die A b it d alten Bedingungen wieder aufgenomZteY. ck 1 e zu en
Aus Alois meldet W. T. B.“: In La Grandcombe kam
es zu einigen Rubesiörun en, da die feiernden S b Einstellung, der Arbeit in em ganzen Becken berbxilz'ufZZÖ; theirxuertFe. Es wurde eme Anzahl Verhaftungen vorgenommen. (Vgl. Nr. 88 d. l.)
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2) 1":
Das
sehr
und
Cher
Hier
wurd
durch
die auch
dürre
jedoch
wie
gebni
11-1
ordentliche Direktion des Kaiserlichen Archaologischen
Professor Dr. Körle (zus Bonn ,und Professor Dr. Michaelis aus Stra 1. Els. erschtenen waren.
Universität, Gebeiéxem Justiz-Ratb O1". und Geb_eimem Regierunas-Ratb Vr. Wattenbach den Orden fur Kunst und Wissmschaft verliehen
]]"niverfität Berlin 131. Iulius Hoff langerem Leiden in Westend gestorben.
1855 zu Aarhuus in Jütland geboren, widmete fich in Kopen- hagen pbilolo§schkn
Will) dozent, und vier Jahre fvätsr, nack) dem Tode Mäuknboff's, Wurde
der nordijchen Philologie und Phonetik geschaffen. ?litnordischkn Sprache und Lixsrajur gab Hoffory wichtige Beiträge in e nen erblickte er ferner Farin, Deutschland den Weg
Ibsen tznter dem Titel selbst eme Ueberseßung der „Frau vom ?Ncere“. _Scblenther veröffentlichte Hoffory eine bistorisch-kcitiscbe Außgabe der alxesten deutschen Ueberstyungcn der dänischen Komödien yon Holberg. Erne derselben,; welche er in Gemeinschaft mit dem Genannten für die dexxtsche Bubne bearbeitet hatte, wuch unter dym Titel „Meister Gert Westfaler“
1. Oktober'1895 bis dahin 1896. schmttsn Mtjtbeilungen 1) über Wesen und (Einrichtung der Akademie,
21./9. 13. M. Saatsn nn europäischen Rußland entnehmen wir Folgendes:
gleichmäßige_ Temperatur aus. DeprJÉon hatte sich Anfang und Ende Noyember und gkma . sÖnZttstemveratur die gewöhnliche Norm. Beträchtlicbere Nieder- schlage kamen vor im 111 den übrigen Theilen des Reiches Verhältnißmäßig gering waren.
Umständen
sogar gänzlich gefkblt bat. Witterung, die von Einfluß auf den waren in dem die Gouvernements Kiew, Tschernigow und Kursk, sowie das Dongebiet umfaHsenden Gebietstheile zu verzkichnen. Abnormitäten bestand€n
geräumt. In die Saaten dank der anhaltenden milden gegangen wa.en, hatte fich die Schneedecke November gebildet, zu einer Zeit, wo der Boden noch nicht übsra
Saat Schneedecke trächti t zu
Fläche bestellt worden ist. hinter der des Vorjahres und um 15 % hinter dem „ leßten Jahre zurückgeblieben. In den Nordwestprovmzen wo die Anbaufläche um 30 % geringer ist als die der leßten Ia re, wird sch das Ergebnis; kaum auf mehr als 56 % oder vielletcbt auf drei Fünftel einer Durchschnittöernte ftellen. In Bengalen wird das Er-
Kmtft und Wissenschaft.
bis 10. April tagte in Berlin die “ä rli e Plenar-Versammlun der ZejnhtraäZ- n ti-
s, zu welcher von den auswärtigen Mitgliedern die ?rsren
Am 7.
aus Rostock, Professor Dr. Loe chcke burg
Sejne Königliche Hoheit der Prinz-Regent von Ba er wre „W. T B.“ meldet, den waefforen der Bethline? runner (z. Zt. Rektor)
kaximilian-
Der außerordentliche Professor für nordische Philologie an der ory ist am Montag nach Hoffory war am 9. Februar
Studien und kam Ende der siebziger er Schüler Karl MüÜenboff's und Er habilitierte fich 1883 als Privat-
“ Erlin, wo elm Schersr's wurrk.
re nacb
Schsrer'ß Antrag für Hoffory ein ctatßmäßiges Extraordinariat Zur Geschichte der .Eddastudien' (Tbeil1, 1889). Eine seiner Hauptaufgaben
der modernen skandinavischen Literatur in zu bahnen. (Er gab die Werke von Henrik
„Moderne Dramen“ heraus und lieferte Mit Dr. Paul
im Königlichkn Schaufpiclhause aufgeführt.
Dis untcr Yem Allerhöchsten Protektorat Seiner Majestät dcs ers und Kömgs stehende Köni liche Akademis der Künste Berlin veröffentlicht soeben 1 re Chronik für das Jahr vom Diksslbe enthält in vier Ab-
ber den Personalstand am 1. Oktober 1896, 3) persönliche Nach-
r'iYen, 4) Mittheilungen 11er die Verwaltung und allgemeine Nach- rt en. storhenen Senatoren, Mitgliedern, Lehrern und Beamten Nekrologe gknndmet.
In einem 5. Abschnitt werden den im Berichtsjahr ver-
Land- und Forstwirthsthaft.
Saatenstand in Rußland.
Einem in derKrussischen „Zandels- und Jndustrie-Zeitung' Vom Veroffentlicbten 5 €richt über die Ueberwinterung dEr
zeichnete s1ch der [eßte Winter durch ziemlich Eine mehr oder weni er bedeutxnde anuar Fltend
urch-
Im allgemeinen
Während dex ganzen übrigen Zeit überstieg die Norden und Nordosten Rußlands, während fie
wiederholte Eintreten von Thauwetter halte unter solchen „zu;: „Folge, dqß die Schnsedecke im aÜgemsinen ungletchmaßtg war, m ,einigen südlichen GoUVernements Dre beträ tlichsten Abnormitäten der aatenstand warden könnten,
Diese _ " 'auptsächlich in einem Mangel an Schnee baufigem und jah emtrejendem Thauwetter. Andererseits hat
die milde Wxtterung die Gefahr wesentlich beseitigt, die sich unter anderen Umstanden für die Ernteausficbten ergeben haben würde.
Die ungünstigsten Berichte kommen aus den Gouvernements sson, Bessarabien, Jekaterinoslaw und aus dem Dongebiete. hatte die Saat WM im Lrbst stark durch Dürre gelitten ; im
November waren dann beträcbtl che und jäbe Temperaturwechsel ein- getreten,
Felder Völlig blo waren; der Schnee T auwetter schnell fort- dewestgebiete, wv erbstwitterung flott auf- nde Oktober und Anfan
während die 6 durch häufig wiederkehrendes dem umfangreichen
gefroren war; daher wird hier stellenWeife eine Fäulniß der befürchtet. Während des Winters hatte hier die eine ansehnliche Dicke erlan 1, ohne je Heein- werden. In dem Nordoßen Rußlands war ildung der Schneedecke nicbt leichzeitig eingetreten; ihre Dicke war sehr ungleich. Die ittcrung während des
Winters war im allgemeincn mild, von keinen jähen Temperatur- wechseln begleitet und im allgemeinen für die Saaten günstig; leider War die Saat schon vorher, theils durch die Dürre, theils durch Insekten stark beschädigt. Winters ziemlich normal; die Schneed€cke war, ausgenommen in den GJquänements Ssaratow und Ssamara, hinlänglich gleichmäßig un 1 .
Im Gouvernement Ssamara halte die Saat durch die Herbst-
Jm Wolgagebiet war der Verlauf des
Schaden genommen; auch war hier der Boden bis tn den
Monat Januar bloß geblieben, sodaß erst seit dieser Zeit die weitere Gefahr des schädlichen Einftuffes der Fröste beseitiZtV wurde. m Norden Rußlands war die Witterung des vetfloffenen i normal; der Boden ist ziemlich gut durcbgefroren unter die Schnee- decke gekommen, die eine außreichende Dicke erlangt hat.
nters zien: ich
Weizenernte Indiens.
Dem von dem Statistischen Bureau in Kalkutta untex dem 12. 1). M. veröffentlichten zweiten allgemeinen Bericht über die dies- jährige Weizenernte Indiens entnehmen wir Folgendes:
Die Winterregen traten spät ein theilten fich günstig. Infolge dessen b“ besonders im PunZab. die rechtzeitig bes ellten
waren aber xeicblich und ver- aben sich die Aussichten gebessert, NYM den Nordwestprovinzen vers rachen
aaten einen guten Ertra . s i
nicbt auß? Acht zu lassen, daß im PunZab sowohl in den ordwestprovinzen eine verhältni m ßig kleine Jm Punjab ist die Anbau äche um 13 % urchschnitt der
auf ungefähr zwei Drittel oder 66 0/0 einer DurchschnittSernte
es t. g chJiernach werden diese.?)rei Provinzen Wenig Weizen zur Ausfuhr
haben. Doch ist die Lage dort immerhin noch günstig u nennen etgleich zu dem zentralen und westlichen, Indien, wo d e Anbau-
fläche nur die Hälfte. der DurchschnittSanbaufläcbe beträgt und „ auf derselben zu erwartende Ergebniß weit hinter dem Durchstk zurückbleiben wird. * Ueber die Anbauflächen in den einzelnen Provinzen liegen folgende Zahlen vor: Vo jPl)m;jab: 6001 800 Acker (d. i. 891600 Acker weniger als im r a r . äch Nordwesiprovinzen und Oudb: 70 0/0 der DurchschnittSanban- e
, Bengalen: 1 234500 Acker (d. i. ungefähr 12,7 % weniger als tm Vorjahre und 14,3 9/0 weniger als die DurcksckmittScmbanflc'xchj - Zentralpryviuzen: 2036000 Acker (d. i. ungefähr 500000 ec FMB?) )als tm Vorjahre und nur die Hälfte der Durchschnitts- au a e. " „Bombay und Sind zusammen: 1664500 Acker (d. i. 369/41 waxtger_le) im Vorjahre und 44 0/9 weniger als die Durchschnitts- an an a e. „„ Hieran 356 960 Acker (d. i. weniger als die Hälfte der vor- 1abrigext Anbaufläche). Ntzam: 1 397 688 Acker gegen 1661698 Acker im Vorjahre.
Gesundheitswesen, Thievkrankheiteu und Abspermngs- Maßregeln.
Malta.
, Durch Veryrdnung der LokalregieruM in Malta vom 2. d. M. tft die QuaranZaneWrschrist Vom 11. v. . dahin abgeändert worden, daß Proventenzen aus Häfen der Westkü fte Indiens zwischen _Kav Comprin und der perfischen Grenze fortan in den bQ111chc1r11n§11n6hafenKelxickaufen ddüÉon, um [dort unter Quarantäne- e ran ngen 9 en un e enSmitte ein une men. Ver [. .R.-Anz.“ Nr. 70 vom 23. 1). M.) 3 b ( g
T ü r k e i.
Zufolge Beschlusses des internationalen Gesundheitskatbs in Konstant_inopel ist die s. Z. getroffene: Anordnung, wonach die aus Ostindten und Belutscbistan kommenden Schiffe die Dardanellegstraße nyr nach Absolvierung einer 15tägigen Quarantäne pgsfieren Harfen, wieder ayfgeboben worden, und es können demnach die nach etnem fremden (mcbttürkischen) Hafen des Schwarzen Meeres bestimmten Scbtffe der vorerwähnten Provenienz in Zukunft die Dar- danellenstraß'e nach Ma gabe des Artikel 7 der Verordnung über die Durchfahrt m Quarant ne durch die Meekengen der Dardanellen und des Bosporus (KSJLQWSUU 8111" 16 braUZjb 611 (]UZkÜUkZ-ÄUS) pasfieren. (Vsrgl. „N-Anz.“ Nr. 58 vom 9. v. M.)
Indien.
nyolge einer in der „(3117.is 01' 1110111“ vom 20. v. M. ver- öffentltckzterx Bskanntmachung der indischen Regierung sind die von der Regierung m_Madras s. . erlassenen Quarantänevorschriften auf alle Hafen der räsidentscbaft Madras außgedebnt wgrden und finden auf die yon Goa und von sämmtlickoen Hafen in Sind und in der Präsidentschaft Bombay YMMMKZM Schiffe Anwendung. (Vergl. ,R.-Anz.' Nr. 71 vom
. v. .
Der Ge"sU11dbeitsstqnd in B krlin blieb in der Woche vom 28. März bis 3. Aprtl em günsttger und die Sterblichkeit eine niedrige, wenn auch eine etwas höhere als in der Vorwoche; von je 1000 Einwohnern starbetz, (11sz Jahr berechnet, 17,2. Unter den Todesursachen waren auch 111 dlLsSk Woche akute Entzündungen der Atbmungs- org 011€ Vorherrschend und fübrtkn sogar etwas mehr Sterbefälle als rn der Vornzocbe herbei. Auch Erkrankungsn an Influenza wuxden noch chufig beobachtet; die Zahl der durch dieselben bedmgten Todesfalle blieb die gleiche, wie in der Vorwoche (7 . Akute Darmkrankheiten zeigten fich nur wenig häufiger a Todeßurfachsn. Die Betheilkgung des Säuglingöalters an der Sterb- lichke1t war fast die gleich geringe wie in dcr Vorwoche; von je 10000 Lebenden starben, aufs Jab: berechnet, 44 Säuglinge. - Auch das_ Vorkotxxmen vqn Infektionskrankheiten zeigte fast das gletche Verhaltniß wte das der Vorwoche. Erkrankun en an Unterleibs- tyybus kaxnen wenig (4) zur Anzeige. Erkrankungen an ascrn, Scharlach, Dtpbtberte wurden nur wsnig mehr als in der Vorwoche zur Anmeldung gebrqcht, undzwar gelangten Erkrankungen an Diphtherie aus der xeyseittgen Lutsenstadx und aus der Rosenthaler Vorstadt am zabl- retcbsten zur Mittheilung, während Erkrankun en an Masern und Scharlach in keinem Stadttbeile in nennenswert er Zahl fich zeigten. Erkrankungen an Kindbettfieber wurden 6 bekannt. Seltener als in der Vorwxzcbe kamen rosenartige Entzündungen des ell ewebes der Haut zur arztlichen Beobachtung. Erkrankungen an eu husten, die wreder bISartiger Herliefen (es wurden 15 Todesfälle gemeldet), blieben häufig. Rheumajischc Beschwxrdcn der Musksln kamen seltener, Er- krankungen an akutem Gelenkrbeumatismus jcdoch häufiger als in der Vorwoche zur ärztlichen Behandlung.
Verdiugmtgen im Außlande.
, „ Oesterreich-Ungarn. 20. Aprtl, Mtttags. K. K. Staatsbabn-Direktion Stanislau: Verkauf von altxn, im Material-Magazin zu Stanislav angesammelten Eifenbabnmatertalten. Näheres bei der genannten Direktion.
Italien.
21. Avril, 11 Uhr. Artiklerie- und Außrüstungs-Direktion des 11. Seedepartements in Neapel: Lieferung von weißem KammWerg für Maschinen. „Voranschlag 22000 Fr., Kaution 1700 Fr., Kosten 600 Fr., endgültiger Zuschlag 'am 12. Mai Mittags.
21. April, 11 Uhr. ArttÜerie- u_nd AUSrüstungs-Direktion des 1. Skedepartements in Spezia: LZererung von Leder und Fellen. Voranschlag „40 900 Fr., Kaution 4090 Fr., endgültiger Zuschlag den 11. Mai Mittags. 21.211310, 2 Uhr. Artillerie- und Ausküstungs-Direktion des Königlichen Arsenals in Taranto:,.Lieferung von weißem Kamm- wer für Maschinen. Voranschlag 17 500 Fr., Kaution 1700 Fr., Kos en 400 Fr., endgültiger Zuschkag am 12. Mai.
21., 22. und 23. April, Uhr. Artillerie-Direktion der Geschüß- Yeßerei in Genua: Lieferung von 51210 11ka Blei in Stangen. oranschlag 50400 Fr., KautiOn 5040 Fr.“
3. Mai, 10 Uhr. Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Rom und Präfektur in Palermo: Ausführung verschiedener Arbeiten im Hafen yon Palermo. Voranschlag 811268 Fr., Kaution: vor- läufige 50000 Fr., endgültige 10 0/0 des Angebotßwerthes.
Bel ien. Ohne Datum. Börse'in Br ssel: Lieferung von Segelleine- wand von 0,80 111 Breite 111 4 Loosen. Loos 1 bis 3: je 50000 111, Loos 4: 44 000 m. _ Rumanien.
29. April. General-Direktion der rumänifchen Ei enba ne 1 Bukarest: Lieferung von 30000 kx Zinkoxyd. f b n 11
Bulgarien. 27. Mai, 3 Uhr. Verzvaltung des Heiligen Rilo-Klosters: Ver- gebung der Ausbeutung emes Theils der Klosterwaldungen, und zwar der Fichten, Tannen,' Föbren u. s. w. auf 7 Iaöre. V - anschlag 575 000Fr. Kaution 28 750 Zst. Näheres bei den K Xeim der Standigen Kommissionen in Sof a, Pbiljppopel und Ruaäxcbuk-
Theater und Musik.
Im Deutxcben Tbeatxr ist der Spielplan für die Oster-
feiertage, wie fo gt, festgeseßj: Als Abend-Vorftelxungen werden go-
eben: am Oster-Sonntag ,Die ver unkene Glocke“, am -
ontag „Uorjrurj“, am DienstJ , ie versunkene Glocke“; wl!
YZtÖmMagts-Vorstellung? :Hiam lf flxtr-Ssnnéag 51er Weber", am er- ona ne e' mme a ', or er an'.
Beg: Mr Theater ge ! morgen als 31. Abonnements-
VorfMung Schiller's Trauerspiel , abale und Liebe" in Scene. Ia