1897 / 100 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 29 Apr 1897 18:00:01 GMT) scan diff

Kaktuadnng erfos f in dem WWW und islbeu Wi dem Ä'mtsblatt.der KöniglMo kerung zu BMW und dem „Teltower Kreisblatt“. d die Tilqung dk STUN durcb Ankauf von Anleibescbeinen bewirkt, so ist d eses mater be dxs Beira es der angekauften Anleibescheine alsbald nach dem nkaus in [ei Weise bekannt zu machen. Gebt eines vorbezeichneten lätter ein, so wird an deffen Statt von der Gemeinde-VettretunZamit Genehmigun des Königlichen Regierungs- _äsidenten zu Pots m ein anderes [att bestimmt. Bis zu dem [ZT wo solcloergeftalt das Kapital zu entrichten ift, wird es in

ba ger

äbrlicben Terminen, am 1. April und 1. Oktober, von heute an net, mit 3 % iäbrli verzinst. Die Außza lung der Z nsen und des Kapitals “Folgt gegen bloße Rück abe Yer fällig gewordenen insscheine, bezie ungswetse dieses Anl eschetns bei der Gemeindeka e zu Friedenau, und zwar auch in der nach dem Eintritt des Uigkeitstermins folÜenden Zeit. Mit dem zur Empfangnabme des apitals eingereichten nleibes eine find auch die dazu gehörigen Zinsscheine der späteren Fälli eits- termine zurückzuliefern. Für die fehlenden Zinsscbeine wird der etrag vom Kapital abgezo en. Die gekündigten Kapitalbeträge, welcbe innerhalb dreißi Ja ren nach dem Rück ablungstermine nicht er- oben werden, Fowler die innerhalb vier Jahren nach Ablauf des alenderjabres, in welchem e fällig eworden, nicht erhobenen Zinsen verjähren zu Gunsten der emeinde riedenau.

Das Auf ebot und die KraftloSerklärung verlorener oder ver- nichteter AnleiZescbeine erfolgt nach VorYrift der §§ 838 und ff. der ivilvroze ordnunq für das Deuts e eich vom 30. Januar 1877 (Rei -Geseß [att S. 83) bezw. na § 20 des Ausführunngseßes zur Deutschen Zivilpro eßordnung vom 24. März 1879 ( essy- Sammlun S. 281). Zinsscheine können weder auf eboten, noch fur kraftlos ärt werden. Doch soll demjenigen, wel er den Verlust von Zinsscbeinen vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist bei dem Gemeinde-Vorftande anmeldet und den stattgehabten Bes“: der Zinsscbeine durcb Vorzeigung des Anleihe cheins oder sonst in L? aub- bafter Weike- darthut, nach Ablauf der erjäbrungsfrist der etrag der angeme deten, bis dahin nicht vorgekommenen Zinsscheine gegen Quittung aus ezablt werden.

Mit dieHem AnleihefÖeine find haleäbrliche Zinsscheine _bis zum .................. ausgege en; die ferneren st- cheine Werden für zehnjäbri :: Zeiträume außgegeben werden. Die

uSgabe einer neuen Rei 8 von Zinsschemen erfolt bei der Gemeinde-Kasse in Friedenau gegen Ablieferung der der (teren ins- scheinreibe beigedru en Anweisung. Beim Verluste der Anwesung erfoth die Aushändi ung der neuen Zinsscheinreihe an den Inhaber des nleibescbeins, so?ern dessen Vorzergung rechtzeitig geschehen ist.

Zur Sicherheit der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen haftet die Landgemeinde Friedenau mit ihrem Vermögen und mit ihrer Steuerkraft.

Deffen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrift ertheilt.

Frtedenau, den ......... 189 . . Der Gemeinde-Vorstand.

Kontrolbeamter.

Provinz Brandenbur . Regierungsbezirk Potsdam. _i n s s ch e i n zu dem Anleibexcbeine der Gemeinde Friedenau, Buchstabe ..... Nr ...... über ..... Mark zu Zu) 9/0 Zinsen Über ..... Mark . . . . Pfennige:

Der Inhaber dieses Zinsscheins empfängt gegen dessen Rückgabe in der Zeit vom 1. April . . . . bezw. 1. Oktober . . . . ab die Zinsen des vorbenannten Anleibescheins für das Halbjahr vom . . ten ...... bis . . ten ...... mit . . . . Mark . . Pfennigen bei der Gemeinde-Kaffe in Friedenau.

Friedenau, den ........... 189 . .

Der Gemeinde-Vorstand.

Kontrolbeamter. Die er Zinsscbein ist ungültig, wenn deffen Geldbetraxz nicht innerba vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der Faßigkeii erhoben wird. Anmerkung. Die Namenßuntersckprift des Gemeinde- Vor- standes kann mit L_etterrx oder Faksinxilestempel gedruckt werden, doch muß jeder Zinsschem 11111 der etgenhandigen NamenSunte-Irschrift eines Kontrolbeamten versehen werden.

Provinz Brandenburg. Regierungsbezirk Potsdam. A n w e i s U n 9 zu dem Anleibescbeine der Gemeinde Friedenau, Buchstabe . . . Nr. . . . über ..... Mark.

Der Inhaber dieser L_lnweijung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obi en Anleihefcheuze die . . . Reihe von Zinsscheinen für die zehn abre .. bts_. . .. bei der Gemeinde-Kaffe zu Friedenau, sofern n1cht_ rechtzettig von dem als solchen Lich ausweisen- den Inhaber des Anlejbescheins dagegen Widerspruch er oben wird.

Friedenau,den...........“.189..

Der Gemeinde-Vorftand. Kontrolbeamter.

Be merku ng. Die Namensunterscbrift des Gemeinde-Vorstandes kann mit Lettern oper Fakfimilestempel gedruckt werden, doch muß jede Anweisung mit der eigenbändigen Namenßunterschrift eines Kontrolbeamten_ versehen werden.

Die Antveijung ist zum Unterschiede auf der ganzen Blattbreite

unter den beiden lasten Zinsscheinen mit davon abweichenden Lettern kn nachstehender Art abzudrucken:

. . .ter Zinsschein. _ck

. . .ter Zinsschein.

Anweisung.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten.

Der bisherige Privatdozent Dr. Carl Spannagel zu Berlin ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Akademie zu Münster i. W. ernannt worden.

Am Schullehrer-Seminar zu Dramburg ist der bisheri e ordentliche Semmarlehrer hic). Kabisch zu Berlin a s Seminar-Oberlehrer,

am Schullelzrer-Seminar zu Bülow der, bisherige Zweite Präparandenlehrer Medrow zu Maffow als ordentlicher Seminarle rer, _ ,

am chullehrer-Semmar u Kreuzburg QS. der bis- herige Präparanden-Ynstalts-HilL-Zlehrer Win k 1 er zu Schmiede- berg als Seminar-Hrl slehrer, und

an der Präparan en-Ansxalt zu Nummelsbur der bis- erige Seminar-Hilfslehrer Mtelenß zu Bütow a s Zweiter

räparandenlehrer angestellt worden.

Abgereist:

cellenz der Staais-Minifter und Miüifter der öffentlichen rbeiten Thielen, nach Saßniß und Trelleborg;

Seine rellen der Staats : Minister und Minister für Handel und _ wer e Brefeld und

der Präfxdent des Reichs - Eisenbahnamts Dr. Schulz, nach Saßniß.

Seine

Yixhtamtsiches.

Deutsthes Reith.

Preußen. Berlin, 29.21pril.

Seine Majestät der Kaiser und König verließxn gestern Nachmittag 3 Uhr 50 Minuten Cronberg und reisten nach Schliß ab. hre Majestät die Kaiserin Friedrich owie Seine Hohen der rinz und Ihre Köni liche Hoheit dic

rinzesfin Friedri Carl von es en gaben einer Majestät bis zum Bahnhof a_s Geleit. er der Ankunft in Sal schlirf wurden Seine Maxeftät von dem Grafen Görz auH dem Bahnhof empfangen und sodann nach Schlis geleitet, wo Aller- höchstdieselben um 73/4 Uhr eintrafen.

Im Außwärtigen Amt ist gestern von dem Staatssekretär, Staats-Minister Freiherrn von Marschall und dem General- Konsul de's Oran «Freistaats für die Niederlande ])r. Muller ein FreundschaZts- und Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reich

und dem Oranje-Freistaat unter: zeichnet worden. *

Der kommandierende Admiral, Admiral von Knorr hat heutet einc dreitägige Dienstreise nach Wilhelmshaven an- getre en.

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Köni lich bayerische Ministsrial-Rath von Heller ist hier eingetro en.

Kiel, 29. April. Ihre Königliche Hohoit die Prin: Les s in Heinrich ist heute früh von hier nach St. Peters- urg abgereist.

Baden.

Die Leiche Seiner Hoheit des v:“rewigten Prinzen Wilhelm wird, laut Meldung aus KarlSrube, heute in aller Stille nach der dortiKen Schloßkirchc überführt und daselbst aus estellt werden. 5m 1. Mai erfolgt dann die feierlich“: BeiSeßung in dem Mausoleum.

Hessen.

Wie die „Darmst. Ztg.“ erfährt, wird Ihre Königliche Fol eit die Großherzogin in Begleitung Ihrer Königlichen oHeit der Prinzessin Ferdinand von Rumänien am 4. Mai von Bukarest abreisen und am 6.Mai in Darmstadt eintreffen.

Sachseu-Coburg-Gotha.

Dem gemcinschaftlichen Landtage der )erzog: thümer Coburg und (Gotha sind, der „Magd. tg.“ zu: folqc, Vorlagsn, betrefßend die Bemessung der Rtchtergehälter naä) dem Dienstalter, etreffend die Besteuerung des Hausier- handels und betreffend die Bewiüigung der erforderlichen Mittel“ zur Anstellung einks eigenen Fabrif:Jnsp2ktors, zu- gegangen.

Anhalt.

Ein Erlaß Seiner Hoheit des Herzo 6 vom heutigen Tage ermächtigt das StaatS-Ministerium so chen zu Freihetts- strafen verurtheilten Personen, welche sthaus Unbesonnenheit oder Unerfahrenheit oder infolge von erführung zu einer Verfehlung wider das Strafgeseß haben verleiten lassen, in den dYu geeigneten Fällen Ausscßun der Strafvollstreckung unter orbehalt jederzeitigen Widerru s zu bewiÜigen und später, nach Ablauf einer angemessenen Probe eit, bei guter Führung der verurtheilten Person wegen Erla es oder Milde- rung der Strafe an Seine Holeit Bericht zu erstatten. Von dieser Ermächtigung soll jedo vornehmlich nur zu Gunstcn solcher erstmalig veruxtheilten Personen Gébrauck) gemacht werden, welche zur Zett der That das aYtzehnte Lebensjahr nicht vollendet hatten und gegen welche ni t auf eine längere als sechSMonatige Strafe erkannt worden ist.

Oesterreich=Ungarm

In der gestrigen Sißung des österreichischen Ab: Yownetenhauses brachten dieAbgg.Frhr.d'Elvcrt und enqssen, sowie die Nbg . von Schönerer und Genossen dringltche Anträge an Aufhebun der Sprachen- verordnungen ein. Die Abgg. benhock) und Ge- nossen überreichten dringliche Anträge wegen Auf- Zebung der Gewerbeordnung. Vor Eintritt in die agesordnung vexlangte der Abg. (Höß die sofortige Be: rathung der drmglichen Nnträ e. Jn namentlicher Ab- stimmung wurde beschlossen am chluffe der Sißung über die Anträge zu verhandeln.; as Haus trat sodann in die erste Lesung der Regierungsvorlage über die Checks ein. Der Abg. Abrahamovicz beantragte die Ueberweisun der Vorlage an den Iusxizausschuß von 24 Mitgliedern, der b .Schücker die Ueberwetfung an einxn besonderen Ausschuß von 2 Gliedern und der Abg. Funke dre Ueberweisung an einen Ausschuß von 31 Mitgliedern. Die Anträge Schücker und Funke wurden in namentlicher Abstimmung abgelehnt. Es folgte sodann die erste Lesun des HandelSvertra es mit Bulgarien, wobei_der bg. Lecher (d_eutsch : fort chrittlich) die von seiner Partet begonnene Obßrukttonöpolitik begründete. Die Vorla. e wurde einem _Ausfchu von 36 Mitgliedern überwiesen. D e oben mit ethetlten dringlichen Anträge gelangten nicht mehr

zur Berat ung.

Jm un arischen Unterhause richtete gestern de Abg. Gra; pponyi an den Minister: räLidenten Baro; Banffy olgen'de Interpellation: 1) ie t es unter den Mächten ein Ueberejnkommexj bezüglich der Grundsäße, Welche beim türkiW-griechtschen Frtedensschluß zur (Geltung gelangen sollen? 2) _enn, wie vorauszuseßen ist, der territoriale Zratug

110 und dre Autonomie Kretas auch jest das auptprinsz md, bezüglich dessey ein Einvernehmen unter den ro möchten besteht, hält das osterreichisch:ungarische Auswärti e mt den Zeitpunkt nicbt für gekommen, um Schritte zu t un, damit dem zwecklosen und polittsch Zchädlickxn Kriege ein Ende geseßt werde und ustände herbeige ührt werden, welche dem mter- nationalen 5 echt und der Humanität entsprechen? 3) Be weckt die St. Petersburger Reise des_ Kaisers eine solche ktion, wel e unsere Bündnißverhältmsse modifixiert, oder bezweckt die eise des Kaisers ohne solche Modifi ation eine Verein: barung mit Rußland bezüglich der Lage im Orient"? Ist die Regierung genergt, seiner Zeit das Unterhaus über die politischen Ergebmsse dieser Monarchenreise zu orientieren?

Großbritannien und Irland.

Dcr Staatssekrekär der Südafrikanischen Republik 1)1'. Leyds ist aus dem Haag in London eingetroffen.

Nach einer Depesche des Ober-Kommiffars von Cypern, Sir W. Sendall an den Staatssekretär der Kolonien Chamberlain fand am 21. d.M., Abends, in amagusta in der Nähe einer Kirche eine Exploston statt; 0 Personen hätten dabei Verleßungen erlitten. Mehrere Türken seien ver: haftet worden, und die Untersuchung sei im Gange.

Frankreich.

Die Königin Victoria hat gestern Nizza verlassen und die Rückreise nach England angetreten. Auf dem Bahnhof, wo der Königin die militärischen Ehren erwiesen wurden, hatten slck) dre Spißen der Behörden zur Verabschiedung ein: gefunden.

Der Großfürst-Thronfolger von Rußland hat sich Festesn an Bord der Yacht „Zarnißa“ von Algier nach Palermo

ege en.

Rußland.

Dic gestrige Parade der St. Petersburger Garnison auf dem Marsfelde, welcher auch die Großfürstinnen beiwohnten, nahm, wic „W. T. B.“ berichtet, einen glänzenden Verlauf. Der Großfürst Wladimir Ale androwitsck) kom: mandierte die Parade, die anderen roßfürsten waren bei ihren Truppenthcilen eingetreten oder befanden sich im Gefol e des Kaisers. Nachdem beide Kaiser die Fronten er Truppen .abgerittcn battkn, erfolgte der Vorbeimarsch, welchen der Kaiser Nikolaus an Öer Spiße seiner Suite eröffnete. Der Kaiser Franz “Joseph führte sein Garde:Grenadichegiment Kexholm vorbei. Den Schluß der Parade bildete eine Attacke der Kavallerie, die dann plößlich vor den Monarchen Halt machte. DieKaiscrin Alexandra Feodorowna nahm die Parade von dsm Palais des Prinzen von Oldenburg aus 'm Augenschein. Nach der Parade sprach der Kaéscr Franz Joseph_ wieder: holt seine hOlX Befriedigung un Freude uber die Haltung der ruppen aus. Beide Kaiser sowie die

roßfürxten und (Großfürstinncn nahmen nach der Parade das Frühstück bei dem Prinzen Mexcmder von Oldenburg cin. Am Nachmittag empfing die Kaiserin Alexandra

eodorowna den österreichisch-ungarischen Minister des 5leußeren Grafen (Holuchowski, der Kaiser Franz Josep!) den _rus1rschen Minister des Auswärtigen ©rafcn-Muraw1ew. Das Diner nahmen die Majkstäten im engsten Familienkreise cin. Alsdann begaben slch Al!» höchstdicselben zu der (Halavorstcllung im Marien-Thcater, wo das Ballet „11a [)8118 xm 1)on 0011713111.“ ur_ Aufführzmg gelangte. Das gesammte Parterre war von fftzieren bcxsßt. während die Vertreter des diplomatischcn Korps fich in den Logen befanden. Als die M..jestätcn dic Kaiserliche Logc betraten, erhoben sich die Anwesenden von ihren Pläßen, hörten die österreichischc Volkshymne, welchc die Musik intonierte, stehknd an und _hrachen sodaxm m stüwnische Hurrahrufe aus, während 1tch die Maxestäisn dankend verneigten. Die Hymne mußte noch einmal wieder- holt werden. Der Kaiser ranz Joseph führte die Gxoß: fürstin Sergius, der Kaiser 5'éikolaus dic Großfürstin Elrsg- beth Mawrikjewna ux1d der Erzherzog Otto die Großfi'ustm Xenia. Der Kaiser Franz Joseph trug die Uniform seines Grenadier-Regiments kabolm, _ während der Kaiser Nikolaus die Uniform eines österrerchisch : ungarischen Obersten der Infanterie angelegt hatte. Außer d;.»nGZroszfürsten befanden sich auch Graf Goluchoxvski und Graf W0ro11zow-Daschko1v in der Hoflo e. Die Majestätcn zollten der Aufführung wieder- holt lauten eifall. Die Vorst-xllung war ge en 10 Uhr bc: endet. Als die Majestätcn das Haus verlieZen, erstrahlten das Theater und die Stadt in Illumination.

_ Heut): Voxmßttag begab sich der Kaiser Franz Joseph nach der osterre:ch1sch-ungarischcn Botschaft und empfing caselbst. Dcputationen der in Rußland lebenden österreichisch-ungarischen

Unterthanen. Später nahm der Kaiser die Sehenöwürdigkeiten. der Stadt in Augenschein.

Bei dem großbritannis en Botschafter Sir N. O'Conor fand gestern, nach de_r arade, zu Ehren des EMW Goluchowski ein De euner statt, an welchem der rustxschc Minister des Aeußsrn raf Murawjew, die Botschafter, der Hentsch; Gxschäftsträ er von Tschirfchky, alle Mitglieder der ostexrexchisch = ungarZchen Botschaft, sowie zahlreiche _hok)? russtsche Würdenträger theilnahmen. _ Zu dem Diner betdem Gra_fen Murawjew waren 40 Einladungen ergangen; Graf Go uchowski daß dem (Grafen Murawjew egenüber. _ (Graf Murachw und Graf Goluchowski atten gestern- Nachmittag eine län ere Unterredung. _

_ Der Gro_ßfür?t Ale ander Michailowitsch mird“ steh zu den Beijeßungsfeierli keiten nach Karlsruhe begeben-

Italien.

Die „Agenzia Stefani“ veröffentlicht ein Schreiben des. Königs an den Minister-Präsidenten di Rudini, welches diesen beauftragt, der gexammten Vevölkerun Italiens, ms- besondere de_n Studieren en und deren L rern, den herzx“ lichstetx Dank Axlerhöchftdesselben für die warmen Kundgebunsen anlaßltch des ]ungsten Attentats auszusprechen. _ _

_Der zum Gesandten in Belgrad ernannte hxshertge russrsche Gesandte bei dem Vatikan Jomolsky ift gestern von“

Rom nach St. Petersburg abgereist.

Türkei.

Der deutsche Botschafter Freiherr S aur m a v o u de rJe lt wurde, wie ,W. T. B.“ meldet, gestern vom Sultan fit?? Audienz emp augen.

Das Wtener _„Telegr. -Korresp. -Bureau“ me1det, daß gestern Mittag eme Konferenz der Botschafter statt- “efunden habe". Rußland, Frankreich und Groß- Zritannicn ubernähmen det? chax der orthodoxen griechische_n11nt_erth9nen tn Kon tantinopel und in der Promnz. Erne MMU! bczugnehmende Note sei gestern Nachmittag der Pfortx überre cht worden. _ Das franzöfische Konsulat, welches M11 dem Schuße der Griechen in Kon; ftantinopel beauftragt 1s_t, hat dies durch Straßenanschlägc be- kannt gemacht. Im grtechischen Konsulat werden durch einen Beamten des stat] _oßschen Konsulats Schußscheine aUSge: fertigt. Der franzoétsche Konsul hat die (.Hriechen ermahnt, ihm slexrxtAufgabe dnrch Beobachtung von Ordnung und Ruhe n er er ern.

5 Der serbische Gesandte Georgewitsck) ist von Konstanti- nopel nach Belgrad abgereist, um dchönig vor dessen Reise nach Cetinje über die Lage Bericht zu erstatten.

Es verlautet, Ghazt Oswan Pascha werde fich nicht 111th nach Epirus begeben, sondem nach Konstantinopel zurück: ke ren.

Eine Depesche Edhem Paschas_ vom gestri cn- Tage an den Kriegs-Minister meldet, daß dle crsje Diviéion ge cn Trikkala marschierc und Zarsko beseßt habe. _ in Telegramm des Kommandanten des Korps in Epirus an den Krie s : Minister besagt, daß nach einem Bericht die erte Brigadc vorgestern in siebenstündigem Kampfe bei Kudozaki den Feind mit einem Verluste von 20 Todten und vielen Verwundeten geschlagen und zum Rück- zuge gezwungen habe. Das Telegramm besagt “ferner, daß die Brucke bei Plaka, sowie ein griechrsches Blockhaus erobert worden seien. Gleichzeitig kündigt der Bericht den weiteren Vormarsch nach der Küste an.

Aus Athen berichtet die „Agence Havas“, daß gestern bei Veleftino ein Gefecht stattgefunden hab?, welches einen für die Griechen ünstigen Verlauf genommen habe. Die Türken seien unter erlusten zurückgeschlagen worden.

Demselben Bureau wird aus Volo von heute Vor- mittag gemeldet, die Stadt sei fast ganz geräumt, Frauen und Kinder seicn in großer Anzahl eing9sch1 t worden, und die Konsulate hätten ihre Flaggen gehißt. m Hafen von Vola befänden sich ein italienisches und ein britisches Panzerschiff.

Griechenland.

Der von den znr Opposition gehörenden Deputirten erlassene Aufruf (s. die gestrige Nr. d. Bl.) hat, dem „W. T. B.“ zufolgz, nachstehenden Wortlaut:

„Mitbürger! Während der kcitiscben Augenblicke, die das Vater- land durchmacht. ist die Einberufung der Kammsr für uötbig erachtet worden. Die Opposition hält ks für ihre Pflicht, an aÜe Bürgkr die Aufforderung und Bitte zu ricJen, daß jeder nach Maßaabe seiner Kräfte zur Aufrkcbterhaltung der rdnuna beitrage, die nicht nur für die Sich€rheit Akler unumgän lich nötbig ist, sondern auch ein unentbehrliches Element dsr Öabrunß der Ehre und der Rechte der Nation bildet. Vergesskn wir nicht, daß der Feind den Boden des Vaterlandes bktreten hat und daß unser Heer ibm gegenübersteht. Zy kmcm solchen Augknblick würde ein jeder, dsr die Ordnung zu ttcrkn versuchte, ganz einfach kin Verbündeter der Türken sein.“

_ Der Aufruf wurde von aÜen in Athen befindlichen opposi- twne_Ueu Dcputirten unterzeichnet und hat auf alle Kreise der Bevolkerunq eine beruhigende Wirkung aUSgcübt.

Vorgestern Abend wurde ein Ministerratl) abgehalten. Die Mitglieder der Opposition waren bei Scanludis ver- sammelt.

_ Vorgestern 215an Und gestern herrschte in Athen voll- xtändige Ruhe,

_ Zu der für gestern anberaumten Sißung der kau- Urtenkammer hatten sich nur 95 Deputirte eingefunden. Da zur Beschlußfähigkcit die Anwesenheit von 104 Deputirten erforderlich ist, so wurde die Sißung unter lebhafter Unruhe dcs _ayses sofort wieder geschlossen. Die Deputirten dcr Oppo mon hielten darauf eine Berathung ab nnd beschlossen, drct Dcputirtc zu beauftragen, sich zu dem König zu bcgebcn u__nd mitzutbeilen, daß die Sißung nicht Habe stattfinden konnen,_1vcil die ministericücn Abgeordncth gefehlt hättkn. _ Dcr Mmistcr-Präsident Delvannis hatte gestern Abend eine Unterredung mit dem König.

Dänemark.

_ Der Herzog AdolfFriedrich u Mecklenburg ist, wre „W. T. B.“ meldet, gestern Aben in Kopenhagen ein- getroffen und auf dem Bqlmhofe von dem Kronprinzen und dem Prinzen Christian empfangen worden.

Asten,

_Dcm „Rcutcr'sckwn Bureau“ wird aus Yokohama vom .Lstngßn Tage gemeldet, der koreanische Kriegs-Minister abe dlc Anwerbung von 168 russischen Soldaten für Yen Dienst auf Korea beantragt. Das koreanische Kabinet sei uber_ diesen Vorschlag getheister Meinung, die japanische Regxernng erhebe Einspruch gegsn denselben.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die gestrißen Sißungen desReichH- Tages und des Hauses der A geordneten befmden fich m der Ersten Beilage.

_ In der heuti en (211.) Sißung des Reichstages, welcher der Staatsse retär des Innern, Staats -Mimster Dr. von Bo etlich er beiwohnte, wurde die erste Bergthung des InvalidenversicherungSgeseßes und der dam1t ver- kmndeyen Anträ e der Abgg. von Ploeß (d. konf.) und Noestcke (b. k. F.) fortgeseßt.

Als erster Redner nahm der Abg. Molkenbuhr (Soz.) das Wort.

(Schluß des Blattes.)

"* DasHaus derAbgeordne-ten feste in der heuti en (71) Siyung, welcher der Minister der geistlichen 2c. 5 n- TL_!elkgenhetten 1). ])1'. Bofs e beiwohnte, die zweite Berathung “,s Etats des Ministeriums der geistlichen, Unter- ktchts- und MedKinal-Anxelegenheiten bet dem [„Gehalt des inisters fort.

Abg. Graf zu Limburg-Stirum (Boni.): Neuss ist in der Debatte nicht vorgebracht worden, und auch ich kann zur Sache nichts Neues beitragen. Aber man kann die Bemerkungen vom Zentrum nicbt unerwidert ins Land geben lassen, um nicht den Schein zu er- wecken, als babe man seinen Standpunkt aufgegeben. Wie der Abg. _Seyffardt sick) auf den Art. 12 der Verfa ung für seine Ansicht uber den Religionsunterricht der Dis dentenkinder berufen kann, verstehe ich nicht; man kann daraus nicht deduzieren, da die Disfidentenkinder nicht gezwungen werden könnten, einen angeme enen Religionßunterricht Zr? nehmen. Der Staat verlangt, daß jedes Kind emen angeme enen ., eli ionSunterrßcht habe, und irgend jemand muß doch prüfen,o eswirkli ein Religwnßunterriclytisßden die Kinder be- kommen. Das kann nicht jedem einzelxten Vater anbeimgestelltwecden, der vielleicht an nichts glaubt und seme darwinistischen Grundsäye als seine ganze Religion hinsteut. Nur_die UnterrichtsverWaltung, die dafür zu sorgen hat, daß jedes Kind etne ordentliche Schule bekommt, kann prüfen, ob ein angemessener ReligionSunterricht Vorliegt Der" frühere Kultus-Minister Graf*_von Zedlitz sagte einmal: Wenn auch die Eltern aus der Kirche ausscheiden und die Se nungen der Religion nicht für sich haben wollen, so muß do_ der Stgat wenigstens dafür sorgen, daß in die Kinder der Ketm Helegt wtrd, daß ihnen die Möglichkeit gegeben wird, die Heils- wabrherten, die seit “Jahrhunderten zum Segen der Menschbext ge- reichen, zu erkennen. Ob die Kinder den Segen nachher behalten, ist ihre Sache, aber der Staat hat wenigstens seine Pflicht gethan. Die Regierung hat in dieser rage _vyllkommen Recht. Daß der Abg. Roeren von dem gro en prmztpiellen Standpunkt aus- gegangen ist, bedaure ick), denn damit kommen wir nicht weiter. Die prinzipieüen Ansprüche von Kirche und Staat siyd an und für fich unvcxreinbar, und wir sind über diese alte Sache_langst hinaus. Wir können uns nur übsr einzelne Fragen Verstandigen und friedlich mit einander auSzukommen suchen, wie es früher war und auxh jeßt ist. Darum gehe ich auf die roßen prinzipiellen Fragen nicht_ em. _Was das Volksschulwesln bstri ?. so muß den Kindern aklerdmgs em an- gemessener konfesfioneÜer Religionsunterricbt gegeben Werden, urzd er muß verschied8n eingerichtet werden. je nachdem er m einer konfeffioneUen Schule oder in einer andern ertheilt wird. Ich will nicht annehmen, daß die statistischen Angaben des Abc. Roeren unrichti sind!; aber ich müßte mir diese Statistik ach darauf hin anse en, ob nicht in einer überwiegend katholischen Gkgend den protestantischen Minoritäten aucb Unrecht geschieht. Jedknfalls muß ein guter und richtiger ReliZionsunterricht ertbeilt werden. Aber darin find die Ansichten der 5 ischöfe und geistlichen Oberen mir maßgebender als das, was die Herren bier sagen. Wenn ich also Von den geistlichen Oberen noch keine wesentlichen Klagen gehört habe, kann ich auf die Sache r_11cht solches (Hewi tlegen. In dem Umstande, daß nur wenige ngtewngsbeamte kat oliscber Konfesfion sind, sol] eine Jmparität lie en? Die Hérren vom antrum glauben doch selbst nichl, daß keinen Einfluß auf die Berwaltun haben. Sie haben unter den Ministern eine stattliche Anzahl JFrer Konfession, ebenso in anderen Verwaltungskreisen, von den Botschaftern will ich garni t _ reden. Wenn Sie keine angeméffene Anzahl von T egterunas-Präfidenten Ihrer Konfession haben, so liegt Das daran, daß die jungen Herren sich nicht dem Studium zuwenden und in die Verwaltung eintreten; auch aus Kreisen, die mir näher stehen, werden junge wohlhabende

erren, die befähigt wären, envas zu lernen, stens ein paar Jahre

ffiziere und geben dann aufs Land. (Zwis enrufe im Zentrum: Maklinckro'ot! Die erren werden nicht zu Regierungs-Rätben ge- macht!) Vergleichen Sie doch nicht damalige Zeiten mit den jeßigen! Ick) wünschte sehr, daß wir mehr Herren aus katholischen Kreisen in der Verwaltung hätten; aber als höhere Beamte und Re ierxmgs- Präsidenten würden fie! wenn fie auch1reue Gliederihrer Kir ewären, fich doch nicht des Beifalls des antrums erfreuen. Unausbleiblicb kämen fie mit den Bestrebungen des Zentrums in Konflikt. In der ?provinz Posen woÜen wir keinkswegs germanifieren, sondern wir teben in der Defenfim: gegen die konzentrierten AKriffe der polnischen Nationalität gegen die deutsche. Ein katholischer§ egierungs-Präfident in der Provinz Posen würde ebenso überzeugt wie ein anderer die Politik des Kultus-Ministers Vertreten, ohne keiner Konfession irgend- wie xu schaden. Aber dia Angriffe, die er vom Zentrum und dessen Presse bekäme, und solche Ausdrücks wie Staatskatholik möchte ich nicht Hören. Ukbkk die PZlenfrage werden wir uns mit dem Zentrum nie verständigen, Weil es in der Haltung der Regierung gegen die Yolxm einen Angriff auf die kgtbolische Religion erblickt.

ieYe Anficbt ist unbedingt falych. Aber die Regierung muß auch gegm eincn Geistlichen vorgehen, WEnn er sein Amt im Jntersffe der polnischen Agitation_ mißbrauckyt. Nur jvknn die Herren vom Z-xntrum genau unterychciden, wo die_ nationalen Fragen auxh'o'ren und dic Fragen der Kirche anfangen, können wir _uns verständigsn. Aber auch Herr Nocken hatte die Auftaffung , wir wokltsn germanifikren. Eine? katholiscbß Athsilung möchte an_ s'ach gerechtfertigt sein, aber wenn sine fo solide Abtheilun bter im Hause fist, diE eine Kommission hat, welchealle Bes werden Prüft, so ist das Lin Vollkommener Exsaß für eine katholische Abtheil1'ng im Ministerium. Der Minister laßt fich ja von katholischen Rätben über die Dinge informiercn. Auch Ihre Bischöfe Fnd se r fleißi in dEr Wahrnehmung Ihrer Jntkressen. Sie aden a L_Jabre onferenzen un_d stehen im daucrndext Verkehr mit dem _Kultus-Ministerium. Dxe Intereffrn der katholtfkhcn Kirche Werden aiko gxxnügynd gewahrt. Zett Rocken verlangt eine Regelung dex Or enSsrage nach dem

ereinSrecht. Bei der Najur der Orden, tbrér straffen Organisation und bei der Thatsache, daß die Oberen der Orden zum großen Theil außer Landex smd, müssen die Orden vom Staat a;:dcrs behandelt werden. AUerdings _ kann jedkc aus einem Orden aus- treten, aber das ist_ [etcbbedeutend mit dem Ausscblu des Betreffen- dxn „aus qüen Kret„8n, in denen er _gelebt at. s wäxe einfach eine Töoröeif, wenn der Staat eme sol e Organißxtton nach dem VereinSgescß handbabte. Angesichts dex Kampfe der fiebzi cr Jahre ist allerdings eme vorfichttge Bethdlgng dér rdknsfrage notbrrendig, aber enxbebren können nur eme Aussicht über die Orden ni 1. Was die frgnkenpfxegenden Ordxn leisten, ist über alles Lob er aben, und W Wurde wunsche_n, daß tn dieskr Beziehung die Klagen über den zu langsamen Geschaftsverkchr bei der Genehmigung von Niederlassungen abgestellt Werden. In der Frage der Misfionspfarrer ist dieHaltung derRegierung emeonlWollende und angemessene. Ueber die schwankende Politik der Regierung de_n Polen gegenüber babe ich immer geklagt. Die Polen Wünschen dre olitik, die vor 6 Jahren etwa eingeschlacczken ist; wir wunschen das estbalten an der Politik, die Fürst Bi9mar befolLte, ein schwankendes Hin- und Hergehen ma tallerdings im Lande den übe sten Eindruck. Denn einer Bevölkerung, mt der man bald so, bald so umgeht, thut man Unrecht, Wenn man ihr nimmt, was man ihr einmal gegeben hat. Die deutsche Schule in den polnischen Landestheilen hat_ den weck, die Leute zu deutschen Staatsbürgern außzubtlden.

eutsch ist die Sprache unseres Staats, zmd daber muß den Kindern in erster Linie das Deutsche betgebrackZt wexden. Die Polen machen ihre Landsleute unzufrieden, und es_wurden_ ub_er- haupt gar keine Schwierigkeiten entstehen, wenn die polmscheA ttatton nicht wäre. Wir wünschen, daß_die Regierung auf der Ba n f_ort- scbreite, die fie jeßt wieder beschniten bat. Ste möge obne Hatte, aber mit Bestimmtheit die Ziele des Staatswobls weiter verfolgen.

(Schluß des Blattes.)

_ Dem Hause de_r Abgeordneten find die Nachweisungen der auf Grund der Geje e vom 8. April 1895 und vom 3. Juni 1896 im Etats abre 1896/ 7 zur örderun des Baues von_K1ein- bahnen bewi igten bezw. in Aus cht geste ten Staatsbnhilfen zugcgangen.

Nr. 16 des .Ceniralbla'tts für das Deutsche Nei ' berauögegeben km ReichSamk des Innern, vom 23. April, folgenden Inhalt: 1) Konsulat-Wesen: Ernennung; _ E equatur- Ertbeilung. _ 2) 'Finanz-Wesen: Nachweisun der Sinn men dex Reicbs vom 1. Avril 1896 bis Ende Marz 189 . _ 3) oll- und Steuer-Wefen: Vorschriften über die Revision der Branntwria- Meßapvarate ; Veränderungen in dem Stunde oder den Befugnissen“ , der Zoll- und Steuersteßen. _ 4) Polizei-Wesen: Ausweisung von AuSlandern aus dem Reichsgebiet.

Nr. 17 der .Verösfentliädungen des Kaiserliehen Ge- sundheitßamts' vom 28. April hat folgenden Inhalt: Gesund- heitsstand und Gang der Volkskrankheiten. _ Zeitwälige Maßregeln egen Pest. _ Gesundheitswesen im Req.-Bez. Aurich, 1892/94. _ eburten und Sterbefälle in Rhode Island." 1893/94. _ Geseß- gebung u.s. w. (Preußen. Stadt Nordhausen,) Schlachtbyf. _(Gro - btitannien.) Vtebeinfuhr. _ (Brafilien) Gesundbettödienst. _ Gang dsr Thierseuckpen in BoInicn und_ der Herzegowin9,_ 4. Viertel. jahr. _ DeSgl. in Bulgarien. _ RmderYest und bmsche Pest in Rußland , 3. Vierteljahr. _ Zeitwetltge Y aßregeln argen Tbierseucben. (Deutsches _ Reick), _ Bremen, Oestxrretch, Groß- britannikn.) _ Kongresse. (Bel ien.) 17111. mternattonaler pharma- zeutischer Kon reß. _ Geschenklthe. _ Wochentahelle über die Sterbe- fälle in deuts en Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. _ DeSgl. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankun en in Kranken- häusern deutscher Großstädte. _ DeSgl. in deuts en Stadt- und' Landbexirken. _ Witterung. _ Beilage: Gerichtliche Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundbeitöpflege (Wasserversorgung, Wohnungen, Beseitigung von Abfaklswffsn).

Nr. 13 des .Eisenbabn-VerordnungsblattS', beraus-

Yegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 26. April, at folgend-zn Inhalt: Allerhöchste: Erlaß vom 29. März 1897, be- txeffen) Verlsihung des EnteignungSrc'Ms an den Kreis Ost-Prigni fur dre Ausführung dcs Baues einer Kleinbahn von Kyriß na Koppenrade mrt Aszeigung nach Breddin. _ Bekanntmachung des

etchskanzlers, betreffend Aenderung der Betriebßordnung für die Haupteisenbahnen Deutschlands vom 5. Juli 1892, vom 24. März 1897. _ Bxkatmtmachung des Reichskanzlers, betreffend Aenderung der Normsn für den Bau_ und dle AUErüstung der Haupteisenbahnen Deutschlands vom 5. Iulr 1892, vom 24. März 1897. _ Bekannt- machung des Reichskanzlers, betreffend Aenderung der Babnordnung für die Nebeneisenbabnen Deutschlands vom 5. JuLi 1892, vom 24. März 1897. _ Erlasse des Ministers der öffentlichen Arbeiten: vom 11. April 1897, betreffend Aenderung der BetriebSordnung für die Haupteifenbabnen, der Normen für den Bau und die AuSrüsiung ' der Haupteisenbabnen und der Babnordnung für die Nebeneisenbabnen Déutscblands; vom 11. April 1897, betrsffend Vorbereitungs- und Militärdienstzeit dcr Zivil-Supernumerare; vom 14. April 1897, he- treffend Néubildung dss Bezirks-Eisenbabnrajhs zu Frankfurt a. M.; vom 20. April 1897 , betreffend Umzugskosten der Beamten der StaatSeisenbabn-Verwaltung, _ Nachrichten.

Arbeiterbewegung.

Aus StZttin berichtet die .Ostsee-Ztg.“ zum Ausstand der Get_reidetrager, daß Vérhandlungkn, die géstern zwischen den Arbettgebern und Vextretern der Ausständigc-n statifanden, ergebnißlos ykrlauten sind. In Lme_r Versammlung der Ausständigen ergab fich, das; die Getreideträger lediglxch daraufbkstehen Wollen, daß der im letzten Herbst ausgearbeitete__Tarif genau innegehalten werde, was ihrer Behauptung nacb tbeilwenx nicht geschehen sein fol]. Es wurde einstimmig be- schlossen, vorlaufig im Ausstand zu verharren und heute nochmals mit den Arbeitgebern in Unterhandlung zu treten.

Aus Barmen wird der „Köln. Ztg.“ Yehricbén: Wie die Elberfelder Tischlergesellen in der vorigen och, so haben jetzt auch die Barmer beschlossen, _den Ausstand für beendet zu erklären. Fedauert hat der Ausstand wxe in Elberfkld sechs Wochen. Erreicht

abkn die Gesellen nichts, denn die Meister ziehen die früheren Be- willigungen jeyt wieder zurück.

Aus OSUabrück melde-t dasselbe Blatt: Die Fabrikanten- und industrieüen Vereinigungen von OLnabrück und Umgegend verweigerten die von den Arbeiterr) verlangte Frcixxabe des 1. Mai als Feiertag.

Jn Crimmitjcbau i. S. haben, wie der .Vorwärts' mit- tbeilt, die Textilarbeiter 85 erreicht, daß die Firmen B. Haase und A. Kirchbübel die Lohnkürzang zurückge'zo en haben. Dagegen dauern bci dér Fixma Oskar u. Viktor Schönßeld die Lohnstreitig- keiten fort. (Vgl. Nr. 98 d. Bl.) _

Jn Meerane in Sachsen befizxden xicb 190 Maurer wegsn Lohnstreits im Ausstandk.

Verkehrs-Anftalten.

Postpackctk f_ür Guatemala sind fortan außer nach dem Hafenort San Joke? dc Guatemala auch nach der Hauptstadt (Guatemala zuläsfig.

Bremen, 29.5Upril. (W. T. B.) Nyrddeutsckocr Lloyd. SD. ,Trave' 27. April Mttgs. v. New-York n._d.Weser abgeg. NPD. „Sachsen“, v. Ost-Afien kommend, 27. April Nm. Genua angek. PD. .Willehad', v. Ncw-York kommepd, 27. April Abds. Dover passiert. D. „Löwenburg'. n. Vrafilten [::-st., 27. April Nachts Antwerpen angék. SD. ,Spree“, v. New-York kqmmerxd, ist 28. April Vm. in Cherbourg angekommen und hat dre Reise u- Bremen Prizes.; er überbrinßt 414 Paffag_iere und Volle Ladung. SD. .Han', n. New-York est., 28. Aprtl Vm. Eastbourn_e vasfiert. PD. .Hohenstaufcn“, v. Brasilien kommend, 28. Aprtl Mittags A n tw e rp en angekommyn.

London, 28.April. (W.T.B.) Union-Linie. D. .Scot' ist heute auf der Außreife in Madeira e_mgekommen. D. „Moor“ ist heute auf der AuSreise in Kapstadt emgetroffen.

Rotterdam, 28.Avri1. (W. T. B.) Holland- Amerika- Linie. D. „Amsterdam“, von Rotterdam nach New-quk abge- angen, D. .Maaödam“, von New-York beute Vormrttag ia Zkotterdam angekommen.

Theater und * Musik.

Konzerte.

Der dritte Kammerxnusik-Abend der Herren Carl Halit, Carl Markees, Adolf Müller undHugo Dechert, der am Dienstag im Saale der Sing-Akademie statifand, wurde mit dem Klavier-Quarkett in E-moll von J. Brahms erö net. Die- _ sem durch kräfti e Rbytbmen und oft überrgschende odulationm interessierenden erke folgte Beethoven's Stretch-Quartett in Z-äur, ' das durch die Liebli keit seiner _ Themen ein gut gewähltes Gegenstück :: dem vor ergebenden bildete. Mit einer Novität von; Georg Scßumann aus Bremen, der seine Ausbildung im Leipzigs; Konservatorium erhalten hat und bei seinem Aange mit dem WKW

reis ausgezeichnet wurde, chloß der Aber: . Der Komponiß, ck bereits durch mehrere erke für Kammermusik und. einen ehrenvollen Namen erworben. In dem neuen Tauwerk " _ er, wie früher, klasfischen Spuren, :; ne si? j _ “' enge Grenzen zu binden. en 1) er man einen mit reicher P antaste begabten,

ü

Künstler, der eigene Seelenftimmungen den