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stimmt e1klärcn, daß ich vorläufig an der lcßtcn Vorlage der Re- gierungen festhalten muß, daß ich das dazu gefixUteAmendement mcht blos aus administrativen Rücksichtm, nicht pws wegen der Unmög- lichkeit, mit dcmselben auszukommen, sondern aus den polit1schen Eründen, diz der Heir Präsident des Bundeskanzleramtes im Namen der Verbündeten Regierungen aus esprochev, für unannebmbar etkläre. Meine Herren! Die Gr111de, weswegen cin dreijähriges Pauschquautum finanziell annehtybar sein kann, während es ein zweijähriges nicht ist, sind Ihnen 1a klar dargelegtworden -- Warum 1911 ich das wiederholen?
Die Bedenken des Herrn v. Vonin, daß ich mit einem dreijähri- gen Pauschquantum zu Schaden kommen. würde, sind_ mir nicht ganz fremd,“ ich habe fie xelbst gehabt, aUein 1ch, glaube nxchtsxestoweniger -- und er mag mit das nicht übel nehmen, -- Haß 1ch dtemaßgebm- den Vcrhältniffe doch etwas genauer zu beurthetlen vexmag, als er. Die Momente", die er a'ngegebcn hat, find vollkommen rtchtig, aber er hat nicht alle maßgebenden Momente. in Betracht gezogen, die dsch, meiner Meinung umb, gleichzeitig erwogen werdey müssen., Daher kann ich, ungeachtet der freundlichen Warnung, d:x darm lte t, nur dabei stchen bbiben: Meine .Herren, nehmen Sie dre ZWeite orlgße der Regierung an und , falls fie die Mehrheit m diesem Hause mcht findet, demnächst die erste Vorlagz', so wie fie der Herr Abg. v. Boum befüxwortet hat, d. 1). ohne Abftrtch. „
-- Der Staats - Minister Delbruck erklärte nach Ve- ratyung der einzelnen Etatstttel: ,
Meine .Herren! Am Schluß*: des in seinen einzelnen Titeln durxh- gegangenen Etats ist die Summe auögeworfey, Welche der Köxiglxch bayerisch“: Militätverwaltung im Vexhältmß der vorhirz fur die übrigen Theile des Reichöheergs festgestellten Summen zu uberweisen ist. Ich sehe es cxls eine Konsequenz dss von dem Hause in zweiter Lesung angenommenen Z. 1 der Gcscßesvorlage Nr. 128 an, daß der Summe von 10,854,900 Thlr., Welckxe Bayern zußeht, hinzuzuscßen sein wird, der in den Motivcn zu Nummer 128 näher nachgewxejene Betrag von 46,099 Thlr. für die Aufbesserung der Gebaltcr dcr Militärbeamtcn. , „
- Nücksichtltch des Pauschquantums fur Bayern entgegnete der Staats-Minifter v. Pfreßschner auf eme Anfrage des Abg. Laßker: _
MeineHexren! Mir scheint dte Frage, Welche der Herr Abg. Las- ker gestellt hat, sick) ganz einfach aus denjenigen Bestimmungen zu be- autworten, wclche der Vetsailler Vertrag in dieser Richtung exthält. Derselbe spricht in Z. 5 11. aus: daß Bayern „fich Verpflichte, fur seiy Kontingent und die zu demsrlben gkhörigen Emnckxtungcn emen glet-
chen Geldbetrag zu vertvenden, wie nach Verbältnjß dsr_Kopsßäxfe dar den MjljjäyEmt d-a denfschen Bundts far dre 1151.“th Thexle
des unchhecres ausgesaßtwird. Mit Rückfichtaufdic-seVeßimmung ist, Wie Sie eben (Ws dem Munde kes Herrn Reichskanzleramtspräs1- denten vernommen haben, auch die Pauschfumme éür Bayern noch um den adäqnaien Theil der für Besoldungen der Militärbeamtm ausgeworfenen Summe erhöhk wordm.
Sodann fährt der Vortrag Weiter fort; .
Dieser (He1dßetrag wird im Bunchbudgeé für das Königliche cherische Kontingent in eincr Summe ausg.:worfen.
Das ift geschehen, wenn der Veschluß, jvc1chen das Hohe, Haus eben aefaßt hat,- in driztcr Lesung ebenfalls angenommen wrrd. -- Der Vertrag sagt sodann: ,
Seine Verausgabunq wird durch Speztalxtats gcrcgelé, dercn Ausftexxung BayernFtHcrlgTffen bleibt. „
Die Ausstellung Ter Spezkaletals in Bayern hat emFach nech denjeyigen Bestimmungen zu geschehen, welche das baycrtsckyx Ver- fassungs-Recht für die Aufstellung r-M Etats in Bayern (a:halt. - Daß nach dem Vertrage „ _ „ „,
hietfür im allgemcimn dicxswgcn Etsgisgnsaxe nach Vexhaxtniß zur
Richtschnur dimm, welche für das ubrtzc Bundedhecr in den em-
zclnen Tiieln außgeW-Nfcn find, . läßt fich natürlich zum Vollege mxr bnygenyach L;!ge dcr könkrctcn Geftaitung der Vexhältuiffe. Ick kann ()xer Mx maßgebendes Votum, da 141) nicht b;;ycrissher Kriegs-Miniftcr bm, 1xrcht obgebxn; abcx es wird sach meiner persönlichen Ueberzx-ugung das ' haymsM Mugs- minißeriuw, soviel als 1mmer möglick“, fit!) an dtejenigcn EMI an- schließcxx, Welche für das Übxige Rwchchr äufgcßcUt" smd. ,
- Dcr Staats-thfter Graf v. Noon fugte hiyzu:
Meine Herren! Wenn das eben besxrloffene Gkslß m dr11tcr Lesung durch den Hohen ReichL-tag gcyehmrgt wcrden fonte, so wird ohne Zjvxifcl das geschehen, Kras wahrend der Psriode xes Pausch- qaantums bisher geschchxn ist: (s wcrden nac!) Wie vor Spszrqlekats ausgearbcitet Und naa) dießcn Spezialexals'wird erwalt-t (“€! allcn Dcn Theilen des Rkichshccrcs, die der prcnßxschxn Veywalnmg „Unicr- stcslt find. Diese Spczkaletats- focht fie f(x;xg gz-ftcüt sm? fur_das Jahr 1872, sind dcm bzycrifckxn Kréecxs-Mxmstxmxm bcchs 111119:- Milt, und soweit fie UM) 111th hekßcftcük smd, 1vchn19stcns mw!) :*.th im Dxuck hergxstclle smd, Werden sie 1211) U'xitgésÖéllT'W-(fdkn, ywd es ist dann zu envcrxcn von der Loyaxxtät Ter bayertsckzsn R Ztertmg, daß fi: éhxexscéts daravf hinniscn krcxde, dcm bxtrxffczxdxn P.“;ragrg- pkxcn dcs V:“:saéllsr Vsrtragxs gemäß, 1191: Ems :nöglch ähn11ch de'n Unsrigen cmfoßclla-n, UNd 16.) zwcxfle_auch mM, d;)ß 119 [MOTU- schc Kammer (11:7?er in dcr La,]c few Wird- dczzx: ,»qu 33i11a§c1y
- Dcr mechkommiffar, Gch. Rchcruugs-IMLL) Lr. Michaelts, Ullärte zu dem Etat: _ , " „ „
Meine Hecken! Ick [»Utc Sie, in der Nr, 111. Mtlxth-Veryn'xlo tung, bei Nc 4, Kalkulawrcn bei dcr N;«tUka'1111ch1§ 171137116»- Minxstcrium, e'me Bexiätigxmg rorzumlxmew Cs 111€.ßdzx1'a:.1?lch bei dem Mmimmn der künft'tgm BesNdUngHsäßc st.“:jt x(Wa :650- [)eißcn, dawit d'as Mininmm nicht nicdxiger sti als dss MaxiMM: bei den Kaikulamk-Affistcntey, mz_s WÜÉLUVLÜUWU T:.é Kaxfx:1ac01c1:
ernannt Werden. Der Durchschnittßsaß kleibt unverändert und ebenso auch die Mehrausgaben
Der Zweck dieser Veränderung des früheren Verhältnisses d,: Minimalsäße der Maximalsäßc, und des Durchschnittssaßes is der, eine Gleichßeüun der ntendantursckretare m1x den Regierungs- sefretären der preuZischen C oilverwaltqu berbxizufubren. Jruher war der Durchschnittssaß nicht der arithmettsche Mittelsaß- sondexn er war niedriger. Gegenwärtig ist er der Mittelsaß gxworden, Me es auch bei den Regierungssetretären sein wird.
Ich habe die Frage nach dem Grunde, aus welchem das Maximum nur um 100 Thlr. erhöht worden isi, bereits damn beantwortet, daß es eben in der Absiqht gelegen habe, eine leichfieslzmg 'am den Regie- tungssckretärcn herbeizufüvren, für welche von_Se1ten O_er Preußischen Regierung ebenfalls das Minimum und Maxtmum, Wie es hicr vor- liegt, unter Berücksichtigung des Servises, und xls Durchxchnittssaß das arithmetisckje Mxttel in Ausstelyt genommen tft,
Landtags = Angelegenheiten. -- Die dem Landtage vorgelegxen Geseßentwürfe hach folgenden
Wortlaut:
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen xc. verordnen auf den Antrag Unseres Staatö-Mimßeréams, auf Grund des Yttikels 63 der Verfaffungs-Urkunde rom 31. Januar 1850, was 011:
DiekJ Preußische Bank ist ermÉMigt, im Elsuß und in Lothxingm an dazu geeizneten Orten Comtmrr, Kommandßten und Agenturen zu errichten und daselbst nach Maßgabe der Bestimmupgen der Bank- Ordmmg vom 5. Oktober 1846, Bankgeschäfte zu bctmven„
Urkundlich untcr Unserer ?Séystcigcnhändigcn Untcxschrift und bei. gedrucktem Königlichen Infiege .
Berlin, den 10. Jani 1871.
(11. Z) gez. Wilhelm. * - ggcz. Fürst v. Bismarck, v. Noon. v. Mühler. v. Selchow, Graf zu Eulenburg. Leonhardt. Camphausen.
Entwurf eines Geseßes, betreffend die Aufhebung der in der Provinz Hannover bestehendenVorkaufs-, Näher und Retrakt-Rcchte.
Wir Wilhelm, von Goms Gnaden König von Preußen 2c. verordnen für die Provinz „Hannovcr, mit Zustimmung beider Häuser des Landtages Unserer Monarchie, was folgt:
Z, 1. Die noch bestehenden Vorkaufsq Näher- und Rctrakt-Rechte von Immobilien Werken aufgehoben.
§. 2. Es bleiben jedoch aufreckt„erhaltcn: 1) das durch Verträge odcr [es?wcklige Verfügungen begxundete Vorkaufxrecht,“ 2) das in Jäslxn der Enteignung gcscßlicl) begründete Vorrauss- und Wieder- kaufsrccht; 3) das auf den ßatutarischen Bxßimmungen der Ritter- schaft des Herzogthums Bremen beruhende VorkaufS- und Reitart- recht der Agnaxcn an den rittérschaftlichen Erbßammgütern.
Urkundlich 2c.
Entwurf eines Gesekes, betreffend die Erhebung von Matktstandsgeld.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König Von Preußen :c. verordnen mit Zustimmung beidkr Häuser kes Landtages Unserer Monarchie, was folgt: , . „
Z. 1. Für den (Hsbraucb öffentltcker Plaße und Straßen zum Fcilbietcn ron Waaxcn auf Messen und Märktm dais eine Abgabe (Marktstandsgeld) nur unter Zustimmung der Gemeinde und Genehmi- gung der Bezirféxrkgierung (Lauddroftei), nach Maßgave dkxses Gesekes eingeführt, oder wo fie bcsteixt, cxhövt Werden.
Die Genkhmigung dcr Bézirfsrcgierzmg (Landdrofici) ist jeder Zeit widerruflich, insofern ste nickt aderuchlich far cinen M?smmten Zeitraum ertvciit ist.
Die Einführung
u:;zuläsfig.
. . Die Höhe des Marktstandsgelch (§. 1, ist nur nach der (Hxöße des vom Fcildkctendm zum Marktstande gebrauchten Raumes und nach der Daucr des Feilbietcns zu bestimmen. Sie darf den Saß von 2 Sgr. für das Quadratmeter und Ten Tag des Jeilbiatens nicht Üderfieigcn.
Wie diese Vorschrift anf Gegenständk, die Wekcr anf Tischen, urch m Buden, Kisten, Jäffcrn, Köthen, Haufen u. s. w. fcilgebotm Weldkn, amzmrcndcn und in 1re1chcr Weise chs Markistanksgcld für Gcgcxxsxändc, néclcke bei geringem erihe einm großen Raum ein- nckmcn, verbälxnißmäßig gcringcr feßzchßcn ist, kann in dm bc- trcffanM Tarifen mit chcl)usigu:tg der Bzirksrcgicrung (Land- droftei) Vxss11dcrs bestimmt trekken.
Z. Z, Umm: den Märstßaxxkchlkcrn (W. 1 und 2) ist die Miethe für BUÖM, chirc', Tascha", Unterxagch, Slazxgcn odcr sonstige Bor- richmxgm, Welche den Vcrkänécrx; zm'a G=11rsuche ÜOcrlassm [reich maxi dexxx'iffxxx.
EI 11th céncm Jed-cn frci, cb cr fick) Dcr ihm scldft ngehöxigen Voxxicdtungcn bkkich11(1!, od»r Tochxe von Ankcrm cnmehmen W111,
J". 4.. Ti? Tmi'e znr Eil'chng 1:01", M,“;rätßändkch ldüffm 1762512115 1er Mc,“- Und '
von Marktstandsgcldcrn für Wocthmärktc ist
__ __ *.*-,'Fstxzcii zn chc113mx41§ Cinsécvt «Ws km 31112: chxlzaltcn 12,111111741611 Plaßcxx uud Str.».ßcn (11:7,5c11fllx few, und
cz 1017.11 anßchr deu Darm W'LUMUÖ-IU ngubcxx fciuc aüdxch crxoben ,
werden. Die Echlung dmf Wr Mf dr Vrkau-“sstküe, 11€cht (Mr sehon MW EiUgMge dcr WWrm i:“: TM; M&rkcoxt staWfiwden. „ 5. Die““ ELWVUUJ 1'1'11 YéakamexxszULD (J, 1) d..".xrf d«*,wo 11: [diéhcr skaxixxcswx-WM Hat, soxLWucxnxDoch (13311111 de baskhcnkeiz
,
YKÜXZÜLQUÖIZÜNP, Wo es fUr noxchnxiz :r..ä_ch 12111", 17:14) 2111
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* sung d:: Gemeinde von den Bczirköregierungen (Landdwsteien) auf-
ehOb'" oder den FZ. 2, 3 und 4 entsprechend, ermäßigt und ander- weit regulikt werden. Berüßt abxr das Hebungsrccht auf einem besondern Rechtstitel und widerspricht der Berechtigte, so bleibt die Aufhebung, Ermäßigung ob„ anderwette Regulirung den Ministern des Hande1s und der JjnanékU vorbehalten. In diesem Falle ist für den dem Bcrechiigten „wachstum Ausfall Entschädigung zu gewähren, insofern nicht die Be„chtjgxxna “ccm stfus oder emer kaeinde innerhalb ihres Ge- meindebeztrls zusteht. _
Bevorzugungen, Welche bei Entrtchtung von Marktstand9ge1dern „„ßndm, können gleichfalls aufgehoben werden, insofern sie nicht .,an h;,“ondxrem Rechtötitel beruhen.
§„6. Wer Marktf'iandsgelderhebt oder erheben läßt, von 1velchem er w„ß, dgß„es_gar mcht oder nur in gerin erem Betrage zu entrich- „„ „„ hqt fur jeden Uebertrxtuygkfal] eine eldftrafe bis zu 50 Thlr. „„ im UnvermögensfaUc rerhaltnißmäßige „Haft verwirkt. . „7, Alle denBestimmunjen des gegenwärtigen Geseßes ent- „genßxßeüde Zügememe und besondere Vorschriften, inSbesondere die Verordnung uber Ye Marktstandsgelder vom 4.Oktober 1847 (Gesek- Samxnlung S. 390) werden hierdurch außer Kraft geseßt.
Ueber die AusZt-hrung thses Geseßes haben die Minißer des Handkls und der Jmanzm nahere leveisung zu ertheilen.
Urkundlich szter Unserer HöchsteigenhändigenUnterschrift und bei- gedruckéxnx Kömgltchen Jnfiegel.
(H?“ , den ten 1871.
Entwurf eines Gesehes, betreffend die Aufhebung
* des Staatsschaßes.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. verordnen smfileuftimmmxg beider Häuser des Landtages dec Mon- ]: ik; wa . : „
MZ,], Dre auf Grund der Kabinetsordre vom 17. Januar 1820 (Geseßjä111Ü1lung Seite 21) bestehende Einrichtung eines Staats- 1chaßcs Wird mit dem 2. Januar 1872 aufgehoben.
, 2. Dxe am 2. Ixuuar 1872 vqrvandenen Bestände des .Staatssayaßes an .baareq Geldern und aussehenden Forderungen erden dcr allgememen Fmanz-Verwaltung überwiesen.
„3 Aus dux wchaydenen baaren Beständen (Z. 2) ist die DM ig Millionen Tbalern ]) zur vollüändigcn Tilgung der auf rund des Gesetzes vom 21. Mai 1859, des ,[assesx vom 28 Mai, 1859 und der V-rordnung vom 28. Mai 1859 (Gescßsamml. Sczte 242, 277 und 278) aufgenommenen “fünf- prozentiqxn Staatsanlejhe und, sonoeit fie bienu nicht erforderlich ist, )zur Ttlgang solcher den Staatlhauöhalts-Etat belastenden Passiv- ,ntedn, welche zum zwanngachen Bexrage ablöslich find, zu ver- wen en.
Z 4, Die Hauptwertvaltung der Staatsschulden hat im Dezember 871 de-n_ ganzen Restbetraxz der fünfprozentiaen Staatsanleide vom jahre1859 (Z. Z) zyt Zuruxkzabluna am 1. Juli 1872 zu kündigen nd xu dtesem Termm dte Emlösung zu bewirken.
Der Finanx-Minißer wixd ermächtigt, auch schon vor demAblauf .er Kündi'gungöfrist aufObltgationcn, Welche zur Einlösung präsentirt erden, dtc verschriebenen Kypitalbcträge nebst den bis zum Tage der Einlösung aufgelaufenen Zmsxn durch die Hauptverwaltung der taatsschulden auszahlen, sonne aUch den Rückkauf zu angemessenm ursen stattfindcn zu lassen,
„ §. 5. Alle Einnahmen, Welche in Gemäßheit der bißherigen Ve- stxmmungen dcm Staatksckzaß zuzuführen waren, fließen fortan den allgemeinen Staatsfonds zu.
§. 0. Alle diesem Geseß entgegenstehenden Bestimmungen fcühexer Gkskße und Verordnungen, insvcsoudere die Veßimmungen unter Nr; 1, der Kaßinets-Ordre vom 17. Januar 1820 (Geseßsammlung Sette 2.1) unter Nr,. 111. der Kabinets-Ordre vom 17.Juni1826 Gcßßsammlung Serke 57), im J 2odcs (Hxseßcs vom 28. September 1861) ZGescßscßsmmnmng Seite 607) und jm 8. 1 dex Vexordmmg vom 5 J11111867(Geschsamm1ung Seite 1182), sowcit fie den Staats- chaß_betrsff:n, wexden avßex Kraft gefeyt.
J. 7. Dec FmanzMinistcr Wird mit der Ausführung dikscs Geseyes beauftragt.
Ucher_ die Aßliführung dcr ». Z und 4 desselben ist dem Land- age 1[kek ftMF nachsten Zusammentriit Rechenschast abzulegcn.
„k-k.!!! „ 2c.
Summe von
Der preußische Staatshalts-Etat für 1872.
1. , Nax?) deux, dcm Lanötage znr versaffungßmäßiqen Genehmigung "Oksiiexléantat wird 11.5 der Staatshaushalt Preußens für das Ihr 15,2 m erfreulicxyer Weise gßnstig gestalten, da die Schwimm- MM; M*.t Welchen die Jinanzwcrnmltung in Un Jahren 1867-1809
.:ukämpfen ham, Won im Jahre 1870 voklsxändig Übsrwxmdsn woxden
"Ö-so laß dcrAbsMuß (kycsxen Jahres,nngsachtetdes inzwischcnaus-
Tkxxkclchmz Krisgss,"cinen Uxbchuß von mehr Als (5 MUMM“ ,ulcx (xeltefkthat, uber WLWKSZT ocgemvärtiß JU AUSSEN?! fü? das atxr 18,2 verfugt n'cxdcn kamm n'dcnx-Kesndatxn dcs VWL». (Umgsjabres 1871 zur Ek§chk1111111§YOUURLU.
Dicss günstige MM, wie“ sie anch
Wd- 1111171 cim? Mitrre a::ßcrordemliM gümstige EnthMlxmg crlangcn
MYC): *Ftcumkkmxg dex" KZOFM Erfcxlqe, MLM dure?) dsn glückliä) beende- (ben xtx 11111111381111711“. L-edeutmde Enklastungsn Werden „dxm prZußi- „ck,;.ÜÜFZÖ**'4?*_)*7M LM'KMM, maxmcmlxch durgi) dje thdnxxg cxxxss * 741J:.ZZZAV',WLÉ' xycch cs" (MÜLLER, chKchmnd ch, !.»ishcrxacn . ,;“MZU WKS ÜUf .Hohe DM (30 Y:![lioncn Y,:mxemx zmr “„:„txgnng yon * WWUWM z): vcrwepden,“ xcrnxr dUW dte KMMUM “oon ZELM nd VNÖWUMUcUcrn, Wa'laxe QMM fUr RWTHTUUTI dcr E::xzclstxxatcn
erfolgte, vom 1. Januar 1872 ab aber für Re nun der Rei s a stattfindet; sodann durch die in Vorbereitung kczhegriffZm AußßYttkthZ dcr Reichsverwaltung mit eigeyen Betriebswnds und durch die in AuZstcbt genommene Konsoltdtrung der gesammten 4Zprozentigm Staatsschuld. Außerdem werden „sich auch, da cht die süddeutschen JaQeYiceWerxffAusgal-än Yes Ytckskt2eilnchmcn, die von Preußen e zu za en en atri u arbeiträ e '- gen Etat um ca. 2,047,000 Thaler mindern. 9 gegen den bishm
Neben diesen Ersparungen an AuLgaben find aber au Mehreinnahmen fur 1872, namentlich bei den direkten un?) ierxxicrlxlkitY Steuern, der Seehandlung, der preußischen Bank, dem Staatssthax, der Berg-, „Hütten- und Salinenverwaltunß, sewie der Eisenbahn. vzcjxaltuna, zu ekwartcn, da der Verkehr, wie dies bereits die that- sgchacbcn Ergebnisse des laufenden Jahres gezeigt, anf al1en Gebieten cmen äußerst lebhaften Aufsazwung genommen hat. Die Mehrübet- schüsse d_er vorgedaaoten Berxvaltungcn haben auf 4,638,500 Thlr. Ver- anschlagt werynx können, denen in Jol e der Entlastung des Etats durch extraordmäre Tilgung von Staatséchulden 1,539,200 Thlr. und 11) Folge der Verminderung der Matrikularbeiträae 2,047,000 Thlr. hmzutreten, sc) da)? also dte Mittel, Welche für 1872 zu neuen Aus- gabenkim Ordmarmm des Etats vcrfü bar Werden, fick) an zusammen 8,224,/00 Thlr belaufxn. iervon so en u. a. gedeckt wcrden 418,000 Thaier zyr extraczrdinaren ilgung von Staatsschulden, 405,000 Thlr. zur Verzmsung mm: von zu realifirenden Eisenbahnanleihe, 4,060,000 Thaler zur Aufbefferung der Beamten-Bcsoldungen, sowie ansehnliche Beträge zur Vexstärkung der Fonds zur Unterhaltung der Häfen, der Land- und Wasserßrgßen dcs Staats, zur Verbesserung der Besol- dungen der Un"iverfitats-, Gymnafial- und Clementatlehrer 2c.
Zur Verstarkung des Extraordinariums des Etats für 1872 soll der Ueberschuß aus dem Jahre 1870 mit 6,206,260 Thlr. verwendet Werden und sind xrheblicbeMittel in Ansaß gekomMcn zur AuUührung von Erfolg verhetßenden Meliorationen auf dem Domänenbefiß des Staats, zur rascheren Förderung der Arbeiten zur Regulirung der Grundßeuer in den neuen Provinzen, zu Meliorationcn auf dem Bergwerkaefiß des Staats, zur Erweiterung und Vetbesserung dec E:senbahnanlagen, zu Lank- und Waffer-Neubautrn u. s. w. Da die in ?lusficht genommenen Mehrausgaben im Ordinarium und Extra- orxmarium des Exats für 1872 überhaupt 9,844,760 Thlr. betragen, wahrend nach _obtger Darstellun an neuen Deckungsmiitsln zu- sammen 10,844„00 Tblx. zur Ver,ügung ßehen, so verbleibt ein dis- ponibler Ueberschuß yon 1 Million Thaler, welchsr es zulässig er- scheinen läßt, emen Stcuernachlaßin ungefäbxer Höße dieses Betrages vorzuschlagen , welch-“r Gegenstanö ciner besoxsoeren Gesehesvorlage
s ein wird.
Nach Absxßung des vorgedachtcn Betrages von der Gesammt- summe der Emnahme schließt der Etat für 1872 in Einnahme und Ausgabe mit 188084453 Thlr. ab und stellt fich gegen den vorigen Etat um 13,145,516 Thlr. höher.
Was zunächst die Einnahmen für 1872 betrifft, so "sind die- selben veranschlagt von: den Domänen auf 9,587,080 Thlr., den Forften auf 13.940,000 Thlr. (von beiden Beträgen kommt aber die dem Kronfideikommiß-Fonds„angewiesene Rente von 2.573,099 Thlr. vsrw_eg in lezua), dxn Ablösungen von Domänengefäslen und den Verkaufen von Domanen- und Forügrundßücken auf 790,000 Thlr., den direkten Steuern auf 44,031,000 Thlr., dcn indirekten Steuern auf 18,532,000 Thlr, der Lotterie auf 1,335500 Thlr., dem See- bakz1d-lunas-Inßitut auf „800000 Tblr, der Preußischen Bank auf 1,/15,000 Thlr, den Munzen _an 260,443 Thlr., der Staatsdruckerei auf 827,700 THW„ der allgxmcmen Kassenverwaltung auf 14,534,619 Thaxz, der Verwaltung tur „Handel, Gewexbe und Bauwksen auf 371,754 T§lr„ der Poxzeklan-Manufaktur auf 158.000 Thlr., der Ver-“ waltung fur Berg-, Hyzten- unY Salinenwesen auf 20230878 Thlr., der Verwaltung der E11enbahn-Angelcgcmheiten cmf 40,778,922 Thlr., dcm (Heseß-Sammlung-S-Dedits-Comtoir in Berlin auf 41,750 Thlr., der L'andsesverwaltung, des Jade-Gebietes auf14,462Thlr., demJußiz- Mimßemum anf 13,928,400 Thlr., drm Ministckmm des Innern auf 980,256 Thlr., dcr landwatbscbaftlicben Verwaltung auf (568,6WThkr., d'er GestütveWc-ltung anf 339,910 Tblr, dem Minißerum Der aeiü- [1chM, Unterr1chts- und Medizinal-Angelegenbeiten auf 112018 Thlr. Und den Hohenzollernschen Landen auf 164-800 Thlr.
_Die Qlusgabcn erfaklcn in 173,479,004 Thlr. kan:xnd;« und 12585889 Thlr. einmalige und außerordentliäzc. - Umer dcn fort- dauernden Ankgabcn kommen JUnäTbst in 215185 dé: Betricbsq Erhebungs- und Verwaltungskoftm „umd Iasxcn der ein- zelnen EiUnahmezWeiqe mit ÜbkkOÜUpk 84 5,77 719 Thlr. und txeffén hisrvon QUf dée einz-lmn VCUVÜLTUUZSUZ Ixmänen 2,084,440 Thaler, Zorßen 6,968000 Thlr, direkte Stexxsßx't 2159000 Thlr., in- dtrskte Stcucm 6,404,000 Thlr., Lotxsréc 28100 TM., Münzen 192,433 Thlr., Staawdrxtcksrci 205.100 TML', Porzellan-Manufaftur 143,000 Thlr., Vcrwalittxxg fü: VCTF“, ÖL'XTTIZT- TMZ“ *Zalincnwssca 20,701,604 Thlr., V?LWÜLLUNZ ?:“?Eisch115,11;x;*.1:1g:[:*-.“xcxeMe-n 2541612835 Tßakcr, (Hkseysamxnlnngs - TWIN":- Comxoxr (52898 113171, La-xchver- nwlmng dcs Iadsgcbécxsx: 17,809 TQ!r.- SOT'KIM kommen an Do- tatévneU 28,492,010 TW" i;; Anfxxx, nämlW: ZMDUJ ;,ur Renis do“ Kwnfié-gxfgxmnié; - Fonds 1-5C10-1'00 TONN, JffNfÖiÉ)? SYUÖ 20 “,“-35,100 TW",- Hchxxbxxxs 413.910 T„Tzlr. m:“o HWI dxr Abzcord- méicxl 212,0» WP.. - Wc Zxaats - chwaktun-ZGaußm'aben snkl'xk's) WO mit 80182249 TW. v.“:'.'::11chl„ut mid zwar: SWM?- Wänißkrixxn'. 3734155 T1).*:cr, H„1l'1771st71'121131"i*;7 (1113115um Y,“,- qclckcxxhcétkn 1889111) TONI, Fisxajiz - VTxxxésxxliUm 33,902 215 TQM, Miniffkéimn fü? Haxxß-“T, (Irxvcrvs UM öffsmixsjzc Ar- bciésé; 10,0T§0,044 TLM.- Jnsxix-'))?smsxcrxxmxx 72197,17)3 ““*“Olr, YTMTZWMU ch IWCW 87112513 Txrlr- M!! ischsxm suf T-jeéxand- jr'iZLchl).1ft;ichck(11 Mngclcxcnßctsn 2414958 TWK, L_“).“Znßß-Yimx; dcr ,“,ci1t1151c11, UnthrLM-ö- umd Moxizi: aL-*2111ch:g-:É, Heim; 7,1351539 Thlr.
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