1871 / 185 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 02 Dec 1871 18:00:01 GMT) scan diff

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t B kanntmachung vom 16. September d. II. die Inha- LWK»? Kaffenanweisungen zur Vermeidyng von Verlustexi aufgefordert worden, dieselben spätestens bis zum 302113111. 1873 bei den genanntin Kaffenßellen zum Umtausche zu bringen,

Berlin, den 21. November 1871. ' '

Der Minister für HaUdkl, Der Finanz-Mimster.

Gewerbe und öffentliche Camphausen.“ Arbeiten.

Gr. von Ißenpliß.

Mchtamtlicyss.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin , 2. Dezember.. Lieder die Reise Sr. MajLstät des Kaisers und Königs Jack) der Göhrde geht ums folgender Bericht zu,: Se. Miajestät flzbkM am 30. November Nachmittags“, gleich nach Z Uhk- Mikkclft, Extrazuges der Berlin-Lehrter Eisenbahn auf Station Le„hrte in den mit Laubgewinden und Fahnen fkfillkh SL1chWUchUU Bahnhof ein. Auf dem Perron des Bahnhofes hglt: |ck der Amts-Hauptmann Albrecht aus Burgdorf, s01v1e„e111e von der Amts-Versammlimg des Amts Burgdorf erwahlie Dxputa- tion mit einer solchen der Stadt Burgdorf „zur chrußung Sr.§1)eajeßä_teingefunden,' ein zahlreiches Publikum, zum (T"heü aus entfernten Ortschaften, war außerdem zuiamnxxngeßronit, um des Anblicks Sr. Majestät des Kaisers und Konigs theil- hastig zu werden. Kurz vor““dcr Ankunft des Kaiserlichen Exirazuges langten mittelst Eisendahnzuges von Hannover auch Se. Königliche Hoheit der Prinz Albrecht Sohn und de_r Ober- Präsident Graf zu .Stolberg-Wernigerode an , um 1311; VW hier aus dem Kaiserlichen Zuge anzuickxlicßM-

Se. Majestät der Kaiser, bei der Ankunft. von dem lmzten Hoch der Versammciten Menge begrüßt, verließen dcn .Fmser- lichen Salonwagen , nahmm die crfurchtévollfte Begrußung der Anwesenden entgegen, ließen Sich die anwciendcn Beamten

1) Mitglieder der Deputatidnen vorstellen und untexhieltcn Lich längere Zeit mit den Einzelnen, wobei Allerhöchstdiefelden Sich namentlich bei dem auwesendet) Senator Oberg aus Burg- dorf und dem Orlßvorftehec Wehling (Ws 3111111210811, welche beide in dem letzten Kriege einen Sohn vor dem Jemde'verloren haben, eingehend nach diesen Verlusten und deren sonstigen VLF" hältniffen erkundigten. Auch die mit dem Verdienßkrcuz fur Frauen und Jungfrauen geschmückte Ehefr'xm des Bahnhofs-

eftauxateuxs Glauhiß ließxn_ Se; MalZßaZnS1ch VJÜFYFJJZ 1917) WWW!) „W, ÖMY'ßärä'cD'étén-e Érfrischung huldreichst ent- gegengeiwmmen, bestiegen Allerhöchstdieselben den Kaiserlichen Zug Wieder, welcher. sich darauf unter dem enthusiastischen Hoch der Zuruckbletbenden auf der Eisenbahn nach (Teile zu in Be"- wegung seßte.

_ In Cellse traf der„K_aiserliche Zug um 2 Uhr 45Minutcn auf dem festlich geschmucktcn Vahnhoie ein. Beim Verlassen des cSi]lonwagcxis wurden Se. Majeßät vom Commandeur des 2. „Hannoverischen Jnfanterie-chimenis Nr.'77, Obersten von Plehwe, Und dem Kreishauptmann von Pfuel empfangen, und hielt sqdarin der Bürgermeißcr Hattendorff eine Anrede an Se. Majestät, Allerhöchstwclche dieselbe mit einigen Worten exnnderten. Darauf ließen Se. Majestät Sich im Warte- zimmerfdurch dcn Obex-Präsidenten, Grafen zu Stolberg, die Epiizcn der Behörden vorstellen und unterhielten Sich mit mehreren Anweseuden, auch mit einigen Damen, welche bei der Pflege der Verwundeten bctheiligt gewesen , und in deren Namen Sr.; Majestät ein Bouquet Überreicht wurde. Schltxßltch [[LÜLU„S1ch Se. Majestät auf dem Perron noch die dekorirten Militars dorfteUeii und unterhielten Sich auch mit mehreren Reserynten. -- Se. Kaiserliche“ und Königliche Hoheit der Kronprinz unterhielt Sich längere Zeit mit den quen und, mehreren Offizieren. -- Unter großem Jubel emer zahlreichen Menschenmenge erfolgte nach einem Aufenthalte von, 18 Minuten die Weiterreise nach Ve- vensen. Der Empfang, idelckxer Sr. Majestät in Celie zu Theil geworden, war em “enthusiastisch“, und ist noch zu bemerken, daß qußer den Behörden 26. sich auch die sämmtlichxn Schüler des hiesigen Gymnasiums, Leßtere mit Fahnen, ani Bahnhofs eingefunden, hatten.

, Ngchmittags 4 Uhr 30 Minuten trafen Sc. Majestät auf dem Mit Gznrlanden, Fahxien und Lampions festlich geschmückten Bahnhofs m Beveysen ein. Dem herannahenden Zuge schallte ein tausendsttxnmiges , degeistcrtes Hurrahrufen entgegen, zu welchem die aus der Nachbarstadt Lüneburg herüber-

ekomme'ne Kapelle die Nationalhymne: pHeil Dir im Sieger- ranz- mtonirte, Se. Majestät der Kaiser wurden beim

Betreten des Perrons von dem Landdroften Jrhrn. v. S lot- heim cms Lüneburg und dem Amtshauptmann Schulßchaus

" baden, den 27. November 1871.

Medingen empfangen und, während die auf dem Perron aus- gestellte Schüßengilde von Bevensen unter„den Klängen des Preußenliedes salutirte, in den sinnig Lizid re1ch ausgeschmitckten Wartesaal zunächst der Z., Klaffe gefuhrt, m welchem außer den Geistlichen der Inspektion Bevensen" , den Mitgliedern des Amtsgerichts Medingen und dem RxgmzentZ-Commandcur und den Offizieren der m Uelzen gaxmsomrenden Schwadron des 2.Hannoverischen Dragqncr- Regiments Nr.. 16, die Amtsda- tretung des Amtes Mcdm en in GQrYYrS, die FleckenSbchördm von Bevensen und Ebftor und die sammtlichen Vorsteher des Amtes Mcdingen versammelt waren. Namens der Amtsver. treter und Vorsteher wuxden Se.Mg1eßat von dem Hofbefi er Refardt-Wulfsode mit cmer Ansprache begrüßt. Nachdem Ye, Majestät diese huldvoil beantwortedund nach den Opfern und Verlusten des Amtes im lcßten Kriege gefragt, Sich auch die Geistlichen, Beamten und Offiziere hatte vorstellen lasen, Wur- den Se. Majestät in den Wartesaal 1. und 2. Klasse geführt, wo fich außer einigen Damen des Klostexs Mcdingcn in ihrer Oxdenstracbt, an deren prye sich die niit dem Verdienstkreuze dckorirte Aebtisfin befand , die Frauen und Jungfrauen des Amtes Medingcn unter Fuhrung der“ Frau Amtshaupt. mann Schuiß in festlicher Toiletxe zur Begriißung Sr. Majestät aufgestellt hatten. Sr. Majestat dem Kaiser wurde von der

Frau Amtéhauptmann Schuly nach einigen Worten der Vewiiikdmmnung ein prachtvoiles, niit deux Namens- zuge des Kaisers und der Kmserkronc geschmucktcs Bou.

des Bürgermeisters Kempe aus

quei und von der Tochter , dic Lüneburger Haide ein Haide-

Bevensen zur Erinnerung an franz Überreicht. " nach dem Ausgange aus dem Bahnhofsgebaude waren die Reservisten des Amtes Medingen aufgestellt, nach deren Verhält- nissen, itisbcwndcre denen der mit dem Eiseryen Kreuz dekorir- ten, sowie der Veerndcten Se. Majestäi Sick) eingehend und theilnehmend crkundigten. Als Se. Majestät den Wagen be- siiegen, begann das Läuten dcr Glocken, das Abieucrn der Völ- ler und ein, begeistertes Hurrahrufen , an das sich' der von der Musik unterstiikte Gesang der »Wacht am Rhein": anschloß, dcr von den Spalier bildenden Schulkindern ausgefuhrt wurde. Der Play vor dem Bahnhofc war auf das Prachtvolifte mit Lampions und bcngakischen Flammen beleuchtet, w1em1tMaft- bäumen, Flaggen und Ehrenpforten ausgeschmückt, „dcs'gleichen waren die sämmtlichen Straßen , durch 'die Se. Maxestat fuh- ren, sehr reich und hübsch dekoririund illuminirt. Die Frauen des Fleckens Bevensen haitcn fich an 'der Kirche des Ortes versammelt und warfen in den voriiberfahrenden Wagen

8 Kaiers eincn Lorbeerkranz bin-i" Olnch in den Ddr- Yu mmiqxco; , UUUUOks und Himbergen , welche Se. Magstät

auf der Jahr!." nach der Göhrde berührten, waren sehr hübsche, mit Lampions und Trankiparcnten verzierte Ehrenpfortxn er- richtet, und wurden auch in diesen Se. Majestät durch Läuten der Glocken und xroß der späten Stunde und des schlechten Wetters mit freudigem Hurrah begrüßt.

-'Jhre Maje'ftät dic Kaiserin-Königiu reist heute Nachtmttag von Weimar nach Berlin ab. '

- Ihre Majestät die verwittwetc Königin empfing

aridercr fürstliche11,Pers,011en. Im Lcmfe der nächsien Woche

erd Ihre Maxeftät die Winterrefidenz im Stadtschloffe zu

Charloxtqnburg nehmen und von dort aus zum Besuch der zu

Xohlthatigcn Zwecken veranstalteten Außsteklungen nach Berlin mmen. *-

_ __“ Jhrc Kaiserliche und Königliche Hoheit die „Kronprinzeisin hai an den Stadtrats; von Cassel das nach' stehende Schreiben gerichtet:

Dxr Stadtrajl) _v-on Cassel hai Mich durch seine guten WWW zu Meinem _Gekc-urtstzge und durch den Ausdruck seimr freundlicvcn und anhänglrchen Gcfinnungcn zu ledkaftem Danke verpflichtet. M wghrcx Befriedigusig gedenke Ick der schönen Zeit, ivelaze Ich in der Nahe Cxffels verlxvi, und Meine verziiche Tbeilnahtnc wird der Refidenmjadt und ihren Bewohnern steis erhalten blsiben. Wies- Victoria, Kronprinzesfin.

-- Der B u ndesrath trat heute zu einer Sißung zusammen-

-- 'Im weitern Verlauf der gestrigenReichstagssiiöux19 sprach m der Generaldebatte noch der Abg. v. Kusserow fur, der,Ak«-g. Schulze gegen das Gescß, betreffend die Friedeys' präsentharke des Deutschen Heeres. An der Spiztal' dehatte uber §-1 bcthciligten fich die Staats-Minister 120" PsreßschnerWUbrÜck und dicAbgg.Lasker und [)1'. Meß. Dem-

128 Stimmxn genehmigt. In der Debatte über Z. 2 wies der Staats-Mimster Dclbruck eine gegen die deutsche Diplomatik

gerichtete "Beschuldigung _des Abg. Sonnemann als unwabk zuruck,“ nach einer Replik des Abg. Sonnemann und einige"

, (Heicßcs-

Auf dem Durchgange von dem Wartesaale -

gcftcr'n im Schldffe Sanswuci den Besuch Ihrer Königlichen ' Hdhctt der Herzogin Wilhelm von Mscklenburg-Schwcrin und -

- kanzlcr in der Sißung vom 19. v.

nächst “wurde J. 1 in namentlicher Abstimmung mit 152 gegen

. tien Rohzuckers in Säcken nur dann d

Bemerkimgcn des Abg. Kryger (Haderékcben) „wurde Z. 2 nd darnach das ganze Gech „m „dritter Lesung endgültig genehmigt. - Es folgte die dllttc Lesung des

beireffcnd dcn Haushaltsetat des Deutschen Reiches. In der Generaldebatte erklärten die Abag. v. Kryza- nowskj, Ewald und Ziyger „(HaderslebcnY gsgcxi das Grieß stimmen zu wollen,“ die Spezialdebatte gab x_u xmer großen ahl kurzer'Bemcrkungcn Anlaß, an denen s1ch je einmal die Staatß-Mimftex Graf ,v. Noon mid Delbrück betheili-Ztcn. Gegeniiber cnzc'r böl" der zweiten Lesung angenom- menen Resolution erklaric ersterer, daß er gern bereii sei, das Ndlhige zu, der geforderten Hebung der Elemen- xarschule m Wiihclmsdavcii zu _veraniaffcn, nur mangeltsn zunächst die erfordsrlichcn Mtttci. Le'ytsrer sprach eincm Wunsche des„Abg. Somdari nach cinem aligemeinen Biersteuergeseiz gegcnuber seine Zustimmung aus,“ nur sehe er vorläufig noch keine AUZficht aiif Realisirimg dicses Wimsckyes. Daynach wuxde das Etatsgeseß in dritter Lesung fast cinstjm. mig genehmxgt. Unmittelbar nach diesem Beschluß nahm der Staats-Minister Dclbrmk das Wort:

Meine Herren! Die verdünd:ien Rxgierunßen glauben, daß fi? den Wünschrn des Reichstages en? egenfommen, namcmlick) solchxr Mitgiiider des Reichsta2es, wxlchcA§Jreußen nicht anzeixören und parla4 menta*rischc Pflichten mmh in ihren Heiinathiändem zu crfüüeu haben, wenn fie, von der [)er-kdmmlichkn Form abweichend, 'cie Se-jfion des Rejch§tagés jetzt und tt_i diesem Saaie schließ-n. ILT) erigube mir, eine [Lillxrkvöchfte Botschaft zu diesxm Zwecke dem Hause mitzuxhsilen

ie au : : S Wir Wilhelm, von Gottcs (Himdcn Deutschcr Kaiser, König von Preußen, thun kund und fügen hiermit zu irissert, daß Wir dcn Präsidcntyn des ReiWkanzia-Amtö, Umseren S-taäfß- Ministkr Delbrück, er- mäcixtigt Haben, gemäß Artikci 12 dsr Verfaffuugs.kaunde des Deutschen R:ich5, die gegenwärtige Sißung dks dsutscben RUM.

, tags in Utismm Und der verbündeten Rexierungcn NaMn am

]. DÉZTUWET dieses Jahres zu sch1icßen. Gegeben Berlin, de:: 29, Nowember 1871. gez. Wilhelm. ' , ggez. Fürst Bismarck.

Ick criaube mir, diese Liüirhöchfte Ermächtigung dcm Herrn Präsidenten zu überreichen,

Gestatten Sie mir, meine Hirten, diescr Alleaböchften Botschaft nur Wenige Worte hinzuzufügen. ELF smd Worte des Dcinfes, ireiche ich auf Befehl Sc. Majestät ch Kaixeis und im N=.1mcn der verkün- deten chicmngen an Sie zx: riäktrn habs fiir die aafopfernde Thätig- keit, mic Weicher Sie in ein-«r pétkwtistbcn HÜDICÖUUI- die aiic Mei- nungsve1schicdenheitrn i-i dixscm Saale behexrscbt hat, wähxcnd ciNLk arbeitsvolleii Session die Eiiiivickcluna der Reichs-gcscßgebung geför- dxrt, das Finanzivesm dcs ReiMs aiif feste Griindlagen geftclit und die Wehrkcaft DLiktsÖlaDds gcfiOcrt babkn.

Es hleibt mir üb'kig, (mf Allerhöchsten Vefchl Sr. Majestät des Kaisers im Namqn der Verbündeten Regierungen die Sißmxg des Reichstages zu schltcßen. , ,

Hierauf schloß der Prasident 111“. ,SUZUON die &?!qu Mit einem dreimaligen Hoch auf Se. MMW“ ÖM KMW M das

die Versammlung begeistert einstimmte.

- Das Schreiben des Präsidenten des Reichstages, demzufolge der Reichstag beschlossen hat, die Petition dss Sagan-Sprottauer land- und forstwirthschaftlichen Vereins, die Differentialx tarife der Eisenbahnen betreffend, vdem Reichskanzler mit dem Ersuchen zu überweisen, die Frage dernDifferentialtarife auf den Eisenbahnen einer eingehenden Prufung unter Mit- wirkung von Sachverständigen der Landwirthschaft, des Han-

- dels, der Industrie und der Eisenbahnverwaltungcn unterziehen

Zu lassen, und dem Reichstage Von dem Resnitate dieser Unter-

u un Mitt cilun machen it onen : ifi von dem Reichs- ch g h g 3 PZ. dem Bundesrathe

vorgelegt und von leyterem dem Audschuffe für Eisenbahnen, Pöst- und Telegraphen überwiesen worden.

- Auf die Vorlage des Präsidiums, betrxffcnd die Ver- wiegung des mit Anspruch auf AbgabenVergutung 1136 Aus-

it ' land gehenden Rohzuckers, hat der Bundesrat!) in der

SikUUg vom 19. 1). M. dem Anfrage des Yußschyses fur Zoll- Und Steuerwesen gemäß beschlossen: 1) daß die Anmeldung und die amtliche Verwiegung des mit dem Anspruche auf Ab- kiabenvergütung nach dem Alls1and? zu vfersendendefn Rohzuckers 11 Säcken bei größeren, aus gleichartigen Kollt bxftehenden Sendungen partienweiie nach sogenannten Schalgangen cr- fOlgen könne,“ - 2) daß auch bci dcr Verwiegung des Zuckers m Partien die Fcsjstcllimg des Nettogewichts m gqeigneten (i'llen durch Prodeweise Vcrwiegung des Inhalts beziehungs- Weise der Umschlicßungcn eims Theils der zur Abfertigmig Jxstellten Kolli und durch Abzug des nczchfdem Ergebnis; 1eser Verwiegung festzusteüendcn durchschnittlichen Tarafaßes von dem Bruttogewicht der ganzen Waarenpoft stattfixiden könne,- - 3) daß bei Abweichungen zwischen dem deklarirten

UNd dem ermittelten Nettogewicht des ?UYNAtleoeFLJxYYULZstLDZr e e

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ganzen 'bct-rcffc-nden Waaérenpoft einzutreten habe, wenn das ermittelte Gewicht der einzeln netto verwogsnm Partien odsr (€in am mehr als 2 Prozent hinter dem deklarirten Gewicht zuruckblcibt, und 4) daß die probeivciscxr Y.?xiwic'guanN ;,Ur Flüstellung des Nettogewichts aucb fcrv „c auf MMÖLÜLUZ dcn achicn Theil dsr Waarmpost zu „crßrekx-cn seien.

_ Am 29910de61: Jarl) bixr der Gcheime Okicr-Finanz- Rath und vortragende Rath im Königlichen Finanz-MinisthiUm Herxmann Sonim!) und am 30. v. Mrs. dsr KöiiiqliÉC Geheime Oder-Tribanals-Rath von Hol icbkxi [. ' '

-- Am Mittwoch fand in dcn Räumen des iesi cn soli: '- PMUdUlmZ die fcierliäxi EiiifÜÖkUUg des an ?St'clslle Fs diert- stdrhcnen Ge'heimcn undOder-Regierungs-Ratds Lüdemann zum Dirigenten dir 1. (NegrerungS-) Abtheilung ernannten Frhrn. von Herizberg statt. Nachdem d(tsclde einer Siyimg dieser Abtheilimg Unter dem Vorsiße des Pdlizci-Präsidenien vdn Wiirmb bkiJLWOHUT hurts, ivixrden WM die Dirigcntcn und BTÜUUCN dcr iibrigkn AÖÉÖLUULXJM vorgestellt.

Cöln,1.Dezember. Dic en-xxjsche «9 aus L 1) Vom 1. d. M. friih ist ausxxebliech, P | M on

Bayem. Münchexi, 30. Ndvcmbir. R. C.) “in Vc. treff "des H41r_1_delJ-Ministeriu1ns wird de(riiMrf, “daß die Aufloskmg denxiben imzimehr als eine beschlosscne Sache zu be- trachten rind die deir._deiiglich-xEntichließung demnächst Ul er- warten sci. Dia Vcricvicdenm Geschächzwcige diescs Ministe- riums sollen den andercN Ministerien ziig9**«iescn werden, so ins- besonderedasgcsamxnteVsrkchrswestnunte. ;nchisral-Direktor Hochcder dem Ministerium dcs Aeußcrn. Es ist dies derieide Plan,- der schon bei dcr Niubildung dcs Miiiistcriums Hcgnen- berg _aufgesteUt iVdek, und es scheint, das; von demselben seit- dem in keiner Weise abgegaxigcn n'orden iß. '

-- Die Subkommiifidn des Gcseßgcbungsans- WUWY der Kammer dcr Abgeordneten hat heute die Beschlune dcs Atiéschuffcs in crsier chung iibcr den Gxßizcnt- wurf zum Voklzug der Einführung des Rcich5strafgcsc§bnchs eincr redaktionellen Priifung Unterzdgen und den Entwurf fiir die zweite Lesung vorbereitet.

_ Württemberg. Stuttgart,30. November. Die Zu- stiz-Geießgebu'ngézkommissidn der Kammer der Abge- ordneteri, wizlche m ictzxer Woche hier zusammengetretcn ist, hat dei] Bcrickyi Wer den Gescßentwmf, betreffend die Abänderungen dis Lanchftrgfrecbts und dcr Strafprozcßdrdnung bei Ein- fuhrung des Strafgeskßbuchs fiir das Dunkichc» Reich feßgsstciii. , -- Das Regierungsbiatt Nr. 31 cmthäit eine Köxiig- ltche Verordyung, hetrcffcnd die Einfiihrung von Reichkißcscym Und zwar uber die Beschlagnahme des Arbeits: oder Dienst-

!.«k & 9 * * - _ _. „N;; Ö'LUY/KalczIxZ'IÉ, 1869, „nder die Auögabe von Vimknoten

vom 16. Juni 1870 (welche mit Niki *ii"ZTM?„MV PLPCZZYLY tembcrg ais Reichsgeseße in Kraft zu treten, hadcn) imd eme Vekannfmackyung der Ministerien der Justiz und des Inncrzi, betreffend die Gründung der würtiemdcrgiiiOcn Note:“i-ikixik m

Stutt art. 9 Se. Majestät der Kaiicr haben dem

-- 1. Dezember. _ Könige telegraphiich AUerhöchstieine Theiltmbnic an dem Der König antwortsie

e ri en Erinnerungsfesje ausgedxiickt. _

MZ Kaiser gleichfakls auf telegraphischcn Weg?. -- Der Band- tag nahm heute seine Sißungen wrxdcr auf., - Zn dcr Ah- geordnetenkammer begrüßte Prasidenx Weber die _Mit- giieder und zeigte an, daß Abg. Rdmxr sem Mandat meder- gelegt habe. Die Kammer-erledigfe hierauf Formalien.

Baden. KarlSruhe, 30. Novcmber. Das &):sz e*c- schicnene WWW und Verordnungsblatt Nr. 43 Zithalt xm Geseß, die Steuererbebuna im Monat Dezember 1871 Und mi ersten Kalenderquarml 1872 betreffexid, ferner Verordnunxzen. 1) des Finanz-Ministeriums: U) die Bxanntwemstzxucr boexref- fend,“ i)) die Grenze zwischen dem Wemverkauf im (Lkioßeii und jenem im Kleinen betreffend. Dadureh Zvcrdcn die Box- scbriften in kdiffe1: 2 und 3 der betrcffctidcn Berordmmgx vom 26. Oktober :“1854 durch nachstehende Bestimmungen xricxz:

1) Vom 1. Dezember 1871 an ist als, Wimvcrkauf im: Großen jeder Weinwerkauf anzusehen, bci wiickxip '". einkm Trmidportc uiid an einen Empfänger mindestens zwanzig Litchn Flasch (der mz Faß abgegeben wcrden. Rede Flasche von geringerem "mixixixc ais

»

einem Liter wird dabei einer Litexflasche gleich ge.1chtet. , _ 2) Dem Weinproduzcnten bleibt die Vertrerthimg seines Vorwihs an eigenem Erw-chs im Ganzen auch dann undcnoiixmcv, wcnn

tr wanziq Liter beträgt. _ , solche2)u?OeeszI)iinisieriums dcs Großherzoglichen Hauses, dex

Justiz und des Auswärtigen: den Vollzug des Gcsxxch „iiber die Beurkundungen des bürgerlichen Standes und die Förm-

lichkeiten dei Schließimg dcr Ehen betreffend. - In der heutigen 5. öffentlichen Siizung der Zweiten